Interview - Lumpy Skin Disease (LSD) - Prof. Thomas Wittek
Die nächste Tierseuche vor der Haustür?
01.02.2026 61 min
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Die Abkürzung LSD steht in diesem Fall nicht für bunte Bilder im Kopf, sondern für die Lumpy Skin Disease, zu Deutsch: Hautknotenkrankheit bzw. Dermatitis nodularis. Während wir in Deutschland, Österreich und der Schweiz aktuell (Stand Aufnahme) noch verschont sind, rückt das Virus näher. Fälle in Italien, Spanien und Frankreich zeigen, dass es wohl nur eine Frage der Zeit ist.
Willy spricht dazu erneut mit Prof. Thomas Wittek von der Universitätsklinik für Wiederkäuer der VetMedUni Wien. Nachdem es im letzten Gespräch um die Blauzungenkrankheit ging (Link unten), steht heute das Pockenvirus der Rinder im Fokus.
Thomas erklärt, was die Krankheit ausmacht: Massive Knotenbildung auf der Haut und den Schleimhäuten, hohes Fieber und große Schmerzen für die Tiere. Im Gegensatz zur Blauzunge verbreitet sich LSD weniger durch Insekten, sondern stärker durch direkten Kontakt, Tiertransporte oder verunreinigtes Equipment.
Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Einstufung der Krankheit durch die EU in die Kategorie „A“. Das bedeutet: Um den Status „frei von“ zu erhalten, müssen bei einem Ausbruch radikale Maßnahmen ergriffen werden – konkret die Keulung der betroffenen Bestände. Thomas und Willy diskutieren das Dilemma zwischen diesem Freiheitsstatus, der wirtschaftlich für den Export essenziell ist, und der Alternative einer Impfung, die jedoch Handelsbeschränkungen nach sich ziehen würde.
Wir blicken auch auf die psychologische Belastung für Landwirtinnen und Landwirte sowie Amtstierärzte, die solche Maßnahmen umsetzen müssen – ein Thema, über das oft geschwiegen wird.
Gute Nachricht zum Schluss: Für Menschen ist das Virus absolut ungefährlich.
INFOS ZUR FOLGE
Info der AGES
www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/lumpy-skin-disease
Hessisches Landslabor (DE)
www.lhl.hessen.de/veterinaermedizin/virologie-serologie/lumpy-skin-disease-dermatitis-nodularis-informationen-zur-krankheit
FLI (DE)
www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/lumpy-skin-disease
EU Verordnung zur Bekämpfung von Seuchen (Art. 12 (1) a)
www.eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32020R0687
EU Verordnung (Animal Health Law) -hier sind die Seuchen definiert
www.eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex%3A32016R0429
Info KVG
www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/tierkrankheiten/LSD.html
Interview – Blauzunge (BTV) – Prof. Thomas Wittek
www.bauertothepeople.at/podcast/266
vetmeduni Wien
www.vetmeduni.ac.at/wiederkaeuermedizin-und-kamelidenmedizin
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Willy spricht dazu erneut mit Prof. Thomas Wittek von der Universitätsklinik für Wiederkäuer der VetMedUni Wien. Nachdem es im letzten Gespräch um die Blauzungenkrankheit ging (Link unten), steht heute das Pockenvirus der Rinder im Fokus.
Thomas erklärt, was die Krankheit ausmacht: Massive Knotenbildung auf der Haut und den Schleimhäuten, hohes Fieber und große Schmerzen für die Tiere. Im Gegensatz zur Blauzunge verbreitet sich LSD weniger durch Insekten, sondern stärker durch direkten Kontakt, Tiertransporte oder verunreinigtes Equipment.
Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist die Einstufung der Krankheit durch die EU in die Kategorie „A“. Das bedeutet: Um den Status „frei von“ zu erhalten, müssen bei einem Ausbruch radikale Maßnahmen ergriffen werden – konkret die Keulung der betroffenen Bestände. Thomas und Willy diskutieren das Dilemma zwischen diesem Freiheitsstatus, der wirtschaftlich für den Export essenziell ist, und der Alternative einer Impfung, die jedoch Handelsbeschränkungen nach sich ziehen würde.
Wir blicken auch auf die psychologische Belastung für Landwirtinnen und Landwirte sowie Amtstierärzte, die solche Maßnahmen umsetzen müssen – ein Thema, über das oft geschwiegen wird.
Gute Nachricht zum Schluss: Für Menschen ist das Virus absolut ungefährlich.
INFOS ZUR FOLGE
Info der AGES
www.ages.at/mensch/krankheit/krankheitserreger-von-a-bis-z/lumpy-skin-disease
Hessisches Landslabor (DE)
www.lhl.hessen.de/veterinaermedizin/virologie-serologie/lumpy-skin-disease-dermatitis-nodularis-informationen-zur-krankheit
FLI (DE)
www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/lumpy-skin-disease
EU Verordnung zur Bekämpfung von Seuchen (Art. 12 (1) a)
www.eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32020R0687
EU Verordnung (Animal Health Law) -hier sind die Seuchen definiert
www.eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex%3A32016R0429
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Musik:
„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner
„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
… und ein bisserl selbst gesungen 😊
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle
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Transkript
Willy>Das Power-to-the-People-Interview. Aktuelle Themen, die uns alle betreffen. Aus einer Welt, die uns bewegt.</v
00:00:03
Willy>Grüß euch zu Hause an den Empfangsgeräten. Das heutige Thema, das ist die Lampi Skin Disease, kurz und im Folgenden auch LSD genannt. Und ja, vielleicht müssen jetzt ein paar von euch für die Dauer dieser Folge zumindest ein bisserl Damit hätte ich meinen Kahl aber für diese Folge auch schon untergebracht. Die gute Nachricht vorweg, bis heute, wenn ich es richtig recherchiert habe, gibt es weder in Deutschland, Österreich oder der Schweiz einen bestätigten Fall von LSD. Aktuell eher eine Frage der Zeit zu sein, der das Virus bereits in Spanien, in Frankreich und in Italien vorkommt. Und bis Anfang November hat die AGES dort 44 Ausbrüche von LSD verzeichnet. Und aus diesem Grund sieht bei mir heute wieder eine Stimme aus der Wissenschaft und diese Stimme, die gehört bereits zum zweiten Mal in Folge dem Professor Thomas Wittek, dem Leiter des Klinischen Zentrums für Wiederkäuer- und Kamellidenmedizin und somit auch ausgebildeten Tierarzt an der Veterinärmedizinischen Universität Wien, kurz VetMedUni. Wien. Erstens mal danke, dass du dir heute wieder Zeit nimmst, um mit mir darüber zu sprechen. Nachdem wir beim letzten Mal über die Blauzungenkrankheit BTV gesprochen haben, geht es heute eben um die Lampis Kindesis. Und im letzten Gespräch haben wir uns etwas mehr Zeit genommen, um dich kennenzulernen. Haben wir unter anderem auch über deinen Auslandsaufenthalt in den USA und in Schottland gesprochen. Wer dich besser kennenlernen möchte, kann gerne das noch einmal nachhören in der letzten Folge. Aber nur zum Einstieg in diese Folge, lieber Thomas, ein paar einführende Worte, wo du jetzt tätig bist und warum genau du der richtige Mensch bist, mit dem ich heute über die Lampis Kindesis spreche.</v
00:00:22
Thomas>Also auf die erste Frage kann ich mit Sicherheit antworten, auf die zweite weiß ich nicht. Probieren wir es. Also ich bin tätig an der Veterinärmedizinischen Universität in Wien. Die befindet sich im 21. Wiener Gemeindebezirk an der Donaufelder Straße. Transdanubien. Transdanubien, jawohl. Und dort befindet sich ja das... die meisten Gebäude, die zur Veterinärmedizinischen Universität dazugehören. Aber nicht alle. Nicht alle, nein, wir haben auch ein paar Außenstellen. Was wir dort machen, wir sind ja sehr, sehr vielfältig. Was ich dort mache ist, ich leite die Klinik für Wiederkäuer. Das ist also eine Universitätsklinik und wir betreuen dort Tiere, die krank zu uns eingeliefert werden, die versuchen wir zu diagnostizieren, zu heilen, letztendlich wie das in einem Krankenhaus gemacht werden sollte. Wenn man im Krankenhaus war, so ähnlich ist es bei uns, nur dass es keine Betten gibt bei uns, sondern dass wir eingestreute Fress- und Standplätze haben, dass wir Boxen haben, wo wir die Tiere rein tun und wir beschäftigen uns mit Rindern, also Wiederkäuern, wir beschäftigen uns mit den kleinen Wiederkäuern, das sind Schafe und Ziegen und da gibt es Natürlich landwirtschaftliche Nutztiere, aber es gibt auch eine ganze Menge Hobbytiere, gerade in Wien. Ich staune immer wieder, aus welchen Stadtbezirken, Vorgärten Tiere gehalten werden.</v
00:02:09
Willy>Zwergschafe und Zwergziegen.</v
00:03:44
Thomas>In Wiener Vorgärten? Ja, die werden teilweise als Haustiere gehalten. Ja, gibt es ganz, ganz, ganz, ganz viel durchaus, die dort gehalten werden als Haustiere letztendlich. Tatsächlich? Ja, ja, ja, ja, ja. Okay. Also gerade so die Zwergrassen, also Zwergziegen oder so Englisch Babydoll, also als Schafe oder Usangschafe, also die Miniaturrassen, die dort gehalten werden. Also da gibt es eine ganze Menge. Es gibt natürlich auch landwirtschaftliche Betriebe, die die Tiere halten, um Lämmer zu produzieren, die dann zur Fleischgewinnung gehalten werden. Oder Milchschafe, Milchziegen, die gibt es natürlich auch, aber die sind nicht in Wien. Und zum Beispiel die MA48, die halten eine ganze Menge kleiner Wiederkäuer, vor allen Dingen Ziegen, die am Rautenweg, also auf der stillgelegten Deponie. Für die Nichtwiener, das ist im Prinzip, wie sagt man jetzt, die MA48 ist die wichtigste Magistratsabteilung der Stadt, das ist die Mistabfuhr. Und wenn der Mist nicht weggeführt werden würde, bricht so eine Stadt wie Wien innerhalb von kurzer Zeit zusammen. Hip-Hop-Marketing haben sie dort.</v
00:03:51
Willy>Super Sprüche auf die Autos.</v
00:05:06
Thomas>Aber die haben Tiere.</v
00:05:07
Willy>Schau dir das an.</v
00:05:09
Thomas>Wir haben die ganz regelmäßig bei uns. Die kümmern sich sehr, sehr liebevoll und sehr gut um ihre Tiere. Und die haben ja praktisch Wenn man dort Richtung Ikea, darf ich das sagen? Das ist Schleichwerbung. Ich habe mit Ikea nichts zu tun, ich kaufe da auch nichts. Also wenn man da hinausfährt, ist ja auf der rechten Seite die Deponie, die teilweise abgedeckt ist und dort leben die.</v
00:05:12
Willy>Also, Einladung geht raus, liebe MA48, ist ein Podcast über Landwirtschaft. Ich hätte jetzt nicht daran gedacht, dass ich euch einlade, aber hier geht die Einladung raus. Wir werden uns früher und später hoffentlich mal unterhalten über dieses Thema.</v
00:05:37
Thomas>Das heißt, um den Countdown... Ich mache es mal noch schnell fertig. Was wir noch machen, neben den Wiederkäuern, sind die Kamele. Das sind teilweise Altweltkamele, also Dromedare. Also Wiederkäuer? Nein, keine Wiederkäuer. Der Einfeld auch nicht? Nein, das sind Kamele.</v
00:05:47
Willy>Also Kamele generell, weil du beim letzten Mal hast gesagt, Neuwelt-Kamele sind keine Wiederkäuer.</v
00:06:02
Thomas>Die alten auch nicht. Zumindest, wenn du aufpasst, aber wenn es nichts bringt. Die kauen zwar wieder, aber sind taxonomisch, biologisch keine Wiederkäuer. Wiederkäuende nicht Wiederkäuer. Wiederkäuende nicht Wiederkäuer, sondern sind Kamele. Also Dromedare und Trampeltiere sind das. Da gibt es nicht so viele, aber da haben wir so drei, vier, fünf im Jahr, die wir behandeln. Und dann natürlich Neuweltkamele, Lamas und Alpakas. Und da gibt es relativ viele.</v
00:06:06
Willy>Also im Prinzip, du bist Leiter eines Krankenhauses, kann man so sagen. Nicht für Menschen, sondern für Tiere.</v
00:06:34
Thomas>Genau. Und wir machen natürlich Ausbildung der Studierenden. Also das ist hoffentlich auch in Zukunft gute Tierärztinnen und Tierärzte in Österreich gibt, die bilden wir aus. Wie untersucht man ein Tier? Wie stellt man eine Diagnose? Was für Laboruntersuchungen braucht man? Was ist medizinische Therapie? Was ist chirurgische Therapie? Und so weiter und so fort. Also um</v
00:06:39
Willy>Du bist genau der Richtige. Danke. Zumindest für das Thema, was wir jetzt vorhaben, würde ich sagen, es gibt falschere Leute, mit denen man darüber reden kann, was jetzt LSD, also die Lampes Kindes ist. Thomas, bisher ist im Dachraum noch LSD frei. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir quasi ein Loch im Dach haben. Also bis wir quasi in diesem Gebiet auch die Lampes Kindes haben. Ja.</v
00:07:06
Thomas>Ja, wie gesagt, Voraussagen sind immer schwierig. Aber was wir, wir hatten ja so bis zum 2013er, 2014er Jahr, ist LSD, also Lampi Skin, heißt ja Knoten. Lampi ist ein Knoten. Und Skin ist die Haut, ist in der EU nicht aufgetreten. Und damals... Die erste Episode, die wir erlebt haben, ist das aus dem Südosten, sprich Griechenland, Bulgarien, Rumänien, dann in Richtung Mitteleuropa. Auch selbst wenn wir in Wien relativ weit im Osten sitzen. Wir haben also dort bereits diese Episode in den Jahren 14, 15, 13, 14, 15 gesehen. Und das ist tatsächlich... Bis nach Kroatien vorgetrunken. Das waren ca. 500 Kilometer, die wir noch hatten und damals sind dort schon Vorbereitungen getroffen worden, wie man der Erkrankung begegnen könnte in Österreich. Lampi Skin Disease ist ja eine Pockenerkrankung. Das gehört zu den Pockenviren, gehört zur Gruppe der Capri Pocks, also der Ziegenpocken. Das ist eine größere Gruppe. Und dort gibt es die richtigen Ziegenpocken, Schafpocken und diese Lampi Skin Disease Pocken. Und die Lampi Skin Disease, die betrifft die Rinder. Also Rinder erkranken dort. Rinder? Ja, Rinder.</v
00:07:35
Willy>Keine Schafe, keine Ziegen, keine Alpakas?</v
00:09:27
Thomas>Nein, es sind die Rinder, die dort erkranken. Ach so, fokussiert ist das? Ja, das sind die Rinder, die klinische Erkrankung zeigen. Die anderen können das Virus durchaus tragen, aber die erkranken nicht. Und bei den Rindern äußert sich das, wie es der Name sagt, die entwickeln massive Knoten auf der Haut. Aber wie jedes vernünftige Pockenvirus hat das natürlich auch interne Folgen. Also Schleimhäute und Bereiche. Das ist was man nach außen sieht und das was man nach innen sieht. Ja, genau. Und das ist natürlich das, was man nicht sieht. Sodass die Erkrankung durchaus sehr problematisch ist, mit hohen Fieber einhergehen kann und auch mit Tierverlusten. Lampy Skin Disease ist natürlich eine Erkrankung, die wir versuchen wollen, weil wir frei sind in der EU, möglichst draußen zu halten. Was damals gemacht worden ist, also das ist dann eine Kombination, dass man natürlich die betroffenen Tiere beseitigt hat, also dass die getötet worden sind und beseitigt wurden und dass man gleichzeitig aber in betroffenen Gebieten geimpft hat. Das ist also eine vorübergehende Maßnahme gewesen, um das einzudämmen und vor allen Dingen auch, um das weitere Fortschreiten einzudämmen. Und das ist damals relativ gut gelungen. Das heißt, das ist dann dort stehen geblieben in Serbien, Kroatien. Serbien ist nicht Bestandteil der EU. Teilweise hat die Europäische Union den Nicht-Mitgliedsländern auch Impfstoffe bezahlt und geschenkt, also Montenegro, Serbien, um dort eine Art Gürtel, aus geimpften Tieren hinzubekommen, damit die Erkrankung nicht weiter fortschreitet.</v
00:09:29
Willy>Wobei da müssen wir jetzt, das haben wir in der Folge, die Hörerinnen und Hörer, die die Folge zur Blauzungenkrankheit gehört haben, haben das jetzt eh schon ein bisschen gehört, wobei da müssen wir zwei große, da kann man die Welt eigentlich in zwei Teile teilen, eigentlich in die Freiheitszonen, also die sagen, ich möchte frei sein von dieser Krankheit und wirklich alles tun, um die Zone A freizuhalten, B sollte ein Fall kommen, den so schnell wie möglich zu isolieren und dann alle Tiere dort zu keulen, also sprich zu töten und schauen, dass dieser Virus wieder weg ist, dass dieser Status frei von wiederhergestellt wird. In diesen Zonen wird grundsätzlich nicht geimpft, Weil Impfung und Freifahren nicht zusammengehen, weil ich bei der Diagnose nicht sagen kann, teste ich jetzt gerade auf den Impfstoff oder auf den Virus, oder?</v
00:11:24
Thomas>Ja, partiell. Also bei LSD ist es so. Beim Schafpockenvirus kann ich es ein bisschen unterscheiden, Ziegenpocken nicht. Also das ist nicht ganz so trivial. Wie Sie darstellen. Aber im Prinzip ist das völlig richtig. Also hier ist die Zielstellung wirklich, dass die EU frei von Lampiskin-Disease ist. Und dass man versucht, diese Erkrankung, die im afrikanischen und arabischen und auch westasiatischen Raum durchaus endemisch ist, an den darin hindern möchte, in die EU einzudringen.</v
00:12:11
Willy>Indemisch heißt das wirklich, es ist vorhanden, das Virus. Es ist vorhanden, das ist einfach eine Krankheit, die grassiert immer wieder. Es wird zwar geimpft, es wird zwar dagegen getan, aber es ist einfach eine Krankheit.</v
00:12:49
Thomas>Es wird teilweise geimpft, teilweise finden auch Infektionen statt. Die Population dort hat Antikörper, die ist also gegen Das ist wie die Grippe bei uns, oder? Neuer Viruseintrag, relativ immun, relativ geschützt, aber das Virus bleibt halt da. Und sodass also auch stetig die Möglichkeit eines Eintrages ist.</v
00:12:59
Willy>Ich habe auch deswegen versucht, das an diesem Punkt jetzt irgendwie raufzubringen, weil du gesagt hast, man hat dann Impfstoffe verteilt, auch an Drittländer, nicht EU-Länder, damit dort die Viruslast geringer wird.</v
00:13:23
Thomas>Dort ist es dann quasi, kann man vielleicht sagen, vielleicht sogar schon endemisch oder vielleicht kann man es in die Richtung... Also Europa ist zwischenzeitlich mal wieder relativ frei gewesen, nach dieser Episode 20, ich würde sagen 14 war es, 14, 15, also in diesem Bereich, 10 Jahre eher circa. Und jetzt, wie gesagt, haben wir jetzt den Eintrag wieder. Und jetzt ist es aber nicht nur Südosteuropa, sondern wie du eingangs schon gesagt hast, jetzt sehen wir es Italien und Spanien. Hier muss man schon sagen, dass dort natürlich der illegale Transport von Tieren durchaus eine Rolle spielt.</v
00:13:34
Willy>Wie das sich dann verbreitet?</v
00:14:09
Thomas>transportierst, was nicht getestet oder was illegal ist, also illegal eingeführt wird, besteht natürlich schon die Chance, dass du das in Gebiete einträgst, in denen das Virus bisher nicht beheimatet war und führt dann natürlich zur Verbreitung des Virus. das Virus durch Ansteckung zwischen den Tieren.</v
00:14:15
Willy>Wie ist denn da die Inkubation? Erstens Inkubationszeit, Morbidität, weil wir das beim letzten Mal schon im letzten Gespräch gelernt haben, die Inkubation, wie lange dauert Morbidität und Mortalität dieses Virus?</v
00:14:38
Thomas>Inkubationszeiten sind auch hier relativ kurz. Also man spricht von einer Woche, ein bisschen länger. Vom Eintrag bis zum Ausbruch. Aber auch hier natürlich wird dann abhängig, wie stark ist der Viruseintrag, wie stabil ist der, der wird dagegen. Es kann durchaus kürzer sein, es kann aber durchaus auch länger sein.</v
00:14:51
Willy>Wir haben gelernt, es ist ein komplexes Thema.</v
00:15:13
Thomas>Es ist ein komplexes Thema, ja.</v
00:15:15
Willy>Wie gesund ist die Herde?</v
00:15:17
Thomas>Genau.</v
00:15:20
Willy>Es hat viele Faktoren, aber grundsätzlich sagst du jetzt bis zu sieben Tage, oder?</v
00:15:20
Thomas>Ja, oder ein bisschen länger. Also zehn Tage kann man schon annehmen. Da gibt es von den Quellen ein bisschen unterschiedliche Angaben. Und man muss immer ein bisschen, vorsichtig sein mit der Interpretation dieser Daten, weil die natürlich durch experimentelle Infektionen gewonnen worden sind. Da sind Tiere experimentell infiziert wurden und dann hat man geschaut, wann bricht die Erkrankung. Das sind häufig Studien, also die sind nicht jetzt gelaufen, sondern viele, viele Jahre vorher. Aber im Feld sieht das dann immer noch ein bisschen anders aus.</v
00:15:24
Willy>Aber wenn man jetzt zum Beispiel hat, ich nehme jetzt einfach irgendeine Inkubationszeit zwischen sieben und zehn Tagen, laut offiziellen Dokumenten, das ist basisklinisch, das heißt aber, ich kann sowas wie 14 bis 22 Tage ausschließen.</v
00:15:59
Thomas>Ist dann wenig wahrscheinlich. Das ist wenig wahrscheinlich. Aber ein Tag elf oder zwölf ist durchaus noch möglich. Genauso wie ein Tag vier und fünf möglich ist.</v
00:16:12
Willy>Also man darf es nicht zu genau nehmen, aber es geht einfach nicht genau.</v
00:16:27
Thomas>Der größte Anteil der Fälle befindet sich in diesen angegebenen Bereichen. Aber es gibt durchaus, wie gesagt, biologische Systeme. Wie gesund ist der? Genau, wie hoch ist der Viruseintrag?</v
00:16:30
Willy>Wie hoch ist die Morbidität, also die Anzahl in einer Population, sprich in einem Betrieb oder so, die sich infizieren?</v
00:16:44
Thomas>Sehr hoch. Sehr hoch. Hängt natürlich auch wieder mit der Belegsdichte ab, aber die Tiere stecken sich an und wenn das naiv Tiere sind, also die keinerlei Immunantwort auf das Virus haben, ist die Mortalität sehr hoch. Also das geht. Fast alle Tiere können da erkranken. Morbidität? Morbidität, ja. Wie wird das übertragen dann? Direkt. Direkt? Also da braucht man keinen Vektor, wie wir gerne haben, zum Beispiel bei der Hautzunge? Nein, ein Pockenvirus ist mehr oder minder eine direkte Übertragung. Gut, dass ich nachfrage. Für dich klar. Es ist weitestgehend eine direkte Übertragung. Natürlich kann ich das auch übertragen, auch durch, wenn ich zum Beispiel mit meinen ungewaschenen Händen oder ungewaschenen Bekleidung von einem Betrieb zum anderen fahre, kann ich das Virus natürlich mitnehmen. Aber ich brauche keine fliegenden Vektoren dazu, weil sie knitzen, spielen da keine Rolle. Aber die Verbreitung durch, sagen wir mal, ungewaschene Hände oder ungewaschenes Equipment, also nicht sterilisiertes Equipment. Das geht natürlich, das ist klar. Also es ist nicht nur der direkte Tier-Tier-Kontakt, sondern es ist dann die Übertragung durch andere Vektoren oder Transportfahrzeuge.</v
00:16:50
Willy>Also es ist hoch ansteckend und es kann im Prinzip praktisch durch alles und jeden, also auch durch mich, übertragen werden. Ja.</v
00:18:14
Thomas>Also das ist schon eine hoch einsteckende Erkrankung.</v
00:18:25
Willy>Da gibt es ja dieses Zeugenschirmer von der EU, wo es die Kategorien gibt von A bis E. Wo fällt das da runter?</v
00:18:29
Thomas>Da müssen wir mal nachschauen. Keine Ahnung, hast du nachgeschaut? A, D und E. A, D und E, ja. Also A hätte ich dir auch sagen können, weil A ist natürlich... Ich glaube, das ist ja das Wichtigste. A ist natürlich das. Das heißt ja immer, es muss sofort bekämpft werden. Also A hätte ich dir sagen können, aber D und E hätte ich jetzt nicht gewusst. A ist ja immer deswegen, man hat mir ja schon darüber gesprochen, das ist das, wenn ich einen Freiheitsstatus habe, den ich behalten möchte, dann muss ich natürlich bei Feststellung eine sofortige Maßnahme ergreifen. Und das ist in diesem Falle der Bestand, wo das auftritt. ausgelöscht wird, die Tiere also getötet werden und dann je nach Virus der Bereich rundherum. Das ist ja glaube ich die wichtigste Information. Ist es A oder ist es nicht A? Weil das natürlich ganz elementar auf die Bekämpfungsstrategie geht. Wie zum Beispiel bei Blauzunge, wo Das CD&E ist, wo also keine sofortigen Maßnahmen oder keine Maßnahmen überhaupt betroffen sind. Und bei denen, die in A kategorisiert sind, dort muss natürlich sofort was passieren.</v
00:18:37
Willy>Was kann jetzt ein Betrieb machen? Also noch haben wir es ja nicht in Österreich, Schweiz, Deutschland. Was kann ich als Betrieb machen, was kann ich als Land machen, um die Infektionspotenzial möglichst gering zu halten?</v
00:19:54
Thomas>Hier muss man vor allen Dingen darauf trachten, dass man keine infizierten Tiere ins Land bekommt. Dass man also den Tiertransport, den Tierhandel auch handeln muss. gut beherrscht, was hier natürlich das Risiko ist, Menschen, die meinetwegen in einem Land, wo das auftritt, mit Tieren umgehen, dann nach Österreich kommen und hier mit Tieren umgehen. Geht es auch über die Produkte? Produkte ist eher weniger, hier ist es eher der Kontakt über Personen. oder über Transportfahrzeuge, nicht desinfizierte Stiefelschuhe. Dort ist eher das von Bedeutung.</v
00:20:11
Willy>Und da muss ich einfach schauen, was macht Österreich jetzt zum Beispiel? Gibt es da Importbeschränkungen?</v
00:20:56
Thomas>Ja, natürlich. Wie gesagt, dort werden die Tiertransporte, wenn überhaupt, striktest kontrolliert, quarantänisiert. Das sind dann Festlegungen, die möglicherweise ganz nicht gestattet. Das sind dann Dinge, mit denen sich dann das öffentliche Veterinärwesen, also die offiziellen Tiermediziner beschäftigen. Aber wenn in so einem Land das auftritt, dann werden die Transporte aus dem Gebiet natürlich auf Null gefahren.</v
00:21:02
Willy>Ich stelle mir das jetzt krass vor, weil wir haben ja Fälle in Frankreich, wir haben Fälle in Italien, in der Lombardei, 170 Kilometer weg von der österreichischen Grenze. Ist das ganze Land einfach, weil der Export ist ja jetzt zwischen den Ländern nicht komplett zu mir liegen gekommen, Import-Export, oder?</v
00:21:37
Thomas>Das Problem ist natürlich gerade der Fall in der Lombardei. Dort ist es öffentlich nicht so gewesen, dass man Tiere von Sardinien Sardinien? Ja, Sardinien, glaube ich. Ich denke, Sardinien war es, transportiert hat, bevor die Erkrankung offensichtlich war. Also man hat innerhalb von Italiens, was durchaus funktioniert und geht, das brauche ich ja nicht genehmigen, wenn ich also in Österreich ein Tier von Mödling nach Klosterneuburg fahren, muss ich niemanden groß fragen. Und diese Tiertransporte sind natürlich auch innerhalb Italiens vor der Feststellung möglich gewesen. Und da sind wir wieder... Transport in der Inkubationsphase ist schwierig, weil die Symptome nicht da sind und die Transporte werden natürlich amtstierärztlich begleitet, das ist klar, aber wenn keine Symptome da sind, wie soll die Kollegin oder der Kollege dort einen Verdacht äußern, das ist nicht möglich. Ja, ja. hat es ja auch andere Fälle gegeben, Transporte von Pestaklein-Wiederkäuer, Schafe, ein legaler Transport, der nach Ungarn transportiert worden ist, wo dann nach Eintreffen auf dem Bestand dann Pestaklein-Wiederkäuer festgestellt wurde. Das ist alles legal gewesen, also normal untersucht worden, ein normaler Transport, wo einfach das Pech war, dass der Transport begonnen hat in der Inkubationsphase. Und das kann man nicht hundertprozentig ausschließen.</v
00:21:55
Willy>Aber jetzt mit der Situation in der Landpartei, ist da konsequent etwas passiert oder hat man da wirklich nur ein Gebiet geschlossen und aus einem anderen Gebiet ist es verboten, aber das Land selber ist nicht abgekoppelt?</v
00:23:38
Thomas>Es geht ja dort immer darum, die Freiheit bedeutet nicht 100%, sondern da gibt es Festlegungen 99, so und so viel Prozent. bevor der Status verloren geht. Für das gesamte Land. Das heißt ja dann wirklich ökonomisch. Wie gesagt, dort beginnt dann natürlich die Einschätzung durch die jeweiligen Ministerien, durch die Weil dort neben der medizinischen Sache, haben wir schon gesprochen, natürlich auch politische Konsequenzen dahinterstehen und wirtschaftliche Konsequenzen. Und wenn es also gelingt, die Ausbreitung zu vermeiden, kann man dort durchaus auch zunächst… Dass ich dort Sperrgebiete letztendlich ohne das gleiche das gesamte Land. Das sind schon Dinge, die dann je nach Erkrankung und je nach Fallzahlen natürlich dann unterschiedlich bearbeitet werden müssen.</v
00:23:51
Willy>Wir haben es ja damals beim Gespräch mit Lorenz Kohl zur Maul- und Clownsache, da gibt es ja dann, der Betrieb wird sowieso gesperrt, da gibt es nur noch Schutz- und Überwachungszonen, wie ist das jetzt im Falle, wenn jetzt ein LSD-Auftritt wäre, was würde da passieren?</v
00:24:57
Thomas>Ja, das wird ähnlich, also das wird genauso gemacht. Es gibt immer Schutz- und Überwachungszonen. Das ist, was man dort noch kennt, also mit den Infektionsmatten und so weiter. Das gibt es genauso. Die jeweiligen Ausmaße dieser Schutz- und Überwachungszonen, die werden amtlich festgelegt, je nach Erkrankung. Aber diesen Zugang, die Schutz- und Überwachungszone und dann erfolgt natürlich eine Kontakt- Also mit welchen anderen landwirtschaftlichen Betrieben hat der Betrieb, wo die Erkrankung ausgebrochen ist, Kontakt gehabt? Personeller Kontakt, Futterlieferung, andere Kontakte, Tiertransporte, also die fallen dann natürlich automatisch mit in die Überwachung hinein.</v
00:25:12
Willy>Was ist das in uns? Also, wenn man sich so vorstellt, jetzt habe ich einen Betrieb, der Betrieb wird sofort geschlossen, weil wir vorher noch geredet haben über Inkubationszeit, Morbidität, das ist jetzt ein bisschen morbide Humor, oder wie sagt man da, die Mortalität ist ja dann quasi bürokratisch bedingt oder politisch bedingt bei 100 Prozent, weil ja sobald es ist, alle Tiere gekäut werden.</v
00:26:01
Thomas>Wie</v
00:26:20
Willy>Wie hoch wäre die Mortalität bei der Erkrankung, wenn sie nicht gecoilt werden würde?</v
00:26:21
Thomas>Auch relativ hoch. Also das sind keine 100 Prozent. Es gibt natürlich welche, die das überleben, die dann auch notwendig sind, um die Erkrankung zu verbreiten. Aber hier ist schon eine relativ hohe Mortalität zu erwarten.</v
00:26:25
Willy>Gut, dingbedingt müssen sowieso alle Tiere gekeult werden. Was ist jetzt der Ding? Weil der Betrieb ist eine Sperrzone. Dann gibt es diese Schutzzonen. Wie heißen die Zonen? Schutz- und Überwachungszonen, oder? Ja, genau. Was ist die Funktion der jeweiligen Zonen? Also, dass nichts transportiert wird?</v
00:26:40
Thomas>Also, auch hier gibt es dann wieder... Ein bisschen, also Möglichkeiten, Entscheidungsmöglichkeiten. Also zum Beispiel bei einer MKS in der Schutzzone würden alle empfänglichen Tiere auch mitgetötet werden. In der Schutzzone?</v
00:27:01
Willy>Das sind ja 20 Kilometer, oder? Nein, das sind drei.</v
00:27:17
Thomas>Das sind drei, Entschuldigung. Schutzzone drei Kilometer. Und in der Überwachungszone würden alle Betriebe angefahren werden und überprüft werden. Vollständig, oder? Ja.</v
00:27:21
Willy>Das heißt, alle Betriebe innerhalb von drei Kilometern?</v
00:27:32
Thomas>Kann, kann. Dort haben die amtlichen Veterinäre und die Ministerien gewisse Fähigkeiten. Es gibt gewisse Entscheidungsspielräume. Aber dort wäre es möglich, sagen wir es mal so, es wäre es möglich, alle empfänglichen Tiere in dieser Schutzzone mitzuteilen. Das ist konsequent. Drei Kilometer ist, wenn man es sich so vorstellt. Das ist eine ganze Menge. Es kommt darauf an, wo man natürlich ist. Es gibt durchaus auch... Glückliche Umstände, wenn man zum Beispiel an diesen MKS-Ausbruch in Deutschland denkt, da war am Stadtrand von Berlin, da gab es rundherum einfach nichts. Da war nichts, das war am Stadtrand von Berlin, da gab es keine landwirtschaftlichen Betriebe. Also keine landwirtschaftlichen Betriebe. Ja, ja, keine landwirtschaftlichen Betriebe. Sodass das sich dort als relativ günstig dargestellt hat, aber das ist natürlich nicht immer so.</v
00:27:37
Willy>Aber sehr viel Bewegung zumindest, von Menschen hinein, Menschen hinaus etc. Ja, das war so ein... Menschen können sich übertragen oder mitnehmen.</v
00:28:28
Thomas>Mitnehmen, mitnehmen. War dort wenig der Fall, weil das so eine Art extensive Hobbyhaltung war. Dort hat man echt Glück gehabt. Okay. Und in der Überwachungstone dann? Überwachung werden die Betriebe, wie es der Name sagt, werden die Betriebe überwacht, ab es getestet, ab es dort zu einer Ausbreitung kommt. Macht natürlich, wie gesagt, nur dann auch wieder Sinn, wenn keine Vektoren, also bei einer Verbreitung durch Vektoren, die Blauzunge, die am Tag 100 Kilometer verblasen werden können, macht eine 3 Kilometer Schutzzone und 20 Kilometer Überwachungszone relativ wenig Sinn, weil, also man kann das trotzdem machen, aber es macht relativ wenig Sinn, weil sich halt die Knitzen nicht dran halten werden.</v
00:28:37
Willy>Das Problem hast du bei LSD jetzt weniger, oder?</v
00:29:26
Thomas>Das hat man weniger, ja. Also wie gesagt, Pockenviren, wozu LSD dazugehört, die werden durch Kontakt übertragen. Durch Kontakt. Also es muss nicht immer Tier-zu-Tier-Kontakt sein. Es kann auch, wie gesagt, der Mensch sein, der das mittransportiert durch ungewaschene Hände, ungewaschene Bekleidungsstücke, Virus, was am Schuhwerk klebt und so weiter und so fort. Aber dort spielen die Möglichkeiten.</v
00:29:28
Willy>Das heißt, Mobilität ist da eigentlich im Prinzip mein Hauptproblem, das ich da versuche, muss irgendwie und muss schauen, weil jetzt die Schutzzone, Überwachungszone, ich muss schauen, dass alles, was von der Überwachungszone, speziell aber von der Schutzzone nach außen geht, Das muss ich schauen, dass ich das kontrolliere und dass ich das einteppe. Von außen nach innen ist weniger problematisch.</v
00:29:52
Thomas>Von außen nach innen, aber das würde natürlich niemand machen. Und drinnen bleiben, weil das fast real ist. Also das wäre theoretisch möglich. Das würde natürlich niemand machen, Tiere von außen nach innen zu bringen.</v
00:30:12
Willy>Was sind denn eigentlich die Symptome?</v
00:30:25
Thomas>Symptome sind, wie gesagt, das auffälligste Symptom ist diese massive Knotenbildung. Also die blühen regelrecht auf. Das ist also wie gesagt ein Pockenvirus. Und die Pocken beim Menschen sind ja auch wirklich beeindruckend gewesen. Es war eine starke Erkrankung, die zu massiven Todesfällen geführt hat. Also Pocken. Zum Glück seit langem nicht mehr. Seit langem nicht mehr. Und die, wo auch sich eine gewisse... Immunität dann herausgebildet hatte, selbst unter den Menschen trotzdem, Pocken war sehr, sehr gefürchtet. Also sehr gefürchtete Erkrankung und letztendlich verändern sich dadurch die Die Haut und die Schleimhäute, da hat das Pockenvirus eine Affinität dazu. Und demzufolge haben die Tiere dann auch einen massiven Durchfall. Es ist hochschmerzhaft. Die Augen sind mit betroffen, das Maul ist mit betroffen. Es ist also nicht nur die Namensgebung der Tiramfiber. Es ist also nicht nur die Namensgebung, dass man dort Wie geht es den Tieren damit?</v
00:30:27
Willy>Ist es sehr schwer?</v
00:31:44
Thomas>Ich habe glücklicherweise noch keinen Fall selber gesehen und ich muss den auch nicht sehen. Da wäre ich sehr dankbar, wenn das nicht zu uns vorrücken würde. Ich kenne aber Kollegen, die das gesehen haben und die da berichtet haben, dass das schon sehr schmerzhaft ist für die Tiere. Aber wie gesagt, bei Auftreten erfolgt ja dann die Keulung des Bestandes.</v
00:31:46
Willy>Aber ist es dann in Ländern, wo das endemisch ist, also in großen Teilen der Welt? Asien, glaube ich, ist es endemisch.</v
00:32:09
Thomas>Ja, ja, dort ist es endemisch, aber dort besteht ja eine Herdenimmunität. Dort habe ich dann schon. Und das Pockenvirus kann sich das anstecken und auch krank werden und daran sterben, aber es ist nicht diese Auswirkung, die das bei uns in Europa hat, wo die Tiere keine Antikörper dagegen haben. Komplett offenes Immunsystem. Komplett naives Immunsystem. wo dann die Erkrankung natürlich, wenn das auf so einen unvorbereiteten Organismus trifft, natürlich das Virus beste Chancen hat, sich zu verbreiten.</v
00:32:14
Willy>Also es ist auf jeden Fall ein Virus, das wir in Europa sehr, sehr, sehr ernst nehmen müssen, weil wir einfach keine</v
00:32:51
Thomas>Ja, vergleichbar dazu. Ich hatte ja gesagt, es gehört zu den Pocken. Was weniger in den Medien war, sind die Schafpocken vor zwei, drei Jahren in Spanien, in Südspanien vor allen Dingen unterwegs. War auch die vermutlich mitgebracht durch Arbeiter, die aus dem afrikanischen Raum, also aus Nordafrika.</v
00:32:58
Willy>Wo es endemisch ist.</v
00:33:23
Thomas>Wo es endemisch ist, die das mitgebracht haben. Wo es schwierig ist, wirklich schwierig. Und das ist ja auch ein großes... Ich hatte es bei... Beitrag zur Blauzunge schon mal erwähnt. Damals. Damals. In einer halben Stunde. Unser System der Tierseuchenüberwachung hat diese starke Mobilität der Menschen damals, als das entstanden ist, nicht wirklich mit einkalkuliert. Diese Migration von Arbeitskräften, die hat es damals so nicht gegeben. Oder auch die Fernreisen der Leute in Länder, wo diese Erkrankungen auftreten. Und das sind natürlich alles Risikofaktoren, die Jetzt auftreten und die schwierig zu kontrollieren sind. Das ist einfach so. Also die Schafpocken, die hat es also in Spanien, da ist auch sehr, sehr viel ähnlich wie bei LSD Bekämpfungsmaßnahmen gelaufen. Das haben die spanischen Kollegen relativ gut in den Griff bekommen. Ja. Sodass das gegenwärtig nicht da ist. Eine andere Erkrankung hatte ich schon erwähnt, Pestekleinwiederkäuer, auch die in Nordafrika im vorderasiatischen Raum beheimatet. Und dort sind natürlich dann auch, sagen wir mal, an religiösen Festen werden dort gerade ausgesucht. Osttürkei relativ viele Tiere zum Schlachten in die Westtürkei transportiert, die teilweise Erkrankungen mitbringen, es werden nicht alle geschlachtet und dann ist halt die EU-Grenze mit der Türkei und Türkei-Griechenland, Türkei-Bulgarien nicht mehr allzu weit. Also das Das ist eine Sache, auch hier befürchte ich, dass die nächsten Jahre auch hier herausfordernd bleiben werden. Ich bin optimistisch. Mit deinen Prognosen.</v
00:33:25
Willy>Du machst sie, aber du machst sie nicht gerne.</v
00:35:26
Thomas>Ich bin schon optimistisch, dass es gelingen kann, mit konsequenten Biosicherheitsmaßnahmen die Krankheit der Krankheit Einhalt zu gebieten. Aber ich gehe mal nicht davon aus, dass wir nicht immer wieder einen neuen Eintrag haben werden. Einfach durch die Faktoren, die wir haben. Es gibt, wie gesagt, wir hatten ja darüber gesprochen, man kann gegen Pocken relativ gut impfen. Gegen Pocken kann man relativ gut impfen, aber damit verliert man den Freiheitsstatus. Oder zumindest vorübergehend.</v
00:35:30
Willy>Ich finde das, je länger, dass ich mit dir darüber spreche, je länger, du hast auch mit Lorenz Kohl darüber geredet, je länger, dass ich darüber nachdenke, du hast es selber gesagt, damals aus der Zeit, wo das noch eher in den Regionen blieb, inzwischen die Mobilität, die internationale Mobilität von Waren, Gütern, Dienstleistungen, Menschen, eh von allem, ist höher geworden. Wir haben eine klimatische Veränderung. Das heißt, es wird auch wärmer. Das heißt, für Seuchen, die jetzt über Vektoren, Insekten glitzen oder sowas, wie Blauzunge übertragen, die Bedingungen werden auch besser. Es wird wärmer. Das heißt, sämtliche Faktoren, die dafür sprechen, dass Viren kommen, dass Seuchen kommen, dass sich die global verteilen, nehmen, ich sage jetzt nicht exponentiell, aber stark zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, die nimmt einfach zu. Es erscheint mir, und das meine ich jetzt nicht wertend, aber nur so aus dem Gespräch, eigentlich widersinnig bis irrsinnig, diese frei von Statie aufrechtzuerhalten, weil es angesichts dessen, was ich aus diesem Gespräch jetzt in meiner populären und sage ich mal einfachen Wahrnehmung mitnehme, völlig unmöglich eigentlich ist, außer mit immer größeren Anstrengungen, dieses frei von aufrechtzuerhalten. Läuft es nicht irgendwie darauf hinaus, weil du gesagt hast, die Mortalität bei Kühen in Asien zum Beispiel, wo das endemisch ist, ist nicht mehr so hoch gegeben. Müssen wir es einfach einmal durchendemisieren lassen?</v
00:36:07
Thomas>Ist das nicht die Konsequenz? Also durchendemisieren lassen würde ich es jetzt nicht, aber wenn man sich dazu entscheidet und sagt, ja, wir nehmen das jetzt wir sind nicht mehr in der Lage oder wir wollen es nicht mehr, dass wir eine Freiheit haben, dann wäre es der Weg, dass man impft. Das wäre der Weg, dass man impft. Aber wie gesagt, das sind jetzt nicht allein medizinische Entscheidungen, sondern das sind politische Entscheidungen. Aber vorstellbar wäre das auch für mich, dass man sagt, okay, Wir haben eine Erkrankung hier, wo wir zunehmend einen Eintrag aus Ländern haben, den wir schwierig nur einschränken können. Und wir sagen uns, okay, die Erkrankung ist für die Tiere schädlich, für den Menschen nicht. Das ist hier bei Lampiskin der Fall. Also keine Gefahr für den Menschen. Nein, nein, geht keine Gefahr für den Menschen aus.</v
00:37:34
Willy>Noch nicht oder kann man das generell ausschließen?</v
00:38:36
Thomas>Naja, Pocken ist halt immer so eine Geschichte, die sind manchmal nicht so ganz wirtsspezifisch, aber bei LSD kann man das schon sagen. Das ist aktuell absolut ungefährlich für Menschen. Da gibt es keine Hinweise drauf, beim Schaf- und Ziegenpocken auch.</v
00:38:38
Willy>Wir waren beim Impfen, beim Entemischen.</v
00:38:55
Thomas>Also das wäre schon vorstellbar, aber... wie gesagt, das hängt auch wahrscheinlich von der zukünftigen Entwicklung ab, wie stark ist der Druck, dass diese Erkrankungen nach Europa hineinkommen und wir müssen natürlich sagen, Europa ist groß. Also wenn ich in Schweden sitze, äh, oder im Baltikum, oder ob ich in Bulgarien bin. Also die Interessenslagen sind dort auch nicht immer ganz einheitlich, das muss man auch sagen. Also politisch gesehen jetzt.</v
00:38:58
Willy>Ich frage jetzt eine ethische Frage, weil aus tierethischer Sicht, aus medizinischer, nicht politischer, nicht ökonomischer Sicht, ist es sinnvoller, freizuhalten und dann im Anlassfall zu keulen, Oder wäre es besser, die Population zu impfen und dann einfach über die Zeit so eine Grundimmunisierung wie in Asien oder sowas herbeizuführen?</v
00:39:35
Thomas>Also ich bin ein großer Freund des Impfens. Ich spreche aber eindeutig aus medizinischer Hinsicht. Ich bin ein großer Freund des Impfens. Ich sehe das, also wenn wir über diese Freiheit sprechen... Ich würde eine Freiheit unbedingt aufrechterhalten und anstreben, vor allen Dingen bei allen Erkrankungen, wo es übergehen kann auf den Menschen. Wo die menschliche Gesundheit beeinträchtigt werden kann. Also alle zoonotischen Erkrankungen. Dort würde ich unbedingt und in jedem Fall versuchen, eine Freiheit aufrechtzuerhalten. Alle anderen Erkrankungen, wo das nicht der Fall ist, darüber kann man fallweise, glaube ich, diskutieren oder sollte man diskutieren. Und ich gehe auch davon aus, dass so eine Gesetzgebung nicht in Stein gemeißelt ist. Also das würde ich mal davon ausgehen und das bei Notwendigkeit. dort durchaus auch unsere Gesetzgebung in der EU und auch national dort die entsprechenden Schritte einleiten wird.</v
00:39:59
Willy>Ja, weil die Freiheit ist ja im Prinzip, das Freiheitsprinzip ist ja im Prinzip ja noch aus einer Zeit, wo der Druck einfach noch einmal zu hoch war. Das heißt, das steht jetzt selbst unter, das Freiheitsprinzip steht jetzt in diesem Sinne auch wieder unter Druck.</v
00:41:01
Thomas>Unter Druck, ja, ja. Also rein prinzipiell. Ob es noch einen Sinn macht. Rein prinzipiell ist eine eine Freiheit von einer Erkrankung zu haben in einem Gebiet.</v
00:41:14
Willy>Ja, grundsätzlich nicht schlecht.</v
00:41:22
Thomas>Nicht schlecht, was sehr gut ist. Es hängt natürlich ein bisschen davon auf, zu welchem Preis kommt das. Und dort, wie wir es schon gesagt haben, dort haben wir dann medizinische, dort haben wir politische, dort haben wir wirtschaftliche Interessen und da muss es dann einen Ausgleich geben mit dem irgendwo alle und da muss es auch Kompromisse geben, mit dem alle leben können. Also sagen wir mal, für unsere Landwirte ist es natürlich genauso schlecht, wenn die Produkte, die sie erzeugen, nicht gehandelt werden können. Das muss man auch sehen.</v
00:41:23
Willy>Die Produkte sind ja, also wenn man dann auch über den Konsumenten, also wir haben vorher schon gesagt, es ist keine Zoonose oder wie sagt man, keine zoonotische Erkrankung. Das heißt, die Übertragung des Virus selber auf den Menschen ist kein Problem. Ja. Wie schaut es denn mit Lebensmitteln aus? Es gibt ja auch symptomfreie Tiere zumindest, die was noch zufällig in den Handel kommen. Besteht da Gefahr, dass über Lebensmittel irgendwas passiert?</v
00:41:55
Thomas>Ist hier eher weniger der Fall. Also natürlich schon kann das kontaminiert werden, aber durch eine Verarbeitung kann ich das Virus relativ sicher abkaufen. Das Problem ist, es wird uns niemand abkaufen. Also</v
00:42:22
Willy>Es sind Einzelfälle vielleicht, wo so ein völliger Produkt rauskommt. Selbst wenn ich jetzt ein rohes Ei kann, ich vom Rind natürlich nicht haben. Noch nicht. Doch nicht, ja. Danke, das hast du jetzt schön gesagt. Aber ich habe zum Beispiel einen Pifter da. Von einem Lungenbratenpifter da.</v
00:42:36
Thomas>Ist das rohes Fleisch?</v
00:42:52
Willy>Sehr gut.</v
00:42:53
Thomas>Aber ist im Prinzip, selbst wenn er jetzt infiziert ist mit LSD, kein Problem. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Eintrag passiert, ist eh ganz gering. Weil sobald die Erkrankung... festgestellt wird, erfolgt ja eine Beseitigung der Tiere. Also die Wahrscheinlichkeit ist extrem gering, aber für einen Menschen, wie gesagt, hätte das keine Konsequenzen.</v
00:42:54
Willy>Was können generell, also wir haben sie ja noch nicht da, aber ich sehe jetzt schon die Schlagzeilen, LSD ist erst in Österreich, was kann ich dann als Konsument, als Konsumentin, als Bürgerin machen oder Allgemeinbevölkerung? Erstens, wenn ich den Panik verfalle. Und zweitens, wie kann ich mich verhalten, um das Risiko zu minimieren?</v
00:43:16
Thomas>Als Konsumentin oder Konsument kann man zuerst mal davon ausgehen, dass die Produkte, die von den Tierarten kommen, keine Gefährdung für die menschliche Gesundheit darstellen. Das kann man, denke ich, recht... gut zu verbreiten. Ich selber, wenn ich jetzt nicht unmittelbar mit landwirtschaftlichen Tieren zu tun habe, stelle jetzt auch kein Risiko dar, das zu verbreiten. Also wenn ich jetzt nicht im landwirtschaftlichen Bereich unterwegs bin, jetzt beruflich, dann habe ich ja sagen wir mal, wenig Möglichkeiten oder wenig Chancen, dass ich das Virus jetzt von einem Tier aufs andere übertrage. Wenn ich natürlich selbst Tierbesitzer bin, dann würde ich auf alle Fälle meine Tiere davor schützen, indem ich den Publikumsverkehr So gering wie irgendwie möglich, also um meine eigenen Tiere zu schützen. Also keine neuen Tiere einkaufen, keine Besucher hinein, um die eigenen Tiere zu schützen. Das macht natürlich Sinn, denn Bestand nennt man ja Biosecurity heutzutage oder Biosicherheit. Also alle Maßnahmen greifen, die eine Verbreitung des Virus irgendwie, ich würde also mit den Tieren nicht auf Tierschaus gehen, ich würde... Jetzt gegenwärtig ist das nicht das Problem. Also jetzt muss ich noch nicht auf. LSD hat den Vorteil, es verbreitet sich nicht so schnell. Die Ausbreitung erfolgt langsamer. Es ist nicht wie bei Pluton, wo ich in einem Tag da und im nächsten Tag 100 Kilometer weiter. Das ist bei LSD nicht so.</v
00:43:42
Willy>Also die Ausbreitungsgeschwindigkeit über Distanz.</v
00:45:23
Thomas>Ist langsamer, ja.</v
00:45:27
Willy>Weil du hast ja gesagt, infektiös, also in der Herde geht es schnell.</v
00:45:28
Thomas>Ja, aber die Verbreitung über die Distanzen ist halt langsamer.</v
00:45:31
Willy>Außer halt über Transporte.</v
00:45:37
Thomas>Transporte, ja. Es wird bei solchen Erkrankungen natürlich immer über die Wildwiederkäuer gesprochen. Und das ist schwierig, welche Rolle die spielen, ist ganz schwierig einzuschätzen. So als Reservoir für den Virus. Ja, als Reservoir und als Transporteur.</v
00:45:39
Willy>Aber welche Rinder, du hast ja vorher gesagt, ist es wirklich auf Rinder beschränkt?</v
00:45:55
Thomas>Ja, die klinische Erkrankung ist auf Rinder. Ah, der Ausbruch der Symptome. Ja, die klinische Erkrankung. Das Virus tragen können offensichtlich auch andere.</v
00:45:58
Willy>Das muss man unterscheiden. Also für die ist das logisch, ich frage da gar nicht nach und komme dann erst so mit einem Aha-Moment drauf. Stimmt, also Träger ist was anderes wie klinisch.</v
00:46:09
Thomas>Ja, ja, ja. Träger ist also praktisch, das Virus kann entweder getragen werden oder es ist eine Infektion.</v
00:46:17
Willy>Ich habe jetzt gedacht auf den Quanten, aber kann ich als Person auch ein Träger sein? Ja, wenn du jetzt zu so einem Tier hingehst, also ein erkranktes Tier. Ja.</v
00:46:24
Thomas>Und du manipulierst mit dem, machst mit dem irgendwie was, bist dort in dem Betrieb unterwegs und gehst dann auf den nächsten Betrieb, wo das nicht ist, nimmst du das Virus schon mit. Auf der Außenseite oder sowas. Ja, ja. Aber infizieren tust du dich nicht. Du trägst einfach wie... Und wenn die Dinger groß werden, wirst du die auf deinem Gewand sehen, aber die sind halt klein.</v
00:46:34
Willy>Es ist schön, dass du es jetzt so erklärst, weil ich schwank gerade zwischen Träger, ich habe jetzt gedacht, ich habe es zwar im Körper, im Körper, nicht auf dem Körper, sondern im Körper, es bricht aber nicht aus.</v
00:46:57
Thomas>Es kann im Prinzip beides meinen. Bei Wiederkehren ist es im Körper auch, oder? Ja, es kann also entweder das rein mechanische tragen, also dass du es einfach an dir branden. Mechanisch nennt man das. Einfach überträgst. Danke, ich brauche deine Sprache. Oder du kannst halt infiziert, also manche Tiere können sich wahrscheinlich infizieren.</v
00:47:09
Willy>Ja.</v
00:47:29
Thomas>Erkranken nicht und scheiden das dann aber aus. Also diese Viren, die Pockenviren werden natürlich über diese Hautknoten, wenn die aufbrechen, ausgeschieden, dann über die Schleimhäute, also über Augenausfluss, Nasenausfluss und so weiter. Das ist so typisch für die Pockenviren.</v
00:47:29
Willy>Das heißt, ich als Mensch kann mechanischer Träger sein, ein Wildtier möglicherweise auch organischer.</v
00:47:47
Thomas>Ja, möglicherweise, aber die Rolle der Wildtiere ist schwierig. Es ist immer schwierig, zum Beispiel jetzt beim MKS-Ausbruch, hat man natürlich in diesen Überwachungszonen Unmengen also Unmengen in Anführungsstrichen, aber eine große Anzahl an Wildtieren gejagt und die natürlich untersucht. Und dort hat man glücklicherweise nichts festgestellt.</v
00:47:53
Willy>Also dort war es kein Thema.</v
00:48:19
Thomas>Ja, bei MKS war es kein Thema. Heißt nicht, dass es bei einem Pockenvirus nicht vielleicht doch ein Thema ist.</v
00:48:20
Willy>Wenn jetzt ein Landwirt, nur für den Fall, dass es irgendwann einmal kommt, aus landwirtschaftlicher Sicht, Meldekette ist die gleiche wie bei MKS. Das heißt, wenn man weiß, was bei MKS zu tun ist, weiß man auch was bei LSD.</v
00:48:27
Thomas>Ich bin verpflichtet dazu, das ist also keine Freiwilligkeit. Ich bin verpflichtet dazu, das wird dann der Tierarzt oder die Tierärztin des Betriebes wird das dann an den zuständigen Amtstierarzt oder Amtstierarzt. Der wiederum eine Behörde ist, nicht? Der ist eine Behörde, ja. Die sind bei der Bezirkshauptmannschaft oder in Wien natürlich am Magistrat. Und die dann die ganze Kette lostreten.</v
00:48:37
Willy>Sind wir vorbereitet in Österreich? Weil bei MKS hat man den Eindruck gehabt, dass wir im ersten Moment ein bisschen unvorbereitet waren.</v
00:49:05
Thomas>Wie meinst du vorbereitet? Also in der Diagnostik sind wir vorbereitet.</v
00:49:12
Willy>Nein, im Prozess, also in der Meldekette, im Prozess das Ganze dann abzuregen, hat man den Eindruck gehabt, dass wir ein bisschen überfordert waren.</v
00:49:18
Thomas>Ich denke schon, dass unsere amtlichen Kolleginnen und Kollegen das gut im Griff haben. Dass das gut funktioniert. Das Handeln dann Das ist natürlich ein Problem.</v
00:49:25
Willy>Es war so eine Unruhe da, gerade am Anfang von MKS.</v
00:49:35
Thomas>Es war ganz viel verunsichert.</v
00:49:37
Willy>Das war auch der Grund, warum ich damals so schnell Erfolge gemacht habe. Es war viel Verunsicherung.</v
00:49:38
Thomas>Du musst ja sagen, jetzt sind wir aus 1925 und ich glaube 1983 war der letzte Fall MKS. Es gibt also niemanden mehr, der damals, oder vermutlich niemanden mehr, der das damals irgendwie miterlebt hat. Und geht es nicht uns allen so, wenn Dinge neu kommen, die man bis dahin nicht handeln musste, dass da eine gewisse Verunsicherung besteht.</v
00:49:43
Willy>Das betrifft MKS quasi... Wieder neu gewesen, weil schon so alt. LSD wäre komplett neu, weil noch nie da.</v
00:50:07
Thomas>Noch nie da, ja. Aber rein prinzipiell sind die Kolleginnen und Kollegen dort gut ausgebildet. Es gibt da auch Übung dazu. Also das ist jetzt nicht so, dass das nicht trainiert wurde. werden würde. Das sind Abläufe. Vielleicht machst du mal ein Gespräch mit einem Amtstierarzt. Die können dir das natürlich viel besser sagen, wie die das machen. Ich komme für dich. Da gibt es halt... Natürlich gibt es da Meldeketten und natürlich gibt es da Abläufe, die vorgeschrieben sind. Da muss ich mich gut vorbereiten. Und die werden auch trainiert. Also da gibt es für jede Erkrankung ein Referenzlabor.</v
00:50:14
Willy>Das ist immer ein anderes Labor, habe ich gesehen.</v
00:50:57
Thomas>Sowohl national als auch dann in der EU gibt es da Referenzlabore, die das dann den Erkrankungsausbruch bestätigen würden. Und dann gibt es natürlich vom Ministerium... Gesundheitsministerium, Landwirtschaftsministerium, aber hauptsächlich Gesundheitsministerium, dort Abläufe, die dort bestehen. Ich denke, wir sind da schon vorbereitet. Aber was man natürlich sagen muss, ich komme noch mal ganz kurz auf MKS. Wir kommen immer wieder auf MKS. Die ungarischen und slowakischen Kollegen, die haben ja dort mehrere tausend Rinder getötet. Und mit denen umzugehen, Da bleibt einem nichts weiter als das, was die ungarischen Kollegen und slowakischen Kollegen gemacht haben, als eine große Grube zu graben und die dort hineintun. So eine Kuh, die hat 700 Kilo und 500 Kilo davon ist Wasser. Verbrenn mal 500, eine halbe Tonne Wasser.</v
00:50:59
Willy>Ja, es war auch so überfordert.</v
00:52:03
Thomas>in der Gegend umherzufahren. Also schon von der Worte her macht das wenig Sinn. Dann endet es nämlich so wie im Mittelalter, die Selbstgeißler, die die Pest beseitigen wollten und die Pest von Dorf zu Dorf und von Ort zu Ort getragen haben mit ihren Zügen.</v
00:52:26
Willy>Das ist halt dann wieder schwierig, solche Bilder dann zu kommunizieren. Das heißt, es ist dann wieder in der öffentlichen Kommunikation schwierig, weil es natürlich schnell außer Kontrolle gerät etc. Also ja, da kommt einiges auf uns zu. Was wollt ihr jetzt fragen? Scheiße, jetzt ist mir die Frage abgefallen, aber es macht nichts.</v
00:52:44
Thomas>Da muss man wie Helge Schneider singen, Text vergessen, scheißegal. Kennst du das nicht?</v
00:53:05
Willy>Scheißegal, ne. Aber ja, es muss eh wurscht sein, was soll ich machen, aufgehen, wegrennen, weil mir jetzt die Frage immer einfällt. Aber welche Frage habe ich denn jetzt nicht gestört, die ich hätte stellen sollen zu dem Thema?</v
00:53:10
Thomas>Nein, wir haben es schon relativ gut.</v
00:53:24
Willy>Ja, dann fragen wir mal, wenn das wieder eingefallen ist. Was heißt denn das, weil für einen Betrieb ist es ein Totalausfall.</v
00:53:26
Thomas>Wir haben es eh bei MKSA gehabt, aber vielleicht, dass wir es jetzt da noch einmal streifen.</v
00:53:33
Willy>Gibt es da irgendeine Sicherheit für die Landwirte oder irgendwas? Weil wenn ich einen Totalausfall habe in einem Rinderbetrieb, bis ich da wieder auf normal komme,</v
00:53:38
Thomas>Natürlich gibt es auch hier Tierseuchenkasse, die natürlich nicht. Was wir bei diesen ganzen Sachen immer nicht besprechen, sind die Folgen, die emotionalen Folgen für die Landwirte. Wie gesagt, ich war ja in Schottland von 2007 bis 2011 und da war... Da war dieser MKS-Ausbruch noch nicht so lange her. Und dort ist ja die MKS durch die Art und Weise des Ausbruchs unbewussterweise quer durchs Land gefahren worden. Weil das halt in der Inkubation war. Man hat das nicht bemerkt rechtzeitig. Und dort sind also Unmengen Bestände liquidiert worden. Und ich kannte einen Kollegen, der in Schottland dafür verantwortlich war. Der hat gesagt, es war dramatisch, vor allen Dingen emotional für die Tierärzte, aber auch natürlich für die Landwirte. Und auch da kann man drüber reden oder sollte man drüber reden. Es hat da eine große Menge an Selbstmorden gegeben. Genau. Generell, Suizid in der Landwirtschaft ist ein sehr starkes Thema, über das wenig geredet wird, aber da natürlich noch höher. Im Zusammenhang mit dieser MKS, dass dann Leute keinen Ausweg mehr gesehen haben und gesagt haben, das da packe ich nicht.</v
00:53:47
Willy>Wie reagiert man auf sowas dann? Oder wie geht man mit dem um? Oder wie wird man mit sowas umgegangen? Da kommt alles zusammen. Man liebt die Tiere, man hat existenzielle Ängste.</v
00:55:05
Thomas>Da kommt ja ganz viel an Emotionen zusammen. Ich weiß nicht, ob es da psychologische Betreuung gibt. Ich weiß es auch nicht, ob die amtlichen Tierärzte Also ich kenne auch jemanden, der in Deutschland in der Tierseuchenbekämpfung dabei ist und das macht ja schon was aus. Das macht ja schon was aus. Durch afrikanische Schweinepest, durch MKS, durch Aviäre Influenza, das geht nicht spurlos an einem vorbei und wahrscheinlich wäre da mehr Hilfe für die Kolleginnen und Kollegen angebracht. Ich meine, man kann jetzt sagen, okay, es sind nur Tiere, aber so einfach ist das nicht.</v
00:55:13
Willy>Ich glaube, du hast es auch wesentlich selber gesagt, dass man in Gesprächen vergessen wird, dass darüber geredet wird.</v
00:55:56
Thomas>Vielleicht ist das auch ein Thema, wenn du vielleicht mal mit Amtstierärzten redest oder Amtstierärzten, wie die das sehen und ob es dort Betreuungsangebote gibt. Ich muss dir ehrlich sagen, ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht, weil ich bin nicht in der Position. Aber näher dran. Näher dran, ja. Aber zu mir kommen Patienten in unser Krankenhaus, in unsere Klinik. Zu denen baut man natürlich auch eine gewisse Bindung auf. Das ist klar. Man freut sich, wenn man Tiere heilen kann. Man ist eher niedergeschlagen und traurig, wenn es nicht gelingt. Aber wenn es deine eigenen Tiere sind, dein eigener Bestand oder wenn du solche Entscheidungen treffen musst als Amtstierärztin und Amtstierarzt, einen Bestand liquidieren zu lassen, das tut man sich nicht leicht. Ich weiß es einfach nicht. Wenn es da psychologische Hilfe und Unterstützung gibt, sowas zu verdauen.</v
00:56:02
Willy>Wir müssen es beide nicht. Ich werde dem nachgehen.</v
00:57:01
Thomas>Das wäre vielleicht mal eine coole Geschichte.</v
00:57:04
Willy>Du hast aber die Folge getan.</v
00:57:05
Thomas>Ich weiß es. Ich kann es dir nicht sagen, ob es da Angebote gibt, die man wahrnehmen kann, wenn man sich von der Situation überfordert fühlt. Und ich weiß es auch nicht von Landwirten. Von Landwirtschaftskammern oder von irgendjemand Hilfsangebote bestehen, wo man sich Hilfe holen kann, wenn sowas stattfindet. Ich kann es dir nicht sagen.</v
00:57:09
Willy>Wir werden es herausfinden. Und jetzt zum Abschluss noch einmal die Frage, die ich vorher schon angefangen habe. Habe ich irgendwas vergessen? Zu dem Thema. Wo du sagst, okay, das will ich zu dem Thema gerne noch loswerden, bevor wir... Wollen wir wieder mit der Voraussage?</v
00:57:30
ohne Sprecher>Mach einmal.</v
00:57:48
Willy>Wohin geht die Reise?</v
00:57:53
Thomas>Die Reise, die du nicht beantworten willst, die ich dann stelle, die du dann beantworten willst, musst. Auch das ist schwierig. Aber ich denke, der Druck durch diese Erkrankungen, wir haben Pest der kleinen Wiederkehr, aber jetzt noch nicht so intensiv, aber das ist jetzt ein anderes Virus, aber ähnlich problematisch, was auch eingetragen wird. Ich denke, der Druck wird aufrechterhalten werden. Eventuell, wenn es gelingen würde, in diesen Ländern, die uns angrenzen, also Nordafrika, Türkei und so weiter, wenn es dort gelingen würde, die Erkrankung besser einzudämmen, würde uns das sehr, sehr viel helfen. Vielleicht wäre es auch eine Überlegung, dort mehr Hilfe zu leisten von Seiten der EU, dass man die in die Lage versetzt, in dieser Tierseuchenbekämpfung vielleicht besser vorwärts zu kommen. Was auch immer man macht. Da wird schon ein bisschen was getan. Es ist nicht so, dass da nichts getan wird. Aber vielleicht müsste man diese Anstrengung noch verstärken, um den Druck der auf uns zukommt, auf die EU zu vermindern. Naja, und dann muss man halt noch stringenter versuchen, Tiertransporte zu kontrollieren, Quarantäne einzuhalten, Eventmaßnahmen zu ergreifen, um den Eintrag durch Menschen zu verringern, wie schwierig das auch sein mag. Also das sind Aber ich befürchte mal, dass der Druck nicht nachlassen wird. Dass man vielleicht dort was machen kann. Oder, was wir ja schon kurz angesprochen haben, dass man die Strategie ändert und sagt, wir beherrschen es nicht mehr, der Druck ist so groß, wir müssen jetzt impfen. Und selbst wenn es vielleicht ein Impfgürtel ist, der in der Pufferzone bildet, was ja durchaus auch Möglichkeiten sind, die man machen kann.</v
00:57:54
Willy>Ja, wenn sich die Rahmenbedingungen verändern, muss sich irgendwann der Rahmen zwangsläufig geändert werden. Also sonst...</v
01:00:16
Thomas>Aber da habe ich schon Vertrauen, dass es da nicht... Also treffen wir uns dann einfach in 10 Jahren wieder und machen einen Rückblick und sagen, was hat sich verändert?</v
01:00:22
Willy>Welche deiner Prognosen hat sich bewahrheitet? Und dann werden wir schauen, ob wir dir die große Glaskugel in Gold verleihen oder sowas.</v
01:00:30
Thomas>Für jede richtige Prognose kriege ich 50 Cent von dir und für jede nicht kriegst du den 50er von mir.</v
01:00:39
Willy>Das ist schön. Dankeschön. Wir haben das auf Banner, Leute. Ich habe es alles gehört. Thomas, ich sage jetzt vielen, vielen Dank. Du hast heute wirklich viel Zeit genommen. Es ist extrem viel Info heute rübergekommen. Es gibt zwei Folgen. Auch wenn es so wirkt, es werden Wochen auseinander. Wir haben jetzt zwei Folgen hintereinander aufgenommen. Es war super. Ich kenne mich jetzt aus. Mir raucht der Kopf. Aber ich sage einfach vielen, vielen Dank für deine Zeit.</v
01:00:44
Thomas>Es hat mir eine Freude gemacht. Danke.</v
01:01:06
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