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Die Schule der Demütigung (Psalm 119,67) - Leonardo Zabo
01.02.2026 43 min
Der Psalmist lehrt, dass göttliche Demütigung und Anfechtung der Weg zur wahren Heiligung sind – Gott beugt seine Kinder aus Liebe, damit sie sein Wort von Herzen halten lernen.
## Details
### Die Schule der Demütigung
Der Verfasser von Psalm 119 erscheint als außergewöhnlich hingegebener Gläubiger, dessen Leben von der Liebe zu Gottes Wort durchdrungen ist. Doch sein geistliches "Geheimnis" war nicht theologische Bildung oder besondere Erlebnisse, sondern ein Weg durch das "Haus der Demütigung". Der Psalmist bezeugt in Vers 67: "Bevor ich gedemütigt wurde, irrte ich. Jetzt aber halte ich dein Wort."
Diese Demütigung war nicht etwas, das er selbst tat – er wurde gedemütigt. In Vers 75 bestätigt er: Gott selbst hat ihn in Treue gedemütigt. Biblische Beispiele wie Hiob, Mose und David zeigen, dass alle Männer und Frauen Gottes durch diesen Abschnitt mussten.
### Die Notwendigkeit der Anfechtung
Der Mensch ist von Natur aus geneigt, vom rechten Weg abzuweichen. Besonders Wohlstand und Sorglosigkeit machen das Herz fett und führen zu Stolz und Vergessen Gottes – wie bei Sodom, dessen Ursünden "Stolz, Fülle von Brot und sorglose Ruhe" waren. Selbst David beging in der Gemütlichkeit seines Palastes Ehebruch, während er in der Zeit der Verfolgung demütig blieb.
Der Herr sendet daher verschiedene Arten von Anfechtungen: körperliche Gebrechen, Armut, Enttäuschungen, mangelnde Heilsgewissheit oder schwere Sünden. Er demütigt oft gerade dort, wo wir unsere größten Hoffnungen setzen.
### Die Frucht der Demütigung
Das Ergebnis ist Heiligung: "Jetzt aber halte ich dein Wort." Der Weg nach unten ist der Weg nach oben. Durch Anfechtungen offenbart Gott unseren wahren Zustand, lehrt uns praktisch zu glauben, nimmt Stolz und Selbstvertrauen, und lässt uns der Sünde absterben. Christus wird uns dabei am süßesten, wenn wir bitter angefochten sind.
### Praktische Anwendungen
**Erstens:** Gott ist der Autor aller Demütigungen. Gegen sie zu streiten bedeutet, gegen Gott zu streiten. Wir sollen uns unter seine mächtige Hand demütigen.
**Zweitens:** Anfechtungen sind Gottes Liebesbeweis. "Wen der Herr liebt, den züchtigt er." Züchtigung ist Zeichen der Annahme, nicht der Verwerfung.
**Drittens:** Das Ziel ist Heiligung und Gestaltung in Christi Bild. Bei gegenwärtigen Anfechtungen hilft der Blick auf vergangenes Gutes, das Gott durch frühere Demütigungen gewirkt hat – und der Blick auf Christus, der sich für uns am allermeisten erniedrigte.
## Details
### Die Schule der Demütigung
Der Verfasser von Psalm 119 erscheint als außergewöhnlich hingegebener Gläubiger, dessen Leben von der Liebe zu Gottes Wort durchdrungen ist. Doch sein geistliches "Geheimnis" war nicht theologische Bildung oder besondere Erlebnisse, sondern ein Weg durch das "Haus der Demütigung". Der Psalmist bezeugt in Vers 67: "Bevor ich gedemütigt wurde, irrte ich. Jetzt aber halte ich dein Wort."
Diese Demütigung war nicht etwas, das er selbst tat – er wurde gedemütigt. In Vers 75 bestätigt er: Gott selbst hat ihn in Treue gedemütigt. Biblische Beispiele wie Hiob, Mose und David zeigen, dass alle Männer und Frauen Gottes durch diesen Abschnitt mussten.
### Die Notwendigkeit der Anfechtung
Der Mensch ist von Natur aus geneigt, vom rechten Weg abzuweichen. Besonders Wohlstand und Sorglosigkeit machen das Herz fett und führen zu Stolz und Vergessen Gottes – wie bei Sodom, dessen Ursünden "Stolz, Fülle von Brot und sorglose Ruhe" waren. Selbst David beging in der Gemütlichkeit seines Palastes Ehebruch, während er in der Zeit der Verfolgung demütig blieb.
Der Herr sendet daher verschiedene Arten von Anfechtungen: körperliche Gebrechen, Armut, Enttäuschungen, mangelnde Heilsgewissheit oder schwere Sünden. Er demütigt oft gerade dort, wo wir unsere größten Hoffnungen setzen.
### Die Frucht der Demütigung
Das Ergebnis ist Heiligung: "Jetzt aber halte ich dein Wort." Der Weg nach unten ist der Weg nach oben. Durch Anfechtungen offenbart Gott unseren wahren Zustand, lehrt uns praktisch zu glauben, nimmt Stolz und Selbstvertrauen, und lässt uns der Sünde absterben. Christus wird uns dabei am süßesten, wenn wir bitter angefochten sind.
### Praktische Anwendungen
**Erstens:** Gott ist der Autor aller Demütigungen. Gegen sie zu streiten bedeutet, gegen Gott zu streiten. Wir sollen uns unter seine mächtige Hand demütigen.
**Zweitens:** Anfechtungen sind Gottes Liebesbeweis. "Wen der Herr liebt, den züchtigt er." Züchtigung ist Zeichen der Annahme, nicht der Verwerfung.
**Drittens:** Das Ziel ist Heiligung und Gestaltung in Christi Bild. Bei gegenwärtigen Anfechtungen hilft der Blick auf vergangenes Gutes, das Gott durch frühere Demütigungen gewirkt hat – und der Blick auf Christus, der sich für uns am allermeisten erniedrigte.
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