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Wie Unternehmen erkennen, dass aus einzelnen Störungen eine echte Krise wird, bevor es zu spät ist

Markus Glanzer, Geschäftsführer der Krisenplaner GmbH, über blinde Flecken zwischen Abteilungen, gemeinsames Lagebild und warum gute Entscheidungen Übung brauchen

23.09.2026 60 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge von 24 Geschichten spricht Sascha Ladurner mit Markus Glanzer, Geschäftsführer und Gründer der Krisenplaner GmbH, über die stillen Anfänge großer Unternehmenskrisen. Glanzer erklärt, warum einzelne Probleme aus IT, Einkauf oder Vertrieb erst gefährlich werden, wenn niemand die Zusammenhänge zwischen den Abteilungen erkennt. Im Gespräch geht es um Silo-Denken als Führungsproblem und um die Frage, wie man in der Krise die beste statt die perfekte Entscheidung trifft. Wer zuhört, bekommt ein klareres Bild davon, warum Vorbereitung ohne Übung wenig wert ist.

Mehr Infos gibts wie immer in den Shownotes oder im Internet unter
24geschichten.at

Der Podcast entsteht mit freundlicher Unterstützung des österreichischen Gewerbevereins ÖGV
https://www.gewerbeverein.at

Was tun, wenn aus drei kleinen Problemen plötzlich eine handfeste Unternehmenskrise wird? Genau darum geht es in dieser Folge von 24 Geschichten. Sascha Ladurner spricht mit Markus Glanzer, Geschäftsführer und Gründer der Krisenplaner GmbH, der seit über 20 Jahren im Krisen- und Katastrophenmanagement tätig ist, unter anderem beim österreichischen Roten Kreuz. 

Glanzer erklärt, warum Unternehmen sich zwar oft auf einzelne Ereignisse wie Cyberangriffe oder Lieferengpässe vorbereiten, die eigentliche Gefahr aber an den Schnittstellen zwischen Abteilungen entsteht, dort, wo niemand den Gesamtzusammenhang im Blick hat. Ein zentrales Thema ist Silo-Denken, das Glanzer weniger als Organisationsproblem versteht, sondern in erster Linie als Führungsproblem. 

Er beschreibt, wie Unternehmen heute nicht an fehlenden Informationen scheitern, sondern daran, dass niemand diese Informationen zu einem gemeinsamen Lagebild zusammenführt. Am Beispiel der Flutkatastrophe im Ahrtal zeigt er, wie wichtig es ist, Daten aus unterschiedlichen Quellen rechtzeitig zu verbinden. Weitere Themen sind der Umgang mit Erfahrung und alten Denkmustern in einer Zeit rascher Veränderung, die Kunst, unter Unsicherheit die beste statt die perfekte Entscheidung zu treffen, sowie die Rolle von Übung im Krisenmanagement. Glanzer vergleicht den Aufbau von Krisenkompetenz mit dem Erlernen des Autofahrens, bei dem der Führerschein erst der Anfang und nicht das Ende der Lernkurve ist.

Keypoints:
  • Viele Unternehmen bereiten sich auf einzelne Krisenszenarien vor, übersehen aber die Schnittstellen zwischen Abteilungen, an denen aus kleinen Störungen echte Krisen entstehen.
  • Silo-Denken ist für Markus Glanzer in erster Linie kein Organisationsproblem, sondern ein Führungsproblem, das durch fehlende Kommunikation zwischen Abteilungen entsteht.
  • Unternehmen fehlt selten die Information, sondern jemand, der die vorhandenen Daten zu einem gemeinsamen Lagebild zusammenführt.
  • In einer Krise zählt nicht die perfekte Entscheidung, sondern die beste Entscheidung mit dem, was man in diesem Moment weiß, und dafür braucht es regelmäßiges Üben.
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