Abenteuer Reportagefotografie – Podcast über visuelles Storytelling

Kai Behrmann: Visueller Storyteller und Fotograf

Luigi muss nach Hause: Wie aus einer Italien-Reise ein großes Storytelling-Projekt wurde

Ein Gespräch mit Martin Buschmann über Storytelling, Improvisation und die Frage, wie aus Fotografie ein ganzheitliches Projekt wird.

12.04.2026 52 min

Zusammenfassung & Show Notes

Ein alter Fiat 500, eine Reise von Deutschland nach Sizilien – und eine Idee, die weit über Fotografie hinausgeht: Was passiert, wenn man ein persönliches Projekt nicht nur dokumentiert, sondern konsequent als Geschichte denkt?

Im Gespräch mit Martin Buschmann wird schnell klar: „Luigi muss nach Hause“ ist mehr als ein Roadtrip. Es ist ein Beispiel dafür, wie sich Fotografie, Film, Erleben und Erzählen miteinander verbinden lassen – und wie aus vielen kleinen Momenten am Ende eine große Erzählung entsteht. 

Ein alter Fiat 500, eine Reise von Deutschland nach Sizilien – und eine Idee, die weit über Fotografie hinausgeht: Was passiert, wenn man ein persönliches Projekt nicht nur dokumentiert, sondern konsequent als Geschichte denkt?

Im Gespräch mit Martin Buschmann wird schnell klar: „Luigi muss nach Hause“ ist mehr als ein Roadtrip. Es ist ein Beispiel dafür, wie sich Fotografie, Film, Erleben und Erzählen miteinander verbinden lassen – und wie aus vielen kleinen Momenten am Ende eine große Erzählung entsteht.

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Transkript

Von Anfang an, der Plan war daraus, eine Live-Reportage eben zu machen, um dann eben bei Fotofestivals oder Veranstaltern auf Deutschlands Bühnen aufzudrehen. Also mussten wir uns im Vorfeld natürlich überlegen, was wollen wir denn für eine Geschichte erzählen. Der grobe Rahmen, der stand ja, Luigi muss nach Hause, das war der Arbeitstitel und ist bis heute auch der Titel geblieben. Dass da natürlich während der Reise viel passieren wird, das war auch klar. Dass so viel passieren würde, das macht uns nicht so ganz klar.
Kai Behrmann
00:00:30
Hallo Martin, grüß dich. Herzlich willkommen zurück im Abenteuer Reportage Fotografie Podcast.
Martin Buschmann
00:00:37
Hallo Kai, lieber Kai, freue mich sehr, heute wieder bei dir sein zu dürfen. Freue mich, dich zu sehen und zu hören. Es ist ja schon eine Weile her, dass wir das letzte Mal gesprochen haben. Aber ich sehe schon hier bei dir, du bist wieder gesund und munter am Mikrofon. Und ja.
Kai Behrmann
00:00:53
Werden wir eben mal überschlagen, wann das letzte Mal war, dass du hier im Podcast warst. Du bist ja schon ein mehrfacher Gast. Ich glaube so um die Folge 100 war das erste Mal. Da haben wir über deine Reisefotografie gesprochen, über das Buch, was du damals geschrieben hast. Und ja, dann in der Folge auch sehr oft über Luigi gesprochen, über deine abenteuerliche Reise mit dem Fiat 500 nach Italien. Und das letzte Mal war vor ziemlich genau einem Jahr. Damals hattest du die Mission zu einem erfolgreichen Ende gebracht. Luigi muss nach Hause, war ja das Motto. Du bist von Freiburg nach Sizilien runtergefahren mit diesem kleinen Auto, gemeinsam mit deinem Kollegen Gerion Römer. Und da hattet ihr die letzte Etappe erfolgreich beendet. All das kann man nachhören. Aber ja, Martin, seitdem ist einiges passiert. Darüber wollen wir heute sprechen. Aber bevor wir dazu kommen, gib doch nochmal eine kleine Zusammenfassung, worum es bei Luigi muss nach Hause überhaupt geht. Für alle die, die bisher die Folgen verpasst haben.
Martin Buschmann
00:02:07
Genau, das ist natürlich ganz wichtig, nochmal kurz in ein paar Sätzen zu erklären, was wir da eigentlich gemacht haben. Also einfach nochmal zu meiner Person. Martin Buschmann ist mein Name und ich komme hier aus Konstanz am schönen Bodensee. Bin Fotograf seit über 30 Jahren selbstständig und während der Corona-Zeit ist die Idee entstanden, wo das fotografische Leben ziemlich stillgelegt wurde, mit einem kleinen Fiat 500 von Deutschland aus durch ganz Italien bis unter nach Sizilien zu fahren. Warum Sizilien? Sizilien deshalb, weil ich auf Sizilien geboren bin. Ich habe dort die ersten acht Jahre meines Lebens verbracht. Und das Lustige an diesem Auto, diesem Luigi, diesem kleinen Fiat 500, das ist das Auto, mit dem unsere Eltern uns Kinder damals auf Sizilien immer zum Strand gefahren haben. Und als meine Eltern dann entschieden haben, dass wir Kinder in Deutschland groß werden sollen, dann ist dieses kleine Auto einfach mitgezogen. Und so kam das nach Deutschland und hat über Jahrzehnte ein Schattendasein in meiner Garage gefristet. Und während der Corona-Zeit haben wir das eben restauriert, sind dann zu dieser Tour aufgebrochen. In mehreren Etappen sind wir dann durch ganz Italien gefahren. Und von den Erlebnissen, von denen berichten wir natürlich, weil wir die fotografiert und gefilmt haben. Das mal so in Kurzform.
Kai Behrmann
00:03:32
Super Zusammenfassung. Viele Geschichten, die ihr erlebt habt auf den unterschiedlichen Etappen. Ihr habt das ja in mehreren Reisen gemacht, nicht an einem Stück. Das erklärt auch, warum aus den, ich weiß nicht genau, wie viele Kilometer es sind, aber so um die 1600, glaube ich, von Freiburg bis Sizilien. Korrigiere mich.
Martin Buschmann
00:03:51
Naja, also Luftlinie sind es 1300 Kilometer und auf der Straße sind es 1800. Das klingt ja erstmal nicht nach vier Kilometern. Aber uns war natürlich klar, dass wenn wir filmen und fotografieren wollen, dass es viel, viel mehr Kilometer werden würden. Ja und in Summe sind es dann 10.000 geworden, die ich mit meinem Fotografenfreund Gerion da in diesem Auto zugebracht habe.
Kai Behrmann
00:04:14
Ja, dann doch einige Kilometer mehr geworden. Du hast sehr viel Aufwand betrieben für dieses Projekt. Ich habe irgendwo gehört, du hast sogar eine Kfz-Meisterlehre absolviert oder jedenfalls teilweise dir da Kfz-Wissen aufgesattelt.
Martin Buschmann
00:04:33
Ja, das wurde relativ schnell klar, dass wenn wir mit diesem Auto vollgeladen, mit Fotoequipment, mit Drohne, mehreren Kamerastativen etc., dass wir dieses Auto ein bisschen fordern werden. Und schon auf der ersten Tour über die Alpen, über den Splügenpass, Comersee hat sich dann herausgestellt, dass das Auto wirklich nicht in der Lage sein wird, in einem durchzufahren. So haben wir unsere Strategie geändert und ja, ich musste mir irgendwie ein bisschen Wissen aneignen, weil letztendlich ist ständig an dem Auto irgendetwas und man sollte zumindest in der Lage sein, so Kleinigkeiten wie Vergaser säubern und Zündkerzen prüfen und solche Sachen, das sowas selber zu machen. Und dann habe ich da ein Praktikum gemacht in einer Kfz-Werkstatt und der Ahmed, der ist dann sozusagen zu unserem vierten Mann im Team mutiert, weil immer wenn wir wieder zurückkamen von der Tour, hat der Ahmed den dann wieder repariert und hat wieder fit gemacht für die neue Tour, zum Beispiel neue Bremsen, neue Kupplungen. Jedes Mal, wenn wir zurückkamen, musste der in die Werkstatt und der Ahmed hat den repariert und natürlich dann auch immer entsprechend neu über den TÜV gebracht.
Kai Behrmann
00:05:43
In dem Moment war das vielleicht manchmal nicht so ganz angenehm, wenn Luigi mal wieder eine kleine Verschnauzpause brauchte und da geächtzt hat unter den Ansprüchen, die da auf ihn zukamen an dieses kleine Auto auf so einer langen Reise. Aber ich denke mal, im Nachhinein für euch als Geschichtenerzähler war das ja auch Gold wert, weil hier bei Abenteuer Reportage Fotografie beschäftigen wir uns ja auch sehr stark mit dem Storytelling und da fällt das Stichwort Heldenreise ja immer wieder, also eine gute Geschichte, lebt ja davon, dass der Protagonist Herausforderungen, Hindernisse überwinden muss, diese meistern muss. Das gibt ja die Würze bei so einer Geschichte und ihr seid ja jetzt auch mit einem Vortrag auf großer Bühne, wo ihr von diesen Abenteuern erzählt. Magst du mal ein bisschen dahingehend schon mal reingehen, was das eben auch für euer Storytelling für Möglichkeiten eröffnet hat?
Martin Buschmann
00:06:42
Genau, also wie gesagt, es war ja von Anfang an der Plan, das Ganze zu filmen und zu fotografieren, weil wir ja beide Fotografen sind. Und auch von Anfang an der Plan war daraus, eine Live-Reportage eben zu machen, um dann eben bei Fotofestivals oder Veranstaltern auf Deutschlands Bühnen aufzutreten. Also mussten wir uns im Vorfeld natürlich überlegen, was wollen wir denn für eine Geschichte erzählen. Der grobe Rahmen, der stand ja, Luigi muss nach Hause, das war der Arbeitstitel und ist bis heute auch der Titel geblieben. Und dass da natürlich während der Reise viel passieren wird, das war auch klar. Dass so viel passieren würde, das war uns nicht so ganz klar. Aber letztendlich, wie du sagst, es ist diese Heldenreise, man wächst da mit seinen Herausforderungen, die natürlich einmal fotografischer Natur waren, dann war es Kfz-technischer Natur und dann war es noch italienischer Natur, weil natürlich wollten wir Menschen kennenlernen, Leute kennenlernen und wir haben oftmals probiert, im Vorfeld natürlich irgendwelche Termine mit spannenden Menschen zu machen, die ich zum Beispiel über Instagram gefunden habe oder in Dokus im Fernsehen gesehen habe, mit denen man dann Kontakt aufgenommen hat, um die eben zu fotografieren, zu filmen, in die Story mit einzubeziehen. Und wenn dann eine Panne kam und wir hatten ja eigentlich einen Termin circa 200 Kilometer weiter, ja dann konnten wir den Termin nicht wahrnehmen und dann war der Italiener am nächsten Tag auch nicht mehr verfügbar, weil dann der in den Urlaub gefahren ist oder weil die Mama gerade die Spaghetti auf dem Tisch hatte oder weil er selber arbeiten musste und Also es ist sehr, sehr viel schief gegangen, aber in Summe kann man sagen, also es hat mich schon auch Jahre meines Lebens gekostet, dieses Projekt. Weil wir natürlich auch immer nur ein gewisses Zeitfenster hatten, in dem wir uns bewegen mussten, wo wir zum Fotografieren, weil jeder von uns hatte natürlich auch seine anderen Termine. Also es gab immer wieder einen Moment, wo wir dann umkehren mussten, um die Etappe dann drei Monate später wieder fortzufahren. Und aber natürlich genauso toll waren die ganzen vielen schönen Momente, die man erlebt hat, die sich dann auch wirklich spontan ergeben haben und das Lustige ist ja, dass mein Vater damals dieses Auto Luigi genannt hat und wer schon mal in Italien war, der weiß, eigentlich wohnt an jeder Ecke, in jeder Stadt irgendwo in Italien ein Luigi. Und natürlich, sobald wir das Auto vor die Bar geparkt haben, dann wurde sofort einer aus der Bar rausgezogen, der dann eben Luigi hieß und sich natürlich sofort mit dem Auto fotografieren musste, die uns wiederum dann zum Café eingeladen haben. Und so ergaben sich natürlich tolle Geschichten, die wir dann wirklich sofort immer Kamera raus und gezückt und ganz spontan dann Geschichten in Bild und Film eingefangen haben.
Kai Behrmann
00:09:44
Ja, viel Improvisationstalent, was da erforderlich war. Aber ja, da sind Italiener ja auch ganz gut drin, habe ich mir sagen lassen. Du bist in Italien geboren, insofern habt ihr das gut gemeistert. Was ich mir schwierig oder herausfordernd vorstelle, ist dieses gleichzeitig Film oder Video in Fotos, in Geschichten zu denken. Wie ist dir das gelungen unterwegs, dass du da nicht irgendwann überfordert warst und irgendwie zu viel nachgedacht hast und dann am Ende alles verpasst hast?
Martin Buschmann
00:10:22
Gut, das war natürlich das Schöne, dass wir zu zweit waren, dass zwei Fotografen sich gedanklich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Also wir hatten einmal diese ganz spontanen Geschichten, die wir dann einfach umgesetzt haben, ohne zu wissen, schaffen die es nachher später in diese Live-Reportage überhaupt rein? Ist das Thema interessant genug? Ist es spannend genug? Ist das, was der uns erzählt hat, spannend genug? Also wir haben viele Interviews, die es nicht in die Live-Reportage reingeschafft haben, weil es einfach letztendlich zu banal war und wir einfach bessere Geschichten nachher hatten. Wir während der Reise aber immer der Meinung waren, dass wir viel zu wenig haben, dass wir viel mehr produzieren müssen, weil was natürlich auch sehr zeitaufwendig war, wir haben natürlich auch wunderschöne Landschaftsaufnahmen mit Drohne und Kamera gefilmt und fotografiert. Und wer sich in der Landschaftsfotografie auskennt beziehungsweise sich schon mal damit beschäftigt hat, der weiß, dass Morgen- und das Abendlicht, das sind die Momente, wo man dann zum Filmfotografieren geht und insofern sind wir oftmals an einem wunderschönen Platz drei, vier Mal hintereinander hingefahren. Also wir hatten drei, vier Tage an einem Ort, um das beste Licht einzufangen, um irgendwann beim vierten Mal sagen zu können, So, jetzt entspricht das unseren Ansprüchen, um dann eben wieder weiterzufahren und die nächste Story einzufangen. Und letztendlich hat sich natürlich die Story aus der Route ergeben. Also man muss sich das jetzt nicht so vorstellen, dass wir eben die ganze Geschichte in der Art erzählen, dass wir gesagt haben, also wir sind von A nach B gefahren, da haben wir das und das gemacht, dann sind wir nach C gefahren, da haben wir den getroffen und dann sind wir nach D gefahren und da war es besonders schön. Das wäre natürlich zu banal. Also haben wir uns im Vorfeld überlegt, wie kriegen wir die Geografie quasi mit der Story in eine Geschichte rein. Und insofern sind die Plätze, wo wir dann tatsächlich waren, gar nicht mal so wichtig gewesen. Das kam dann erst zu einem späteren Zeitpunkt, dass die dann tatsächlich Teil der Geschichte wurden. Aber primär sind wir einfach mal in diese Städte oder an diese Orte gefahren, um mal die Landschaftsaufnahmen zu machen. Und als wir dann die im Kasten hatten, dann gab es ein lustiges Event in Mailand. Wir waren frühmorgens am Mailänder Domplatz. Der Domplatz ist einfach einer der prädestinierten fotografischen Plätze in Mailand. Und waren dort zum Sonnenaufgang und dann kam mir plötzlich die Idee, dass es eigentlich ganz lustig wäre, wenn wir in Mailand den Luigi direkt auf den Domplatz stellen würden, um ihn dort zu fotografieren. Und dann hätten wir so eine Art Titelbild, das wir ja auch noch brauchten für die ganze Live-Reportage. Und das Problem war aber, dass da überall Soldaten mit Maschinengewehren standen. Und dann bin ich hingegangen und habe die gefragt, dürften wir denn mit dem Luigi auf den Platz fahren? Und das ist in Italien eigentlich völliger Blödsinn. Wer fragt, verliert. Fragen darf man nie, man muss einfach machen. Und so haben wir es dann auch gemacht. Am nächsten Morgen sind wir dann da hingefahren. Dann kamen die Soldaten, dann haben wir sie einfach gebeten, ein Stückchen beiseite zu gehen. Und das haben die dann auch gemacht. Haben dann noch ein paar Selfies mit dem Luigi selber gemacht. Und dann sind die beiseite gegangen und wir konnten unser Foto machen. Ja, und dann war natürlich klar, wenn das so einfach geht, Dann machen wir das doch jetzt ab jetzt in jeder Stadt. Und so haben wir es dann auch gemacht und letztendlich ist dann das Titelbild das geworden, wo der Luigi vor dem schiefen Turm von Pisa steht. Und da kam natürlich dann die nächste Geschichte, die wir wieder einbauen konnten, unserer Heldenreise, nämlich die Strafzettel.
Kai Behrmann
00:14:13
War nicht ganz günstig.
Martin Buschmann
00:14:14
War nicht ganz günstig, also in Summe haben wir 1200 Euro an Strafzetteln während der Reise gesammelt. Und klar, wenn du natürlich den Luigi vor den schiefen Turm von Pisa stellst, dann erfassen dich da, das ist alles Video überwacht. Es hätte ja sein können, dass wir da eine Bombe drin haben oder sonst irgendwas. Auf jeden Fall, kaum hatten wir unser Foto im Kasten, kamen sie auch schon und haben uns den Strafzettel verpasst. Wie gesagt, 1200 Euro in Summe. Aber eben, das sind Geschichten, mit denen wir so nicht gerechnet hatten, die dann einfach passiert sind und also ich reue diese 1200 Euro absolut nicht, weil sie eben Part dieser Geschichte sind und wir es dann letztendlich geschafft haben, tatsächlich in jeder Stadt, die uns auf unserer Route richtig wichtig war, den Luigi vor so ein spezielles Denkmal oder einen besonderen Punkt dahin zu stellen. Das hat funktioniert, das war sehr lustig.
Kai Behrmann
00:15:10
Gut investierte Bußgelder.
Martin Buschmann
00:15:12
Ja. Die kamen nur immer ein Jahr später und dann dachtest du immer schon, oh, das haben sie vergessen. Den müssen wir nicht bezahlen. Aber ziemlich genau bevor die ablaufen, so vier, fünf Tage vorher, kamen immer die Strafzettel. Und ja, du musst sie leider bezahlen, ist ja EU. Also wenn du sie nicht bezahlst, dann steht irgendwann ein Mensch vor deiner Tür und will das vollstrecken. Das ist leider so.
Kai Behrmann
00:15:40
Martin, du kommst ja aus der Fotografie, für deine Aufträge machst du schon auch Video, bietest das mit an, aber dieses Projekt mit Luigi war ja dein erstes Größeres in dieser Dimension, das dann auch auf große Bühnen zu bringen im Rahmen eines Multivisionsvortrags. Und wie hast du dir dafür das entsprechende Wissen auch angeeignet? Das ist ja doch etwas, mit dem man sich dann auch etwas auseinandersetzen muss. Ich weiß nicht, wer das schon mal gemacht hat, so einen Vortrag zusammenzustellen, wenn das nicht einfach nur eine Aneinanderreihung von Bildern und ein paar Videoschnipseln sein soll, dann ist das schon richtig aufwendig.
Martin Buschmann
00:16:27
Ja, also man konkurriert ja mittlerweile wirklich, wenn man da vorne in der ersten Liga mitspielen will mit den ganzen Dokus von BBC und Netgeo und wie die alle heißen. Also diese Vergleiche werden da ja wirklich angestellt. Das heißt, du musst wirklich hochprofessionell arbeiten und professionell abliefern. Also das kann nicht einfach irgendwie mal schnell im Mittagslicht eine Drohne aufsteigen lassen und dann da ein paar Filmaufnahmen machen, sondern das muss dann schon wirklich spektakulär aussehen. Sonst wäre der Erfolg, den wir jetzt tatsächlich mit diesem Vortrag auch haben, nicht da, weil wir einfach auch spektakuläre Bilder mit drin haben. Und klar, im Endeffekt, ich komme ja eben aus der Werbe-Industrie-Fotografie und da war Film die letzten Jahre schon ein großes Thema. Also das Thema Film als solches auch nicht fotografisch, sondern filmerisch zu denken, das ist einfach ein Unterschied. Wenn man fotografiert, denkt man eher in einzelnen Bildern, während wenn man filmt, muss man eine Story eigentlich im Kopf haben, muss auch mit verschiedenen Kameras arbeiten können, Hauptkamera, Close-Up, Totale etc. Alles solche Dinge, die hatte ich mir eigentlich schon angeeignet, weil ich das ja im beruflichen Alltag schon genutzt hatte. Aber klar, das Drohnefliegen kam dann da dazu. Zuerst haben wir so eine kleine Drohne gehabt, um dann schnell eben zu merken, dass die in Low-Light-Situationen mit dem kleinen Minichip, Das war so ein Drittel Zoll Sensor, dass die einfach da nicht die Qualität liefert. Also haben wir uns zwei große Drohnen gekauft und beide den Drohnenführerschein gemacht, damit wir das auch fliegen dürfen, damit das alles im legalen Bereich dann auch tatsächlich bleibt. Und da auch wieder das Schöne, dadurch, dass wir zwei Fotografen waren, gab es dann oftmals die Situation, dass wir morgens zum Sonnenaufgang ist der eine mit der Drohne ans Meer runter und der andere ist hoch in die Berge, um dort die Drohnenaufnahmen zu machen. Und so konnten wir natürlich sehr effektiv arbeiten und im Endeffekt auch sehr professionell dann.
Kai Behrmann
00:18:37
Ja. Dein Kollege Gerion Römer, mit dem du das zusammen gemacht hast, der hatte schon mal so etwas in ähnlicher Form gemacht, oder? Über seine Reise nach Norwegen.
Martin Buschmann
00:18:51
Genau, der Gerion und ich, wir kennen uns schon lange. Wir haben eben Fotoreisen zusammen auf Mallorca durchgeführt, wo bei einem weingeselligen Abend auch diese ganze Idee damals entstanden ist. Und der Gerion hatte bisher die nordischen Länder besucht, Norwegen, Schottland, das waren so seine Themen und insofern kannte man ihn auch schon in der Vortragsszene und dann hat er sich eben die südlichen Gefilde vorgewagt und hat für Mallorca eine Live-Reportage konzipiert und so haben wir uns dann auch kennengelernt, also im Norden, das sind nicht meine Gefilde, Das ist mir zu kalt dort. Mich zieht es in den Süden und so auf Mallorca kennengelernt und dann eben diese Idee, diese Schnapsidee an diesem Abend gehabt und dann auch tatsächlich umgesetzt.
Kai Behrmann
00:19:44
Bei Bildern können auch schon große Datenmengen zusammenkommen, wenn man in RAW fotografiert, da sind die Festplatten auch schnell voll, aber Video ist dann nochmal was anderes. Also wer da schon mal mit Videodateien gearbeitet hat, der weiß, wie schnell da die Speicher volllaufen. Wie habt ihr das gemacht mit dem ganzen Material, was ihr von euren Etappen mitgebracht habt? Habt ihr immer schon zwischendurch dann das Material gesichtet? Seid schon angefangen? Wie weit habt ihr dann schon in dem Endprodukt, würde ich es mal nennen, gedacht, um dann am Ende nicht alles bis zur letzten Etappe aufzusparen, um sich dann heranzusetzen und dann vor einem noch höheren Berg zu stehen?
Martin Buschmann
00:20:34
Ja genau, das war natürlich immer die große Sorge, dass wenn wir jetzt zum Beispiel in der Toskana sind und die verschiedenen Storys, die wir uns ausgedacht haben, dann umgesetzt haben, dass die unter Umständen nicht gut genug sind. Und der Worst Case wäre gewesen, wir hätten bestimmte Teile in der Toskana wiederholen müssen beim nächsten Mal, weil die Zeitfenster eben immer so knapp waren, in denen wir unterwegs waren und wir ja immer zwei, drei Tage auch Reparaturen vom Luigi mit einkalkulieren mussten, die dann eben so Todtage waren, weil der Luigi einfach in der Werkstatt war oder wir auf Teile warten mussten. Und ja, die Nächte waren sehr lang. Wenn wir dann abends um zehn nach Hause kamen, nach der blauen Stunde, dann war halt Datensicherung angesagt und natürlich Sichten des Materials und das haben wir natürlich doppelt gemacht. Jeder hat die Daten des anderen gesichert, jeder hat die Daten von sich selber gesichert, damit da absolut nichts schief gehen kann, weil es ist ja auch eine Kostengeschichte, die da jedes Mal angefallen ist, Hotelübernachtungen, Spritkosten, Mautgebühren etc. Also da sollte eigentlich nichts schief gehen und insofern haben wir dann immer eine schöne Flasche Rotwein genommen, haben uns dahingesetzt, die Laptops geöffnet und die externen Festplatten da dran geknallt und die Datensicherung durchgeführt und natürlich auch gesichtet und schon erste Ideen in Weinlaune natürlich dann für die Story umgesetzt. Aber ich glaube, das ist uns ganz gut gelungen. Also wir hatten keinen Datenverlust. Wir haben wirklich Terabytes an Daten. Jetzt sind mehrere Festplatten, die jetzt jeder von uns bei sich zu Hause stehen hat, wo das alles gesichert ist. Und dann kam es natürlich dazu, dass wir gesagt haben, so jetzt muss die Programmierung der Live-Reportage natürlich im entsprechenden Programm auch umgesetzt werden. Und um das vorwegzunehmen, das hat auch noch mal ein ganzes Jahr gedauert. Wir haben die, vielleicht das darf man sagen, weil da gibt es nicht viele Programme, haben wir mit Wings X hergestellt. Und das ist so das führende Programm, wie man solche Live-Reportagen eben erstellen kann. Und auch da zum Beispiel sich wieder reinzudenken, ein neues Programm, das ist nicht Photoshop, das ist nicht Lightroom, sondern das ist eben ein spezielles Programm, um solche Live-Reportagen zu erstellen. Und auch da ist mir wieder zugute gekommen, dass ich mich im Filmschnitt auch schon auskannte mit Adobe Premiere, weil so eine Timeline, das sind so Dinge, die sind dann relativ ähnlich. Aber auch klar, auch da musste ich mir wieder in ein neues Programm noch reindenken. Und ein Jahr später haben wir dann tatsächlich die Live-Reportage fertig gehabt und sind jetzt eben da unterwegs auf Deutschlands Bühnen.
Kai Behrmann
00:23:32
Ihr wart schon auf großen Bühnen. Wie oft habt ihr Luigi schon live präsentiert bisher?
Martin Buschmann
00:23:43
Das ist eine gute Frage, ich müsste es tatsächlich mal zählen. Also ich habe neulich mal die Menschen gezählt, die wir schon bespaßen durften mit unserer Geschichte und wir haben neulich die Zehntausender Marke geknackt. Also 10.000 Leute waren schon in den Vorträgen drin. Ein besonderes Event war neulich in Freiburg, da gibt es das Fotofeste und Reisefestival, die Monologia und da in Freiburg haben wir den Vortrag das dritte Mal zeigen dürfen, weil er jedes Mal ausverkauft war und dann haben die Veranstalter gesagt, komm, weil das so gut läuft, dann nehmen wir euch auf das große Festival in den großen Saal rein. Und da hatte ich natürlich ein bisschen Sorge, weil wir hatten den Vortrag ja schon zweimal aufgeführt in Freiburg. Also eigentlich dachte ich, alle, die das interessiert, alle Italien-Liebhaber, Fiat 500-Liebhaber, fotografisch Begeisterte, die waren doch sicher schon da. Und ich war mir also nicht sicher, ob der Raum mit 1700 Leuten voll wird, aber er wurde voll. Und das war also wirklich ein, als 1700 Leute eine La-Ola-Welle gemacht haben und Luigi geschrieben haben, also da habe ich echt leichte Tränen in den Augen gehabt vorne auf der Bühne. Und war natürlich auch eine Challenge, vor 1700 Leuten da vorne zu stehen und die Geschichte erzählen zu dürfen.
Kai Behrmann
00:25:01
Du bist ja kein schüchterner Mensch und bist auch eloquent, aber wie du sagst, ein bisschen Lampenfieber vor so großem Publikum zu sprechen, war dann bestimmt auch teilweise mit dabei.
Martin Buschmann
00:25:14
Ja, das muss ja auch sein. Also wenn du keinen Lampenfieber hättest, dann wäre irgendwas nicht in Ordnung. Aber ich muss im Nachhinein sagen, das Lampenfieber war an dem großen Event eigentlich genauso wie auch an kleineren Vorträgen. Ich sage jetzt mal kleineren Vorträgen, da sitzen dann 300, 400 Leute drin und es ist einfach anders, weil wenn du in so einem kleineren Raum bist, ist die Bühne ja viel näher am Publikum dran. Das heißt, du siehst richtig in die Gesichter rein, du siehst, wenn die lachen, dann rufen die dir sogar was zu. Das ist auch sehr spannend und macht auch riesig Spaß. Und dann auf so einer großen Bühne, da stehst du sehr weit entfernt vom Publikum und siehst halt nur diese Masse an Menschen, die lacht, die applaudiert und diese Geräuschkulisse ist dann natürlich wahnsinnig. Ja, aber sich klar, sich da vorne hinzustellen, ich meine, ich glaube, jeder, der den Beruf des Fotografen ausübt, der muss auch so ein bisschen Entertainer sein, der muss auch ein bisschen die Leute unterhalten können, gerade wenn du Gruppenaufnahmen machst, wenn du Hochzeiten fotografierst. Du bist einerseits Fotograf, aber andererseits bist du auch Motivator für die Menschen, die man fotografiert, weil du dann einfach den Leuten Spaß bringst, motivierst, zum Lachen bringst, um dann nachher zu erreichen, dass ein schönes Foto dabei rauskommt. Und in dem Fall erreichen wir auf der Bühne, dass die Leute mit einem Grinsen aus diesem anderthalbstündigen Vortrag rausgehen. Gerade in der heutigen Zeit, wo alles in den Nachrichten vielleicht nicht so lustig ist, treffen wir, glaube ich, ganz gut den Nerv mit einer Dolce Vita Geschichte über Pizza, Pasta und Amore. Das ist glaube ich so ein bisschen, kann man das in ein paar Schlagworte packen und die Leute gehen dann wirklich mit dem Lachen hinterher raus und wenn du das dann siehst, dann hast du auch keinen Lampenfieber mehr, sondern dann sprudelt es einfach aus dir raus, wenn die Leute sich freuen an den Geschichten, die man dann eben erzählt.
Kai Behrmann
00:27:21
Du bist ja auch Reiseveranstalter, machst Fotoreisen, da ist das sicherlich auch eine Eigenschaft, die du brauchst, den Gruppenspirit hochzuhalten, dafür eine Dynamik zu sorgen, für gute Laune, dass alle sich wohlfühlen und das Ganze übersetzt dann eben in einen größeren Rahmen auf der Bühne. Wie oft habt ihr diesen Vortrag vor dem ersten Mal geübt? Wie muss ich mir das vorstellen? Nachdem er fertig war, habt ihr euch dann noch zwei, drei Mal zu Hause in deinem Studio hingestellt. Seid das alles durchgegangen oder ist es etwas, was man gar nicht en detail vorher trainieren muss, sondern wo einfach dann das erste Mal der erste Vortrag laufen muss und dann entwickelt das so seine Dynamik?
Martin Buschmann
00:28:09
Ja, letztendlich ist es eine Mischung aus beidem. Also schön wäre es natürlich gewesen, wenn das Letztere so funktioniert hätte, aber das geht natürlich nicht, weil du hast ja eben die Story ist dann schon und vor allen Dingen, weil wir zu zweit auf der Bühne sind, wechseln wir uns ja auch ab und da wäre es natürlich tödlich gewesen, wenn einer dem anderen ins Wort fällt, weil er nicht wusste, ob er jetzt dran ist oder ob das sein Satz ist oder der Satz des anderen ist. Also insofern mussten wir das schon so ein bisschen koordinieren, dass immer ein Blog wird dann von einem erzählt und der darauf folgende Blog, den erzählt dann wiederum der andere, beziehungsweise wir spielen uns auch dann ein bisschen die gegenseitig die Bälle zu und das haben wir einfach über Zoom, haben wir das dann tatsächlich online trainiert, also das geht ja alles. Geryn ist ja fast 500 Kilometer entfernt von mir. Insofern sich zu treffen war dann schwierig. Und insofern haben wir das wirklich ein paar Mal geübt, haben natürlich auch die Texte entsprechend geschrieben. Und du hast ja dann auch auf der Bühne die Möglichkeit, in den Text mal reinzuschauen, falls man irgendwie einen Hänger hätte, was bisher zum Glück noch nicht passiert ist. Aber so ein Backup, das hast du dann ja auch auf jeder Bühne. Und du hast auch oftmals auf den Bühnen so einen Monitor, wo das Bild eingeblendet wird, was gerade hinter dir auf der Leinwand Stattfindet, weil das Blödste ist natürlich, wenn der Vortragsreferent dem Publikum den Rücken zudreht und guckt, welches Bild ist denn gerade dran, um zu wissen, was er denn sagen muss. Und das ist immer ganz gut, dass du da quasi hast du oftmals so einen Monitor oder den Laptop stehen und dann siehst du, welches Bild gerade dran ist und dann Ja, wir haben die Geschichten, wir haben sie ja tatsächlich alle erlebt. Also es ist ja nichts, wo wir irgendwie was erzählen, was so nicht stattgefunden hat. Und weil das das Erlebte ist, kann man das alles auch sehr schön erzählen. Und ob der Satz dann immer genau derselbe ist, das ist ja völlig egal. Ob der Satz ein bisschen länger oder ein bisschen kürzer ist, auch das ist egal. Also da sind wir einfach ein eingespieltes Team, weil wir beide, wir haben die Story erlebt Und der Gehren weiß ganz genau, wenn der Martin den Satz sagt, dann kommt das nächste Bild und dann drückt er eben entsprechend auch weiter das zum nächsten Bild oder zum nächsten Film. So haben wir das einstudiert. Aber klar, die Routine kommt natürlich mit den Vorträgen. Und desto öfter du ihn hältst, desto routinierter bist du, desto mehr improvisierst du auch mal und sagst dann eben auch Sätze, die dir spontan einfallen. Zum Beispiel versuche ich dann auch immer so aktuelles Zeitgeschehen mit reinzubringen, weil zum Beispiel der Trevi-Brunnen in Rom, dieses Motiv, was sicher jeder kennt, den wir natürlich ohne Menschen fotografieren wollten, der kostet ja mittlerweile seit Februar Eintritt. Und du hast nur noch ein Zeitfenster von zehn Minuten, weil sie genau diesen Menschenmassen Herr werden wollen und das sind natürlich so Tipps, die wir dann auch gerne mit einbauen, weil wir letztendlich den Leuten ja auch Italien näher bringen wollen und die Leute für Italien begeistern wollen und ihnen dann auch Tipps geben können, wie man denn zum Beispiel den Trevi-Brunnen so besuchen kann, dass da nicht so viele Leute sind.
Kai Behrmann
00:31:34
Ja, was du gesagt hast, also wenn man die Geschichten selbst erlebt hat, verinnerlicht hat, dann entwickelt das so ein Eigenleben und ein bisschen Üben ist natürlich wichtig, dass man das einmal auch für sich selber das Gefühl bekommt, ja, ich kann das auch frei rüberbringen, aber ja, diese Improvisation, die dann mit hinzukommt, dass man auch mal vom Skript abweicht, das ergibt sich dann mit jedem Mal, wo ihr auf der Bühne gemeinsam gestanden habt. Du hast gesagt, einen richtigen Hänger habt ihr bisher noch nicht erlebt. Gab es denn sonst irgendeine lustige Geschichte, die euch auf der Bühne passiert ist? Vielleicht irgendein lustiger Versprecher oder eine Improvisation, die beim anderen ein bisschen Überraschung ausgelöst hat? Gibt es da etwas?
Martin Buschmann
00:32:31
Naja, also ich habe das schon bei anderen Vortragsreferenten erlebt, dass da solche Dinge passieren. Bei uns bisher zum Glück noch nicht. Also das Einzige, was passiert ist, dass ich zum Beispiel dem Gereon einen Satz geklaut habe oder er mir einen Satz geklaut hat, den er eigentlich sprechen sollte. Was eher blöd ist, sind technische Probleme natürlich. Wenn zum Beispiel der Präsenter nicht mehr weiterschaltet oder das Video ruckelt oder der Ton ausfällt, weil derjenige, der das Mikro in die Hand gedrückt hat, vergessen hat, neue Batterien reinzumachen. Das sind so Dinge, die man dann natürlich auch versucht irgendwie zu überbrücken, bis die neuen Batterien dann auf der Bühne sind und das Mikro wieder neu bestückt ist. Also das ist zum Beispiel neulich bei dem Vortrag passiert, da saßen so 250 Leute drin, das war ein Kino und der Raum hatte so eine tolle Akustik. Ich habe dann einfach ohne Mikrofon weitergesprochen und wie ich nachher erfahren habe, hat jeder im Raum trotzdem alles verstanden, was ich gesagt habe, bis auf die hintersten Plätze, weil die Akustik in diesem Raum so gut war. Aber das sind dann eher so kleine Schockmomente, wo du dann denkst, okay, wie mache ich es jetzt? Also wenn es Video ruckelt oder gar aufhört, wenn der Präsenter nicht mehr geht, technischer Natur, das ist immer die große Herausforderung, funktioniert das alles, wenn wir dann nachher da oben stehen. Weil oftmals, du machst den Tontest und alles funktioniert und dann stehst du auf der Bühne und plötzlich ist der Ton weg. Aber das sind ja Dinge, das ist live und da ist eigentlich auch vom Publikum immer ein sehr großes Verständnis da und da kommen dann manchmal auch Zwischenfragen, da werden dann Zwischenfragen gefragt, wie habt ihr das denn da gemacht oder wir haben doch gerade das Auto da gesehen, wo war denn das und dann füllt man diese Momente mit solchen Sätzen und ja, es ist live. Da haben die Leute auch Verständnis für. Ist niemand böse.
Kai Behrmann
00:34:39
Dann kommen live mal solche Einwürfe, ein Dialog mit dem Publikum, aber ich denke mal auch im Nachhinein, nach dem Vortrag gibt es dann die Gelegenheit, sich noch auszutauschen mit euch. Die Zuschauer kommen auf euch zu. Was sind so die häufigsten Fragen, die ihr gestellt bekommt?
Martin Buschmann
00:34:57
Naja, also wir haben ja vom Klientel her, haben wir natürlich sehr viele Oldtimer-Fahrer, Fiat 500-Fahrer im Publikum. Und die fragen dann natürlich, du, bei meinem Auto gehen die Bremsen nicht mehr, wie hast du sie repariert, wo kriege ich die Teile her? Dann hast du die Italienliebhaber, die natürlich zum Beispiel fragen, was war denn die beste Pizza und wo habt ihr die beste Pizza oder das beste Eis gegessen? Und dann hast du natürlich das Klientel der Fotografen, die natürlich fragen, welche Drohne habt ihr da benutzt? Welche Einstellungen habt ihr gemacht? Wie habt ihr fotografiert? Wie habt ihr gefilmt? Und das sind ja alles Fragen, die ich dann auch gerne beantworte, weil es immer sehr spannend. Du hast ja immer eine Pause nach einer Dreiviertelstunde von 20 Minuten und dann ist man unten am Büchertisch und am Büchertisch habe ich verschiedene Sachen, die die Leute dann mitnehmen können gegen kleines Entgelt. Zum Beispiel haben wir den ganzen Vortrag auf einem USB-Stick, den man erwerben kann. Dann habe ich so kleine Gadgets, die man erwerben kann, zum Beispiel Ventilkappen mit Fiat 500 drauf, die die Fiat 500 Fahrer dann gerne kaufen. Dann haben wir natürlich so ein bisschen unser fotografisches Zubehör, was wir so benutzt haben, zum Beispiel so ein Pfropfen, den man ans Auto machen kann, wo man dann eine GoPro befestigen kann. Solche Dinge haben wir dabei, um zu zeigen, wie wir das gemacht haben. Und dann natürlich für die Italienliebhaber, das ist sehr lustig, wir verkaufen Tomatensauce am Bücherstand. Die Veranstalter kommen dann immer und sagen, sie hätten noch nie eine Live-Reportage gehabt, wo Tomatensauce am Bücherstand verkauft wurde. Das hat folgenden Hintergrund. In Neapel waren wir natürlich auf der Suche nach der besten Pizza der Welt und mussten uns die Zutaten suchen, um eine Pizza eben herzustellen. Und dazu gehört natürlich Tomatensauce. Und dann hatten wir ein Interview mit einem Tomatensauce-Produzenten. Und das ist so lustig geworden. Die Leute lachen sich so tot, weil er A, die Familiengeschichte so lustig erzählt und B, dann auch dieses Akzent Englisch, was er dann hat und das wird dann auch natürlich auch ins Deutsche übersetzt, aber dann wird jedem klar, warum wir Tomatensauce verkaufen und weil es die beste Tomatensauce auf der Welt ist, kaufen die Leute dann nachher auch die Tomatensauce und nehmen die mit nach Hause.
Kai Behrmann
00:37:25
Super, also was mir bei euch extrem gut gefällt ist, wie ganzheitlich ihr das Projekt aufgezogen habt, also von der ursprünglichen Idee, von der Umsetzung und jetzt auch mit den Vortragsreihen und mit dem Ganzen, was da noch dran hängt. Ihr verkauft Tomatensoßen mit Italienbezug, es gibt ein Pasta-Kochbuch. Man kann Luigi live auch erleben, wer das möchte, mit einer Fotoreise in die Toskana. Also ihr habt da sehr weit gedacht, wie ihr das Ganze aufzieht und was ganz, ganz Tolles draus gemacht. Auch eine eigene Webseite, luigi-italien.de, wo man das alles findet. Ist das auch so nach und nach gewachsen? Habt ihr dann immer spontan Ideen bekommen und die dann hinzugefügt? Oder war das auch schon Teil eines großen Masterplans bei dem ganzen Projekt?
Martin Buschmann
00:38:26
Naja, also auch da würde ich jetzt wieder auf meine fotografische Karriere in Anführungszeichen rückblickend verweisen. Gerade wenn du in der Werbefotografie tätig warst, musst du Ideen sehr schnell fotografisch umsetzen können. Du kommst morgens zu einem Kunden und der zeigt dir eine Maschine, die zum Beispiel Sprungfedern für Teddybären herstellt. Werde ich nie vergessen. Ich weiß jetzt wie Sprungfedern für Teddybären. Genau, du drückst auf den Teddybären vorne und dann gibt der das kleine Geräusch und macht um. Und der Kunde hat diese Maschine hergestellt, um diese Sprungfedern zu machen. Also musstest du relativ schnell in kurzer Zeit verstehen, aha, was passiert da, wo kommt das Material rein, was wird mit dem Material gemacht, wo kommt das Material raus, weil man das natürlich dann fotografisch dokumentieren musste. das wollte, der sehen auf den Fotoaufnahmen. Und diese Schule, durch diese Schule, die ich da 30 Jahre lang in der Werbefotografie gegangen bin, glaube ich, fällt es mir relativ leicht, Ideen sehr schnell zu sehen und dann auch umzusetzen. Natürlich wussten wir nicht, dass wir einen Tomatensaucen Produzenten treffen werden und mit dem ein Interview machen werden, weil den haben wir durch Zufall im Supermarkt kennengelernt. Also ich stand da vor den ganzen Tomatensaucen und ihr könnt euch vorstellen, in Italien ist das nicht nur ein Regal, das ist ein 10 Meter langes Regal voll mit verschiedenen Tomatensaucen und wir waren ja auf der Suche nach der besten Tomatensauce in Neapel und plötzlich tippt mich einer von hinten an und sagt, was ich denn hier suchen würde. Sag ich, ja, ich suche eine Tomatensauce. Dann sagt er, ja, da gibt es nur eine, nämlich die hier, die La Carmela. Und dann fragte ich ihn, was ihn denn jetzt prädestinieren würde, dass er hier die beste Tomatensauce kennt. Weil eigentlich, wenn da eine alte Nonna gekommen wäre und hätte mir erzählt, das ist die beste Tomatensauce, die benutze ich seit 50 Jahren und meine Oma hat die schon, dann hätte ich es geglaubt. Aber der junge Kerl, was prädestiniert ihn? Und dann sagt er, ja, er sei eben der Hersteller dieser Tomatensauce hier im Ort. Und da wusste der ja noch gar nicht, dass wir mit Luigi unterwegs sind. Also haben wir die Tomatensauce eingekauft und dann sagt er, ob wir Lust hätten, die Tomatensauce-Produktion bei ihm anzuschauen, er sei hier gerade um die Ecke. Und als wir dann noch auf den Hof gefahren sind mit Luigi, da stand die ganze Belegschaft, stand dann plötzlich auf dem Hof und haben uns applaudiert, weil wir mit dem kleinen Fiat, mit deutschen Kennzeichen, da südlich von Neapel eingefahren sind. Und da war halt einfach schon wieder Tür und Tor geöffnet. Aber die Situation, die mussten wir halt jetzt nutzen. Und dann hieß es, los, Kameras raus, Interview machen. Der erzählt uns jetzt eine Geschichte, ob es die nachher schafft in die Live-Reportage. Das wussten wir damals nicht. Aber das ist eine Geschichte, die es geschafft hat. Aber es gibt natürlich auch viele Geschichten, die es nicht geschafft haben in die Live-Reportage. Weil das muss ja auch anderthalb Stunden beziehungsweise hundert Minuten lang sein, weil oftmals bei den Festivals wie zum Beispiel bei der Mundologia in Freiburg oder auch das Zingstfotofestival, wo wir sein werden im Sommer, da kommen ja nach dir dann auch gleich der nächste Vortragsredner. Und insofern kannst du da nicht irgendwie stundenlang überziehen. Und ich glaube auch vom Sitzgleich her sind 100 Minuten, sind für jeden machbar. Alles, was dann länger geht, das wird dann schon schwierig. Dann fangen die Leute an den Stühlen, auf den Stühlen an rumzurutschen und ist dann eher. Man soll immer dann aufhören, wenn es am schönsten ist. Und das tun wir nämlich in dem Moment, wo wir unten auf Sizilien an meinem Geburtshaus ankommen. Da endet dann auch die ganze Geschichte. Und natürlich gibt es aus Sizilien noch viel, viel mehr Geschichten. Wir sind noch auf den Ätna hochgefahren und waren in Taumina und aber das sind alles Dinge, die haben wir ja so nicht drin. Die gibt es dann in den Magazinen, die wir rausgebracht haben zum Vortrag, stehen die dann nochmal separat mit neuen Fotos. Dann wie gesagt auf dem Film, den wir haben, auf dem USB-Stick, da sind so der Directors Cut, da sind dann noch die Sachen alle dabei, die es eben nicht an die Live-Reportage geschafft haben. Aber die Spontanität, die war sehr wichtig und ich glaube, das darf ich mir auch auf die Fahnen schreiben von uns beiden, das quasi zu organisieren, zu koordinieren und der Gehren dann oftmals als fotografischer Umsetzer dann hinter der Kamera. Aber wobei letztendlich, ich könnte ja gar nicht mehr sagen, wer jetzt welche Aufnahmen gemacht hat, das ist auch völlig egal, ob da mehr Aufnahmen von dem einen oder dem anderen drin sind, es ist unser gemeinsames Projekt und da sind wir froh drum, dass wir wirklich da sowas Schönes dahin gekriegt haben. Was wir dem Publikum ja noch nicht erzählt haben, die es vielleicht noch nicht gehört haben, der Luigi, der ist ja nicht nur einfarbig, sondern der ist in italienischen Farben lackiert. Und das ist natürlich der Grund, warum der uns immer Tür und Tor geöffnet hat. Da steht Luigi drauf und dann noch in den italienischen Farben, da schmilzt ja jeder Italiener weg. Das war natürlich eine Geschichte, die wir von vornherein geplant hatten, weil wir dann wussten, wenn wir damit ankommen, dann haben wir bei den Italienern gewonnen.
Kai Behrmann
00:43:56
Ja, ein richtiger Türöffner und tolle Teamarbeit, die ihr da geleistet habt. Jeder hat seine Stärken mit eingebracht und das zeigt ihr jetzt gemeinsam auf den Bühnen. Ich schaue mal gerade hier auf euren Tourneeplan für 2026. Auf 2027 gibt es schon Termine. Also demnächst seid ihr in Düsseldorf, Wuppertal, Bochum, Münster, Aachen, Krefeld, Kerpen, Köln, Schwäbisch, Gmünd. Dann geht es weiter, Weltsicht, Festival, dann Mundologia auch wieder. Also sehr, sehr viele Termine. Ihr seid da deutschlandweit unterwegs, in Zingst auch mit dabei. Also erzähl mal ein bisschen, wie schafft man das da, so den Fuß in diese Vortragswelt zu bekommen? Das ist ja, habe ich mir auch schon von einigen erzählen lassen, ein sehr umkämpfter Markt auch. Also man muss mit Qualität überzeugen. Es gibt viele ambitionierte Fotografen, die auch gerne auf diesen Bühnen stehen möchten. Wie pitcht man sowas, dass man dann dementsprechend auch oft gebucht wird?
Martin Buschmann
00:45:08
Ja, also da muss ich auch neidlos zugestehen. Da hatte ich eben das Glück mit dem Gerion, dass er ja eben schon in dieser Vortragsszene auch drin war mit seinen Vorträgen Schottland, Norwegen, Mallorca. Das heißt, die Veranstalter kannten ihn und wussten, dass er eben auch für Qualität steht. Und wir haben natürlich schon während der Tour, die ja insgesamt über einen Zeitraum von drei Jahren ging, Haben wir natürlich auch schon entsprechend die Werbung dafür geschaltet, den Instagram-Kanal online geschaltet, die Internetseite aufgesetzt und insofern haben wir auch die ganzen sozialen Medien schon da im Vorfeld ab Tag 1 quasi bedient gehabt. Also die Internetseite war reserviert, als wir losgefahren waren, die Internetseite stand und dann haben wir die ganz kontinuierlich auf jeder Tour natürlich bespielt und gerade Instagram hat da sehr geholfen, weil natürlich solche Veranstalter, die gucken dorthin und sehen, aha, guck mal, das ist ein spannendes Thema und da stehen schon erste Filme und sowas online. Und insofern werden wir jetzt angesprochen, ob wir zu der Veranstaltung eben unseren Vortrag zeigen würden. Also wir müssen jetzt nicht mehr die Klinke putzen. Man hat natürlich nach Ende der Beendigung der Reise eben, nachdem wir dann das letzte Mal auch unseren Podcast hatten, Hat man die entsprechenden Veranstalter natürlich mit einem Flyer dann angeschrieben und sich dort beworben, um dann eben die Zusagen zu bekommen. Und was eben sehr spannend ist, dass da sehr, sehr weit vorausgedacht wird. Also du hast gerade diese ganzen Termine genannt und es gibt dann immer die Saisonveranstaltungen, Die Saison 26, 27, die endet jetzt im April mit den Terminen, die du gerade genannt hast. Und dann geht es weiter in der Saison 27, 28, dann 28, 29. Das ist also ein Projekt, was wirklich langfristig angelegt ist. Und die Termine werden immer wieder aktualisiert auf der Internetseite unter dem Reiter Vorträge auf luigi-italien.de. Also ich denke mal, wir werden die nächsten Jahre noch damit unterwegs sein und da den Menschen ein bisschen Wärme und Dolce Vita ins Haus bringen.
Kai Behrmann
00:47:28
Ja, passt ja auch. Das ist ja ein Thema, was nicht altert, sondern etwas, was weg von der Tagesaktualität auch in zwei, drei Jahren und noch länger unterhaltsam ist und auf die Bühne passt. Insofern wünsche ich euch da weiterhin viel Erfolg und auch Spaß mit diesem Projekt. Bringt den Leuten Italien, Deutsche Vita näher. Martin, aber abgesehen von dem Projekt gibt es schon Ideen für neue Projekte bei dir. Wie schaut es sonst aus mit deiner Fotografie? Du machst ja auch Fotoreisen, du arbeitest als Werbe- und Industriefotograf. Ja, nimm uns da mal ein bisschen mit in diese Bereiche.
Martin Buschmann
00:48:15
Ja gut, letztendlich ist ja auch diese Idee mit dem Luigi ist ja entstanden aus einer Fotoreise, in dem Fall damals Mallorca. Fotoreisen, die ich anbiete nach Sizilien, in die Toskana, nach Mallorca, nach Kenia, nach Tansania. Ja, ich komme jetzt gerade zurück aus Uganda, von den Berggorillas, habe dort eine Fotoreise geleitet. Und das sind die Projekte, die natürlich immer weitergehen. Und gerade im speziellen Italien werde ich immer mehr ausbauen, aktuell Toskana und Sizilien. Und in der Toskana zum Beispiel ist der Luigi mit dabei, da lade ich den auf, auf den Hänger, fahre den Luigi dort runter. Und die Gäste der Fotoreise, die dürfen sich unten in der Toskana selber einen Fiat 500 mieten und dann fahren wir mit den kleinen Oldtimern zu den schönsten Plätzen in der Toskana, um dort eben zu fotografieren. Denn es ist eben bei mir nicht nur die reine Fotografie, sondern die Kulinarik ist mir als gebürtiger Italiener auch immer ganz wichtig. Und auf Fotoreise in Italien essen wir sehr gut, eigentlich essen wir auf allen Fotoreisen sehr gut, die ich veranstalte, weil eben ich entsprechend auch danach zum Beispiel Unterkünfte aussuche, die ein sehr gutes Essen anbieten. Und ja, insofern es geht immer weiter Der Achmed der Kfz-Mechaniker da werde ich am Wochenende wieder in der Werkstatt sein, es sind ein paar Dinge, die an Luigi repariert werden müssen und natürlich wird auch Luigi bis ans Ende meines Lebens bei mir bleiben weil der Achmed, der sorgt immer dafür, dass der TÜV uns nicht scheidet und insofern auch das Luigi-Thema geht weiter, vielleicht wird es dann irgendwann eine weitere Geschichte mit Luigi geben, aber da sind erste Ideen da, aber da kann ich dann später nochmal drüber sprechen.
Kai Behrmann
00:50:10
Ja, dann bist du auf jeden Fall schon mal wieder herzlich eingeladen, um darüber zu berichten. Ich bin mir sicher, das ist nicht das letzte Interview, was wir hier geführt haben. ist immer herzlich willkommen, schon einer der Gäste, die hier am häufigsten waren. Immer wieder schön mit dir zu sprechen, Martin, über deine Projekte, das, was du alles auf die Bühne bringst, veröffentlicht. Das macht mir immer sehr viel Spaß, das zu sehen. Und ich hoffe, dass ich in diesem Jahr das auch schaffe, bei zumindest einem Termin mir den Vortrag mal live anzuschauen. Ein paar Optionen habe ich schon gesehen, die passen könnten. Insofern sage ich mal vielen Dank und bis bald.
Martin Buschmann
00:50:54
Ja, Mensch, lieber Kai, ich danke dir natürlich und danke schön für das Kompliment. Und ich möchte an dieser Stelle auch mal wirklich ein großes Kompliment an dich aussprechen. Es macht mir immer sehr, sehr viel Spaß, mit dir im Podcast zu sein. Das ist einmal deine sehr sympathische Art. Dann vor allen Dingen, was mich immer sehr freut, dass du sehr gut vorbereitet bist auf deinen Gesprächspartner. Das habe ich auch schon anders erlebt. Das ist immer ganz toll und deine Fragen machen riesig Spaß und lassen quasi beide Worte nur so aus dem Mund raussprudeln. Man braucht sich da nicht vorbereiten oder sowas, sondern das ist mit dir wirklich immer eine große Freude, im Podcast zu sein. Vielen, vielen Dank dafür.
Kai Behrmann
00:51:38
Das freut mich und gut, dass wir noch keinen Videopodcast machen, sonst hätte man jetzt sehen können, dass ich fast rot werde bei den vielen Komplimenten, Martin. Ja, gebe ich gerne zurück und freue mich schon auf das nächste Mal. Bis dann.
Martin Buschmann
00:51:51
Bis dann, lieber Kai. Dankeschön.
Kai Behrmann
00:51:54
Tschüss.
Martin Buschmann
00:51:55
Tschüss.