B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Elisabeth Zoubek - Biohof Adamah Next Generation
Die zweite Generation in einer völlig neuen Zeit
04.01.2026 115 min
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Griaß Eich!
In dieser Live-Ausgabe der "Ackerdemics Edition" an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) blicken wir hinter die Kulissen eines der bekanntesten Bio-Pioniere Österreichs. Zu Gast ist Elisabeth Zoubek, Geschäftsführerin des Vertriebs beim Biohof Adamah.
Elisabeths Eltern, Sigrid und Gerhard Zoubek, waren bereits im Podcast zu Gast und haben von den Anfängen erzählt (Links dazu unten). In dieser Folge wechseln wir die Perspektive zur „Next Generation“. Elisabeth erzählt offen, dass sie ursprünglich gar nicht in die Landwirtschaft wollte. Sie hat Kultur- und Sozialanthropologie studiert und sich ihren Platz im Unternehmen erst erarbeiten müssen.
Wir sprechen über den komplexen Prozess der Hofübergabe, der die Familie über zehn Jahre mit einem Coach begleitet hat , und die Herausforderung, sich als Frau und Mutter in der Geschäftsführung zu behaupten. Elisabeth gibt uns Einblicke in die Logistik hinter den rund 5.500 Bio-Kistln pro Woche : Anders als große E-Commerce-Player wie Gurkerl arbeitet Adamah ohne riesiges Lager, sondern bestellt „Just-in-Time“ bei rund 140 Lieferanten, um Lebensmittelabfälle zu minimieren.
Gemeinsam mit den rund 30 Studierenden diskutieren wir kritische Fragen: Wie besteht ein gewachsener Familienbetrieb gegen kapitalstarke Konkurrenz? Wie geht man mit der aktuellen Preissensibilität der Kunden um? Und wie viel Technik und KI verträgt ein Bio-Betrieb?
Elisabeths Resümee am Ende ist ein starkes Plädoyer für die Macht der Konsumenten: „Jeder Einkaufszettel ist ein politischer Akt.“
Dieser Live-Podcast ist Teil einer Spezialreihe im Rahmen der Lehrveranstaltung „Zukunftsfähiges Wirtschaften“ an der WU Wien. Gemeinsam mit Studierenden lädt Willy Expertinnen und Experten ein, um über Arbeit, Perspektiven und Leben zu sprechen – inklusive Fragen direkt aus dem Publikum.
Viel Freude beim Reinhören!
INFOS ZUR FOLGE
Biohof Adamah
www.adamah.at
B2P098 Sigrid & Gerhard Zoubek – Bunte Kiste Erde | Der Biohof Adamah – Genesis I
www.bauertothepeople.at/podcast/182
B2P099 Gerhard Zoubek – Bunte Kiste Erde | Der Biohof Adamah – Genesis II
www.bauertothepeople.at/podcast/183
Biohof Adamah auf Instagram
www.instagram.com/adamah_biohof
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Biohof Adamah auf Linkedin
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In dieser Live-Ausgabe der "Ackerdemics Edition" an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU) blicken wir hinter die Kulissen eines der bekanntesten Bio-Pioniere Österreichs. Zu Gast ist Elisabeth Zoubek, Geschäftsführerin des Vertriebs beim Biohof Adamah.
Elisabeths Eltern, Sigrid und Gerhard Zoubek, waren bereits im Podcast zu Gast und haben von den Anfängen erzählt (Links dazu unten). In dieser Folge wechseln wir die Perspektive zur „Next Generation“. Elisabeth erzählt offen, dass sie ursprünglich gar nicht in die Landwirtschaft wollte. Sie hat Kultur- und Sozialanthropologie studiert und sich ihren Platz im Unternehmen erst erarbeiten müssen.
Wir sprechen über den komplexen Prozess der Hofübergabe, der die Familie über zehn Jahre mit einem Coach begleitet hat , und die Herausforderung, sich als Frau und Mutter in der Geschäftsführung zu behaupten. Elisabeth gibt uns Einblicke in die Logistik hinter den rund 5.500 Bio-Kistln pro Woche : Anders als große E-Commerce-Player wie Gurkerl arbeitet Adamah ohne riesiges Lager, sondern bestellt „Just-in-Time“ bei rund 140 Lieferanten, um Lebensmittelabfälle zu minimieren.
Gemeinsam mit den rund 30 Studierenden diskutieren wir kritische Fragen: Wie besteht ein gewachsener Familienbetrieb gegen kapitalstarke Konkurrenz? Wie geht man mit der aktuellen Preissensibilität der Kunden um? Und wie viel Technik und KI verträgt ein Bio-Betrieb?
Elisabeths Resümee am Ende ist ein starkes Plädoyer für die Macht der Konsumenten: „Jeder Einkaufszettel ist ein politischer Akt.“
Dieser Live-Podcast ist Teil einer Spezialreihe im Rahmen der Lehrveranstaltung „Zukunftsfähiges Wirtschaften“ an der WU Wien. Gemeinsam mit Studierenden lädt Willy Expertinnen und Experten ein, um über Arbeit, Perspektiven und Leben zu sprechen – inklusive Fragen direkt aus dem Publikum.
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Musik:
„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner
„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
… und ein bisserl selbst gesungen 😊
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle
„Leit hoits zamm“ – Haindling
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„Power to the People“ – Junior Kelly
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Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!
Transkript
Essen, Menschen, Landwirtschaft. Heute machen wir einen Live-Podcast von Fürr mit und durch.
Bauer to the People. Was, wer? Und?
Und alle und alles dazwischen und rundherum. Los geht's.
Bauer to the People. Grüß euch heute wieder zu einer neuen Ausgabe des Bauer
to the People Live-Podcasts. Wieder in der Ackerdemics Edition hier an der Wirtschaftsuniversität Wien.
Neben mir sitzt mein heutiger Gast, die Unternehmerin Elisabeth Zoubek.
Vom Biohof Adamah. Erstens mal schön, dass du dir Zeit genommen hast,
dass du heute hierher gekommen bist und willkommen in unserer Runde.
Ja, und für die Leute zu Hause, die jetzt nur zuhören und das Bild nicht sehen,
vor uns sitzen 30 gute Gründe, warum wir das Ganze heute machen und warum wir überhaupt da sind.
Nämlich 30 Studierende und ja, Studierende, Studentinnen und Studenten,
wollte ich eigentlich sagen, am Anfang ihres Wirtschaftsstudiums.
Konkret handelt es sich dabei um eine Übung im Rahmen der Lehrveranstaltung
Zukunftsfähiges Wirtschaften, kurz ZUWI, für die Experten des Departments für Sozioökonomie.
Und das Ziel des Ganzen ist es, Einblicke in unterschiedliche Bereiche von Wirtschaft
und Gesellschaft zu geben, um so zu einem vielseitigen und bunten Verständnis
eben von Wirtschaft und Gesellschaft beizutragen.
Ja, und ganz einfach auch darauf, und das ist mir persönlich sehr,
sehr wichtig, ich sage es eh jedes Mal wieder so dazu,
Bock drauf zu machen, nachzudenken über unterschiedliche Themen aus Wirtschaft
und Gesellschaft und vor allem Lust drauf zu machen, Fragen zu stellen,
eure eigenen Fragen zu stellen.
Die Elisabeth, die war noch nicht im Bower to the People Podcast,
dafür waren aber Mama und Papa, Vulgo, Sigrid und der Gerhard waren schon bei
mir im Podcast oder eigentlich war ich bei euch zu Gast am Biohof Adamah und
da habe ich quasi jetzt einmal die Perspektive zum Biohof, du laufst schon,
Die Perspektive haben wir ja aus Sicht der Eltern gesehen. Heute geht es um
die Perspektive der Generation, der nächsten Generation. Ich bin echt schon gespannt.
Und wer sich das Gespräch mit der Sigrid und mit dem Gerhard noch mal anhören
will, die Links dazu sind in den Shownotes.
Also, die Elisabeth und ich, wir diskutieren das ganze Thema jetzt an.
Und ihr, meine Lieben, ihr seid eingeladen, jederzeit einzusteigen.
Ihr dürft Fragen stellen und wir freuen uns schon auf eure rege Anteilnahme.
So kann man das auch sagen. Gut.
Bevor ich jetzt noch viel mehr Blödsinn rede, fange jetzt lieber an und lasse
die mehr reden, indem ich Fragen stelle. Das ist eher meine Kompetenz.
Erzähl uns doch einfach einmal ein bisschen, wer du bist und wie du in diese
Welt des Biohof Adamah hineingeboren, hineinsozialisiert wurdest.
Gut, gerne. Ja, Elisabeth Zoubek vom Adamah Biohof.
Mich würde mal interessieren, kennt jemand von euch den Adamah Biohof?
Habt ihr schon mal gehört von dem?
Ja, könnt ihr mal die Hand heben vielleicht?
Ich komme im Audiokommentar, ich würde sagen 35,5 Prozent der Teilnehmenden, so circa, oder?
Ungefähr, ungefähr. Ja, wir sind aus Niederösterreich, 10 Kilometer von der
Wiener Stadtgrenze entfernt, ein Bio-Bauernhof.
Und angefangen hat es damit, dass meine Großeltern eine Landwirtschaft hatten. hatten,
und meine Mutter gesagt hat, sie übernimmt gerne diese Landwirtschaft,
aber nur, wenn sie auf Bio umstellt.
Kennt sie den Unterschied zwischen Bio-Landwirtschaft und konventioneller Landwirtschaft?
Nein. Wer kennt ihn noch kurz nach oben, könnte ihn so halbwegs erklären.
Was heißt das?
Gegenfrage, wer findet Bio gut? Das ist interessant. Alle finden es gut.
Aber irgendwelche Stichworte vielleicht, was heißt Bio, was ist der Unterschied?
Schreiz jetzt bitte so laut, dass man es im Würfel heute ein bisschen hört,
damit die Leute zu Hause dann auch mitschauen können. Was sind so die spontanen Assoziationen?
Nachhaltig.
Mhm. Laut.
Was macht man mit dem?
Reglementierungen gegen Pestizide.
Ja.
Einmal muss man es interaktiv, ja.
Ja, ich finde das immer super. Fällt euch noch was ein? Was heißt nachhaltig?
In der Landwirtschaft. Was kann das heißen?
Dass die Ressourcen vielleicht mehr im Kreislauf funktionieren,
dass man jetzt nicht, sag ich mal,
einfach verschwendet, mit den richtigen Ressourcen auch richtig umgeht.
Die Erhaltung der Böden, dass die Böden nicht...
Also, dass man versucht, dass die Böden nicht sehr darunter leiden durch irgendwelche
Monokulturen oder sonstiges.
Super, das heißt, Fruchtfolge auch. Also, man schaut, was wächst am Acker und
was kommt danach, was nährt den Boden.
Biolandwirtschaft ist gesetzlich reglementiert. Da gibt es ganz genaue Richtlinien.
Was heißt Bio im Unterschied zu Nicht-Bio?
Das heißt, ich kann da jetzt auch nicht sagen, ich bin ein Biolandwirt,
ohne dass es kontrolliert wird.
Das heißt, wir haben regelmäßig unangemeldete Kontrollen, die kommen zu uns,
die schauen sich an, was macht ihr genau.
Die wollen sehr viel bürokratische Dinge sehen.
Papier, viel Papier. Viel Papier, genau. Aber nur so kann man einfach sicherstellen,
dass das tatsächlich Bio-Landwirtschaft ist.
Und das heißt dann auch für den Konsumenten, also wenn ich jetzt ein Bio-Produkt
kaufe, kann ich ganz sicher sein, dass das auch nach den Bio-Richtlinien kultiviert wurde.
Was konkret heißt jetzt Bio im Vergleich, weil man jetzt sagt,
es gibt immer so konventionell versus Bio.
Ich habe auch schon Gäste gehabt, die haben gesagt, sie sind nicht Bio,
aber sie sind unkonventionell.
Aber was ist jetzt so die wichtigsten Unterschiede, die man als Konsumentin
oder vielleicht als angehender Unternehmer wissen sollte, was jetzt der Unterschied
zwischen konventionell und Bio in der Landwirtschaft ist?
Also Pestizide sind überhaupt nicht erlaubt. Also es ist nicht reglementiert,
sondern es ist einfach nicht erlaubt. Man darf kein Gift auf den Acker ausbringen.
Das ist ein Riesenunterschied.
Ich weiß nicht, wer vielleicht schon von euch einmal am Land spazieren war oder
eine Runde laufen war und du läufst vorbei an einer Spritze,
die Gift auf den Acker bringt.
Das ist so ein stechender, chemischer Geruch, der geht bis ins Mittelhirn.
Da merkst du gleich, ui, da hat es was, das ist nicht gut.
Und dieses Gift kannst du aus einem Salat zum Beispiel oder aus einem Feldgemüse
nicht mehr wegbringen. Das kannst du auch nicht runter waschen, das ist da drinnen.
Und dieses Gift verbreitet sich auch im Boden, das heißt auch im Trinkwasser und in der Atemluft.
Und es gibt Studien, die belegen, dass wir bis zu 67 verschiedene Pestizide
in der Luft haben, und zwar überall in ganz Österreich, in jedem Schlafzimmer.
Man hat es auch schon in der Nabelschnur nachgewiesen, also man kommt da nicht aus.
Und in Bio ist das eben nicht erlaubt. Das ist einer der großen Unterschiede,
sage ich jetzt mal. weil es gibt auch dann ganz viele weitere Unterschiede in
der Tierhaltung zum Beispiel.
Also man darf da, es dürfen keine genmanipuliertes Futtermittel verwendet werden.
Die Tiere dürfen viel mehr Auslauf haben, müssen Auslauf haben.
Das macht einfach wirklich ihre großen Unterschiede.
Wie war das für dich am Anfang? Wann hast du, das habe ich jetzt aufgeschrieben,
das würde mich interessieren, Ab wann hast du bemerkt in deiner Jugend,
dass du in einer nicht ganz konventionellen Familie aufwächst und dass das Unternehmen,
wo du da gerade groß wirst,
ein bisschen besonders ist und dass das auch Landwirtschaft ist?
Ab wann ist dir das irgendwie klar geworden?
Das kann man ja sagen, Biohof Adamah ist ein bisschen besonders.
Wenn man rausfährt, dann ist das Haus, was man dann sieht.
Wann ist dir das irgendwie bewusst geworden, dass das...
Ich würde sagen, in meiner Jugend. Ich wollte nie Landwirtin werden und ich
wollte auch nie so werden, wie die meisten, die am Land sind.
Ich war in Wien in der Schule und bin dort so ein bisschen als Bauernmädel abgetan
worden und habe erst einen Umgang damit finden müssen,
dass eigentlich Landwirte die Grundlage unserer Nahrungsmittel herstellen oder
unsere Lebensmittel herstellen.
Für dich war es normal eigentlich, oder? Diese Lebensmittelproduktion von zu Hause aus,
Oder? Ja, na sicher, du wachst ja damit auf. Ich bin als Kind schon auf der
Erdapfelmaschine gestanden und habe immer mitgeholfen. Das ist ein normaler Umgang.
Aber irgendwie so bewusst geworden ist mir das erst später. Also ich habe dann
Kultur- und Sozialanthropologie studiert.
Also wirklich weg einmal von der Landwirtschaft.
Weg von zu Hause, genau.
Und habe dann eigentlich erst auch durch meine Kinder wieder nach Hause gefunden
und zu schätzen gelernt,
was Bio-Landwirtschaft eigentlich
bedeutet und was es für wichtige Dinge einfach macht für uns Menschen.
Du hast gesagt, du bist in der Schule ein bisschen so abgeschasselt worden als
Bauermädel oder sowas. Ich habe das schon ein paar Mal gehört.
Was war das damals und was ist da dahinter gestanden? Falsches Verständnis von
Landwirtschaft oder warum?
Warum so, wie gesagt, ich sage jetzt abgeschasselt.
Was war da dahinter?
In einer Stadt hast du nie so diesen Zugang zu einer Landwirtschaft.
Und es ist irgendwie schon so, dass ein Landwirt vielleicht oder die Tätigkeit
eines Landwirts als geringer Wert geschätzt wird als ein Angestellter im Büro.
Dieses Bild gibt es und es gab es schon immer.
Ja, man muss sich mit dem Thema einfach auch mehr auseinandersetzen,
um zu verstehen, was das eigentlich heißt.
Ich frage mich immer, woher kommt dieses Bild, weil in der Werbung wird verkauft,
die Landwirtschaft, schöne Landschaften,
stolze Bäuerinnen und Bauern, tolle Tiere und da ist es einfach so ein Riesen-Image,
ein tolles Image, mit dem, was ja offensichtlich auch Produkte verkauft,
gleichzeitig ist aber dann wieder dieses
Bild des dummen Bauern, sage ich jetzt einmal pauschal, Nicht so dieses einfachen
Menschen, der da in der Erde herumwühlt oder sowas.
Wie geht sich denn das parallel eigentlich aus? Weil auf der einen Seite ist
es so ein tolles Bild und auf der anderen Seite gibt es immer noch dieses Vorurteil
nach wie vor ein bisschen.
Ich denke mal, dass es romantisiert wird durch die Werbung. In Wahrheit ist es harte Arbeit.
Eine sehr undankbare Arbeit vielleicht auch. Aber jeder von uns braucht was
zu essen. Und im Idealfall ist das etwas, was den Körper nährt und was den Körper
und den Geist gesund erhält.
Du bist ja jetzt quasi in eine Unternehmerfamilie reingeboren worden,
war es damals schon ein Landwirtschaftsbetrieb oder eine Unternehmerfamilie?
Genau, meine Großeltern hatten diese Landwirtschaft, die haben wir dann auf
Bio umgestellt und mein Vater hat dann diese Idee von diesem Bio-Kistl in Norden
Europas kennengelernt, also gibt es in Dänemark schon viel.
Er war auf Exkursion quasi.
Er war halt immer gerne unterwegs. Er wollte die Produkte von unseren Feldern
nicht an den Supermarkt verkaufen, weil du da in einer Schiene bist, wo du eigentlich,
da geht es nur noch um Centpreise, du wirst da versucht, dass der Preis sehr gedrückt wird.
Du bist eigentlich ohne Förderung, die es gibt, im Biolandbau nicht überlebensfähig oder sehr schwer.
Und in dieses System wollte er nicht. Und wir haben dann eben vor 25 Jahren
angefangen, unsere Bio-Kisteln auszuliefern.
25 Jahre ist das jetzt her.
25 Jahre feiern wir heute.
Ein Vierteljahrhundert, um das Ganze so.
Ja, genau.
Historisch schon.
Das heißt, wir haben, das sind so Hartplastikboxen und die befüllen wir mit
Obst und Gemüse oder auch mit alles, was man irgendwie braucht.
Wir haben auch Waschmittel im Sortiment, frisches Brot, Milch,
Fleisch, was auch immer.
Und liefern das bis vor die Haustür.
Und das hat eben begonnen mit 70 Kunden in der Woche.
Meine Eltern sagen immer, da haben sie dann die Kisteln im Kofferraum gehabt
und die Kinder auch, weil die haben sie uns in die Schule gebracht.
Das ist jetzt vielleicht auch romantisiert.
Aber es ist dann einfach immer stärker gewachsen. Es gab halt einen großen Bedarf
an Bioprodukten zu der Zeit.
Das war ja, man muss ja dazusagen, vor 25 Jahren, das war gerade die Zeit,
bevor die EU Bio quasi zur Norm gemacht hat, zur Bio-Verordnung gemacht hat.
Das war noch die Zeit, wo Bio so ein bisschen so dieser Bereich von den Verrückten
und den Pionieren und so weiter war. Oder Pionieren, wenn man so will.
Und da hat es ein paar so Charaktere gegeben quasi in Österreich.
Einer davon war dein Vater oder waren deine Eltern.
Wie muss ich mir das damals vorstellen, was du so mitgekriegt hast und auch
in den Erzählungen wie schwierig war das damals in so einem Markt wo,
es war noch kein Markt es war so eine Nische
Wie muss man sich das vorstellen, diese Entwicklung von diesen Bio-Kisteln?
War das so ein Test einfach oder habt ihr schon gewusst, in die Richtung wollen
wir gehen, diesen Hof wollen wir in diese Richtung weiterführen?
Schon, ja, wir wollten das schon in diese Richtung weiterführen.
War das irgendwie so weg von der Landwirtschaft, weil ich war jetzt eigentlich
ein landwirtschaftlicher Betrieb.
Papa war eigentlich vorher Landverschienenverkäufer, deswegen ist er auch viel gereist.
Und ich habe den Hof ja übernommen unter Bedingungen, wir machen jetzt Bio.
Aber war da schon früher schon die Idee da, wir möchten mehr machen,
also wir möchten das ausweitern auf die Direktvermarktung?
Ja, der Gedanke war von Anfang an da. Und wir sind ja eigentlich von dem Landwirtschaftlichen,
weg zum Unternehmerischen, wie du auch sagst. Und ich hätte zum Beispiel niemals,
nach wie vor nicht, ich wäre nicht für die Landwirtschaft zu begeistern.
Also nur unter Anführungszeichen.
Also wäre es nur eine Landwirtschaft, würdest du jetzt nicht hier sitzen?
Nein, nein. Mich hat immer dieser unternehmerische Teil interessiert und das tut es nach wie vor.
Erzähl ein bisschen diese Anfänge von 70 Kunden ganz am Anfang bei den Bio-Kisseln.
Das war ein Experiment. Ich habe es gesehen, es funktioniert im Skandinavien,
hast du gesagt, oder? Hast du das Papa entdeckt?
Ja, genau.
Wie war die Anfangszeit, was waren da so die großen Herausforderungen?
Nein, da eine Struktur, eine Organisation reinzubringen. Also wir haben da angefangen
mit Stift und Zettel und ein Beispiel war zum Beispiel ein Kilo Äpfel sind ungefähr fünf Äpfel.
Wir geben halt immer fünf Äpfel rein, das wird schon ein Kilo sein.
Und am Ende waren dann die Äpfel immer zu wenig, weil die Äpfel natürlich unterschiedlich groß sind.
Und fünf Äpfel sind nicht immer ein Kilo. Dann haben wir halt festgestellt,
okay, so funktioniert das nicht, weil wir sind gleichzeitig gewachsen und mussten
da natürlich eine Struktur reinbringen.
Und dann hat es halt das erste computerunterstützte Packsystem gegeben,
das ist dann auch immer wieder gewachsen und gewachsen und der ganze Markt eigentlich
in diesem Bio-Kistel-Sektor hat sich immer weiterentwickelt.
Ja, und das wirklich stetig und kontinuierlich. Wir haben dann so ein paar verrückte
Ausflüge in die Gastronomie gemacht, hat nicht funktioniert und auch in die Automaten.
Mein Vater wollte in jeder Uni auch zum Beispiel Bio-Automaten,
weil eigentlich, wenn man sich anschaut, auch da draußen, was da drinnen ist,
ich habe jetzt nicht genau geschaut, aber da ist wahrscheinlich drin ein Red
Bull und ein gezuckerter Apfelsaft und was weiß denn ich.
Alles nicht so super nahrhaft.
Und da könnte man doch auch gescheite Bio-Getränke reingeben.
Oder auch Müsli-Riegel oder was auch immer.
Gibt es noch eine super Idee? Woran ist denn das eigentlich gescheitert?
Naja, du kennst meinen Vater, er hat immer super Ideen.
Googelt es einmal Gerhard Zove.
Man muss es natürlich auch ein bisschen durchrechnen. Und das war jetzt vielleicht
nicht seine größte Leidenschaft.
Aber es ist ja am Anfang, weil du gesagt hast, man macht eine Bio-Kiste, man hat eine Vision.
Ich sage jetzt einmal, ich habe so Visionen, die dahinter stehen,
und sage, ja, jetzt will die Leute was Kunden. Du hörst einmal fünf Äpfeln rein,
fünf von dem, fünf von dem.
Das geht ja am Anfang mit 70 Kunden, stellen wir das relativ überschaubar vor,
und da macht es ja nichts, wenn das einmal 1,2 Kilo und einmal 0,9.
Weil erstens, die Kunden sind Fans wahrscheinlich, gerade die ersten,
die man hat, und man muss noch nicht so genau kalkulieren. Wie viele Kisten habt ihr jetzt?
Naja, wir haben jetzt 5.500 in der Woche Kunden, die wir beliefern.
Da macht das einen Unterschied, ob man 1,2 Kilo...
Ja, genau. Und die Kunden bekommen ein bis zwei Kisten. Also wir haben so um
die 10.000 Kisten in der Woche, die wir befüllen und bepacken.
Und das ist schon eine Menge.
Wir waren in der Corona-Zeit, da ist das absolut durch die Decke gegangen,
weil dieser Lieferservice war ja super. Man war ja zu Hause im Lockdown und...
Da haben wir dann tatsächlich einen Neukundenstopp machen müssen.
Und seit Corona hat es sich jetzt wieder zurückgependelt auf ein Niveau.
In Wien ist es halt aktuell so, da gibt es einfach irre viel Konkurrenz.
Ihr kennt sicher alle Gurkerl zum Beispiel.
Oder es gibt ja viele Lieferservices, die innerhalb von ein paar Stunden liefern.
Da können wir nicht mithalten.
Also bei uns ist 48 Stunden vorher Bestellschluss. weil wir haben 140 Lieferanten
und wir müssen diese Ware dann bei unseren Lieferanten bestellen.
Bei einem Gurkerl weiß man, die
haben ein Riesenlager und die können das einfach total schnell liefern.
Und wir haben ein anderes System dahinter.
Also wir bestellen just in time, das heißt wir bestellen wirklich das,
was die Kunden vorher bestellt haben bei unseren Lieferanten.
Und dadurch der Riesenvorteil ist, dass wir eigentlich sehr wenig Schwund und Verderb haben.
Weil wir genau das bestellen können, was unsere Kunden brauchen.
Wenn man jetzt bei euch so ein bisschen reinschaut, ihr seid jetzt eigentlich
zweite Generation, jetzt Biohof Adamah, also wenn man die Großeltern zurechnet,
dann noch dritte Generation eigentlich schon.
Würdest du, wie würdest du das Unternehmen, oder würdest du jetzt Adamah beschreiben
als landwirtschaftlicher Betrieb mit ausgeprägter Direktvermarktung,
oder ist es inzwischen eigentlich ein Händler mit ausgeprägter Eigenproduktion.
Seid ihr noch ein landwirtschaftlicher Betrieb im klassischen Sinne?
Wir haben zwei Betriebe. Das eine ist die Landwirtschaft und das andere ist der Vertrieb.
Die Landwirtschaft ist eine Biolandwirtschaft, so wie sie sein muss. Ich habe drei Brüder,
Zwei meiner Brüder machen diese Landwirtschaft und da ist sehr viel Wurzelgemüse
und Erdapfel und Getreide und so weiter.
Das macht der eine Bruder, der Stefan, dann gibt es den Simon,
der verarbeitet diese Produkte.
Zum Beispiel mahlt er das Getreide oder es gibt Pesto, es gibt Teemischungen,
Gewürzmischungen. Also das ist so dieses ganze Feinverarbeitung.
Also gibt es Eigenmarken quasi auch, oder?
Genau, genau, genau. Ein bisschen Schleichwerbung.
Und das ist der landwirtschaftliche Teil. Und dann gibt es wirklich den Vertrieb.
Und das ist Handel in Wahrheit. Wir handeln mit Bioprodukten.
Aber eben auch mit unseren eigenen, also aus der Landwirtschaft.
Okay. Das heißt, was für euch spannend ist, ihr habt es ja zwar sehr markant,
weil ich versuche gerade das richtige Wort, aber zumindest der Papa war sehr extrovertiert.
Man kennt ihn, die Mama war eh ein bisschen ruhiger, ein bisschen mehr im Hintergrund,
aber doch eine sehr authentische
Führungsstruktur, die man quasi dann in die nächste Generation übergeben hat müssen.
Der Satz vier Geschwister, hast du gesagt, und ich kenne die Geschichten von
vielen Höfen, aber auch von Unternehmen, Hofübergabe ist auch nichts anderes,
als wenn man Unternehmen in der Familie in die nächste Generation fährt.
Wie war denn das bei euch, wie habt ihr denn ihr euch zu viert
gefunden, dass sich das Unternehmen jetzt im Prinzip zu viert ja auch weiterführt?
Du bist Geschäftsführer im Handelsbereich, oder?
Und wie war denn der Prozess eigentlich?
Naja, nicht einfach.
Ich glaube, für uns vier war auch nie klar, wo wir mal landen werden.
Für die beiden Brüder, die die Landwirtschaft machen, war es vielleicht schon
am klarsten. Die haben immer gewusst, okay, sie machen irgendwas mit Landwirtschaft.
Das Ding ist halt, also wenn ich jetzt bei mir anfange ich habe alle Möglichkeiten
gehabt, also meine Eltern haben nie gesagt du musst das machen oder schau,
dass du das machst oder geh auf die WU oder geh keine Ahnung, auf die BOKU,
sie haben mir da kompletten Freiraum gelassen und das war gut,
weil wir uns dadurch wirklich komplett selbst entscheiden konnten was wir machen,
und ich habe eh schon vorher gesagt, also ich wäre jetzt nicht für die Landwirtschaft
nur für den Teil der Landwirtschaft zu gewinnen gewesen.
Mich hat immer dieses Unternehmerische interessiert.
Und da gibt es ja irre viele Möglichkeiten und ich hätte mir auch nicht zugetraut,
dass ich mal Geschäftsführerin werde.
Also man wächst in diese Rolle schon hinein.
Wie war das? Kultur und Sozialanthropologie? Das war jetzt nicht unbedingt Geschäftsführung bei Bio of Adam.
Nein, gar nicht. Ich habe einfach immer schon mitgearbeitet.
Also auch wirklich als Jugendliche, während dem Studium auf den Marktständen
oder in unserem Bioladen.
Aus Leidenschaft oder freiwillig?
Ja, voll. Also ich habe das richtig cool gefunden. Und ich habe gern verkauft
und ich habe gern Kundengespräche und ich finde das schön.
Und zwar deshalb, weil ich weiß, das was wir verkaufen macht hundertprozentig Sinn. Das ist kein...
Ich vergleiche es immer mit Waffen, aber das ist natürlich das blödeste Beispiel, was es gibt.
Aber ich kann einfach 100 Prozent hinter diesen Produkten stehen.
Und das tut was mit einem, weil wenn man das aus Überzeugung macht,
dann merkt das auch dem Gegenüber.
Und das ist schön.
Und das habe ich einfach immer gern gemacht, 14 Jahre lang eben auch in unserem
Geschäft und dann neben meinen Kindern.
Und dann war es halt so, dass mein Vater gesagt hat, oder dass er halt in Pension gehen konnte.
Konnte, wollte oder musste?
Nein, also offiziell konnte er in Pension gehen. Und wenn er jetzt nicht,
also warum sollte er das nicht nutzen?
Wer macht das? Also mein Vater war eben Geschäftsführer. Und ich habe mich sehr überwinden müssen.
Aber ich habe mich eigentlich für diesen Job beworben. Obwohl ich keine Ausbildung
in diese Richtung habe, aber ich habe sehr wohl Ahnung von dem Business,
weil ich es einfach mitbekommen habe.
Wie kann man eine Bewerbung beim eigenen Vater vorstellen?
Also es war jetzt keine schriftliche, offizielle Bewerbung.
Hast du keinen Lebenslauf mitgeschickt?
Nein, das nicht. Den kennt er eh besser als ich.
Nein, ich habe einfach gesagt, ich kann mir vorstellen, dass ich das mache.
Und es war halt damals schon, da hatten wir so um die 100 Mitarbeiter.
Ich habe meine Nummer zu sagen, 100 Mitarbeiter?
Also ja, jetzt sind wir auf 85 Grad, weil wir Logistik ein bisschen ausgesourced haben.
Aber ich meine, 100 Mitarbeiter sind 100 Mitarbeiter, da hängen Familien dran,
da hängen Kinder dran, da übernimmst du viel Verantwortung und das macht nicht einfach so.
Und ich habe halt auch immer mitbekommen, wie viel Arbeit das ist.
Du hast ja gewusst, ob das Geheimnis ist,
Oder? Und wie viele Sorgen das sind und wie viele Auf und Abs du als Unternehmer
hast. Aber ich habe es halt cool gefunden.
Es gibt ja oft einen Spruch, da fällt mir jetzt gerade ein, wenn ich das vorher
gewusst hätte, dann hätte ich es nicht gemacht und deswegen haben sie es ja
manche für die Unternehmerkarriere.
Du hast es ja hautnah miterlebt und hast dich trotzdem dafür entschieden.
Was waren für dich die größten Herausforderungen, wenn du in das Unternehmen bringst?
Muss man da so ein bisschen gegen die Ideen von den Eltern, weil die sind ja
nicht unbedingt die gleichen. Du musst ja auch deinen eigenen Stempel setzen.
Und wie hast du es mit deinen Brüdern und deinen Geschwistern aufteilt,
wer welche Kompetenzen hat.
Das ist ja auch nicht so, du machst das, du hast das, so ein einfacher Entscheidungsprozess.
Ja, das haben wir uns untereinander schon ausgemacht. Und wir hatten zehn Jahre einen Coach.
Zehn?
Zehn Jahre? Es war eigentlich dieser Prozess der Generationenübergabe begleitet.
Und wir haben uns da schon drauf vorbereitet. Zehn Jahre lang?
Zehn Jahre war jetzt nicht nur das Thema der Generationenübergabe,
aber sehr wohl Familienunternehmen.
Und wir wohnen sehr nah beieinander, wir arbeiten sehr eng miteinander und ich
weiß nicht, alle die Geschwister haben, ist nicht immer so easy,
mit seiner Familie vielleicht zusammenzuarbeiten, so gerne man sie hat.
Die Kommunikation ist direkter, nicht?
Ja, genau. Oder gar nicht.
Und das ist noch Ärger. Und wir haben halt einfach gelernt, dass wir die Dinge,
auch wenn sie wehtun und wenn sie unangenehm sind, ausgesprochen hören.
Und so haben wir es geschafft.
Ich glaube, das ist so ein Punkt, der mag vielleicht auf das Erste so hören,
warum redet man jetzt nicht über Wirtschaft, Hardfacts oder sonst irgendwas.
Ich habe es jetzt zumindest in meiner Karriere schon oft miterlebt,
dass die Hardfacts oft gar nicht das Problem werden, weil du arbeiten kannst
und wenn es mehr zu tun ist, musst du halt mehr arbeiten.
Oft scheitern Höfe, Unternehmen an sozialen Konflikten und an diesen zwischenmenschlichen Themen.
Ihr habt euch wirklich bewusst darauf vorbereitet, weil ihr gesehen habt,
das wird sowieso kommen und habt das strategisch irgendwie… Ja,
Aber wir haben noch nicht gewusst, wer die Leitung übernimmt.
Es war dann eigentlich keine Überraschung, dass die Schwester das macht.
Das war eine Überraschung? Ja, sicher.
Wie kam es zu der Überraschung?
Es hat keiner damit gerechnet. Ich glaube halt auch gerade als Frau.
Du auch nicht?
Nein, ich wahrscheinlich am wenigsten. Es ist tatsächlich so,
wenn ich das so jetzt reflektiere, ich habe zwei Kinder und die haben mich aus
meiner Karriere ausgenockt.
Für eine Zeit lang. Das hört sich
jetzt sehr negativ an, das würde ich von meinen Kindern so nicht sagen.
Ich bin denen nicht aufgestoßen.
Ich meine das im Sinne von, du bist jetzt einfach mal in Karenz,
kriegst viel nicht mit und das Leben geht weiter. Und das Ganze zweimal.
Und dadurch, dass ich halt am Hof wohne, habe ich sehr wohl alles mitbekommen.
Und ich bin auch nach zwei Wochen, nach der Geburt, wieder im Geschäft gestanden.
Also man kommt eh nicht aus. Aber trotzdem habe ich gemerkt,
und ich merke es auch jetzt bei vielen unserer Mitarbeiter, als Frau, wenn du in Karenz gehst,
bist du schon sehr, Aber dann musst du doppelt so hart kämpfen,
dass du wieder auf diese Stelle kommst, wo du vorher warst. Ganz arg.
Und in meiner Situation war es halt so, ich habe zwei ältere Brüder und einen
jüngeren und eigentlich mein ältester Bruder hat dadurch, dass er der älteste
Bruder ist, fix damit gerechnet, dass er das Unternehmen leiten wird.
Es hat sich dann aber herausgestellt, dass er das eigentlich eh nicht unbedingt machen möchte.
Er macht jetzt die Landwirtschaft, oder?
Nein, der Christian, der Ängste ist.
Der macht sich jetzt gerade selbstständig. Tatsächlich ist er jetzt gerade dabei,
aus dem Unternehmen auszusteigen.
Darf auch sein.
Und wie war es bei dir? Wie ist mir auf die Entscheidung gekommen,
dass du das jetzt machst? Was war da der ausschlaggebende Punkt?
Wie gesagt, ich habe mich dafür beworben und mein Vater hat gesagt, er findet das gut.
Also ein paar Worte. Im Endeffekt war es die Entscheidung, dass es dir das Vertrauen
übergibt. Wie ist es dir dann gegangen? Überrascht und so?
Ja, es fühlt sich natürlich nach einem schweren großen Rucksack an und lustig ist das nicht.
Also so ehrlich möchte ich schon sein.
Wollte eine Schwester oder ein Bruder von dir das gleiche auch machen oder nur du?
Nein, es hat sich dann herausgestellt, dass er es doch nicht machen möchte.
Und die anderen?
Die anderen beiden wollten eben diesen landwirtschaftlichen Teil machen.
Wenn ich es richtig verstanden habe, hast du ja auch Geschwister? Also Schwestern?
Nein, ich habe drei Brüder.
Also warst du auch die Einzige, die das machen wollte?
Ja, ich glaube, so in der Klarheit war ich die Einzige, die gesagt hat,
ich kann mir das gut vorstellen.
Wie genau ist dann das mit dem Übergang abgelaufen? Hat er dich dann an der
Hand genommen und du hast dich sozusagen eingearbeitet, eingelernt?
Und dann irgendwann selber einfach...
Ja, absolut. Ohne dem geht es gar nicht. Also es ist auch wirklich ein Prozess,
sowas zu übernehmen. Das kannst du ja nicht von heute auf morgen.
Und wir haben einen Mitarbeiter eben gehabt, der war Prokurist schon,
der hat diesen ganzen Buchhaltungs- und Personalbereich innegehabt.
Hat er auch jetzt schon, also noch. Er ist jetzt mit mir gemeinsam Geschäftsführer.
Und ich habe zu ihm gesagt, ich mache es nur, wenn du das weiterhin machst.
Weil ich habe Lust, auf den kann ich mich 100 Prozent verlassen.
Der deckt diesen Bereich super gut ab.
Und mittlerweile, also er ist
jetzt, glaube ich, auch seit zwei Jahren der zweite Geschäftsführer eben.
Und wir haben da auch geschaut, dass wir einfach unsere Aufgaben aufteilen.
Und war das wichtig, dass die Nachfolge aus der Familie kommt?
Familienbetrieb?
Ich muss das die anderen fragen, sonst weiß ich nicht. Also ich denke schon,
ich glaube, so wie wir jetzt aufgestellt sind, ist es super,
weil einer ist extern und du brauchst auch oft diese externe Sicht,
sonst wirst du ja auch betriebsblind oder bist das.
Aber ich glaube, das Transmutieren von Werten und Ideologien,
das kann man schon am besten, wenn man am Hof in der Familie aufgewachsen ist.
Ja, das ist, finde ich, einen guten Punkt, weil, wenn Unternehmen wachsen,
sie verändern sich und das war ja, ich frage, ich habe mir eh heute aufgeschrieben,
dann verändern sich auch die Betriebsstrukturen und mit zunehmender Anzahl von
Mitarbeitern die ganzen Prozesse und irgendwie geht dann oft so ein bisschen
die Vision, die Ursprungsvision, die, was man gehabt hat, die geht dann so peu
a peu ganz langsam verloren.
Wie wichtig ist es denn, dass Betriebe als Familienbetriebe,
das ist ja so, ganz viel, Landwirtschaft ist generell, also zu Hauptteilen in
Österreich zumindest, in Familienbetrieben.
Wie wichtig sind denn Familien als quasi das Kern von Unternehmen im Vergleich
jetzt zum Beispiel zu AGs?
Naja, ich finde, in dem Bereich sind sie schon sehr wichtig,
weil du einfach, du bist authentisch.
Und du bist ein Leuchtturm.
Und gerade in einer Familienstruktur, also ich höre das so oft von anderen Menschen,
ich finde es so toll, wie wir das machen als Familie.
Und das Erste, was ich dann immer sage, haha, so lustig ist das gar nicht.
Aber ich glaube, ich glaube gerade natürlich in der Landwirtschaft ist das schon ein wichtiger Punkt.
Weil man einfach die, was ist das Besondere daran?
Du nimmst eben diese Werte mit.
Sie können weniger leicht verloren gehen. Ja.
Werte kann ja ein Mitarbeiter sagen, da ist die Mission Statement,
lerne es bitte auswendig und im Idealfall lebst du auch noch danach.
Und das mit Unterschrift besiegeln und dann passt das, zumindest auf dem Papier.
Ist das in einer Familie anders oder ist das dann besser, geht es da leichter?
Ich glaube, du transportierst das einfach viel authentischer.
Und das macht viel aus. Also wir haben viele Kunden, die das genauso rückmelden.
Würdest du sagen, bräuchte es generell mehr so größere Unternehmen,
was wieder eher in Familienbetrieben, also so eher organisiert sind?
Nein.
Dort, wo es passt einfach. Und wenn es nicht passt, dann ist es nicht Familie.
Was war denn so für dich jetzt, oder machen wir mal so, wie du übernommen hast?
Ist da eine Frage? Achso, ja, klar. Ich habe noch eine Frage dazu.
Und zwar, also einmal ist ja auch die Frage der Qualifikation.
Also du meinst ja auch, du hast ein Studium gemacht, was vielleicht nichts damit zu tun hat.
Natürlich möchte man natürlich auch, dass bei der Generationenübergabe das in
der Familie bleibt, aber vielleicht fühlt man sich auch nicht qualifiziert genug für die Position.
Vielleicht gibt es eine externe, bessere Person, die vielleicht besser für die Stelle geeignet ist.
Und es ist dann eher eine emotionale Entscheidung, dass man dann sagt,
okay, ich möchte, dass das in meiner Familie bleibt.
Und ist es grundsätzlich für das Unternehmen auch das Richtige?
Ja, das muss man natürlich immer abwiegen. Aber super reflektiert.
Also das heißt nicht automatisch, dass es das Gescheitere ist,
wenn es jetzt Sohn oder Tochter macht. Auf keinen Fall.
Was man da braucht, ist auch immer Beratung und immer Sicht von außen und ich
bin auch der Meinung, dass man in der Position nicht alles können muss. Überhaupt nicht.
Überhaupt nicht. Aber du brauchst Menschen, die es können um dich herum und
dann schafft das Stabilität auf allen Ebenen.
Was ist jetzt rückwirkend die wichtigste Qualifikation, die du jetzt mitgenommen
hast oder die du jetzt mitgebracht hast auch für diese Funktion, die du jetzt hast?
Das ist eine gute Frage.
Hättest du gesagt, dass sie zu führen, ein bisschen so Fahrendwirtung abgeben, auch delegieren?
Ja, ich glaube, den Haufen beisammenhalten.
Wirklich. Was hast du? Auf allen Ebenen,
das soll jetzt nicht abweiten klingen, aber diesen Kosmos, diesen Unternehmenskosmos,
inklusive den Mitarbeitern, die wir zum Teil schon 20 Jahre haben,
die zum Teil aber neu sind.
Und genauso den Kundenstock, den auch schon über 20 Jahre es gibt zum Teil und
auch die neuen, also einfach alles, dieses ganze Gesamtgefüge beisammenhalten.
Das muss man schon können und wollen.
Jetzt als Wirtschaft, müsste ich jetzt sagen, verstärkt wirtschaftlich oder
auch, ich höre so ein bisschen so raus, du musst schauen, dass du auch für sie
Mitarbeiter hast. Also eher sozialdynamisches Projekt, oder?
Ja, aber du darfst natürlich nie die wirtschaftlichen Kennzahlen vergessen.
Also das musst du schon mitnehmen. Das brauche ich euch, glaube ich,
auf der WU hier nicht erklären. Also keine Frage.
Wir sind, sage ich schon, am Anfang unserer Studienleben, wir können da schon
noch ein paar Sachen dazulernen.
Aber gib uns einmal kurz einen Überblick, reine Zahlen, wie du das Unternehmen
übernommen hast. Das war in welchem Jahr?
Vor vier Jahren.
Vor vier Jahren. Das ist auch schon wieder vier Jahre her. 22. Das war Corona, oder?
Ja. Kurz, währenddessen?
Ja, offiziell dann. Wow, herausfordernd.
Was habt ihr da Kisteln, Mitarbeiter, Umsatz?
Ein paar Hardfacts, damit wir uns ein bisschen was vorstellen können,
wie groß das ist und wie groß ist der Hof oder war der Hof?
Zu der Zeit, es hat sich jetzt nicht extrem viel geändert, aber es waren eben
damals um die 100 Mitarbeiter, es waren 8000 Kunden in der Woche.
Also der größte Teil der Mitarbeiter ist bei uns in der Packhalle.
Das ist eben dort, wo wirklich die Kisteln gepackt werden.
Aber wir haben 25 Leute im Büro sitzen gehabt zu der Zeit.
Also du hast sehr viel Abwicklungsdinge zu erledigen von Einkauf,
Marketing, Buchhaltung, Logistik natürlich. Ein Riesenteil auch.
Und das alles muss halt ineinander greifen.
War nicht das, weil wir es gestern auch diskutiert haben. gestern war die Theresa Imreiter.
Corona war ja für Unternehmen, speziell in der Landwirtschaft,
speziell in der Direktvermarktung, eine Ausnahmesituation.
In dem Sinne sogar eine positive, weil natürlich die Nachfrage nach vor die
Hausliefern, nach heimischen Produkten extrem hoch war.
Automaten sind aus dem Boden geschossen, wie die Schwammerl.
Direktvermarktung, jeder hat mit der Direktvermarktung richtig gut,
oder viele haben damit gut Geld verdient.
Und war das bei euch auch so, dass bei euch da die Zahlen in dieser Zeit extrem
nach oben gegangen sind?
Ja, absolut.
Wie geht man damit um? Weil das ist im Prinzip, ihr habt eine Struktur,
ihr habt Mitarbeiter und auf einmal wird das System so richtig schön überlastet.
Was ja wirtschaftlich gesehen eigentlich eine nette Sache ist,
aber stelle ich mir organisatorisch ein bisschen schwierig vor.
Ja, wir haben es eigentlich ganz gut geschupft. Also wir haben dann zweite Schicht,
wir haben Nachtschicht eingeführt.
Nachtschicht? Mhm. Okay.
Wir haben eine Leihfirma gehabt,
wo viele aus der Gastro waren, die gerade Arbeit gesucht haben,
weil die Gastro geschlossen hat, also das hat sich irgendwie gut gefügt.
Wir haben sehr viele Tests gemacht.
So hat es nicht irgendwie in Panik erfahren, weil es ist ja nicht so gewesen,
strategische Entscheidung, übermorgen kommt Corona, bitte, liebe Betriebe,
bereitet euch, ich mache jetzt nicht teuer,
Sondern BAM, da war es.
Kriegt man da nicht irgendwie so?
Ja, du musst schon sehr schnell sehr viel organisieren.
Aber du sagst es so gelassen, war das so entspannt?
Das Schlimmste war für mich, dass ich die Kinder zu Hause gehabt habe auch noch.
Also das überlastet dann, wenn du...
Die Doublewolle?
Natürlich.
Ja, okay. Aber so von der Organisation her?
Ja, das ist gegangen. Das ist super gegangen.
Wow, mit dem haben wir jetzt nicht gerechnet.
Das Schlimmste war für uns, dass wir dann sagen müssen, wir können jetzt gerade
keine neuen Kunden aufnehmen. Das ist für das Unternehmensherz...
Hat geschmärzt. Ja, voll. Wären viel mehr Anfragen gewesen, wie das war?
Schon, schon, ja.
Ich frage auch deswegen, wenn Corona... So eine Frage, super.
Heute gleich ein Würfel, passt.
Eine Frage, nochmal, bevor ich zur Frage komme, liefert ihr nur um Niederösterreich,
Wien rum oder liefert ihr ganz Österreich, Deutschland oder wie weit liefert ihr?
Wir liefern in ganz Wien, Großraum Wien, das heißt auch große Teile von Niederösterreich,
dann bis nach Eisenstadt und
zweimal in der Woche auch nach Graz und wir versenden in ganz Österreich.
Das wird ganz gut angenommen spannenderweise, das heißt es gibt zum Beispiel
in Innsbruck jemanden, der bestellt sich.
Das Bio-Kistl aus Niederösterreich.
Und so wie ich es verstanden habe, wird ja ein Großteil, sag ich mal,
des Gemüse und des Obsts eh zugeliefert.
Dann ist es ja der Standort Hof gar nicht so relevant. Am Ende geht es ja dann
nur darum, dass man einen Standort hat, wo die Kisten gepackt werden.
Und dann ist es ja, sag ich mal, die Frage der Expansion, vielleicht auch nach
Deutschland oder was auch immer, oder an anderen Stellen Österreichs,
liegt ja ziemlich nahe, weil ja eigentlich nur die Logistik relevant ist,
weil die restliche Infrastruktur ja bereits existiert.
Ja, aber das ist schon der große USP für uns, dass wir eben ein Familienbetrieb
sind, den du besuchen kannst.
Und da hebst du dich ganz stark ab von einem E-Commerce-Unternehmen,
das du nur von einer Website kennst.
Und das macht gerade im Lebensmittelbereich einen ganz anderen Bezug.
Nicht nur zu den Produkten, sondern auch zu der Quelle, wo die Produkte herkommen.
Weil viele unserer Kunden wollen ja wissen, woher kommt denn jetzt eigentlich mein Gemüse?
Man kann ja natürlich den Hof, also man muss ihn ja nicht schließen.
Man kann ja das, sag ich mal, als Hauptshow oder auch Marketing technisch immer noch weiter nutzen.
Der kann ja auch weiterhin existieren, aber dass man halt Logistikzentren,
keine Ahnung, Und das weiß ja am Ende der Endkonsument auch nicht,
ob jetzt sein Zeug auf dem Hof verpackt wird oder in Innsbruck.
Ist ja das Gleiche. Also das gleiche Obst, das gleiche Gemüse.
Und das am Ende so tief beschäftigt sich, schätze ich, nicht der Kunde damit.
Solange er auf der Website immer noch sieht, da ist der Hof,
ich kann da hingehen und mir das angucken,
dann verliert man das ja nicht unbedingt, sage ich mal. Und an sich hat es ja
keinen großen Nachteil, vor allem wenn man so einen guten Ruf hat,
dass bis nach Graz oder was auch immer geliefert wird.
Ja, haben wir auch öfters überlegt oder auch geprüft, aber wir sind halt jetzt
einfach seit 25 Jahren auf dem Standort in Glinzendorf und das alles einfach
so stehen zu lassen und woanders hin zu übersiedeln,
hätte bis heute für uns keinen Sinn gemacht.
Die Frage, die was ein bisschen da drinnen steckt, die habe ich mir eh irgendwo
so sinngemäß, danke für den Beitrag, aufgeschrieben, ist, wie weit,
wo sind denn die Grenzen des Wachstums jetzt für einen Biohof Adamah?
Weil ihr habt ja einen starken Mitbewerb mit Gurkerl.
Jeder geht jetzt gerade, jeder ist übertrieben, aber viele gehen immer stärker
in diesen Online-Vor-die-Haus-Tür-Liefermarkt.
Gurkerl hat auch nachhaltige Produkte im Sortiment. Wenn ihr wachst,
erstens mal, wohin könnt ihr euch als Biohof Adamah entwickeln?
Weil ihr steht jetzt in einem Mitbewerb mit Gurkerl. Wie geht man in einem Mitbewerb
mit einem extrem kapitalstarken Unternehmen, das jetzt eben nicht auf einen
Hof gebunden ist als identitäre Quelle,
quasi aus Ursprung.
Ucker hat in dem Sinne diesen Ursprung nicht. Das kann einfach expandieren und
überall hingehen, so wie du das jetzt gesagt hast. Wie weit könnt ihr wachsen?
Wie klein kann der Eigenanteil an Landwirtschaft als Ursprungsidee werden,
damit das Große darüber noch authentisch bleibt?
Oder wie geht es sich in diesen Mitbewerbern um?
Naja, Potenzial nach oben gibt es viel.
Also ich glaube, da ist jetzt prinzipiell kein Limit gesetzt.
Aber zurzeit, was wir ganz stark merken, ist halt diese Preissensibilität.
Das heißt, jeder schaut vielleicht doppelt so viel auf seinen Geldbörserl und
spart eventuell bei Bioprodukten ein.
Das limitiert momentan. Ja, also einfach so diese gesamtwirtschaftliche Lage,
die hohe Inflation in Österreich, aber sonst sehe ich da jetzt keinen, also ...
Aber während ich dann irgendwann auch, weil du vorher den USP erwähnt hast und
wenn man das sich jetzt wirklich nur vom Vertrieb anschaut, ist ja doch ein großer Punkt,
dass ihr auch teilweise Produkte auch Eigenmarke seist, was ja schon Wahnsinn
ist und ja immer nur auf 48 Stunden knapp bestellt.
Wenn man jetzt zum Beispiel ein Logistikzentrum irgendwie in Deutschland macht,
um dann dort auch Leute zu beliefern, aber dann vielleicht mit Bauern,
die dann dort aus der Region auch sind, damit man da das Konzept von wenig Schwund auch mitnimmt,
verliert man dann nicht irgendwann mal die Kontrolle, woher sind die Produkte
eigentlich, wenn das dann nicht in die...
Wahrscheinlich schon, aber ist ja bei uns nicht der Fall.
Ja, eben. Aber ich meine, für das keine Limits zu setzen,
Hat es ja irgendwann doch welche.
Wenn man die Mentalität mitnehmen möchte.
Ja, das stimmt schon.
Also, oder fortläufend war eher so, die Erkenntnis, dass ich es eigentlich recht
gut finde, dass es Limits gibt, weil es sonst wächst, es geht ja dann alles
irgendwann drauf hinaus, dass man,
desto größer es wird, dann irgendwann nicht mehr diese gute Intention,
die man dann auch noch zurecht mitnimmt, vielleicht nicht ganz so kontrollieren
kann, wie man sie möchte.
Ja.
Da war noch was?
Ich habe auch noch eine Frage, die da ein bisschen dazu passt.
Nämlich, also das hat ja alles bei euch so ein bisschen am Hof begonnen,
auch mit den Biokisteln.
Da kam ja wahrscheinlich einiges noch von eurem Hof tatsächlich.
Meine Frage ist jetzt, wieviel dann jetzt in diesen ganzen Bio-Kisteln,
weil das ja jetzt doch recht groß geworden ist, wieviel jetzt wirklich noch von euch kommt?
Und vor allem, weil du gesagt hast, ihr habt so 140 Lieferanten.
Nach welchen Kriterien ihr die auswählt, woher ihr da wisst,
welche Lieferanten ihr dann nehmt, die halt auch wirklich euren Standards entsprechen?
Also die landwirtschaftlichen Produkte, alles, was jetzt irgendwie an Wurzel,
Gemüse, Erdäpfel, eben Getreide und so weiter, das kommt alles von uns.
Was wir nicht haben, ist Obst.
Und unsere Lieferanten haben wir zum Teil auch schon seit Anfang an.
Kommen zum Teil aus der Umgebung.
Es gibt aber auch Großhändler, die uns beliefern. Das hat einfach den Vorteil,
weil wir können nicht Ware importieren. Darauf sind wir nicht ausgelegt.
Aber wir wollen sehr wohl Zitrusfrüchte und Bananen anbieten zum Beispiel.
Und das machen einfach Großhändler, die die Logistik und die Lagerkapazitäten dafür haben.
Und da schauen wir zum Beispiel, die Ware aus Übersee kommt zu uns mit dem Schiff
und nicht mit dem Flugzeug. Das macht einen ehren großen Unterschied.
Und die Bananen zum Beispiel jetzt sind Fairtrade aus Ecuador.
Und das macht auch einen großen Unterschied.
Wir kennen auch zum Teil die Produzenten und die Landwirte aus dem Ausland.
Wir haben auch einen guten Kontakt nach Spanien zum Beispiel.
Aber ja, viele Partnerschaften, viele Lieferbeziehungen gibt es schon seit etlichen
Jahren und das schafft natürlich auch viel Vertrauen für unsere Kunden,
das wissen die einfach auch zu schätzen.
Um die Frage noch ein bisschen aufzugreifen, weil ich gesagt habe, Strategie oder so, also
Wachstumsstrategie oder Entwicklungsstrategie von Adamah, wo könntet ihr euch
denn vorstellen, dass dieses Geschäft so bis jetzt ist, weil irgendwann,
ich glaube der Gerd, der Papa hat er gesagt,
im Podcast damals im bestehenden System ist so das Maximum bei ca.
10.000 Kisten oder so, das hat er im Podcast gesagt.
Das heißt, am Standort mit der bestehenden Logistik etc.
Aber wenn du jetzt auch einmal die Idee nimmst und so ein bisschen nach 20 oder
4 denkst, und du wirst ja wahrscheinlich auch schon darüber diskutiert haben,
wo wollen wir hin mit dem Unternehmen etc.
Wo siehst du das? Wo könntest du das zumindest sehen?
Also ist es dann vielleicht irgendwann, wenn der E-Commerce gut ist,
Ihr geht in den Wettbewerb mit Gurköl, sage ich einmal.
Kannst dann einfach einmal eine große Handelsmarke stehen, wo der Ursprung dann
quasi der Hof ist, aber wo es im Prinzip ein großer Player, ein nachhaltiger
Player neben den anderen Playern am Markt ist.
Also auch dort, wo Markt ein bisschen vielleicht hin wollte oder sowas.
Siehst du diese Zukunft auch potenziell? Oder ist es doch eher dieses an den
Hof gebundene Modell, das irgendwo auch seine Kapazitätsgrenzen hat und irgendwann
ist es halt maximal groß und größer geht dann nicht.
Ich würde da nichts ausschließen. Was ich sehr spannend finde,
ist die Technisierung, sowohl in der Landwirtschaft als auch im E-Commerce-Bereich.
Alles, was mit KI auch zusammenhängt, da tut sich ja gerade viel und...
Ich finde, es widerspricht sich nichts mit Biolandwirtschaft.
Und ich habe mir ein bisschen zum Auftrag gemacht, diese zwei Dinge,
also diese Technisierung und Modernisierung, mit dem, wo wir herkommen,
das ist einfach die ursprüngliche Landwirtschaft, zu verbinden.
Und da gibt es einen super spannenden Aufgabenbereich.
Ja, so sehe ich das.
Was ich so ein bisschen raussehe, es ist die Erwartung von Konsumentinnen und
Konsumenten eine Biolandwirtschaft oder eine authentische Landwirtschaft ist so ein bisschen,
vielleicht hast du jetzt rausgehört auch schon, klein, überschaubar,
authentisch, greifbar, am besten ums Eck und noch partout und alles.
Und das geht oft mit der Vorstellung von groß, skaliert etc.
Nicht zusammen. Ist das so?
Ist so. Also in den Köpfen ist es so.
Aber es gibt auch ganz hochmoderne, hochtechnisierte Biolandwirtschaft.
Das gibt es. Und die ist noch immer weitaus besser als eine konventionelle Landwirtschaft.
Also das, was ich vorher mit den Pestiziden erzählt habe, bitte vergesst das
nicht, das macht einen irre großen Unterschied für uns alle.
Und die Technisierung zum Beispiel gibt es Maschinen mittlerweile,
die machen mit Laser, die erkennen das Unkraut und lasern dieses Unkraut weg. Das ist voll genial.
Nur kostet dieses Ding halt Unmengen. Unmengen, das ist gerade in der Entwicklung,
das schaut auch echt späßig aus.
Aber das ist genial sowas, da habe ich einfach mit Lichtstrahlen,
kann ich das Unkraut bekämpfen.
Also geht Bio-Landwirtschaft oder nachhaltige Landwirtschaft um Technologie oder KI?
Weil jetzt ist KI ja so ein bisschen so dieses, bist du Bio,
dann kannst du kein KI sein,
Oder? Ja, genau. Ist nicht so. Es geht zusammen.
Aber wie geht man, weil Konsumenten kaufen ja, wir haben es eben,
also da ist ja, Man werfe den Würfel, bitte.
Eure Fragen gehen immer vor. Da ist auch noch eine. Super.
Und zwar, was ist denn unabhängig jetzt von diesem emotionalen Wert, dass ihr, sag ich mal,
ein Hof seid, wo dann die Kunden eine emotionale Verbindung zuspüren,
was ja eigentlich, wenn man realistisch und Hand aufs Herz gar nicht mehr so
sehr der Fall ist, wenn man 140 Lieferanten hat,
dann ist ja ein Großteil der Ware wahrscheinlich nicht von euch.
Das ist ja eher so, sag ich mal, der Vorhang.
Was ist denn sonst noch ein Merkmal, würdest du sagen, was euch von Gurkel jetzt
in dem Fall zum Beispiel unterscheidet, wo du dann sagen würdest,
okay, da sind wir jetzt vielleicht, ist das unser Vorteil oder da sind wir besser
drin und man könnte ja dann auch darauf setzen.
Und er meinte ja vorhin auch, dass wenn man expandiert oder größer wird,
dass dann, sag ich mal, das weniger authentisch wird.
Und dass man dann vielleicht auch nicht mehr so sehr die Lieferanten,
keine Ahnung, prüfen kann.
Aber ich glaube, wenn man wächst, hat man ja auch mehr Möglichkeiten,
und zwar auch immer noch authentisch zu bleiben.
Du kannst ja immer noch Leute dafür dann extra einstellen, die zum Beispiel
nur dafür verantwortlich sind. Die authentisch sind. Ja, nein,
die Lieferanten zu prüfen.
Am Ende, ja, einfach die Authentizität. Also man muss sein Gesicht ja nicht
verlieren, nur weil man größer wird. Also ich finde, das steht nicht unbedingt im Widerspruch.
Ja, das stimmt schon.
Ich wollte fragen, wegen den, weil Sie gemeint haben, Pestizide und so,
dass das nicht in Frage kommt.
Man muss ja trotzdem irgendwie Pflanzenschutz machen, wahrscheinlich dann biologische Alternativen.
Hat man dann höhere Ausfallrisiken, beziehungsweise wie groß ist dann der Unterschied
oder die Sorge, dass halt dann vielleicht mal irgendeine Ernte drauf geht?
Oder sind die biologischen Alternativen so gut mittlerweile,
dass es gar nicht notwendig ist, dass man konventionelle Pflanzenschutzmittel
verwendet? Warum tun es nicht alle?
Weil es eben mit höheren Kosten und mehr Arbeit verbunden ist.
Und deshalb sind die Bioprodukte ja auch teurer.
Wo entstehen die Kosten?
Wenn ihr mal gesehen habt, ein Salatfeld zum Beispiel, da wächst ja links und rechts das Unkraut.
Und der Salat braucht ja Platz, damit er wachsen kann.
In der Biolandwirtschaft gehen Menschen mit einem Gerät durch,
mit einer Hacke und zupfen dieses Unkraut weg.
Was?
Ja.
Also bei Feldgemüse?
Ja, genau.
Wirklich, mit der Hand noch?
Naja, mit der Hacke.
Ja, die Hacke hast du in der Hand. Ja, genau.
Ja, macht das einmal. Acht Stunden im Sommer.
Ich habe einmal Zaun gebaut auf einer Alm. Seither weiß ich,
was das heißt, wenn man Zaun gebaut auf einer Alm und Respekt vor Zäunen hat.
Vielleicht kommen sie eigentlich einmal im Unkraut.
Also es ist mit mehr Arbeit und mit höheren Kosten verbunden.
Okay, aber so biologische Pflanzenschutzmittel verwendet ihr dann auch?
Weil gibt es ja, glaube ich, soweit ich weiß.
Ja, absolut, gibt es auch. Oder es gibt auch Nützlinge, die Schädlinge zum Beispiel
abfressen. Es gibt ja extrem geniale Dinge.
Aber wie gesagt, das kostet einfach mehr und ist ein anderer Umgang.
Aber ein viel nachhaltigerer Umgang.
Man werft für den Würfel und treffe den Kaffee nicht, dann bin ich traurig.
Wenn du Miri ansiegst, dann hat irgendwer den Kaffee getroffen.
Ich möchte zudem nochmal zurückgehen mit dem Ganzen, dass auch die KI da jetzt
ein bisschen dazukommt, weil ja eigentlich Bio für Nachhaltigkeit steht,
haben wir ja vorher gesagt, und halt gut für die Umwelt, gut jetzt auch für
die Menschen in der Ernährung.
Und KI ist ja eigentlich mehr oder weniger, ich meine, das hilft natürlich,
aber das ist ja eigentlich mehr oder weniger das komplette Gegenteil.
Also man weiß ja auch, was die KI dann für Folgen für die Umwelt hat im Endeffekt,
weil das ja alles nicht ganz so gut ist, wie es dargestellt wird.
Also geht das dann Hand in Hand, dass man sagt, okay, man verbindet eine Bio-Landwirtschaft
auch mit so KI-Systemen und sowas?
Also ich denke da vor allem an die Administration im Büro zum Beispiel.
Eine KI kann Bestellungen automatisieren.
Und da muss dann nicht jemand sitzen und vielleicht ein bisschen auf eine sehr
monotone Art und Weise irgendwelche Dinge eingeben.
An sowas denke ich. Oder auch an unseren Kundendienst. Also wenn du bei uns
anrufst und da ist irgendwelche Standardfragen,
dann muss das auch nicht unbedingt ein Mensch sein, der am Tag 27 selber Fragen
beantwortet, sondern das kann auch von einer KI mal vorabgefangen werden.
Also ich denke da eher an solche Dinge.
Ja, das ist eine spannende Frage, weil irgendwie würden sie dann schon erwarten,
authentischer Betrieb, da hebt es die Tante Emma oder der Onkel Martin ab und
fragt mich, wie es mir geht und welches Problem das ich habe und dann löst er das mit mir.
In der Realität sind das natürlich Kostenmitarbeiter und ist man da einfach
auch verdammt bei Dingen, die direkt nachhaltig sind, also sprich Kerntätigkeit, Landwirtschaft und
Logistik wahrscheinlich, aber auch rundherum, so Begleitprozessen,
dass man einfach, wenn es alle machen,
kann man sich dann einfach den Luxus leisten, es nicht zu machen und um die
Authentizität beizubehalten.
Weil, wo muss man da Abstriche machen? Ah im Kerngeschäft, ah bei der Landwirtschaft,
ah bei den Produkten oder so.
Und wie reagieren die Konsumenten drauf? Weil es wird dann schon hinterfragt.
Ja, es ist sehr super, dass hinterfragt wird. Aber ich sehe das einfach so,
dass die KI da in manchen standardisierten Prozessen Dinge abnehmen kann.
Und jetzt nicht, dass ich da jetzt fünf Mitarbeiter ersetze oder so in die Richtung,
sondern einfach wirklich, dass es eine Unterstützung im Alltag ist.
So wie ChatGPT es jetzt schon für viele ist.
Man kommt gar nicht drum herum eigentlich.
Man kommt eh nicht drum herum.
Man kann es jetzt nicht nutzen, so ein bisschen wie Feil nach Wattlerweg.
Die Nachhaltigkeit natürlich, das verstehe ich schon.
Ein Elektroauto ist auch nicht gleich nachhaltig. Oder Batterien oder ein Windrad.
Da muss man natürlich auch immer abwiegen und schauen, was macht Sinn.
Ich habe mir jetzt aufgeschrieben, ich habe ja mal Grundsatzentscheidungen getroffen.
Die große Diskussion, die deine Eltern schon immer geführt haben,
die darfst du jetzt quasi in deiner Funktion stellvertretend jetzt wieder weiterführen,
ist, gerade in der Landwirtschaft bei Lebensmitteln hast du,
Also Bio, Regionalität,
Saisonalität. Im Prinzip soll es ja alle drei erfüllen. Das ist ein saisonales,
regionales Bioprodukt und das ist im Prinzip das ganze Jahr,
wo wir schon im Widerspruch sind.
Würdest du jetzt sagen, ihr habt euch irgendwo für Bio entschieden,
quasi als Hauptfaktor. Absolut.
Andere zum Beispiel, wenn ich jetzt den Simon Vetter nehme, also haben wir in
Vorarlberg, also am anderen Ende von Österreich, die haben gesagt,
sie machen nur regionale Gemüsekisteln und sind da ganz konsequent.
Sie sind, glaube ich, auch Bio, aber sie setzen halt auf Regionalität und im
Winter gibt es halt nichts, was es halt im Winter nicht gibt.
Wie würdest du diese Grundsatzausrichtung sehen? Warum ist Bio,
sage ich jetzt besser, natürlich provokant, besser als regional?
Also das Optimum ist Bioregionalität, das heißt ein Bioprodukt aus der Region, keine Frage.
Es gibt aber Studien zum Beispiel bei Paradeisern, wenn ich die in Bioqualität
aus Italien nach Österreich schaffe,
dann sind die CO2-mäßig besser zu bewerten als ein beheiztes Glashaus im Winter.
Ein beheiztes Glashaus darf man in der Biolandwirtschaft zum Beispiel auch nicht
haben. Also ich darf es frostfrei halten, aber ich darf es nicht beheizen.
Aktiv beheizen? Also passiv durch Licht einflogen?
Nein, du darfst es schon aktiv beheizen, wenn der Frost, also frostfrei.
Um es frostfrei zu halten.
Ja, ganz genau. Aber ich darf es nicht aufwärmen.
Das heißt, das ist nicht schwarz-weiß. Mit regional ist gleich besser.
Da gibt es einfach viele Faktoren, die man mit bedenken muss.
Und Regionalität, also konventionelle Regionalität, da gibt es immer so den
lustigen Spruch, das heißt ja dann eigentlich, die spritzen ja dann das ganze
Gift bei mir in der Nähe. Das will ich ja eigentlich nicht haben.
Theoretisch. Aber ich will ein regionales Produkt haben.
Also ja, Optimum ist ein bioregionales Produkt.
Und wir schauen natürlich, dass wir so regional wie möglich einkaufen,
aber haben eben eine Grundsatzentscheidung getroffen, so wie du schon gesagt hast.
Wir haben auch begonnen mit nur Grat und nur Rüben und nur das und nur Wurzelgemüse
und irgendwann einmal hast du ein bisschen die Schnauze voll.
Also ich kann zum Beispiel keine Karotten mehr essen, weil ich einfach schon
so viele Karotten gegessen habe. Aber das ist eine andere Geschichte.
Und da war halt dann irgendwann so der Gedanke da, wir wollen ja unseren Kunden
ein Vollsortiment anbieten, damit sie dann nicht erst wieder zum Supermarkt laufen müssen.
Und deswegen haben wir uns vor etlichen, also vor vielen Jahren,
ich könnte jetzt gar nicht sagen, vor wie vielen, dafür entschieden.
Also auch Bio-Ware zu importieren.
Ja, wie war die Reaktion? Zum einen höre ich raus, es war die Kundennachfrage,
aber zum anderen war es schon eure Entscheidung, das so zu setzen, oder? Ja.
Ihr habt ja dann mit Bio-Gemüsekisseln angefangen. Das war ja Bio-Gemüsekissel am Anfang, oder?
Mhm.
Inzwischen, wenn man bei euch beim Hof, beim Webshop reinschaut,
war keine von der Zahnpasta über das Waschmittel bis hin zum Apfel.
Im Prinzip alles kaufen.
War das notwendig? Würdest du jetzt sagen, es war die richtige Entscheidung?
Da bin ich dann wirklich im Wettbewerb mit Gurkerl und mit allen mit den großen
Mitbewerbern aus quasi Vollsortimenten. Man sagt jetzt, kommen Leute auf Vollsortimenten,
aber doch in der Richtung werde ich zu wahrgenommen.
Ich kann alles bei euch kaufen, was ich für den täglichen Bedarf jetzt brauche.
War das jetzt rückwirkend?
Eine gute Entscheidung? Würdest du vielleicht manchmal wünschen,
wir wären es noch eher in diesem landwirtschaftlichen Nischenbereich,
weil das hat es ein bisschen aus der Nische rausgegangen, so in den breiten Markt.
Wie würdest du das aus heutiger Sicht sehen?
Nein, ich finde das gut. Ich finde das gut und wichtig sogar,
weil Bio hört ja nicht nur bei Lebensmitteln auf.
Ich kann ja auch ein ökologisches Waschmittel haben oder eine Zahnpasta,
die nur natürliche Inhaltsstoffe hat, die sogar biozertifiziert ist oder was
auch immer, die Haarpflege,
Haushaltswaren, Putzmittel.
Warum nicht? Also warum sollte man sich nur beschränken, unter Anführungszeichen, auf Obst und Gemüse?
Sortimentsfrage war vorher eh schon da. Wenn Sie jetzt in eurer Kernkompetenz
Obst und Gemüse sagen, worauf schaue ich generell bei einer Gesamtsortimentsbetrachtung,
wo ich dann Waschmittel etc. drinnen habe, worauf schaue ich da?
Nach welchen Kriterien wählt ihr dann die Produkte aus?
Die wir bei uns einlisten.
Die ihr im Warenkopf habt.
Wir schauen schon, dass wir kleine Hersteller oder kleine Produzenten aus der Region bevorzugen.
Ja.
Und wenn es das nicht gibt, dann das Waschmittel zum Beispiel,
das ist eine bayerische Firma, die wir haben.
Also die haben Wasch- und Putzmittel, die kennen wir schon seit Ewigkeiten,
die machen das auch wirklich schon sehr lange.
Und die kennen wir auch persönlich, die können genau den Unterschied erklären
und erzählen, warum dieses Waschmittel besser ist.
Die sind für sich wieder authentisch.
Ja, ich finde das halt super.
Ja, also wir schauen natürlich, dass wir auch die Personen dahinter kennen.
Aber wie stellen wir die Prozesse? Also wenn es jetzt runterbringt,
es sind nachhaltige Produzenten, aber wie läuft das dann wirklich in der Realität ab?
Müsst ihr die dann, fahrt ihr dann hin, macht ihr bei ihnen Audits?
Oder wie überprüft ihr im Prinzip, es hat ja der im Verkehr bringt dann letztendlich.
Ihr müsst dann schauen, dass in der Wertschöpfungskette alle im Prinzip das
auch tun, was sie sagen. Wer gesagt, ich schnöre mal was, oder?
Ja, aber wie gesagt, biozertifiziert müssen sie sein.
Und bevor wir irgendein Produkt listen, müssen wir das Biozertifikat von diesen
Produzenten in der Hand gehabt haben und überprüft haben.
Sonst braucht man mit denen gar nicht ins Gespräch kommen. Also die können auch
nicht sagen, wir sind eh bio, aber wir haben halt das Zertifikat nicht.
Das geht nicht. Das ist mal oberste Voraussetzung.
Und dann geht es natürlich weiter. Wir besuchen schon sehr viele unserer Lieferanten
auch. Und sie uns genauso.
Und da baut man schon auch eine partnerschaftliche Beziehung auf. Im Idealfall.
Was soll das denn?
Bei den Produkten jetzt geht es dann mehr so danach, was die Kunden halt nachfragen.
Also wenn ihr jetzt sagt, okay, keine Ahnung, ihr habt zuerst Gemüse verkauft
und jetzt nehmt ihr Waschmittel auf, ist das was, was halt aktiv von den Kunden
dann kommt, wo die danach fragen?
Oder ist das mehr so was, ah okay, das haben wir gesehen, das ist auch bio,
das ist cool, das könnte bei uns was werden.
Also, wonach geht das dann oder ist das so eine Mischung aus beiden?
Ja, es ist schon eine Mischung aus beiden eigentlich. Also das Vollsortiment
haben wir eigentlich schon,
Sicher seit 20 Jahren jetzt. Das ist jetzt für viele schon ganz normal.
Hat sich dann einfach ergeben. Also genau, so wie du sagst, die Nachfrage war
einfach da und da habt ihr auch das und habt ihr auch das und das könnte man auch gebrauchen.
Und natürlich reagiert man dann auch darauf.
Und was wir aktuell jetzt auch machen, also wir wollen ja auch natürlich gerne
die jüngeren Menschen erreichen.
Wir schauen ein bisschen auf Trendprodukte. Also zum Beispiel listen wir jetzt
Coro ein. Ich weiß nicht, ob ihr das kennst.
Und die jüngeren Leute?
Coro wahrscheinlich schon. Das sind diese Proteinriegel oder Snacks,
auch bio-zertifiziert.
Nicht alles, bei denen muss man ein bisschen aufpassen, aber sie haben ein Bio-Sortiment.
Und auch das finde ich total spannend. Es gibt auch so viele tolle Trendprodukte.
Und da wollen wir einfach auch dabei sein. Die wollen wir auch anbieten können.
Neben den Rüben. Und ich finde das einfach, das ist schön, dass man diesen Bogen spannen kann.
Also meine Frage, die knüpft eher ein bisschen daran an, so zur Nachfrage,
wie sieht denn so ein durchschnittlicher Warenkorb jetzt aus von einem Kunden,
weil ihr habt ja Kisteln, das heißt, ich nehme mal an,
die sind zum Großteil auch recht verschieden, aber gibt es da trotzdem vielleicht
von der Menge oder vom Preis oder auch von den einzelnen Produkten so, dass man sagen kann,
das ist so quasi der durchschnittliche Kunde, den ihr habt?
Ja, super Frage. Wir haben aktuell einen durchschnittlichen Warenkorb von 42 Euro.
Pro Kiste oder ist das?
Pro Kunde. Pro Kunde, genau. Wir wissen aus Umfragen und eben auch aus den Stammdaten,
dass vorwiegend Frauen bestellen um die 40 Jahre.
Wir haben ein bis zwei Kinder, sind Akademiker, also eigentlich fast alle einen
Uniabschluss, was ich sehr spannend finde. also es ist ein großes Bildungsthema,
Und interessanterweise, wir haben eben mal eine Umfrage gemacht,
das ist jetzt schon ein bisschen länger her, aber es war das Haushaltseinkommen in der Mitte.
Also es war jetzt kein überdurchschnittliches, hohes Haushaltseinkommen,
sondern so ein normales für zwei Personen, oder kommt halt auf die Größe des
Haushalts an. Aber wir haben das ziemlich genau abgefragt.
Wie war das?
Ehrlich gesagt, ich weiß es leider nicht. Aber es war wirklich schön in der
Mitte für zwei erwerbstätige Menschen plus ein bis zwei Kinder.
Entschuldigung, dass du inzwischen fragst, glaubst du, dass es ein Bildungsthema
ist oder ist es eher Bildung führt zu ein bisschen höheren Einkommen,
höheres Einkommen führt zum Kauf?
Ist es also quasi eine Scheinkorrelation oder ist es wirklich die Bildung, die zum Kauf führt?
Ja, was glaubst du?
Ich weiß es nicht. Es ist immer schwierig. Das, was wir in Statistik machen, ist eine Korrelation.
Irgendwie hängt es zusammen scheinbar. Aber es ist zwischendrin ein Moderator.
Weil du triffst andere Entscheidungen, wenn es ein Bildungsthema ist im Marketing,
wenn es ein Einkommensthema ist.
Also ich finde das ja immer so spannend. Wir haben ja auch Hoffeste.
Einmal im Jahr haben wir ein wirklich großes Fest.
Das ist immer am letzten August-Wochenende, bevor die Schule wieder losgeht.
Und das machen wir auch schon jetzt die 20 Jahre, glaube ich.
Und da haben wir echt 3000 Leute am Hof, also richtig viele,
um auch zu zeigen, wer wir sind, was wir machen, wie unser Hof ausschaut.
Und da haben wir so viele junge Familien mit Kindern, also so,
so richtig viele. Und ich glaube,
der Einstieg in die Bio-Lebensmittelwelt ist oft mit dem ersten Kind.
Und ich weiß das noch, wie ich bei unserem Geschäft auch verkauft habe.
Das war total witzig. Da kommen dann Mamas mit kleinen Babys oder halt so sechs
Munde alten Babys und kaufen drei Karotten und zwei Basti Nacken,
weil das Baby halt jetzt eine Beikost bekommt.
Und ich habe dann halt immer gefragt, naja, was essen Sie?
Fürs Baby mache ich schon, aber für mich nicht.
Fürs Baby kaufe ich die Bio, das ist super, weil fürs Baby, aber was ist die Mama?
Also es sind halt so spannende Dinge, aber ich glaube, das ist der erste Schritt,
wo du dich dann vermehrt mit Lebensmitteln beschäftigst.
Das ist jetzt eine Verallgemeinerung, aber haben wir halt schon beobachtet.
Und dann bestellt diese junge Familie vielleicht das erste Bio-Kisteln.
Hoffentlich auch für sich selbst und nicht nur für das Kind ja,
hast du?
Also nein, ich will doch das man werfe den Würfel
ich wollte nur fragen, weil das hört man bei anderen Lebensmittellieferanten
wie halt Gurkow oder ich glaube in Deutschland gibt es dieses HelloFresh dass
halt manchmal dann die Kisten kommen und dann Gemüse wie Tomaten oder was jetzt
nicht so fest ist wie eine Kartoffel oft
gatscht sind oder andere Schäden haben. Die Kernherausforderung.
Angetippstum.
Wir haben das versichert, dass es halt eben nicht passiert.
Wie wir damit umgehen.
Wenn es passiert, wie wir damit umgehen und wie ihr das vermeidet.
Wir sind sehr kulant. Wir schreiben das gut. Aber wir verlangen ein Foto vom Kunden.
Und wenn der jetzt drei angetippte Tomaten hat und der schickt uns ein Foto,
dann bekommt er die eins zu eins gutgeschrieben.
Das ist natürlich eine große Herausforderung, weil gerade bei Bio-Ware,
die gänzlich unbehandelt ist, die hat keine Wachsschicht auf den Äpfeln zum
Beispiel, was bei konventioneller Ware üblich ist.
Und die sind sehr anfällig, diese Produkte. Und ich sage auch gerne,
manche braucht es einfach nur einmal böse hinschauen und das fängt schon zum Schimmeln an.
Also das geht richtig, richtig schnell. Und wir...
Oder ich schaue vielleicht zu viel böse. Das könnte ich auch mal hinterfragen.
Wir packen ja immer in der Nacht, bevor wir ausliefern.
Das heißt, die Ware steht dann auch schon ein paar Stunden in den Kühlhäusern.
Dann kommt der Lieferant und rüttelt vielleicht zu viel beim Kistel,
wenn er es ein- und ausladet. und da passiert natürlich auch immer einiges.
Ja, aber wie gesagt, wir schreiben das einfach gut.
Wenn wir da anschließen, in der Vorbereitung natürlich auch die Bewertungen.
Erstens mal die große Frage, wie abhängig ist es ja von diesem ganzen Sterne-Wahnsinn
oder Wahnsinn oder konstruktiven Ding, was da auf Struggle ist mit den Bewertungen,
wie wichtig ist es für euch?
Zweitens, wenn man da reinschaut, die schlechten Bewertungen,
die es gibt, die kommen einfach nur von, also fast ausschließlich von Obst war
irgendwo, faule Stelle tut oder ist nicht richtig angekommen.
Das ist, soweit ich aus früheren Gesprächen kam, die Kernherausforderung eigentlich
in der Logistik, dass es frische Produkte sind.
Ja, es ist ja hochverderbliche organische Masse. Die wird schnell schlecht.
Ja, das ist eine Kernherausforderung, so wie du sagst.
Aber das waren so die zentralen Innovationen, ihr macht das seit 25 Jahren.
Ihr seid seit 25 Jahren, ihr schickt ihr Zeug, dass es schnell hin wird.
Jetzt habe ich rausgehört, ihr schickt uns ein Foto und wir setzen das.
Das richtig zum Lösen ist das Problem. Wenn das ihr nicht schafft,
Wie soll man es schaffen? Nein, du musst natürlich bei der Warenannahme schon
mal schauen, ist die Ware gut, ist die Ware frisch, Stichproben machen,
nachwiegen, sind da wirklich 13 Kilo drinnen,
da kommen ja Tonnen an Ware. in der Woche rein.
Und das macht schon was aus, natürlich diese Qualitätskontrolle.
Und dann sind es so Klassiker wie keine Karotten neben Äpfel lagern,
weil die Äpfel haben das reife Gas, das Ethylen, das macht die Karotten braun.
Bananen und Karotten ist ja so eine Horror- Kombination und so.
Ja, genau.
Solche Dinge, oder halt, wir haben so einen, also in dieser Hartplastikkiste,
gibt es ein Einlegepapier.
Das schützt das auch noch einmal.
Ja, solche Dinge. Und natürlich Schulungen bei den Packerinnen.
Das Harte oder das Schwere kommt zuerst und die Kresse kommt am Schluss und nicht umgekehrt.
Also es sind halt solche Dinge.
Passmelone auf Kresse, bitte. Also es ist, sagen wir mal so,
es ist ein vielseitiges Problem mit sehr, sehr vielen Faktoren,
die da meistens negativ zueinander spielen, nicht? Ja. Also von dem her,
okay. Du hast eine Frage?
Ich wollte kurz noch einmal vorher zurückgehen zu Wenye Beliefert und noch einmal
fragen, was habt ihr da in der Restauration probiert oder in der Gastronomie?
Weil es gibt ja schon auch im Südburgenland, also hast du das Burgenland vorher
erwähnt, gibt es ja auch Österreich ersten grünen Michelins da,
die ja doch nachhaltig sein müssen. Wer ist das?
Am Abach unten im Südburgenland gibt es ein Restaurant, die haben 2025 ihren
ersten grünen Michelins da bekommen.
Das ist bei Michelin dann ein bisschen anders, aber sie verwenden sehr viel
aus ihrem eigenen Hof und dann natürlich wäre ein Vertrieb, wenn ich mal so
sagen darf, der natürlich darauf achtet, ja sehr interessant.
Also wollte ich fragen, ob ihr da in Zukunft vielleicht nochmal drüber nachdenkt,
weil sicher ist dann die Kaufkraft von solchen Leuten natürlich auch eine andere
und spricht dann nochmal andere Leute an.
Das machen wir eh, also wir haben einen Bio-to-B-Bereich, nennen wir den,
also von B2B, Bio-to-B, abgekupfert,
und da liefern wir auch ein Restaurant aus, und die Luftburg zum Beispiel im
Prater, das weltgrößte Bio-Restaurant, liefern wir das Gemüse hin.
Ja, es ist auch eine schöne Zusammenarbeit,
und dann auch, es gibt auch ein Spital zum Beispiel, das wir beliefern,
immer mehr Kindergärten und Schulen, und diese ganze öffentliche Beschaffung
und Verpflegung ist ein ganz großer, wesentlicher, wichtiger Teil.
Ich habe mich, glaube ich, vorher falsch ausgedrückt, was ich da damals gemeint
habe. Wir haben wirklich versucht, selbst zu catern.
Also wir wollten selbst in diesen Bereich rein und das hat nicht funktioniert.
Aber wir beliefern die Gastro und Restaurants.
Aber schließt sich das für die Zukunft aus, wieder in die Gastro einzusteigen?
Also wirklich aus eigener Gastronomiebetrieb?
Ich mache das nicht.
Mitgelitten damals.
Das gebe ich gern noch mit. Also man muss nicht alles machen und man darf auch
Nein sagen und sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.
Wir haben da schon sehr viele Ausflüge gemacht, die nicht gut gegangen sind.
Apropos Ausflüge. Gestern, wie gesagt, war die Theresa Imre von Markter da.
Und ein Schritt, ein strategischer Schritt, war damals bei ihr die Entscheidung,
aus dem Online-Handel in den stationären Handel zu gehen, eigene Filialen aufzumachen.
Jetzt habt ihr quasi eine Filiale, aber das ist in dem Fall der Hofladen.
Das zählt jetzt nur indirekt als Filiale oder ist halt der spezielle Ort von Filiale.
Aber wäre bei euch auch denkbar, so wie es andere Bio-Supermärkte gibt,
dass in dieses Geschäft, dass man so Adamah-Super- oder Bio-Märkte in der Zukunft irgendwann findet?
Das würde ja ein bisschen so auf der Straße liegen, die Idee, oder?
Nein, machen wir zur Zeit nicht.
Nein, zur Zeit. Aber muss ich jetzt mehr auf das zur Zeit hören?
Nein, wir haben es tatsächlich auch versucht. Also es gab in Graz und in Klagenfurt
so ein Projekt, das wir...
Da haben wir zwei Bio-Supermärkte übernommen und haben uns das Ganze sehr leicht vorgestellt.
Und ein Bio-Supermarkt, ein stationäres Geschäft ist etwas ganz komplett anderes
als ein Bio-Kistel oder auch unser kleiner Bio-Laden.
Also ich habe da schon jetzt recht viel lernen dürfen und kann einfach nur sagen,
dass man nicht alles machen muss, dass man nicht überall dabei sein muss und
dass man das sehr, sehr gut prüfen sollte, wenn man irgendwelche vermeintlichen
tollen Projekte umsetzen möchte.
Also zu viele Kirchtage, wie man das sagt, oder zu viele Hochzeiten macht dann auch nichts.
Haut du nur zwei Füße zum Tanzen, oder wie es so schön heißt.
Du hast vorher, wir waren vorher schon bei Corona.
Nach Corona ist so, gestern Rad ist gut, Wir sind zu einer Zeit von multiplen
Krisen, mehr oder weniger als die Corona-Pandemie-Krise, Krise,
Krise, jetzt Ukraine, Krieg etc.
Inflation ist jetzt ein Riesenthema. Es ist permanent eine Veränderung da,
die auf so einem preissensiblen Markt, wie den für Lebensmittel scheinbar noch
deutlichere Auswirkungen hat.
Wie würdest du jetzt die Veränderung in den letzten zwei, drei,
vier Jahren oder vielleicht auch seit Corona sehen,
in eurem Geschäftsmodell, im Verhalten eurer Kunden und auch in dem,
was sie bereit sind zu bezahlen, was sie nachfragen oder wo die Nachfrage auch zurückgegangen ist.
Beschreib einfach nochmal so ein bisschen diesen Bereich
Kundenwünsche, Kundenzahlungsbereitschaft etc., wie sich das auch verändert hat.
In den letzten zwei, drei Jahren? Ja, da was du sagst.
Wenn wir jetzt die letzten anderthalb Jahre, weil jetzt gerade die Diskussion
ist mit Inflation, Preissensibilität etc. Aber wie merkt ihr das?
Wir können zum Teil Preissteigerungen unserer Lieferanten nicht weitergeben,
weil ein Kilo Brot um 9 Euro, du kannst nicht drüber gehen.
Und dementsprechend musst du die interne Kalkulation noch einmal anders aufsetzen.
Warum kannst du es nicht weitergeben?
Naja, weil du einem Kunden, das kannst du nicht argumentieren,
dass das Brot 10 Euro kostet pro Kilo.
Ihr habt ja auch Lieferanten, aber ihr habt Lieferanten, die geben euch die
Kosten weiter, weil die Inputkosten gestiegen sind. Ihr müsst es ja auch irgendwo hingeben, oder?
Das müssen wir halt alles erklären. Aber ich meine, die Versicherungen sind
gestiegen, die Personalkosten sind gestiegen,
die Benzindieselpreise sind gestiegen, die ganze Infrastruktur ist gestiegen
und gleichzeitig die Einkaufspreise von vielen Lieferanten.
Und du weißt aber, du kannst kundenseitig, einen bestimmten Preis nicht überschreiten.
Da gibt es einfach Erfahrungswerte.
Naja, ja.
Sind diese, ja, stimmt, das passt sicher dazu gerade, oder? Das ist spontan raufgegangen.
Wäre es dann eine Überlegung, dass man vielleicht mehr die Eigenproduktion ausbraucht
und dadurch halt die höheren Margen dann doch dazu nutzt, dass da irgendwie was gedrosselt wird?
Also ist das eine Überlegung, dass man da schaut?
Ja, in Eigenmarken.
Man kann halt auch nicht alles selber machen. Also das ist ja,
das macht ja schon Sinn, dass man sich spezialisiert auf gewisse Dinge und dass
der Bäcker nur Brot macht und der, weiß nicht, Eierlieferant nur Hühnereier hat.
Also nur bis zu einer bestimmten Grenze auch.
Ja.
Aber wie geht man damit um? Die Konsumenten wollen nicht mehr zahlen.
Ich kann mir sogar vorstellen, dass die Zahlungsbereitschaft sogar vielleicht
ein bisschen runtergegangen ist.
Also nicht mehr 9 Euro, sondern 8,50 Euro für ein Kilo Brot.
Gleichzeitig steigen aber die Inputkosten.
Ihr könnt auch nicht Kosten optimieren bis zu einem gewissen Grad.
Versuchen wir es. Effizienz ist ein bisschen so ein Schlüsselwort vielleicht,
aber es geht auch noch bis zu einem bestimmten Punkt.
Natürlich, je mehr Kunden wir bedienen, dürfen, desto besser können wir auch
einkaufen. Also das macht dann schon noch ein bisschen so die Menge.
Das ist ja das Geheimnis von den vier Supermarktriesen in Österreich.
Die haben einfach eine andere Preispolitik und eine andere Preisstruktur.
Ja, das kann ich vielleicht noch so mitgeben. Ähm.
Wie geht man damit um? Weil im Endeffekt ist Satz im Wettbewerb,
wer sind eure Mitbewerber?
Wenn es jetzt so sich so mag, wer sind eure Mitbewerber?
Schon die Lieferdienste in Großraum Wien.
Auch zu einem bestimmten Teil die Marktgärtnereien und die Produzenten,
die selbst am Hof verkaufen.
Also die vielen, vielen Kleinen, sozusagen, und gleichzeitig auch die Großen.
Natürlich der LEH.
Also in einem Wettbewerb mit Mitbewerbern?
Naja, schon. Das ist so.
Jetzt ist ja das Modell, das hat man vorher so aufgestellt, vor 25 Jahren war es ja die Visionäre.
Es war eine der ersten in Österreich, sicher dann die erfolgreichsten in Österreich,
die es dann am erfolgreichsten umgesetzt haben.
Jetzt sind aber 25 Jahre vergangen und es ist aus der Innovation,
jetzt möchte ich schon fast sagen, eine Tradition geworden.
Müsst ihr euch jetzt irgendwo wieder neu erfinden, das Geschäftsmodell?
Weil jetzt Satz, es gibt ja dieses Red Ocean, Blue Ocean.
Ich habe es eigentlich damals am Blue Ocean geschafft, also am Markt mit wenigen
Mitbewerbern und hohen Möglichkeiten auszubauen. Das hat man dann auch gemerkt durch das Wachstum.
Jetzt ist es daraus ein Red Ocean, viele Mitbewerber, die Margen werden immer
kleiner, haben wir jetzt auch wieder gesehen mit dem Brot.
Und da ist immer der Trick so, sucht ihr einen neuen Blue Ocean.
Oder wohin müsstet ihr euch denn neu erfinden?
Oder habt ihr jetzt auch schon Ideen? Oder wie wollt ihr denn mit dem jetzt umgehen?
Also was wir aktuell versuchen, ist, dass wir eine jüngere Zielgruppe auch erreichen,
weil unsere Kunden werden ja auch immer älter.
Das ist gut schon interessant.
Ja genau, da komme ich dann eh noch auf euch zu. Wir haben auch einen Studentenrabatt.
Und das kann man mit einem sehr attraktiven, niederschwelligen Webshop machen,
den wir gerade programmieren lassen, der zum Beispiel auch andere Zahlungsmöglichkeiten
hat, als wir gerade anbieten können.
Was ist das? Naja, Kreditkarte und SEPA.
SEPA, kennt Verzeichnung der SEPA? Ja.
Also vom Namen. Und Schummelwerk nutzt? Ja. Ja, okay.
Mittlerweile ist Apple Pay oder Klana oder ihr kennt das ihr alles viel besser. Das ist Standard.
Und das lassen wir gerade umsetzen, weil wir da merken, da musst du am Puls
der Zeit sein, sonst bist du halt alt.
Da bist du schnell alt heutzutage in dem Bereich.
Genau, und sonst einfach auch jetzt attraktive Angebote zu schnüren,
im Sinne von einen coolen Sportler-Kistel, eben mit vielen Proteinprodukten
zum Beispiel, oder ein Kistel für junge Mamas,
oder ein Kistel für große Familien, also eben wirklich das...
Also Variationen in den Kisteln erhöhen. Ich stelle jetzt mal zu euch rein die
Frage, bitte überleg es kurz, weil du dann vielleicht noch weiter ausführst,
aber was bräuchte es, damit ihr euch selber eine Kistel bestellt?
Oder umgekehrt könnt ihr auch so sagen, warum würdet ihr aus jetziger Sicht
keine Kistl für euch bestellen.
Denkt ein bisschen darüber nach und vielleicht fallen dir ja noch so diese Blue Ocean Gedanken ein.
Wo könnte denn die Reise da jetzt hingehen? Also wie wollt ihr junge Leute oder
andere Zielgruppen erreichen als Biohof Adamah und müsst ihr euch als Marke müsst
frischer wieder werden?
Weil jetzt hat es relativ etabliert schon.
Müsst ihr euch als Marke neu erfinden?
Ja, vielleicht. Vielleicht in Form von Kooperationen.
Von Kooperation? Aha, was jetzt?
Ja, also ich denke, man muss da auch immer sehr dynamisch denken.
Dynamische Zeiten erfordern dynamisches Denken, aber wenn du jetzt Kooperation
sagst, mit wem, an wen oder was meinst du mit Kooperation? Weil es ist ein großes Wort.
Kannst du jetzt nicht so andeuten und da nichts dazu sagen? Doch, kann ich schon.
Ja, Kooperation in Form von was auch immer. Also es gibt ja verschiedene Möglichkeiten.
Und zum Beispiel mit I am student, kennt ihr das? Sagt euch das was? I am student?
Ja, wir kennen es.
Wo die dann wirklich gezielt an Studenten gehen. Und wir einen Studentenrabatt geben können.
Wir versuchen natürlich auch viel mit Google Ads und Social Media.
TikTok sind wir uns unsicher. Was sagt ihr?
Würde das passen zu einem Adamah-Biokistl-Betrieb? Ja? Ja, danke.
Jetzt bräuchte man noch jemanden, der dafür ist.
Wer mag es machen?
Ja,
ich glaube, das ist so ein bisschen der Schmäh jetzt gerade,
sehr dynamisch zu sein und natürlich auch bei diesen ganzen neuen Medien gut unterwegs zu sein.
Habst du das verschlafen ein bisschen?
Nein, das glaube ich nicht nur TikTok haben wir uns bis jetzt quer,
da war anscheinend, sollten wir jetzt wirklich was machen.
Ich schaue jetzt gerade auch so, weil ich teilweise die Vibes kriege von jungen
Menschen, dass TikTok irgendwie schon wieder so am Weg raus ist oder so,
weil es vielen Menschen auch schnell oder sonst irgendwie wird.
Aber bei euch war jetzt wirklich so Nicken, durchgehendes Nicken,
dass TikTok durchaus als Werbekanal oder Informationskanal, Werbe oder Informationskanal?
Ich frage jetzt mal Werbung oder ist es Info oder Image?
Beides. Beides eigentlich.
Habt ihr Facebook?
Jetzt stellt eine Frage auf Facebook. Wisst ihr noch, was Facebook ist?
Niemand hat mehr Facebook.
Naja, aber ich habe ja nicht nur eine Zielgruppe. Und die bestehende Zielgruppe
ist jetzt wahrscheinlich... Wir sind Generation Facebook.
Nein, wir sind... Ich bin Insta.
Insta?
Ja, nein.
Na was?
Nein. Stopp.
Naja, natürlich.
Ja, wir haben es, glaube ich, nicht verschlafen. Das glaube ich nicht.
Aber wir haben da jetzt nicht das Mega-Budget, was wir da reinbuttern können.
Das muss man schon noch sagen. Und du brauchst für sowas Budget.
Und du brauchst eigentlich eine Person, die fast nichts anderes macht als Social Media.
Und das ist halt auch nicht...
Wahrscheinlich reicht Anne in der Alpaira-Dimension schon gar nicht mehr aus, oder?
Nein, würde ich jetzt nicht sagen. Aber, ja.
Also ich kann mir gut vorstellen, dass wenn ihr da eine Person habt oder auch
rein investiert, dass es sich rentiert.
Also ich kann mir gut vorstellen, dass ihr dann deutlichen Zuwachs auch habt
an Neukunden, vor allem Jüngeren.
Meinst du konkret jetzt?
Zum Beispiel Instagram, TikTok, Social Media.
Ja, auf Instagram haben wir 13.000 Follower. Also eh schon ganz gut,
würde ich jetzt mal sagen. TikTok, ja, wie gesagt.
Man kann ja das Gleiche auch mehr oder weniger hochladen. Also wenn man so Reels
macht oder so und TikTok ist ja das gleiche in Grün, also gleiches Videomaterial,
vielleicht kann man theoretisch auch das gleiche Schnitt hochladen,
vielleicht ein bisschen anders.
Und ich kann mir schon gut vorstellen, dass es sich lohnt. Content Recycling
kannst du dann machen. Weißt du?
Ich sah bei dir eine Reaktion in der Hand und dachte mir, das ist ja eine Frage.
Jetzt ist die Frage, jetzt habt ihr seit 25 Jahren relativ eine klare Vision und klare Werte.
Glaubst du, dass diese Werte, so wie er sie jetzt quasi auf der Webseite kommuniziert,
wie er sie so auch generell kommuniziert,
brauchen die auch ein Update oder glaubst du, dass diese Werte noch auch für
andere Zielgruppen genauso verstanden und genauso noch passen oder muss man
da quasi, muss man die Werte auch ein bisschen updaten?
Diese Grundwerte, meinst du jetzt? Aber war es die Kommunikation nach außen,
oder meinst du jetzt prinzipiell die...
Naja, also Bio, also dieser Bio-Gedanke, das hat es ja beim enkeltauglichen
Österreich dabei, das ist die Vereinigung von Bio-Pionieren in Österreich.
Und da ist ja so, sag ich mal, so ein Wertekontext da.
Ist der noch modern, weil es sind meistens die Generationen von den Eltern noch,
sag ich mal, aus der Zeit, wo Bio Punk war. Das waren ja die Punks.
Deine Eltern, ja. Und die ganze Community, also bei Enkeltagel,
da sind die ganzen Punks ja dabei, die was damals wirklich gegen den Strom geschwommen
sind und quasi so dialektisch die Antithese vertreten haben,
die jetzt wieder zur Sündöse geworden ist.
Also quasi wie das normal ist. Bio ist ja quasi nicht mehr eine Nische,
sondern in der Masse angekommen.
Und in der Masse zieht natürlich ein Argument, dass wenn eine Nische Superbar
irgendwann einmal verliert sein revolutionären Reiz, oh, das ist schön gesagt, Wirklich schön.
Braucht ihr neue Reize, um auch wieder quasi das wieder an...
Oder seid ihr jetzt einfach etabliert und heute vielleicht auch ein bisschen
fahrt worden? Best gesagt, gell?
Spielst du da jetzt auf irgendwas hin?
Nein, aber das ist ja im Prinzip...
Reden wir nachher noch. Nein, natürlich muss sich immer neu erfinden.
Eh klar. Aber ich glaube, was schon noch wichtig ist, ist diese Beständigkeit
und diese Verlässlichkeit und der Name, der Markenname, der steht schon für was.
Und das hat einen großen, großen Wert.
Es schafft viel Vertrauen und ja, dass man sich trotzdem immer neu erfinden
muss und nur am Puls der Zeit sein muss, keine Frage.
Also das mit TikTok, das nehme ich jetzt gerne mit.
Das ist Notchie. Liebe Grüße an den Abend. Sie kommt und jetzt macht ihr TikTok. Wir sind schuld.
Aber da sind jetzt Durstern. Dann ist es Tor 3.
Ich wollte es nicht wegnehmen. Oder wolltest du noch was sagen? Okay, passt.
Mich würde interessieren, ob ihr Produkte auch wieder aus dem Sortiment nehmt
oder ob ihr einfach alles drinnen lasst, weil ihr eh kein Lager habt,
sondern eben alles direkt bestellt.
Oder welche Produkte sind nicht gut angekommen bei euch?
Wir haben schon ein Lager, also von dem Trockensortiment, zum Beispiel jetzt
Nudeln und die ganzen Klassiker, die man lagern kann.
Obst und Gemüse kauft man nur sehr frisch und Fleisch und Brot.
Wir nehmen auf jeden Fall Dinge wieder aus dem Sortiment.
Also wir wissen mittlerweile auch, dass Adamah trotzdem für Obst und Gemüse steht,
und wollten eine Zeit lang gerne für ein Vollsortiment stehen.
Das haben wir nicht geschafft und da sind schon einige Produkte dann wieder rausgeflogen.
Was war so der größte Fail, was du auch gedacht hast? Das muss gehen und ist
dann gar nicht angekommen bei Kunden und Kunden?
Boah, das wüsste ich jetzt gar nicht. Was mir jetzt nur gerade einfällt,
wir haben die letzten Jahre auch Biotannen geliefert zu Weihnachten.
Das waren schon ein paar hundert Stück.
Und das machen wir heuer jetzt zum ersten Mal nach vielen Jahren nicht mehr,
weil das so ein Riesenaufwand ist und weil da zum Teil in den fünften Stock
ein 20, 30 Kilo schwerer zweieinhalb Meter Baum getragen werden muss.
Also solche Dinge müssen dann wieder weichen.
Da war was?
Prost.
Ich habe eine Frage zu eurem Marketingkonzept, also wie das in der Kommunikation
dann abläuft, weil ja gesagt wurde, dass da jetzt auch einiges über Social Media
passiert, aber bei uns jetzt, sage ich mal, im Raum ist es einige gibt,
die den Hof halt gar nicht kennen,
und sich ja auch in den letzten Jahren viel verändert hat, also ob das dann
eher früher, sagen wir mal, über Mundpropaganda viel gelaufen ist oder ob da
auch wirklich andere Maßnahmen gesetzt wurden und wie das jetzt ist,
ob da jetzt der Hauptfokus mehr oder weniger auf Social Media liegt.
Von der Bewerbung her. Also früher war oder nach wie vor sind unsere Autos total wichtig.
Wir haben gebrandete Autos, die sind halt den ganzen Tag unterwegs und sind
eigentlich so die wichtigste, günstigste Werbefläche.
Mundpropaganda ist nach wie vor extrem wichtig, weil wenn du von etwas überzeugt
bist und für gut empfindest, dann erzählst du es ja deinen Freunden,
deiner Familie, den Nachbarn. Also extrem wichtig.
Social Media, ja auch. Google, Google Ads.
Da musst du, also wenn man jetzt eingibt in der Google-Suche,
Bio-Obst oder Bio-Gemüse geliefert, dann ist natürlich wichtig,
dass du ganz oben irgendwo gereiht wirst.
ChatGPD gibt es ja auch schon solche Dinge.
Ja, da geht schon einiges am Budget auch an sowas raus.
Das sind ja nicht die günstigsten Begriffe, die man ranken muss.
Ihr müsst ja relativ umworbenen, ich glaube irgendwann einmal,
Räder, glaube ich, sind extrem teuer, also du zahlst ja dann pro Klick und die
gehen ja dann, das sind ja teilweise enorme Preise, die da raufgehen.
Wie groß ist Anteil jetzt euer Werbebudget? Kann man das sagen?
Das ist auch unterschiedlich. Da kann ich jetzt keine Prozentzahl geben.
Ich finde es immer so schwierig, nur Online-Werbung zu machen.
Also mir ist tatsächlich auch Print-Werbung wichtig.
Da haben wir halt auch schon so viel probiert, zum Beispiel in der U-Bahn oder
mit der ÖBB, mit Gewista auch, also die großen Werbetafeln.
Aber das ist alles so massiv teuer. Also da musst du halt, ja,
da musst du einfach wirklich viel Budget reinstecken.
Und das muss man auch immer so abwiegen, ob es Sinn macht, ob nicht.
Und vor allem das große Problem ist auch, du kannst das oft nicht auswerten.
Was hat dir dann diese und diese Werbemaßnahme gebracht?
Wie viele Kunden, wie lange ist der Kunde dann geblieben?
Das ist ein bisschen so die Schwierigkeit.
Ich habe dann noch eine Frage tatsächlich, nämlich, weil ihr gesagt habt,
hier geht es ja auch so ein bisschen auf die ganzen Trends ein,
jetzt mit Quorum, mit diesem Sportlerkistel und solche Sachen.
Es sind ja auch so Allergien jetzt mehr oder weniger auch zu einem Trend geworden,
aber da sind auch ganz viele Leute einfach betroffen, muss man das so sagen.
Also ich bin da jetzt ein bisschen biased vielleicht mit der Frage.
Aber ist das bei euch auch so ein Ding, was ihr aufgreift oder wird das ganz außer Acht gelassen?
Nein, überhaupt nicht. Also glutenfreie Produkte haben wir zum Beispiel total viele.
Was wir immer wieder beobachten, das finde ich auch sehr spannend,
vielleicht hängt das ein bisschen jetzt auch mit dieser Frage zusammen,
viele unserer Kunden sind bereits krank und ändern dann erst ihre Ernährungsgewohnheiten
oder vielleicht auch eben, wenn sie eine Allergie erst diagnostiziert bekommen
haben, gehen sie dann erst und schauen einmal genau, was ist denn in den Produkten drinnen.
Also ich finde, dass Bio-Lebensmittel auch als prophylaktische Gesundheitsvorsorge
gesehen werden können. Und...
Ja, das natürlichste Produkt ist auch oft das Verträglichste und das Beste für den Menschen.
Also ich habe vorher gesagt, sie kaufen die Bastelnacken für ihre Kinder,
aber für sich selbst dann nicht.
Und wenn man dann auch wieder krank wird, dann fällt man wieder in das gleiche
Mindset, aber für sich selbst dann auch wieder ein bisschen zurück, oder?
Ja, ich finde das so traurig in Wahrheit. Ich brauche nicht schauen.
Was jeden ganzen Tag so zusammen ist. Ich hin und wieder denke daran und dann wieder nicht.
Ich glaube, es geht immer um die Balance. Du musst ja jetzt kein Heiliger sein.
Darfst keine Süßigkeiten mehr essen. Ich sage auch gerne, man kann sich auch
mit Bio-Produkten super ungesund ernähren.
Ich kann auch, wenn ich nur Bio-Bier trinke und nur Bio-Schokolade esse und
nur Bio-Chips und Bio-Tiefkühlpizza gibt es ja auch. Das tut auch nicht gut.
Also man muss schon ein bisschen mitdenken. Bio ist nicht die Lösung für alles, oder?
Die Lösung für vieles, würde ich jetzt mal sagen.
Gerade noch die Kurve. Aber ja, also Allergie oder Unverträglichkeit,
also Menschen mit Unverträglichkeiten, Allergien und mit Krankheiten,
sind, glaube ich, für uns oder werden auch eine immer wichtigere Zielgruppe, traurigerweise.
Ich habe euch vorher eine Frage gestellt, ihr habt sicher in der Zwischenzeit
schon die ganzen Köpfe rauchen, also da hinten, bitte, werfe den Würfel,
das sind eher als eine Wasserflasche, die kannst du umkegeln.
Nein, das war der Kaffee. Ja.
Meine Frage wäre eben, bei diesen ganzen gemischten Gemüse- oder Gemüse-Obst-Boxen,
kann man irgendwie auswählen, dass man ein bestimmtes Gemüse nicht haben möchte?
Weil wenn ich dann 40 Euro oder so dafür ausgebe und die Hälfte sind Sachen,
die ich nicht mag, das kann man auswählen.
Customizen. Wie customizable sind eure Kisten?
Danke für die Frage. Du kannst bei uns sowohl dich überraschen lassen,
das schätzen auch sehr viele.
Und dann probierst du mal was ganz Neues. Mein Klassiker ist die Goldrübe.
Wer kauft sich eine Goldrübe? Aber man kann die so gut zubereiten und das ist
vielleicht dann was, was du entdeckst oder auch Kohlrabi. Es gibt urgute Kohlrabi.
Das heißt, viele unserer Kunden mögen das total, dass sie Neues kennenlernen.
Dann gibt es natürlich welche, die sagen, ich hasse nicht Karotten,
aber ich würde keine Karotten bestellen.
Ich kann sagen, ich möchte keine Karotten, ich möchte nie Karotten,
dafür möchte ich immer einen Salat zum Beispiel.
Oder ich kann prinzipiell jede Woche in meinen Kistel eingreifen und sagen,
ich möchte das und das austauschen. Also das kannst du eben vollkustomisen.
Und du kannst auch deinen Warenkorb komplett individuell bestücken.
Also da kannst du nehmen, was auch immer du möchtest.
Und wir liefern ab 35 Euro frei Haus. Darunter sind es 5 Euro Liefergebühr.
Das heißt, ich kann aber auch einen Liter Milch nur bestellen und zahle halt 5 Euro Liefergebühr.
Da fängt dann jeder selber zum Rechnen, ob sich das auszahlt, aber möglich ist es.
Möglich wäre es, genau. Aber eben, also 35 Euro, das ist eine schön gefüllte,
große Obst-Gemüsekiste, da kannst du super deinen Wocheneinkauf damit decken.
Und eben sagen, das und das möchte ich nicht, dafür hätte ich gern lieber das und das.
Wieder vier, jetzt spielt's Ping-Pong. Püffel-Pong.
Wie können wir es denn erwerfen?
Wenn man jetzt sagt, dass man das jede Woche so auswählen kann,
was man haben will und was man nicht haben will, ist es auch möglich,
dass man das nur einmalig bestellt?
Oder muss man das dann wirklich jede Woche bestellen? Nein, du musst kein Abo bestellen.
Du kannst auch einmalig bestellen, du kannst einmal im Monat bestellen,
du kannst alle zwei Wochen bestellen.
Also es gibt da überhaupt keine Verpflichtung.
Wenn man sich überraschen lässt, kommen dann Rezeptempfehlungen mit?
Wir haben ganz viele auf unserer Homepage, genau. Und es gibt einmal im Monat
auch ein Beiblatt und da sind auch immer Rezeptempfehlungen drauf,
was gerade Saison hat. Jetzt gerade ist viel Kürbis zum Beispiel dabei.
Und wie gesagt, auf unserer Homepage oder eben auch in unserem Kochbuch.
Ich gebe euch das vielleicht einmal durch, wollt ihr euch das durchschauen?
Da gibt es sehr viele Inspirationen. Also wir wollen natürlich dann auch,
dass man Ideen mitgibt, was mache ich jetzt eigentlich mit dieser Goldrübe?
Ja, kurze Frage in die Gruppe. Ich höre das immer wieder, so Rezepte.
Ich denke mir immer so, ja, eh klar, das gibt mir dazu, aber es interessiert eh keinen.
Für wen von euch wäre so ein Rezept in so einer Kiste ein Motivator,
dass er dann auch die Kiste kauft und mit dem wirklich auch kocht?
Okay. Doch, aber...
Irgendjemand hat von euch HelloFresh vorher erwähnt. Ich weiß jetzt nicht, ne?
Ja.
Genau, ich glaube, du weißt das. Also wir haben auch die Kochbox.
Das ist so wie HelloFresh das macht. Das heißt, in dieser Box sind alle Zutaten für...
Das ist keine Kisten mehr, das ist eine Box.
Ja, du hast recht. Das hat mal Rezeptkistel geheißen. Wirklich?
Okay.
Aber wir haben gemerkt, dass man sich unter Kochbox mehr vorstellt,
als unter Rezeptkisten.
Das war dann eine Namensänderung, weil es aussagekräftiger zu sein scheint.
Wahrscheinlich ewig darüber diskutiert worden, wahrscheinlich Boxkisten kann man mir vorstellen.
Das ist eh noch immer ein bisschen schwer auszusprechen. Aber genau,
das ist eben so, wie HelloFest das macht.
Und da haben wir jede Woche 20 verschiedene Rezepte.
Und das ist auch total kleinteilig für uns zum Abfüllen und zum Verpacken.
Aber das Coole ist halt für den Kunden, der hat dann da alles drinnen,
was er für das Rezept braucht.
Das sind richtig coole, ausgeklügelte, tolle Rezepte.
Aber auch nicht so super schwer. Also man schafft das locker,
auch wenn man jetzt nicht gut kochen kann.
Ja, also das bieten wir eben auch noch an.
Aber es passt so quasi in ein neuer Geschäftsmodell. Also Filiale,
ein neuer stationärer Werk, komplett was anderes.
Aber so eine Boxversand macht sich schon Logistikprofis. Es heißt ja Logistikprofis eigentlich.
Und da passt es aber, kann man eigentlich relativ leicht, ohne zusätzlich viel
Kosten das mit abwickeln, quasi im bestehenden Geschäftsprozess, oder?
Was mich noch interessieren würde zur Lieferung und so zur Zustellung,
gibt es da auch manchmal Probleme, weil ich stelle mir das ja dann so vor, dass man ja dann schon
Wenn man was bestellt, dann wird man sich ja auch so einteilen,
dass man dann zu Hause ist.
Aber es ist ja schon, so wie ich mir das jetzt vorstelle, wichtig bei frischen
Produkten, dass der Kunde die dann auch annimmt.
Jetzt wollte ich da fragen, ob es da halt irgendwelche Probleme gibt und wie
er dann damit umgeht, falls jetzt jemand vielleicht mal nicht zu Hause ist oder so.
Ja, auch super Frage. Du kannst angeben, bitte bei der Nachbarin abgeben,
bitte in die Arbeit liefern, bitte ins Stiegenhaus unten beim Keller reinstellen.
Das heißt du kannst selbst auswählen, wo der Abstellort ist und für Kühlprodukte,
das heißt für Fleisch, Milchprodukte,
Käse, Feinkost und so weiter, gibt es eine Thermobox die hält stundenlang die
Produkte kühl, auch im Hochsommer und da kannst du dann ohne Bedenken auch nach
der Arbeit erst die Kiste abholen,
doch.
Oder? Das ist auch ein Teich.
Sind also alle Rezepte in dem Kochbuch jetzt, sind die machbar mit dem,
was ihr liefert oder ist da was, was man halt auch extra irgendwie,
weiß ich nicht anderswo zukaufen müsste nein,
sollte alles bei unserem Sortiment sein.
Gibt es noch bei euch so Grüne, warum ihr auch die Box nicht kaufen würdet?
Warum aus eurer Sicht es zwar interessant ist, aber was dann auch dagegen sprechen
würde, aus eurer Sicht so ein Service in Anspruch zu nehmen?
Ich sehe, ihr denkt noch,
wenn wir bei Preisen vielleicht da waren, wir haben das Thema Kostenbarheit
da im Kurs gehabt und ich glaube, das ist ja auch ein Thema,
was im Enkeltaugen in Österreich immer wieder diskutiert wird.
Und wenn ich jetzt eure Box kaufe, die Standard-Kiste und die vergleiche mit
einer gleichen nur konventionell produzierten, was immer konventionell dann ist,
wie viel teurer ist eure Kiste aktuell?
Wie viel ist Bio teurer als konventionell? Und wie geht man damit um?
Und wie verändert sich auch so ein bisschen die Kaufbereitschaft von Menschen,
weil wir es vorher schon gehabt haben, in Zeiten der Inflation?
Weil da immer so die ersten Dinge, die gestrichen werden, sind Nachhaltigkeit, CSR, bla bla bla.
Wie würdest du das?
Der große Knackpunkt ist, dass ich keine Lebensmittel wegschmeiße.
Das heißt, ich bestelle mir genau das, was ich auch esse.
Dadurch kaufe ich schon einmal weniger und nur das, was ich auch wirklich brauche.
Der WWF hat jetzt eine Studie herausgebracht vor kurzem, die auch sehr gut zeigt,
dass vegane und vegetarische Ernährung um einiges günstiger ist.
Finde ich auch spannend.
Das heißt, es kommt halt immer auf den Warenkorb an.
Und was mir noch zu dem Thema einfällt, ist natürlich, wird diese Kiste ja zu
dir nach Hause geliefert und du ersparst dir das ins Auto reinsetzen oder in
die U-Bahn reinsetzen und irgendwo
hinzufahren und dann vielleicht noch zweimal wo stehen zu bleiben,
das musst du ja nicht machen, sondern wir liefern nach Hause.
Medienprofi merke ich schon, ich habe gesagt, der Frage ein bisschen ausgewichen, wie geht man
im Endeffekt damit um oder was werden dann auch deine Forderungen,
die Theresa, die was gestern da war, hat ja auch ganz starke Positionen dazu,
dass man diese Preisungleichheit, die am Markt da ist,
dass man die auch wieder da ist, weil euer Kiste, ich sage es jetzt einfach
mal so pauschal, und du sagst dann stimmt nicht, wenn es nicht stimmt,
ein bisschen teurer würde ich sagen, die vergleichbare Kiste ist sie.
Wie stehst du zu dem und wie kann man dem auch entgegnen jetzt,
oder wie könnt ihr das auch den Kunden kommunizieren?
Aber meinst du jetzt, also unsere Kiste im Vergleich zur konventionellen?
Zur konventionellen und generell das Thema, dass Bio-Lebensmittel immer noch
teurer sind als ihre konventionellen Gegenübers.
Also da beschäftigen uns wir im enkeltauglichen Österreich sehr intensiv mit dieser Frage.
Und zwar ist es so, dass Bio uns als Steuerzahler langfristig viel günstiger
kommt als konventioneller Landbau, als konventionelle Produkte,
weil es gibt eine irre hohe Summe, eine irre hohe Anzahl an Wasserreinigungsmaßnahmen.
Wenn man bedenkt, gesundheitliche Folgeschäden von ungesunder Ernährung,
das ist schwer zum Bepreisen, aber da gibt es auch schon Zahlen.
Humusabbau, das heißt die Humusschicht, das sind ein paar wenige Zentimeter
am Acker, wo unsere Nahrungsmittel wachsen, das ist die nahstoffreiche Schicht,
die verschwindet mehr im konventionellen Landbau.
Es gibt da irre viele Folgeerscheinungen und die hast du bei,
Biolandwirtschaftsweise nicht. Und wir versuchen gerade bei ETÖ,
also das ist das Enkeltauglicher Österreich, das zu beziffern.
Zu bepreisen.
Genau, und da sind verschiedene Wissenschaftler dabei, auch die Sigrid Stagl
zum Beispiel von der WU oder auch ein Arzt, der eben diese Folgekosten von der menschlichen,
Gesundheit her berechnen möchte, was natürlich sehr heikel ist und schwierig ist.
Und das mal alles anzuschauen, was kostet denn das und was wäre,
wenn das nicht sein muss.
Außerdem gibt es noch Klimastrafzahlungen in Milliardenhöhe,
die Österreich zahlen muss, jährlich an die EU.
Die musst du
Auch noch reinrechnen und da bist du schon bei einem dreistelligen ja.
Einen hohen Betrag. Wir haben auch darüber diskutiert, es gibt gewisse Sachen
kann man relativ einfach berechnen, aber es gibt halt ganz viele Sachen,
die zwar in Kosten entstehen, aber halt im Preis ist es schwierig,
was genau ist jetzt der Beitrag zu erzuladen.
Was ist die Lösung? Ihr versucht es jetzt wieder, zu berechnen.
Genau, mit eben wirklich verschiedenen Wissenschaftlern, die aus verschiedenen
Sektoren sich dieses Thema anschauen.
Wann ist die Studie fertig?
Wann können wir ergeben und rechnen? Wir sind gerade an der Finanzierung und
das ist nicht so einfach, aber werden wir umsetzen.
Ja, okay.
Es war so ein halbes Aufzeigen.
Aber ich habe es schon wahrgenommen. Dann mache ich eine halbe Frage.
Eine halbe Frage. Es interessiert mich schon ein bisschen, ob es da in Zukunft
dann auch, also ob sich da was ändern wird, weil das ist ja schon so,
dass die meisten Leute im Endeffekt mehr so auf die kurzzeitigen Ausgaben schauen,
als halt das, was es halt dann im Endeffekt in der Zukunft bedeutet.
Weil ich glaube auch, also warum gibt es da nicht mehr Förderungen in dem Sinn?
Also warum wird das auch vom Staat und so nicht mehr gefördert?
Weil ich glaube, dass es ganz, ganz viele Leute sich einfach gar nicht leisten
können, halt jetzt mehr Geld in die Hand zu nehmen, um halt dann die Folgen
in der Zukunft zu vermitteln.
Ja, quasi keine negativen Folgen in der Zukunft zu haben.
Aber glauben Sie, dass es dann da in der Zukunft Änderungen gibt,
also dass sich das bessern wird oder dass es immer so bleiben wird?
Das ist halt so ein, ja, schau auf dich selber oder wird halt nichts Positives vorauskommen.
Ich würde mal sagen, wir kämpfen dafür, dass es sich ändert.
Und da geht es auch viel darum, dass man darüber spricht und das oft zeigt und
sich damit beschäftigt und das einfach zum Thema macht.
Aber in Wahrheit muss sich was ändern, weil wir sonst,
ja, es gibt auch wieder Studien, die sagen, wenn man 50 ernten noch und dann
ist der Boden tot, dann wächst dann nichts mehr, wenn wir so weiter tun auf
eine bestimmte Art und Weise.
Also da brennt schon der Hut und zurzeit ist einfach, wie ihr eh sicher alle
mitbekommt, die politische Lage eine gewisse.
Die schauen da halt gar nicht hin und greifen das Thema gar nicht an.
Und langfristig muss sich da was ändern.
Ich habe letztens schon gesagt, gestern beim Podcast, im Prinzip,
es liegt an euch. Wir sind draußen, wir sind dann alt.
Ihr müsst euch jetzt richten, bitte strengt euch an.
Teilweise, ich meine das Wort, ein bisschen mit so einem Augenzwinken,
wie geht es euch damit eigentlich?
Da geht gerade die Hand auf, wenn dieses Problem des Richtens immer so ein bisschen
in die Zukunft verschoben wird.
Und ich stelle eine Frage, Nein, schon ein bisschen.
Also ich würde sagen, zumindest bei mir ist es so, ich zumindest für mich auch
als Student, habe nicht das Gefühl, dass mir ein Wocheneinkauf von 40 Euro teuer vorkommt.
Also ich persönlich kaufe dann doch meistens auch Gemüse und so beim Billa ein,
aber wenn ich da meine Kräuterseitlinge kaufe, dann kosten die auch 8 Euro die Packung.
Also es wirkt jetzt für mich nicht so. Aber du zahlst das, oder?
Ja, ich will mein Gemüse ja dann schon haben.
Aber mir war es jetzt neu oder ich persönlich würde mir das jetzt anschauen
oder andere Sachen, weil es wirkt mir jetzt gar nicht mal so teuer für eine
Woche Gemüse so viel oder 40 Euro auszugeben.
Ich glaube allgemein, dass es eher darum geht, okay, wo sparst du dann vielleicht
dein Geld doch ein oder gibst es dann irgendwie dort aus?
Das ist eher Reallokation von dem Geld, das da ist, weil es so schlecht geht uns jetzt auch nicht.
Ich finde halt, das ist eine Sache der Wertigkeit. Was ich immer gern beobachte,
ist bei Discountern, bei Supermarkt-Discountern.
Schaut einmal, welche Autos dort stehen.
Also, da gibt es die bekanntesten, teuersten Automarken. Und ich denke mal immer, interessant.
Also fürs Auto ist das Geld da, aber dann gehe ich halt und kaufe mir das günstigste Lebensmittel.
Ja, aber Lebensmittel ist ja kein Statussymbol. Also, wie schafft man es jetzt?
Weißt du, was du jetzt so aufgelegt hast? Man steht eh nirgends da.
Und wie macht man denn Lebensmittel wieder zum Statussymbol?
Außer es ist jetzt irgendwie das mit Gold überzogene Supersteak in Dubai oder
so ein Scheiß. Scheiß habe ich jetzt nicht gesagt. Piep!
Kräuter-Sightlink vor Status-Symbol.
Kräuterseitling vor Status und Grund. Ist das schon teuer, Kräuterseitling?
Kräuterseitlinge leistet.
Muss man schon wollen.
Ich glaube, da sind wir wieder beim Thema der Bildung. Wir diskutieren ja so viel.
Ich glaube, das fängt einfach damit an,
wie beschäftige ich mich, woher meine Lebensmittel kommen,
und was ist es mir wert?
Letzte Frage und dann trage ich ab. Ich muss abbauen, ich kann es dann immer
noch ein bisschen weiter diskutieren.
Letzte Frage, wer soll es richten? Es gibt ja ganz oft diese Forderung,
jeder von uns ist eine Konsumentin, eine Konsument und mit jeder
Kaufentscheidung, die wir treffen, eine Wahlentscheidung für ein gerechtes oder
ungerechtes Lebensmittelsystem, der sich schon ein bisschen aussieht.
Wer ist denn jetzt wirklich dafür verantwortlich, dass sich dieses Verhalten
oder der Markt hin zu einer nachhaltigeren Ausrichtung verändert?
Ist das eine Bottom-up-Geschichte zu Konsumenten? Ist das eine Top-down-Geschichte?
Ist es jeder und dann somit keiner?
Was ist so dein abschließendes Resümee, mit dem du uns jetzt optimistisch in die Zukunft schickst?
Also es ist in Wahrheit natürlich ein Politikum, Aber jeder Einkaufszettel ist ein politischer Akt.
Mit jedem Kauf, den ich tätige, schlage ich eine gewisse Richtung ein.
Und das beeinflussen wir alle selbst.
Also ein Plädoyer für den mündigen Konsumenten eigentlich.
Absolut, ja.
Also du traust es uns zu, dass wir... Ich traue dich zu.
Wir sind viele.
Wir sind viele. Gut, dann werden wir mit diesem positiven Ausblick,
ich will noch etwas dazu sagen, dann gehen wir mit diesem positiven Ausblick,
jetzt mit einem gestärkten Konsumentenbewusstsein, in den Rest vom Tag.
Ich sage danke für deine Einblicke.
Danke, dass du meine und unsere Fragen ausgehalten hast.
Ich glaube, es war die ganz gute dabei, finde ich. Danke euch.
Danke für eure Diskussion und vielen, vielen Dank und tschüss.
Applaus
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