Wie du in deinem Unternehmen echte Führungsverantwortung für Frauen schaffst, auch in Teilzeit
Simona Neubauer-Gstrein, Mitgründerin, Geschäftsführerin und CEO von LoopLab, über Frauen in echter operativer Führung und Führung in Teilzeit
07.10.2026 51 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Folge von 24 Geschichten spricht Sascha Ladurner mit Simona Neubauer-Gstrein, Mitgründerin, Geschäftsführerin und CEO des Wiener Biotech-Unternehmens LoopLab, über Frauen in echter operativer Führung. Während der Frauenanteil in Aufsichtsräten dank gesetzlicher Quote deutlich gestiegen ist, bleibt die operative Führungsebene in Österreich nach wie vor stark männlich geprägt. Simona erklärt, warum strukturelle Rahmenbedingungen, nicht fehlende Qualifikation, der eigentliche Grund dafür sind, und wie sie bei LoopLab mit einem Frauenanteil von rund 80 Prozent und Führungskräften in Teilzeit ganz bewusst andere Wege geht. Zuhörerinnen und Zuhörer bekommen einen ehrlichen Einblick, was Unternehmen konkret verändern müssen, damit aus Diversitätszielen echte Verantwortung wird.
Mehr Infos gibts wie immer in den Shownotes oder im Internet unter
24geschichten.at
Der Podcast entsteht mit freundlicher Unterstützung des österreichischen Gewerbevereins ÖGV
https://www.gewerbeverein.at
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Die Folge startet mit der EU-Richtlinie 2022/2381, besser bekannt als Women-on-Boards-Richtlinie. Sie wollte ursprünglich auch für den Vorstand eine verbindliche Zielvorgabe, doch Österreich hat das im Dezember 2025 im letzten Moment abgeschwächt, übrig geblieben sind nur Berichtspflichten ohne Konsequenzen.
Anhand aktueller Zahlen aus dem AK Frauen.Management.Report zeigen Sascha Ladurner und Simona Neubauer-Gstrein, wie groß die Kluft tatsächlich ist. Während der Frauenanteil in Aufsichtsräten bei knapp 29 Prozent liegt, sind es in der operativen Geschäftsführung nur 14,5 Prozent, bei börsennotierten Unternehmen sogar unter 13 Prozent. Simona erklärt das unter anderem mit dem sogenannten Ähnlichkeitsprinzip und mit der Care-Arbeit, die in Österreich nach wie vor überwiegend von Frauen übernommen wird. Im Pharma- und Biotechbereich sieht sie einen strukturellen Vorteil, weil schon in der Ausbildung viele Frauen vertreten sind, entscheidend sei aber, was Unternehmen daraus machen. Bei LoopLab, wo rund 80 Prozent der Mitarbeitenden Frauen sind, setzt sie bewusst auf ein flexibles Arbeitszeitmodell und auf Führungskräfte in Teilzeit.
Eine OeNB-Studie zeigt zudem einen wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen mehr Frauen im Aufsichtsrat und höherer Eigenkapitalrendite, wobei die Daten auf US-Konzernen beruhen. Der häufigste Fehler von Unternehmen liegt für Simona darin, Diversitätsziele zu formulieren, ohne die dahinterliegenden Strukturen tatsächlich zu verändern.
Anhand aktueller Zahlen aus dem AK Frauen.Management.Report zeigen Sascha Ladurner und Simona Neubauer-Gstrein, wie groß die Kluft tatsächlich ist. Während der Frauenanteil in Aufsichtsräten bei knapp 29 Prozent liegt, sind es in der operativen Geschäftsführung nur 14,5 Prozent, bei börsennotierten Unternehmen sogar unter 13 Prozent. Simona erklärt das unter anderem mit dem sogenannten Ähnlichkeitsprinzip und mit der Care-Arbeit, die in Österreich nach wie vor überwiegend von Frauen übernommen wird. Im Pharma- und Biotechbereich sieht sie einen strukturellen Vorteil, weil schon in der Ausbildung viele Frauen vertreten sind, entscheidend sei aber, was Unternehmen daraus machen. Bei LoopLab, wo rund 80 Prozent der Mitarbeitenden Frauen sind, setzt sie bewusst auf ein flexibles Arbeitszeitmodell und auf Führungskräfte in Teilzeit.
Eine OeNB-Studie zeigt zudem einen wirtschaftlichen Zusammenhang zwischen mehr Frauen im Aufsichtsrat und höherer Eigenkapitalrendite, wobei die Daten auf US-Konzernen beruhen. Der häufigste Fehler von Unternehmen liegt für Simona darin, Diversitätsziele zu formulieren, ohne die dahinterliegenden Strukturen tatsächlich zu verändern.
Keypoints
- In Österreichs Aufsichtsräten liegt der Frauenanteil bei knapp 29 Prozent, in der operativen Geschäftsführung aber nur bei 14,5 Prozent, weil dort verbindliche Vorgaben fehlen.
- Pharma und Biotech haben laut Simona Neubauer-Gstrein einen strukturellen Vorteil bei der Ausbildung, entscheidend ist aber, ob Unternehmen Frauen danach auch wirklich fördern und halten.
- Bei LoopLab tragen auch Teilzeit arbeitende Frauen echte Führungsverantwortung, weil Vertrauen und Ergebnisse zählen und nicht die Anwesenheit im Büro.
- Der häufigste Fehler von Unternehmen ist es, Diversitätsziele zu formulieren, ohne die dahinterliegenden Strukturen bei Beförderungen und Verantwortung tatsächlich zu verändern.
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