B2P-Live "Ackerdemics Edition" - Lebensmittel retten als Geschäftsmodell - Andreas Diesenreiter
Was es braucht, um Überschüsse aus der Landwirtschaft in die Supermarktregale zu bringen.
12.04.2026 104 min
Video zur Episode
;
Zusammenfassung & Show Notes
Lebensmittel retten als Geschäftsmodell – wie das funktioniert, wo es hakt und warum gerettete Produkte manchmal teurer sind als konventionelle, darüber habe ich mit Andreas Diesenreiter gesprochen.
Andreas hat zusammen mit seiner Schwester Cornelia 2016 das Unternehmen Unverschwendet gegründet. Was als kleiner Verein begann, bei dem die beiden noch selbst in Wiener Schrebergärten Marillen geerntet und am Schwendermarkt Marmelade verkauft haben, ist heute ein Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitenden, einer eigenen Feinkostmarke und einer Plattform namens Kostbar Markt, die im Auftrag des Ministeriums Lebensmittelüberschüsse an soziale Einrichtungen vermittelt.
Diese Folge ist ein Ackerdemics-Spezialformat, aufgenommen als Live-Podcast an der Wirtschaftsuniversität Wien vor 30 Studierenden. Ihre Fragen haben das Gespräch um ehrliche Einblicke ins Unternehmertum bereichert: Wie trifft man Entscheidungen, wenn alles gleichzeitig dringend ist? Wie streitet man produktiv mit der eigenen Schwester? Und wie hält man die Balance zwischen Idealismus und wirtschaftlicher Realität?
Andreas erzählt offen, wie frustrierend es sein kann, trotz hunderter Medienauftritte kaum fünf Prozent der Bevölkerung zu erreichen. Wie ernüchternd die Erkenntnis war, dass Bewusstseinsbildung allein das Problem nicht löst. Und warum er trotzdem genau das Gleiche nochmal machen würde. In Österreich fallen jährlich rund 288.000 Tonnen Lebensmittelüberschüsse in der vorgelagerten Kette an. Unverschwendet kann davon bisher nur einen Bruchteil retten. Die Frage, ob das ein Tropfen auf dem heissen Stein ist oder der Anfang von etwas Größerem, zieht sich durch das ganze Gespräch.
Viel Freude beim Reinhören!
00:00:00 Los gehts
Live-Podcast an der WU Wien mit Studierenden zum Thema Lebensmittelrettung
00:02:18 Vom Comic-Zeichner zum Gründer
Andreas' Kindheit in Steyr, frühe Kreativität und der Weg zum Design-Studium
00:09:26 Wie Unverschwendet entstand
Cornelias Restmüllanalyse in England und die Anfänge als Verein
00:15:29 Geschwister-Dynamik und Risiko
Warum eine Riesenkarotte am Naschmarkt 10.000 Euro kostet
00:20:06 Lebensmittelüberschüsse in Zahlen
288.000 Tonnen in der vorgelagerten Kette, eine Million Tonnen gesamt
00:29:49 Der Wendepunkt bei 2 Minuten 2 Millionen
Kein Investment, aber Rewe im Hinterzimmer und der Weg zur Professionalisierung
00:38:15 Was lässt sich retten und was nicht
Ketchup vs. Bruschetta: Warum nicht jeder Überschuss zum Produkt wird
00:49:11 Tierische Produkte und Schoko-Cornflakes
Neue Überschusskategorien und die Geschichte der zu kleinen Cornflakes
00:56:01 Gerettet als Standard
Warum es ein Prüfsystem wie bei Bio braucht und die EU-Richtlinie gegen Greenwashing
01:03:15 Sinn, Geld und albanische CEOs
Was Social Business bedeutet und warum Reichwerden nicht das Ziel ist
01:14:44 Tropfen auf dem heißen Stein?
Über 1.400 Tonnen gerettet, aber eine Million Tonnen Abfall pro Jahr
01:27:21 Nochmal machen? Ja. Aber schneller.
Rückblick auf zehn Jahre, Kill Your Darlings und Zukunftspläne
01:39:02 Kostbar Markt und Ausblick
Neue Plattform für soziale Einrichtungen im Auftrag des Ministeriums
Kurz-Bio Gast:
Andreas Diesenreiter ist Mitgründer und Geschäftsführer von Unverschwendet, einem österreichischen Unternehmen, das überschüssige Lebensmittel aus Landwirtschaft und Produktion zu Feinkostprodukten verarbeitet. Gemeinsam mit seiner Schwester Cornelia gründete der Multimedia-Art-Absolvent das Unternehmen 2016 in Wien. Neben der Eigenmarke Unverschwendet Feinkost verantwortet er die Plattform Kostbar Markt zur Lebensmittelweitergabe an soziale Einrichtungen.
INFOS ZUR FOLGE
Unverschwendet Website
www.unverschwendet.at
Kostbar Markt – Plattform für Lebensmittelweitergabe
www.kostbarmarkt.at
Unverschwendet auf Instagram
www.instagram.com/unverschwendet
Unverschwendet auf Facebook
www.facebook.com/unverschwendet
Unverschwendet auf YouTube
www.youtube.com/@unverschwendet1107
Unverschwendet auf Linkedin
www.linkedin.com/company/unverschwendet
Andreas hat zusammen mit seiner Schwester Cornelia 2016 das Unternehmen Unverschwendet gegründet. Was als kleiner Verein begann, bei dem die beiden noch selbst in Wiener Schrebergärten Marillen geerntet und am Schwendermarkt Marmelade verkauft haben, ist heute ein Unternehmen mit rund 20 Mitarbeitenden, einer eigenen Feinkostmarke und einer Plattform namens Kostbar Markt, die im Auftrag des Ministeriums Lebensmittelüberschüsse an soziale Einrichtungen vermittelt.
Diese Folge ist ein Ackerdemics-Spezialformat, aufgenommen als Live-Podcast an der Wirtschaftsuniversität Wien vor 30 Studierenden. Ihre Fragen haben das Gespräch um ehrliche Einblicke ins Unternehmertum bereichert: Wie trifft man Entscheidungen, wenn alles gleichzeitig dringend ist? Wie streitet man produktiv mit der eigenen Schwester? Und wie hält man die Balance zwischen Idealismus und wirtschaftlicher Realität?
Andreas erzählt offen, wie frustrierend es sein kann, trotz hunderter Medienauftritte kaum fünf Prozent der Bevölkerung zu erreichen. Wie ernüchternd die Erkenntnis war, dass Bewusstseinsbildung allein das Problem nicht löst. Und warum er trotzdem genau das Gleiche nochmal machen würde. In Österreich fallen jährlich rund 288.000 Tonnen Lebensmittelüberschüsse in der vorgelagerten Kette an. Unverschwendet kann davon bisher nur einen Bruchteil retten. Die Frage, ob das ein Tropfen auf dem heissen Stein ist oder der Anfang von etwas Größerem, zieht sich durch das ganze Gespräch.
Viel Freude beim Reinhören!
00:00:00 Los gehts
Live-Podcast an der WU Wien mit Studierenden zum Thema Lebensmittelrettung
00:02:18 Vom Comic-Zeichner zum Gründer
Andreas' Kindheit in Steyr, frühe Kreativität und der Weg zum Design-Studium
00:09:26 Wie Unverschwendet entstand
Cornelias Restmüllanalyse in England und die Anfänge als Verein
00:15:29 Geschwister-Dynamik und Risiko
Warum eine Riesenkarotte am Naschmarkt 10.000 Euro kostet
00:20:06 Lebensmittelüberschüsse in Zahlen
288.000 Tonnen in der vorgelagerten Kette, eine Million Tonnen gesamt
00:29:49 Der Wendepunkt bei 2 Minuten 2 Millionen
Kein Investment, aber Rewe im Hinterzimmer und der Weg zur Professionalisierung
00:38:15 Was lässt sich retten und was nicht
Ketchup vs. Bruschetta: Warum nicht jeder Überschuss zum Produkt wird
00:49:11 Tierische Produkte und Schoko-Cornflakes
Neue Überschusskategorien und die Geschichte der zu kleinen Cornflakes
00:56:01 Gerettet als Standard
Warum es ein Prüfsystem wie bei Bio braucht und die EU-Richtlinie gegen Greenwashing
01:03:15 Sinn, Geld und albanische CEOs
Was Social Business bedeutet und warum Reichwerden nicht das Ziel ist
01:14:44 Tropfen auf dem heißen Stein?
Über 1.400 Tonnen gerettet, aber eine Million Tonnen Abfall pro Jahr
01:27:21 Nochmal machen? Ja. Aber schneller.
Rückblick auf zehn Jahre, Kill Your Darlings und Zukunftspläne
01:39:02 Kostbar Markt und Ausblick
Neue Plattform für soziale Einrichtungen im Auftrag des Ministeriums
Kurz-Bio Gast:
Andreas Diesenreiter ist Mitgründer und Geschäftsführer von Unverschwendet, einem österreichischen Unternehmen, das überschüssige Lebensmittel aus Landwirtschaft und Produktion zu Feinkostprodukten verarbeitet. Gemeinsam mit seiner Schwester Cornelia gründete der Multimedia-Art-Absolvent das Unternehmen 2016 in Wien. Neben der Eigenmarke Unverschwendet Feinkost verantwortet er die Plattform Kostbar Markt zur Lebensmittelweitergabe an soziale Einrichtungen.
INFOS ZUR FOLGE
Unverschwendet Website
www.unverschwendet.at
Kostbar Markt – Plattform für Lebensmittelweitergabe
www.kostbarmarkt.at
Unverschwendet auf Instagram
www.instagram.com/unverschwendet
Unverschwendet auf Facebook
www.facebook.com/unverschwendet
Unverschwendet auf YouTube
www.youtube.com/@unverschwendet1107
Unverschwendet auf Linkedin
www.linkedin.com/company/unverschwendet
📣 Bleib verbunden mit BauertothePeople!
Membersheep werden:
→ Jetzt unterstützen – Hol dir tolle Rabatte, hör den Podcast früher und werbefrei und fördere konstruktiven Journalismus.
Newsletter:
→ Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.
Newsletter:
→ Jetzt abonnieren – Erhalte regelmäßig exklusive Insights und Hintergrundinfos direkt in dein Postfach.
Podcast hören und sehen:
→ Apple Podcasts: Jetzt anhören
→ Spotify: Jetzt anhören
→ YouTube: Jetzt ansehen
Social Media:
→ Facebook: bauertothepeople.at
→ Instagram: @bauertothepeople
→ TikTok: @bauertothepeople
→ LinkedIn: BauertothePeople
→ Apple Podcasts: Jetzt anhören
→ Spotify: Jetzt anhören
→ YouTube: Jetzt ansehen
Social Media:
→ Facebook: bauertothepeople.at
→ Instagram: @bauertothepeople
→ TikTok: @bauertothepeople
→ LinkedIn: BauertothePeople
Musik:
„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner
„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
… und ein bisserl selbst gesungen 😊
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle
„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner
„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
… und ein bisserl selbst gesungen 😊
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle
Und Jetzt?
Abonniere, folge und teile – so bringst du frischen Wind in den Dialog!
Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!
Transkript
Essen, Menschen, Landwirtschaft. Heute
machen wir einen Live-Podcast vom Live-Podcast von für mit und durch.
Bauer to the People. Was, wer? Und?
Und alle und alles dazwischen und rundherum. Los geht's.
Grüß dich und willkommen zu einer neuen Ausgabe des Bauer to the People Live-Podcasts.
Heute im Ackerdemics-Spezialformat hier an der Wirtschaftsuniversität Wien.
Neben mir, da sitzt der Andreas Diesenreiter, der zusammen mit seiner Schwester,
der Cornelia, das Unternehmen Unverschwendet gegründet und inzwischen auch erfolgreich
aufgebaut hat und jetzt schon Social Media macht. Das ist unglaublich.
Man muss, wie es so geht. Kann man schon wieder was lernen davon.
Andreas, schön, dass du da bist erst einmal. Vielen Dank fürs Kommen. Vielen Dank.
Durchs Klatschen hören auch alle, die das jetzt nicht auf YouTube verfolgen,
dass wirklich Leute im Raum anwesend sind.
Ja, das wollte ich eigentlich gerade einleiten. Vor uns sitzt nämlich genau
diese guten Gründe, warum wir zwei überhaupt heute da sind.
Nämlich 30 Studierende, Studentinnen und Studenten ganz am Anfang ihres Wirtschaftsstudiums
im Rahmen der Lehrveranstaltung, ganz wichtig, zukunftsfähiges Wirtschaften.
Die Idee dahinter, Einblicke geben in unterschiedliche Bereiche von Wirtschaft
und Gesellschaft, um Lust zu machen, zum Nachdenken und vor allem auch heute
hier aufs Fragen stellen.
Zum Thema Lebensmittelverschwendung gibt es bereits eine eigene Episode und
ein paar Aha-Momente mit der Gudrun Obersteiner von der BOKU und die sind natürlich
dann in den Shownotes verlinkt. Shownotes-Verlinkungen sind ganz wichtig, immer beim Intro.
Wir diskutieren heute das Thema Lebensmittelabfälle bzw.
Deren Vermeidung mit einem besonderen Fokus aufs Unternehmertum als Lösungsansatz dafür.
Ein Beispiel von Unverschwendet von Andreas und von seiner Schwester Cornelia.
Und eure Fragen und eure Perspektiven, Fragen mitdiskutieren,
das ist nicht nur erlaubt, sondern halt, und wie ich vorher auch schon gesagt
habe, bevor die Kamera gelaufen ist, auch sehr, sehr erwünscht.
Starten wir mal einen ins Gespräch. Hi, schön, dass du da bist noch einmal.
Wie immer beim Bauer zu den People Podcast, erzähl doch einmal ein bisschen,
wo du herkommst, wie ihr aufgewachsen seid, du und deine Schwester in deinem
Fall, weil ihr seid ja wirklich ein dynamisches Duo.
Erzähl einfach einmal ein bisschen, was dir da so als erstes in den Sinn kommt.
Sehr gerne. Also ich bin eigentlich streng genommen ein Landei,
weil ich komme ursprünglich aus Steyr, beziehungsweise aus einem kleinen Dorf neben Steyr.
Steyr ist dort schon einmal in Metropole, aber dann von der Metropole noch ein
bisschen aus, oder? Genau. Okay, ja, ja.
Ich habe dann in der Schule, eigentlich in der Volksschule schon gemerkt,
wie wir gerne kreativ sind.
Ich habe in der Volksschule zum Beispiel Comics gezeichnet und die auch verkauft
an meine Mitschülerinnen um ein paar Schilling.
Alter, wir sind schon wieder voll im Thema. Du, ernsthaft? Das eine ist Comics zeichnen.
Das liegt mir fern. Ich kann bis heute auch nicht zeichnen. Sie haben es schon
gesehen bei unserem Whiteboard, dass das wirklich stimmt.
Aber wie schafft man es, dass man dir dann um ein paar Schilling andere Mitschüler
vertrat? Wie hast du das gemacht?
Es hat einfach einen kleinen Hype rund um die Comics gegeben.
Und um die Rätsel, die ich gemacht habe und so weiter, dass dann sogar ein kleiner
Marx entstanden ist in der Volksschule, wo dann andere auch Comics gezeichnet
haben, die sie auch verkaufen zu können. Das war recht lustig.
Das ist dann im Gymnasium weitergegangen. Ich würde dann einfach so ein bisschen
alle Medien einfach durchprobieren.
Von, ich will Videos machen, ich will Grafiken machen, ich will Videospiele
programmieren. Also es war immer so, ich will irgendwie kreativ tätig sein.
Und im Steyr gibt es zwei Gymnasien und einster von uns neue Gymnasium,
Merndlpark. Das hat auch so ein bisschen Medienzeit gehabt, so das Freifach quasi eigentlich.
Und sehr viele ProfessorInnen, die sehr geduldig mit mir waren,
weil meine Noten sonst ziemlich schlecht waren.
Habe man mit dir geduldig sein müssen?
Habe man leider geduldig sein müssen, weil ich halt lieber meine Zeit in Videos
machen gesteckt habe und dann zum Beispiel am Schulfest ein eigenes Keynote
gemacht habe, wo dann meine Animationsfilme und gedrehten Filme einfach gezeigt
wurden und solche Geschichten.
Und habe in der Schulzeit schon auch mich ein bisschen selbstständig zu machen
versucht mit Grafikdesign-Geschichten.
Also ich habe zum Beispiel, keine Ahnung, eines meiner ersten offiziellen Aufträge,
da war ich 14, 15, das war für das Massage-Studio von der Tante,
das Firmen-Logo zu machen und die Visitenkarten zu machen und solche Geschichten.
Und das habe ich dann nämlich auch beibehalten und habe dann schon während dem
Gymnasium gemacht, okay, ich will in die Richtung, was wir machen, was Kreatives.
Ich habe mir damals immer gedacht, ich will irgendwann mal nach Hagenberg gehen.
Da gibt es eine FHA, die das Design-Medienzeug hat.
Ich war dann in der 8. Klasse am Tag der offenen Tür und habe die Werke,
die dort ausgestellt wurden, von den Absolventinnen leider ein bisschen underwhelming gefunden.
Was ist das denn? Die waren sehr darauf fokussiert, dass Sachen gleich schon
für Firmen funktionieren.
Das war jetzt schon sehr Corporate-getrieben gefühlt.
Das passt schon, das kannst du für das Firma verwenden.
Mein Herz war so ein bisschen mehr nur künstlerisch eigentlich und dann war
ich in Salzburg auf der FH Salzburg beim Studiengang Multimedia Art auf dem
Tag der offenen Tür und das war eher künstlerisches Chaos das hat mich einfach
dann viel mehr angesprochen das macht es jetzt für die Jobsuche jetzt nicht
so viel Sinn aber mein Gedanke war so ein bisschen, okay,
mein künstlerisches Herz will eigentlich viel mehr nur spannende Projekte machen,
coole Bücher machen Kunstgeschichten machen, auch wenn es vielleicht wirtschaftlich
nicht so okay ist, aber das ist einfach wo das Herz ist.
Das ist wie mein Journalismus, ich liebe auch das was ich hier mache.
Wirtschaftlich bin ich mir nicht sicher, ob es wirklich einen Sinn macht, was ich da tue.
Aber es ist sehr sinnerfüllend, oder? Du hast einfach das getan,
was du gerne hast. Warum sind die Comics gegangen?
Was war das Thema von die Comics?
Da war ich großer Videospiel-Fan von Sonic-Spielen. Ich habe dann Sonic-Comics
gezeichnet, die natürlich mit voller Leidenschaft gezeichnet sind.
Das ist ein Hedgehog, oder wie war das?
Und wir haben auch,
Ich glaube, der eigentliche Schmäh war, wir haben ein Lossystem gemacht.
Das heißt, du hast Lose kaufen können. Also das haben dann ein Freund von mir und ich gemacht.
Da waren dann 20 Klasse drin und du hast dann mal ein Schillinge los kaufen
können und eins von den Hauptpreis, wo halt zum Beispiel ein Comica gezeichnet ist.
Okay, und das ist echt gar nicht. Also Vertrieb, aber es war schon im Prinzip
Vertrieb drinnen, oder?
Yes, aber,
während des Studiums habe ich dann weiterhin Kundinnen betreut,
so eben kleine Lösungen, die brauchen ein Visitenkortendesign,
die brauchen ein Homepage-Design,
Getränkekorten, also so meistens designtechnische und marketingtechnische Komplettlösungen
für kleinere Firmen gemacht und habe da schon gemerkt, dass ich im Verhandeln
und im Business-Part extrem schlecht bin.
Also ich habe extrem viel Aufträge gehabt und nichts verdient eigentlich.
Ich habe zum Beispiel ein Zwei-Haupten-Lokal, also ein gerobeneres Lokal in
Steyr gegeben, in Taboturm.
Für die habe ich zum Beispiel so ein Magazin auch gestaltet.
Und im Gegensatz dafür habe ich einfach dort quasi essen dürfen.
Ich habe so einen Guthaben gekriegt fürs Essen.
Im Hauptlokal?
Im Hauptlokal. Und es war recht witzig, weil ich habe als Samstagsjob habe ich
im Bauhaus gearbeitet, also im Baumarkt.
Und habe in der Mittagspause dann im Haubenlokal mittel gegessen,
was eine sehr schräge Kombination war. Aber da habe ich dann schon gemerkt.
Okay, weil es so nicht gehört, das ist alles nicht.
Geschäftlich ist es einfach, dieses Verhandeln mit, okay, wie viel kann ich
verlangen für die Leistung, die ich mache, das war jetzt meinst.
Und auch dieses ganze, du brauchst noch Buchhaltung, das ganze Rechtliche,
du musst das Unternehmen anmelden.
Also all diese Geschichten waren für mich so ein, okay, selbstständig machen
will ich mich eigentlich nicht.
Deswegen habe ich dann eigentlich nach dem Studium mir gedacht,
ich will irgendwo angestürt sein, damit ich mich um den ganzen Chancen kümmern muss.
Sondern wirklich einfach nur, ich kann relativ arbeiten, ich kann in meinen
Medien arbeiten, diese Geschichte machen.
Quasi alles auslagern, was dich nicht interessiert.
Genau.
Ist dir das gelungen dann?
Ja.
Aber jetzt bist du selbstständig, also jetzt bist du nicht mehr angestellt.
Ja, das hat den Grund, dass meine Mitgründerin, also meine Schwester,
sich um die ganzen Sachen kümmert, die mich nicht interessieren.
Seid ihr jetzt Vierlinge? Wer ist der ältere von euch?
Ich bin zwei Jahre älter.
Du bist jetzt zwei Jahre älter. Beschreib ein bisschen deine Schwester.
Die hat studiert, studiert, studiert, studiert, bis sie eigentlich 30 war.
Für studiert.
Die hat da schon ein paar so Nebenjobs gemacht und so Time-Step-Geschichten gemacht.
Aber die hat unter anderem, also die hat nach dem Gymnasium ein zweijähriges
Tourismus-College in Baden-Württemberg gemacht.
Da hat sie nach einem Jahr schon gewusst, das ist nicht so ihrs.
Hat sie dann trotzdem fertig gemacht, weil sie dachte, okay,
dann ist sie einfach auch ausgebildete Koch-Kellnerin und hat einfach da die Basics.
Hat dann Bio- und Umwelt-Ressourcen-Management an der Boku studiert.
Boku, okay.
Hat dann gemerkt, das ist ein bisschen zu...
Öko, wenn man es jetzt fast ein bisschen spitz ausdrücken will.
Also es war ein bisschen zu wenig wirtschaftlich mitgedacht.
Da hat sich Recht und Wirtschaft studiert.
Was ist da dann? Also WU?
Da hast du Wirtschaft und Recht, glaube ich.
Ich glaube, du hast in Salzburg studiert, wenn ich mich gerade nicht weiß. In Salzburg, okay.
Ich habe dann aber auch noch vollendet in England doch ein Jahr gemacht,
auch in dem Ganzen mit nachhaltigen Produkten zu sein.
Das hat sie abgeschlossen. Sie hat nebenbei auch noch Jus studiert.
Das hat sie nicht abgeschlossen. Das heißt, sie ist sehr um das Rechtliche,
um das Wirtschaftliche, Finanzbild.
Also ihr ergänzt euch gut, oder?
Ja, also all die Sachen, die mich einfach nicht interessiert haben, wollte ich sie machen.
Und der Grund, warum wir zusammengefunden haben, war wieder so dieses,
sie hat einfach dann als Verein angefangen, dass sie Lebensmittel rettet und
daraus eben Marmelade macht und Chutney macht.
Das hat sie angefangen.
Das hat sie angefangen als Verein 2014, 2015 sowas. Und ich habe dann,
wie ich es ja früher schon mache, halt so die Design-Komplettlösung gemacht.
Also ich habe dann das Logo gemacht und die Homepage gemacht und die Fasitenkarte
gemacht, also alles, was ich einfach generell immer so mache.
Und in dem Jahr haben wir noch...
Guter Preis.
Bester Preis, kostenlos natürlich. Und in dem Jahr haben wir dann einfach gemerkt,
dass es einfach extrem großes Potenzial hat, weil es einfach extrem viel Lebensmittel
zu retten gibt, weil es die KundInnen gern haben, weil es die Presse gern hat.
Und da haben wir dann eigentlich beide entschlossen, okay, wenn wir das machen
wollen, müssen wir es gescheit machen, dann müssen wir es wirklich selbstständig
machen und das groß machen.
Und da fiel dann 2015 so das erste Stein für, okay, wir machen selbstständig
und wir machen das gemeinsam.
Wir haben die passenden Kompetenzen einfach auf uns aufgeteilt,
die du einfach brauchst für ein Unternehmen.
Du brauchst das wirtschaftliche, du brauchst das rechtliche du brauchst aber
auch Marketing, Kommunikation, du brauchst Kreativität für die Produktentwicklung,
also all diese Geschichten haben wir dann eigentlich sehr gut kommuniziert.
Und ihr habt nicht wirklich darüber streiten müssen, weil es hat sich einfach
natürlich so ergeben, dass einfach jeder das glaubt hat.
Sehr schön. Habt ihr aus Kindern auch schon immer
irgendwie Sachen miteinander gemacht? Ich habe mir angeschaut,
ihr wart ja bei zwei Minuten, zwei Millionen.
Ich habe zwar damals kein Invest, glaube ich, gekriegt, aber der Brock hat, glaube ich, war das.
Da hast du so ein Video gegeben und der hat gesagt, ja, das ist toll,
aber ihr seid ein tolles Gründerteam. Der hat eigentlich so als Gründerteam hervorgehoben.
Ist das immer schon so gewesen? Wart es immer schon so, ihr zwei gegen den Rest
der Welt oder für den Rest der Welt oder sonst irgendwas? Nein.
In der Pubertät haben wir uns ziemlich auseinandergelebt. Also die Pubertät
war so ein bisschen auch die Phase, wo die Konea zuerst ja gar nicht Punkphase
durchgemacht hat und dann eigentlich so eine ziemliche...
Sie hat die Punkphase durchgehabt.
Ja. Und dann so ein bisschen so eine kämpferischen Feministin geworden ist eigentlich
auch, wo mich das Thema Feminismus eigentlich noch überhaupt nicht interessiert
hat. Da habe ich noch meinen Komfort anders gehabt.
Ja, Comics.
Zum Beispiel. Oder Videospieler oder sonst noch was. Und erst vor zehn Jahren
eigentlich oder vor zwölf Jahren,
wie sie dann wieder zurück nach Wien gekommen ist, nach ganz nicht als Studium
und so weiter, haben wir wieder ein bisschen näher zusammengefunden und dann
so richtig zusammengeschweißt haben und das ist eigentlich jetzt die letzten
zehn Jahre wieder dieses Zusammenarbeiten.
Satz ein wenig, da muss man zusammenarbeiten können. Okay.
Was hat eigentlich damals die Kanäle auf die Idee dann konkret gebraucht?
Das war glaube ich in England, oder? Habe ich irgendwo gelesen.
Sie hat ja eben auch in England nachhaltiges Produktdesign studiert und im Zuge
dessen hat ein Restmüll-Truck seine 1,5 Tonnen Müll ausgeleert.
Sie haben Sicherheitsschule angezogen und dann analysiert, was ist in dem Restmüll
drinnen? Und haben gemerkt, in die 1,5 Tonnen waren 400 Kilo Lebensmittel drinnen.
Und das war so für sie der ausschlaggebende Punkt, wo sie gesagt hat,
okay, sie will was gegen Lebensmittelverschwendung machen.
Ist dann von einem Gang zurückkommen nach Österreich, das war 2012,
2013 sowas, hat gemerkt, in Österreich gibt es nicht wirklich irgendwas.
Es ist in dem Bereich Lebensmittelrettung, Lebensmittelverschwendung reduziert und so weiter.
Und das war dann so für sie der Punkt, wo sie dann so klein angefangen hat,
sich umzuschauen, was gibt es schon, was machen andere Vereine.
Aber das war nur so ein bisschen vereinsmäßig.
Erzähl einmal ein bisschen die Zeit, wo du quasi, du hast schon mitgekriegt, was sie da tut, oder?
War das schon interessant damals, oder hast du gesagt, na jetzt hat es wieder
was, ich freue mich für sie, aber das war noch nicht. Bist du da auch schon so ein bisschen?
Ich habe in der Zeit, habe ich gerade beim Pioneers Festival gearbeitet.
Das war ein Event für Tech-Startups.
Kennt ihr Pioneers? Ist bekannt?
Gibt es leider jetzt seit vier, fünf Jahren, die haben ein Startup verkauft,
dann wird es noch mehr weitergeführt und dann nicht mehr.
Aber die haben wirklich auch so keine Tech-Größen wie in Wikipedia-Gründen und
solche Sachen zu Gast gehabt und wirklich da ein cooles Ecosystem zu machen,
wo wirklich so Wien so ein bisschen ein Hotspot war für Tech-Startups eigentlich,
die InvestorInnen und Firmen gesucht haben, mit denen sie zusammenarbeiten können.
Und dort habe ich schon ein bisschen Startup-Luft schnuppern dürfen,
weil viele meiner MitarbeiterInnen dort selbst schon irgendwie nebenbei Startup
laufen gehabt haben oder schon mal eins gegründet gehabt haben oder schon mal irgendwie.
Und wenn du dann von sehr vielen Menschen umgeben bist, die schon irgendwie
schon was gegründet haben oder schon was machen, dann macht das schon ziemlich
Lust drauf, wieder was zu machen.
Obwohl ich mal da eigentlich nur zum Mindset her war bei Selbstständigen machen will.
Du willst Design, du wolltest ein Startup, du wolltest da was kreativer sein.
Aber da kriegt man schon ein bisschen Lust drauf, wenn man merkt,
damit kann man wirklich auch was Großes machen, damit kann man einen Impact
machen, damit kann man was Cooles machen.
Das heißt, da ist andererseits auch ich bei Pioneers gemerkt,
hey, das ist cool, so was zu machen und es hat cooles Potenzial.
Auf der anderen Seite hat die Cornelia eben diese Vereinsgeschichte so ein bisschen angefangen.
Und das hat sich dann eigentlich perfekt ergänzt so mit diesem hey,
in mir ist diese Lust gewachsen, was Großes zu machen.
Aber du wolltest skalieren auf einmal?
Von uns beiden bin ich der, der was das Ganze quasi skalieren lassen würde.
Das hätte ich mir jetzt auch wieder nicht gedacht. Du hast ja selber gesagt,
die Kanäle ist eh in Richtung Wirtschaft gegangen.
Sie kümmert sich darum, dass das Ganze nicht in Konkurs geht.
Und dass das Ganze einfach auch wirtschaftlich funktioniert,
weil der kreative Geist in mir will natürlich dann ein geiles Produkt machen
und dann ein geiles Produkt machen und der soll bitte irgendwie auch Gold veredelt
sein und der soll bitte quasi handgepflügt und sonst noch irgendwas sein.
Also ich will einfach die geilsten Produkte überhaupt machen.
Das muss halt einfach auch wirtschaftlich funktionieren. Und Sie kümmert sich
dann darum, dass es in einen wirtschaftlichen Rahmen gegossen wird,
weil du ja dann ziemlich schnell an einem Punkt bist, wo du dann Vorkasts machen
musst, okay, was verkaufen wir nächstes Jahr?
Also zum Beispiel jetzt gerade große Krise, die wir gerade haben,
wir haben jedes Jahr das Weihnachtsgeschäft in der Unverschwendet Feinkost,
das ist Firmen zum Beispiel, die bei uns Geschenke kaufen.
Das ist von ganz kleinen Firmen, die so keine Ahnung, 10, 20 Geschenke brauchen,
so ein kleiner Installateurbetrieb zum Beispiel, seinen besten Kunden in den
20 Geschenke schenkt, aber auch ganz große Firmen wie Ikea, Porsche,
Microsoft, die dann teilweise es ja auch tausende von Geschenken brauchen.
Und wenn du tausende von Geschenken schenkst, dann ist es nicht ein Großprojekt,
wo du dann teilweise im Frühjahr oder im Sommer schon die Geschenke kaufen für
Weihnachten, beziehungsweise die Bestellung beginnend eigentlich.
Es beginnt jetzt schon wieder die Saison eigentlich.
Genau, es beginnt jetzt schon wieder. Also das ist im Jänner hat die Saison
für Weihnachten begonnen eigentlich.
Und es ist vollkommen absurd, dass wir so einen Moment gehabt haben.
Kommt man nie aus Weihnachtsschimmung aus, oder?
Absolut nicht. Da haben wir so einen Moment gehabt vor sechs,
sieben Jahren, wo im August eine zu uns in den Markt schon reingekommen ist, vollkommen aufgelöst.
Sie hat noch keine Weihnachtsgeschenke. Oh mein Gott. Und ich habe mir gedacht,
im August, ein Stress haben, wenn man noch keine Weihnachtsgeschenke hat, was geht denn da ab?
Bis man gemerkt hat, okay, wenn du jetzt das Spiel wirklich,
sagen wir mal, OBI zum Beispiel oder Ikea, die hat das für alle ihre Mitarbeiterinnen wollen.
Wenn du dann 10.000 Geschenke auf so sieben Standorte österreichweit verteilen
muss, das ist ja auch ein logistisches Thema, dass du das einfach runterbringst.
Und da musst du einfach dann sehr schnell auch wirtschaftlich Forecasts machen
mit, okay, wann brauchst du wie viel?
Und zum Beispiel letztes Jahr haben wir das Thema gehabt, dass im August,
September, Oktober die Verkäufe genau entsprechend den Prognosen von den Vorjahren
waren und im November ist es dann plötzlich abgestürzt und wir wissen jetzt
gerade nicht warum und wir müssen jetzt genau schauen, okay,
wie geht es jetzt aus, wie können wir das auspuffern, was können wir machen,
damit sich das nächstes Jahr ausgeht,
was für Forecasts machen, für die Produkte, wie viel produzieren wir,
wie viel können wir retten.
Also es sind extrem viele wirtschaftliche Themen, die einfach da mitschwingen,
in denen ich einfach eher ein Mackerbassel bin und sehr froh bin,
dass ich die Kanäle habe, die einfach das wirtschaftliche einfach da mitdenken kann.
Ich habe das nebenbei gezeichnet ein bisschen auf meinem Blog,
wie es jetzt irgendwie das Bild kommt, die Kanäle ist irgendwie,
sie steht so am Boden, hat so einen Luftballon in der Hand, so am Bunden,
und schaut, dass der Luftballon nicht davon fliegt.
Aber er zieht sich ein bisschen nach oben, sie zieht sich einmal ein bisschen
nach unten und das ist jetzt ein bisschen das Bild, was ich von euch zwar habe. Kommt das ungefähr hin?
Das kommt ungefähr hin, ja. Also das ist so die Hauptdiskussionsthemen mit,
wie viel Risiko wollen wir eingehen, wie viele Experimente wollen wir machen
und dann sind natürlich auch immer so Sachen, die halt,
zum Beispiel haben wir jetzt seit Ende November, gibt es am Naschmarkt eine
neue Markthalle und natürlich, das wurde ausgeschrieben und ich habe mir gedacht,
also die Chance, dass ich am Naschmarkt einen Marktstandel habe,
die will ich mir nicht entgehen lassen.
Wer war schon am Naschmarkt in der neuen Halle? Okay, eins von drei SIG, Ja, okay.
Ist da meine große Karotte aufgefallen?
Okay, ihr geht das dann alle hin und euch soll eine große Karotte dann bitte auffallen.
Dabei habe ich es extra so groß wie irgendwie möglich gemacht,
diese Karotte. Sie ist 2 Meter, ich glaube 30 groß.
Also ungefähr so groß wie du.
Bössere als sie, ja. Nein, aber es war so, dass man am Markt schon,
am Naschmarkt, die Chance kann ich mir eigentlich nicht gelassen.
Wo die Konjunktur einfach gesagt hat, wirtschaftlich geht es sich eigentlich
nicht aus. Dann haben wir natürlich da wieder diskutiert und gestritten,
muss man die Chance jetzt, bewerben Sie dafür? und dann haben wir so gesagt,
okay, wir bewerben uns jetzt einmal, weil wir es auch so kriegen,
so haben wir es gekriegt.
Heißt ja, was du da mal hier erzählst.
Dann ging es natürlich auch der Nächste darum, okay, ich will dort auffallen,
dann habe ich mir gedacht, okay, ich will gerne so eine überdimensionale,
zweibeinige Karotte haben.
Du wolltest auf.
Ja, natürlich, wenn ich einen Ausschlag gestanden habe, dann will ich natürlich auch auffallen.
Dann haben wir uns das angeschaut und dann haben wir draufgeguckt,
dass eine überdimensionale, große Karotte zu machen, die auch den Bauvorschriften
entspricht, aber jetzt leider um die 10.000 Euro kostet.
Die Karotten kostet 500, der Rest, die Normen hat es das kostet.
Man muss ja auch darauf aufpassen, dass dieses Riesending, das hat ja dann über 30, 40 Kilo, sowas,
das muss natürlich auch brandfest sein, das darf natürlich nicht runterfallen
und dahinter schlagen, also es sind ja sehr viele Themen, die du da mitbedenken
musst, wenn du da auffallen willst mit so einer riesigen Karotte,
dann wird das Ding einfach ein bisschen teurer und dann ist halt wieder ein
Diskussionspunkt, okay,
können wir uns jetzt da eine überdimensionale Karotte leisten oder nicht?
Das sind so die Probleme, die du hast im Unternehmer.
Die hat dann wieder auf den Punkt gegangen, mit Kindern muss man mehr Risiko
leisten wirtschaftlich oder eben nicht.
Es kam dann auch dazu, dass die Marktrelle die halt im August aufgemacht werden
sollen. Natürlich, so ein Bau ist natürlich, da verschiebt sich auch was.
Die klassische Bauverzögerung.
Dann wurde es im September verschoben, dann wurde es im Oktober verschoben,
dann Anfang November, dann Ende November.
Das heißt, da ist sehr viel auch Umsatz, der ja eingeplant war,
auch dann wiederum verloren gegangen, weil es noch nicht offen war.
Und das muss ja auch irgendwie abfedern. Das sind dann die ganzen Themen,
wo dann die Konnega sich sehr viel Kopfzerbrechen machen muss.
Wie kann sich das alles einfach auch wirtschaftlich gut mit einem Hut machen?
Man muss Personal planen. Wir sind schon mitten eigentlich im unternehmerischen Eintrachtag.
Wir haben es dann im Juni schon ausgeschrieben, weil wir Personal gebraucht
haben. Den haben wir dann im August eingestellt.
Und was dann eigentlich im August, September, Oktober, November eigentlich Personal
bezahlt haben müssen, dass uns nichts reingebracht hat.
Kannst du noch kreativ sein im Moment?
Es ist ein stetiger Kampf, weil natürlich,
Der Artdirektor in mir ist einen langsamen Toderpilz gestorben die letzten Jahre.
Weil am Anfang natürlich immer noch... Weil einfach weiter, dass alles immer nur perfekt ausschaut.
Da hinten ist Unverschwendet Glasl. Da ist eine Bauchetikette drauf,
eine Deckeletikette drauf und drunter ist auch noch ein Deckel in einem Rotton.
Und natürlich wollte der Artdirektor in mir, dass es einen exakt gleichen Rotton hat.
Hat es nicht, weil die Deckeletikette hat einen leicht helleren Rotton als die
Etikette drunter und der Deckel
drunter hat auch einen leicht anderen Rotton. Es ist eigentlich egal.
Es ist vor allem nicht etwas, dem ich... Es ist dir nicht egal.
Es ist im Art-Drekt, dem ich mir nicht egal gewesen habe, aber es ist einfach
für den Verkauf und so weiter, es ist eigentlich egal.
Weil das sind Nuancen, die wahrscheinlich 99% der Menschen reingefallen.
Das ist jetzt leichte Farbunterschiede und das passt ja trotzdem optisch.
Aber das zu lernen, dass ich da in die Geschäftsführungsrolle reinwachsen muss
und nicht immer nur der Art-Direktor oder der Kreativdirektor das sagen hat,
sondern eigentlich der Geschäftsführer eigentlich mehr sagen hat,
das war schon ein Prozess die letzten zehn Jahre, wo ich viel lernen habe müssen.
Ist es ein notwendiger Prozess?
Ja.
Du kannst dich wirklich Ewigkeiten damit beschäftigen, mit diesen ganzen Designfragen.
Da kannst du so viel Zeit reinstecken in diese ganzen Designfragen.
Wegen Kameras, Equipment, Mikrofone. Ich weiß gar nicht, wo du schon...
Ewigkeiten. Und da musst du einfach dann diese Stränge haben,
dass du sagst, nein, ich akzeptiere jetzt, dass es einfach nur 80 Prozent so
ist, wie ich es gerne hätte.
Und das ist in den meisten Fällen einfach cool enough.
80 Prozent, oder? Wie weiß ich das? Barretto?
Es gibt solche Regeln.
Ja, genau. Genau, genau. Gehen wir nochmal zurück zu eurem Kernthema eigentlich,
oder gehen wir nochmal zurück, starten wir mal in das Thema Lebensmittel,
da geht es ja schon los, wir bezeichnen es Lebensmittelabfälle,
Lebensmittelverluste etc.
Kannst du uns ein bisschen so einen Einblick geben, wie schaut denn da die Situation
aktuell in Österreich aus, wo setzt sie da an, was wird gerettet,
aber ihr habt euch ja für Retten auch als Wort entschieden.
Das war auch eine Diskussion.
Gehen wir noch, ja, okay, schreibe ich mal gleich auf, Retten, Fragezeichen.
Wir sagen einfach immer, wir retten Lebensmittel, weil es einfach in der Kommunikation
sehr einfach verständlich ist.
Tatsächlich ist es, wenn wir von Lebensmitteln retten sprechen,
das heißt, dass wir Lebensmittel, die für den menschlichen Verzehr gedacht sind,
auch für den menschlichen Verzehr nutzen wollen.
Weil vor was rette ich es? Manchmal rette ich es vor Müll, manchmal rette ich
es davor, dass es in eine Biogasanlage kommt, manchmal rette ich es davor,
dass es zur Tierfütterung kommt, manchmal rette ich es davor,
dass es in Kompost kommt.
Aber natürlich im Idealfall wird ein Lebensmittel für menschliche Verzehr gemacht,
für menschliche Verzehr auch genutzt.
Nur das Ganze zu erklären, ist einfach kommunikationstechnisch und marketingtechnisch viel zu viel.
Deswegen simplifiziert, wir retten Lebensmittel. Und das Retten machen wir eben am,
Beginn der Wertschöpfungskette, was auch wieder so ein...
Die Idee von der Kanäle ist schon da vom Ende der Wertschöpfungskette eigentlich, ne?
Ende oder Anfang, wie du das siehst. Also wirklich Lammwirtschaft,
Lebensmittelproduktion, also eigentlich der Beginn der Wertschöpfungskette,
wo es losgeht mit dem Lebensmittel.
Also wir retten ja nicht im Supermarkt, so wie es zum Beispiel Good to Go.
Die retten ja eher im Supermarkt und im Lokal, wo es dort nüberbleibt.
Sondern es gibt in der Kette davor, also wirklich am Feld, bei den Bauern,
bei der Bäuerin, in der Lager und der Logistik, in der Lebensmittelproduktion,
es sind viel mehr Überschüsse, als wie es zum Beispiel im Handel Überschüsse gibt.
Das heißt, es macht eigentlich viel mehr Sinn, dort zu schauen,
was es in Überschüssen gibt.
Das Problem ist, dass du dort nicht meistens dann einfach auch noch,
du musst dann auch durch die Logistik kümmern, du hast oft eine kleinscharschigere Produktion.
Das heißt, du hast einen viel größeren Aufwand, um die Lebensmittel aus der
vorgelagerten Kette zu retten.
Deswegen sind die Produkte dann auch meistens teurer, beziehungsweise gibt es
diese Überschüsse überhaupt.
Also die Überschüsse am Beginn der Kette gibt es deswegen, weil es oft billiger
ist, überproduzieren und wegzuwerfen, als wie irgendwo einen Mangel zu haben,
keinen Puffer zu haben, irgendwo aus den Auslösungen zu haben.
Und umso was zu verlieren im Endeffekt, weil du unterproduziert hast, oder?
Genau. Und deswegen gibt es die ganzen Überschüsse. Und das sind dann meistens
einfach so kleine Mengen, dass es einfach sich nicht mehr wirtschaftlich rentiert,
diese weiterzuverwenden.
Deswegen muss man sehr gut wissen, wo kann ich was wie verwenden,
um es einfach retten zu können.
Und die kleinen Mengen sind dann auch manchmal 1 Tonne, 2 Tonnen,
5 Tonnen, 10 Tonnen, 20 Tonnen.
Wir reden da von kleinen Mengen. Genau. Ja, das sind kleine Mengen.
Das würde somit in Relation zu setzen, warum sie kleine Mengen nicht auszahlen, zu retten. Genau.
Weil Kontrakte, wirklich Getreidekontrakte, sind ja erst ab 50 Tonnen zum Teil und so weiter.
Genau, beziehungsweise große Produzenten, die produzieren teilweise Hunderte
oder Tausende Tonnen pro Jahr.
Und wenn die dann zwei bis fünf Prozent Ausschluss haben, der einfach nicht
ganz genau passt, das sind einfach dann die kleinen Mengen.
Aber wenn man es jetzt absolut betrachtet, sind es viel. In der Produktion sind
es dann wiederum kleine Mengen. Zum Beispiel, wir haben einmal ein österreichisches
Ketchup mit österreichischen Tomaten in Österreich produziert.
Mhm.
Aber es gibt in Österreich nicht einmal die Infrastruktur, dass ich jetzt günstig
in großen Mengen ein Ketchup produzieren lassen kann.
Das heißt, ich bin dann schon ein bisschen in einer kleinschartigen Produktion.
Und dann wird mein Ketchup ein bisschen ein teureres Ketchup.
Und dann steht das österreichische Ketchup mit österreichischen Tomaten halt
neben einem Felix-Ketchup zum Beispiel, wo die Tomaten halt nicht aus Österreich
sind, das sind in viel größerer Mengen produziert.
Und dann ist das Felix-Ketchup billiger als wie mein Ketchup.
Und die Menschen verstehen natürlich
dann nicht, warum es das gerettete österreichische Ketchup teurer ist.
Also ich denke mir, erstens ist es gerettet, muss man billiger sein,
und es ist Österreich, also muss es auch billiger sein.
Nicht verstehen, dass einfach kleinscharschige Produktion, fehlende Infrastruktur
im Land und diese ganzen Themen viel mehr Kosten und Aufwand eigentlich sind.
Und es ist dann einfach billiger, so okay, ich gebe die Tomaten auf den Kompost
und fertig. Also dass ich mich dann darum kümmere, ein Produkt zu trotz machen.
Wie viele Lebensmittelabfälle oder wie schaust du in Österreich aktuell gerade aus?
Also was ist so die gesamte Menge? Hast du da die Zahlen auch ein bisschen im Kopf?
Es ist so grob, wird gerechnet von 288.000 Tonnen pro Jahr, die wir aus Österreich
an Abfällen und Überschüssen und nicht genutzten Lebensmitteln in der vorgelagerten Kette anfallen.
Und von denen können wir aktuell gerade nicht einmal 0,5 Prozent pro Jahr.
Also wir kriegen jährlich Millionen von Kilo angeboten an Überschüssen und können
wirklich nur, glaube ich, ein Zehntel von dem, was das angeboten wird,
überhaupt nicht mehr nutzen.
Ich habe mir das nämlich auch aufgeschrieben, ich habe ein Arbeitsjahr mit Hofer.
Ist das nicht frustrierend auch, nur ausgerechnet, wenn wir jetzt die gesamten
Abfall, auch mit den Haushalten.
Übrigens, wisst ihr, wo die meisten Lebensmittelabfälle in der Wertschöpfungskette anfallen?
Was glaubt ihr? Einfach mal schreien, dass das Mikro das vielleicht auch ein
bisschen hört. Schätzt es mal.
Das ist auch eine Auswahl, oder?
Im privaten Haushalt?
Ja. In welchem Verhältnis ungefähr? Was schätzt du?
Ich würde sagen, 80 Prozent im privaten Haushalt.
Wow, mit dem hätte ich jetzt nicht gerechnet. Jetzt hast du gerade drüber geschaut.
Es ist ungefähr 50, 60 Prozent.
Insgesamt sind es eine Million Tonnen, was pro Jahr in Österreich,
teilweise sogar mehr, aber so Studien teilweise sagen, es muss man sich mal
im wahrsten Sinne des Wortes auf der Zunge zergehen lassen.
Und ihr setzt es aber nicht in den Haushalten an, weil ich vorher gemeint habe,
die Idee von der Cornelia ist ja gekommen bei der Haushaltsmüllanalyse.
Also quasi am Ende der Kette.
Aber dort ist nichts zu retten. Oder ist mit dem Prozess nichts zu retten.
Oder warum habt ihr euch quasi gegen die 500.000 Tonnen bei den Haushalten entschieden
und für die 250, was du gesagt hast, in der vorgelagerten Kette?
Ich glaube, am Ende der Kette, da sind so viele verschiedene Prozesse im Gange
und auch Bewusstseinsbildung notwendig.
Das heißt, da geht es ja von, keine Ahnung, 2 plus 1 Aktionen,
wo du dann dir zu viel mitnimmst, zu große Packungsgrößen.
Also es gibt extrem viele Themen, die du da hinten hast, die du halt jetzt von
der wirtschaftlichen Seite nicht wirklich so angehen kannst.
Während einfach die Überschussmengen ja in der vorgelagerten Kette ja auch erschreckend groß ist einfach auch.
Deswegen war das einfach ziemlich schnell klar. Und begonnen hat es ja wirklich
sehr klein, Scharstieg.
Das war zum Beispiel auch, das war noch in Vereinszeiten, also vor elf, zwölf Jahren.
Wir haben zum Beispiel auch in Schrebergärten in Wien, da gibt es sehr viele
Pensionistinnen, die haben einen Schrebergarten, da sind dann 10 Marillenbäume
in diesem Schrebergarten,
da sind auch 200 Kilo Marillen drauf, die wir natürlich nicht ernten können
und dort haben wir geerntet und dann selbst verkocht.
Also die ersten zwei Jahre haben wir wirklich am Schwendermarkt,
am kleinen Markt standen.
Die ersten 30.000 Einheiten haben wir wirklich auch selbst geerntet.
Selbst produziert.
Also der Schwendermarkt-Markt schon, den es in Nachwürfe gibt.
Das war so unsere Startup-Garage eigentlich mit Büro, Verkaufsraum,
Lager, Produktionsstätte, alles für die ersten eineinhalb, zwei Jahre.
Und du seid wirklich noch in den Gärten, habt selber geerntet und seid dann
wahrscheinlich irgendwann einmal an Grenzen gestoßen vor dem Konzept.
Was waren so die ersten, das ist jetzt schön, aber wenn wir weiter wollen,
skalierend, du wolltest dir wachsen.
Da stellen wir dir jetzt, wo hast du angestanden, bei welchen Problemen?
Du merkst dann ziemlich schnell, dass du zum Beispiel jetzt im Vergleich zu
professionellen Erntehelferinnen viel angstsamer bist. Also wir haben da einmal
einen Fall gehabt, der hat uns einen Bauer aus der Wachau angerufen.
Er hat eine Marillenplantage, die nicht genug bewässert wurde.
Deswegen sind die Marillen ziemlich schrumpelig.
Sie sind von Geschmack her top, aber halt nicht zu verkaufen,
wenn sie so schrumpelig sind. Und wir können gerne ernten kommen.
Und dann haben wir unsere Freundeskreise so ein bisschen durchgefragt,
wer kann mit uns ernten kommen. und dann wirklich dann, ich glaube,
zu sieben oder so auch irgendwie einen Tag ernten durften.
Und wir waren nicht einmal ansatzweise so gut wie seine normalen Erntehelferinnen.
Also die Besten von uns, die wirklich voll Gas gegeben haben beim Ernten,
waren nicht einmal so gut wie die schlechtesten Erntehelferinnen, die er sonst hat.
Und die Erntehelferinnen sind teilweise auch 70, 80-jährige Frauen aus Ungarn
oder sonst irgendwas, die auch schon ein bisschen malter sind,
die einfach viel schneller und viel besser sind im Ganzen.
Und wenn du dann einmal anfängst, es durchzurechnen mit der Geschwindigkeit,
mit der wir da ernten, mit der Geschwindigkeit, mit der wir da produzieren und
dann anschaust, was ist das Produkt dann tatsächlich kosten würde,
dann bist du einfach bei 10 bis 15 Euro Brutarmelade-Gläschen und das zahlt
halt dann absolut keiner.
Ich kann mich erinnern, ich war anderthalb Jahre bei einem sozialökonomischen
Betrieb in Wien und wir sind damals und da haben wir so Säfte gemacht,
Gemüsesäfte und wir sind eben ins Machfeld rausgefahren zusammen zu so
Bauern und die haben diese Riesenkisten, diese großen Holz, also Gemüse wird
ja, Wurzelgemüse wird in so großen Holzkisten gelagert und die Halle war 12
Meter hoch und haben uns dort immer so 20 Kilo Karoten geholt oder sowas zum Beispiel.
Und wir haben da nur von den Abfällen gekauft und das waren Kisten,
die sind bis in Himmel, also bis zum Decken von dieser Halle gestanden und das
waren nur die Abfallkisten, die wir es nicht verwenden können,
weil halt so Mausbisserl und solche Sachen drauf waren.
Und ich habe damals schon immer gefragt, wie löst man denn dieses Problem?
Weil wenn du das in so Klarmengen holst, du hast ja gesagt, du fangst an zu
rechnen, dann Arbeitszeit, dann ich bin langsam, noch mehr Arbeitszeit kostet
viel Geld, wenn ich es ökonomisch machen will, dann habe ich noch Logistik und,
und, und, und, und, und. Genau.
Es gibt euch noch, du sitzt da als erfolgreicher Firmenboss,
aber ihr habt das Problem scheinbar irgendwie gelöst, oder?
Also ihr seid da nicht angestanden vor diesem Dilemma und gesagt,
das haben nämlich andere auch schon gehabt, auf das wollte ich mit diesem Safar-Beispiel
hin, sondern euch ist irgendwie, habt ihr dann den...
In dem Fall war das ein Ausstritt vom Heinrich Prokop nach 2 Minuten und 2 Millionen.
Ah, den wollten wir am Anfang.
Genau, weil wir haben ja 2016 quasi gegründet und 2017 hat 2 Minuten und 2 Millionen
bei uns angeklopft, ob wir nicht in die Show kommen wollen.
Und es war auch wieder so, okay, die Chance wollen wir uns nicht entgehen lassen.
Da haben wir da quasi zu Primetime, weil da war die Show auch noch so richtig,
kein Der-Hit, den wir irgendwie gefühlt alle geschaut haben.
Wollten wir uns nicht entgehen lassen, aber da waren wir nur sehr klein.
Und da hat uns der Heinrich Bocklet gesagt, hey, ich misse die Produktion auslagern.
Da wird es nicht fertig, weil vor allem, wenn du so viele verschiedene Produkte
machst, von Amelade über Suppe, über Essigsaueres eingelegtes,
bis Sirup und sonst was, ist ja jedes Produkt wieder eine Wissenschaft für sich,
und das können andere viel besser.
Also da haben wir ja beim Ernten, haben wir ja sehr gut sehen dürfen,
wie andere das besser können.
Natürlich auch die Produktion machen andere besser. Das machen ja mittlerweile
fast alle oder sehr viele ja auch diese White-Label-Produktion oder Lohnabfüllung,
wo du sagst, okay, ich kümmere mich quasi darum,
ich habe diesen Überschuss, ich überlege, was ich machen kann und welche Produzent,
Produzentin mir was daraus machen kann.
Mittlerweile ist alles ausgelagert in der Produktion. Also wir haben mittlerweile
von ganz kleinen ProduzentInnen bis zu den größten Österreichs und auch von
den Nachbarländern einfach von bis.
Das heißt, wenn uns dass ein Bauer anruft und sagt, hey, ich habe.
So und so viel Überschuss.
Dann schauen wir mal, ist das jetzt ein kleiner Überschuss aus Österreich für
ein Unverschwendet Produkt, wo ich einfach ein paar Tausend Einheiten mache?
Oder ist das ein großer Überschuss für ein Hofer Rettenzeit-Produkt,
wo ich vielleicht auch Hunderttausende oder Millionen von Einheiten draus machen kann?
Je nachdem schauen wir dann, wo und was kann ich draus machen?
So wie ich das jetzt verstanden habe, habt ihr ja keine Investoren bekommen
bei zwei Minuten, zwei Millionen.
Habt ihr dann trotzdem irgendeinen Unterschied gemerkt an den Aufträgen oder
so? weil ich schätze, der Bekanntheitsgrad wird sich ja schon vergrößert haben.
Andererseits war es natürlich cool, dass uns der Heinrich Prokop und der Leo
Hillinger begleitet haben und
uns ein bisschen Feedback gegeben und so Mentoring-Sessions gemacht haben.
Das war schon mal sehr cool. Was auch cool war, damals ist Rewe Billa im Hinterzimmer
gesessen, bei zwei Minuten Samion.
Im Hinterzimmer?
Ja, die haben da so dieses Startup-Ticket gegeben von Billa, glaube ich war das.
Das heißt, die haben beim Tredisch schon mitgekriegt und haben gesagt,
hey, wir hätten das gerne in einer Merkur-Filiale damals noch,
also Billa Plus-Filiale jetzt.
Und das war ja dann auch der Startschuss für, wir verkaufen unsere Produkte an Rewe.
Also da war schon nochmal der erste Schritt in Professionalisierung auch und
auch das erste Mal mit einem Konzern eigentlich, mit Rewe Biller zusammenzuarbeiten,
was natürlich uns auch sehr viel beigebracht hat.
Also da waren wir nur komplett schlecht aufgeschüttet. Für z.B.
Unsere Produkte haben damals noch nicht mehr einen ERN-Code,
also einen Strichcode drauf gehabt.
Das heißt, du hast es ja noch nicht mal verkaufen können.
Also du hast wirklich noch so ein bisschen Marktprodukten, so quasi einer direkt vom Markt dann noch.
Das heißt, da haben wir z.B. auch, wie man diese Chance kriegt,
haben wir dann quasi unten einfach einen Strichcode-Picker noch draufgepiekt auf die Produkte.
Das war einfach ein Strichcode. damit die das bei der Kasse einfach scannen können auch noch.
Und da haben wir zum Beispiel den ersten Schritt auch in der Zusammenarbeit
mit Supermarktketten einfach auch machen dürfen.
Also das war schon auch andererseits der A-Schritt von Heinrich Prokop,
andererseits aber auch dieses Chance kriegen, durch die Zusammenarbeit mit Bildern
zusammenzuarbeiten und eben auch dieses Beginnen, die Produktion auszulagern.
Das waren einfach schon sehr große Professionalisierungsschritte,
die wir da gemacht haben.
Also ihr arbeitet nicht nur mit Hofer zusammen, sondern auch mit Rewe in dem Fall? Genau.
Der Unterschied ist ein bisschen der bei Rewe Biller sind unsere Eigenmarkenprodukte,
die Unverschwendeprodukte.
Und rettenswert ist ein Kooperationsprodukt mit Hofer gemeinsam,
dass es eine Hofer-Eigenmarke ist.
Das habe ich gar nicht schnell in der Vorbereitung.
Wir haben eigentlich zwei verschiedene Marken. Da war es ein bisschen der Gedanke,
dass Hofer sich dadurch entwickelt hat, dass Hofer bei uns angeklopft hat,
mit sie hätten gerne ein Unverschwendeprodukt als Aktionsprodukt.
Dann haben wir zu einer gesagt, Hauptsinn, du musst das irgendwie was Größeres gemeinsam machen.
Jetzt haben sie auch schon, gibt es mit Beruf auch in der vorgelagerten Kette
irgendwo Überschüsse und haben dann so wirklich ein gemeinsames Projekt draus
gemacht und eine hohe Eigenmarke ins Leben gerufen, um dort zu schauen,
ob wir einfach mit größeren Mengen auch billiger werden können.
Natürlich, ich bin da Unverschwendet, sehr oft das Thema, habe ich kleine Mengen
Überschüssen, kleinscharschig produziert, teurerer Preis, würde diese Problematik
verstehen, dass die Kundinnen, dass ein gerettetes Produkt teurer ist, weil sie meistens...
Also Feinkost mit Ab... Die Feinkostpreise
mit... Ihr müsst ja diesen Abfallbegriff irgendwie loswerden.
Erstens steht dann auch dieses, wie kann ich das verkaufen, wenn es gerettet
ist, dass dann die Menschen nicht glauben müssen, dass es billiger sein muss.
Und das ging in der Feinkost, geht das? Aber ich muss da billiger werden und
Hofer ist ja der beste Partner eigentlich dafür, dass ich es auch groß machen, billiger machen.
Also das ist ja so vollkommen in einer Preisenqualität, das ist ja vollkommen in einer DNA.
Das ist eigentlich super spannend, wenn man sagt, hey, wir kriegen ja manchmal
auch diese großen Mengen von 10, 20, 50 Tonnen Überschüssen angeboten.
Da können wir ja wirklich coole Mengen an Produkten machen. Auf Wiedersehen.
Aber das heißt, dieses 2 Minuten mit 2 Millionen war, obwohl es im ersten Moment
so negativ war, weil kein Investment war.
Seid ihr hingegangen mit, wir wollen ein Investment? Oder seid ihr einfach hingegangen?
Offen für alles.
War aber ein Wendepunkt ein bisschen. Mit dritten Arsch ein bisschen.
Und vor allem auch das Zusammenarbeiten mit Reven Biller hat uns auch geholfen,
zu verstehen, wie arbeiten wir mit einem Konzern zusammen?
Die verschiedenen Einkaufsabteilungen, die es da gibt, was du bedenken musst
bei der Preisgestaltung.
Also sehr viele Themen, die wir quasi dann lernen haben dürfen eigentlich,
wie arbeite ich mit einem Konzern zusammen.
Ja, wenn man dann sozusagen die Produktion skaliert und so, das ist ein riesen
Verwaltungsaufwand, da braucht man dann auch Mitarbeiter.
Das heißt, du bist ja auch Chef. Wir haben vorher geschaut, das haben wir ungefähr
20 Mitarbeiter durchschnittlich.
Wie ist es jetzt auf einmal, Chef zu sein?
Das ist ähnlich wie mit dem Tod vom Art Director vorher. Man kümmert sich viel
weniger um die Produkte an sich, sondern man muss einfach dann viel mehr darum
schauen, dass es allen im Team halt auch gut geht.
Also da kommen dann ganz andere Themen wie, wie gestalte ich einen Prozess,
einen HR-Prozess gut? Wie gestalte ich Ausschreibungen gut?
Dann haben wir zum Beispiel die ersten Jahre, haben noch die Teammitglieder
ihre eigenen privaten Laptops verwendet und irgendwann kommst du mal drauf,
okay, das macht jetzt nicht so viel Sinn eigentlich, beziehungsweise nicht ideal.
Und dann musst du sagen, okay, jetzt braucht ich die IT-Abteilung.
Scheiße, du brauchst ja Fabrik.
So gut ist uns wirtschaftlich noch nicht gegangen. Dann haben wir gedacht,
okay, passt, ich kenne mir ein bisschen mit IT aus.
Nächster Hut für mich. Ich bin jetzt auch die IT-Abteilung. Dann kümmere ich
mich darum, dass wir einfach jetzt quasi Laptops kaufen, dass ihr Budget dafür braucht.
Dann haben wir mit der Konie wieder reden müssen, wie viel Budget für Laptop-Beschaffungen.
Also bist du zu jeder ums Budget gegangen?
Genau, weil da habe ich gesagt, wir brauchen das, wir brauchen jetzt,
dass wir außerdem nicht mehr unsere privaten Google-Accounts nutzen,
sondern dass wir wirklich einen Google-Workspace nutzen, dass wir einfach die
Daten mit dem privaten Google-Accounts herumgoogeln.
Also dann sehr viele Themen, die was dann da hergekommen sind,
die man einfach den Schritt für Schritt angehen muss. Immer mit diesem Gedanken,
okay, wie viele Ressourcen habe ich dafür überhaupt noch?
Und wie viel geht sich davon jetzt aus? Und muss ich selbst machen?
Kann ich auf dem Team machen? Wie teilt das auf?
Darf ich aus eigener Leidensgeschichte zwischen Fragen? Jetzt sind wir ganz
woanders, aber wie trifft man diese Entscheidungen dann?
Also das ist ja so, das sind ja alles für sich genommen Rabbitfalls.
Wenn du das nie gemacht hast, Organisationsstruktur, Workspace-Accounts oder solche Sachen, IT, wie
Weiß ich dann, jetzt ist es gut, das passt, das mache ich jetzt oder macht man
das einfach? Wie habt ihr das da gemacht?
Die IT-Geschichte zum Beispiel, da war der Auslöser der, dass wir gemerkt haben,
das Geschäft mit unverschämter Feinkost funktioniert immer besser und besser.
Da waren wir gerade vier, fünf Leute oder so. Und dann haben wir gesagt,
okay, jetzt machen wir uns eine Vertriebsabteilung und stellen drei Leute in
den Vertrieb dazu ein, also dass wir dann insgesamt so ein Vertriebs-Team von vier Menschen haben.
Und da haben wir gedacht, okay, ich habe schon immer gehört,
dass Vertriebsabteilungen sind, wo sehr viel Rotation ist.
Und dann haben wir gedacht, okay, das hat man ziemlich viel Kopf weggemacht,
der Gedanke, dass dann sehr viele Daten in irgendwelchen privaten Google-Accounts
rumkulern von Menschen, die uns vielleicht nur halb ein Jahr oder so begleiten.
Und das war dann der Punkt, okay, jetzt müssen wir das professionalisieren.
Also da war wirklich dieser Punkt von, okay, wir machen jetzt eine Vertriebsabteilung.
Das geht sich jetzt nicht mehr aus, dass das mit den privaten Laptops und den
privaten Google-Accounts gemacht wird. Wir brauchen jetzt eine Professionalisierung.
Der Schmerzpunkt war groß genug, oder?
Genau, der Schmerzpunkt war groß genug und das müssen wir jetzt professionalisieren.
Okay. Jetzt fange ich das Gespräch wieder ein bisschen ein. Wir sind schon wieder
im Unternehmerischen, aber es ist eh gut, wir sind auf der WU.
Aber ich will nicht noch mal zu den Lebensmittelabfällen beziehungsweise Lebensmittelverluste gehen.
Was ist von dem, was du jetzt in Österreich, was du über die letzten Jahre erklärt
hast, welche Lebensmittel sind eigentlich am leichtesten, am schwersten zum Retten?
Wovon rettet ihr am meisten? Wie funktioniert das und wie schaut das ein bisschen aus?
Es ist bei jedem Überschuss dann eigentlich eine wirtschaftliche Frage.
Kann ich daraus ein Produkt machen, das ich verkaufen kann.
Und da sind natürlich mit, was ist das für eine Art von Produkt,
aber sehr viel auch die Themen vom Preis.
Also bevor ich das Ketchup-Beispiel bräuchte, wir haben extrem viele Tomatenüberschüsse,
die uns angeboten werden.
Und ich muss ja schauen, was kann ich daraus für Produkte machen,
die ich verkaufen kann. Wir haben zum Beispiel bei Umfang eine Tomatenbrustkette.
Und eine Tomatenbrustkette ist etwas, was ich ein bisschen höherpreisig verkaufen
kann, weil es einfach ein Feinkostprodukt ist, das hochwertiger wahrgenommen
wird im Vergleich zu einem Ketchup.
Auch wenn jetzt bei der Produktion vielleicht gar nicht so viele Unterschiede
werden, der Preis von den Zutaten und so weiter, aber es ist einfach ein,
wie wird es auch wahrgenommen und wie kann ich es positionieren,
geht sich das aus und Ketchup geht sich nicht aus.
Bruschetta geht sich aus.
Und das ist auch so, wir haben ja auch, auch da habe ich viel lernen dürfen, um es schön zu sagen.
Das ist so ein schmerzverziertes Lächeln, der freut ein bisschen.
Am Anfang war es einfach wirklich so, okay, ich will Produkte machen,
die so geil wie möglich schmecken und da haben wir, da habe ich auch meinen
externen Koch gehabt, den Titian,
der dann so, glaube ich, zehn verschiedene geile Chutneys gemacht hat,
so rote Rübe, Wasabi, Whisky, Chutney, Also wirklich so ausgefallene Geschichten,
die richtig geil geschmeckt haben,
wo wir dann lernen haben dürfen, okay, wenn das Produkt zu kompliziert ist und
das keiner kauft, dann macht es das Leben eigentlich nur schwer.
Also erstens, weil die meisten Leute wissen nicht mehr, was sie mit einem Chutney
machen sollen. Also da fängt es schon mal an.
Dann wollen vielleicht manche Menschen einfach einen Schatten her schenken,
weil es einfach schön ist, einen Schatten herzuschenken. Das ist ein besonderes Produkt.
Ich würde sagen, Schatten ist also das Produkt, das jeder hergeschenkt hat und
die wenigsten irgendwie selber schon mal gegessen haben, oder?
Und dann kommst du darauf, okay, du brauchst keine zehn Schatten,
sondern du brauchst eins oder zwei vielleicht, wenn du das in einem Produkt halt immer drin hast.
Und dann bist du eigentlich schon limitiert mit, okay, wie ausgefallen darf das sein?
Rote Rübe, Wasabi, Whisky ist dazu ausgefallen. Also besser eher,
am liebsten war wahrscheinlich die Kundin ein Mango-Chattney,
weil das kennt man nur am ehesten vom Inder oder so irgendwo.
Mango, ich habe jetzt natürlich keinen österreichischen Überschuss,
also war es vielleicht eher ein süßes Chutney wie Marillen-Chutney oder ein
Apfel-Thymian-Chutney.
So in die Richtung und dann bin ich da eigentlich fertig mit der Chutney-Richtung.
Und dann weiß ich, okay, Chutneys pro Jahr verkaufe ich so und so viel und dann
kann ich ja sagen, okay, so und so viel Überschüsse kann ich dafür eigentlich retten.
Und die müssen natürlich aber auch so noch günstig genug sein.
Das ist natürlich auch von landwirtschaftlichem Betrieb zu landwirtschaftlichem
Betrieb unterschiedlich ist. Was wollen die dafür, dass die dir das jetzt geben?
Bei manchen ist es so, die sortieren sowieso schon aus, und dann ist es irgendwo
in der Kiste, man kann es einfach abholen und dann ist es für den Bauer oder
die Bauerin quasi sehr wenig mehr Aufwand und dann kann man das mit einem sehr
kleinen Kostenaufwand machen.
Manchmal muss man einen externen Sortieraufwand machen, manchmal muss man auch
eine Nachernte bezahlen.
Eine was?
Nachernte.
Eine Nachernte, okay.
Ja, zum Beispiel Kürbisernte ist die Haupternte und dann wird einfach alles
geerntet und dann gibt es natürlich ein paar eher Kürbisse, die noch nicht reif
waren, die bleiben dann am Feld über.
Das ist natürlich eine ineffizientere Ernte, weil das ist einfach da ein Kürbis
und drei Meter weiter ist der nächste Kürbis und da drüben ist der nächste Kürbis.
Mehr Meter pro Kürbis.
Genau, dass es immer eine teure Ernte ist. Das heißt, ihr habt dann,
Der gerettete Kürbis in dem Fall ist dann sogar fast ein bisschen teurer als
der nicht gerettete Kürbis.
Aber wenn der Bauer sagt, okay, ich zahle für einen Unkostenbeitrag von den
Erntehelferinnen, ernte mir das ab, dann haben wir das auch noch gerettet.
Und dann muss ich natürlich schauen, geht das wirtschaftlich aus?
Kann ich dann mit dem, was das dem Bauer kostet, was er einfach dafür verlangt,
aus, dass ich dann ein wirtschaftliches Produkt draus mache,
das einfach nicht zu teuer wird.
Okay, das heißt, ihr rettet jetzt dann nicht unbedingt dort,
wo am meisten anfallt, sondern ihr müsst euch da auch noch...
Schauen, wo kann ich was draus machen, die sie wirtschaftlich eigentlich weiterverkaufen.
Wenn man sich anschaut, die Top 3 der Verlustkulturen, habe ich mir rausgesucht.
Erdäpfel mit weiten Abstand. Erdäpfel, 76.000 Tonnen im Jahr,
die einfach in den Verlust gehen.
Das ist eine Boku-Studie von der Gudrun Oberständer, von der es ja auch den
Podcast in den Shownotes gibt.
Dann Zwiebeln mit 23 Tonnen, Karotten mit 17 Tonnen.
Zwiebeln.
Das heißt, da kann man nicht sagen, da gibt es am meisten, von denen mache ich
jetzt was, da setze ich was um, sondern man muss sich das einfach total nach dem Markt errichten.
Genau, weil da komme ich wieder zu dem anderen Thema, mit dem das Retten der
Vogelagerten-Kette einfach teurer ist, weil viele Menschen haben ja diesen Irrglauben,
warum spendet der Bauer die Bauern, das ist ja nicht einfach eine soziale Einrichtung und so weiter.
Aber man muss ja immer bedenken, die haben ja auch Kosten damit.
Also das muss dann trotzdem gereinigt werden, in Kisten abgepackt werden,
in Haushaltsmengen abgepackt werden vielleicht sogar, es muss Logistik dafür
gemacht werden. Also man hat ja sehr viele Kosten und trotzdem damit.
Nur weil jetzt im Burgenland die Bäuerin sagt, hey, ich habe 30 Tonnen Kürbisüberschüssen,
bringt das ja den meisten sozialen Einrichtungen in Wien nichts,
weil die ja auch nicht die Logistik und die Infrastruktur haben, um das abzuholen.
Und auch dazu, wenn, dann wollen sie es ja nicht in einer großen Eintonnen-Kiste,
wo nur Erde und sonst noch was drin ist, sondern die wollen es ja am liebsten
ja auch in einer kompakteren Kiste, die ich dann an Abnussbetroffene weitergeben kann.
Und diese Kosten, die muss man halt auch einfach irgendwie erzahlen.
Und das kann einfach nicht die Aufgabe der Bauern und Bäuerinnen sein,
dass die diese Kosten dann auch noch...
Das ist noch hinvoll, quasi die Logistik übernehmen, das noch ausführen und so.
Und bei den Karotten hast du das Beispiel, dass die das ja auch zum Beispiel
an die Tierfutter-Nutzung weiter vermitteln können.
Das heißt, der Bauer oder die Bäuerin kriegt dann ein paar Cent dafür,
dass es einfach unsortiert an Tierfutter weitergibt.
Wäre natürlich auch da besser, dass man die Karotten für den menschlichen Verzehr
nutzt, aber dann muss ich es aussortieren und dann muss ich es vielleicht auch
noch reinigen und so haben es sonst noch Prozesse.
Das heißt, die haben dann eigentlich mehr Kosten als Bauer oder als Bäuerin.
Und diese Mehrkosten musst du nicht auch wiederum mehr zahlen.
Und dann bin ich wieder bei einem Karottenpreis, wo ich schauen muss,
bringt mir das was oder nicht.
Und kauft das Glas, wenn es verarbeitet, dann irgendwer noch im Handel oder
bleibt dann erst wieder stehen und wird quasi ausgerettet und das Ding wieder abfallen.
Genau.
Du hast ja immer zuhört, ihr schaut ja immer, wo gerade was möglich ist,
auch wirtschaftlich, aber eben zum Beispiel mit Hofer oder generell habt ihr
eine fixe Produktpalette.
Wie funktioniert das? Weil bei Hofer, da braucht man doch Mengen.
Ich glaube, bei einem Eigenmarkt ist das nur ein bisschen leichter und sagt,
okay, das Produkt ist jetzt vielleicht aus und jetzt haben wir die Sonderedition dafür das.
Aber wie funktioniert das bei Hofer, dass man sagt, da steht jetzt das Granola,
wenn wir jetzt doch vielleicht keine Nüsse haben, was tue ich dann?
Bei Hofer sind wir gerade noch größtenteils im Aktionsartikelbereich.
Das heißt, bei Hofer gibt es grundsätzlich drei verschiedene Kategorien.
Es gibt Aktionsartikel, Saisonartikel und Sortimentsartikel.
Also Sortimentsartikel sind
welche, die was quasi eigentlich immer verfügbar sein sollten oder sind.
Dann gibt es Saisonartikel, da kannst du so auch mal denken wie Grillsaison
zum Beispiel. Da gibt es natürlich eine Grillsaison, gibt es dann die ganzen
Barbecue-Soßen und diese ganzen Geschichten.
Und dann gibt es noch Aktionsartikel. Und Aktionsartikel sind immer ein,
es wird quasi einmal produziert, in den Markt geliefert und dann ist es aus.
Und die meisten retten das Produktaktivale, sind noch Aktionsartikel,
die natürlich wiederholt werden, wenn sich das Produkt gut verkauft hat und
es den Überschuss auch wieder gibt.
Das heißt, da habe ich ein ganz gutes System eigentlich, wenn ich merke,
okay, ich habe einen Überschuss, kann ich mit dem Hof reden,
hey, hat sich das Produkt cool verkauft? Ja, hat sich, passt,
können wir weiter retten, können wir wieder eine Eaktion machen damit.
Und manche Produkte, von denen gibt es bei den Überschüssen ja auch regelmäßige
Überschüsse. Zum Beispiel jetzt diese Nussüberschüsse.
Das ist in Deutschland eine Produktionsstätte, die Nusskries in einer gewissen Größe herstellt.
Das heißt, der Nusskries, den du zum Beispiel dann dir kaufst als Topping für
ein Eis oder so, wo die Nusskörnchen zwischen, ich sage jetzt,
irgendwas ein und drei Millimeter groß sein müssen und alle Körnchen,
die was kleiner als einen Millimeter oder größer als drei Millimeter sind, werden aussortiert.
Und das ist ein Prozess der laufend ist, dass es dann einen Seitenstrom eigentlich,
den ich nutzen kann, wo ich theoretisch eigentlich laufend Überschüsse hätte.
Oder wir machen zum Beispiel auch einen Gin aus Mannerwaffelbrösel und das ist
ja auch so bei einer Mannerwaffelproduktion, das kann man sich eben so vorstellen,
wie wenn man einem Waffeleisen Teig reingibt und zumacht, seitlich geht ein bisschen was raus.
Das gibt es ja auch laufend. Also das ist ja auch ein Überschuss,
der laufend anfällt, wo ich sage, okay, ich habe da einen Überschuss,
wo ich aus diesem Seitenstrom auch quasi kontinuierlich eigentlich Produkte machen könnte.
Das heißt, bei Überschüssen habe ich sowohl punktuelle Geschichten,
ich habe aber auch Sachen, die wiederkehrend sind oder wo ich einfach so viele
Überschüsse habe, dass ich einfach quasi eigentlich ihr Laufendes beliefern könnte.
Okay, okay.
Habe ich beantwortet? Nein, nein, was ich mir vor so aufstellen habe,
du hast im Prinzip so ein Problem, entweder du hast wenig, weniger Anfälle,
Anfälle, wenig Verluste oder so, kleinere Mengen, und schaffst nicht,
dass du diese kleinen Mengen in diese großen Prozesse, standardisierten Produktionsprozesse
reinbringst, oder du hast ganz große Mengen,
mit den Sozialbetrieben,
dass du diese großen Mengen einfach in die kleineren Strukturen
umlagern kannst, weil die Logistikkosten von der Verteilung entsprechend hoch sind.
Theoretisch geht beides, aber es ist immer dann eine Kostenfrage.
Wenn ich sage, ich will zum Beispiel eine Großproduktion machen,
aber nur gar nicht punktuell überschüttet. Der Bauer hat eine Tonne und die Bauer hat eine Tonne.
Die muss zusammen sammeln und zusammen lagern. Wir haben Logistikzahlen,
damit ich eine große Produktion machen kann.
Dann bin ich schnell wieder bei der Thematik, dass es nicht zu viel kostet und
deswegen nicht wirtschaftlich funktioniert.
Aber wie habt ihr das jetzt gelöst?
Wie habt ihr dieses Logistikproblem jetzt gelöst?
Es ist einfach wirklich von Überschuss zu Überschuss und Produkt zu Produkt
ist es eine eigene Wissensdatenbank, die wir jetzt eigentlich haben,
wo wir sagen können, okay, das geht sich aus oder das geht sich nicht aus.
Also das ist so das Know-how, das wir uns in den letzten zehn Jahren aufgebaut
haben, dass wir einfach wissen, okay, mit dem Überschuss könnte ich das,
das, das und das machen und dann schaue ich mir diese Wege jeweils an.
Ah, okay, jetzt langsam verstehe ich das.
Es gibt immer dieses Problem, der Überschuss muss zum Produzenten passen,
muss zum Produkt passen, oder?
Gerade der Überschuss muss zu einem funktionierenden Produkt passen.
Grundsätzlich vom Gedanken her, man muss dieses Logistikproblem,
wie schafft man jetzt, dass man die Logistik vom Verlust zum Produzenten und
wie schafft man es mit den Arbeitskosten? Wie bringe ich dir ein Produkt unter?
Und jetzt haben wir nicht gesagt, wir lösen quasi das Ding an sich,
das Logistikproblem, sondern es gibt ein Verlustprodukt im Endeffekt,
was mir anfällt und dazu gibt es ein passendes Produkt mit der passenden Produktionsstruktur
und ich habe es diese Dinge dann quasi zueinander geführt.
Das können sehr naheliegende Geschichten sein, wie zum Beispiel ein,
Gurkerlproduzent, der halt einfach manchmal die Thematik hat,
dass einfach halt die Gurkerl, die können manchmal, wenn das Wetter passt oder
eben nicht passt, zu schnell wachsen.
Und dann passen sie halt nicht für die Produkte, die der Supermarkt hat bestellt,
mit den normalen Gurkerl im Glas.
Und mit dem haben wir uns jetzt angeschaut, dass man einfach dann die Gurkerl
einfach schneit, dass man einfach Gurkenhappen draus macht, also ein neues Produkt
draus macht, falls die Gurkerl wieder mal zu schnell groß werden.
Das heißt, da bin ich auch sehr nahe dran und sage, okay, da habe ich eh schon
etablierte Strukturen und wenn dann wieder mal die Gurkerl zu schnell wachsen,
dann kann ich da wieder Gurkenhappen draus machen und so.
Manchmal ist es eben wirklich, ich muss schauen, habe ich da die passende Logistikstruktur
dafür, dass ich da was draus machen kann.
Ja, meine Frage, werfet den Würfel und tut euch nicht weh. Sehr schön.
Ich wollte noch fragen, ihr rettet ja zum jetzigen Zeitpunkt nur pflanzliche
Produkte, soweit ich weiß.
Soll sich das in der Zukunft ändern? Wollt ihr auch tierische Produkte retten
oder ist es regulatorisch nicht möglich?
Ist es zu aufwendig oder gibt es da einfach viel weniger Food Waste,
weil die Produkte tendenziell auch viel teurer sind?
Ich muss kurz selber überlegen, ob man nur pflanzlich retten kann.
Ich glaube, momentan ja noch.
Gute Beobachtung. Ah ja, schau.
Beziehungsweise nein, eigentlich nicht mehr nur pflanzlich. Um die Frage,
kurze Beantworten, wir haben vorerst mal alles retten wollen.
Also es gibt ja auch bei nicht pflanzlichen Produkten, bei tierischen Produkten
gibt es auch sehr viele Überschüsse.
Also von Ei- und Milchüberschüssen bis hin zu Fleischüberschüssen,
wo dann ganz andere Themen fällt, dass sich wieder auftun.
Und das ist von Rakettkäs-Überschüsse nach der Weihnachtssaison,
weil natürlich alle heute gut Rakettkäs produzieren wollen, weil Leute alle
das brauchen und dann ist es noch ein Überschuss, bis hin zur Würstchenproduktion,
wo manche Würstchen zu lang werden bei der Produktion,
bis hin zur Sandwichproduktion, wo halt auch eine Wurst und eine Käse drinnen
ist und natürlich das Anfangsstück und das Endstück halt immer auch anfallen
und daraus was gemacht werden kann.
Also es gibt extrem viele Geschichten, die man sich auch alle anschauen will.
Aber natürlich, die ja dann auch größere Herausforderungen mit sich bringen
und wieder ganz andere Herausforderungen mit sich bringen.
Und wir haben zum Beispiel schon mal eine Müsli gemacht mit Schokokornflex-Geretteten.
Schokokornflex?
Und da war es so, eine Kornflex-Produktion in Deutschland und bei jeder Produktionsrunde
hat die so 10 bis 20 Tonnen zu kleine Kornflex.
In der Cornflakespackung will man ja nicht unten die ganzen Brösel haben.
Das heißt, die haben im Produktionsprozess ein Sieb, sodass die zu kleinen Cornflakes aussortiert werden.
Und pro Produktionsrunde sind das 10 bis 20 Tonnen zu kleine Cornflakes.
Und die haben schokolierte Cornflakes gehabt.
Und wir haben die
Zu kleinen schokolierten Cornflakes in den Müsli gemischt. Das heißt,
da haben wir eigentlich mit der Milch in der Schokolade von den schokolierten
Cornflakes auch schon tierische Produkte gerettet.
Du als Unternehmer, wie viel arbeitest du? Wie viele Stunden am Tag würdest du sagen, arbeitest du?
Dann gehst du auch mal in den Krankenstand, weil es ist nämlich mit Gipsheit da.
Das macht das Leben schwieriger, weil ohne zwei Wochen drei bis vier Stunden im Krankenhaus.
Es sind schon meistens 50 bis 60 Stunden Wochen. Wir schauen eigentlich,
dass wir uns unsere Wochenenden eigentlich immer frei halten.
Immer schon oder gelernt? Immer schon, okay.
Also, in meinen vorigen Jobs hat es dann sich auch, also es gibt auch jetzt
auch Wochenendgeschichten, aber wir versuchen, dass wir uns ein bisschen Freizeit
behalten, indem wir sagen, okay, Samstag, Sonntag, Sonntag, Wochen sind frei.
Lass sich natürlich auch nicht immer verhindern. Unter der Woche natürlich dann
einfach gerne Vollgas geben.
Ist natürlich auch ein bisschen phasenweise. Manchmal gibt es Phasen,
wo halt wieder Märzstunde für das Spät gerade, wo einfach gerade sehr viele
Themen wieder offen sind, wo es dann wieder halt Montag bis Freitag...
Weihnachtsgeschäft, ne?
Weihnachtsgeschäft, also die ganzen Geschichten. Dann gibt es wieder Phasen,
wo es dann auch mal wirklich auch 40 Stunden oder 30 bis 60 Stunden nach sind.
Das sind eher kürzere Phasen meistens, die aber auch wichtig sind.
Also es ist schon wichtig, dass man darauf achtet, dass es einem gut geht dabei.
Also es ist schon etwas, was man nicht übersehen darf, dass es dann eh einem,
das Leben einem Deckel gibt, weil wenn man dann mehrere Monate durchgehen,
60, 70 Stunden arbeitet und man merkt, man bekommt an seinen Grenzen,
dann muss man eh irgendwas streichen.
Woran merkt man, wenn es einem nicht gut geht?
Das merkst du schon. Das ist ja so ein schleichender Prozess wieder,
oder? So wie der Kreativdirektor langsam gestorben ist, schleicht sich doch
dieses Schlechtgehen und dieses Überlastetsein doch auch langsam ein, oder?
Voll.
Das ist dann natürlich gut, dass ich mit der Cornelia und meiner Schwestern
einen Sparing-Partner habe und ich habe nicht mehr merkt, hey,
das ist jetzt gerade zu macho, das geht nicht raus.
Du bist in der Ladung.
Also generell auch da MentorInnen zu haben oder auch, sei es jetzt enge FreundInnen
oder wen auch immer, mit denen man einfach reden kann,
wo man das auch noch zurückspiegelt kriegt mit, hey, jetzt vielleicht ein bisschen
allauf am Gas oder einfach runterreduzieren von Sachen oder was auch immer und
dann einfach auch vielleicht plötzlich überlegen, okay, muss ich wirklich alles
gerade machen oder muss ich irgendwo streichen zum Beispiel.
Sehr oft merkst du es auf E-Service, wenn es zu viel ist. Wir haben am Anfang
vor zehn Jahren gedacht, wir machen sofort alles.
Wir machen Feinkussprodukte, wir machen Produkte für die reite Masse,
wir machen eine Plattform für Überschüsse für die Gastro, wir machen Bewusstseinsbildung,
wir sind politisch aktiv, wir machen eine KI, damit man die Überschüsse besser prognostizieren kann.
Wir sind eine KI-eigene.
Und dann hast du einfach ziemlich gemerkt, das ist einfach viel zu viel.
Jedes dieser Dinge eine eigene Wissenschaft für sich ist und dann haben wir
gesagt, okay, wir müssen jetzt streichen. Wir müssen uns jetzt auf das fokussieren,
was jetzt einmal gut funktioniert, was Geld bringt. Das war dann damals eben wirklich die Feinkost.
Wir haben gemerkt, das ist dann mal das Erste, wo wir einfach auch Umsatz machen
und das einfach Geld bringt. Und dann haben wir einmal alles andere gestrichen.
Entschuldigung, also da jetzt zwischendurch, es betrifft mich,
das ist halt meine Podcast, ich muss mir meine Fragen auch mal stellen.
Ich habe die im Ding, weil es mich auch betrifft und weil es wahrscheinlich
alle Menschen, viele von uns irgendwann einmal betreffen, das ist dieses klassische
Kill Your Darlings Thema oder so.
Wie macht man das? Also wie trennt man sich von Dingen?
Also ich merke es bei mir als Beispiel, ich bin so gut im Rechtfertigen,
warum ich den Darling jetzt nicht sein lasse und mich auf etwas anderes fokussiere.
Wie schafft man das? Oder wie habt ihr es ihr geschafft?
Das sind die strategische und wirtschaftliche Perspektive sehr wichtig drauf.
Und in dem Fall war es natürlich dann die wirtschaftliche Perspektive drauf,
weil wenn du halt sieben verschiedene Sachen machen willst, dann merkst du,
okay, dann braucht er dir auch Personal dafür, was man bei diesen sieben Sachen
schützt. Wo nehme ich das Geld dafür her?
Also die Cornelia hatte zwungen, das zu tun einfach, oder?
So könnte man es nicht mehr tun, aber es ist auch die eigene Einsicht,
weil man merkt, okay, InvestorInnen haben wir jetzt keine, kriegt eine Nummer
bei ZD-Sammlungen, wie macht man es jetzt, wenn wir jetzt nicht das Geld haben?
Und dann stößt heraus, okay, von der wirtschaftlichen Betrachtung,
Die Plattform, schwierig, bis die funktioniert.
KI, keine Ahnung, ob das jemals irgendwie uns Geld bringt.
Bewusstseinsbildung, wir uns jetzt auch kein Geld bringen.
Produkte für die breite Masse machen in Millioneneinheiten, das geht sich nicht
aus, also so groß sind wir noch nicht.
Und dann kommt der eigentlich hin und so, okay, dann ist es einfach die Feinkost
und mit der einfach mal zu schauen, wirtschaftlich zu werden,
dass einfach das funktioniert.
Kann man als Unternehmer überhaupt irgendwann so wirklich abschalten?
Oder hat man es immer irgendwann so, ich stelle es mir schon vor,
dass man es jetzt irgendwie immer doch im Hinterkopf hat, auch wenn man jetzt nicht am Arbeiten ist.
Es ging, in den erfolgreichen Zeiten funktioniert es gut.
Ich glaube, ich muss sich einfach generell darauf einstellen,
dass Unternehmen und Tumis einfach immer,
wie der so stereotyp oft gesagt, diese Achterbahn ist und du halt einfach dann
auch in den Zeiten, wo es einfach gut läuft, halt das auch schaffen musst und
bedenken musst, dass du dann einfach ein bisschen zurücknimmst und dir ein bisschen
runtergehst im Gas oder einfach auch dir deine Kraft geholst,
damit du dann ganz wieder runtergehst und das kommt auf jeden Fall einfach auch Kraft aus.
Das kommt fix, gell?
Das ist so eher im Halbjahrestakt, dass ich das einfach von bis ändern kann.
Du hast gesagt, politisch aktiv. Also das war so eine Überlegung.
Macht es das jetzt? Ist es eine neue Idee? Und hat deine Haarfabe was damit zu tun?
Für die Leute, die jetzt nicht auf YouTube das Ganze anschauen,
ein Teil deiner Haare ist grün.
Sagen wir grün.
Muss ein bisschen Audio kommentieren.
Politisch aktiv in dem Sinne von, es gibt zum Beispiel in Österreich noch gar
keinen Standort dafür, was hast du gerettet überhaupt?
Das heißt, da muss ich euch auch überlegen, okay, wo muss ich wie tun,
um gerettet zu einem vielleicht auch Gesetz zu machen, vielleicht zu einer Norm
zu machen, diese ganzen Themen.
Das ist ja nicht nur,
Wir sagen, wir retten und fertig, sondern ich brauche ja irgendwann auch,
wie es zum Beispiel bei Bio ist, also Bio wird ja auch quasi extern geprüft.
Und ich bräuchte ja wahrscheinlich auch irgendwann einmal zu sagen,
okay, auch gerettet hat Standards,
also das haben wir ja schon, aber die dann ja irgendwie extern auch prüfen muss,
damit das einfach auch in der breiten Bevölkerung auch auf Akzeptanz und Vertrauen
stoßt, wenn du gerettet draufstehst, dass es dann einfach etwas heißt und nicht
nur irgendwer sagt, dass es gerettet ist.
Und dafür muss ich einfach auch politisch schauen, okay, wo mache ich das?
Zum Beispiel in Österreich die Ammer mit ihrem Prüfsegel, die da sehr aktiv
ist, die ja da auch staatlich beauftragt ist oder ich weiß gar nicht,
wie das jetzt korrekt auch funktioniert,
Aber es sind einfach auch Themen, die man sich auch anschauen müsste,
wie das dann genau aufgebaut sein kann, beziehungsweise wie das laufen kann.
Das habe ich jetzt als politisch subsummiert.
Einfach auch dieses Bewusstsein in der Politik und bei PolitikerInnen erzeugen,
hey, da gibt es gerettet als Thema und das hat viele Themen und Schwierigkeiten
und das braucht auch ein bisschen Liebe.
Passt das da dazu, oder? Zu dem, oder ist es eigentlich falsch?
Dann warst du vorher da aus... Ja.
Ach.
Ich wollte noch mal kurz zu der Work-Life-Balance zurückkommen.
Und zwar, du arbeitest ja mit deiner Schwester zusammen.
Und wie schafft ihr das sozusagen, das Unternehmerische von dem Familiären zu trennen?
Weil ich könnte mir vorstellen, dass es da schon immer gewisse Differenzen gibt.
Und wenn man sich dann irgendwie am Wochenende beim Familienessen sieht,
dass man dann nicht immer noch sauer ist auf das, was am Freitag eigentlich passiert ist.
Also wie schafft ihr da so eine Balance reinzubringen?
Wir haben generell eine sehr gute Streitkultur entwickelt. Entwickelt?
Entwickelt. Ja, okay.
Wo es auch sein kann, dass wir uns einfach vollkommen zufetzen,
also so richtig, damit wir einfach sehr schnell in die Tiefe von den Problemen reinkommen.
Und dann, wenn wir fertig sind, umarmeln wir uns und sind wieder fertig damit.
Also auch das schaffen wir ganz gut. Und da kann dann das gemeinsame Fahren
zur Familienfeier, kann dann auch eine Autofahrt sein, bei der man einfach Themen
weiter diskutiert und weiter bespricht.
Aber das schaffen wir eigentlich ganz gut, beziehungsweise mittlerweile sind
wir ganz gut darin, dass man da ein,
Themen diskutieren, da kann auch ein Streit sein und danach Hacker drunter und es ruhen lassen.
Oftmals ist es ja auch gut, wenn man irgendwas sehr hitzig diskutiert,
dass man eine Nacht drüber schläft und dann am nächsten Tag nochmal diskutiert
und dieses Bewusstsein dafür mit,
manchmal ist die Diskussion dann nicht mehr auf einer rationalen Ebene,
sondern auf einer emotionalen Ebene und es auch anerkennen, hey,
das war jetzt nicht mehr rational, sondern das war jetzt einfach ein wir wollen
beide Recht haben und streiten deswegen gerade nur und deswegen pausieren wir
das jetzt da und schauen uns das später am nächsten Tag auch nochmal an.
Aber es ist zum Beispiel so, gar noch Funfact, die Bank hat uns gesagt,
dass den Kredit, den sie uns gegeben haben,
am liebsten uns als Geschwistern geben, weil FreundInnen, die gemeinsam gründen
oder auch EhepartnerInnen, die gemeinsam gründen, sich eher trennen als Geschwister.
Genau, Blut ist dicker wie Wasser, wie es heißt, und so Geschwister wirst du nicht so leicht los.
Aber ja, die richtigen Co-FounderInnen, sich zu suchen, mit denen man am besten
auch schon durch dick und dünn gegangen ist oder sich einfach auch überlegt,
kann ich mit dieser Person noch dick und dünke, das ist sicher auch ein wichtiger Part von dem.
Oder sich dann auch bewusst machen, wenn es nicht passen sollte,
dass ich mich dann auch trennen muss und das einfach auch nicht in Länge ziehe.
Wenn ich merke, okay, ich habe da einfach zu wenig Connection oder es funktioniert
einfach nicht in der Zusammenarbeit.
Da guckt man als Geschwister nicht aus, aber das hat natürlich auch einen Vorteil,
weil man natürlich dann auch Sachen mit Einges Härter noch diskutieren kann.
Bei mir war es okay, ich verlasse mich drauf, wir bleiben zusammen.
Ich habe noch eine Follow-up-Frage. Und zwar, wie macht ihr das dann Ganze mit
der Equity von dem Unternehmen?
Ist das sozusagen klar getrennt in einem Vertrag oder ist das mehr auf Vertrauensbasis noch?
Es ist 50-50. Das ist ja generell so.
Das ist so ein Block eigentlich, jeder gleich fühlt.
Genau.
Das ist ja, unsere Firmenkonstruktion ist momentan so, wir haben ja grundsätzlich
dann, ganz am Anfang haben wir das so gelöst, dass die Cornelia sich als Einzelunternehmerin
angemeldet hat und ich war geringfügiger Angestellter.
Das war aber einfach ein...
Echt mit Angestelltenverhältnis, oder?
Genau, aber nicht deswegen, sondern einfach aus finanziellen Gründen,
weil einfach noch nicht das Geld
da war, als für die GmbH-Gründung und für volle Gehälter und so weiter.
Also ich muss auch gestehen, ich war das erste Halbjahr vielleicht noch abends
losgemeldet, damit ich dort noch ein bisschen Geld kriege, damit wir einfach
quasi am Anfang ein bisschen Liquidität eigentlich haben.
Und dann haben wir eigentlich erst die Unverschwendet GmbH gegründet und da
haben wir uns jetzt einfach 50-50 aufgeteilt.
Wenn wir dann mit Hofer angefangen haben, haben wir gesagt, okay,
Für die Zusammenarbeit mit HOFA machen wir eine eigene GmbH,
die rettenswert gerettete Lebensmittel GmbH, die für die Zusammenarbeit mit
HOFA funktioniert, damit einfach
das ganze HOFA-Projekt einfach in einem schlüssigen eigenen Ding ist.
Und damit die beiden GmbHs wiederum Sachen untereinander austauschen können,
haben wir darüber die Gutes aus Geretteten GmbH gegründet, das ist quasi ein
Mini-Holding, wenn man das nennen will, damit einfach die beiden Firmen gut
miteinander arbeiten können.
Das heißt, die Unverschwendet GmbH und die RETTENSWERT - gerettete Lebensmittel GmbH
gehören gerade beide, der Gutes aus Gerettetem GmbH und die Gutes aus Gerettetem GmbH
die gehört zu 50-50 der Cornelia und mir.
Das wächst so mit der Zeit, das braucht einfach diese...
Genau, es ist einfach gut, dass du trotzdem diese Klarheit hast.
Trennung.
Rettenswert und Unverschwendet arbeiten zwar sehr viel zusammen miteinander,
aber es sind ja trotzdem auch sehr unterschiedliche Herangehensweise und Produkte
und Systemen und Prozesse und Systeme. Es gibt ja auch ein eigenes Rettenswertsteam und so weiter.
Das heißt, auch wenn die beiden zum Beispiel Überschüsse untereinander austeilen
und es gut ist, dass sie beide quasi in diesem Konstrukt Sachen austauschen
können, ist es ja trotzdem gut, dass Rettenswert und sich ein eigenes...
Eigene Rechtspersönlichkeit auch dann ist, ne?
Genau, die dann auch den Vertrag mit Hofer zum Beispiel abgeschöpft und diese ganzen Geschichten.
Du hast einen Würfel noch? Ich hätte auch noch eine Frage,
Aber ich kann gerne weitergeben.
Aber nein, ganz eine andere Frage oder passt sie da noch dazu?
Passt zum Teil dazu. Und zwar auch nochmal zu der Unternehmensgründung.
War das bei euch vor allem ideologisch geprägt, dass ihr zu zweit einfach weniger
Lebensmittel verschwendet sehen wolltet oder ist da auch eine gewisse finanzielle
Incentive dahinter und ihr sagt,
ihr wollt es vielleicht auch in
ganz Europa expandieren und damit auch gewissermaßen viel Geld verdienen.
Ich weiß nicht, ob der Reichtum jemals ausbrechen wird bei uns,
aber der Hauptgrund für mich und für uns beide war eigentlich der,
dass es schön ist, etwas zu machen, das Sinn hat.
Also wenn du etwas arbeitest oder wo arbeitest, bei etwas, was in der breiten
Bevölkerung als Sinnhaftigkeit anerkannt wird, ist es etwas,
das einem sehr viel zurückgibt im Leben, finde ich.
Also Lebensmittel retten ist etwas, das quasi jeder und jeder versteht.
Und wenn du das zurückspürst, einfach wenn du über deine Mission erzählst,
ist das an sich schon etwas so Schönes, was dir in deinem Leben auch wirklich Sinn geben kann.
Also ich finde, wenn es um die Sinnfrage im Leben geht, sehe ich das so ein
bisschen in zwei Ebenen, so diesen Übergörten, den ich jetzt habe,
mit mir rettend Lebensmittel und dann auch der persönliche Sinn,
wo ich meine Arbeit wertgeschätzt nehmen kann.
Und diese beiden Sinne-Ebenen habe ich einfach perfekt abgedeckt,
deswegen ist die Sinnfrage für mich in meinem Leben einfach sowas von schön
abgedeckt, Und ich hab's mal bei der Barbara Kalich zu Gast gesagt,
wenn ich jetzt im Lotto gewinnen würde, ich würde das Gleiche weitermachen.
Und das war so für mich eigentlich der ausgeliebende Grund.
Und Lebensmittel retten an sich hat ja den coolen Vorteil, dass ich coole Lebensmittelprodukte
machen kann. Und Essen ist schon eine Leidenschaft von mir.
Also geile Produkte machen, geile Lebensmittel zu gestalten,
ist schon eine große Leidenschaft von mir.
Und dass das Ganze mit Lebensmittel retten, also mit Sinn verbunden ist,
war dann so eigentlich ein No-Brainer eigentlich.
Du hättest erst nicht mehr, jetzt soll ich es dir freuen.
Jawohl.
Meine Frage ist genau, als ich gerade beantwortet war.
Du bist aber zufriedenstellend beantwortet. Ja, klar. Keine Antwort,
okay. Jetzt ist der Sinn,
ich unterstöße euch jetzt einfach, aber ihr seid ein Social Business, oder?
Kannst du uns erklären, was ein Social Business ist?
Wie wird man ein Social Business, nicht nur aus dem Zweck heraus,
das ist ja glaube ich auch eine Rechtsform, oder was ist ein Social Business?
Ist das etwas, wo man bewusst als Startup hingehen kann und sagt,
ich gründe jetzt ein Social Business?
Die Rechtsform ist einfach in dem Fall eine normale GmbH, also da hast du das nicht drinnen stehen.
Social Business ist einfach diesen sozialen Mehrwert, den du einfach mitbringst
und das kann ja auch auf vielen Aspekten sein, das kann ja eben in der Nachhaltigkeit
von Lebensmitteln retten sein, das kann aber auch ein bisschen so ein sozialer Part sein.
Es ist einfach generell schön, etwas zu machen, das halt sozial Sinn macht,
das einfach in der Menschheit Sinn macht.
Also das ist so eines der wichtigsten Dinge, die ich da die letzten Jahre oder
zur Gründung mitgekriegt habe und gedacht habe, das macht Sinn,
das ist für sich schöner, etwas mit Sinn zu machen.
Ich mache nicht die nächsten Dropshipping Schars aus China, sondern das ist
etwas, was einfach wirklich Sinn für die Menschheit macht.
Und das ist wiederum etwas, was es für mich sehr viel einfacher macht,
um auch durch die schwierigen Zeiten durchzukommen, wenn man denkt,
ja, es macht trotzdem einfach Sinn, was ich mache.
Und ob uns das jemals so viel Geld bringen wird, dass wir reich werden, weiß ich nicht.
Also bist du noch nicht reich? Nein, wir haben so die Kondition,
die haben so einen kleinen Running-Choke,
Sie hat in der Wirtschaftsmagazin gelesen und da sind irgendwie so die Durchschnittsgehälter
von GeschäftsführerInnen in Europa gestanden. Und so am Schluss dieser Liste waren albanische CEOs.
Und wir verdienen gerade noch weniger als die albanischen CEOs.
Und deswegen haben wir so als nächstes Ziel gesetzt, dass wir über die nächsten
Jahre zumindest zum Gehalt von albanischen CEOs haben.
Du fährst einmal durch die europäischen Karten durch?
Nee, beziehungsweise eigentlich am untersten Ende, weil die albanischen CEOs
wirklich am untersten Ende waren eigentlich und dass wir einfach zumindest dort
nicht mehr hinkommen wollen.
Bist du dann irgendwann mal beim Deutschen DAX CEO-Satz oder sowas?
Nein, ich glaube, das braucht es gar nicht, aber zumindest ein bisschen verdient
dafür, was man einfach auch an Schweiß und Bugel und Tränen reingesteckt hat.
Aber die größere Frage ist eigentlich für uns gerade, die sich stört,
ob wir doch irgendwie noch InvestorInnen an Bord holen wollen.
Weil es melden sich auch laufende InvestorInnen bei uns.
Und natürlich hätte ich damit dann die Möglichkeit, dass ich einfach viel schneller
viel mehr auch noch erreiche.
Weil ich denke, ich habe so viele Bereiche mit Bewusstseinsbildung und auch
mit dem Siegel gerettet etablieren. Also so viele Themen, wo ich mir denke,
da braucht man die vielleicht auch wirklich InvestorInnen-Geld,
um das einfach schnell vorantreiben zu können.
Und der Ballon fliegt schon wieder.
Genau. Und da brauche ich das Geld und da wäre es natürlich auch spannend,
das vielleicht eben auch mit InvestorInnen zu lösen.
Ich sage, okay, vielleicht finden wir InvestorInnen, die Lust haben mit uns
gerettet, nicht nur in Österreich, sondern vielleicht in ganz Europa oder vielleicht
auf der ganzen Welt einfach auch zu etablieren.
Es gibt auf der ganzen Welt noch keinen ordentlichen gerettet Standard für Lebensmittel.
Und das wäre schon ein sehr cooles Lebenswerk, in 10, 20 Jahren darauf zurückzublicken,
dass man sagt, hey, wir haben auf dieser Welt gerettet, als standardisiertes Ding etabliert.
Wann war für dich und eben auch deine Schwester der Zeitpunkt,
wo du gemerkt hast, jetzt ist es eben nicht nur ein Projekt mehr sozusagen,
sondern wird jetzt wirklich ein Unternehmen?
Das war eigentlich, am Anfang hat eben die Konne das als Verein noch gemacht,
beziehungsweise mitgemacht und ich habe ihr ausgeholfen und dann haben wir eigentlich
die Entscheidung treffen müssen.
Also die Konne hat die Entscheidung treffen müssen, will sie das jetzt als ihren
Job selbstständig machen, weil sie ja davor eben hauptsächlich studiert hat.
Und für mich war halt die Frage, kündige ich meinen Job, den ich jetzt gerade habe?
Und da hat sich dann eben in dieser Zeit von, sie macht das Verein,
ich helfe ihr aus, hat sich dann einfach in uns beiden herausgestellt,
wir wollen das machen. und wenn wir es machen wollen, müssen wir es schreit
machen und dafür müssen wir es wirklich auch hauptberuflich machen.
Ich habe nur noch kurz gedacht, ich kann zwei Startups gleichzeitig machen,
weil ein Freund von mir, der hat eine App gegründet, die hat High Moment geheißen.
Das war auch ein sehr schöner Gedanke, wo man einfach seine schönen Momente
in dieser App notiert, damit man sich dann immer wieder durchgeht und sich mehr
bewusst macht, wie schön sein Leben eigentlich auch ist.
Und ich habe am Anfang gedacht, okay, ich schaffe einfach beides.
Aber nach einem halben Jahr gemerkt, das geht so aus und hat dann die harte
Entscheidung treffen müssen für eins von den beiden und das war dann in dem
Fall für die Sammler mit der Schwester.
Ja, das schaut ein bisschen graurig jetzt.
Ich gebe dir noch. Jetzt ist dieses Wort Social Business gefallen.
Ich habe währenddessen kurz gegoogelt, da ist gestanden, das funktioniert so
unter diesem Non-Dividend-Prinzip.
Das heißt sozusagen, dass Investoren Geld reininvestieren und wenn sie es raushaben
wollen, dann bekommen sie es zurück. Aber das ist sozusagen keine Gewinnausschüttung per se.
Jetzt hast du eben Investoren erwähnt.
Wie nach welchem Prinzip würdet ihr das dann gestalten wollen?
Das ist die ausgezeichnete Frage, die ich mir selbst anstehe,
weil am liebsten hätte ich am liebsten Impact-InvestorInnen,
die sagen, für mich ist es gut, wenn wir einfach gerettet etablieren in den
nächsten zehn Jahren auf der Welt.
Aber natürlich die meisten InvestorInnen
wollen natürlich auch Gewinnausschüttungen und so etwas sehen.
Von meinen bisherigen Gesprächen mit Startups, die Impact-InvestorInnen haben,
habe ich gemerkt, dass gestern doch auch sehr oft am Ende des Tages um das Ganze
auch gewinnbringend auch funktioniert.
Deswegen auch diese Skepsis gerade nur ein bisschen bis hin zur Überlegung,
okay, vielleicht ist es ja auch okay, dass manche Bereiche oder manche Firmen
auch Gewinn machen und das auch ausschütten
und ich vielleicht andere dann wiederum dafür haue, wo ich sage,
da ist es okay, dass es einfach wirklich nur an soziale Einrichtungen geht und
wirklich nur an soziale Parten einfach rein bleibt.
Wie das genaue Konstrukt und Rechtskonstrukt dann ausschaut,
ist es dann dann die große Frage.
Ziel und Wunsch ist es einfach wirklich den größten möglichen Impact zu machen.
Also wirklich so viel wie möglich zu retten und so breit wie möglich das Verständnis
an der breiten Bevölkerung zu machen, warum es diese Überschüsse gibt,
warum ich retten muss und was der Aufmerksamkeit darunter ist.
Er macht immer die weitesten Distanzen zum Werfen, finde ich super. Ja, das ist Absicht.
Ich hoffe nochmal absichtlich nochmal schön oben drauf.
Ja, schön, schön, danke.
Genau, es hört sich ja so an, als hättest du jetzt sozusagen dein Lebenswerk gefunden.
Und wenn ihr das jetzt skaliert und dann eben auch InvestorInnen ins Boot dazu
holt, hast du Angst, dass sozusagen diese Message, die am Anfang noch bestand,
so ein bisschen verwässert, weil Kapital ist ja eigentlich nie gratis und die
haben ja auch ihre eigenen Interessen. und ja.
Deswegen bräuchte ich ja InvestorInnen, die mit uns in unsere Mission gehen
wollen und wir haben einfach schon auch öfters InvestorInnen gehabt,
die wir uns angeklopft haben, die dann gesagt haben,
ich bin gern dabei, das Ganze, wie ich wollte, aber ihr müsst sich bitte eigentlich
fokussieren, zum Beispiel auf Feinkostprodukte,
weil ich gesagt habe, wir sind ein InvestorInnen-Team im Lebensmittelprodukte-Bereich,
im FMCG-Bereich, wir wollen bitte, dass ich darauf fokussiere,
Also ich habe gesagt, na, das reicht nicht aus, weil ich brauche ja auch eine
Plattform, ich brauche ja auch die politische Komponente, ich brauche all diese ganzen Geschichten,
wo es dann daran gescheitert ist, dass ich sage, na, wenn sie investieren,
dann wollen sie, dass wir uns wirklich zum Beispiel auf Produkte fokussieren.
Oder ein anderer Investor, der denkt, er will sich nur auf die Plattform konzentrieren.
Also er sagt, okay, ich mache eine Plattform, um Überschüsse zu vermitteln,
sei es an andere Produzentinnen, an die Gastronomie, wie auch immer,
also eher so dieses Plattform-Business eigentlich gesagt hat,
und die Lebensmittelprodukte, die ich jetzt bitte streichen,
beziehungsweise die interessieren mich nicht.
Das heißt, da bräuchte man schon auch Investoren, die sagen,
sie glauben daran, dass wir einfach diese breite Palette an Lösungen brauchen,
um Geräte etablieren zu können.
Und das ist natürlich eine Herausforderung, die gar nicht so leicht ist,
die meistens gar nicht aktiv angegangen sind, weil sie eh so viele Projekte
laufend angeboten haben und ergeben.
Ich habe direkt noch eine Frage und zwar, ihr seid ja sozusagen in dem Segment,
würde ich mal sagen, Trendsetter.
Ihr seid ja ein Unternehmen, das es geschafft hat, das erfolgreich umzusetzen
und damit seid ihr alleine eigentlich fast in Europa, auf der Ebene eben.
Und ich weiß zum Beispiel von Haferkater in Deutschland, die hatten auch einen
relativ sozialen Ansatz und die haben sich dann eben auch gezwungen gesehen,
InvestorInnen ins Boot zu holen, da sie Angst hatten,
imitiert zu werden und dann einfach von jemandem überholt zu werden,
der einfach deutlich schneller skalieren kann. Habt ihr die Angst auch?
Nein.
Nicht?
Nein. Das ist so, ich habe die letzten Szenen gemerkt, dass es einfach Umgang
mit Überschüssen so dermaßen komplex und kompliziert ist.
Und die letzten zehn Jahre haben sicher an die 20 Menschen bei uns angeklopft,
sie machen jetzt auch ein Startup in die Richtung.
Und wir haben es gerne unterstützen und begleitet.
Also deine grauen Haar sieht man nur deswegen nicht, weil es zervst, oder?
Und außerdem wäre es ja wirklich auch schön, Mitbewerb zu haben,
weil natürlich auch das ganze, dieser Spruch Konkurrenz-Player des Geschäfts, natürlich auch stimmt.
Also ich hätte sehr gerne auch, dass ich sage, ich hätte gerne noch andere Player mit am Markt.
In Deutschland hat es Rettergut gegeben, die wurden aufgekauft von Followfood
und die haben das einfach eingestellt.
Keine Ahnung warum. Also warum Kaffee, das Startup, das Lebensmittel rettet und stößt dann ein?
Was du dahinter steckst, weiß ich nicht genau. Und auf der anderen Seite,
wir haben ja mit Hofer und der Aldi Südgruppe ja eh einen sehr coolen Partner,
mit dem wir ja eh vielleicht auch schon in Gesprächen sind, um das Ganze auf
eine weltweite Ebene zu bringen.
Also auch da sind wir ja eh schon dran, zu schauen, wie kann ich die Skalierung so machen.
Und da habe ich gerade nur hier ein paar Fragen zu lösen, wie ich das angehe. Also wenn ich dann,
Mit Hofer bin ich immer noch im europäischen Markt, was Überschüsse betrifft.
Wenn ich jetzt mit Aldi Süd, sogar mit dem Mutterkonzern von Hofer,
da bin ich dann wirklich am Weltmarkt angekommen.
Das heißt, da muss ich gerade selber auch noch schauen, dass ich das Know-how
passend für den Weltmarkt auch aufbaue und dann sage, passt jetzt gerne mal den nächsten Schritt.
Da komme ich dann in Dimensionen und Themen und Probleme rein,
die weit weg sind von den Schrebergärten von vor zehn Jahren.
Das sind dann globale Probleme. Das sind dann globale Probleme.
Genau, das sind ganz andere Themen.
Also, die Sierkschere Weltherrschaft ist ein Ziel, so in die Richtung,
zumindest auf der Retterseite.
Darf ich auch eine kurze Zwischenfrage? Nein, kannst du ruhig halten, du kannst.
Wie viel von dem, ich habe mir vorher angeschaut, also in Österreich sind es
1 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle und Verluste jedes Jahr.
Wenn du dann schaust, ich habe es letztes Jahr gefeiert, 1.500 Tonnen gerettet,
seit der Kooperation mit den Hofer.
Ich habe dann natürlich dividiert, zahlen affin, wie ich bin, not.
Aber im Endeffekt, wenn sie auch österreichisches Jahr mit den Mengen kompensieren
wollen, du hast ja damals geschrieben 600 Klaviere oder sowas,
so das Beispiel steht auf der Website,
was es umrechnet, du brauchst 2000 Jahre quasi, um das eine mit der aktuellen
Menge, das eine Jahr, was wir wegschmeißen, zu kompensieren sozusagen.
Ist es dann, provokante Frage natürlich, ist es dann nur Tropfen auf dem heißen Stein,
hat es dann mehr einen symbolischen Wert, um auch zu zeigen,
was möglich wäre, weil es ist viel, 1500 Tonnen, aber wenn du dir anschaust,
dass es ein Million Tonnen ist, was jedes Jahr weggeworfen werden,
denkst du, ja, schön, aber weißt du, was ich meine?
Und das ist eben der Punkt, wo ich sage, ich will eigentlich auf dem Weltmarkt,
wenn ich dann dort einfach wirklich die ganz großen Mengen habe.
Ja, aber Entschuldige, wenn es jetzt am Weltmarkt an, quasi am Weltmarkt ist
ja die Menge dann auch mehr.
Also wenn du jetzt quasi den gleichen Anteil nur am Weltmarkt hast,
hast du am Weltmarkt halt relativ wenig. Aber es hat das Problem nicht gelöst.
Aber der Weltmarkt ist ja auch Teil von Österreich. Also Österreich ist ja auch
Teil dieses Weltmarkts. Und es gibt ja auch in Österreich und in unseren Nachbarländern
gibt es teilweise Überschüsse und Überschussmengen, wo ich aktuell noch keinen Vertriebsweg habe.
Also wir haben zum Beispiel vor ein paar Jahren haben wir 47 Tonnen Ananas-Püree angeboten bekommen.
47 Tonnen. Und dann haben wir uns irgendwie durchgerechnet, das wäre jetzt ein
Pinaculada-Drink draus, weil wir haben jetzt irgendwie so eine halbe Million
bis eine Million Einheiten Pinaculada-Drink.
Und ich weiß jetzt nicht, ob ich am
österreichischen Markt eine Million Pinaculada-Drinks so schnell verkaufe.
Also da komme ich dann einfach auch an die Grenzen vom österreichischen Markt
mit diesen Überschüssen, wo die Überschussmenge an sich ja eine coole Menge
war, mit der ich auch eine günstige Produktion machen kann und ein cooles,
günstiges Produkt machen kann.
Nur eine Million Pinaculata-Drinks werde ich nicht in Österreich verkaufen gehen.
Das heißt, da habe ich sehr oft dieses Thema mit, okay, ich wüsste mittlerweile
schon, was ich aus dem Überschuss machen kann, wie ich ihn retten kann,
auf eine Art und Weise, wo ein Produkt rauskommt, das.
Preislich, qualitativmäßig passt, aber ich brauche dann auch noch den passenden Markt dafür.
Weil wenn ich jetzt die Menge wieder runter reduziere, Ich nehme nicht die 47
Tonnen, sondern ich nehme nur 5 Tonnen.
Ich mache dann einfach nur 100.000 Pinacola-Drinks, weil ich die besser verkaufen
kann. Dann werde ich in der Produktion wieder teurer.
Ich stehe aber dort ein Trost in neben Produkten, die am Weltmarkt produziert werden.
Neben einem Ketchup-Beispiel zu kommen, da steht dann das Heinz-Ketchup.
Das Heinz-Ketchup wird am Weltmarkt produziert und hat auch die entsprechenden Preise vom Weltmarkt.
Das heißt, ich werde immer verglichen im Supermarkt mit den Produkten,
die teilweise vom Weltmarkt kommen.
Und deswegen muss ich auch von der Produktion dorthin hin, wenn ich diese Überschüsse retten mag.
Also wenn ich diese großen Mengen Überschüsse retten mag und nicht nur 0,5 Prozent,
dann muss ich auch in Dimensionen, wo die breite Bevölkerung sagt, ja, das Produkt kaufe.
Weil es einfach so günstig ist und so gut funktioniert.
Jetzt ist die provokante Frage, provokant ist es jetzt gar nicht,
aber wann jetzt die Menge eh da ist und es gab ja die Märkte,
ist ja nicht so, dass Aldi nicht schon international aktiv ist oder sowas.
Warum haben sie es dann noch nicht gemacht? Also wo ist dann der Trick,
weil die Mengen sind da, so du sagst jetzt 40.000, 40 Tonnen Ananas-Püree.
Wieso hat es dann noch keiner gemacht? Also das ist ja dann,
wie muss ich das dann als Verlust sehen, wenn ich jetzt die Lösung suche,
dass ich das in ein Produkt bringe, das ich international dann wieder verkaufen
kann, warum macht es keiner?
Also das war ja da, das Produkt ist da, der Rohstoff ist da,
der Markt ist da, warum tun sie es nicht? Also wo ist es da?
Ein Pinaculada-Drink in allen zehn europäischen Allesüdländern zu releasen,
Klingt einfach, aber da müsste ich eigentlich dann bei jedem Land mir überlegen,
ist das ein Land, das jetzt einen Pina Colada Drink mag?
Also zum Beispiel, Alisut gibt es ja in England.
Woher denn das überhaupt? Verkaufe ich in England einen Pina Colada Drink?
Vielleicht, vielleicht auch nicht. Und ich will es ja nicht...
Guinness-Colada oder so.
Ich will es ja nicht einen Pina Colada Drink produzieren und dann schicke ich,
keine Ahnung, 200.000 Einheiten nach England und verkaufe es dort nicht und
dann wird es dort in den Markt weggeschmissen. Also dann produziere ich vielleicht dort nicht mehr Müll.
Da muss ich eigentlich dann viel mehr als ein Verständnis für die verschiedenen
Märkte und die verschiedenen Produkte entwickeln, damit ich sagen kann,
passt, ich hebe das jetzt auf diese Ebene.
Und das ist, in der Aldi Süd wird es sich eh sehr spannend, da sind wir jetzt
jeden Gesprächen, aber das ist halt nicht etwas, was ich heute auf morgen mache,
sondern da ist jetzt ein Weltkonzern dahinter, wo man natürlich genau anschauen
muss, was, wo, wie funktioniert und nicht funktioniert.
Das heißt, du musst einfach auch ein Bewusstsein schaffen dafür,
dass das überhaupt dann auch möglich ist, solche neuen Produktklassen auch anzugehen
in diesen Strukturen sozusagen.
Genau, beziehungsweise einfach auch wissen, okay, Pina Colada-Drink in zehn
Ländern in Europa, wo verkauft sie das, wie gut und kann ich damit das gut abdecken
und was man sich dann wieder alles bedenkt.
Also das sind dann wieder so ein Rattenschwanz und Dinge, die was dann an dieser
Pina Colada-Drink dranhängen, dass es dann einfacher klingt,
dass es dann tatsächlich ist.
Weltweiterhandel am Beispiel des Pina Colada, wunderbar, ein toller Exkurs.
Du hast immer noch eine Frage, zumindest hast du immer noch das Mikrofon.
Ja, und zwar mit den restlichen Lebensmitteln, die weggeworfen werden.
Was passiert eigentlich mit denen? Werden die verbrannt oder werden die wenigstens
verkompostiert und dann gibt es die Erde halt oder die verschwinden ja nicht einfach?
Das ist auch von bis. Es beginnt schon mal ganz spannend damit,
dass noch nicht einmal klar festgelegt ist, was zählt alles überhaupt als Lebensmittelverlust
oder Überschuss oder weggeworfen.
Weil zum Beispiel von der Nachernte von den Kürbissen, also wenn die Kürbisse
nicht geerntet werden, sondern am Feld bleiben, weil der Bauer sagt,
die haben Hasenbiss oder die kann ich gar nicht verkaufen, dann zählt das zum
Beispiel oftmals noch gar nicht.
Und da gibt es wiederum auch verschiedene Arten, das zu zählen in verschiedenen
europäischen Ländern, was überhaupt als Überschuss zählt und was nicht.
Und da kannst du nicht sagen, okay, der Kürbis liegt am Feld,
den kann ich z.B. einfach einackern, ist vielleicht für den Boden gut.
Ist dann wiederum auch die Frage, schaut der Bauer dann drauf,
dass er sagt, okay, ich habe jetzt zu viel Kürbis eingehängt,
deswegen brauche ich folgende Stoffe nicht in den Boden zusetzen,
damit das wiederum passt. Das ist wiederum meine eigene Wissenschaft.
Also da sind sehr viele Sachen.
Die Nährstoffe bleiben einfach gleich am Acker, die bleiben im Reislauf.
Ja, das ist wieder meine eigene Wissenschaft, das zu machen.
Aber es ist so, es gibt dann schon diese Auffangnetze und diese Sachen,
wie sie einfach funktionieren.
Vieles geht dann Gott sei Dank auch in die Biogasanlage und wird da zumindest
dann auch zur Energie verbrannt, wenn es möglich ist.
Kompostierung ist, das gab mir nicht so viel, das gibt es aber natürlich auch.
Tierfutter ist oftmals ein Thema, wenn es möglich ist. Also zum Beispiel die
Karotten sind ein sehr gutes Beispiel dafür.
Das ist dann wiederum auch sehr unterschiedlich von Überschuss zu Überschuss.
Zum Beispiel die vorher erwähnten Schokokornflakes, die kann ich als Tierfutter nicht verwenden.
Die kann ich jetzt auch nicht rezyklieren, weil es gibt ja auch immer wieder
Möglichkeiten, ich schaue mir an, kann ich das wieder in den Prozess irgendwie
wieder reinbringen, auch das gibt es ja Möglichkeiten.
Das heißt, da habe ich wirklich dann von Überschuss zu Überschuss und von Betrieb
zu Betrieb verschiedene Arten, wie damit umgegangen wird.
Und das kann eben von der Biogasanlage über die Kompostierung bis zum Entsorg alles sein.
Es kann auch sein, dass es ein Betrieb ist, der sagt, okay, ich habe soziale
Einrichtungen, die bei mir direkt abholen dürfen, auch das gibt es.
Aber das sind dann wiederum sehr viele unterschiedliche Studien dann auch sehr
schwierig, das auch zu bestimmen.
Also da wird ja die Gut und Obersteiner, mit dem wir auch sehr viel zusammenarbeiten,
ja eh sehr viel daran, da ein Gefühl dafür zu bekommen, was passiert eigentlich
mit den ganzen Überschüssen? Und was zählt alles als Überschuss?
Und wo landet das alles? Und was wird es wie verwendet? Das ist dann wirklich
eine eigene Wissenschaft, wo du sehr tief reingehen kannst und wirklich das von bis gibt.
Eine Frage, was wahrscheinlich sämtliche kritische Konsumentinnen sicher fragen
würden, speziell ist jetzt mit der Kooperation mit Hofer.
Habt ihr am Anfang, wie ihr das Angebot gekriegt habt, wie seid ihr da jetzt
in die Kooperation reinkommen und hat es bei euch irgendwann einmal so Bedenken
gegeben, oh, das sind jetzt die Großen, wenn es dann oft auch aus die Bösen
auch beschrieben werden,
oder irgendwann einmal so ein Bedenken da, dass man sagt, okay,
das könnte jetzt, sagen wir vielleicht so ein Feigenblatt, das nachhaltige Produkt,
das sind so quasi die, ich sage jetzt nicht, Greenwashing vielleicht auch ein
bisschen, wir werden benutzt.
Und wie ist es euch da gegangen? Ihr werdet euch das ja auch gefragt haben.
Wie seid ihr mit dem Umgang? Wie war da der Prozess und wie würdest du das jetzt beschreiben?
Das war Teil der Verhandlungen, dass wir sagen, wir wollen das nicht ein Marketingprojekt
werden, damit sich der Hofer greenwaschen kann.
Und das Coole ist, dass ich bei Hofer da wirklich auch sehr viele,
sehr motivierte Menschen in den Nachhaltigkeitsabteilungen sitzen,
die Feuer und Flamme für das Projekt da waren, die ja wirklich nachhaltig was
bewegen wollen und das war dann einfach für uns sehr schnell ein okay,
cool, da haben wir die richtigen Menschen.
Die Schwierigkeit ist meistens dann eh, den Einkauf zu überzeugen,
weil natürlich der Einkauf sehr gut schaut, dass einfach Preise und Qualität
stimmen und das ist dann einfach dieses Dreieck von Nachhaltigkeit und Einkauf
und Produkten und uns einfach dann, dass man schaut, dass man die passenden Produkte findet.
Aber da haben wir ziemlich schnell gemerkt, dass man da bei Hofer Aber,
genug nachhaltig denkende Menschen haben, die sagen, hey, passt,
finde ich cool, machen wir etwas in Richtung, das ist nicht Greenwashing,
sondern es ist einfach wirklich etwas bewegt.
Das war dann für uns so, dass es passt, das machen wir.
Im Prinzip, es ist ja so, von der Idee her, finde ich es ja extrem spannend,
weil das ist ja gar nicht auf der Suche nach einem Schuldigen,
sondern einfach dieses System des hochspezialisierten oder des hocheffizienten
Einzelhandels hat ja zu diesen Normen geführt,
damit du es halt effizient lagern kannst, effizient produzieren kannst.
Gleichzeitig führt das natürlich wieder zu den Überschüssen,
die was auf dem Vörder anfangen, weil die Tomaten, die Gurken oder so nicht
in die Kisten in die Norm hineinpasst.
Also im Prinzip löst jetzt quasi die Struktur, die das Problem hervorgerufen
hat, versucht jetzt das Problem, die Geister, die sie rufen,
wieder irgendwie in die Flaschen zu bringen.
Genau, aber auch das System existiert deswegen so, weil die Kundinnen das so
wollen. Deswegen sagen wir auch immer, wir suchen keine Schuldigen.
Also uns geht es nicht darum, du bist schuld oder du bist schuld oder Konzerne
schuld, oder die Kunden sind schuld, sondern es ist einfach ein extrem komplexes System.
Und in diesem extrem komplexen System muss man schauen, wo kann ich wie viele
gute Lösungen ansetzen. Das ist unser Credo dabei.
Wie kann man sich so eine Verhandlung oder gerade was es den Preis betrifft
mit so einem großen Konzern wie Hofer oder auch Rewe vorstellen,
also gerade was den Preis betrifft,
wird man da jetzt irgendwie unter Druck gesetzt oder kann man sagen,
das ist unser Preis und um den können wir anbieten oder wie sind denn die Verhandlungen?
Dann ist das eher ein Miteinander oder lässt einen, dass der Konzern schon spüren,
dass er ja einen längeren Hebel sitzt.
Wie formuliert ist das?
Das kommt immer sehr viel auf die Menschen, jeweils davon, aber grundsätzlich
ist es so, dass wir sehr happy sind, dass wir sowohl mit Rewe wie auch mit Hofer,
wieder sehr viel ausprobieren können.
Und am Ende des Tages kommt es trotzdem darauf an, ich will ja nicht ein Produkt
auf den Markt bringen, das dann ein Ladenhüter ist. Und dann erst recht,
weil es abgelaufen ist, dann wieder entzockt wird.
Das heißt, es ist da so, dass man sowohl bei Rewe, bei der Rewe ist es so,
dass man ein Regionalregal und die Regionalregale haben ein bisschen ein anderes
Regelsystem, wie das normale Regal.
Das regionale Regal ist ja generell, egal ob es das Berewe oder der Bespare
oder wie auch immer ist, ist einfach
auch so ein bisschen um regionale Produkte in den Markt zu bringen.
Das heißt, da musst du jetzt nicht so die super strengen Zahlen liefern mit
dem Verkauf, sondern wenn du ein cooles Produkt hast, dann sind wir sehr schnell
mal bereit, dass wir mit dir was machen.
Und bei Hofer ist es auch so, dass wir einfach auch laufend Dach Sachen ausprobieren
dürfen und sagen, hey, wir haben da einen coolen Überschuss,
hey, wir können ein cooles Produkt machen, probieren wir es.
Nur wenn einfach dann das Produkt sich schlecht abverkauft und vielleicht sogar
droht, dass es dann abläuft, dann ist wiederum das nicht im Sinne des Erfinders.
Das heißt, da muss man eigentlich wirklich schauen, welche Produkte verkaufen sie einfach gut.
Und da ist es mit Hofer jetzt schon cool, dass wir eine Eigenmarke sind,
dass wir quasi nicht so mit den ganzen Einkäuferinnen wie ein externer Lieferant
quasi eigentlich verhandeln müssen, sondern dass einfach Inhalt von Hofer das
Verständnis dafür ist, da ist okay,
nachhaltige Geschichte, wir wollen da was probieren, wir wollen uns das anschauen,
und sind auch für bereit, dass wir Sachen austesten. Und das macht es natürlich
schon mal eigentlich cooler.
Mit all den Schwierigkeiten und organisatorischen Sachen, die quasi mit der
Gründung von so einem Unternehmen mit sich kommen,
ist meine Frage, würdest du es noch einmal so machen und beziehungsweise wenn
ja, was würdest du verändern, wenn du jetzt zehn Jahre zurückblicken könntest?
Meine Abschlussfrage ist mir vorweggenommen.
Ich würde es nur mal so machen.
Also die meisten kommen wieder zurück zur Achterbahn von vorher,
es ist einfach eine Achterbahn darauf muss man sich einstellen,
ich glaube, dass ich dann jetzt schon ein bisschen besser darauf eingestellt
war, dass es eine Achterbahn ist und dass
einfach ständig, also gefühlt im Halbjahrestakt in der Krise daherkommt,
und dass man einfach dafür die Durchhaltekraft braucht, also darauf muss man
sich einstellen und das muss man lernen, das ist das Wichtigste, dass,
Misserfolge passieren, Probleme passieren, Krisen passieren und das einfach
so gut ausgekittet werden muss, dass es einfach nichts Ende ist und weil es einfach gut schafft.
Darf ich gleich noch eine Folgefrage stellen?
Nein. Sicher.
Und zwar für die nächsten fünf bis zehn Jahre, wie siehst du das quasi,
was möchtest du da umsetzen und wie kann man das vorstellen?
Mach du meine Zädel da, weil du mit dir losst.
Ja.
Möglichst gute gerettete Produkte, die sich einfach möglichst gut verkaufen,
damit ich möglichst viel Spülgeld habe, um andere coole Sachen zu machen und
vor allem auch mehr Bewusstseinsbildung zu schaffen und auch diese Standardisierung
von gerettet vorantreiben zu können.
Es ist eher so, dass die EU uns da gerade ein bisschen Gas gibt mit der EMCO-Richtlinie,
mit der Empowering Consumers-Richtlinie.
Ein kleines vielleicht kurz, also ich habe das kein Zeichwort.
Das ist eine Richtlinie, die jetzt kommt, wo es gerade auch Österreich noch
ein Gesetz dafür machen muss.
Was darum geht, dass du keine Green Claims auf deine Produkte mehr drauf brauchst,
die du nicht begründen kannst.
Also Greenwashing.
Genau, es ist ein Gesetz eigentlich gegen Greenwashing, was wir natürlich sehr cool finden.
Weil halt jetzt jeder nachhaltige Claim, den du da drauf brauchst,
den musst du auch begründen und erklären können.
Jetzt werden wir aber natürlich das Thema haben, dass gerettet noch kein standardisiertes
System ist. Da werden wir jetzt eine sehr spannende Herausforderung haben.
Wie gehen wir damit um, dass gerettet noch nicht wie Bio ein gesetzlicher Standard
oder so ist, sondern es ist gerade noch unser eigenes Ding eigentlich.
Da müssen wir jetzt sehr viel auch schauen, wie gehen wir da mit dem Thema weiter.
Und was dürfen wir, was dürfen wir nicht.
Wie treibt uns das jetzt voran in der Thematik von geretteter Standard zu etablieren?
Und Weltherrschaft hat man vergessen.
Und Weltherrschaft.
Das passt vielleicht auch zu deiner vorigen Frage ein bisschen dazu.
Diese Reise von einem Unternehmer, von Unternehmerinnen, man startet oft speziell
im Social-Business-Bereich, speziell in dem Bereich, in dem ich unterwegs bin.
Vielleicht ich auch mit Power to the People, mit so hohen idealistischen Ansprüchen
an die Welt. Ein bisschen naiv dann zum Teil auch.
Und man muss dann federn lassen. Man muss dann so dort und da so ein bisschen pragmatisch sein.
Was waren so die wichtigsten Erkenntnisse für Menschen, die diese Reise auch
machen oder vielleicht noch vor sich haben?
Wie wird mir das dann los? Wie arrangiert man sie mit der Welt,
in der man dann offensichtlich agieren muss, aus der man nicht auskommt,
wo man mit dem Idealismus dann irgendwann mal vielleicht ansteht?
Ich glaube, wichtig ist dabei anzuerkennen, warum man etwas entdeckt hat,
das einfach in der Gesellschaft anders gelebt wird, als man es selbst vom Idealismus
her gerne leben würde oder gerne haben würde.
Und dann nicht glauben, man kann jetzt selbst die Welt ändern,
sondern eigentlich anerkennen, dass das so ist in der Gesellschaft und dann
rundherum um das arbeiten.
Das ist eigentlich, glaube ich,
so ein sehr wichtiges Ding. Damit es ein bisschen weniger abstrakt ist.
Ihr habt mir eigentlich gedacht, wenn ihr jetzt gerettete Produkte macht,
das finden alle cool und kaufen alle.
Jetzt merke ich aber, dass die Menschen, wenn etwas geredet ist,
auch erwarten, dass es einfach billiger ist.
Jetzt kann ich sagen, wenn ich in der vorgelagerten Kette rette,
ich habe mehr Logistik, ich habe mehr Aufwand, ich habe keine schattigere Produktion,
versteht es bitte und kauft es deswegen trotzdem.
Es hat alles Depp und die Leute sind so dumm und keiner versteht es und Dinge.
Das heißt, da muss ich jetzt eigentlich eher anerkennen, die breite Masse hat
dann noch kein Verständnis dafür, beziehungsweise wird es vielleicht auch nie
entwickeln. Also da müssen wir sehr viel in die Bewusstseinsbildung reinstecken.
Und letztlich muss ich schauen, dass ich auch günstiger werde,
damit ich auch die Menschen, die da kein Verständnis dafür haben,
was einfach ein Großteil der Menschen ist, dass ich auch die abholen kann.
Und da wäre es jetzt naiv von mir, dass ich sage, okay, mit meiner Bewusstseinsbildung
erkläre ich das in allen.
Weil was die letzten zehn Jahre auch passiert ist, ich bin sehr demütig geworden,
was Marketingkommunikation betrifft.
Also die letzten zehn Jahre waren wir wirklich sicher in Hunderten,
wenn nicht tausenden Zeitschriften.
Wir haben sicher schon an die 50 Fernsehauftritte gehabt, sehr oft auch um 20.15 Uhr zur Primetime.
Wir haben hunderte Tausende Euro, es waren nicht Millionen von Euro zusammen
mit Hof, in Werbungen und Kommunikation gesteckt.
Und trotzdem gefühlt, nicht einmal 5% von Österreich kennen Unverschwendet, glaube ich.
Also wenn ich irgendwo einen Vortrag hatte und frage, hey, wer kennt Unverschwendet
und wer kennt Rettenswert.
Oder einen Live-Podcast, wer kannte vorher, bevor ich gesagt habe,
dass er kommt, Unverschwendet oder Rettenswert?
Mehr wie 5 Prozent.
Ja, aber es ist, keine Ahnung, 20, 25, 30 Prozent sowas, was natürlich in dem
Setting natürlich eher so ist.
Aber dass ich trotz diesem millionenfachen Werbewert, den ich schon gehabt habe
und diese ganze Geschichten, die meisten uns nicht kennen, wo ich mir denke,
ich habe eigentlich ganz Österreich schon hundertmal erreicht mit den Prisionen
und trotzdem kennen uns zu fühlen und nicht, das hat mich sehr demütig gemacht.
Dass ich mir gedacht habe, wenn ich jetzt Österreich umerziehen mag,
mit, hey, gerettet kostet mehr, dann brauche ich kein Millionenbudget,
sondern dann brauche ich ein Milliardenbudget, damit ich das quasi etablieren
in der breiten Maße und das habe ich nicht.
Oder einen anderen Ansatz, oder?
Oder die supergeniale Idee, die, was das dann viral geht, aber das ist dann
auch eine wichtige Sache, dass man sich nicht damit vergleicht mit den Sachen,
die viral gehen, und nicht sagt, hey, ich brauche jetzt da einfach nur diese
viral gehende Idee und dann passt das schon,
sondern man eigentlich eher anerkennt, okay, was ist die Realität und wie kann
ich mit dieser Realität arbeiten und nicht darauf hoffen, dass ich dann plötzlich doch noch viral gehe.
Das ist irgendwie frustrierend auf eine gewisse Art und Weise, oder?
Ernüchternd.
Ernüchternd, ja.
Aber wenn es sich eben eingeschließt, dass es einfach so ist und dass du die
Welt nicht so schnell ändern kannst, dann kannst du einfach auch damit arbeiten,
dann kannst du einfach realistisch damit so umgehen.
Was ist die Lehre dann im Umkehrschluss? Geduldig sein, nicht zu viel erwarten,
dranbleiben oder... Weil Millionenbudget steht jetzt wahrscheinlich...
Ihr habt jetzt schon, sagen wir mal, das Millionenbudget kommunikationsmäßig geknackt.
Was tue ich zum Beispiel dann? Oder was macht ein anderes Unternehmen,
das war jetzt quasi das Budget noch nicht.
Im kleinen Rahmen einfach mal austesten und schauen, ob es funktioniert.
Es ist ja zum Beispiel auch bei den Produkten so, da habe ich zum Beispiel von
Olenit, von diesem Teegetränk, weiß nicht, ob du das kennst, Olenit.
Die haben das zum Beispiel sehr lustig gemacht, die haben das Getränk sehr oft
gesponsert bei Events und dann haben sie das gratis verteilt und dann sind sie
durchgegangen und haben geschaut, die Dosen, die noch rumgestanden sind,
wie viel war da im Produkt noch drinnen.
Das heißt, wie viel haben sie aufgetrunken, weil es geschmeckt hat und passt
hat das Produkt und wir haben es gekostet und haben es eigentlich stehen lassen
und haben das dann so als Teil von der Produktentwicklung auch gemacht wo sie
quasi eben kleinen Rahmen sich austesten haben können was funktioniert und was funktioniert nicht,
dass du dann da schon abtesten kannst wie gut funktioniert es einfach da im Markt auch.
Würdest du hier Unverschwendet verkaufen? Klassische Frage Gibt es ein Exit?
Momentan hätte ich es nicht vor ich würde eher so,
Vor allem, wann ich es verkaufen würde, dann brauche ich ja wieder etwas,
was mir so viel Sinn erfüllt. Und etwas zu finden, das mich so schnell wieder
mit so viel Sinn erfüllt, ist auch wiederum ein Thema.
Das heißt, wann dann wäre eigentlich gerade eher mein Wunschszenario,
InvestorInnen zu finden, die sagen, hey, ich glaube mit euch eine neue Kommission,
so wie sich jedes vorstellt und wir machen das groß.
Also das wäre so eigentlich das Traum-Szenario.
Hast du das Gefühl, dass es mehr Impact-Investoren jetzt auf einmal gibt,
die einfach das Geld gerne auch in Impact? Was ist eigentlich Impact?
Also im Vergleich zu Gewinnen etc., was ist Impact oder wie würdest du das dann
auch definieren, dass wir es auch mal gesagt haben?
Das kannst du ja sicher mit den SDG-Zielen dir anschauen, was da ist quasi das
Impact und wie gemessen wird.
Die SDG Sustainable Development Goals, die Ziele, die außerhalb einer kleinen Bubble.
Wer von euch kennt die SDGs? Okay, dann sind wir da in der Bubble,
aber ganz, ganz wenig Menschen wissen mit der SDG, was zum Anfang.
Genau, da gibt es ja sehr viele Ziele, die definiert worden sind.
Und die alle dafür sparen und auch relevant sind.
Und ob es jetzt gerade mehr Impact-InvestorInnen gibt oder nicht, weiß ich nicht.
Grundleicht sein, dass wir uns vielleicht dieses Jahr mal anfangen,
ein bisschen aktiver umzuschauen diesbezüglich, weil es einfach halt an der Zeit ist.
Wir haben ja gerade vor kurzem erst im März haben wir zehn Jahre um schon nicht
gefeiert und jetzt können wir natürlich weiterhin organisch so diesen coolen
Wachs weitermachen, aber es würde mich schon sehr reizen. um da ein bisschen mehr nachzugeben.
Wir haben vorhin eine Frage gemacht, ob du das nochmal machen wirst.
Die andere Frage, was daran anschließt, ist, was wirst du halt kaum noch anders machen?
Oder die Kanäle vielleicht auch?
Vielleicht manchmal Sachen ein bisschen schneller entscheiden.
Ach doch?
Nein.
Also zum Beispiel dieses Auslagern von der Produktion. Da haben wir doch nach
einem halben Jahr, Jahr haben wir uns eigentlich gedacht, eigentlich sollten
wir das auslagern, dass wir das nicht selbst machen.
Und haben dann doch, ich glaube, um die zwei Jahre oder so insgesamt noch selbst produziert.
Und das war eigentlich ein bisschen lang. Da hätten wir, glaube ich,
ein bisschen schneller sagen können. Danke, Reitig, und wir machen weiter.
Und das ist einfach generell oft so, nachdem die Konne und ich auch sehr unterschiedlich
sind mit, ich will visionär Träume verfolgen, große Dinge umsetzen,
die Konne hat dann doch ein bisschen mehr auf die Wirtschaftlichkeit,
die Konne ist der Grund, warum es uns so gibt, weil sie einfach sehr auf die
Wirtschaftlichkeit von diesen Sachen achtet und einfach ein sehr großes Sorgfältigkeitsbedürfnis
hat, dass einfach das alles gut passt
und einfach vom wirtschaftlichen und rechtlichen einfach super passt.
Und da ist natürlich dann immer wieder ein Spannungsfeld, wo man sich einfach
halt streitet und diskutiert mit, macht man das jetzt so oder so?
Man kennt jetzt die Chancen, dass man das einfach wirtschaftlich gut auf den Boden bringt.
Da würde ich mir natürlich manchmal wünschen, dass wir mehr der Visionen nachlaufen,
noch ein bisschen schneller, das ist ein bisschen entscheidend.
Aber ich glaube, dieser Austausch und dieses Laufen darüber diskutieren in Philosophien
hat ja auch mir sehr viel beigebracht.
Also ich habe ja in den letzten zehn Jahren auch sehr viel wirtschaftliches
Wissen mehr aneignen dürfen, dank dieser Weise.
Das hast du schön vor,
Weil ich sage, das braucht es ja auch, weil wenn du kreativ bist und gut im
Kreativsein sein willst, ist es ja auch gut, dass du wirtschaftlich gut kreativ bist.
Also gute Produktideen und lustige Ideen haben, hat man ja schnell mal,
beziehungsweise es gibt ja viele Menschen, die coole Produktideen haben,
coole Geschäftsideen haben, aber es bringt halt alles nichts,
wenn es wirtschaftlich nicht funktioniert, nicht funktioniert.
Die beste Firmenidee, Produktidee funktioniert und wenn es einfach wirtschaftlich
einfach nicht der Realität entspricht.
Frei nach dem Motto, Schickstorben ist auch tot. Das ist ungefähr so ein bisschen
mit dem Idealismus, habe ich den Eindruck.
Bierz in die Runde, letzte Chance jetzt in Richtung, wann wer noch unbedingt
eine Frage stellen möchte. Meine Frage jetzt zum Schluss ist eher,
was wir jetzt geredet haben über Satz.
Ihr habt schon viel gemacht, also man kann über sehr, sehr viele Themen reden.
Welches Thema, was dir wichtig ist oder was man im Kontext auch mit Unverschwendet
und mit dem, was ihr macht, wissen sollte, haben wir jetzt eigentlich noch nicht behandelt?
Also was ist jetzt eigentlich noch zu kurz gekommen?
Neben unserer Eigenmarke der Unverschwendet Feinkost und der Hofer Eigenmarke,
dem Kooperationsprojekt Rettenzeit, das wir mit Hofer machen,
Haben wir ja neben Zusammenarbeit mit Konzernen, haben wir uns auch mit dem
Ministerium zusammenarbeiten und machen seit einem Jahr fürs Landwirtschafts-
und Klimaministerium den Kostbarmarkt.
Das ist eine Plattform, wo wir Überschüsse aus der vorgelagerten Kette,
sprich Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion, an soziale Einrichtungen vermitteln.
Eben dieses Beispiel von vorher, die Bäuerin im Burgen haben 25 Tonnen Kürbisse.
Wie können wir das an die sozialen Einrichtungen in Wien zum Beispiel weitervermitteln?
Da machen wir es gerade eine digitale Plattform, um genau das zu ermöglichen.
Und das ist auch wieder eine sehr spannende Reise.
Das interessiert mich jetzt schon noch. Du hast ein kleines Fasel nur noch.
Wie willst du das lösen? Oder was ist da der Gedanke und der Lösungsansatz dahinter?
Also wer bringt dann das Zeug von dort nach da?
Der springende Punkt, bei dem ist natürlich auch aktiv, dass die Bauern und
Bäuerinnen zum Beispiel jetzt nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben dürfen.
Und natürlich auch oft diese Thematik ist, dass die in ihrem täglichen Betrieb
vielleicht auch gar keine Zeit haben,
dass da jetzt 20 verschiedene Sozialeinrichtungen anklopfen, die dann,
der eine kommt mit dem professionellen LKW, der nächste kommt mit dem Privat-PKW von Volontärin.
Die einen wollen eine Tonne, die
anderen wollen 10 Kilo. Das sind ja sehr unterschiedlichste Anforderungen.
Das heißt, wir müssen eigentlich schauen, dass wir so ein bisschen einen Zwischenschritt
sind zwischen Sozialeinrichtungen und landwirtschaftlichen Betrieben.
Also es gibt ja viele landwirtschaftliche Betriebe, die eh schon mit Sozialeinrichtungen
zusammenarbeiten. Die sollen das genauso weitermachen.
Wir würden gerne die erschließen, die noch nicht diese funktionierenden Systeme
haben, weil einfach die Bauern und Bauern ja nicht auf diesen Kosten sitzen bleiben wollen.
Wo wir dann gemeinsam schauen, okay, was braucht es, damit wir diese Kartoffeln,
Karotten, was auch immer, verfügbar machen können. Für soziale Einrichtungen auch noch.
Und diese kleinen Kosten, die übernehmen wir gerade mit dem Budget,
was wir einfach im Ministerium haben. Also das ganze Ding hat ja ein großes Budget auch.
Und der Großteil von diesem Budget ist eben für diese Zwischengeschichten,
für dieses Okay-Kosten,
Der Bauer spendet die Ware selbst, aber es gibt vielleicht auch noch den Sortieraufwand
und die Logistik, das übernehmen wir dann zum Beispiel auch,
damit der Bauer nicht auf den Kosten sitzen bleibt.
Und langfristig ist es natürlich auch die Frage, wie kann man das auch noch
weiterfinanzieren, sei es jetzt durch Querfinanzierung, durch einen kommerziellen
Verkauf von Überschüssen zum Beispiel auch, sei es zum Beispiel,
dass es auch bei unverschwendenden Produkten Produkte gibt, die etwas dazu beitragen.
Also da gibt es sehr viele Möglichkeiten und spannende Gelegenheiten,
wie man das weiterführen kann.
Okay, wir werden es auf jeden Fall weiter beobachten. gibt es von eurer Seite
aus jetzt noch irgendeine abschließende Frage? Ich schaue in die Runde.
Nein, heute keine Fragen mehr. Danke für eure Fragen bis jetzt einmal.
Andreas, danke auch für deine Zeit und die Offenheit bei deinen Antworten und an euch da draußen.
Mehr Infos zum Gast, also zum Andreas und zum Unternehmen und zur Cornelia und zum Thema.
Findet ihr wie immer bei uns in den Shownotes. Shownotes immer wichtig und natürlich
auch in den weiteren Episoden zum Thema Lebensmittelverluste von und mit der
Gudrun Obersteiner von der BOKU, der heute ja schon ein kurzes Thema war.
Und ja, an euch in die Runde, vielen Dank, dass du da wart. Vielen Dank an diese
Seite ganz stark von den Fragen her.
Danke an die Frage da drüber auf der anderen Seite. Also wir haben halt ein
leichtes Links-Rechts-Gefälle gehabt, wenn man das so sagen kann.
Beim nächsten Mal machen wir es dann umgekehrt. Da wird dann diese Seite ein
bisschen stärker gefordert. Ich habe mir halt die Gesichter gemerkt, gell, alle?
Und in diesem Sinne, danke, dass ihr dabei wart.
Danke fürs Mitdiskutieren. und ja, durchs Reden kommen die Leute zusammen und
bis zum nächsten Mal. Danke.
Andreas
00:02:21
Willy
00:02:29
Andreas
00:02:33
Willy
00:02:43
Andreas
00:03:00
Willy
00:03:35
Andreas
00:03:37
Willy
00:05:02
Andreas
00:05:18
Willy
00:05:24
Andreas
00:05:27
Willy
00:05:41
Andreas
00:05:46
Willy
00:06:25
Andreas
00:06:26
Willy
00:06:38
Andreas
00:06:40
Willy
00:07:04
Andreas
00:07:07
Willy
00:07:07
Andreas
00:07:09
Willy
00:07:11
Andreas
00:07:14
Willy
00:07:21
Andreas
00:07:24
Willy
00:07:25
Andreas
00:07:29
Willy
00:07:33
Andreas
00:07:34
Willy
00:07:55
Andreas
00:07:56
Willy
00:08:10
Andreas
00:08:12
Willy
00:08:29
Andreas
00:08:30
Willy
00:08:42
Andreas
00:08:43
Willy
00:08:57
Andreas
00:08:59
Willy
00:09:36
Andreas
00:10:13
Willy
00:10:22
Andreas
00:10:23
Willy
00:10:33
Andreas
00:10:34
Willy
00:10:51
Andreas
00:11:02
Willy
00:11:41
Andreas
00:11:52
Willy
00:11:57
Andreas
00:12:00
Willy
00:12:43
Andreas
00:12:47
Willy
00:13:07
Andreas
00:13:10
Willy
00:13:13
Andreas
00:13:19
Willy
00:14:16
Andreas
00:14:18
Willy
00:14:25
Andreas
00:14:27
Willy
00:15:29
Andreas
00:15:45
Willy
00:16:08
Andreas
00:16:16
Willy
00:16:21
Andreas
00:16:26
Willy
00:16:34
Andreas
00:16:35
Willy
00:16:53
Andreas
00:16:56
Willy
00:17:02
Andreas
00:17:03
Willy
00:17:19
Andreas
00:17:24
Willy
00:17:44
Andreas
00:17:48
Willy
00:17:59
Andreas
00:18:00
Willy
00:18:18
Andreas
00:18:23
Willy
00:18:36
Andreas
00:18:38
Willy
00:19:40
Andreas
00:19:42
Willy
00:19:51
Andreas
00:19:56
Willy
00:20:06
Andreas
00:20:08
Willy
00:20:10
Andreas
00:20:33
Willy
00:20:35
Andreas
00:20:38
Willy
00:21:23
Andreas
00:21:27
Willy
00:22:23
Andreas
00:22:25
Willy
00:22:43
Andreas
00:22:56
Willy
00:23:17
Andreas
00:23:18
Willy
00:24:05
Andreas
00:24:15
Willy
00:24:38
Andreas
00:25:01
Willy
00:25:06
Andreas
00:25:11
Willy
00:25:14
Andreas
00:26:01
Willy
00:26:53
Andreas
00:26:55
Willy
00:27:05
Andreas
00:27:22
Willy
00:28:28
Andreas
00:29:49
Willy
00:29:52
Andreas
00:29:53
Willy
00:31:00
Andreas
00:31:03
Willy
00:31:45
Andreas
00:31:47
Willy
00:32:20
Andreas
00:32:24
Willy
00:33:12
Andreas
00:33:15
Willy
00:33:53
Andreas
00:33:59
Willy
00:34:31
Andreas
00:34:43
Willy
00:34:45
Andreas
00:34:49
Studenten
00:35:07
Andreas
00:35:22
Willy
00:35:58
Andreas
00:36:01
Willy
00:36:16
Andreas
00:36:18
Willy
00:36:40
Andreas
00:37:01
Willy
00:37:46
Andreas
00:37:47
Willy
00:37:50
Andreas
00:38:15
Willy
00:38:57
Andreas
00:38:59
Willy
00:39:05
Andreas
00:39:08
Willy
00:39:39
Andreas
00:39:45
Willy
00:40:44
Andreas
00:40:45
Willy
00:40:46
Andreas
00:40:47
Willy
00:41:01
Andreas
00:41:03
Willy
00:41:26
Andreas
00:41:33
Willy
00:41:36
Andreas
00:41:59
Willy
00:42:00
Andreas
00:42:08
Willy
00:42:59
Andreas
00:43:03
Willy
00:43:33
Andreas
00:43:40
Studenten
00:43:41
Andreas
00:44:10
Willy
00:46:03
Andreas
00:46:42
Willy
00:47:00
Andreas
00:47:07
Willy
00:47:24
Andreas
00:47:33
Willy
00:47:37
Andreas
00:48:02
Willy
00:48:45
Studenten
00:48:50
Andreas
00:49:11
Willy
00:49:18
Andreas
00:49:22
Willy
00:50:23
Andreas
00:50:24
Willy
00:50:56
Andreas
00:50:57
Studenten
00:51:09
Willy
00:51:19
Andreas
00:51:23
Willy
00:51:35
Andreas
00:51:39
Willy
00:52:04
Andreas
00:52:06
Willy
00:52:32
Andreas
00:52:46
Willy
00:52:53
Andreas
00:52:55
Willy
00:53:32
Andreas
00:53:34
Willy
00:53:53
Andreas
00:54:25
Willy
00:54:43
Andreas
00:54:45
Willy
00:56:01
Andreas
00:56:02
Studenten
00:56:09
Willy
00:56:19
Andreas
00:56:33
Willy
00:57:51
Andreas
00:57:56
Studenten
00:58:00
Andreas
00:58:30
Willy
00:58:35
Andreas
00:58:38
Willy
00:59:57
Andreas
01:00:01
Studenten
01:00:36
Andreas
01:00:49
Willy
01:00:53
Andreas
01:00:55
Willy
01:01:10
Andreas
01:01:11
Willy
01:02:08
Andreas
01:02:10
Willy
01:02:13
Andreas
01:02:14
Willy
01:02:34
Andreas
01:02:36
Willy
01:02:39
Studenten
01:02:43
Willy
01:02:46
Studenten
01:02:49
Andreas
01:03:15
Willy
01:04:38
Andreas
01:04:42
Willy
01:04:49
Andreas
01:05:18
Willy
01:06:35
Andreas
01:06:37
Willy
01:06:42
Andreas
01:06:45
Willy
01:07:20
Andreas
01:07:22
Willy
01:09:11
Studenten
01:09:14
Andreas
01:09:39
Willy
01:10:44
Studenten
01:10:47
Willy
01:10:49
Studenten
01:10:50
Andreas
01:11:12
Studenten
01:12:29
Andreas
01:13:06
Willy
01:13:08
Andreas
01:13:09
Willy
01:13:26
Andreas
01:13:30
Willy
01:14:45
Andreas
01:15:58
Willy
01:16:06
Andreas
01:16:16
Willy
01:18:08
Andreas
01:18:51
Willy
01:19:17
Andreas
01:19:19
Willy
01:19:50
Andreas
01:20:01
Willy
01:20:17
Studenten
01:20:23
Andreas
01:20:37
Willy
01:21:23
Andreas
01:21:26
Willy
01:22:49
Andreas
01:23:40
Willy
01:24:25
Andreas
01:25:02
Studenten
01:25:25
Willy
01:25:48
Andreas
01:25:54
Willy
01:27:38
Andreas
01:27:45
Willy
01:28:24
Andreas
01:28:27
Willy
01:28:38
Andreas
01:28:41
Willy
01:29:08
Andreas
01:29:10
Willy
01:29:20
Andreas
01:29:21
Willy
01:29:59
Andreas
01:30:00
Willy
01:30:04
Andreas
01:30:57
Willy
01:31:44
Andreas
01:31:48
Willy
01:32:49
Andreas
01:33:00
Willy
01:33:35
Andreas
01:33:37
Willy
01:33:57
Andreas
01:34:01
Willy
01:34:02
Andreas
01:34:03
Willy
01:34:11
Andreas
01:34:31
Willy
01:35:19
Andreas
01:35:27
Willy
01:35:53
Andreas
01:36:11
Willy
01:36:16
Andreas
01:36:30
Willy
01:37:04
Andreas
01:37:16
Willy
01:37:19
Andreas
01:37:20
Willy
01:38:31
Andreas
01:38:33
Willy
01:39:02
Andreas
01:39:35
Willy
01:40:14
Andreas
01:40:27
Willy
01:42:02
Feedback geben
Dir gefällt der Podcast und Du möchtest das mal loswerden? Du hast Tipps für neue Themen oder magst über den Inhalt bestimmter Folgen diskutieren? Dann wähle im Formular die jeweilige Episode aus und schreib uns eine Nachricht. Vielen Dank für Dein Feedback!