Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen
Wissen, Perspektiven & Hintergründe rund um unsere Lebensmittel & die Menschen dahinter.
Ehrlich und offene Gespräche direkt auf den Höfen, in den Unternehmen und bei den Menschen zu Hause.
Wissen aus erster Hand, ungecoacht und authentisch, von denen, die es wissen müssen.
Und ja, ein bisserl Humor darf auch nicht fehlen. Reicht doch, wenn der Rotwein trocken ist.
Einspruch Bachler | Herkunftskennzeichnung · Mercosur · Verantwortung
Ein Bergbauer und ein Podcaster streiten über die heißen Kartoffeln der Agrarpolitik.
31.05.2026 63 min
Herkunftskennzeichnung als Heilsversprechen, Mercosur als Weltuntergang – stimmt das so? In der ersten Folge von "Einspruch Bachler" sitze ich mit Christian Bachler zusammen, Bergbauer aus der Krakauebene und seit vielen Jahren mein liebster Sparringspartner, wenn es um Landwirtschaft geht.
Christian und ich sind uns selten einig, und genau das ist der Punkt. Wir diskutieren über drei Themen, die gerade die Agrarpolitik dominieren: die Herkunftskennzeichnung, das EU-Mercosur-Abkommen und die Frage, wer eigentlich verantwortlich ist für den Zustand der Landwirtschaft.
Bei der Herkunftskennzeichnung hinterfragt Christian, ob sie wirklich das große Problem löst, das alle in ihr sehen. Sein Argument: Ja, Transparenz ist richtig und wichtig. Aber die Erwartung, dass danach alles besser wird, ist naiv. Denn wenn der Konsument zwei Gerichte nebeneinander sieht – eines heimisch, eines aus Südamerika zum halben Preis – dann wird es kompliziert mit dem Patriotismus am Teller. Gleichzeitig zeigt er am Beispiel der österreichischen Milchexporte nach Deutschland, wie schnell das eigene Qualitätsversprechen wackelt, wenn die Abnehmer genauer hinschauen.
Bei Mercosur versuchen wir, die Zahlen einzuordnen. Die zusätzlichen Rindfleischimporte machen rund 1 bis 1,5 Prozent der EU-Produktion aus. Nicht die Menge ist das Problem, sagt Christian, sondern die Marktpsychologie – das Druckmittel in der Preisverhandlung. Und zum Schluss die vielleicht unbequemste Frage: Wer soll es richten, wenn nicht jeder bei sich selbst anfängt?
Viel Freude beim Reinhören!
00:00:00 Los gehts
Willy und Christian stellen das neue Diskussionsformat "Einspruch Bachler" vor
00:04:15 Herkunftskennzeichnung
Sinnvolles Instrument oder agrarpolitisches Heilsversprechen?
00:09:29 Was sagt Herkunft über Qualität?
Ist Rot-Weiß-Rot automatisch ein Qualitätsmerkmal?
00:14:17 Zwei Preise, eine Speisekarte
Was passiert, wenn heimisch und international nebeneinander stehen?
00:18:38 Das Milch-Märchen
Warum die Bergbauernmilch-Story in Deutschland geplatzt ist
00:25:16 Europa als Geisterfahrer
Hohe Standards, aber keiner fährt mit
00:32:00 Mercosur: Panik oder Realität?
99.000 Tonnen Rindfleisch und was das wirklich bedeutet
00:39:17 Die Zahlen hinter Mercosur
Quoten, Zölle und Marktpsychologie im Detail
00:44:53 Hormone und Ochsen
Was hinter der südamerikanischen Rindermast steckt
00:50:10 Wer soll es richten?
Verantwortung zwischen Politik, Markt und dem eigenen Betrieb
00:57:19 Der treue Konsument
Warum der österreichische Käufer doch die Stange hält
01:01:36 Blitzlicht und Ausblick
Erstes Fazit zum neuen Format und wie es weitergeht
Kurz-Bio Gast:
Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020.
INFOS ZUR FOLGE
Bergerhof Krakauebene (Website)
www.bergerhof-krakauebene.at
Bergerhof Krakauebene auf Instagram
www.instagram.com/bergerhof_krakauebene
Bergerhof Krakauebene auf Facebook
www.facebook.com/BergerhofKrakauebene
Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung (BMLUK)
www.bmluk.gv.at/themen/lebensmittel/herkunft-von-lebensmitteln/herkunftskennzeichnung/herkunftskennzeichnung-gemeinschaftsverpflegung.html
AMA-Gütesiegel Tierhaltung Plus
www.amainfo.at/de-at/tiere/nutztierhaltung-haltungsformen/rinder/milchkuehe/tierhaltung_plus
Mercosur – Factsheet WKO Österreich (PDF Download)
www.wko.at/oe/oesterreich/factsheet-mercosur.pdf
Christian und ich sind uns selten einig, und genau das ist der Punkt. Wir diskutieren über drei Themen, die gerade die Agrarpolitik dominieren: die Herkunftskennzeichnung, das EU-Mercosur-Abkommen und die Frage, wer eigentlich verantwortlich ist für den Zustand der Landwirtschaft.
Bei der Herkunftskennzeichnung hinterfragt Christian, ob sie wirklich das große Problem löst, das alle in ihr sehen. Sein Argument: Ja, Transparenz ist richtig und wichtig. Aber die Erwartung, dass danach alles besser wird, ist naiv. Denn wenn der Konsument zwei Gerichte nebeneinander sieht – eines heimisch, eines aus Südamerika zum halben Preis – dann wird es kompliziert mit dem Patriotismus am Teller. Gleichzeitig zeigt er am Beispiel der österreichischen Milchexporte nach Deutschland, wie schnell das eigene Qualitätsversprechen wackelt, wenn die Abnehmer genauer hinschauen.
Bei Mercosur versuchen wir, die Zahlen einzuordnen. Die zusätzlichen Rindfleischimporte machen rund 1 bis 1,5 Prozent der EU-Produktion aus. Nicht die Menge ist das Problem, sagt Christian, sondern die Marktpsychologie – das Druckmittel in der Preisverhandlung. Und zum Schluss die vielleicht unbequemste Frage: Wer soll es richten, wenn nicht jeder bei sich selbst anfängt?
Viel Freude beim Reinhören!
00:00:00 Los gehts
Willy und Christian stellen das neue Diskussionsformat "Einspruch Bachler" vor
00:04:15 Herkunftskennzeichnung
Sinnvolles Instrument oder agrarpolitisches Heilsversprechen?
00:09:29 Was sagt Herkunft über Qualität?
Ist Rot-Weiß-Rot automatisch ein Qualitätsmerkmal?
00:14:17 Zwei Preise, eine Speisekarte
Was passiert, wenn heimisch und international nebeneinander stehen?
00:18:38 Das Milch-Märchen
Warum die Bergbauernmilch-Story in Deutschland geplatzt ist
00:25:16 Europa als Geisterfahrer
Hohe Standards, aber keiner fährt mit
00:32:00 Mercosur: Panik oder Realität?
99.000 Tonnen Rindfleisch und was das wirklich bedeutet
00:39:17 Die Zahlen hinter Mercosur
Quoten, Zölle und Marktpsychologie im Detail
00:44:53 Hormone und Ochsen
Was hinter der südamerikanischen Rindermast steckt
00:50:10 Wer soll es richten?
Verantwortung zwischen Politik, Markt und dem eigenen Betrieb
00:57:19 Der treue Konsument
Warum der österreichische Käufer doch die Stange hält
01:01:36 Blitzlicht und Ausblick
Erstes Fazit zum neuen Format und wie es weitergeht
Kurz-Bio Gast:
Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020.
INFOS ZUR FOLGE
Bergerhof Krakauebene (Website)
www.bergerhof-krakauebene.at
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www.instagram.com/bergerhof_krakauebene
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www.facebook.com/BergerhofKrakauebene
Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung (BMLUK)
www.bmluk.gv.at/themen/lebensmittel/herkunft-von-lebensmitteln/herkunftskennzeichnung/herkunftskennzeichnung-gemeinschaftsverpflegung.html
AMA-Gütesiegel Tierhaltung Plus
www.amainfo.at/de-at/tiere/nutztierhaltung-haltungsformen/rinder/milchkuehe/tierhaltung_plus
Mercosur – Factsheet WKO Österreich (PDF Download)
www.wko.at/oe/oesterreich/factsheet-mercosur.pdf
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