BauertothePeople (B2P)

Wilhelm Geiger

Interview - Blauzunge (BTV) - Prof. Thomas Wittek

Wissenschaft, Vektoren & Prognosen zur besseren Einordnung

25.01.2026 64 min

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Im August 2024 haben wir mit dem Ostfriesischen Bauern Dirk Berkhout aus der Praxisperspektive über die Blauzungenkrankheit (BTV) gesprochen. Da das Thema Österreich seit September 2024 wieder intensiv beschäftigt, holen wir uns heute die wissenschaftliche Einordnung dazu.

Zu Gast ist Prof. Thomas Wittek, Leiter der Universitätsklinik für Wiederkäuer an der VetMed Uni Wien. Er erklärt, warum wir dachten, die Alpen würden uns schützen – und warum das ein Irrtum war. Du erfährst, was genau „Vektoren“ sind (Stichwort: Gnitzen), warum der Wind eine größere Rolle spielt als der Tiertransport und wieso der Virus im Winter Pause macht, aber nicht verschwindet.

Thomas dröselt die komplexe Lage mit den verschiedenen Serotypen (BTV-3 im Norden/Westen, BTV-8 im Süden/Osten) auf und erklärt, warum eine Impfung gegen den einen Typ beim anderen wirkungslos bleibt. Ein wichtiger Punkt im Gespräch ist die Abgrenzung zur Maul- und Klauenseuche (MKS): Warum wird bei MKS gekeult und bei der Blauzunge „nur“ beobachtet?.

Wir sprechen auch über die emotionale und wirtschaftliche Belastung für die Tierhalter  und klären die wichtigste Frage für Konsumentinnen: Ist die Krankheit für Menschen gefährlich? (Spoiler: Nein).

Ein fundierter Deep-Dive in die Virologie und Epidemiologie, der hilft, die aktuellen und kommenden Schlagzeilen besser einzuordnen.

INFOS ZUR FOLGE
Info der AGES
www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/blauzungenkrankheit
Info Land NÖ
www.noe.gv.at/noe/Veterinaer/Blauzungenkrankheit.html
Info der KVG
www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/tierkrankheiten/BTV.html
Info DE des FLI
www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/blauzungenkrankheit
Folge Interview - Blauzungenkrankheit - Dirk Berkhout
www.bauertothepeople.at/podcast/198
vetmeduni Wien
www.vetmeduni.ac.at/wiederkaeuermedizin-und-kamelidenmedizin
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Transkript

Willy
00:00:22
Lass uns starten. Ja, dann fangen wir an mit der allgemeinen Anmoderation zum heutigen Thema, weil heute geht es wieder um die Blauzungenkrankheit, kurz BTV. Und mein letztes Gespräch zu dem Thema, das war im vergangenen Herbst in Ostfriesland mit dem Dirk Berkhout, einem Bauern- und Käsemacher. Und sein Betrieb, der war damals direkt betroffen und er hat das aus der Sicht des Praktikers sehr offen und damals auch sehr, sehr eindringlich beschrieben. Den Link zur Folge findet ihr natürlich wieder in den Shownotes. Und seither rauscht das Thema Blauzunge immer wieder durch die Medien. In Österreich ist BTV seit 2016 erstmalig wieder im September 2024 aufgetreten, wenn ich es richtig recherchiert habe. Und seither bis heute sozusagen geblieben. Und aus diesem Grund sitzt bei mir heute auch eine Stimme der Wissenschaft, der Professor Thomas Wittek. Er ist der Leiter des Klinischen Zentrums für Wiederkäuer- und Karmelidenmedizin an der VetMed-Uni Wien. Das war jetzt Kurzform für die Veterinärmedizinische Universität Wien. Schreib dir jetzt einmal einen Titel, der Titel war immer extrem lang. Und ja, du bist mit diesem Titel natürlich auch ausgebildeter Tierarzt. Und ja, und in dem Gespräch wollen wir heute mal grundlegende Punkte rund um die Blauzunge erörtern, die zu diesem Thema auch wichtig sind. So, jetzt habe ich wieder einmal genug geredet. Jetzt einmal, Thomas, erstens einmal vielen Dank, dass du dir heute Zeit nimmst für dieses Gespräch. Und zweitens einmal für unsere Hörerinnen und Hörer. Macht es Sinn, dass wir dich mal ein bisschen besser kennenlernen, damit wir mal wissen, wer da eigentlich sitzt und wer uns da aus welcher Expertise und welchem Hintergrund heraus auch Informationen zukommen lässt. Wie hat deine Geschichte so begonnen und wie bist du dann auch letztendlich an der WU, wollte ich schon sagen, an der Wettmet gelandet? Ich habe ja schon eine WU da.
Thomas
00:02:19
Ja, erstmal danke für die Einladung. Danke, dass ich da sein darf. Ist natürlich ein interessantes Thema und das brennt uns auf den Nägeln und ich würde jetzt mal behaupten, das wird uns auch noch eine Weile begleiten. Vielleicht ein paar Worte zu mir. Ihr habt schon gehört, dass ich nicht der eingeborene Wiener bin.
Willy
00:02:38
Das ist kein Kärntner Dialekt.
Thomas
00:02:40
Kärntner Dialekt ist es auch nicht wirklich. Ich bin ursprünglich aus Deutschland, aus Sachsen.
Willy
00:02:48
Sachsen ist das?
Thomas
00:02:49
Ja, Sachsen ist das ungefähr auf der Hälfte der Distanz zwischen Leipzig und Dresden. Da bin ich groß geworden, ein kleines Dorf, von Kindheit an natürlich mit Landwirtschaft in Kontakt gewesen. Dann nach der Schule einen landwirtschaftlichen Beruf gelernt und dann 1988, oh Gott, das ist ewig her inzwischen, begonnen Tiermedizin in Leipzig zu studieren. Über die Wende bis 1994, spannende Zeit gewesen. Dann, es heißt ja immer, Ausschuss bleibt am Werk, also noch ein bisschen an der Uni geblieben und promoviert, also einen Doktor in der Tiermedizin. Ich bin dann über verschiedene Stationen im Ausland, also ich war zwischendurch Anfang der 2000er Jahre mal für anderthalb Jahre in den USA, dann wieder zurückgekehrt nach Leipzig, dort habilitiert, also das ist diese Doktor-Ausbildung. Der zweite Doktortitel im deutschsprachigen Universitätssystem. Ein Doppeldoktor. Ja, ein Doppeldoktor. Also Dr. Habil heißt das dann. Damit wird man Privatdozent und berufungsfähig. Bin dann 2007 bis 2011 nach Glasgow, also in Schottland gewesen. Eine sehr interessante Zeit. Und bin dann so im Jahre 2011, also inzwischen seit fast 15 Jahren, Nach Wien berufen worden und habe seitdem die Freude, wir nennen es nach wie vor Wiederkäuerklinik, wir haben einen längeren Namen, aber die Wiederkäuerklinik zu leiten und das Fach zu vertreten, ein gutes Team zu haben Und dort versuchen, einiges in dem Bereich vorwärts zu bringen. Natürlich, wir betreiben ja ein Tierspital, also wir haben Tiere, wir haben Rinder, die von den Landwirten zu uns geliefert werden. Wir haben da auch ein Transportsystem. Wir haben Schafe und Ziegen, die wir behandeln. Wir haben Neuweltkamäle, also Lamas und Alpakas, die wir behandeln. Bilden natürlich Studierende aus, damit wir auch in Zukunft gute Tierärztinnen und Tierärzte haben. Und natürlich machen wir auch etwas Forschung. Also wir sind die Universität ganz klassisch, Dienstleistung, Lehre und Forschung.
Willy
00:05:08
Bist du dann sowas wie der Primat dort, oder was?
Thomas
00:05:10
Ja, also früher hießen die Lehrstuhlinhaber, heute nennt man sie berufene Professuren. Ja, also...
Willy
00:05:22
Ja, was wir jetzt sagen, wir bleiben jetzt noch ein bisschen bei dir, weil wir nehmen uns in der Folge ein bisschen mehr Zeit. Wir haben ja dann noch eine zweite Folge, mit der wir reden. Da kennen die Leute, die das dann wissen, wollen nicht die erste Folge hören. Das ist ein kleiner Hinweis jetzt schon. Aber du hast gesagt, ein Tierspital. Also wirklich ein Spital im Sinne eines Spitals oder ist das ein Spital zum Zwecke der wissenschaftlichen Forschung? Ist das tatsächlich auch ein Spital?
Thomas
00:05:45
Ja, ja, das ist tatsächlich ein Spital, wie man sich ein Krankenhaus vorstellt. Es gibt ja verschiedene Kliniken. Es gibt eine Kleintierklinik, eine Pferdeklinik und es gibt eine Wiederkäuerklinik, was wir sind. Heißt also, wir bekommen aus Niederösterreich, teilweise Steiermark, kranke Rinder, die uns die Landwirte entweder selber bringen oder die wir durch unsere Tierrettungs-, das ist ein LKW, den sieht man auch manchmal durch Wien fahren, holen wir die Tiere hinein.
Willy
00:06:15
Woher kennt man denn?
Thomas
00:06:16
Da steht groß dran, Tierrettung. Tierrettung, okay. Ja, das ist so ein LKW. So ein mittelgroßer.
Willy
00:06:22
Ich habe mit dem jetzt gar nicht gerechnet. Das ganze gleiche Thema schon wieder.
Thomas
00:06:25
Wir brauchen, also natürlich ist das Ziel, dass wir die Tiere, die wir bekommen, heilen und wieder nach Hause stellen können, gesund. Oder möglichst.
Willy
00:06:34
Zu mir Krankenhaus.
Thomas
00:06:35
Wie ein Krankenhaus, ja, ja. Wir brauchen die Tiere natürlich vor allen Dingen auch mit, weil wir ja Studierende ausbilden wollen. Also wenn ich ein Tier heilen will, muss ich in der Lage sein, es zu untersuchen, muss ich es in der Lage sein, eine Diagnose zu stellen, dann einen Therapieplan und die Therapie auch durchzuführen. Also neben, sagen wir mal, ärztlicher Kunst ist da auch ein bisschen Handwerk dabei. Und wenn wir gerade im ländlichen Raum, haben wir ja die größten Probleme, im Tierärztennachwuchs oder Tierärztinnen-Nachwuchs. Also hier in Wien, ich will es jetzt mal ein bisschen überspitzt sagen, haben wir an jeder zweiten Straßenecke eine tierärztliche Ordination, die natürlich Kleintiere machen.
Willy
00:07:22
Wir haben aber an jeder Ecke 200 Hunden und Kotzen.
Thomas
00:07:24
Ja, haben wir auch. Ich will ja auch nicht sagen, dass wir die nicht brauchen.
Willy
00:07:28
Ziemliche Dichte waren wir da.
Thomas
00:07:29
Aber gerade im ländlichen Raum gibt es schon manche Gegenden, wo in Tierärztinnen und Tierärztemangel herrscht. Gerade im Nutztierbereich, das hat verschiedene Ursachen, aber da versuchen wir natürlich mit einer möglichst guten Ausbildung auch gegenzuhalten.
Willy
00:07:44
Und die Kollegen dann teilweise auch wirklich gearbeitet und.
Thomas
00:07:46
Teilweise auch von
Willy
00:07:47
Der Menge her überfordert.
Thomas
00:07:48
Natürlich, natürlich. Und von der Seite her versuchen wir natürlich dort so gut, wie es uns möglich ist, gegenzuhalten und möglichst viele von unseren jungen Kolleginnen und Kollegen für die Nutztierpraxis, für die Wiederkäuerpraxis zu interessieren. Dass wir halt möglichst viele dann auch in ländlichen Raum bringen.
Willy
00:08:06
Und dieses Institut und diese Klinik, die leitest du. Du bist es. Jetzt kurz noch zu dir. Also woher kommt, du hast jetzt nicht gesagt, dass du auf einem Hof aufgewachsen bist, oder? Wo kommt deine Leidenschaft für die Tiere her?
Thomas
00:08:17
Ja doch schon. Also ich hatte, meine Großeltern hatten eine sehr, sehr kleine Landwirtschaft. Da hat es ein paar, ja, meine Großeltern sind also nach dem Krieg nach Sachsen gekommen. Die sind nicht ursprünglich dort gewesen, sondern das sind Schlesien-Flüchtlinge gewesen. Nach 1945 haben die ihre Heimat verlassen und haben dann versucht, mit einer kleinen Landwirtschaft wieder zu beginnen. Das war damals schon so wenig, dass das meine Eltern nicht mehr weitergeführt haben. Aber trotzdem, das Interesse ist geblieben und ich habe dann einen Beruf in der Landwirtschaft gelernt. Also ich bin auch Landwirt.
Willy
00:08:57
Aber geprägt von den Großeltern, von dem bisschen, was sie gemacht haben.
Thomas
00:09:00
Ja, und auch in der dürflichen Umgebung groß geworden. Also es gab landwirtschaftliche Betriebe in dem Ort, wo ich groß geworden bin. Da war halt immer ein Bezug da. Und man hat dann, sagen wir mal, durch diesen Bezug auch Interesse an der Landwirtschaft.
Willy
00:09:16
Gibt es bei dir so ein Erlebnis, wo du zurückdenkst, das war jetzt dieses Schlüsselerlebnis, das hat mich jetzt in diese Richtung getrieben oder bist du einfach so gepolt, du musstest einfach immer schon Tierarzt werden?
Thomas
00:09:25
Ja, ich habe jetzt kein, also wenn du so auf ein Erweckungserlebnis, na, das könnte ich nicht sagen. Ich glaube, das ist einfach die kindliche Prägung. Ich wusste auch immer, dass ich Tierarzt werden wollte. Ich hatte nicht wirklich einen Plan.
Willy
00:09:36
Aber du wusstest das immer.
Thomas
00:09:37
Ich wusste das immer.
Willy
00:09:38
Ich weiß bis heute noch nicht, was ich werden will.
Thomas
00:09:39
Ich wollte irgendwann mal Feuerwehrmann werden, wie alle, oder Lokführer. Aber dann, sagen wir mal, der Berufswunsch bestand bei mir schon relativ früh. Also ich kann das jetzt nicht festmachen.
Willy
00:09:53
Aber du warst relativ schnell.
Thomas
00:09:54
Ja, ja, ja, das war schon relativ schnell klar, dass ich in die Richtung gehen wollte. Ja. Und mit ein bisschen Glück und ein bisschen Arbeit hat sich das dann auch so ergeben. Aber ich hatte nicht wirklich einen Plan B. Es wäre interessant gewesen, was geworden wäre, wenn Plan A nicht funktioniert hätte.
Willy
00:10:12
Kommt darauf an, was du glaubst. Das Boutiste hast du vielleicht noch einmal die Chance oder sowas. Aber das heißt, biografisch sehr, sehr stabil und du wirkst bis heute noch sehr glücklich. Also wenn du über das Thema redest, man sieht dich strahlen.
Thomas
00:10:22
Ja, ich würde den Beruf definitiv nochmal machen. Ich habe natürlich, und das muss ich schon einschränken, als ich im Studium war, also als Studierender, als Student, habe ich natürlich nicht das Ziel gehabt, im Jahr 2025 mit dir an einem Tisch als Universitätsprofessor zu geben und einen Podcast zu machen.
Willy
00:10:43
Das war nicht das Ziel.
Thomas
00:10:45
Das war nicht geplant. Das ist logischerweise so. Sondern ich hatte eher gedacht, eine Gemischpraxis, hauptsächlich der Fokus auf landwirtschaftliche Nutztiere. Es hat sich anders ergeben. Ja, es hat sich anders ergeben. Aber ich bin jetzt nicht traurig drüber. Und sagen wir mal, das Privileg hier in Niederösterreich oder in Wien leben zu können.
Willy
00:11:08
Du bist schon bei der Österreicher, oder?
Thomas
00:11:09
Ja, ich bin schon in Niederösterreicher. Das hört man doch.
Willy
00:11:11
Ja, klar. Eine letzte Sache noch, du hast gesagt USA und Glasgow, warum geht man als angehender Tierarzt, warum geht man in die USA, warum nach Glasgow, Schottland?
Thomas
00:11:26
Also USA war hauptsächlich Forschung, das muss ich sagen, also die Universitäten dort. Sind schon sehr, sehr stark forschungsgetrieben. Und das muss man sagen, wir schauen schon etwas neidisch dahin.
Willy
00:11:40
Immer noch?
Thomas
00:11:41
Ja, immer noch.
Willy
00:11:42
USA ist ja schon eine Zeit her, nicht?
Thomas
00:11:43
Ist schon eine Zeit her, aber ich kenne einige Kollegen, die immer noch da arbeiten. Also jetzt unabhängig von irgendwelchen politischen Dingen. Also die Finanzausstattung der Universitäten und die Möglichkeiten zur Forschung, die sind schon sehr, sehr stark. Und was dort auch ist, die haben deutlich weniger Administration. Also gerade als Klinikleiter, ich muss mir die Zeit für die Tiere wirklich nehmen, weil die Administration frisst schon einen großen Teil der Zeit weg. Sie ist notwendig, ist übel, aber ich würde viel lieber mit den Tieren arbeiten. Und je mehr ich dann auf meine Pension zugehe, habe ich mir strikt vorgenommen, einfach die Administration, etwas Administration sein zu lassen und das ein wenig mehr zu ignorieren als jetzt und dann nochmal richtiger an die Tiere ranzugehen.
Willy
00:12:39
Das ist das Dilemma, glaube ich generell. Je weiter man aufsteigt, wenn man gut ist in dem, was man macht, desto mehr kommt dann die ganze Verwaltung und das Management dazu. Man kann immer weniger von dem machen, was man eigentlich gut kann.
Thomas
00:12:49
So ist es. Es ist ja auch notwendig, aber das ist ein Dilemma. Man kommt da nicht ganz raus.
Willy
00:12:54
Genau, ein Tierlämmer. Und Glasgow war?
Thomas
00:12:58
Glasgow war, ich hatte damals erwähnt, diese Habilitation, die war 2005 oder 2006. Also eins von beiden. Und damit hat man ja so eine Stufe erreicht. Also damit hat man an der Universität, wo man groß geworden ist, eine gewisse Stufe erreicht, wo es dann auch nicht mehr weitergeht.
Willy
00:13:21
Du warst oben angelangt.
Thomas
00:13:22
Ja, also zumindest in dem Bereich, wo ich tätig war. Also ich hätte da vielleicht noch bleiben können, aber es wäre schwierig gewesen, dort Fortschritte. Und damals war ich auch noch 20 Jahre jünger, als ich das jetzt bin. Und damals schien es mir richtig, nochmal wo ganz anders hinzugehen. Und da bot sich die Chance, es war eine sehr, sehr schöne Zeit. Und ich muss auch sagen, wenn das Angebot aus Wien nicht so gut gewesen wäre, dass ich nicht Nein sagen konnte, würde ich wahrscheinlich jetzt noch in Schottland sein. Coole Menschen, coole Landschaft.
Willy
00:14:00
Cooler Dialekt auch. Ich könnte mir das vorstellen, sächsisch und cooler schottischer Dialekt.
Thomas
00:14:05
Also ich bin, als ich da angekommen bin, unten in Glasgow, also wir haben ein kleines bisschen außerhalb, Aber unten in Glasgow, in den Pubs, versteht man nichts. Selbst wenn man sich einbildet, ein recht gutes Englisch zu sprechen, das ist eine völlig eigene Welt. Wir hatten also englische und auch amerikanische Studenten, wo ich dann gesagt habe, ich verstehe die nicht. Und da haben die zu mir gesagt, das sind ja Muttersprachler, und haben gesagt, Thomas, mach dir nichts draus, wir verstehen die auch nicht.
Willy
00:14:33
Wir haben dafür die Vadelberger, das ist ähnlich. Liebe Grüße an den Vadelberg-Kopf.
Thomas
00:14:40
Wir waren letztens auf einer Veranstaltung, da saßen ein Vorarlberger und ein Tiroler sich gegenüber und sollten miteinander sprechen. Das war schwierig. Die haben sich nicht verstanden. Da habe ich den Vorarlberger fast besser verstanden als der Tiroler.
Willy
00:14:54
Aber die Welt ist so viel schöner und so viel bunter mit diesen ganzen vielen tollen Dialekten.
Thomas
00:14:58
Da habe ich auch Lust, wo viele Dinge lachen, wie auch noch heute. Das gibt es schon. Was uns trennt, ist die gemeinsame Sprache.
Willy
00:15:09
Das hast du uns wirklich schön gesagt. Ich glaube, wir können uns jetzt ein relativ gutes Bild von dir machen. Ein bisschen das einschätzen. Und wie gesagt, du bist eine Stimme der Wissenschaft. Und jetzt wollen wir ein bisschen schauen auf die Blauzungenkrankheit. Also BTV, Blutang. V steht für ein Virus. Virus, ja. Ist eine Viruskrankheit. Welche Tiere sind denn von der Blauzungenkrankheit betroffen? Und was ist das überhaupt, diese Blauzungenkrankheit?
Thomas
00:15:35
Vielleicht kann ich dir mal ein kleines bisschen ausholen. Also Blauzunge, du unterbrichst mich, wenn es zu viel wird. Also Blauzunge heißt ja Blauzunge, weil das vor allen Dingen beim Schaf zu einer massiven Schwellung der Zunge geführt hat durch Blutaustritt ins Gewebe und die Zunge sehr, sehr groß wird und blau. Da kommt der Name her. Geschwollen, ja, ja. Die hängt dann so aus dem Maul raus. Das ist aber nur im Bruchteil der Tiere der Fall. Also das ist nicht bei allen, aber das ist natürlich…
Willy
00:16:06
Nicht dieses Tier mit Blauzunge hat eine blaue Zunge.
Thomas
00:16:08
Beim Rind zum Beispiel tritt es fast diese Blauzunge gar nicht auf. Aber das hat den Namen gegeben. Also Blauzunge ist zunächst mal nichts ganz Neues. Das hat es in Südeuropa, ich will nicht sagen schon immer, aber schon lange ist schon lange bekannt. Was wir bis 2005, 2006 angenommen haben, ist, dass die Blauzunge nicht nach Mittel- und Nordeuropa kommen wird, weil es bei uns zu kalt wäre. Und zweitens, weil unsere Knitzen, das Virus nicht verbreiten könnten. Beides hat sich dann im Jahr 2006 als falsch erwiesen, diese Annahmen. Da ist nämlich Folgendes passiert. Da ist ausgehend von den Niederlanden die erste Blauzungen-Epidemie ausgegangen. Und das war ein Typ, es gibt da 24 Virustypen, die bekannt sind. Vielleicht gibt es ja noch mehr. Und da ist ein Typ aufgetreten, der aus dem südlichen Afrika sonst aufgetreten ist, der nie in Europa war. Und das ist dieser Typ 8.
Willy
00:17:21
Typ 8.
Thomas
00:17:21
Und dieser Typ ist vermutlich, also nachweisen kann man das nicht, aber es ist schon sehr wahrscheinlich über den Luftverkehr, wahrscheinlich per Flughafen, wahrscheinlich gekommen.
Willy
00:17:35
Der Virus kommt mit dem Flugzeug, das kennen wir ja.
Thomas
00:17:36
Ja, natürlich. Aus Südafrika muss der irgendwie, oder vielleicht Mücken, also das Virus oder Mücken, das ist meines Erachtens nicht so genau bekannt. Spielt er auch keine Rolle. Und von da hat sich das massiv verbreitet. Und was man bis dahin gedacht hat, dass also unsere Gnitzen, diese kleinen Kulikoides, die verbreiten das. Da komme ich dann vielleicht noch ein bisschen dazu. Und was man damals gedacht hat, dass unsere Gnitzen, also die Einheimischen, nicht in der Lage werden. Und das hat sich als Irrtum erwiesen. Und was man dann auch gelernt hat, ist, dass diese Gnitzen durch den Wind extrem kurzer Zeit große Distanzen verglasen werden. Richtig große Distanzen. 100 Kilometer sind da durchaus drin.
Willy
00:18:26
Also rauf in den Wind, rein in den Windstrom und dann wirklich mitgeflogen.
Thomas
00:18:30
Und das hat praktisch dazu geführt, dass sich das innerhalb relativ kurzer Zeit relativ stark verbreitet hat.
Willy
00:18:37
Da bist du dann auch machtlos.
Thomas
00:18:39
Da ist man dann relativ machtlos Und dahingehend, man hat das damals versucht einzudämmen mit Sperren von Tierverkehr, was natürlich irgendwo Sinn macht, dass man nicht infizierte Tiere aus dem infizierten Gebiet in ein nicht infiziertes Gebiet fährt, über Tiertransporte. Aber was ich natürlich nicht beherrschen kann, ist das Verblasen oder den Flugdagnitzen.
Willy
00:19:08
Das ist ja spannend, das ist jetzt generell bei Krankheiten, wir haben ja das Thema auch im anderen Gespräch nochmal ansprechen, die Tiere sind ja untereinander, die stecken sich ja nicht gegenseitig an, und da kommt dieses komische Wort ins Spiel, über einen Vektor.
Thomas
00:19:22
Vektor, ja.
Willy
00:19:23
Was ist ein Vektor, warum redet man da von einem Vektor, wer ist der Vektor und was macht der Vektor?
Thomas
00:19:28
Also der Vektor ist ja, wenn du es mathematisch siehst, ist das ja letztendlich eine Wegstrecke, die beschrieben wird. Und hier nennt man das als… Eine Wegstrecke. Ja. Oder ein Vehikel, was das über eine Wegstrecke transportiert. Und hier sind es, wie gesagt, die Gnitzen. Und wie du gesagt hast, die Tiere selber untereinander stecken sich nicht an, weil das Virus muss in die Blutbahn gelangen. Das wird nur übers Blut. Ja, und was man dort auch... Was man jetzt ein bisschen verstehen muss, ist, dass die Gnitzen nicht nur übertragen, also die stechen meinetwegen ein infiziertes Schaf, gehen wir mal vom Schaf aus, und tragen das Virus nicht nur, sondern in den Gnitzen vermehrt sich das Virus. Und das macht die Sache natürlich problematischer. Und diese Virusvermehrung in der Gnitze, die ist temperaturabhängig. Das heißt also, jetzt um die Jahreszeit vermehrt sich das Virus gar nicht. Jetzt fliegen natürlich auch keine Knitzen. Naja, fast nicht. Also bei den Temperaturen wird das nichts mehr. Aber gerade im Sommer habe ich natürlich dann eine Vermehrung in den Gnitzen. Und gleichzeitig nimmt natürlich aber die Anzahl der infizierten Tiere zu. Die Gnitzen tragen mehr Virus, die finden mehr Tiere, die noch nicht infiziert sind, infizieren die. Die bleiben durchaus zwei, drei Monate infektiös. Teilweise hängt ein bisschen vom Typ ab und welche Tierart es ist. Sodass sich also über den Sommer das immer mehr aufschaukelt. Einmal natürlich die Wirtstiere, also Schafe, Ziegen, Rinder, alle was rinderartig sind, Neuweltkamele auch, also Alpakas und Lamas.
Willy
00:21:30
Also Wiederkäu.
Thomas
00:21:31
Ja, Neuweltkamele sind nur keine Wiederkäu. Ist kein Wiederkäu. Die kauen zwar wieder, sind aber dialogisch keine Wiederkäu. Aber es entstehen dort praktisch zwei, wenn man das so will, zwei Kompartimente. Einmal, es werden immer mehr Tiere, die infiziert sind. Und zweitens, im Sommer gibt es viele Knitzen, in denen sich das Virus idealerweise vermehrt. Und so erhöht sich die Viruslast, die in der Population ist, ungemein. Und das erklärt auch, warum die Anzahl der klinisch kranken Tiere immer so nicht am Anfang des Sommers sind, sondern weil das braucht eine Weile, dass ein paar Schlingen durchgelaufen ist. Sondern dass das, wie wir es auch heuer gesehen haben, eher zum Ende des Sommers ist.
Willy
00:22:17
Bis es durch...
Thomas
00:22:19
Bis sich das richtig stark verbreitet. Einfach die kritische Masse an bereits infizierten Tieren und an Knitzen, die das Virus tragen, so groß ist, dass es letztendlich zu einer massiven Infektionskette kommt.
Willy
00:22:36
Was mich jetzt auch umtreibt, die Frage, seitdem du das gesagt hast, was macht das für einen Unterschied, ob in einer Knitzen drinnen ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger Virus ist? Kann die Knitzen dann mehr Tiere anstecken oder.
Thomas
00:22:48
Wo ist da
Willy
00:22:49
Die Menge des Virus?
Thomas
00:22:50
Die Viruslast ist, das ist wie wenn du dann in die U1 steigst und irgendwo was einkaufen fährst und dir steht einer gegenüber, der dich mit einer nach vollen Ladungen Virus anhustet oder anbläst. Oder ob du in einen Raum kommst, wo vielleicht auch ein paar Viren unterwegs sind. Und dann spielt natürlich für das. Die Viruslast spielt eine Rolle. Also es macht schon einen Unterschied. Ob ich mit einer geringen Viruslast infiziert wäre, dann hat mein Immunsystem natürlich eine bessere Chance, mit dieser geringen Virusanzahl fertig zu werden. Oder ob ich mit einer enormen Millionen und Abermillionen Viren infiziert werden.
Willy
00:23:28
Das ist die Menge, die das Tier dann am Stoß oder im Argen Blutaustausch abgibt.
Thomas
00:23:32
Und die Anzahl der Gnitzen natürlich. Es macht auch einen Unterschied, ob ich von einer Gnitze gestochen werde oder ob ich von Hunderten oder Tausenden gestochen werde. Letztendlich die Viruslast spielt da natürlich eine große Rolle und logischerweise auch das Immunsystem der Tiere. Wir haben das ganz eindeutig gesehen, aber auch sehr viele Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis berichtet, dass Tiere in gut gemanagten Beständen, wo die nicht an Parasiten leiden, die gut gefüttert sind, das viel besser wegstecken als Tiere.
Willy
00:24:10
Gut ernährt, regelmäßig Sport, wenn ich es jetzt auf mich übertrage, bin ich einfach ein bisschen stabiler. Genau.
Thomas
00:24:16
Eine gewisse individuelle Komponente gibt es natürlich immer, das ist klar. Aber das, wie gesagt, ist natürlich so. Und dann gibt es natürlich noch Unterschiede. Zwischen diesen Virustypen, es gibt also Virustypen, wir hatten ja von 24 gesprochen, welche, die weniger pathogen, also weniger krankmachend sind und welche, die mehr krankmachend sind und zwischen den Typen gibt es Stämme, die sich offensichtlich auch noch ein bisschen unterscheiden können.
Willy
00:24:43
Okay, es ist kompliziert, das habe ich bei der Hühner- und bei der Vogelkippe schon gemerkt, dass es da auch sehr, sehr, da gibt es dann die Kladen, glaube ich, da gibt es BTV-3, 4 und 8 sind die bekanntesten, glaube ich, was ich gesagt habe, wobei 3 scheinbar aktuell das ist, wo wo es am meisten Probleme gibt, oder?
Thomas
00:24:58
Also drei muss man ein bisschen unterscheiden. Es war ja dann, vielleicht greifen wir nochmal die Historie auf. Dann im Jahr 2007, 2008 Wie gesagt, der 8er-Typ war dann durch fast Gesamtmitteleuropa durch. Dort hat es dann eine staatlich angeordnete Impfkampagne in der EU gegeben.
Willy
00:25:18
Aber nur auf den 8er?
Thomas
00:25:19
Auf den 8er. Der war damals nicht so verbreitet. Wie gesagt, ein 4er zum Beispiel, den hat es schon immer in Südeuropa gegeben und ein paar andere Typen. Und 8 ist damals sehr, sehr stark geimpft worden. Was dazu geführt hatte, dass im Jahr 2008, 2009 die Sache erledigt war. Und seitdem hat es dann immer mal wieder so leichte Aufflagerungen gegeben, aber nur in sehr kleinem Maße. Danach ist nicht mehr geimpft worden, logischerweise.
Willy
00:25:53
War dann so eine Grundimmunisierung da in der Population?
Thomas
00:25:55
Ja genau, es war wirklich eine Pflichtimpfung, was sehr umstritten war schon damals. Also selbst vor Corona war das logischerweise. Es ist selbst damals sehr umstritten gewesen, das dort vorzuschreiben. Also das kann man schon sagen. Aber damals hat man natürlich mit dieser Pflichtimpfung eine sehr hohe Impfdichte erreicht. Und das Ergebnis spricht irgendwo für sich. Also im Jahr 2009 war im Prinzip Schluss damit. Und dann, wie gesagt, im 16er Jahr, ab dem 16er Jahr hat es dann kaum noch Fälle gegeben und davor schon nicht. Und im Jahr 23 dann, dort ist dieser Typ 3 gekommen.
Willy
00:26:44
Aufgetreten. Stärker aufgetreten. Da war er wahrscheinlich immer schon.
Thomas
00:26:47
Nein, nein, nein. Ironischerweise scheint er den selben Weg genommen zu haben wie der Achter. Man weiß es nicht genau. Aber auch der ist wieder aus den Niederlanden, Nordwestdeutschland zuerst aufgetreten und hat sich dann mit einer extremen Geschwindigkeit verbreitet. Es hat dort allerdings dann keine. Und dieser Typ 3, der hat vor allen Dingen beim Schaf, in den Niederlanden und in Nordwestdeutschland, der ist wirklich devastierend gewesen. Also dort sind...
Willy
00:27:22
Devastierend? Das muss man wirklich sagen.
Thomas
00:27:25
Also dort sind wirklich...
Willy
00:27:27
Eine hohe Mortalität.
Thomas
00:27:28
Eine hohe Mortalität gewesen. Also gerade in den Niederlanden, auch in Nordwestdeutschland, Westdeutschland hat es also besonders in Schafbeständen, aber auch bei den Rindern, hohe... Raten gegeben an Tieren, die nicht zu retten gewesen sind. Und man hat dann ab Mitte 2024 standen dann erste Impfstoffe zur Verfügung, die über eine Notzulassung, also über eine Verordnung, weil so schnell bekommt man, wir erinnern an Corona, wie das läuft, dass man dort eine Notzulassung und seitdem haben wir Impfstoffe für diesen Typ 3, der dann geimpft werden konnte. Was dann passierte und jetzt kommt der Österreich-Bezug, dieser Typ 3 hat sich dann von Nordwesten, also Niederlanden, Nordwestdeutschland, im Laufe des Jahres 2024 nach Süden und nach Osten verbreitet. Und er ist Ende des 2024er Jahres so in Bayern stehen geblieben. Und hat dann im 25er Jahr der Typ 3 dann vom Norden und Westen nach Österreich.
Willy
00:28:47
Ist dort am Winter hängen geblieben?
Thomas
00:28:49
Ja, im Winter hast du, wie wir jetzt sind, keine Knitzen, die das übertragen können. Damit stoppt das im Winter.
Willy
00:28:57
Weil die Insekten die Vektoren sind, die das übertragen und die dann einfach nicht aktiv sind. Ah, Knitzen.
Thomas
00:29:02
Genau, man hat keine Vektoren mehr, demzufolge bleibt das stehen. Infizierte Tiere, die die Krankheit überlebt haben, die bleiben natürlich.
Willy
00:29:10
Die tragen den Virus in sich?
Thomas
00:29:12
Die tragen den Virus, wenn die recht spät infiziert worden sind.
Willy
00:29:15
Kann er den im Tier überwinteren?
Thomas
00:29:17
Nicht nur überwinteren, sondern das bleibt halt eine Weile. Die sind eine Weile viremisch, also haben Viren, die sind klinisch dann völlig gesund, tragen aber das Virus noch eine Weile. Und das hat uns, wenn ich jetzt uns sage, meine ich Österreich, natürlich die Chance gegeben, Gegen vorzubeugen. Und das ist auch in größeren Anteilen passiert. Also gerade im Bereich der Schafe ist bereits 24, aber auch 25 dann, hatten wir die Chance, relativ viele Betriebe zu impfen. Was uns dann den Typ 3 bezogen relativ glimpflich hat davon kommen lassen. Also der Typ 3 ist dann natürlich, das kann man auch auf der, wer da nachschauen will, die Arges veröffentlicht das ja ganz regelmäßig, dass uns der Typ 3 dann praktisch von Bayern und von Tschechien ausgehend nach Österreich gekommen ist. Dort sind aber dadurch, dass wir eine recht gute Durchimpfung hatten, vor allen Dingen im Schafbereich, hat es dort schon Schäden gegeben. Es ist nicht schadlos an uns vorbeigegangen, aber im Vergleich zu dem, was im Vorjahr in den Niederlanden und Nordwesten unvorbereitet getroffen hat, war es wesentlich weniger. Also es hat teilweise missgebildete, also das Pluton-Virus kann beim tragenden Tier auf das Kalb oder auf die Lämmer übergehen und dort Schäden hervorrufen, sodass dann missgebildete Jungtiere geboren werden, die nicht lebensfähig sind, Gehirnmissbildung, verschiedene Missbildungen sind da möglich. Aber insgesamt sind wir mit dem Typ 3 durch den Vorlauf, den wir hatten, relativ glimpflich weggekommen. Was dann aber ein bisschen unerwartet oder auch vielleicht erwartet.
Willy
00:31:20
Der eine hat es erwartet, der andere nicht.
Thomas
00:31:22
Im Nachhinein kann man natürlich immer klug sein, das ist völlig klar. Hat uns zum Ende des Sommers, also Ende August beginnen, ist der Typ 8. Der 8er? Der Typ 8 in die Steiermark.
Willy
00:31:37
Da war es nämlich eine Zeit lang laut rund um das Thema.
Thomas
00:31:39
Ja, in Steiermark und Kärnten. Und den Typ 8, gegen den ist kaum oder wenig geimpft worden. Hier muss man dazu sagen, dass es zwischen den Typen fast keine Kreuzimmunitäten gibt. Also die Typen sind unterschiedlich.
Willy
00:31:55
Du impfst acht, das bringt dafür drei gar nichts.
Thomas
00:31:57
Ja, bei dem Beispiel kann man so sagen, es gibt Typen, die sind enger miteinander verwandt. Dort hat man gewisse Kreuzimmunitäten. Aber gerade der Achter und der Dreier sind sehr weit auseinander. Das heißt also eine Impfung, und so ist es leider auch passiert, und das ist wirklich sehr unglücklich, muss man sagen, wenn zum Beispiel Tierbesitzer in Kärnten oder in der Steiermark gegen den Typ 3 geimpft haben und dann kam der 8er dann hat die Impfung leider sehr wenig Effekt gehabt der Typ 8 der ist schon eine Weile in der Schweiz und auch in Italien und auch in verschiedenen Balkanländern unterwegs gewesen aber der Wie gesagt, Prophezeiungen sind halt immer schwierig, vor allen Dingen, wenn sie die Zukunft betreffen. Und das hat uns sehr unglücklich getroffen. Sodass es leider im Süden, also in der Steiermark und Kärnten, durchaus auch eine Übersterblichkeit, also mehr Todesfälle gegeben hat. Vor allen Dingen wieder im Schafbereich, aber auch im Bereich der Neuweltkamele offensichtlich.
Willy
00:33:10
Es gibt eine Frage von einem Kollegen, der hat gesagt, gibt es zwischen den, weil am stärksten betroffen sind ja die kleineren Tiere. Jetzt kannst du wirklich sagen, je größer das Tier, desto milder sind die Krankheitsverläufe und besonders betroffen sind Schafe.
Thomas
00:33:23
Ja, wobei der Typ 3, als der in Deutschland und in Niederlanden war, auch die Rinder recht stark betroffen hat. Und bei dem Typ 3 war es damals auch neu. Bis dahin hat man gedacht, dass der den Lama aus den Alpakas wenig antut. Also dass die zwar infiziert werden, aber klinisch nicht krank werden.
Willy
00:33:42
Also keine Symptome zeigen.
Thomas
00:33:43
Keine Symptome zeigen und das war beim Typ 3 auch nicht mehr so.
Willy
00:33:48
Das ist alles neu mit der 3.
Thomas
00:33:50
Genau, weniger als beim Schaf. Also Schaf war wirklich Nummer 1.
Willy
00:33:56
Und unter den Rassen, das war nämlich die Frage von ihm, gibt es da zwischen den Rassen, gibt es da stabilere Rassen oder widerstandsfähigere Rassen?
Thomas
00:34:03
Würde ich so jetzt nicht ganz so sehen. ich würde es eher sehen, dass der Gesundheitsstatus der Herde entscheidender ist. Also direkte Rassenunterschiede ist eher schwierig.
Willy
00:34:18
Okay. Wenn man sich das jetzt anschaut, jetzt gibt es das, also das ist sogar aufgeschrieben, gibt es sowas, wie du hast es gerade gesagt, es gibt symptomlose Infektionen. Ja. Ist das nicht eine besondere Gefahr, dass man, wenn man zum Beispiel jetzt Tiere, importiert oder sowas, dass man die Blauzunge einfach mitnimmt, quasi die Flugreise abkürzt sozusagen und einfach das einschleppt. Wie kann man denn mit sowas umgehen?
Thomas
00:34:43
Ja, natürlich. Also das ist durchaus möglich. Wie gesagt, als es in Mitteleuropa Blauzungen noch nicht gab, waren natürlich Importe aus dem Süden, die sind immer kontrolliert worden. Das ist natürlich klar, wenn ich mir ein Tier oder Tiere ins Land bringe, wo es das noch nicht gibt, und ich habe eine Vektorenpopulation, also die knitzen, dann habe ich natürlich automatisch die Möglichkeit, dass sich das verbreitet. Logischerweise. Und Das wäre jetzt vor allen Dingen natürlich auch typenabhängig. Wenn wir wissen, es gibt verschiedene Typen, wäre es also nicht klug Tiere mit dem Typ, der in dem Gebiet noch nicht da ist.
Willy
00:35:31
Also auch jetzt zum Beispiel für die Steiermark wäre blöd, das reinzuholen.
Thomas
00:35:35
Wobei hier muss man natürlich sagen, jetzt zurzeit ist Ruhe. Aber ich glaube, man braucht kein Prophet sein, um voraussagen zu können. Und das macht es für uns ein bisschen unglücklich, dass der Typ 3, der bisher hauptsächlich nördlich des Hauptkammes ist, im nächsten Jahr wahrscheinlich in den Süden wandern und andersrum der Achter. In den Norden, also über beide Seiten. Dazu kommt noch, dass der Typ 4 auch immer noch ein bisschen mit rumschwirrt in geringer Ausprägung. Dann findet man immer mal noch einen Typ 12 mit. Also es bleibt bunt, es bleibt bunt. Aber hauptsächlich ist es, wie gesagt, der Typ 3 und Typ 8. Und nun haben wir ein bisschen ein Problem dahingehend, für die Landwirte, aber auch für die Tierärztinnen und Tierärzte, es gibt keinen Kombinationsimpfstoff Typ 8 und Typ 3.
Willy
00:36:30
Du musst doppelt impfen.
Thomas
00:36:31
Ja, es gibt einen Kombinationsimpfstoff Typ 4 und Typ 8. Aber da wir in Österreich halt 8, 3 und 4 haben, und das jetzt auch nicht absehbar ist, dass es ab nächstem Jahr eine Kombi zwischen drei und acht geben wird, wird es wohl notwendig werden oder empfehlenswert werden, sagen wir es mal so, empfehlenswert werden, dass man gegen beide Typen...
Willy
00:36:56
Wie geht es denn dir bei der Impfung oder durch die Impfung? Was hat das für Auswirkungen? Juckt das ein bisschen oder hat das gröbere Auswirkungen?
Thomas
00:37:02
Was man häufig sieht, sind leichte Schwellungen an der Injektionsstelle. Und dann sind, das ist ja ein Totimpfstoff, also das ist kein lebender Virus drin, sondern das ist ein abgetöteter Virus. Demzufolge wird ja manchmal erzählt, ja danach haben die Tiere dann erst recht die Erkrankung bekommen. Also vom Impfstoff selber kann man nicht krank werden.
Willy
00:37:29
Also vom Totimpfstoff. Ist das das Homologe oder gibt es Homologe und Heterologe Impfstoffe, hat das mit dem was zu tun?
Thomas
00:37:35
Ja, das ist ein bisschen vielleicht eine andere Geschichte. Es geht eher Tod- und Lebendimpfstoffe. Und Lebendimpfstoffe, die enthalten einen abgeschwächten Erreger. Der lebt noch. Der lebt noch, der ist noch vermehrungsfähig, brauche ich für manche. Die erzeugen in der Regel eine sehr starke Impfantwort. Aber dort habe ich das Problem, dass natürlich das Virus lebt und auch weiter verbreitet werden kann. Und demzufolge ist das wenig sinnvoll hier in unserem Fall, sondern bei uns sind es Totimpfstoffe. Was ich damit aber sagen wollte, natürlich kann das zu einer Verstärkung der Erkrankung führen, wenn ich unbekanntermaßen in ein Tier hineinimpfe, was meinetwegen ein paar Tage vorn weg ist. Den Virus bekommen hat und dann, das weiß ich aber nicht, befindet sich in der Inkubationsphase, kann ich nicht wissen, und dann dort hineinimpfe. Das kann zu einer stärkeren Reaktion und auch zu einer stärkeren Erkrankung mal führen, aber das sind Einzelfälle.
Willy
00:38:53
Aber man kann krankes Tier nicht gesund impfen. Nein, nein, nein.
Thomas
00:38:58
Das muss man ja sagen. Die Impfstoffe sind ja primär prophylaktisch, also vorbeugend. Also ein Impfstoff ist mit seltenen, es gibt ein paar Erkrankungen, wo ein Impfstoff auch therapeutisch wirkt. Aber Blauzunge gehört da nicht dazu. Also dort ist es eine reine Prophylaxe, die man auch prophylaktisch, also im Vorbeuge im Deutschen, das Wort, die man vorbeugend machen soll.
Willy
00:39:28
Das ist gerade vor der Triage gesprochen, kann sein, dass jetzt ein kleiner Schnitt drinnen ist, weil wir ein kleines Problem mit der Festplatten gehabt haben. Aber erklär noch mal bitte den Begriff von der Triage.
Thomas
00:39:38
Also Triage kommt ja im Prinzip aus der Militärmedizin. Dort, so brutal das auch irgendwie klingt, dort hat man halt geschaut, wem kann man helfen. Also wer ist in einer Situation, wo es sinnvoll ist, möglichst viel Medizin hineinzubekommen. Und in der Tiermedizin haben wir ja auch irgendwo die Möglichkeit, Tiere, bei denen wir einschätzen müssen, dass das Leiden so groß ist. Dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Tiere die Erkrankung nicht überleben, sehr, sehr hoch ist. Das Tierwohl... In extremer Art und Weise beeinträchtigt ist, dass man sich dort durchaus zu einer Euthanasie, also zu einer Erlösung entscheiden kann. Und das ist auch absolut gerechtfertigt.
Willy
00:40:26
Du hast ja vorher auch gesagt, du bist auf der Seite der Tierhalter und hast natürlich auch, weil du das ökonomische reinbrachst, du hast gesagt, ja schon, aber implizit hast du eigentlich gesagt, dann geht es schon um die Tiere, um das Tierwohl. Ich kann mich jetzt erinnern an den Dirk, wie er davon geredet hat, dass er einfach dann Teil der Entscheidungen treffen muss, dass er ein Tier erlöst, weil es einfach die Symptome zu stark sind, weil er einfach hinten auch nicht nachkommt. Da hast du richtig gemerkt, da sind einem schon fast ein bisschen die Tränen in die Augen stand. Das sind auch extrem schwierige Situationen. Das geht.
Thomas
00:40:56
Die Tierärzteschaft ist ja nicht so riesig, gerade im Nutztierbereich.
Willy
00:41:00
Man kennt sich.
Thomas
00:41:01
Man kennt sich oder man kennt viele. Ich habe relativ viele gute Kollegen, auch in Norddeutschland, Nordwestdeutschland. An denen geht das auch nicht vorbei. Das muss man schon sagen, weil die Möglichkeiten, den Tieren zu helfen, sind beschränkt. Die Anzahl der erkrankten Tiere damals in Nordwestdeutschland und Holland war extrem groß. Das geht also auch an den Tierärztinnen und Tierärzten nicht spurlos vorbei. Und an den Landwirtinnen und Landwirten natürlich auch. Das ist völlig klar. Von den großen ökonomischen Schäden ganz abgesehen. Aber diese Situation, ich glaube, das mit den ökonomischen Schäden, das wird einem erst später so bewusst, wenn die haben ja teilweise 50 Prozent ihre Herden verloren. Also das war wirklich...
Willy
00:41:49
Was bedeutet das denn jetzt für den Betrieb? Also ich sage mal, bleiben wir bei den Schafen oder gehen wir zum Milchvieh. Entscheid du, was du dir am besten sagen kannst. Was heißt das ökonomisch für einen Betrieb, wenn sowas passiert?
Thomas
00:42:03
Ja, das ist ein schwerer Schaden. Das geht bis ans... Vernichtung von Existenzen. Also das ist wirklich, natürlich bekommen die, sind ja in der Tierseuchenkasse, bekommen eine gewisse Entschädigung dafür, aber das gleicht natürlich nicht den Wert aus. Das geht auch gar nicht anders, das ist eine Versicherung halt. Aber das geht teilweise bis ans Existenzielle. Also das sind schon, gerade wenn das so stark betroffen ist, ist das so ein hoher Prozentsatz. Und die müssen den ja versuchen zu ersetzen. Einmal, wo Kosten entstehen, dann sind stark hohe Behandlungskosten, die natürlich zusätzlich entstehen, die unausweichlich sind. Und dann ist natürlich, sagen wir mal, Milchviehbetrieb oder Milchschafbetrieb oder ein Schafbetrieb, fallen natürlich die Erlöse im kommenden Jahr schon weg. Also wenn ich jetzt meinetwegen Milchziegenbetrieb oder Milchschafbetrieb habe und ich verkaufe meine Milch oder ich mache Gäse. Was du erwähnt hattest, wenn ich nur noch die Hälfte oder ein Drittel der Milch habe, die ich sonst habe, brechen dort natürlich auch die Erlöse weg.
Willy
00:43:15
Und Hälfte und Drittel der Milch heißt, zum Teil geht die Milchleistung des einzelnen Tieres zurück. Gleichzeitig fallen Tiere komplett aus. Und es wirkt sich auch, was ich beim Dirk zumindest auch gehört habe, auf die Trächtigkeit der Tiere dann auch aus, dass quasi gewisse Tiere gar nicht mehr trächtig werden können. Also du hast eine ganze Mischung aus. aus Problemen, die entstehen können.
Thomas
00:43:37
Verschiedene Schäden. Schäden an den Lämmern und Kälbern, die durch das Virus Infektionen entstanden sind. Dann Verminderte Trächtigkeitsraten durch die Virusinfektion hängt immer ein bisschen vom Zeitpunkt der Infektion ab, ob die Tiere gerade tragend sind oder tragend werden sollen oder ob das nicht der Fall ist. Die haben ja häufig eine Saisonalität. Aber die Schäden sind schon enorm, das muss man ganz einfach so sagen.
Willy
00:44:06
Wer hilft denn die Betriebe dann eigentlich tatsächlich? Also wenn das so, wenn jetzt, sage ich mal, ich bin ein Betrieb, ein Kleiner, ich bin kein großer Betrieb, ich kann die Kosten nicht so gut umlegen, habe vielleicht drei, vier schlechte Jahre gehabt, weil vielleicht die Nachfolge der Milchpreise oder sonst was nicht gut war. Und auf einmal kommt dann diese Seuche obendrauf. Das wird existenziell.
Thomas
00:44:24
Das ist eine schwierige Sache. Also es bleibt, wie gesagt, es gibt schon eine gewisse Entschädigung über Tierseuchenkasse. Es gibt auch teilweise so, ist wieder sehr landesabhängig. So Nothilfefonds, die dann helfen. Aber es ist natürlich nie so, dass das ein hundertprozentiger Ersatz der Kosten sein kann. Es bleibt ein Risiko. Es ist natürlich, kann man auch argumentieren, der Landwirt ist ja auch ein Unternehmer. Und ein gewisses unternehmerisches Risiko trägt man logischerweise auch. Aber wie gesagt, die Schäden waren schon sehr, sehr stark.
Willy
00:45:06
Das ist natürlich ungerecht.
Thomas
00:45:08
Ja, natürlich. Man kann aber jetzt auch kaum jemanden dafür verantwortlich machen. Wir sehen, und das muss man schon ernsthaft sehen, wir sehen auch die Folgen des Klimawandels irgendwo. Dass wir Erkrankungen bei uns in Breiten haben, wo wir vor 20, 25 Jahren nicht damit gerechnet haben. Also man kann das leugnen oder nicht, ist ganz egal, aber die Zeichen... Was wir sehen, spricht irgendwo für sich.
Willy
00:45:36
Warum werden denn zum Beispiel jetzt bei der Blauzungenkrankheit die Tiere nicht gekeult? Bei der MKS oder anderen, vielleicht der Lampiskin, kommt man auch noch im nächsten Gespräch. Schon. Also was entscheidet über Kerde wird gekeult? Also die Tieren werden getötet und warum nicht?
Thomas
00:45:55
Das hat also verschiedene Hintergründe. Das ist nicht ganz so trivial. Es gibt zunächst mal ein europäisches Animal Health Law. A-H-L ist das immer abgekürzt, Animal Health Law. Das ist eine europäische, die dann aber für jedes Mitgliedsland umgesetzt wird. Die gilt schon seit einer Weile und da sind die Mitgliedsstaaten noch dabei, das ein bisschen umzusetzen. Und dort werden einige Tierseuchen festgelegt, bei denen eine sofortige Bekämpfungspflicht besteht.
Willy
00:46:38
A bis E gibt es für solche Kategorien.
Thomas
00:46:41
Das ist eine Kategorisierung. Es können mehrere Kategorien zugeordnet sein. Das kann man relativ leicht nachschauen. Alles was zu A ist, das sind die unmittelbar Betämpfung.
Willy
00:46:51
Das sind die Orgen.
Thomas
00:46:53
Nicht nur die Orgen aus medizinischer Sicht. Also da gehört zum Beispiel Ebola dazu, als Beispiel. Und Ebola ist natürlich was, was wir alle wissen vom Menschen. Also eine Zoonose geht auf Menschen über, ist kritisch für den Menschen. Das ist die eine Gruppe. Da gehört zum Beispiel aber auch MKS dazu. Und MKS geht nicht auf den Menschen übrig. Aber dort versucht die EU... Einen Freiheitsstatus aufrechtzuerhalten. Und hier kommen wir dann, sagen wir mal, frei von Maul- und Klauenseuche. Und hier kommen wir dann in einen Bereich hinein, der dann vor allem wirtschaftlich ist und der mit Handelsrestriktionen zu tun hat. Wenn man mit Tieren, wenn man mit Sperma, mit Embryonen, mit Fleisch, mit allen Produkten handeln will, braucht es eine Freiheit. Und dort wäre der wirtschaftliche Schaden immens, wenn dieser gesamte Handel zusammenbrechen würde. Und das hat ja Deutschland, dort kenne ich es, in Slowakei und in Ungarn, was genauso erlebt, sobald ein MKS-Ausbruch in dem Land ist, ziehen sämtliche Importländer den Vorhang zu, machen die Tür zu.
Willy
00:48:24
Jetzt sind wir dann auf Landesebene, nimmt man doch immer gleich das Land aus.
Thomas
00:48:26
Das wird das komplette Land mit. Es gilt meinetwegen, Deutschland galt dann drei Monate nicht mehr als MKS frei. Der Ausbruch war im Jänner und es gibt, soweit ich weiß, jetzt noch Länder, obwohl der Freiheitsstatus lange wieder hergestellt ist, die noch immer keine Importe zulassen.
Willy
00:48:41
Und das heißt was.
Thomas
00:48:41
Und das heißt was. Die Beweggründe für diese Einteilung, die können medizinisch sein, die können aber auch durchaus politisch sein, politisch-ökonomisch sein. Hier Wie gesagt, das wird vermutlich, da sind wir wieder am Blick in die Zukunft.
Willy
00:49:07
Die Prognosen. Die Prognosen.
Thomas
00:49:09
Also gegen MKS könnte man impfen. Es gibt also in anderen Gegenden der Welt, zum Beispiel Südamerika, impft sehr, sehr stark gegen MKS. Und die haben damit fast eine Freiheit erreicht. Medizinisch wäre das durchaus möglich. Und es ist auch nicht so, was teilweise irrtümlich angenommen wird, dass bei MKS alle Tiere sterben würden. Das stimmt nicht. Es erkranken viele, aber die Mortalität bei MKS, die ist gar nicht so hoch. Es sterben vor allen Dingen die Jungtiere, erkranken tun sie fast alle, aber eine Kuh, die würde sich durchaus erholen bei entsprechender Betreuung, Behandlung, würde die sich erholen. Das Problem ist dort, dass es auch da einige Tiere gibt, die das Virus persistent tragen. Die würden dann dafür sorgen, das MKS im Land bleibt und dann immer wieder neu und neu und neu und neu.
Willy
00:50:19
Da habe ich ja mit Lorenz Kohl auch lange darüber geredet, ob es endemisch ist, also impfen und endemisch, also es ist einfach da das Virus und man lebt damit, also was ja auch bei anderen Viren teilweise ist in anderen Ländern oder man ist eben frei und das sind einfach die zwei großen...
Thomas
00:50:35
Genau, dort besteht die Zielstellung frei zu sein und die Zielstellung die hat die EU bei Blauzungen nicht.
Willy
00:50:43
Ist es damals knapp an dieser solchen Kategorie auch vorbeigeschrammt oder ist es Also damals 2006.
Thomas
00:50:52
2007 gab es das AHL noch nicht, das ist glaube ich von 2016, von 2016 ist das und 2021 dann in Wirksam geworden. Und eventuell ist das auch eine Lehre oder eine Konsequenz, jetzt muss ich spekulieren, dass man gesehen hat gegen Pluton, dadurch dass das Virus durch die Knitzen verteilt wird und zweitens gibt es wie gesagt in südlichen Europa gibt es Pluton schon seit langer, langer Zeit.
Willy
00:51:26
Eigentlich endemisch.
Thomas
00:51:27
Nein, in einigen Ländern endemisch. Sodass man dort gesagt hat, das hat keinen Sinn, das in eine Kategorie hineinzunehmen, weil das werden wir nie beherrschen.
Willy
00:51:37
Dann gehen dann ständige Grenzen auf uns.
Thomas
00:51:39
Das ist spekulativ, aber es ist zumindest ein bisschen spekulativ. Das ist vom
Willy
00:51:44
Verständnis her an diese Kategorie nach Rand tasten, was da dahintersteckt.
Thomas
00:51:47
Was natürlich durchaus, ich bin ja jetzt keiner, der in, sagen wir mal, kein Gesetzesmacher in dem Sinne, aber was man sich natürlich vorstellen könnte, ist, dass es durchaus Erkrankungen geben könnte, wenn die weiter und weiter in die EU hinein rücken, dass man dort sagen wir mal die Kategorisierung überdenken muss. Schaffe ich das noch? Dort meine Freiheit zu erreichen oder aus welchen Bedingungen auch immer schaffe ich das nicht mehr? Es sind so viele Tiere betroffen, dass es nicht mehr möglich ist. Aber das sind jetzt wieder Gedanken, die die vielleicht irgendwo in die Zukunft gehen. Gegenwärtig, wie gesagt, gilt das AHL und der Sache folgen wir natürlich auch. Und das ist schon... Also die Bilder, die man dort sieht, die sind natürlich... Schlimm. Also mich berührt das, wenn ich sehe, wie dort hunderte, tausende Rinder getötet werden müssen.
Willy
00:52:51
Jetzt bei der MKS.
Thomas
00:52:52
Bei der MKS, wo man auch weiß, die hätten das überlebt wahrscheinlich zu großem Prozentsatz. Das ist bei der Geflügel, bei der aviären Influenza ein bisschen anders. Die sterben eh zu großen Teilen.
Willy
00:53:04
Und da sind wir eben genau an dieser Schnittstelle zwischen Medizin, Ethik, Ökonomie, Gesellschaft, Politik.
Thomas
00:53:12
Und das ist nicht einfach. Die Entscheidungen sind nicht einfach. Und ich gehe auch davon aus, dass es da auch in Zukunft Bewegungen geben wird, vielleicht, wenn sich die Seuchenlage ändert, dass man dort sagen wir mal, sich vielleicht bei manchen Sachen auch eingestehen muss. Wir beherrschen das nicht mehr. Wir müssen das anders angehen. Wir müssen vielleicht Dinge, die wir, wo wir, also wenn man eine Freiheit hat, besteht ja immer ein Impfverbot, weil ich nicht auseinanderhalten kann bei vielen Sachen. Das schließt sich aus. Wenn ich impfe, kann ich in vielen Fällen keine Diagnostik über Antikörper mehr machen, weil ich den Impfantikörper vom Feldvirus Antikörper nicht unterscheiden kann.
Willy
00:53:57
Ich diagnostiziere dann quasi die Impfung und sage.
Thomas
00:53:59
Ja, ich kann es einfach nicht unterscheiden.
Willy
00:54:02
Spannend, wichtiger Punkt, auch zum Verständnis des Ganzen.
Thomas
00:54:06
Und demzufolge, aber wie gesagt, wenn wir jetzt, also es kann sich durchaus dort vermutlich, dass wir als reagieren müssen, dass es gute Gründe gibt, meinetwegen bei manchen Erkrankungen, die anders zu klassifizieren. Aber wie gesagt, das sind Blicke in die Zukunft. Aber wir sehen schon, dass Erkrankungen näher an uns ranrücken. Die wir gedacht haben, die werden uns wohl nicht betreffen. Also da geht es um Lampi Skin, hattest du schon erwähnt. Da geht es um Pester, Kleinwiedergeuer. Da geht es um Schaf- und Ziegenpocken. Da geht es um EHD. Blauzunge gehört natürlich da auch dazu.
Willy
00:54:49
Es gibt eine ganze Reihe an Ticken eigentlich.
Thomas
00:54:51
Das ist schon sehr dynamisch. Ich würde mir jetzt nicht trauen zu sagen, MKS wird uns die nächsten Jahre nicht mehr betreffen. Wir hatten das alle gehofft, dass es uns nicht betrifft. Aber wir haben gesehen.
Willy
00:55:06
Da habe ich noch ein paar Fragen. Entschuldige.
Thomas
00:55:09
Was man auch noch mitdenken sollte, unsere Gesetzgebung, solche Gesetzgebung, die hat sich ja entwickelt. Aus den 60er, 70er, 80er, 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Und was damals zu heute natürlich... Das klingt so lang. Da war ich jung. Was damals natürlich ein Riesenunterschied zu heute war. Es gab weniger Tiertransporte und es gab aber vor allen Dingen viel weniger fernreisende Menschen. Und bei diesen MKS-Fällen, die in Deutschland, die in der Slowakei und in Ungarn aufgetreten sind, muss man davon ausgehen, dass das kontaminierte Lebensmittel waren. In Großbritannien damals 2001 und 2007 weiß man es.
Willy
00:55:55
Im Kofferraum mit, von der Großmutter hat die Großmutter etwas gemacht.
Thomas
00:55:58
Genau, und wie gesagt, gerade in Asien ist MKS weit verbreitet. Das ist dort endemisch, ne? Das Virus ist recht stabil, das kann ich also durchaus in der von dir erwähnten Wurstsammel mitbringen.
Willy
00:56:15
Zudem habe ich noch eine Frage. Zwei Punkte eigentlich. Wenn ich jetzt auf meinem Betrieb den Verdacht auf MKS habe als Bauer, dann muss ich meinen Dienst verständigen. Was wird denn da für eine Kette ausgelöst? Was passiert denn dann? Also bei, MKS oder Bluthang gesagt?
Thomas
00:56:36
Die Blauzungen meint es natürlich.
Willy
00:56:38
Wir sind bei Blauzungen.
Thomas
00:56:39
Ja, wir sind bei Blauzungen. Wir sind bloß ein bisschen abgetreiftet. Also, dieses System AHL beschreibt, alle diese Erkrankungen, die da drin gelistet sind, sind meldepflichtig. Also wir haben praktisch den Ausbruch der Erkrankung offiziell zu melden und da wird dort praktisch registriert. Die Auswirkungen sind extrem unterschiedlich. Je nach Krankheit. Und bei Blauzunge passiert exakt gar nichts. Gar nichts? Nein. Also dort werden keine Reglementierung, keine Betriebssperren, keine Liefersperren. Es wird aber natürlich, um zu überwachen, wie sich die Krankheit entwickelt, wie sie sich ausbreitet, ist es extrem wichtig, dass es gemeldet wird. Nur so bekommt man ein Bild, breitet sich die Erkrankung aus oder bleibt sie da. Und wir müssen schon davon ausgehen, dass dass nicht alle Fälle Blauzunge gemeldet worden sind, weil natürlich die Leute auch gewusst haben, ja, es passiert eh nichts, warum soll ich es jetzt melden, da habe ich nichts von. Also da hat es sicher schon ein paar Betriebe gegeben, wo die Krankheit aufgetreten ist, wo das wahrscheinlich nicht gemeldet worden ist.
Willy
00:57:57
Aber es gibt keine Konsequenzen für die Betriebe. Es geht wirklich nur damit, dass man es statistisch erfasst, damit man es epidemiologisch, wie man das dann auch gescheit heißt, nachvollziehen kann, wie der Virus auch wandert.
Thomas
00:58:07
Genau.
Willy
00:58:09
Das ist das Einzige.
Thomas
00:58:10
Das ist das Einzige.
Willy
00:58:11
Okay, dann vielleicht aus Sicht der Konsumenten, die natürlich die Frage, wann jetzt, keine Ahnung, der Dirk hat damals gesprochen, es hat überhaupt keine Auswirkungen auf die Lebensmittel, aber er merkt es in der Verarbeitung der Milch zu Käse, dass er da kürzere Zeiträume hat, damit er die Milch überhaupt verarbeiten kann. Also solche Dinge. Gibt es irgendwelche Auswirkungen für Konsumenten? Irgendwas, wo man als Konsument aufpassen muss, sich Sorgen machen müsste vielleicht?
Thomas
00:58:37
Also bei Blauzunge gibt es keinerlei irgendwelche Fälle, die irgendwo beschrieben wurden, wären, dass es eine Bedeutung für den Mensch hat. Also das ist rein auf Wiederkäu und diese Kamele beschränkt. Ich vermute mal, das was du erwähnt hast, dass das Virus auch jetzt nicht, weil es wird nicht über die Milch, also in der Milch erscheint das nicht, dass aber die Milch eine andere Zusammensetzung gehabt hat durch die Erkrankung der Tiere. Also dass das eher eine indirekte Folge dessen ist. Ich glaube ihm das gerne. Es ist klar, ein Tier, was eine starke Immunantwort hat, was gestresst ist, dort ändert sich natürlich auch die Milchzusammensetzung mit.
Willy
00:59:22
Werkt man beim Fleisch oder ein gestresstes Tier, was zum Beispiel durch Schlachtung extremen Stress gehabt hat?
Thomas
00:59:27
Also dort ändern sich natürlich die Produkteigenschaften schon. Aber das Virus selbst hat für einen Menschen glücklicherweise keinerlei Auswirkung. Deswegen ist es ja auch nicht in A, sondern nur in C, D und E einkategorisiert.
Willy
00:59:44
C, D und E, das wollte ich noch sagen.
Thomas
00:59:47
Mach mich mal nicht fest. Ich glaube aber, es ist C, D und E.
Willy
00:59:51
Deswegen denke ich, ich schaue da.
Thomas
00:59:54
Um ehrlich zu sein, jedes Mal nach, aber ich glaube, es ist C, D und E. Also das sind die unteren Kategorien, wo es nur darum geht, dass man das meldet und dass man eine Überwachung durchführt und so weiter.
Willy
01:00:08
Okay, okay, okay. Das heißt, für die Konsumentinnen, Grund zur Warnung, das heißt.
Thomas
01:00:13
Dort kann man wirklich Entwarnung gehen.
Willy
01:00:14
Es ist eher ein Problem für die Tiere natürlich, erstens einmal, weil sehr, sehr schmerzhaft die Krankheit und natürlich für die Bäuerinnen und Bauern, weil, wie wir gesprochen haben, Ernterückgänge, Produktionsrückgänge etc. Aber für Konsumentinnen kann man wirklich entwarnen.
Thomas
01:00:29
Da gibt es keinerlei Hinweise, dass das irgendwie eine Bedeutung hätte.
Willy
01:00:34
Was ich mir jetzt aufgeschrieben habe, hinten zum Reflektionsteil, aber das kommt bei einem Angespräch sicher, Aber gefühlt, jetzt bin ich mir nicht sicher, ob das eine mediale oder medizinische oder epidemische Frage ist, gefühlt nehmen die Anzahl der Tierkrankheiten, Seuchen, was durch die Medien gehen, zu. Nur bin ich mir selber bei mir nicht sicher, weil ich natürlich in der Bubble bin, wie es so schön heißt, kannst du das aus wissenschaftlicher Sicht, wird das mehr?
Thomas
01:01:00
Also ich würde das einfach warten.
Willy
01:01:03
Ein klares Ja. Das heißt, wir müssen uns da auf mehr, Erkrankungen.
Thomas
01:01:09
Die wir vor Jahren hier nicht gekannt haben.
Willy
01:01:12
Das heißt, es macht auch Sinn, immer wieder solche Folgen wie die jetzt zu machen, wo man Konsumenten informiert, wo man ein bisschen mal so Grundinformationen...
Thomas
01:01:21
Würde ich schon sagen.
Willy
01:01:22
Findest du unsere Sendung heute sinnvoll?
Thomas
01:01:25
Das schauen wir mal, wenn ich sie mir angehört habe.
Willy
01:01:28
Auch schön, du hast das zumindest dann. Einen Hörer haben wir schon.
Thomas
01:01:31
Na klar doch.
Willy
01:01:33
Was ich bei solchen Fragen immer gerne frage, ist, welcher Frage in dem Gesamtkontext, die wichtig ist zu wissen zum Thema Blauzungenkrankheit, habe ich jetzt nicht gestört? Oder was hättest du gerne noch beantwortet? Oder was ist dir jetzt abgegangen in diesem Gespräch? Ich habe mir natürlich versucht, gut vorzubereiten. Aber...
Thomas
01:01:53
Ja, ich glaube, wir haben schon medizinische Aspekte abgehandelt. Wir haben über ökonomische Sachen, wir haben über rechtliche Sachen gesprochen, wir haben über Verbraucher gesprochen. Ich bin froh, dass du mich nicht gefragt hast, wie es weitergeht.
Willy
01:02:11
Wie gehst du denn weiter?
Thomas
01:02:16
Elf Meter verwandelt. Ja, danke schon. Also wenn ich mal eine Vermutung, ich würde sagen, uns wird die Blauzunge die nächsten Jahre erhalten bleiben. Sie wird auf ein niedrigeres Niveau zurückgehen, weil wir dann immune oder die Gesamtpopulation resistenter ist durch die ausgeprägte Immunität. Aber dass das Virus verschwindet, kann ich mir nicht vorstellen. Also ich denke, das wird unterschwellig sein und was natürlich das Risiko ist, wer weiß, ob ein neuer Typ nicht irgendwo bereits in den Startlöchern steht, der uns dann heimsucht, auf welchem Weg auch immer, der dann die Immunität, die wir meinetwegen gegen Typ 3, gegen Typ 8, gegen Typ 4 umgeht, weil er wenig mit diesen Typen vielleicht verwandt ist. Es gibt 24 Typen. Dass alle 24 kommen, das hoffen wir mal nicht und das glaube ich auch nicht. Aber ich denke, dass das was ist, was uns begleiten wird.
Willy
01:03:21
Wenn dann wieder ein Neuer kommt und dann wieder irgendwas Spezielles zum Wissen ist, dann lade ich dich einfach wieder.
Thomas
01:03:26
Genau, dann reden wir über den Typ. Was auch immer.
Willy
01:03:30
Dann würde ich jetzt sagen, für dieses Gespräch bedanke ich mich jetzt einmal sehr, sehr für deine Zeit und für die Information. Ich hoffe, für euch war da jetzt was dabei, also sowohl auch für Konsumentinnen als auch für Praktiker, Bäuerinnen und Bauern. Vielen Dank für die Infos und wir sehen uns in der nächsten Folge. Wir reden noch über die Lampi Skinners.
Thomas
01:03:48
Ich sage dir vielen Dank für die Frage.

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