Eier aus Österreich: Was steckt hinter dem Stempel? - Michael Wurzer
Michael Wurzer von der Geflügelwirtschaft Österreich über Käfigverbot, Importdruck und fehlende Kennzeichnung
14.06.2026 108 min
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Österreich ist beim Thema Eier ein Sonderfall: komplett käfigfrei seit 2020, gentechnikfreies Futter aus der Donauregion, eine eigene Eierdatenbank für die Rückverfolgbarkeit jedes einzelnen Frischeis. Klingt nach Vorzeigeland. Ist es auch, zumindest beim Frischei.
Aber dann habe ich mit Michael Wurzer geredet, dem Geschäftsführer der Geflügelwirtschaft Österreich, und mir ist ein paar Mal der Mund offen stehen geblieben. Denn sobald ein Ei aufgeschlagen und verarbeitet wird, in Kuchen, Nudeln, Mayonnaise, endet die Transparenz. Keine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, keine Haltungsformangabe. Was da drin ist, weiß im Grunde niemand. Und gleichzeitig kommt ein hoher Anteil an Eiern und Eiprodukten aus der Ukraine in die EU, zum überwiegenden Teil aus Käfighaltung.
Michael erklärt, warum das österreichische System so gut funktioniert hat, warum es auf einem Handschlag mit dem Lebensmitteleinzelhandel beruht und was passiert, wenn dieser Handschlag bröckelt. Wir reden über den Selbstversorgungsgrad, über die Preisfrage, über bayerische Eier im Regal und darüber, ob die Konsumentinnen und Konsumenten wirklich bereit sind, für höhere Standards auch mehr zu zahlen.
Außerdem erfahre ich, warum Hühner 330 Grad sehen können und dass sie tatsächlich entfernte Verwandte des Tyrannosaurus Rex sind.
Viel Freude beim Reinhören!
00:00:00 Los gehts
Einstieg: Warum Österreich bei Eiern ein Sonderfall ist
00:02:25 Wer ist Michael Wurzer?
Vom Waldviertel über die BOKU zur Geflügelwirtschaft
00:08:02 Was tut die Geflügelwirtschaft?
Interessensvertretung, Struktur und Netzwerk der GWÖ
00:16:24 Vom Käfig zur Freilandhaltung
EU-Standards, das österreichische Tierschutzgesetz und der Umstieg
00:27:01 Bodenhaltung, Freiland, Bio
Die Haltungsformen in Österreich und was sie unterscheidet
00:29:05 Donau-Soja und gentechnikfreies Futter
Regionales Soja als Wettbewerbsvorteil und CO2-Reduktion
00:37:18 Eierkennzeichnung und Eierdatenbank
Was der Code auf dem Ei verrät und wo die Transparenz aufhört
00:45:02 Selbstversorgung und Importdruck
87 bis 90 Prozent Eigenbedarf, ukrainische Eier und der Spotmarkt
00:52:02 Ukrainische Eier am Großgrünmarkt
Was hinter dem Fund steckt und warum Kennzeichnung fehlt
00:59:33 Bayerische Eier im Supermarkt
Ist das Schutzschild des Handels am Bröckeln?
01:15:18 Herkunftskennzeichnung in Gastronomie
Was freiwillig geht, was gesetzlich fehlt
01:37:24 Mythen rund ums Huhn
Eiergrößen, Dotterfarbe und der T-Rex im Huhn
Kurz-Bio Gast:
Michael Wurzer ist Geschäftsführer der Geflügelwirtschaft Österreich (GWÖ) und vertritt seit rund 20 Jahren die Interessen der heimischen Geflügelhalterinnen und -halter. Er hat am Francisco Josephinum in Wieselburg maturiert und anschließend Agrarökonomik an der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien studiert.
INFOS ZUR FOLGE
Geflügelwirtschaft Österreich
www.gefluegelwirtschaft.at
Geflügelwirtschaft Österreich auf Facebook
www.facebook.com/profile.php?id=61557530799983
Geflügelwirtschaft Österreich auf LinkedIn
www.linkedin.com/company/gefluegelwirtschaft-oesterreich
Michael Wurzer auf LinkedIn
www.linkedin.com/in/michael-wurzer-70a3b615
Österreichische Eierdatenbank
www.eierdatenbank.at
Donau Soja
www.donausoja.org
QGV – Österreichische Qualitätsgeflügelvereinigung
www.qgv.at
AMA-Gütesiegel
www.ama.at
Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ)
www.nutztier.at
Aber dann habe ich mit Michael Wurzer geredet, dem Geschäftsführer der Geflügelwirtschaft Österreich, und mir ist ein paar Mal der Mund offen stehen geblieben. Denn sobald ein Ei aufgeschlagen und verarbeitet wird, in Kuchen, Nudeln, Mayonnaise, endet die Transparenz. Keine verpflichtende Herkunftskennzeichnung, keine Haltungsformangabe. Was da drin ist, weiß im Grunde niemand. Und gleichzeitig kommt ein hoher Anteil an Eiern und Eiprodukten aus der Ukraine in die EU, zum überwiegenden Teil aus Käfighaltung.
Michael erklärt, warum das österreichische System so gut funktioniert hat, warum es auf einem Handschlag mit dem Lebensmitteleinzelhandel beruht und was passiert, wenn dieser Handschlag bröckelt. Wir reden über den Selbstversorgungsgrad, über die Preisfrage, über bayerische Eier im Regal und darüber, ob die Konsumentinnen und Konsumenten wirklich bereit sind, für höhere Standards auch mehr zu zahlen.
Außerdem erfahre ich, warum Hühner 330 Grad sehen können und dass sie tatsächlich entfernte Verwandte des Tyrannosaurus Rex sind.
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Einstieg: Warum Österreich bei Eiern ein Sonderfall ist
00:02:25 Wer ist Michael Wurzer?
Vom Waldviertel über die BOKU zur Geflügelwirtschaft
00:08:02 Was tut die Geflügelwirtschaft?
Interessensvertretung, Struktur und Netzwerk der GWÖ
00:16:24 Vom Käfig zur Freilandhaltung
EU-Standards, das österreichische Tierschutzgesetz und der Umstieg
00:27:01 Bodenhaltung, Freiland, Bio
Die Haltungsformen in Österreich und was sie unterscheidet
00:29:05 Donau-Soja und gentechnikfreies Futter
Regionales Soja als Wettbewerbsvorteil und CO2-Reduktion
00:37:18 Eierkennzeichnung und Eierdatenbank
Was der Code auf dem Ei verrät und wo die Transparenz aufhört
00:45:02 Selbstversorgung und Importdruck
87 bis 90 Prozent Eigenbedarf, ukrainische Eier und der Spotmarkt
00:52:02 Ukrainische Eier am Großgrünmarkt
Was hinter dem Fund steckt und warum Kennzeichnung fehlt
00:59:33 Bayerische Eier im Supermarkt
Ist das Schutzschild des Handels am Bröckeln?
01:15:18 Herkunftskennzeichnung in Gastronomie
Was freiwillig geht, was gesetzlich fehlt
01:37:24 Mythen rund ums Huhn
Eiergrößen, Dotterfarbe und der T-Rex im Huhn
Kurz-Bio Gast:
Michael Wurzer ist Geschäftsführer der Geflügelwirtschaft Österreich (GWÖ) und vertritt seit rund 20 Jahren die Interessen der heimischen Geflügelhalterinnen und -halter. Er hat am Francisco Josephinum in Wieselburg maturiert und anschließend Agrarökonomik an der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien studiert.
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Musik:
„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner
„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
… und ein bisserl selbst gesungen 😊
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle
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Transkript
Das war 1996 oder 1994, hat Billa gesagt, wir verkaufen keine Käfig-Eier mehr.
Und dann natürlich entsteht dann da auch ein Druck in der Gesellschaft.
Es kamen dann Tierschutzorganisationen, die dann die Haltungsform kritisiert
haben. Es war der Druck, einfach der gesellschaftliche Druck da und es war die
Notwendigkeit, dafür die Geflügelwirtschaft zu handeln und die Politik hat darauf reagiert.
Die Grundvoraussetzung, dass dieses Geld dann auch fließt, ist natürlich die,
dass die Konsumentin oder Konsument eine bewusste Kaufentscheidung treffen.
Und diese bewusste Kaufentscheidung kann sie eher treffen, wenn er weiß,
wo das herkommt und wie die Tiere gehalten werden. Und das ist natürlich bei
Frisch-Eiren perfekt, weil da haben wir die Eierkennzeichnung seit 2004.
125.000 Tonnen Eier kommen aus der Ukraine und in der Ukraine gibt es ja noch
über 95 Prozent der Hähnen sind in der Käfig-Haltung und
die großen Mengen kommen in die EU rein und werden da verarbeitet zu den Ei-Produkten
und da fehlt einfach die klare Kennzeichnung.
Grüß euch. Ja, Österreich ist europaweit und vermutlich auch weltweit vielfach
ein Vorreiter, wenn es ums Thema Tierwohl geht.
Die Käfighaltung, die ist spätestens seit dem Jahr 2020 hierzulande Geschichte
und unsere Legehennen, ja, die bekommen gentechnikfreies Futter aus der Donauregion.
Doch während wir beim Frischei, also quasi dem original verpackten Ei in der
Schale, dank Stempel- und Eierdatenbank ganz genau wissen, wo es herkommt,
sind die Eier in verarbeiteten Produkten bis heute weitgehend nicht kennzeichnungspflichtig.
Freiwillig? Ja, da ist alles möglich, doch die gesetzliche Pflicht, die gibt es nicht.
Sei es jetzt im Supermarkt, im Großhandel oder auch in der Gastronomie.
Ausnahme gibt es auch, seit 2023 gibt es definierte Produkte in der Gemeinschaftsverpflegung.
Wie die heimische Geflügelbranche mit diesem Umstand umgeht und welche politischen
Rahmenbedingungen es für die Zukunft auch noch braucht.
Und natürlich noch ein paar Punkte mehr. Das bespreche ich heute mit dem Branchenvertreter
der Geflügelwirtschaft Österreich, dem Michael Wurzer.
Und euch jetzt viel Spaß beim Reinhören und wenn ihr das auf YouTube seht,
dann auch viel Spaß beim Reinschauen.
Michi, bist du bereit?
Ich bin bereit, ja. Ist das heiß? Nein, ist nicht heiß.
Alles gut. Draußen gefühlte 32 Grad.
Und bei dir schon gekühlt alles.
Wir haben extra einen Minilater her. Wenn der Kopf dann heiß wird,
wir wollen ja, dass du einen kühlen Kopf bewahrst.
Das werde ich bemühen.
Was bedeutet für dich Landwirtschaft?
Willi, vielen Dank einmal für die Einladung. Ich komme sehr, sehr gern zu dir.
Landwirtschaft ist ein ganz breiter Begriff. Ich habe mich dazu entschlossen,
Landwirtschaft zu studieren und war immer
begeistert in dem Bereich, weil die Landwirtschaft zu vielfältig ist und Landwirtschaft
hat mit Natur zu tun und Natur, da geht es um Pflanzen, um Tiere,
das hat mich immer fasziniert.
Komplexe Systeme, die zusammenhängen und ich bin immer der Meinung,
Landwirte müssen eigentlich mehr wissen als jeder Manager, wenn sie diese komplexen
Systeme verstehen wollen.
Und du bist auch komplexe Systeme, bist du deswegen Branchenmanager geworden?
Das war gar nicht so geplant, das war nicht so geplant, aber ich versuche immer,
schon die Komplexität zu verstehen und zu schauen, wie man die Dinge verbessern kann. Okay.
Wie tut es dann? Wir reden heute auch ein bisschen über dieses Thema mit den
75.000 Eiern, die aus der Ukraine da scheinbar am Großgrünmarkt gelandet sind.
Kurz vorweg, was war der erste Gedanke, wie du das damals gehört hast als Branchenvertreter?
Also als Branchen Madrid, grundsätzlich wissen wir natürlich,
dass diese Standards komplett unterschiedlich sind und ich bin grundsätzlich
der Meinung, Eier dürfen nicht
ungekennzeichnet zu uns kommen und die Menschen müssen einfach wissen,
wo die Eier herkommen und wie die Hühner gehalten werden.
Was war der erste Gedanke? Unscheiße oder Arbeit?
Arbeit. Nein, ich habe mir gedacht, ja, es ist eigentlich gut,
dass solche Dinge aufs Tableau kommen, dass sie medial diskutiert werden,
weil wir können dazu Stellung nehmen und wir haben das auch gemacht.
Schauen wir vielleicht einmal ein bisschen, wer du eigentlich so bist,
wo du herkommst, Biografie und Kontext, der erste Blog bei mir am Zettel.
Du kommst aus der Landwirtschaft?
Ich komme nicht direkt aus der Landwirtschaft, also meine Großeltern haben Landwirtschaft
gehabt, der Onkel, da habe ich Kindheit verbracht, ich komme ursprünglich aus
dem Waldviertel, aus Geföll.
Der nächste Waldviertel. Ich habe ganz viel Waldviertel da irgendwie.
Bezirk Krems.
Wir haben selber keine Flügelhaltung. Mir hat vorher schon gesagt,
die Natur interessiert, Landwirtschaft immer interessiert.
War dann in Franziska Josefin um, war dann auf der BOKU-Landwirtschaft studiert
und war dann beim Schweizer Kontrollunternehmen und habe dort ein paar Jahre
gearbeitet und dann ist der Geschäftsführer
der Geflügelwirtschaft Österreich ausgeschrieben worden, hat mich beworben,
hat es ein paar Runden gegeben und dann habe ich den Job bekommen.
Genau, habe mich gefreut.
Straightforward.
Straightforward, obwohl ich jetzt nicht wirklich Know-how im Geflügelbereich gehabt habe.
Wie kommt man auf die Idee, dass man Landwirtschaft, du hast ja wirklich,
du hast ja die klassische, das ist ja eine komplette landwirtschaftliche,
also Franziskus Josefinum, vielleicht erklärst du kurz, was das ist.
Franziskus Josefinum ist eine höhere landwirtschaftliche Bundeslernstalt,
da kann man die Matura machen, landwirtschaftlich.
Wie kommt man darauf, dass man das macht, ohne Betrieb daheim,
ohne Warteitiel Landwirt zu werden, oder?
Nein, mir hat die Natur fasziniert, die Landwirtschaft, die Tiere,
die Pflanzen, wie das alles zusammenhängt und auch die Wirtschaftlichkeit.
Wie bringt man das Alters unter dem Dach?
Was hat daran fasziniert? Das darf mich jetzt schon interessieren.
Was mich so fasziniert hat.
Wie gesagt, die Komplexität in der Natur habe ich spannend gefunden,
wie diese Dinge alle zusammenhängen.
Der Boden ist ja unglaublich vielfältig und der Darm ist auch vielfältig.
Und wir haben da ja, das zu verstehen, wie das alles funktioniert, das wollte ich lernen.
Da haben wir beide das Gleiche zu. Ich verstehe es zwar bis heute noch nicht,
aber ich mache Folge 300 im Podcast und ich verstehe immer noch nicht, wie es funktioniert.
Ich verstehe auch nicht alles, aber man versteht dann immer wieder.
Das Leben ist ja eine Annäherung. Meistens ist es viel zu kurz,
dass man dann irgendwann einmal bei der Wahrheit landet. Aber sagen wir mal,
wir nähern uns dem Ganzen an. Das heißt, du warst ein rechter Exot, oder?
Ja, ich war eigentlich ein Exot, richtig.
Wie viele Leute hat es gegeben auf der Uni?
Also im Josefinum hat es tatsächlich sehr wenige gegeben. Da waren glaube ich
nur zwei, drei in meiner Klasse, die jetzt keine Anwirtschaft gehabt haben.
Hat es einen Namen für euch gegeben?
Nein, eigentlich wisst ihr die jetzt nicht.
Genau, alle haben gewusst, nur ihr drei nicht.
Ja, wahrscheinlich, das kann sein.
Studiert hast du dann auf der BOKU?
Auf der BOKU habe ich dann Agrarökonomik studiert, genau. Und ja,
war jetzt nochmal ein guter Aufbau auf das vom Josef Inhoff.
Das wissen wir natürlich schon viel gewusst von der Schule, aber da ist man
dann ein bisschen spezifischer und breiter. Also beides eigentlich, ja.
Und die Geflügelwirtschaft, die Bewerbung dort, war was anderes aufgeschrieben
gewesen? Hättest du was anderes auch gemacht?
Interessensvertretung hat mich interessiert. Mich interessiert grundsätzlich
interessenspolitische Arbeit, mich interessiert Medienarbeit.
Und ich bin ein bisschen ein Idealist auch, weil ich denke, ich würde gerne
Dinge zum Besseren verändern.
Und ich habe mir gedacht, okay, das ist so ein Job, da kann man wirklich Dinge
verändern. Und natürlich kannst du als Geschäftsführer nicht die ganze Branche
umdrehen und man ist abhängig von Entscheidungen, die kommen natürlich vom Vorstand, aber
Viele Dinge haben wir in den letzten 15 Jahren tatsächlich verbessert.
Für die Bauern, für die Bauern, für die Tiere.
So lange bist du dabei? Ja, genau. Ich bin schon 20 Jahre dabei.
20 Jahre schon?
Ja, ich bin schon 20 Jahre dabei. So alt wirst du schon? Ja, danke Willi. Danke.
Erklär uns einmal bitte, du hast es gerade gesagt, Interessensvertretung.
Was ist Interessensvertretung?
Für was ist die GÜW? Also die GWÖ.
Das sage ich schon wieder verkehrt. Alles klar. Geflügelwirtschaft Österreich.
Früher Zack, glaube ich.
Bist du Interessensvertreter oder Lobbyist oder ist das eh das Gleiche?
Also das Lobbyist hat jetzt nicht so einen guten Ruf. Das hat ein bisschen einen Beigeschmack, genau.
Ich würde einmal sagen, Interessensvertreter und was tut man da eigentlich?
Wir sind ja das Pendant zur Landwirtschaftskammer, wo die Landwirte,
Landwirtinnen und Pflichtmitglieder sind.
Bei uns sind sie freiwillig Mitglieder. Und wir sind, ich würde jetzt mal sagen,
wir sind sehr stark im Marktgeschehen drinnen und wir schauen,
dass diese Wertschöpfungskette funktioniert. Das finde ich hochspannend,
weil diese Wertschöpfungskette funktioniert.
Nur dann, wenn diese Teile dazwischen auch alle funktionieren.
Also gerade die Geflügelwirtschaft ist ja auch sehr...
Schwächste Glitterkette, oder?
Die schwächste Glitterkette kann bremsen. Wenn wir jetzt zu wenig Elterntiere
haben oder zu wenig Bruteier, dann können wir hinten noch auch keine ausreichend Masthühner halten.
Und gerade im Amagütesiegel ist es ja so, dass man quasi vom Beginn der Produktion
vom Bruteier, das in Österreich erbrütet sein muss,
bis zum Ei, das in Österreich dann, oder bis zu einer Masthinne oder Hund,
das geschlachtet wird, der Kette ist in Österreich.
Du hast jetzt von dieser Wertschöpfungskette gesprochen, aber gar nicht aufgeschrieben,
aber gehst doch mit mir mal von hinten bis hinten oder von hinten bis vorne,
es sind viele Glieder inzwischen, es ist ein sehr ausdifferenziertes System,
auch nicht ganz unkomplex wahrscheinlich.
Wo fängt das an, bis wohin geht das?
Also wenn wir beim Ei bleiben, ist es natürlich so, da gibt es jetzt Elterntiere,
die legen Eier und aus diesen Eiern schlüpfen Küken und diese Küken werden dann
als Junghennen aufgezogen bis zur 18.
Woche und dann kommen diese Junghennen in einen Legerhennenstall und dann dort
nochmal vielleicht 70 Wochen und werden dann geschlachtet.
Und diese Eier kommen natürlich dann, die gelegt werden von den Legerhennen,
die kommen dann in eine Großbackstelle, Eierbackstelle und diese Eierbackstelle
liefert die Eier verpackt, Sie
kontrolliert sie, verpackt sie und dann kommen sie zum Lebensmitteleinzelhandel
oder sie werden in einer anderen Absatzschiene in der Direktvermarktung vermarktet
oder in Gastronomie oder Lebensmittelindustrie.
Also das ist jetzt für das Beispiel EISO eine Kette.
Genau, wir legen halt eher ein bisschen, nachher schauen wir vielleicht noch
ein bisschen zum Fleisch rüber, wir legen halt ein bisschen den Fokus auf das EISO.
Aber wir bleiben noch kurz bei der GWÖ und bei der Tätigkeit.
Also ihr seid für das gesamte Geflügel plus Eier in Österreich zuständig.
Wie schaut so ein Arbeitstag bei dir aus?
Also gut, wir sind für die Mastgeflügelhaltung, für die Legehennenhaltung,
aber eigentlich auch für Enten-,
Gänse- und Straßenhaltung indirekt auch zuständig. Also alles, was fliegt.
Aber vorrangig sind die großen Bereiche, die Masthühnerhaltung und die Legehennenhaltung.
Es gibt so einen typischen Tag jetzt nicht, wenn du mich fragst,
wie sieht so ein typischer Tag aus?
Also es kommen Themen aufs TAPE und die müssen dann bearbeitet werden.
Kürzlich, du hast es angesprochen, die ukrainischen Eier beispielsweise,
wo man dann dazu recherchiert, wie sind die Hintergründe, wo kam die Ware her,
war die Lieferung angemeldet, waren die tatsächlich gekennzeichnet,
dann spricht man mit dem Marktamt,
dann spricht man mit dem Landwirtschaftsministerium, mit den Medien und möglicherweise
macht man dann eine Presseaussehung, und wie wir es dann auch gemacht haben,
um unsere Position einfach klar zu machen.
Und in dem Fall ging es halt dann auch darum, dass einfach diese großen Mengen
der Eier aus der Ukraine dann in die EU kommen.
Die werden hier aufgeschlagen, verarbeitet und diese Eierprodukte kommen dann
wieder bei uns auf den Tellern in Form von den Backwaren. Und da gibt es eine
zu schlechte Kennzeichnung.
Also im Regelfall kann man es nicht mehr nachvollziehen, wo die Eier herkommen
und wie die Hühner gehalten worden sind.
Ja gut, Herkunftsgrenze, ich habe eben auch noch aufgeschrieben, extra Punkt noch.
Jetzt bist du Vertreter deiner Branche, was ich mir im Vorfeld beim Nachdenken
ein bisschen überlegt habe ist,
Kannst du auch deiner Branche gegenüber einmal kritisch auftreten und einmal
sagen, hey Leute, das ist jetzt einmal nicht gut oder da müsste man drüber nachdenken
oder so oder bist du im Prinzip nur unter Anführungszeichen Sprachrohr?
Das ist eine gute Frage. Also ich glaube, grundsätzlich ist es so,
dass natürlich wir haben einen Vorstand und ich orientiere mich an dem,
was der Vorstand vorgibt. Also da gibt es klare Arbeitsaufträge,
aber natürlich kann ich schon auf Dinge hinweisen.
Ihr seid ein Verein, oder?
Wir sind ein Verein, genau.
Hauptsache ein Obmann etc.
Genau, Obmann und ein Vorstand. Und natürlich weise ich auf Dinge hin.
Wir haben auch sehr kompetente Geflüge-Referenten in den Bundesländern.
Da gibt es eigene Sitzungen, da nimmt man die Themen mit von den Kollegen,
bringt es auch in den Vorstand rein.
Und natürlich dieses Netzwerk, das man sich dann aufgebaut hat,
oder dieses Netzwerk, das ist ja als Interessenvertretung grundsätzlich wichtig,
auch zu allen möglichen Gruppierungen, Vertretungen, NGOs.
Da muss man laufend in Kontakt sein und schauen, wo sind da die Positionen,
wo können wir unsere Positionen einbringen.
Eine Grundaussage ist immer, ehrlich bleiben, viel argumentieren.
Und einfach schauen, dass man eine ehrliche Zusammenarbeit hat und das ist dann
auch die Grundlage für eine gute Zusammenarbeit später.
Das heißt, ihr seid ja in die Bundesländer organisiert, also Bundesländerorganisationen, oder?
Ja, genau. Es gibt in jedem Bundesland eine Geflügelwirtschaft mit dem Namen
des Bundeslandes, also Geflügelwirtschaft Burgenland, Geflügelwirtschaft Steierberg und so weiter.
Und da sind vorrangig die Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter organisiert.
Da gibt es einen Obmann und dieser Obmann ist dann wieder bei uns im Vorstand.
Okay, und der hat dann noch einmal den Obmann und das ist dann die Bundesebene.
Also in Österreich sind immer 9 plus 1 quasi, war eigentlich auch nicht anders.
Genau, und dann gibt es noch zwei Erzeugergemeinschaften. Die Erzeugergemeinschaft
EZG Frischheit, die für den Eierbereich zuständig ist, die auch eine Preisnotierung
hat und die Geflügel-Mastgenossenschaft, die für die Mäster zuständig ist,
die dann den Mastbereich organisiert.
Und zuletzt eben noch, auch ganz wichtig, die QGV, das ist der Geflügel-Gesundheitsdienst,
österreichweit, bundesweit organisiert mit einer sehr guten Datenbank.
Gesundheitsdienst, ein eigener Gesundheitsdienst, zusätzlicher Ansatz.
Und du hast jetzt gesagt, ihr arbeitest dann mit vielen Stellen zusammen.
Wer sind die hauptsächlichen Ansprechpartner, wo ihr eure Arbeit dann macht?
Auch das ist wirklich sehr unterschiedlich je nach Thema. Medien.
Genau, mit Medien, sehr gerne.
Unterschiedlich, also in der Arbeit, täglichen Arbeit mit der Landwirtschaftskammer,
mit der Agrarmarkt-Austria natürlich auch, wo es um diese Programme geht,
aber auch allen möglichen politischen Fraktionen, wenn es um Fragestellungen
geht, mit den Ministerien, wenn es um Tierhaltungsstandards geht oder neue Verordnungen,
die kommen, die begutachtet werden sollen, Gesundheitsministerium,
Landwirtschaftsministerium.
Zwischendurch einmal AGES, die Wissenschaft und die Forschung auch,
da gibt es dann die Uni, die VetMed, die da auch kompetente Leute hat zum Thema
Tierschutz und zum Thema Tierwohlkriterien.
Das sind alle Stakeholder sozusagen.
Kannst du es so nennen, ja.
Schauen wir uns jetzt einmal ein bisschen an, wie gesagt, den Fokus ein bisschen
auf die Eier legen, die europäischen Rahmenbedingungen, also diese Mindeststandards.
Wir haben es jetzt gehört, es waren diese Eier aus der Ukraine da,
sie waren nicht gestempelt etc.
Dann geht es dann in große Diskussionen, was sind das überhaupt für Eier,
weil irgendwo in einem Artikel habe ich mal gelesen, so könnten Käfigeier sein,
weiß man aber nicht, war kein Stempel drauf.
Nächster Gang ist, ja, was sind jetzt eigentlich die Standards hier bei uns in Europa?
Und das ist so ein bisschen die Mindeststandards und dann reden wir ein bisschen
über Österreich, weil wir sind ein bisschen speziell, glaube ich. Genau.
Ja, also danke für die Frage. Wir sind definitiv speziell und da gibt es ein
Erfolgsmodell, entspricht der Interessensvertreter aus mir, aber es ist tatsächlich so.
Wie sind die Standards in Europa? Also wir haben
in der Europäischen Union nach wie vor auch die Käfighaltung,
aber das ist dann die ausgestaltete Käfighaltung und das sind 40% der Legehennen
noch in ausgestalteten Käfig. In gesamte Europa? In gesamte Europa, ja.
4 von 10.
Vier von zehn, genau.
Ausgestaltet heißt aber?
Das ausgestaltete Käfig ist nicht der konventionelle Käfig, der alte Käfig.
Der alte Käfig, da hat ein Huhn quasi ein bisschen weniger als ein A4-Platz-Platz
gehabt, 500 Quadratzentimeter und
diese alte Käfighaltung ist in der Europäischen Union 2012 verboten worden und
in Österreich schon 2009.
Wir waren da das erste Land, das die alte Käfighaltung verboten hat Und dann
hat es quasi so eine Art Übergangslösung gegeben.
Oder eine Ersatzlösung von der Europäischen Union, wo man gesagt hat,
okay, man will diese Käfige nicht komplett verbieten und hat die Möglichkeit
geschaffen, ausgestaltete Käfige zuzulassen.
Da hat das Tier ein bisschen mehr Platz und 750 Quadratzentimeter und die haben
gewisse Funktionsbereiche dort.
Das heißt dann ausgestaltet? Das heißt, es ist nicht nur uniform ein Mono-Käfig,
sondern ein ausgestalteter Käfig mit Funktionsbereichen drinnen.
Es ist und bleibt ein Käfig, das ist so. Und man muss dazu sagen,
das war jetzt noch ein bisschen vor meiner Zeit, aber da muss man auch unserer
Politik tatsächlich gratulieren.
Das war damals eine kluge Entscheidung, das Bundestierschutzgesetz 2005,
da hat man wirklich in Österreich beschlossen, okay, aus für die konventionelle
Käfighaltung, aber auch gleich mitgedacht, wie jetzt mit dem ausgestalteten Käfig weiter.
Und man wollte den Betrieben eigentlich für diese ausgestalteten Käfige auch
keine Perspektive bieten und hat gesagt, okay,
für diese ausgestalteten Käfige kriegt sie eine Übergangszeit von 15 Jahren,
sprich mit Ende 2019 ist auch das vorbei in Österreich.
Und das war aus heutiger Sicht eine kluge Entscheidung. Es hat ganz wenig Betriebe
gegeben, die diesen ausgestalteten Käfig gebaut haben und diese wenigen
hauenvoll Betriebe hat dann Ende 2019 diesen ausgestalteten Käfig auch beendet.
Somit sind wir komplett käfigfrei.
Das war ein eigenes System. Also du hast nicht einfach deinen normalen Käfig
umstellen können auf einen ausgestalteten, indem du ihn ein bisschen größer
machst, sondern du hast ein eigenes System einbauen müssen.
Ja genau, das ist eine sehr kostenintensive Sache.
Wie hoch war denn damals der Anteil der Käfig heute in Österreich?
Vor 2012, oder? Also
vor 2009, wir haben ja in den 90er Jahren auch sicher 90% der Hennen im Käfig gehabt Und
dann kam eine EU-Legendenrichtlinie 1999, da hat man schon gewusst,
okay, es wird mit der konventionellen Käfighaltung zu Ende gehen.
Und die Betriebe haben sich schon darauf eingestellt.
Ja, und dann muss man sagen, eine ganz spannende Entwicklung,
und das ist mir wichtig darauf hinzuweisen, wir haben dann quasi mit dem Ausstieg aus der Käfighaltung
sukzessive auf die tierfreundlichen Haltungssysteme umgestiegen und der Lebensmittel-Einzelhandel
hat dann gesagt, okay, dieses System wollen wir unterstützen.
Wir wollen diesem österreichischen System eine Chance geben,
diese tierfreundliche Haltung wollen wir unterstützen, indem wir nur Eierlisten,
die nach diesen hohen Standards, die in Österreich gelten, dann auch produziert werden.
Und das hat jetzt sehr lange funktioniert.
Okay, das heißt, man kann ja eigentlich davon ausgehen, Österreich ist da Pionier
gewesen, hat die höchsten Standards, war als erstes Land, glaube ich, komplett käfigfrei.
Oder? Ja, genau.
Deutschland gibt es immer noch, glaube ich, drei, vier Prozent,
glaube ich, ausgestaltete Käfige. Andere EU-Länder haben noch deutlich mehr.
Wie gesagt, im Schnitt sind es 40, immer noch 40 Prozent.
Wer hat denn diese Kosten dann vertragen? Weil das heißt ja auch,
höhere Kosten, weil mehr Raum für die Tiere, also was übrig bleibt,
sind dann Bodenhaltung, Freilandhaltung und Bio-Freilandhaltung,
glaube ich, wenn ich es richtig im Kopf habe.
Das heißt ja dann auch insgesamt für die Produktion, dass die Preise steigen, oder?
Ja, genau. Das heißt es.
Im Vergleich mit dem Wettbewerb, wenn man wieder über die Grenze schaut,
inneuropäisch, aber auch außereuropäisch, ein Wettbewerbsnachteil,
wenn man nur auf den Preis schaut.
Ganz genau.
Wie haben wir den abgefedert?
Wirklich abgefedert ist der jetzt auch nicht wirklich geworden.
Es hat natürlich eine Umstiegsförderung gegeben damals, also Ausstieg aus der
Käfighaltung zu den tierfreundlichen Haltungsformen.
Aber in Summe hat ja die Branche damals, also bis heute haben wir das einmal
ausgerechnet 400 Millionen Euro in tierfreundliche Haltungssysteme investiert.
Also das ist richtig viel Geld.
Ja, ich tue mal, sobald es 2 Millionen sind, ich habe noch nie mehr als 10.000
Euro live gesehen. Also von dem her tue ich mir wirklich schon mit 400 Millionen.
Aber ja, klingt viel, ist wahrscheinlich auch viel.
Ist auch viel, ja.
Aber wie...
Wenn ich dann in Österreich ein Ei produziere, im Schnitt muss das Ei dann ja
teurer sein, wie wenn ich zum Beispiel jetzt in Deutschland ein produziere oder
irgendwo anders in der Europäischen Union.
Da war ja der Einzelhandel so,
dass Sie gesagt haben, wir machen nur noch österreichische Frischei, oder?
Das war so ein Schutzschild,
Oder so.
Woher ist das mitbekommen? Das war so ein Handschlag. Ich glaube,
man wollte einfach dieser Entwicklung eine Chance geben.
Und das ist ja ganz wichtig. Wir haben ja andere Strukturen als in anderen Ländern.
Und keiner wollte, dass diese Branche jetzt unter die Räder kommt.
Und in dem Maß, wie der Handel dann die ausländischen Käfigähe ausgelistet hat,
hat er dann die Eier aus diesen tierfreundlichen Haltungssystemen eingelistet.
Und das war der Beginn dieser Erfolgsgeschichte.
Behaupte ich jetzt einmal und wir haben ja einen Selbstversorgungsgrad gehabt
von 70% in etwa beim Ausstieg aus der Käfighaltung und jetzt haben wir über 90%.
Das ist wirklich eine tolle Entwicklung und das ist möglich gewesen,
weil es diesen Wettbewerb auf Augenhöhe gibt.
Was war eigentlich damals der Auslöser, dass gerade in Österreich die Entwicklung
so schnell gegangen ist?
Es war ein politischer Wille, es war der politische Wille und es war natürlich
auch schon der gesellschaftliche Druck da.
Ich möchte auch behaupten, da war sicher Billa ein Vorreiter,
der schon in den 90er Jahren hat gesagt, wir wollen aussteigen aus der Käfighaltung.
Und ich glaube, das war 1996 oder 1994 hat Billa gesagt, wir verkaufen keine Käfige mehr.
Und dann natürlich entsteht dann da auch ein Druck in der Gesellschaft.
Es kamen dann Tierschutzorganisationen, die dann die Haltungsform kritisiert
haben. Es war der Druck, einfach der gesellschaftliche Druck da und es war die
Notwendigkeit, dafür die Geflügelwirtschaft zu handeln und die Politik hat darauf reagiert.
Haben es die Konsumentinnen für gefordert oder war es eher der Druck von der
Zivilgesellschaft, von Tierschutzorganisationen etc.?
Ich glaube schon, dass es ein gesamtgesellschaftlicher Wille letztlich war.
Ich glaube einfach, es war dann die Zeit da, wo man gesagt hat,
okay, die Tiere haben tatsächlich eigene Bedürfnisse, wollen ihren eigenen Bedürfnissen nachkommen.
Das ist in einem Käfig mit Sicherheit nicht möglich. Und dann waren natürlich
auch diese unschönen Bilder in den Medien von den Tierschutzorganisationen und
die Leute haben gesagt, na sowas will ich nicht. Und ich muss sagen,
Also ich bin eigentlich überrascht oder nicht überrascht. Ich freue mich einfach,
wie das dann mitgetragen worden ist von den Betrieben.
Und heute ist es eigentlich unvorstellbar, dass irgendjemand sagt,
ich würde mir jetzt einen Käfigstall bauen in Österreich.
Es würde keiner mehr vertreten können. Und da spreche ich sicher,
darf auch nicht mehr, sowieso nicht, aber es würde auch keiner wollen.
Also es ist wirklich auch ideologisch oder vom Kopf her da komplettes Umdenken passiert.
Wie haben die Landwirte damals reagiert und die Landwirte dienen?
Die Landwirte, ja, also gut, ich glaube, es war ja ein kontinuierlicher Prozess.
Es war, obwohl ich lange dabei bin, aber das war doch, ich bin schon lange dabei,
aber das war ja dann doch auch noch ein bisschen vor meiner Zeit.
Und man hat sich dann schon darauf einstellen können und mit einer Umstiegsförderung.
Was man unter Perspektive gehabt hat?
Unter Perspektive gehabt, genau, der Handel hat signalisiert,
Planungssicherheit, ihr könnt investieren, wir werden euch unterstützen.
Und das war einfach, glaube ich, eine ganz wichtige Grundvoraussetzung,
dass sich die Leute dann drüber getraut haben, weil das ja doch sehr viel Geld kostet.
Und das möchte ich auch sagen, ich freue mich sehr darüber, wie die Betriebe
flexibel sind, wenn es um Änderungen geht. Es gibt ja in der Geflügelwirtschaft
dauernd irgendwelche Änderungen und Anpassungen.
Ja, nicht nur in der Geflügelwirtschaft.
Nee, nicht nur, da hast du schon recht.
Aber jetzt bist du ja nicht einmal über die Geflügelwirtschaft. Weiches Bundesfühl.
Jetzt sind Sie aber sicher im Austausch mit den europäischen Organisationen in den anderen Ländern.
Jetzt in Österreich sind wir quasi eine Insel der Seligen aus Sicht des Huhnes, wenn man so will.
Du stellst das als so eine logische Entwicklung dar. Wenn es so logisch ist,
warum haben wir dann immer noch vier von zehn Händeln, die in ausgestalteten Käfigen sitzen?
Ist da das Spiel in den anderen europäischen Ländern noch nicht so da?
Oder was ist da anders? Was sagt da der Austausch?
Ich bin schon der Meinung, dass die Erwartungen der Gesellschaft in den unterschiedlichen
Ländern unterschiedlich sind und die
Da wir in Österreich einfach wahrscheinlich Vorreiter sind und die regionale
Produktion in Österreich wichtig ist, die Leute wollen wissen,
wo kommt das her, die wollen die Landwirte kennen, die wissen,
wir haben kleinere Strukturen, die wissen, wir haben höhere Standards.
Das hat uns natürlich schon bestärkt in der Umstellung. Aber es ist tatsächlich,
und die Märkte sind auch anders. Ich möchte jetzt sagen, in anderen Ländern sind die Eiermärkte,
ganz, ganz schwierig. Also wenn ich mit Import-Eiren aus der Ukraine kämpfen
muss, dann im Lebensmittel-Einzelhandel, dann da hat man jetzt mit Qualitätsproduktion kaum eine Chance.
Jetzt haben wir die ganze Zeit nur über Käfig geredet, das war natürlich das,
was verschwunden ist und das natürlich, was immer noch so in den Gedanken da
ist. In Österreich ist jetzt aktuell kein Thema mehr und auch in der Zukunft gehen wir davon aus.
Was bleibt über Bodenhaltung? Kannst du kurz diese restlichen Systeme noch erklären,
dass wir mal die wichtigsten Fakten einfach mal beieinander haben.
Genau, es ist Bodenhaltung, Freilandhaltung und Biohaltung bleibt übrig,
die werden forciert, wobei eben in den Systemen es auch wieder laufend Weiterentwicklungen gibt.
Also in der Bodenhaltung ist es so, das ist Indoor, das ist Stahlhaltung,
das ist Volärenhaltung, auf mehreren Ebenen werden die Tiere gehalten,
sieben bis neun Tiere pro Quadratmeter, nutzbare Fläche,
Und
das ist einmal die Bodenhaltung in etwa. In der Freilandhaltung ist es so,
da unterscheidet sich die Haltung eben, dass die Tiere ins Freiland kommen und
das Tier hat acht Quadratmeter Platz im Freiland.
Beziehungsweise gibt es jetzt eine neue Gesetzesnovelle, also wenn man besonders
biodiverse Hecken pflanzt, dann kann man den Auslauf auf etwas reduzieren,
auf vier Quadratmeter, weil die Tiere einfach den Auslauf besser nutzen können.
Also das ist der Auslauf dabei.
Und in der Bio-Haltung hat man dann kleinere Einheiten, biologisches Futter.
Was in Österreich aus Kostensicht erschwerend, aus ökologischer Sicht erleichternd
dazukommt, ist ja, dass wir auch beim Futter auch Vorreiter, glaube ich, sind.
In allen Haltungsformen, glaube ich, gentechnikfrei und Donutschweiler,
so weit das irgendwie, was richtig recherchiert hat.
Also wie gesagt, im Bio-Bereich gibt es jetzt eigentlich keine Donasol,
aber da wird auch regionales Futter biologisch verwendet. Aber wir haben durchgängig,
also alle Eier, die im Lebensmittel-Einzelhandel
verkauft werden und die Hühner, die das hergelegt haben, die kriegen alle das Donau-Säure.
Das heißt, wir haben im Prinzip, erklär kurz Donau-Säure, woher kommt das?
Nur von der Donau?
Der Donau wächst der Soja.
Das ist richtig. Darum wird das jetzt auch dieses Einzugsgebiet,
das war eine österreichische Idee, das ist eine schöne Idee.
Den Herrn Krön möchte ich eh noch einmal einladen. Liebe Grüße,
da irgendwann schaffen wir es. Ja, genau.
Ja, ganz kurz erklärt, es geht darum, nachhaltig produziertes regionales Soja
lokal zu verwerten und die lokalen Produzenten,
Verarbeiter und Legehennenhalter zu stärken und bewusst auf Regenwaldsoja zu verzichten.
Also kein Import im Sinne von über den Atlantik drüber oder so.
Genau, und es gibt da diese Berechnungen dazu, das ist ja wirklich eine tolle
Leistung. Durch diese Fütterung von dem regionalen Donau-Soja ist es so,
dass der CO2-Fußabdruck der Eier um 40% niedriger ist. Das ist nicht wieder
der Branchenversorgung.
Ja, muss ich ja.
Aber es ist ja wirklich eine tolle Leistung, die da erbracht wird.
Und da unterscheidet man es ja von ausländischen, nicht österreichischen Produktionen.
Ja, aber wenn man von Donau-Soja, das heißt jetzt nicht, das ist in Österreich,
sondern im Donauraum, wobei der natürlich.
Ohne Betonau ist. Ja, das muss ich es präzisieren. Europa zumindest.
Da hast du absolut recht.
Inzwischen sind es 60 Prozent des Sojas, wir verfüttern etwa 50.000 Tonnen an
österreichische Lägerhennen und 60 Prozent kommen wirklich rein aus Österreich,
die werden hier produziert, hier verarbeitet und der Rest kommt aus.
Donauregion, das geht aber, das ist Norditalien, Serbien bis Ukraine und das
wird jetzt auch der Raum erweitert durch die Klimaveränderung,
wird man dann zukünftig auch mehr von Europa so ersprechen.
Hast du in deinem Sakko drinnen einen Stift?
Einen Stift haben wir jetzt nicht veranfangen.
Das ist super, weil meiner geht überhaupt nicht. Ich tue immer die ganze Zeit
so etwas, würde ich mitschreiben.
Nein, einigen wir uns drauf, ich merke eigentlich das, was ich sagen wollte.
Das habe ich leider jetzt gerade nicht.
Wir haben ja vorher geredet über die europäischen Mindeststandards.
Gentechnik, freies Futter, Donau-Soja, Kaffee,
Ist das ein Mindeststandard europäischer oder wer hat das wie, wo festgelegt?
Nein, das sind privatrechtliche Standards. Also das kann ein Land festlegen,
das kann auch ein bestimmter Standard festlegen.
Und in Österreich ist das schon seit 15 Jahren so, also Donaussäure ist 2014
eingesetzt worden und Gentechnikfreiheit noch ein bisschen früher.
Das heißt, wenn ich das nachlesen, wie nur das man greifen kann.
Also auf der EU-Ebene ist es nicht geregelt, da gibt es ein Mindestfahren.
Was ist da von futtertechnisch?
Ist das futtertechnisch irgendwie reguliert?
Es gibt Fütterung, also es gibt auch Richtlinien dazu, aber
unsere österreichischen Standards, die darauf setzen, darauf auf,
die Gentechnikfreiheit und
Donaussäure.
Und Donaussäure, okay. Das heißt aber, wenn wir vorher geredet haben,
das ist natürlich auch wieder ein bisschen mit höheren Kosten verbunden,
weil natürlich das habe ich dann wieder on top am Produkt drauf, oder?
Das habe ich auch on top am Produkt drauf. Und trotzdem, wenn du das Thema Kostüm wieder ansprichst.
Ja, es ist gerade so ein heißes Thema.
Es ist ein heißes Thema, aber jetzt muss ich dich mal fragen,
sind österreichische Eier wirklich teuer?
Jetzt dreht er den Spieß noch.
Jetzt drehe ich den nämlich um, weil ich bin nämlich der Meinung,
wenn ein Zehnerbakerl Eier heute zwischen drei und vier Euro kostet und ich
kann mit zehn Eiern eigentlich eine vierköpfige Familie für die haben, Am Mittagessen
kochen, da bin ich der Meinung, es ist nicht teuer.
Und wenn man es umrechnet am Kilopreis, also 16 Eier sind ein Kilo,
dann ist es günstiger als jedes Fleisch im Regelfall.
Das Hühnerfleisch ist auch noch sehr günstig, aber das ist ja nach wie vor ein
sehr günstiges Produkt und trotzdem haben wir die hohen Standards.
Ja, redest du von absoluten Preisen oder von relativen Preisen?
Es gibt nämlich die Geschichte von einem Unternehmen, wo dann ein Mitarbeiter
hört, er kriegt jetzt 1.000 Euro mehr im Monat.
Dann freut er sich einen Haxen aus, absolut mehr 1.000 Euro.
Im nächsten Gespräch hört er dann, alle anderen haben 2.000 Euro mehr gekriegt wie er.
Scheiße. Auf einmal war er nicht mehr zufrieden, sondern sehr unzufrieden.
Also was ich damit sagen will, ist im Endeffekt, Ja, wenn die Preise relativ
gesehen zum Ausland oder zum europäischen Ausland günstiger sind,
ist halt immer die Frage, wo greife ich hin dann?
Und was ist dann wirklich absolut billig oder was ist relativ billig?
Also wir sind jetzt nicht billiger im Vergleich zum Ausland,
das würde ich nicht sagen. Weil das hat eine gewisse Logik, dass wenn ich kleinere
Betriebe habe und höhere Standards, dass ich dann höhere Stückkosten habe, das ist einmal so.
Also wir produzieren eben nicht billiger als im Ausland. Aber ich glaube,
für österreichische Verhältnisse, wenn ich mir im österreichischen Vergleich
Lebensmittel anschaue, dann sind eher nach wie vor sehr günstig.
Warum sind die österreichischen Betriebe im Schnitt kleiner als zum Beispiel
die deutschen Betriebe?
Und es hat, glaube ich, ganz unterschiedliche Hintergründe.
Also es gibt natürlich in Deutschland grundsätzlich größere Betriebe mit mehr
Fläche und es ist einfach da diese,
ja, es ist das Größenwachstum und der Wettbewerb nochmal stärker gewesen und
da sind die Betriebe, meines Wissens sind, also Deutschland durchschnittlich
erlegte Betriebe um die 21.000 Tiere und bei uns ein durchschnittlicher österreichischer
Betrieb ein bisschen lieber 6.000 Tiere.
Und jetzt gibt es aber ganz viele Betriebe, die deutlich weniger haben.
Die haben 2.000, 3.000 Legehennen
und wollen auch da Leben davon. Und das sind halt die Strukturen.
Und ich glaube auch, dass es agrarpolitisch klug ist, dass man sagt,
wir wollen diese Familienbetriebe in Österreich erhalten.
Und es gibt ein Rahmenprogramm, es gibt ein Öpolprogramm, es gibt Schutzmaßnahmen
für diese landwirtschaftlichen Betriebe.
Und die sind ja, nicht nur weil da jetzt Menschen dahinter stehen,
das ist ganz wichtig, aber auch für unsere Identität als Österreicher und für diese Gesellschaft,
Tourismus und wofür wir stehen, sind diese Betriebe wichtig.
Deswegen reiht ja teilweise ein bisschen auf die Kosten herum,
weil die eine Frage ist die Kostenfrage natürlich und dann ist immer die Frage,
wer tragt denn die, was steckt denn sonst noch alles drin in der Landwirtschaft?
Klar, strukturierte Betriebe ist was anderes wie Riesenbetriebe wahrscheinlich,
da stecken dann insgesamt mehr Menschen dahinter und so weiter.
Die Frage ist dann, wer zahlt es dann?
Geht es dann über die landwirtschaftliche Förderung, wo ich letztens ein Gespräch
gehabt habe, wo ja über die Jahre und Jahrzehnte jetzt inflationsmäßig auch
nicht viel angepasst worden ist, das heißt, da kommt auch immer weniger Geld wieder retour.
Aktuell haben wir einfach die Diskussion, dass einfach über die Preise extrem
viel diskutiert und gestritten wird.
Inflation ist hoch, die Gehälter oder so die Kaufkraft schwindet ein bisschen,
wobei da kann man lang diskutieren, ob es gescheiter ist, wenn man sich,
ob man für Lebensmittel ein bisschen mehr ausgibt und ein bisschen weniger für,
Macbooks und Podcaststudios und solche Sachen.
Die Frage ist halt dann, was hat die Landwirtschaft für einen Wert und wollen
wir uns das leisten? Ich greife jetzt im Endeffekt meiner letzten Frage schon ein bisschen vor.
Wer soll denn die Kosten tragen im Endeffekt für die Landwirtschaft?
Müssen wir uns das dann über die öffentliche Hand mehr leisten?
Müssen die Betriebe dann effizienter werden? Weil du hast bei so Betrieben mit
22.000 Tiere andere Kostenstrukturen natürlich auf das will eigentlich hinaus
wie bei kleineren Betrieben.
Wo sollte man sich das dann holen?
Also ich glaube, dass der Staat eine gewisse Mitverantwortung trägt,
wenn es darum geht, bestimmte Strukturen zu erhalten, die
für Österreich wichtig sind als das Land, das wir sind, mit Tourismus und mit
Wertschätzung für die kleineren Betriebe.
Und darüber hinaus ist es gut, wenn sie
der Preis am Markt erzielen lässt. Also ich glaube, dass es die Leute wertschätzen
sollten, dass diese Produkte bei uns nach hohen Standards produziert werden.
Und die Grundvoraussetzung, dass dieses Geld dann auch fließt,
ist natürlich die, dass die Konsumentin
der Konsument auch eine bewusste Kaufentscheidung treffen kann.
Und diese bewusste Kaufentscheidung kann sie eher treffen, wenn er weiß,
wo das herkommt und wie die Tiere gehalten worden sind.
Und das ist natürlich bei Free-Share ein Perfekt, weil da haben wir die EU-Eierkennzeichnung
seit 2004 und in Österreich werden die Eier zum Beispiel im Vorraum des Stalls
gekennzeichnet, das ist eine perfekte Rückverfolgbarkeit.
Und dann sind wir aber natürlich bei einem anderen Thema.
Diese ganze Vermarktung in der Industrie und in der Gastronomie gibt es eben
keine Kennzeichnung. Das ist jetzt keine neue Forderung von uns,
aber für mich sehr legitim, weil...
Die Leute müssen einfach wissen, was sie essen und das muss irgendwo bekannt sein.
Ja, definitiv. Du hast vorher von Identität gesprochen, wo es herkommt,
Herkunftskennzeichnung. Du hast jetzt immer eine Frage im Endeffekt schon in
einem Nebensatz, in einem Nebenwort beantwortet.
Kontrolle und Standards ist ja zu dieser Punkt, wer druckt eigentlich diesen
Code? Da gibt es diesen Code auf die Eier. Vielleicht kannst du mal kurz erklären,
wie der zusammengesetzt ist, dieser Code.
Und wer druckt denn eigentlich drauf? Woher kommt der?
Ja, spannende Fragen.
Ist das eine Staatsdruckerei oder wer macht das?
Es wäre zu viel wahrscheinlich für die Staatsdruckerei. Also es ist
diese Einzeleierkennungsumstellung der EU, die gibt es seit 2004 und in allen
Ländern der EU ist es so, da ist diese Nummer überall gleich aufgebaut und zwar
beginnt mit dem Kurzzeichen der Haltungsform.
Null für Bio, eins für Freiland, zwei für Bodenhaltung, drei für Käfig.
Wobei es eben drei bei uns nicht mehr geben darf.
Und dann kommt das Kurzzeichen für das Land, AT für Österreich.
Und dann kommt die landwirtschaftliche Betriebsnummer. Mehrstelle, okay.
Und das ist eigentlich überall so.
Also kann ich Bio an dieser Zahl ablesen? Ja, Null.
Also wenn Null ist Bio.
Und Bio ist sowieso immer Freilandhalter.
Bio ist immer Freilandhalter, genau.
Okay, kann man quasi implizieren das eine und das andere.
Ja, genau.
Okay, und wer drückt das drauf?
Das druckt der Bauer selber drauf, die Bäuerin, im Vorraum des Stalles.
Da gibt es so eigene Einzel-Einkennzeichnungsgeräte, je nach Größe,
der Betriebe, sind die unterschiedlich hochtechnisiert, das wird automatisiert gemacht.
Also das macht die Bäuerin und der Bauer selber.
Ja, aber muss im Vorraum des Stahles passieren, dass nichts getrickst werden kann.
Okay, das wäre dann natürlich die nächste Frage gewesen, wie wird das dann kontrolliert,
weil ich unterstelle, es kam natürlich was oder sowas, aber der Druck gehört
einmal etwas anderes drauf.
Wie werden die Druckmaschinen dann kontrolliert? Wird die geeicht?
Ja, da gibt es ja so Kontrollstellen, die das kontrollieren,
Aber was ich besonders interessant oder wichtig finde, wir haben ja auch eine
österreichische Eierdatenbank.
Eine Eierdatenbank.
Eine österreichische Eierdatenbank haben wir, genau. Und die ist auch gegründet
worden, um da nochmal wirklich umfassende Transparenz zu schaffen.
Was tut die?
Also wenn du jetzt ein Ei kaufst im Lebensmittel-Einzelhandel,
dann kannst du nachschauen,
gibst du diesen Code ein auf www.eyerdatenbank.at und dann spuckt das System
den Betrieb aus, der diese LegerInnen hält, die dir ergelegt haben.
Also du hast Rückverfolgbarkeit, du weißt, wer das ist, wo die ergelegt worden
sind und welche Haltungsformen.
Und das ist eine tolle Leistung. Also ich glaube einmal, nicht alle Lebensmittel,
nicht viele sind so rückverfolgbar wie das in dem Fall.
Okay, okay. Und die Datenbank, die Bäuerinnen und Bauern, weil das haben wir
auch noch aufgeschrieben, wer kontrolliert jetzt wo? Wer ist denn eigentlich
für die Kontrollen zuständig und wie oft wird das eine Kontrolle?
Es gibt unterschiedliche Kontrollen. Landwirte werden sehr oft kontrolliert.
Ich glaube, wie oft die kontrolliert werden.
Und zwar können sie kontrolliert werden aus privatrechtlichen Systemen heraus.
Das ist aber ein Gütesiegel. Ein Gütesiegel ist zwar ein staatlich anerkanntes
Gütezeichen, aber es ist nicht verpflichtend.
Und dann wird es privat. Jetzt bin ich schon wieder verwirrt.
Nein.
Es gibt staatliche Kontrollen. Das ist ein Amtstierarzt beispielsweise,
der dann einmal im Jahr beim Legehennenbetrieb vorbeikommt oder Kontrolle macht.
Und dann gibt es aber Kontrollen von Labelprogrammen wie dem Arma-Güttesiegel,
Gentechnikfreiheit, Donorsoja.
Aber das wird in der Praxis in Form von Kombikontrollen durchgeführt,
also dass da nicht dreivallig eine Kontrolle hinkommen.
Eine akkreditierte Kontrollstelle kann mehrere Standards kontrollieren.
Die schickt ein Kontrolleur zum Betrieb hin und der macht dann die Kontrolle
für die mehreren Standards.
Okay, aber das heißt, weil du jetzt gesagt hast, nur für mich zur Erklärung, privatrechtlich.
AMA ist jetzt, ist AMA jetzt ein öffentlicher Gütesiegel oder ist es ein privatrechtlich
oder ist es deswegen, weil die AMA Marketinger...
Also man kann das AMA Gütesiegel dem beitreten, man muss das nicht,
wir haben einen sehr hohen Deck.
Ah, nicht verpflichtend.
Nein, es ist nicht verpflichtend.
Nur weil, wenn ich das jetzt gehört hätte und gar nicht drinnen wäre,
hätte man jetzt gedacht, das AMA ist doch staatlich.
Es ist ein staatlich anerkanntes Gütesiegel.
Und das Wichtigste Das ist freiwillig, ich muss nicht zu AMA.
Ganz genau. Und was ich so wichtig finde am AMA-Gültesiegel ist einfach,
dass jedenfalls diese strengen nationalen Bestimmungen, gesetzlichen Bestimmungen
immer abgesichert sind.
Das ist ja ganz, ganz, ganz wichtig, weil eine Behörde könnte diese umfänglichen
Kontrollen gar nie sicherstellen.
Also das ist ja etwas, was mit dem AMA-Gültesiegel bei den Kontrollen immer
mitkontrolliert wird. und darüber hinaus gibt es aber im Amagüter-Siegel-Standard
noch zusätzliche Auflagen.
Das ist so ein bisschen so EU-Mindeststandard und das Amagüter-Siegel ist dann
so der österreichische Mindeststandard, wenn man so würde.
Nein, ich würde sagen, es ist mehr, weil wir tatsächlich, ich bringe es an einen
Punkt, ich lege einen in den Maßgefühlbereich, jetzt da,
beispielsweise 15 Jahre schon dieses Amagütesiegel immer weiterentwickeln.
Und da gibt es Fachgremien und da sitzen Vertreter des Handels und da sitzen
Vertreter der Produktion der Eierpackstellen, da sitzen wir aber ich bin jetzt
nur als Berater da drinnen.
Und es ist eigentlich so, dass man bei jeder Sitzung wird irgendein Punkt weiterentwickelt.
Und das ist schade, aber wahrscheinlich auch nicht machbar, dass man das gar
nicht vermitteln kann, was da in Wirklichkeit alles immer laufend verbessert wird.
Ja, ich habe ein bisschen, also das ist ein eigener Podcast,
ich glaube, du kannst deinen eigenen überhaupt einen Podcast drüber machen,
wie so ein neues Gesetz entsteht, wer da mit wem wie oft redet und so weiter und so fort.
Also okay, gut, dass die Leute miteinander reden.
Du hast gesagt, Armer Gütesiegel ist wichtig.
Wer kontrolliert noch?
Also, es sind die Kontrollorgane. Die Kontrollorgane, die akkreditierten Kontrollstellen
für die Labelprogramme.
Dann gibt es den Amtstierarzt, das ist eine behördliche Kontrolle.
Und dann gibt es natürlich auch noch den Betreuungstierarzt,
der zum Beispiel im Auftrag des Geflügelgesundheitsdienstes eine jährliche Betriebserhebung macht.
Und das ist ja ganz wichtig, der Betreuungstierarzt, ich würde das jetzt nicht
als Kontrolle bezeichnen, sondern das ist ja eine Berater, Hilfestellung für die Landwirte.
Das ist auch bei uns gesetzlich so vorgesehen, die Betriebe müssen einen Betragungstierarzt
haben, ist auch ganz wichtig für die gesunde Haltung der Tiere,
kümmert sich der Landwirt aber auch mit zusammen mit dem Betragungstierarzt.
Okay, okay. Ein Begriff, den ich jetzt noch klären möchte, bevor wir dann vielleicht
auch ein bisschen auf das Thema mit den ukrainischen Eiern schauen.
Du hast vorher gesagt, Selbstversorgungsgrad hat sich gesteigert von 70% auf fast 90%.
Was heißt jetzt eigentlich genau Selbstversorgungsgrad und warum machen wir
nicht einfach alle Eier selber?
Ja, auch eine sehr spannende Frage. Selbstversorgungsgrad ist,
kann man sich die Frage stellen, wir sind in der EU, aber wir rechnen uns trotzdem
aus, wie viel Eier wir von den
insgesamt in Österreich gebrauchten Eier in Österreich herstellen können.
Und dann ist es so, dass man natürlich preislich nicht überall mitkommt,
weil es gibt Absatzkanäle, wo wir preislich die Chance nicht haben,
wo im Regelfall sehr oft günstige Spotmarkt Eierpreise aus der...
Was für Dinge? Spotmarkt? Spotmarkt, das sind die frei verfügbaren Eier am europäischen
Markt, um bei dem Thema zu bleiben, die sind im Regelfall günstig.
Das ist eine Börse oder was?
Nein, das sind frei verfügbar, also das sind nicht vertraglich gebundene Ware und
da wird halt sehr viel eingekauft und das ist normalerweise günstig und ich
würde mal sagen Großgastronomie oder Lebensmittelindustrie kauft dort ein.
Wenn jetzt aber so, wie es im letzten Winter war, da 12 Millionen Legehennen
der Vogelgrippe zum Opfer fallen, dann gibt es diese günstigen Eier am Spotmarkt
nicht so und dann kaufen auch diese Käufergruppen, die sonst auf günstigere
Ware aus dem Ausland zugreifen in Österreich zu und dann kann es bei uns auch knapper werden.
Okay.
Wie wird diese Selbstversorgung gerade berechnet? Also wenn ich jetzt,
wenn ich jetzt auf der Straße frage, Willi, wir rechnen zuerst,
ehrlich gesagt, ich bin mir nicht sicher.
Nein, wir produzieren selber, eins kaufen wir, eins kaufen wir zu.
Aber es ist ja nicht ganz so einfach.
Ein bisschen ein Tip-Dive, machen wir ein Tip-Dive.
Ein paar Eckdaten. Also wir haben jetzt Eckdaten, das klingt jetzt sehr technisch,
das tut mir leid, aber nur ein bisschen, dass man sich ein bisschen was vorstellen kann.
7,5 Millionen Legehennen registriert und wir produzieren 2,3 Milliarden Eier
in Summe. Und dann gibt es einen Konsum von 250 Eiern ungefähr pro Österreicher und pro Österreicher.
Und dann rechnet man sich aus, wie viel Prozent wir von den insgesamt gebrauchten,
also wie viel wir insgesamt brauchen. Und wir kommen da...
Laut Statistik Austria auf 87 Prozent im Jahr 2024.
Wir sind der Meinung, dass das nur ein bisschen höher liegt.
Wir sind der Meinung, dass wir über 90 Prozent liegen, weil ja viele...
Gibt es da Meinungen, die arbeiten sollen, oder wie?
Ja, wir wollen Statistik Austria nicht in Frage stellen grundsätzlich.
Die machen sehr, sehr gute Arbeit.
Aber wir wissen natürlich auch, da gibt es ganz, ganz viele kleine Betriebe
unter 350 Legehennen, die jetzt nicht registriert sind.
Und das ist ja, wir schätzen, dass wir in Österreich 1,5 Millionen Legehennen
in Klein- und Kleinsthaltungen haben.
Ah, was ist das genau? Diese Grenze von 350?
350 ist die Grenze, wo die gesetzlichen Bestimmungen die meisten losgehen,
also die Geflügelhygieneverordnung, die ein Betreuungstierarzt haben muss und vieles weiter.
Und auch der Legehennenregister, wo die Registrierungen vorgesehen sind, das ist die Basis dafür.
Okay, das heißt, es gibt so kleinbäuerliche Betriebe, die haben quasi 200 Händeln,
können das direkt vermarkten.
Ganz viele, enorm viele. Also es gibt ganz, ganz viele ganz kleine Betriebe
und es ist eine schöne Sache.
Viele Menschen haben, mit Kindern beispielsweise, sagen ich hätte jetzt gerne
ein paar Hühner im Hinterhof, müssen natürlich genauso die Bestimmungen im Tierschutzgesetz
einhalten. Also das ist jetzt nicht ohne Hühner zu halten, wenn man es ernst nimmt.
Es gibt ganz viele Leute in Österreich, die im Hinterhof so drei,
vier, fünf, sechs Hähner haben und ihre eigenen Eier. Sind die alle registriert bei euch?
Eben nicht.
Also das sind nicht bei uns, nicht im Legerinnen registriert,
also in einer Viestatenbank sollten sie registriert sein, aber das sind glaube
ich auch nicht alle registriert.
Okay, also gibt es auch eine dunkle Ziele? Gibt es eine dunkle Ziele, ja genau. Okay,
wo war ich jetzt bei den, genau, wichtig bei den Eiern, beim Selbstversorgungsgrad,
ich glaube das ist ein Begriff, den müssen wir auseinander dröseln,
damit man nachher auf diese anderen Themen gut verstehen kann.
Es gibt ja das eine, das sind die Frischeier, das heißt die Eier, die gelegt werden.
Und dann irgendwann einmal gibt es die verarbeiteten Eier oder die Eierzeugnisse.
Kannst du uns diese zwei Begriffe einmal ein bisschen erklären?
Ab wann ist etwas ein Eierzeugnis? Was gilt als Frischeier?
Wie muss ich diese Begriffe verstehen am besten?
Genau, also Frischeier sind die Eier, die eigentlich in Schale als Ganzes für
Konsumentinnen und Konsumenten verkauft werden. Das sind Frischeier, das ist klasse Eier.
In Schale. Ich glaube, das ist wichtig. Nicht in Packung, sondern in Schale.
In Schale.
In Naturverpackung, in Originalverpackung quasi.
Genau, ja.
Ja und sonst da gibt es, und wir produzieren in Österreich im Regelfall nicht
für die Eierindustrie Eier.
Das ist Überschussware im Sommer, wird dann üblicherweise auch für die Industrie verkauft.
Und je nachdem wie die Preise sind, gibt es natürlich Lieferungen an die Eierindustrie.
Und die schlagen die Eier auf und verarbeiten die zwei Produkten.
Das heißt, österreichischer Markt ist hauptsächlich ein Frischei-Markt.
Oder nicht? Genau, österreichischer Markt ist hauptsächlich ein frischer Markt, genau.
Okay, was sich vielleicht aus dieser Kostenstruktur, die wir vorher so angeguckt
haben, auch ergibt, oder weil es einfach unter diesen Kosten keinen Sinn machen
würde, das in die, wie du sagst, Industrie.
Wann spricht man von Industrie oder wie kann man diesen Industriebegriff in dem Kontext anschauen?
Industrie ist, also wie gesagt, wir produzieren im Regelfall nicht so viel Industrie,
weil da eben im Regelfall nicht so hohe Standards gefordert sind.
Und da sind wir natürlich wieder bei der Kennzeichnung. Warum sind die Standards
nicht gefordert? Weil sie natürlich beim Endprodukt, beim Kuchen auch nicht
unbedingt gefordert sind, weil da im Regelfall keine Kennzeichnung drauf ist.
Das trifft sich dann auch. Und das ist auch, natürlich muss man,
es werden auch Schmutzbruch-Eier, also Überschuss-Eier.
Schmutzbruch-Eier?
Nein, es gibt Eier, die sozusagen nicht aus frischen Eier...
Du sollst es dann eben bei dir...
Nein, das ist nichts Schlimmes. Die Vermarktungsnormen sagen,
die Eier dürfen nicht schmutzig sein, sie dürfen nicht gebrochen sein.
Und in diesen Eierparkstellen haben wir ja sehr genaue Detektoren,
die sich hier das Ei durchleuchten und schauen, ist wo ein kleiner Knick drauf,
Haar ist, irgendwas als Schmutz.
Und im Regelfall wird das wirklich sauber raussortiert. Und diese Überschussmengen
gehen dann in die Industrie.
Und nachdem das dort aufgeschlagen wird und Hitze behandelt,
ist ja da keine Kleinbelastung mehr und das wird dann verarbeitet.
Ah, okay. Und in diesen Selbstversorgungsgraden sind eben nicht nur Frischeier,
sondern das sind auch verarbeitete Eier in,
Also aus der Industrie, wie du jetzt sagen würdest, und in verarbeiteten Produkten auch, oder? Okay.
Schauen wir jetzt vielleicht, vielleicht haben wir jetzt den Begriff schon mal
ein bisschen vorgekleidet, schauen wir mal auf dieses Thema mit den ukrainischen Eiern.
Woher weiß man überhaupt, dass die aus der Ukraine kommen? Und wer hat die gefunden?
Also wir haben es jetzt gefunden, das Wiener Marktamt.
Auch eine Kontrollstelle sozusagen.
Oder? Genau, wir sind in Wien zuständig für die Kontrollen.
Und das ist am Großgrünmarkt gefunden worden. Der Großgrünmarkt ist ein großer
Umschlagplatz für Obst, Gemüse, Eier in Wien und das war Routinekontrolle von einem LKW.
Also die Details dort weiß ich nicht, wir wissen nur, dass die Kennzeichnung
nicht diesen EU-Vermarktungsnamen entsprochen
hat.
Was ist das Ziel von ungekennzeichneten Eiern?
Deswegen haben wir vorher diesen Begriff erklärt. Du kaufst ja,
wenn du jetzt ein Großproduzent bist, sei es jetzt von Keksen,
von Kuchen oder sonst irgendwas, wo Ei drinnen ist.
Im Normalfall kaufst du nicht zwei Millionen Eier, schlägst dich alle mit der
Hand auf, sondern du kaufst diese Eier ja quasi als Eiprodukt,
als Eierzeugnis in Kanistern. Vollei, Dotter, Eikler, was auch immer, oder?
Oder was ist das Ziel, wenn man Frischeier quasi reinbringt und die umgestempelt
sind? Also was ist da für ein Hintergedanke dahinter?
Wie konkret diese Eier aus der Ukraine weiterverwendet werden sollten, wissen wir ja nicht.
Aber im Regelfall ist es so, wenn das da schon mal der Großgrünmarkt ist,
dann geht man schon davon aus, dass die auch verteilt worden werden.
Und die wären jetzt sicher nicht im Lebensmittel-Inzelhandel verkauft worden,
sondern möglicherweise in der Gastronomie, wo keiner hinschaut,
oder vielleicht eben, wenn es größere Mengen sind, gehen die auch in Eiaufschlagwerke.
Also doch auch?
Also um das ganz konkret zu machen, die Ukraine ist inzwischen der wichtigste Exporteur für die EU.
Also ich glaube, 120.000 Tonnen Eier kommen aus der Ukraine und in der Ukraine
gibt es ja noch über 95 Prozent der Hähnen sind in der Käfighaltung und
die großen Mengen kommen in die EU rein und werden da verarbeitet zu den Eiprodukten
und da fehlt einfach die klare Kennzeichnung.
Ja, das ist...
Ein großes Thema ist die Haltungsform. Du hast es selber gesagt,
in der Ukraine sind es 90-95% noch Käfighaltung.
Da ist aber die Ukraine jetzt kein Ausnahmefall, sondern global gesehen ist
es eher der Standardfall.
Deswegen habe ich ja vorher ein bisschen von der Insel der Seligen gesprochen.
Bei uns komplett verboten, 0%. Weltstandard irgendwo so um die 9% würde ich
jetzt einmal behaupten, ohne dass ich es jetzt selber gerechnet habe oder sowas.
Wie wollen wir uns denn da dauerhaft behaupten, weil es ist ja nicht so,
dass diese Eier illegal wären, sondern wir dürfen ja weiterhin,
sobald ich das richtig verstanden habe,
Käfig-Eier, wir dürfen sie nun selber nicht produzieren, wir dürfen sie aber importieren, oder?
Genau.
Also jeder kann von unten, ich kann...
Du kannst, also wenn man muss, also wenn man sie von außerhalb der Union einkaufen
muss, gibt es eigene Registrierungen, die muss man anmelden,
aber natürlich kann man sie importieren und
Das sind dann Eier aus der in der EU nicht mehr zugelassenen Käfighaltung,
muss man ganz ehrlich sagen, sind mit drei gekennzeichnet als Käfigei.
Und aus meiner Sicht ist, wenn man sowas schon erlaubt, dann ist das Mindeste,
dass man den Konsumenten zumindest
informiert, wo sind die drinnen und aus welcher Haltungsform sind die?
Und wir sagen ja auch bewusst, wir wollen da Lebensmittel auszeichnen mit einem
wertbestimmenden Eieranteil.
Also ich glaube nicht, dass man verlangen kann, dass bei jedem Schnitzerl die
Erbanier genau definiert ist, wo das alles herkommt. Also es muss,
dort wo die Leute annehmen, dass er eindrinnen ist, sollte es draufstehen.
Ja, aber das ist für mich irgendwo so, wenn man darüber nachdenkt.
Also meistens denkt man ja nicht so wirklich bewusst darüber nach,
sondern in Österreich gibt es keine Käfigehaltung mehr.
Weißt du, ich gehe davon aus, wenn ich jetzt nicht wirklich darüber recherchiere
und nachdenke, ja, dann gibt es halt keine Käfigeier da.
Ist aber ein Blödsinn, sondern wir dürfen keine produzieren.
Wir haben das bei uns verboten. Zusätzlich haben wir auch noch beim Futtermittel
relativ hohe Standards.
Gleichzeitig produziert aber 4 von 10 ausgestalteten Käfig in Europa.
90 bis 95 Prozent außerhalb von Europa produzieren überhaupt noch auf der klassischen
Käfighaltung oder ganz ohne Standard.
Wir dürfen das aber importieren, da verkaufen und diese Eier dürfen dann quasi
bei uns im Wettbewerb treten, sage ich einmal, zu den hier heimisch produzierten,
Eiern. Frische Eiern sind ja keine Eiprodukte, oder?
Du bringst das sehr gut an den Punkt, Willi, danke. Also du,
was meine? Das hätte ich sagen sollen, aber du hast das schon an den Punkt gebracht.
Ja, aber ich frage mich, wie geht man mit der Situation um? Weil das ist jetzt
ja kein Voodoo, was ich da sage, sondern das ist ja Fakt.
Ja, das ist absolut ein Faktor und darum müssen wir, und wenn wir jetzt eine
gute Interessensvertretung sind für die Bäuerinnen und Bauern,
dann müssen wir unbedingt auf diese Dinge immer wieder hinweisen.
Diese fehlende Transparenz und wir fordern diese Fairness ein.
Ja, aber woher sagt das? Der Gesetzgeber muss die Rahmenbedingungen schaffen,
der Lebensmittelhandel muss zu dem stehen, was er sagt, der muss zumindest die
österreichischen Mindeststandards verkaufen Und das betrifft aber nicht nur
der Eier, das betrifft genauso das Händler.
Wenn ich sage, wir haben eine Besatzdichte von 30 Kilogramm maximal und in der
EU gelten 42 Kilogramm maximale Besatzdichte, dann muss ich als Händler sagen,
wenn der gesellschaftliche Konsens in Österreich der ist,
dass das so festgelegt worden ist im Bundestierschutzgesetz,
dann muss ich mich als Händler dazu verpflichten.
Das sehe ich nicht nur als Interessensvertreter, würde ich auch als normaler Konsument so sehen.
Ja, aber auf der anderen Seite denke ich mir dann jetzt mal wieder,
95 Prozent Weltstandard.
Wir haben es damals im Buch ja auch gehabt, aber die zwei ändern sich ja nicht so schnell.
Sind wir ein bisschen angereint eigentlich, dass wir das so durchziehen, weil,
das Zeug wird gehandelt. Wir dürfen es reinbringen. Aber wir machen freiwillig
ein Ultrahoch. Also wenn ich ein Händel bin, gerne in Österreich.
Aber warum tun wir das? Wir tun uns ja selber keinen Fall. Und da kommen wir
dann vielleicht eh bei diesem nächsten Punkt, bei den bayerischen Eier im Supermarkt.
Das, was ich, wenn ich es richtig gelesen habe, die meiste Zeit davor beschützt
hat, dass unsere in Österreich produzierten Frische Eier, und da reden wir nicht
an nicht die verarbeiteten, sondern Frische Eier, quasi völlig,
unters Radl gekommen ist, weil der Handel gesagt hat, wir verkaufen nur österreichische Ware.
Das war so ein Schutzzoll. Wir verkaufen österreichische Ware.
Die nach den hohen österreichischen Tierschutzstandards produziert waren.
Das ist auch ein Qualitätsversprechen, das dahinter steht.
Ist eh schön, aber wenn 95% was komplett anders machen, das Preisniveau,
nicht aus Sicht des Tierwolls, Das ist ja das andere, aber die meisten anderen,
das kann begann, warum dann wir das und bringen uns in so einen,
Wettbewerb, also das argumentiert wieder ökonomisch, in so eine schwierige Ausgangslage.
Das ist eine ganz spannende Frage. Also wir haben in Österreich... Gute Frage, ja, Willi.
Die österreichische Diskussion zu Tier- und Umweltschutzstandards hat auch sehr
früh begonnen. Also ich würde jetzt mal sagen, die Schweizer sind sehr,
sehr weit in manchen Bereichen vor uns. Ich würde sagen, in der Geflügelhaltung
sind wir das ja ähnlich hoch.
Und wenn ich, ich habe es schon vorher erwähnt, Billa hat in den 90er Jahren
begonnen, Käfige herauszulisten.
Der Tierschutz war bei uns immer schon stark, die gesellschaftliche Meinung
war geprägt von NGOs, von öffentlichen Darstellungen zur Käfighaltung und
Meine Einsicht zu den Marktmechanismen ist einfach die, es ist auch ein kontinuierliches Upcycling.
Also es wird so sein, dass wir, wir werden nie die Standards zurückdrehen im
Regelfall, sondern wir werden entsprechend der gesellschaftlichen Forderungen,
solange wir es uns leisten können, werden wir die Standards verbessern.
Das ist grundsätzlich gut so.
Und ich sage, wir haben ein Wachstum bei den Eiern, wir haben ein Wachstum beim Geflügelfleisch,
es entwickelt sich gut und wir werden marktangepasst weiter wachsen und wir
werden die Standards weiter ausbauen, sofern das auch bezahlt wird.
Aber die Voraussetzung dafür, dass das Ganze funktioniert, ist,
dass bestimmte Regeln eingehalten werden. Dass bestimmte Mindeststandards,
die gesetzlich festgelegt worden sind, eingehalten werden.
Und wir haben, wie vorher angesprochen, es gibt Märkte, wo das nicht geschätzt
wird, wo es eine Intransparenz ist.
Ist die Gastronomie, Großgastronomie nicht überall, wo jetzt nicht alle in den Topf werfen.
Aber da werden wir nie eine Chance haben und wir werden nie gegen ukrainische
Betriebe gewinnen können.
Aber das wird nicht gehen.
Ja, aber die sind da, die sind größer, die sind billiger und sie liefern am
gleichen Markt wie mir das Einzige.
Soweit ich das verstanden habe, wenn der Handel, du hast gesagt,
da haben wir das Bild angefangen, dann im Prinzip jetzt eh die großen vier, eigentlich alle,
dieses Versprechen nicht aufrechthalten würden. Wir verkaufen nur diese Ware.
Wie wird dann, stell dir mal vor, morgen wäre das Versprechen weg.
Alle würden das Listen, was es gibt.
Wie lange wird es, was wird das heißen für unsere Geflügelwirtschaft?
Kann man sich durchdenken, wie funktioniert der Markt? Also wenn jetzt mehrere
Handelsketten sagen, ich liste ausländische Eier, was passiert dann?
Im Regelfall, und ich sage jetzt im Regelfall, kommen die Eier aus dem Ausland,
aus deutlich größeren Betrieben, wir haben es vorher schon kurz angesprochen,
sie kommen dann auch aus Betrieben mit niedrigeren Standards.
Wenn ich größere Betriebe habe, geringere Stückkosten, wenn ich niedrigere Standards
habe, kann ich günstiger produzieren.
Das heißt, diese Eier kommen dann günstiger auf unseren Markt und es wird so
sein, das ist dann für Konsumentinnen und Konsumenten schwer unterscheidbar,
was ist da unterschiedliche Qualitätslevel, was die Folge ist.
Es wird dann dieses Preisniveau, aber auch das Qualitätsniveau in Österreich
sinken und es sinkt auch die Spannen für die Bauern und Bauern und wir werden
dann auch gezwungen werden auf mehr Leistungen.
Und wir haben schon davon gesprochen, ob es Donau so ist, Gentechnikfreiheit,
möglicherweise zu verzichten.
Und das ist eben was, was wir nicht wollen, weil dann sind wir austauschbar.
Wer schützt uns dann? Also manchmal ist es wirklich der Handel bei der Frische.
Oder? Der wichtigste Partner ist der Lebensmittel-Einzelhandel,
darum sind wir da so sensibel. Und ich möchte bewusst keine einzelne Handelskette
nennen, das ist mir ganz wichtig.
Es geht darum, dass wir grundsätzlich diesen Rückhalt haben.
Wenn wir den nicht haben, ist es eine Spirale nach unten. Und dann werden tatsächlich
viele Betriebe die Produktion einstellen müssen.
Aber das ist auch so etwas, das ist mir lange nicht bewusst gewesen.
Das heißt, es gibt kein österreichisches...
Erstens mal, im Binnenmarkt können wir nicht sagen, wir dürfen gewisse Sachen
nicht importieren aus der EU. So gibt es Warenverkehrsfreiheit etc.
Ich kann keinen Zoll machen innerhalb der EU. Das heißt, wenn wir günstiger
produzieren, das heißt, die,
Das ist eine rein, jetzt sind wir wieder bei dem Wort privatrechtliche eigentlich
oder private Initiative, dass auf der quasi unser hoher Produktionsstandard
im Bereich Schalenei, also Frischei,
und wir haben gelernt, wir sind hauptsächlich Frischei-Produzenten,
das heißt, wir sind sehr, sehr abhängig umgekehrt wieder von einem Commitment,
das nirgendwo kodifiziert ist eigentlich.
Du bringst es an den Punkt, das ist genau so. Also es ist wirklich so.
Das ist ein Eier-Tanz. Aber schon, das ist eine brutale Situation.
Es ist ganz okay
Muss ich jetzt sickern lassen ein bisschen, weil ich durchs Reden noch mehr
darüber nachgedacht habe.
Jetzt ist es so, ich habe das bei den ukrainischen Eiern noch aufgeschrieben,
die Ukraine ist einfach ein Riesenthema.
Die Situation brauche ich jetzt nicht benennen, zwischen Russland und der Ukraine.
Die EU hat Solidarität gesagt, die Handelsbarrieren, die aufgebaut waren,
auch im Geflügelbereich, bauen wir wieder ab.
Du hast das vorher schon gesagt, ich habe jetzt andere Zeugen gefunden,
aber es ist auf jeden Fall deutlich gestiegen, der Ei-Import oder generell Geflügelprodukte
aus der Ukraine nach Europa.
Wie geht es Ihnen mit der Situation um? Jetzt haben wir auf der einen Seite
Solidarität wegen dem Krieg, den die Russen angefangen haben und auf der anderen
Seite haut es uns in Europa, auch in Österreich, die Preise ein bisschen zusammen.
Wie reagiert die Branche darauf? Was ist eure Antwort?
Also ganz grundsätzlich, es will sicher keiner Ukrainer Bashing machen.
Das liegt uns sicher fern und das ist ein Angriffskrieg Russlands in der Ukraine
und es ist Solidarität wichtig.
Nur wir sind halt auch der Meinung, das wissen wir halt auch,
dass die Betriebe, um bei der Eierproduktion zu bleiben, das sind ja keine kleineren
landwirtschaftlichen Betriebe, das sind Großkonzerne. Die haben halt ein Konzern
zum Teil mehr leergehend als wir ganz in Österreich.
Der MHP, glaube ich.
Heißt der Konzern riesiges Unternehmen.
Das ist aber da gibt es noch andere und die haben einfach das sind konzerne
und da profitiert also keine bauernicht davon also nicht überhaupt nichts also das ist
nichts gegen die ukraine aber das sind strukturen mit denen brauchen wir uns
überhaupt nicht vergleichen und können wir mit sicherheit nicht etwas mit können
wir sie haben die treten ja ja
Ja, das ist, was ich genau auch nicht will, ist ein Bashing,
sondern was man da auch sieht, ist im Prinzip, wir haben komplett unterschiedliche
Produktionsstrukturen, komplett unterschiedliche Standards, ohne das jetzt werten zu wollen,
die aber, wenn sie auf dem gleichen Markt liefern,
bei wem bleibt dann die Entscheidung wieder? Also entweder der Handel tut sich
zusammen und sagt, wir verkaufen das, nur das hat halt damals einen Sinn gehabt,
weil die Leute es auch gekauft haben, weil es offensichtlich auch einen Vorteil gab. Aber,
Wann die Konsumentinnen und Konsumenten jetzt ein Ei haben und die Zehnerpackung
Eier kostet einmal österreichische Freilandhaltung, nur nicht mehr Bio,
von mir aus 5 Euro die Packung.
Nebenbei steht dann die gleiche Menge Eier, auch in L oder in M oder sonst irgendwas,
um 2,50 Euro wahrscheinlich oder noch weniger.
Glaubst du, und wir sind mal wieder bei meinem Lieblings-Hass-Lieblings-Hass-Hass-Begriff
oder sowas, beim Citizen-Consumer-Gap,
natürlich würde der Bürger und die Bürgerin dir wohl und alles Mögliche,
nur glaubst du wirklich, dass die Konsumentin dann, gleiche Person natürlich,
dauerhaft unter der Prämisse von Inflation und so weiter, Kostendruck,
dauerhaft die Eier um 5 Euro kaufen wird, wenn nebenbei um 2,50 Euro die Eier.
Das ist vermeintlich gleiche Eis, nur hat dieser Dreier drauf und hat kein Freiland.
Ich glaube, das ist wichtig. Die Frage ist immer, wie wird es gekennzeichnet?
Und natürlich spielt der Bremse ganz… Da hat er schon auch die Uhr gescheitert.
Überhaupt nicht, Willi, überhaupt nicht. Nein, nein, nein, nein,
nein, nein. Überall scherz. Überall scherz. Und wie geht es,
wie transparent ist das gemacht? Und der Preis spielt natürlich schon eine sehr,
sehr wesentliche Rolle.
Es gibt ja diese Umfragen, ganz tolle Umfragen, die verschiedene Lebensmittel vergleichen.
Und da sieht man, das Ei ist im Vergleich zu anderen Lebensmitteln das Produkt,
das man am allerliebsten regional auch einkauft.
Also das ist mir ganz wichtig und ich glaube auch, dass das Bekenntnis zu österreichischen
Eiern ja wirklich sehr groß ist, aber natürlich gibt es auch Leute,
die sagen, wenn ich mir jetzt ein, zwei Euro sparen kann, dann kaufe ich vielleicht auch einen Käfig.
Sagen die Studien, geben die Studien das her.
Nein, diese Studie kenne ich jetzt nicht, aber so genau wissen wir es jetzt nicht.
Und ich glaube auch vorrangig, also ich glaube jetzt nicht, dass ukrainische
Käfig jetzt in einem großen Lebensmittel-Inzelhändler bei einem Sparbiller-Lidl
irgendwo verkauft. Das glaube ich nicht, dass das gemacht wird.
Zumindest nicht von heute auf morgen. Die Frage ist, ob es, da kommt dann vielleicht,
gehen wir auf den nächsten Punkt, Fokus Nummer 7, die bayerischen Eier im Supermarkt.
Das ist ja dieser schleichende Prozess.
Oder ich sage immer, die Tragik der Salami. Du schneidest immer eine Scheibe
runter und denkst, das ist eh nicht viel und dann irgendwann ist das Salami
doch weg, obwohl du hast gar nicht gemerkt, dass es kleiner wird.
Oder bei Kindern, die wachsen irgendwann einmal, die Eltern merken nicht einmal,
vor allem sind sie größer.
Wann ist das Kind jetzt gewachsen eigentlich? Also so schleichende Prozesse.
Und da war ja die Befürchtung, wir haben jetzt von diesem Schutzschild des LEH,
also Lebensmittel-Inzelhandels-Credit bei den Frischeiern, da war es jetzt so, dass Spar nach Ostern,
kurz bayerische Eier,
im Regal gehabt hat,
was ja an sich ein Unding war.
Also es hat sich lange nicht gegeben, dass man Frischeier aus dem Ausland,
aber man ist da jetzt im Regal hat.
Und da war es so ein bisschen dann auf einmal, ist das jetzt möglicherweise
so ein erster Crack an Haris in diesem Schutzschild wieder gehabt haben? Oder wie war das damals?
Also ich werde jetzt bewusst ungern über eine Hadelskette sprechen.
Das war in den Medien. Es ist ja dringestanden, dass es schwer war.
Die Frau Bergmann hat eine Stellung dazu genommen. Das kann man es ja auch nennen.
Nein, das ist schon richtig. Ich habe es gesagt.
Es geht eigentlich um ein... Ich habe es vorher schon beschrieben,
um dieses Erfolgsmodell, das jetzt uns...
Gut funktionierende, qualitativ hochwertige Legehennenhaltung mit hohen Standards gesichert hat.
Wir haben die Selbstversorgung gesteigert, wir haben die kleine Betriebehaltung,
wir haben trotzdem ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, Wettbewerb auf Augenhöhe.
Und diese vorher beschriebene Marktmechanismen, das hat für mich einfach eine große Logik, dass
wenn eine Handelskette damit beginnt, ausländische R zu listen,
dann ist es diese Spirale nach unten, die größeren Betriebe mit geringeren Stückkosten,
mit niedrigeren Standards, senken die Preise.
Die Konsumenten tun sich schwer mit ausländischen, nicht österreichischen Qualitäsauszeichnungen,
muss man auch dazu sagen. Bei uns ist es gelernt, was ist Amagerkültesiegel,
was ist Donaussäuer, was ist Gentechnik, Freizeittage.
Das sind gelernte Zeichen.
Und das führt einfach zu einer Verunsicherung, die wir nicht wollen.
Die ausländischen Eier, die nicht grundsätzlich schlecht sind,
das darf man nicht sagen. Aber wenn wir diese
Struktur in Österreich erhalten wollen, dann brauchen wir zumindest im Lebensmittel-Einzelhandel
und bei den Konsumentinnen, die es direkt auswählen können, brauchen wir dieses
Commitment zu österreichischen Eiern.
Habt ihr noch einmal darüber diskutiert? Ich habe das ein bisschen nachgelesen.
Ich habe den Betrieb mir dann angeschaut, Obermeier in Bayern,
Produzieren ja 75 Prozent Freilandeier, 25 Prozent Bodeneier.
Ein zweiter Punkt war ja, dass die Darstellung war, es waren Bodenhaltungseier
und die händeln, was drauf war, waren irgendwie in der Wiesn,
also in der Freiland-Ding und das haben sie inzwischen auch schon geändert und so.
Also es war so eine Kennzeichnungsthematik auch so ein bisschen.
Aber du hast einmal, glaube ich, sogar von einem Tabubuch gesprochen,
diese Angst, dass das jetzt,
dieser günstigere Preis auf einmal da ist von anderen Produktionsstandards und
dass sich der Konsument und die Konsumentin dann daran gewöhnen könnte.
Oder ist das die Angst, was man im Endeffekt hat?
Es ist letztlich so und wobei ich nichts unterstellen will, dass dieser bayerische
Betrieb da ist wahrscheinlich in der Qualität gar nicht so weit weg von uns.
Aber das ist einfach der Beginn dieser Spirale, die ich vorher beschrieben habe.
Weil das ist das nächste Mal dann ein norddeutscher Betrieb,
dann ist es vielleicht ein polnischer nichts gegen die Kollegen,
Aber irgendwie muss man drüber reden, man kann nicht drüber reden,
das sind halt unterschiedliche Produktionsstandards.
Das ist so, ja, ganz genau.
Und das Thema mit der gentechnikfreien Fütterung, beziehungsweise mit Donaussoja,
das weiß ich jetzt beim Betrieb in Bayern überhaupt nicht,
aber das ist ja auch eher so ein österreichisches Spezifikum,
wo wir dann wieder quasi im Vergleich, sag ich mal, zu einem deutschen Betrieb
oder zu einem ungarischen Betrieb, wieder an,
Qualitätsplus, muss, wenn man Qualität nennen will, haben, aber natürlich auf
der Kostenseite, und das muss man halt so sagen, einen Kostennachteil wieder haben.
Das ist so, ja. Wenn das Zeug dann nebeneinander liegt und dann sagt,
okay, lieber Konsument, liebe Konsumentin, entscheide du dich bitte jetzt für
das österreichische Produkt, weil Österreich ist da wichtig,
Qualität ist da wichtig, Diabolik ist da wichtig, der Preis ist da nicht so wichtig.
Und das ist so meine große Frage, die ich immer wieder auch im Podcast stelle, wie,
Glaubt ihr, in dem Fall du, dass die Konsumentinnen und Konsumenten so einkaufen,
also nach Qualitätsstandards und eher nicht preissensibel?
Und da bin ich mir nicht sicher.
Meine Wahrnehmung ist schon, dass Eier sehr alleinstehende, sehr sensible Lebensmittel
sind, aus Sicht der österreichischen und österreichischen.
Bananen ein bisschen auch, das ist auch so, bei Bananen, da gibt es ja Fairtrade,
und konventionell, das ist ja auch
so positioniert, gibt es ja ganz Überzeugungskäufer, die kaufen nur die.
Aber da geht es jetzt nur einmal um Lebewesen, da geht es jetzt,
wie werden die gehalten, da gibt es noch im Hinterkopf die Käfighaltungen, da gibt es noch
sensible Themen wie Salmonellen, es gibt das Thema Cholesterin,
also ich glaube, dass die Leute da Lebensmittelsicherheit, Tierwohl,
da sind Eier ganz sensibel und ich glaube schon,
dass da grundsätzlich die Leute der österreichischen Eier tatsächlich wirklich kaufen.
Du hast noch Vertrauen,
in die moralische Komponente des Einkaufsverhaltens und du siehst diese deutlich
stärker ausgeprägt, als ich sie jetzt vielleicht in meiner Frage angedeutet habe.
Das glaube ich ja,
Genau. Ja, können wir vielleicht zur Herkunftskennzeichnung,
weil das ist ja so ein bisschen, ich habe letztens mit dem Ernst Schieder geredet,
Organisator von den Bauernproteste vom 1.
April und er hat auch gemeint, er hat auch,
Wir haben auch darüber diskutiert, über die Herkunftskennzeichnung und ich natürlich
wieder so Advocatus Diaboli gemeint, das wird nichts bringen,
weil die Konsumentinnen und Konsumenten werden wahrscheinlich über den Preis
kaufen. Das ist so ein bisschen das, was ich da immer ins Ding her.
Er hat gemeint, wenn er sich richtig erinnert, ja, es werden schon genug über
den Preis kaufen, aber es reicht ja, wenn das Verkaufverhalten ein bisschen,
ändert, also ein paar Prozent, vielleicht zehn Prozent ändert,
wenn die Leute einfach die Informationen, und da kommen wir jetzt auf die Herkunftskennzeichnung,
das ist der nächste Punkt, den ich mir aufgeschrieben habe,
schauen könnten.
Wie würde eine richtige Herkunftskennzeichnung oder eine ideale Herkunftskennzeichnung,
ausschauen, weil wir haben auf der einen Seite ein Frisch-Ei,
das sind einfach die zwei Kategorien, das glaube ich muss man auseinanderhalten,
Frisch-Ei, da gibt es einen Stempel,
wenn er richtig gestempelt ist und das ist er bei den meisten,
also außer es ist umgestempelt und kommt von irgendwo, dann weiß ich,
wo es herkommt und kann über die Eidatenbank, die werden wir Ihnen verlinken
in den Show Notes, auch nachschauen, wo der Betrieb genau daheim ist.
Oder? Kann ich, ja.
Und dann gibt es ja auch eine Frage, wie schaut eine ideale Herkunftskennzeichnung
aus Sicht der Geflügelwirtschaft und du als Ihrem Vertreter aus?
Also ich würde es gerne ein bisschen breiter beantworten, weil ich es spannend finde.
Weil ja heute Herkunft und Haltungsformen oft einmal gemeinsam gefragt ist.
Und wir haben bei den Ären, bei den Frischäern, perfekt Herkunft und Haltungsformen
gekennzeichnet. Und wir sehen, dass dann zukünftiger die tierfreundlicheren
Haltungsformen zunehmen, wenn die Leute wissen, wo kommt es her und wie werden sie gehalten.
Und jetzt da der kleine Schwenk zum Frischfleisch. Es gibt ja beim Frischfleisch
diese Haltungsformkennzeichnung in dem Fall noch nicht.
Es gibt ja auch viele, das wäre wahrscheinlich ein eigenes Interview jetzt zum
Thema Haltungsform und Kennzeichnung, wo es auch Entwicklungen gibt,
Sowas gesetzlich zu machen oder über das Amagüter-Siegel die Stufen abzubilden
und da glaube ich einfach, dass zukünftig eben Haltungsform und Herkunft für die Leute wichtig sind.
Und das ist nur eine Frage der Zeit für mich, aus meiner Sicht, bis das durchdringt.
Und die Frage ist eben, wie weit der Gesetzgeber das nur beim Frischfleisch,
bei Frischeiern umsetzt oder wie weit man da in den Bereich der Verarbeitung geht.
Und Verarbeitung, um beim Ei zu bleiben.
Also da wäre natürlich, es gibt ja eine gesetzlich verpflichtende Kennzeichnung
in öffentlichen Einrichtungen hinsichtlich der Herkunft, sowas gibt es ja schon,
wo man dann angeben kann, die Eier sind aus der EU, nicht EU oder aus Österreich.
Das ist jetzt einmal der erste Schritt, das ist auch politisch gelungen.
Und die Frage ist, ob man das eben ausweiten kann.
Und da geht es uns um wertbestimmende Bestandteile. Wie das ist ein Fachbegriff.
Aber Eiernockerl oder Mayonnaise oder Pischotten, wo ich weiß,
da sind Eier drinnen, dann muss ich sagen, okay, da muss unbedingt eine Haltungsform
und Herkunft angegeben werden, weil die Erwartung der Leute ist,
dass man weiß, wo das herkommt.
Ist aber nicht. Wie schaut jetzt aktuell die Herkunftskennzeichnung?
Beim Frischar-Ewas ist das Stempel drauf.
Bei allen anderen nicht verpflichtet.
Oder? Nein, es ist nicht verpflichtend, genau. Also es gibt in der Gastronomie
schöne Modelle, wo das immer wieder vorgezeigt wird. Manche sagen,
ich weise das bewusst in der Speisekarte aus.
Und es gibt auch in der Lebensmittelverarbeitung. Bei manchen Lebensmitteln
gibt es einige Vorzeigebeispiele, die schreiben drauf mit Pischgott aus der
Freilandhaltung, das ist ja schön, oder mit Herkunft so und so,
aber das ist eigentlich freiwillig, und das ist einfach zu viel zu wenig,
also müsste man da mal einen Check machen, aber die große Mehrheit der Lebensmittel,
bei denen ist es nicht angegeben.
Jetzt kaufe ich mir, was nennen wir denn für ein Beispiel, nennen wir Kuchen.
Ein Kuchen ist ja auch hin und wieder mal ein Ei drinnen, und da kaufe ich mir
einen Kuchen und schaue hinten, und das ist natürlich anbackter Kuchen mit einem
Strichkuchen oder sonst irgendwas und dann habe ich hinten so eine Zutatenliste.
Und da steht dann irgendwie, was steht denn da drauf? Da steht dann sicher nicht
Frisch-Ei, also es hält wahrscheinlich Frisch-Ei drauf, sondern da steht dann
drei Eierzeugnis oder Trockenei oder sonst irgendwas.
Prozentanteil.
Die Regeln gehören schon noch, dass quasi die Reihenfolge der Zutaten,
dem Anteil der Zutaten absteigend entsprechen muss.
Was steht da bei dem Ich sage jetzt einfach mal brutal Eipulver,
da steht Trockeneipulver oder sowas.
Vollei, 2% Vollei oder wie immer. Genau.
Und wo steht da richtig dabei?
Nein, es steht eben nicht dabei Herkunft, es könnte dabei stehen AT2,
Herkunft, sprich Österreich, Zweibodenhaltung könnte dabei stehen.
Und dann könnte man das einordnen.
In der Klammer dahinter?
Zum Beispiel. Aber das steht nicht.
Warum nicht?
Weil die Daten haben sie ja. Es ist ja nicht so, dass ich was ohne Rechnung kaufe.
Wenn ich jetzt von mir aus, ich sage jetzt das Thema Kuchen,
also bitte mögen alle Kuchenhersteller mir verzeihen, dass jetzt Kuchen, gerade das Beispiel.
Ich könnte theoretisch einen Container chinesische Käfigeier kaufen und dann
bei mir mit dem Kuchen packen und schreibe, und ich habe ja eine Rechnung.
Also die paar, die am Sportbark irgendwelche Umständen mit Neuern kaufen wollen.
Aber normalerweise habe ich eine Rechnung, auf der Rechnung steht drauf,
wo es herkommt. Ich weiß ja, wo es herkommt, oder?
Normalerweise schon, ja.
Warum schreibe ich es da nicht drauf? Es ist ja nicht so, dass da wer mit der
Hand steht und deswegen jetzt mehr schreiben muss. Das sind alles Computersysteme.
Das habe ich alles schon im System drinnen, oder nicht?
Das müsste man im System drinnen haben. Es ist natürlich ein Faktum,
die günstigeren Haltungssysteme produzieren, sind in der Käfighaltung und sowas lobt man nicht aus.
Ich will aber niemanden, ich will jetzt nicht den Kuchen herstellen,
unterstellen. Nein, das habe ich gemacht.
Kuchen habe ich aus dem abbraten.
Es gibt auch wirklich viele anerkannte Firmen, die haben ihre Firmenphilosophie
so, dass sie sagen, wir haben jedenfalls keine Käfig-Eier drinnen.
Und ich möchte auch die Eigenmarken des Handels, die sagen, wir wollen keine
Käfig-Eier drinnen haben. Und es wird wahrscheinlich auch nicht so sein,
aber dann könnte ich es ja trotzdem draufschreiben.
Und manche Hersteller sagen halt, wir schreiben es nicht drauf,
weil wir nicht sicher wissen, ob man dann nicht mehr ausreichend Freilanderei
aus Österreich haben. Also die schreiben dann vielleicht das Freiland-Haltung
drauf und dann wird es einmal von dem Land einmal von dem Land.
Und dann kannst du die ganzen Verpackungen, die zu Millionen produziert worden
sind, dann nicht verwenden.
Das ist eben so ein Argument. Genau.
Gut, ist wahrscheinlich, wenn das so fragile Lieferketten sind,
wie sie teilweise ja sind, wiederum nachvollziehbar, wenn ein Produkt hochstandardisiert
ist, dass du dann mit zuverlässigen Quellen auch arbeiten möchtest oder sowas.
Objektiv, es muss zuverlässig sein, ja.
Wie steht es jetzt zur Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie? Vielen Dank.
Ja, also ich glaube einfach, meine persönliche Meinung oder unsere ist auch,
also die allermeisten Gastwirte würden ja sicherlich profitieren von so einer
Kennzeichnung, weil Transparenz immer vertrauensbildend ist.
Und wenn ich als Kunde zu einem Gastwirt gehe und ich lese das dort,
das sind die Eier vom Herrn Huber aus Stinaz oder ich weiß nicht wo,
dann ist das vertrauensbildend.
Und ich glaube auch, oder ich bin überzeugt davon, dass diese Mehrkosten sehr gering sind.
Also es ist ja nicht, wenn ihr das runterrechnet auf ein Menü,
dann sind ja das minimale Mehrkosten.
Also ich glaube, dass das keine bürokratische Hürde ist.
Und ganz wichtig, das Argument bürokratische Hürde kann man so auch nicht stehen lassen.
Wenn ich als Gastwirt heute bei einem Gastro-Großlieferanten-Firma einkaufe
und sage, ich will dieses Ei aus Österreich oder ich will das Händel aus Österreich,
dann kriege ich das auch.
Und dann kann ich es auf meine Korten draufschreiben. Also das ist meiner Meinung
nach nicht wirklich das Argument.
Das ist bürokratisch wäre. Es gibt gewisse Mehrkosten, die sind begründet durch
die Standards, aber erhältlich ist es im Regelfall schon.
Also grundsätzlich, ich habe es gesagt,
Nichts, was quasi Herkunftskennzeichen grundsätzlich unmöglich machen würde, oder?
Also ich auch nicht. Ich glaube auch, man muss dazu sagen, wir haben ja Geflügelfleisch,
haben wir vielleicht 80% Selbstversorgung und da kennt man noch weiter aus,
bei den Eiern haben wir um die 90%.
Also wir könnten auch noch mehr
Betriebe finden, die in österreichischen Standards arbeiten, wenn es mehr
Transparenz gäbe, wenn es mehr Vertrauen in diese österreichische Produktion
gäbe, wenn sie die Politik noch ein bisschen mehr entscheiden wird,
dafür mehr Transparenz zu sorgen oder auch freiwillig sehr gerne.
Also das ist auch diese offene, ausgestreckte Hand in Richtung Wirtschaftskammer
oder Gastrovertretungen.
Da gibt es ja Gesprächsbereitschaftswirklichkeit und niemand will da jemanden
schädigen, im ganzen Fall.
Im Idealfall ergänzt sie das und im Idealfall gibt es ja wie eine Wien-Situation.
Und das muss man sich eben genau anschauen.
Ja, es gibt natürlich auch kritische Stimmen aus der Gastronomie,
die da einfach mit dem Gastro, ich komme ja selber ein bisschen aus der Gastro
und hin und wieder rede ich ja mit Gastronomen und so. Das sind teilweise schon,
wie man so schön sagt, in der Gastro, in der Rue de la Gac.
Also das sind halt keine...
Sage ich mal, Industrieunternehmen, wo du quasi einen Standard mit implementierst
in deinem CRM oder sonst wie elektronischen
System, sondern das sind halt Handwerksbetriebe, wo du dann halt wieder,
teils die Karte noch mit der Hand schreibst oder mit Word und Dingen.
Und es ist halt, ich verstehe schon, dass man sich da fürcht, oder?
Manchmal ist es dann überfordert vielleicht von der Fülle an Informationen.
Es ist ja überhaupt nicht so einfach, wenn man so eine Fülle in der Gastronomie
so viele verschiedene Produkte einkauft, die überall so mal Spezialist sind.
Oder auch runtergebrochen auf den Lebensmittel-Einzelhandel.
Jetzt sind wir Spezialisten und ich für Ei und Geflügel und dann gibt es aber
in dem kleinen Supermarkt 12.000 verschiedene Produkte und ich kenne mich aber
bei Waschmitteln zum Beispiel gar nicht aus.
Also es ist nicht einfach, da gute Informationen zu bekommen.
Darum ganz einfache Informationen, die Leute dort abholen, mit einer sauberen
Kennzeichnung Ich glaube, das ist einfach die richtige Antwort.
Okay. Und glaubst du dann, jetzt bin ich wieder bei meiner Kernfrage,
jetzt ist das alles ausgezeichnet. Jetzt gehe ich, keine Ahnung,
ich gehe jetzt Schnitzel essen, eine Banade steht dann drauf, ja,
halt irgendein anderes Land mit ausgestalterter Käfighaltung.
Ich glaube, bei der Panade würden wir da, also ich glaube, dass das persönlich
übertrieben ist. Ich glaube nicht, dass man das für eine Panade ausweisen sollte.
Muss, weil das ist vielleicht wirklich übertrieben.
Kein wertbestimmender Bestandteil.
Also ich glaube schon, dass man da irgendwo seriös eine Grenze setzen muss.
Will das ja niemand übertreiben.
Aber Kirche im Dorf würde das ein Hennelassen.
Genau, also dort, wo man den Eindruck hat, da sollte ein Ei drinnen sein,
da sollte es unbedingt drauf sein, weil die Konsumentenerwartung entsprechen.
Das wäre so zumindest einmal eine Kompromissidee, also nicht den letzten,
weil ich glaube, das ist ja auch in der Vorstellung, dass man im letzten Detail
auch noch hinschreiben muss, wo das war, sondern wertbestimmende Zutat.
Oder?
Wertbestimmende Anteile. Anteil, dass man es für das zumindest sichtbar macht.
Weil es da auch um die Mengen wahrscheinlich geht.
Ich habe mir jetzt wieder das aus Fokus 9 mehr oder weniger noch Fleisch aufgeschrieben.
Da war ja 2019, da warst du eh schon, du bist ja schon lange in den Amt und
Würden, weil da habe ich auch deinen Namen gelesen in den Stellungnahmen und sowas.
Beim Fleisch ist ja die Situation im Prinzip, ohne das jetzt komplett das Fassel
aufzumachen, aber die Struktur ist ja ähnlich. Also Fleisch,
es gibt ganz andere Haltungsstandards im Ausland.
Wir haben es letztens beim Gespräch mit Ernst Schieder angesprochen mit der Pute.
Also in Österreich Standards sind Herz in Quadratmeter umgerechnet.
Nicht ein Kilo pro Fläche, aber du hast ungefähr zwei Puten in Österreich,
Standard auf dem Quadratmeter, eine in der Bio-Haltung und du brauchst nicht
einmal aus Europa rausgehen oder aus der EU und bist bei vier Tiere auf dem Quadratmeter.
Und wir haben einen Selbstversorgungsgrad von 50% und wieder österreichisch.
Und das ist dann mein nächster Punkt, wieder österreichischer Sonderweg.
Was haben wir zu abschließend, um das Ganze dann zuzumachen?
Was haben wir eigentlich genau vor mit der Landwirtschaft, wo wollen wir hin?
Auf einem europäischen, auf einem internationalen Markt, also entweder machen
wir bei uns quasi die Lücken dicht und sagen, wir essen unser eigenes Zeug,
ein bisschen Schweizer Modell oder sowas,
oder wir passen uns an unser Umfeld an, aber wir können nicht bei offenen,
quasi offenen Grenzen ein eigenes Modell fahren und dann hoffen,
dass alles gut geht, oder?
Also das ist das, was wir jetzt so, es geht seit Jahren gut,
in Jahrzehnten, Es gibt ja nicht keine Landwirtschaft bei uns, aber ...
Und darüber nachdenkend, und bei uns werden Standards immer höchst,
du hast das halber gesagt, Standards werden niedriger, die entwickeln sich weiter
und dann meistens werden sie besser. Was haben wir vor?
Da könnte man jetzt ganz viel drauf sagen, aber ich glaube, man muss es auch
wieder differenziert sein.
Ich glaube, dass wir in Österreich mit den höheren Standards in der Legehennenhaltung
und auch mit den Masthüner-Standards grundsätzlich gut fahren,
weil wir sehen, dass in anderen Ländern man sich unseren Standards annähert.
Und wenn wir vorne sein wollen, dann müssen wir immer eine Spur besser sein.
Also ich glaube, es waren damals diese strengen Bestimmungen,
die waren damals aus der Sicht gut.
Bei der Pute ist es nochmal ein bisschen differenzierter zu sehen,
weil wir da extreme Unterschiede haben in den Haltungsstandards,
weil es keine EU-Mindestbestimmungen für die Pute gibt.
Es gibt keine Regelung für die Pute. Und das macht es natürlich,
wenn die nationalen Bestimmungen die EU-weit strengsten sind,
wie du schon gesagt hast, die halben Tiere, da kannst du preislich schwer mit.
Und bei der Pute kommt dazu, die Leute essen am liebsten gern Puttenbrust.
Also das heißt, eine liebe Kollegin von mir, die leider nicht mehr lebt,
die eine Bauer hat immer gesagt, die Puttenbrust muss das ganze Tier zahlen. Das heißt, wir...
Die Puttenbrust wird frisch vermarktet und der ganze andere Teil der Butter
ist hochwertig, geht aber in irgendeiner anderen Form, in Verarbeitung oder
Wurst oder Rollbraten oder so.
Und das ist halt schade und das belastet die Puttenbrust preislich und dann
steht die Puttenbrust aus diesen hohen
Standards im Wettbewerb mit diesen Puttenbrüsten aus Ländern mit deutlich niedrigeren
Standards, die dann einmal günstiger angeboten werden.
Jetzt ist zum Glück das eingetreten, dass der Preisunterschied nie mehr so groß
ist zwischen der österreichischen und einer nicht-österreichischen Buttenbrust.
Jetzt hat sich das auch ein bisschen verbessert. Aber grundsätzlich,
und dann steht natürlich die Butte auch nochmal im Wettbewerb zum Händel,
das ein bisschen günstiger zu produzieren ist.
Also da gibt es auch diesen Wettbewerb und das macht es für die Butte ein bisschen schwierig.
Aber es ist ein ganz hochwertiges Produkt. und die Putenhaltung,
wie es jetzt in Österreich ist, mit den Wintergärten, mit diesen Spielmaterialien,
das ist eine absolut herzeigbare Putenhaltung.
Ich wünsche mir, dass sie die gut entwickelte Putenhaltung in Österreich.
Was braucht es dafür?
Das wäre zum Beispiel nochmal, ich habe es vorher angesprochen,
wenn der Lebensmittel-Einzelhandel sagt, die Kennzeichnung auch,
aber auch das Bekenntnis zu den österreichischen Mindestbestimmungen im Bundestierschutzgesetz.
Ich könnte ja als Handel sagen, das ist der gesellschaftliche Grundkonsens in
Österreich, wir wollen das so haben. Und dann kann ich auch nur,
da muss ich nicht nur österreichische Brute vermarkten, aber ich kann mir vom
Ausland die Brute einkaufen.
Aber auf einen Standard einigen.
Genau. Das wäre eine Möglichkeit zum Beispiel.
Weil dann die Kosten im Endeffekt, am Ende geht es wieder um die Kosten,
Ich kann größere Betriebe machen. Gut, ich kann ein bisschen scale.
Das ist dann eher eine philosophische Frage oder eine kulturelle Frage,
ob ich jetzt kleinstrukturierte Familienunternehmen haben will oder...
Industrieähnliche Produktionsstrukturen. Das ist, glaube ich,
das ist eine ideologische Frage wahrscheinlich, oder je nachdem, wo man steht.
Aber das andere ist, wenn ich dann einen Standard habe mit dem und dem Futter,
muss ich das einkaufen und so und so viel Tiere auf Fläche.
Das gilt dann auch für alle wieder gleich. Im Endeffekt nicht.
Diese Botschaft, die sich wirklich in Lebensmittel-Einzelhandel vor allem an
den gerichtet hat, weil da die Leute noch am ehesten Entscheidung treffen können.
Und die anderen Märkte, da brauchen wir eben die Transparenz.
Darum ist eigentlich für die gesamte landwirtschaftliche Nutztierhaltung diese
Transparenz auch in diesen Bereichen Gastronomie und Lebensmittelindustrie extrem wichtig.
Jetzt muss ich wieder nachdenken, muss ich mal eine Podcast-Folge dazu machen,
dass man quasi weggeht von diesem,
ja gut, wir haben jetzt natürlich der Feinkastladen Österreich und AT und das
ganze Ammerkütersiegel ist im Prinzip bis auf die Ausnahme mit dem Schwart,
mit dem ein bisschen erweiterten, ja auf österreich auf,
nation quasi ausgerichtet nicht aber wenn man das ganze mal bricht und sagt
okay es geht jetzt eigentlich nicht unbedingt um die,
Den Ort der Landwirtschaft, sondern die Art der Landwirtschaft.
Ui, jetzt haben wir was. Und die fördern wir.
Das wäre dann einmal ein interessanter Zugang, wie man sich dem Ganzen auch
nähern könnte. Wir haben ja quasi bei den Tieren, das hast du vorher angesprochen,
in Deutschland gibt es ja diese Tierwohlstandards bei der Haltung.
Die Haltungskennzeichnung.
Die Haltungskennzeichnung, die wird bei uns diskutiert, aber explizit am Label
haben wir es ja noch nicht mehr. Es gibt dieses TW60, TW100 und Tierwohl 60,
Prozent mehr Platz und so weiter.
Aber wir sind noch nicht so konsequent in der Kennzeichnung,
dass wir das quasi so… Wobei ich auch gehört habe, dass das viel liegen bleibt
für die hohen Standards oder dass da die Ware auch wieder schwer zu verkaufen
ist im hochpreisigen Bereich.
Das höre ich auch, aber ich glaube letztlich… Du hast auch gehört.
Das habe ich auch gehört. Aber grundsätzlich ist es so, dass man natürlich,
wenn ich Haltungen differenziere, dann werden mittel- und längerfristig die
besseren Haltungen profitieren, so wie wir es bei den Eiern auch gesehen haben.
Wir haben jetzt inzwischen 2-30% aller Legehennen in der Freilandhaltung und
13% in BIO. Also fast die halbe Produktion ist schon im Freiland draußen.
Und das passiert aber auch dann durch die bewusste Kaufentscheidung.
Ja, ich bin bei diesem Punkt, ich versuche neutral bin ich eh nie,
aber versuche da ein bisschen gerade bei diesem Ding, ob der Konsument und da
nehme ich mich selber nicht aus, da gibt es dieses Goethe-Zitat,
ist das glaube ich, oder?
Die Botschaft höre ich wohl, allein mir fehlt der Glaube ein bisschen, oder?
Das kenne ich auch, ja. Das ist so ein bisschen der Punkt, wo ich dann unter
den momentanen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wo du siehst, wie die Leute dann,
heute sitzt gerade wieder demonstriert weiß die ohne budgets kürzen es wird
über gekürzt gekürzt die dd,
Inflation ist nach wie vor da. Wir merken gerade, es wird überall eng.
Und dieser gesellschaftliche Zustand, den haben wir lange nicht so extrem gehabt.
Wir haben seit 2000, je nachdem, wie man es auslegt, immer wieder mal Krisen
gehabt, aber diese Krisen, du merkst so richtig, irgendwie der Druck erhöht
sich und der Gürtel wird enger und so weiter.
Und ich frage mich wirklich, wie wir mit diesen hohen moralischen,
sage ich mal, wenn man so will, Standards, die wir uns gegeben haben,
wie wir mit dem Umgehen unter veränderten wirtschaftlichen, gesellschaftlichen
Rahmenbedingungen, da habe ich so ein bisschen, da,
würde ich gerne noch weiter in vielen anderen Gesprächen auch noch darüber diskutieren
und mal Perspektiven zu sehen. Die nerve ich jetzt damit jetzt nicht mehr.
Ich habe noch ein paar allgemeine Fragen, so Mythen rund um Hühner und Eier,
die würde ich jetzt gerne fragen, so zum Abschluss ein bisschen.
Bevor ich das mache, was haben wir zu diesen Themen, wo wir jetzt gerade gesprochen
haben? Ich wollte ein bisschen über dieses Ukraine-Thema, bayerische Thema,
mit dem Iron-Supermarkt reden, ein bisschen besser die Branche verstehen mit dir.
Was für einen Punkt habe ich komplett vergessen? Also, mach bitte kein neues
Fassel auf, aber im Kontext des Besprochenen, was habe ich vergessen zum Fragen,
was noch wichtig gewesen war für ein Verständnis?
Wir haben jetzt vorhin über den Iron-Bereich gesprochen, aber ich glaube,
es ist besser, nicht diesen Mastgeflügelbereich. Masthühner ist ein hochspannender Bereich.
Es ist kein Mast-Hefe.
Nein, es ist extrem wichtig und es ist auch spannend, aber es ist ein bisschen
eine andere Strategie. Aber grundsätzlich haben wir dort auch sehr hohe Haltungsbestimmungen
und es funktioniert ähnlich.
Deswegen wollte ich das nur so ein bisschen anschreiben vorher.
Das passt auch. Allgemein interessenspolitische Arbeit haben wir kurz angesprochen.
Kann man die anrufen, wenn man Fragen hat? Man kann mich anrufen.
Ja, selbstverständlich. Wir haben hier so eine Mini-Büro-Zweige. Kommen wir hier, genau.
Ein kleines Büro, aber ich glaube, dass wir effizient aufgestellt sind.
Wir haben die Bildung mit dabei, wir haben verschiedene Projekte.
Ihr seid ja im Haus der Tierzucht.
Ja, genau.
Da seid ihr mit den Schweindeln, mit den Rinnen, mit den Schafen.
Habt ihr euch da quasi auf einer Wohngemeinschaft zusammengekommen?
Kann man so sagen, ja. Das sind alle Interessensvertretungen der… Landwirtschaftlichen Nutzerhaltung.
Der Nutzerhaltung, seid ihr quasi auf einem Gemeinschaftsbüro beieinander?
Genau. Und es gibt dazu auch ein Dach, das heißt nachhaltige Tierhaltung Österreich.
Doch, habt ihr auch. Ein kleines Dach. Ein TÖ?
Nachhaltige ein TÖ, genau. Und da werden die Querschnittsmaterien behandelt. Macht auch einen Sinn.
Okay, das heißt, war das eine bewusste Entscheidung oder habt ihr das Unteramt doch so?
Ja, weil viele Themen ähnlich sind. Also wir haben ähnliche Ansprechpartner,
wir haben ähnliche Themen, Wir haben schon Fixes, wir optimieren die Besprechungsräume.
Also es macht schon Sinn, absolut.
Also kurze Wege.
Ja, genau. Und es gibt da auch nicht wirklich den Wettbewerb untereinander.
Wer sind die Kulern?
Was soll ich denn sagen, Willi? Schau mal mit Leverland.
Da ist der Hahn drauf. Nein, aber es ist jeder. Alle cool.
Viele Geschäftsführer sind inzwischen jünger als ich. Also die sind alle dynamisch,
aber ich glaube, ich bin es sicher auch.
Naja, du bist ja einig und man ist bei dir auf Jung geblieben, oder?
Na danke, Willi.
Zum Schluss muss ich noch ein bisschen nett werden. Fokus 11 habe ich mir da
aufgeschrieben. Allgemeine Fragen zu Hühnern und Eiern. Und zwar eine Frage, die mich immer gehört.
Weil ein Freund von mir sagt mir jedes Mal, ich kaufe gern die Eier der Größe L.
Ich bin generell so ein XL-Typ, aber das ist jetzt eher physiognomisch gesehen.
Da sagt mir immer, L ist eigentlich zu viel, weil das tut die Hähnern weh.
Die Hähner sind nicht darauf ausgelegt, dass sie so große Eier legen.
Und ich denke mir jetzt wieder,
Wie ist das? Hast du das schon mal gehört?
Soll man mehr M kaufen und ist L eher so die Ausnahme?
Nein, also wir können, glaube ich, alle.
Oder sollen es dann auch L händeln?
Also vielleicht ganz grundsätzlich, je älter die Hühner werden,
umso größer werden auch die Eier, die sie legen. Und ich glaube auch,
dass sie sich daran gewöhnen.
Nur sie werden dann aber auch dünnschaliger
und brechen leichter. das ist auch der Grund, warum dann nach einem gewissen
Alter man sagt, okay, jetzt kann man das nicht mehr im Lebensmittel Einzelhandel verkaufen.
Okay. Also es ist nicht so, dass das jetzt irgendwie eigene Händeln sind,
die was L... Es gibt keine L-Eierhühner.
Nein, nein, das nicht.
Warum gibt es keine X-L-Eier?
Die gibt es auch nur wenig, aber das ist auch von... dann liegt es in der Natur der Sache.
Okay, in der Natur der Sache. Warum sind manche Eier braun und andere weiß,
manche wieder grün und so weiter? Hat das was mit der Rasse zu tun?
Ja, es hat auch mit der Rasse zu tun. Also es ist halt zufällig auch so,
dass bei uns die Lohmannbraun braune Eier liegen und Lohmannreiß.
Deswegen hast du die Lohmannbraun?
Ja, genau. Okay.
Gibt es irgendwelche Händel, die grüne Eier legen?
Gibt es auch die Araucana, das ist eine alte österreichische Landrasse.
Das ist aber nichts, was man in der Industrie findet.
Oder? Nein, gibt es eher nicht. Aber es gibt ja ganz viele seltene Rassen,
die da gezüchtet werden.
Nicht nach der Menge der Eier, sondern nach der Schönheit der Tiere.
Okay, das kommt es dir ein bisschen vor wie beim Test. Ist ein tieforanger Totter
ein Indikator für glückliche und gesunde Hühner?
Nein, würde ich jetzt nicht sagen, aber Orange kommt ja von den Carotinoiden.
Also wenn die Tiere grundsätzlich von Carotinoiden, also
von Carotin. Also das ist schon so, dass wenn die Hühner in der Freilandhaltung
draußen sind und diese Farbstoffe über Blüten etc.
Zu sich nehmen, aber auch über Maisfütterung zum Beispiel, wird dann der Tod
der Orange. Also das ist ein Fütterungsthema. Das ist ein Fütterungsthema.
Also ich kann ein glückliches und ein unglückliches sagen.
Ja, ich würde es so sehen.
Also das ist ein Klischee, dass tiefroter Totter ein glückliches Hund indiziert.
In Österreich hießt man gerne Eier mit einem sehr raschig. So hat es ja mal
das Durchsicht ein bisschen gesagt,
Dass es ein Qualitätsmerkmal ist. Das ist einfach Futter. Punkt.
Gut, was ist das letzte Frage? Das größte Klischee oder der größte Irrtum,
den du rund um Eier, Hühner, Geflügel immer wieder aufklären musst?
Oder habe ich da jetzt schon einen dabei gehabt?
Das ist ganz schwierig. Was? Naja, ich größte Irrtum. Kann ich nicht mehr her.
Wo denkst du, das meiste kann ich nicht mehr her.
Das kann ich nicht mehr her. Naja, dass das Huhn vom Tyrannosaurus Rex abstand.
Ernsthaft? Das ist so ein kleiner T-Rex.
Ja, also die Wissenschaftler sagen natürlich, dass die Hühner,
aber auch überhaupt Vögel grundsätzlich, sehr nahe Verwandte zu den Dinosauriern
sind, die auf zwei Beine gegangen sind. und das ist wissenschaftlich tatsächlich auch belegt, was die...
Also stimmt die?
Ja. Nein, ich muss es dann immer wieder mal erklären, aber da gibt es solche Fragen eben auch, ja.
Lass, gib mir noch eine. Das war jetzt gerade lustig mit dem Design-Ramsau-Sex.
Was gibt es noch für eine Frage?
Was ist noch spannend, das Huhn stammt ja vom, unser Huhn stammt vom
Bankiva-Huhn ab. Das ist ein südostasiatisches Huhn, das im Waldgebieten gelebt hat.
Und das war ein Waldhuhn quasi und das Huhn heute hat noch immer recht viel
von diesen Besonderheiten von diesem Huhn und ist vor 6.000 Jahren domestiziert worden. 6.000
Jahre?
Vor 6.000 Jahren ist das schon domestiziert worden.
Und ist dann zu uns gekommen und zum Beispiel die hintere Zehe des Huhnes ist
auch dazu da, damit es sich am Baum, also auf höheren Stangen ein bisschen besser
aufbäumen kann und dort sich besser anhalten kann.
Und das beim Kiberhuhn hat zum Beispiel die hintere Zehe noch ein bisschen länger
als unser Huhn. Also das sind so wirklich die Verbindungen.
Oder was noch ganz spannend ist,
Ist zum Beispiel Jetzt kommen wir ins Rennen.
Diese Augen des Huhns, die ja seitlich angeordnet sind, damit hat das Huhn eine...
Was ist denn sonst seitlich?
Naja, das Huhn ist dann eher mit einer Flucht.
Auf die Seiten, wo ich schläfe, eher.
Ja, genau. Und hat einen Seeradius von 330 Grad.
Wie so ein Insta-Schule-Sixsee.
Ja, das sieht ja ganz... Das finde ich immer so spannend.
330 Grad Seeradius?
Ja, kann man sich dann das Tier reinversetzen und zu überlegen,
wo das alles sieht. Also nimmt ganz an, dass die Dinge wahr ist, wie wir es wahrnehmen.
Und nimmt also Bewegungen extrem schnell wahr, reagiert extrem schnell,
um besser nach vorne zu sehen. Über die Nasenspitze, da tun sie dann die Köpfe
so hin und her bewegen, rechts, links, damit sie dann auch schön nach vorne
sehen, weil die Augen ja immer seitlich an ist.
Ah, schräg? Ja.
So, jetzt haben wir Fakten beieinander. Ein paar Fakten rund ums Huhn. Ja, genau.
Ich komme ein bisschen durcheinander bei uns, weil ich am Anfang habe immer
Interviews gemacht und dann Langformate. Inzwischen gibt es das nicht mehr.
Ich habe das alles zusammengelegt. Jetzt weiß ich nicht genau,
ob ich eine Abschlussfrage stellen soll oder nicht.
In deinem Fall stelle ich jetzt eine Abschlussfrage und dann lassen wir es.
Und ein Zitat aus Mano geben. In einer utopischen Welt, in der du dir alles
wünschen könntest, was würdest du an der Geflügel, an deiner Branche ändern, wenn du könntest?
Ein bisschen adoptiert, die Frage.
Was ich immer ändern würde in einer idealen Welt, in einer idealen Welt wünsche ich mir,
Durchgängige Transparenz, aber sowohl auf jeder Seite, also auf der Produktionsseite,
auf der Verarbeitungsseite und umfängliche Informationen für die Menschen,
die diese Produkte kaufen.
Und die sollten dann eben damit die ideale Voraussetzung haben,
genau das zu kaufen, was sie kaufen wollen. Weil das gibt es in der Praxis nicht.
Eine ideale Welt ist eine transparente Welt.
Kann man so sehen, ja.
Und jetzt hast du noch ein Schmäh, ein Zitat oder irgendein Sprüchel,
mit dem du uns jetzt heimschickst. Oder du die heimschickst.
Weil du bist ja bei mir im Studio. Ich mich heimschick.
Ein Schmäh.
Oder ein Zitat.
Oder ein Zitat.
Die haben wir schon gehabt.
Wie war die Vitae Polte? Nein, die zitiere ich jetzt nicht.
Nein, ich glaube einfach, es ist, das habe ich auch einfangs gesagt,
ich glaube, es ist schön zu sehen, wenn man die Dinge verbessern kann und das
treibt mich ein bisschen an als Idealist auch.
Wir müssen sehen, dass wir die Dinge marktangepasst machen können
und wir brauchen einfach das Commitment der Leute, die Eier und Geschlügel essen
und dieses Bewusstsein, dass wir diese österreichischen Produkte,
dass die einen Wert haben, das brauchen wir ganz dringend und dann können wir
diesen Qualitätsweg wirklich weiter fortsetzen.
Das ist schön, lieber Michael, aber es war jetzt weder ein Witz,
ein Spruch noch ein Titel. Ja, das stimmt. Entschuldige. Ja,
das ist schön, das war der zweite Wunsch an die utopische Welt,
aber so billig kommst du mir nicht davor.
Witze tue ich mir total schwer, Willi. Ich bin kein Witzerreißer,
ich sage es ganz ehrlich.
Dein Lieblingsspruch?
Mein Lieblingsspruch?
Auch nicht.
Das haben wir jetzt schnell gefragt.
Input, Output, Putput.
Das gibt es auch,
Ja. Oder es will ich dir einfach in Ruhe lassen.
Also ich habe mich total gefreut, dass ich heute bei dir war.
Das ist ein schönes Schlusswort. Das finde ich gut.
Aber Vizereißer bin ich, weiß ich leider nicht.
Aber das muss man ja nicht immer sagen. Lieber Michael, lieber Michi,
vielen, vielen Dank, dass du da bist heute.
Danke für die Einladung. Bitte gerne. Danke, Servus, bitte.
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