Wie du dich auf das Altwerden und Sterben vorbereitest (Prediger 12,1-7) - Richard Friesen
05.07.2026 53 min
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Salomo beschreibt in Prediger 12 bildhaft das mühsame Altwerden und Sterben und mahnt, schon in der Jugend an den Schöpfer zu denken, um durch Christus Hoffnung und Trost zu finden.
#### Details
Die Predigt legt Prediger 12,1–7 aus und stellt die zentrale Frage, wie man sich auf Altwerden und Sterben vorbereitet. Der Mensch bereitet sich auf Prüfungen, Beruf, Ehe und Urlaub vor, verdrängt jedoch die wesentlichsten Lebensphasen. Der Schlüssel liegt in Vers 1: früh, in der Jugend, an den dreieinigen Schöpfer zu denken – gemeint ist eine tiefe, persönliche Beziehung, die Hingabe des Lebens an Gott und der Glaube an die Vergebung durch Christus.
Salomo schildert das Alter zunächst als Sturm (Vers 2): Sonne, Mond und Sterne verfinstern sich als Bild für schwindende Lebenskraft, Willen, Verstand und Emotionen; nach dem Regen kehren die Wolken wieder – ein Leid folgt dem nächsten, Krankheit reiht sich an Krankheit.
In den Versen 3–5 vergleicht er den Körper mit einem verfallenden Haus: zitternde Arme und Hände, sich krümmende Beine, schwindende Zähne, nachlassende Augen, Ohren, Schlaf und Stimme. Hinzu kommen Ängste vor Höhen und Wegen, weiße Haare (Mandelbaum), Angewiesenheit auf Hilfe (Heuschrecke, Rollator) und der Verlust jeglichen Appetits und Vergnügens (wirkungslose Kaper).
Wer Christus zum Fundament gemacht hat, dem wird Gott auch im Alter Fels und Helfer sein und die Beschwerden erträglicher machen – belegt mit Matthew Henry und John Gill über die Freude des Gottesfürchtigen im Alter.
Die Verse 5c–7 behandeln das Sterben. Der Tod ist ein Feind und Stachel, doch für den Gläubigen nur ein Wohnortwechsel: Der Mensch verlässt seine zeitliche Hütte und bezieht sein ewiges Haus – die Gerechten das Paradies, die Gottlosen den Ort der Qual. Silberne Schnur, goldene Schale, Eimer und Rad (Vers 6) versinnbildlichen das Zerbrechen von Körper und Organen. Vers 7 kehrt zum Sündenfall zurück: Der Staub kehrt zur Erde, der Geist zu Gott, der über die Seele richtet. Entscheidend ist, einen Anwalt im Himmel – Jesus Christus – zu haben.
Abschließende Ermahnungen: Die Jungen sollen den Lügen des Teufels nicht glauben (das Aufschieben der Entscheidung) und nicht auf eigene Kraft vertrauen (Jesaja 40). Die Alten sollen in ihrer Schwachheit zu Gott beten (Psalm 71), auf seine Zusage vertrauen (Jesaja 46,4), ihm bis zum Tod dienen (Psalm 92) und sich vor Sünde im Alter hüten – gewarnt durch Salomos eigenen späten Fall (1. Könige 11).
#### Details
Die Predigt legt Prediger 12,1–7 aus und stellt die zentrale Frage, wie man sich auf Altwerden und Sterben vorbereitet. Der Mensch bereitet sich auf Prüfungen, Beruf, Ehe und Urlaub vor, verdrängt jedoch die wesentlichsten Lebensphasen. Der Schlüssel liegt in Vers 1: früh, in der Jugend, an den dreieinigen Schöpfer zu denken – gemeint ist eine tiefe, persönliche Beziehung, die Hingabe des Lebens an Gott und der Glaube an die Vergebung durch Christus.
Salomo schildert das Alter zunächst als Sturm (Vers 2): Sonne, Mond und Sterne verfinstern sich als Bild für schwindende Lebenskraft, Willen, Verstand und Emotionen; nach dem Regen kehren die Wolken wieder – ein Leid folgt dem nächsten, Krankheit reiht sich an Krankheit.
In den Versen 3–5 vergleicht er den Körper mit einem verfallenden Haus: zitternde Arme und Hände, sich krümmende Beine, schwindende Zähne, nachlassende Augen, Ohren, Schlaf und Stimme. Hinzu kommen Ängste vor Höhen und Wegen, weiße Haare (Mandelbaum), Angewiesenheit auf Hilfe (Heuschrecke, Rollator) und der Verlust jeglichen Appetits und Vergnügens (wirkungslose Kaper).
Wer Christus zum Fundament gemacht hat, dem wird Gott auch im Alter Fels und Helfer sein und die Beschwerden erträglicher machen – belegt mit Matthew Henry und John Gill über die Freude des Gottesfürchtigen im Alter.
Die Verse 5c–7 behandeln das Sterben. Der Tod ist ein Feind und Stachel, doch für den Gläubigen nur ein Wohnortwechsel: Der Mensch verlässt seine zeitliche Hütte und bezieht sein ewiges Haus – die Gerechten das Paradies, die Gottlosen den Ort der Qual. Silberne Schnur, goldene Schale, Eimer und Rad (Vers 6) versinnbildlichen das Zerbrechen von Körper und Organen. Vers 7 kehrt zum Sündenfall zurück: Der Staub kehrt zur Erde, der Geist zu Gott, der über die Seele richtet. Entscheidend ist, einen Anwalt im Himmel – Jesus Christus – zu haben.
Abschließende Ermahnungen: Die Jungen sollen den Lügen des Teufels nicht glauben (das Aufschieben der Entscheidung) und nicht auf eigene Kraft vertrauen (Jesaja 40). Die Alten sollen in ihrer Schwachheit zu Gott beten (Psalm 71), auf seine Zusage vertrauen (Jesaja 46,4), ihm bis zum Tod dienen (Psalm 92) und sich vor Sünde im Alter hüten – gewarnt durch Salomos eigenen späten Fall (1. Könige 11).