Abenteuer Reportagefotografie – Podcast über visuelles Storytelling

Kai Behrmann: Visueller Storyteller und Fotograf

Zwischen Rastplatz, Kunstmesse und Street Photography: Achim Katzberg über seine fotografische Entwicklung, Langzeitprojekte und die Präsentation von Bildern

Achim Katzberg berichtet von seinem Weg von der Architekturfotografie zur Street Photography, seinem Buchprojekt über Lkw-Fahrer an Sonntagen sowie seinen Erfahrungen mit Ausstellungen, Kunstmessen, Instagram und Iris.

10.06.2026 73 min

Zusammenfassung & Show Notes

Wie entwickelt sich die eigene fotografische Handschrift über Jahre hinweg? Wann wird aus einzelnen Street-Fotografien ein dokumentarisches Langzeitprojekt? Und was passiert, wenn Bilder nicht nur auf Instagram erscheinen, sondern auf Kunstmessen an der Wand hängen? Im Gespräch mit Achim Katzberg geht es um bewussteres Fotografieren, die Bedeutung persönlicher Projekte und die Erkenntnis, dass gute Fotografie erst im Austausch mit anderen und in gedruckter Form ihre volle Wirkung entfaltet.

Wie entwickelt sich die eigene fotografische Handschrift über Jahre hinweg? Wann wird aus einzelnen Street-Fotografien ein dokumentarisches Langzeitprojekt? Und was passiert, wenn Bilder nicht nur auf Instagram erscheinen, sondern auf Kunstmessen an der Wand hängen? Im Gespräch mit Achim Katzberg geht es um bewussteres Fotografieren, die Kraft persönlicher Projekte und die Erkenntnis, dass gute Fotografie erst im Austausch mit anderen ihre volle Wirkung entfaltet.

Viele Fotografen beginnen damit, möglichst viel zu fotografieren. Mit der Zeit verändert sich jedoch häufig der Blick: Die Auswahl wird bewusster, die eigenen Interessen klarer und die Themen persönlicher. Auch bei Achim Katzberg war dieser Prozess entscheidend. Sein Weg führte von der Architekturfotografie über die Street Photography hin zu langfristigen dokumentarischen Projekten und schließlich zu Ausstellungen und Kunstmessen.

Im Gespräch berichtet er davon, wie sich seine fotografische Arbeitsweise verändert hat, warum ihn das Leben von Lkw-Fahrern auf deutschen Rastplätzen über Jahre beschäftigte und weshalb er überzeugt ist, dass Bilder erst dann wirklich fertig sind, wenn sie gedruckt und an einer Wand präsentiert werden. Dabei wird deutlich, dass fotografische Entwicklung nicht nur durch das Fotografieren selbst entsteht, sondern auch durch Gespräche, Feedback und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.

Vorheriges Interview mit Achim Katzberg: "Street Photography als Choreografie des Zufall" 


⚽ "Amor Eterno" geht an den Start!

Nach vier Jahren Arbeit an meinem fotografischen Langzeitprojekt über die Fußballkultur in Argentinien startet jetzt die Kickstarter-Kampagne für das gleichnamige Fotobuch. Gemeinsam mit Thomas B. Jones spreche ich im YouTube-Live am Mittwoch, 10. Juni 2026, ab 20 Uhr über die Geschichten hinter den Bildern, die Entstehung des Projekts und den Weg vom ersten Foto bis zum Buch.

📺 Zum YouTube-Live: https://www.youtube.com/watch?v=I1JItmKN7gM

📖 Mehr Informationen zu "Amor Eterno": https://www.abenteuer-reportagefotografie.de/amor-eterno

🚀 Direkt zur Kickstarter-Kampagne: https://www.kickstarter.com/projects/kai-behrmann/amor-eterno

🥁 Der Video-Trailer zum Projekt: https://vimeo.com/manage/videos/1198140137/06178b7212

// Du fragst, wir antworten //

Im Podcast sollst du zu Wort kommen!

Hast du Fragen, spannende Themen oder einfach Gedanken, die du schon immer mal loswerden wolltest? Dann schreib uns!

Unser Q&A-Format lebt von deinen Beiträgen – und wir freuen uns riesig, deine Fragen zu beantworten. 
Egal, ob du Tipps brauchst, neugierig auf unsere Meinungen bist oder einfach eine lustige Anekdote erzählen möchtest – dein Feedback ist herzlich willkommen!

Schick uns deine Fragen & Feedback per Mail an: kaibehrmann@web.de und sei Teil einer unserer nächsten Folgen. 

Keine Frage ist zu klein, zu groß oder zu verrückt – wir freuen uns auf deine Ideen!

// Werbung //

Dies ist der Podcast der interaktiven Lernplattform “Abenteuer Reportagefotografie”. Hier dreht sich alles um visuelles Storytelling in der Street- und Reportagefotografie.

Thomas B. Jones und ich helfen dir, mit deinen Bildern spannende Geschichten zu erzählen - ob in der Familie, in der Freizeit oder auf Reisen. Lerne, wie du die Bilder machst, die dich und andere begeistern.

Es erwarten dich:
  • Live-Webinare
  • Exklusive Podcasts
  • Fotografie-Geschichte: Was du von den großen Meistern lernen kannst.
  • Regelmäßige Aufgaben mit ausführlichem Feedback 
  • Videokurse
  • Eine aktive Community auf Discord für den direkten Austausch
Kostenlose Probemitgliedschaft

Wirf selbst einen Blick hinter die Kulissen unseres exklusiven Mitgliederbereichs und stöbere in den Inhalten.

Du kannst „Abenteuer Reportagefotografie“ eine Woche lang kostenlos und unverbindlich im Rahmen einer Probemitgliedschaft testen.

Mit unserem Newsletter bleibst du immer auf dem Laufenden.

Aktuelle Workshop-Termine findest du hier: https://www.abenteuer-reportagefotografie.de/erlebnis-workshops

Unser Buch: "Mit Bildern Geschichten erzählen: Wie du Storytelling gezielt in deiner Fotografie einsetzt" (dPunkt-Verlag)

Du hast Fragen oder Feedback? Dann schreib uns gerne – wir freuen uns, von dir zu hören: kaibehrmann@web.de

// Danke sagen //

Der "Abenteuer Reportagefotografie"-Podcast ist kostenfrei und wird es auch immer bleiben. Ich freue mich, wenn ich dir Inspiration für deine Kamera-Abenteuer biete.

Falls du Danke sagen möchtest, kannst du mir per PayPal eine Spende zukommen lassen. Oder du schaust auf meiner Amazon-Wunschliste vorbei. Dort habe ich Dinge hinterlegt, mit denen du mir eine Riesenfreude machen würdest.

Herzlichen Dank!

// Hinweis //

*Bei einigen der Links in den Shownotes handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Wenn du die verlinkten Produkte kaufst, nachdem du auf den Link geklickt hast, erhalte ich eine kleine Provision direkt vom Händler dafür.

Du zahlst bei deinem Einkauf nicht mehr als sonst, hilfst mir aber dabei, diese Webseite für dich weiter zu betreiben.

Ich freue mich, wenn ich dir Inspiration für deine Kamera-Abenteuer biete.

Transkript

Und ich bin dann tatsächlich ans andere Ende von dem Lkw, habe von innen nach außen fotografiert. Und das Bild, das ist glaube ich das Grafischste in diesem Buch, was aber so ein bisschen in meine Fotografie geht. Und ich kam heim und sagte, ja ich mache weiter. Und dann bin ich fast ein ganzes Jahr lang immer mal wieder, nicht jedes Wochenende, aber immer mal wieder. Habe da fotografiert.
Kai Behrmann
00:00:33
Okay, Achim, dann starten wir mal mit der offiziellen Aufnahme. Wir haben eben uns hier schon lange unterhalten, in einem Café. Wir wollten die Podcast-Folge eigentlich dort aufnehmen, aber haben dann gemerkt, dass es doch ein bisschen zu laut war in der Umgebung. Musik und haben uns jetzt hier auf einen etwas ruhigeren Platz gesetzt. Du kennst dich hier in Mainz aus. Wo sitzen wir hier gerade?
Achim Katzberg
00:00:57
Wir sind in der Mainzer Neustadt auf dem Gartenfeldplatz. Das ist eigentlich so ein bisschen multikulti gehypte Platz. Da gibt es das Neustadteis, also Nais, N-Apostroph-Eis. Die haben hier als Erste, glaube ich, sich niedergelassen und wird sehr gehypt. Es gibt die Fette Henne, ein sehr nettes, hippes Café. Es gibt den Schrebergarten, heißt er, glaube ich. Auch sehr nette Sachen, Also wirklich ein netter Platz mitten in der Mainzer Neustadt. Und wir haben heute bestes Wetter, blauen Himmel. Da muss man nicht irgendwo im Café sitzen.
Kai Behrmann
00:01:32
Ja, und wir haben uns hier noch ein schattiges Plätzchen gesucht. Also hoffentlich überstehen wir das hier ohne Sonnenbrand. Aber auch das Café kann man sehr empfehlen, das Höge. Unbezahlte Werbung, aber ja, Mainzer Tipp hier.
Achim Katzberg
00:01:48
Ja, wohl wahr. Also gibt es auch schon einige Jahre und immer wieder gerne.
Kai Behrmann
00:01:52
Ja. Achim, wir haben ja schon mal ein Gespräch aufgenommen im Podcast. Das ist schon eine ganze Weile her. Ich habe jetzt ganz vergessen, nochmal nachzuschauen, wann das war. Es liegt aber, glaube ich, schon gut vier Jahre zurück. Kann das sein?
Achim Katzberg
00:02:06
Ja, 22 hätte ich jetzt auch gesagt, irgendwo so in der auslaufenden Corona-Zeit. Ich weiß, dass ich damals eine Ausstellung in der Galerie Mainzer Kunst hatte. Und das war während Corona. Da hatte ich nämlich damals noch die Vernissage als Zoom-Vernissage gemacht. Und irgendwie hatten wir dann damals es nicht geschafft, in persona aufzuzeichnen. Aber ich glaube, ich war sogar in der Ausstellung, als wir aufgezeichnet hatten.
Kai Behrmann
00:02:39
Ich werde die Folge auf jeden Fall auch nochmal verlinken in den Shownotes. Also einfach da mal in der Podcast-App nachschauen und eventuell da nochmal reinhören. Da haben wir ganz ausführlich auch über deinen Weg in die Street Photography gesprochen. Viel Hintergrund, das würde ich diesmal dann eher knapp halten. Also für alle, die da noch ein bisschen mehr über dich erfahren. Möchten gerne da mal reinhören, aber ich glaube, in der deutschen Street Photography Szene bist du durchaus bekannt. Du machst, ja, du hast einen Stil in der Street Photography, du kommst aus der Architektur, bist da auch jetzt so unterwegs, dass du die Architektur immer noch sehr prominent mit einarbeitest in deine Bilder, in Verbindung jetzt auch dann mit Menschen, sehr grafisch arbeitest Richtung Feinart. Und bist Teil des Frankfurter Street Collectives, Collateral Eyes, auf verschiedenen Treffen in Deutschland dann eben auch mit dabei. Insofern, dein Name, glaube ich, dürfte vielen ein Begriff sein. Aber nochmal ganz kurz an dieser Stelle, auch für alle, die das erste Interview nicht gehört haben. Wie bist du damals in die Street Photography gekommen?
Achim Katzberg
00:03:57
Also bei mir war es so, dass ich nach einer längeren beruflich bedingten Pause die Fotografie wieder für mich entdeckt habe, bis hin, dass ich sie sogar zum Beruf gemacht habe. Und im Zuge dessen, also ich kam aus der analogen Fotografie, habe selbst ein Schwarz-Weiß-Labor gehabt und, und, und, Dann die Pause und dann in der Pause ist aus analog, irgendwo hat sich die Welt gedreht, entwickelt in die digitale Welt rein und um wieder in das Thema zu kommen und auch zu verstehen, was ist bei digital anders als bei analog, habe ich den ein oder anderen Workshop einfach mal besucht. Und dann wurde ein Workshop angeboten in Wiesbaden. Ja, ich habe mich auf die andere Rheinseite getraut. In Wiesbaden, damals war das der Sebastian Schmidt aus Berlin. Und das war ein Workshop zum Thema Street-Fotografie. Zu dem Zeitpunkt wusste ich da eigentlich nicht wirklich viel drüber. Aber am Ende des Tages war das so der Auslöser, wo ich sagte, Nee, ich warte zukünftig nicht mehr, dass der letzte Mensch aus dem Bild läuft, um die Architektur pur zu fotografieren. Es ist doch viel schöner, wenn ich die Architektur mit demjenigen zeige, für den sie auch gebaut ist, nämlich einen Menschen in irgendeiner Form da mit einbaue. Und so kam das dann, dass ich von der reinen Architekturfotografie zur Streetfotografie geschwenkt bin. Also alles auch immer wieder nicht inszeniert. Bühne sehen, viel angeln. Also ich bin tendenziell eher im Schwerpunkt der Angler, wenn gleich manchmal auch ein Jagen angesagt ist. Und das zieht sich bis heute so durch und macht mir nach wie vor große Freude.
Kai Behrmann
00:05:51
Ja, das ist auch schon mal eine gute Orientierung, so ein bisschen wie du reingekommen bist und was dich in deiner Street Photography interessiert, worauf du dein Augenmerk legst. Und du sagst, du bist bis heute dabei geblieben, aber so eine Entwicklung als Fotograf durchläuft ja auch viele Stufen, Ebenen. Wenn du jetzt mal so zurückschaust in deiner Street Photography, gab es, was sind so die Linien, die gleich geblieben sind? Und wo ist was Neues auch mit den Jahren hinzugekommen?
Achim Katzberg
00:06:24
Ja, ich sag mal, am Anfang habe ich natürlich auch vieles ausprobiert. Alles fotografiert und bin auch mit unendlich vielen Auslösungen, Kameraauslösungen nach Hause gekommen. Heute einerseits positiv, also ich fokussiere mich schon mehr auf meine minimalistische, urbane, grafische Street-Fotografie. Aber es hat Vor- und Nachteile, weil in dem Moment, Und wo ich mich auf Dinge fokussiere, sehe ich vielleicht auch das eine oder andere nicht mehr so, wie ich es am Anfang gesehen habe. Ich habe ursprünglich wirklich auch alles fotografiert, von Streetportraits über Menschen im Café und dies. Und mittlerweile löse ich gar nicht mehr aus. Das ist, glaube ich, so der Hauptpunkt, dass ich viel häufiger, viel schneller auch sage, nee, lohnt nicht, drücke ich nicht auf den Auslöser, macht nur die Speicherplatte voll.
Kai Behrmann
00:07:35
Bisschen bewusster oder selektiver fotografieren, der Blick kann ich gut nachvollziehen, verändert sich dann mit der Zeit oder beziehungsweise man schaut etwas selektiver hin. Was ich ganz spannend fand, wir haben eben im Café auf deine Publikation geblickt, da die Bücher mal durchgeschaut und da gibt es dieses Buch Anglais Mort. Ich hoffe, ich spreche das richtig aus, Französisch.
Achim Katzberg
00:08:04
Wenn ich das so richtig wüsste, es hört sich gut an.
Kai Behrmann
00:08:09
Wir werden Pia Parolin dazu nochmal fragen, die sich sehr gut in Frankreich auskennt und sehr gut Französisch spricht. Dieses Projekt, das ist so ein bisschen, fand ich dahingehend spannend, weil es aus Bildern entstanden ist, die du vor längerer Zeit gemacht hast, die du eigentlich gar nicht, im Zusammenhang für ein Projekt gesehen hast. Und erst mit etwas Abstand, hat sich daraus etwas entwickelt.
Achim Katzberg
00:08:42
Ja, ja und nein. Im Prinzip ist das ganz schön. Es passt auch zu der ersten Frage. Wie hat sich deine Fotografie entwickelt? Die ersten Bilder in dem Buch sind, glaube ich, 2010 entstanden. Also in der Phase, in der ich die Fotografie, meine Leidenschaft wiederentdeckt habe, es war immer irgendwie was Grafisches etc. Und damals habe ich gemerkt, bei den LKWs gibt es eigentlich viele grafische Elemente, viel Minimalistisches, was man fotografieren kann. Ich habe dann so die ersten Bilder gemacht und im Laufe der Zeit, wir waren damals auch viel auf der Autobahn unterwegs, Die Schwiegereltern haben in Eutinen gelebt, also an der Ostseeküste. Da ist mir dann so am Wochenende aufgefallen, hey, irgendwie sind ja die ganzen LKWs am Wochenende wegen Sonntagsfahrverbot, die sammeln sich ja auf den Raststätten irgendwie an, da könnte man was draus machen. Und dann kam bei mir ja die Street-Fotografie dazu und dann dachte ich, okay, da kannst du wirklich mal unter dem Arbeitstitel Sonntagsfahrverbot eine Fotostrecke, eine Reportage, was auch immer tun. Ich hatte lange gezögert und es hat lange gedauert, bis ich überhaupt dann da aktiv wurde. Auch unter dem Aspekt, ich wusste, dass ich auf den Rastplätzen auf keinen Fall unbeobachtet fotografieren kann. Sobald du da mit der Kamera unterwegs bist, wirst du gesehen, wirst du wahrgenommen. Und mir war auch bewusst, dass es da eine Sprachbarriere geben wird, weil es einfach so ist, dass viele der Truckerfahrer, die da am Wochenende ihr Dasein im toten Winkel, Encle Moor, Ihr Leben genießen. Ich würde sogar sagen, das macht ja immer einen zufriedenen Eindruck. Dass ich aber mit denen mich nicht austauschen kann. Also sprich, mit denen reden, ist das in Ordnung, dass ich fotografiere. Das bezog sich auf, ich zeigte damals meine Kamera, so nach dem Motto, habe auf die Kamera gezeigt, ist es in Ordnung, dass ich die Bilder fotografiere. Also diese nonverbale Zustimmung habe ich bei den Bildern und das ist der große Unterschied zu meiner Street-Fotografie, die ich sonst so mache. Und ich hatte das große Glück, dass ich beim ersten Mal, als ich mir den Ruck gegeben habe, ich probiere das jetzt aus, tatsächlich Einen LKW hatte, der hinten offen stand und da waren Truckerfahrer drin. Die hatten quer über die Laderampe sich quasi einen provisorischen Tisch gebaut und hatten dort gefrühstückt, gebranscht oder wie auch immer man es nennen will. Es war sonntags morgens. Und die Jungs meinten, ob ich nicht hochkommen wollte. Es waren Spanier, da ging es so radebrechend in Englisch, mich mit denen zu unterhalten. Und ich bin dann tatsächlich ans andere Ende von dem LKW und habe von innen nach außen fotografiert. Und das Bild, das ist, glaube ich, das Grafischste in diesem Buch. Was aber so ein bisschen in meine Fotografie geht. Und ich kam heim und sagte, ja, ich mache weiter. Also ich war happy, dass das funktioniert hatte und hatte auch an dem Tag einige andere Bilder noch gemacht. Und dann bin ich fast ein ganzes Jahr lang immer mal wieder, nicht jedes Wochenende, aber immer mal wieder am Wochenende auf einen nahegelegenen Rastplatz gefahren. Es waren immer andere Menschen, es gab immer andere Situationen. Oder dann auch mal, wenn ich sonst irgendwie unterwegs war und habe da fotografiert. Hat viel Freude gemacht und irgendwann habe ich gesagt, so jetzt gieße ich das Ganze in ein Buch und das ist eben das, was dann entstanden ist. Und der Titel ist tatsächlich im Laufe der Aufnahmen entstanden, weil mir aufgefallen ist, die LKWs haben ja diesen Onclemore-Aufkleber dran, dieser tote Achtung, toter Minkel. Und der ist mir halt immer wieder über den Weg gelaufen. Dann sage ich, ja, das ist es aber ja genau. Das ist der Inhalt meiner Fotostrecke, die ich da gemacht habe. Nämlich mal zeigen, wie das Leben am Sonntag, der Truckerfahrer am Sonntag aussieht. Wenn sie eben nicht fahren dürfen.
Kai Behrmann
00:13:19
Ein tolles Projekt und ich finde es ein wunderbares Beispiel dafür, wie aus der Street Photography dann ein Projekt werden kann, was jetzt vielleicht eher in Richtung Reportage, Dokumentarfotografie geht. Also sich da nicht beschränken und Elemente, Techniken aus der Street Photography ruhig mit in andere Genres reinzubringen. Das finde ich bemerkenswert dabei und eben auch, ich sage es auch immer wieder gerne, für mich ist die Street-Photography häufig auch Ausgangspunkt für etwas Größeres. Also ich beobachte etwas in meiner Umgebung und statt nur dieses eine Bild dann, zu machen, ein bisschen tiefer zu schürfen, was steckt da noch dahinter und dem dann nachzugehen.
Achim Katzberg
00:14:07
Ja genau, das war so der Punkt. Wie gesagt, mich hat es ein bisschen Überwindung gekostet, weil es eben für mich so ein bisschen die Hemmschwelle war. A, es geht nicht ungesehen und B, ich kann mich höchstwahrscheinlich nicht verbal austauschen.
Kai Behrmann
00:14:26
Ja, das ist ja in der Street Photography, in der klassischen Street Photography, in der Candid-Variante vermeiden wir ja den Kontakt und das Gespräch und zielen da gar nicht so drauf ab. Und in der Reportage oder in der Art, wie dieses Projekt entstanden ist, kommt es eben auch darauf an. Also das ist auch eine Fähigkeit, finde ich, die durchaus gut im Repertoire mit ihren Platz hat. Ich mache das auch sehr, sehr gerne jetzt bei Streetportraits manchmal, dass ich durchaus auch aktiv den Kontakt suche. Also ich schwanke da auch immer hin und her zwischen den unbeobachteten Momenten. Aber dann interessiert es mich auch, mit Menschen mal ins Gespräch zu kommen. Was bist du so für ein Typ, wenn du in der Stadt unterwegs bist? Wie sieht das bei dir aus?
Achim Katzberg
00:15:15
Also ich suche normalerweise das Gespräch nicht. Also eher so, dass ich sage, okay, ich versuche unbeobachtet, ungesehen zu sein und mache meine Aufnahmen. Ich tatsächlich den Eindruck habe, wenn ich das Gespräch suche, dann mache ich die Bilder hinterher, dann sind sie nicht mehr unbeeinflusst, egal wer. In aller Regel kann man das erkennen, dass hier ein Konsens bestand und dass es eben nicht mehr dieser unbeobachtete Moment ist.
Kai Behrmann
00:15:58
Ja, bin ich absolut deiner Meinung. Bei mir ist es auch so, dass sich dieser Kontakt dann eben auf die Momente beschränkt, wenn ich Streetportraits mache. Das ist so ein Teil auch meiner Streetphotography, die ich immer so ein bisschen mitlaufen lasse. Aber klar, wenn man diese unbeobachteten Momente haben möchte, da vermeidet man dann den Kontakt. Achim, du warst jetzt gerade in Köln auf einer Kunstmesse. Das ist ein Aspekt, den ich bei dir sehr spannend finde, weil du nicht nur deine Bilder auf sozialen Medien, bei Instagram oder auf deiner Webseite zeigst, sondern du gehst auch, raus auf eben solche Veranstaltungen, verkaufst dort deine Bilder, machst aus deinen Bildern was im Rahmen von Printprodukten, Printprojekten, in Büchern. Wie bist du da reingekommen oder was bedeutet dir das, eben nicht nur die Bilder, für die Festplatte zu machen, sondern dir auch andere Wege und Kanäle zu suchen, deine Bilder mit Menschen zu teilen?
Achim Katzberg
00:17:12
Also wie bin ich da reingekommen? Zum einen war es so, dass ich, ich glaube ein bisschen unterscheiden zwischen Ausstellungen und zwischen Kunstmessen. Ausstellungen mache ich seit 2011, glaube ich. Auch witzigerweise über die gleiche Schiene, wie ich den Workshop gemacht habe. Und da bin ich irgendwann mal gefragt worden, hättest du Lust, auf dem Weinhöfefest in Haxheim eine Ausstellung zu machen. Wir haben da einen Raum und das Weinhöfefest in Haxheim war lange so, dass das zwischen Winzern und auf dem Weingut auszustellen, Essen, Trinken, Musik, Kunst, so wirklich diese Kombination in dem Konzept war. Das war, ich bin nicht ganz sicher, ob es die erste Ausstellung war, aber es war eine der Sachen am Anfang. Parallel dazu gab es mal den Architektursommer Rhein-Main, wo ich gefragt wurde, ob ich da nicht eine Ausstellung machen wollte. Das war auch alles in dem Zeitraum. Und damals, Architektursommer Rhein-Main war eine ziemlich große Nummer, hatte ich ehrlich gesagt ziemlich einen Respekt, das alleine zu machen. Und war damals in einer Fotogruppe in Wiesbaden, die Lichtmaler, und hatte dann die Lichtmaler gefragt, hey, hättet ihr Bock da mitzumachen? Wir machen das in Form von Tableaus, wir zeigen Architektur, Details. Und so ist damals die von mir initiierte Ausstellung Stadt-Landschaften, Stadt-Punkt-Landschaften und das Stadt mit Doppel-T geschrieben. Oder auch mal mit DT, konnten wir ein bisschen spielen, Stadtlandschaften entstanden. Wir waren 20 Fotografen und haben 20 Tableaus im DIN A0 Format hängen. Und die waren dann auch wirklich immer dreimal drei Bilder, glaube ich, neun Bilder pro Fotograf auf diesem Tableau drauf. und alles einheitlich toll gerahmt und die Ausstellung kam schon irgendwie mega an. Und ich glaube, ab dem Zeitpunkt dieser ersten Ausstellung war es dann so, dass ich gemerkt habe, es ist schon ein Unterschied, Bilder dann an der Wand zu sehen, an der Wand zu zeigen, darüber zu sprechen, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen etc. Und das habe ich dann auch wirklich konsequent weitergemacht. Also war jahrelang eben auf diesem Weinhöfenfest gewesen, bis dann das Konzept sich da ein bisschen gedreht hat und meine Location irgendwie woanders hingewandert ist und dann doch nicht mehr ganz so viel los war. Aber eigentlich während Corona ist das dann eingeschlafen. Und dann war ich hier bei einem Unternehmen, einem Bauunternehmen, der jährlich eine größere Ausstellung macht mit vier Künstlern, glaube ich. Da bin ich gefragt worden, ob ich da mit dabei sein will. Und auch eine richtig große Nummer mit Vernissage, mit Parkplatzeinweisern und was der Toten Teufel. Also wirklich eine richtig große Nummer. Und da habe ich den Lilau kennengelernt, einen Skulpturenmensch, und der sagt, oh, du musst auch mal auf so eine Kunstmesse gehen. Und das hatte ich dann irgendwie mir zu Herzen genommen, mich beworben. Und ja, dann war die Einstiegsdrogödie, dass das ausklang, es war in Frankfurt die Discovery Art Fair. Und ich hatte mich beworben, hatte die Zusage, hatte auch mit den vollen Kosten gerechnet. Und dann kam kurz vorher die Info, das Land Hessen subventioniert die Messe. Es gibt 50 Prozent der Standgebühren zurück zum Thema Wiedereinstieg Kultur. Und das war natürlich eine ganz, ganz nette Geschichte. Am Anfang da zumindest mal die Hälfte der Standgebühren schon mal auf dem Weg wieder zurückzukriegen. Aber auch da, das sind Messen, das sind 10.000 bis 15.000 Besucher an so einem Wochenende. Und tendenziell wirklich kunstinteressierte Menschen, auch kaufwillige Besucher. Adrenalinpegel steigt und macht echt Laune. Ich hatte nette Standnachbarn mit einer der Mitausstellerinnen, auch eine Fotografin, bin ich seitdem eigentlich befreundet. Wenn wir uns gemeinsam oder zeitgleich bei Kunstmessen bewerben, schreiben wir auch immer mit dazu, gerne gegenüber oder in Nachbarschaft von und das funktioniert dann in aller Regel auch. Wir hatten jetzt eine erste Ausstellung Anfang diesen Jahres in Karlsruhe und zwar nicht auf der Art Karlsruhe, aber auf einer Satellitenmesse zur Art Karlsruhe. Und die hatten wir als Art Connection 22, weil 22 war diese erste Messe in Frankfurt. Drei Künstler, die wir uns dort kennengelernt haben als Künstlergruppe. Und das ist das andere. Das Netzwerk wird unter Künstlern, aber auch unter Besuchern wird immer größer und macht einfach Laune.
Kai Behrmann
00:22:52
Du hast gesagt, wenn wir uns für eine Messe bewerben, wie sieht das aus, dieser Prozess?
Achim Katzberg
00:23:00
Also es ist tatsächlich so, dass du Beispielarbeiten, Bilder, also die Kunstmessen sind ja nicht nur Fotografen, sondern es sind ja wirklich von Skulpturen über Maler, alles was die Kunst so zu bieten hat. Da ist die Fotografie eher ein kleiner Teil. Du bewirbst dich mit einem Beispielportfolio und das Ganze wird kuratiert. Also du wirst dann nicht einfach anmelden und du hast dann deine Choreo, sondern es wird kuratiert. So war dann auch meine erste Erfahrung zeitgleich zu der Discovery Art Fair in Frankfurt. Da hatte ich mich auf der Arte in Wiesbaden beworben. Also die beiden habe ich gesagt, probiere ich mal aus. Und auf der Arte in Wiesbaden habe ich gerade mal einen Warteplatz gekriegt und irgendwie hatte ich da schon keinen Bock drauf. Also dann so zweite Liga zu sein, wollte ich nicht und hatte dann aber auch parallel für Frankfurt die Zusage gekriegt. Und dann habe ich bei der Arte komplett abgesagt, habe ich gesagt, nee, Nachrücker will ich nicht. Und war seitdem auch nicht auf der Arte, obwohl es naheliegend für mich wäre, in Wiesbaden auszustellen, weil das gerade mal über den Rhein ist. Also es ist eigentlich meine Heimatmesse. Was mich auch dazu bewogen hat, dass ich mich dieses Jahr dort beworben habe und dieses Jahr auch die Zusage habe. Ich werde also im September, glaube ich, in Wiesbaden auf der Arte ausstellen, werde auch der Arte eine Chance geben. Ich hatte so den einen oder anderen Grund, warum ich das die ganze Zeit erstmal hinten angestellt hatte. Aber ich probiere es aus und lasse mich gerne überraschen.
Kai Behrmann
00:24:40
Du hast jetzt ein paar Standorte in Deutschland schon genannt, mit Köln, Frankfurt, Wiesbaden, so mal aufs Ganze geschaut. Wo finden denn die wichtigsten Kunstmessen in Deutschland statt? Was sind so die Termine, die auf jeden Fall in den Kalender gehören?
Achim Katzberg
00:25:00
Das ist eine gute Frage. Was sind die wichtigsten? Also die Art Muck war jetzt gerade am Wochenende, München habe ich für mich irgendwann mal entschieden, ist mir zu weit in dem gleichen Jahr. Also da war ich einmal und im Folgejahr habe ich gesagt, nee, Entfernung ist mir zu groß. Getreu der Motto, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, war ich dann auf der Kunstmitte in Magdeburg, was ja deutlich näher ist als München vom Rhein-Main-Gebiet aus. Also das ist tatsächlich in der Ecke schon auch eine angesagte Messe, ein total tolles Klima, ein tolles Team. Die Kunstmitte waren auch die Veranstalter der Satellitenmesse in Karlsruhe jetzt gewesen, weil die gesagt haben, wir wollen auf jeden Fall im Umfeld der Art Karlsruhe wieder mit dabei sein. Es hat wohl in diesem Jahr nicht geklappt gehabt, dass sie direkt auf der Art Karlsruhe sind. Und so bin ich da tatsächlich auch wieder mit reingeschlittert. Und ansonsten hat die Kunstmitte einen Schönheitsfehler, die findet immer um den Geburtstag meiner Frau statt. Und das hier wird meine Frau 60, das ist irgendwie dann nicht unbedingt das, wo ich sage, da gehe ich jetzt trotzdem hin, so egoistisch bin ich dann doch nicht. Es gibt eine weitere große Messe in Berlin und Hamburg, also Hamburg auf jeden Fall, die Affordable Art Fair. Das sind dann aber durchaus auch Messen, bei denen nur Galeristen oder Künstlergruppen zugelassen werden. Künstlergruppe haben wir jetzt gerade eine gegründet im Frühjahr, vielleicht wird das dann nächstes Jahr mal eine Möglichkeit auszustellen. Es war jetzt die Art Düsseldorf, glaube ich, die war jetzt auch irgendwie gewesen. Also es gibt schon einiges, auch die Arte, die jetzt in Wiesbaden ist, findet an verschiedenen Standorten statt. Ja, also es ist schwierig zu sagen. Also ich habe mich jetzt so ein bisschen auf die Discovery Art Fairs eingeschossen. Also Köln und Frankfurt, mehr machen die auch nicht als die beiden Standorte. Und eigentlich drumherum immer gesagt, ich probiere mal noch eine weitere aus. Also auf der Mainart, die ist jetzt auch, ich glaube jetzt am Wochenende in Aschaffenburg. Da war ich auch letztes Jahr mal, habe ich immer gesagt, so die zweimal Discovery Art Fair plus eine kleine noch dazu oder eine dritte noch mit dazu. Dass es jetzt dann dieses Jahr doch schon die vierte noch geworden ist mit der Satellitenmesse war, als sich das kurzfristig ergeben hat.
Kai Behrmann
00:27:49
Wie muss ich mir deinen Stand vorstellen auf so einer Kunstmesse? Was zeigst du dort? Wie bist du aufgestellt?
Achim Katzberg
00:27:55
Also es ist so, dass du auf diesen Messen neben der reinen Bewerbung, was will ich zeigen, dich auch bewirbst für eine Koje in aller Regel. Du hast dann bei der Discovery Art Fair sind das zehn Quadratmeter, also neun Meter laufende Wand. Ich glaube jetzt in Köln war es erstmals, dass die Wand drei Meter hoch war, also vorher glaube ich immer 260 oder sowas. Also weise Wände, du kannst da aufhängen, whatever you want, also was immer du magst. Bei vielen Messen auch einfache Schraubenhängung, also nicht mit Seilen. Und es gibt meistens ein bisschen Regeln, Discovery Art Fair sagt zum Beispiel keine Wie heißt diese Bildwolken oder sonst was? Das ist nicht gewollt. Und ansonsten, ich habe jetzt an der Wand nur großformatige Bilder Acrylglas, Alu-Dibond mit Schattenfuge, ohne Schattenfuge gehabt. Ich habe aber auch schon gerahmte Bilder hängen gehabt. Da muss man immer ein bisschen gucken. Ich habe so ein Thema mit gerahmten Bildern insoweit, da ist die Marge in aller Regel nicht so groß. Und irgendwie musst du ja auch deinen Stand bezahlen.
Kai Behrmann
00:29:34
Ja klar, die Standkosten sind ein wichtiger Faktor. Generell, was ist für dich der Antrieb auf so einer Kunstmesse mit dabei zu sein? Ist es ein finanzieller Aspekt, der da im Vordergrund steht? Ist es, um dein Netzwerk zu vergrößern? Ist es, um einem breiteren Publikum deine Fotografie zu zeigen?
Achim Katzberg
00:29:54
Also der finanzielle Aspekt, um da schon auch mit offenen Karten zu spielen, Wenn es der wäre, der reine finanzielle Aspekt wäre, dann ist das sehr mit Vorsicht zu genießen, weil die Standgebühren sind schon sehr hoch. Und mit den Preisen, die ich aufrufe, muss ich schon ordentlich Kunst oder Fotografien verkaufen, um überhaupt die Standgebühren rauszuhaben. Insofern ist es eigentlich so, dass ich schon sehr zufrieden bin, wenn ich die Kosten der Messe erst mal raus habe. Eine Messe hat ja normalerweise auch einen Marketingcharakter. Also sprich, ich erhöhe meine Reichweite, meinen Bekanntheitsgrad, ich habe tolle Gespräche, ich habe sehr viele Künstler, sowohl aus der Fotografie-Szene als auch aus anderen Genres. Kennengelernt. Also das Event als solches ist schon wahnsinnig toll. Die Gespräche sind in aller Regel gut und toll. Und ich habe jetzt tatsächlich, egal ob jetzt über Magdeburg, über München, Aschaffenburg, Bilder in Ecken und Kanten verkauft, wo ich sonst, glaube ich, nie wahrgenommen worden wäre. Also wenn ich so an meine Jugend nachdenke, in der ich auch schon ausgestellt habe in Zweibrücken, also namentlich Sparkasse Zweibrücken, also über den lokalen oder maximal Regionalen Reichweite hinaus, wäre man da früher nicht gekommen. Da helfen natürlich auch die Social Media etc. Aber die Ausstellung hat halt nochmal einen ganz anderen. Du sprichst von Mensch zu Mensch über deine Bilder und unterhältst dich dazu. Die Bilder hängen an der Wand. Und ich habe, weil du eben gefragt hast, was habe ich hängen, ich hatte jetzt In der Ersthängung... Ich glaube, es sind zwölf Bilder hängen. Dann ist es aber auch so, dass auf den Kunstmessen direkt von der Wand verkauft wird. Das habe ich dann ganz schnell bei meiner ersten Messe gelernt, dass man immer Reserve mit dabei haben sollte. Die Ersthängung überlege ich mir dann immer, wie es auch gut zusammen aussieht. Und unter Umständen ist das schon am ersten Abend über den Haufen geworfen, weil ich dann eben nicht eins zu eins jetzt die Bilder doppelt und dreifach dabei habe, sondern ich habe halt andere Bilder dabei und dann sieht das vielleicht nicht mehr ganz so stimmig aus. Aber ganz ehrlich, wenn ich dann verkauft habe, ist mir auch egal, ob das stimmig ist oder nicht, weil ich einfach weiß, dass der Grund, warum es nicht mehr so stimmig ist, Verkäufe sind.
Kai Behrmann
00:32:53
Was für Motive sind das, die du mitnimmst?
Achim Katzberg
00:32:58
Also schon aus der Feinart Street Fotografie Motive. Wir haben uns vorhin ja darüber unterhalten, aus dem Onclemore Buch würde ich jetzt keine Bilder ausstellen, weil ich da nicht davon ausgehe, dass das jetzt Fotografien sind, die sich irgendjemand ins Wohnzimmer hängen wird. Und das muss man immer ein bisschen mit berücksichtigen, was würdest du dir selbst im Wohnzimmer an die Wand hängen. Und von daher geht die Auswahl schon auch in die Richtung. Ich habe auch in meinem Blog mal einen Beitrag geschrieben zum Thema Topseller. Und das geht halt genau in die Richtung, was macht ein Bild zum Topseller. Natürlich Bilder, die ich daheim in der Schublade liegen habe oder nur auf der Festplatte, die werden weniger zum Topseller als die Bilder, die ich dann auf Messen und Ausstellungen auch zeige und immer wieder zeige. Und das ist so schon auch ein Marbon-Spiel. Ich habe jetzt diesmal in Köln einiges an anderen Motiven dabei gehabt, immer wieder in die Richtung Fine Art Street Fotografie. Aber auch da ein bisschen die Überlegung, kommt das an oder funktioniert das? Wird die Machart funktionieren? Ich habe jetzt diesmal auch einige Schwarz-Weiß-Motive dabei gehabt mit einem Schattenfugelrahmen in Buche Natur. Was ich fand, dass es mega aussieht. Es war ein Versuch. Ich habe vier Motive in der Art dabei gehabt. Die sind alle weg. Also das Thema ist aufgegangen. Ich habe auch ein Bild von der Elbphilharmonie, wo Fensterreiniger sich abseilen, also Fassadenreiniger. Das habe ich schon, ich glaube, 2017 oder sowas gemacht, also schon relativ lange und habe es auch irgendwann mal schon mal als normales Rechteckbild gezeigt und glaube ich auch, doch, ich habe es auch verkauft und hatte immer so in der Nase, weil das so einmal einen Schwung, den gebogenen Schwung von der Silhouette von der Elbphilharmonie zeigt, immer so den Gedanken, du könntest mal diesen Schwung rausfräsen lassen. Also dass tatsächlich der Himmel analog rausgeschnitten ist und das Bild dann tatsächlich oben eine geschwungene Kante hat. Und das habe ich dich ja machen lassen, kostet Schweinegeld. Auch was, wo ich echt am Zucken war, mache ich das wirklich, wenn es nicht ankommt? Auch das Bild ist verkauft. Also das hat dann auch gleich ein Liebhaber gefunden und ein neues Zuhause. Das ist natürlich schon toll, wenn die Ideen dann auch aufgehen.
Kai Behrmann
00:35:50
Ja, man muss sich was ausdenken und auch mal Dinge riskieren. Du hast diesen Blogartikel angesprochen, den du geschrieben hast. Was sind denn weitere Kriterien dafür oder Zutaten, die ein Bild braucht, um zum Topseller zu werden?
Achim Katzberg
00:36:06
Ja, am Ende des Tages ist es tatsächlich der Punkt, den ich eben hatte, sind das Bilder, die ich mir persönlich oder die sich ein anderer dann auch zu Hause aufhängen mag, die gefallen, die ästhetisch den Anspruch haben, auch in einem Wohnzimmer zu hängen. Es gibt viel gute Fotografie, die sehr gut sogar ist, wo ich sage, Ich glaube, dass sie auf Kunstmessen nicht funktionieren wird, weil es einfach keine... Keine Fotografien sind, die man sich zu Hause dann hinhängt. Es gibt auch immer wieder das Encle Moor, das mal in einer Ausstellung zu zeigen, um das Thema noch mal präsenter zu machen, ist mit Sicherheit eine Möglichkeit. Und auch nochmal, ich hatte es glaube ich eben schon erwähnt, ich glaube nicht, dass das Fotografien sind, die auf so einer Kunstmesse gekauft werden.
Kai Behrmann
00:37:11
Gerade jetzt zu Zeiten von Corona damals haben ja viele Fotografen sich einen Webshop eingerichtet und darüber versucht, ihre Fotografien zu verkaufen und, auch sich mit diesen Fragen eben beschäftigt, welche Fotografie funktioniert. Und gerade jetzt auch in meinem Bekanntenkreis andere Street-Fotografen haben genau dieses Problem gehabt, dass diese Art der Fotografie häufig nicht Wohnzimmer-kompatibel anscheinend gewesen ist. Also da sind dann wahrscheinlich doch eher so Motive gefragt Richtung Feinart, eher ein bisschen abstrakt mit Architektur mit eingearbeitet, anstatt so Street Photography mitten aus dem Leben, viel Energie, viel, ja, einfach diese Momente, die wir so beobachten in der Stadt, die dann aber doch ein bisschen spezieller sind.
Achim Katzberg
00:38:10
Ja, also ich glaube, es ist auch immer so schwierig. Kaum habe ich so einen Gedanken auf einer Messe, dass Motive, auf denen die Person richtig zu erkennen ist, dass die tendenziell vielleicht doch nicht so die richtigen Bilder sind auf einer Kunstmesse. Kaum denke ich das oder spreche es vielleicht sogar laut aus. Steht da jemand und will das Bild kaufen. Also es ist immer ein bisschen schwierig. Ich habe ein Bild, was auch eines meiner Topseller-Bilder ist, ist von der Bundeskunsthalle in Bonn mit so einem Lichtschattenwurf in Wellenform. Und eine Person läuft da vom Hellen ins Dunkle rein. Und das hing bei uns zu Hause über dem Sofa im Format 80x80. Und irgendwie, also nachdem wir gerade frisch gestrichen hatten, haben wir das da hingehängt. Und meine Frau und ich, wir waren uns einig, das dürfte gerne nochmal größer sein. Und dann war es so, dass ich das mit in Frankfurt auf die Messe genommen hatte und samstagsabends sage ich zu Dorothee, du, das wird nichts. Das Bild ist es samstagsabend, viele interessieren sich dafür, finden es toll, aber kaufen es nicht. Und sonntags habe ich es innerhalb von einer Stunde zweimal verkauft. Also das sind so Dinge, es gibt keine Logiken. Ich habe auch sehr gute Messen gehabt mit vielen Verkäufen, gerade Frankfurt auch, zwei Jahre hintereinander. Es ist ein Jahr 13 Bilder verkauft, letztes Jahr waren es dann gerade mal zwei und ich habe keine Erklärung dafür. Es ist immer wieder eine Wundertüte, wo du nicht weißt, was funktioniert und was funktioniert nicht.
Kai Behrmann
00:40:07
Das macht es dann wahrscheinlich auch ein Stück weit spannend, immer wieder sich da auch ein bisschen in die Köpfe der potenziellen Kunden zu versetzen, was könnte funktionieren, was nicht. Diese Gespräche, die du da führst am Stand, gibt es da Muster, Fragen, Themen, die immer wieder aufkommen?
Achim Katzberg
00:40:28
Also wenn es um immer wieder geht, das eine ist, sind die gestellt, also ob die Bilder inszeniert sind, die lässt sich relativ einfach beantworten. Die nächste Frage, die tatsächlich sehr häufig kommt, aber das kennen wir aus der Street-Fotografie grundsätzlich, glaube ich, darf man das? Wie ist denn das mit dem Recht am eigenen Bild etc.? Da strapaziere ich ganz gerne immer den Espen-Eichdörfer-Fall, der ja zumindest die Street-Fotografie vom Bundesgerichtshof aus als Kunstform hat anerkennen lassen. Die Leute sind dann eigentlich auch zufrieden. Also kaum einer, der dann sagt, oh nee, dann lieber nicht. Aber sie wollen es einfach nochmal wissen. Das ist tatsächlich Interesse. Und dann gerne auch mal die Geschichte hinter dem Bild. Wie ist das entstanden? Und solche Fragen kommen schon sehr häufig.
Kai Behrmann
00:41:26
Sind das in der Mehrheit dann Menschen, die selber auch fotografieren? Oder sind es eher Menschen, die nicht selbst fotografieren, aber Fotografie, gerne sich an der Wand aufhängen?
Achim Katzberg
00:41:38
Stärker Letzteres. Also klar kommen auch Fotografen vorbei und das siehst du dann immer schon. Ich will jetzt nicht böse sein, aber die dickbäuchigen Fotografen mit der Kamera vorm Bauch. Und das sind Gespräche, die gehen meistens eher in Richtung Technik. Also mit was hast du das fotografiert und all die Dinge, welche Kamera nutzt du. Das andere ist, dass auf so einer Kunstmesse bei den 15.000 Besuchern, glaube ich, der geringste Anteil eben Fotografie ist. Ich glaube, wir haben jetzt von 130 Ausstellern maximal zehn Fotografen dabei gehabt. Die Reihen nur von ein paar Galerien, die noch ein bisschen Fotografie mit dabei hatten. Das zeigt auch schon das Verhältnis. Und so ist das eigentlich auf diesen Kunstmessen grundsätzlich. Es ist keine Fotografie mehr. Es gab jetzt irgendwie in NRW die... Contemporary Art, hohe Fotografie, also das war dann in dem Weltkulturerbe in Essen gewesen. Das war eine reine Fotografie-Messe, aber grundsätzlich sind die Kunstmessen, auf denen ich mich da so tummle, eher breiter aufgestellt. Es gibt auch viele, die sagen, nee, Fotografie sammle ich nicht. Also die kaufen es schon nicht, weil es ihnen nicht gefällt, sondern weil es Fotografie ist.
Kai Behrmann
00:43:09
Du sagst, es ist breit gemischt, also Fotografie spielt als Kunstform da eher eine Nebenrolle auf diesen Messen. Gibt es auch speziell solche Veranstaltungen, die nur auf die Fotografie abzielen? Ist das für dich auch eine Option oder sagst du ganz bewusst, ich möchte da eher weiterhin auf solchen breiter aufgestellten Kunstmessen sein?
Achim Katzberg
00:43:34
Also diese CAR, das war dieses Jahr eine reine Fotografie-Messe. Jetzt muss ich aufpassen, was ich sage, aber das, was ich jetzt an Rückmeldungen gehört habe, waren die Aussteller, die ich kenne, nicht so glücklich mit. Und von daher glaube ich nicht, dass ich jetzt irgendwie den Schwerpunkt drauf setze, irgendwas zu finden, wo nur Fotografie gezeigt wird. Hat für mich auch das oder birgt das Risiko, dass das dann tatsächlich noch mehr Gleichgesinnte, noch mehr Fotografen dort aufschlagen, die tendenziell nicht unbedingt die Käufer sind. Die Fotografen, ganz blöd gesagt, ja, kann ich auch, mache ich auch, habe ich auch schon fotografiert. Das gibt es halt schon auch sehr häufig, was ja völlig okay ist, völlig in Ordnung, aber es bezahlt mir meinen Stand nicht und das dann zum 2354. Mal zu hören, ach da war ich auch schon, das Bild habe ich auch gemacht. Klar wird das so sein, dass viele meiner Motive auch ich nicht als erster fotografiert habe, dass es da ähnliche Fotografien gibt, aber umgekehrt auch andere wiederum ähnliche Fotos gemacht haben. Ich glaube, der besondere Aspekt dabei ist immer der Zufallsmoment, der bei jedem dann anders ist und ich halte es auch für durchaus legitim, dass man das so macht.
Kai Behrmann
00:45:12
Die anderen Fotografen, die dort ausstellen, sind die im ähnlichen Bereich unterwegs wie du oder decken die auch ganz andere Stile ab?
Achim Katzberg
00:45:23
Ja, spannende Frage, aber das ist genau der Punkt. Die Discovery Art Fair hat sich zu eigen gemacht, dass die die Fotografen tatsächlich nebeneinander platziert und ich finde das Spannende, dass man genau das nämlich sieht, dass Fotografie nicht Fotografie ist. Die Katrin, mit der ich mich 2022 angefreundet habe, macht Mehrfachbelichtungen im urbanen Umfeld. Mehrfachbelichtungen in der Kamera, also nicht am Rechner. Es gibt mega viel, also von den zehn Fotografen war tendenziell, glaube ich, jetzt einer dabei, der auch zum Teil ein bisschen Street-Fotografie macht, aber auch nicht im Schwerpunkt. Es sind eigentlich völlig unterschiedliche Sachen durchgängig. Es gibt eine Fotografin vom Ammersee, die da dabei war, die Fine Art Fotografie macht, die sehr high key, sie nennt es auch white line, Segelboote mit weißem Hintergrund und sehr kontrastreich, sehr schön. Dann ist ein Fotograf aus England dabei, den finde ich mega. Der hat es sich zu eigen gemacht. Er hat eine Bekannte, die strickt sehr gut. Ein Beispielbild ist, ein Mann sitzt in einem Zug und die Züge haben ja gerne so gemusterte Polstersitze. Und dieser Mann hat einen Pullover an, der exakt aussieht wie das Polster des Zuges. Also er verschmilzt quasi mit seinem Hintergrund und so hat er mehrere Bilder, die dann wirklich die Pullover so gestrickt sind, dass sie mit dem Hintergrund und Co. Verschmelzen. Das ist schon irgendwie ganz witzig, sehr viele Schmunzeleffekte bei dem. Also sehr, sehr unterschiedlich. Und dann gab es über Jahre hinweg einen Belgier, der dann auch mit dabei war, der tatsächlich Blumen still lebend fotografiert. So ein bisschen im Stil der alten Künstler. Ich muss dann beim ersten Mal auch echt hingucken, ob das Fotografien sind oder ob es Gemälde sind. Auch sehr schick. Also es gibt wirklich die unterschiedlichsten Sachen. Und das finde ich toll, dass man dann eben sieht, okay, Fotografie ist eben nicht Fotografie. Es sind unterschiedliche Sachen.
Kai Behrmann
00:48:01
Da stecken jetzt schon sehr, sehr viele Tipps auch drin in deinen Antworten, was es braucht, um Bilder zu verkaufen. Wenn du das nochmal zusammengefasst jetzt jemanden mitgeben möchtest, der auch vorhat, seine Bilder zu verkaufen, was sind die wichtigsten Punkte, auf die es ankommt?
Achim Katzberg
00:48:21
Am Ende des Tages ist für mich neben den Motiven, also die Motive sollten in irgendeiner Form auch ein bisschen zusammenpassen. Also wenn ich eine Ausstellung mache und ich würde auch tatsächlich erstmal mit einer Ausstellung anfangen, die vielleicht niedrigschwellig an Kosten ist, also sprich jetzt nicht unbedingt die hohen Raum mieten und dann aber eher Geld investieren in die Form der Präsentation. Also ich finde es ganz fürchterlich, wenn Bilder schief und schäpp und krumm da hängen oder auch sichtbar auf Low Budget produziert sind. Ich habe viel Geld investiert, auch in Rahmen, da gibt es sehr gute Rahmen, die gerade, wenn man das dann öfter machen will, auch sehr gut als Wechselrahmen fungieren und nicht beim dritten Mal hinten die Bügel abbrechen, wie sie bei einem großen schwedischen Kaufhaus durchaus gängig sind. Heißt nicht, dass das nicht auch ordentlich aussehen kann. Wenn das stimmig und einheitlich gemacht ist, dann passt das auch. Aber auch da ist für mich immer noch wichtig, es sollte eine vernünftige, durchgängige, stimmige Präsentation sein.
Kai Behrmann
00:49:47
In Bezug auf die Motive hast du gesagt, alles was wohnzimmertauglich ist, funktioniert. Wie würdest du wohnzimmertauglich definieren?
Achim Katzberg
00:49:58
Ja, wohnzimmertauglich ist vielleicht auch ein bisschen Schwarz-Weiß-Malerei. Also ich würde jetzt tatsächlich Motive, die eine gewisse Ästhetik mit sich bringen. Das wäre für mich etwas, wo ich selbst auch sage, ja, auch ich selbst würde mir die auch an die Wand hängen. Klar ist das auch personenbezogen, ist sehr subjektiv. Vielleicht würde sich ein anderer was anderes gerne an die Wand hängen. Einer mit Faible für asiatische Länder hängt sich vielleicht auch gerne Bilder aus Asien an die Wand. Aber für mich geht es tatsächlich viel um das Thema Ästhetik.
Kai Behrmann
00:50:47
Was mich interessieren würde, wenn du als Fotograf eben auch deine eigenen Bilder verkaufst, jetzt auch mit der Zeit, was zählt mehr? Zählt das Motiv mehr oder gibt es mittlerweile auch über all die Kontakte, die du gesammelt hast auf Kunstmessen, schon Menschen, die sagen, ich möchte ein Bild von Archim Katzberg kaufen? Also ist der Name irgendwann wichtiger oder das Motiv?
Achim Katzberg
00:51:17
Ich glaube, bei mir ist es noch das Motiv. Also es ist tatsächlich, so weit bin ich noch nicht. Es gibt ja einen großen deutschen Fotografen oder einen deutschen Fotografen, der einen großen Namen hat in Deutschland. Der hat ja dieses Bild vom Rhein verkauft, ist der höchste Preis bezahlt worden. Ich will da jetzt nichts Böses sagen und bin da auch ganz vorsichtig, was ich sage. Aber ich war in Düsseldorf auf einer Ausstellung, da war ein Bild an der Wand, das war vier oder fünf Meter auf drei Meter, also sehr groß und das zeigte eine graue Schlingware, also ein Teppichboden, das sage ich. Könnte auch ein versehentlicher Auslöser von der Kamera gewesen sein. Wenn ich das an die Wand hängen würde, würde man wahrscheinlich sagen, was hast du da für einen Blödsinn hingehängt. Also da ab irgendeinem Zeitpunkt zählt, glaube ich, der Name auch sehr viel mehr als nur das Motiv. Ist auch völlig in Ordnung, aber ich brauche mit manchen Sachen nicht ums Eck zu kommen. Oder nehmen wir aus der Street-Fotografie. Es gibt auch Motive, bei denen sage ich, naja, wenn ein Matt Stewart sein Smiling Leaf unter Street-Fotografie kategorisiert, dann kauft ihm das auch jeder ab. Ist meiner Meinung nach auch völlig legitim. Ob das gleiche Motiv, als das von Matt Stewart noch nicht bekannt war, auch unter Street kategorisiert worden wäre, glaube ich eher nicht. Also es hängt viel davon ab. Aber bei mir ist es definitiv, würde ich im Moment noch sagen, sind es die Motive.
Kai Behrmann
00:53:11
Und jetzt Stichwort Motive, hat das in irgendeiner Weise deine Fotografie auch beeinflusst? Das heißt, wenn du jetzt losgehst und fotografierst, ist da immer im Hintergrund auch der Gedanke, ist das ein Motiv, was sich möglicherweise später auch verkaufen lässt oder ist das vollkommen losgelöst davon?
Achim Katzberg
00:53:32
Ich würde sagen, es ist losgelöst. Vollkommen würde ich nicht sagen, aber es ist losgelöst davon. Ich fotografiere jetzt nicht mit dem Hintergedanken, ich suche jetzt Motive, die ich auf einer Messe verkaufen kann oder die ich verkaufen kann. Ich glaube, es ist einfach auch mein Stil und mein Stil, das bin wiederum ich. Ich glaube, dass ich grundsätzlich ein aufgeräumter Mensch bin, ein strukturierter Mensch und das spiegelt sich eben auch in meiner Fotografie wieder. Der schöne Nebeneffekt ist, dass es Häufig nicht immer auch anderen gefällt und von daher passt das einfach zusammen.
Kai Behrmann
00:54:12
Ja, macht Sinn. Also du brauchst da deine Fotografie gar nicht anpassen. Aus dieser Art der Fotografie entstehen dann immer wieder auch Motive, die du dann auf Kunstmessen verkaufen kannst. Ja, spannend, dieses Thema mal zu beleuchten. Ich habe da überhaupt keine eigenen Erfahrungen drin, wie sowas aussehen kann. Aber ich finde, es ist durchaus ein Aspekt, die eigene Fotografie dann in einen größeren Kontext zu setzen. Gibt es etwas, was du für dich und deine Fotografie aus dem gelernt hast, was du eben machst? Also es ist ja eine Sache für sich selber zu fotografieren, die Fotos auf einer Webseite zu zeigen, vielleicht bei Instagram mal einen Kommentar zu bekommen oder sie im Rahmen einer Ausstellung oder einer Messe zu zeigen und mit Menschen darüber zu sprechen. Du bekommst ja ein ganz anderes Feedback darüber. Menschen haben Fragen, die sie an dich herantragen, aus denen du dich vielleicht auch dann mit Aspekten beschäftigst, auf die du selber nicht gekommen wärst.
Achim Katzberg
00:55:19
Ja, am Ende des Tages ist es tatsächlich wieder der banale Spruch, den viele auch immer wieder sagen. Ein Bild ist erst fertig, wenn es an der Wand hängt. Es ist tatsächlich so, ich hatte jetzt gerade auf der Messe in Köln einen Besucher, der sagt, wir kennen uns. Ich war auch in Karlsruhe. Wir haben uns über ein Bild unterhalten. Und dann guckt er im Flyer oder hatte vorher im Flyer geguckt, ob ich es auch wirklich bin, weil ich es nicht hängen hatte. Habe ich glücklicherweise in Karlsruhe verkauft. Und er guckt im Flyer und dann sagt er, ja, wir haben uns in Karlsruhe gesehen, da hatten sie das Bild hier an der Wand hängen. Und dann sagt er im Nachgang, als er schon fast im Gehen war, und im Übrigen, wenn ich das Bild nur im Flyer gesehen hätte, hätte es mich nicht angesprochen. Also es ist dieser Punkt, ja, es kostet Geld, es kostet richtig Geld, die Bilder produzieren zu lassen. Wenn man es dann auch noch in einer gewissen Qualität haben will, also ich sage jetzt mal nicht bei einem Drogeriemarkt, sondern wirklich bei einem besseren Labor, das machen lässt, dann kostet es Kohle, muss man auch erstmal investieren wollen und können und Das ist aber schon ein Punkt, wo ich sage, ja, es ist einfach so. Also mich erfüllt das immer mit Freude, wenn ich dann meine Bilder an der Wand sehe. Ob das jetzt auf der Messe ist, ich sage mal ganz jetzt hier Köln, da bin ich am Donnerstagmorgen vorletzte Woche aufgestanden um 6 Uhr, habe das Auto beladen, bin nach Köln gefahren, habe das Auto ausgeladen und dann geht es ans Aufhängen. Um 16 Uhr war dann der First Choice, die Eröffnung von der Veranstaltung. Also da ist dann auch schon Tempo dahinter. Und ich bin dann immer, bei mir tritt dann die Erleichterung ein, wenn die Bilder hängen. Also wenn dann alles so weit funktioniert hat, dass die Bilder dann tatsächlich an der Wand sind und alles andere, Feintuning, Preisschilder dran etc. Okay, das kann man dann in aller Ruhe machen. Aber vorher ist das schon eine ziemliche Aufregung. Und für mich persönlich auch so, dass ich einen relativ konkreten Plan habe, wie die Bilder hängen sollen. Mittlerweile mache ich das in Miro und schiebe mir die Bilder zurecht, auch die Formate etc. Es gibt aber auch andere, die sagen, ich weiß, was ich mitnehme und ich gucke dann, wie ich es hänge.
Kai Behrmann
00:57:51
Nochmal einen Themenwechsel. Ich habe auf deinem Instagram-Kanal gesehen, dass du da ein Format hast, das nennt sich Six-Pick-Pick. Und das fand ich ganz kreativ, habe ich so vorher noch nicht gesehen. Was steckt da dahinter? Magst du vielleicht mal erklären, wie es dazu gekommen ist, die Bilder auf die Art und Weise zu präsentieren?
Achim Katzberg
00:58:15
Witzigerweise ist das auch ein Format, was ich vor ein paar Jahren schon mal angefangen habe, was dann wieder eingeschlafen ist. Ich hatte auf meiner Homepage gesagt, ich habe so viele Bilder, die vom Thema zusammenpassen und dann ist mir Sixpack, kennt jeder, die kleinen Bierflaschen, die man kaufen kann. Und ich fand irgendwie so sechs Bilder von einer Sorte eigentlich eine Größenordnung, wo ich sage, das ist okay, es ist noch nicht ermüdend, wenn du dann durchflipst, was bei mehr als sechs dann ganz schnell irgendwie passieren kann, meiner Meinung nach. Und damals hatte ich das immer als Blogbeitrag gemacht und hatte im Blogbeitrag dann immer die Bilder alle gezeigt und ich glaube weiter unten im Instagram Profil gibt es dann auch, da hatte ich dann jedes Bild einzeln gezeigt. Ja, und so ein Gedanke, der dann jetzt aber mit dazu kam, ist ja, dass leider, da bin ich dann jetzt auch ein bisschen über die Spielregeln von Instagram gestolpert, dass es wohl besser ist, wenn man ja so mehrere Bilder in einem Post zeigt. Und da kam ich auf die Idee, ach, ich könnte ja mal wieder So sechs Bilder von einer Sorte zeigen, also Six-Pick, also Six-Sex und Pick-Pictures. So ist der Name aus dem Six-Pack quasi entstanden und hinzu kommt irgendwann auch das Portfolio mal endlich immer wieder Frisches zu zeigen und die Six-Pack erlauben mir jetzt auch mal wieder ältere Bilder aus meinem Portfolio zu zeigen.
Kai Behrmann
01:00:05
Okay, also da gehst du dann in dein Portfolio und schaust über die Jahre hinweg, wo gibt es Bilder zu einem, Thema, zum Beispiel Hände, hast du eine Serie, wo dann sechs Bilder zu sehen sind, wo Hände eine Rolle spielen, die sind dann aus mehreren Jahren zusammengestellt oder gehst du auch manchmal los und hast so, ein Thema im Kopf und fotografierst dann speziell dafür?
Achim Katzberg
01:00:30
In dem Fall sind es tatsächlich Bilder, die ich im Bestand habe, wo ich einfach meinen Bestand mal zuordne, in Lightroom-Zusammlungen zusammenführe. Das sind meistens deutlich mehr als nur die sechs Bilder. Und dann suche ich mir eben zu einem Thema sechs aus, die passen gut oder die finde ich die besten oder whatever. Und manche Bilder passen dann auch zu mehreren Bildgruppen. Ich glaube jetzt gerade nicht, aber ich habe auch schon das ein oder andere Bild, was dann auch mal in mehreren Gruppen zugeordnet ist oder war. Aber es ist tatsächlich so, dass ich das nach wie vor auch charmant finde, diese Six of a Kind oder Sexbilder, die irgendwas Zusammengehöriges haben. Lässt sich aber auch ganz nett übertragen auf, du bist dann irgendwo mal in der Stadt und dann sind Sexbilder aus Köln, Sexbilder aus Hamburg oder was auch immer.
Kai Behrmann
01:01:34
Ja, also hat mir sehr gut gefallen dieses Format, habe ich so bisher noch nicht gesehen. Welche Rolle spielt Instagram oder soziale Medien generell für dich und deine Fotografie?
Achim Katzberg
01:01:47
Es spielt insofern eine große Rolle. Ich habe als Jugendlicher fotografiert, habe als Jugendlicher schon die ein oder andere kleinere Ausstellung gehabt, die aber doch sehr eine sehr eingeschränkte Reichweite hatte. Also ich komme aus Zweibrücken, Das ist eine 25.000-Einwohner-Stadt und von den 25.000, muss man dann wieder sehen, sind maximal 5.000 vielleicht in irgendeiner Form überhaupt Kunst interessiert. Also sprich, die Reichweite ist da sehr, sehr eingeschränkt und die Reichweite, die ich heute habe, die habe ich schon sehr den Social Media zu verdanken. Einstiegsdroge war damals die Foto-Community, dann waren es mal lange 500 Pics, dann kam irgendwann Insta und ich finde es im Moment ehrlich gesagt schwierig, von Instagram ganz wegzukommen. Es gibt ja das Iris von Alan Schaller, da bin ich auch, aber ich bin nicht wirklich aktiv. Also ich habe eine Zeit lang ein paar Bilder dort gepostet, so richtig, vorher gab es noch den einen oder anderen Anlauf, Foto gibt es glaube ich noch als eine App, egal was ich ausprobiert habe, irgendwie so richtig festgestellt. Hat das nie verfangen. Also es hat für mich noch nichts so richtig funktioniert.
Kai Behrmann
01:03:11
Ja, es gibt immer wieder die Versuche, Instagram da ein bisschen was abzugraben und neue Formate oder neue Plattformen zu entwickeln. Vero war, glaube ich, auch mal so eine, die eine Zeit lang als Alternative gepusht wurde. Ich habe da nie Fuß gefasst auf diesen Plattformen. wo du jetzt Iris ansprichst von Alan Schaller. Das würde mich mal interessieren, wie deine Erfahrungen damit sind, beziehungsweise vielleicht erstmal, was steckt dahinter? Das ist ja doch ein sehr, sehr ambitioniertes Projekt gewesen oder ist es immer noch?
Achim Katzberg
01:03:48
Ehrlich gesagt, ich habe es nicht hundertprozentig durchdrungen. Also was mich im Moment ein bisschen stört, ist, wenn ich da ein Bild gepostet habe, Mir fehlt zum Beispiel schon ein bisschen der Zähler, Wie vielen Menschen gefällt das Bild. Also was ich klasse finde, er unterscheidet zwischen reinem Daumen hoch und Herzchen. Mit unterschiedlichen, toller Komposition, toller Lichtstimmung. Also er hat verschiedene Symbole für eher eine qualifizierte Rückmeldung. Ich weiß auch nicht, ob ich eventuell irgendwas übersehen habe. Ich habe noch nicht erkannt, wo ich auf Anhieb dann mal so eine Art Statistik sehen kann, wie vielen Menschen hat denn dieses Bild irgendwie gefallen, wie viel Zuspruch hat denn das Bild gefunden oder wie viele Follower habe ich. Wahrscheinlich habe ich es einfach noch nicht genau genug angeschaut. Mir fällt jetzt auf, das verstärkt schon auch irgendwelche Wettbewerbe, die meistens gesponsert sind und die dann nicht extra was kosten, geschaltet werden. Aber es gibt, glaube ich, auch so ein bisschen Werbung für den einen oder anderen Workshop drauf. Tendenziell meine Wahrnehmung, ich weiß nicht, ob ich damit richtig liege, von den Machern der Seite.
Kai Behrmann
01:05:28
Okay. Ist das kostenpflichtig?
Achim Katzberg
01:05:33
Ich habe tatsächlich am Anfang gesagt, ich unterstütze das. Ich habe so ein Jahresabo abgeschlossen. Man kann eingeschränkt, also schon wie überall, als Einstiegsdroge eine kostenfreie Variante wählen. Die ist aber, zumindest war sie zu Beginn, super eingeschränkt. Also man kann da nicht ganz so viel machen, nur bestimmten Gruppen, bestimmten Anzahl von Gruppen folgen und und und. Also es gibt viele sehr gute Aspekte drin, die entwickeln sich auch ständig noch weiter. Ganz so lange ist sie auch noch nicht am Start. Ich merke, dass ich nicht ganz so aktiv dort bin.
Kai Behrmann
01:06:11
Welche Aspekte sind das, wo du sagst, das ist mir positiver aufgefallen im Vergleich zum Beispiel zu Instagram?
Achim Katzberg
01:06:21
Ja, es ist auf jeden Fall stärker auf Fotografie abgestellt. Was heißt stärker? Es ist rein auf Fotografie abgestellt. Weil es fängt an mit dem Reinen, es ist nicht nur ein Herz, sondern verschiedene Dinge, die fotografielastig sind, als Symbole. Also du kannst nicht jetzt mehrere, sondern du wählst, du musst dich dann entscheiden, ob es nur ein reiner Stern ist. Der Stern ist fast so das Äquivalent zu Daumen hoch oder Herzchen. Und das andere ist dann halt wirklich Bildaufbau, Lichtstimmung und, und, und. Das finde ich schon gut, wobei ich nicht weiß, wie stringent es dann auch genutzt wird. Es besteht die Möglichkeit, aber eine Möglichkeit heißt ja nicht automatisch, dass es dann auch genutzt wird. Dann eben auch diese Fotowettbewerbe ist schon auch eine Sache, da weiß ich auch nicht genau, was da in der kostenlosen Version möglich ist, weil ich jetzt im Moment eben die Bezahlversion habe. Aber es ist definitiv stärker auf Fotografie abgestellt.
Kai Behrmann
01:07:32
Ja, das vergessen wir ja. Fotografen ja leicht, dass Instagram ja eigentlich auch von vielen genutzt wird. Jetzt, ja, um nicht zwar mit Fotos etwas zu zeigen, aber jetzt nicht in dem Sinne, wie wir das tun, sondern eben auch ihren Alltag mit Freunden in Kontakt bleiben, weil es da auch sehr, sehr viel gibt. Abseits unserer Fotografen-Bubble. Und Iris dann eben speziell für Fotografen eben so ein Netzwerk ist.
Achim Katzberg
01:08:01
Ja, definitiv.
Kai Behrmann
01:08:02
Was kostet die Bezahlversion aktuell?
Achim Katzberg
01:08:04
Gute Frage. Kann ich dir im Moment nicht sagen. Ich habe es damals abgeschlossen, kurz nachdem die überhaupt live gegangen ist. Und von daher ist das ja doch schon wieder ein paar Monate her.
Kai Behrmann
01:08:16
Okay, also dann einfach mal direkt drauf schauen auf die Seite. Wie ist denn der Feed dort aufgebaut? Und bekomme ich dort dann tatsächlich nur diejenigen angezeigt, denen ich folge oder ist es auch ein Algorithmus, der nach einer eigenen Logik operiert?
Achim Katzberg
01:08:34
Ja, ich glaube, Algorithmus ist eben keiner dahinter. Es ist jetzt nicht irgendwie, zumindest mal nicht erkennbar nach dem Algorithmus, sondern eben Neueste. Du kannst aber dann auch sagen, ich schaue mir die Gruppen an, in denen ich drin bin. Ich glaube, man kann auch filtern, dass die Bilder derer, denen ich folge, angezeigt werden. Das ist, glaube ich, tendenziell eher chronologisch. Es wird chronologisch gezeigt, was da ist. Oder dann halt speziell in Gruppen, was weiß ich, die London-Gruppe oder die Street-Fotografie International oder Street-Fotografie in Schwarz-Weiß. Man kann auch selbst Gruppen aufmachen, das geht schon auch. Also der Aspekt ist auf jeden Fall viel stärker. Aber du siehst, ich habe ein schlechtes Halbwissen zu dem ganzen Thema.
Kai Behrmann
01:09:34
Ja, aber das muss ja nicht erschöpfend oder komplett sein. Also ich finde, allein die Erfahrung von jemandem mal zu hören, der diese Plattform nutzt und da mal reingeschnuppert hat, ist schon interessant. Letzte Frage dazu. So eine Plattform lebt ja auch ganz stark davon, von wie vielen sie genutzt wird, wie viel Dynamik da drin ist. Da haben ja andere dann auch daran gekrankt, weil sie nicht diese kritische Masse irgendwann erreicht haben und dann welche gesagt haben, okay, wenn da so wenig los ist, dann gehe ich wieder zurück zu Instagram. Welchen Eindruck hast du davon, Iris?
Achim Katzberg
01:10:07
Ja, das ist genau mein Punkt, den ich nicht greifen kann. Nicht nur bezogen auf mich und meine Bilder. Ich habe im Moment keinen richtigen Einblick oder Gespür oder Gefühl dafür, wie viele Nutzer sind das überhaupt, wie viele Follower habe ich, wie viele haben meine Bilder gefallen oder gefallen in Anführungsstrichen, haben sich das überhaupt angeguckt. Dass diese ganze Statistikgeschichte, die vermisse ich ein bisschen, mag daran liegen, dass ich mich noch nicht intensiv genug beschäftigt habe, dass die irgendwo doch erkennbar ist.
Kai Behrmann
01:10:52
Ich werde auch mal wieder vorbeischauen, mal sehen, wie sich das Ganze entwickelt. Achim, vielen, vielen Dank für das Gespräch, für den Anschluss an unser erstes Gespräch. Hat mir viel Spaß gemacht. Ich hoffe, da waren ein paar neue Aspekte mit dabei. Auch ja, wir haben, glaube ich, mal über Themen gesprochen, die sonst normalerweise hier nicht so häufig vorkommen im Podcast. Insofern vielen, vielen Dank für die Einblicke, die du uns gegeben hast.
Achim Katzberg
01:11:19
Sehr, sehr gerne und vielen Dank für die Einladung.
Kai Behrmann
01:11:20
Alles Gute weiterhin.
Achim Katzberg
01:11:22
Mach's gut. Dankeschön, ebenso. Tschüss.