Amor Eterno: Eine fotografische Reise in die Fußballkultur Argentiniens
Vier Jahre, eine Kamera, unzählige Begegnungen: Wie aus einem Langzeitprojekt ein Fotobuch wird.
14.06.2026 74 min
Zusammenfassung & Show Notes
Was bringt Menschen dazu, ihren Verein bedingungslos zu lieben? Für mein Fotobuch „Amor Eterno“ habe ich über mehrere Jahre hinweg die Fußballkultur Argentiniens dokumentiert. Im Gespräch mit Thomas Winter erzähle ich, warum mich weniger die Spiele selbst als vielmehr die Menschen, ihre Rituale und die Geschichten hinter den Stadien faszinieren – und welche fotografischen wie persönlichen Erkenntnisse aus diesem Langzeitprojekt entstanden sind.
Was bringt Menschen dazu, ihren Verein bedingungslos zu lieben? Für mein Fotobuch „Amor Eterno“ habe ich über mehrere Jahre hinweg die Fußballkultur Argentiniens dokumentiert. Im Gespräch mit Thomas Winter erzähle ich, warum mich weniger die Spiele selbst als vielmehr die Menschen, ihre Rituale und die Geschichten abseits des Rasens faszinieren – und welche fotografischen wie persönlichen Erkenntnisse aus diesem Langzeitprojekt entstanden sind.
Diese Episode ist zugleich ein kleines Podcast-Take-over: Das Gespräch wurde ursprünglich für Thomas Winters Podcast „Fotobuch-Ecke“ aufgezeichnet, in dem sich alles – wie der Titel sagt – um Fotobücher und ihre Entstehung geht.
Diese Episode ist zugleich ein kleines Podcast-Take-over: Das Gespräch wurde ursprünglich für Thomas Winters Podcast „Fotobuch-Ecke“ aufgezeichnet, in dem sich alles – wie der Titel sagt – um Fotobücher und ihre Entstehung geht.
⚽ "Amor Eterno" geht an den Start!
Nach vier Jahren Arbeit an meinem fotografischen Langzeitprojekt über die Fußballkultur in Argentinien startet jetzt die Kickstarter-Kampagne für das gleichnamige Fotobuch. Gemeinsam mit Thomas B. Jones spreche ich im YouTube-Live am Mittwoch, 10. Juni 2026, ab 20 Uhr über die Geschichten hinter den Bildern, die Entstehung des Projekts und den Weg vom ersten Foto bis zum Buch.
📺 Zum YouTube-Live: https://www.youtube.com/watch?v=I1JItmKN7gM
📖 Mehr Informationen zu "Amor Eterno": https://www.abenteuer-reportagefotografie.de/amor-eterno
🚀 Direkt zur Kickstarter-Kampagne: https://www.kickstarter.com/projects/kai-behrmann/amor-eterno
🥁 Der Video-Trailer zum Projekt: https://vimeo.com/manage/videos/1198140137/06178b7212
Nach vier Jahren Arbeit an meinem fotografischen Langzeitprojekt über die Fußballkultur in Argentinien startet jetzt die Kickstarter-Kampagne für das gleichnamige Fotobuch. Gemeinsam mit Thomas B. Jones spreche ich im YouTube-Live am Mittwoch, 10. Juni 2026, ab 20 Uhr über die Geschichten hinter den Bildern, die Entstehung des Projekts und den Weg vom ersten Foto bis zum Buch.
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Transkript
Die Argentinische Liga ist jetzt auch in Europa glaube ich nicht eine der Ligen,
die man sehr aktiv verfolgt, von der man sehr, sehr viel weiß.
Das fand ich dann Grund genug, da mal etwas genauer hinzuschauen.
Es ist kein Projekt, was so am Reißbrett entstanden ist, sondern da gab es viele
kleine Zufälle bis zu dem Punkt, wo ich gesagt habe, Also ja,
das könnte jetzt so die Richtung sein, in die ich gehe, mit diesem Fokus eben mal zu schauen,
wie sieht es da eigentlich aus in der Liga des Weltmeisters.
Bevor es mit der heutigen Episode losgeht, möchte ich mich zunächst ganz herzlich
bei Thomas Winter bedanken.
Thomas hat mich für seinen Podcast, die Fotobuch-Ecke, zu Amor Eterno interviewt
und mir freundlicherweise erlaubt, dieses Gespräch auch hier bei Abenteuer Reportage
Fotografie zu veröffentlichen.
Falls du Thomas und seinen Podcast noch nicht kennst, in der Fotobuch-Ecke dreht
sich alles, wie der Titel schon verrät, um Fotobücher, Langzeitprojekte und
die Geschichten hinter den veröffentlichten Arbeiten.
Thomas spricht mit Fotografen über die Entstehung ihrer Bücher,
ihre Herangehensweisen an Projekte
und die oft langen Wege von der ersten Idee bis zum fertigen Werk.
Wenn du dich für dokumentarische Fotografie, visuelle Storytelling oder Fotobücher
insgesamt interessierst, kann ich dir seinen Podcast wirklich ans Herz legen.
Ein Segment in dem Podcast ist auch die Plauderecke, wo er regelmäßig gemeinsam
mit Florian Renz über Fotobücher spricht.
Du findest die Fotobuch-Ecke unter www.fotobuch-ecke.de oder natürlich auch
direkt auf allen großen Podcast-Plattformen.
So, nun wünsche ich dir viel Freude mit unserem Gespräch über mein aktuelles
Fotobuch-Projekt Amor Eterno. Los geht's!
Herzlich willkommen zurück in der Fotobuch-Ecke. Mein heutiger Gast kennt sich
in Hamburg aus, lebt im wunderschönen Rheingau, aber meines Erachtens fließt
auch ziemlich viel südamerikanisches Blut in seinen Adern.
Er ist Journalist, Fotograf, Podcaster und ich möchte sagen,
ohne ihn gäbe es diesen Podcast nicht. Er hat mir am Anfang ganz schön auf die
Arme gegriffen, sowohl technisch als auch mit Inspiration.
Und dafür möchte ich mich bedanken.
Herzlich willkommen, Kai Behrmann.
Moin Thomas. Ja, vielen Dank. Freut mich, hier wieder zu Gast sein zu dürfen bei dir im Podcast.
Wir kennen uns schon eine ganze Weile. Ich verfolge deinen Weg in der Fotografie
und ja, auch mit dem Podcast. Freut mich, dass der immer noch läuft und ja,
eine tolle Bereicherung ist in der Podcast-Landschaft.
Ja, danke schön. Du warst schon mal Gast. Das habe ich jetzt geguckt im Rahmen
der Vorbereitung. Das ist schon wieder drei Jahre her, ziemlich genau drei Jahre jetzt.
Da sieht man, wie die Zeit vergeht.
Damals ging es um euer Buch. Du und Thomas Jones haben ein Lehrbuch zur Reportagefotografie
hergestellt oder produziert, geschrieben, wie auch immer man das sagen möchte.
Diesmal haben wir gar kein richtiges Buch in der Hand, zumindest noch nicht.
Aber dennoch können wir darüber sprechen, es geht um Südamerika.
Genau, das ist die Herausforderung. Wir sprechen über ein Buch,
das es so noch nicht gibt, sondern das eher bisher in meinem Kopf existiert.
Und das Konzept natürlich auch schon sehr, sehr weit, aber anders als damals,
mit Bildern Geschichten erzählen, ist jetzt noch ein bisschen Geduld gefordert.
Aber es ist auch nicht so, dass wir jetzt hier über ungelegte Eier sprechen.
Es wird kommen, da bin ich fest von überzeugt und ja, es hat was mit Südamerika
zu tun, ist diesmal nicht so textlastig wie damals das Buch,
das ich mit Thomas geschrieben habe, sondern,
es wird viele Bilder darin geben und es geht um Fußball.
Genau. Passend zur jetzt gerade stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft in
Kanada, Amerika, also USA und Mexiko,
hast du dir gedacht, bringst du ein Fußballbuch raus, aber nicht in den drei
Ländern, sondern etwas weiter südlich in Argentinien warst du unterwegs.
Genau, Argentinien als amtierender Weltmeister jetzt bei der WM tritt dort an und ich,
habe auf etwas anderes geblickt, nicht auf die Selektion, auf die Nationalmannschaft
mit all ihren Stars, die man glaube ich kennt,
die nahmen allen voran Messi.
Was ich spannend fand, ist mal zu schauen, wo kommt dieser Fußball überhaupt her.
Die argentinische Liga ist jetzt auch in Europa, glaube ich,
nicht eine der Ligen, die man sehr aktiv verfolgt, von der man sehr, sehr viel weiß.
Und ja, das fand ich dann Grund genug, da mal etwas genauer hinzuschauen.
Ich habe ja einen sehr engen Bezug zu Argentinien, habe dort lange gelebt,
fünf Jahre insgesamt und so.
Ja, so ist das so langsam gewachsen. Es ist kein Projekt, was so am Reißbrett
entstanden ist, sondern da gab es viele kleine Zufälle auf dem Weg dahin,
bis zu dem Punkt, wo ich gesagt habe, ja,
das könnte jetzt so die Richtung sein, in die ich gehe, mit diesem Fokus eben mal zu schauen,
wie sieht es da eigentlich aus in der Liga des Weltmeisters?
Du hast gerade gesagt, du hast in Südamerika gelebt, das ist jetzt schon ein
paar Jahre her, aber deswegen kennst du dich natürlich bestens aus in Argentinien.
Aber du bist auch regelmäßig wieder zurückgekehrt. Du bist regelmäßig zurück
in dem Land, auch für längere Zeit, nicht nur für eine Woche,
sondern auch für mehrere Monate.
Woher kommt diese Liebe zu Südamerika?
Oh, da müssen wir ganz weit zurückgehen. Ich glaube, das erste Mal bin ich damit
Anfang der 2000er Jahre so in Berührung gekommen.
Damals habe ich Zivildienst gemacht im Ausland, in Finnland und als ich mir
überlegt habe, wo es danach weitergehen könnte, ist mir irgendwie Südamerika in den Sinn gekommen.
Ich weiß gar nicht mehr genau, was es damals war, ob ich irgendetwas gelesen
habe, ein Buch oder Podcast gab es damals ja noch nicht.
Irgendwie kam der Gedanke bei mir auf, mal nach Südamerika zu reisen,
bevor es dann mit dem Studium losgeht.
Dann habe ich nochmal ein halbes Jahr dort als Rucksack-Tourist verbracht,
bin durch Chile, Argentinien und Bolivien gereist.
Ich habe auch noch eine Zeit lang in einem Projekt gearbeitet in Bolivien,
das war so der Einstieg, drei Monate und im Anschluss, wie gesagt,
dann einmal diese Reise und in Argentinien und ganz besonders in Buenos Aires
hat es mir am besten gefallen.
Dort habe ich mich sofort irgendwie zu Hause gefühlt und da war dann immer der
Wunsch, mal längere Zeit dort zu leben.
Und das war dann 2009 der Fall, die Gelegenheit, dass ich dann gesagt habe, ich will.
Probier es mal aus, geh dort als freier Journalist hin und hab dann insgesamt fünf Jahre dort gelebt.
Das heißt, da haben wir die Liebe zu Südamerika, die Liebe zum Fußball,
kam zumindest politisch, nicht politisch, beruflich, auch
durch deine Tätigkeit dann für den HSV. Du warst freier Journalist oder Reporter
für verschiedene Medien beim HSV, das heißt, da hat man ja dann schon Berührungspunkte.
Ist das auch dein Verein oder kannst du überhaupt einen Verein nennen,
dem du dich zugehörig fühlst?
Ja, es war früher mein Verein, das auf jeden Fall. Das begann auch schon sehr,
sehr früh. Mein Papa hat mich, glaube ich, als ich elf oder zwölf war,
sehr früh mit ins Stadion genommen. Damals noch das alte Volksparkstadion.
Kein besonders schöner Ort, um Fußball zu gucken, fand ich jedenfalls.
Damals hat der HSV da vor 15.000, 20.000 Zuschauern gespielt in diesem kalten.
Rund mit Laufbahn und allem.
Aber irgendwie hat mich das damals trotzdem gepackt, dieses Thema Fußball.
Und ich bin lange oder habe lange den HSV als Fan begleitet,
bis es dann irgendwann ein Beruf geworden ist.
Ich habe ein Zeitungsvolontariat gemacht und bin dann in den Sportjournalismus gegangen.
Habe für verschiedene Hamburger Zeitungen über den HSV berichtet,
am Ende für die Welt und habe da den HSV dann durch eine etwas andere Brille begleitet.
Und das Fanherz ist dann ein bisschen kleiner geworden, Sympathien schon noch
nach wie vor da auf jeden Fall.
Aber heute würde ich eher sagen, interessiert mich eigentlich mehr das,
was rund um Fußballspiele passiert, als das, was auf dem Rasen passiert.
Also unabhängig von Spielern oder von bestimmten Vereinen gucke ich gerne nach
wie vor ein packendes Fußballspiel.
Das ist keine Frage. Aber so die Frage dahinter, was bringt Menschen eigentlich
dazu, so leidenschaftlich.
Ihren Verein, ihre Nationalmannschaft anzufeuern? Und was macht Fußball mit,
einer Gruppe, mit einer Gesellschaft?
Das sind so die Fragen, die ich heute spannender finde als das nackte Resultat.
Damit sind wir dann auch mitten in deinem Buchprojekt. Wir haben noch gar nicht
genannt, wie es heißen wird.
Jetzt gerade, wo dieser Podcast ausgestrahlt wird, beginnt die passende Kickstarter-Kampagne.
Wie wird es heißen? Was ist der Titel deines Buches?
Der Titel ist Amor Eterno, das heißt ewige Liebe und ist eigentlich durch einen Zufall entstanden.
Ich habe lange über den Titel nachgedacht, das ist immer einer der schwierigsten
Punkte bei solchen Projekten, das haben wir damals schon gemerkt,
bei mit Bildern Geschichten erzählen.
Ich weiß gar nicht, wie lange wir da dran rumüberlegt haben,
wie das Buch letztendlich heißen könnte. So war es diesmal auch.
Verschiedene Versionen durchgespielt. Alles hat aber irgendwie nicht so gepasst, weil...
Ja, man dann doch irgendwo die ganze Essenz von so einem Projekt in einen knappen
Titel packen muss, der dann irgendwo auch verständlich ist.
Ob das jetzt gelungen ist, muss ich mal abwarten.
Aber ich finde, es passt auf jeden Fall zu dem Buch, diese Fanliebe zum Ausdruck
zu bringen. Und ich glaube, Amor, Liebe, das versteht man auch in Deutschland.
Und Eterno wird dann eben noch beschrieben, auch in der Unterzeile und spätestens
dann auch in der Einleitung, sodass es dann klar wird, was das Ganze bedeutet.
Gesehen habe ich das, das war ein Tattoo von einem Fußballfan,
eines der Bilder, das auch nachher im Buch sein wird. Und ja,
über dieses Tattoo bin ich dann letztendlich dazu gekommen, diesen Titel auch für das Buch zu wählen.
Du hast die Fotos, du hast eben gesagt, du warst ja 2009 bis 2015 schon mal
da, da wirst du vielleicht auch das eine oder andere fotografiert haben,
aber die Fotos, die jetzt
in den Bildband zieren werden, sind alle in der jüngeren Vergangenheit aufgenommen,
also seit der letzten Weltmeisterschaft und seit dem WM-Titel für Argentinien.
Ja, ich,
bin nochmal weit in das Archiv eingestiegen, habe geguckt, ob es vielleicht
auch noch Bilder von der Zeit davor gibt.
Es sind so zwei, drei Bilder doch jetzt noch in die engere Auswahl mit reingerutscht,
die es möglicherweise auch ins Buch schaffen könnten.
Aber der Großteil, genau wie du gesagt hast, ist so ab 2022 eben nach dem WM-Titelgewinn
von Argentinien entstanden.
Nimm uns mal mit in Argentinien. Ich war noch nie in Argentinien und ich habe
erst recht noch nie in Argentinien für das Fußballspiel gesehen.
Aber ich kann mir vorstellen, dass es von der Stimmung her schon beeindruckend
ist, dass da, wie du gerade eben schon gesagt hast, das Herz der Fans ist dann,
das lassen sich triturieren. Das gibt es auch in Deutschland.
In den Kurven, denke ich, kann man es vielleicht manchmal erahnen.
Das stelle ich mir in Argentinien noch viel gewaltiger vor. Ist das so oder
wie kann man es beschreiben?
Ja, das kann man schon so beschreiben. Also die Argentinier sind sehr,
sehr leidenschaftlich und Fußball spielt da eine extrem große Rolle.
Es hat einen hohen Stellenwert und das drückt sich eben auch aus,
wie die Fans auftreten, wie sie ihren Verein feiern, wie sie ihre Leidenschaft
feiern vor dem Spiel, auf dem Weg
ins Stadion, dann auf den Tribünen mit Choreografien, allem drum und dran.
Das, was man auch aus anderen Ligen kennt, das ist schon auf einem Level,
was einen mitreißt. Vielleicht nochmal einen Schritt davor, wie Fußball in Argentinien ist.
Dieses Buch konzentriert sich eigentlich auf einen Ausschnitt von Argentinien,
nämlich auf Buenos Aires.
Und das Kuriose in Argentinien ist, dass gut die Hälfte der Vereine,
die in der ersten Liga spielen, aber auch in den unteren Ligen aus Buenos Aires kommen.
Und da hat man schon einen sehr, sehr großen Querschnitt und bekommt einen repräsentativen
Eindruck von dem, was Fußball ist, auf einem sehr, sehr kleinen Raum geboten.
Man kann praktisch, an jedem Tag wird irgendwo Fußball gespielt.
Der Spieltag ist auch extrem in die Länge gezogen, fängt,
dann zum Teil schon Freitagnachmittag an und es ist nicht so wie in Deutschland
oder in anderen europäischen Ligen, wo es so eine Kernanschlusszeit gibt,
sondern da finden die Spiele wirklich alle hintereinander mehr oder weniger statt.
Das hat wahrscheinlich auch mit den Fußballübertragungen im Fernsehen zu tun,
dass da wirklich jedes Spiel,
Dass man sich das theoretisch anschauen könnte. Also das ist schon etwas ganz Besonderes.
Also so eine Stadt, die so viel Fußball bietet und in der die Stadien auch eingebettet
sind in ganz normale Wohnviertel.
Also nicht wie in Deutschland, wo im Zuge dessen immer mehr moderne Arenen entstanden
sind, die häufig dann nicht mehr an den Originalspielstätten sind.
Du kennst das auch, dein Verein Borussia Mönchengladbach hat den Bökelberg verlassen
und ist jetzt ja auch an einen Ort gezogen, der nicht so glamourös ist.
Auf so einem Industriegebiet oder häufig ist es ja auch irgendwo an der Autobahn
Abfahrt, weil die Infrastruktur so ist, dass die Fans gut anreisen können,
wo viele Parkmöglichkeiten sind.
Aber das nimmt natürlich auch so ein bisschen den Charme, den Stadien früher
hatten, wenn sie organisch gewachsen sind inmitten von Vierteln.
Ja, das stimmt. Obwohl ich da mittlerweile, also ja, ich traue dem Bügelberg
hinterher, das muss ich sagen.
Aber ich glaube, das ist eine Generationsfrage. Ich sehe es an unserem Sohn,
der kennt ihn natürlich nicht mehr, den Bökelberg.
Manche Leitpassen hier seit 20 Jahren wird im Borussia-Park gespielt.
Das heißt, da gibt es jetzt eine ganze Generation von Fans, die gar nicht keine
Erinnerung mehr an den Bökelberg haben.
Und dementsprechend, ja, da vielleicht auch gar nicht mehr so die Erinnerung
haben. Gleichwohl ich schon finde, ein Stadion, was in der Innenstadt lebt,
wo man dann irgendwie einfach zu Fuß noch von der Kneipe da hingehen kann,
das hat schon irgendwie auch einen gewissen Flair.
Ich hatte in der Vorbereitung so geguckt, Es gibt glaube ich,
wenn ich das richtig verstehe, in der argentinischen Liga, mit der ich mich
nicht so gut auskenne, gibt es irgendwie 30 Mannschaften in der ersten Liga,
die in zwei Bereichen spielen.
Wie viele davon kommen aus Buenos Aires?
Hast du gesagt die Hälfte?
Würde ich sagen, also knapp die Hälfte aus Buenos Aires und der Provinz Buenos
Aires, also aus dem größeren Einzugsbereich.
Das, was man so kennt, ist vielleicht noch Boca Juniors und River Plate.
Das ist so das, was, glaube ich, bis nach Europa rüberschwappt, die beiden Klubs.
Gerade wenn sie wirklicherweise auch gegeneinander dann mal spielen,
ist das glaube ich von einer gewissen Dynamik und Atmosphäre geprägt.
Wie ist es da zu fotografieren? Wie ist es da mit der Kamera unterwegs zu sein?
Also ich habe durchweg extrem positive Erfahrungen gemacht.
Die argentinischen Fußballfans haben in der Regel nichts dagegen,
wenn man sie fotografiert. Ich bin...
Da ja auch sehr offen gehe, direkt auf die Fans zu, nehme teil an dem,
was sie da mache, auch wenn sie sich einstimmen, wenn sie Musik machen, wenn sie tanzen und so.
Dann versuche ich irgendwo mitzutanzen, so in dem Stil mit meiner Kamera,
bewege mich in ihrem Kreis und bin da auch sehr nah dran an den Fans.
Und das führt dazu, dass es eigentlich schon ziemlich anstrengend wird,
weil ich neben den Bildern, die ich eigentlich machen möchte,
nämlich dieses Ungestellte, auch häufig der Wunsch kommt, fotografiert zu werden einfach.
Da stellen sich dann die Fans zusammen in den jeweiligen Gruppen mit ihren Freunden,
mit denen sie dann da sind und möchten diese Bilder dann später auch zur Verfügung gestellt haben.
Das heißt, ich habe Unmengen an Followern gewonnen für Instagram während der
Zeit, weil das der gängigste Kanal war.
Und ja, dann kamen schon kurz nach Anpfiff die ersten Nachrichten.
Ja, wo bleiben die Bilder? Schickst du mir die Bilder?
Und wer mich kennt, ich bin ja, was die Bildbearbeitung angeht,
eher von der langsamen Sorte.
Das war dann schon manchmal.
Sehr anstrengend, die dann erst mal zu vertrösten und zu sagen,
es wird ein bisschen dauern.
Aber ich glaube, ich habe jedes Versprechen einhalten können.
Das ist mir dann auch ganz wichtig, da entsprechend auch was zurückzugeben.
An die Fans und habe, glaube ich, jetzt alle verschickt.
Praktische Frage, wie hältst du es nach, wenn du da so eine Gruppe fotografierst,
wem du wann welches Foto schickst? Dann kommt da ja eine Anfrage von,
weiß ich nicht, Piedro irgendwas.
Wer war denn jetzt Piedro? Der mit dem gelben Trikot, der mit dem roten Trikot?
Man möchte ja auch kein falsches Foto verschicken. Wie machst du das?
Ja, mit der Zeit lernt man dazu und genau dieses Problem hatte ich am Anfang
auch. Das war sehr schwer und enorm zeitaufwendig natürlich.
Ich habe es dann nachher so gelöst, dass ich denen immer gesagt habe,
ihr müsst mich proaktiv anschreiben, schickt mir eine Nachricht und ihr braucht
nicht euren Namen zu schreiben, sondern einfach nur das Spiel und den Tag.
Und auf Basis dessen habe ich dann in Pickdrop Galerien angelegt mit den ganzen Fanfotos.
Das heißt, ich musste am Ende eigentlich nur noch die Bilder,
die jetzt klar Porträtaufnahmen waren oder Gruppenbilder, sowas in diesen einen
Ordner auf Pickdrop schieben, dem Spiel zuordnen und den Link habe ich dann
an alle verschickt, die mir dann über Instagram geschrieben haben.
Das war ein Weg, ein Workflow, der funktioniert hat und mir sehr,
sehr viel Arbeit erspart hat.
Ja, dann braucht man sich ja nicht mehr merken, wer es dann war. Also ich kenne das auch,
ich hatte es schon mal erwähnt im Podcast, wenn ich Handball fotografiere,
dann kommen dann irgendwelche Anfragen, auch von Schiedsrichtern und dann bei
so einem Turnier oder bei mehreren Spielen ineinander wechseln auch die Schiedsrichter
und dann, welcher Schiedsrichter war es denn jetzt?
Und dann geht es natürlich so ein bisschen los, welches Spiel möchte der denn jetzt haben?
Und deswegen, da muss man sich ein gutes Konzept überlegen, damit da nichts schief geht.
Das heißt, du bist da warmherzig empfangen worden von den Fans,
Die freuen sich, dass man Fotos macht.
Ist das in Argentinien insgesamt vielleicht auch ein bisschen einfacher,
als wenn du in Hamburg vor dem Volkspark fotografieren würdest?
Das könnte ich mir vorstellen, dass das in Deutschland sicherlich ein Stück weit anders sein wird.
Wenn man woanders fotografiert, hat man vielleicht auch den Bonus des Ausländers.
Also man sieht es oder in Argentinien sieht man mir das nicht auf den ersten
Blick an, dass ich vielleicht woanders herkomme, aber,
vielleicht strahle ich das auch aus oder gehe ein bisschen offener und.
Naiver an die Sache ran. Also ich bin einmal mit einer Kollegin unterwegs gewesen,
einer argentinischen Sportfotografin, sind wir vor dem Spiel durch die Fans
gegangen und ich habe da so fotografiert, wie ich immer fotografiere.
Ich bin sehr offen auch auf die Leute zugegangen und ich habe einen besonderen
Blick auch auf Tattoos in solchen Situationen vor den Spielen,
weil die doch schon sehr aufwendig häufig sind und einfach ein gutes Foto sind.
Und da bin ich dann auch auf eine Gruppe von Fans zugegangen,
die sich das Wappen ihres Vereins auf den Rücken großflächig tätowiert haben
lassen und andere Motive, die angesprochen, ob ich sie fotografieren kann.
Und meine Kollegin schaute nur so, was macht er?
Und hat mir dann später gesagt, dass das anscheinend eine der härtesten Ultragruppierungen
war mit dem Chef davon, den ich da angesprochen habe.
Und sie würde da jetzt nicht so offen drauf zugehen und war dann auch verwundert,
über die Reaktion, weil es war eigentlich kein Problem, ihn in dieser Situation zu fotografieren.
Ich glaube, das hängt dann auch immer davon ab, wie man auf diese Menschen dann
zugeht, welche Ansprache man findet, ob man irgendwie so rüberkommt,
als würde das, was man da machen, irgendwo okay sein.
Ja gut, das ist ja häufig so. Man muss den richtigen Ton treffen.
Gleichwohl, ich glaube, dass es in Deutschland schwieriger sein könnte,
jetzt gerade im Bereich der aktiven Fanszene.
Da sind ja Kameras, auch Handykameras, gar nicht so gerne gesehen.
Ich kann es auch ein Stück weit verstehen, gerade wenn irgendwelche Choreos
sind, dann wird das ja dann häufig so ein bisschen für Instagram quasi gemacht,
aber da steckt ja dann sehr viel mehr hinter, als nur, dass es so schön aussehen
soll, sondern die identifizieren sich, glaube ich, hier in den Kurven ja auch
vielleicht ähnlich wie die Fans in Argentinien und
wenn man da zu offensiv mit der Kamera hingeht, glaube ich, wird das
nicht so gern gesehen, zumal ja auch dann noch die Problematik ist,
dass ja zum Beispiel die Regelungen mit Pyrotechnik
wie drückt man es jetzt aus, noch nicht so richtig klar geregelt sind.
Jeder guckt sich zwar gerne an, aber richtig erlaubt ist es nicht.
Und dementsprechend möchte natürlich auch kein Fan irgendwie damit in Berührung
gebracht werden, weil er da irgendeine Fackel gezündet hat und dann durch ein
Foto möglicherweise mit Konsequenzen rechnen muss.
Und deswegen ist da, glaube ich, in Deutschland die Zurückhaltung,
was so aktive Fanszene angeht, groß, würde ich vermuten zumindest.
Ja, würde mich interessieren, wie das in Deutschland funktioniert.
Also das ist schon so im Hinterkopf, dass ich dann, wenn dieses Projekt jetzt
abgeschlossen ist, auch hier nochmal ausprobieren möchte.
Wie funktioniert das? Ist das möglich, sowas auch in Deutschland zu machen?
Das ist dann nicht nur das Fotografieren vor den Stadien, sondern auch dann drin.
Wie sind die Voraussetzungen, um diese Art der Bilder zu machen,
die ich in Argentinien gemacht habe, wo man doch als Fotograf sehr,
sehr nah an die Fans rankommen kann.
Direkt an den Zaun, da sind die Stadien von der Bauart auch,
unterscheiden sich in Europa davon. Und ja, auf jeden Fall.
Bleiben wir aber nochmal erstmal in Argentinien. Bevor wir jetzt nach Deutschland
kommen, können wir hinterher nochmal gucken. Bleiben wir jetzt erstmal in Argentinien.
Wer dich verfolgt auf Instagram hat mich dann irgendwann gesehen,
irgendwann gab es Fotos von dir mit den typischen Presseleibchen.
Da fand ich, da musste ich so ein bisschen schmunzeln.
Da warst du dann in einer, ja, in so einer Gruppe von Sportfotografen und alle
hatten ihre großen Kameras mit großen Teleobjektiven dabei, damit man die Spielszenen
auch gut aufnehmen kann.
Und ja, du fotografierst mit einer relativ kompakten Kamera,
des Herstellers, den wir beide bevorzugen, mit einem, ja, du hast einen Weitwinkel,
glaube ich, drauf. Also es war irgendeine kleine Brennweite.
Und das sah schon ziemlich gut aus. Das ist deine Kameraausrüstung.
Du bist da nicht mit 400 Millimetern oder 600 Millimetern unterwegs,
sondern du bist da weitweg nicht unterwegs.
Genau, genau. Das war ganz bewusst gewählt. Da habe ich mein Setup,
mein normales, was ich auch sonst in der Reportage und in der Street-Photography
verwende, nicht verändert.
Die X-Pro3 als Kamera mit einer Festbrennweite, 23 mm,
das war das Setup, mit dem 90% der Bilder entstanden sind. Ich habe noch einen 35er.
Das habe ich hier und da auch nochmal im Einsatz gehabt, aber sehr, sehr sporadisch.
Ansonsten musste ich mir da schon einige amüsierte Blicke gefallen lassen von
den Kollegen, die mich, glaube ich, am Anfang da auch nicht wirklich ernst genommen
haben, sich gefragt haben, was hat der denn jetzt da irgendwie vor.
Aber ja, mit der Zeit habe ich da auch sehr, sehr gute Kontakte und auch Freundschaften,
die daraus entstanden sind mit den Kollegen.
Man hat sich dann immer wieder begegnet bei den Spielen. Und ich glaube,
mittlerweile sehen sie das auch etwas anders und nehme mich da auch ernst mit dieser kleinen Kamera.
Ja, und du hattest mir schon mal eine kleine Vorauswahl von Bildern geschickt,
die es höchstwahrscheinlich ins Buch schaffen werden. Also so eine kleine Auswahl an Fotos.
Du machst ja auch eine etwas andere Art von Sportfotografie,
nicht so diese klassische Sportfotografie, dass du jetzt irgendeine Szene
dann festhalten möchtest, die Bilder hast du auch, aber auch natürlich,
wie du eben sagst, alles, was
drumherum stattfindet und da hilft natürlich dann das Weitwinkel enorm.
Wie viele Bilder hast du insgesamt jetzt vor dir liegen quasi,
mit denen du irgendwie überlegst, daraus das Buch Amor Eterno zu machen?
Am Ende sollen es ungefähr zwischen 80 und 100 Bildern werden in dem Buch und,
der Bildpool, den ich jetzt noch habe, aus dem da geschöpft werden kann,
ist so um die 350 bis 400 Bilder.
Darauf habe ich es jetzt schon zusammengedampft und ja, ich weiß gar nicht,
wie viele insgesamt entstanden sind über die vier Jahre, das ist eine ganze Menge gewesen,
aber ja, irgendwann muss man dann auch, je näher es zum konkreten Buch dann,
kommt, da sich von Motiven trennen, wo man vielleicht am Anfang auch gedacht
hätte, die kommen auf jeden Fall mit rein.
Kill Your Darlings. Wie man es in deinem oder in eurem Workshop Abenteuer Reportage
lernt, quasi Kill Your Darlings.
Auch insgesamt habe ich viele Sachen wiedererkennt, die ihr nicht nur den Kursteilnehmern
eurer Abenteuer Reportage Workshops beibringt, sondern die du auch selber angewandt
hast. Können wir vielleicht aber zu einzelnen Fotos rübergehen.
Wie gesagt, ich fand so im Großen und Ganzen aus der Bildauswahl,
die du mir zur Verfügung gestellt hast, gab es so zwei Gruppen von Fotos.
Es gab einmal das Fanleben, die Fans, wie sie mitfiebern, wie sie jubeln,
wie sie das Spiel verfolgen.
Und es gab auch die Spielszene. Du hast also ja auch ein bisschen manchmal die
Kamera auf das Feld gerichtet und auch da Spielszenen und auch Jubelbilder gemacht.
Sollen wir da mal so einzelne Bilder uns rauspicken?
Ja, gerne. Lass uns reingehen.
Genau, also ich würde sie dann auch im Blog veröffentlichen,
wenn einer sich die Bilder jetzt angucken will. Da hätte ich einmal das Bild mit der Nummer 7471.
Das Bild ist, ja, vielleicht erzählst du, was es ist, was du da fotografiert hast.
Das ist die Szene diese Jubelpose,
genau das ist mal der Blick auf das Spielfeld der Torjubel,
Der da zu sehen ist und du hast gesagt, eben aufgrund von der Kamera und von
den Beschränkungen, die das eben mit sich bringt oder ja, wenn man halt relativ
weitwinklig fotografiert in so einem Umfeld, was sehr, sehr weitläufig ist wie so ein Stadion
und da ins Stadion hinein fotografiert,
dann weiß man, dass man das große Ganze zeigt.
Und wenn man dann doch irgendwo Szenen vom Spielfeld haben
möchte, die müssen dann relativ nah an meiner Position stattfinden,
weil ich kann natürlich nicht über die Bande springen auf das Spielfeld,
sondern muss mich da auch an die Regeln halten.
Also als Fotograf darf man sich hinter dem Tor auf und ab bewegen,
von einer Seite zur anderen, obwohl auch da es,
eher üblich ist, dass man sich dann für eine Seite links oder rechts vom Tor entscheidet und eher,
so ab 16 Meter Raum bis zur Eckfahne unterwegs ist, um da nicht irgendwo.
In einen Bereich zu kommen, wo die TV-Kameras dann auch hinter dem Tor Szenen zeigen.
Also das muss man dann eben auch wissen und dieses Bild ist dann entstanden.
Es ist ja auch im Fußball so eigentlich üblich, wenn ein Tor gefallen ist, gehen die Spieler,
eher in die Kurven, in die Ecken zu ihren Fans Und da muss man dann auch ein
bisschen spekulieren und darauf hoffen, dass das dann gerade da passiert, wo man steht.
Und in diesem Fall war das so eine Jubelpose, die ich da eingefangen habe nach dem Tor.
Der Spieler zeigt, was er unter dem Trikot hat.
Da hat er einen Dank an Jesus. Und.
Was da zu lesen ist, so ein Spruch auf Spanisch, wenn du nicht an Jesus glaubst,
dann kommst du nicht in den Himmel, ist da zu lesen.
Ich habe es dann eben versucht, noch ein bisschen mit ein paar Elementen zu unterstützen.
Also da sind jetzt so Flares vom Flutlicht zu sehen, die so ein bisschen auch
an was Himmlisches erinnern.
Vielleicht vom Himmel herab wird der Torschütze da erleuchtet mit solchen Elementen,
die ich dann versucht habe, auch mit einzuarbeiten, was die Bildkomposition
angeht, was mir da dann zur Verfügung gestanden hat.
Und ja, das ist so ein bisschen die Geschichte hinter diesem Bild.
Was ich schön finde, also du hast jetzt gesagt Bildgestaltung,
du hast diese zwei Störer. Ich weiß nicht, warum die sich so reflektieren,
was du da noch gemacht hast, wo du durchfotografiert hast oder ob du irgendwie
unten noch was davor gemacht hast, damit sie so rechts und links neben dem Spieler stehen.
Aber da gehört ja ganz viel Glück dazu. Der muss ein Tor schießen,
das passiert beim Fußball ja nicht pausenlos.
Der muss das Tor auf deiner Seite schießen und nicht auf der anderen Seite.
Und der muss in deine Richtung noch rennen, weil du hast keine Möglichkeit,
da näher ranzukommen oder dann die Seite zu wechseln.
Und dann auch noch dran zu denken, dass man dann auch noch irgendwie diese Störer da mit im Bild hat.
Der wird ja nicht drei Minuten stehen, bis du das Foto hast,
sondern das sind ja ein paar Sekunden, die du hast, bevor er sich dann umdreht
und mit seinen Kameraden jubelt oder wieder zum Anschluss geht.
Und da gehört dann viel Glück dazu.
Ja, auf jeden Fall.
Oder Vorbereitung.
So eine Bischung aus beiden. Du kennst das ja auch. Du bist ja auch in der Sportfotografie
jetzt unterwegs, fotografierst Handballspiele.
Es gibt halt bestimmte Dinge, die man beobachtet,
die jede Sportart hat, so ihre Eigenheiten und mit der Zeit erkennt man dann
diese Muster und kann dann schon bestimmte Situationen erahnen,
so wie du es eben auch beschrieben hast.
Also was so passiert, wenn ein Tor gefallen ist, was ist wahrscheinlich,
wo laufen die Spieler hin und mal liegt man richtig mit den Entscheidungen,
die man trifft und manchmal eben nicht.
Also das ist natürlich der Faktor Glück spielt eine extrem große Rolle bei diesen
Bildern dann auch trotz allem.
Racing Club ist das oder? Welche Mannschaft ist das, die mit blau-weiß gestreiften
Trikots spielt, fast wie die argentinische Nationalmannschaft?
Genau, Racing ist,
einer der großen Clubs in Argentinien. Es gibt so eine Gruppe von den Traditionsvereinen,
die die meisten Titel auch angehäuft haben.
Also du hast schon gesagt, River Plate kennt man vielleicht,
Boca Juniors, auch ein sehr populärer großer Verein und dann gibt es Racing, San Lorenzo,
Independiente, das sind so die anderen großen Clubs, alle in Buenos Aires beheimatet.
Bleiben wir mal bei dem bei dem Club gehen zu dem Bild mit der Nummer 5788,
wieder eine Sportszene, ich denke es ist das gleiche Stadion,
ich weiß nicht, ob es das gleiche Spiel ist, aber
du stehst jetzt an der Eckfahne und zwar unmittelbar an der Eckfahne also wahrscheinlich
könntest du sie mit einem Schritt nach vorne auch berühren und
du fotografierst einen Zweikampf unmittelbar an der Eckfahne wo zwei Spieler
um den Ball grätschen, dabei die Eckfahne noch touchieren, umtreten quasi,
die wölbt sich so richtig.
Der Linienrichter schaut sich das Ganze dann so ein bisschen an.
Also da ist auch ganz viel Dynamik drin. Die Erde spritzt oder der Boden spritzt
hoch. Den Ball hast du natürlich auch drin. In einer guten Sportfotografie gehört
der Ball ja immer mit dabei.
Das ist eine Aufnahme, die unheimlich viel Dynamik zeigt, aber auch unheimlich
viel Nähe, die hättest du mit dem Tele gar nicht so, glaube ich,
aufnehmen können, weil das hätte nicht so gewirkt, oder?
Das ist eben der Vorteil, wenn man so weitwinklig fotografiert,
dass das genau diese Szenen sind, die mit dem Tele ganz anders wirken würden.
Und in dieser Szene war ich unmittelbar davor, die sind fast auch in mich reingerutscht
in dieser dynamischen Szene.
Da musste ich dann, nachdem ich das Bild gemacht habe, auch schnell zur Seite
springen, weil die dann zur Ecke wollten, die ausführen wollten und da darf
ich natürlich dann als Fotograf auch nicht im Weg sein.
Aber ja, genau diese Blicke auf das Spielfeld, ein bisschen eine ungewöhnliche
Perspektive aufgrund dieser Nähe und aufgrund auch dieser eher in der Sportfotografie
unüblichen Brennweite.
Die dann doch auch sehr, sehr stark
die Bildsprache geprägt hat in diesem Projekt. Das war genau das Ziel.
Und ja, auch in dieser Szene ist es so ein Stück aus Planung und Zufall.
Ich habe immer dann mit etwas Geduld darauf gesetzt, dass an diesen Orten,
die ich physisch erreichen kann, irgendetwas passiert.
Also zum Beispiel an dieser Eckfahne habe ich mich dann mal zehn Minuten positioniert
und bin immer nur an dieser Stelle,
geblieben, habe mir schon den Ausschnitt überlegt, der passen müsste und habe
dann gehofft, dass das Spielgeschehen auf die Eckfahne hinzukommt,
dass dort irgendwie ein Zweikampf passiert oder dass ein Spieler eine Ecke ausführt.
Irgendetwas, was so eine Dynamik hat. Und das war natürlich jetzt hier dann der großes Glück.
Ich habe schon gesehen, dass dieser Zweikampf sich entwickelt,
sind auf die Eckfahne zugerannt.
Da gibt es auch eine kleine Sequenz zu diesem Bild, aber dieses war dann letztendlich
das Bild, wo die ganze Aktion so ihren Höhepunkt erreicht hat,
wo dann auch noch in den Rasen getreten wird, da wird Sand,
aufgewirbelt, weil die Stollen in den Rasen gehen, die Eckfahne biegt sich durch, also ja, das ist...
Zwei Fragen habe ich dazu. Einmal eine technische Frage, auch wenn man natürlich
jetzt gar nicht so sehr in die Technik reingehen möchte, aber ich habe dich
gefragt, du hast ja den Moment eingefroren, der Ball ist halbwegs ruhig,
das heißt, du brauchst eine kurze Belichtungszeit, weil sonst hättest du alles verwischt.
Gleichzeitig hast du aber auch von den Lichteffekten so einen Sternenkranz um
die Flutlichter drumherum hinbekommen, das heißt, da brauchst du eine relativ geschlossene Blende.
Oder? Welche Parameter hat man da, auch wenn das natürlich sehr technisch ist?
Ja, eine gute Frage. Musste ich jetzt auch nochmal in die EXIF-Daten reinschauen,
weil ich da sehr, was die Technik angeht, eher wenig drüber nachdenke.
Vieles entsteht aus dem Moment heraus.
Aber in dem Fall ist es schon so, dass ich da, gut, wenn man das jetzt mal analysiert,
ist hinten raus auch sehr, sehr viel noch eine Schärfe drin,
was den hinteren Tribünenbereich angeht.
Also ja, ist doch schon eine relativ geschlossene Blende, mit der ich da gearbeitet habe.
Und dann auch immer eine Frage von den Lichtverhältnissen dort.
Es gibt Stadien, da hat selbst das Flutenlicht nicht ausgereicht,
um da mit einer geschlossenen Blende zu arbeiten.
Da musste ich dann relativ weit aufmachen. Aber in diesem Fall,
das war ein Stadion mit einer sehr, sehr guten Beleuchtung. Also da konnte ich
dann auch auf eine Blende 8, denke ich mal, gehen, wie in dem Fall.
Ja, okay. Ja, aber das kenne ich natürlich jetzt nicht von der Handballfotografie,
dass man da so viel zu abblenden kann, weil dann sieht man nichts mehr in der Hand.
Deswegen finde ich das natürlich faszinierend. Und die zweite Frage,
das ist ja ein Bild, das hat eine unheimliche Dynamik.
Wird sowas dann auch von dem Verein oder von der lokalen Presse
in Argentinien angefragt? Oder hast du das da verkauft oder hast du das jetzt
nur exklusiv in dem Bildband?
Das ist dann nur exklusiv in dem Bildband. Ich habe nicht mit Medien vor Ort
zusammengearbeitet bei sowas, weil das wäre jetzt dann ein Bild,
was sehr, sehr tagesaktuell eigentlich nur einen Wert hat.
Also erstmal zur Berichterstattung von dem jeweiligen Spiel.
Da muss es relativ schnell gehen, aber da sind so viele Kollegen vor Ort,
denen wollte ich dann auch nicht einmal Arbeit wegnehmen und ich arbeite sehr, sehr langsam.
Das heißt, ich habe meinen Laptop dann nicht vor Ort und kann die Bilder dort
fertig machen und schon rausschicken, sondern das passiert häufig erst mit großer
Verzögerung. Also dieses Spiel habe ich auch erst nach meiner Rückkehr bearbeitet, die Bilder dazu.
Also da lag dann schon eine gewisse Zeit dazwischen, die dann gefehlt hätte,
um dieses Bild entsprechend dann noch zu platzieren.
Das heißt, du hast aber deine Akkreditierung, ich weiß nicht,
braucht man sowas in Argentinien? Wahrscheinlich, weil man kann ja nicht jeder
einfach ans Spielfeld rennen.
So bekommen durch deine Tätigkeit in Deutschland und jetzt nicht,
weil du noch irgendwie nebenher für die lokale Presse oder für das Social Media
Team von Verein XY gearbeitet hast.
Ja, ich bin angefangen, vor den Stadien zu fotografieren.
Dafür brauchte ich keine Akkreditierung.
So bin ich eingestiegen in dieses Thema. Aber als ich dann gemerkt habe,
dass ich auch andere Aspekte des Fußballs und des Drumherum zeigen möchte,
nicht nur vor dem Spiel, wie stimmen sich die,
Fans ein, was für Rituale haben sie, was wird dort gegessen,
was wird dort getrunken,
wie sieht es um die Stadien herum aus.
Irgendwann kam der Punkt, wo ich gesagt habe, ich möchte gerne auch in die Stadien
rein und vom Spielfeld auf die Tribünen fotografieren. Und dann habe ich mich,
auf ganz normalen Wege um eine Akkreditierung bemüht.
Das läuft ähnlich wie in Deutschland und auch in anderen Ländern ab.
Das heißt, es gibt eine Vereinigung häufig für Fotografen, an die man sich wenden
kann, über die man sich akkreditieren kann.
Dann muss man da seine Daten hinterlegen und meistens auch einen.
Auftrag, einen offiziellen Brief von einer Redaktion, die einen beauftragt,
gerade bei ausländischen Fotografen, die jetzt sich nicht für eine Saison akkreditieren,
sondern eben nur für einen bestimmten Zeitraum.
Und in meinem Fall, ich bin,
ja ganz gut vernetzt, habe auch Kollegen, die zwar nicht Fotografen sind,
aber die für argentinische Sportmedien schreiben und da habe ich dann Kontakt
bekommen zu der Person, die sich um die Akkreditierung kümmert.
Ich habe dann mit der gesprochen, habe gesagt, es ist ein freies Projekt,
also ich habe in dem Sinne jetzt keinen Auftraggeber hinter mir und weiß auch
noch nicht genau, wann dieses Projekt oder wie es dann zum Abschluss kommt und er hatte dann Glück,
dass er die Idee aber gut fand.
Ich habe ihm dann schon mal ein paar Bilder gezeigt und habe über ihn dann diese
Akkreditierung bekommen oder ein Leibchen.
Und dann muss man dann jeweils am Spieltag noch sagen, zu welchen Spielen man gerne möchte.
Das wird dann angefragt beim Club, ob es dafür freie Plätze gibt.
Die großen Vereine, da ist natürlich die Nachfrage sehr, sehr groß,
auch von den Kollegen vor Ort, die.
Für argentinische Medien arbeiten, die haben natürlich Vorrang,
aber wenn dann noch eine Akkreditierung über war, dann hatte ich eben darüber
die Chance, in die Stadien zu kommen.
Und es hat mir auch davor geholfen, weil das einem schon ein bisschen mehr Autorität
verleiht mit diesem Leibchen, wo dann auch das offizielle Logo.
Der Liga-Vereinigung drauf ist, bei den Fans gleich eben als Fotograf wahrgenommen
zu werden, der anscheinend in offizieller Mission-Dor unterwegs ist.
Das hat einem dann auch schon einiges erspart an Erklärung, was man da eigentlich
macht, sondern ich war dann sofort mittendrin und akzeptiert als Fotograf.
Kommen wir zu den Fans, die du dann ja jetzt gerade ansprichst und ein Foto
von den Fans, das Foto 0638,
was ich auch wieder wunderbar komponiert finde, weil du im Hintergrund einen
traditionellen Flutlichtmasten hast mit seinen vielen einzelnen Halogenstrahlern,
so wie man ihn ja früher in vielen Stadien gesehen hat, beispielsweise auch in der Grotenburg,
wo dann auch, warum auch immer einzelne immer kaputt sind.
Das leuchtet ja nie immer alles, das leuchtet ja immer nur eins.
Das ist ja schon ein markantes Bild.
Aber im Vordergrund auf dem Zaun sitzen, sitzt ein Fan.
Gut, in Argentinien, das Wetter ist schön. Er hat den Oberkörper frei und schwenkt sein Trikot.
Gerade zum, weiß ich nicht, ob es zum Jubel ist oder zum Anfeuern.
Und ja, guckt in die Ferne. Das Ganze wird vor blauem, argentinisch blauem Himmel,
auf einem blauen Zaun sitzen, also auch da wiederholen sich die Farben so ein Stück weit. Ja,
Wie war da zu fotografieren?
Das sind Szenen, die sehr häufig vorkommen, dass die Fans auf die Zäune da klettern.
Dieser Zaun war jetzt ein Hochsicherheitsrisiko, da war jetzt kein Stacheldraht.
Es gibt andere Stadien, da würde ich mich nicht trauen, als Fan darauf zu klettern.
Aber das gehört dazu.
Entweder während des Spiels, während
des Torjubels da zu versuchen raufzuklettern, auch viele junge Fans,
die da Freude dran haben, dann zwar immer wieder aufgefordert werden,
da runter zu steigen, auch von dem Sicherheitspersonal, von den Ordnern,
aber es wird auch weitestgehend geduldet.
Das gehört dann auch dazu, zur Stimmung, zur Begeisterung und natürlich,
als Motiv, wo man sehr, sehr schön diesen Kontrast auch darstellen kann.
Dann die einzelne Person, der einzelne Fan, der da seine Mannschaft feiert.
Und im Rücken von ihm ist dann die Masse der Fankurve hinter ihm.
Und dann mit diesen Elementen dieses etwas in die Jahre gekommene Stadion mit seinem Flutlichtmast.
Ist das in Argentinien auch in die Jahre gekommen? Also nehmen diese klassischen
Flutlichtmasten da auch ab?
Ich meine, eben hatten wir in dem Stadion, ich vermute von Rassing,
dann ist das das Heimstadion, war ja diese moderneren Flutlichter,
die am oberen, am Tribünenrand oder an der Decke von der Tribüne aufgehängt sind.
Also das nimmt wie in Deutschland auch ab, dass man noch so klassische Masten
sieht, die man ja auch häufig als von der Ferne schon sehen kann,
wenn man irgendwo entlang geht.
Und auf einmal sieht man aus der Ferne den vielleicht leuchtenden Flutlichtmasten.
Ich denke da auch an München, an 1860. Das ist ja auch ein Stadion,
was mitten in der Stadt ist.
Und wenn man da durch Giesing zu einem Spieltag läuft, sieht man schon von der
Ferne das Flutlicht. und das, ähm, ja, das, ich finde, das gibt halt einfach
Atmosphäre. Das ist einfach schön.
Ja, also es gibt einmal diese Flutlichtmasken, wie jetzt auf diesem Bild,
diese klassischen Formen häufig sind, die ist die Beleuchtung aber auch so wie
in dem Bild von Racing in dem Stadion, dass die so montiert sind am Stadion, Dach oder,
eher so in die Länge gezogen auf den Tribünen.
Richtig moderne Arenen, in dem Sinne, die jetzt neu gebaut sind, gibt es relativ wenige.
Das Stadion von River Plate, das Monumental,
der Austragungsort vom WM-Finale 78, Auch das ist so ein sehr legendäres Stadion,
der größten Stadion in Argentinien, ist vor einigen Jahren mal komplett renoviert
worden, aber an gleicher Stelle und hat so den Charakter beibehalten.
Die Sitzschalen wurden ausgetauscht und alles modernisiert, aber im Grunde die
Struktur ist erhalten geblieben.
Das Stadion von Boca Juniors, die Bomboneda, auch für Fußballfans so ein Ort,
an dem man gerne mal sein möchte.
Da gibt es auch Pläne, das mal neu zu gestalten, aber da existieren eben nach
wie vor auch diese extrem steilen Tribünen, die ins Schwingen geraten,
wenn darauf gehüpft wird.
Auch architektonisch.
Kommen wir zu einem letzten Bild,
was dann nochmal den Jubel zeigt. 61-76, ein,
jetzt muss ich aufpassen, ist es Bocca Juniors? Wahrscheinlich, oder? Von den Farben.
Ein Jubelbild vor nachtschwarzem Himmel und im Vordergrund ein jubelnder Fan
auch unmittelbar vor der Kamera.
Du hast es gesagt, du hast ein Weitwinkelobjektiv, das heißt,
der muss mit der Nase fast vor dir gestanden haben, also da kann nicht viel Platz gewesen sein.
Ja, das war eine etwas heikle Situation fast.
Der ist beim Torjubel in seiner Begeisterung von der Tribüne Richtung Zaun gestürmt
und wollte da ganz dicht sein in seinem Jubel und kam mir entgegen.
Ich habe das schon gesehen, war mit der Kamera da am Zaun Und da gab es dann
auch einen kleinen Aufprall. Also ich habe ihn gespürt in seinem Jubel. Ich hatte dann Glück,
dass ich die Kamera noch rechtzeitig vom Auge wegnehmen konnte.
Da ist dann nichts Größeres passiert. Aber in der Szene, der Aufprall,
der war schon so heftig, dass mir dabei eine Kontaktlinse rausgeflogen ist.
Ich habe sie dann zum Glück auf dem Rasen wiedergefunden und konnte sie retten.
Aber ja, das war so eine Szene, in der mir das gewisse Risiko auch bewusst geworden
ist, wenn man eben so nah dran ist und eben da auch mit leidenschaftlichen Fans zu tun hat.
Voller Körpereinsatz auch vom Fotografen, dass du da quasi noch eine Kontaktlinse riskierst.
Ja gut, klar, das ist dann der Vorteil, also der Vorteil ist,
dass man da dran ist und dass man durch den Zaun fotografieren kann.
Der Nachteil ist, man ist halt auch sehr nah dran.
Das ist dann halt auch im Jubel sehr nah dran, aber es gab keine Probleme mit
dem Fan und das ist alles friedlich ausgegangen und ja.
Ja, alles gut ausgegangen und Und auch die Fans, die dann so dicht am Zaun stehen,
die sind genauso wie die Fans vor dem Stadion sehr, sehr zugänglich und sind
es gewohnt, fotografiert zu werden.
Auch die Kollegen drehen sich immer mal wieder um und fotografieren auf die Tribünen raus.
Da genau das Gleiche. Also ich habe da auch viele Gespräche geführt oder viele
Kontakte ausgetauscht mit Fans, die dann auch von dort ihre Bilder bekommen haben.
Kommen wir zu deinem Buch, du hast jetzt die, ja, jetzt sind es ja nur noch
350 Bilder, aber es werden ja vorher wahrscheinlich mindestens eine oder mehr
hinten dran gewesen sein, Bilder gehabt.
Wie geht es da jetzt weiter, die Kickstarter-Kampagne ist gestartet,
die soll den Druck quasi finanzieren oder was ist da die Idee dahinter?
Ja,
in erster Linie ist es eben ein bisschen Sicherheit zu bekommen und zu sehen,
wie viel Interesse ist überhaupt da an so einem Buch, an dem Thema und dann,
genauer sagen zu können, in welcher Auflage das Ganze gedruckt werden soll.
Das ist sowohl für mich dann mit,
einem kleineren Risiko oder bis gar keinem Risiko verbunden,
als auch für die Unterstützer, weil die Kampagne kommt nur dann zustande,
wenn eben auch das Finanzierungsziel erreicht worden ist, sprich auch erst in diesem Moment.
Bezahlen die Unterstützer dann den Betrag für das Buch. Insofern für beide Seiten,
ein Modell, was nur Vorteile bietet.
Und ja, das ist so der Gedanke dahinter, was einmal die Sicherung der Auflage angeht.
Aber gleichzeitig möchte ich diese Kampagne auch dazu nutzen,
dass ich da auch Einblicke in den Prozess gebe, weil du hast auch schon mal ein Fotobuch gemacht.
Ach, du weißt, wie viel Aufwand, wie viel Arbeit da drinsteckt,
wie viele kleine Prozesse, wie viele Schritte da eine Rolle spielen.
Und ich glaube, bei vielen, so nehme ich das auf jeden Fall wahr,
ist der Wunsch, auch aus eigenen Projekten ein Buch zu machen,
eine Veröffentlichung, ob das jetzt gleich der Bildband sein soll oder erst mal ein kleines Seen.
Auch da möchte ich so ein bisschen die Leute mit auf die Reise nehmen,
zu zeigen, wie gehe ich davor, jetzt nicht aus der Position zu sagen, ich weiß, wie es geht.
Gar nicht. Ich bin, was das angeht, ja, es ist für mich auch eine Premiere.
Es ist auch immer was anderes, andere auf diesem Prozess zu begleiten,
hin zum Buch. Das haben wir ja auch schon gemacht, zusammen mit Sebastian Schröder.
Aber selbst dann aus den Bildern, die man gemacht hat, das so in ein Projekt
zu übersetzen, ist nochmal ein spannender Prozess, glaube ich.
Und da hoffe ich, dass andere auch davon lernen können und auch Freude daran
haben, diesen Prozess zu begleiten. Weil Fußball ist natürlich ein Thema,
was jetzt nicht jeden anspricht.
Ich weiß, ihr habt viele Hörer, glaube ich, mittlerweile, die auch den Podcast wegen Fußball hören.
Nicht nur du bist glühender Fußballfan, sondern auch Florian.
Ihr sprecht sehr, sehr häufig darüber. Aber ja, es gibt ja auch sehr,
sehr viele, die vielleicht mit dem Thema nichts anfangen können.
Aber auch für die, hoffe ich, ist es in irgendeiner Weise interessant,
dieses Projekt zu verfolgen, wie es entstanden ist, weil ich glaube,
unabhängig von dem Thema kann man da auch sehr viel dran zeigen,
wie man ein Projekt plant, wie man es durchführt, die Herangehensweise,
welche Wirkung oder welche Bedeutung auch die Wahl der Kamera hat.
Und all diese Schritte, da steckt glaube ich eine ganze Menge drin,
sodass ich hoffe, dass auch welche, die jetzt vielleicht sagen Argentinien,
Fußball ist nicht ganz so meins,
die auf den zweiten Blick dann erkennen, dass da eine ganze Menge drin steckt,
was man auch auf andere Bereiche übertragen kann.
Wie ist denn so der Zeitplan für das ganze Projekt?
Die WM hat gerade angefangen, die Kingstater-Kampagne hat gerade angefangen,
sicherlich kein Zufall.
Wie geht es da jetzt weiter?
Ja, das ist natürlich jetzt so eine Zeit, wo man an Fußball kaum vorbeikommt
und vielleicht neben dem, was in den USA, Mexiko und Kanada passiert,
dann auch das Interesse da ist, vielleicht mal genauer auf andere Bereiche zu
schauen, die so ein bisschen abseitiger sind,
wo man vielleicht sonst nicht so viel drüber erfährt.
Deswegen jetzt auch ganz bewusst dieser Zeitpunkt gewählt zu Beginn der WM,
bis dann kurz bevor sie endet in diesem Zeitraum, das laufen zu lassen,
sind dann 30 Tage sein und ja, dann schauen wir mal,
wie groß da die Resonanz ist und in welcher Auflage das Buch am Ende gedruckt wird.
Und wenn dann die Kickstarter-Kampagne erfolgreich ist, davon gehen wir jetzt einfach mal aus.
Wie geht es dann so weiter? Du hast ja gesagt, das Buch, ich meine,
man sieht die Fotos, die du mir in der Vorlage ja schon geschickt hast,
die sind ja zu weiten Teilen schon ausgewählt.
Du hast das Layout zumindest mal in Ansätzen oder das, was du mir gezeigt hast,
sieht schon ziemlich gut aus.
Wie geht es dann weiter, bis man dann, wenn man mitgemacht hat,
das Buch in den Händen halten kann?
Ich peile an, dass es Ende September diesen Jahres dann gedruckt und ausgeliefert
wird. Das ist hoffentlich ein Zeitplan, den ich einhalten kann.
Wie du gesagt hast, ich bin, was die Planung angeht oder die Idee,
wie das Buch am Ende aussehen soll, schon sehr, sehr weit.
War auch schon in der Druckerei, kann man ja auch sagen, bei Buch One wird das
Ganze am Ende gedruckt und habe mich dort vor Ort informiert, schon ausgetauscht,
mir die Möglichkeiten angeschaut, verschiedene Papiersorten in die Hand genommen
und ja, dann auch überlegt, wie kann man das Buch mit kleinen Details noch ein
bisschen schöner gestalten.
Insofern fange ich da nicht bei null an. Einige Dinge werden jetzt sicherlich
dann auch im Prozess, während die Unterstützerkampagne läuft,
noch konkretisiert, auch im Austausch mit Kollegen, die ich da noch,
hinzuziehen werde, weil so ein Projekt entsteht nicht alleine.
Das ist immer gut, wenn man sich von außen auch nochmal einen frischen Blick drauf einholt.
Ein paar Texte sollen auch noch dazukommen. All diese Dinge,
die sind schon vorbereitet.
Die Bildauswahl, der Bildpool, aus dem sich das Ganze dann zusammensetzen wird, der liegt auch vor.
Insofern bin ich guter Dinge, dass ich im Zeitplan bin, um die Ziele zu erreichen.
Jetzt hast du eben schon gesagt, ihr habt sowas schon mal gemacht,
du hast andere Buchprojekte begleitet mit Sebastian Schröder zusammen,
wir haben es eben auch schon mal angesprochen, es gibt den Workshop
Abenteuer Reportage Fotografie, also jeder, der mal selber sagt,
das finde ich eigentlich schon spannend, so eine Reportage dann aufzunehmen,
aber wie mache ich das, auf was muss ich achten, wie kriege ich ein Bild spannend
erzählt, meine Fotos wirken vielleicht so ein
bisschen flach, wie kriege ich da mehr Tiefe, wie kriege ich da mehr Leben rein.
Das Ganze findet man bei Abenteuer Reportage Fotografie, was du vor ein paar
Jahren, ich glaube es ist auch schon wieder mittlerweile fast fünf,
sechs Jahre her, sieben Jahre mit Thomas Jones gegründet hast.
Genau, ja, das müsste zu der Zeit von Corona gewesen sein, ich glaube 2020,
ja, also mittlerweile sechs Jahre.
Sechs Jahre, genau.
Gibt es von da was Neues in Sachen Abenteuer-Reportage-Potografie?
Mittlerweile heißt dein Podcast ja auch so.
Ja, da gab es ja die größten Veränderungen Ende vergangenen Jahres und in diesen
neuen Strukturen, die wir da jetzt etabliert haben.
Da sind wir in ruhige Fahrwasser gekommen, wir haben es angepasst, das Angebot.
Wir hatten es am Anfang ja auch als Lernplattform gedacht mit vielen Webinaren,
mit vielen Inhalten, die wir geliefert haben und dann gemerkt, dass,
eine gewisse Online-Müdigkeit dann schon zu verzeichnen ist,
gerade auch was so die Vermittlung von Inhalten angeht.
Da haben viele dann nach einem langen Tag im Büro oder auch nicht mehr die Lust,
sich vor den Rechner zu setzen.
Die Familie will natürlich auch auf ihre Kosten kommen, andere Hobbys sind dabei,
und da haben wir dann das ein bisschen hin mehr zu einer Community ausgerichtet,
sprich die Bereiche, die ja immer den meisten am,
meisten Spaß gemacht haben, wie die Bildbesprechung, das Feedback zu ihren eigenen
Bildern zu bekommen, an Aufgaben zu arbeiten.
Und das haben wir beibehalten und haben die Webinare ein Stück weit reduziert.
Das war so die Veränderung im vergangenen Jahr und mit diesem neuen Format sind
wir jetzt sehr, sehr glücklich.
Und Workshops bietet ihr ja nach wie vor an. Du kommst gerade von diversen Workshops zurück.
Also auch da, wenn man sagt, okay, ich möchte das auch nicht nur online lernen,
sondern ja, in Form eines Workshops. Auch das bietet ihr ja dann auf dieser Plattform an.
Ja genau, das wird es auch weiterhin geben. Arbeite an neuen Workshop-Konzepten, die vielleicht auch,
das mit aufgreifen, was ich selber jetzt durchmache und eben dann basierend
auf meinen Erfahrungen, die ich dann weitergeben möchte.
Da ist auch noch eine ganze Menge geplant für die Zukunft.
Den weiteren Blick in die Zukunft hast du eben auch schon so ganz kurz angeteasert,
da habe ich dich so ein bisschen unterbrochen, aber ja erstmal in Argentinien bleiben wollten.
Du könntest dir auch vorstellen, dass du so das Fußballprojekt aus Argentinien
mit nach Europa nimmst und dann hier, sei es in Deutschland oder woanders,
ähnliches Vorgehen versuchst.
Hätte ich große Lust drauf, ja, einfach zu schauen, wie das hier funktioniert.
Ich glaube, wenn das Projekt jetzt abgeschlossen ist, dann werde ich mal einen
Versuch wagen und hier vor einigen Spielen mich mal tummeln.
Ich habe jetzt hier in der Nähe von Frankfurt, wenn ich im Rheingau bin,
dann fahre ich mal zur Eintracht oder es gibt ja noch weitere Vereine.
Mainz ist auch nicht so weit entfernt oder Darmstadt. Da gibt es schon so ein
paar Orte, die relativ schnell erreichbar sind.
Ja, und mach dann mal die Fragen. Du hast ja auch schon so gefragt,
wie so der Prozess war, wie die Fans auf mich als Fotograf reagiert haben.
In Argentinien kann ich das jetzt beantworten. und habe da sehr positive Erfahrungen
gemacht und werde dann mal schauen, wie es in Deutschland aussieht,
In irgendeiner Form würde ich dieses Projekt gerne weiterführen und könnte mir
gut vorstellen, entweder in Deutschland oder vielleicht auch in Europa mal auf
Ligen zu schauen, die jetzt nicht so im Mittelpunkt stehen.
Weil das ist ja das Schöne an der Fotografie, dass wir sie dafür auch einsetzen
können, um einen Vorwand zu haben, an Orte zu kommen, die uns reizen,
die uns interessieren und dann hoffentlich auch anderen Einblicke zu geben in Bereiche, die ja dann,
auch irgendwie etwas Reizvolles haben.
Ja, da bin ich auch mal gespannt, welche Erfahrungen du da machen wirst.
Und vielleicht hast du ja auch irgendwie die Möglichkeit,
ähnlich wie bei dem Vorgehen in Argentinien, auch quasi ins Innere des Stadiums
zu kommen und die Fans aufzunehmen.
Würde mich schon interessieren, weil ich glaube auch, dass die Stadien zumindest,
so wie ich sie jetzt wahrgenommen habe, die großen Stadien in der Bundesliga,
da unterscheiden sich ja auch die einzelnen Tribünen sehr.
Du hast die Haupttribüne mit einem ruhigeren Publikum, was vielleicht auch in
irgendwelchen Logen oder in VIP-Räumen
beheimatet ist. Dann hast du die Kurve, wo meistens dann ja vielleicht ein bisschen
Stehplätze sind, aber zumindest auch
von der Stimmung Trommler und Fahnen geschwenkt werden und du hast dann die
anderen Tribünen, die vielleicht dann so ein gemischtes Publikum zeigen,
wo manche vielleicht sehr exaltiert sind und manche dann doch wieder eher was ruhiger.
Also das könnte auch spannend werden, das dann aufzunehmen. Da bin ich mal gespannt, was da passiert.
Werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen. Und mit Südamerika, wie sieht es da aus?
Ich meine, wer dich so ein bisschen kennt, der weiß, dass du meistens ja dann
doch irgendwie für längere Zeit plötzlich irgendwie wieder mal in Südamerika
bist. Steht da nochmal was an oder bleibst du jetzt erstmal dem Rheingau erhalten?
Nee, das wird schon weiter so laufen. Also ich versuche ja im Winter dann hier,
meine Zelte erstmal abzubrechen und,
in Südamerika die Zeit zu verbringen, zu nutzen, um eben an weiteren Projekten
zu arbeiten, Langzeitprojekten.
Kuba ist nach wie vor eben auch ein Thema, da,
werde ich auch mal drauf schauen, jetzt zu schauen, was ist dort vorhanden,
weil dort könnte oder entwickelt sich ja aktuell auch sehr, sehr viel,
ist eine sehr dynamische Lage und da,
blicke ich auch immer drauf, wie sich das da entwickelt, weil das ist ja auch Teil.
Meines Projekts dort, dass ich eben diesen Wandel oder was sich dort tut, begleiten möchte.
Das wird weiterhin aktuell bleiben und Argentinien auch jetzt nicht mehr,
vielleicht nicht mehr ganz so stark mit dem Blick auf dieses Fußballprojekt.
Oder vielleicht in etwas abgewandelter Form nochmal zu schauen,
gibt es Aspekte, die jetzt so wie das Buch jetzt konzipiert ist,
noch nicht drin sind, gibt es dort etwas, was man im anderen Projekt nochmal
tiefer behandeln könnte.
Also ich habe jetzt zwar schon den
Blick nicht nur in das Stadion, sondern eben drumherum, auch auf diese kleinen
Rituale kam es mir da an zu sehen,
wie interagieren Fans, welche Bedeutung hat auch der Fußball,
wie schafft der Gemeinschaft, wie drückt sich das aus und wie kann ich das in
Bildern festhalten, was essen die Fans vor dem Stadion.
Ich weiß nicht, in Deutschland diese Bratwurst, dieses typische Fan-Essen in
Argentinien wird da ganz anders sich gestärkt. Da wird alles aufgefahren auf
den Grill, da räuchert das.
Die Getränke sind ganz andere. Also dieses herauszuarbeiten,
was eben so eine Fußballkultur ausmacht, das war mir ganz wichtig.
Und da gibt es sicherlich noch spannende Details oder Abbiegungen,
die man dort nehmen könnte.
Man hört, es geht nicht aus. Die Ideen gehen ja nicht aus. Wird in Kuba Fußball gespielt?
Es wird immer populärer, ja, in der Tat. Also als ich das erste Mal auf Kuba
war vor gut zehn Jahren, da war Baseball der populärste Sport, hat man auch gesehen.
Kinder auf der Straße, die da gespielt haben.
Und mittlerweile sieht man aber häufiger auch Fußball.
Das hat, glaube ich, damit zu tun, dass mit dem Einzug von Handys,
also jeder hat auch ein Smartphone Und da natürlich auch Zugang zu,
der Social-Media-Welt, die da draußen ist, wo eben Fußball global eine Riesenrolle spielt.
Und das schwappt jetzt auch immer mehr nach Kuba über.
Die Nationalmannschaft ist, glaube ich, noch ein ganzes Stück weit davon entfernt,
sich mal für eine WM zu qualifizieren.
Aber wenn man sieht, dass jetzt auch Nationen wie Curaçao oder Haiti mit dabei
sind, dann ist es vielleicht nicht utopisch zu sagen, dass vielleicht in 10,
15 Jahren auch Kuba mal bei einer WM teilnimmt.
Ja, 2034 soll ja auch die Anzahl der WM-Teilnehmer noch weiter aufgestockt werden, auch über 60.
Also insofern sollte es ja möglich sein, dass da vielleicht auch irgendwann
Kuba dann bei der WM teilnimmt.
Also den Fotothemen bleiben die auf jeden Fall erhalten.
Du bist ein alter Hase, was den Podcast angeht. Du weißt es,
dass am Ende des Podcastes ich ja auch immer gerne noch den Gast frage nach
einer Buchempfehlung und da kommst du auch nicht drumherum.
Und insofern würde mich interessieren, welches Buch du den Hörern empfehlen könntest.
Ja, wie das immer so bei traditionellen oder festen Formaten ist in den Podcasts,
man weiß es, aber es trifft einen dann am Ende dann doch sehr überraschend.
Ja, aber habe ich einen Tipp für dich natürlich parat. Ein guter Freund von
mir aus Kuba, wo wir eben schon drüber gesprochen haben, der Manuel Almenares, der hat vor,
jetzt ein paar Monaten seinen ersten Bildband herausgebracht.
Auch ein Langzeitprojekt, also da steckt sehr, sehr viel Arbeit dahinter.
Es ist ein fantastischer Dokumentar- und Reportagefotograf aus Kuba,
der hat in einem ganz, ganz kleinen Umkreis in Havanna immer wieder fotografiert.
Dort um seine Wohnung herum geht er immer wieder auf und ab,
kennt diese Gegend wie seine Westentasche und hat dort,
fantastische Bilder gemacht, die den Alltag der Kubaner zeigen.
Und auf eine Art und Weise, wie wir vielleicht jetzt es nicht gewohnt sind von
anderen Fotografen, die auf Kuba auch arbeiten, er fotografiert in Schwarz-Weiß.
Das ist schon mal eigentlich ungewöhnlich, weil jetzt jedenfalls hier bei uns
häufig Kuba eher mit Farben verbunden wird, mit diesem tollen Licht, was dort herrscht.
Aber viele kubanische Fotografen fotografieren ihr Land in schwarz-weiß,
Manuel auch und ja, es ist wirklich ein tolles Buch, El Monte heißt das,
so heißt dieses Viertel.
Oder diese eine Hauptstraße, die durch das Viertel führt.
Und ja, entlang dieser Straße hat er, wie gesagt, über Jahre fotografiert.
Gibt es, glaube ich, über einen dänischen Verlag, die das herausgebracht haben.
Dort kann man das bestellen.
Ist ja eine ganz tolle Arbeit, die er da gemacht hat.
Wenn ich mich recht entsinne, ist es auch eine Parallele zu deinem Fotoprojekt,
denn es ist auch als Crowdfunding-Kampagne ursprünglich entstanden,
um überhaupt erstmal diese erste Hürde zu nehmen und
war erfolgreich und das Buch gibt es mit dabei.
Also ein schöner Tipp, ich hatte es mir damals schon mal näher angeguckt und
ja, ich denke, das ist ein guter Tipp, den du da nochmal bringst.
Ja, da möchte ich mich bedanken, dass du dir heute die Zeit genommen hast,
hier über dein Projekt zu reden. Ich mag diese Art von Fotos oder von Reportage, von Bildband.
Ich hatte ja, gut, der Florian hat mit seinem Buch über Altona ja auch ein ähnliches
Projekt über mehrere Jahre begleitet, wo er den Fußballverein Altona 93 begleitet.
Ja, und das Stadion begleitet hat, aber auch da atmosphärische Bilder,
du hast es auch nochmal eingefangen, die Bilder haben eine gewisse Tiefe,
sie zeigen die Emotionen und sie zeigen halt nicht einfach nur den Sport, sondern halt das, was
der Sport halt noch ist, denn er ist halt mehr als nur das 1 zu 0 oder das 2
zu 1 oder wie auch immer, sondern da steckt halt sehr viel mehr Herz noch dahinter,
gleichzeitig aber auch die Dynamik, die du festgehalten hast in den Bildern,
die wir eben geschrieben haben.
Also das ist eine Art von Fotografie, wie ich es mag und ich glaube auch,
dass es nicht nur für die Fußballfans ist, ohne dass ich jetzt mit Argentinien
was mit dem argentinischen Fußball zu tun habe, finde ich die Bilder faszinierend.
Ich glaube auch, für jemanden, der Reportagefotografie mag, es sind halt einfach
Bilder, die zeigen, Mensch, so kriegt man ein Bild einfach lebhaft hin.
Also jeder, der sich da mal selber so ein bisschen umgucken will,
kann da, glaube ich, auch noch eine ganze Menge Inspiration finden.
Und ich drücke dir für die Kickstarter-Kampagne die Daumen.
Ich glaube, ich verlinke alles nochmal im Blog-Beitrag. Man findet auch bei
euch auf der Website und auf deiner Website und bei Instagram,
man findet es bei Kickstarter auch. Also insofern...
Wer sie interessiert, man kann das Projekt unterstützen und ich drücke die Daumen,
dass das erfolgreich wird.
Vielen Dank, Thomas. Hat mich gefreut, hier wieder bei dir sein zu dürfen,
über dieses Projekt sprechen zu dürfen.
Vier Jahre ist eine lange Zeit und irgendwann dann auch schön, das zum Ende zu bringen.
Und da ist viel Herzblut reingeflossen und ich hoffe, dass das ein bisschen rüberkommt.
Und ja, wenn ihr Fragen dazu habt, könnt ihr mir gerne jederzeit auch schreiben,
auch Fragen, wenn ihr an eigenen Projekten arbeitet. Ich helfe da auch gerne
weiter, wie man sowas dann zu einem Ende führen kann. Hoffentlich.
Kann ich aus eigener Erfahrung sagen, also Kai hilft immer gerne weiter,
auch wenn ich Fragen habe zum Podcast oder zum Blog oder wie auch immer,
habe ich ja schon häufiger die Gelegenheit genutzt, um da mal Rücksprache zu nehmen, also das ist,
vielen Dank dafür nochmal und ich werde weiter beobachten, ich bin gespannt, ob es
dann auch vielleicht noch irgendwann ein deutsches Buch oder ein europäisches
Buch gibt und deine Erfahrung damit, dann hören wir uns da wieder,
da würde ich mich freuen, wenn wir uns da dann spätestens dann wieder im Podcast da waren.
Sehr gerne. Vielen Dank, Thomas.
Thomas Winter
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Kai Behrmann
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