Wie man Krisenkommunikation vorbereitet und im Ernstfall die Deutungshoheit behält
Vom Eurovision Song Contest zur KMU-Praxis: Risikoanalyse, schnelle Statements, klare Rollen und Vertrauen nach der Krise
11.03.2026 40 min
Zusammenfassung & Show Notes
Der Eurovision Song Contest ist ein Stresstest für Kommunikation: enorme Öffentlichkeit, viele Stakeholder, Social Media in Echtzeit. Brigitte Uitz-Dallinger (ORF) erklärt, warum Krisenmanagement lange vor dem Ernstfall beginnt – mit Risikoanalyse, vorbereiteten Statement-Bausteinen und klaren Zuständigkeiten. Im Gespräch geht es auch um die ersten 60 Minuten auf Social Media, den Unterschied zwischen „Inzident“ und „Krise“ und warum „Kleinheit“ kein Schutz ist. Und: Wie Vertrauen nach einer Krise realistisch wieder aufgebaut werden kann – ohne Ausreden, aber mit Verantwortung, Maßnahmen und Zeit.
Mehr Infos gibts wie immer in den Shownotes oder im Internet unter
24geschichten.at
Der Podcast entsteht mit freundlicher Unterstützung des österreichischen Gewerbevereins ÖGV
https://www.gewerbeverein.at
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Was macht Krisenkommunikation beim ESC so anspruchsvoll? Vor allem die Mischung aus Tempo, maximaler Sichtbarkeit und vielen Beteiligten: ORF als Host Broadcaster, die Stadt Wien, die EBU, Behörden, Einsatzorganisationen – und ein Publikum, das Updates sofort erwartet.
Brigitte Uitz-Dallinger beschreibt den Kern der Vorbereitung als saubere Risikoanalyse: vom „kleinen“ technischen Problem (Mikrofon, Wasserschaden, Leaks) bis zu Szenarien mit hoher Tragweite wie Cyberangriffen oder Sicherheitsvorfällen. Entscheidend ist, Risiken zu benennen, Maßnahmen zur Minimierung festzulegen und Statement-Bausteine vorzubereiten, damit man im Informationsvakuum schnell reagieren kann.
Ein wichtiger Punkt: Nicht jedes laute Thema ist sofort eine Krise. Beim ESC wird klar unterschieden zwischen Störung mit begrenzte Auswirkungen, und echter Krise (hohe Tragweite, Gefährdung von Reputation, Sicherheit oder Kontinuität). Dazu braucht es klare Entscheidungsketten, einen abgestimmten Kommunikationsfluss und Übungen („Tabletop“), um Lücken zu finden, bevor es ernst wird.
Ein wichtiger Punkt: Nicht jedes laute Thema ist sofort eine Krise. Beim ESC wird klar unterschieden zwischen Störung mit begrenzte Auswirkungen, und echter Krise (hohe Tragweite, Gefährdung von Reputation, Sicherheit oder Kontinuität). Dazu braucht es klare Entscheidungsketten, einen abgestimmten Kommunikationsfluss und Übungen („Tabletop“), um Lücken zu finden, bevor es ernst wird.
Übertragbar auf KMUs ist vor allem das Minimum-Setup: eine verantwortliche Person (Lead), eine Stellvertretung, aktuelle Kontaktlisten, ein kurzes Krisenkonzept (2–3 Seiten reichen), plus vorbereitete Wordings. Und ganz zentral: interne Kommunikation. Mitarbeitende sind Multiplikatoren. Wenn sie nicht abgeholt werden, wird es nach außen schnell unkontrollierbar.
Für den Ernstfall liefert Brigitte eine klare Logik für Statements: sagen, was man weiß, was man noch nicht weiß, was man jetzt tut – und bis wann das nächste Update kommt. Keine Spekulationen, nichts löschen, keine Opferrolle. Und nach der Krise: Vertrauen ist reparierbar, aber nur mit echter Verantwortung, konkreten Maßnahmen und Konsequenz über Zeit.
Keypoints:
Keypoints:
- Risikoanalyse + Statement-Bausteine verhindern Informationsvakuum und Gerüchte.
- Inzident ≠ Krise: Tragweite, Sicherheit und Reputation entscheiden über die Eskalation.
- KMU-Minimum: Lead + Stellvertretung, Kontaktlisten, kurzes Krisenkonzept, klare Zuständigkeiten.
- Vertrauen kommt zurück durch Verantwortung, Maßnahmen und Zeit – nicht durch schöne Worte.
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INFOS ZUM GAST:
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