Der Podcast hinter den Kulissen von deinem Essen
Wissen, Perspektiven & Hintergründe rund um unsere Lebensmittel & die Menschen dahinter.
Ehrlich und offene Gespräche direkt auf den Höfen, in den Unternehmen und bei den Menschen zu Hause.
Wissen aus erster Hand, ungecoacht und authentisch, von denen, die es wissen müssen.
Und ja, ein bisserl Humor darf auch nicht fehlen. Reicht doch, wenn der Rotwein trocken ist.
Tiroler Schnitzkunst in Brasilien
Werner Thaler über Schnitzkunst als Kulturerbe, den Unterschied zwischen Handwerk und Kunst und das Leben als Bildhauer.
05.04.2026 89 min
Holzschnitzen und Bildhauerei in Brasilien – und was das mit Tirol zu tun hat: Ich treffe Werner Thaler in Dreizehnlinden, einem Ort, den österreichische Einwanderer 1933 mitten in den brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina gepflanzt haben.
Werner ist Bildhauer. Aufgewachsen in der Werkstatt seines Großvaters, ausgebildet an der Schnitzschule Elbigenalp im Tiroler Lechtal, heute einer der bekanntesten Holzschnitzer und Bildhauer seiner Region. Und ich bin ganz zufällig auf meiner 'glokalen Perspektiven-Tour' durch Brasilien bei ihm gelandet.
Das Gespräch geht tiefer, als ich erwartet hatte. Werner erklärt mir, wann Handwerk zur Kunst wird – nämlich dann, wenn eine Skulptur etwas anderes transportiert als das, was man direkt sieht. Eine Hand ist eine Hand. Aber wenn diese Hand Zärtlichkeit bedeutet oder Gewalt andeutet, dann entsteht Kommunikation. Und ohne Kommunikation, sagt er, gibt es keine Kunst. Wer sein Publikum nicht erreicht, trägt dafür selbst die Verantwortung.
Wir reden über Auftragskunst und den Eiertanz zwischen Kundenwunsch und eigenem Anspruch. Über den Unterschied zwischen Zirbenholz und Fichtenholz, über warum man ein Modell in Plastilin macht, bevor man ans Holz geht, und warum er ein nasses Holz lieber grob bearbeitet. Über Bienenwachs als Finish. Über Motorsägen mit dünneren Schwertern. Und über die Frage, was bleibt, wenn Maschinen tausend identische Figuren fräsen können.
Am Ende sagt Werner: 'Jeder Künstler ist ein bisschen von seinem Zeitalter ein Zeuge.' Das finde ich schön.
Viel Freude beim Reinhören!
00:00:00 Los gehts
Einleitung: Willy trifft Werner Thaler in Dreizehnlinden, Brasilien.
00:02:08 Familie, Herkunft, Werkstatt
Werners Familie brachte die Schnitzkunst aus Tirol nach Brasilien.
00:07:35 Ausbildung in Elbigenalp
Ein Jahr an der Schnitzschule im Tiroler Lechtal – was das gebracht hat.
00:10:18 Talent oder Handwerk?
Was man braucht, um Bildhauer zu werden – und was man nicht lernen kann.
00:17:01 Was ist Bildhauerei, was ist Kunst?
Werner erklärt, wo Handwerk aufhört und Kunst beginnt.
00:26:21 Auftrag und künstlerische Freiheit
Wie man zwischen Kundenwunsch und eigenem Anspruch navigiert.
00:32:51 Der Arbeitsprozess
Von der Skizze über das Tonmodell bis zum fertigen Holzwerk.
00:53:29 Das richtige Holz
Welche Holzarten sich zum Schnitzen eignen – in Brasilien und in Österreich.
00:58:16 Werkzeuge und Technik
Schnitzeisen, Motorsäge, Schlägel: die Werkzeuge des Bildhauers.
01:04:01 Feuchtigkeit, Trocknung, Oberfläche
Nass schnitzen, langsam trocknen, mit Bienenwachs finishen.
01:15:35 Kunst als Zeitzeugnis
Jeder Künstler ist Zeuge seines Zeitalters – Werners Credo.
01:21:07 KI, Roboter und die Zukunft
Was bleibt vom Handwerk, wenn Maschinen tausend Kopien fräsen können?
01:26:00 Rat an junge Schnitzer
Was Werner jemandem mitgibt, der überlegt, das Handwerk zu lernen.
Kurz-Bio Gast:
Werner Thaler ist Bildhauer und Holzschnitzer aus Treze Tílias (Dreizehnlinden) im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina, einem 1933 von Tiroler Einwanderern gegründeten Ort. Er entstammt einer Schnitzerfamilie mit österreichischen Wurzeln und hat seine Ausbildung unter anderem an der Schnitzschule Elbigenalp im Tiroler Lechtal vertieft. Sein Werk umfasst Kirchenfiguren, öffentliche Skulpturen und Denkmäler in ganz Brasilien sowie internationale Aufträge.
INFOS ZUR FOLGE
Werners Website
www.wernerthaler.com.br
Werner Thaler auf Instagram
www.instagram.com/wernerthaler_escultor
Werner Thaler auf Facebook
www.facebook.com/werner.thaler.5
Dreizehnlinden – Die brasilianischen Tiroler
www.bauertothepeople.at/podcast/269
Website Treze Tillas
www.trezetilias.com.br/deutsch
Secretaria Municipal de Turismo auf Instagram
www.instagram.com/trezetilias_turismo
Prefeitura de Treze Tilias auf Instagram
www.instagram.com/prefeituradetrezetilias
Treze Tílias auf Instagram
www.instagram.com/trezetilias_
Karina Pattis Reiter auf Instagram
www.instagram.com/karina.p.reiter
Treze Tílias auf Facebook
www.facebook.com/trezetilias1
Rádio Tropical FM 99,1 auf Facebook
www.facebook.com/radiotropicalfm99
Werner ist Bildhauer. Aufgewachsen in der Werkstatt seines Großvaters, ausgebildet an der Schnitzschule Elbigenalp im Tiroler Lechtal, heute einer der bekanntesten Holzschnitzer und Bildhauer seiner Region. Und ich bin ganz zufällig auf meiner 'glokalen Perspektiven-Tour' durch Brasilien bei ihm gelandet.
Das Gespräch geht tiefer, als ich erwartet hatte. Werner erklärt mir, wann Handwerk zur Kunst wird – nämlich dann, wenn eine Skulptur etwas anderes transportiert als das, was man direkt sieht. Eine Hand ist eine Hand. Aber wenn diese Hand Zärtlichkeit bedeutet oder Gewalt andeutet, dann entsteht Kommunikation. Und ohne Kommunikation, sagt er, gibt es keine Kunst. Wer sein Publikum nicht erreicht, trägt dafür selbst die Verantwortung.
Wir reden über Auftragskunst und den Eiertanz zwischen Kundenwunsch und eigenem Anspruch. Über den Unterschied zwischen Zirbenholz und Fichtenholz, über warum man ein Modell in Plastilin macht, bevor man ans Holz geht, und warum er ein nasses Holz lieber grob bearbeitet. Über Bienenwachs als Finish. Über Motorsägen mit dünneren Schwertern. Und über die Frage, was bleibt, wenn Maschinen tausend identische Figuren fräsen können.
Am Ende sagt Werner: 'Jeder Künstler ist ein bisschen von seinem Zeitalter ein Zeuge.' Das finde ich schön.
Viel Freude beim Reinhören!
00:00:00 Los gehts
Einleitung: Willy trifft Werner Thaler in Dreizehnlinden, Brasilien.
00:02:08 Familie, Herkunft, Werkstatt
Werners Familie brachte die Schnitzkunst aus Tirol nach Brasilien.
00:07:35 Ausbildung in Elbigenalp
Ein Jahr an der Schnitzschule im Tiroler Lechtal – was das gebracht hat.
00:10:18 Talent oder Handwerk?
Was man braucht, um Bildhauer zu werden – und was man nicht lernen kann.
00:17:01 Was ist Bildhauerei, was ist Kunst?
Werner erklärt, wo Handwerk aufhört und Kunst beginnt.
00:26:21 Auftrag und künstlerische Freiheit
Wie man zwischen Kundenwunsch und eigenem Anspruch navigiert.
00:32:51 Der Arbeitsprozess
Von der Skizze über das Tonmodell bis zum fertigen Holzwerk.
00:53:29 Das richtige Holz
Welche Holzarten sich zum Schnitzen eignen – in Brasilien und in Österreich.
00:58:16 Werkzeuge und Technik
Schnitzeisen, Motorsäge, Schlägel: die Werkzeuge des Bildhauers.
01:04:01 Feuchtigkeit, Trocknung, Oberfläche
Nass schnitzen, langsam trocknen, mit Bienenwachs finishen.
01:15:35 Kunst als Zeitzeugnis
Jeder Künstler ist Zeuge seines Zeitalters – Werners Credo.
01:21:07 KI, Roboter und die Zukunft
Was bleibt vom Handwerk, wenn Maschinen tausend Kopien fräsen können?
01:26:00 Rat an junge Schnitzer
Was Werner jemandem mitgibt, der überlegt, das Handwerk zu lernen.
Kurz-Bio Gast:
Werner Thaler ist Bildhauer und Holzschnitzer aus Treze Tílias (Dreizehnlinden) im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina, einem 1933 von Tiroler Einwanderern gegründeten Ort. Er entstammt einer Schnitzerfamilie mit österreichischen Wurzeln und hat seine Ausbildung unter anderem an der Schnitzschule Elbigenalp im Tiroler Lechtal vertieft. Sein Werk umfasst Kirchenfiguren, öffentliche Skulpturen und Denkmäler in ganz Brasilien sowie internationale Aufträge.
INFOS ZUR FOLGE
Werners Website
www.wernerthaler.com.br
Werner Thaler auf Instagram
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Dreizehnlinden – Die brasilianischen Tiroler
www.bauertothepeople.at/podcast/269
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