Abenteuer Reportagefotografie – Podcast über visuelles Storytelling

Kai Behrmann: Visueller Storyteller und Fotograf

Der Weg zum eigenen Fotobuch – zwei Beispiele aus der Praxis (Teil I)

Die Episode zeigt anhand zweier Buchprojekte den Weg von Fotoreportagen zum gedruckten Buch – von Konzept und Bildauswahl bis zu Text, Layout und Druck.

02.08.2026 111 min

Zusammenfassung & Show Notes

Zwei Teilnehmer unseres Buchworkshops, zwei fertige Bücher, zwei sehr unterschiedliche Wege. Jürgen Klieber und Manfred Brandstätter berichten, was zwischen Bildstrecke und gedrucktem Buch wirklich passiert: Konzept, Format, Papier, Druckerei, Auflage – und die Fehler, die man dabei machen kann.

"Zwei Teilnehmer unseres Buchworkshops, zwei fertige Bücher, zwei sehr unterschiedliche Wege. Jürgen Klieber und Manfred Brandstätter berichten, was zwischen Bildstrecke und gedrucktem Buch wirklich passiert: Konzept, Format, Papier, Druckerei, Auflage — und die Fehler, die man dabei machen kann.

Welches Format? Welches Papier? Wie viele Exemplare? Was kostet das? Und muss dieses Buch überhaupt existieren? Wer schon einmal ernsthaft darüber nachgedacht hat, aus den eigenen Bildern ein Buch zu machen, kennt diese Fragen — und das Gefühl, dass zwischen einer guten Bildstrecke und einem gedruckten Buch eine Menge Arbeit liegt, über die selten jemand konkret spricht.

Mich hat das zuletzt selbst intensiv beschäftigt: "Amor Eterno", mein erstes großes Fotobuch über die Fußballkultur in Argentinien, ist über Kickstarter finanziert, geht in den Druck und erscheint voraussichtlich Ende September, Anfang Oktober.

Meine beiden Gäste in dieser Episode haben diesen Weg hinter sich. Beide waren Teilnehmer unseres Buchworkshops, beide haben ihr Projekt erfolgreich zu Ende gebracht — auf sehr unterschiedliche Weise.

Jürgen Klieber hat zwei Hardcover-Bände über die Menschen gemacht, die in Nürnberg ehrenamtlich Kulturveranstaltungen möglich machen, ohne je selbst auf der Bühne zu stehen. Der Titel: "Für den Applaus der Anderen" Sechs Reportagen, Layout und Druckabwicklung komplett in Eigenregie. Manfred Brandstätter ist Organisationsberater und hat sechs Fallbeispiele aus zwanzig Jahren Berufspraxis fotografiert: "New Work in der Dienstleistung: Ein Bilderbuch moderner Dienstleistungsorganisationen" Schwarzweiß, 150 Bildseiten, 30 Seiten Text. 24 Verlage haben abgelehnt — erschienen ist es trotzdem. Im Self-Publishing.

Wir bleiben nicht bei der Idee stehen, sondern reden über die Umsetzung: über das Konzept, über Papier, Format und die Suche nach der passenden Druckerei. Über die Erkenntnis, dass Bilder nicht immer von allein eine Geschichte erzählen. Und über den Moment, in dem Sebastian sagt: gute Fotos, aber so wird das nicht funktionieren.

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Sebastian H. Schroeder und ich bieten unsere Print-Workshops im Herbst wieder an. Im Oktober und November den Fotobuchworkshop (21. und 22. November 2026), dazu auch zum ersten Mal einen Magazinworkshop (06.– 08. November 2026) – für alle, die ihre Bilder gedruckt sehen wollen.

Zwei Hinweise noch: Wer sich "Amor Eterno" über Kickstarter noch nicht gesichert hat — eine Bestellung ist weiterhin direkt bei mir möglich, per Mail an kaibeermann@web.de oder über das Kontaktformular auf der Webseite: https://www.abenteuer-reportagefotografie.de/kontakt

Ich würde mich freuen, wenn wir die erste Auflage noch etwas erhöhen könnten.

Und wenn du an deinen eigenen Projekten arbeiten willst: Schau in unserer Community vorbei. Alle exklusiven Inhalte kannst du eine Woche lang kostenfrei und unverbindlich testen. Darunter auch unsere 6,5-stündige Video-Masterclass zu den Themen Reportagefotografie und visuelles Storytelling.


⚽ "Amor Eterno" geht an den Start!

Nach vier Jahren Arbeit an meinem fotografischen Langzeitprojekt über die Fußballkultur in Argentinien startet jetzt die Kickstarter-Kampagne für das gleichnamige Fotobuch. Gemeinsam mit Thomas B. Jones spreche ich im YouTube-Live am Mittwoch, 10. Juni 2026, ab 20 Uhr über die Geschichten hinter den Bildern, die Entstehung des Projekts und den Weg vom ersten Foto bis zum Buch.

📺 Zum YouTube-Live: https://www.youtube.com/watch?v=I1JItmKN7gM

📖 Mehr Informationen zu "Amor Eterno": https://www.abenteuer-reportagefotografie.de/amor-eterno

🚀 Direkt zur Kickstarter-Kampagne: https://www.kickstarter.com/projects/kai-behrmann/amor-eterno

🥁 Der Video-Trailer zum Projekt: https://vimeo.com/manage/videos/1198140137/06178b7212

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Transkript

Jürgen Klieber
00:00:01
Und dann habe ich aber gemerkt, okay, 400 Seiten geht nicht mit einem Buch. Und dann sind es eben zwei Bücher geworden, mit jeweils drei Reportagen. Ein Kompliment war dann von der Marionettentheaterleiterin, als ich mit drei Spielern und ihr auf der Empore stand. Die haben gespielt und geprobt und ich stand dazwischen drin. Die Schultern haben sich schon fast berührt und haben dann so seitlich auf die Hände fotografiert. Und irgendwann fragte sie dann, wo ist dann eigentlich der Jürgen?
Kai Behrmann
00:00:30
Welches Format? Welches Papier? Wie viele Exemplare? Was kostet das? Und muss dieses Fotobuch überhaupt existieren? Wer schon einmal ernsthaft darüber nachgedacht hat, aus den eigenen Bildern ein Fotobuch zu machen, kennt diese Fragen. Und das Gefühl, dass zwischen einer guten Bildstrecke und einem gedruckten Fotobuch eine ganze Menge Arbeit liegt, über die selten jemand konkret spricht. Mich hat das zuletzt selbst sehr intensiv beschäftigt, vielleicht hast du es mitbekommen, Amor Eterno, mein erstes großes Fotobuch, in dem es um die Fußballkultur in Argentinien geht, ist gerade über Kickstarter finanziert worden, geht in den Druck und erscheint voraussichtlich Ende September, Anfang Oktober. Ja, und eine Erkenntnis aus der Arbeit an diesem Fotobuch ist es, dass man so etwas nicht alleine macht, sondern dass es gut ist, sich von außen Hilfe zu holen, von Kollegen, von Freunden. Und genau das habe ich auch getan. Mir haben viele Menschen geholfen, unter anderem auch Sebastian H. Schröder, Fotocoach und Buchautor von Eins reicht. Ein Buch, das wir ja hier auch immer wieder im Podcast erwähnen und das ich nur empfehlen kann. Sebastian ist auch jemand, mit dem ich in der Vergangenheit schon einige Workshops zum Thema Buchdrucken veranstaltet habe. Diese Zusammenarbeit setzen wir jetzt im Herbst 2026 fort. Im Oktober und November wird es eine Neuauflage des Buchworkshops geben und neu hinzukommt ein Magazin-Workshop. Wenn für dich aktuell der Druck deiner eigenen Bilder auch ein Thema ist, dann sind diese Workshops genau das Richtige für dich. Alle Infos, Links und Buchungsmöglichkeiten findest du in den Shownotes. Meine beiden Gäste in der folgenden Episode haben diesen Weg bereits hinter sich. Beide waren Teilnehmer unseres Buchworkshops und beide haben ihr Projekt erfolgreich zu Ende gebracht. Und das auch sehr unterschiedlicherweise. Jürgen Klieber hat zwei Hardcover-Bände über die Menschen gemacht, die in Nürnberg ehrenamtlich Kulturveranstaltungen möglich machen, ohne je selbst auf der Bühne zu stehen. Sechs Reportagen, Layout, Druckabwicklung, alles komplett in Eigenregie. Manfred Brandsteder ist Organisationsberater und hat sechs Fallbeispiele aus 20 Jahren Berufspraxis fotografiert. New Work in der Dienstleistung, Schwarz-Weiß, 150 Bildseiten, 30 Seiten Text. Und als die Suche nach einem Verlag nicht geklappt hat, hat Manfred das Projekt in Eigenregie im Self-Publishing realisiert. Wir bleiben in den Gesprächen dabei nicht bei der Idee stehen, sondern reden über die konkrete Umsetzung, über das Konzept, über die Wahl von Papier, Format und die Suche nach der passenden Druckerei. Wir sprechen über die Erkenntnisse, dass Bilder eben nicht immer von alleine Geschichten erzählen und über den Moment, in dem Sebastian sagt, gute Fotos, aber so wird das Buchprojekt nicht funktionieren. Zwei Hinweise noch, falls du dir Amor Eterno über die Kickstarter-Kampagne noch nicht gesichert hast, dann kannst du das jetzt über eine direkte Bestellung bei mir tun. Schick mir einfach eine E-Mail an kaibeermann at web.de. Beermann schreibt sich B-E-H und Kai mit A-I. Oder geh über das Kontaktformular auf der Webseite von Abenteuer Reportage Fotografie unter www.abenteuer-reportagefotografie.de slash kontakt. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir die erste Auflage in den kommenden Tagen und Wochen noch ein bisschen erhöhen könnten. Und wenn du an eigenen Projekten arbeiten und dich darüber mit anderen Fotografen austauschen möchtest, dann schau gerne mal in unserer Community vorbei. Den Link dazu findest du in den Shownotes. Alle exklusiven Inhalte kannst du auch eine Woche lang kostenfrei und vollkommen unverbindlich testen, darunter auch unsere 6,5-stündige Video-Masterclass zu dem Thema Reportagefotografie und visuelles Storytelling. So, und nun wünsche ich dir viel Spaß mit diesen beiden Interviews zum Thema Buchmachen. In der kommenden Woche folgen dann zwei weitere Fallbeispiele, dann berichten Achim und Bernhard über ihre Buchprojekte. So, und nun geht's los mit den Gesprächen mit Jürgen Klieber und Manfred Brandstetter. Viel Spaß! Hallo Jürgen, grüße dich. Herzlich willkommen im Abenteuer Reportage Fotografie Podcast.
Jürgen Klieber
00:04:48
Hallo Kai, vielen Dank, dass ich da sein darf.
Kai Behrmann
00:04:51
Jürgen, wir wollen heute über dein Buch oder über deine Bücher sprechen. Du warst einer der Teilnehmer in dem Buchworkshop, den ich gemeinsam mit Sebastian Schröder veranstaltet habe. Und das Schönste für uns ist ja dann im Nachhinein auch zu sehen, was aus diesem Workshop alles wird. Du bist einer von mehreren, die tatsächlich dann auch am Ende ein Buch in der Hand halten können. Das Projekt ist materialisiert und darüber wollen wir heute sprechen, weil das Thema Bücher machen oder überhaupt diesen Schritt zu gehen, aus den Bildern dann letztendlich eine Publikation zu machen, glaube ich, für viele interessant ist, aber eben auch ein Schritt, der häufig eine sehr hohe Hürde darstellt. Und da können wir, glaube ich, einiges aus deinem Projekt lernen. Aber bevor wir dazu kommen, Jürgen, lass uns mal am Anfang anfangen, dieses Projekt. Du hast Künstler oder Kulturbetriebe im weitesten Sinne in Nürnberg dir angeschaut und bist da hinter die Kulissen gegangen, mit der Kamera hast du dort fotografiert. Beschreib mal ein bisschen, worum geht es in deinem Projekt?
Jürgen Klieber
00:06:02
Ja, es gibt eine kleine Anzahl von Menschen in Nürnberg, die verantwortlich sind für die Vielfalt der Kultur. Eine Großteil der Veranstaltungen, die dort ehrenamtlich stattfinden, wäre ohne sie nicht denkbar. Und was das Besondere ist, sie sind nicht die, die vorne auf der Bühne stehen. Sie machen es nicht für einen eigenen Applaus, sondern sie organisieren etwas, eine Kulturveranstaltung, damit andere eine Bühne haben. ein Publikum haben und den Applaus bekommen. Und ich habe mich einfach gefragt, ja, warum tun sie das? Was treibt sie an? Und das wollte ich herausfinden. Und deswegen habe ich sie fotografiert. Und im Laufe des Buchprojektes hat es sich dann ergeben, dass ich sie auch noch interviewt habe. Und der Zweck war einfach, den Lesern einen Einblick zu geben in das Kulturleben in Nürnberg, den sie sonst als normalen Zuschauer, Zuhörer nicht bekommen. Und einfach zu sehen, was hinter den Kulissen alles nötig ist, bis deren Kulturveranstaltung stattfinden kann, um die Wertschätzung zu steigern.
Kai Behrmann
00:07:09
Mhm. Welchen persönlichen Bezug hast du zum Thema Kultur und Kunst?
Jürgen Klieber
00:07:16
Ich habe 2011 angefangen, bei einer offenen Bühne in Nürnberg-Fürth zu fotografieren. Ein Freund von mir macht dort bis heute die Bühnenbeleuchtung. Er hat gesagt, komm doch mal vorbei, du magst gerne Fotos. Ich war da, Fotos waren nicht schlecht, wollte dann wissen, wie es besser wird, habe ich so langsam eingearbeitet in die Bühnenfotografie. Aber irgendwann habe ich einfach größeres Interesse bekommen, hinter die Kulissen zu schauen. und wie bereiten sich die Künstler vor, was passiert dort. Und ja, dann mit eurem Webinar Abenteuer Reportage Fotografie hatte ich eben da die Möglichkeit, das wirklich fundiert anzugehen, zu lernen, wie kann ich mit Bildern Geschichten erzählen, welche, Bildarten gibt es und kann ich dazu benutzen. Und ja, mit der ein oder anderen Hausaufgabe ist das auch dann so weitergegangen.
Kai Behrmann
00:08:14
Mhm. Und das sind ja häufig die spannendsten Geschichten, die eher im Verborgenen stattfinden. Also nicht das ist, was nach außen hin für alle schon ohnehin sichtbar ist, sondern dann einfach mal zu überlegen, wie du es getan hast, was passiert eigentlich, damit die, die da vorne stehen, glänzen können und ihre Bühne bekommen. Insofern finde ich das einen tollen Anlass, sich sowas zu nehmen und dafür dann auch die Kamera einzusetzen, um diese Prozesse dahinter sichtbar zu machen, die Menschen zu zeigen, die sich dort engagieren. Das ist schon mal an dem Punkt etwas, wenn man sich fragt, ja, wofür möchte ich meine Kamera, meine Fotografie überhaupt einsetzen, was eben auch entscheidend ist. Die Kamera beherrschen ist das eine, aber dann eben sich zu überlegen, was ist eigentlich mein Thema? Was möchte ich nach außen hin kommunizieren? Wie schnell war dir das klar in diesem Fall, dass daraus ja durchaus mehr werden kann, als ja hin und wieder mal in diesem Bereich zu fotografieren?
Jürgen Klieber
00:09:20
Ja, ich glaube so nach der dritten, vierten Reportage von insgesamt sechs, die ich dazu gemacht habe, eigentlich sogar noch eine siebte, aber die hat nicht geklappt, kann man vielleicht auch nochmal dann über das Scheitern sprechen. Ja, als es mehrere geworden sind und ich gemerkt habe, okay, ich kann verschiedene Kultursparten aufzeigen und, ja, inzwischen merke ich schon, ich dokumentiere ein Zeitgeschehen hier in Nürnberg in der Kulturbranche. Manche Orte gibt es vielleicht dann nicht mehr, manche Personen hören auf, weil sie schon im höheren Alter sind.
Kai Behrmann
00:09:57
Das ist ja was, ich bin da vielleicht nicht das beste Beispiel dafür, weil ich sehr gerne auch sehr weit weg fotografiere und nicht der klassische vor der eigenen Haustür Fotograf bin, aber das ist ja etwas, was wir bei uns immer wieder auch betonen, dass es nicht zwingend notwendig ist, für spannende Geschichten irgendwie weit fahren zu müssen. Und bei dir ist es ein wunderbares Beispiel, dass du genau hinschaust, was gibt es bei mir in meiner Umgebung für spannende Themen, die ich mit der Kamera begleiten kann. Und gerade wenn das über einen längeren Zeitraum passiert, eröffnen sich da so viele Türen aus einem Projekt, was vielleicht am Anfang gar nicht so groß geplant ist, entwickelt sich etwas, du bekommst neue Kontakte, darüber neue Ideen und hast das dann schön zusammengeführt und dann letztendlich auch als Buch publiziert. David, wie hat sich für dich dieser Prozess dargestellt? War das eher so organisch, dass du Schritt für Schritt gegangen bist oder gab es einmal so einen Punkt, wo du auch für dich gemerkt hast, das ist etwas, da stehe ich voll hinter, das ist mein Thema und da bleibe ich jetzt auch über einen längeren Zeitraum dran?
Jürgen Klieber
00:11:15
Ja, ich bin schon sehr selbst, sehr ausgiebiger, Kulturgenießer und schaue mir die Kultursachen gerne an, sei es jetzt Kino, Konzerte, auch mal einen modernen Tanz oder, Marionettentheater war jetzt auch dabei oder eben eine Radiosendung mal reinzukommen. Das interessiert mich schon und vor allem auch, Auch, ja, ich habe die Chance gesehen, wenn jemand einen Musikwettbewerb veranstaltet, auch ein bisschen besser zu erfahren, was ist denn gute Musik, was ist ein gutes Jazzstück, was macht einen guten Film aus, welche Kriterien bewerten das Kino eigentlich, die Filme, die sie dann zeigen. Also auch einfach die Kultur noch besser zu verstehen.
Kai Behrmann
00:12:08
Ja, also praktisch die Kamera auch als Eintrittskarte, um in diese Bereiche reinzukommen, sich da Zutritt zu verschaffen und auch die eigene Neugier befriedigen zu können.
Jürgen Klieber
00:12:21
Ja, dabei sein zu dürfen bei den Kreisen, die da hinter der Bühne zusammenarbeiten, zusammen schaffen und eben dann als Gegenleistung ihnen die Fotos zu übergeben, dass sie die selbst verwenden können, um wieder für ihre Arbeit aufmerksam zu machen, Fördergelder zu bekommen, neue Mitglieder, neue Künstler.
Kai Behrmann
00:12:41
Ja, also da auch so einen Gegenwert zu schaffen oder das zu einem Geben und Nehmen zu machen, dass auch diejenigen, die da fotografierst, was davon haben. Wie einfach war das, die Person davon zu überzeugen, dich da oder dir da auch den Zutritt zu geben?
Jürgen Klieber
00:13:01
Die erste Aufgabe war tatsächlich, zwei Radiomoderatoren zu begleiten und davon kannte ich eine von dieser offenen Bühne, wo ich Eventfotografie gemacht hatte. Sie hatte ich einfach mal angesprochen, würde mich mal interessieren. Sie kommt vorbei, kommt mal ins Studio. Es ist viel Zeit vergangen, aber durch eure Hausaufgabe, das Ehrenamt, habe ich es dann nochmal angepackt. Und so ging das von einem zum anderen. Der zweite Radiomoderator, Andreas Basner, hat dann gesagt, ach, geh doch mal zur Lili. Da kannst du die Badentreffenbühne mal sehen, wie die organisiert wird und wie das aufgebaut wird, wie viel Liebe die reinstecken in den Backstage-Bereich vorzubereiten und wie es dann auch während dem Festival zugeht. Und von einem zum anderen bin ich da so weitergereicht worden. Das ging eigentlich ganz gut. Einmal war es richtig schwierig, ich bin hingegangen, Jazzkomponisten, der für Musiker aus dem Verein ein Stück komponiert und dann auch Konzert veranstaltet und organisiert, dass die auftreten können. Hatte ich schon begleitet beim Notenschreiben. Beim ersten Proben des Stückes mit zwei Kernmusikern und dann ging es eben in den Veranstaltungssaal. Das Viertelkulturforum und da ging es darum, dann den Aufbau, Ton, das Licht einzurichten und so weiter zu fotografieren und dann kam ich da morgens an, extra zwei Tage Urlaub genommen und dann hieß es, nee, die Techniker wollen sich nicht fotografieren lassen. Das kann ich ja, wie soll ich das schaffen, dass die nicht drauf sind und so. Gib mir bitte zwei, drei Minuten, dass ich das vortragen kann, was ich mache und erklären kann. Und haben uns kurz am Tisch gesetzt, habe das erzählt. Und ich glaube, das Entscheidende war dann am Ende meines kurzen Satzes, ein paar Sätze, dass ich gesagt habe, ich zeige euch die Fotos auf jeden Fall vorher, bevor wir die irgendwo veröffentlichen. Und dann haben sie erstmal zugestimmt. Und im Laufe der zwei Tage waren sie dann richtig begeistert, dass jemand sich wirklich so intensiv mal für ihre Arbeit interessiert. Aber das musste ich mir dann im Laufe der Stunden an den zwei Tagen dann erstmal erarbeiten.
Kai Behrmann
00:15:11
Ja, aber genau das ist eben der Schlüssel. Und du hast das schön beschrieben in diesem Beispiel, dass dieses Vertrauen, was man sich dann eben auch erarbeiten muss auf der einen Seite und dass das häufig gerade dadurch gelingt, dass man so ein intensives Interesse zeigt, weil jeder ja gerne über das spricht, was er macht, über seine Tätigkeit. Und wenn da eine Wertschätzung von außen kommt, dass sich jemand dafür interessiert, dann ist das schon mal ein ganz guter Schritt und ein Anknüpfungspunkt, um dieser Person dann eben auch dann sie davon zu überzeugen, sich auch fotografieren zu lassen. Also kann man sehr viel mitnehmen aus diesem Ansatz, den du da gegangen bist.
Jürgen Klieber
00:15:55
Ja, und ich glaube, ich kann ganz gut beobachten und unscheinbar sein. Also ein Kompliment war dann von der Marionettentheaterleiterin, als ich mit drei Spielern und ihr auf der Empore stand, die haben gespielt und geprobt und ich stand dazwischen drin. Die Schultern haben sich schon fast berührt und hab dann so seitlich auf die Hände fotografiert und irgendwann fragte sie dann, wo ist dann eigentlich der Jürgen? Und wenn ich dann gar nicht mehr gesehen werde, das ist natürlich schon klasse, dann stört man nicht. Und ja, ich kann meine Fotos machen und die machen ganz normal ihre Proben.
Kai Behrmann
00:16:26
Ja, auch eine gute Eigenschaft, wenn man die hat als Fotograf, sich da nicht als Störfaktor zu zeigen, weil ja, da passiert ja dann auch sehr, sehr viel bei den jeweiligen Arbeiten, Aufbauarbeiten oder wenn geprobt wird, Wenn man dann ständig im Weg steht und die um einen herum arbeiten müssen, dann führt das eben auch dazu, dass irgendwann gesagt wird, ja, der Fotograf bitte mal zur Seite. Also ja, sehr, sehr gut. Gab es sonst während des Fotografierens der Reportage noch solche Lernerlebnisse für dich, solche Aha-Momente, wo du gemerkt hast, ja, da habe ich ein Hindernis überwinden können und wenn ja, auf welche Art und Weise ist dir das dann gelungen?
Jürgen Klieber
00:17:16
Ja, aber ich hatte bei jedem dann immer wieder neue Personen, mit denen ich schauen musste, und eigentlich brauche ich auch einen Opener und eine Begrüßung ist auch immer ganz gut und am Anfang so schießt man gleich drauf los und fotografiert gleich und stellt sich dann vor, damit man dieses Startbild hat oder stellt man sich erstmal so vor, und dann ist das aber vorbei, weil die sich dann schon kennen. Also solche Momente, ja, das so ein bisschen reinzuspüren, auf die Leute zu achten, zu gucken, kann man es machen oder lässt man es lieber und fragt erstmal. Das gab es schon.
Kai Behrmann
00:17:56
Ja, ist auf jeden Fall ein Punkt, kann ich gut nachvollziehen, dass da zu erspüren, wann ist der richtige Zeitpunkt mit dem Fotografieren anzufangen, weil manchmal ist es gerade hilfreich, erstmal die Kamera wegzulassen, auch zu beobachten, wie entwickelt sich etwas, erstmal anzukommen, aber wenn es etwas ist, wo es dann Situationen gibt, die du später nicht wiederholen kannst, dann ist es natürlich gleich von Anfang an eben gut, wenn du schon diese Bilder ausführen. Aber das ist dann glaube ich auch etwas, was man mit der Erfahrung irgendwann verinnerlicht und dann immer besser weiß, wann fotografiere ich und wann lasse ich mich erstmal auf die Protagonisten ein und mache vielleicht auch mal ein bisschen Smalltalk. Wann kam dann bei dir der Gedanke, aus diesen Reportagen ein Buch zu machen?
Jürgen Klieber
00:18:49
Bei mir kam der Gedanke gar nicht, sondern ich habe meine Fotos als Blog auf meiner Homepage gezeigt, habe mir von Thomas B. Jones helfen lassen, die Bilder auszuwählen. Und ich glaube, so nach der vierten oder fünften Reportage kam dann einfach von denen, die ich gerade fotografiert habe. Und als ich dann in den Pausen mal erzählt habe, wen ich schon alles fotografiert habe und wen ich gerade noch fotografieren werde, kam mir die Entscheidung, da musst du aber schon eine Ausstellung davon machen oder ein Buch. Und sage ich, doch, auf jeden Fall, das lohnt sich schon. Und Ausstellung konnte ich mir und kann ich mir bis heute irgendwie nicht so gut vorstellen. Ich konnte die ganzen Bilderrahmen selbst zu finanzieren, die großen Ausdrucke zu finanzieren. Ich glaube, einen Raum hätte ich schon bekommen. Aber das konnte ich mir einfach finanziell irgendwie nicht vorstellen. Und mit dem Buch habe ich mich schon schnell angefreundet. Ich habe hier ein großes Bücherregal. Hauptberuflich bin ich Architekt, Das heißt, mit Gestaltung habe ich schon immer was zu tun und so ein bisschen Grafik, Layout zu gestalten, auch bei Bewerbungsunterlagen für Aufträge oder für eigene neue Jobs. Das habe ich schon immer gern gemacht und hatte schon Spaß dran. Und dann habe ich gesagt, naja, dann überlege ich das mal. Und dann kam eben das Angebot von euch, den Workshop mitzumachen. Und dann dachte ich, mache ich da mal mit. Aber... Dann musste ich mir erst mal am Rücken operieren lassen und da hat es einen, zweiten Anlauf gebraucht, aber ich konnte den Workshop noch ein zweites Mal anbieten und dann eben mit dem aktuellen Thema, dann auch teilgenommen und das Stück für Stück erarbeitet, genau.
Kai Behrmann
00:20:35
Ja, Stück für Stück erarbeitet. So ein Buch zu erstellen ist ja ein langer Prozess. Dann musstest du zwischendurch nochmal eine Zwangspause einlegen aufgrund der OP. Der Workshop selber war dann gestartet Ende 2024 und dann eben noch mit dem Präsenzteil im vergangenen Jahr im Frühjahr. Also da ist schon viel Zeit dann auch vergangen. Mit welchem Stand bist du in den Workshop reingegangen? Weil es waren ja Teilnehmer auch mit ganz unterschiedlichen, sagen wir, schon Vorarbeiten dort. Einige standen noch ganz am Anfang, waren noch in der Konzeptphase. Einige hatten schon ein paar Bilder gemacht, hatten schon fotografiert. Wie hat das bei dir ausgesehen?
Jürgen Klieber
00:21:25
Ich hatte schon mehrere Reportagen gemacht zum einen und kannte natürlich vom ersten Workshop, den ich mit verfolgen konnte, einige Teilnehmer und vor allem den Florian Renz, mit dem ich mich schon ausgetauscht habe. Und die hat mir ja auch während der Zeit, wo ich dann nicht live beim ersten Kurs teilnehmen konnte, habt ihr mir ein Video aufgezeichnet, ich konnte mitgucken. Und er hatte eben dann schon erzählt von seinem Buchmachen und dass es eben schon auch die Möglichkeit gibt, den Sebastian Herr Schröder auch nochmal privat zu buchen und die Bilder dann, nicht nur die Zeit, die man im Workshop hat, die natürlich begrenzt ist für jeden Teilnehmer, sondern darüber hinaus auch die anderen Reportagen, die ich gemacht habe, mit ihm anzuschauen. Wir haben die Bilder ja ausgedruckt, so 10x15. Dann mitgenommen, auf den Tisch ausgelegt und dann mit zwei DIN-A4-Seiten jeweils eine Doppelseite in dem Buch simuliert, die Fotos aufgelegt und die Reihenfolge sich überlegt und welche Fotos passen dann auf eine Doppelseite oder es ist auch mal eines Großes. Also das wusste ich alles und ich habe dann Sebastian während der Konzepterarbeitung schon auch privat noch mit gebucht und mit ihm das noch ausführlicher besprochen, habe ihm gezeigt, was ich mache und ja, so ist das Konzept mit ihm dann entstanden.
Kai Behrmann
00:22:55
In der Zusammenarbeit, im Austausch dann auch nochmal punktuell an Dinge rangegangen. Was waren das so für Punkte, die für dich am zentralsten waren in diesem ganzen Prozess? Also ich habe dich ja da auch erlebt, du bist da sehr methodisch vorgegangen, hast dir sehr genau überlegt anhand von Werkzeugen wie zum Beispiel der Laswell-Formel, also einer Formel, mit der man dem ganz gut auf die Spur kommen kann, was man selber eigentlich mit dem Projekt beabsichtigt und an wen man dieses Projekt auch richtet. Also es sind einige Fragen, die man dann durchgehen kann, um für sich eine größere Klarheit zu erlangen. Das hast du gemacht, hast dich da hingesetzt und dir das genau überlegt. Nimm uns mal so ein bisschen mit in diese Fragen, die du da selber gestellt hast, um dieses Buch erfolgreich zu drucken.
Jürgen Klieber
00:23:48
Ja, die Fragen habt ihr, glaube ich, auch mitformuliert und es war enorm wichtig, sich die selbst dafür zu beantworten und ich profitiere da heute noch davon, weil ich einfach auf einer DIN A4 Seite das Konzept klar stehen habe. Und wenn ich jetzt wieder neu irgendwo hingehe, eine neue Reportage machen will oder das Buch nochmal, gerade in der Stadtbibliothek, anfrage, ob die nicht Interesse haben, das anzukaufen, kann ich das sehr gut kommunizieren. Die, Eine der Fragen ist einfach, was ist deine Geschichte? Über welches Thema wird gesprochen? Aber auch, welchen Zweck soll das Buch erfüllen? Und ist es überhaupt notwendig, dass es dieses Buch gibt? Und warum soll sich der Betrachter die Zeit nehmen, dieses Buch anzuschauen? Was kann er dabei lernen? Was hat er emotional davon? Und sich auch zu überlegen, wie man die Geschichte erzählt. Und das ist, glaube ich, schon ganz wichtig. Dann kann man auch die Rückseite auf dem Buch ganz schnell formulieren und wenn jemand das in die Hand nimmt zu sagen, was erwartet ihn in dem Buch, warum soll das jetzt aufschlagen und durchblättern, wenn man eben weiß, was will man vermitteln.
Kai Behrmann
00:25:06
Ja, ein ganz wichtiger Schritt. Ich glaube, wenn man diesen Schritt nicht macht, dann wird der ganze Prozess mühsamer und fehlt die Klarheit. Sich diese Fragen zu überlegen, ist vielleicht dann im ersten Moment anstrengend und man muss da auch ein bisschen forschen, ein bisschen graben, um zu den Antworten zu kommen. Aber wenn man das einmal glattgezogen hat, dann ergeben sich im weiteren Schritt auch viele Dinge von selber. Es ist immer die Frage bei so einem Buchprojekt, wenn ich das für mich selber mache, dann muss ich mich nur oder muss ich nur mich selber damit überzeugen oder davon. Aber wenn ich mit der Absicht etwas publiziere, dass ich anderen etwas vermitteln möchte, dann reicht eben die Begeisterung für das eigene Projekt nicht aus. Dann ist es eben wichtig, mir genau diese Fragen zu stellen. Was soll der Betrachter dieses Buches mitnehmen und was möchte ich damit transportieren?
Jürgen Klieber
00:26:00
Ja, eins war eben die Zielgruppe auch auszumachen. Bei mir war es jetzt dann schon so, dass es für die Vereinsmitglieder selbst ist, damit man einfach sich so ein bisschen selber anstecken kann über die Begeisterung. Aber ich habe dann auch gemerkt, dass sie alle um Fördermittel kämpfen müssen und dann eben auch was in der Hand haben, wo sie denen die Fördergelder verteilen, die Relevanz zeigen, dass ihre Institution, ihre Kultursparte wichtig ist und die und ihre Verein, aber auch, dass immer wieder natürlich Zuschauer generiert werden müssen und da aufzuzeigen, was da für eine Arbeit dahinter steckt, bis wir die vielleicht 90 Minuten, Theaterstück oder Tanzstück sehen können, damit die das besser wertschätzen. Ja, ja.
Kai Behrmann
00:26:53
Was waren denn die Erkenntnisse, die du aus dem Workshop gezogen hast? Mit welchen Erkenntnissen und auch dann vielleicht auf der anderen Seite, mit welchen Fragen bist du erstmal wieder nach Hause gefahren?
Jürgen Klieber
00:27:07
Ich glaube, am Anfang für das Konzept und die Geschichte zu schärfen, war schon so in der Zusammenarbeit mit dem Sebastian, sich die Fragen zu überlegen. Das ist einfach, also er hatte ja relativ schnell einen Titel, den ich dann tatsächlich auch bis heute benutze, für den Applaus der anderen. Das war mir gar noch nicht so bewusst bei den Reportagen, dass es wirklich eigentlich alles Leute sind, die für andere Künstler was machen. Eine Radiosendung, damit lokale Musiker mal gehört werden können, jemand eine Bühne aufbauen, damit jemand auftreten kann, was komponieren oder choreografieren, damit andere Künstler auf der Bühne stehen können. Das hat er recht schnell rausgearbeitet. Und der nächste Schritt war ich dann, dass die Personen das Wichtiges sind. Und ja, da musste ich dann... Einfach nochmal durch und er sagte, du musst die porträtieren und zwar nicht mit den Reportagebildern, sondern eben ein Porträt machen in einem ruhigen Moment und gut wäre auch nochmal sie zu interviewen. Warum machen sie das? Was treibt sie an? Sind sie schon mal gescheitert? Was machen sie weiter? Fehlt ihnen die Familie dann zu Hause, wenn sie so viel Zeit unterwegs sind? Wie geht die Familie und die Freunde damit um? All die Dinge. Und da musste ich einfach dann nochmal hin. Ich dachte, ich habe jetzt doch schon alle Bilder gemacht und wir wollen doch nur die Geschichte zusammenstellen. Aber ja, ich habe es verstanden, dass das nötig ist und bin auch bis heute dankbar dafür, dass er mich dann nochmal angestupst hat, da nochmal rauszugehen und wir haben dann sogar, ja, es gibt so ein, jetzt fällt mir der Autor nicht an, ein Schweizer, der, für Radiomoderatoren ein Lehrbuch geschrieben hat, wie man gute Geschichten, bekommt, welche Fragen man stellen muss, es gibt dann sechs verschiedene Fragentypen, und die haben wir für mein Projekt, für meine Geschichte dann auch ausgearbeitet. Welche Fragen soll ich denn stellen? Und habe dann auch bei allen Protagonisten, die gleichen Fragen eben gestellt. Das war, glaube ich, so für den Anfang so das Wichtige, was ich gelernt habe, ja.
Kai Behrmann
00:29:29
Ja, das ist im ersten Moment dann vielleicht nochmal so ein, oder fühlt sich wie ein kleiner Rückschritt an, wenn man selbst denkt, vielleicht schon einen Schritt weiter zu sein auf dem Weg zum tatsächlichen Buch. Und wenn dann aber nochmal so ein Gedanke mit reinkommt, der erstmal den Arbeitsaufwand noch etwas erhöht, aber am Ende, wo man dann froh ist, dass man diesen Schritt nochmal gegangen ist, diese Schleife.
Jürgen Klieber
00:30:00
Ja, da gab es ganz viele Etappen auf dem Weg zum Buch oder den zwei Büchern. Eins von Eric Schlegsbier, ein Webinar, der mal gesagt hat, was muss denn bei einem Buch alles beachtet werden, rechtlich oder welche Pflichten hat man. Allein, dass man, wenn man mehr als 25 Stück druckt und die verteilt, dann zwei auf der Deutschen Nationalbibliothek übergeben muss oder auch darf. Ich hatte dann schon den Anspruch, die 25 Auflagen auch zu schaffen. Oder dass halt ein Impressum auch das eine oder andere haben muss, einfach was da drin steht. Ja, sich ein Layout-Programm wie Affinity anzueignen, wo man das machen kann. Grundlinien-Raster-Satz-Spiegel und sich sowas anzueignen. Mit dem Text zu schreiben, ohne geht es einfach nicht. Man braucht irgendwie einen Einleitungstext. Da habe ich mir, glaube ich, am schwersten getan, die zu formulieren. Ja, Interviews dann zu transkriptieren, zu sehen, was ist denn eigentlich, wenn jemand, wie heißt es mal, geschriebenes Deutsch, nein, wie heißt es? Druckreiches. Druckreich spricht, da weiß ich, dass es, wer das alles nicht macht oder das fällt einem im Gespräch gar nicht so auf, aber wenn man den Text dann liest, dann merkt man schon, was man rausstreichen kann oder muss, das zusammenzufassen. Ja.
Kai Behrmann
00:31:35
Ja, es gibt sehr, sehr viele Dinge, die man beachten muss auf dem Weg, viele Etappen, die es da zu meistern gilt. Also die Fotos an sich, die Basis, aber das alleine reicht dann noch nicht aus. Also von der Kuration der Bilder über dann Gedanken, über das Layout, wie arrangiert man die Bilder, wie setzt man sie miteinander in Beziehung. Dann kommen Programme dazu, mit denen das dann digital gemacht wird. Du hast Affinity dafür benutzt, sich da reinzufuchsen. Das hast du selber gemacht, diesen Teil der Arbeit, oder hast du dir da auch nochmal Hilfe von außen geholt?
Jürgen Klieber
00:32:17
Mit dem Affinity habe ich schon selbst gemacht. Ich habe mir dann über Tutorials, Videos, so das Nötigste angeeignet. Und mal Buch gelesen über Buch machen mit den Satzspiegeln und so weiter, wie man das konstruiert und Grundlinienraster und so weiter. Das habe ich schon gemacht. Was ich im Nachhinein besser machen würde, oder ich habe einen Cousin, der macht Ausstellungen, Ausstellungsarchitektur und schreibt auch die Texte für die Ausstellungsplakate und so weiter. Der sagt, den habe ich dann einfach am Ende nochmal geschickt und helfe nochmal bitte bei der Druckdatei erstellen. Aber er hat dann einfach einen Blick auf den Text geworfen und dann hast du, viel zu kurze Wörter und viel zu viele Trennstriche drin. Die Spalten sind zu schmal und so weiter. Der Lesefluss wird da unterbrochen. Das war mir nicht bewusst und habe ich dann nochmal geändert. Und ja, macht bitte nicht den Fehler, dass ihr manuelle Silmentrennungen reinsetzt. Ich habe das am Anfang mal gemacht, da ich dachte, das Programm kann das mit der deutschen Rechtschreibung nicht so gut fahren. Ein paar wenige Wörter, da habe ich mich verleiten lassen, das manuell zu machen. Aber da habe ich echt viele Tippfehler verursacht, wenn man dann nochmal ein paar Wörter, Jetzt haben ja alle Protagonisten ihr Interview und den Text zum Korrekturlesen bekommen und Freigeben bekommen. Und da wurden natürlich schon nochmal ein paar Sätze geändert oder Wörter. Und dann, wenn sich was verschiebt, dann wird man irgendwann blind und sieht die Trennstriche dann mit einem Wort nicht. Ja, definitiv. Unheimlich hilfreich, wenn man dann noch jemand Externes auf jeden Fall mal das durchlesen lässt.
Kai Behrmann
00:34:05
Ja, kann ich gut verstehen. Irgendwann wird man da betriebsblind für das eigene Werk und dann schleichen sich solche kleinen Fehler dann ein, gerade in so einer Phase, wo man dann wirklich auch zum Ende kommen möchte. Das spielt dann auch nochmal mit rein, aber ja, ein großes Glück, wenn man dann jemanden hat, der einen dann trotzdem nochmal darauf aufmerksam macht und man sich dann auch die Mühe macht, diese Schleife auch noch zu machen. Was aber auch ganz entscheidend ist, ist natürlich dann, wenn du die digitale Druckdatei erstmal hast, zu überlegen, wie überführst du das Ganze dann in den Print. Da sind dann Entscheidungen über Papierart, über Format des Buches, über den Einband, solche Dinge nochmal wichtig. Erklär mal ein bisschen diesen Prozess. Wie bist du da vorgegangen? Was waren für dich für Kriterien wichtig, auf dem Weg diese Entscheidung zu treffen? Was du an Haptik haben möchtest für das Buch?
Jürgen Klieber
00:35:03
Ganz am Anfang, als ich die ersten Bilder mit Sebastian angeschaut habe, die ersten Strecke gelegt habe, bevor wir das dann später auch im Workshop gemacht haben, Ja, er hat mir einige Bücher in die Hand gedrückt und zu schauen, wie groß ist denn ein DIN A4 Buch, wie groß ist ein DIN A5 Buch und so weiter. Und da, bevor ich das angefangen habe, habe ich festgelegt, wie groß ist das Buch. Also es ist ein Hochformat, es ist 25 hoch, 19 breit und habe dann auch geschaut, welche Druckereien gibt es, die dieses Nicht-DIN-Format auch drucken können ohne mehr Preise. Und da habe ich eben zwei, drei Druckereien gesehen, wo man das einstellen kann, die Größe und wo das funktioniert. Also das ist der erste Schritt, glaube ich, das Format und die Größe vom Buch auch festzulegen. Und über den Florian Renz, der ja den Workshop vorher schon gemacht hat, habe ich dann, schon auch mitbekommen, dass er bei der Offset-Druckerei Gramlich, die dem Buch Bonn auch Digitaldruck anbieten, dass er angetan war, war dort auch, um sich die Druckabnahme persönlich da durchzuführen und es anzuschauen. Und die bieten eben auch ein Papiermusterbuch an, was man sich schicken lassen kann. Das habe ich auch gemacht, um mir Papiere anzuschauen. Einmal die Oberfläche, und dann auch die Grammzahlen, einfach die Dicke. Ich habe dann erst mal in der Druckerei noch mal genauer gelernt, welche Art von Papier, gestrichen, ungestrichen, Digitaldruck oder nicht man da nehmen soll. Aber ich hatte schon das Richtige ausgesucht und hatte hier dann auch in der Zeit, wo ich daran gearbeitet habe, mir einige Bücher gekauft oder auch schon eins gehabt, wo ich gesagt habe, das Papier ist klasse, das würde ich auch gerne haben. Und die meisten schreiben ja tatsächlich auch dann im Impressum rein, welches Papier sie verwendet haben oder bei welcher Druckerei sie gedruckt haben. Genau, also das Format war wichtig, dann einfach, dass die Druckerei da ist und da muss man einfach auch gucken, welche, also die drucken nicht nur bei Buchwon oder in der Offset-Druckerei Grammlich, sondern die können eben auch binden. Und die haben online eine tolle Seite, wo man ganz viele Bindearten aussuchen kann, verschiedene Papiere, Soft- und Hardcover und so weiter und die können da sofort den Preis einen ausrechnen mit der bestimmten Auflage. Das hilft schon, um sich da einen Überblick zu verschaffen. Eigentlich wollte ich für jede Reportage ein kleines Heftchen machen. Gleiches Layout in einem Schuber drin, wo man irgendwie so eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs hat. Aber so im Laufe der Zeit haben wir es dann nochmal umgeworfen und gesagt, okay, das ist so ein dünnes Heft und es kann eigentlich, damit es eine Wertigkeit ausdrückt, muss es eigentlich ein Hardcover sein und ein, richtiges Buch, eine Schwere haben, damit man die Leistung dieser Ehrenamtlichen auch physisch, wertet. Und dann habe ich aber gemerkt, okay, 400 Seiten geht nicht mit einem Buch und dann sind es eben zwei Bücher geworden mit jeweils drei Reportagen, ja, aber das ist gut so mit 200 Seiten und eben Hardcover ja.
Kai Behrmann
00:38:37
Das war schon die Zusammenarbeit mit der Druckerei also mit Buch One haben wir ja auch schon gearbeitet, ich habe von vielen gehört, die da auch schon Erfahrung mit gesammelt haben aus dem Buchworkshop, die dort haben drucken lassen. Wie hast du diesen Prozess erlebt? War das ja alles, du hast ja auch einmal Papiermuster kommen lassen. Würdest du ja jemandem diese Druckerei empfehlen, der sich da jetzt auch mit beschäftigt mit der Frage oder gerade auf der Suche ist nach einer passenden Druckerei, was für Vorteile hat es dort, sein Buch drucken zu lassen? aus deiner Sicht?
Jürgen Klieber
00:39:19
Ja, ich kann es online-geschränkt empfehlen. Also zum einen der Online-Konfigurator, wo man das zusammenstellen kann, die große Auswahl an Papieren und Bindearten. Klare Angaben auch, wie die Druckdatei auszusehen hat, wie man was einbettet und so weiter und welche PDF-Art, das wird alles sehr gut angegeben, auch den Buchdeckel rücken, wie man den Layouten muss, man zumindest eine eigene Layout-Datei nochmal lieber erstellen muss. Das wird alles angegeben und wenn man dann die Druckdatei hinsendet, digital bzw. Hochlädt, dann kriegt man einen Anruf tatsächlich und eine Beratung und dann wird durchgegangen, was man noch ändern muss bei der Druckdatei und da ich jetzt natürlich professionelle Hilfe hatte, war die Druckdatei tatsächlich perfekt und ich dachte mir, wie, jetzt keine Beanstandung kann ich sein, aber gut, was eher so war, ich hatte im Vorfeld, bevor ich dann das zu Ende gemacht habe, habe ich mal ein paar Seiten hingeschickt und habe eben gefragt, funktioniert das alles, was ich mir da aussuche? Ist das das richtige Papier für die richtige Bilder und Kapitalband, ja oder nein, wie macht man das und so weiter? Und da hatte ich im Vorfeld schon eben ja oft Bestätigung bekommen, das passt alles und in der Größe auch und ja. Dass man eben beim Buchrücken schaut, dass das Bild irgendwie nicht drüber geht oder wenn es einen Knick hat, dass man den auch bewusst setzt, aber dass eben vielleicht da kein Auge von dem Gesicht ist oder so, die Dinge zu machen. Und dann haben die die Druckdatei bekommen und da war alles perfekt. Und dann haben die gesagt, okay, wir drucken das dann. Und was man dort mitmachen kann, ist die sogenannte Druckabnahme buchen. Man zahlt ein paar Cent pro Buch dazu, darf dann dorthin kommen und sie drucken einem die Buchseiten ungeschnitten einmal aus und man kann sich die Farben anschauen, wie sie rüberkommen, auch in der Originalgröße, die Haptik mal anschauen und gibt es dann tatsächlich vor Ort auch frei, die man unterschreibt. So, ja, jetzt werden dann alle gedruckt. Völlig überraschend ist dann, dass dann plötzlich Bilder nebeneinander sind, die gar nicht im Buch zusammengehören, weil das natürlich, wenn man es, nicht mit einer Klebebindung macht, sondern mit einer Fadenheftung, was übrigens bei denen auch kaum mehr kostet, im Gegensatz zu anderen Druckereien auch ein Vorteil. Das ist erstmal ganz ungewohnt, aber das habe ich mir natürlich gegönnt, weil ich auch von andere gehört habe, dass es schon ein Erlebnis ist, das zu machen und es ist mein erstes oder waren jetzt meine ersten beiden Bücher. Und dann hatte ich auch die Möglichkeit, eben in der Stunde, wo ich da war, die einzelnen Stationen in der Druckerei und in der Buchbinderei mir anzuschauen. Nicht an meinem Buch, das wird nicht sofort durch alle Etagen, aber überall war jemand da, wo es gefaltet wird, wo der Buchdeckel gemacht wird, wie die zusammengeklebt werden, das eingeschweißt wird. Übrigens, Buch einschweißen lassen, ganz unwichtig. Sie haben dort in der Halle so eine Nebelmaschine. Also als erstes eine kontrollierte Luftfeuchtigkeit, damit das Buch, die Seiten sich nicht wellen und wenn das natürlich dann rausgeht in die Kälte, in irgendeinem, Paketdienst oder irgendwo lagert, da ist ganz gut, wenn das einzeln eingeschweißt ist und dann behält sich so das Klima dann bis zu dem, der es dann am Ende bekommt. Ja, und dann wird man wieder nach Hause geschickt und dann machen die das halt innerhalb von ein paar Tagen und dann kriegt man es per, meist mit einem normalen Paketdienst mit mehreren Paketen dann zugeschickt. Ja, das ist auch sehr gut verpackt. Alles. Kam perfekt an. Was ich noch sagen wollte, ich war natürlich so kurz am Ende der Weihnachtsferien, ich wollte die Druckdatei fertig haben und rausschicken und war ja dann überrascht, dass die perfekt war oder keinen Fehler hatte. Aber ich hatte dann am Wochenende das Gefühl, irgendwas stimmt nicht. Ich muss mal die Druckdatei nochmal durchlesen und habe natürlich in einem Buch vier und in anderen drei Tippfehler gefunden. Vor allem einmal habe ich die weibliche Form statt der männlichen genommen, einfach weiterguckt. Hier, Theaterleiter, Theaterleiterin und das konnte ich nicht lassen. Und die haben natürlich die Druckdatei schon vorbereitet. Da habe ich gedacht, nee, wir müssen das bitte nochmal ändern. Und ja, die haben das dann gegen den Aufpreis. Nochmal, wie heißt es, ausgeschossen glaube ich, heißt das Buch, nennen die das wenn die das auf die Druckbögen, dann verteilen so, dass man es gut drucken kann, die Seiten ja, das passiert dann, wenn man am Ende die Geduld verliert fertig werden will, aber da kam das Gefühl dann doch nochmal, nee, irgendwas stimmt nicht und war gut, so bis jetzt habe ich keine Tippfehler mehr gefunden und auch kein anderer bisher ja.
Kai Behrmann
00:44:34
Ja, dann hat sich das gelohnt, da auch dann nochmal auf letzten Drücker reinzuschauen. Manchmal ist es ja so ein Gefühl, was wie in dem Fall bei dir so genagt hat und dann so der, ja, einen nochmal aufmerksam macht. Aber in dem Fall ist es ja gut gegangen, spricht ja auch für die Druckerei, dass dann wirklich auf letzten Drücker das dann noch möglich ist, auch solche kleinen Fehler auszumerzen. Das ist ja dann auch ein weiteres Argument, was dafür spricht, bei Buchmann drücken zu lassen.
Jürgen Klieber
00:45:05
Ja, der Fertigstellungstermin wurde dann natürlich schon um ein paar Arbeitstage verschoben, war bei mir aber auch ganz recht, weil ich so kurzfristig gar nicht zur Druckabnahme hätte kommen können. Fast schon, also...
Kai Behrmann
00:45:18
Sehr gut. Ja, ein tolles Erlebnis, dass du da einmal das vor Ort auch sehen konntest, wie das Buch entsteht. Ich glaube, das ist etwas, wenn man die Möglichkeit hat, da mal hinzufahren, was man auf jeden Fall dann auch mitnehmen sollte. Zumindest beim ersten Mal bei der Premiere.
Jürgen Klieber
00:45:35
Ja, unbedingt, ja.
Kai Behrmann
00:45:38
Ja, dann haben die Druckerpressen dann irgendwann gerattert, dein Buch produziert. Es kam bei dir zu Hause an. Wie war der Moment, als es geklingelt hat und du die Pakete entgegengenommen hast?
Jürgen Klieber
00:45:53
Ich habe es tatsächlich ins Büro schicken lassen ich hatte dann die Assistentinnen vorher schon gefragt ob sie das machen würden aber über die Größe der Kartons was eben gut eingepackt war an die Bücher war ich dann doch überrascht und als ich dann nach vorne kam, hat natürlich mein Chef gesehen die große Stapel gesehen und ich bring die heute Abend weg und. Ja ich habe dann eine Bekannte die ein großes Auto hat gefragt ob wir es dann am Abend abholen können und zu mir nach Hause fahren, Weil erst mal großes Schleppen dann auch nochmal in den Hof reintragen und so weiter, aber dann aufzumachen und die Folie runter, das war schon nochmal ein tolles Erlebnis. Ich konnte mir den Einband ja mal nicht so gut vorstellen, wie das wirkt. Ich hätte lieber was noch Kreativeres, glaube ich, gehabt. Aber ich musste natürlich auch gucken, dass ich einen Preis erziele, dass mir die Protagonisten und die aus dem Verein dann auch möglichst ein paar Bücher abkaufen. Bei Buchborn muss man übrigens mindestens fünf Exemplare drucken lassen, so eine Mindestauflage. Aber ich habe jetzt dann eben so 35, 40 geschafft für jeweils ein Band. Und das war mir... Wichtig, dass ich die schaffe und vom Preis her dann auch hinkomme und habe eben alle erst mal vorher gefragt, wie viel wollt ihr denn haben? Habe ihnen die Druckdatei geschickt, natürlich auch zum Korrekturlesen. Und hatte dann die Bestellung zusammen, habe ein paar mehr für zwei, drei eben noch. Für mich nochmal oder eben auch für die Deutsche Nationalbibliothek zum Verschicken und einfach vier, fünf mehr gedruckt nochmal, wenn jemand nachher nochmal was haben möchte. Und so kam das dann zustande, ja. Weil dann nochmal anzufangen mit ein, zwei Drucken geht gar nicht, ob sie wieder fünf haben, aber die sind dann doch recht teuer im Gegensatz zu einem Preis, wenn man es 30 oder 40 Stück drucken lässt. Ja.
Kai Behrmann
00:47:57
Und das Feedback von denjenigen, denen du das Buch dann überreichen konntest, die es dann auch in den Händen halten konnten, wie war da das Feedback? Was kam da für Reaktionen?
Jürgen Klieber
00:48:11
Also ich glaube, von allen, die ich erstmal dieses eingeschweißte dicke, also so zweieinhalb Zentimeter dicke, schwere Buch überreicht habe, das fühlt sich wertig an. Also das kam so von allen. Und dann einmal schnell durchblättern. Manche haben sich ein bisschen Zeit genommen mit mir. Also ich habe es tatsächlich persönlich jeweils den Protagonisten vorbeigebracht, musste da ordentlich schleppen, manchmal auch zweimal hingehen. Aber so fünf bis zehn Bücher waren schon ganz schön schwer. Habe es ihnen persönlich beigebracht, die tatsächlich, wie wir am Anfang schon gesagt haben, ich wohne in der Altstadt von Nürnberg und die meisten Sachen konnte ich mir tatsächlich zu Fuß hingehen. Saison in meiner Nähe, hab die dann hingebracht und persönlich übergeben, hab mir natürlich das Porto auch gespart, aber wollte es auch schon nochmal eben auch ein Feedback bekommen, genau, ja. Doch, fand's gut, schöne Zusammenstellung und auch im Nachgang dann vielleicht nochmal die ein oder andere positive E-Mail, Die einen sind noch dabei, intern zu verteilen. Aber ich habe es an allen, die bestellt haben, inzwischen weitergegeben. Jetzt war ich so mutig, mal bei der Stadtbibliothek anzufragen, ob sie Interesse haben. Ich habe jetzt eine E-Mail-Adresse und einen Sachbearbeiter, der die Nürnberger Sachen sammelt. Könnte sein, dass die es auch nehmen.
Kai Behrmann
00:49:39
Ja, da drücke ich die Daumen. und auf jeden Fall eine tolle Wertschätzung den Protagonistinnen gegenüber und dann sowas tatsächlich in der Hand zu halten als Buch ist nochmal eine Stufe über dem rein Foto oder Reportage erstellen und die Bilder dann vielleicht auf digitalem Weg oder als Ausdruck denen zu geben, wenn das dann tatsächlich gebunden ist in einem Buch mit Text dazu, dann ist das ein wunderbarer Abschluss von so einem tollen Projekt. Ja. Jürgen, wie geht es dann weiter? Bleibst du an deinem Thema dran oder ist dieses Buch oder diese beiden Bücher, ist das jetzt für dich auch der Abschluss und du sagst, ich orientiere mich jetzt hin zu etwas Neuem?
Jürgen Klieber
00:50:29
Ich bleibe auf jeden Fall auf dem Thema Kultur dran. Ich habe den ein oder anderen Verein, den ich noch begleiten möchte oder gerade schon begleite. Es gibt tatsächlich auch noch Sparten, die mich interessieren. Theater möchte ich auf jeden Fall noch machen. Ich habe noch die Chance, zu einer Medienwerkstatt zu gehen, die kleine Fernsehfilme für lokales Fernsehen produzieren. Da bleibe ich auf jeden Fall dran. Das Buch ist ja auch so ausgelegt. Der erste Band hat einen roten Bühnenvorhang als Titelbild, der zweite einen blauen, also da kann es auch nochmal einen goldenen oder einen grünen geben.
Kai Behrmann
00:51:04
Ja, Farben gibt es ja dann noch genug.
Jürgen Klieber
00:51:05
Gibt es noch genug und schwarzen kann man auch noch nehmen, die Nichtfarbe. Also da kann ich sicherlich noch weitermachen. Ich denke auch, dass ich nochmal ein drittes Buch machen werde. Wo ich mich aber schon dafür interessiere, einmal, bleiben wir kurz beim Buch, wie geht es da weiter? Ich war jetzt in Leipzig auf dem Fotobuch-Festival und das war schon sehr, sehr inspirierend. Viele wirkliche Kunstwerke würde ich es nennen, obwohl sie, glaube ich, gar nicht so sehen wollen. Aber was da an Verlagen da waren, kleinen, die aus Europa, aus Hongkong, aus Paris und so weiter, wie viel Mühe die da in Bindungen reingesteckt haben, verschiedene Papiere auch im Buch kombiniert, das hat mich schon fasziniert, auch Einbände und so weiter, ich glaube, da würde ich schon nochmal das auch weiterentwickeln wollen. Bei den Bildgeschichten habe ich mir auch so Dokumentarfotografie-Festival, war ich letztes Jahr in München, Auch da habe ich selber gesagt zu den Organisatoren, ihr habt da Kunst hängen, das wollten die gar nicht hören, aber irgendwie finde ich. Ich glaube, ich könnte nochmal eine Stufe gerne weiterkommen, also dass man irgendwie mit weniger Bildern auskommt und ja, da ist noch Luft nach oben, glaube ich. Ich habe es noch nicht so ganz verstanden, was das ausmacht, wenn ich da so 15 Bilder hängen sehe von denen Und wenn ich meine reine Dokumentation vielleicht sehe, was jetzt nicht abwerten soll, aber es ist halt einfach eine Dokumentation, und wie die ihre Bilder erzählen, ich glaube, da würde ich noch dahinter kommen und mich weiterentwickeln. Aber was jetzt tatsächlich ansteht, ich brauche eine neue Homepage. Rein technisch hat sich da einiges getan, dass die einfach nicht mehr funktioniert. Und jetzt weiß ich ungefähr, wie ein Buch funktioniert, wie schnell kann ich ein Buch lesen, was bedeutet eine leere Seite, dass ich stehen bleibe, wie von einem Bild auf die andere, was merke ich mir noch beim Blättern. Aber jetzt will ich eigentlich wissen, was macht eine gute Homepage aus, wie kann ich da eine Geschichte zeigen und vor allem kann ich dort keine 50 Bilder, die etwa meine Reportage in den Büchern haben, zeigen, sondern es müssen weniger werden. Also da muss ich irgendwie von runter, aber dann auch, wie zeigt man die Bilder, mischt man die von rechts nach links, von oben nach unten, klickt man irgendwo tiefer rein, um dann den Punkt zu vertiefen, was mache ich mit den Texten, kann ich in der Länge die zeigen oder muss ich es auch kürzen oder schaffen, dass man, wenn jemand Interesse hat, einfach tiefer reingehen kann und doch den ganzen Text lesen. Das ganze Interview und das gleiche gilt für Instagram. Also all die Leute, die ich jetzt im letzten. Monaten, zwei, drei Jahren kennengelernt habe. Der Kontaktaufnahme ist immer, hast du eine Instagram-Seite und dann vernetzt man sich da und da zeige ich immer noch meine alten, in Anführungszeichen, Event-Fotografie-Bilder, aber noch nicht meine Geschichten. Und da muss ich auch dringend ran, wenn ich jetzt neue Leute kennenlernen möchte und weitergehen, dass man halt auch schnell mal gucken kann, was macht der so. Klar, Riesentüröffner sind jetzt die zwei Bücher, die ich in der Hand habe und kann ich dann vorzeigen, wenn ihr mich lasst, dass ich euch fotografisch begleite, kann das am Ende entstehen. Also das ist eine sehr gute Bewerbungsmappe. Aber ich möchte schon auch online das zeigen, was ich gemacht habe mit den richtigen, also für das Medium in der richtigen Art und Weise.
Kai Behrmann
00:55:02
Ja, jedes Medium hat da seine eigenen Spielregeln und muss dementsprechend gestaltet werden. Und jetzt die digitalen Visitenkarten anzugehen, Social Media und eigene Webseite, das ist der nächste Schritt. Aber mit den Büchern hast du jetzt wirklich eine klasse Visitenkarte. Das wird bestimmt ein toller Türöffner sein, sowas vorweisen zu können. Das zeigt einmal, dass du die Qualität liefern kannst und auch eben diese Ernsthaftigkeit, mit der du daran gehst. Denk mal, ja, das wird auf jeden Fall für künftige Reportagen enorm helfen, an dem Thema dran zu bleiben.
Jürgen Klieber
00:55:45
Und dran zu bleiben hilft natürlich auch, wenn man Korrektur lesen lässt, dann wollen die Leute natürlich auch irgendwann das Buch haben. Oder ich hatte dann auch nochmal bei unserem Bezirkstagspräsidenten von Mittelfranken, also sozusagen Regierungspräsidenten von Mittelfranken, angefragt nach einem Vorwort. Und weil es mir tatsächlich auch geschrieben hat, wollte der natürlich auch, ein Exemplar am Ende haben. Und irgendwann muss man das denen natürlich auch geben. Also es hilft dann schon, anzukündigen, es kommt ein Buch, damit man auch dranbleibt und denkt, jetzt muss ich es aber auch fertig machen. Oder mir hat es zumindest geholfen, ja.
Kai Behrmann
00:56:25
Toll. Ganz herzlichen Glückwunsch nochmal für diesen tollen Erfolg, dass du das wirklich zum Ende gebracht hast mit diesen Büchern. Das ist enorm wichtig, so seine Fotografie, seine eigene Fotografie dann auch zu würdigen und präsentieren zu können. Das ist, glaube ich, was immer mehr Fotografen auch anstreben, sowas zu machen. Was würdest du jemandem raten, der das jetzt hier hört und ja, auch vielleicht eine Idee schon hat, aber noch nicht so diesen richtigen Impuls hat, dann tatsächlich den nächsten Schritt hin zu einem Fotobuch zu gehen?
Jürgen Klieber
00:57:02
Ich glaube, das Thema an sich muss passen. Also wenn ihr was habt, wo ihr exklusiven Zugang habt, wenn ihr genau da was habt, was ihr jetzt aufzeigen könnt und auch eine Leidenschaft dafür habt, das zu erforschen fotografisch. Weil es ist schon eine lange Zeit, also ich habe die Zeit, die man für das Buch braucht, nicht so groß eingeschätzt. Ich glaube, das ist sehr wichtig und dann sich wirklich die Fragen, die ich am Anfang mal genannt habe, zu stellen und zu beantworten, um das Konzept, das Thema des Buches klar herauszuarbeiten. Ja, das ist schon wichtig und dann sich wirklich für die einzelnen Bereiche, Helfen lassen, Tutorials angucken. Bücher lesen, wie auch immer. Also das Medium wählen, wo man sich am besten Wissen aneignet. Sei es eben jetzt Texte zu schreiben, das Layouten, wie man ein Buch überhaupt gestaltet, was gehört zu einem Buch dazu. Ja, diese rechtlichen Dinge, Impressum, was muss rein, diese ganzen Dinge. Da hatte ich ganz verschiedene Personen oder Webinare, was auch immer. Also es ist einfach sehr vielfältig, das Buch, glaube ich, was man an Dingen wissen kann, beachten kann. Ja, das würde ich empfehlen. Und dann versprechen, dass es kommt, dann muss man dranbleiben, das hilft.
Kai Behrmann
00:58:46
Sich selbst gegenüber Druck aufbauen. Ja, das stimmt. Ja, es ist, wie glaube ich auch deutlich geworden ist, es sind viele kleine Schritte, die letztendlich notwendig sind auf diesem Weg dahin, aber wenn man das Schritt für Schritt geht, sich dann an den entsprechenden Stellen auch nochmal Hilfe von außen holt, ist das alles machbar. Muss dann den langen Atem beweisen, aber am Ende, wenn dann sowas Tolles dabei rauskommt, dann hat sich das auch mehr als gelohnt. Ja. Sehr gut.
Jürgen Klieber
00:59:23
Ja, danke dir auch und allen, die dabei sind. Danke, Seite gehört übrigens auch zum Buch, habe ich natürlich auch geschrieben. Ja, danke dir und abenteuerliche Portage, Fotografie für die, Die Reportagen generell erstmal zu lernen und dann auch nochmal die Möglichkeit, da draußen ein Buch zu machen. Ja, hat mir sehr viel Freude gemacht, habe sehr viel gelernt und ja, jederzeit wieder.
Kai Behrmann
00:59:51
Ja, sehr, sehr.
Jürgen Klieber
00:59:52
Möchte es nicht missen, die drei Jahre, glaube ich, oder vier, die wir uns jetzt kennen, ja.
Kai Behrmann
00:59:57
Ja, das gebe ich gerne zurück. Das ist ja für uns dann auch schön zu sehen, wie diese Dinge dann auch umgesetzt werden. Also wir haben da vielleicht an der einen oder anderen Stelle einen Impuls gegeben, aber die Arbeit, die größte Arbeit muss jeder selber machen für sich, da durchgehen, sich für ein Thema entscheiden, dieses Thema bearbeiten, dranbleiben. Und ich glaube, ja, da gibt es dann am Ende nichts Schöneres, als wenn man sieht, dass das nicht alles nur bei der Theorie geblieben ist, sondern diese ganzen Dinge dann auch umgesetzt wurden mit diesem tollen Ergebnis. Also von daher auch von unserer Seite macht es unheimlich Spaß, dann mit dir zusammenzuarbeiten und zu sehen, was alles daraus wird. Sehr gut. Vielen Dank, Jürgen. Dann bin ich auf den weiteren Weg gespannt. Sag noch kurz deine Webseite, auch wenn sie gerade im Umbau sich befindet, aber wo kann man ein bisschen mehr über dich sehen oder von deinen Bildern sehen im Internet?
Jürgen Klieber
01:01:05
Man kann sie tatsächlich im Moment noch anschauen und läuft auch weiter mit ein bisschen Jürgen, mit U-E geschrieben, Klieber zusammengeschrieben und Klieber, K-L-I-E-B-E-R .de, jürgenkleber.de Genau. Sind einfach jetzt die Reportagen als Blog noch drauf und ja, werde erst das Neue vorbereiten und dann kurzfristig dann umschalten, sodass man es schon noch sieht und, gibt eben so einen Support auch, dass man halt noch die alte Version einfach aufrechterhalten wird. Das kann man buchen und nutze ich jetzt einfach noch ein paar Monate.
Kai Behrmann
01:01:47
Sehr gut. Dann nochmal ganz herzlichen Dank, Jürgen und alles Gute für die Zukunft.
Jürgen Klieber
01:01:53
Ja, danke dir. Tschüss.
Kai Behrmann
01:01:58
Hallo Manfred, herzlich willkommen im Abenteuer Reportage Fotografie Podcast. Grüße dich.
Manfred Brandstätter
01:02:05
Hallo Kai. Danke für die Einladung.
Kai Behrmann
01:02:07
Manfred, ich freue mich, dass du da bist. Wir wollen heute über dein Buch sprechen. Du hast im Rahmen unseres Buchworkshop ein Projekt entwickelt, vorangetrieben, das jetzt vor kurzem erschienen ist. Du hast es bei dir vorliegen, du hältst es in der Hand. Magst du vielleicht erst mal zu Beginn den Titel nennen und einen kurzen Abriss uns geben, worum es in dem Buch geht?
Manfred Brandstätter
01:02:37
Ja, sehr gerne. Das Buch hat den Titel New Work in der Dienstleistung, ein visueller Streifzug durch die neuen Arbeitswelten moderner Dienstleistungsunternehmen. Und New Work oder modernes Arbeiten ist seit, würde ich mal sagen, zehn Jahren in vieler Munde. Und das Buch handelt davon, dass ich die letzten 20 Jahre meines Schaffens, also ich bin praktizierender Organisationsberater, Schwerpunkt geht es um Zusammenarbeit, in Produktentwicklungsabteilungen, im Automotive, im Pharma, im Softwarebereich, auch in Hochschulen und Universitäten, diese Zusammenarbeit neu zu gestalten. Das ist meine Aufgabe und als Abriss habe ich jetzt sechs Fallbeispiele ausgewählt und diese sechs Stück Fallbeispiele dokumentiert. Und das Besondere an diesem Buch ist, dass über New Work kriegst du tausend Bücher, aber wie Arbeit sich anfühlt und wie Prozesse und Kultur sichtbar wird, das war mir wichtig und das beschreibt dieses Buch oder bebildert dieses Buch.
Kai Behrmann
01:04:06
Ein Thema, was aus deiner beruflichen Praxis heraus entstanden ist, also etwas, mit dem du dich schon Jahre intensiv beschäftigt hast. Wann war dir klar, dass die Fotografie da ein Werkzeug sein kann, um eben genau das sichtbar zu machen, von dem du da gerade gesprochen hast, also das Thema New Work?
Manfred Brandstätter
01:04:29
Wie du ja selbst auch in dem Workshop, zu dem Fotobuche mehrfach ausformuliert hast und auch gemeinsam mit Sebastian, ist es ein Prozess. Und es war auch bei mir ein Entwicklungsprozess, der damit begonnen hat, das Angenehme mit dem Lützigen zu verknüpfen. Ich habe mit dem Fotografieren 1974 begonnen, lange Zeit nichts mehr und seit vier Jahren wieder. Und ich dachte mir, das wäre eine sehr charmante Art und Weise, Meine Erfahrung in Bilder zu bringen und der Versuch, letztendlich war das Buch ein Versuch, die Kulturen sichtbar zu machen, die Unternehmenskultur sichtbar zu machen, Prozesse und Abläufe sichtbar zu machen. Das war die Idee. Und die ist dann dahingehend gereift und manifestierte sich jetzt in diesem Buch, was ich in den Händen halte. Aber das war ein Prozess und ursprünglich als Fotobuch gedacht, eben mehr oder weniger nur die Bilder sprechen zu lassen. Bis jetzt ist es als gedruckte Form ein Bilderbuch mit Texten. Also es ist schon der Anspruch, dass es wissenschaftlich valide ist und eben das Besondere, dass die das in diesen Fallbeispielen, das sind Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich, die das erlebbar sein muss. Das war so der Anspruch.
Kai Behrmann
01:06:02
Und ja, das ist ja auch.
Manfred Brandstätter
01:06:05
Mir gefällt es sehr gut mit das Ergebnis, was ich in den Händen halte und gemeinsam mit Sebastian war der massive Wegbegleiter in diesem Prozess oder an diesem Prozess und bin sehr stolz, was am Ende des Tages rausgekommen ist. Das Feedback ist auch aus meiner Sicht sehr frisch und ich freue mich auch, dass das Buch auch gut ankommt.
Kai Behrmann
01:06:31
Ja, freut uns auch, dass da jetzt etwas daraus entstanden ist, was als gedrucktes Buch vorliegt. Das ist ja immer toll, wenn dann am Ende dieser Weg auch zu Ende gegangen wird. Du hast gesagt, es war ein Prozess und lass uns da mal da reingehen. An welcher Stelle standst du bei deinem Projekt, als du in den Workshop gegangen bist mit uns?
Manfred Brandstätter
01:06:59
Das war die Idee. Die Reise begann damit, dass diese Idee in eine Kommunikation mündete, wo ich eben meine Kunden und ehemalige Kunden von mir angesprochen habe und sie mit dieser Idee konfrontiert habe und überhaupt die Bereitschaft eingeholt habe, das zu tun. Es ist nicht so selbstverständlich, dass Menschen, speziell in den Bereichen, wo ich tätig bin, in Forschung und Entwicklung, der Produktentwicklung, man sich hineingucken lässt, geschweige denn, das auch zu beschreiben und auch zu fotografieren. Das war für mich auch ein guter Vertrauensbeweis, den ich da bekommen habe. Und alle, die ich angeschrieben habe, waren dabei. Also es freut mich auch. Und es war ja auch ein Anspruch, nach 10 bis 20 Jahren zurückzuschauen, ob sich das, was wir gemeinsam gestaltet haben, sich auch so weiterentwickelt hat. Oder ob die Leute und auch die Organisation wieder in das alte Verhaltensmuster zurückgefallen ist. Das war auch ein Stück weit ein Bestandteil der Arbeit, nämlich Thesen zu verifizieren bzw. zu falsifizieren. Und der Prozess, wo ich dann begonnen habe, mich damit zu beschäftigen, ich habe zwei Bücher gekauft zum Thema Reportagefotografie, um mich in dem Thema Schlau zu machen, mich einzulesen. Und eins der Bücher hat mich zu Thomas und dir geführt und da habe ich mich eben auch hier in dieser Community angemeldet und mich dann auch, glaube ich, kurz später zu dem Workshop, zu dem Fotobuch-Workshop angemeldet. Also da war doch die Idee, auch die Bereitschaft war hier schon da zu diesem Zeitpunkt und ich hatte schon bei einem ein Fotoshooting fertig gemacht. Also ich bin sozusagen schon mit der ersten Reportage, mit der ersten Geschichte ins Rennen gegangen und dann auch beim Workshop in Köln, Ja, hat mich dann auch Sebastian relativ klar Zur Seite genommen gesagt, es sind coole Fotos, schön, aber so wie du es vorgestellt hast, glaube ich, wird es nicht funktionieren. Diese relativ knallharte, sehr erfrischende Art und Weise war für mich wichtig und am Ende des Tages, was rausgekommen ist, da bin ich auch stolz drauf. Aber das war schon eine, das war keine 180 Grad Wendung, aber es war schon eine massive Kurskorrektur in meinem Projekt und in meinem Schreib- bzw. Auch Fotografierprozess.
Kai Behrmann
01:10:03
Eine gravierende Kurskorrektur, die du da angesprochen hast und ja, Sebastian hat da ja eine sehr direkte Art, wie er das kommunizieren kann, aber bei ihm weiß man ja, da steckt auch eine Menge Wissen dahinter, also es ist sehr, sehr konstruktiv, wenn er so etwas sagt und im ersten Moment ist das vielleicht etwas, was man nicht unbedingt hören möchte, wenn man schon so in seinem Prozess drinsteckt, dann nochmal so eine Korrektur vorzunehmen. Das fällt vielen ja nicht besonders leicht. Wie ging es dir damit? Hast du auch erst mal schlucken müssen oder war das gleich das Gefühl bei dir vorhanden, ja Mensch, da hat er recht und es ist gut, wenn ich da nochmal um die Ecke denke?
Manfred Brandstätter
01:10:48
Also ich habe in keiner Weise ein frustrierendes Gefühl nach Hause getragen. Vielleicht muss ich ergänzen, was schon schön auch zu spüren war, war die Gruppendynamik. Wir waren ja nicht alleine, sondern es war ja eine Gruppe von begeisterten Fotobuchautoren, die ja auch ihre Ideen beigebracht haben. Also es war einerseits natürlich eure Expertise und speziell die von Sebastians und eben Akkuration von Fotobüchern, aber es waren auch die Erkenntnisse und Erlebnisse der Kollegen und Kolleginnen, war für mich genauso Bestandteil des Prozesses und da habe ich mich auch sehr wohl gefühlt. Aber also Antwort, klare Antwort, nein, frustrierend war es nicht. Ganz im Gegenteil, ich denke, ich habe ja gefühlt einige Fragezeichen mit mir herumgetragen und eins davon war, wie man eben sechs Stück an Fallbeispielen und die Besonnenheit ist, dieses Buch ist in schwarz-weiß. Und neue Arbeitsweise sieht ja im ersten Anflug relativ gleich aus. Da sind Leute, die an irgendwelchen PIN-Wenden Post-its draufkleben, wo Meetings stattfinden. Die Frage, wo machst du den Unterschied? Und das war für mich, also diese Antwort habe ich dann schon bekommen, indem es eben nicht ausschließlich Geschichten, die aus den Fotos abzulesen sind, waren, sondern immer ergänzend mit einem kleinen Beipackzettel, also pro Foto ein Einzeiler oder vielleicht ein paar Worte dazu, Wo die Bilder in eine Geschichte gekleidet waren. Und das, glaube ich, ist auch das Besondere, dass jedes dieser Fallbeispiele, die Geschichte, die Historie, nicht nur des Unternehmens, sondern hauptsächlich dieses Veränderungsprozesses gestaltet hat. Aber es gibt auch eine Geschichte in der Geschichte. Und das war für mich so letztendlich die Lösung, dass jedes Fallbeispiel eine eigene Geschichte erzählt und andererseits in den Bildern, die eine Subgeschichte, sozusagen ein Teil der Geschichte, sichtbar ist. Und das Denkmal ist eine Gemengelage von einer guten Kuration, also danke nochmal Sebastian an dieser Stelle und auch Auswahl der Bilder, der Gestaltung der Bilder. Und eben auch in der Unterstützung der Textierung, also mehr oder weniger der Bildtexte. Das war's. Das, was ich in den Händen halte, eben auch der Anspruch, dass es nicht nur ein Bilderbuch ist, das meine ich jetzt nicht abwertend, sondern ganz im Gegenteil. Ich wollte ursprünglich ein reines Fotobuch machen und das ist eben so eine Hybrid. Es sind 30 Seiten Text und 150 Seiten Bildseiten. In dieser Kombination.
Kai Behrmann
01:13:49
Mit welchen Gedanken bist du aus dem Workshop rausgegangen, beziehungsweise als der Workshop beendet war, was waren für dich die nächsten Schritte, wo du gesagt hast, da muss ich jetzt ansetzen, um das Projekt auf die richtige Spur zu bringen?
Manfred Brandstätter
01:14:06
Ja, Ich kann mich noch erinnern, eins der Ideen war, da ist noch viel zu tun. Vielen Dank. Ein Stück weit liegt da noch Arbeit vor mir und es war ja so ein fügendes Schicksal, intuitiv richtig, für mich jetzt auch im Nachhinein richtig, hat sich herausgestellt, dass ich jetzt mit einem Shooting hereingegangen bin. Ich glaube, ich habe da noch zwei gemacht, eine zweite, kurz vor dem Workshop. Also bin quasi mit zwei Bildbeispielen, mit zwei Geschichten reingegangen, was ganz gut war. Ich hatte also noch vier Stück an Fotoshootings vor mir, die ich dann entsprechend anpassen konnte. Im ersten Fotoshooting konnte ich noch mal nachbessern. Also so gesehen, ich hatte Hausübungen mitgenommen, das war das erste und das zweite. Und diese, ja, ich glaube, wie ich schon vorher erzählt habe, diese Konkretisierung der Idee, dass es eben ein Bilderbuch ist, visualisiert es eine visualisierte Beschreibung, eine visualisierte Geschichte. Und das war ja letztendlich die Lösung, das war für mich so einerseits ein Aha-Erlebnis und andererseits eine nette To-Do-Liste, die noch vor mir liegt oder die noch vor mir gelegen hatte.
Kai Behrmann
01:15:38
Mhm. Inhalt des Workshops war ja einmal eben auf konkrete Konzepte und Projekte zu schauen, die jeder Teilnehmer mitgebracht hat, aber eben auch euch so ein bisschen den Blick dafür zu öffnen, was das Fotobuchmachen an sich alles beinhaltet. Jetzt am ersten Tag eben, wo auch ein bisschen allgemeiner gesprochen wurde, wie man so ein Projekt angehen kann. Was waren für dich die Haupterkenntnisse, die du daraus gezogen hast?
Manfred Brandstätter
01:16:10
Ja, also wir haben ja, der Workshop war ja kombiniert aus Online und die zwei Tage, wo wir dann live unsere Bilder gestaltet haben und im Vorspann war es allgemein, also war für mich wichtig. Andere Dinge haben mich vielleicht weniger interessiert, weil ich schon wusste, dass ich das Buch nicht selber drucken werde, sondern dass ich einen Verlag suchen werde. Und mir das, was für die anderen Kollegen wichtig war, also wie man hier das Buchdesign gestaltet, wie mehr oder weniger die Bilder nicht nur kurrediert in der Auswahl, sondern auch in der Gegenüberstellung hoch, Querformat und so weiter, Da hatte Sebastian aus meiner Sicht eine super theoretische Grundlage geliefert. Da habe ich einige Dinge, die waren für mich wichtig zu wissen, aber auch in dem Bewusstsein, dass ich das einem Verlag überantworte. Und ich habe, glaube ich, 24 Verlage angeschrieben. Und Also das wäre mehr oder weniger der Vorspann als Online-Workshop gedacht, war für mich wichtig, hat mich herangeführt, weil so intensiv habe ich mich nicht beschäftigt, war vielleicht einer der wenigen, der sich ganz wenig damit beschäftigt hat, eben aufs Konzentrieren, aufs Schreiben eben konzentriert und weniger auf die Gesamtkonzeption, das hat mir schon ein Stück weit geholfen und der Workshop selber war neben der Erkenntnis, die mir der Großteil Sebastian gebracht hat, von dem reinen Fotobuch Abstand zu nehmen, sondern mehr oder weniger aus diesen Bildern Geschichten zu formen, das war für mich so die Haupterkenntnis. Und ich habe dann mich dann noch zweimal eingeladen, mehr oder weniger vertiefend die weiteren Beispiele, also ich habe dann die sechs Stücke an Fallbeispielen, mit ihm dann auch zusammengefasst. In zwei Privatsessions noch umgesetzt, was ganz wichtig war. Und dann eben auch zu sehen, ich war ja bei der Abschlussveranstaltung leider nicht dabei, aber habe zum Beispiel das Buch von Jürgen Henten, also die zwei Bücher von Jürgen Henten gehalten, wo es um diese Freiwilligendienste ging. Also da war ich echt, jetzt auch an dieser Stelle, muss ich sagen, Hut ab, Gratulation, also tolles Ergebnis, was ich da gesehen habe. bin, ja, also in Summe nicht nur, dass ich das als Gesamterlebnis mitgenommen habe, sondern auch viele Erkenntnisse, die sich dann auch in dem Buch, in meinem Fotobuch wiedergefunden haben, bin ich sehr froh. Und der Workshop hat einige Meilensteine im Rahmen dieses Prozesses gehabt. Das sage ich jetzt nicht so, um dir den sprichwärtigen Honig und Maul zu schmieren, sondern das ist ernst gemeint, war für mich ein ganz wichtiger Aspekt. Wirklich. Und nochmal vielen Dank an der Stelle, hat mir sehr viel gebracht.
Kai Behrmann
01:19:46
Ja, vielen Dank auch an dich, Manfred, für die Worte und es freut uns als Veranstalter natürlich auch, wenn wir sehen, wie viele Denkprozesse dadurch angerichtet werden durch so einen Workshop. Also gerade beim Buchmachen ist es ja so, das ist ein Thema, was sehr, sehr vielschichtig ist und wo es auch solche Fälle gibt wie bei dir, die nicht selten sind, dass eben auch Teilnehmer dann nochmal komplett umdenken. Je nachdem, mit welchem Stand Sie in diesen Workshop reingehen, Kann das dann auch manchmal schmerzhaft sein. Und wenn man dann rausgeht und denkt, jetzt bin ich aber eigentlich ein paar Schritte zurückgegangen und muss jetzt noch weiter Anlauf nehmen, um dann zum eigentlichen Buch zu kommen. Insofern ist das durchaus etwas, was einen nochmal so durchschütteln kann, aber ich glaube, das spiegelt dann aber auch ganz gut wider, wie das Buchmachen an sich ist. Das ist kein gerader Weg von der Idee hin zum gedruckten Ergebnis und bei dir kam dann ja nochmal hinzu, dass du den Weg über einen Verlag wählen wolltest. Viele haben es im Eigen- oder im Self-Publishing gemacht. Du bist direkt an etablierte Verlage herangetreten, hast dein Projekt gepitcht. Erzähl mal ein bisschen, wie waren da deine Erfahrungen und warum hast du dich gerade für diesen Weg entschieden?
Manfred Brandstätter
01:21:27
Vielleicht, weil ich es nicht besser musste, aber... Ich habe schon einige Bücher geschrieben, glaube ich sechs Stück an Büchern und an zehn Büchern hatte ich als Co-Autor mitgeschrieben, sowohl in Verlagen wie auch Selbstverlag. Ich habe eins meiner Bücher einem Verlag angeboten vor zehn oder zwölf Jahren. Die meinten, das ist zu früh, da gibt es auch keinen Markt dafür. Ich habe es dann im Selbstverlag, den Book on Demand, war einer der ersten Selbstverlage, mittlerweile sehr etabliert, dann veröffentlicht. Und einige Zeit später kam dann immer ein Verlag auf mich zu und gesagt, könnten Sie es dann doch nicht bei uns machen. Und so ähnlich ist es mir hier ergangen, ich habe 24 Verlage angeschrieben. Jeder hat gesagt, das ist eine tolle Idee, aber leider ist es für uns, es ist Zielgruppe einerseits Ästheten, Fotografen, andererseits aber auch Organisationsberater, Betriebswirte, Entscheidungsträger und mit diesem Spagat können wir nicht umgehen. Also danke Herr Brandstetter. Vielleicht später. Also ich bin dann noch 24. Einige haben mich sogar auch eingeladen, weil sie hinter die Kulissen blicken wollten, haben dann trotzdem abgesagt. Man fühlte mich geehrt. Andererseits wollte ich es aber auch zeitgerecht abschließen und habe dann wieder bei Book on Demand angeklopft und die haben mich unterstützt. Und ich muss sagen, ich war immer skeptisch, weil die Digitaldrucke seinerzeit, also wie ich das erste Mal Gearbeitet habe mit diesem Selbstverlag, war nicht so gut wie wahrscheinlich Offset-Druck. Also Beispiel schwarz ist da dunkelgrau. Aber die Qualität, die hat sich ja jetzt fundamental verändert. Ich bin eigentlich sehr, sehr, sehr froh, dass das eben möglich war. Book on Demand hat eben die Vorteile, wie alle Selbstverlage, Dass der Verlag Unterstützungsleistung anbietet, also quasi mit Einwurf von Münzen, wenn man sie konsumieren möchte. Ich habe mir die Typografie zugekauft und das hat eigentlich ganz gut funktioniert. Alles andere, nachdem ich ja Bücher schreiben kann, glaube ich zumindest, weil ich schon einige geschrieben habe, das habe ich selbst, ich habe noch ein Lektorat, das ich selbst noch beigebracht habe, gehabt, aber grundsätzlich hätte man da noch mehr zukaufen können und ich bin mit dem Produkt eigentlich sehr zufrieden, großes, schönes Buch und gute Qualität, sowohl in Schrift wie auch Bild, also da meine ich jetzt die Qualität, die Danke.
Kai Behrmann
01:24:23
Wie hat der Prozess ausgesehen? Also du hast gesagt, je nachdem, was für Komponenten man noch hinzubuchen möchte, könnte man eigentlich alles abdecken vom Layout über das Lektorat. Ja, also du gibst dann praktisch das Manuskript ab und bei Book on Demand übernimmt dann jemand die komplette Gestaltung.
Manfred Brandstätter
01:24:49
Es gibt einen, also vielleicht vorweg, ich habe mir eine Zeitfrist gesetzt, wenn ich bis dahin keine positive Rückantwort bekomme, ich fasse noch bei dem einen oder anderen nach, das habe ich auch getan, und bin mit denen auch nach wie vor in Kontakt, vielleicht ergibt sich da noch etwas, aber habe dann, nachdem die Zeit abgelaufen war, gesagt, okay, Plan B ist über Selbstverlag, und Plan C wäre wirklich ein Fotobuch selbst zu drucken bei Saal Digital oder wie auch immer, aber Plan B ist es dann geworden. Und nachdem ich ja mit dem BOD-Verlag gute Erfahrungen gemacht habe, ist es auch so, ich habe ein Angebot eingeholt und die haben mir ein sehr gutes Angebot gemacht und auch eine Projektleiterin, also selber Lektorin, hat mich bei der Hand genommen und mich durch den Prozess geführt, der sehr einfach ist. Ich habe gesagt, ich möchte die Typografie zukaufen und habe dort einen Schriftsatz, im Prinzip ein PDF-Dokument, das ich in Word erstellt habe, wo ich die Schrift und die Bilder nach der Kurationsleistung oder der Gestaltungsleistung mit dem Sebastian gemeinsam so ein PDF erstellt habe. Und die haben daraus eine Typografie gemacht, unterschiedliche Schriften mir angeboten und auch das Deckblatt bzw. auch Den Einband gestaltet. Und mit zwei Korrekturschleifen war der Prozess, also von der Beauftragung an den Verlag bis zur Druckreife sind keine zwei Monate vergangen. Also eineinhalb Monate, das ist relativ schnell. Also im Verlagsbusiness bin ich sonst nicht so gewohnt. Das ist jetzt mehr oder weniger ein fertiges Produkt. Text und Bild war fertig, habe es eingereicht und durch Typografie und Korrekturschleifen ist es in eineinhalb Monaten mehr oder weniger druckfertig gewesen. Begonnen glaube ich im Oktober, September, Oktober und am 15. Dezember ist das Buch im Handel erschienen.
Kai Behrmann
01:27:09
Im Handel erschienen, das heißt es kann jetzt überall bestellt werden über die gängigen Plattformen. Genau.
Manfred Brandstätter
01:27:17
Und Buchhandel auch Thalia, Google, Amazon, also den offiziellen Offline-Buchhandel, aber auch den Online-Buchhandel.
Kai Behrmann
01:27:29
Und du hast gesagt, was die Qualität angeht, auch jetzt gerade mit Blick darauf, dass dein Buch ja sehr bildlastig ist, bist du schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis?
Manfred Brandstätter
01:27:41
Ja, also ich habe natürlich, wie viele von uns, viele Fotobücher gekauft, angeguckt. Und ich habe mich nicht mehr verglichen. Also ich bin mit der Druckqualität, wenn um die geht es, dann bin ich sehr angetan. und das ist wirklich gut, gute Qualität. Auch das Papier ansprechen und wenn ich das Buch so anhalte, es ist sehr, also von der Gestaltung her, von der gesamten Anmutung her, bin ich sehr zufrieden. Das sind einige Dinge, die ich wahrscheinlich jetzt doch anders machen würde, das sind Details, wie Beispiel die Bildunterschriften würde ich ein Stück weit kleiner und vielleicht zarter in der Schrift machen, aber das sind im Prinzip jammern auf sehr hohem Niveau. Also grundsätzlich bin ich schon sehr zufrieden.
Kai Behrmann
01:28:32
Ja, ein paar Kleinigkeiten fallen einem dann immer noch auf, aber das ist ja dann auch, denke ich mal, etwas, was jedem so geht, der so ein Projekt mal realisiert. Irgendwas zieht man immer draus. Ich glaube, es ist auf jeden Fall das Wichtigste, überhaupt das zum Abschluss zu bringen. Viele verlieren sich ja auch in Perfektionismus und denken dann an Details so lange herum, bis die Monate dann ins Land gehen. Insofern, ja, alles richtig gemacht.
Manfred Brandstätter
01:29:06
Also sehr vieles, alles wahrscheinlich nicht, aber sehr vieles. Und ich habe zwei Buchvorstellungen schon praktiziert, eins in Österreich, eins in Deutschland. Und ich glaube jetzt wird in Linz, also nicht Linz am Reis, sondern Linz an der Donau, gibt es noch die dritte Ich habe es selber organisiert, das macht nicht der Verlangs, sondern habe ich es selber organisiert, in der Community, in der ich tätig bin, also beruflich tätig bin. Ja.
Kai Behrmann
01:29:44
Nimmst da das Marketing dann selber in die Hand. Wie sieht so eine Buchveranstaltung aus?
Manfred Brandstätter
01:29:51
Also auch das könntest du über Book on Demand realisieren. Genau, und der vierte gibt es. Ich habe mich noch für die Frankfurter Buchmesse angemeldet im Herbst. Am Verlagsstand Book on Demand. Das kostet ein kleines Geld, also das würde ich als Privatperson Und würde ich mir das nie leisten wollen. Aber Book on Demand bietet das eben an für ausgewählte Autoren. Das wäre die vierte Buchvorstellung und die dritte wird es Linz sein. Also das ist relativ einfach. Ich denke mir, dass ich ganz gut vernetzt bin. Habe ich angefragt, das sind einerseits Berufsveranstaltungen, also an zwei Fachhochschulen werde ich das vorstellen, als Ringvorlesung, also quasi eine offene Vorlesung, wo nicht nur Studierende, Professoren, sondern auch Leute Aus der Umgebung eingeladen werden. und das selber organisiert heißt, dass ich einfach einen Folder gestalten lassen und das dann an den Veranstalter gesendet und der hat dann wiederum auch Leute eingeladen. Ich habe mich mehr oder weniger an bestehende Veranstaltungsformate, Formaten orientiert. Ob das jetzt die IHK ist oder die Hochschule, haben ja selber Veranstaltungen um wiederum Kunden, um Neustudierende oder Lehrbeauftragte zu gewinnen. Und im Rahmen dieser Veranstaltungen halte ich meine Buchvorstellungen, meine Buchvorlesung. Es läuft relativ einfach ab. Es gibt eine kurze Ankündigung, ein paar Worte zum Buch. Dann lese ich auch wirklich einen Absatz vor und zeige dann an der Präsentation einige ausgewählte Bilder und erzähle Geschichten dazu.
Kai Behrmann
01:31:52
Und wie war bisher das Feedback auf das Buch?
Manfred Brandstätter
01:31:57
Also das Feedback war, also einerseits das Thema Rezensionen, wenn man sich das auf Amazon anguckt, bin ich hin und weg, also im positiven Sinne. Und bei den Buchvorstellungen selber waren die Leute überrascht, dass man dieses Thema, das ja jetzt eher trocken ist, also im Sinne von nicht den Organisationsberater, nicht den Betriebswirt, fragt man, was könnte interessant sein, aber mit den Bildern, mit denen man hier Geschichten erzählt, war das für die Leute einsichtig Und die waren überrascht, dass man Unternehmenskultur sichtbar machen kann.
Kai Behrmann
01:32:44
Ja, das war ja die große Herausforderung, vor der du gestanden hast. Also eigentlich etwas, was sehr, sehr schwer in Bilder zu fassen ist, visuell darzustellen. Nimm uns da mal… Entschuldigung,
Manfred Brandstätter
01:33:03
Das Buch war ja ein Versuch, es zu gestalten. und ich glaube, dass es mir gelungen ist.
Kai Behrmann
01:33:11
Ja, vor welchen Herausforderungen hast du da beim Fotografieren gestanden, genau eben dieses Problem zu lösen? Wie ist dir das gelungen? Oh ja.
Manfred Brandstätter
01:33:23
Das Problem war, ich hatte nur eine Tagzeit. Das heißt, ich war bei jedem dieser Fotoshootings nur maximal einen Tag. Habe einerseits diesen Tag verbracht, in dem ich Interviews geführt habe, also mit ausgewählten Leuten. Also vorbereitend war, dass jeder, Der die Einladung angenommen hat, Also von diesen sechs Fallbeispielen gab es eine Vorbereitung, dass die wussten, nicht nur der Termin, sondern wer wird gefragt, dass ich fotografiere, was mein Anspruch ist, dass die Leute mich nicht sehen, sondern dass ich quasi unsichtbar bin. Das erfordert, dass ich die Möglichkeit habe, mit allen Leuten oder mit den meisten, mit denen ich dann fotografisch in Verbindung trete, dass ich die zu Beginn kennenlerne, wenn ich sie nicht eh schon und aus meiner beruflichen Erfahrung schon gekannt hatte, um eben, damit die mich nicht beachten beim Fotografieren, also dass ich sozusagen wie ein stilles Mäuschen in das Unternehmen gehe. Und das in einem Tag, also dieses Programm, in einem Programm Interviews und Fotografieren, in einem Stück, das war so die Herausforderung. Das war ein Zeitthema und ich habe gewisse Rahmenbedingungen für mich, also schwarz-weiß das eine. Ich habe maximal von der Brennweite her, ich fotografiere mit 35 mm Brennweite, Vollformat und habe noch zusätzlich 75 mm bei speziellen Situationen. Aber 80 bis 90 Prozent mit 35 Millimeter Festbrennweite gearbeitet. Und in Bereichen speziell der Produktentwicklung kannst du den Leuten nicht auf die Pelle rücken. Also quasi, wenn du Detailfotos machen möchtest. Ich habe kein Tele. Das war so ein bisschen, das war schon Detailaufnahmen zu machen, ohne zu stören. Das war so wahrscheinlich die größte Herausforderung.
Kai Behrmann
01:35:31
Vielen Dank. Unterm Strich, was hast du aus diesem Projekt gelernt? Du hast gesagt, du hast vorher schon andere Bücher veröffentlicht, aber eher textlastig. Jetzt das erste Buch, wo die Fotografie die Hauptrolle spielt, obwohl auch in diesem Buch einiges an Text mit beisteht. Was waren oder was sind die Hauptlearnings, die du mitgenommen hast?
Manfred Brandstätter
01:36:07
Also im Buchprojekt selber das Hauptlearning offen zu sein für Änderungen also dieser Umstand der mir eben wo mir Sebastian gesagt hat die Idee ist gut aber halt nicht jetzt Und das ist ein Learning mehr oder weniger, das wirklich als Projekt zu verstehen. Und ein Projekt ist eben mit vielen Fragezeichen, mit vielen Unbekannten ausgestattet. Also das ist etwas. Der zweite Learning ist, Dass ich die speziell bei den Fotoarbeiten, bei den Fotoshootings, Ich ja nicht die Möglichkeit habe, nachzufotografieren. Die sind ja in deutschsprachigen Europa verteilt. Zum Glück hatte ich dort bei meinem ersten Fotoshooting, wo ich auf alle Fälle etwas noch nacharbeiten musste, die waren in Osnabrück zu Hause, das ist nicht so weit weg und die haben mir die Möglichkeit gegeben. Aber ansonsten ist es sicher die Herausforderung, gut vorbereitet zu sein und in einem Tag sowohl den Text wie auch den Fotokontent abzufrühstücken. Das ist sicher die größte Herausforderung. Ist auch das Learning. Ich glaube, das kann ich jetzt ganz gut. Vorbereitung ist oftmals das halbe Leben, mit Fragezeichen, Unbekannten umzugehen. Das habe ich also nicht nur bei dem gemeinsamen Fotoworkshop kennengelernt, sondern auch bei den Fotoshootings, wie ich dann festgestellt habe, das, was ich mir so komponiert habe oder inszeniert habe, Das ist gar nicht möglich, weil den Raum gibt es nicht mehr oder die haben erweitert und das ist einige Kilometer weiter. Also so gesehen, mit Situationen spontan umgehend zu lernen, jetzt im fotografischen Teil ist ja nicht mehr Brotberuf, sondern ich bezeichne mich als Hobbyfotograf. Das war für mich so Hauptlearning also mit der Situation gut umzugehen umgehen zu können
Kai Behrmann
01:38:37
Und dann anknüpfend, wenn jetzt jemand sagt, ich habe auch eine Idee, ein Projekt, was ich gerne mal auf die Art und Weise sichtbar machen möchte im Rahmen eines Fotobuchs. Was würdest du jemandem raten, was ist das Wichtigste, um so eine Idee dann auch erfolgreich zum Abschluss zu führen?
Manfred Brandstätter
01:39:02
Also die Vorstellung, wie das Ergebnis aussehen sollte, das war schon relativ konkret. Der Knackpunkt, dass Fotos nicht zu 100% Geschichten erzählen, sondern dass es einen Text dazu braucht, das war die Erkenntnis. Ist aber gute Vorbereitung, also sich das Buch schon zu überlegen, wie das aussieht, aussehen sollte. Das kann ich empfehlen. Jetzt speziell etwas, wenn ich unsichtbare Dinge fotografisch sichtbar mache, wie zum Beispiel Unternehmenskultur. Ist, mich in die Situation hinein zu versetzen, auf mich wirken zu lassen und die Phänomene, die mir dann in den Sinn kommen, versuchen fotografisch festzumachen. Ich gebe ein Beispiel. Ich habe einen im Automotive-Bereich, das Thema Dynamik. Und ich habe einige Fotos gemacht, wo ich mit Verwischungen, also mehr oder weniger mit den Unschärfen gearbeitet habe, um mehr oder weniger die Dynamik sichtbar zu machen. Also mit kleinen Aspekten versuchen auch die Phänomene oder die nicht sichtbaren Dinge sichtbar zu machen, ohne jetzt in irgendeiner Form zu überzeichnen. Also keine Hochkontrastfotografie oder jetzt High-Key-Fotos, sondern mehr oder weniger sind alle durchgängig gleich, aber mit Nuancen eben Atmosphäre sichtbar zu machen. Und das war also der Versuch, bei Unternehmenskultur kannst du es zwar beschreiben, aber du kannst es nicht in irgendeiner Form in einen Text bringen, da ist das Bild wahrscheinlich aussagekräftiger. Und sich sozusagen, bevor man diese Fotos macht, sich zu überlegen, Wie fühlen sich die Phänomene an, wie fühlt sich das an und dieses Gefühl in Bildern sichtbar zu machen. Das ist für mich etwas, das kann ich nur empfehlen. Und das heißt aber, dass im Vorfeld und nicht dabei, weil dann ist die Zeit zu kurz, sondern im Vorfeld sich die einzelnen Geschichten schon vor Augen zu führen und dann, würde man sagen, fast wie der Regisseur, diesen Tag so zu gestalten. Ich habe ein paar Skizzen gemacht, was ich machen möchte, nicht so intensiv. Und großteils ist es mir gelungen, Und dort, wo es mir nicht gelungen ist, das war eben bei meinem ersten Fotoshooting, musste ich mehr oder weniger nachfotografieren. Aber so ist es. Phänomene, sich erst vor Augen zu führen und sie dann in die Bilder umzusetzen. Ist das greifbar oder ist das schon metaphysisch gewesen, was du da erzählt hast?
Kai Behrmann
01:42:04
Ne, es ist schon greifbar und ich habe die Bilder ja auch gesehen und das ist schon, wie du es eben beschreibst, du hast dir da eine harte Nuss geschnappt, das so entsprechend zu fotografieren, dass diese Prozesse eben auch sichtbar werden, wo man sich so ein bisschen reindenken muss und wo man erstmal diesen Ansatz finden muss, wie mache ich es greifbar? Woran kann ich es festmachen? Wo kann ich diese Sinneseindrücke dann eben visualisieren?
Manfred Brandstätter
01:42:36
Aber ganz ohne Text geht es eben nicht. Also das war so die, das war meine Erkenntnis. So wie wir es gelernt haben in dem Workshop, guckt erst mal die Bilder an und im Kopf des Betrachters entstehen die Geschichten. Das ist es eben nicht. Das ist schwer oder das wäre wie soll ich sagen also die Das zu erkennen und zu verstehen wäre schwierig, darum gibt es unter den meisten Bildern eine kurze Bildunterschrift, um diese Geschichte in der Geschichte auch nachvollziehen zu können und trotzdem erleben zu können. Das ist wichtig. Davon wollte ich ja nicht Abstand nehmen, Kulturen sichtbar zu machen oder zumindest aufgrund des Betrachtens erlebbar zu machen.
Kai Behrmann
01:43:28
Du hast dich dann nach dem Workshop auch noch zweimal mit Sebastian getroffen und an der Kuration der Bilder gearbeitet. Was war es da in diesen beiden Sitzungen, was ihr zusammen erarbeitet habt?
Manfred Brandstätter
01:43:43
Hier ging es in erster Linie um Bildauswahl. Also der Rahmen war schon relativ klar. Es ging dabei, dass jedes dieser Fallbeispiele eine Geschichte erzählen musste und die Auswahl zu den jeweiligen Geschichten, das war es. Also wir haben im Prinzip, würde ich mal sagen, in jeweils... Glaube ich in Summe in einem halben Tag oder in einem Dreivierteltag die gesamten sechs Stück an Fallbeispielen durchkuratiert. Und dann nochmal, ich habe es dann mehr oder weniger als Hausübung, nochmal die Texte ergänzt. Und ich würde mal sagen, ich glaube maximal zwei Tage in Summe.
Kai Behrmann
01:44:28
Manfred, jetzt ist das Buch fertig. Wo kann man es bestellen? Magst du das nochmal sagen? wo findet man das Buch?
Manfred Brandstätter
01:44:35
Das Buch kannst du einerseits im Verlag BOD, also book on demand, BOD.de oder bei Amazon. Das Buch ist bei Amazon bestellbar, auch bei Thalia, aber Amazon wahrscheinlich haben die meisten. Und wenn man New Work in der Dienstleistung eingibt, dann kommst du bei Amazon direkt auf das Buch und dann kannst du es bestellen. Ist seit dem 15. Dezember im Buchhandel offline und online erhältlich.
Kai Behrmann
01:45:14
Und ist es ein Buch, was speziell an Menschen gerichtet ist, die im Dienstleistungsbereich arbeiten? Oder würdest du sagen, jeder, der an dem Thema New Work interessiert ist, sondern Fotografie, für den ist es etwas?
Manfred Brandstätter
01:45:28
Ja, natürlich. Ich habe ein bisschen überlegt, weil das Buch, die Zielgruppe einerseits, die klassischen, der fotografisch-ästhetisch Ein Fotobuch mit einem anderen Anspruch lesen möchte, also für uns, die gerne Fotobücher sich angucken, eine und die zweite Zielgruppe sind Menschen, die sich mit diesem Thema Neuarbeitsformen im Dienstleistungsbereich beschäftigen. Das sind jetzt einerseits Führungskräfte, das sind Organisationsberater, das sind auch Leute, die nach dem hier Produktentwicklungs- und Serviceabteilungen oder Servicebereiche von Konzernen hier beschrieben sind. Auch Unternehmen, die sich eben damit beschäftigen. Also ein Serviceleiter oder ein Produktmanager, der seine Bereiche eben anders organisieren möchte, als er es wahrscheinlich vor 50 Jahren organisiert bekommen hat. Also es sind zwei Zielgruppen und das Aufzulösen ist schwierig. Weil es den klassischen Fotografie-Kunden anspricht, aber auch die Leute, die sich hier inhaltlich beschäftigen. Dazu gibt es auch einige Seiten, einige Thesen, die hier beschrieben werden und die das auch ergänzend in den Bildbeispielen eben sichtbar machen wollen. Also es sind eigentlich zwei Zielgruppen.
Kai Behrmann
01:47:03
Abschließende Frage, Manfred, hast du schon eine Idee für ein Folgeprojekt oder brauchst du jetzt erstmal ein bisschen Zeit zum Verschnaufen, bevor du dir das nächste Fotobuchprojekt angehst?
Manfred Brandstätter
01:47:18
Mein nächstes, also Verschnaufpause, also das entsteht ja, ich habe letztes Jahr zwei Bücher publiziert, wo eben dieses Fotobuch eins davon war und dieses oder nächstes Jahr wird es ein neues Buch geben, wo die Kombination, also wo Fotos, wo ich den Versuch antrete, eine Geschichte zu erzählen, der theoretisch auch ein Film sein könnte. Also einen Film fotografisch zu erzählen, in Bildern. Also mehr möchte ich dazu noch gar nicht sagen, weil Moment, mir ist auch noch nicht im Kopf, aber es wird auf alle Fälle ein Buch werden. Ein Film im Bildformat.
Kai Behrmann
01:48:14
Mhm. Also so im Stil einer Graphic Novel oder eines Comics?
Manfred Brandstätter
01:48:19
Ja, so ähnlich.
Kai Behrmann
01:48:23
Aha. Klingt auf jeden Fall spannend, aber so wie ich das bei dir raushöre, müssen wir da noch ein bisschen warten, bis wir ein paar weitere Details erfahren.
Manfred Brandstätter
01:48:34
Ja, also ich gehe davon aus, ich werde wahrscheinlich in den nächsten Wochen mal mit konkreten Ideen um die Ecke kommen. Also im Kopf ist es schon und Ideen sind da, wahrscheinlich braucht es noch ein paar Wochen, bis das Ganze in Worte gefasst ist und ich dann nicht nur erzählen kann, sondern auch vielleicht ein bisschen was herzeigen kann.
Kai Behrmann
01:48:57
Und der Druck, der wäre dann wieder bei Book on Demand? oder?
Manfred Brandstätter
01:49:03
Ne, also ich gehe davon aus, zumindest wünsche ich mir das, dass es ein dass es hier ein Verlag wird, ein Fotobuchverlag. Einer der, die mit mir in Kontakt geblieben sind. Ich habe es da nicht gedruckt, mein letztes Buch, aber zumindest in Kontakt geblieben und vielleicht überzeugt sie diese Idee, es als ihr Produkt rauszubringen. Gucken wir mal. Im Plan B wäre es, wieder selber zu machen, beziehungsweise im Plan C als klassisches Fotobuch 100 oder 200 Stück produzieren zu lassen, das wäre dann Plan C. Aber Plan B, Book on Divant oder ein anderer Verlag, beziehungsweise aber Plan A scheint mir jetzt noch realistischer, weil ich glaube schon, dass ich einiges gelernt habe und so am richtigen Weg zu sein. Aber es ist ein spannendes Thema. Jeder, dem ich ein bisschen darüber erzähle, schlägt einerseits die Hände über den Kopf zusammen. Das geht doch überhaupt nicht. Und andererseits sind sie dann doch gespannt, was am Ende des Tages rauskommt.
Kai Behrmann
01:50:13
Ja, mein Interesse hast du auf jeden Fall auch schon geweckt. Ich werde das verfolgen und drück dir die Daumen, dass es mit Option A klappt, mit einem Verlag, den du dir dafür ausgesucht hast. Und ja, Manfred, vielen, vielen Dank auch für die Einblicke in den Prozess, dieses Buch über den Dienstleistungsbereich sichtbar zu machen, New Work. Ein tolles Thema und ja, ich freue mich, dass du das so zum Abschluss gebracht hast.
Manfred Brandstätter
01:50:45
Sehr gerne. Danke nochmal für die Einladung.
Kai Behrmann
01:50:48
Vielen Dank, Manfred. Bis dann. Tschüss.
Manfred Brandstätter
01:50:51
Tschüss.