Fische düngen Gemüse – Aquaponik aus Südtirol
Alexander Springeth erklärt, wie ein geschlossener Wasserkreislauf Bürokratie, Bioverordnung und Innovation gleichzeitig herausfordert.
29.03.2026 157 min
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Diese Folge ist eine entgeltliche Kooperation mit Südtirol. Die Auswahl der Gesprächspartner erfolgt gemeinsam mit dem Kooperationspartner. Die redaktionelle Freiheit bleibt uneingeschränkt bei Bauer to the People.
Aquaponik ist ein Prinzip, das mindestens 1000 Jahre alt ist. Und trotzdem scheitert es an einer 50 Jahre alten Norm. Das hat mich an diesem Gespräch von Anfang an nicht losgelassen.
Ich sitze mit Alexander Springeth in einem 250 Jahre alten Bauernhaus mitten in Bozen. Draußen Weinreben, Apfelbäume, Dolomiten. Drinnen erklärt mir jemand, wie afrikanische Raubwelse Salat düngen, wie dieser Salat die Fische am Leben hält – und warum dieses geschlossene System laut EU-Bio-Verordnung (noch) gar nicht existieren dürfte.
Alexander ist Tüftler. Aufgewachsen auf einem Bio-Obst- und Weinbaubetrieb, hat er sich früh für Wasser und alles, was darin lebt, interessiert. Sein erster Goldfisch hieß Idefix und hat Selbstmord begangen. Der Weg von dort zum Afrikanischen Raubwels in einer Kreislaufanlage ist kürzer, als man denkt. Gemeinsam mit Roman Rottensteiner betreibt er heute unter dem Namen Almiro eine Aquaponik-Anlage – gegründet als eigenständiger Betrieb auf gepachteter Fläche, weil der Bio-Verband die Zertifizierung des Gesamtbetriebs sonst gefährdet hätte. Ein bürokratischer Umweg, der gleichzeitig eine Lektion darüber ist, was passiert, wenn Innovation auf Normen trifft, die nicht für Innovation geschrieben wurden.
Ich wollte verstehen, wie so ein System funktioniert – und Alexander hat sich alle Mühe gegeben, das einem technischen Laien zu erklären. Von Ammonium über Nitrit bis Nitrat, von Biofiltern und Styrodurplatten bis zum Suprabranchialorgan des Wels, mit dem er Luft atmen kann. Was ich besonders interessant fand: Der Fisch ist das sensible Messinstrument der ganzen Anlage. Wenn die Welse oben schwimmen und fressen, passt alles. Wenn sie am Boden liegen, stimmt was nicht.
Wir reden auch darüber, warum der Wels im deutschsprachigen Raum ein Renner ist, bei der italienischsprachigen Bevölkerung Südtirols aber kaum ankommt. Und darüber, was es bedeutet, wenn Tüftler auf Systeme treffen, die für das, was sie tun, einfach keine Kategorie haben.
Viel Freude beim Reinhören!
00:00:00 Los gehts
Einleitung, Kooperationshinweis Südtirol, Vorstellung Alexander Springeth
00:04:14 Der elterliche Hof in Bozen
Bio-Obstbau, Weinbau, Schwefelkalkbrühe und Pflanzenschutz im Überblick
00:11:13 Südtiroler Wein und Äpfel
Vom Massenprodukt zur Qualität: Lagrein, Spindelbäume und Genossenschaft
00:17:00 Wie Almiro entstand
Zweites Standbein, die Bioland-Hürde und die bürokratische Lösung
00:26:11 Tüftler mit Wasseraffinität
Kindheit am Teich, Koi-Leidenschaft und der Weg zur Aquaponik-Anlage
00:36:19 Was ist Aquaponik?
Definition, Prinzip, Vor- und Nachteile von Aquakultur und Hydroponik
00:44:03 Wie der Kreislauf funktioniert
Ammonium, Nitrit, Nitrat: der biologische Filter und die Pflanzenbecken
01:00:23 Der Afrikanische Raubwels
Wachstum, Futter, Besatzdichte, Luftatmung und Tierverhalten
01:21:00 Anlage, Energie und Wirtschaftlichkeit
Stromverbrauch, Baukosten, Wasserverbrauch und Skalierbarkeit
01:45:09 Ernte, Schlachtung und Vermarktung
Eiswassermethode, Kiemenschnitt, Hauslieferung und Gastrokunden
02:09:00 Tierwohl beim Fisch
Intelligenz, Erkennen von Personen, Besatzdichte als Wohlfahrtsfrage
02:17:09 Zukunft der Landwirtschaft
Vision, Brain Drain, Bürokratie und was sich am Lebensmittelsystem ändern müsste
02:33:52 Kühlschrank, Spruch und Abschluss
Was steckt im Kühlschrank, Abschlussquotes und Dank
Kurz-Bio Gast:
Alexander Springeth ist Landwirt und Tüftler aus Bozen, Südtirol, und Mitgründer von Almiro – einem Aquaponik-Betrieb, der Fischzucht und Gemüseanbau in einem geschlossenen Wasserkreislauf kombiniert. Gemeinsam mit Roman Rottensteiner produziert er auf 240 Quadratmetern Afrikanische Raubwelse und eine breite Palette an Kräutern und Gemüse. Er befindet sich in Ausbildung zum Facharbeiter und Meister in Aquakultur am Bundesamt für Wasserwirtschaft in Scharfling.
INFOS ZUR FOLGE
ALMIRO – Der Garten Eden (Alexander Springeth & Roman Rottensteiner)
www.almiro-aquaponics.com
Südtirol Tourismus
www.suedtirol.info
Bundesamt für Wasserwirtschaft Scharfling – Ausbildung Aquakultur
www.baw.at/aus-und-weiterbildung.html
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Aquaponik ist ein Prinzip, das mindestens 1000 Jahre alt ist. Und trotzdem scheitert es an einer 50 Jahre alten Norm. Das hat mich an diesem Gespräch von Anfang an nicht losgelassen.
Ich sitze mit Alexander Springeth in einem 250 Jahre alten Bauernhaus mitten in Bozen. Draußen Weinreben, Apfelbäume, Dolomiten. Drinnen erklärt mir jemand, wie afrikanische Raubwelse Salat düngen, wie dieser Salat die Fische am Leben hält – und warum dieses geschlossene System laut EU-Bio-Verordnung (noch) gar nicht existieren dürfte.
Alexander ist Tüftler. Aufgewachsen auf einem Bio-Obst- und Weinbaubetrieb, hat er sich früh für Wasser und alles, was darin lebt, interessiert. Sein erster Goldfisch hieß Idefix und hat Selbstmord begangen. Der Weg von dort zum Afrikanischen Raubwels in einer Kreislaufanlage ist kürzer, als man denkt. Gemeinsam mit Roman Rottensteiner betreibt er heute unter dem Namen Almiro eine Aquaponik-Anlage – gegründet als eigenständiger Betrieb auf gepachteter Fläche, weil der Bio-Verband die Zertifizierung des Gesamtbetriebs sonst gefährdet hätte. Ein bürokratischer Umweg, der gleichzeitig eine Lektion darüber ist, was passiert, wenn Innovation auf Normen trifft, die nicht für Innovation geschrieben wurden.
Ich wollte verstehen, wie so ein System funktioniert – und Alexander hat sich alle Mühe gegeben, das einem technischen Laien zu erklären. Von Ammonium über Nitrit bis Nitrat, von Biofiltern und Styrodurplatten bis zum Suprabranchialorgan des Wels, mit dem er Luft atmen kann. Was ich besonders interessant fand: Der Fisch ist das sensible Messinstrument der ganzen Anlage. Wenn die Welse oben schwimmen und fressen, passt alles. Wenn sie am Boden liegen, stimmt was nicht.
Wir reden auch darüber, warum der Wels im deutschsprachigen Raum ein Renner ist, bei der italienischsprachigen Bevölkerung Südtirols aber kaum ankommt. Und darüber, was es bedeutet, wenn Tüftler auf Systeme treffen, die für das, was sie tun, einfach keine Kategorie haben.
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00:00:00 Los gehts
Einleitung, Kooperationshinweis Südtirol, Vorstellung Alexander Springeth
00:04:14 Der elterliche Hof in Bozen
Bio-Obstbau, Weinbau, Schwefelkalkbrühe und Pflanzenschutz im Überblick
00:11:13 Südtiroler Wein und Äpfel
Vom Massenprodukt zur Qualität: Lagrein, Spindelbäume und Genossenschaft
00:17:00 Wie Almiro entstand
Zweites Standbein, die Bioland-Hürde und die bürokratische Lösung
00:26:11 Tüftler mit Wasseraffinität
Kindheit am Teich, Koi-Leidenschaft und der Weg zur Aquaponik-Anlage
00:36:19 Was ist Aquaponik?
Definition, Prinzip, Vor- und Nachteile von Aquakultur und Hydroponik
00:44:03 Wie der Kreislauf funktioniert
Ammonium, Nitrit, Nitrat: der biologische Filter und die Pflanzenbecken
01:00:23 Der Afrikanische Raubwels
Wachstum, Futter, Besatzdichte, Luftatmung und Tierverhalten
01:21:00 Anlage, Energie und Wirtschaftlichkeit
Stromverbrauch, Baukosten, Wasserverbrauch und Skalierbarkeit
01:45:09 Ernte, Schlachtung und Vermarktung
Eiswassermethode, Kiemenschnitt, Hauslieferung und Gastrokunden
02:09:00 Tierwohl beim Fisch
Intelligenz, Erkennen von Personen, Besatzdichte als Wohlfahrtsfrage
02:17:09 Zukunft der Landwirtschaft
Vision, Brain Drain, Bürokratie und was sich am Lebensmittelsystem ändern müsste
02:33:52 Kühlschrank, Spruch und Abschluss
Was steckt im Kühlschrank, Abschlussquotes und Dank
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Alexander Springeth ist Landwirt und Tüftler aus Bozen, Südtirol, und Mitgründer von Almiro – einem Aquaponik-Betrieb, der Fischzucht und Gemüseanbau in einem geschlossenen Wasserkreislauf kombiniert. Gemeinsam mit Roman Rottensteiner produziert er auf 240 Quadratmetern Afrikanische Raubwelse und eine breite Palette an Kräutern und Gemüse. Er befindet sich in Ausbildung zum Facharbeiter und Meister in Aquakultur am Bundesamt für Wasserwirtschaft in Scharfling.
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Musik:
„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner
„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
… und ein bisserl selbst gesungen 😊
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle
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Transkript
Die Fische liefern die Nährstoffe für die Pflanzen und die Pflanzen entziehen
dem Wasser die Nährstoffe und geben den Fischen praktisch saubere Wasser wieder zurück.
Der Fisch braucht von ca. 10 Gramm auf 2 Kilogramm zu kommen ca.
6 Monate. Das ist phänomenal schnell.
Ja, diese Folge, das ist eine endgeltliche Kooperation mit Südtirol.
Die Auswahl der Gesprächspartner, ja, die erfolgte mit dem Kooperationspartner.
Die redaktionelle Freiheit, und das ist wichtig, die bleibt uneingeschränkt bei Bauer to the People.
Auf gut Deutsch, die haben wir vorher währenddessen und danach nicht in meine
Fragen reingegriert. Und dafür und für die Kooperation vielen Dank.
Grüß euch bei einer neuen Folge vom Bauer to the People Podcast.
Ich bin wieder in Südtirol und schaue auf den Rosengarten in den Dolomiten.
Und ich sitze auch mit dem Alexander Springett in einem 250 Jahre alten Bauernhaus,
mitten in Bozen, dort wo normalerweise Äpfel und Wein das Sagen haben.
Ja, der Alexander, der macht mit seinem Companion, dem Roman Rottensteiner bei
Almiro etwas, das es laut Bio-Verordnung eigentlich gar nicht geben dürfte, nämlich Aquaponik.
Ein geschlossenes System, in dem afrikanische Raubwälse das Gemüse düngen und
das Gemüse den Fischen wieder sauberes Wasser zurückgeben. Und ein bisschen
mehr ist da auch noch dabei.
Dass er dafür einen eigenen Betrieb gründen musste, weil die Bio-Zertifizierung
des Elternbetriebes das nicht zugelassen hätte, das sagt sehr,
sehr viel darüber aus, wie Bürokratie und Innovation auch in der Landwirtschaft
immer wieder aufeinanderprallen.
Ein Gespräch über ein 1000 Jahre altes Prinzip, das an einer 50-jährigen Norm zu scheitern drohte.
Und über Tüftler, die trotzdem weitergemacht haben.
Viel Freude beim Reinhören und drüben bei YouTube auch beim Reinschauen.
Du bist bereit, Alex? Alex oder Alexander?
Alle.
Alle? Alle.
Die meisten heißen mir alle.
Alle, okay, das merke ich mir, aber sonst sage ich Alex. Ich werde wahrscheinlich
unter dem Gespräch wahrscheinlich ein paar Mal hin und her arbeiten.
Ich bin schon wieder in Südtirol und ich schaue jetzt bei der Stuben da da raus
und schaue da jetzt gerade wirklich auf ein unheimlich geiles Bergbild.
Wo schaue ich da hin? Ihr seht das natürlich alle jetzt nicht,
die was dazu machen, aber wo schaue ich da jetzt gerade hin?
Das ist wirklich ins Herz von den Dolomiten rein. Das ist der Rosengarten, was man da sieht.
Der Rosengarten? Ja.
Wirklich schön, ja. Aber wir sind nicht wegen einem Rosengarten da.
Wir sind, aber, oh, wunderbar, wir sind wegen einem anderen Garten da.
Ja, so indirekt.
Kann man so sagen ein bisschen, oder?
Ja, es ist wirklich ein Garten. Nur halt nicht so ein Garten, wie man sich vorstellt.
Alexander Springett. Ja, Springett. Springett. Springett. Bozen sind wir da,
oder? So quasi im Stadtteil Grießmann, wenn man das heißt, oder?
Wir sind da in der alten Sturm von der Großtante, glaube ich, oder?
und wir werden heute reden über das Thema, ich sage jetzt nicht Aquakultur,
ich habe jetzt aufgeraust ein bisschen, sondern wir reden heute über Aquaponik.
Du bist zusammen mit dem Roman, mit dem Rottensteiner Roman,
deinem Kollegen, macht hier Almiro und wir werden heute, und das ist mein Ziel
nämlich auch für heute, mehr darüber erfahren, wie Aquaponik,
Alter Aquakultur und Aquaponik, ich sage es jetzt gleich, liebe Hörerinnen,
liebe Hörer, wenn ich heute wieder Aquakultur sage, meine ich Aquaponik meistens.
Außer wenn man den Unterschied erkennt. Aber ich möchte heute verstehen, wie das funktioniert.
Es ist heute im Prinzip ein Einsteiger-Podcast in das Thema Aquaponik.
Wie es da alles dazugehört, worauf man schauen muss und am Ende von der Folge,
dass ich gerne halbwegs verstehe, warum es da geht und in der Lage sein,
das einem Dritten zu erklären. Halbwegs.
Ich habe ja schon gesagt, Technik und Willi, das ist in unserer Geschichte.
Also mögest du bitte Rücksicht darauf nehmen.
aber fangen wir vielleicht einmal ein bisschen vorher an, wir hocken da ja auch
nicht an einem normalen Ort, für dich ist es ein normaler Ort aber wir hocken da in der Stadt Bozen
Auf einer Landwirtschaft, oder? Wo du herkommst. Jetzt hör mal was davon.
Das ist praktisch der elterliche Hof da. Das Gebäude, wo wir drin sind,
ist 1770 gebaut worden. So den Drehraum.
Es gibt verschiedene Dokumente und es ist ein landwirtschaftlicher Betrieb mit
Obstbau und Apfelwirtschaft und Weinbau.
Auch wenn der Südtiroler Obstbau sagt, dann ist es Äpfel.
und es ist halt auch wirklich so, dass Weinbau machen für Hunger und Durst weil
das ist wirklich interessiert mich wirklich sehr sehr viel und,
da ist aber auch schon das Klischee vom Weinbau, wenn man jetzt sagt man ist
Weinbauer, dann ist man so ein Winzer, wenn man jetzt sagt man ist Apfelbauer,
der Giftspritzer.
Ist das so ein Klischee, was du da sagst?
Ja, wir sind Bio-Obstbauerbetrieb und da ist sogar, wenn du sagst Apfellandwirt, dann bist du schon so...
Bist du eine Spritze oder wie? Ja. Woher kommt das?
Ist was dran? Oft ist ja auch was dran an so einer Geschichte oder ist das einfach
komplett voll oder war es früher so oder woher kommt das?
Nein, sagen wir so mittlerweile wirklich, dem Mittel, was heutzutage im Obst
war, eingesetzt werden, das ist kaum mehr eine Wirkung da oder sehr,
sehr wenig, was aber ein zweischneidiges Schwert ist,
weil je weniger der Wirkstoff wirkt, ist jetzt ein blöder Satz,
aber halt, desto leichter bauen sich Resistenzen vom Schädling auch. auf.
Also ich mache den nicht kaputt, sondern ich schädige nur ein bisschen und dann
werde ich resistent und dann nutze das Mittel schon nichts mehr.
Das ist so ein bisschen kontraproduktiv und was halt wirklich auch sehr viele,
die nicht aus dem Fachbereich sind, glauben, dass wir das als Hobby machen.
Also heute ist gut zu wettrigen, heute mal Pflanzenschutzmittel ausbringen. Das ist nicht so.
Das ist, der Kunde möchte einen perfekten Apfel im Loden kaufen und Und wir
müssen halt dafür sorgen, dass der perfekt ist.
Weil Hauptgrund sind ja eigentlich nur die Pilzkrankheiten.
Und im Bio-Obspauder wird Schwefelkalk eingesetzt. Das ist eines von den ältesten
Pflanzenschutzmitteln, was es überhaupt gibt.
Schwefel und Kalk?
Nein, Schwefelkalkbrühe.
Schwefelkalkbrühe? Ja. Das ist ein Wort. Schwefelkalkbrühe. Zum ersten Mal, ja.
SKW.
SKW. Ja, kann man kurz.
Der stinkt wie Hölle. Also wirklich wie die Hölle.
Das ist eines der ältesten Pflanzenschutzmittel, ich glaube,
man sagt dir irgendetwas, ich nögel mich jetzt nicht fest, aber so um die 1000
Jahre schon wird das eingesetzt in Japan, China, so in der Richtung.
Dann ist Kupfer und normaler Schwefel werden auch eingesetzt,
aber das wird halt im Bioanbau, muss man halt im perfekten Zeitpunkt erwischen.
Also wenn es jetzt drei Tropfen regnet, dann muss ich vor.
Im integrierten Obstbau. Warum? Ja, weil da sind die Keimfenster,
das ist jetzt ein bisschen kompliziert zu erklären.
Die muss praktisch die Sporen genau im richtigen Moment treffen,
um die Sporen auch abzutöten.
Weißt du, warum ich das frage? Weil es interessant ist, weil man dann auch versteht,
warum beim Regen auf einmal die, also wenn man jetzt in der Region wahrscheinlich
wohnt, und viele haben halt einen Opferbauern als Nachbarn und wissen dann vielleicht oft nicht,
jetzt schräg ich, jetzt fährt der schon wieder raus. Ja. Oder sowas.
Und es ist eben wirklich, ich will jetzt nicht sagen, zu 90% sicher,
wenn man einen Obstbauer im Regen sprühen oder Pflanzenschutzmittel ausbringen
sieht, dann ist es fast sicher Bio-Obstbau.
Ziemlich sicher.
Aber wann anspricht das eher
Ja, nein, der integrierte Obstbau ist ja eigentlich, integrierte Obstbau ist
ein Mittelweg zwischen konventionellen Obstbau und Bio-Obstbau.
Also, es wird versucht, nicht, es wird, solange wenig Druck da ist,
wird versucht, mit schwächeren Mitteln zu fahren, aber wenn es hart auf hart
kommt, dann wird wirklich einmal...
Druck hast du jetzt Schädlingsdruck?
Ja, Schädlingsdruck, Pilzdruck, so, wenn es wirklich eine sehr,
sehr schwere Situation ist, wenn es drei Wochen nur am Regnen ist und so,
dann, wieso muss ich muss dann als Bio-Abstbauer alle zwei Tage reinfahren und dann integriert er.
Arbeitsintensiver, Treibstoff, Maschinen, Bodenverdichtung und so weiter und so fort.
Und der Integrierte hat halt die Möglichkeit, einmal reinzufahren und dann nicht
schon mal gegessen und vielleicht noch.
Das hebt sich dann so ein bisschen auf. Ich habe ja schon mal einen Podcast gehabt,
Das ist eben so das, ja.
Bodenverdichtung ist ein Riesenthema, das heißt, kann ich ganz oft reinfahren,
muss, habe ich halt erstellig den Druck auf der Fläche, was dann auch wieder Konsequenzen hat.
Aber es ist halt wirklich, ja, vom Bio-Obstbau her, bei mir umgestiegen sein
auf Bio, das war 2017, und wir haben am Anfang wirklich Angst gehabt,
wie da die Früchte dann ausschauen.
Ich muss auch sagen, wir haben noch nie so schöne Früchte gehabt hier,
nach dem ersten Jahr Bio. Das war phänomenal.
Wirklich alles schön, die richtige Größe, die richtige Farbe, das war...
Der einzige Punkt ist halt der Auszahlungspreis. Aber die Preise machen nicht wir.
Das ist eben was Schade, wenn wir mit dem Genossenschaftssystem verkaufen.
Da verkauft jemand für uns die Äpfel.
Und das ist auch eben so ein Grund, warum ich und der Roman das angefangen habe.
Weil wirklich, er hat nur Obstbau und wenn ich auf nur einem Fuss stehe und
das auch noch wackelig, dann braucht es nicht viel und die liegt am Boden.
Oder sprich der Betrieb liegt am Boden. Ich habe das Glück, oder wir auf dem
Betrieb haben das Glück, dass wir wirklich Weinbau haben und Obstbau.
Weinbaupreise sind wirklich gut, je nachdem, bei welcher Kellerei man ist,
aber wir sind mit unserer Kellerei ziemlich zufrieden.
Ist das sowas wie die Genossenschaft, die was verkauft, oder?
Dasselbe, ja. Aber die Kellereiden machen das ein bisschen anders.
Und Wein ist logisch auch...
Die Preiselastizität beim Wein bezahlt einfach mehr für den Wein.
Ja, weitaus. Ist halt ein Luxus. Oft ein Luxus.
Ist ein Luxusgut und da sind zwar teilweise ein paar Kellereiden,
haben sich schwer getun mit dem Weinverkauf, aber ein anderer Teile wie zum
Beispiel unsere Kalerei eben,
Das geht dann gleich weiter. Und da teilweise jedes Jahr noch Preissteigerungen.
Kurz zum Wein. Das ist alles so ein bisschen Kontext. Wir kommen da nicht so zu Aquaponik.
Wann hat ein Beich angefangen, dass der Wein, weil in Österreich hat es irgendwann
einmal einen Weinskandal gegeben,
dann danach hat es eine große Krise, aber aus der Krise ist dann die Chance
erwachsen und dann hat man aus dem Wein eigentlich ein schönes Luxusprodukt
positioniert mit ganz viel Marketing und ganz viel Storytelling und, und, und.
Wie war das, oder ist das in Südtirol?
In Südtirol war auch früher nur Masse, die Kasse.
Das war effektiv so wirklich... Liter, Liter. Ja, genau so.
Aber durch das, dass Südtirol vom Platz her für die Landwirtschaft sehr, sehr eingeengt ist.
Also wir können nicht Masse produzieren. Okay, Obstbau ist was anderes.
Wir sind das grösste Obstbaugebiet in Europa.
Zusammenhängende. Aber schon der Rest, der Weinbau, der ist ein bisschen auf
die Hänge rauf und so weiter und so fort. also Mengen ist da nicht wirklich,
dass man da wirklich auf dem Markt präsent sein kann, so günstigen Wein.
Deswegen ist man so in den 90er Jahren so langsam, langsam hat man umgeschalten,
noch weniger Mengen zu produzieren, aber dafür maximale Qualität.
Und wenn man Mengen nicht machen kann, dann muss man auch Qualität produzieren.
Und deshalb haben einzelne Kellereiten am Anfang in den 90ern schon verstanden,
Da reicht es noch in den letzten 20 Jahren ein Hochgefolg. Und jetzt sind so
ziemlich alle wirklich...
Was war der Auslöser? Bei uns haben wir quasi fast einen Auslöser gehabt,
aber so ein Skandalhauptier. In dem Fall, oder seid ihr da auch betroffen gewesen?
Einzelne waren betroffen. Einzelne waren betroffen.
Aber trotzdem, war die gleiche Zeit ungefähr, oder?
Ja, ja, ja. War das 90er? Ja, das ist das Glykolwein. Weichsgebarnsterwein.
Jetzt haben wir das auch, und da in der Region gibt es ja ganz so einen speziellen
Wein, für den es, glaube ich, Grieß sogar, sogar der Stadtteil.
Ja, Lagrein.
Lagrein. Was ist das ganz kurz?
Das ist eine Traubensorte und die kommt wirklich da aus... Roter.
Ja, ja, ist roter.
Deswegen alle Weinreben, was du da außen rum siehst, das sind alle Lagrein.
Alle.
Außer weiter drüben sind Gewürztraminer irgendwo, glaube ich.
Aber da wird schon immer so schief angeschaut.
Nein, das ist wirklich diese autochthone Sorte von Gries.
Autochthone heißt, gibt es wirklich nur?
Nein, geben tut es mehr.
Aber sie kommen von da?
Ja, sie kommen von da.
Und die andere Frage, die wir jetzt ganz kurz streifen müssen, warum Äpfel?
Also warum sind Äpfel so? Und was ist da der Zauber? Warum ist Südtirol so bekannt
und auch da der jetzt im Boot für Äpfel? Ist das der Boden?
Ist das eine Tradition? Ist es beides?
Früher, ich weiß noch, wir haben auch noch ganz große Bäume gehabt.
Die Semlinge, die waren 5-6 Meter hoch und,
Als gigantische Bäume.
Ein richtiger Apfelbaum halt noch.
Die anderen sind schon auch richtige Apfelbäume. Es gibt auch die Unterlage
drauf und wie es schneit.
Also die
sind ja mit der Zeit immer kleiner worden. Ja. Das habe ich jetzt gemeint mit
richtig, dass das andere falsch war, aber dass du halt quasi auch mit den Maschinen
durchkommst, dass du es quasi in eine Reit bringst etc.
Nein, an der Hand zu bekommst.
Oder?
Das Ursprüngliche, das mit den großen Bäumen ist gewesen, es waren,
jetzt nicht Streuobst aber man hat da wirklich zwischen die Vorgassen drin hat
man da noch Getreide umgebaut meistens da in der Gegend so Mais ist da mit dazwischen angebaut geworden,
Ja, zwischen den Obstbäumen. Dann in der Gralding ist wirklich, das ist jetzt...
Mitten im Thema Aquaponik?
Ja, ja, ja, mitten drin.
Da ist auch teilweise der russische Zar hat nur Äpfel aus Südtirol gegessen.
Und da ist der Preis langsam, langsam durch die Decke gegangen.
Dann haben wir halt alle mehr das Getreide weggetun und nur mehr auf den Obstbau gesetzt.
Und dann die kleinen Bäume, wie man sie heute kennt, die seien so in den 90er
langsam aufgetaucht und da war mir auch mein Opa, der hat,
ihre für die Ersten gepflanzt gehabt und dann ist er nur belächelt geworden,
was willst du mit den Stauden?
Also das Design drei Meter hoch und fertig ist und nur 50 Zentimeter breit.
Wieder einer belächelt worden, der was Neues gemacht hat. Eben.
Das kommt man ihm sehr oft unter.
Das zieht sich lang durch die Geschichte durch.
Aber was der wesentliche Der Unterschied ist einfach, es ist eine gigantische Qualitätssteigerung.
Und du kommst, weil der einzelne Baum hat weniger Früchte oben,
die kann er besser versorgen, also werden sie größer.
Also weniger Baum mehr Früchte, oder?
Nein, weniger Baum weniger Früchte, aber bei den grossen Bäumen,
da habe ich 200-300 auf einem Hektar gehabt.
So, jetzt sind 2,000, 3,000 auf einem Hektar.
Also auf die Menge komme ich genau gleich rauf. Ich habe nur im Platz effizienter
genutzt. Ich hatte nicht vorgegessen, die was 5 Meter breit waren.
Jetzt sind es vorgegessen, die was 3 Meter, 3,50 Meter breit sind.
Deswegen haben wir auch die kleinen Traktoren.
Und wenn es möglich wäre, sollten die noch kleiner werden, dass noch mehr Bäume reinpassen.
Das heißt, da dazwischen die, also das Huckende des Hauses mitten im Obfektor.
Das ist Weinbauwerk. Das ist Wein, wo sind die Äpfeln?
Das sind circa zwei Kilometer weiter.
Wie breit ist das Verschneisen bei den Äpfeln?
Auf Vorgasse?
Ja.
Zwischen drei Meter und drei Meter fünfzig.
Drei Meter bis drei Meter fünfzig.
Bei den Reben ist sie noch einiger, da ist sie zwei Meter.
Aber fährt man da mit einem Gerät oder? Fährt man genauso.
Mit dem selben Traktor.
Das ist das selbe. Also nicht immer die Kleinen. Man passt vom Wein dann und
fährt halt dann bei den Äpfeln auch.
Wir haben die Nachbarn unten, die Nachbarn von uns, die haben ein richtiger Spitzengerät.
Ich habe es ja nach dem so einen Babytraktor. Ich glaube, der hat eine Spurweite
von 80 Zentimeter oder so irgendwas.
Das ist aber ein echter Traktor.
Ja, ja, ja. Höchstgeschwindigkeit 19 Stundenkilometer.
Ja gut, ich meine, mit der Spurbreite darfst du dir nicht schnell in die Kurven
fahren wahrscheinlich, sonst kriegst du den.
Okay, und auch das ist der Betrieb, auf dem du aufgewachsen bist.
Das ist der Hintergrund.
Und wann war immer klar, dass du Bauer wirst? War das immer klar, dass du übernimmst?
Nein, habe ich nicht übernommen.
Aber du hast ja gar nicht übernommen.
Nein, nein, habe ich nicht übernommen. Die Zeit ist auch das Glück gewesen,
dass ich noch nicht übernommen habe.
Eigentlich war das ja so ein Notfallversuch oder der letzte Rettungsring für den Roman.
weil er wie gesagt auf einem Fuß er wollte einfach ein zweites Standbein haben
und der hat eine Fläche gerodet eine gewisse Apfelsorte, die,
mehr Probleme macht wie Nutzen, hat er gesagt, dann lasst er die Fläche leer,
dann hat er wenigstens keinen Spesen,
und dann sind wir halt auf das gekommen, so Aquaponik hin und her und schon
die ersten Tests oder Tests so die ersten Gedankengänge schon gehabt so 2022 war das so die Runde und,
dann ist es jedenfalls gescheitert, weil er ist Bioland-Mitglied.
Das ist eine Bio-Vereinigung.
Ja, das ist eine große Bio-Vereinigung. Und da ist das Problem gewesen,
Aquaponik ist nicht biozertifizierbar.
Aus idiotischen Gründen, es wird jetzt vielleicht einen Umbruch geben.
Habe ich dann viel später stehen, aber erklärt, warum das nicht,
warum das nicht. Es fällt halt überall durch wahrscheinlich, oder? Steht nirgends.
Ja, es ist zum Beispiel rein vom Pflanzenanbau her, ist eine Grundregel von
Bio. man muss durch Fruchtfolgen die Bodenfruchtbarkeit erhalten.
Das ist Gesetz Nummer eins vom Bio.
Ihr habt keinen Boden. Mit dem Wasser. Also ist das schon dann,
beim Aquakulturteil der Aquapone ist,
das Problem keine Prädatoren haben bei uns Zugriff auf die Fische.
Wenn ich jetzt zum Beispiel einen Karpfenteich hernehme und den komplett einnetzen
würde, der wird nicht biozertifiziert, weil Prädatoren keinen Zugriff drauf haben.
Sprich, in Österreich draußen ist ein vieles Problem. Fischotter, Kormoran, Reier und so.
Die haben keinen Zugriff drauf.
Ja, weil sie nicht rein können.
Ja, ist klar.
Sobald du den Zaun aufstellst,
Das ist nichts mehr mit Bio.
Das geht mir jetzt im Kopf nicht zu haben, die Logik.
Ja, das geht mir im Kopf auch nicht zu haben.
Das heißt, ich kann handeln, wo kein Vogel...
Nein, das ist jetzt nur auf Fische bezogen.
Das ist jetzt nur auf Fische bezogen. Das heißt, wenn deine Fische nicht von
einem anderen gefressen werden können, können sie auch nicht biozertifiziert werden.
Das ergibt sich, aber das ist wieder genau in dem Thema Institutionen und Normen.
Ich glaube, sogar die, die es geschrieben haben, denken sie,
das ist deppert. aber da kommst du wahrscheinlich aus der Logik der Norm nicht raus.
Du kannst das halt nicht außerhalb der Norm auslegen. Außerhalb der Norm gibt es halt das nicht.
Ich glaube nicht, dass die sich gedenkt haben, dass sie Steppett Ballets geschrieben
haben. Ich glaube, die haben es einfach geschrieben.
Nein, die denken es jetzt wahrscheinlich, weil damals haben sie wahrscheinlich
im Geiste der Norm Akkultur nicht im Kopf gehabt wahrscheinlich.
Und jetzt passt es nicht rein.
Ja, das sind halt verschiedene Punkte, weil es ist auch schon praktisch vom
Pflanzenschutz her, fürs Gemüse.
wir können zwar gewisse Biomittel hernehmen, aber wir müssen da schon sehr,
sehr aufpassen, wie zum Beispiel gegen gewisse Pilze, Kupfer,
das können wir nicht hernehmen.
Wenn da drei Tropfen Kupfer ins Wasser reinkommen, dann schmiert uns der Filter ab.
Dann sind die Fische weg und die Pflanzen sind dann auch weg.
Und dann ist halt der Einsatz, wir können zum Beispiel Kaffeepulver,
Milch, solche Sachen können wir verwenden und ein Pore in Bacillus-Turingensis,
das ist ein Begriff, den kann man auch... Mit dem Roman gerät vorher.
Deswegen habe ich es gehört.
Und das ist eben ein Bakterium, das nur Raupen angreift, also für Menschen völlig
ungefährlich und auch für Wasser oder für Wasserofnissen auch ungefährlich ist.
Und das ist eben halt... Es ist momentan schon im Wandel jetzt,
dass es vielleicht biozertifiziert wird, ähm,
momentan ist es halt noch nicht. Und eben auf den Punkt zurückzukommen,
wo wir gestartet sind, wir waren kurz vor und aufgeben, bevor wir überhaupt gestartet sind.
Weil der Roman ist ja Bioland-Mitglied und der hätte das nicht machen dürfen.
Weil er sonst für den Gesamtbetrieb die Verordnung, die Zulassung verloren hätte.
Weil der gesamte Betrieb Er muss
Den gesamten Betrieb biobewirtschaftet werden.
Mein Gott, ich verstehe es ja.
Und das ist so, ich glaube, jeder versteht das. Das ist einfach,
da ist teilweise, glaube ich, die Institution und die Norm stärker wie die Vernunft.
Weil ich glaube, keiner will das verhindern, aber du kannst mit dem rechtsfreien Raum Sachen machen.
Ja, eben.
Das ist wahrscheinlich, oder?
Ja, es ist, ich sage immer, es ist teilweise von Vorteil, wenn man ein oder der Ersten ist.
Ja.
Aber teilweise ist es einfach nur ein Fluch.
Und gleichzeitig beides. Ja. Immer.
Und jedenfalls noch nie. Ich war am Anfang, muss ich ehrlich sagen,
ich war nicht so ganz begeistert von der ganzen Geschichte.
Von was jetzt? Von Aquaponik generell.
Dann haben wir gedacht, einen Salat in die Erde reinsetzen, und das passt, kostet viel weniger.
Das war's. Aber mir hat das noch so umgefixt, dann, habe ich gesagt.
Was war da der Ding? Ab wann hat es dich angefixt? Was war der zündende Funke?
Klingt, es hat gerade so gekommen nach einem Erlebnis oder einem Moment.
Ja, so gut, du kannst es ja verbieben, so ein Scheiß drauf.
Moment, nicht war das. Wir haben die ganze Unlock alles durchgeplant gehabt,
schon mit die Rohrleitungs dimensionieren, im Becken, alles schon geplant.
Und eben, wie gesagt, drei Tage, bevor wir im Folientunnel bestellt haben,
hat eben einer von Bioland, so ein Roman, gesagt, schau, pass auf,
wenn du das machst, die schmeissen dich raus, aus Bioland.
Und dann war das wirklich so, nein, jetzt ist das Projekt gestorben und wir
sind zwar auch Biobetrieb, aber ich persönlich habe den Hof noch nicht übernommen.
Also kann ich es machen.
Das musst du jetzt erklären. Es ist trotzdem der gleiche Hof, der Bio ist, oder?
Ja, aber ich bin nicht der Besitzer von dem Betrieb.
Aha. Das heißt, du hast ein Teil gepachtet vom Foto?
Ich habe von meinem Foto einen Teil der Fläche angepachtet.
Ah, wirklich gepachtet? Ja.
Ich habe selber einen Betrieb aufgemacht, einen landwirtschaftlichen Betrieb.
Das geht dann?
Ja, das geht. Das wäre gleich noch interessant, wenn ich dann den Hof übernehmen soll.
Aber ich weiß nicht, ob das...
Du hast die Fläche weiter verbracht.
Keine Ahnung, aber es wird jetzt wahrscheinlich schon Änderungen.
Kannst du nicht der Roman wieder zurückbeachten von dir auf der Fläche, weil das dann...
Wir haben momentan genug Probleme, also das schauen wir dann, wenn es mal soweit ist.
Der erste Spruch, let's cross the bridge when we are there.
Genau.
Aber das war jetzt ein unglaublich gutes Beispiel für einfach die
Herausforderungen, die dann oft auch mit Bürokratie und mit Normen etc. auf einen zukommen.
Im Endeffekt hast du gerade einen Trick erklärt, damit man es machen kann.
Aber der Trick ist auch wieder, das geht dann wieder.
Die gleiche Fläche, nur halt aus einer anderen rechtlichen Konstruktion.
In der Fläche ist nicht mehr mein Fotobesitzer, der ist auch nicht mehr Obstpaus.
Die gleiche Fläche, gleiches Ding, es ändert nichts. Der ist als Ackerfläche,
Glaube ich, hingetragen. Weil das gibt es noch nicht bei uns in Katastro,
dass da eine Aquaponik-Anlage gut draufsteht, dann ist es die Ackerfläche.
Man muss halt ein bisschen sich durchwinden durch den bürokratischen Irrsinn.
Jetzt wissen wir mal, wo die Fläche ist. Aber jetzt möchte ich von dir noch
einmal wissen, weil wir sind dann relativ schnell, da haben wir vor allem in
der Gegenwart schon fast gewesen.
Du bist ein richtiger Tüftler, oder? Und du hast ja diese ganzen Leitungen dann,
die Planungen gemacht für die Anlage dann.
Nein, für die Anlage jetzt da draußen nicht. Die haben wir gekauft.
Die habt ihr gekauft? Die haben wir gekauft.
Aber du planst viel.
Ich bin der Anlage, seitdem sie stört, konstant man umbauen.
Andere heißen das vielleicht ein bisschen ein psychisches Problem,
aber ich kann einfach nichts in Ruhe lassen.
Wenn es funktioniert, nicht mehr anrühren, das geht bei mir nicht.
Das kann ich nicht. Das muss besser, das muss jedes Mal besser und besser funktionieren.
Bei dir wird es wahrscheinlich dann besser. Ich habe daheim in Wien ein Podcast-Studio.
Das ist auch schon ewig fertig. aber ich baust dir.
Es ist nie fertig.
I feel you. Ich weiß ganz genau, was du meinst. Aber woher kommt das bei dir?
War das bei dir als Kind schon da, diese Bastlerei und sonst irgendwas?
Definitiv.
Woher kommt das? Ist das schon ein Papa?
Ja, der Papa, der hat da wirklich sehr, sehr viel umgepastelt.
Er hat wirklich teilweise Maschinen zusammengebaut, so Hebebühnen,
ihre von der ersten, was die Runde gewesen ist.
mit Motor und alle Geschichten. Und ab und zu, wenn man mit ihm so die Runde
fährt und man sieht irgendwo so eine alte Maschine stehen, da hast du dir gesagt,
ah, der hat ihn eingebaut. Okay.
War ich da jetzt in der Nachbarschaft ein bisschen rumgegangen,
da sagst du, es sprengt da drüben den Hof.
Für was kämpft man die? Was will ich da hören? Jetzt lacht er.
Extrem schöner Leib.
Nein, es ist Düftler und Dings und,
in der Hinsicht.
Ist das schon ein bisschen das Image, was ihr hauptsächlich habt?
Ja, ein bisschen schon. Heul denke ich schon so. Und offen für alles.
Also irgendetwas zu versuchen, neu zu machen, das ist auch schon mein Opa das gehabt.
Mein Vater hat das auch noch. was der alles versucht, zwischen Pflanzen zu versuchen.
Jetzt hat er Zitronenbäume gepflanzt. Im Freiland. wenn es funktioniert,
funktioniert und dann halt die Bäume halt hin.
Aber er hat auch wirklich so den Grundgedanken wie Obstbau sind nicht nur Äpfel,
sondern es gibt weitaus mehr Obst als nur Äpfel.
Ist das so ein Südtiroler Traum, man müsste dann irgendwann mal vom Opferbau
emanzipieren zum Obstbau?
Es sind nicht nur Äpfel, Mühpfe. Es ist so ein Trauma schon fast.
Ja, Trauma, es ist wirklich, sagen wir mal so, mir kommt einfach vor,
dass die Südtiroler Landwirtschaft oder generell der Obstbau sich in so eine
Situation rein verrennt hat, in Sachen Infrastruktur und so.
Wir haben da Sortiermaschinen, die was Millionen kosten, aber die können nur
Äpfel sortieren. Birnen funktionieren nicht.
Nur als simples Beispiel, weil Birnen sinken unter Wasser.
Da sind alles so Wasserkanäle, wo die Äpfel praktisch weiterschwimmen,
und dann sortiert werden.
Aber die ganze Infrastruktur ist so verrannt, wenn wir jetzt irgendwas ändern
wollen, geht das nur sehr, sehr schwer.
Und das ist bei uns fast nur möglich, wenn man so als Direktvermarkter irgendwas macht.
Und das mit Direktvermarkter, das ist in Österreich und Deutschland draußen
schon relativ viel verbreitet.
Bei uns ist das noch eher wenig. Wirklich? Ja, das ist noch nicht so...
Das ist noch nicht so ungekommen. Es gibt schon den Hofloden da und den Hofloden
da, aber das so wirklich in Deutschland draußen noch nie Hofläden gesehen,
das ist für mich kein Hofloden mehr, das ist ein Supermarkt.
Und da, wo 150 Millionen, 1000 viele Autos auf dem Parkplatz stehen und die
Hölle los ist und du redest mit dem Eigentümer, wo halt, ob du es wohl gut besucht
hast, ist eigentlich relativ ein Durchschnittstag.
musst du mal am Freitag kommen, da geht die Post ab.
Das ist bei uns noch nicht so wirklich ungekommen. Da ist wirklich bei uns eher das spontane Kaufen.
Also ich gehe in den Supermarkt, ziehe das, okay, das gibt es heutzutage.
Da ist nicht, oder eher weniger, das ist jetzt wie Joghurt, Milch,
ja, okay, das funktioniert ganz gut, nicht noch nie.
Es gibt auch Betriebe bei uns, die was wirklich Joghurt weiterverarbeiten,
du kannst es bestellen und dann hast du fix jeden zweiten Tag kriegst du deine
Ladung Joghurt vor der Haustür stehen. Das schon.
Aber schlussisch Direktvermarktung,
ja, schwierig. Eher schwierig.
Eher noch im Tourismus wahrscheinlich. Oder für den Tourismus.
Gastrobetriebe. Nein, wir haben schon auch viele Privatkunden.
Aber die große Menge geht wirklich an die Gastrobetriebe.
Das ist krass eigentlich, weil rein jetzt, wenn ich so denke,
Österreich führt direkt schon zum Täscher und sagst, du auch viel,
aber von der Struktur her ist es nicht so unähnlich.
Gerade wenn ich auf Tirol schaue, das heißt, ein riesen Potenzial in der Region.
Ja, wäre da. Aber es ist nicht etwas Negatives, aber die Sprachgruppen,
es ist halt ein richtiger Unterschied da.
Und wie zum Beispiel den Fisch, den wir haben, der ist in Österreich draußen,
hat der ja zum ersten Mal, ich glaube,
letztes Jahr oder vorletztes Jahr die Karpfenproduktion überholt. Der Raubwels, ja.
Afrikanische Raubwels, auch Afrowels genannt.
Oder wir nennen ihn auch Klarias, weil Wels ist bei uns nicht so gut ungesehen.
Okay.
Und in Österreich draußen geht das richtig gut mit dem Fisch,
weil du hast auch wirklich Karpfen, Forellen und Zander.
Salmoniden ja, Entschuldigung, ich wollte halt mitreden ja,
Nehmen wir halt ja, ja, ja, ich halte aber neulich mit den 4-5 Fisch ist dann mal einmal fertig,
Italien mit der Küste hat das nicht recht wirklich ein Problem,
Fischvielfälte unzubieten ich glaube, wenn ich da starte in 2 Stunden bin ich
auf dem Meer also das ist da Fisch zu produzieren, schon auf Land bezogen Es
ist echt, man kann auch jeden Fisch produzieren, oder ziemlich jeden Fisch.
Und das ist halt so ein bisschen das Komplizierte, den Fisch dann an einen Mann
zu bringen, beziehungsweise eine Frau.
Und der Fisch hat einen relativ neutralen Geschmack, der schmeckt wie Kalbfleisch.
Wir gewinnen zwar viele Kunden, wir
verlieren aber einen Großteil von der italienischsprachigen Bevölkerung.
weil die wollen eher an Fisch, da was noch Fisch schmeckt.
Das ist wirklich ein kultureller,
Sprachlicher, ich glaube das ist kulturell, ich weiß nicht woran es liegt, in St.
Pölten draußen ist auch eine große Welsanlage, eine von den,
oder die größten in Österreich, bin mir jetzt nicht ganz sicher,
und der hat zu mir auch gesagt, er hat versucht 10 Jahre lang in den italienischen
Markt mit einem Fisch reinzukommen, keine Chance, keine Chance.
99,9 % unserer Kundschaften sind deutschsprachige.
Das ist bei uns in Südtirol ein hauptsächliches Thema, deutsch-italienisch.
Aber das ist wirklich... Wir haben es zuerst noch nicht geglaubt,
bis wir mal zu Weihnachten,
Über 200 Kunden, ein Italiener.
Das ist krass. Ja, aber das ist eben komisch. Wir verstehen es auch nicht ganz.
Aber wir haben am Anfang auch die Werbung zweisprachig gemacht.
Und Italienisch und Deutsch.
Und das haben wir jetzt wirklich so eingestellt, dass wir wirklich nur Deutsche Werbung machen.
Weil es bringt nichts. Das kostet uns Zeit, das kostet Aufwand.
man muss die Werbung auf Italienisch machen und so weiter und so fort.
Und wenn dann Italiener nicht wirklich drauf unspringen, dann bringst du das nicht.
Was wäre jetzt so ein typischer Fisch für Italiener? Aber für das braucht man Aquakultur.
Sag mal wieder Aquaponics, sondern Meeresfisch.
Also du stehst ja da quasi in Konkurrenz zum Meer. So gesehen, oder? Ein bisschen.
Ja, ein bisschen schon.
Mehr ist größer.
Weit ausgräßert hat das. Ein paar Kubikmeter mehr. Aber das ist wirklich zur
Nähe zum Meer ist das schon etwas. Es gibt,
einzelne Kreislaufanlagen in Italien, aber wirklich, die kann man,
glaube ich, ein paar noch anzuhören.
Österreich, da schießen die teils Kreislaufanlagen oder reine Aquakultur in
Kreislaufanlagen und Aquaponikanlagen, die schießen in Österreich wie die Pilze aus dem Boden.
Von klein bis bortanen.
In Deutschland ist es wieder ein bisschen schwächer. Und das ist auch wahrscheinlich
von dem her zu leiden, ob ich Zugang zu Meer oder nicht.
Und Österreich ist jetzt ja auch nicht recht weit weg vom Meer.
Aber trotzdem, es ist ein Binnenland. In der Schweiz gibt es ja auch.
Einer von den ersten war so eine große Lachsanlage, Kreislaufanlage, war in der Schweiz.
Garnelenanlage, einer von den ersten war in der Schweiz. zu haben.
Also es ist schon ein klassisches Nachfragethema.
Es macht überhaupt keinen Sinn, Aquaponica-Unlock jetzt ans Meer zu stellen
und dort einen gleichen Fisch zu produzieren, der im Meer schwimmt oder sowas.
Oder würdest du sagen, das hat so ein Alleinstellungsmerkmal,
jetzt gehen wir dann einmal aufs Thema da drauf und erklären einmal,
was das Ganze ist, aber hat das so ein Alleinstellungsmerkmal,
dass man das dann trotzdem aus der Aquaponica-Unlock kauft?
Es kommt auch von Fokus aus der Unlock. Du hast ja zwei Sachen.
Du hast ja die Aquakultur und die Hydroponik.
Deswegen ist es ja die Aquaponik, wenn man die zwei Wörter zusammensetzt.
Wenn ich jetzt als Hauptaugenmerk auf dem Gemüseanbau habe, auf der Hydroponik,
dann kann ich die Anlage auch nebenher betreiben.
Problem ist, Pflanzen mögen kein Salzwasser.
Ich muss süß... Müssen? Nein. Es gibt eine Anlage, meines Wissens,
in Ulm oben, die produziert Doraden in Kreislaufanlagen.
Dann fuhre ich das Salz aus und dann wieder eine? Nein.
Es gibt auch sehr salztolerante Pflanzen. Meeresspargel.
Ach so.
Die produzieren effektiv solche salzwasserliebenden Pflanzen.
Meines Wissens ist, ich will jetzt nicht sagen, aber ich glaube,
es ist die einzige in ganz Europa.
Gut, wir können jetzt nicht die ganze Hofgeschichte und alles aufarbeiten,
was ich aber definitiv nur aufarbeiten will, ist deine Affinität zum Wasser, weil
du hast mir vorher gesagt, du hast es schon fast immer, oder?
Also, dass du jetzt irgendwas mit Aqua machst, wurscht, ob hinten sonst was draufsteht.
Ist Wurst.
Das ist irgendwie in die Wiege quasi geschüttet worden, wenn man so will.
Ja, schon fast.
Meine Mama da ab und zu Ich hab mir so erzählt, weil ich halt nicht schlafen angekennt als Baby.
Und dann hat sich in der Boden, wenn er wieder Wasser reingelassen hat,
wieder im Wasser hin und her geschwenkt und dann war ich weg, hab nicht geschlafen.
Und ich war auch schon logisch typisch, wie jedes kleine Kind,
ein kleines Aquarium im Stirn gehabt mit dem Goldfisch, der hat Idefix geheißen.
Der Idefisch? Nein, das war der Idefix. Das weiß ich noch.
Und der hat dann Selbstmord begangen.
Was?
Ja, der ist aus dem Becken rausgesprungen.
Schon wieder einer? Ja, ja.
Und dann hat es angefangen, praktisch im Garten zuerst ein kleinerer Teich,
noch ein grösserer Teich.
Jetzt im Vorgarten sind 1000 Liter mit 5 Goldfisch drin.
Dann sind wir so langsam zu den Koi gekommen. Dann ist der Teich,
ja 1000 Liter und alles kannst du nicht bringen.
Viel zu klein.
Dann ist aus dem Semmteich ein 22.000 Liter Teich geworden, recht gross.
hat jetzt momentan kein Wasser drin, weil er ein Loch hat, wie du schon gesehen hast.
Genau, ich bin draußen gestanden vor dem Loch und habe gesagt,
der ist in der Erde drin und du hast gesagt, der Teich hat ein Loch.
Wie geht kein Teich ein Loch um, der ist in der Erde drin, aber der ist nicht...
Die Folie.
Du futsch wirst.
Ja, und dann in dem Herbst noch in so einer improvisierten Kreislaufanlage,
weißt du, jeder Teich, was einen Filter drin hat, ist eine Kreislaufanlage.
Und jetzt habe ich mich zu evakuieren. und da ist auch schon viel Wissen aus
dem Teichbauprojekt erwachsen, sagen wir mal.
Dimensionierung von der Rohrleitung, Dimensionierung von der Filter,
Pumpenleistung, eigentlich alles, was dazugehört.
So war das eine Leidenschaft dann auch.
Ja.
Und deswegen hat diese
was du dann quasi in der Anlage dann...
Genau, und das habe ich auch wirklich viel auf die Unlage, auf die Aquaponik-Anlage
übertragen können, weil im Grunde genommen ist das, ich beschreibe deshalb, es ist ein Aquarium.
Das ist wirklich ein Aquarium bei 50 Kubikmeter Gras insgesamt.
Und ob ich jetzt da die Fischbecken und das Filtersystem habe,
das ist gleich wie bei mir der Keutau unten, da wird das Wasser durch den Filter
durchgeschickt, der hat aufbereitet und wieder zu den Fischen zurückgeschickt.
Nachteil ist aber, dass sich die Nährstoffe irgendwann einmal so weit anreichern,
dass ich die mit einem Wasserwechsel rausschwänzen muss.
Und da sind wir ja schon bei dem Thema, was die Aquaponik eigentlich ist.
Wie gesagt, Aquakultur und Hydroponik, jedes für sich hat Nachteile.
Wie gesagt, bei der Aquakultur, die Nährstoffe reichern sich um.
Erklär kurz Aquakultur. Erklär die Begriffe ganz kurz.
Aquakultur ist in unserem Fall landbezogene Fischkultur oder Fischaufzucht.
Nein, generell Fischzucht, da kommt mir die Reproduktion auch noch dabei.
In unserem Fall in Kreislaufanlagen, das heißt, man hat Rassanlagen,
Recycled Aquaculture System.
Und der hat den Nachteil, eben die Nährstoffe, die muss ich irgendwann loswerden.
Das ist ein Fischdächer eigentlich, oder? Fischdächer sind das Aquakulturen?
Fischdach zählt auch zu der Aquakultur, aber das ist aber keine Kreislaufanlage.
Weil da geht irgendwo oben Wasser rein und unten wieder Wasser raus.
Also das linnt ja auch quasi und das rennt nicht im Kreis. Genau.
Es gibt noch schon verschiedene Unterteilungen. Es gibt die Durchflussanlagen, da ist,
Als über 20 oder 25 Prozent Wasserwechsel die Woche ist Durchfluss.
Dann gibt es Teilkreislaufanlagen.
Ja, das ist mittlerweile auch ein großes Thema für beispielsweise Durchflussanlagen.
Und Forellen zum Beispiel. Aber die Quellen mittlerweile geben nicht mehr so
viel Wasser her, dass sie so viel Fisch produzieren könnten.
Bei den Karpfen werden Kilogramm pro Hektar berechnet, bei den Forellen werden
Kilogramm pro Liter pro Sekunde.
Durchfluss?
Ja, auf den Durchfluss berechnet, so viel wie Wasser kommt. Ich frage mich jetzt
nicht wie viel, aber ich glaube maximal 50 Kilogramm, so irgendwas.
Und das wird dann eben so aufberechnet. Und wenn deine Quelle praktisch immer
weniger liefert, dann kannst du auch immer weniger Fisch einsetzen.
Also irgendwann wird der Betrieb...
Das heißt Besatzdichte, also die Menge an Fisch, die ich reinhaben habe.
Bei den Forellen ist es aufgrund, wie viel Wasser kommt rein und wie viel kommt
aus. Das ist zu höher, dann auch die Besatzdichte.
Fließt weniger, weniger Besatz, weniger Eintrag, alles miteinander.
Ja, weil da eben auch die Wasserqualität darunter leidet. Wenig Wasser nachkommt,
aber in so vielen Fisch drinnen.
und da kommt eben noch die Teilkreislaufanlage ins Spiel.
Da wird unten das Wasser abgezogen durch einen Filter, wie wir auch haben,
durchgezogen und oben wieder eingespeist.
Praktisch, ein Großteil fließt durch, aber ein kleinerer Teil wird unten abgezogen
und dann einfach oben wieder eingespeist.
Dann kann man das halten.
Und dann gibt es effektiv die Kreislaufanlagen, die haben dann einen geringen Wasserwechsel.
Das sind noch unter 10%. Das ist wirklich auch Austausch vom Gesamtvolumen vom Wasser.
Realistisch sind die meisten unter 3%, was sie Wasser austauschen müssen.
Es gibt Barrieren, die kommen noch auf 0, Prozent.
Das Rentenwasser fast?
Ja, eben. Da wird nur 0, Prozent in der Woche Wasser ausgetauscht.
Das ist nichts. Das ist eben das Paradoxe. Eine Kreislaufanlage spurt Wasser.
Warum ist das paradox? Jetzt schaut er mich schon wieder so an,
ich sage ja das, was ich lage jetzt.
Nein, generell auch in der Aquaponik an sich ist noch komplett paradox.
Aber jetzt noch mal zurück von den Nachteilen.
Die Nachteile sind die Nährstoffe, die man sich irgendwann nochmal ausschwänzen muss.
Bei der Hydroponik, das ist die Definition,
der substratlose Anbau von Pflanzen im Wasser oder im Wasser oder so irgendwie in die Richtung.
Und da ist der Nachteil, ich muss künstliche Nährstoffe zusetzen.
Wenn ich die zwei Sachen jetzt zusammengebe, ein Beispiel für Hydrokultur,
die holländischen Tomaten.
Das ist praktisch Steinwolle, da sind ja drin gepflanzt.
Aber das ist dann Hydrokultur?
Das ist auch Hydrokultur.
Weil die Steinwolle nicht aus dem Boden zählt? Das ist nur ein Träger?
Das ist nur ein Träger.
Okay, das ist eine Hydrokultur. Wenn du das jetzt ausfälligst,
denke ich, die hängen die Wurzeln im Wasser drinnen.
Das stimmt ja nicht. Die hängen nicht im Wasser. Ich schaue im Wasser,
aber die brauchen ein Trägermaterial, das sie festmachen können.
Das ist nicht nur Wasser. Nur das zum Kontext.
Ja, es gibt verschiedene Methoden.
Also es gibt welche, wo nur Wasser, wo es wirklich gibt Wurzeln?
Wir haben nur Wasser.
Nein, nur zum Verständnis eben genau, weil die Pflanze an sich im Boden,
also das Substrat an sich benötigt sie nicht wirklich.
Der Boden ist Träger für die Nährstoffe, das braucht die Pflanze.
Und wenn ich die Nährstoffe übers Wasser bringe, dann braucht sie eigentlich keinen Boden.
Aber ich muss beispielsweise in der Hydrokultur oder Hydroponik künstlich den
Nährstoffen zusetzen. Das ist ein Kostenfaktor.
Wenn ich jetzt aber die zwei Sachen, die Aquakultur und die Hydroponik zusammenlege,
dann werden als Nachteile Vorteile.
Die Fische liefern die Nährstoffe für die Pflanzen und die Pflanzen entziehen
dem Wasser die Nährstoffe und geben den Fischen praktisch saubere Wasser wieder zurück.
Man darf das jetzt aber nicht so verstehen, dass da am Anfang von den Pflanzen,
Schnatterwasser reinfließt und am Ende... Schnatterwasser.
Ja gut, dass du das noch einmal sagst. Wurscht, du hast es gesagt.
Und am Ausgang Trinkwasser rauskommt. Das ist ein paralleler Ablauf.
So wie die Fische die Nährstoffe abgeben, entziehen die Pflanzen den ganzen
Tag die Nährstoffe wieder raus.
Das Wasser, ich kann das messen, wo ich will. Das hat überall die gleiche Temperatur,
mehr oder weniger, bis auf 0,1 bis 0,2 Grad Unterschied.
Der Nährstoffgehalt ist überall gleich, der pH-Wert ist überall gleich.
Das kann ich messen, wo ich will. Das kann ich im Filter messen,
das kann ich direkt bei den Fischen messen. Bei den Fischen direkt messen,
tu ich es nicht, weil die sind bissig.
Ja, da. Ah, okay. Raubwels.
Aber sonst, wie gesagt, das kann ich überall messen. Jetzt kommen wir eben auf
den Punkt, wo Sie gesagt haben, was so paradox ist.
Wir können Wasser sporen, weil unsere Pflanzen im Wasser wachsen.
Die Pflanze hat 24 Stunden am Tag genau die Menge Wasser, was sie braucht, oder was sie will.
Sie hat genau die Menge Nährstoffe, was sie braucht.
Sie leidet praktisch nie. Und deswegen wachsen sie im Schnitt ungefähr bei 30%
schneller und 30% größer.
Also wirklich, wenn im Sommer an mir so ein Salat für so ein Pflänzchen hat,
für so ein Setzling, drei bis vier Wochen ist das so ein Salatkopf.
Absolut ohne Probleme.
Und die Pflanzen nehmen sie nur das aus, was sie brauchen, oder?
Das heißt, du kannst nicht überdüngen oder sowas.
Unmöglichkeit. Ist ein organischer Dünger. Wir müssen nur einen Dünger zusetzen,
dann kriegen wir nicht über das Futter rein, heißt eben das Eisen.
Ist auch eine komplizierte Sache. Es gibt drei verschiedene Formulierungen.
Eine Formulierung ist giftig für Fisch, die setzen wir nicht ein.
Gut, dass du das so sagst.
Die haben noch so wunderschöne Nomen wie E, D, H, H, H, H und D, B, D, irgendwas.
Das ist der Zuständigkeitsbereich von Roman, da schaue ich nicht drauf.
Mir ist gleich wichtig, dass er das Richtige reinschmeißt.
Und wir haben auch gewisse Zeigerpflanzen, da drinnen zum Beispiel Zitronenbaum,
der zeigt sofort, ob ein Eisenmangel da ist.
Und wenn der Seil nicht sagt, dann ist Eisen genug im Wasser.
Das ist ein Indikator. Ja. Zitronenbaum. Ja. Habe ich richtig verstanden.
Zitronenbaum, und dann habt ihr wirklich was?
Machen das alles, oder ihr?
Nein, das...
Das ist ja Standard, oder?
Nein, das machen wir halt. Ich weiß, weil ich bei Ihnen ja als Gärtner teilweise
immer gearbeitet so beim Onkel auf der Gartenservice und so und bin auch Pflanzen,
richtig Fan davon und dann weiß man halt, ein paar Pflanzen das sind wirklich
so der Zeiger Pflanzen Zitronenbaum braucht Massen an Eisendünger dann ist das
wohl eindeutig. Ich muss da nicht messen.
Wenn der Zitronenbaum genug Eisen hat, dann ist es für die anderen Pflanzen
mehr als genug vorrätig.
Das ist so ein Verstand.
Die Pflanzen zeigen da schon, was sie brauchen.
Und zusammen halt da, wir haben auch Avocado in der Anlage.
Das war erst einmal getestet, ob sie im Winter überleben, im Tunnel drin.
Und vielleicht gibt es auch die ersten Südtiroler Avocado früher oder später.
Das war so cool.
Warte mal, jetzt pass auf, der Blick in die Zukunft, den haben wir dann ganz
hinten. So, jetzt erst einmal, bevor wir jetzt gehen, wir dann noch einmal genau
drauf, was so wie so eine Aquaponik-Anlage funktioniert.
Wann sollt ihr auf die Idee kommen oder wie sollt ihr auf die Idee kommen?
Das zweite Standbein hast du schon gesagt.
Das war eher so die ökonomische Variante. Du kannst schlecht auf einem Haxen stehen.
Ja.
Aber woher kommt die Idee selbst? Oder wäre es vielleicht draufgekommen oder
ist das einfach einmal da gewesen?
Nein, das war ursprünglich Samo zu dritt gewesen. Ein anderer hat aus gesundheitlichen
Gründen müssen ausschreiten.
Der hat schon mal ein kleines System auf dem Balkon mit fünf Goldfisch drinnen
und so etwas in der Richtung.
Und der hat eben gedacht, praktisch wirklich, das war schon was Cools.
Das Grundprinzip für die Aquaponik, das haben wir jetzt nicht erfunden.
Das ist jetzt nicht die Erfinder der Aquaponik?
Nein, nein.
Das haben wir jetzt auch zum Wissen reden.
Achso, wir haben zusammenpacken. Wir haben bis ungefähr 1000 bis 1500 Jahre
zu spät. das Kind eigentlich ursprünglich es gibt zwei Theorien so alt ist das?
das Grundprinzip, ja es gibt zwei Theorien,
einerseits seien es die Azteken gewesen die sogenannten Chinampas die haben
so schwimmende Inseln konstruiert auf die Säden haben dazwischen drinnen Netze
gespannt gehabt und haben zum Beispiel Fisch auf Vorrat gehalten ihnen das eher indirekte Akuponik,
Weil wie viele Nährstoffe von den Fischen an die Pflanzen angeben werden, innen an den See.
Die Fische haben es auch gehabt, aber sie haben nicht bewusst daran gedacht,
die Nährstoffe von den Fischen. Also unbewusste Aquarbonik.
Indirekt. Unbewusste ist sie, glaube ich, schon gewesen. Mir gefällt die Theorie
besser von den Japanern.
Die haben Karpfen in die Reißfelder gehalten.
Der Karpfen hat praktisch den ganzen Tag so Mückenlarven und das gefressen,
hat ausgeschieden, hat in Reis gedüngt, die Erträge sind gestiegen und du hast
eine Proteinquelle auch gehabt, weil die Kuh, die war zum Arbeiten da und Milch.
Und bis ein Fisch von der Küste bis irgendein Bauer irgendwo im Gebirge oben
ist, dann geht er ab halb Wege, der erlangen den Fisch. Also der lebt wieder.
negativ gesehen. Lepper wieder. Und dann haben sie eben praktisch die Karpfen
eingesetzt, haben noch rübergekriegen und Karpfen nehmen.
Und aus den Karpfen sind dann die Koi entstanden.
Da ist mal ein Roter dabei gewesen.
Schaut schön aus.
Ja, kalt war.
Also für alle die Koi, was sagt man, Edelkarpfen oder Rote oder Kölübe.
Das sind auf jeden Fall Karpfen. Die großen roten Fische, die man oft zieht
in den Deich, die was wirklich alt und du hast gesagt 70 bis 80 Jahre.
Ja, es kommt drauf hin. Japan 70, 60, 70, 80 Jahre in Europa, 30, 40 Jahre.
Die älteste Koldame, die Hanako, die ist im stolzen Alter von 266 gestorben.
In die 70er Jahre.
Es ist 266 Jahre gesagt. Ein Karpfen.
Und das kann man beweisen. Das ist jetzt nicht... wenn man eine Karpfenschuppe
oder einen Wirbel untersucht das ist wie ein Baumringer da kann man das Alter zählen,
Deswegen, es ist erwiesen, dass die 260 oder 266 Jahre in der Monsunzeit 1700,
was weiß ich, was geboren.
Spannend. Für alle, die sich jetzt wundern, warum wir jetzt einfach mal über
Kohl reden, dieser Herd, auf dem du bei mir sitzt, der ist einfach sehr fasziniert
von diesem Wasser, von den Karpfen in dem Fall von der Kohl.
Du hast ja ein paar, war wirklich große.
Und es macht schon Sinn, dass man irgendwie ein Faible hat für das Thema,
wenn man dann mit Aquaponica arbeitet. Nicht so viel zum Kontext wieder.
Aber wir waren dabei, wer auf die Idee gekommen ist. Das heißt,
der Kollege war früher bei euch dabei, der hat das quasi im Kranen gehabt und
da hat es irgendwann draufgekommen, dass das funktioniert auch im Großen.
Ja, das ist eben aus dem Grund, wie gesagt, der Roman hat die Fläche gerodet,
weil die Sorte und hin und her.
Und der ursprüngliche Mitarbeiter von uns, der konnte das einfach nicht sehen,
dass die Fläche einfach leer steht.
Der hat irgendwie versucht, irgendwas zu finden, was der Roman machen soll mit der Fläche.
Also habt ihr schon richtig, das körperlich weht an, dass ich...
Ja, ja, ja, Kartoffeln pflanzen,
Salat pflanzen und irgendwann ist halt eben die Thematik, ja,
ich brauche nicht halt da. Zum Drogen kommen und dann umfangen.
Das hat euch gefallen, oder? Tüftler, Versatz und so ein bisschen.
Ja, ich arbeite ganz gerne mit den Händen, der Roman arbeitet ganz gerne mit Papier.
Mittlerweile arbeitet er nicht mehr so gerne mit Papier, jetzt hat er die Schnauze
wohl langsam von der Bürokratie.
Thema Bürokratie haben wir noch aufgeschrieben, ja. Das haben wir schon ein bisschen gehört.
Aber wie gesagt, ich habe auch schon mehrere Umlagen durchgeplant gehabt und
immer größer und größer und größer.
Und jetzt sind wir auf dem Stand, was wir produzieren. Das sind 240 Quadratmeter
und die Anlage ist im Stande, circa sechs Tonnen Rundfisch, den ganzen Fisch zu produzieren.
Sechs Tonnen?
Ungefähr, ungefähr. Und auf 100 Quadratmeter haben wir die Gemüsefläche.
Und da ist...
Wie viele sind das in Hektar?
0,01.
Aber Hektar, nicht Hektar. 0,01 Hektar, ja?
100 Quadratmeter?
10.000 Quadratmeter sind noch ein Hektar.
Scheiße, vergiss es. 100 Quadratmeter?
Ja.
Bleiben wir dabei.
100 Quadratmeter. Und da haben wir am Anfang versucht, Salat ganz klassisch
und Tomaten und Zucchini und halt wirklich so klassisches Gemüse.
Das ist ja, okay, der Salat ist ganz gut gelaufen, aber durch das,
was wir ja Stromkosten haben und das, sind wir automatisch teurer,
als wir der Bauer daneben, was der im Freiland produziert.
und das ist bei uns eher so preiswert schon
viel gesagt ob das jetzt richtig nachhaltig produziert
ist relativ gleich mehr oder weniger dschinn
ist bei uns in südtirol schon noch aber wenn
weit richtung süden gärtner ist das völlig wurscht dann haben wir eben uns entschieden
seit letztes jahr haben wir viel mit kräutern angefangen zu machen salat produzieren
weil es einfach es ist kein arbeitsaufwand den samen eine schmeißen nach zwei
wochen sind die Jungpflanzen da und dann kommen wir ins System,
und nach vier Wochen, wie gesagt, kommen die Erntereife wieder raus.
Also das ist keine Arbeit.
Dann haben wir uns auch entschieden, beispielsweise Salat zu behalten,
weil er einfach einfach ist und keine Arbeit macht.
Und eben auch jetzt mehr auf Kräuter zu gehen. Und man lässt ja viel Rosmarin
und Salbei und Thymian und die Sachen.
Und jetzt, weil im Fisch haben wir ja schon gehabt, also der Sal läuft,
der Heil geht richtig gut.
Das Gemüse haben wir ein bisschen Probleme gehabt, in welche Richtung gehen
wir noch bis zum Schluss und so weiter.
Ich habe gelesen bei Tomaten Starkzehrer und Schwachzehrer.
Manche brauchen mehr Nährstoffe, dass es wachsen und manche brauchen wahrscheinlich Salat.
Salat ist Mittelzehrer. Es gibt die drei Kategorien, Starkzehrer,
Schwachzehrer und Mittelzehrer.
Und da ist praktisch.
Normalerweise ist das auf den Mensch ausgelegt. Wie viel muss ich gießen,
wenn es jetzt heißt, eine Pflanze braucht viel Wasser.
Ich sage mir, als Mensch, ich muss viel gießen oder wenig gießen.
Eine Pflanze braucht viel Dünger. Ich muss die viel düngen oder wenig düngen.
Sprich, ein Starkzehrer muss ich viel düngen, wie die Tomaten.
Ein Mittelzehrer, wie Salat, muss ich ein bisschen was geben.
Und die Schwachzehrer, wie die meisten Kräuter alle sein, fast nichts.
aber wir haben draußen in der Anlage haben wir was weiß ich was,
ein Rosmarin neben einem Salat, daneben ein Tomatenstau wir haben sogar Aloe
Vera haben wir draußen im Wasser gewachsen,
und die war auch, ich brauche kein Wasser aber das mit dem wie viel Wasser eine
Pflanze brauche ich auf den Mensch bezogen dann zahle ich eben als die Sache
und man muss schon ein bisschen schauen,
was pflanze ich, wenn ich jetzt alles stark zäher pflanzt, dann würde die Fläche
ungefähr für unser System ausreichen, die 100 Quadratmeter, dass sie wirklich,
sehr, sehr viel Nährstoffe rausziehen.
Wenn ich jetzt alles mittelzäher pflanzen würde, dann könnte ich die Anbaufläche
vergrößern, weil die Nährstoffe sind da.
Darf ich jetzt mal fragen, so eine Aquaponik-Anlage ist ja ein geschlossenes
System, mehr oder weniger, oder?
Geschlossenes System heißt, es kommt von außen eigentlich im Normalfall nichts
dazu. Futter. Futter für den Fisch.
Das ist das, genau, das ist irgendwie so der Ding. Du brauchst irgendwo ein
Futter für den Fisch, weil das kommt von nirgendwo.
Das ist das Einzige, was das quasi von außen zugeben muss.
Wenn wir Filter spülen, dann muss halt das Wasser, was ausgespült wird,
muss ja wieder ersetzt werden und das ist von Trieb-Tiefbrunnen-Wasser,
aber das Wasser, was wir da rausspülen, das schmeißen wir nicht weg.
Das schicken wir... Ja, wir müssen Wasser wegschmeißen oder...
Ja, wenn die Kanalisation ist. Kanalisation, ja. Ja, aber dann ist es weg.
Aber das Wasser ist ja voll Nährstoffe. Das ist ja nur ein Transportmittel für
den groben Dreck. Das ist aber auch nicht die Ausscheidung vom Fisch,
sondern abgestorbene Bakterien.
Weil der Schlamm, der riecht wie ein Waldboden.
Das ist nicht, wie man jetzt in einer Klausschüssel rein riechen würde.
Aber das Wasser ist ja noch voll Nährstoffe. Und das pumpen wir dann in die
Bewässerungsleitung für die Obstbäume. Ah, wow.
Okay, jetzt wird es spannend. Das heißt, du hast ein geschlossenes System,
du führst Futter zu. Welches Futter ist das?
Walzfutter. Das ist ein normales Walzfutter.
Ganz normal. Also ist das kein spezielles Aquaponics?
Nein, wir arbeiten da schon mit einem Spezialfuttermittelwerk Pesco zusammen,
wo man auch wirklich Futter zusammenstellen kann.
Also ein bisschen mehr das, ein bisschen weniger das hin und her.
Macht viel aus beim Futterkoeffizienten. Das heißt, Ich muss so und so viel
Futter reinschmeißen, um so und so viele Kilogramm Fisch rauszukriegen.
Ich kann gewisse Wasserwerte damit beeinflussen.
Wirkt es natürlich aus Wasser aus?
Ja, sicher. Wer das Wasser drüber ist sauber. Nein, man kann viel über das Futter steuern. Sehr viel.
Das ist schon ein riesenkomplexes Thema, oder?
Ja, das allein ist wirklich komplex. Ich kann ihm sagen, im Otter, ähm,
Ich mache ein bisschen den pH-Wert so in die Richtung verschieben und so weiter und so fort.
Also da kann er, er macht das professionell, er weiß dann schon an welchem Zahnrädchen
er drehen muss. Ja, ich gehe davon aus.
Und das Futter ist wirklich das Einzige, was von außen reinkommt.
Es ist auch wichtig, dass man da kontrolliert, dass man da weiß, was man tut.
Ja, das sowieso.
Von außen kommt das Futter, dann ich will es fressen, ich will es scheiden das aus.
Was ist frisst ein Wels eine Menge pro Tag, ich weiß schon, die sind alle unterschiedlich
groß und so weiter, aber was ist so durchschnittlich,
wie viel frisst der Welsschnitt in der Anlage und wie viel wird dann ausgeschrieben pro Tag?
Ja, das ist jetzt, wir rechnen immer mit Prozent. Beispielsweise ein Wels,
10 Gramm weg, man kriegt auch 6 Prozent pro Tag an Körpergewicht.
Wenn noch zwei Kilogramm weg, dann ist es 0,84% pro Kilo Körpergewicht.
Und dann ist das halt, wie viele Fische sind im Tank drin, welche Größe haben
sie, und das ist dann, ja, bis zum Schluss, wir haben es doch um die eineinhalb Kilogramm,
Futter gefressen haben, ungefähr eineinhalb bis zwei Kilogramm.
Also Lebensfutteraufnahme, ungefähr.
Weil ein Futterkoeffizient ist irgendwo bei 0,6, 0,7.
Bei 600 Gramm Futter ergeben, 1 Kilogramm Fisch.
Das ist eben auch interessant, es funktioniert nur bei Fischen.
Dass die mehr zulegen?
Negativ, ja. So standardmäßig sagt man 1 zu 1. So wie beim Karpfen ist es ein bisschen drüber 1,2.
Beim Rind ist es meines Wissens,
1 zu 7. Du weißt, 7 Kilogramm Futter geben, 1 Kilogramm Fleisch.
Und beim Fisch ist es andersrum. Wo kommt der Rest her? Also ist das jetzt ein blöder Fass?
Ja, das ist auch wirklich, je besser das zusammengestellt geworden ist,
praktisch, wie soll man das jetzt sagen?
Man kann das Futter so genau zusammenstellen, dass es möglichst leicht zu verdauen ist für einen Fisch.
Das ist richtig super Futter. Dass er keine Energie aufwenden muss oder nur
sehr, sehr wenig Energie aufwenden muss, um das umzuwandeln.
In Körpermasse praktisch. Und je weniger Stressfaktoren der Fischer ausgesetzt
ist, sprich Temperaturschwankungen, ist ein Stressfaktor.
Druck von außen wegen Raubtieren oder so. Er fühlt sich sicher,
weil er ist in der Gruppe drin.
Konstante Verhältnisse.
Alles, was konstant bleibt, sind all den Stressfaktoren, die ich rausnehme.
Wenn der immer schön seine 26 Grad hat, dann muss er sich um nichts kümmern.
Da läuft sein Metabolismus auf Optimum, praktisch Futter zu.
Ein Filet, dann funktioniert das.
Das ist wie der Karpfen im Freiland, der hat Sommer und Winter.
Im Sommer wächst er wie, im Winter macht er gar nichts. Bei uns hat der Fisch
365 Tage im Jahr die konstant gleichen Bedingungen.
Und das ist schon von Vorteil. Die kann konstanter produzieren.
Okay, gut. Also das Futter, das Futter kommt rein in der Welt, das scheidet dann aus.
Die Ausstellung sind dann die Nährstoffe. Jetzt hast du gesagt,
diese Nährstoffe gehen dann aus dem Becken.
Wie geht es dann weiter? Gehen wir kurz den Geist auf.
Die Nährstoffe starten wir mit Ammonium.
Aha.
Das scheidet der Fisch über die Kiemen aus, nicht hinten.
Das, was wir praktisch urinieren, scheidet der Fisch über die Kiemen aus.
Dann geht das Ammonium über die Rohrleitungen zum zentralen Filter.
Da sind dann zwei verschiedene Bakterienkulturen drin.
Filter heißt Bakterienfilter?
Bakterienkulturen, ja, biologischer Filter. Zuerst ist es eine mechanische Vorreinigung,
wo Futterreste und so etwas zurückgehalten werden.
Das ist ein Material.
Das ist aber eher so staubförmig. Dann wird von der ersten Bakterienkultur das
Ammonium zu Nitrit umgewandelt.
Nitrit ist hochgiftig für Pflanzen und für Fische.
Dann kommt die zweite Bakterienkultur, die findet das Nitrit zum Fressen geil.
Die baut dann Nitrit um zu Nitrat.
Nitrat, Pflanzennährstoff und so weiter und so fort. Und ist auch in hohen Mengen,
relativ hohen Mengen ungiftig für Fische.
Weil wir sprechen hier über Nitrit.
Bei normalen Fischen ist es wirklich Nitritgehalte so 0,2 Milligramm pro Liter
wird schon langsam kritisch. Nitrat,
Drei, vier hundert. Dann fängt man langsam um zu reden.
Beim Wels ist es noch um eine ganz andere Kategorie. Da ist wirklich so 800
bis 1000 Milligramm pro Liter Nitrat.
Da überlegt man sich, macht man einen Wasserwechsel oder macht man keinen.
Das ist dem wirklich egal.
Der robuste Fisch auch noch.
Der Fisch ist gemacht für Kreislaufanlagen. Der ist perfekt.
Wenn es dir nicht geben, dann hättest du ihn erfinden müssen.
Ja, weil er auch noch Luft atmen kann. Er braucht die Kiemen gar nicht.
Doch das thema wird heute gesagt was du dir jetzt wieder genau das luftatmen
ja ja sowieso das wasser eigentlich weglassen
Rein theoretisch ja da muss noch feucht bleiben die bin ein fisch in der anlage
sogar zweimal schon nachgelaufen und bin am morgen in der anlage reinkommen
und so ja wie soll man sagen relativ vertrocknet und jetzt haben wir vom boden
gesehen hat Ich dachte, nein,
ohne Witz, ja, wahrscheinlich noch Fisch. Nein, nein. Nein, das tut mir schon leid.
Dann habe ich so eine kleine Wanne genommen und zusammen Wasser reingeben und
geschaut, ob er einen Augenreflex noch hat.
Wenn man einen Fisch dreht, dann schaue ich das Auge halt nach unten.
Und da weißt du, er lebt noch. Dann habe ich da ins Wasser reingeben und dann
habe ich gesehen, okay, er fängt langsam wieder langsam an atmen und Dinge.
Dann habe ich die anderen Fischbecken alle gefüttert.
will den wieder zurücksetzen ins Becken. Jetzt ist die Wanne wieder leer gewesen.
Schwierig gewesen.
Ja, dann schau ich so zwischen die Gemüsebeete runter und erwatschelte.
Jetzt sind wir runter.
Also ich weiß nicht, wer das jetzt weiß, wo die Leute zuhören,
der hat eine Art, oder hat Lungenappen eigentlich.
Ja, eine primitive Lunge, das ist das Blumenkohl oder Brokkoliorgan.
Ich glaube Blumenkohlorgan.
Du hast ja vorher gesagt, du bist ja relativ sicher, dass es der Blumenkohl ist.
Ich glaube schon Blumenkohl.
Weil es nämlich eine weiße Lunge ist. Das hast du ihm so hergeleitet.
Das ist wirklich wie eine primitive Lunge, weil da können sie praktisch,
die kommen ja ursprünglich aus Afrika.
Deswegen der Afro-Wels?
Ja, afrikanische Raubwels, klar, ist Garibinus.
Danke.
Bitte, Gesundheit. Und jedenfalls, wenn du in der Trockenzeit bräuchst du die
Flüsse oder Seen austrocknen, dann lebt der ja wirklich in Schlammlöchern und seid so Hunderte.
Die sind wirklich so gestapelt aufeinander oben, die müssen nur Feuchtigkeit
erhoben von der Schleimhaut, dass die nicht austrocknet. Aber die können dann wirklich Luft atmen.
Und wenn die wirklich so Hautkontakte untereinander haben, dann haben die wirklich Feuerpause.
Deswegen kann man mit dem vor der Pause, sprich sie greifen sich nicht gegenseitig
um, weil es sind ziemlich ausgesprochene Kannibalen.
Und meistens wäre der Größte im Team.
Also die rauben sich selbst. Also Raubwels ist ein Ding, die fressen es ja wirklich selber, wenn es...
Ja, weil da nur er lebt. Da kann kein anderer Fisch überleben.
Also Predator, der ist der höchste in der uns?
Nein, nicht der ist der einzige.
Wo er ursprünglich herkommt, wenn das Schlammloch jedes Jahr austrocknet,
der Kiemenatmer wird das nicht überleben.
Ach so, und was frischst du dann unter dem Jahr? Jetzt stehe ich, oder bin ich jetzt?
Andere Raubwälzer.
Und wie vermehren sie es? Die vermehren sie und fressen sie. Wie ist es da?
Gleich praktisch. Wenn Forellen...
Wie schräg ist das jetzt so?
Nein, die können ja auch weiter wandern. Wenn das Schlammloch irgendwann zu
viel wird, dann an der Anfang Regenzeit, dann wandern die über Land.
Die müssen nur feucht bleiben.
Die können eine Woche, wenn die Haut feucht bleibt, dann sind die Wochen unterwegs.
Rein theoretisch können die.
Wir stacheln vorne auf die Brustflosse und dann stacheln die noch weiter.
Und dann ist das Problem, in der Trockenzeit geben die wirklich Ruhe,
wenn sie Hautkontakt haben. du machst mir nichts, ich mache dir nichts.
Das ist so eingebaut.
Wir sind jetzt in der Scheiße und jetzt geben wir mal Ruhe und das lassen wir mal so.
Jetzt müssen wir zusammenhalten. Jetzt ist mal Überleben wichtiger.
Und dann, wenn der Regen wieder kommt, sprich mehr Platz wird,
beispielsweise das Wasser wieder da ist, dann werden die Reviere angesteckt.
Das ist doch irgendwo, ich weiß jetzt nicht, ob man den vergleicht,
aber das ist so, wenn die Scheiße so richtig am dampfen ist,
dann lernen wir, dass wir zusammenhalten müssen und wenn es uns dann wieder
besser geht, dann schlagen wir uns wieder gegenseitige Schüttel ein.
Kommt das irgendwo bekannt vor?
Ja, ja, irgendwo her schon. Aber deswegen ist das ja, man kann bei dem Fisch
relativ hohe Besatzdichten auch fahren.
Muss man fast da, oder? Damit man den...
Sagen wir mal so, zwischen maßlos übertreiben und den Überlebensinstinkt ausnutzen
und einen gesunden Besatz,
Es gibt was dazwischen. Es gibt auch wirklich viele Unlagen,
die was das teils unwissentlich, teils wissentlich, aber auch richtig auf die
Spitze getrieben haben.
Da ist weit mehr Fische, als wir Wasser in den Bäcken.
Ja, okay, es geht ihnen optisch gut. Sie fressen hin und her und alles zusammen.
Ja, es muss nicht unbedingt sein. Aber wenn wir jetzt so wirklich Besatzdichten,
ich sage 200 Kilo, 250 Kilo pro Kubikmeter, so in dem Bereich drinnen ist ganz...
Das war so eine Zahl, wo man sich mal festhalten kann.
Ja, das in Österreich draußen glaube ich ist jetzt auch Kimp,
jetzt in nächster Zeit, da war schon eigentlich endlich einmal ein Gesetz aus,
das war es im Maximalbesatz für Raubwälzer, mal fixiert, weil das heißt bis
dato hat es das nicht gegeben.
Das ist genau das Problem, was man vor Anfang schon gehabt hat,
was halt alles, was, ich habe mir den vorher Novel Food aufgeschrieben und Future
Food und was weiß ich, wie man überall sagt,
alles, was jetzt modern daherkommt in der Landwirtschaft, vom gedruckten Fleisch
oder vom Zellfleisch bis zu neuen Formen der Landwirtschaft,
fahrt überall durch, weil es nirgendwo eine Regelung gibt.
Wenn du dort irgendwo hingehst und sagst, bitte hilf mir, liebe Kammer oder
sonst was, würde ich gerne, wissen wir nichts.
Nein, das ist viel. Aber weil wir haben übrigens so einen Züchter,
hier ist ein Lukas von Aquatirol, haben wir auch einen guten droht sie der Universität Rostock.
Und da ist auch so, man munkelt, es gibt für den Fisch zum Beispiel unter die
Fischhalter von Afro-Wels, munkelt man so, man soll nicht unter 100 Kilogramm
pro Kubikmeter runtergehen.
Weil da geht es dann los?
Weil dann geht es los, die Rechnung haben wir auch schon lange müssen zahlen,
also da sind wirklich die Fetzen geflogen.
das war ganz am Anfang, ja, ist noch in die Einlauffase von Systemisch so und
so viele Stressfaktoren und da kann man auch wirklich sagen,
Platz ist in dem Moment ein Stressfaktor,
weil da kommen Revierkämpfe auch so und meistens der, was gefressen wird,
ist der grösste vom Tank weil er einfach zu langsam ist,
da ist wirklich ein kleiner Fisch beißt hinten links kurz rein,
er dreht sich um dann beißt da vorne rechts rein Und.
Das geht dann trrrrrr.
Ja, nach so sieben, acht Bissstellen, dann ist er weg. Bleibt nur mal der Kopf
übrig. Das geht schnell. Das sind wir Piranhas.
Aber wie gesagt, jetzt wird wahrscheinlich so ein Höchstbesatz irgendwo 200
bis 250 Kilogramm pro Kubikmeter wird kommen.
Wenn man als Beispiel hernimmt, bei Forellen 50 Kilo pro Kubikmeter.
Spannend, das ist Kannibalismus, bei Insektenkennissen, also Heuschreckenzug,
da gibt es ja, moderne Formelhandelschaft etc., wenn man da mal zu wenig futtert,
die fangen beinahe an, dass sie sie gegenseitig auffressen, also da musst du auch extrem schauen.
Also, Kiemen, da hat trotzdem, aber wenn er draußen umeinander herrennt und
wir haben jetzt alles gelernt. Und Kaffiolorgan, also Blumenkohl,
ausscheidet Ammonium,
Nitrit, Nitrat, das geht dann durch zwei Biofilter durch, wo Bakterien drin sind.
Jetzt scheidet der aber nicht nur über die Kiemen aus, was ich vorher gar nicht
gewusst habe, dass sowas geht, habe ich jetzt wieder gelernt,
danke, ja, einen Moment.
Er scheidet aus uns auch normal, normal, auch noch aus, oder wie?
Aber das ist fast staubförmig. Das Sehen, da schwimmt jetzt nicht wirklich so ein Köttel im Wasser.
Ja, bitte, ja, aber also nicht.
Ja, ist wirklich eine Staubwolke, fast schon.
Und das werden dann praktisch, die Bakterienkulturen werden auch normalen unterschieden
zwischen Autotrophie und Heterotrophie.
Die Heterotrophie, das sind die Teilchenfresser. Also die kümmern sich um das
große Geschäft und weil das weg ist, kommt die Autotrophie und die kümmert sich
dann wirklich um Ammonium, um die reinste Form.
Praktisch der Stickstoff, der Großteil kommt eben von Ammonium,
von den Kiemen, die restlichen Nährstoffe, Kalium, Phosphor und die ganzen Geschichten,
die kommen dann von die großen Sachen.
Und eben, wie gesagt, mit den Eisendüngern, alles kann man nicht...
Es gibt schon Versuche meines Wissens, dass man eben das Eisen auch über das Futter reinbringt.
Dann würde man wirklich das ganze System so stabilisieren, dass man effektiv...
Wenn man an der Menge an Fisch füttert, das Futter und es stabilisiert sich von selbst.
Also, dass man nicht mehr wirklich viel dran machen muss. Und...
Nein.
Aber das, was jetzt hinten rauskommt, Eterotrophie und Tralalalab,
alle die Begriffe jetzt nicht mehr wissen, so wie, kennen sie ja noch,
wenn man beim Podcast dann zurückspülen.
Das kann man googeln.
Das kann man googeln und man kann zurückspülen. Das kann ich jetzt nicht.
Und du hast gesagt, das Ammonium wird durch die Biofilter durch.
Da wird dort aufgespalten, mehr oder weniger wird dann zu Nitrat zum Schluss.
Was passiert mit den anderen Stoffen, was hinten rauskommt?
Werden die einfach kaum nicht rausgefüllt oder wie kommen die dann zu den Pflanzen rüber?
Die Pflanzen sind eigentlich zugeschaltet, die schwimmen in so Langstrombäcken.
Da kann man sich auch nicht schauen, vielleicht Kanal.
Da schwimmen die auf Styrodurplatten oben.
Was für die?
Styrodur. XPS-Platten. So, das Material ist das.
Es wäre schön, wenn man Material verwenden kann, was biologisch abbauboer ist.
Aber das Problem, das ganze System ist darauf ausgelegt, alles,
was biologisch abbauboer ist, abzubauen.
Also kann ich da nur sehr schwer etwas reintnehmen, was wir logisch abhauen.
Eben.
Wir haben versucht, mit Kokosmatten und Schafwolle und verschiedenes Material,
aber nach zwei Wochen ist das weg. Das wird gefressen vom System.
Wir haben drei Lebewesen in der Aquaponik.
Wir haben einerseits die Fische, wir haben andererseits die Pflanzen und andererseits
ist das System an sich auch ein Lebewesen.
Das ist eben der Punkt.
Das ist spannend, was das System der Riethe jetzt da sagt, weil es gibt autopoetische
Systeme, die sich selber erzeugen, aber wie heißen die Systeme,
die sich selber fressen?
Keine Ahnung.
Das ist eine philosophische Frage. Das heißt, deswegen braucht es diese Styro-Turplatten,
weil die halt einfach in dem System stabil,
Dauerhaft bleiben können. Eben, die kann ich Jahrzehnte verwenden.
Also da ist, die werden nicht abgebaut.
Aber warte, wir sind jetzt schon wieder bei den Pflanzen. Sie sind immer noch
im Becken. Kiemen, hinten die Staubwolke, andere
Ich habe das für die Kiemen mit dem Ammonium verstanden. Aber jetzt ist das
Staubwolken, was hinten rauskommt.
Wie kommt das um? Geht das durch den gleichen Filter?
Das geht durch den gleichen Filter durch.
Also die Bakterien sind jetzt nicht nur Ammonium, Nitrit, Nitrat.
Nein, und das ist auch menschliches Denken,
Kammer 1 wird das abgebaut und Kammer 2 wird das abgebaut. Nein.
Die Bakterien siedeln sich überall an. Auf die Wände von den Fischbäcken in die Rohrleit.
Du hast es ja so erklärt, bis zu einem Verschwitz.
Ja, schon. Davor wird der Grobschmutz aufgefangen. Da siedeln sich eher die Heterotrophien.
Und hinten, wo keine Grobpartikel mehr ankommen, da siedelt sich eher die Autotrophien.
Da sind wir eh bei den gleichen Bakterien. Heterotrophien, Autotrophien.
Das reden wir eh vom gleichen System.
Ah, okay.
Ich habe mir schon wieder gedacht, das war schon wieder was Neues.
Das sind eben nicht nur,
zwei Bakterienkulturen, sondern von der Gruppe 1 sind Zehntausende und von der
Gruppe 2 sind Zehntausende.
Verschiedene. Die andere hat lieber einen pH-Wert so und arbeitet da besser.
Wenn der pH-Wert einmal sinkt, dann arbeitet die andere Gruppe besser.
Das ist immer so ein Verlauf.
Es ist dann nicht einfach zweimal Bakterium A und B, sondern einfach Gruppe A.
Es kann aber auch sein, dass drei Bakterien von der Gruppe A in der Gruppe B
drin sind und von der Gruppe B sind zehn in der Gruppe A drin.
Das ist, wir möchten das so aufspalten.
Wir machen es also einfach, dass man es erklären kann, in Wirklichkeit ist es
eigentlich eine Blackbox, vorne kommt was rein, hinten kommt was aus und wir
sagen, es passt. Und das funktioniert. Aber was ganz genau passiert,
Wir reden von einem komplexen System.
Ja, und das ist auch, du bringst jetzt eins von meinen Lieblingszitate in der
Biologie, eins plus eins, alles zwischen null und zehn.
Das ist so.
Also man weiß einfach, es funktioniert ein bisschen.
Man weiß schon die genauen Vorgehensweisen, wie das reduziert wird und hin und her und so fort.
Und da geht die Bakterienkultur, alle weiß man jetzt nicht, aber halt,
man weiß schon, wie es funktioniert, aber es ist aber auch ganz hetzig,
im Labor, kommen solche Werte aus und im Freiland kommen andere.
Alles zwischen 1 und 10, was du gesagt hast. Das würde mich jetzt interessieren,
weißt du, wie so ein Filter hergestellt wird?
Ich koche da einer da und werden die dann quasi einsortiert,
die Bakterienkulturen?
Nein, die kommen von allein. Man muss da nichts machen. Es gibt auch die,
sogenannten Filterstarterbakterien, die war ganz groß für die großen Pumpenhersteller
und so weiter und so fort in die Geschäfte vertrieben werden.
Blödsinn. Die kommen von alleine.
In der Natur wird nichts verschwendet. Und wenn ich Ammonium im Wasser habe,
dann kommt irgendwann, was Ammonium gern hat.
Wenn dann das Ammonium gefressen geworden ist, gefressen.
Und Nitrit da ist, dann kommt irgendwas, was Nitrit.
Und es gibt auch wirklich noch eine dritte Bakterienkultur, die ist aber eher negativ.
wenn zu viel Nitrat drinnen ist, aber da reden wir wirklich von mir.
Das Magnitrat.
Das Magnitrat und wandelt es wieder in Nitrit um. Und das ist noch nicht so ideal.
Wieder retour. Dann kommt der wieder mit Nitrit und Nitrat und das ist dann...
Geht dann Ping-Pong?
Ja, aber das ist noch nicht so gut, weil Nitritzäule, die eigentlich immer unter
der Nachweisbarkeitsgrenze haben.
Aber dann hast du die Pflanzen, die im Endeffekt quasi alternativ
Das Nitrat wieder rausziehen und sonst müsste ich halt in einer reinen Aquakultur,
Wasser wechseln machen.
Okay, das heißt aber im Prinzip solche Filter sind ähnliche Filter,
wie die, die ich auch bei der Wasserreinigung habe, oder?
Sagen wir mal, das Grundmaterial oder so, das Grundmaterial kommt eigentlich,
oder sehr viel ist aus der Klärtechnik, wirklich Abwasseraufbereitung und so,
zum Beispiel, aber man sagt,
das sind oberflächenanhaftende Bakterien, die brauchen Fläche,
die können nur zum Teil im Freiwasser leben, aber da will man die nicht haben,
die sollen auf ihrer Oberfläche bleiben,
und fertig ist, dass das Wasser im Chlor bleibt und da ist, je mehr Fläche ich
habe, desto mehr Futter kann ich reinschmeißen,
weil es noch abgebaut wird, Und desto mehr Fisch kann ich halten.
Also die Filtergröße sagt mir, wie viel Fisch ich produzieren kann.
Filtergröße. Das ist mir jetzt spannend, weil für mich ist auch schon dieses
Filterthema. Ich habe ja schon vorher
irgendwo mal gelesen, das Filter ist eigentlich das zentrale Element.
Das Herz. Das Herz von so einer Anlage ist. Das ist schlug in der Herz.
Woher war es denn der Filter? Wie steuert die denn das, was hinten beim Filter...
Weil ich denke jetzt an einen Kaffeefilter.
Oben Kaffee, unten rinnt der Kaffee raus. Aber woher Vasen, der Filter oder
wie steuere die denn den Nitratgehäut, der hinten rauskommt?
Gar nicht. Mit dem Futter.
Der Filter hat eine gewisse Kapazität, die was abgestimmt ist auf die Menge,
die pro Tag durch den Filter durchgeschoben wird. Und da kannst du drauf verlassen.
Rein theoretisch.
Rein theoretisch.
Deswegen, ein Filter wird normalerweise größer gebaut, als wir benötigt werden.
Das ist ganz einfach. ich kann schon berechnen, wie viele Quadratmeter ich benötige,
um so und so viele Kilogramm Futter pro Tag abzubauen. Das geht schon.
Aber es gibt verschiedene Zahlen, zwischen 6 und 8 Gramm.
Wenn wir berechnen, die Filter, dann machen wir wirklich 5,5 Gramm.
Dann sind wir auf der sicheren Seite, auch am Anfang, weil das ganze System
noch relativ schwach ist.
Ich vergleiche das auch mit einem kleinen Kind, was gerade am Genlernen ist,
was einmal die Woche rausfliegt.
Deswegen berechnen wir das so tief, dass wenn die richtige Menge Futter kommt,
wenn er 8 Gramm abbauen kann, super, der Filter ist krass genug für das.
Ich kann nur, aber irgendwann habe ich, wenn ich einen Filter zu klein habe,
dann habe ich keine Fläche mehr.
Das ist das grössere Problem. Fläche, wo sich Bakterien ansiedeln können,
um die Menge an Ammonium abzubauen, die was vorne die Fische ausscheiden.
Wenn ich den Quadratmeter groß genug habe, dann muss ich mir da keine Gedanken machen.
Und wie stellen wir denn jetzt von der Formel so?
Die Form ist schnutzbib egal. Ich kann die rundeckig ...
Keine Ahnung, was machst du, ein Oktagon? Das ist völlig egal,
hauptsache das Wasser bleibt drin.
Und da ist ein ausschauen wie ein Lockenwickler. Den nennt man Helix.
und die haben spiralförmig und immer aus Kunststoff, sonst würden sie gefressen
werden und die gibt es dann in verschiedenen Größen und von 36 ist mehr oder weniger so die Größte,
was hergenommen wird, bis 9 Millimeter Helix,
dann die andere wird bewegt,
die wirbelt so die Runde, da werden praktisch die Bakterien zum Nährstoff gebracht
und bei den grösseren Helix, da wird der Tank voll angefüllt und das Wasser
fließt praktisch durch.
Das wollte ich wissen. Das heißt, du holst, du gibst dann quasi immer eine Portion
Wasser von den Fisch zum Filter.
Ständig, 24 Stunden am Tag.
Durch.
Das Beckenvolumen wird...
Und der hat einfach in dem, ich denke wahrscheinlich wirklich wie ein dimensionaler
Mensch, es muss halt durch den Filter durchschwimmen, aber da hast du halt ein
System, da ist was drinnen und wenn du da quasi
einen Raum hast, wo das Wasser reinkommt, der Filter ist da drinnen und der
filtert dieses System, weil das Wasser da drinnen ist, einfach aus.
Ja, praxisch.
Das Volumen von jedem Becken wird ca. 2 mal die Stunde durch den Filter gejagt.
Und das ist ganz die Basis. Das ist einfach ein Behälter, der ist voll mit den
Helix-Körnern, voll und da fließt das Wasser so durch.
Das war's. Fertig. So ist der Filter.
So steht man vor. Das heißt, jedes Wasser kommt immer mit dem Filter selber in Kontakt. Das schon?
Alle halbe Stunde.
Ah, okay, und das ist wie ein Kürf, der ist befüllt mit dem Filter. Genau.
Das ist das Trägermaterial. Ja. Ist der befüllt.
Ah, so stelle ich mir das vor. Ja, und da gibt es, deswegen,
da über genaue Formen zu reden, da gibt es...
Siegt Tausende verformen. Das ist wie ein Kiesfilter oder so.
Wo es dann so durchsickert oder so.
Genau, nur, dass ein Kieselstein hat, nur die Fläche außen.
Helix ist so gemacht, effektiv wie ein Lockenwickler, den nennt man am Anfang
mal wie ein Lockenwickler, der hat doppelte Spiralen und innen noch Zendeln
rein und was weiß ich was, halt so viel wie möglich Oberfläche zu machen.
Bei den Großen ist die Gesamtoberfläche berechnet, zum Beispiel 36er Helix hat,
239 Quadratmeter pro Kubikmeter.
Bei den kleineren praktisch 14er Helix ist auf,
644 Quadratmeter geschützt.
Für alle, die jetzt verstehen, was er sagt, gratuliere.
Aber da hast du mich über einen richtigen Nerv gefunden. Also da kann die Stunden mehr drüber reden.
Da gibt es eine eigene Form von Geometrie, die das auch beschreibt.
Soja, dann gab es in der Richtung.
Ja, ja, genau. Okay. Na gut, das haben wir. Das heißt, fließt jetzt durch,
dieser Filter filtert, also das von den Kiemen, auch das von hinten und gibt
es einfach dann in der richtigen Konzentration.
Also das, was überbleibt, ist einfach das, was die Pflanzen dann brauchen,
Oder? Ja, übrig bleiben soll jetzt nur Nitrat und Phosphat und Kalium und halt so weiter.
Und ansonsten Wasser plus genau...
Ja, das Wasser ist das Transportmittel.
Ja, fertig.
Ja, genau.
Okay, jetzt sind wir bei den Pflanzen, oder? Sind wir schon bei den Pflanzen
oder ist noch irgendwas?
Das ist alles bei... Okay, wir können jetzt zu den Pflanzen hin. Das ist einfach nur...
eine Pumpe zieht Wasser aus dem Pflanzenbereich, schickt das noch einmal durch den Filter durch.
Das macht es effizienter. Je mehr Wasser da durch den Filter durchrennt, desto besser ist es.
Einfach erklärt, ich habe jetzt ein Ammoniummolekül.
Wenn das jetzt...
Einfach erklärt, oder das ist ein Molekül.
Oder das Nitrit. Ein Nitritmolekül kommt vom Filter raus, geht durch die Fisch
durch, in die Fisch kann Schaden zufügen und kommt dann erst wieder zum Filter zurück.
Wenn ich jetzt aber das Molekül statt zu den Fisch zurück noch einmal durch
den Filter durchschicke, dann ist die Chance höher, dass es nicht mehr zu den
Fisch zurückkommt, ist größer.
Du hast einen Loop drinnen.
Das ist genau auch, was wir bei der Hydrokultur haben. Das Wasser geht einfach,
in den Zentralfilter reingepumpt, geht durch den Filter dann einfach nochmal
durch und über den Überlauf wieder raus zum Gemüse. Fertig.
Also das ist die ganze Kunst. Und die Pflanzen schwimmen noch halt auf den Styrodurplatten,
und ist extra Sauerstoffeintrag auch noch.
Nur atmosphärischer Sauerstoff, kein technischer Sauerstoff.
Was immer das jetzt gerade wieder ist, atmosphärischer und technischer Sauerstoff.
Das ist jetzt für Laien gemacht. Ein paar von den Leuten, die es zu haben, verstehen.
Technischer Sauerstoff ist reiner Sauerstoff. 96%iger Sauerstoff.
So was du in der Apotheken kriegst.
Klasse ist. Sowas in der Richtung. Sehr kostspielig, braucht der Fisch nicht.
Brauchen maximale Pflanzen. Und da haben wir halt so eine Luftleitung,
dass halt wirklich Sauerstoff im Wasser gelöst ist, immer genug,
weil eben, was sich eben total viele wundert, warum wird meine Pflanze daheim
im Topf kaputt, weil es jetzt zu viel Wasser...
Mir wird jede kaputt, das wundert mich gar nicht.
Ja, okay. Irgendwann ist man so weit, dass man sich nicht mehr wundert und man
gibt das Hobby einfach auf.
Irgendwann hat man keine Pflanzen mehr.
Wieso aber die übergossene Pflanzen daheim im Topf drin kaputt werden und unsere
Pflanzen stehen effektiv im Wasser.
Das Problem ist nicht die Anwesenheit vom Wasser, sondern die Abwesenheit vom Sauerstoff.
Wenn ich keinen Sauerstoff oder sauerstoffarme Bereiche habe,
dann ist es Feulnis und in die Pflanzen feulen im Topf die Wurzeln zusammen
und sie kann kein Wasser mehr ziehen.
Sie verdurstet bei vollem Glas. Das ist das Problem.
Wenn wir aber jetzt Sauerstoff ins Wasser reinbringen, dann komme ich nie zu den Feilnisprozessen.
Du hast ja keine Erde, in der es fallen konnte? Nein. Also eigentlich kannst
du Pflanzen gar nicht übergießen, sondern das Problem ist, dass das Trägermaterial...
Ja. Nein, der Sauerstoff ist in Endeffekt das Problem. Es kommt einfach kein
Sauerstoff zu, durch die Erde, ja, das schon.
Aber wenn ich jetzt die Pflanze im Wasser drin habe, wirklich komplett im Wasser,
wie wir sie ja draußen auch haben, und da kein Sauerstoff zukommen würde, dann faulen die gleich.
Das ist wie beim Sauerstoffer oder beim Fermentieren im Endeffekt.
Unter Sauerstoffausfluss.
Das passiert da im Endeffekt, wenn ich übergieße und das Ganze quasi zu mache.
Ja, Fermentation ist...
Das ist halt das, was mir jetzt dazu eingefallen ist.
Ja, Fermentation ist ein Abbau und Umbau und hin und her, aber im Prinzip ja, ist es so.
Und da, wie gesagt, das System verdaut und frisst alles, was biologisch aproporisch
ist und wenn da Wurzeln anfangen zu faulen, dann frisst das System die Wurzeln zusammen.
Und deswegen ist halt der sauerstoffische Ausschlaggebung. Das muss man halt auch messen.
Im Fisch ist es egal, wenn man gehört hat, der braucht das nicht.
Filter braucht Sauerstoff und die Pflanzen.
Okay. Beschreiben wir das jetzt einmal, jetzt bin ich bei Pflanzen drüben,
beschreiben wir das einmal damit, genauso wie vor allem ein Fisch.
Du weißt, auf welchem Level ich gerade bin.
Denk an den Filter, wenn du das jetzt erklärst. Wir sind jetzt bei den Pflanzen.
Du hast jetzt vorher Styro-Tour gesagt. Das ist quasi das Trägermatt,
statt der Erden quasi, oder?
Ja, einfach, dass halt die Pflanzen können wir nicht unter Wasser pflanzen.
Dass der oberirdische Pflanztal halt da außer dem Wasser ausschaut.
Dass es halt wirklich schwimmt.
Und das sind einfach ganz normale Styrodurplatten, wie man die spielen am Becken drauf.
Oder?
Ja, auf dem Wasser drauf. Das sind auch.
Große oder sind die Streifen? Oder wie stellen wir das vor?
Das ist das Standardmaß 125x80, was man in jedem Baumarkt kriegt.
Und eben die Kanäle, wo sie drin sind, die haben wir schon so gebaut,
dass sie auf das ausgelegt sind, dass wir die Platten, dass die Schienen drin
schwimmen. Ein bisschen breiter.
Ja, ein bisschen breiter, dass man die Schienen rausheben kann und machen kann,
weil das ist das richtig das Coole, wir können nicht in so einem Garten umparken, wenn wir wollen.
Ich nehme die Pflanzen da raus, dass ich da drüben ein, wenn es mir nach zwei
Wochen nicht passt, dann nehme ich die da drüben, wie Tetris.
Das kann in einem normalen Garten nicht sein.
Das ist cool. Die schwimmen hier oben drauf. Das sind 30 cm tiefe Kanäle.
Und da hängen wirklich die Wurzeln frei im Wasser.
Das System, was wir haben, heißt Deepwater Culture.
Aber da gibt es auch unzählige verschiedene Formen.
Viking Raft und so weiter und so fort. Medium Bete. Da haben wir auch schon
mal gehabt. Wir haben 18 Kubikmeter Bläthorn reingetragen.
Ich habe ja auch immer wieder Bläthorn.
Bläthorn? Lecker. Bläthorn. Das ist Tongranulat.
Das geht auch. Das wird einem Stadtenstörer tun.
Nein, das ist ein anderer Amt. Da wird nur gegossen. Da ist noch nicht mehr Vollwasser.
Das kann man, das funktioniert super. Das ist wie die Perlen.
Was man hat. Granulat.
Ja, Granulat. Ton wird nicht abgebaut. Also das darf mit dem Wasser nicht reagieren.
Das wird vom System wieder geschossen.
Deswegen nimmt man das Ton Granulat. Und das funktioniert wirklich super für,
Wurzelgemüse, nicht rote Beete, Radieschen.
Das hängt dann von der Kultur dann wieder ab, was besser wo funktioniert.
Aber wir haben sie Körnung zu fein genommen, jetzt hat sie verstopft und es
waren viele Probleme, die Wurzeln seien in diese Drainage-Rohre rein und Bewässerungsrohe
und bis zum Schluss haben wir noch 18 Kubikmeter Blät und haben sie von Hand wieder rausgetragen.
Und da haben sie dann irgendwann in einer Deepwater-Culture,
wo einfach nichts ist, was man stopfen kann.
Ja, nur so lernt man es.
Wie auch der Forscher gesagt hat, keep it simple. Je einfacher das ist,
desto weniger Probleme hast du.
Und da fließt man einfach das Wasser durch einen anderen Kanal runter und durch
einen anderen Kanal wieder zurück und kommt dann wieder im Zentralfilter wieder an, gereinigt.
Aber wie gesagt, es ist halt ein paralleler Ablauf und vermischt sich dann im
Zentralfilter drin wieder mit dem Fischwasser.
Das ist das gleiche Wasser, es gibt noch einen Filter. Es ist nicht quasi zu
den Pflanzen zurück, wieder ein neuer Filter. Nein, nein, nein. Ist der gleiche Filter?
Nein, es ist alle gleiche Filter. Ah, weil bei dem Zentralfilter,
deswegen kann ich nicht mehr reden,
Zentralfilter, weil da wirklich das Wasser von den Fischen kommt da zusammen,
das Wasser von Gemüse kommt da zusammen, die Heizung ist da ungeschlossen,
alle Pumpen sind in den zentralen Filter untergebracht.
Ah, okay. Jetzt sind wir wieder bei der Styro-Tour-Platten, das heißt, die wird oben quasi...
Ja, da sind Löcher reingebohrt, dann gibt es so spezielle Pflanzplaxen,
das sind so Neopren, Ringe,
das sind so Hälfte eingeschnitten, da kann man die Pflanze so reingeben und
dann in das Loch reinsetzen, dass die Wurzeln unten im Wasser drin liegen.
Unten Wurzel, oben Pflanzen.
Genau. Bei Radieschen war es ein bisschen komisch, das hat nicht funktioniert,
weil die Radieschen sind entweder drüber gewachsen, drunter gewachsen oder sie
haben sich nicht entscheiden gekannt, ob sie oben oder unten wachsen.
Nein, sie waren in der Platte verwachsen.
Ein Knubel war oben, ein Knubel war drunter, dann haben wir es auseinanderbrechen.
Das ist ein Plattistik-Sanfies.
Ja, das haben wir noch mittlerweile einen anderen Weg auch gefunden, wie es funktioniert.
Aber was eben als Coole auch ist, es sind im Grunde genommen keine Grenzen gesetzt.
Rein in der Fantasie sind Grenzen gesetzt. Weil funktionieren tut wirklich jede Pflanze.
Also du kannst die Frage angeklärt haben, du kannst es mit jeder Pflanze. Ja. Katofel
Also auch Pflanzen, die unter der Erde waren, also wo die Knalle...
Geht auch. Wie würde mir eine Kartoffel jetzt so vorstellen?
Wir haben Süßkartoffelektour gehabt.
Die wachsen dann im Wasser?
Ja.
Das merkt man gerade, wie man es hier steht.
Das Bild muss ich zuerst machen. Und das ist ein halbes Super-Gewaschen.
Du musst ja nicht waschen, man ist im Wasser.
Das tut ja auch nichts. Das ist das Gleiche, wie du gesagt hast mit den Pflanzen.
Pflanzen, die Pflanzen tut es eben drin, ah, die Wurzeln, das tut ja nichts im Wasser.
Die Kartoffel ist ja eine Wurzel.
Ja, eh.
Das ist ein Speicherorgan.
Ist eh logisch, es ist nur, ich denke, wenn das lange im Wasser ist,
schimpelt es weg oder sowas, aber Blödsinn.
Wenn Sauerstoff da ist, dann fault da nichts.
Teil ist der Schlüssel.
Das ist schon sehr erkenntnisreich, mein Job.
Nein, man muss schon, ab und an muss man schon, für gewisse Pflanzen muss man
schon gewisse Spezifikationen machen, wie zum Beispiel Spargel,
Spargel, Entschuldigung, sagt man in den Hochdeutsch.
Spargel, wie hast du gesagt?
Spargel, ja, Bozen sagt Spargel. Da reicht es ein altes Spargel. Spargel, ja?
Ja, das passt schon.
Die müssen, die können nicht in der Styrodur bleiben wachsen.
Weil das ist ein effektiver Wurzelstock, wo überall die Halme austreiben.
Und die sollen ja dunkel sein, damit sie so lange wie möglich weiß bleiben.
Und die kann ich nicht auf so ein dicker Styrodurblatt machen.
Okay.
Was habt ihr jetzt für Pflanzen aktuell?
Aktuell?
Oder habt ihr auch Standardpflanzen oder solltet ihr ständig variieren?
Wir haben ja dann eigentlich viel variieren auch. Salat ist...
Ich glaube, das war eigentlich ja.
Nein, Salat ist immer Standard, aber haben die mir auch so ein bisschen zu wechseln.
im Sommer etwas, was ein bisschen schussfester ist, weil es relativ hohe Temperaturen
erreicht und im Winter haben wir den Salat, im Sommer den Salat, früher den, hin und her.
Kräuter, wir haben Ananassalbei, Pfeffersalbei, Origano, Zitronen,
Thymian, Ingwer, Kurkuma, Arland, Pasionzo.
Ich hätte gefragt, ob du etwas nicht hattest, oder?
Ja, ich habe auch schneller gegessen.
Zitronenbäume, Avocado, Brami, ja, mal mehr, mal weniger, mal funktioniert die
halt nicht so gut, dann fliegst du halt raus oder die Nachfrage ist nicht da, dann ist die weg.
Aber nochmal dieses, gehen wir nochmal zurück zum geschlossenen System.
Jetzt habe ich dort eine Menge an Fische, du hast dann vorher gesagt,
ich habe jetzt 100 Quadratmeter Gemüsefläche,
das sind jetzt die Plotten quasi, die am Wasser schwimmen, Ihr habt sechs Tonnen Viehschuss gesagt.
Pro Jahr ist es natürlich. Auf wie viel Wasser ist es? Wie viel Kubik sind das Wasser?
Ja, es ist je nachdem wie voll die Gemüsebete sind. Es sind circa 50 Kubikmeter.
50 Kubikmeter. Steuert man die Menge vom Gemüse mit der Menge vom Fisch oder
die Menge vom Fisch mit der Menge vom Gemüse?
Die Fläche könnte wahrscheinlich drei bis viermal so groß sein.
Aber mit mehr Fisch dann, oder?
Nein, mit der Menge Fisch.
Das heißt, ihr verbraucht einfach die Nährstoffe aktuell noch nicht,
die ihr durch den Fisch hättet.
Ja, so zum Teil.
Die Nährstoffüberproduktion im Moment.
Nein, sie bleibt konstant, sie ist halt etwas höher. Es ist noch nicht schädlich
für den Fisch, die Nährstoffkonzentration im Wasser ist aber höher,
als wir, wenn ich wirklich da nicht mehr pflanzen.
Sodass die Nährstoffmenge im Wasser geringer wäre.
für den Fisch wäre das auch noch okay aber ihr könnt es mit der Menge noch mehr
das heißt ihr nutzt ihr fahrt nicht auf Volllast quasi auf der Pflanzenseite nein,
Weil wir einfach ein paar Tage probieren,
nein, wir schauen auch gar nicht ist das jetzt Schwarzähre, Mittelzähre wir
gehen durch irgendeinen Gärten rein, das war eine coole Pflanze setzen wir okay.
Aber das ist jetzt glaube ich insofern wichtig, auch für mein Verständnis,
du hast das natürlich eh schon im Gespräch implizit, explizit gesagt aber ich
muss es trotzdem nochmal verstehen du hast auf der, die Fische sind relativ
resilient, um das schöne Wort wieder zu sagen, von der Nährstoffmenge im Wasser.
Das heißt, du kannst es auch ein bisschen spüren. Du musst dann nicht quasi
das System in einem permanenten Gleichgewicht, Nährstoffding-Gleichgewicht halten,
wo die Pflanzen genauso viel nimmt, wie der Fisch abgibt.
Ja, das könnte man rein theoretisch machen, aber wo bleibt da dann der Spaß?
Nein, das ist, ich sage auch, ja, berechnen ist nicht unschieren.
Aber Aber wird das nicht dann genau daran, wenn du dann anfangs solche Anlagen größer zu bauen?
Wo es dann sehen wird, da geht es ja wie bei der Bildschutz.
Da geht es,
Da berechnet man das schon nicht. Aber wenn es wirklich sehr,
sehr große Anlagen sind, die machen das meistens dann entkoppelt.
Da wird praktisch... Entkoppelt der Kreislauf?
Indirekt praktisch. Ein Teil ist der Aquakulturbereich und da wird nur ein Teil
des Wassers jeden Tag zum Gemüse geleitet.
Aber das Gemüse ist ein eigener Kreislauf.
Ja, verstehe ich. Macht das Sinn?
Dann wird praktisch das Wasser analysiert, was da rüberkommt und der Rest wird
dazugeben an Nährstoffen.
Sollte etwas fehlen oder so etwas.
Aber das Wasser kommt dann nur zum Teil zurück zu den Fischen.
Das ist noch so entkoppelt.
Aber es ist jetzt nicht die Menge an Fischen komplett bei euch schon an die
Menge an Pflanzen und du darfst jetzt keine mehr pflanzen.
Wir könnten aber auch rein theoretisch weitaus mehr Fische reinigen.
Vom Volumen her und von der Filterleistung her Da könnte man auch mehr weiterentwickeln.
Also ich würde jetzt wirklich nur unter Anfangsrechten darauf schauen,
dass der Nährstoffgehalt nicht zu hoch wird und nicht zu niedrig wird.
Ja, ich schaue prinzipiell eher auf den Nährstoffgehalt, dass er für die Fische nicht schädlich ist.
Wobei ist bei den Fischen fast unmöglich, dass er wirklich schädlich wird.
Mir ist wichtig, dass Ammonium nicht nachweisbar ist, dass Nitrit nicht nachweisbar ist.
3C wird sich die elektrische Leitfähigkeit in den gewissen Monstern halten.
hat, dass ein Nitrat nicht so hoch ist.
Was ist das mit der Leitfähigkeit?
Wie viel gelöste Salz im Wasser sein? Das ist so, das macht jetzt keinen Unterschied
zwischen dem Salz, dem Salz und dem Salz.
Ich weiß, das ist die elektrische Leitfähigkeit und das sollte nicht über 3,
Mikrosiemens pro Quadratzentimeter, so irgendwas ist die Einheit.
Das ist das wieder, was dir Spaß macht. Kommen wir da googeln?
Ja, und solange das in den Fisch in Ordnung geht, muss immer um die Die Pflanze
nicht immer genau bekommen. Das passt.
Weil sie haben keine Mangelerscheinungen, sie wachsen wie irre.
Also die Fische sind das sensible Element?
Die Fische sind das, was jetzt lebt, ja, ist jetzt blöd gesagt,
weil die Pflanze lebt ja auch, aber der Fische, wenn ich sehe,
okay, wir haben es unterteilt in zwei Linien als Sicherheitsgründen,
das sind zwei Kreisläufe,
wenn jetzt der eine Kreislauf die Fische fahren und plötzlich nicht mehr fressen, dann ist was,
dann messe ich auch wirklich noch genauer nach. Aber sonst ziehe ich schon wirklich
rein optisch an den Fisch, wie geht es in den Fisch.
Wenn ich den Deckel aufmache und die Fische stehen alle da vor mir so,
machen einen schönen Sitz und Futter, dann fällt da höchstwahrscheinlich nichts.
Es sind keine Bissstellen, keine Verpilzungen, das Wasser, sehe ich auch optisch,
wie ist der Glanz vom Wasser, wie ist die Schaumbildung und so weiter und so fort.
Dann schmecke ich da auch wirklich viel aus, passt das oder passt das nicht.
und wirklich, wenn sie aber noch alle unten auf dem Boden liegen,
sich verstecken, nicht mehr hochkommen, dann ist es wirklich...
Du entwickelst dein Spiel dafür.
Ja, definitiv. Und wenn du merkst, wenn irgendwas im Haken ist,
dann messe ich auch wirklich noch.
Ich messe sowieso einmal die Woche, so grob, mehr oder weniger,
passt das, passt das nicht.
Wie nachhaltig ist jetzt eigentlich so eine Anlage? Im Endeffekt,
habe ich jetzt so ein bisschen den Eindruck, du hast jetzt so eine Anlage und
du koppelst, du hast es vorher ganz am Anfang gesagt, du koppelst die zusammen,
weil jetzt im Endeffekt die Nährstoffe für die Fische jetzt für die Pflanzen genutzt werden können.
Aber du hast natürlich auch einen Zusatzaufwand, diese Anlage zu betreiben.
Hebt sich das dann dieser Nutzen, den du auf der einen Seite jetzt hast,
ist das wirklich so, wie soll man denn sagen, einfach ein Zusatznutzen,
den man hat, oder wird er durch den Aufwand des Betreibens der Anlage,
durch Energie und so wieder aufgehoben.
Nein, es ist wirklich, es hat, du profitierst einerseits von dem,
wenn jemand Fisch produzieren möchte, dann ist er normalerweise darauf.
Ungewiesen, dass er irgendwo in der Nähe von Gewässern ist oder irgendwie so
neben einem Bach oder neben einem See oder was weiß ich was.
In dem System nicht. Das kann ich überall machen.
Ursprünglich wäre das ja gedacht, als Oberumfahrung.
Irgendwo in der Stadt auf einem Hochhaus oben die Restwürme nutzen.
Das wäre so richtig der Grundgedanke.
Keine Ahnung, Müllverbrennungsofen, die Restwürme nutzen.
Oder irgendein Rechenzentrum, die Restwürme nutzen. Auf das ist das wirklich
ausgelegt, weil die Heizung ist das, was es am meisten kostet.
Aber wenn ich das über Photovoltaik speisen kann oder wie viele Höfe,
Biogasanlagen oben und abwürmen, hängen wir das noch an, dann ist das der Burner.
Weil wir nicht wirklich in der Fischproduktion, in der Gemüseproduktion,
ich kann das ganze Jahr über produzieren, wenn ich mit Pflanzlampen arbeite,
wirklich 365 Tage im Jahr frisches Gemüse,
Fisch sowieso, dann ist das schon sehr viel wert.
Und da, wenn ich auf kleinerer Fläche, wie du vorgesagt, 30% schneller,
ergo kann ich 30% mehr produzieren, auf der gleichen Fläche.
Und Teilstand schon wirklich ein Riesenvorteil. Und ich kann auch etwas produzieren,
was andere so im Freiland nicht produzieren können.
Und ich muss ja nicht den Fisch nehmen. Ich kann irgendwelchen Fisch nehmen.
Welcher ist denn der leichteste, was ist der schwierigste Fisch in dem Kontext?
Der leichteste afrikanische Raubwalz. Der schwierigste meines Erachtens Zander.
Zander? Aber Zander ist ja Salz, oder?
Nein.
Mit was verwechselt ich das jetzt wieder? Nein, das ist wieder was anderes. Zander, wieso?
Extrem schreckhaft.
Schreckhaft? Ja. Das heißt, der reagiert auf Stress.
Sehr, sehr empfindlich, weil ich mache ja momentan die Ausbildung zum Facharbeiter
und Meister in Aquakultur in Österreich draußen, in Schärfling,
vom Bundesamt für Wasserwirtschaft.
Und da haben wir auch im Zuge von einem Kurs haben wir Kreislaufanlagen besprochen.
Da haben wir über den Raubwels gesprochen, eine Dreiviertelstunde lang circa,
nur, wie man ihn betäubt und tötet, weil er ist sehr, sehr, sehr schwer umzubringen.
und beim Zander haben wir eine Dreiviertelstunde darüber geredet,
wie man dem am Leben haltet.
Einmal das Licht einschalten, Tag, drei sind weg, Licht wieder ausschalten, wieder fünf sind weg.
Es gibt irgendwo eine Anlage, mir ist es noch um einen Fall, wo da ist hinter,
der Anlage ein Feldweg gewesen, wo halt die großen Traktoren vorbeigefahren
sind und der hat dann angefangen, 24 Stunden am Tag Metal,
abzuspielen in der Anlage. Da sind die Erschütterungen und Lärm gewöhnt.
Da macht das nichts aus, wenn du hinter einem Traktor vorbeifahrt.
Jedes Mal, wenn du hinter einem Traktor vorbeigefahren bist,
hat irgendein anderer das Zeitliche gesegnet.
So sensibel sind.
Furchtbar. Das ist auch der einzige Fisch, den ich mir geschworen habe.
Den, den nie. Alle anderen gern.
Welchen macht am meisten Sinn?
So, Produktionstechnisch, sicher der Wels.
Also, das hat sich eigentlich am Fischoptimum eigentlich.
Ja, aber der Drops ist noch lange nicht ausgelutscht.
Die Universität Rostock hat da auch viele Fische an, weil was eben...
Das heißt aber, das ist jetzt ein deutscher, das heißt von der Universität,
der Drops ist nicht gelutscht, das ist ein deutscher Satz.
Ja, halt, ich gleich jetzt.
Da hast du irgendwie mitgebracht. Ich meinst schon sagen, die Sitzel oder das
auch, der Drops ist noch nicht gelutscht.
Nein, aber wie gesagt, ein Nachteil ist halt von vielen Fischen,
die so produziert werden, ein Großteil sind alles Raubfischer.
Sprich, sie brauchen tierisches Protein.
Also Fischmehl. Jetzt ist aber nur die Frage, woher kommt das Fischmehl?
Wie wird das produziert?
Wenn das aus Wildfang oder Beifang vom Meer kommt, nein, dann ist es schlecht.
Wenn ich aber jetzt beispielsweise Insekten an gewisse Fisch verfüttern und
den Fisch dann zu Fischmehl weiterverarbeitet, dann ist das akzeptabel.
Aber was ich aber nicht machen kann, wie zum Beispiel, wo ich voll dagegen bin,
ist eben Insektenmehl an eine Raubwelt zu verfüttern, was eigentlich effektiv
ein ausgesprochener Kannibale wäre oder wirklich ein Karnivore.
Im Irren, da sind wir wieder Tierwohl und Menschendenken,
der Mensch hat zwar ein gutes Gewissen, aber dass ein Raubwälzumfang den Darm
zusammenzufressen und chronische Entzündungen auslöst und ich muss das vier-, fünffache viertern,
die gleiche Menge, um das gleiche Ergebnis zu holen,
dann bin ich draußen aus der Diskussion, weil ich muss nicht,
damit ich ein gutes Gewissen habe, das Tier quälen.
Das geht bei mir sehr, sehr nah an Tierquälerei. Ich habe nicht gesagt,
dass es Tierquälerei ist, aber es kommt sehr nahe zu.
Leider, mit dir ein gutes Gewissen haben. Oder generell im Entscheid.
Und das ist eben so ein Knackpunkt, aber es gibt auch Fische,
die sind brutal interessant, die sind Vegetarier, die sind effektive Vegetarier,
die haben Besatzdichten auch relativ hoch, die sind geschmacklich super,
die sind einfach der Filetausbeute super.
und plus das haben auch noch wie Lungen.
Also der Fisch, ich sage jetzt nicht den Namen, aber der war auch richtig interessant.
Und wie gesagt. Sagst du nicht den Namen?
War es nicht so spannend?
Jeder Aquarianer kennt den, wie Guramis.
Was?
Gurami. Die kommen aus Indonesien.
Ich habe noch nie gehört.
Wie so Kampffisch?
Ja, sagt das was?
Nein, das ist da hinten,
Das seht ihr nämlich nicht.
Ah, nein, Kampffisch haben auch eigentlich ein Lungensystem,
ein lymbisches System und die sind miteinander verwandt.
Ah, okay. Da haben wir auch wieder Sauerstoff im Wasser, ist keine Thematik,
also ein enorm großes Risiko, habe ich schon ausgeschalten.
Wachstum ist auch relativ schnell und ich kann den effektiv mit Gemüse ernähren. Vielen Dank.
Du kannst mit dem Gemüse von der Anlage gleich wieder futtern.
Rein theoretisch, ja.
Okay, jetzt rennt man mich gerade wieder das Kopf hin.
Ich muss ja nicht gemüse, es gibt schon andere Wasserpflanzen.
Ich war sehr schnell und sehr effizient wachsen.
Aber was ist der Haken, weil der Fisch bis jetzt nicht gegessen wird, sondern weil er...
Nein, sagen wir mal so, es ist noch nicht so ganz außer... Weil ob ich die jetzt
in der Teichwirtschaft halte oder in einer Kreislaufanlage halte,
das sind zwei verschiedene Parallenschuhe.
Da muss erst wirklich genau herausgefunden werden, wie sind die genauen Wasserparameter,
wo wird es kritisch, wo passt es beim Nitrit, beim Nitrat, Sauerstoff,
die Temperatur, wo ist das Optimum, das muss als erstes noch herausgefunden werden.
Aber es ist ungefähr, ungefähr ähnlich wie auf einem Raubwalz.
Und das macht es einfach extrem interessant.
Die Wassertemperatur muss nicht so hoch sein. Das ist auch noch interessant.
Perfekt, das ist nämlich das, was ich vorher bei der Energie noch fragen wollte,
weil du gesagt hast, die Wassertemperatur, die ist relativ, wie hoch muss das?
26.
Das musst du mal im Winter, weil was habt ihr jetzt gerade, jetzt ist es eh
gerade warm mit Pluskreu sogar, gehen, aber...
Ja, heute haben wir plus 14 Grad gehabt. Wir haben aber auch vor einem Monat minus 12 Grad gehabt.
Und das kannst du mit Photovoltaik in der Temperatur halten,
in der Größe, das geht ja aus, dass das nicht irgendwie komplett...
Nein, es kommt nur davon, wie groß die Photovoltaikanlage ist.
Nein, es ist wirklich so, die Anlage an sich in unserer Größenordnung nur Luftpumpen
und Wasserpumpen braucht nicht recht viel.
Wir sind mit 1,5 Kilowatt ungefähr, sind wir dabei. Das ist nicht viel.
Ja. Für 6 Tonnen Fischproduktion.
Das heißt, du musst aber nicht pumpen. Herzen muss das Wasser ja auch noch, oder ist das so?
Die Heizung ist rausgegeben, der Fakt. Wenn es jetzt richtig kalt ist,
geht es schon einmal auf 4, 4,5 Kilowatt.
Auch nicht mehr?
Nein, nein, es ist schon als isoliert. Die Fischbecken sind isoliert,
jede Rohrleitung ist isoliert, die Zentralfilter sind isoliert.
Aber dann kommt man mit 4, 5 kW durch? Ja. und es zur Folientudel selber wird
aber nicht gekauft nein,
Nur das Wasser das heißt.
Da hast du noch, je nachdem wo du halt bist und wenn es jetzt wirklich saukalt
ist, dann kann es schon mal sein, dass draußen Philipp Fransson dann es kalt wird, oder?
Wir haben es früher einmal, ist es unter 0 unter 1 gegangen,
aber haben wir einen Fehler gemacht.
Deswegen aber selbst da kommst du durchfahren beim Winter, wie du sagst,
jetzt mit Windows 12 Grad oder so, ein paar Zeit lang kannst du mit dem System auch durchfahren?
Ja, ja okay du auch mir auch,
wenn es draußen so minus 10, minus 12 Grad hat, dann haben wir im Tunnel drinnen plus 4 Grad.
Weil man kann schon alles isolieren und isolieren und subisolieren.
Du hast immer irgendwo einen Verlust.
Aber das ist...
Das ist auch Pepetum-Mobile.
Nein, leider.
Wenn es ein Bein einfällt, dann irgendwann einmal.
Nein, aber durch den minimalen Verlust an Würmen haben wir praktisch den Tunnel
schon geheizt, dass er nicht friert. Das reicht ja schon völlig aus.
Wenn das System so super ist, so wenig Energie braucht,
Mit dem Welser auch noch mehr.
So soll ich? Ja, genau. Hast du noch nie gehört, die Frage?
Sehr teuer. Die Anfangskosten, die Startkosten sind einfach immer ins Haar.
Wo gehen dann da die meisten Kosten hin? Außer in das, dass man alles fünfmal
macht, wenn man es viermal lernen muss und beim Fünften...
Seil, erstens Seil und es ist halt einfach Pumpenkostengeld,
die Fischtankskostengeld.
Das ist nicht irgendwie, ich nehme einen Bagger und grabe irgendwo ein Loch.
Das war's. Nein, da muss zusammengestellt werden.
Es ist einfach, die Anschaffung, der Start ist einfach extrem teuer.
Ideal wäre, ich habe schon irgendwo ein Gebäude, isoliert es auch noch,
dann kann ich das alles da reinstellen, nicht betoniert und zurück einfach Becken machen,
rein, unschliessen, fertig und außerhalb von Gebäuden dann irgendwo das Gewächshaus separat.
Das, was ich vielleicht im Winter abschalten kann oder nicht abschalten kann.
Laut Uni Rostock ist es jetzt nicht so intelligent abzuschalten,
weil sie haben oben auch einen Test gemacht, sie haben jedes Mal einen kleinen Nitrit-Pick gekriegt.
Ich muss es jetzt nicht erklären, geht wieder in meine Thematik.
Und nein, es ist einfach, die Erstellungskosten sind hoch, weil ein Becken je
nach Größe jetzt auch...
Was würde ich für so eine Anlage, wie es ich jetzt so habe, wenn ich keine Fehler
machen würde, erst mal würde es laufen.
Erst invest, steht, produziert, und ich habe einen Grund.
Wie viel es kosten wir?
Kann man das sagen ungefähr?
Von 1 bis 10.
Du musst ja keine Geheimnisse ausprobieren.
Nein, wir haben jetzt gerade so eine 10-Tonnen-Anlage durchgeplant.
Wir haben jetzt ungefähr so einen Kosten-Dings aufgestellt. Was ist?
Du musst aber keine Geschäftsgeheimnisse ausprobieren.
Nein, nein, nein. Das war so um die 60.000 sowas. Die Runde für 10-Tonnen-Anlage.
Aber es kann, es macht einfach einen immensen Unterschied, was für Material nehme ich?
Ich kann Pumpen hernehmen, die so und so viele Liter Leistung haben,
die kosten mir mehrere Tausend Euro.
Ich kann aber auch Pumpen hernehmen, die kosten mir ein paar Hundert Euro.
Die werden aber wahrscheinlich nach zwei Jahren schon nicht mehr funktionieren.
Wird billig gekauft, oder wie sagt man?
Billig gekauft ist teuer gekauft. Verschiedenes Filtermaterial.
Eines ist zwar jetzt im Moment günstiger, aber das löst sich auf oder was Ich
kann ein weißes Filtermaterial hernehmen, dann sehe ich effektiv die Besiedelung
durch die Bakterien besser.
Das kostet aber ein doppeltes wie schwarzes Filtermaterial.
In den Bakterien ist es egal, ob das jetzt schwarz oder weiss ist.
Ich kann auch eine Rolex-Uhr da hineinschmeißen.
Ich muss nur genug reinschmeißen, dass es genug Oberfläche ist. Das ist so.
Da ist halt wirklich sehr viel, was für Material nehme ich,
wo ich meine Prioritäten ich kann schon jetzt Klebeleitungen nehmen,
oder als Edelstahlrohre und dann bei den Pumpen sporen, ich würde es umgekehrt
machen ich würde bei den Pumpen nichts einsporen, nur die höchste Qualität weil
das ist ein Schlag in der Herz,
und wenn ich zwei Herzen einbauen kann dann baue ich drei ein nicht nur eines
alles, alles redundant, wenn möglich. Alles.
Die Luftpumpen, die Wasserpumpen und so wenig Technik wie möglich drin haben.
Idealerweise nicht einmal Höhenunterschiede, aber damit Wasser fließt,
muss ein Höhenunterschied da sein.
Du brauchst dann? Ja. Du brauchst alles pumpen, oder?
Ja, schon, aber jeder Zentimeter kostet Energie.
Also da schon wieder?
Deswegen, wenn ich nicht in die Höhe pumpen muss, dann habe ich alles schon gespart.
Deswegen sind die, es gibt da so, das heißt man das NFT-System,
wird oft ganz berg dargestellt. so Türme, da währt er das Wasser rauf und dann
rinnt er so runter und der Salat wächst da.
Blödsinn. Kostet. Jeder Zentimeter kostet. Da gibt es eine ganz einfache Rechnung.
Wenn ich 1000 Liter die Stunde sprich eine Tanne Wasser auf einen Meter Höhe pumpe,
dann muss ich in einem Jahr eine Tanne auf dem Gipfel von Mount Everest bringen.
Das kostet Energie.
Das kann man ungefähr umrechnen mit dem Energiepreis. Im Prinzip kannst du es
relativ leicht quantifizieren.
Deswegen jeder Zentimeter kostet.
Je höher ich pumpe, desto mehr Leistung muss die Pumpe aufnehmen,
um die gleiche Wassermenge.
Aber es ist fast schon proportional.
Es ist nicht linear, sondern fast schon proportional. Jeder Zentimeter braucht
sie erst 10 Watt mehr, für den nächsten Zentimeter braucht sie aber 20 Watt
mehr, für den nächsten Zentimeter aber schon 40 Watt mehr. So grob gesagt. Ja, ja, ja.
Deswegen keine Höhe.
Keine Höhe? das Terroir mit auslässt.
Wenn ihr es dann in Fische habt, wenn ihr Pflanzen erntet, kann ich mir ungefähr
vorstellen, wie werden Fische geerntet?
Wie oft macht ihr das? Wie alt sind die dann, wenn ihr das macht? Wie schwer?
Weil du vorher schon gesagt hast, eine Dreiviertelstunde an Wölz schlachten. Wie machen wir das denn?
Fangen wir mal so an, wenn wir
es auch ernten, die wir im System alle zwei Wochen abfischen die Fischer.
Man sagt ja bei Fischer interessanterweise ernten oft, gell?
Ja, bei der Karpfenfischerei. Ja, da kommt das, wie wir sagen,
abfischen. Abfischen, unspektakulär.
Ja, ist halt abfischen.
Und nein, eben alle zwei Wochen, weil die Bäckchen sind eben so ausgelegt mit
der Anzahl, dass eben alle zwei Wochen abgefischt werden kann,
weil der Fisch braucht von ca.
10g auf 2kg zu kommen ca.
6 Monate das ist phänomenal schnell also das ist von Kaulkuappe der.
Ist in einem Super
Ja eben und dann wird der praktisch erst 3 Tage kältert wir machen nur eine Vorbestellung,
wenn du jetzt einen Dienststück in die Bestellungen zu hast,
dann kommen die Fische plus ein, zwei mehr, dass man halt ein bisschen Backup
hat, kommen raus, kommen in die Hälterung.
Das heißt, es ist ein abgeschlossenes System, eigener Filter,
eigene Heizung und alles. Da kommen die rein für drei Tage.
Also wie beim Kaufen, was man früher in die Badewanne gegeben hat.
Ja, allein haben wir halt noch einen Filter und noch eine Heizung dazu.
Und dann wird die Temperatur praktisch langsam angesenkt.
Von 26 gehen wir zurück, jeden Tag um 2 Grad, so langsam, langsam zurück, bis wir auf 18 Grad sind.
Bei 18 Grad ist der Wärter der Fisch schon langsam solitär. Es liegt nur mehr
unten, es gibt Brühe, Energiesporen und so.
Und dann machen wir eben die Eiswassermethode. Man muss sagen,
die Eiswassermethode ist zwar offiziell nicht wirklich zugelassen,
aber es gibt Tierschutzverbände, die wir explizit empfehlen. Tierschutzverbände.
Weil die anderen, die zugelassenen Methoden sind bei den Fisch,
Entweder nicht effizient genug,
nicht schnell genug oder für mich als Umwender wären sie gefährlich.
Das ist auch mal die Elektromethode, das Stromschock.
Aber am Fisch oder im Wasser? Im Wasser. Alle auf einmal im Wasser? Ja.
Da muss der Salzgehalt vom Wasser passen, die Stromstärke passen.
Dann ist der Fischlei 10 Minuten beteilt oder so irgendwas. Wenn ich im ersten
schon beim Kiemenschnitt machen bin, lebt der Läschte wieder noch,
dann kann ich wieder da einen Stromschlag reinlassen.
Plus hat der Welser praktisch so eine Fettschicht um den Hirn.
Ah, kommt später.
Deswegen muss ich die Stromstärke so hoch fahren, dass ich das Risiko habe,
dass Einblutungen ins Filet passieren.
Und für mich als Umwender wäre es auch gefährlich. Weil da sind auch Stromstärken
die sind auch schon gut dabei.
Es gibt schon Betriebe, die das auch machen, aber das sind noch wirklich professionelle Dinge.
Da ist kein Fisch 10 Minuten auf dem Förderband, also der ist direkt weg.
Aber ich bin halt eher dagegen, weil das ist fast schon den guten Fisch lebendig zu kochen.
Klingt mir persönlich halt für und jedenfalls einmal diese Methode.
Nein, da bin ich nicht überzeugt davon.
Die andere Methode ist Kopfschlag.
Da lachte der Fisch aus.
Was man vom Fischen so klassisch vom Fischen kennt?
Das ist aber Betäubung. Das ist nicht Tötung. Weil Betäubung und Tötung müssen
zwei verschiedene Schritte sein.
Und der Kopfschlag bei dem Fisch, der lachte ich aus.
Wir haben zwar mal so ein Gerät, so wie so ein Bolzenschuss,
zu Laichen gekriegt. Bei den kleinen Fischen ist es noch gerade und gerade gegangen.
Aber wenn sie so eineinhalb, einein sechs Kilogramm schwer gewesen sind,
über eins, acht, keine Chance.
Da bist du mit einer Köhlerät drin.
Ja, weil die haben einfach fast einen Zentimeter dicke Schädeldecke,
da kommst du nicht durch.
Wir, nach der Eiswassermethode, geben ihnen allen noch einen Kopfschlag dazu.
Einfach für mich schon sicher zu sein und sagen, du magst halt mit voller Wucht
draufhauen, aber richtig mit Schmacken.
Und dann kommen sie nicht und dann werden sie beispielsweise in den Stördurchboxen
einigen tun mit Eis und dann führen wir sie zum Verarbeitungsraum und dann werden sie filetiert.
Eiswasser hast, das ist ungefähr so wie bei Insekten, das ist ein Kaltblüter, oder?
Das heißt, mit abnehmender Temperatur schlafen sie quasi ein,
so eine Kryostasi hast du.
Ja, so...
Kälte schlafen, mehr oder weniger?
Ja, aber das ist eher ein Kälteschock. Die kommen von 18 Grad in 0 Grad.
Das ist, wenn du auf den Bergseher oder auf den Berg gehst, kommst du vom Wanderen
her, ein im Bergseher, dann kriegst du auch ein Herzkastung.
Das ist genau das Gleiche. Die werden ohnmächtig. Und das ist praktisch,
Wie lange dauert das? Sie verbleiben mindestens eine Viertelstunde in einem Eiswasser drin.
Bis zur Betäubung dauert es ein paar Sekunden, dann seien sie schon ohnmächtig.
Aber wir lassen sie wirklich so lange drinnen, weil das Interessante ist,
da fängt die Kühlkette schon davor um, bevor der Fisch getötet worden ist.
Ah.
Das Filet ist schon kalt.
Das ist schon Teil des HCCP-Konzepts. Ja.
Das Filet ist schon kalt noch, bevor ich einen Kiemenschnitt mache.
Also auch nie wirklich oberste,
Sicherheitsmaßnahmen schon getroffen.
Das heißt, das ist Betäubung. Da sagst du, das ist das, wo der Fisch im Prinzip
mit am wenigsten Gespieren einfach wegdriftet.
Er war da mächtig.
Und dann Tötung ist ein Kiemenschnitt. Kiemenschnitt hast du aus.
Und warum Kiemenschnitt?
Ein Kiemenschnitt praktisch ist, man macht einen Kiemendeckel auf.
Das heißt, dort kiemen? Ja, seit dem Kiemen.
Und da schneidet man beispielsweise unten, wo die zwei Kiemendeckel so zusammenkommen,
da ist dahinter das Herz und davor geht wie die Aorta nach vorne zu den Kiemen.
Dann schneide ich praktisch die Aorta durch.
Das Ausbluten?
Dann blüht er draus.
Das ist im Prinzip wie generell beim Schlafen, dass die Betäubung und dann eigentlich
der Kinnenschnitt und das Ausbluten führt dann eigentlich erst zum Tod.
Bei Fisch ist es im Prinzip genau das gleiche. Und das ist auch Handarbeit in eurem Fall?
Ja, ja, ja. Wir machen es mit Handarbeit, aber es gibt noch größere Betriebe,
die ganze Maschinen rieben, was sie jetzt machen.
Und wie verkauft ihr es dann? Und wie geht es dann weiter? Jetzt habt ihr es dann vor euch.
Ein Teil von den Gastrobetrieben, die bestellen als Hundfisch, als ganzen Fisch.
Hundfisch?
Ja, weil er noch rund ist. Und bei denen wir wirklich auch mit den Köpfen und
Karkas machen, sind noch Fischfond oder Fischsuppen, weil das Schmackhafteste
von ganzem Fisch und der Nährstoff,
gehalttechnische von ganzem Fisch ist Kopf und den rein.
Also der Bär würde zu ihm sagen, was macht das für Scheiße, es esst das Letzte,
und schmeißt es das Gute weg. So war es.
Fisch hinter rein ist ein Riesenthema. Ich habe das einmal gegessen,
ich war echt erstaunt, wie gut das ist.
Ja, Kaviar für den Fisch war echt interessant. Der ist knallgrün.
Grün? Ja. Das ist echt cool.
Und gut?
Noch nicht probiert. Kiempf vielleicht noch. Kiempf vielleicht noch.
Nein, und jedenfalls, die Gastrobetriebe, die kriegen wirklich Kiemenschnitt
und die Gastbetriebe in der Umgebung so 20 Minuten Vorzeit, die kriegen wirklich
direkt am Morgen schon ausgeliefert,
Und da hat der zum Beispiel Sternekocher gesagt, so einen frischen Fisch hat
der noch nie gekriegt. Dann habe ich gesagt, der ist vor einer halben Stunde noch geschwommen.
Der Teil ist logisch super.
Der Nachform wird zu filetieren. Das machen wir bei einem Partnerbetrieb.
Das macht es nicht selber?
Ja, jeder Fisch geht durch diese Hände. Öfters.
Nein, filetieren, dann werden sie gewaschen, dann werden sie vakuumiert.
Und am nächsten Tag werden sie dann ausgeliefert.
Direkt zu der Wohnadresse.
Hauslieferung?
Ja, Hauslieferung.
Das heißt, euer Vermarktungskonzept ist Gastronomie, private.
Ja. Bestellen tue ich bei euch über einen Webshop?
Ja, Webshop oder WhatsApp oder Telefonnummer oder persönlich.
Fasst auch noch beim Probieren, oder?
Ja, sagen wir so. Das Beste ist einfach fast Telefonnummer.
Weil bei uns ist irgendwie online bestellen, glaube ich, bei uns noch nicht so richtig.
Also der Industrialisierungsschritt, der steht euch noch bevor.
Ja, der muss erst kommen.
Aber es ist, welche Rechtsform habt ihr jetzt momentan?
Bitte?
Welche Rechtsform habt ihr jetzt? Es hat ja Personenunternehmen,
GmbH oder was stecken denn in?
Nein, Landwirtschaftlicher Betrieb.
Es ist ein landwirtschaftlicher Betrieb. Okay, gut. Das hast du eigentlich eh
gesagt. Das kann ich nicht mehr Obleiten erkennen. Und was mit Gemüse?
Sind das dann Mischpakete, wo du sagst, die bestellen mir jetzt einen Fisch,
bloß ein bisschen Gemüse und Kräuter dazu?
Nein, die Kräuter gehen meistens an die Gastro. Und die sagen so, ja,
stellst mir etwas zusammen, dann wählen wir es halt an, machen Preis.
Und da fragen die Gastrobetriebe nicht lange.
Die Privatkunden sind eher so ein, zwei Salatköpfe und so in der Richtung.
Schmecken eigentlich die Salatköpfe dann an den Fisch? Nein.
Schau, wir haben es schon.
Das ist die Frage, was am öftesten kommt.
Und da gebe ich immer zur Antwort praktisch, der Salat aus dem Garten schmeckt
ja nicht nach Regenwurm.
Das ist das gleiche Konter. Nein, der Salat nimmt Nährstoffe auf,
der Salat nimmt nicht Fischausscheidungen auf.
Und nicht einmal da würde er noch Fisch schmecken.
Jetzt hätte man das geklärt, oder? Ja, sehr gut. Das wäre schade, bis dann gleich.
Nein, wir sind aber ganz froh, dass unser Fisch nicht noch Salat schmeckt.
Das ist eine gute Ahnung.
Sehr gut.
Jetzt haben wir, glaube ich, ein bisschen verstanden, wie das Ganze funktioniert.
Welche wichtige Frage zum Thema
Tierwohl. Entschuldige, das ist jetzt gerade fett markiert sogar.
Du hast eh schon ein bisschen was gesagt zu dem Thema.
Du kennst jetzt mit Fisch aus. Fisch sind so dein Thema. Und du traust dir die Keu.
Du hast vorher gesagt, da gehst du zu, wenn sie schauen, die anderen sind nach Furt.
Ja.
Wie intelligent oder wie ist denn das Wesen eines Fisches?
Sehr intelligent.
Ja? Ja.
Wenn ich alleine in der Anlage draußen reingehe und den Deckel aufmache,
dann sind sie wirklich alle, wie ich gesagt habe, die stehen alle da so.
Und die Hintern drücken so viel, dass die Vorderen wieder nach unten gehen und
hinten wieder hochkommen und richtig so ein Walz entsteht. Ja.
Und was interessant ist, wenn der Roman dann dazukommt, gehen sie alle runter.
Aha. Den kennen sie aber nicht so.
Nein, den kennen sie nicht. Und was ganz interessant ist, es ist überhaupt allem
so ganz interessant bei Führungen, da siehst du keinen einzigen Fisch.
Da sage ich zu ihnen, da sind 150 Fisch drin, da sind 120.
Ach, boah.
Bis ich dann die erste Hand vordereinschmeiße. Dann sägen sie es.
Und dann spüren sie es auch. weil nachher fliegt richtig Wasserfutter in alle Richtungen.
Aber das sind teilweise, zum Beispiel wie die Elterntiere von Lukas sind so ein Süchter,
oder die Big Mama aus der Erde, die ist 30 Meter lang und 16 Kilo schwer oder so.
Und er hat gesagt, den kann er streicheln.
Wenn er kommt, dann kommt sie rauf, dann kann er ihr über den Kopf streicheln.
Die haben es ja aneinander gewohnt. Ja.
Der ist jetzt drei Jahre alt, vier Jahre alt. Nein, aber das ist ein wirklich
einfühlsames Wesen sogar.
Weil wenn ich reingehe, stehen sie alle da, wenn der Roman dazukommt,
dann ziehen sie sich zurück.
Das kann nicht sein, dass der Fisch das nicht fühlt.
Der kennt meinen Schritt, weil sonst ist das nicht zu erklären.
und da ist halt auch wegen Tierwohl ist mir sehr wichtig,
aber die Leute müssen das einfach unterscheiden wie
ich vorher schon gesagt habe ich muss das Tierwohl zum Tierwohl
machen und nicht für mein gutes Gewissen wie das Beispiel macht dann das mit
einem Eisbären wir würden am liebsten bei 23 bis 25 Grad auf dem Strand sitzen
mit einem Cocktail ein Eisbär wäre da nicht zufrieden nur weil wir damit zufrieden sind,
Gleich auch als Platzbedürfnis.
Der Fisch, dass wir den so eng halten oder so hoch besatzt, nicht möglich sein, das ist zum Tierwohl.
Wenn der Hautkontakt hat, dann heißt es, sie greifen sich nicht gegenseitig um.
Ihr habt eine Ruhe im Päckchen drinnen. Wenn da zu viel Platz ist,
was für uns eigentlich das Wichtige wäre, dann kann ich jeden Tag zehn Fische rausholen.
Wir haben den Fehler schon mal gemacht, dann viel zu wenig Fisch für viel zu viel Platz drin.
Dann haben wir sie auf engen Raum reingesetzt.
Also mehr Tage.
Na gut, nichts mehr. Kein Problem mehr. Keine Biss stellen können.
Und das ist halt eben, was man halt in die Leute ab und zu mal wirklich,
aber auch wie gesagt, man kann es komplett übertreiben mit den Besatzsichten.
Aber das muss man halt in die Leute einfach ein bisschen klar bringen,
ein bisschen aufklären, wieso da eigentlich so viele drin sind.
Weil wir haben auch wirklich die ganze, die Großkaliber Übrigen Fisch,
das sind jetzt so ein paar circa,
Knapp unter 10 Kilogramm, das sind wirklich krasse Kollegen,
wenn du einen Deckel aufmachst, machst du das an alle hin.
Entweder kaputt oder tot oder abgehauen. Die liegen auf dem Beckengrund wie die Holzscheiten.
Schau, komm mal wieder anders so nach oben und wieder so.
Und oben ist ein Dreiviertelmeter Wasser ungenutzt. die liegen unten alle so aufeinander oben.
Im Hälterungsbecken manchmal metieren wir so ein Netz dazu rein,
wo wir die ganzen großen reingeben, weil sie schon für die anderen attackiert würden.
Und da ist dahinter so viel Platz. Auf der anderen ist so 10-20 cm Platz.
Auf der anderen Seite ist ein halber Meter Platz.
Die Fische in der Hälterung, die kleineren, werden alle hinten auf den 20 cm
so ineinander drin sein. Der restliche Platz vorne ist frei.
Also ist das Enge eher zum Tierwohl als wie ein Platz.
Und was auch interessant ist, wenn ein Fisch alleine im Becken zurückbleibt,
nicht gesehen, nicht gefunden, was weiß ich was, der wird rausspringen,
wenn der Deckel nicht so ist. Der mag das nicht.
Der will es kuschelig.
Ja, das ist bei ein paar Tierorten so, dass man halt einfach unser menschliches
Bedürfnis ein bisschen übertragt auf die Tiere, nicht wie es dir genau gesagt
hat, dass es nicht das Tierbedürfnis ist.
Und das ist eben auch teilweise ein großer Fehler.
Wo wollt ihr hin mit eurem Unternehmen? Wollt ihr weiter tüfteln?
Wollt ihr es skalieren? Wollt ihr das Ganze irgendwann einmal vollautomatisieren
und verkaufen, quasi so Franchise-mäßig oder was ist denn da so eine Vision?
Nein, Franchise-mäßig ist mir sicher nicht. Ich bin wirklich brutal gerne ein
Tüftler und jemand, der sehr viel gern probiert und macht und tut.
Mein Traum wäre wirklich, okay, die Anlage, was wir jetzt momentan haben,
die Seil mal weg und wirklich von Null eine machen, die was ich geplant habe.
Mit deinen Fehlern.
Nein, ich hoffe, bis zu Ende mache ich keine Fehler mehr.
Und wann sind es deine?
Ja, und wenn es eins meine, dann kann ich mich über mich selber aufregen und
nicht über andere schieren.
In Zukunft zwei getrennte Kreisläufe, Kaltwasser und Warmwasser fischen,
sprich in einer Anlage vielleicht Stören, Forellen,
halt Kaltwasser fischen und in einer anderen Anlage Warmwasser fischen,
Welsen, Bahamundi, die Lappia, verschiedene Fische halt auch einfach.
Und da Gemüsetechnisch oder Pflanzen, wir haben am Anfang Gemüse gesagt,
es ist aber effektiv Pflanzbereich, weil man einen Verhalts machen kann, als Versuch, was geht.
So richtig, keine Ahnung, so richtig botanischen Garten fast schon.
Orangenbäume, Zitronenbäume, wirklich auch tropische Pflanzen.
Um nicht zu sagen, ein Garten Eden, oder?
Ja, schon so in der Richtung.
Naja, es steht ja drauf, ich habe es mir sogar aussagt geschrieben, wo das herkommt.
Und ich habe sogar nachgeschaut, was in der Genesis 2.15 steht.
Da heißt es, und Gott, der Herr, nahm den Menschen und setzte ihnen den Garten
Eden, dass er ihn baute und bewahrte.
Wir haben es gebaut und bewahrt.
Bist du denn?
Nein, irgendwie Garten Eden ist schon einfach so...
Wie soll man sagen, das Ideale, was so ein Mensch umstreben kann von mir aus
sehen kann, wenn er sich fühlt, ich kann das essen und das essen,
muss man um nichts Sorgen machen.
Und da ist auch wirklich, wenn man draußen einiget in der Umlage,
sonst irgendwo einen Zitronenbaum und Avocado und Tomaten daneben und wirklich,
man kann doch überall was essen und es ist einfach perfekt.
Man streckt die Hand aus und man hat kaum was.
Was wäre die große Sünde dann im Gartenheden?
Ein Apfelbaum.
Dankeschön, mein Schirm.
Ich wollte nämlich vorher schon fragen, war keine Kultur mit einem Apfelbaum
nicht eingegangen oder so?
Würde funktionieren.
Aber da wärst du aus dem Gartenheden rausgeschmissen. Aber bist du dann mit seid ihr dann?
Seid ihr dann Bauern oder Unternehmer jetzt noch? Wie würdest du denn sehen?
Ist es dann auch ein Hof, den du da führst?
Ja, wir sind Fischbauern.
Also das ist wirklich 100% bauer.
Ja, jetzt mit den Planungen, ein bisschen Unternehmen, ja, aber das mit den
Planungen haben wir jetzt mehr oder weniger angefangen, weil es schießen immer
mehr so Firmen aus dem Boden,
die für Aquakultur oder Kreislaufanlagen weniger wie nichts in Ordnung haben,
die können sich gut vermarkten.
ein Architekt oder Zwick oder so, der entschließt sich jetzt Fischtanks zu machen,
Kosten auf Vermögen und die Firmen verdienen Geld auf Kosten oder auf Kosten
vom Fisch, der Fischgesundheit und,
der Käufer er weiß es nicht besser, er vertraut da drauf, dass das ein gutes
Produkt ist und gibt noch zigtausende von Euro aus für ein Produkt ist,
was dann bis zum Schluss nicht so funktioniert, wie es soll.
Und das ist alles, ja, wir haben Recherchen gemacht, laut Wissenschaft und das
ist nicht Wissenschaft, das ist, wie die Natur rechnet.
Ich kann den Filter vorrechnen, du musst so und so viel abbauen.
Der Filter zeigt dir den Mittelfinger und sagt, mach's dir selber.
Das, da steuere mir halt wirklich eine Viene dagegen.
Ich meine es halt auch ein bisschen, ich nenne es eine Grafphilosophische,
aber im Endeffekt, das was ein Betrieb eigentlich ausmacht, warum Höfe weitergegeben
werden, ist eigentlich die Fläche.
Weil mit dem Hof kommt die Fläche. Die Fläche musst du mitkriegen,
damit du die Landwirtschaft machen kannst.
Aquaponik, aber auch andere Systeme,
Neolandwirtschaft oder Future Food, heben das Flächenprinzip hier auf.
Du brauchst nicht mehr so viel Fläche. Du bist nicht mehr so abhängig von dem,
dass du die Fläche mitkriegst.
Geht damit dann auch quasi das Element, das Elementare von der Landwirtschaft,
das, was dann halt ein Bauern ausmacht, dass er diese Fläche auch verwaltet,
auch verloren und verwandelt sich dann das Bild des Bauern eher hin zu einem
Lebensmittelunternehmer.
Also ich habe mich nicht aufgeschrieben.
Ja, okay, Lebensmittelproduzent ist ein Bauer ja immer schon gewesen.
Übergibst du dann deinen Hof, deine Aquakulturanlage? Dein Buam sozusagen,
so wie der Vater dir den Hof irgendwann, tut dein Buam dann die Aquabanne?
Ja, wieso nicht?
Es wäre wie bei den Unternehmen, was du dann übergibst, nicht?
Ja, sagen wir so, es ist halt jetzt nicht Fläche und Boden mit dem,
was ich arbeite, sondern es ist halt Wasser und Lebewesen und aber auch Lebensmittelproduktion.
Es bleibt ja selber. Es schaut halt nur anders aus.
Also von seinem her ist es selber. Aber jetzt Fläche, sagen wir es,
in Südtirol, die Höfe sind relativ klein strukturiert.
Ich meine, Besitzen, armiert vielleicht zwei Hektar.
Wenn man jetzt aber Höfe, Härte, Österreich oder in Deutschland draussen,
ja, unter 150 Hektar braucht man gar nicht von einem Hof reden.
Das haben wir einfach nicht. Das ist nicht. Wir müssen ja Flächen dazubeachten.
Wenn ich wirklich auf kleinerer Fläche mehr produzieren kann,
dann brauche ich die ganze restliche Fläche nicht. Muss ich nicht sagen.
Wird die Fläche frei?
Ja, wird die Fläche frei. Kann ich eine andere Kultur umpflanzen oder Ausgleichsflächen
schaffen oder was weiß ich was.
Hauptsache keine Äpfel.
Hauptsache keine Äpfel.
Kannst du dir dann vorstellen, gleiche Frage, wie ich beim Unternehmen habe, ein Exit?
Ein Ausstieg genommen.
Ja, wenn es groß genug ist und das Ding auch ein Riesenunterkisten ist?
Nein. Das ist mein Bobby. Das ist mein Baby, das.
Ja, vielleicht mit dir. Und wenn mal 80, 90 wäre ich noch schön aussteigen.
Ein Bauer hört nie auf. Und da bin ich 100% Bauer.
Hörst du nicht?
Nein.
Der wird aufgekehrt, aber selber aufhören tut der nicht.
Ich weiß, wie mein Opa der ist mit dem elektrischen Rollstuhl noch eine gute
Runde gefahren. Und da hat gar nichts gearbeitet.
Spurbreite hat gepasst, nicht?
Spurbreite hat gepasst. Die Brühe hat auch gepasst. Nein, da auch. Nein.
Da muss schon ganz schier was passieren, dass ich da aussteige.
Wie siehst du generell die Zukunft der Landwirtschaft?
Momentan eher kritisch, weil, halt kritisch, wie soll man das jetzt sagen?
Die Menschen wollen konsumieren und wollen Qualität und wollen Qualität,
aber wollen im Bauer klar machen, wie er seine landwirtschaftlichen Produkte
zu produzieren hat und da stimmt der Spruch, Schuster, bleib bei deinen Leisten.
Das kommt mir halt viel, weil Beispiel Äpfel, der Kunde will einen perfekten
Apfel im Loden holen, er will aber nicht, dass wir ein Pflanzenschutzmittel
ausbringen, damit der Apfel danach so ausschaut.
entweder Hüter hat, entweder der Kunde muss sich bereit erklären,
einen Apfel anzukaufen, wenn er zwei, drei schwarze Flecken genommen hat.
Wir sparen uns da Tausende von Euren, sind wir sofort dabei.
Wir müssen nicht bei jedem Regentropfen, muss ich jetzt vor und aufs Programm
schauen, das wäre völlig Wurscht.
Da muss sich aber der Kunde dazu bereit sein.
Wir müssen uns wieder daran gewöhnen, dass ein Apfel nicht einfach jeder Apfel...
Eben, die Kartoffel ist nicht alle perfekt gleich rund und wächst im Kühlregal.
Es ist eher das Problem, dass die städtische Bevölkerung von der Landwirtschaft
sich allem mehr entfernt.
Die Kartoffel wächst im Supermarkt. Ich denke eher, das ist das Problem.
Die Kartoffel wächst im Supermarkt?
Ja, nein, nein, es gibt echt wirklich Kinder kaufen Karotten und fragen,
was ist das Grüne da oben?
Die haben das noch nie gesehen.
Woher sollen sie es wissen?
Eben, und wieso ist die Kuh nicht lila? Und das ist eben so,
was ich wirklich auch sagen darf, dass wirklich die städtische Bevölkerung wieder
an die Landwirtschaft näher drum gebracht wird, um auch zu sagen,
was tut der Bauer und wieso macht er das?
das macht er nicht aus Jux und KD und weil er Langeweile hat jeder Bauer macht
die Sachen weil er es muss,
Und das muss halt die städtische Bevölkerung oder die generelle Bevölkerung
einfach wieder verstehen lernen.
Deswegen so einmal ein Jahr Praktikum.
Praktikum, ja? Ja, so eine Woche, keine Ahnung, paar Tage irgendwo auf den Landwirtschaftlichen
Betrieb irgendwo mithelfen, keine Ahnung. Sowas in der Richtung.
Schön. Können wir das in Aquakultur auch machen? Toll. Aquaponik.
Ich glaube, bis zum Schluss. Es wird nicht.
Wohl, wohl.
Sicher. Wir haben schon Umfragen gehabt. ein paar vier Praktikanten.
Aber es sind wir auch noch nicht die Zeit, drei, vier Praktikanten.
Jetzt noch eine ganz andere Frage, dann gehen wir in die Abschlussding.
Wenn du jemanden, der keine Ahnung hat, also, mir, hast du das schon gemerkt,
erklären müsstest, was ist Südtirol und man so die Südtiroler beschreiben müsstest.
Wie würdest du das machen in wenigen Sätzen?
Mir fällt gerade ein Zitat ein aus einem alten Lexikon.
Da ist gestanden, Tiroler, kleines, listiges Bergvolk.
Das kommt jetzt. Nein, das ist eben Tiroler, sein kleines, listiges Bergvolk.
Südtiroler würde ich jetzt beschreiben als, wir sind die Besten.
Das ist so das Klassische, das geht zwar unmöglich auf die Socken,
aber es ist halt so. Scherz.
Es wird viel geschaut. was denken die anderen über mich?
Seil ist extrem und zum Beispiel total aus der Kategorie, heißt für mich wirklich,
interessiert mich nicht, was der Nachbar von mir denkt, solange es nicht zu
meinem Nach- oder Vorteil ist.
Und sagen wir mal so, uns geht es nicht so schlecht bei Italien zu.
Also seil kann man schon sagen. Wir haben einfach einen riesen Vorteil vom Essen
her, wir haben die alpenländische Küche und da die italienische Küche,
also von dann sagen wir, hey, leben wir fast schon in Schlaraffenland.
Wir können, wir sind...
Vom Garten eben in Schlaraffenland.
Ja, aber es ist aber auch, wir sind in einer Stunde in jedem Skigebiet,
wir sind in einer anderen Stunde in Österreich draußen, in einer anderen Stunde
in der Schweiz oder in einer anderen Stunde, oder in zwei Stunden sind wir auf dem Meer unten.
Das ist ja top. Ich weiß nicht, wer das gesagt hat.
Südtirol ist ein Land, wo auf dem Gipfel das Edelweiß grüßt und im Tal der Zitronebaum
blüht. Oder so irgendwas.
Und das ist auch so. Also von dem her bin ich ganz zufrieden,
dass ich da wohne, wo andere Urlaub machen.
Alter Schwede, jetzt muss ich was dazu sagen. Ich bin ja eingeladen worden von
Südtirol. Die Frage steht unabhängig und wir haben uns auch nicht abgesprochen.
Das glaubst du, dass ich jetzt auswendig gelernt soll,
Dass ich angehört soll, wenn es muss sein. Ah, das ist Südtirol.
Das tun wir auszusehen schon. Und in Sachen Innovation könnte halt ein besseres Schritt mehr werden.
Weil es eigentlich ist, Südtirol leidet unter sogenannten Brain Drain.
Abwanderung?
Ja. Studenten, die nicht mehr zurückkommen.
und sagen wir so unsere Leute gehen studieren kommen immer zurück,
aber die Zuwanderung von unten nach oben, von Italien rauf ist allem noch gegeben,
aber wem wundert es jeder was
irgendwie ein Startup machen will oder irgendwas Neues machen will der werden
solche Brügel weggeworfen die Bürokratie da vergeht gerade die Lust was willst
du noch machen weil wir haben ein paar mal Führungen gehabt von der Dauern-Jugend-Torzgruppen
und zu denen haben wir auch immer gesagt,
macht was Neues, probiert was Neues, rennt nicht in den alten Tritt nach,
irgendwas Neues machen, aber nicht da in Süddeutschland.
Wir müssen teilweise Zettel ausfüllen von dem, was keiner weiß,
ob sie überhaupt existieren oder wer jetzt dafür zuständig ist.
Also Schirsch ein A38?
Ja, genau. So in der Richtung. Und wie gesagt, aber die Problematik ist hausgemacht.
Von der Politik, Bürokratie und...
So ein Aufruf, ein bisschen weniger Bürokratie und ein bisschen...
Nein, sagen wir so, Bürokratie, okay, hat alles sein Recht. mehr oder weniger
eurer Bürokratie mit Hausverstand.
Und Hausverstand geht mittlerweile immer mehr verloren. In der Zeit ist das
eine Riesenproblematik.
Punkt.
Punkt.
Schluss.
Nein, nein, im Prinzip kannst du etwas wünschen, nämlich in einer utopischen
Welt, in der du alles wünschen könntest.
Was würdest du an unserem Lebensmittelsystem ändern, wenn du könntest?
Ja, wie du vorhin schon gesagt hast, dass auch eben...
Bürokratie.
Bürokratie, nein, indirekt, sondern auch wirklich, dass erstens mal viel weniger weggeschmissen wird,
nur weil jetzt irgendeine Frucht oder irgendeine Karotte krumm ist,
eine Kartoffel ist doppelt kugelig oder was weiß ich was, das ist und bleibt
eine Kartoffel und das ist und bleibt eine Karotte.
Oder auch ein Apfel mit einem schwarzen Fleck drauf, der schmeckt genau gleich.
Also wenn ich selber einen auf der Wiese draußen sehe, dann beiße ich den schwarzen
Fleck halt weg, wenn ich ihn überhaupt wegbeiße.
Das eben, das weggeschmeißte Werk, mir geht es halt auch eben auf die Socke,
weil in anderen Teilen von der Welt ist das halt, die würden sich nur über den
schwarzen Fleck schon freuen, wenn sie den kriegen würden.
Oder über eine krumme Karotte oder eine Kartoffel mit zwei Knubbeln.
Das ist der Punkt, wo sehr, sehr viel nachgedenkt werden muss.
Und nicht billig, billig, billig, billig.
Weil mit billig, billig, billig und gleichzeitig Tierwohl verlangen,
das wird nicht funktionieren das funktioniert vielleicht in der utopischen Welt
ja, da schon, aber in der realen Welt sicher nicht,
weil im Endeffekt ist der Bauer ja ein Unternehmer und er muss auch auf die
Kosten schauen und wenn die Kosten nicht gedeckt werden,
dann wird er das sicher auch nicht machen, dass das Huhn 24 Stunden am Tag im
Freiland über die Löwenzahnblätter frisst,
Ist so.
Die utopische Welt. Was findest du in deinem Kühlschrank? Wenn ich jetzt runtergehe,
reinschau, was fängt ich?
Speck.
Das wird ja wohl, wenn man gepasst. Speck.
Nein. Alles verschiedener.
Speck im Kühlschrank, wirklich?
Ja, ein Teil ist im Keller, ein Teil ist im Kühlschrank.
Ach so.
Weil die großen Teile hängen im Keller.
Ja, da hat man ja.
Selber eigentlich das Zeug. Gurken, Peperoni, Adjik.
Schnäpse sind auch drin, ein selber gemachtes Bier ist auch drin,
Wein natürlich ist auch drin.
Was mit Fisch?
Fisch ist im Frierfach, hast du nicht im Kühlschrank. Los, Fisch ist auch dabei.
Aber weitaus mehr ist alles im Keller. Und dann ist wirklich das Ganze eingelegt,
was man halt selber die Essiggurken und Peperoni und...
Also auch hier wird getüftelt?
Ich nicht, das macht die Mama. Das macht die Mama.
Irgendwie, das ist ein solid Tüftel. Jetzt bist du noch ein Junge,
aber irgendwann bist du irgendwann komplett dahin.
Was soll von dir überbleiben? Oder wofür soll man sich erinnern an dich?
Schon mal drüber nachgehört?
Nein, eigentlich nicht.
Weil ich bin ja noch jung. Du bist ja noch jung.
An mich erinnern.
Du hast schon eine Vision.
Das Perpetuum mobile, wie wir gesagt haben. Das wäre sicher. Wenn du das machst.
Dann sagst du, du brauchst sonst nichts mehr.
Wenn du null Gedanken machst.
Welcher Jahrgang bist du eigentlich jetzt, wo wir zum Schluss kommen?
90.
Ach, bist du ein Hupfer. Was ist das jetzt? 32, äh, 32, äh, 35. Fünferdreißig.
Ja, noch schon.
Voll noch schon, ja. Also noch jung, sehr jung, kann man so sagen.
Na gut, hätte man das auch geklärt und jetzt zum Allerletzten,
wenn du uns jetzt nach Hause schicken würdest, bitte mit einem Zitat,
einem Spruch oder irgendeinem Witz, der dir selbst besonders wichtig ist.
Ja, ein Zitat habe ich ja schon gebracht.
Ja, das kannst du nicht noch einmal bringen.
Darf ich das nicht noch einmal bringen?
Ja, dann bitte, dann sag uns das.
Biologie ist alles, ist 1 plus 1, alles zwischen 0 und 10.
Und das stimmt, das kann man auf jeden Bereich übertragen.
Man kann ihr vorrechnen und dienen und sie sagt, mhm, interessant.
Und Buddha ist auch ein gutes Zitat. Es gibt nur einen Zeitpunkt,
das Richtige zu tun. Und dieser Zeitpunkt ist jetzt.
Sehr schön.
Es ist zwar nicht das Richtige, aber es ist jetzt der richtige Zeitpunkt,
das zu tun. Ich sage danke für das Gespräch.
Ich sage danke.
Und ich bin jetzt schon gespannt, was Südtirol sonst noch so zu bieten hat.
Gütti.
Tschüss, fiati.
Willy
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