Allein aus Gnade - Bibeltreue Predigt-Podcast der EBC Waiblingen

EBC Waiblingen - Bibeltreue evangelische Baptisten Gemeinde für Jesus Christus

Lehrreiches aus der Geschichte Israels - Psalm 78 - Richard Friesen

01.07.2026 37 min

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Asaf zeigt in Psalm 78,9–35, wie Israel trotz Gottes gewaltiger Wunder widerspenstig blieb, ihn versuchte und nicht glaubte, damit wir Undankbarkeit und Vergesslichkeit meiden und Gott vertrauen.


## Details


Die Predigt setzt die Reihe „Lehrreiches aus der Geschichte Israels" fort und behandelt Psalm 78,9–35, nachdem zuvor die Verse 1–8 betrachtet wurden. Asaf beschreibt abwechselnd die Sünde Israels und Gottes Handeln, damit die Gemeinde daraus lernt, nicht widerspenstig zu sein.


#### Das Volk hat Gottes Taten vergessen (V. 9–11)
Die Söhne Ephraims stehen stellvertretend für ganz Israel. Sie flohen am Kampftag, brachen Gottes Bund, hielten seine Gebote nicht und vergaßen seine Wunder. Der Kernfehler war, dass ihre Väter ihnen Gottes Taten nicht verkündigten. Auch Christen sind berufen, mit dem Evangelium für Gottes Reich zu kämpfen, und müssen der nachfolgenden Generation Gottes Werke weitergeben.


#### Gott rettet sein Volk durch große Wunder (V. 12–16)
Vier Wunder werden genannt: die Zeichen und Plagen in Ägypten, die Teilung des Roten Meeres, die Führung durch Wolke und Feuer bei Tag und Nacht sowie das Wasser aus dem Felsen. Paulus deutet den Felsen als Christus (1. Korinther 10,4). Der Mensch ist vergesslich und neigt sogar dazu, das größte Wunder – den Kreuzestod des Sohnes – zu vergessen; deshalb gab Gott das Abendmahl zur beständigen Erinnerung.


#### Das Volk hat Gott versucht (V. 17–20)
Trotz dieser Wunder sündigte Israel weiter und forderte Speise aus Gier, nicht aus Hunger. Ihr Versuchen begann im Herzen und richtete sich gegen Gottes Güte. Obwohl sie satt waren, murrten sie hochmütig und zweifelten, ob Gott Brot und Fleisch geben könne. Unzufriedenheit stammt aus dem Herzen und lehnt sich gegen Gottes reiche Wohltaten auf – wer Christus hat, besitzt mehr als er verdient.


#### Gott versorgte sein Volk in der Wüste (V. 21–29)
Gottes Zorn entbrannte, weil sie seiner Rettung nicht glaubten (vgl. Römer 8,32). Dennoch sandte er Manna – Himmelsbrot, weiß wie Koriandersamen, schmeckend nach Honigkuchen – umsonst vom Himmel. Zusätzlich brachte er durch Ost- und Südwind Fleisch in Überfluss. Als guter Hirte versorgte Gott sein Volk; im Neuen Testament sandte er Jesus als das wahre Brot des Lebens (Johannes 6,32–51).


#### Das Volk hat nicht an Gott geglaubt (V. 30–35)
Weil sie undankbar blieben, strafte Gott sie mitten im Essen und streckte die Jünglinge nieder. Die größte Sünde Israels und jedes Menschen ist der Unglaube – Gott dahingeben (Römer 1). Doch die Züchtigung brachte sie zur Umkehr und Besinnung: Sie erinnerten sich, dass Gott ihr Fels und Erlöser ist.


#### Fünf Lehren zum Abschluss
Erstens: Gottes Güte und Wunder niemals vergessen. Zweitens: durch das Abendmahl an sein Werk erinnern. Drittens: Gott nicht durch Undankbarkeit versuchen, sondern Buße tun. Viertens: nicht ungläubig und widerspenstig sein. Fünftens: Gottes Züchtigung als Mittel annehmen, das Vertrauen und Glauben wachsen lässt und ihm die Ehre gibt.

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