Einspruch Bachler | Kuhattacke · Dürre · Ukraine
Ein Bergbauer und ein Podcaster streiten über die heißen Kartoffeln der Agrarpolitik.
12.07.2026 80 min
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Kuhattacke, Dürre, EU-Beitritt der Ukraine: Christian und ich nehmen uns drei Themen vor, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben. Auf den zweiten Blick ziemlich viel.
Im Mai 2026 ist in Osttirol wieder eine Frau durch eine Kuhherde tödlich verletzt worden. Christian kennt das Thema wie kaum ein anderer, er war schon beim ersten großen Kuhurteil mittendrin.Wir reden darüber, warum an bestimmten Hotspots Weidewirtschaft und Tourismus nicht mehr zusammenpassen und warum wir in der Rinderzucht über Jahrzehnte auf das Wesen der Tiere vergessen haben, weil nur die Leistungszahlen auf dem Zettel standen.
Dann das zweite Thema: Dürre. Christian berichtet, dass in seinem Bezirk über den Winter kaum Niederschlag gefallen ist. Was das für das Grundwasser bedeutet, warum Getreide in Notreife geht und was intensive Beweidung nach dem Vorbild von Allan Savory mit dem Wasserhaushalt im Boden macht, da sind wir zu Erkenntnissen gekommen, die mich zum Nachdenken gebracht haben.
Und drittens: der mögliche EU-Beitritt der Ukraine. Ein Land mit rund 41 Millionen Hektar Ackerland, davon rund 60% Schwarzerdeböden. Was passiert, wenn diese Flächen ohne Zollschranken in den EU-Binnenmarkt kommen? Christian und ich sind uns einig, dass das eigentliche Problem nicht die Ukraine ist, sondern die Art, wie wir Landwirtschaft in Europa seit Jahrzehnten denken und fördern.
Der rote Faden durch alle drei Themen: Wir haben in der (Land-) Wirtschaft zu oft nur auf Leistung und Effizienz geschaut und die qualitativen Faktoren links liegen lassen. Beim Tier das Wesen, beim Boden die Naturgestaltung und bei der (Agrar-) Politik den Menschen.
Wir haben ein wenig diskutiert. Aber was ist mit euch? Was denke ihr zu diesen Themen, welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreibt uns oder schreibt es in die Kommentare!
00:00:00 Los gehts
Begrüßung, Rückblick auf die erste Folge und Themenübersicht
00:03:06 Kuhattacke in Osttirol
Was im Mai passiert ist und was sich seit dem Kuhurteil getan hat
00:07:55 Wolf, Hund, Herde
Warum in Osttirol mehrere Risikofaktoren zusammentrafen
00:11:24 Wegerecht und Almnutzung
Betretungsrecht im Wald und am Berg, Nutzungskonflikte an Hotspots
00:17:29 Zucht auf Wesen
Warum der Charakter von Rindern in der Zucht vergessen wurde
00:26:06 Lösungen für die Alm
Kurse, verlorenes Hirtenwissen und Entschärfung von Hotspots
00:29:08 Dürre und Bodenwasser
Fehlende Winterniederschläge, Grundwasser und Notreife beim Getreide
00:37:07 Klima oder Wetter?
Was sich verändert und wie Bergbauern profitieren und leiden
00:42:04 Hecken, Wurzeln, Wasser halten
Ausgeräumte Landschaften und wie intensive Beweidung hilft
00:55:10 Ukraine und die EU
Schwarzerdeböden, Agrarflächen und was ein Beitritt bedeuten würde
01:04:01 Preisdruck und Systemfrage
Börsenpreise, spanische Schweine und die GAP-Reform
01:13:16 Roter Faden und Abschluss
Wesen, Boden, Ökonomie: Warum wir immer die gleichen Fehler machen
Kurz-Bio Gast:
Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020.
INFOS ZUR FOLGE
Bergerhof Krakauebene (Website)
www.bergerhof-krakauebene.at
Bergerhof Krakauebene auf Instagram
www.instagram.com/bergerhof_krakauebene
Bergerhof Krakauebene auf Facebook
www.facebook.com/BergerhofKrakauebene
Alternative University of Bergerhof (Website)
www.alternativeuniversity.at
Sichere Almen (Aktionsplan & 10 Verhaltensregeln)
www.sichere-almen.at
Tödliche Kuhattacke in Osttirol, Mai 2026 (ORF-Bericht)
https://tirol.orf.at/stories/3354570
Im Mai 2026 ist in Osttirol wieder eine Frau durch eine Kuhherde tödlich verletzt worden. Christian kennt das Thema wie kaum ein anderer, er war schon beim ersten großen Kuhurteil mittendrin.Wir reden darüber, warum an bestimmten Hotspots Weidewirtschaft und Tourismus nicht mehr zusammenpassen und warum wir in der Rinderzucht über Jahrzehnte auf das Wesen der Tiere vergessen haben, weil nur die Leistungszahlen auf dem Zettel standen.
Dann das zweite Thema: Dürre. Christian berichtet, dass in seinem Bezirk über den Winter kaum Niederschlag gefallen ist. Was das für das Grundwasser bedeutet, warum Getreide in Notreife geht und was intensive Beweidung nach dem Vorbild von Allan Savory mit dem Wasserhaushalt im Boden macht, da sind wir zu Erkenntnissen gekommen, die mich zum Nachdenken gebracht haben.
Und drittens: der mögliche EU-Beitritt der Ukraine. Ein Land mit rund 41 Millionen Hektar Ackerland, davon rund 60% Schwarzerdeböden. Was passiert, wenn diese Flächen ohne Zollschranken in den EU-Binnenmarkt kommen? Christian und ich sind uns einig, dass das eigentliche Problem nicht die Ukraine ist, sondern die Art, wie wir Landwirtschaft in Europa seit Jahrzehnten denken und fördern.
Der rote Faden durch alle drei Themen: Wir haben in der (Land-) Wirtschaft zu oft nur auf Leistung und Effizienz geschaut und die qualitativen Faktoren links liegen lassen. Beim Tier das Wesen, beim Boden die Naturgestaltung und bei der (Agrar-) Politik den Menschen.
Wir haben ein wenig diskutiert. Aber was ist mit euch? Was denke ihr zu diesen Themen, welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Schreibt uns oder schreibt es in die Kommentare!
00:00:00 Los gehts
Begrüßung, Rückblick auf die erste Folge und Themenübersicht
00:03:06 Kuhattacke in Osttirol
Was im Mai passiert ist und was sich seit dem Kuhurteil getan hat
00:07:55 Wolf, Hund, Herde
Warum in Osttirol mehrere Risikofaktoren zusammentrafen
00:11:24 Wegerecht und Almnutzung
Betretungsrecht im Wald und am Berg, Nutzungskonflikte an Hotspots
00:17:29 Zucht auf Wesen
Warum der Charakter von Rindern in der Zucht vergessen wurde
00:26:06 Lösungen für die Alm
Kurse, verlorenes Hirtenwissen und Entschärfung von Hotspots
00:29:08 Dürre und Bodenwasser
Fehlende Winterniederschläge, Grundwasser und Notreife beim Getreide
00:37:07 Klima oder Wetter?
Was sich verändert und wie Bergbauern profitieren und leiden
00:42:04 Hecken, Wurzeln, Wasser halten
Ausgeräumte Landschaften und wie intensive Beweidung hilft
00:55:10 Ukraine und die EU
Schwarzerdeböden, Agrarflächen und was ein Beitritt bedeuten würde
01:04:01 Preisdruck und Systemfrage
Börsenpreise, spanische Schweine und die GAP-Reform
01:13:16 Roter Faden und Abschluss
Wesen, Boden, Ökonomie: Warum wir immer die gleichen Fehler machen
Kurz-Bio Gast:
Christian Bachler führt den Bergerhof in der Krakauebene, den höchstgelegenen ganzjährig bewirtschafteten Hof der Steiermark auf 1.450 Metern Seehöhe. Er hält seltene Nutztierrassen wie Yaks, Ennstaler Bergschecken und Alpenschweine und setzt auf Direktvermarktung statt konventioneller Landwirtschaft. Bekannt wurde er als "Wutbauer" durch seine kritischen Social-Media-Beiträge zur Agrarpolitik und die Rettung seines Hofes durch eine Crowdfunding-Aktion 2020.
INFOS ZUR FOLGE
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Tödliche Kuhattacke in Osttirol, Mai 2026 (ORF-Bericht)
https://tirol.orf.at/stories/3354570
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Musik:
„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner
„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
… und ein bisserl selbst gesungen 😊
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle
„Leit hoits zamm“ – Haindling
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„Power to the People“ – Junior Kelly
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Transkript
Gut dann, ein verhaltenskreativ illuminierter Bergbauer, illuminiert im Sinne
von erleuchtet natürlich, nicht verschwurbelt oder sonst irgendwas, aus der Steiermark.
Heute mal hier im Studio in Wien und ein konstruktiv ahnungsloser oder sehr
ahnungsloser Podcaster aus Wien diskutieren über die heißen und teilweise auch
noch nicht geschälten Kartoffeln rund um Lebensmittel, Landwirtschaft und Gesellschaft.
Der Bergbauer, das ist heute wieder der Christian Bachler, wulgo
der Bachler-Christian und der Podcaster, das bin ich, der Willy Geiger, wulgo
der Geiger Willy, der Honk. Und Honk steht für?
Hilfskraft ohne nennenswerte Kenntnisse.
Danke Christian.
Das bin ich heute da.
Bist du das heute? Ich bin jetzt bei dir Rollentausch. Das ist halt ein Rollenspiel,
Oder was? Genau.
Oh Gott, geht schon wieder los.
Nein, aber ist ein Rollentausch.
Ja, schön, schön. Die heutigen drei Themen, die wir uns vorgenommen haben.
Das erste, die Kuhattacke in Tirol aus dem Mai, die was wieder einiges,
ja, eine alte Diskussion wieder
neu aufgerüttelt hat. Da werden wir ein bisschen drüber diskutieren.
Das zweite Thema, man spürt es da drin im Studio ab, ist Hitze.
Hitze, Dürre, Trockenheit. Mal schauen, was das eigentlich ist und wie das die
Landwirtschaft betrifft. Und dann das dritte Thema, was wir heute haben,
wo wir ein bisschen drüber reden, ist der mögliche EU-Beitritt der Ukraine.
Der Ukraine zur EU, wollte ich sagen. EU-Beitritt zur EU, ja,
genau. und was das möglicherweise für Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben
könnte. Das sind die drei Themen.
Wir haben ja schon eine Folge gemacht, heute Nummer zwei, Einspruch Bachler.
Was ist seit dem letzten Mal passiert? Hast du irgendwelche Reaktionen gekriegt auf die erste?
Ja, schon eigentlich.
Ich bin froh, dass du nicht nachgesucht hast. Das ist etwas gleich los.
Nein, also das ist glaube ich schon sehr, durchaus kontrovers Gott sei Dank diskutiert worden Ähm,
Hat schon ein bisschen Wellen geschlagen, würde ich jetzt einmal sagen. Wie war dein?
Ich habe viele Reaktionen aus der Landwirtschaft rausgekriegt,
also aus alle Richtungen. Und da gesehen, ja, die Downloads sind,
aber das ist wahrscheinlich wegen dir.
Ja, das ist einfach der Cuteness-Faktor.
Das Radio-Gesicht.
Genau, das Radio-Gesicht.
Es war schon wirklich ein,
Es hat eingeschlagen, würde ich jetzt einmal sagen. Es hat genau passt,
wirklich spezielle Themen gehabt.
Einige heilige Kühe haben wir quasi gleich ganz am Anfang geschlachtert.
Nein, rund um das Thema Herkunftskennzeichnung und Co., da sind natürlich auch
ein bisschen die Wogen hochgegangen, weil manche, ich durfte da ja ein bisschen
Gotteslässern akarpolitisch gesehen und das werden wir weiterhin so machen.
Aber nein, also ich bin ganz motivierter denn je, dass wir das Format weitermachen,
weil es eben wirklich Spaß macht.
Ja, und heute haben wir mal cool in so solcher Atmosphäre.
Ja, wir wollten es eigentlich online machen, das heißt jetzt haben wir es auch
mal bei dir daheim gemacht, Jetzt waren wir bei mir daheim im Studio.
Also das, was wir geplant haben, haben wir bis jetzt noch nicht ganz sechs Mal gemacht.
Genau, aber das hat sich heute jetzt auch Umstände halber so ergeben.
Und jetzt habe ich mir gedacht, na für den Willi, tue ich normalerweise sämtliche
Kosten und Mühen scheuen, heute nicht.
Danke, das hast du wieder wunderschön gesagt. Nein, dass wir das auf einem dementsprechenden,
Qualitätslevel auch machen können.
Genau, und angesichts der Downloadzahlen und der Reaktionen habe ich für mich
und in dem Sinne auch für dich die Entscheidung getroffen, dass wir das weiterführen.
Genau.
Da haben wir so.
Ja, genau. Okay, cool. Mir taugt das. Ja, absolut.
Thema Nummer eins. Christian.
Das war so quasi dein Erweckungsthema.
Es hat vieles angefangen, das will mir jetzt nicht alles wieder aufrollen,
aber dieses Kuhurteil damals, das war noch quasi in die 2010er-Jahre,
wenn man drück schaut, und alles, was dann gekommen ist, jetzt war wieder was
im Mai in Tirol und die Wogen sind wieder hochgegangen.
Das Mal war kein Hund dabei, aber
die Diskussionen sind wieder hochgegangen. Was hat das passiert?
Wieder ausgelöst und was hat die eigentlich, hast du das Gefühl,
es hat sich was getan seit der ersten großen Diskussion zu dem Thema?
Ich muss ehrlich sagen, es hat sich extrem was getan, also bis hin zu den Verhaltensregeln
und so weiter, wir haben auch versicherungsmäßig auf Landesebene hat sich glaube ich,
ich glaube jedes Bundesland mittlerweile was überlegt, wie man diese Härten
abfedern kann, wenn da was passiert und ich finde, man hat da einen Kompromiss
gefunden, der für alle Beteiligten eigentlich tragbar ist.
Für mich war das Thema eigentlich beerdigt, muss ich ganz ehrlich sagen,
also natürlich der Praxiskonflikt, tägliche, unter Anführungszeichen,
die wir rundum haben, also diese Nutzungskonflikte, die sind natürlich nach
wie vor aktuell, aber ich habe eigentlich geglaubt gehabt, dass das Thema,
mittlerweile geregelt ist.
Ich verstehe auch nicht ganz, das ist eine total tragische Geschichte,
um Gottes Willen, nur ist jemand zu Tode gekommen.
Verstehe aber das Hochploppen war für mich ein bisschen aus dem Ding aus ein
verfrühter saure Gurkenzeitfüller.
Also ich habe es nie ganz verstanden. Das ist von ein, zwei,
drei Medienschaffern der Ausgaben, sage ich jetzt einmal, wo das genau gepasst hat.
Ist natürlich, ich tue das gerne, dass man dann diese Themen wieder diskutiert
und auch ein bisschen den Fortschritt quasi dokumentieren kann oder festhalten
kann, der den Außenstehenden vielleicht nicht so,
gegenwärtig ist. Was man halt damit, dass man sich jetzt eben darauf verständigt
hat, dass man sowohl den Tierhalter als auch den Erholungssuchenden,
an einen Kodex, also diese 10 Verhaltensregeln, als Orientierung gibt und dass
sich die Rechtsprechung an diesen Regeln orientiert, ähnliches wie bei einem
Ski-Unfohler, die 10 FIS-Regeln.
Und mit dem Kompromiss kann man relativ gut leben.
Aber ganz ehrlich, weil du jetzt sagst, wie viele Skifahrer kennen,
wenn du das jetzt fragen würdest, könnten da die 10 Fies-Regeln aufsagen.
Das ist ein allgemeines Bildungsproblem, aber bei dem kann ich nichts.
Ja, aber welchen Nutzen haben diese Regeln? Weil ich habe es mir jetzt ausgedruckt,
du hast das vorher noch mal kurz angeschaut, auswendig gelernt quasi.
Sie klingen halt schon recht logisch, also so hausverstandmäßig würdest du sagen. Absolut.
10 Verhaltensregeln für den Umgang mit Weidevieh Nummer 1, Kontakt zu Weidevieh
vermeiden, Tiere nicht füttern, sicheren Abstand halten. Genau.
Ja, ist jetzt für die mit durchaus Praxishintergrund völlig logisch und eigentlich selbsterklärend.
Ist im Jahr 2026 aber für große Teile der Maße nicht selbsterklärend.
Ich denke mir immer bei so einem Viech, wenn ich es nicht kenne.
Ich kenne es ja, wenn ich es nicht kenne, das hat 300, 400, 500 Kilo. Ist riesig.
Da gehe ich auch nicht auf Verdacht einmal zu, wenn ich es nicht kenne, oder?
Darf ich provozieren?
Bitte.
Wir leben in einer Welt, wo man bei Strohsenumfragen fragt, wärst du lieber
mit einem Mann oder einem Bär im Wald?
Und der große Teil, der befragt innen, sagt lieber mit einem Bär.
Weil der Bär quasi ist irgendwie cuter als wie der Mann.
Nur zur Einordnung. Also es tut mir leid, bei manchen ist da aus meiner Sicht
schon sind wir ein bisschen schief abgehoben. Da haben wir ein bisschen den
Bezug zur Realität verloren.
Und genauso ist es da halt auch.
Wir haben einen Hotspot angeschaut, unlängst, vor drei Wochen mittlerweile,
am Durchstand drüben, Parkplatz bei der Gondel oben.
Dann schaust du da mal neben einen Kaffee trinken genau, wie es da zugeht rund um die Tiere.
Da wundert mich eigentlich, dass nicht mehr passiert.
Jetzt ganz hart gesagt. Worauf ich aber aussehen will, wenn man das Ganze jetzt
weiterdenkt, es hat sich natürlich etwas dauern in diesen Jahren über diese
Verhaltensregeln hinaus.
Dass die eigentlich logisch sind, bin ich viel bei dir, da hat keiner das roten Eier gefunden.
Man hat es jetzt einmal niedergeschrieben und für die Rechtsprechung,
die wir derzeit haben, zählt halt das, was da niedergeschrieben ist.
Und vorher war das de facto ein rechtsfreier Raum.
Wir gehen da ja den Themen ja ein bisschen in die Tiefe, Gott sei Dank.
Und da sind halt schon viele Sachen.
Wo sich darüber lohnt, dass man nachdenkt. Also wo entwickelt sich die Almwirtschaft
hin, die Weidewirtschaft generell?
Von dem her ist ja der Fall in Osttirol, das ist für mich persönlich das einzige
Interessante oder halt neue irgendwo.
Da ist nämlich genau das zusammengekommen, was wir quasi als Bullshit-Lotto-Sechser
beschrieben haben über die letzten Jahre.
In der Region waren vorher sehr, sehr viele Wölfe aktiv, da ist ein Rudel,
die Kollegen dort haben vorher Wölfe gesehen,
in dem Gebiet dort, wo die Viecher waren, sind mehrere Herden frisch zusammengekommen
gewesen, weil die dann gemeinsam auf die Sommerweide gehen, das heißt Rangkämpfe
und so weiter generell, Unruhe.
Eine Gemeinschaftsweide, dann war mutmaßlich da vorher ein Hund,
der ist ja gesehen worden, der schon attackiert worden ist, vermutlich aus einer
Grundaggression durch die Wulpspräsenz vorher und dann haben halt leider diese
älteren Herrschaften Pech gehabt,
und die sind halt in diese aufgestachelte Herde gekommen. Natürlich.
Ob man das Experten nennen kann, so wie der Herr Kottreschall vom Wolf,
Bär, Luchs, Dinosaurierzentrum, hat mir dann natürlich unterstellt,
dass ich überhaupt keine Ahnung vom verholten von Rinder habe,
weil er kennt sich, wenn du den Wolf auskennst, dann weiß ich da,
wie Rinder funktionieren.
Also das ist auf gut Deutsch genau das, wovor wir immer gewarnt haben aus der Praxis.
Dass irgendwann einmal so eine Konstellation passieren wird,
dass jemand in eine grundsätzlich schon aufgeladene Herde da da zur falschen
Zeit am falschen Ort ist.
Wir haben das Problem heuer selber auch wieder gehabt, im Frühling,
es war wieder ein mutmaßlicher junger Wolfrüde unterwegs, jetzt im Enstall drüben
ist glaube ich sogar jetzt ein Abschlussbescheid für den draußen,
der hat Unruhe in die Herden gebracht und da ist das Risiko einfach größer,
dass was passiert von Haus aus.
Okay, das Thema einmal, dann ist da interessant, dass das de facto,
die Weide war beschildert, es war hingewiesen rundum und um,
Also genau das Thema, was man vorher bei anderen Geschichten,
was man vorher bei anderen nicht hat.
Wir haben mittlerweile, es gibt es in einer anderen Version,
wo es in mehreren Sprachen auch noch drauf ist, damit es da ja nichts sein kann.
Ja, aber jetzt nur den Ding, dass du es auch lesen kannst.
Ist ja klar. Nein, ich sage nur, also das ist wirklich, mehr kannst du jetzt
de facto da nicht mehr machen.
Das war aber eine Talweide und de facto kein Olm.
Und bisher, bei der Olm, hat man ja in vielen Belangen quasi erleichterte Bedingungen,
auch vor dem Richter unter Anführungszeichen, als wie auf einer Talweide.
Aber de facto ist das zwar gemeinsame Heimweide im Tal herunten,
das ist nach wie vor ein bisschen interessant, wie da die Rechtsprechung ausschauen wird.
Weil es eben wieder, das ist jetzt schon sehr fachspezifisch.
Zudem habe ich mir sogar ein paar Punkte ausgeschrieben, die ich da eh anbringen möchte.
Ja, wenn wir schon da sind. Also die Sachen, wo du reinpasst,
glaube ich, das ist das eine, was ich damals nicht verstanden habe,
oder zumindest mal zum Erklären wäre, das Wegerecht.
Man hat ja quasi in Österreich gibt es ja oberhalb der Baumgrenze,
wenn ich es so richtig habe, ein Wegerecht und wenn ich es richtig ausrecherchiert
habe, auch im Wald, also im Forstgesetz.
Ausgenommen natürlich Schutzwald und alle möglichen Ausnahmen,
die es halt gibt, aber grundsätzlich darf ich im Wald gehen,
wo ich will und oberhalb der Baumgrenze, auch abseits der Wege,
gehen, wo ich will, es sei denn, es gibt irgendwelche Schutzzonen oder sonst irgendwas.
Und gerade für die Flächen, was ist jetzt eigentlich mit den Flächen,
die oberhalb vom Wald sind und keine oberhalb vom Wald sind und unterhalb vom
Wald kein Wald sind. Und da sind wir
bei diesen Flächen. Und da gibt es unterschiedliche Rechtsmeinungen dazu.
Das Thema ist da, wir haben Gott sei Dank für die Allgemeinheit,
die Waldöffnung gehabt in den 70er Jahren, dass du zu Erholungszwecken sämtliche
Wälder betreten darfst. Finde ich absolut gut.
Das Thema alpine Wegefreiheit muss man sich im Detail anschauen.
Es geht nämlich um die Flächen oberhalb der Waldgrenze, wo keine Nutzung mehr stattfindet.
Das heißt, das ist eigentlich das klassische Ödland, vielleicht irgendwo im
hintersten Ödstoll oder so.
Aber zum Beispiel, du weißt, unsere Umgebung, da findet das de facto eigentlich
hart auf hart gar keine Anwendung, weil überall Alnwirtschaft betrieben wird.
Das heißt, wir reden da eigentlich von dieser alpinen Wegefreiheit,
die wirklich Ödland hochalpine Räume sind, wo auch kein Schafmärchen kommt.
Das heißt, es ist eigentlich auch dann wieder ein relativ stark überschaubarer.
Flächenanteil an den Gesamtberg. Herunten wird, du hast alles geduldet.
Dazu kommt auch noch ein Thema, dass wir quasi ein bisschen so kulturelle Unterschiede
haben oder im Gebrauch, im Umgang mit dem Weiderrecht. Keine Ahnung.
Wir haben ja öfter gehört, Leute aus der Stadt, die sagen, jetzt ist da ein
Litzen über den Weg gesperrt gewesen oder da war ein Gatter zugemacht.
Ich habe mich nicht weitergetraut, ich habe einen Umdraht.
Wo wir dann schauen, hey, was ist mit dir? Das Gatter magst du einfach rauf,
gehst durch, machst hinten wieder zu, fertig ist der Zauber.
Weil es ist aus der Stadt, aus einer Umgebung halt nicht gewohnt sein,
wenn da was zugesperrt ist, ist zugesperrt. Bei uns, also an einem Forststraßenweg,
da gehst du einfach durch, machst dahinter wieder zu und fertig ist der Zauber.
Das heißt, auch dieser Umgang quasi, wie das vor Ort üblich ist,
spielt in dieser Thematik auch mit eine Rolle.
Viele Leute sagen, oder keine Ahnung, es gibt ja Kollegen, die in Regionen Weidetierhaltung
betreiben, wo überhaupt keine Tiere mehr auf der Weide sind.
Da kommt es noch einmal dazu, dass man nicht nur jetzt den Umgang mit den Tieren
nicht mehr kennt, sondern auch, wie schaut das mit den Wegen und so weiter aus.
Das heißt, es ist ein sehr komplexes ein Thema letztlich, aber auch jetzt alle
gebrochen auf diese Geschichte da.
Eigentlich leider Business as usual. Es ist halt wirklich Pech gehabt.
Das war halt wirklich ein Schmoren. Und jetzt müssen wir weiterdenken,
wie können wir vielleicht auch diese Detailsachen noch entschärfen.
Was da ist, der Osttirol-Tourismus bewirbt diesen Wanderweg dort sehr,
sehr intensiv. Das ist einer der meistbegangenen anscheinend in ganz Osttirol.
Die Frage, die ich mir jetzt einfach stelle, ist das, hat Alenwirtschaft auf
diesen, und das ist jetzt natürlich wieder kontrovers und da kriege ich dann
wieder geile Nachrichten, hat Alenwirtschaft auf diesen Standorten,
oder Weidewirtschaft auf diesen Hotspots, hat es da Zukunft?
Und da muss ich ehrlich sagen, nein, ich glaube es nicht. Ist mein Standort.
Du würdest das auch sagen, wenn das jetzt quasi ins Baich, ins Präbertal rein,
auf einmal Hotspot wird und dann sagst du, Bachler, deine Axie treibst du jetzt
bitte nicht mehr auf, weil das ist jetzt zu kritisch?
Ja, die Frage, um die es da geht, das sind halt wirklich auch im Flächenausmaß absolute Hotspots.
Das sind Wege, Kreuzungsbereiche, irgendwelche Schlüsselstellen sozusagen.
Ganz klassisch die Geschichten rund um die Skigebiete. Da ist dieses riesen
Ausflugs Gasthaus mit Otto und Disneyland und dann liegen vorderter Rasen auf
der Skipisten die Viecher.
Ich muss dir eigentlich sagen, ich hätte da mittlerweile keine ruhige Minuten
mehr, wenn ich dort meine Tiere hätte. Ich weiß, da sind gewachsene Strukturen.
Und dass die Viecher zuerst da waren, ist auch alles klar.
Und dass das halt alles größer geworden ist und dass das ein schleichender Prozess
ist, wo du da gar nichts denkst. Stichwort letztens da am Tag standen.
Wir haben dann mit meinen Leuten auch gesprochen, mit dem Zaun hier,
die echt bedenken. So viele Touristen, so viele Viecher.
Aber das sind halt gewachsene Strukturen. Da schaust du natürlich als Außenstehender anders drauf.
Aber ich glaube eben, an diesen absoluten Hotspots wird man eine Lösung finden
müssen, dass man sagt, du, wir zahlen dir eh schon was für die Skipisten im Winter.
Dann zahlen wir da halt auch was, dass du im Summe oder den Bereich direkt um die Hütte nochmal tust.
Also eine touristische Nutzungsrente oder irgend so was.
Jetzt müssen sie zahlen, fertig. Sie profitieren dir von der Landwirtschaft
auch. Vom Ding her, dass man da sagt, okay, wir machen da halt ein Gebiet,
wo es zumindest vorhersehbar ist, dass es da über kurz oder lang Konflikte gibt,
dass man es aus diesen Bereichen ausnimmt.
Ja, aber okay, dann sagen wir mal, wir nehmen es raus, aber die Viecher haben
ja nicht nur die Funktion, dass sie dort Urlaub machen, sondern die richten
auch das Kulturland her.
Wir maten die Wiesen, wenn die Viecher nicht sind.
Da reden wir jetzt aber schon in Flächenausmaß, absolute Minidimensionen.
Und wenn die Almen, wie es leider in den Skigebieten ist, und da mache ich mir
jetzt auch keine Freunde, das weiß ich, so hin sein, dass eigentlich die Tiere
nur noch auf die Skipisten weiter haben, weil die gepflegt werden und rundum
ist schon alles verpuscht,
dann habe ich generell ein almenwirtschaftliches Problem und dann war es vielleicht
gescheiter, dass ich schaue, dass ich die restlichen Flächen so in Schuss halte,
dass die Viecher dort was zum Fressen haben und dass sie nicht automatisch auf
die Skipisten gehen, die gedüngt werden, die gemulcht und gepflegt werden und
mir dort wirklich Hotspots schafft.
Man sieht das in den Skigebieten leider sehr, sehr oft. Es kommt auch ein besonderer
Klimawandel ein bisschen ins Spiel.
Du hast im Frühling ewig lang bis nach Ostern auf die Skipisten Schnee.
Rund um ein Tum ist der Schnee schon weg, du hast die weißen Bänder und die
Miersert eigentlich aus moderner, ollenwirtschaftlicher Sicht auf diese Flächen
links und rechts der Skipisten schon mit den Viechern hin, während dort noch
die Deutschen und die Holländer wedeln.
Weil, wenn dann die Skipisten abgeschmulzen ist und die Skipisten grün wird
und die mit den Viechern auf die gute Skipisten kommen, dann ist links und rechts
eigentlich die Saison schon gelaufen, weil ich spät auch bin.
Weil das schon in die Blüte geht und das schon ausgestanden,
es klumpert ist. Das sieht man jetzt.
Das heißt, man müsste quasi das differenzieren. Das Problem ist da jetzt,
dass die Skipisten das Einzige ist, was regelmäßig gepflegt wird und was bei
den traditionellen Almauftriebsdaten Zeitpunkte halt gerade grün ist.
Aber eigentlich müsste das Management auf die Restflächen anpassen.
Das meine ich. Und wir konzentrieren uns immer auf das, was halt leicht geht, verstehe ich auch.
Und an diesen Hotspots dort, die aber halt, wie gesagt, das ist halt gerade
die Traten um die Hütten um und dumm.
Dass ich die halt nicht bis zur Terrasse und zum Brunntrog, wo die Bierkisten
reinschwimmen, hingehen lasse, sondern sage, du, keine Ahnung,
ich zahle dir einen Tausend, dafür maß ich das einmal mit mehr ab oder so,
oder ich pflege das selber, dafür können wir das auch nicht sein.
Ich glaube, dass wir uns da weiterentwickeln müssen.
Nächste Thema ist das, dass wir natürlich bemerken, dass sich die Tiere verändern,
im Sinne von nicht nur Mutterkuh und Ding, also diese mehr Mutterinstinkt, das Wesen.
Und da haben wir auch ein paar Sachen dabei, wo wir als Landwirtschaft Baustellen haben.
Punkt 1, das ist glaube ich eh auch da jetzt in der Albenkuh-Diskussion rausgekommen,
wenn ich weiß, dass das Vieh aggressiv ist, dann hat das nichts zum Suchen.
Und wenn ich merke oder wenn ich weiß, dass das Vieh einmal jemanden attackiert
hat, Dann zeig mir dem, wie ihr brotet.
Und das kommt im Kaliber 223.
Aber das ist ja genau eben nicht passiert.
Aber das ist eben das Thema. Und da müssen wir schon selbstkritisch sein als Landwirt.
Und jetzt nicht sagen, ich bin der Oberbauer. Wir haben das immer so getan.
Ja, aber was tust du denn? Genau das war ja scheinbar der Fall. Ja, ja.
Wenn es dann doch wieder so ein Einzelfall war oder sowas. Aber wie kann man
denn dann, wenn einer so stur ist offensichtlich, und zehn andere sagen,
es ist halt so und der sagt, das ist nein, dann soll ich immer das,
bis was passiert, dass der nein sagt. Oder wie kann man denn da damit umgehen?
Da kommen wir halt in die... Sture Leute gibt es überall. Aber da kommen wir
halt, glaube ich, in die menschlichen Abgründe und da menschelt es halt ziemlich.
Du hast halt irgendwie keine Ahnung, wie man da eine Lösung findet. Das ist jetzt mein Ding.
Der OGH findet es dann am Ende vom Tag. Aber da muss man ja nicht hin immer.
Genau. Aber ich zum Beispiel, ich denke es für mich selber, du weißt,
wir haben auch Probleme gehabt in der Genetik bei den Viechern,
wir haben manche Linien ausgemärzt und wir sind fertig, weil die halt einfach nicht funktionieren.
Manche Viecher sind wirklich einfach aggressiver geworden.
Es ist halt so. Bei den Menschen gibt es halt auch Asis und totale Cuties,
nicht? Und den Kompromiss müssen wir halt irgendwie finden.
Und da müssen wir halt schon Baustellen, diese Baustellen müssen wir bearbeiten
und nicht einfach sagen, nur weil wir die Bauern sind und weil wir halt immer
dort sind, was wir sehr gern dämen. Stur auf Stur einfach.
Nicht? Genau.
Geschichten, die da unter anderem jetzt auch diskutiert worden, sind wirklich in Tirol.
Du merkst dann, wenn du in die Tiefe debattierst mit den Betroffenen ja schon,
dass da zum Beispiel Familienkonflikte über Jahrzehnte schon laufen.
Ja, ja, ja. Zwischen die Häuser.
Zwischen die Häuser.
Innerhalb die Häuser und zwischen die Häuser. Genau.
Und der andere braucht da jetzt vor dem Bauer die Alben hüten und mach da Millionen
und ich wäre jetzt mein Stier, aber wir werden sicher da hintreiben.
Ist so nachvollziehbar menschlich, aber irgendwie wie kommst denn du,
wir müssen da irgendwie einen Kompromiss finden, weil letztlich...
Ja, wer soll das machen? Die Gemeinde dann?
Ja, ich glaube da muss schon jeder selber, wir haben 2026, da müssen wir halt
schon ein bisschen auf uns selber, das ist halt auch Unternehmertum, dass ich halt sag, da...
Entschuldige das Wort, aber das halt irgendwo für naiv, das ist irgendwie das
liberale Denken, das was ich immer gesagt habe, gäbe es das doch bitte in die
Freiwilligkeit der Unternehmen, dann wird sich das schon lösen.
Das Funktion ist eh schön. Nur, wenn es Kosten verursacht oder das irgendeinen
anderen Grund nicht machen will, ist die Freiwilligkeit schön und gut.
Das Thema ist ja nicht so, dass die Kur jetzt sagt, Juhu, Sommerferien,
OE vom LKW oder nach dem Almauftrieb, die große, schwere Glockenweg und jetzt
geht es, Touristenjagern.
Sondern die Depperte, wenn die einen Vogel hat, dann ist sie daheim auch schon
deppert gewesen. Und das weißt du.
Ja, aber es geht nicht darum, dass ich es nicht gewusst habe.
Ich glaube, dass die meisten das sehen und nur halt nicht...
Ja, aber da muss ich mich davon fragen, hey Alter, was für Arschloch bist denn
du? wenn du erstens daheim mit so einem depperten Viech deine Familie gefärderst,
und die selber und nachher die da draußen auslust.
Das ist halt einfach, auf das müssen wir selektieren. Fertig.
Natürlich, ich weiß, es gibt doch in Europa im Moment überhaupt keine Kultur
zu dem Thema, was die Zucht angeht.
Wir züchten mit Viecharbeiter auch in der künstlichen Besammlung vor allem,
das ist das nächste Thema.
Wenn mein Stier deppert ist.
Zucht auf das Wesen.
Genau, Zucht auf das Wesen. Ich habe jetzt eine Linie, wo vielleicht ein Stier
dabei ist, oder eine Kuh, bei uns sind es witzigerweise meistens die Kuhlinien
gewesen, wo du siehst, die funktioniert nicht.
Dann hat die im schlimmsten Fall bei mir ein, zwei nachkommen und dann sehe
ich, die funktioniert echt nicht und dann ist gelb rot und sie ist weg.
Wenn ich jetzt zum Beispiel aus Australien Sperma importiere und damit meine
Kühe besaume, oder ganz speziell aus Frankreich,
und die besaume damit gefühlt eine ganze Population, dann macht der Stier nicht
wie bei mir 20 nachkommen im Jahr, sondern kann sein, dass der auf einmal 12.000 macht.
Weil ich die Genetik hier weitergebe mit den Sammen. Und wenn es keinen Zuchtwert
über den Charakter gibt, habe ich überhaupt kein Dings, weil ich fahre nicht
nach Paris und schaue mir da drüben in der Sammungsstation an, wie der Stier drauf ist.
Und der Charakter ist gar nicht so berühmt. Da haben wir ja im Prinzip schon
wieder so ein, ich weiß schon, wieder philosophisches Thema drinnen im Endeffekt.
Die ganze Züchterei ist auf Leistung ausgelegt, oder?
Und wir haben die quantitativen Faktoren, aber die qualitativen Faktoren,
die soften Faktoren wie der Charakter des Wesen etc., war gar nicht so relevant,
weil die Leistung mehr oder weniger so stark im Vordergrund kam,
dass uns das Wesen hinter mir so ein bisschen verloren gegangen ist.
Jetzt haben wir so weit getrieben, dass wir schon langsam drauf kommen,
dass uns die Tiere verwesen.
Das Thema, das ist ein Abitur sehr unterschiedlich gewachsen.
In Amerika gibt es Suchtwerte für den Charakter.
In die ganzen großen Ranch-Nationen unter Anführungszeichen.
Weil die halt einfach nie diese Themen koppeln wie bei uns.
Die Susi hängt an der Kette. Die wird zwar mit dem Tag gemulchen und ein bisschen
bespaßt und ein bisschen Ding und die tue die Kleinen alle sehr brav aufziehen
und sozialisieren, dann kriege ich sowas vielleicht auch noch in den Griff.
Ja, mit erhöhtem Betreuungsaufwand.
Genau, das gibt es jetzt nicht mehr. Oder halt nur mehr sehr überschaubar.
Und dann schlagen diese Eigenschaften natürlich stärker durch.
Und das ist dann eben das Problem, was wir jetzt haben. Wir haben das nicht
gelernt, dass wir das selektieren müssen.
Und heute erfahrene Stierhalter, die nicht genannt werden wollen,
Offiziell sagt ja das keiner.
Die sagen, wenn ich mir heute anschaue in einer Besammungsstation auch in Österreich
zu Stierpräsentationen und ich sehe, dass die den Stier nur mehr am Stangl führen
können am Nosenring, nicht am Strick, geschweige denn lose, oder zum Teil zu
zweit den Stier haben müssen, dann weißt du, dass der einen Vogel hat.
Und das gibt er weiter. Epigenetisch ist das sehr, sehr leicht eigentlich zum Bearbeiten.
Was ist epigenetisch?
Das sind Verhaltensweisen, die sich halt nicht in der DNA widerspiegeln,
aber die du halt im Verhalten siehst. Du siehst halt, manche Kuhlinien sind
super schmusa, manche sind super deppert. Das gibt sich einfach weiter.
Relativ unabhängig oder halt natürlich beeinträchtigt durch die Haltungsbedingungen,
aber eine Grundprägung ist einfach da.
So wie halt, keine Ahnung, ein Dackel wird immer stur sein, weil er im Nahkampf
mit einem Dox nicht diskutieren kann. Das ist einfach drin.
Und dieses kann ich bearbeiten. Ich kann das in ein, zwei Generationen relativ
stark verändern, wenn ich dementsprechend selektiere.
Aber ich muss mir halt das einmal bewusst machen, ich habe das früher auch überhaupt
nicht am Radar gehabt, bis wir halt dann mit alten Rasen und so weiter gearbeitet
haben und mit Exoten, wo du das halt live und in Farbe hast.
Und da ist Alarm, weil die bringen die um.
Und das meine ich eben, wir müssen da aufpassen durch die Besaumung,
die da ist, die für viele Risiko außergenommen hat, weil ich keine Vatertierhaltung
mehr habe. Ich habe keinen Stier mehr daheim, der potenziell immer gefährlich ist.
Das ist halt einfach so. Oder halt ein Risiko, sagen wir so.
Das habe ich ausgelagert und ich kaufe jetzt anonym den Saumann zu.
Züchterisch total super, weil ich kann mir für jede Kur den perfekten Vater
fürs nächste Keil... So sind Zettel dazu.
Wo draufsteht das und das. Genau.
Leistung, Leistung, Leistung. Aber man hat auf den Charakter vergessen.
Steht der gar nicht auf diese Zettel drauf?
Nein, das gibt es bei uns nicht. Ernsthaft? Nein, das gibt es bei uns nicht.
Ich habe geglaubt, da steht ein bisschen oder wenig über den Karakter. Gar nichts.
Nur Leistungs. Es ist keiner, andererseits Gott sei Dank, dass noch keiner eine
Studienrichtung erfunden hat, der dann halt da Gutachten schreibt und so.
In Amerika gibt es das. Wenn der Interim-Score overfällt oder drüber,
ich weiß es nicht, wie das ausgestaltet ist, dann kriegt der eine Umschulung zum Tip-On-Stack.
Aber das ist jetzt wieder, ich bin zuständig ein bisschen für die Meta,
das ist einfach wieder genauso ein Indikator, wo es hirkt, dass man irgendwann
einmal nichts gegen Wirtschaft, nichts gegen Leistung, Effizienz, aber da sind
wir zu extrem geworden, dass wir einfach das eine komplett auf Zeiten gegeben
haben, die ganzen qualitativen Faktoren und einfach nur noch auf Leistung.
Und da sieht man es und auf der Alm, weil wir eigentlich über das Thema reden,
da spürt man es dann, dass auch das Wesen der Tiere sich halt nicht von einem
Tag auf den nächsten, aber schleichend über Generationen halt auch verändert und dann auch
das Aggressionspotenzial von Tieren steigert.
Ist eben ein Faktor, der durch diese Anonymität aus dem Stickstoff sagen wir
einen Container, außer kann ich das nicht beurteilen, weit in den Vater nicht können.
Und da kann mir das halt passieren, wenn das in ein paar Generationen macht,
dass der ganze Bestand in diese Richtung entwickelt. Und dann natürlich noch
sehr, sehr viele Faktoren, die ich überhaupt nicht kontrollieren kann.
Ich habe keine Ahnung, wie viele Drohnen sind heute schon der Kuh nachgeflogen.
Wie viele haben schon probiert, dass es viel machen.
Also Lichtverschmutzung, Lärmverschmutzung etc. Das heißt Stressfaktoren,
die halt in Summe, vielleicht der eine fällt da gerade nicht auf,
aber in Summe machen es einfach einen richtigen Unterschied für das Viech,
wenn das Viech wahrnimmt und du vielleicht nicht.
Vielleicht ist das, vielleicht, keine Ahnung, ist es heute schon bis es bei
uns oft ist, dass es zehnmal der Eurofighter einen Überstrahlknall ausgelöst
hat. Das taugt den Viechern auch nicht.
Und du kommst halt nachher auch noch daher mit deinem Dackel.
Bist du stresst wegen deinen Unfallfaktoren, die was der Kur wieder wurscht sind.
Genau. Und so kommt halt da ein Konglomerat zusammen, das halt potenziell gefährlich
ist. Unterm Strich ist es aber auch wieder völlig ungefährlich,
weil das Einzige, was hilft, ist Abstand halten. Fertig.
Da sind wir wieder bei den zehn Verhaltensregeln, die was im Kern so logisch
klingen, dass das fast schon wehtut.
Oder nicht mit den Viechern spülen. oder so. Genau.
Und halt sich einfach verhalten wie ein Gast.
Viele Faktoren, also die was da zusammentreffen, wenn du jetzt abschließend zu dem Thema,
wo siehst du eine Chance oder hast du irgendwas, was da so auf den Lippen liegt
oder was irgendwie aussahm muss, was du da sagen, das war der wichtigste Schritt
damit setzen müssen, außer jetzt alle vernünftiger werden, also irgendwas Konkreteres.
Möglichst viel können Kurse machen an der Alternative University auf Bergerhof.
Wir haben einen Kurs, der was per Du mit der Kuh.
Ich lasse mich ganz sicher nicht abschalten.
Wir haben das wirklich im Ding. Du machst es wirklich.
Gell?
Wir machen das wirklich, weil es nämlich sehr interessant ist, weil wir uns,
über die Jahre einiges an Wissen angeeignet haben, unter anderem ein paar wirklich
internationale Experten, wo du dann selber draufkommst, dass wir mit unseren
kleinen Beständen zum Teil echt kein Wissen über das Verhalten der Tiere eigentlich
haben, obwohl wir mit denen rund um die Uhr arbeiten.
Und da sind uns halt, das ist ein Thema, das ist ähnlich wie bei uns mit die
Hirten, mit die Holter auf die Almen, dieses ganze Wissen über das Verhalten,
über die Eigenschaften dieser Tiere,
Das hat man immer so banal abgekandelt, dass das nie wer aufgeschrieben hat.
Wenn es der Willi da tut, dann tut es jeder. Wenn es der Christian da tut,
dann tut es jeder. Dabei ist das aber Wissenschaft in sich.
Und wir waren halt auch ein paar Leute, die erzählt haben, es gibt Unterlagen
noch aus dem Ende des 19. Jahrhunderts im Mittleren Westen in Amerika,
dass ein berittener Viechtreiber hat 2000 Rinder trieben.
2000. Einer. Weil sie halt gewusst haben, wie sie da müssen.
So wie bei uns halt früher, manches Schafhörter 500 Schofen manipuliert haben.
Also wie gesagt, da ist viel Wissen verloren gegangen, was wir uns halt jetzt
durch die Veränderung der Landwirtschaft wieder aneignen müssen.
Und es wird uns nicht helfen, wenn wir sagen, wir sind die Bauern,
wir wollen den Bauernbund, wir haben eine Kontopatarei gehabt und wir wissen alles.
Das wird uns in der Diskussion nicht weiterbringen.
Also ein bisschen stur darf man schon sein, aber,
Bei gewissen Sachen müssen wir halt auch schauen, wie können wir,
lang aus Selbstschutz letztlich, wie können wir damit umgehen.
Und manche Hotspots werden wir entschärfen, ist meine Meinung,
werden wir entschärfen müssen. Okay.
Ja, lassen wir das mal so stehen. Wer sich weiterbilden möchte,
der Link zur Alternativen Universität von Bergerhof, den haben wir dann wieder
in den Shownotes drinnen.
Und ich habe für mich jetzt einmal gelernt, zu dem Thema, dass ich definitiv
einmal eine Podcast-Folge machen möchte, zu dem Thema Wesen von Tieren und Züchtung,
weil ich glaube, da steckt auch sehr viel Potenzial noch drinnen.
Entschuldigung, muss ich nochmal eingreifen, nicht, dass du noch wieder heißt,
alles theoretisches Geplänkel.
Bei meiner Jagdheilung zum Beispiel ist es so, dass wir die nie im Toil haben,
wo potenziell irgendwer fremdlich hinkommen kann.
Nur wann überhaupt ganz früh in der Vorsaison und ganz spät in der Nachsaison.
Ansonsten müssen die komplett isoliert irgendwo sein, weil wir wissen,
wenn da einer mit einem Hund reinkommt, ist er tot.
Ganz einfach. Hast du da keinen Stress?
Entschuldigung, machen wir es nochmal kurz auf. Deine Jagd. Im Prinzip,
da ist Arbeitssuche ein Zaun. Wo das quasi
die Kunden, hast du da nie Bedenken?
Mittlerweile ist da so viel Zaun und Dings im Spiel, das Restrisiko ist immer.
Das musst du einfach aushalten.
Aber zudem sind sie eh auch so GPS-Überwachtungen gekommen, wo wir eh Alarm kriegen.
Aber ich könnte die jetzt nie mit ruhigem Gewissen neben der Straßen irgendwo halten.
Ich könnte sie auch in der Sommersaison nicht am Hof halten,
wie wir sie im Winter haben. Im Winter weiß ich, da hatscht keiner durch. Da ist niemand da.
Am Hof, genau.
Aber im Sommer, das kann ich nicht tun. Mit der Jagd? Aber das meine ich.
Da konnte ich nicht schlafen.
Wir haben das eben live und in Farbe.
Okay. Wenn du jetzt diese Jagd's elegante Überleitung zum Thema 2 auftreibst,
dann glaube ich habe dich dieses Jahr auch schon klagen gehört. Quareng, trocken.
Und wir haben jetzt gerade in Österreich vor den letzten, vorletzten Wochen
die erste Hitzewelle gehabt.
Jetzt bin ich ein bisschen, da habe ich dann drüber nachgedacht und bin draufgekommen,
scheiße, ich rede mir eigentlich vom Gleichen. Bei Hitzewelle,
es ist heiß, wir denken alle, jetzt ist alles trocken, Wasser fällt und so weiter.
Aber Dürre, Trockenheit und die Hitze, die wir gehabt haben,
hängen zwar ein bisschen zusammen, sind aber nicht unbedingt,
ist nicht unbedingt das Gleiche, nicht? Genau.
Was heißt jetzt, weil da immer wieder Herr Dürre in der Landwirtschaft,
uns fehlen die Niederschläge etc.
Was ist jetzt genau momentan das Problem in der Landwirtschaft und kannst du
das einfach mal ein bisschen beschreiben?
Wir haben im Moment die Situation, dass in vielen Regionen, speziell auch bei
uns jetzt, bis zu 90-95% des Winterniederschlags geführt haben.
Also der Bezirk Damsweg, unsere Gegend da, da sind wir bei 90-95%.
Das heißt, da ist wirklich kein Niederschlag über das ganze Winterhalbjahr geführt.
Das brauchst du halt einfach zum Auffüllen der Grundwasserreserven.
Das heißt, das Problem im Moment ist einfach das Wasser im Boden.
Die Niederschläge, die jetzt durch die Gewitter und so weiter bei uns Gott sei
Dank gekommen sind, die haben die Situation für die Vegetation relativ entspannt,
dass zumindest wieder grün worden ist und der Wachstum da ist.
Das Problem, was wir jetzt haben, ist das, dass die Viecher zwar eigentlich,
so wie es bei uns ist, absolut ausreichend zum Fressen haben,
was die Weide angeht, fürs Winterfutter am Gründland schaut es zum Teil schlecht
aus, aber die Weide jetzt im Moment, das ist nicht das Thema,
es ist vorhin einfach die Quirntrucken.
Weil halt der kontinuierliche Nachschub aus dem Grundwasser Vorrat eben fehlt.
Und der lässt sich halt nur durch intensivste Regenperioden oder halt am besten,
mit dem Schnee wieder nachhaltig ergänzen.
Das heißt, was das angeht, ist das heilige Jahr gelaufen. Da müssen wir jetzt
irgendwie schauen, Schonsbegrenzung machen und schauen, dass wir über den Sommer
durchkeimen und hoffen, dass im nächsten Winter sich das wieder auflohnt.
Das Weiche ist eher ein Quälmproblem, dass die Viecher was zum Wurst haben.
Natürlich schon auch Winterfutter als Grünland, der erste Schnitt war scheiße.
Das ist ein Thema, aber im Moment das drängendste Problem, das drückendste Problem
ist einfach die Wasserversorgung.
In anderen Regionen ist jetzt eben wieder das Thema, dass durch diese extremen
hohen Temperaturen, die wir jetzt gehabt haben, das Getreide zum Beispiel und
die Früchte vorher schon Stress gehabt haben durch den trockenen Frühling, der fast überall war.
Und jetzt diese Temperaturen zu einer Notreife geführt haben.
Das heißt, die Kornfüllung beim Getreide findet nachher mehr hundertprozentig statt.
Und das ist zum Teil so leicht, dass das beim Reinigen als Beifahrung quasi
wegblasen wird. Da ist einfach im Korn nichts drin.
Das ist zu schnell abgereift. Das heißt, wenn diese Getreidefördern siehst,
wenn sie dann braun werden, was jetzt natürlich stattfindet,
früher hat man das ja auch chemisch induziert, Das ist einfach zu früh,
was zu heiß war und das hat innen noch gar nicht fertig gewesen.
Die Getreidebauern, die Ackerbauern, hört man jetzt immer vom Weißwerden.
Der Bestand wird weiß und den siehst du dann auch, wenn du das mal gesehen hast,
optisch, dass das nicht diese goldige Farbe ist, wie man es sonst ja Getreidefeld
vorstellt, sondern dass das wirklich einen weißen Touch kriegt.
Das ist einfach ein Nutreife. Es vertrocknet am Holm und da geht dann halt einfach nichts mehr.
Und das ist kaputt, das musst du ernten und halt aufs nächste Jahr hoffen.
Das kommt auch jetzt dazu. Die
haben natürlich auch generell in den Trockenregionen, da Seewinkel und Co.
Die letzten Jahre immer Probleme gehabt damit.
Die haben sich halt auch adaptieren müssen und mit relativ wassersparender Bodenbearbeitung
kriegen die das Hohenweg hin.
Für die ist im Moment die Dürre ein Problem, ja.
Andererseits vielleicht sogar ein bisschen Hoffnungsschimmer,
dass durch eine potenzielle Mangellage vielleicht der Preis ein bisschen steigt,
weil die haben im Moment wirklich Spaß, wo es die Preise angeht.
Das ist ja eigentlich ein Frevel, was da passiert. Also 130 Euro für die Tonne,
Wintergerste. Stroh wird schon gehandelt, abführt, gepresst um 200 Euro die
Tonne. Das heißt, Stroh ist mehr wert als Korn.
Und wenn es dann herrscht, dass die Tonne Restmüll jenseits der 200 Euro kostet
und so umgedumm geschoben wird, dann haben wir ja wieder einmal unser Systemproblem.
Also man hofft, dass das Angebot knapper wird, sodass quasi der Preis auch mitsteigt.
Wir haben jetzt gerade in einem anderen Format darüber diskutiert,
wo du eigentlich sagst, was ist aus einem Stand geworden, was ist aus einer
Gesellschaft geworden, die sich eigentlich darüber freuen müsste,
theoretisch, dass eine Ernte schlecht ausfällt, damit der Preis wieder steigt,
dass du wirtschaftlich überleben kannst.
Wo wir früher gefeiert haben, Alter, wenn der Getreidespeicher fuhl ist,
dann überleben wir den Winter. Also wir sind schon ein...
Entfremdet.
Absolut.
Entfremdet vom Ursprung. Oder von der Ursprungsidee, wie sowas funktionieren
sollte wahrscheinlich.
Genau, absolut. Und natürlich diese Sachen, Grundwasserspiegel im Arsch,
auf gut Deutsch, in manchen Regionen.
Und halt dementsprechend wenig Nachfluss, machen dann auch ein bisschen Probleme
offensichtlich, die über die Jahrzehnte mehr oder weniger absichtlich kaschiert worden sind.
Die Infrastruktur ist zum Teil halt auch schlecht bei uns. Und wenn ich genug
Wasser-Zulauf habe und ich habe in einem Leitungsnetz von 300 Kilometern ein
paar kleine Botschaften, wo ein bisschen Wasser verloren geht,
dann ist das halb so schlimm.
Wenn auf einmal aber nur mehr 20 Prozent Zulauf ist, dann kenne ich jeden Liter, der irgendwo abhaut.
Und die Probleme werden natürlich nicht offen kommuniziert, aber ich höre es
von Kollegen rund um ein Dumm in Österreich, dass das bei vielen Gemeinden schon
ein Thema ist, dass man jetzt halt draufkommt, ups, wir haben ein größeres Problem.
Also nicht nur eine neue Gewürn fangen, sondern das Leitungsnetz ist hin.
Und sanier heute mal 10 Kilometer Wasserleitung, da warst du das kleine Gemeinde, da bist du fertig.
Wovon wird das Leitungsnetz hin? Wir reden von physischen Leitungen,
von praktischen Leitungen. Nicht von irgendwelchen natürlichen Wasseradern oder so.
Nicht Bluetooth-Wasser oder WLAN, sondern echt so mit Rohr, so ganz oldschool, wo es durchwindet.
Jetzt blende ich mir nicht ein.
Warum? Es ist wenig durchflussende Leitung hier, oder?
Du hast ja natürlich auch im Boden permanent Bewegungen, nicht? Ja.
Irgendwo schiebst du eine Leitung auseinander, irgendwo ist ein Storn drauf,
irgendwo hat man Hausbau noch einen Storn draufgeschmissen. Aber das ist eine
Infrastrukturfrage, oder?
Aber ist kein Geld da, dass ich die aufrechterhalte, oder? Genau.
Und eben, wie gesagt, ich kann das Problem kaschieren, wenn genug durchgeschickt
wird, wenn es wurscht ist, versichert es halt, ist egal, solange es nicht ganz
große Ausmaße auch nimmt.
Aber das ist halt für viele jetzt schon ein Problem. Und auch bei uns in der
Region haben einige Gemeinden wirklich Probleme.
Und dann kommt der Brunnenbauer und tut was ersuchen und sagt, naja, scheiße.
Ja, ich habe jetzt sowieso, ich bin gerade in der Planung für eine Podcast-Folge,
vielleicht für eine kleine Serie zum Thema Grundwasser, weil ich finde das,
ich glaube, jeder kennt das Wort Grundwasser, jeder hat irgendwie ein Püdel im Kopf.
Bei mir war es immer ein See, der unterhalb vom Wasser ist, wo ein Messer drin
ist und hat gesagt, der Grundwasserspiegel ist so und so hoch.
Ich glaube, dass das Nichtwissen, da nehme ich mich jetzt selber her,
über Grundwasser, was das heißt, wie das wieder entsteht, dass es eigentlich
gar nicht so gut verbreitet ist. Das ist ja meine Unterstellung.
Das ist das eine eigenes Thema. Das andere, du hast gesagt, diese Dürre hat
im Winter keinen Niederschlüssel.
Gerade den Podcast mit der Helga Graum-Kolb draußen gehabt. Also ich habe noch
nie so viel Diskutiererei gehabt in die Kommentare, ob es Klimawandel gibt und
was das ist und Verschwörungstheorien bis hin zu den Medien natürlich,
die Wissenschaft gibt es sowieso nicht und und und und und.
Du jetzt in der Praxis. Christian, ist das jetzt einfach ein paar schlechte
Jahre, wo wir durchmüssen oder siehst du da eine Tendenz, dass da doch irgendwie
ein Wandel im Klima da ist?
Ja, du taugst mir.
Naja, was ist das? Müssen wir da jetzt noch ein bisschen drüber?
Das vergeht wieder oder kann man jetzt einmal sagen, Leute, das Ding hat sich geändert.
Die Niederschläge, die wir uns jetzt hören, die kommen morgen nicht wieder vielleicht
in einem Ausreißerjahr, kommt halt wieder ein Jahr.
Aber das ist jetzt eher der Standard wie die Ausnahmen und wir müssen uns da anpassen.
Oder wie geht damit um oder wie gehst du damit um?
Das,
ist eine absolut spannende Frage. Okay, zum Glück. Ja.
Das, was wir jetzt da zum Beispiel gehabt haben, die globale Verbrennigung letzte
Woche oder vor zwei Wochen mit 40 Grad und wir müssen alle sterben,
das ist halt ein Ereignis, das ist halt ein Extrem. Das gibt es.
Da wird dann auch recht viel drüber geredet. Aber das ist Wetter.
Das ist nicht Klima. Das ist Wetter. Und das werden wir heute vermischen.
In wenigen Worten, lieber Christian, was ist Wetter, was ist Klima?
Klima ist... die Gesamtsituation quasi auf einen Standort über einen längeren Zeitraum.
Gibt es dort einen Winter, gibt es dort einen Sommer, wie sind die Ausschläge
nach oben und unten, was ist die Jahresmitteltemperatur, Durchschnittsverteilung.
Das Wetter über die Zeit.
Genau. Und das Wetter ist halt quasi jetzt aktuell und vielleicht die nächsten
drei Tage oder fünf Tage, was sich da eben entwickelt. Was meine ich damit?
Diese 40 Grad, die sind natürlich äußerst unangenehm. Das ist gar keine Frage.
Man könnte jetzt da auch in die Tiefe gehen.
Also, ich muss anders anfangen. Dass sich was verändert, über das mag ich gar
nicht mehr diskutieren, weil bei das bis hierhin schon nicht geschnallt hat bei dem Hotswass.
Über diese Frage haben wir vor 25 Jahren diskutiert.
Wird aber immer noch diskutiert.
Ja, weil es halt Hirnzweige sind. Aber wer so deppert ist, soll bitte zu mir
kommen und dann sage ich, ich habe 100 Beispiele innerhalb von zwei Stunden.
Wo die Ursache ist, da bin ich persönlich immer, will gar nichts mehr dazu sagen,
weil es mir mehr und mehr wurscht ist, weil ich kann nichts dagegen tun. Ich muss mich anpassen.
Ich kann jetzt noch mehr CO2-Steuer zahlen oder irgendwas, deswegen wird es
morgen nicht mehr regnen.
Ich muss mich zumindest anpassen. Und in dieser Anpassung sind wir halt mittlerweile
seit 20 Jahren, drei, weil wir seit 20 Jahren auf unseren Standort wirklich massiv merken.
Wir profitieren davon, kriegen aber heuer auf die Fressen. Ihr profitiert es?
Wir profitieren, es wächst einfach viel mehr.
Fahrt zu uns in den Berg, wir waren letztens gerade mit dem Fernsehteam unterwegs,
sagen, schau mal, auf der Höhe ungefähr, da war vor 20 Jahren alles braun, da war nur Stang.
Und jetzt sind die Berg bis auf 2700 auf die Grün.
Die Waldgrenze ändert sich, gell?
Waldgrenze ändert sich und so weiter.
Dafür hat der Skilift zugespielt in der Kraukau.
Ja, das ist halt verändert sich. Der gut bewohnbare Bereich,
in meiner Dings, bleibt immer gleich, oder relativ gleich, er verschiebt sich
halt nach oben und nach unten.
Jetzt waren halt die Tiefen gelangen, durch tiefere Temperaturen in die letzten
Jahrhunderte war natürlich das Tiefland begünstigt, jetzt wird es auch unten
halt wieder trockener und heißer, jetzt verschiebt es halt wieder nach oben.
Diese Zyklen kannst du ja ungefähr vom römischen Klimaoptimum,
mitteläuterlichen Klimaoptimum bis jetzt her, man möchte als Laie fast sagen,
also interessierter Laie, wir haben ungefähr 1000-Jahr-Rhythmus. Ja.
Aber, weißt du, jedenfalls,
da verändert sich etwas, das ist ganz klar. Die Ausschläge nach oben und unten, die werden stärker.
Das merkt man auch, weil in dem ganzen Spiel einfach viel mehr Energie drin ist.
Es ist ein Unterschied, ob es bei mir am Berg jetzt 31 Grad hat.
Wir haben diese Temperatur 2013 das erste Mal gehabt, jenseits der 30 Grad.
Dazwischen gar nicht mehr. Und jetzt ist halt wieder mal so ein Ereignis gewesen.
Das macht natürlich was aus. Wir kriegen dann Angst bei den Gewittern,
weil wir wissen, exponentielles Wachstum, das Vermögen der Luftwasser zu transportieren,
steigt exponentiell mit der Temperatur.
Ich habe mit der Helga ein bisschen drüber geredet. Genau.
Das heißt, wenn du es lang hin brauchst, und in Süddeutschland und Mitteldeutschland.
Extremwetterereignisse in dem Fall. Genau.
Die aber auch wieder äußerst lokal sind. Das ist das Spannende.
In der Luft nämlich. Genau.
Und das ist eben das Spannende.
Ja.
Und das ist eben das Spannende, das haben wir jetzt auch wieder gesehen,
der Trend, dass das kleinräumiger wird.
Wir haben 50 Millimeter Niederschlagbahngewitter und im Nachbarderfl,
wo es um mich siehst, ist Zero.
Oder bei uns in der Alpen 3 hat es 30 Liter gekriegt und daraus 0.
Diese Unterschiede, das wird sehr, sehr kleinräumig. Im wirklich anstelligen
Kilometerbereich merkt man das. Du kannst Glück oder Pech haben.
Aber gut, mit dem müssen wir halt auch umgehen. Da fragt uns halt auch keiner.
Vom Ding her. Für uns bedeutet das jetzt, wir müssen einfach schauen.
Da sind wir jetzt bei dem Thema, was kannst du als Mensch wirklich tun?
Man könnte ja zum Beispiel darüber diskutieren, wenn man jetzt sagt,
man hat in Wien 40 Grad, wie viele dieser Grade, die jetzt dazugekommen sind
in Extremwert, sind wirklich Menschen gemacht.
Sprich Abwärme für Klimaanlagen, indem wir noch die ganzen Bambeck geschnitten
haben, alles versiegelt haben, die Staatssiffer dreifacht hat gegenüber den historischen Werte.
Das heißt, je größer der Bockofen, umso wärmer wird es halt werden oder umso
besser speichert es die Wärme und so weiter. Das ist definitiv menschengemacht.
Menschengemacht sind auch Geschichten mit dem Ausreimen der Landschaft,
dass man halt einfach mehr Wind zulässt. Wir haben diese Heckenlandschaften
ausgeräumt, aus Gründen, die absolut nachvollziehbar sind.
Das ist wirklich menschengemacht und das können wir auch wieder umdrehen,
wenn wir wollen. Aber unser Ungraben ist halt jetzt schreien und schwitzen und
wir müssen alle verbrennen und keine Ahnung, irgendwo zuipicken,
aber das ist einfach Nonsens.
Wir kommen nicht ins Tun, weil jetzt ist die Hitzewelle vorbei,
vielleicht kommen jetzt noch ein, zwei, dann kommt vielleicht nächstes Jahr
wieder ein költerer Sommer, dann haben wir das wieder vergessen.
Aber die Anpassung grundsätzlich wäre möglich. Für uns als Betrieb bedeutet
das, und das ist mit der wir immer Hoffnung verbreiten, ich war äußerst angespannt
heuer im Frühling, weil es ist nicht grün geworden.
Rund um und um. und ihren Angst gehabt, wenn unser intensives Weidesystem,
was wir die letzten Jahre jetzt etabliert haben,
Hoffentlich haben wir es mit dem nicht übertrieben, dass wir heuer einen Schaden
haben, wenn zu wenig Wasser ist.
Und es war, Gott sei Dank, wie viel hat man das auch gehabt.
Es ist genau das Eintreten, was Savory & Co. sagen.
Diese Flächen, die wir intensiv beweidert haben, die waren heuer als einzige Grün.
Und die bringen Leistung, nach wie vor. Und das ist eben ganz spannend.
Worauf will ich auch sehen? Wir haben da schon Chancen, in dem,
dass ich eben schaue, zum Beispiel bei den Barmen.
Dass ich schaue, an die Feldtränder, ich muss durch die Wurzeln das unterschätzt
man nämlich, glaube ich, komplett auch als Landwirt.
Wir regen uns heuer auf, dass die Barmen Wasser ziehen, weil auf die Földränder,
wo die Barmen natürlich auch Wasser brauchen, wächst gar nichts.
Wir unterschätzen, aber vergessen, dass durch die Infiltrationsleistung der
Pflanzenwurzeln dort, dass natürlich
auch noch die Wurzeln der Barmen das Wasser im Boden oben ziehen.
Genauso ist es mit dem intensiv genutzten Gründland wie bei uns.
Das kann diese paar Tropfen, die keimen, die zieht das nach unten,
während die anderen Flächen abstoßen.
Und das ist eben hochspannend weil wir merken es gerade live und in Farbe, dass das funktioniert.
Das heißt, wir können uns mit relativ einfachen Maßnahmen, die eigentlich unspektakulär
sind, relativ gut an das anpassen.
Und da ist eben, wie gesagt, bin ich nicht ganz negativ, aber grundsätzlich
natürlich, im Moment ist es sehr, sehr flächendeckend und das macht halt Probleme.
Aber wir müssen halt, es kann nicht die Lösung sein, dass wir sagen,
wir stopfen, wir machen das typische agrarpolitische Ding, wir verdreifachen
die Förderung für Grundwasserpumpen und mit dem, wie die Spanier,
dass wir auf 3000 Meter rein pumpen und dann noch irgendein Grundwasser verschießen,
da beißt sich die Katze in den Schwab.
Ich habe mir das jetzt einfach ein paar Mal gedacht, weil ich habe ein schönes
Radl mit dem ich jetzt gerne durch die Gegend fahre.
Du hast es heute schon schieben dürfen. Das ist pink. Ich weiß nicht,
ob es rosa ist. Oder es ist altrosa. Es geht nicht ums Radl.
Auf jeden Fall fahre ich da durchs Machfeld, da außen, Donaukanal.
Auf jeden Fall, wenn du da fährst, es gibt Straßen und links und rechts ist
überall Wasser. Also es wird durchgehend bewässert.
Ich bin mir nicht sicher, bis heute nicht, ich müsste einmal mit einem Experten
reden, ob das immer mehr wird, ob man das einfach nur aufrechterhalten kann, oder ob das
irgendwann einmal ein Ende hat, wenn es ärger wird, dass irgendwann man immer
bewässern kann. Und was hast du das für einen Grundwasserspiegel?
Ich frage mich doch immer die Sachen, wie haben Sie das früher getan?
Ja, da waren auch weniger Leute.
Ja, aber war vor der Erfindung vom Dieselmotor ein Dieselpumpen draußen und
hat das Grundwasser aufgewaschen.
Oder ist da ein Esel im Hamsterradl im Gras gelaufen und hat mit irgendeinem
Schöpfdingsbumm oder irgendwelche Knechte mit einem Kiebel um den Dummkrein,
in der Sauna aufgehoben.
Gut, da braucht man jetzt irgendwie historische Klimadaten, aber im Endeffekt,
was wir jetzt gesagt haben, wir haben diese Extremwetter eigentlich...
Ich habe gestern mit einem Landwirt geredet, der hat gemeint,
wir wären in Deutschland.
Er hat über das Jahr gesehen, jetzt mehr Niederschlag, Aber er hat ihn dann,
wenn er ihn nicht braucht.
Das ist bei uns am Standort übrigens auch. Der Jahresniederschlag steigt seit
ungefähr 20 Jahren kontinuierlich an.
Aber halt eben typisch statistisch.
Genau, im Mittelwert haben wir mehr Wasser. Die Verteilung ist scheiße.
Aber wenn halt dann nach jederzeit einer Trockenheit ein Regenreignis kommt
mit 150 Liter in ein paar Stunden. Das ist weg.
Samt den Boden nämlich auch.
Was haben wir bei der Statistik und der Bikini gemeinsam?
Ich weiß nicht.
Sie sorgen viel, aber sie verhüllen das Wesentliche.
Mittelwerte. Die Verteilung ist wesentlich wichtiger und interessanter als der
Mittelwert selber, aber das ist jetzt eine Statistik pro Seminar.
Aber wie geht damit um?
Das meine ich eben mit dem, wenn du jetzt zum Beispiel für das Machfeld oder
für diese ganzen ausgeräumten Gegenden, wo jetzt intensiv bewässert wird,
schauen wir uns da einmal die Luftbüder an.
Es gibt Luftbüder ungefähr von 1945 weg, gratis flächendeckend.
Man schaust dir einmal an, wie dort die Landschaft ausgeschaut hat.
Das waren diese Heckensysteme, ungefähr 50 bis 80 Meter breite Streifen,
die haben sich über Jahrhunderte etabliert.
Dazu kann ich da x Geschichten erzählen aus der ehemaligen Sowjetunion.
Die haben dieses Problem nämlich auch gehabt. Die haben diese Landschaften ausgeräumt
und haben dann gesehen, dass innerhalb von 20 Jahren zum Teil um 25 Meter der
Grundwasserspiegel abgefahren ist.
Und erst, wie sie diese Strukturen wieder zurückgekühlt haben,
hat sie auf wundersame Weise wie beim Sabory der Grundwasserspiegel unterhalten.
Alan Sabory, für Leute, die ihn nicht kennen, gibt er eine Folge mit ihm.
Genau, gibt eine Folge mit ihm. Der Willi hat mich nicht mitgenommen nach Zimbabwe.
Du hast mir einfach gesagt, du hast es angehofft und gesagt.
Dafür hast du ein autografiertes Buch gekriegt.
Ja, das dir in die Victoria Falls gefallen ist, das kriege ich nicht auseinander.
Das kann ich nicht einmal lesen.
Das ist wein Englisch.
Aber er schaut,
im Lesezimmer schaut es gut aus.
Aber das sind eben Sachen, wo du wirklich als Mensch oder als Ding dort eingreifen kannst.
Ich verstehe es natürlich, es ist absolut logisch. Wir haben das selber ja bei
uns mit den Hutweiden gehabt.
Wir haben wegen Amakrimskrams Hutweiden die Lärchenwiesen weggeschlägt und haben Ödland produziert.
Und jetzt noch beinahe 20 Jahre kriegen wir durch intensives Umscheißen langsam
wieder einmal zumindest wie ein paar Kühe ein Futter zusammen.
Vorher war dort einfach nichts.
Ganz kurz erklären, was eine Hutweide ist.
Hutweide ist quasi eine Kombination aus Wald und Weide, also ein Waldweide-Ding.
Die kommt vom Hutewald früher, weil man die Viecher in den Wald gejagt hat.
Ich war ja nur das, ob ich das weiß. Super erklärt, Christian.
Danke. Ich habe es nicht gewusst.
Und diese Systeme mit den Hecken,
Die sind halt ein Problem geworden, wie der Willi auf einmal gekommen ist mit
der großen Spritzen, mit dem großen Pflug, mit dem Mähdrescher.
In früheren Zeiten mit dem Raus war das egal, weil du kannst sowieso nur zwei
Meter bearbeiten und dann fahre ich halt und wir haben die Heck genommen,
du am anderen fährt weiter.
Aber heute, wenn alles groß, groß, groß sein muss und dann Strukturwandel,
das ist wirklich auch der landwirtschaftliche Strukturwandel im Burgenland,
die Betriebe verschwinden alle, die Flächen bleiben gleich. Ich habe jetzt auf
einmal statt 15 einzelne Flächen nur mehr einen Pächter.
Die Flächen sind eh sowieso GPS vermessen, ich räume die ganzen Hecken weg und
kann das alles bearbeiten.
Dass da dann der Wind unbegrenzt drüberfetzt und ich möchte gar nicht wissen,
allein der Morgentau, wie viel Wasser an Tau, das da wegblasen wird,
weil in der Früh schon der Wind kommt. Wir haben jetzt Weiden.
Wir haben keinen Tau.
Die haben keinen Tau, ja.
Aber es gibt unzählige Almen, da leben die Viecher im Sommer vor allem,
die Kleinen wieder, die Schauf vor allem, die leben nur vom Tau dort.
Die haben kein Wasser. Die gehen auch nicht saufen. Bei uns hat der Opa immer
erzählt, sie haben Schaf gehabt, die haben definitiv zwei Wochen,
weil er rund um die Uhr bei der Schaf war, zwei Wochen kein Quirn gesehen.
Die haben vom Taug gelebt. Der Papa hat immer gesagt, der Schaf braucht kein
Wasser, solange es nicht hört.
Wenn es hört oder es sieht, nachher sauft er, bis er umfällt.
Der Papa hat immer erzählt, die sind nachher, wenn sie irgendwo hingeheimen
sind, wo er Bach war oder Trog, da haben die Schaf auf einen Dusch so viel gesaufen,
dass sie umgefallen sind.
Ihnen jetzt daheim zwei Kühe, ein Keibel und ein Stier. Die haben auf der Fläche dort kein Wasser.
Sie müssen dann weiter runtergehen. Sie gehen aber aus der Fläche nachweislich
nicht, außer die leben im Moment einfach vom Tau. Das ist ganz interessant.
Also was sie fräsen, was sie beim Fräsen,
Ein paar Regenschauer, ein paar
kleine, aber alles so im Bereich maximal eineinhalb Millimeter am Tag.
Die nehmen das künstlich, wenn man Wasserfasel dort, das nehmen sie nicht an.
Die sind es bequem, dass sie dort
hingehen. Das heißt, da ist schon was im Spiel. Das sind schon Mengen.
Aber wir müssen es halt durchlassen. Und das ist eben das Spannende.
Und wie du vorher gesagt hast, das Thema Wasser haben wir in der Landwirtschaft,
auch bei mir, ich bin mich heuer im Winter lustigerweise sehr intensiv damit
beschäftigt, und witzigerweise brauchen wir es jetzt eben schon,
da wissen wir so gut wie nichts.
Das ist für uns einfach eine Ressource, die wir rauspumpen und dann wieder wegladen,
da ist aber viel, viel mehr dahinter.
Und eben diese knallräumigen Strukturen, dass wir das Wasser in die Flächen,
in der Landschaft halten, das ist eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft.
Aber natürlich in der modernen Dings, wir kaufen Pumpen, wir machen ein IK dazu,
wir machen Förderung dazu und keine Ahnung was alles, ist alles geil.
Also mit einem anderen Ort der Kulturführung oder des Flächenmanagements wären
wir auch in der Lage, dieses veränderte Niederschlagsverhalten auch besser wieder zu speichern.
Was mich jetzt erinnert, um diese Sachen ein bisschen quer zu verbinden,
das ist wie beim Zuchtwirt.
Da haben wir jetzt immer nur auf die Leistung geschaut und haben vergessen auf
die Qualitativen, in dem Fall auf die Wesensmerkmale und dort haben wir auf
die Blühstreifen, auf die, was jetzt auch mit der Akroforst oft gemeint ist,
glaube ich, und so weiter, auf
das alles vergessen, weil man nur auf die Effizienz schaut und man merkt,
leg mich um eins, das ist eine Zeit lang gut gegangen, aber ich hätte merkt
man, das ist halt, das andere ist auch so wichtig, nur halt passt halt in kein
Excel, der Böhn so gut nicht rein.
Und eins muss man halt immer im Hinterkopf halten, diese ganzen Veränderungen
da rund um Klimawandel und Co, der Natur ist das scheißegal.
Für uns ist es nicht egal. Ob es uns gibt oder nicht, ist der Natur genauso scheißegal.
Das muss man immer ein bisschen...
Da ist es noch viel Scheiß egal, ob es uns gibt, glaube ich.
Genau, die hat, glaube ich, noch gar nicht so wirklich mitgekriegt,
dass es uns überhaupt gibt, nicht? Also vom Ding her. Aber nur eben, die Natur regelt sich.
Denk zurück, bitte vor drei Jahren oder so, glaube ich, war das,
der Neusiedlersee wird sterben. Kauft Mineralwasser und ladet es in Neusiedlersee,
weil es uns trocknet aus. Jetzt ist er full.
Ja, weil alle Mineralwasser kauft.
Nein, wir blädeln nicht, aber eben, das sind halt lange Zyklen vom Ding her.
Bei uns tut es deswegen extrem weh, wenn wir jetzt drei gute Jahre gehabt haben.
Und es ist immer so, dass wir 20 Gründer der Träger gehabt haben,
die unglaublich waren und zum Teil das doppelt übertroffen haben von normal,
das nimmst halt positiv gern hin und jetzt regst dich auf die gleichen Flächen
halt auf, dass dort halt weniger ist.
Der Durchschnitt, die Ausschläge, wie hat die überall? Die Ausschläge sind halt das Problem.
Aber mit dem müssen wir halt umgelernt und da müssen wir halt Strategien entwickeln.
Und wenn du das als Einzelbetrieb nicht tust und wenn du glaubst,
dass irgendwer, die Politik, die Mars-Menschen, irgendwer was machen,
wer da für dich, dann wärst du ein Potschock.
Also die Veränderung muss aus der Landwirtschaft selber kommen.
Sei du selbst die Veränderung, die du gerne in der Welt sehen möchtest, oder?
Ja, später bremst du es länger schnell.
Aber das heißt, es wird sich was ändern müssen. Das heißt, gewisse Kulturen
wird vermutlich auch langfristig einfach nicht mehr geben, dafür gibt es neue.
Also das ist so ein bisschen ein Appell an die Veränderungslust und Fähigkeit
der Landwirtschaft, weil ein Weiter-So jetzt wird schwieriger.
Gut, dann machen wir da jetzt einfach mal einen Punkt, weil...
Was vielleicht jetzt da... Was heuer auch noch spannend zu beobachten war,
dass in den Regionen, die im Frühling, es hat heuer ja im Burgenland,
in der Südsteiermark und so weiter, Niederösterreich, zum Teil ausgesprochen
große Winterniederschläge geben.
Dafür haben wir nichts gehabt. Passt, sollen sie haben. Aber was bedeutet das
zum Teil für die Pflanzen?
Die Pflanzen sind heuer aus dem Winterschlaf mit einer relativ guten Wasserversorgung
in den Trockengebieten gestartet und haben am Anfang keine Not gehabt,
dass sie dementsprechend Wurzeln bilden.
Und dann die Trockenheit kommt. Die Ackerbauern, vor allem bei Mais,
sagt man immer, ein trockenes Frühling, ein trockener Frühling ist für Mais besser wie eine Nase.
Weil wenn man einen trockenen Frühling hat, dann fährt er sofort mit den Wurzeln
nach unten und muss arbeiten. Stabil.
Wenn er eine Nase hat, dann sind
die Wurzeln nur herum und wenn dann die Trockenheit kommt, ist er hin.
Also der wurzelt wirklich unterschiedlich tief.
Natürlich. Der ist ja nicht wie der Mensch, dass er jetzt dann ins Fitnessstudio
geht bei Gaudi um den Dummlaufen, sondern er tut nur original das,
was halt Kosten, Nutzen der optimale Ding ist. Aber nichts mehr.
Weil das der Mensch nicht tut. Das war eigentlich im Wahnsinn,
welche Menschen du jetzt beschrieben hast.
Ja, aber ich sage nicht.
Die tut genau das, was unbedingt sein muss. Was halt für ihn das Optimum ist.
Wir merken das eben, ich kann nur Drohnenbilder herzeigen, da bleibt das Hirn
stehen, auf die Weideflächen auf der Olmheuer, bei den Kollegen links,
rechts, völlig wertfrei.
Es war alles braun im Mai. Bei uns war es grün.
Und das ist genau das, weil wir die Pflanzen durch das Intensive beweihen,
was auch El Cervorium Co.
Im Predigen, du haltest sie immer am Wachsen. Das Wachstum ist nicht nur oberirdisch,
sondern auch unterirdisch.
Sie können erstens relativ tief dann Wasservorräte angehen, die noch da sind.
Und was ich halt immer mehr glaube, weil man es auch an der Stärke der Quellen
zieht in die Regionen, wenn man genau schaut, dass die Versickerungsfähigkeit
dieser tiefen Wurzeln, sie ziehen nicht nur das Wasser in der Wurzel nach oben,
sondern die Wurzeln ziehen auch via Drainage das Oberflächenwasser,
wo das Regen kommt nach unten.
Das heißt, wenn das jetzt so tief wurzelt, dann ist das relativ bald vorbei
und das schießt oben ab. Wenn die Wurzel tiefer ist, zieht es mehr rein.
Also die Natur hat sich da schon was denkt dabei. Und das ist ein Thema,
was man da verliert. Ich glaube, das war ja grundsätzlich das Problem.
Dass wir einfach immer glauben, dass wir gescheiter sind als die Natur.
Ich weiß nicht, ob wir es wirklich glauben oder zumindest haben wir es so da lang wahrscheinlich.
Punkt. Letztes Thema für heute. Ich habe da eine Karte vorbereitet,
Christian, für dich, dass das verhältnismäßig...
Danke, Willi.
Es wird immer wieder darüber geredet. Also erst einmal ein Mythos,
was aufklären war. Ja, es gibt Beitrittsverhandlungen der EU-27 mit der Ukraine,
die sind irgendwie so mittendrin.
Der optimistischste realistische Beitrittszeitpunkt könnte 2030 sein.
Und es gibt immer wieder große Diskussionen.
Wenn die Ukrainer bei der EU sind, dann können wir zuspielen,
also aus der Landwirtschaft.
Woher kommen diese Bedenken, wie siehst du das?
Die Ukraine ist schon eine andere Dimension landwirtschaftlich.
Also ich glaube nicht umsonst haben sie über Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende
um die Region einen Krieg geführt.
Schwarzerdeböden? Genau. Also Zahlen vielleicht kurz dazu, 41 Millionen Hektar
landwirtschaftlich genutzte Fläche in der Ukraine.
Davon 60 Prozent, wenn ich es richtig recherchiert habe, sogenannte Schwarzerdeböden,
also richtig tiefe, humusreiche, ertragsfähige Böden.
Wann die Ukraine zur EU kommen würde, würde sich quasi die Agrarfläche der EU
um ein Viertel erhöhen von heute auf morgen quasi.
Also das sind schon Dimensionen, deswegen habe ich da so einen Karten versucht
ein bisschen darzustellen.
Wie ist deine Position dazu? Ich kann jetzt nicht sagen, bleibt es was satt
oder wie sollte man das konstruktiv managen?
Ich glaube, das sind wir grundsätzlich wieder einmal bei dem,
wie wir schon oft geblättelt haben, mit dem Aussatzzoomen. Schauen wir uns das
ein bisschen aus der kreiseren Dimension an. Du hast das da ja super.
Danke, gut aufgerechnet, oder?
Schwarzerdeböden, jeder, der mit Landwirtschaft was am Hut hat.
Das schöne Wort dazu ist Tschernosem.
Was?
Tschernusim, Schwarzherde.
Ah, ja, ist klar.
Die besten Böden der Welt sind in der Ukraine. Beziehungsweise generell diese Schwarzherdeböden.
Mein Opa war als junger Bärsch dort leider im Krieg. Und der Opa hat bis zu
seinem Tod immer gesagt, wenn er gehunert, in die Ukraine tat er gerne noch einmal.
Weil für jemals Bergbauern-Bur, die auf 15 cm Humus auf guter Standort mit dem
Flugraum und Umkraft haben, war das völlig unvorstellbar. Er hat vom Krieg nicht
viel erzählt, aber von der Ukraine 2,50 m schwarze Erden ohne Stor, dass es sowas gibt.
Ist unter anderem auch durch die großen Wiesentherden und so weiter gebildet
worden. Ganz interessant, wie sowas entsteht.
Aber jetzt kommen wir zu geopolitischen Dingen, über dem man finde ich immer
ein bisschen wenig redet.
Es gibt auf der Welt, kann man im Groben sagen, ein Drittel der Schwarzerdeböden
ist der mittlere Westen in Amerika, in Nordamerika und ein Teil auch diese Bampers in Südamerika. Ja.
Das zweite Drittel ist in Russland und das dritte Drittel ist in der Ukraine.
So ungefähr kann man das aufteilen. Wir haben in Rumänien, Timischora und so
weiter, unten gibt es auch ein bisschen was, aber das sind Mickey Mouse Ginken,
gleiches wie das bisschen, was wir in Österreich haben, oder auch in Deutschland,
da Magdeburger Börde und so, diese 100-Punkte-Böden, das ist ungefähr die gleiche Qualität.
Wir wissen, dass die nordamerikanischen Schwarzseite-Böden hin sind. Die sind weg.
Aufgebracht.
Die sind aufgebracht. Da hat man also wirklich dieses...
Wo man dann sieht, dass Pigsweil, glaube ich, heißt das, oder?
Wo du dann drüber bist, dass die Erträge sinken.
Lustiges Beispiel, man schaut ja oft gern so US-Serien und Filme und so weiter,
dann fällt da oft auf, mittlerer Westen, große Gegenden, alles flach und dann
ist die Kirche mit einem kleinen Ortschapel auf einem Hügel.
Die Hügel sind so zwischen 5 und 15 Meter über dem umgrenzenden Niveau.
Wie sind die Hügel entstanden?
Wie die Siedler dort hingeheuern sind aus dem Westen, hat man dort die Kirchen
gebaut, einen Friedhof gemacht, die Farmen aufgebaut, dort ist nie gekocht worden.
Und man hat dort in diesen Regionen mit der Anwendung des Pfluges so viel Hummus
verbrannt, dass auf gut Deutsch jetzt diese Dörfer.
Via Insel oben bleiben. Die sagen, okay, wir haben ungefähr noch 45 ernten Hummus,
dann sind wir unten auf dem Moränen-Schut von der letzten Eiszeit und dann ist es aus.
Wenn es mit den Amis da ist und du fragst, wie kommt euch das wieder?
Dann sage ich, das ist mein Problem, da bin ich nicht mehr im Ruhe da.
Das heißt, die Amis haben ein Problem.
Die Chinesen hätten das auch gern. Die Chinesen haben ähnlich gute Böden,
die sind aber auch relativ bedingselt, die haben das Problem mit der Nässe drüben.
Australien und so weiter als Kornkammer wird auf Dauer auch nicht funktionieren,
weil die Böden scheiße sind.
Unsere Weltbevölkerung wächst.
Wir wissen, dass das große Geschäft im 1.20., vielleicht ein bisschen auch im
2.20., aber vermutlich in unserem Jahrhundert, ist auf jeden Fall die Ernährung der Weltbevölkerung.
In Europa reglementieren wir uns zu Tode, mit dem alles verbieten und in Lederhosen
und Dirndl Traktor fahren, weil wir so cool sind und Gendern auch noch dabei und jeden belehren.
Wo werden dann irgendwann der große Spekulationsrohstoff herkommen?
Wo werden diese Weizenernten herkommen, die man dann am Wirtmarkt am Basebeater verschneuzen kann?
Aus Russland kommen sie im Moment nicht und da werden sie auch in Zukunft näher
kommen, weil die Hosen werden sagen, wir haben andere Verbündete.
Und dann schaust du mal, was für die riesigen Ländereien in den letzten 10 Jahren
in der Ukraine, in die handwestlichen Investoren kämen ist.
Ja.
Pacht aber nur. Nein, nein, nein.
Seit 2024 bekauft. Seit 2024 bekauft. Mir braucht der Reis vorbei.
Man darf kaufen?
Darf kaufen. Allein 2024 ist mehr,
mehr ukrainischer Ockerboden in die handwestlichen Investoren kämen,
als wie die ganze Ackerfläche Italiens.
Also da geht es um was. Und das ist jetzt eine Verschwörungstheorie.
Aber man hört immer wieder, dass die Amerikaner für die Waffenlieferungen in
die Ukraine völlig wertfrei, das nie gratis werden, sondern dass die für das was zahlt haben wollen.
Ja, spricht eh ganz offen von Gegengeschäften.
Und das ist Grund und Boden. Da geht es um Grund und Boden. Das heißt,
da drüben sind ganz natürliche Interessen, okay, einmal so für die Raumabedingungen, rundum und dumm.
Die Experten sagen vor dem Ukraine-Krieg, dass die Ukraine allein ca.
600 Millionen Menschen an Ehrenheit kennt. Oder könnte.
Das ist jetzt ein bisschen schwierig. Wenn die aber holen und vor allem wenn
die mit unserem Know-how produzieren anfangen.
Ja, noch sind die Erträge pro Hektar relativ gering noch.
Genau, weil die haben nicht die Kohle, dass sie Dünger kaufen oder dass sie
mit dementsprechend der Technik reinfahren.
Die brauchen die Technik, wie man Schwarzärde erfolgreich kaputt macht,
die müssen wir aus dem Westen erst ummehr exportieren. Und dann haben wir wieder für 50 Jahre Spaß.
Sie sind ungefähr so bei 60% von der Erträge, was wir jetzt aktuell in Deutschland
oder in Österreich haben, auf den Flächen.
Wie ich Hochschule gegangen bin, Ende der 90er Jahre, waren ein paar Lehrer
da drüben auf Exkursionen,
und auch zum Teil schon vorher in der UdSSR, und die haben dort immer zu uns
Schulen gesagt, bei denen braucht es keine Angst haben, die größte Angst,
also das Problem wird es erst, wenn unsere Leute mit unseren Wiesen da umgekommen.
Weil das Bewirtschaften dieser Flächen, das ganze bäuerliche Know-how,
da sind wir bei dem Thema, was wir vorher mit dem Hirtenwiesen gehabt haben,
das ist ja durch diese quasi Kulturrevolution in der UdSSR im Kommunismus komplett ausgelöscht worden.
Man hat da drüben ja keine gewachsenden Strukturen, da weiß ja keiner mehr,
wie mit dem Boden umgehen und so weiter, weil das alles ausradiert worden ist.
Also auch kulturell ist das ein ganz spannendes Thema.
Lange Rede, kurzer Sinn, die haben wirklich Potenzial und unser Wirtschaftssystem,
denke ich mir jetzt einmal, braucht halt immer wieder Länder,
wo man billiger produzieren kann, damit das Radl halt wieder weiterdraht,
wie die Wanderheischrecken.
Denk zurück, 2009 oder wann das war, Rumänien, Bulgarien, Ungarn,
die haben wir jetzt halt schon durch.
Polen und so weiter ist auch schon relativ auf unserem Niveau.
Wir brauchen quasi ein neues Land.
Und von dem her merkt man ja, dass das relativ schnell gehen wird.
Aber ich glaube, wenn man draußen die Bevölkerung fragt, ob sie das wollen,
dass ein überwiegender Teil,
zumindest skeptisch ist, ob das sein muss. Oder ob das nicht...
Ich würde es jetzt nicht werten.
Was glaubst du, dass konkret das für Auswirkungen haben würde auf die heimische,
sagen wir jetzt die österreichische Landwirtschaft?
Man hört von den Ackerbauern, von den Marktfruchtbetrieben seit Jahren mittlerweile,
egal wo sie an der Börse für die Preise gekantelt werden, die Ukrainer und die
Russen unterbieten immer um mindestens 10 Euro die Tonne, weil sie das Geld zum Krieg verbrauchen.
Bei Ackerfrüchten sind ja, viele davon sind an der Börse. Das heißt,
auch wenn die Ukraine jetzt bei der EU ist, gehandelt wird über die Börse.
Aber sie würden den Börsenpreis durch die Menge, die auf dem Markt...
Wo kommt das jetzt hin? Ist es jetzt nicht am Markt?
Jetzt wird es halt im Moment vermutlich fuchsen, weil das mit dem Export,
wenn die Häfen und alles kaputt sind, das wird halt ein bisschen zacher.
Trotzdem. Es wird mehr, du sagst, aber das ist unabhängig davon,
ob es jetzt bei der EU sind oder nicht.
Wenn es weiterentwickelt, wenn der Krieg endlich aufhört, wenn die effizienter
werden, landet das Zeug so oder so am Markt. Das ist das, was ich nicht verstanden habe.
Aber ich glaube, dass das halt ein schleichender Prozess ist,
wenn die jetzt vorher, hat man sich auch nicht nennenswert gemerkt, sage ich jetzt einmal.
Weil sie eben mit, natürlich die dürfen die Zoll nicht vergessen,
die haben jetzt einen Unzumma nicht exportieren dürfen.
Also das ist einmal ein Thema, wenn das eine Freihandelszone wird,
wenn die einfach drüber umfahren, dann werden wir Schaden mitjagen.
Das mache ich vorher ja nicht.
Ja, was haben wir denn gemacht mit, für Bulgarien, für Polen etc.,
mit der Osterweiterung hat es ja auch Übergangszeiten gegeben,
dass es nicht von heute auf morgen passiert.
Und was ich so gelesen habe, plant man das natürlich für die Ukraine-Erweiterung,
wenn es wäre, auch vielleicht sogar noch längere Übergangszeiten entsprechend.
Und was ich gelesen habe, die GAP wird ja reformiert.
Über das müssen wir dann beim nächsten Mal diskutieren, aber da planen sie auch
schon auf das zu reagieren, dass diese ganz großen Betriebsstrukturen
mit dieser degressiven, also in der nächsten GAP ist der Plan,
dass man quasi die Flächenförderungssäule 1 degressiv, also mit zunehmender
Größe abnehmende Förder, dass man auf das da auch schon ein bisschen drauf reagiert,
dass im Prinzip die kleineren Betriebe eher geschützt werden.
Glaubst du, dass man es regulativ nicht hinbringt, dass man die Ukraine zur EU bringt?
Also was man so im Hintergrund hört, ist ja immer das Thema,
dass die alle offen sagen, unser derzeitiges Agrarsystem, das Subventionswesen
über die Fläche, das ist zum Scheitern von, das kann auch nicht funktionieren,
wenn die Ukraine dazukommt, weil allein die Ukraine 40% der Güter dann absaugen würde.
Einen sehr, sehr großen Teil von...
Ich glaube nach wie vor, mir hat das damals 2024 in Berlin bei der Bauerndemo
einer eben da erzählt, der sagt, wenn die Ukrainer zu der EU kommen,
dann ist der deutsche Großbetrieb ein Geischler.
Das heißt, das bringt solche Ungleichgewichte ein.
Das ist für mich persönlich vielleicht sogar das einzige theoretisch Positive,
dass man sagt, dieses Flächensystem, das ich auch schon hundertmal angegriffen
habe und im Begrittel, dass man vielleicht das Fördersystem neigdenkt.
Nur wenn man sich anschaut, wie es in der EU jetzt gerade so abläuft und auch
die letzten 20 Jahre, dann ist es okay, dann machen wir eine Kleinbauernförderung.
Dann kriegst du auf die ersten 10 Hektar, 50 Euro im Jahr mehr. Gefreie dich.
Aber sofort. Nicht? Weil das sind da ein paar Euro. Mit dem kannst du über nichts tun.
Das sind wieder so Symbol-Dings und im Hintergrund ist das dem drüben wurscht.
Weil wenn der in der Ukraine jetzt auch nur 50 Euro im Hektar kriegt und wir
reden da von Betrieben mit 400.000 Hektar Fläche, die sind so groß wie das Bundesland
Salzburg. Da brauchen wir nichts mehr anbauen.
Es ist ja so, dass wenn man jetzt in die Ukraine schaut, wenn ich es richtig
recherchiert habe, Da drüben gibt es momentan so etwas wie Landwirtschaft oder
Agrarförderungen, wie es wir jetzt aus der EU standardmäßig kennen.
So etwas gibt es dort quasi nicht.
Das heißt, jeder, der dort jetzt wirtschaftet und am Markt erfolgreich ist,
arbeitet schon ohne Förderungen.
Also das wird dann noch einmal schwieriger.
Genau, genau. Und wir haben halt dann wieder dieses Thema, wo du jetzt sagst,
okay, wenn die jetzt dann drauf kommen mit diesem Freihandel,
wir können halt weltweit am billigsten Weizen produzieren, dann wird sich das
alles dort nur mehr auf dieses Gut konzentrieren.
Ist ja auch ein spannendes Aspekt, was passiert denn dann mit der einheimischen Bevölkerung?
Weil wenn ich jetzt sage, keine Ahnung, ich weiß es nicht, ich kenne jetzt die
konkreten Zahlen nicht.
Also ich habe jetzt 100 Euro Weizenpreis und die kann dann um 190 Euro nach
Österreich exportieren, bin da noch immer um 30 Euro billiger als die Schmerzgrenze
der einheimischen Produktion, aber für den Kunden im eigenen Land hat es sich verdoppelt.
Das ist das Schöne. Also dass man dann das wieder in dieses Wachsen Export,
Export, Export, die Ware sucht sich den besten Käufer, was passiert aber mit
den eigenen Leuten nach Hause?
So wie es bei uns ja auch bei vielen Sachen ist. Also, ich meine,
es dreht sich immer dieses Ding bei Low-Sell-High weiter.
Wir kommen aus diesem Radl nicht aus. Und das wurde eben gemeint mit dem vorher,
wir brauchen halt wieder ein frisches Land, dass wir mit dem,
wir bringen ja jetzt den Wohlstand, obwohl das die eigenen Leute wahrscheinlich
auf der Strecke bleiben, zumindest was den agrarischen Dingen angeht.
Ist das eine Perspektive für die Zukunft? Wie oft will man das noch weiterspielen?
Machen wir das mit dem Balkan jetzt nachher auch wieder dasselbe?
Oder wo ist da ein Ende? Was ist das denn, Kima?
Vom Ding her. Vielleicht noch, dass man.
Mir ist das Thema mit den konkreten Beitrittsdingen jetzt relativ fern noch.
Ich denke noch immer auf das Beispiel mit die Schweine.
Die spanische Schweineindustrie ist extrem groß geworden seit Beginn der Ukraine-Geschichte.
Weil Getreide an der Straße von Gibraltar landet und nicht, wie man immer gesagt
hat, als lebensrettende Maßnahmen irgendwo nach Mittelafrika kommt,
sondern weil die Spanier halt mehr zahlen für Schweinefutter,
als wir irgendwer in Afrika für Brotweizen.
Das meine ich eben, das Ding sucht sich den höchsten Preis. Die haben bei Schweineproduktionen
aus der Durst in den letzten Jahren, die unglaublich gewachsen ist und haben die Schweine...
Weil es immer noch relativ günstig war, das Futter mit Futter gewachsen.
Für die ist es günstig. Arbeitskräfte haben sie auch günstig.
Die schicken die Schweine noch nach China.
Jetzt sind die Gegensanktionen für unsere Sanktionen gegen die chinesischen
E-Autos, haben die Chinesen Sanktionen auf unser Schweinefleisch gemacht und
das Resultat von dem, sieht man jetzt, wenn man einkaufen geht,
dass das Schweinefleisch gefüllt geschenkt ist und dass die Saubauern eingehen,
weil die spanische Exportware, die eigentlich nur für den Export transportiert
worden ist, oder produziert worden ist, druckt auf den heimischen Markt und
reißt den heimischen, den steirischen, den niederösterreichischen Schweinebauern
genauso mit in den Abgrund.
Das heißt, es ist eine komplette keine Ahnung, wie lange wollen wir das weiterspülen?
Ja, aber dann ist eigentlich weniger, ganz ehrlich gesagt, nicht weniger das
Problem der Beitritt der Ukraine zur EU, sondern dann haben wir eher ein strukturelles
Problem in der Art und Weise, wie wir Landwirtschaft fördern,
subventionieren und denken.
Wenn wir dieses Verteilungsproblem im Prinzip das gleiche wieder haben,
dann müssen wir eher an der Struktur, wie wir Landwirtschaft verstehen und fördern
und haben wollen, nachdenken und nicht, ob man jetzt die Ukraine in der EU haben will oder nicht.
Oder? Auf das läuft es ja dann auch ein bisschen raus, zumindest in der Diskussion,
ob man sich da querlegt und sagt, wir schauen, dass wir das integrieren oder
man sagt, das geht es in Europa nicht aus.
Europa ist nicht bereit. Wenn wir das machen, ist bei uns die Landwirtschaft hey.
Ist es wirklich die Ukraine, die das hinkommt oder unsere fehlende Reformbereitschaft,
dass wir eine Landwirtschaft einfach auf einen anderen vom Kopf auf die Füße
stellen wahrscheinlich oder so.
Das ist eher die Frage, was du da selbst kannst.
Ja, du hast schon recht, dass man das Politische, wenn du jetzt sagst,
du wolltest als Pufferstaat zwischen die Machtblöcke unabhängiger halten,
so wie es früher Österreich war.
Oder das auch noch mit rein in die Bühne. Aber es ist ein Thema,
Nicht? Weil mir hört sich rein von der landwirtschaftlichen Auswirkung.
Du könntest jetzt natürlich auch sagen, okay, dann ist mein Zucker für den Kaffee
halt wieder um 50 Cent billiger, weil er kommt aus der Ukraine.
Die Produktionsbedingungen, sehen wir wieder bei unserem Thema,
dass da drüben anders gearbeitet wird, weil es de facto keine Regulierung gibt,
ist noch einmal eine andere Geschichte.
Und da sind wir jetzt wieder bei dem Thema, damit, dass wir halt wieder irgendwie
jemandem günstige Spekulationsmöglichkeiten geben, gehen wir weiterhin den Weg,
dass wir sagen, im Zweifelsfall, mein Gott liebe Bevölkerung,
ein bisschen Krebs schadet zumindest nicht der Pharmaindustrie.
Wenn ich das Knumpad da fräse. Wir kontrollieren den eigenen Ding zu Tode,
zum Teil auch zu Recht, bei anderen Sachen. Wir haben ja Gott sei Dank eine
hohe Lebensmittelsicherheit und so weiter, aber aus dem Ausland lassen wir es
ein. Und jetzt haben wir es nicht nur übers Meer drüber, sondern auch direkt
vor der Haustier. Weißt du, also diese...
Ich weiß nicht, wo wir hinwollen. Mir ist das einfach so, es ist doch bitte
nicht Gott gegeben, oder wer sagt denn, dass das sein muss?
Wer sagt, dass die jetzt in der EU müssen? Wenn wir selber Probleme haben in
der EU, die uns zerreißen werden. Auf alle Ebenen.
Mir kommt nicht viel, dass im Moment in der Europäischen Union überall Milch
und Honig fließen und wir alle Probleme im Griff haben.
Gut, das wird wahrscheinlich, der Tag, wo das alles erledigt ist,
dann wird es nicht ergeben. Ich glaube, da ist eher der Weg, das Ziel.
Ja, aber...
Na gut, wir werden es halt sowieso nicht lösen.
Aber die Frage ist halt, um da jetzt wieder vielleicht einen Strich drunter
zu machen, weil wir jetzt eh schon wieder über die Zeit sind,
aber das gibt es eh schon auf mit der Stadt.
Oder glaubst du, dass irgendwer jetzt in Europa wieder sagt,
okay, wir fahren jetzt die Industrie durch, wieder ein bisschen hoch und die
da drüben hätten Eisenerz vorkommen und so weiter, die wir selber nicht haben.
Wir machen das jetzt als gesamteuropäischer Ding.
Das ist eine ideologische Geschichte, glaube ich, und eine Einstellungsgeschichte.
Ist ja grundsätzlich kein Problem, wenn das Ganze ein politisches Projekt ist
und wenn man das als ein Europa sieht und nicht so quasi
permanent das Gegeneinander von irgendwelchen Querkämpfen gegen die anderen.
Why not? Man ist
Leid sind Leid.
Lass mich naiv sein.
Ich wollte ja deswegen den Knopf so zumachen, weil wir haben angefangen mit
aufs Wesen selektieren, haben wir das Wesen vergessen, weil wir einfach nur
auf Effizienz geschaut haben.
Beim zweiten Thema, was war das da?
Da haben wir die Böden wieder übersehen.
Weil wir einfach nur geschaut haben, was holen wir aus den Böden aus.
Und jetzt haben wir das gleiche Thema wieder.
Wollen wir das Ganze jetzt wieder nur rein ökonomisch denken und lassen wir
den Menschen alles, was politisch ist. Das war ja ein politisches Projekt,
by the way. irgendwann einmal auch, das ist Europa.
Lassen wir wieder alles Qualitative hinten raus, die Leute und alles,
was dazugehört und denken wieder nur, was bringt uns das jetzt ökonomisch?
Homo economicus.
Das habe ich wieder einmal das Gescheit gesagt.
Homo EU economicus. Also
müssen wir das nicht auch wieder anders denken, weil wir kommen drauf,
wenn wir es nur ökonomisch denken, sind wir die Viecher gegen die Wand gefahren,
wir fahren beim Boden gegen die Wand und wenn wir es auf europäischer Ebene
wieder nur so denken, fahren wir es wie der Gegendwand, wenn man einfach
Ja, da bin ich bei dir. Da bin ich bei dir. Aber das vermisse ich eben in der Ding.
Ich glaube nach wie vor, dass halt einfach im Hintergrund oder halt generell
das einfach mit Macht unter Anführungszeichen und vor allem halt Macht ist gleich
ökonomische Interessen Ja.
Jetzt
brauche ich dann ein Bier.
Ja, ja.
Verknüpft oder verdingst wird, nicht? Weil natürlich, wenn ich jetzt sage,
du keine Ahnung, blödes Beispiel.
Ich habe jetzt Mastgeflügel eingestellt für den Sommer, preisverhandelt mit
dem Futterlieferanten.
Ja, macht das immer wieder auf.
Nein, nur dass man das Spiel kriegt. Vorher haben wir gezahlt 580 Euro die Tonne
für das Geflügelmastfutter.
Das erste Angebot heuer war bei 842.
Was war es zuerst?
500, 560.
Ja, das ist mehr.
540, genau.
560 war es voriges Jahr, Entschuldigung, 560 Euro die Tonne war voriges Jahr.
Und jenseits der 800 sind wir jetzt. Dann fragst du bei dem Ding nach und sagst,
keine Ahnung, wenn ich mit dem Kollegen G da rede, dann sagt der, dass die,
Bio-Getreide usw. das dort rein ist. Da rede ich mir auf ganz andere Preise.
Das heißt, für den Getreidebauer ist der Preis komplett am Boden.
In der Veredelung geht der Preis fundamental nach oben.
Nein?
Bei der kleinen Marsch zwischen drei werden die schon leben können.
Sei einer vergunden, nicht? Aber natürlich ist dann die Versuchung groß,
dass ich jetzt dann sage, du, lieber Kollege Cida,
das ist total lustig, dass du jetzt um 5 Euro die Tonne mehr willst,
aber, sagen wir mal wieder, wie wir letztens über Mercosur geredet haben,
aus der Ukraine kann er das ja auch um 10 Euro billiger haben.
Ja, aber das kann ich, wir müssen es nicht dabei sein, man muss es am Markt
kaufen. Das ist ja wieder kein Beitrittsthema, das ist am Marktthema.
Wenn ich einen Zoll hau, schaut die Welt anders aus. Als wenn der LKW,
wenn es scheißegal ist, ob der LKW jetzt aus Timmy Schauer Kimp oder irgendwo aus der Nähe von Kiew.
Das glaube ich, dass das unkontrollierbar wird.
Ja, und da sind wir wieder bei der Politik. Und da glaube ich wieder,
da muss man Landwirtschaft wahrscheinlich anders reden, dass ich sage,
das ist der Preis, das sind die Produktionskosten.
Wenn ich es nur rein ökonomisch denke, dann sind die da billiger.
Und wenn sie 600, wie hast du gesagt, 600 Millionen Leute kennen,
wir haben nicht einmal 600 Millionen, nicht einmal mit einer zusammenhält man sich.
Dann brauchen wir nur noch die, dann können ja wir alle aufhören und spezialisieren
auf was anderes, so Ricardo-mäßig.
Windparks und Freifländer.
Wir machen nur noch die Ukraine für uns Landwirtschaft und wir machen einfach was anders.
Und dann sind sie aber nicht mehr da und dann haben wir keine Landwirtschaft
mehr. Also ich glaube, da müssen wir einfach Landwirtschaft anders.
Mit dem Mindset, man kann das Problem nicht mit jenen Dingen lösen,
Die das Problem nicht auf der Ebene, du musst es auf der höheren Ebene.
Auf der Meta-Ebene.
Metaphysisch.
Metabolisch. Ich glaube, wir machen da jetzt ein Punkt, wir werden es heute
nicht lösen und ich glaube, es wird ja nicht unser Podcast entscheidend darüber
sein, ob die Beitrittsverhandlungen zum Erfolg führen? Meinst du da?
Political Influencers sein oder sowas? Das ist nur
Eine Frage der Zeit.
Ja, okay.
Zeit ist geduldig.
So, ich habe jetzt einen schönen... Christian, hast du noch irgendwas,
was du loswerden willst?
Puh.
Nein, es war wieder sehr spannend. Danke für diese nette Diskussion.
Wie gehen wir denn mit dem Umstand um, dass wir jetzt dieses angegräbte Ziel
von einer Stunde so circa um 15 Minuten überschritten haben? Ist das jetzt ein Fail?
Sollen wir das nächste Mal strenger wieder sein mit dem Zeitregime?
Also ich? Also es ist eh meine Schuld. für Punk.
Ich bin eine Hilfskraft ohne nennenswerte Zeitkenntnisse.
Nein, aber ich glaube, das ist schon, wenn man so, also für den geneigten Zuhörer,
normal debattieren wir solche Themen bei uns am Kuhltisch und es war da schon
des Öfteren, dass irgendwelche Praktikanten oder zufällig Anwesenden,
den Raum verlassen haben, weil sie Angst gehabt haben, dass das jetzt in irgendwelche
gewollte Exzesse eskalieren kann.
Das war es halt nicht ganz lieb, oder?
Für das ist das da ja, also, und ich liebe das wirklich mit dem Willi und darum
ist mir das Format eben auch so wichtig, weil wir bei manchen Sachen definitiv
völlig unterschiedliche Meinungen haben und man das da so,
ganz spannend ausdiskutieren kann und dann eben hintereinander nicht aufeinander
Bersis, auch wenn man hin und wieder schon fast angreiflich geworden wäre.
Ja, vielleicht sollte man für die Reichweite beim nächsten Mal ein bisschen
schlägern oder so. Ich würde einfach einmal einen Negotiation.
Das ist eher für YouTube dann, damit man zuschauen kann.
Einen TikTok-Livestream für die ganzen Asis.
Ich brauche mehr Reichweite damit, aber das könnt ihr da zu Hause an den Kanälen
machen, einfach weitersagen, dass es den Podcast gibt, dass der Christian da dabei ist,
dass man auch über Audio denken kann, Radio Gesicht oder wie ist das?
Und ich habe jetzt quasi zum Ende noch einen Abschluss vorbereitet,
eine Abmoderation und zwar steht da, das war es für diese Ausgabe,
es ist so zum Schluss, macht das Sinn.
Alle Infos zur Folge findet ihr in den Shownotes und wenn ihr solche oder ähnliche
Formate sowie unsere beiden wundschönen Radiogesichter auch weiterhin sehen und hören wollt,
dann kauft beim Bachler im Onlineshop was zum Essen oder ihr unterstützt auch
oder und diesen Podcast, in dem ihr euch ein Membership, nämlich auf der Power
to the People Website checkt und in eure Herde aufnehmt.
Und ja, mehr dazu gibt es in den Shownotes und in diesem Sinne Busse und frohes Konsumieren.
Christian
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