Tiroler Schnitzkunst in Brasilien
Werner Thaler über Schnitzkunst als Kulturerbe, den Unterschied zwischen Handwerk und Kunst und das Leben als Bildhauer.
05.04.2026 89 min
Video zur Episode
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Zusammenfassung & Show Notes
Holzschnitzen und Bildhauerei in Brasilien – und was das mit Tirol zu tun hat: Ich treffe Werner Thaler in Dreizehnlinden, einem Ort, den österreichische Einwanderer 1933 mitten in den brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina gepflanzt haben.
Werner ist Bildhauer. Aufgewachsen in der Werkstatt seines Großvaters, ausgebildet an der Schnitzschule Elbigenalp im Tiroler Lechtal, heute einer der bekanntesten Holzschnitzer und Bildhauer seiner Region. Und ich bin ganz zufällig auf meiner 'glokalen Perspektiven-Tour' durch Brasilien bei ihm gelandet.
Das Gespräch geht tiefer, als ich erwartet hatte. Werner erklärt mir, wann Handwerk zur Kunst wird – nämlich dann, wenn eine Skulptur etwas anderes transportiert als das, was man direkt sieht. Eine Hand ist eine Hand. Aber wenn diese Hand Zärtlichkeit bedeutet oder Gewalt andeutet, dann entsteht Kommunikation. Und ohne Kommunikation, sagt er, gibt es keine Kunst. Wer sein Publikum nicht erreicht, trägt dafür selbst die Verantwortung.
Wir reden über Auftragskunst und den Eiertanz zwischen Kundenwunsch und eigenem Anspruch. Über den Unterschied zwischen Zirbenholz und Fichtenholz, über warum man ein Modell in Plastilin macht, bevor man ans Holz geht, und warum er ein nasses Holz lieber grob bearbeitet. Über Bienenwachs als Finish. Über Motorsägen mit dünneren Schwertern. Und über die Frage, was bleibt, wenn Maschinen tausend identische Figuren fräsen können.
Am Ende sagt Werner: 'Jeder Künstler ist ein bisschen von seinem Zeitalter ein Zeuge.' Das finde ich schön.
Viel Freude beim Reinhören!
00:00:00 Los gehts
Einleitung: Willy trifft Werner Thaler in Dreizehnlinden, Brasilien.
00:02:08 Familie, Herkunft, Werkstatt
Werners Familie brachte die Schnitzkunst aus Tirol nach Brasilien.
00:07:35 Ausbildung in Elbigenalp
Ein Jahr an der Schnitzschule im Tiroler Lechtal – was das gebracht hat.
00:10:18 Talent oder Handwerk?
Was man braucht, um Bildhauer zu werden – und was man nicht lernen kann.
00:17:01 Was ist Bildhauerei, was ist Kunst?
Werner erklärt, wo Handwerk aufhört und Kunst beginnt.
00:26:21 Auftrag und künstlerische Freiheit
Wie man zwischen Kundenwunsch und eigenem Anspruch navigiert.
00:32:51 Der Arbeitsprozess
Von der Skizze über das Tonmodell bis zum fertigen Holzwerk.
00:53:29 Das richtige Holz
Welche Holzarten sich zum Schnitzen eignen – in Brasilien und in Österreich.
00:58:16 Werkzeuge und Technik
Schnitzeisen, Motorsäge, Schlägel: die Werkzeuge des Bildhauers.
01:04:01 Feuchtigkeit, Trocknung, Oberfläche
Nass schnitzen, langsam trocknen, mit Bienenwachs finishen.
01:15:35 Kunst als Zeitzeugnis
Jeder Künstler ist Zeuge seines Zeitalters – Werners Credo.
01:21:07 KI, Roboter und die Zukunft
Was bleibt vom Handwerk, wenn Maschinen tausend Kopien fräsen können?
01:26:00 Rat an junge Schnitzer
Was Werner jemandem mitgibt, der überlegt, das Handwerk zu lernen.
Kurz-Bio Gast:
Werner Thaler ist Bildhauer und Holzschnitzer aus Treze Tílias (Dreizehnlinden) im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina, einem 1933 von Tiroler Einwanderern gegründeten Ort. Er entstammt einer Schnitzerfamilie mit österreichischen Wurzeln und hat seine Ausbildung unter anderem an der Schnitzschule Elbigenalp im Tiroler Lechtal vertieft. Sein Werk umfasst Kirchenfiguren, öffentliche Skulpturen und Denkmäler in ganz Brasilien sowie internationale Aufträge.
INFOS ZUR FOLGE
Werners Website
www.wernerthaler.com.br
Werner Thaler auf Instagram
www.instagram.com/wernerthaler_escultor
Werner Thaler auf Facebook
www.facebook.com/werner.thaler.5
Dreizehnlinden – Die brasilianischen Tiroler
www.bauertothepeople.at/podcast/269
Website Treze Tillas
www.trezetilias.com.br/deutsch
Secretaria Municipal de Turismo auf Instagram
www.instagram.com/trezetilias_turismo
Prefeitura de Treze Tilias auf Instagram
www.instagram.com/prefeituradetrezetilias
Treze Tílias auf Instagram
www.instagram.com/trezetilias_
Karina Pattis Reiter auf Instagram
www.instagram.com/karina.p.reiter
Treze Tílias auf Facebook
www.facebook.com/trezetilias1
Rádio Tropical FM 99,1 auf Facebook
www.facebook.com/radiotropicalfm99
Werner ist Bildhauer. Aufgewachsen in der Werkstatt seines Großvaters, ausgebildet an der Schnitzschule Elbigenalp im Tiroler Lechtal, heute einer der bekanntesten Holzschnitzer und Bildhauer seiner Region. Und ich bin ganz zufällig auf meiner 'glokalen Perspektiven-Tour' durch Brasilien bei ihm gelandet.
Das Gespräch geht tiefer, als ich erwartet hatte. Werner erklärt mir, wann Handwerk zur Kunst wird – nämlich dann, wenn eine Skulptur etwas anderes transportiert als das, was man direkt sieht. Eine Hand ist eine Hand. Aber wenn diese Hand Zärtlichkeit bedeutet oder Gewalt andeutet, dann entsteht Kommunikation. Und ohne Kommunikation, sagt er, gibt es keine Kunst. Wer sein Publikum nicht erreicht, trägt dafür selbst die Verantwortung.
Wir reden über Auftragskunst und den Eiertanz zwischen Kundenwunsch und eigenem Anspruch. Über den Unterschied zwischen Zirbenholz und Fichtenholz, über warum man ein Modell in Plastilin macht, bevor man ans Holz geht, und warum er ein nasses Holz lieber grob bearbeitet. Über Bienenwachs als Finish. Über Motorsägen mit dünneren Schwertern. Und über die Frage, was bleibt, wenn Maschinen tausend identische Figuren fräsen können.
Am Ende sagt Werner: 'Jeder Künstler ist ein bisschen von seinem Zeitalter ein Zeuge.' Das finde ich schön.
Viel Freude beim Reinhören!
00:00:00 Los gehts
Einleitung: Willy trifft Werner Thaler in Dreizehnlinden, Brasilien.
00:02:08 Familie, Herkunft, Werkstatt
Werners Familie brachte die Schnitzkunst aus Tirol nach Brasilien.
00:07:35 Ausbildung in Elbigenalp
Ein Jahr an der Schnitzschule im Tiroler Lechtal – was das gebracht hat.
00:10:18 Talent oder Handwerk?
Was man braucht, um Bildhauer zu werden – und was man nicht lernen kann.
00:17:01 Was ist Bildhauerei, was ist Kunst?
Werner erklärt, wo Handwerk aufhört und Kunst beginnt.
00:26:21 Auftrag und künstlerische Freiheit
Wie man zwischen Kundenwunsch und eigenem Anspruch navigiert.
00:32:51 Der Arbeitsprozess
Von der Skizze über das Tonmodell bis zum fertigen Holzwerk.
00:53:29 Das richtige Holz
Welche Holzarten sich zum Schnitzen eignen – in Brasilien und in Österreich.
00:58:16 Werkzeuge und Technik
Schnitzeisen, Motorsäge, Schlägel: die Werkzeuge des Bildhauers.
01:04:01 Feuchtigkeit, Trocknung, Oberfläche
Nass schnitzen, langsam trocknen, mit Bienenwachs finishen.
01:15:35 Kunst als Zeitzeugnis
Jeder Künstler ist Zeuge seines Zeitalters – Werners Credo.
01:21:07 KI, Roboter und die Zukunft
Was bleibt vom Handwerk, wenn Maschinen tausend Kopien fräsen können?
01:26:00 Rat an junge Schnitzer
Was Werner jemandem mitgibt, der überlegt, das Handwerk zu lernen.
Kurz-Bio Gast:
Werner Thaler ist Bildhauer und Holzschnitzer aus Treze Tílias (Dreizehnlinden) im brasilianischen Bundesstaat Santa Catarina, einem 1933 von Tiroler Einwanderern gegründeten Ort. Er entstammt einer Schnitzerfamilie mit österreichischen Wurzeln und hat seine Ausbildung unter anderem an der Schnitzschule Elbigenalp im Tiroler Lechtal vertieft. Sein Werk umfasst Kirchenfiguren, öffentliche Skulpturen und Denkmäler in ganz Brasilien sowie internationale Aufträge.
INFOS ZUR FOLGE
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Musik:
„Leit hoits zamm“ – Haindling
thx an Jürgen Buchner
„Power to the People“ – Junior Kelly
thx and Michael Lechleitner @ Irievibrations Records
… und ein bisserl selbst gesungen 😊
thx to me, my voice und eure Schmerzschwelle
„Leit hoits zamm“ – Haindling
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Viel Spaß beim Reinhören und Entdecken!
Transkript
Wenn das Publikum die Kunst nicht versteht, ist zu 90% der Künstler schuld.
Jeder Künstler ist ein bisschen von seinem Zeitalter ein Zeuge.
Das finde ich schön und wichtig an der Arbeit.
Wenn man eine Hand schnitt, das ist eine Hand, deswegen ist es noch keine Kunst.
Das kann eine fein ausgearbeitete Hand sein, aber deswegen muss es nicht eine Kunst sein.
Grüß euch! Ja, wenn ich schon mal in Brasilien unterwegs bin und die Chance
bekomme, mit einem, ich würde schon sagen, berühmten Bildhauer und Schnitzer
über dessen Arbeit zu sprechen, ich spreche vom Werner Thaler,
tja, dann mache ich das auch.
Sonst bei sind wir in 10 Jahren definitiv in den Allerwertesten.
Und weil ich mein ganzes Equipment natürlich bei meiner glokalen Perspektiven-Tour
dabei habe, da zeichne ich das Ganze natürlich auch auf.
Und weil Ausnahmen bekanntlich die Regel bestätigen, was immer dieser Spruch
genau bedeuten soll, geht es in der heutigen Ausnahme um das Handwerk der Tiroler
Schnitzkunst in Brasilien.
Viel Freude beim Reinhören und drüben auf YouTube auch beim Reinschauen.
Werner, bist du bereit?
Ja, okay.
Ja, okay. Passt schon.
Passt schon.
Ja, dann sage ich jetzt mal, grüß euch zu einer neuen Podcast-Episode.
Heute geht es um die Kunst, die Bildhauerei und das Schnitzen und dafür bin
ich zwar nicht extra nach Brasilien gefahren, aber wenn sich auf dem Weg so
eine großartige Möglichkeit ergibt, dann wäre ich ganz schön doof, vulgo deppert,
wenn ich diese Chance nicht ergreifen würde.
Also Licht in mein Dunkel rund um das Thema Bildhauerei, Schnitzen und ein bisschen
Kunst bringt heute der Werner Thaler.
Bitte, Werner, sag einfach in ein paar Worte, wer bist du, wo sind wir da heute
und dann fange ich an und frage dir ein kleines Loch im Bauch.
Okay, ja, ich bin da in Dreizehnlinden, Treze Tílias, Brasilien geboren.
Meine Großeltern sind aus Österreich, sie sind ausgewandert in den 30er Jahren.
Und mein Großvater, der hat sich immer für Kunst interessiert,
aber der hat einen Anfang da in Dreizehnlinden.
Natürlich auch seine Landwirtschaft, das hat er haben müssen, zum Überleben.
Und eine Zeit lang hat er das nebenbei gemacht, geschnitzt und dichtet und malen.
Und dann, wenn mein Vater im Elternhaus mit der Oma den Hof übernimmt,
dann hat er angefangen, beruflich zu schnitzen.
Wenn ich dann auf Weltkrieg gekommen bin, hat er schon das beruflich gemacht.
Und ich sehe mich eigentlich fast nicht anders als an der Werkstatt.
Also als kleiner Bub, da war ich ein paar Spielen an seiner Werkstatt.
Das war eine sehr einfache Werkstatt, noch damals an der Schupfen.
Und da hat es so angefangen, die ersten Jahre, da habe ich so Sachen einfach
dahin geschnitzt, was mir der Opa aufgezeichnet hat, also Reliefs.
Und das ist nachher vorzu weitergegangen.
Es hat mir Spaß gemacht und wir haben einen Gottfried gehabt,
das ist der Onkel von meinem Vater, der zweite Bruder. der zweite Bruder.
Und der Gottfried hat damals schon eine große Skulptur gemacht.
Der hat sich stark entwickelt in der Zeit.
Und da haben wir ein bisschen ein Beispiel von Gottfried gehabt und einen Opa
als Lehrer. Das ist sowieso gegangen.
Warum ist bei euch diese Kunst so stark in der Familie?
Ja, ich glaube, das ist wirklich so ein Kulturerbe.
Das kommt mit, das ist mitgekommen, nicht nur in unserer Familie.
Auch in der Familie Moser, da ist der Josef Moser mitgekommen,
der ist beruflich Bildhauer gewesen.
Und in den ersten Jahren ist das einfach so gewesen, dass wir in Tirol,
als wäre es an den Berg gewesen gewesen, das Krippenschnitzen,
an einem Balkon etwas aufschnitzen, an einem Decken und so in der Gemeinde,
die Häuser und nicht so beruflich oder finanziell.
Das ist erst nach Sparda gekommen, wenn sich das Gebiet ein bisschen entwickelt
hat und dass auch die Schnitzsachen ein bisschen weiter gekommen sind.
Da in Dreizehnlinden ist kein Absatz da gewesen.
Und der Opa ist viel mit dem Bus nach Sao Paulo gefahren.
Rio de Janeiro, das war eine unheimlich lange Fahrt, mit dem Bus mit kleineren
Sachen zu verkaufen. Es war einfach keine andere Möglichkeit.
Und der Gottfried hat dann angefangen mit Figuren für Kirchen, grässere Figuren.
In ganz Brasilien und Sieden hauptsächlich sind in der Zeit viele neue Städte
entstanden dürfen und neue Kirchen sind gebaut worden.
Da ist es eigentlich interessant, dass hier in Dreizehnlinden die ersten Fremden,
die gekommen sind, die hierher gekommen sind, Schnittsachen bestellen oder kaufen. Das war eigentlich so,
hauptsächlich Pfarrer oder Leute, die irgendwas mit der Kirchstour gehabt haben,
die sind nach Dreizehnlinden gekommen, um Figuren zu bestellen.
Man muss dazu sagen, ein bisschen zum Kontext Brasilien, so wie ich ihn kennengelernt
habe, Brasilien ist ein sehr junges Land, also hat eine sehr junge Einwanderergeneration,
viel sind aus Europa gekommen und mit ihnen natürlich auch sehr viel Glaube,
kirchlicher, christlicher Glaube.
Und wie du gesagt hast, nicht viel haben neue Städte entstanden und die haben Kirchen gebracht.
Und ihr habt dieses Handwerk mehr oder weniger aus Tirol, aus der Liebe zum
Handwerk einfach auch mitgebracht, oder?
Ja, wirklich. Es hat einfach dazugehört, es wird so ein, sagen wir so,
es war ein Dorf mit Tiroler Abstammung und die ersten Jahre sind ja alle Einwanderer gewesen.
Da ist einfach die Musik und Chor und Suchplätteln Und das alles hat dazugehört
und das schnitzt nicht mehr.
Das schnitzt nicht mehr. Ein Teil der Tradition, die wir mitbekommen haben.
Ja, ein Teil, was wirklich mitgekommen ist. Und was sich halt nachher später
stärker entwickelt hat.
Am Anfang war es einfach nur lokal, aber es hat sich nachher entwickelt.
Und mit der Zeit hat man nachher eine Verbindung, es ist noch lange gegangen,
aber eine Verbindung wieder zu Österreich gehabt. und ich habe uns zum Beispiel
die Möglichkeit nachher die so
Fast Ende 80er-Jahr, da war ja ein bisschen lieber ein Jahr in Elbigenalp,
in Lechtal, in der Schnittschule.
Und das hat mir nachher viel gebracht und auch eine Zeit lang bei einem Meister, bei einem Bildhauer.
Haben Sie das dir zurückgeschickt zum Lernen ein bisschen?
Ja, ich bin hinüber krass zum Lernen.
Es war nicht leicht, das war, sagen wir so,
wenn man es so sagt, finanziell auch und alles, aber es war für mich eine wichtige
Sache, weil der Opa, Opa ist einfach Opa, und der Opa,
der nimmt das nicht so streng, alles was er macht.
Der Papa nimmt es sehr streng, aber der Opa, der sieht es einfach ein bisschen
scherner, was die Enkel machen.
Und an der Schule hast du nachher jemanden, der sagt, das passt nicht.
Oder hauptsächlich, was vielleicht noch wichtiger findet in der Schule,
dass man nachher sieht, dass andere auch die gleichen Schwierigkeiten haben.
Und ab und zu war es interessant, ich bin in einer Werkstatt aufgewachsen.
Und das ist einfach gewisse Sachen, das muss man nicht lernen,
das hat man einfach gesehen und so geht es. Das ist selbstverständlich.
Das war für mich an der Schnittschule so ein bisschen sogar komisch,
dass ein Bursch dort lernen müssen hat, wo die Fasern gehören von Holz oder
wie man das er der Hand nimmt, das ist bei mir ein bisschen automatisch gekommen.
Nicht mit der Babystube, sondern mit der heimatlichen Werkstube.
Bist du gefördert worden oder hast du deinen Berufsweg und deinen Berufswunsch als Bildhauer,
quasi gegen Widerstand erarbeiten müssen.
Wie war das? Bei uns in der Familie war das ganz eine normale Sache,
mit dem der Opa schon geschnitzt hat, der Gottfried,
die Tante Mariana hat er auch geschnitzt und nachher Spar,
der Onkel Bruno, der hat einen Traktorunfall gehabt und dann hat er in der Landwirtschaft
nicht mehr arbeiten können, hat er auch, hat er nachher so Dekoreore-Ornamente
geschnitzt, das war ein bisschen eine normale Sache.
Es ist auch da in Dreizehnlinden heutzutage, wir haben mehrere Bildhauer da und
es ist einfach bei uns im Dorf ein normaler Beruf.
Aber man weiß, dass das nicht so weltweit oder da in Brasilien ist es nicht
leicht in einer Stadt oder in einem Dorf einen Schnitt zum Bildhauer zu finden.
Was braucht man, um Bildhauer zu werden, ist es, weil du sagst,
fast jeder Beiche in der Familie hat irgendwann einmal angefangen,
irgendwas zum Schnitzen.
Und liegt da das Talent? Braucht man Talent, eine Begabung zum Bild
zum Bild bauen, zur Kunst? Oder ist das eine reine Sache, die jeder lernen kann, was meinst du?
Ja, irgendwie ein Talent braucht man schon.
Aber die Frage ist nachher, was ist mein Talent, was habe ich dazugelernt?
Das ist so eine Frage, die man sich selbst machen muss.
Was ist jetzt Beobung, was ist
dazugelernt? Das ist so. Das habe ich der Schnitzschule auch bemerkt.
Schnitzen lernen, das ist ein Handwerk. Jemand, der irgendein Geschick hat für
ein Handwerk, der bringt es hin, ungefähr.
Eine Figur, wenn du einen guten Lehrer hast und die Zeit und Ausdauer,
hinbringen schon. Aber das Kreative,
Ich möchte etwas Neues machen. Ich möchte etwas machen, was ein anderer nicht gemacht hat.
Obwohl man immer Influenzen hat. Immer von jemandem.
Aber
den Wunsch und ein bisschen anders, das künstlerische Denken ist ein bisschen
anders, als wenn es die Leute normalerweise machen würden.
Dieser Wunsch, den hat nicht jeder.
Und nachher sind halt viele, die irgendwie abpausen müssen oder irgendwas abschauen.
Und jeder muss zum Lernen was nachmachen.
Aber mit der Zeit ein freies Werk machen und was Neues, da braucht es schon ein bisschen was.
Wann und wie hast du das erste Mal gespürt, dass bei dir dieser Wunsch da ist
und wie hat sich das angefühlt?
Ich glaube, das ist auch so früh gekommen, etwas ist interessant zu erzählen.
Ich habe über so ein Bild gemacht, was der Opa da gezeichnet hat,
und ich habe da ein bisschen mit den Schnitzeln, mit dem Eisen arbeiten gelernt.
Und mein Opa, der hat mit ganz hartem Holz, das ist für die großen Araucaries,
für die Pinien, der Osteinsatz.
Das ist ein Herz, das ist ganz was Hartes und ein schönes Holz.
Und da hat er Figuren gemacht und er hat meistens so Jesusgesicht geschnitzt.
Aus der Tradition heraus.
Ja, und er hat das so angefangen und das hat die Leute interessiert.
Das war Material, das aus unserer Gegend ist.
Und ich habe dem Opa so oft zugeschaut, wie er das macht.
Ich habe schon gewusst, jetzt nehmen wir das Eisen und dann klopft er so und dann macht er so.
Und wenn ich nachher mal draufgekommen bin, ich denke, das geht selbstverständlich.
Ich weiß schon, man klopft so und nachher macht man es so und nachher so zwei,
drei Jahre danach ist es immer noch nicht leicht gegangen.
Aber am Anfang habe ich mir überdenkt, das war es ja alles schon. Es war nicht so leicht.
Aber du hast gewusst, du willst das machen.
Oder? Schon.
War der Opa das große Vorbild?
Ja, in dem Sinne schon. Wir haben nebenbei das Haus gehabt und mein ältester
Bruder, der ist dann studieren gegangen,
der ist Tierarzt, heutzutage ist er an Agraruniversitätsdirektor und ich bin
auch immer bei einem Opa gewesen und das ist einfach so automatisch gegangen.
Und das hat mir einfach einen riesigen Spaß gemacht, etwas Neues machen und
etwas Sechen, was ich selber gemacht habe, und es ist einfach so gegangen.
Was würdest du jetzt sagen, damit wir uns jetzt ein bisschen der Bildhauerei
widmen, was ist denn Bildhauerei, was macht ein Bildhauer?
Ja okay, das ist ein ziemlich offener Begriff.
Okay, es gibt den Begriff Schnitzer, jemand, der nur mit Holz arbeitet, ein Handwerk.
Die Bildhauerei war schon ein bisschen im allgemeinen Material.
Alles, was mit der Schöpfung von Skulpturen in aller Art ist, ist die Bildhauerei.
Ich habe lange nur in Holz geschnitzt. Und das war interessant,
der Schnittschule, die Schnittschule Elbigenalp, ist eine Landeschnittschule in Tirol.
Da ist schon ein Hauptfach das Holzschnitzen gewesen.
Aber da hat man auch die Möglichkeit gehabt, zum Bronzen oder Stein oder sowas dazulernen.
Und das hat mich damals absolut nicht interessiert.
Ich habe mir nur gedacht, ich muss Holzschnitzen.
Ich möchte Holzschnitzen, ich bin ein Holzschnitzer.
Und das ist lange so gegangen.
Und so, vielleicht so 30 Jahre, die Zeit vergeht ziemlich schnell,
hat mich angefangen zu interessieren,
Skulpturen für den Freien, für Dorfplätze, für den Park und so Sachen.
Und da ist wieder das Holz, ganz das letzte Jahr der Reihe, weil das Holz nicht
so haltbar ist und da habe ich nachher angefangen andere Materialien zu versuchten,
also mit Beton und nachher mit Bronze und da habe ich mich lange anpassen müssen.
Modellieren habe ich zum Glück schon gekannt, weil bei der Schnittschuhe Modelle
Wir modellierten das dann in Holzschnitzen.
Das war jetzt ein bisschen vom Grundaufbau.
Davor zeichnen, um die Idee zu registrieren.
Und nachher modellieren und dann ans Holz weitergeben.
Also Bildhauerei ist, wenn ich es jetzt so verstanden habe, immer eine Skulptur,
also irgendwas zum Angreifen, also keine Leinwand, sondern ein Gegenstand,
den du mit welchem Material, also das Material ist unabhängig, kann alles sein, oder?
In eine Form bringst, die du dir vorstellst.
Oder? Ja, ja. Ich finde es so im Begriff, aber das ist ziemlich offen.
Es gibt halt, Kunst ist auch sehr kompliziert als Begriff, weil man sagt,
was Kunst ist, was nicht Kunst ist.
Ja, was ist denn?
Das ist eine Diskussion, was als Unendliche geht.
Wenn ich das jetzt mit dir diskutiere, was ist deine Position dazu?
Ist das, was du machst, ist es ein Handwerk? Ist es Kunst?
Und ab welchem Zeitpunkt wird Handwerk zur Kunst? Wie wirst du das sehen?
Das ist von mir aus ganz das Wesentliche. Handwerk ist so.
Jede Arbeit, die man da macht, soll es Bronze sein, soll es Polyester,
soll es Beton sein, Stahl, das ist immer Handwerk.
Meinerseits wird es nicht nur Kunst gemacht.
Ich sage, in meinem Beruf, wenn ich jetzt zum Beispiel für Kirchenaufträge mache,
wenn ich eine Figur schon gemacht habe,
Eine zweite oder dritte Figur vom Gleichen, das heißt nicht immer Kunst,
das ist wieder Arbeit und Job, macht man nicht das, was man am liebsten macht.
Aber man muss auch denken, man kann sich technisch ausbilden,
man kann, sagen wir, die Existenz braucht man auch dazu.
Aber meinerseits ist Kunst ganz stark mit Kommunikation verbunden.
Erstens ist einfach die Frage, nein, ich habe die Kunst nicht verstanden.
Das ist der einzige Tag mit moderner oder zeitgenossener Kunst.
Ich bin es nicht so, dass ich das verstehen kann.
Wenn das Publikum die Kunst nicht versteht, Du bist zu 90 Prozent der Künstlerschulden.
Das ist von mir aus ein bisschen falsch, was da gesagt wird.
Die Leute verstehen mich nicht. Wenn ich jetzt Russisch spreche und die Leute
verstehen nicht Russisch,
Das Publikum ist nicht blöd. Und ab und zu finde ich Aggression zum Publikum,
wenn man das Publikum als blöd hält.
Und was ist dann Kunst?
Wann wird es Kunst? Wenn jetzt zum Beispiel jemand, wenn jetzt ein Handschnitz
zum Beispiel, das ist eine Hand, deswegen ist es noch lange keine Kunst.
Das kann eine fein ausgearbeitete Hand sein, aber deswegen muss es nicht eine Kunst sein.
Das kann ein Kunsthandwerk sein.
Aber wenn die Hand dann etwas anderes bedeutet, wenn die Hand Kraft bedeutet,
wenn die Hand Gewalt bedeutet,
Wenn sich das wandelt, dann ist es von mir, da kommt der Begriff Kunst an.
Wenn ein Gegenstand was anderes bringt, als figurative Kunst, wenn man vom
Klischee, von dem wegkommt, und man sagt, das wandelt sich an etwas.
Ich habe es jetzt so verstanden, ich kann eine Hand machen, ist halt eine Hand.
Aber wenn ich die Intention habe, ich möchte, dass du, und das sind wir bei
der Kommunikation, bei meiner Hand, das Spiel heißt, die greift die an.
Die tut was. Und wenn du diesen Ausdruck auch verstehst.
Oder da ist Hass drinnen. Oder da ist sowas.
Oder die Hand verbindet sich in Zärtlichkeit.
Dieses Gefühl. Meinerseits, da entsteht eben die Kommunikation.
In dem Punkt, wenn mir das gelingt, oder ein anderer auch, dann verstehe ich es als Kunst.
Dass es gegenüber auch das versteht, was du gemeint hast.
Oder? Ja, ja. Aber ich sage, dass da irgendein Gefühl oder Emotion weitergegeben
wird und nicht direkt an der Figur in sich.
Hast du das irgendwie bei dir gemerkt, bei deiner Arbeit und bei deiner Entwicklung,
dass irgendwann einmal der Zeitpunkt da war, dass deine Handwerker,
diesen Kunstaspekt entwickeln. War da irgendwo so ein Moment,
wo du in deiner Entwicklung gemerkt hast,
jetzt habe ich es geschnallt, jetzt verstehe ich es und jetzt habe ich das Ding
heraus wie ich aus Handwerkkunst mache. Wann war das?
Das passiert nicht immer.
Gelingt dir heute auch nicht?
Nein, ich sage, das ist so.
Es werden mir viele gefragt, wie viele Figuren hast du gemacht?
Mir interessiert es viel mehr von meinen Figuren.
Wie viele von den Figuren, die ich gemacht habe, haben wirklich das Ziel erreicht.
Inspiration, das ist auch nicht immer die gleiche Sache.
Einen Tag hat man eine Stärke, trifft man was ein. Aber es geht immer so.
Und von Zeitpunkt, Das ist vielleicht sehr kompliziert.
Einerseits hat man der Jugend eine Kraft, man möchte etwas machen,
man möchte stark etwas machen und man möchte die Selbstbestimmung.
Und von diesem Willen kann eine interessante Kunst entstehen.
Und das kann man dann mit der Zeit
Abstirmen, wenn man das nicht weiter pflegt. Das ist so, bei einem Sänger ein Musikant, ein Sänger,
der ist als junger Starr gewesen und dann hat er sich einfach wieder das Gleiche
wiederholt und die Leute haben die Nase vollgekriegt.
Und dann bringen sie nicht mehr zusammen, was Neues zu schaffen.
Die innere Inspiration ist auch nicht mehr da.
Ja, und das kann passieren. Eine Bildhauerei in jeder Art von Kunst.
Ist dir das schon mal passiert?
Ich sage nicht, dass ich mich immer ein bisschen in dem Punkt interessiere,
mit neuem Material, neuen Herausforderungen, neuen Themen.
In dem Punkt, ich spüre es wenigstens noch nicht.
Vielleicht rennt es die anderen.
Aber ich sage, andererseits kommt die Reife von jeder Person.
Wenn du das zielgemäß weitermachst und versuchst, dich weiterzubilden,
dann können schon mit der Zeit die besseren Sachen kommen.
Zum Beispiel, ich bin eine Zeit lang in Elbigen Alb im Atelier von einem Bildhauer,
der eigentlich viel beigebracht hat und heutzutage und Inspiration ist.
Rudolf Geisler-Moro da hat er klasse.
Und er war 33 Jahre Schuldirektor, war damals schon Pension,
er hat einen Betrieb aufgebaut, sein Sohn war auch Bildhauer und der Sohn hat
eine andere private Schnittschule gegründet und er hat auch große Aufträge gemacht.
Und damals, als ich nachher zurückgekommen bin nach Brasilien,
da ist er so 67 Jahre alt gewesen, ungefähr, das denke ich auch.
Und er ist in Pension aber er hat dann
Vielleicht die nächsten 10, 12 Jahre von mir aus seine schönsten,
seine besten Werke gemacht er hat davon nicht mehr leben müssen er hat den Druck
nicht mehr gehabt und er hat die Erfahrung gehabt und er hat dann nicht nur
geschnitzt, zeichnet Aber ich sage,
es ist ein Buch entstanden und die Figuren, die von mir am meisten passen, sind die...
Also du hast es jetzt schön gesagt, Kunst entsteht dann, wenn Freiheit auf der
Seite des Künstlers ist.
Inwiefern, würdest du sagen, weil du bist ja kein freier Künstler, du machst ja Aufträge.
Wie geht Kunst und ein kommerzieller Gedanke zusammen?
Ja, das ist selber eine große Herausforderung. Wie man das manage,
wie man das auf der Wolk legt.
Wie machst du das für dich? Ja, so.
Aufträge sind auch sehr interessant, wenn es nicht die gleichen Aufträge sind.
Oder jemand, der kommt, bitte schnitzen wir das, ich habe hier ein Bild, schnitzen wir das.
Das ist dann natürlich, ab und zu
wird etwas gemacht, was schon ziemlich ausgearbeitet ist, so in der Idee.
Aber andererseits zum Beispiel ein Denkmal gestalten, vom Null.
Ich denke mal zu dieser Einwanderung zum Beispiel, wenn man das sagt,
oder zu dieser Völkergruppe oder zu dieser Person, das ist künstlerisch auszuarbeiten.
Das ist sehr interessant.
Also wenn du nur die Idee als Auftrag kriegst, aber du dann quasi in der Gestaltung frei bist.
Ein Werk von dir steht ja in Entreries bei der Festhalle, wo du eben versucht
hast, diese Einwanderung in einer Skulptur darzustellen.
Link gebe ich dann dazu in die Show noch, dass man sich das auch anschauen kann.
War das ein Auftrag oder war das Kunst oder war das beides?
Das war ein Auftrag und eigentlich, da habe ich lange gezeichnet.
Sie haben eigentlich wollen, zwei Menschen, die da gekommen sind,
die haben ein Foto gehabt.
Wir möchten diese zwei, eine Frau und ein Mann mit dem Koffer, das möchten wir.
Und mir war das ein bisschen von der Idee her zu wenig, weil in jeder Zugstation,
obwohl es wichtige Leute waren und ein schönes Foto,
aber in jeder Zugstation der Welt sparen gerne Leute mit dem Koffer.
Und dann habe ich gesagt, ich möchte ein bisschen tiefer
im Sinn von der Einwanderung in den Trios kommen und natürlich die Idee war
schon da und nachher habe ich gesagt, ich möchte irgendwas
von Vergangenheit und von Zukunft reden dann ist der Junge entstanden der Bub
und normalerweise war ein junger Bub,
der Hund von der Mutter oder vom Vater, aber ich habe ihn dann nach vorn gestellt, sozusagen
die kommen mit dem Koffer aber die nächste Generation macht das weiter und das
war ein bisschen meine Idee
Sozusagen wir schirmen die Jugend nach vorn aber es ist verstanden worden,
Weil du hast ja gesagt es ist wichtig, es ist nicht der, der was schuld,
sondern ist das so verstanden worden, ihr seht gelungen?
Ja, nein, aber es sind nachher nicht nur einfache Sachen.
Der, der den Auftrag übergibt, bezahlt es auch und er hat auch seine Meinungen.
Aber das ist ein bisschen ab und zu.
Ein klassischer Eierdanz.
Du hast vorher gesagt,
Kunst ist dann, wenn es die anderen auch als Kunst erkennen,
wenn es Emotionen ausdrückt.
Weißt du, wenn du heute ein Werk fertig machst, ob es den Anspruch Kunst erfüllt,
vorher schon, oder erkennst du immer erst, ob es Kunst ist, wenn es die anderen als Kunst erkennen?
Nein, ich habe schon mein Gefühl, zum Beispiel, es gibt gewisse Sachen,
gewisse Figuren, wo ich jetzt sagen kann, scheißegal,
ob jetzt das Publikum das möchte oder nicht.
Nicht, dass jemand das möchte oder dass jemand sagt, das ist schön oder sowas.
Ein paar Sachen sind schon, ich habe meine Meinung geäußert in dieser Figur
und ob das nachher, wie das ankommt, ist wieder anders.
Du bist zufrieden dann?
Ja, bei gewissen ist es immer so, aber das merkt man schon.
Aber das Interessante ist immer schon Feedback,
dass man schon die Leute hört, dass man sich nicht an einem Atelier oder hinten
im Wald abschließt und sagt ja ich mache meine Kunst, ich mache meine Kunst.
Man muss schon ein bisschen das Auge offen haben, was kommt zurück vom Publikum.
Aber muss Kunst gefallen oder kann Kunst?
Nein, es muss nicht immer gefallen, weil es auch so ist.
Das Publikum.
Mir macht es riesen Spaß, wenn ab und zu eine Gruppe kommen,
ein Bus mit einer Lehrerin mit der Schule.
Es gibt viel Zeitaufwand und Lärm und solche Sachen.
Aber Publikum muss man dazu einen Beitrag geben, damit man das Publikum auch
ein bisschen was beibringt, was lernt.
Das Publikum muss auch reifer werden.
Wenn man jetzt nur vom Publikum was hört, das Publikum wird immer das Gleiche
fragen, was das Publikum schon kennt.
Das ist mir bekannt und da muss man ab und zu schon ein bisschen was sagen,
wo es vielleicht das Publikum in dem Punkt noch nicht so reif ist.
Aber wenn es dann zu extrem geht,
dann reißt es ab, dann reißt die Kommunikation ab und dann ist man selber schuldig.
Das ist nachher meiner Seite.
Schauen wir uns mal ein bisschen von der Meterebene ein bisschen runter ins Konkrete.
Wie geht denn der Prozess ab? Also wenn du jetzt einen Auftrag kriegst oder
wenn du auch für dich selbst sagst, das würde ich gerne machen.
In welchen Schritten von der Idee in deinem Kopf oder vom Wunsch des Kunden
bis hin zum fertigen Produkt, wollte ich jetzt schon fast sagen, bis zum fertigen Werk,
wie sind da die Schritte, also die wichtigsten und die relevanten,
die fast immer gemacht werden müssen?
Ja, zwischen Kunden, wenn es ein Auftrag ist, ja. Das Erste ist das Gutbesprechen.
Die Sache ein bisschen studieren, man muss sich einfach ein bisschen hineinleben in jeder Situation.
Wo kommt das hin? Welche Leute werden das dann betrachten?
Das ist wichtig.
Zum Beispiel vor drei, vier Jahren habe ich da für eine Gemeinde in der Umgebung,
für einen Parkanlag, zehn große Skulpturen geschnitten. modelliert.
Und die haben mir damals gesagt, ja, wir möchten nur was Stilisiertes,
was etwas Modernes, was vielleicht etwas andeuten sollte, die Arbeit, die Bewegung.
Und dann habe ich gemerkt, die Gruppe, die haben eine Kommission gehabt,
Das wollten sie. Jetzt haben sie ein Projekt gehabt, das hat der Architekt das
so ein bisschen gesagt, aber sie haben nichts Konkretes gehabt.
Aber sie haben sich interessiert für figurative Kunst.
Und dann habe ich auch gemerkt, dass die Gemeinde, die die Bevölkerung noch
nicht reif war zu etwas eher Abstraktes.
Und dann haben sie gesagt, wir können das auch so machen, aber wir könnten es
vielleicht auch so machen.
Und dann haben die Augen glänzten, wenn es figurativ gewesen ist.
Sie haben gefragt etwas, was Fragen macht, damit sich die Leute etwas fragen, haben sie gesagt.
Und danach waren sie froh, dass die Skulpturen die Antworten waren und nicht nur Fragen.
Das ist eben die Sache. Aber
Zuerst werde ich studiert, nachher zeichne, mache eine Skizze, einfach eine Skizze.
Auf Papier, oder wie? Ja, auf Papier, ja.
Das ist viel Arbeit. Ich habe jetzt fast eineinhalb Monate nur gezeichnet für ein paar neue Projekte.
Und dann muss man wieder zeichnen und mit den Kunden das überlegen.
Das ist bei jedem Beruf so.
Wenn es jetzt eine schwierige Figur zum Gestalten ist, dann mache ich meistens
ein Tonmodell davon in kleinen Formaten.
Und das wird dann im Maßstab überdrogen.
Dazu benutzen wir wie der Ton oder Plastilin.
Plastilin ist ein Kunststoff, ein Material, das immer wach bleibt,
was man wieder weiter modellieren kann.
Das sind die Sachen, die meistens an meine Projekte benutzen.
Hier in Brasilien ist das Holz ganz anders als in Europa.
Wir haben hier eine Art, das heißt Zedro.
Man sagt Zedro. Zedro, ja man sagt Zedro. Aber das hat mit Zedern,
was man in Europa oder im Nahosten kennt, nichts zu tun. Es ist ein riesiger Laubbaum.
Und das Holz ist ziemlich redlich, so ein Ratsholz. Es ist ein bisschen grobfaseriger,
nicht so feinfaseriger als eine Linde oder eine Zirbe.
Aber es ist ein feines Holz zum schnitzen und es gibt große Stämme und man kann
es direkt von einem Stamm eine große Figur machen.
Das ist interessant.
Wenn ich meine Idee schon habe, dann wird das Holz ausgesucht und da muss ich
es einfach mit Motorsäge zuschneiden und grobe Arbeit machen und dann,
der Stammtier ist immer noch nass drin, der Stammtier wird nicht trocken.
Dann muss das drei, vier Monate warten, ablegen, bis nachher wieder weiterarbeiten.
So drei, vier, ab und zu sogar sechs Monate, dass man es einfach so in Standbein halten muss.
Jetzt bist man schon ein bisschen vierig aloppiert, nämlich zum Schnitzen konkret,
weil dann möchte ich nachher noch ein bisschen drauf kommen. Nein, das passt schon.
Du warst jetzt beim Modellieren mit Plastilin und bist dann irgendwie vom Plastilin
gleich aufs Holz gekommen.
Geht der Prozess beim Holz ein anderer, weil du dann gleich,
oder machst du da eher ein Modell?
Ich mache ein Modell in Plastilin und das kann ich dann abformen mit Silikon oder Gips.
Plastilin ist schon ziemlich ein festes Material.
Hinten sind die redlichen und grauen Sachen in Plastilin.
Die halten ein paar Jahre, wenn es sein soll.
Das geht dann im Maßstab zum Holz. Beim Holz, da kann man auch dazu leimen,
zauber hobeln und dazu leimen.
In dem Punkt ist Holz ein sehr praktisches Material.
Aber sagen wir mal, wir sind jetzt beim Modell und dann hast du das Modell fertig.
Das heißt, das Modell schickst du dann auch dem Kunden oder zorgst du dem Kunden?
Aber meistens ist das schon erledigt wenn jetzt die Zeichnung ist
das Modellieren das ist ein bisschen mein Prozess
weil wenn jetzt ein Kunden das Modell zeigt ich brauche die Details im Modell
nicht ich brauche den Umriss, ich brauche die Bewegung ich brauche die Formen und nicht
die Details, die Details arbeite ich nachher im
Holzhaus.
Und dann macht sich der Kunde Sorgen, ich werde das nicht ausarbeiten.
Das ist eher meine Arbeit und mein Prozess.
Du hast gesagt, du hast das Modell in den verschiedensten Materialien und auf
Basis dessen machst du dann im nächsten Schritt das eigentliche Werk.
Oder? Ja, eben so.
Und gibt es dann zwischendrin Schritte, wo du sagst, okay, da mache ich zwischendrin
so eine Feedback-Schleife mit dem Kunden und sage, geht das in die Richtung,
die du vorstellst, oder zeigst du das dann erst her, wenn es fertig ist?
Heutzutage, die Leute, nach der Zeit von WhatsApp und von den Handys,
da ist die ganze Welt, möchte alles sofort sehen.
Da muss man ab und zu ein Foto schicken und Kunden sagen, nein,
der Künstler ist nicht verschwunden, der Künstler ist nicht in Urlaub irgendwo.
Wenn es ein Auftrag ist, muss man ein Signal geben, dass das funktioniert.
Aber ein Auftrag im Fall von einem Kunstwerk, da muss man ein bisschen mit Terminen,
Immer ein bisschen einen Raum haben, weil das geht nicht alle Tag gleich.
Natürlich, ich habe meine Disziplin.
Ich gehe da früher zum Atelier und ich bin im Atelier.
Aber ab und zu läuft es besser für kreative Sachen.
Und dann mache ich etwas technisches.
Bei mir geht es auch so.
Ja, und in dem Punkt, man darf nicht zu stark drängen.
Weil nicht aufhören mit der Arbeit, weil es ist eine gute Ausrede.
Heute bin ich nicht inspiriert am Feierenden arbeiten und dann morgen auch nicht.
Die Aufschieberitis.
Das ist eben nachher ein Problem in jedem Beruf oder in jeder künstlerischen Schaffung.
Wie geht es denn nach deinem typischen Arbeitsalltag muss ich dich jetzt nicht
fragen, weil du hast gerade selber gesagt, das ist einmal so und einmal so.
Du hast wieder einmal eineinhalb Monate gezeichnet, dann stehst du wieder wahrscheinlich
öfter einmal im Atelier und so gut.
Wir gehen noch damit um, wenn du jetzt was machst, du schickst es jetzt mit
WhatsApp dem Kunden und sagst, schau, so weit bin ich und bist ganz happy,
wenn der Kunde sagt, ui, das ist aber nicht verstanden.
Du sagst, du machst ein Werk, du schickst es dem Kunden und sagst,
so weit bin ich und sagst, ah, und freist dich total, dass das Werk gut ist
und der Kunde gesagt, gefällt mir nicht.
Wie gehst du mit dem um? Kann man auf das reagieren? Wie tut man das?
Etwas muss man haben, nicht zu mit Ego sein.
Künstler dürfen auch bescheiden sein. Wir müssen es nicht, aber dürfen schon.
Das sind Sachen, die man sagt, ich überlege mir das.
Aber andererseits muss man auch ab und zu einen Kunden argumentieren.
Das ist sehr wichtig, dass man argumentiert und dass man nicht einfach die zentrale
Idee verliert und dass das nachher ein schlechtes Werk wird,
weil der Kunde unsicher war.
Das ist schon ein bisschen die Sache.
Kann es dann auch sein, dass du den Auftrag zurücklegst und sagst,
wir sind uns hier nicht einig. meine Vorstellung, das was ich mache und das
was du möchtest passt nicht zusammen wir trennen uns oder kommt das auch vor?
Das passiert meistens schon ganz am Anfang Okay, aber Bier schon noch Ja,
wenn man da das geht mit Kosten voranschlagen und es ist auch so
einerseits wir haben da in Dreizehnlinden wir haben einige Bildhauer da und man
kann sagen ich habe die Konkurrenz vor der Nase.
Aber andererseits ist es sehr interessant, wenn man sagt, jemand mag nicht das,
was ich mache, oder das passt einem nicht. Und man kann sagen,
der oder der kann das ja so machen. Oder der andere sagt, ja,
das ist nicht meine Art, aber der Werner bringt es vielleicht hin oder sowas.
Die sind natürlich schon so positive Sachen.
Habt es einen Wettbewerb unter euch Künstlern oder ist das ein positiver Wettbewerb,
wo das eine harte Konkurrenz kommt?
Jetzt hat es sich gerade recht positiv angegangen.
Es gibt alle Sachen, aber wenn man irgendwo arbeitet, wo mehr wo mehr Leute
in der gleichen Branche sind.
Soll es künstlerisch sein oder irgendein Handwerk, zum Beispiel im Stubayatol,
wo wir die Schnitzeisen kaufen in Österreich.
Die Kaufs in Österreich?
Ja, meine Schnitzeisen sind 90% aus Stubayer.
Der Stubayatol ist ein Schmied, wo in allen Arten haben wir eine Genossenschaft, wo geschmiedet werden.
Jetzt haben sie die Konkurrenz. Aber andererseits, dann sagt jeder,
nein, ich möchte, ob es geschmiedet ist, dann gehe ich zum Stub ein.
Und auch da bei uns, wenn jetzt
jemand nach Dreizehnlinden sind viele Leute, ich bin heute in drei Ateliers gewesen
und die waren noch nie in einem Atelier.
Wahrscheinlich, wenn jetzt in der Stadt was sie wollen, denn sie sind ein Atelier,
haben sie noch nicht besucht. Aber wenn da mehr Ateliers sind,
da muss man sich das anschauen.
Das ist schon eine interessante Sache.
Obwohl es eine Konkurrenz im Grunde ist, eine ehrliche Konkurrenz,
aber es kann auch ab und zu daneben gehen.
Aber im Grunde finde ich es positiv.
Wofür kommen die Leute zu dir? Was findet man bei dir und war ein Schick-Event zum Werner Thaler.
Okay, es ist heute auch schon eher, ich sage es nicht, dass die Leute alle bei der Türe hereinkommen.
Es sind jetzt auch schon so, nach der Schnittschule sind es schon 40 Jahre,
nach der Schnittschule, davor noch 13 Jahre.
Und dann ist es auch schon etwas, was viele kommen oder rufen an oder kommen
durch Instagram oder Facebook oder sowas.
Schon irgendwo haben sie etwas gesehen von mir oder die Empfehlung von jemandem.
Da entsteht die beste Möglichkeit, wenn jemand schon von jemandem eine Empfehlung hat. oder sowas, ja.
Aber wofür stehst du? Also was kriege ich bei dir? Also welche Art von Kunst?
Ah, welche Art, okay.
Ja, das passt eben, weil wir fühlen, jetzt hast du mir jetzt auch gehört.
Aber wofür auch ist eine interessante Frage.
Was kriege ich bei dir? Also was ist dein Stil und dein, was kriege ich bei dir?
Ja, okay. Heutzutage mache ich eigentlich mehr große Figuren.
Sagen wir so ab 60, 70 Zentimeter.
Man sieht es im Hintergrund ein bisschen, also ein Riesenpferd.
Da hinten, das sind so Modelle.
Also für Leute auf YouTube, die sehen sie jetzt, aber für Leute,
da ist eine Kirche, ein christliches...
Ja, die werden jetzt im August geliefert nach Espirito Santo,
das sind 2500 Kilometer entfernt.
Das ist ein richtiger Wollfahrt.
Und ein riesiges Pferd im Hintergrund, also lebensgroß.
Ja, ich mache viele Sachen für öffentliche Kunst, für Dorfplätze und so. Das macht mir viel Spaß.
Also das kriege ich bei dir, so große Skulpturen?
Ja, Wüste und so Sachen.
Das mache ich dann im Bronze, was dann gegossen wird. und für große Sachen mache,
zum Teil mit Stahl und Polyester und so Sachen, was man heute Möglichkeit hat,
zum Beispiel die drei Hände, was ich da zeige.
Drei Meter hoch, glaube ich, oder? Drei Hände, fünf Meter hoch.
Fünf Meter hoch. Das hätte man mit den vor ein paar Jahren nicht machen können.
Für eine Bronze ist es schon kompliziert mit dem Gewicht und man hat neue Materialien
und man muss auch ein offenes Auge dazuhaben.
Man muss sich weiterentwickeln. Ganz konkrete Frage jetzt, wenn ich da jetzt,
wir sehen jetzt im Hintergrund zum Beispiel, das ist eine Holzstatue,
das ist eine christliche Statue, das ist ungefähr, was ist die,
1,20 Meter, 1,30 Meter hoch. 1,30 Meter.
Eine Person, ein Mann mit einer Bibel in der Hand und daneben liegt, was ist denn das?
Das ist ein Ochs, ja.
Ein Ochs ist das.
Wenn ich sowas bei dir den Auftrag gibt. Wie lange dauert sowas und ungefähr, was kostet sowas?
Und was berechnest du? Die Arbeitszeit, das Material, wie komme ich da?
Das ist das Komplizierteste. Ja, ein Kostenvorenschlag für Kunstwerk.
Aber man muss auch eine Annung haben, wie lange bin ich dran?
Was für Material geht auf? was für ein Risiko
gehe ich ein, wenn es etwas Größeres ist. Zum Beispiel bin ich jetzt an einem
Stamm dran und der Stamm hat einen Fehler drin,
ein faules Loch oder ein Ost, wo es faul ist und ich muss die Arbeit
neu anfangen, mit einem neuen Holz. Das sind Risikosachen.
Man muss das einschätzen, dass das nicht alles in einer Figur verrechnet wird,
sonst entsteht auch kein Handel, wenn es nicht machbar ist.
Aber sagen wir, was kann es kosten?
In Real ist so über etwas 20, etwas 1000 Reis, das sind so 2000 Euro?
Nein, mehr.
3, 4.000
Euro. und dauern tut sowas wie lange? Wie lange brauchst du für sowas?
Ja, die Figur dauert immer so sechs Monate, bis sie weitergeschickt wird.
Aber dann arbeite ich wieder in andere Werke inzwischen.
Und es ist auch nicht leicht zu bestimmen, wie lange auf den Sommer mindestens
einen Monat bin ich dran im Werk.
Also Gesamtarbeitszeit ungefähr einen Monat. Und es ist nichts,
was ich heute stehe und was ich dann übermorgen tiefer trägt.
Man hat eine Reihenfolge von Aufträgen, was man achten muss,
wenn man schon einen Auftrag hat und da kommt etwas Neues, muss man es wieder
muss wieder Termin verhandelt werden.
Es ist ja nicht so, dass man einen garantierten Liefertermin kriegt.
Man muss Geduld haben, um auf das Werk zu warten, oder?
Ja, und es ist auch interessant, dass es so ist.
Es sind Sachen, die einen Wert gewinnen, der Wert dazukriegen.
Wenn man merkt, da ist wirklich eine Arbeit dran, Und da ist eine Leistung, da ist Leben dran.
Und das ist schon wichtig, weil es gibt ja natürlich Möglichkeiten,
solche Figuren mit einem Roboter zu fräsen.
Und man kennt diese maschinengemachten Figuren. Kennt man.
Ja, man kennt so viele, die gemacht werden.
Man kennt nicht die Figur in sich, aber wenn sie dann
hundertmal kopiert wird, dann merkt man, das ist von dieser Art.
Und das ist wieder eine andere Richtung. Das sind total andere Sachen.
Entweder ist es etwas, was man an Unikat oder eine tausend Kopiegeschichte.
Ja, ich möchte mit dir jetzt noch einmal, jetzt hast du mir die letzte Frage,
wie schaut es dann aus, wenn dann die KI kommt und die Roboter und alles und
ob die irgendwann, das frage ich jetzt am Schluss noch.
Jetzt möchte ich ganz kurz mit dir noch, so kurz wie nötig, so lange wie möglich
oder umgekehrt, weiß ich nicht, auf den Schnitzen kommen.
Das ist ja dein Ursprungsberuf oder wie hast du mit den Schnitzen gestartet?
Ich glaube, das erste Thema, was beim Schnitzen kommt, ist das Holz.
Auf welchem Holz schnittet denn? Welcher Holz ist zum Schnitzen geeignet und
was tut gar nicht zum Schnitzen?
Ja,
Vom Holz wichtig ist, dass das Holz nicht zu hart ist, was das Werkzeug unterschneidet,
das nicht zu leicht Risse macht, dass die Figur sich nicht in drei Jahren zerlegt.
Aber grundsätzlich, die Bauholz, zum Beispiel Fichten, oder bei uns die Pinien,
die Araukarias Bauholz, ist kein Schnitzholz.
Was lange Fasern hat, was gut Dach trägt oder sowas, das ist nicht geeignet
zum Schneiden. Die Phasen werden dann nicht leicht geschnitten.
Zum Beispiel Lindenholz ist ganz was anderes, obwohl sie Lindenholz und Fichtenholz
vielleicht gleich hart sein können.
Aber Linden hat kurze Phasen.
Feine Fasern und die Fichten haben lange Fasern.
Das sind dann die Hauptmaterialien, der Unterschied.
Nachher kommt, ist das Holz schön, findet man das Holz schön?
Jedes Holz ist in sich schön, aber wie ist es haltbar? ist das Holz
Empfindlich
Wegen Schädlinge, zum Beispiel Holzfirma und so Sachen.
Das sind halt viele Faktoren, was da mit tragen.
Bei uns in Brasilien wird dieser Cedro benutzt, was ich gesagt habe, Zedern heißt.
Das ist ein Laubbaum, hast du gesagt?
Ja, das ist ein Laubbaum. und es gibt in unserer Gegend auch
In Buia ist ein dunkles, braunes Holz, ein Scherzholz.
In der Richtung Zentralbrasilien, Mato Grosso, das ist so 2.000 bis 3.000 Kilometer
entfernt, da gibt es wieder ein helles Holz, das heißt Cacheta.
Aber es sind nicht so viele Holzarten, die zum Schnitzen geeignet sind.
In Brasilien, was ist jetzt für die Leute, die jetzt in Österreich zuhorchen? die meisten.
Wenn du in Österreich warst, was war dort quasi das Holz deiner Wahl,
nur dass wir da so ein bisschen so ein Gespür kriegen?
Ja, hauptsächlich in Österreich Zirbenkiefer.
Zirben ist der Zirbenbaum, der wächst sehr hoch oben in der letzten Reihe im Gebirge.
Das ist auch Bienie, nicht?
Ja, von der Familie. Und ist ein sehr feines Holz zum Schnitzen.
Meine Ansicht ist das feinste Holz zum Und zum Schnaps machen.
Was? Und zum Schnaps machen.
Ja, zum Schnaps. Aber das ist nicht das Holz, was haben wir mit Bruch.
Und zum Heizetag für Kinder betten, damit sie für Zimmer zum Rüchen sind.
Also Tierwäsche ist da.
Ist wieder Mode geworden. Und Lindenholz in ganz Europa ist auch ein sehr geeignetes Holz.
Und was ist mit Buche? Weil ich denke jetzt auch festes Holz.
Buche ist wieder nicht so. Ist nicht so. Ab und zu wird etwas gemacht, aber wenig.
Eiche eher, obwohl man sich denkt, Eiche ist ein hartes Holz,
aber Eiche lässt sich schon schnitzen.
Es ist ein klassisches Holz, weil es in der Gotik, schon in der Mittelalter-Gottik,
viele Eiche geschnitzt werden.
Welchen Teil vom Baum und vom Holz nimmt man denn?
Weil ein Baum ist ja nicht nur ein Baum, sondern du hast die Rinden,
dann hast du mal den Teil unter der Rinden.
Dann hast du den Kern, der viel fester ist. Welchen Teil nimmt man denn zum Schnitzen vom Holz?
Bei uns, beim Zedro, ist interessant, das Zedro-Holz ist so ein Ratsholz,
ein bisschen Redlichsholz.
Da ist ein weißer Splindholz rundherum.
Das Kernholz, der Baum in sich, der Stamm in sich, der ist sehr haltbar und
da drängen keine Holzfirma oder sowas ein.
Aber in diesem weißen Splintholz, das ist das Erste, was ein Holzwurm sich interessiert.
Da muss man, wo möglich, vermeiden, dass das Splintholz in einer Figur hat.
Da verliert man viel Material,
Weil es eben… Also eher der Kern vom Holz, den man beobachtet,
die äußeren Schichten eher weniger.
Ja, was ist jetzt beim Holz gesehen noch wichtiger? Also jetzt habe ich das
Holz, jetzt bearbeite ich das.
Welche Werkzeuge, welche Techniken kann ich denn beim Holz verwenden?
Also wie gehe ich an das Schnitzen ran?
Wie stelle ich mir das vor? Ich habe so einen Stufen und du hast gesagt,
du kannst alles aus einem Stamm schnitzen, aber du kannst daran leimen und so weiter.
Möbel werden auch verleimt. Es gibt ja das Furnierholz und es gibt ja verschiedene Möglichkeiten.
Ich habe jetzt meinen Sohn, der Vinicius, der ist ein Schnitz.
Er wächst auch in der Stuben oft.
Ja, seit ein paar Jahren schon. Und er ist jetzt in dieser Phasis,
jedes Werkzeug zu benutzen.
Etwas, was sehr wichtig ist beim Schnitzen, ist das Schärfen, das Schleifen.
Das Werkzeug, ein gutes Schneid, dass man zur optimalen Schneid kommt zum Schnitzen.
Das ist sehr wichtig.
Und das habe ich mir nie gedacht in der Schnittschuhe. Da habe ich eine Kiste
gesehen und vielleicht so
80 x 80 und 30 cm hoch von Schnittseisen, die falsch geschliffen worden sind,
die verbrennt worden sind.
Die Schnittseisen haben eine Temperatur, eine Härte.
Und wenn man das im Schleifgerät zu stark erhitzt, dann verbrennt man die Härte.
Und es kann passieren, dass das Eisen total verloren geht.
Für kleinere Figuren wird häufig Bonsock.
Genommen zum Ausschneiden. Da wird im Holz ein Umriss bezeichnet und mit der Bandsau geschnitten.
Größere Werke hat man früher viel mit dem Hack, mit dem Beil gemacht und mit Geräten.
Und seit ein Elektromotorsak da ist oder ein Motorsak, geht das schon besser,
obwohl das Risiko ist auch groß dabei.
Nicht nur, dass man die Figur zerschneidet, aber auch, dass man einen Rückschlag kriegt.
Ja, das ist bei der Motorsäge schon.
Ist es ein normaler Motorsak oder ist es ein spezieller für Büthauer oder Schnitzer?
Es gibt eigentlich normale Motorzeuge, Stihl, Husqvarna und so Sachen,
aber es gibt gewisse Schwerte, die ein bisschen dünner sind,
die ein bisschen sicherer sind zum Schnitzen als die normalen Schwerte.
Und zum Beispiel, was bei großen Skulpturen ist, man hat eben die Belastung.
Elbogen, Achseln und so Sachen, mit dem Motorsack starten und wenn man jetzt
mit einem Motorsack oben schneidet, das ist ganz was anderes,
als wenn man mit einem Baum schneidet, wenn man jetzt ein Detail macht, da muss man viel,
es gibt auch körperliche Belastung dazu.
Weil ich da jetzt neben mir oft viel Holzwerkzeuge liegen sehe,
glaube ich zumindest, wie viele Werkzeuge sind denn das, was man da hat?
Du sendest noch die gängigen Werkzeuge, mit denen man dann loswerkt.
Ah, okay. Das kommt nachher ganz drauf an.
Welche Art von Figuren? Wenn zum Beispiel Ornamente geschnitzt oder Reliefs,
da brauchst du nicht so viel Werkzeug.
Aber bei kompliziertere Figuren, du musst schon Figuren, Eisen haben,
die gekrepft sind, damit man tiefer hineinkommt, die verkehrt gekrepft sind.
Und dann werden wir ein bisschen fanatisch und dann hat man eher zu viel Werkzeug
auf dem Tisch als so wenig.
Weil Schnitzen ist ja für mich als Kind, Schnitzen war immer Pfeil- und Bogenschnitzen
oder sowas mit dem Messer vom Opa, mit dem Taschenmesser, was anschließend. Das war ein Messer.
Schnitzt man mit einer Messer überhaupt? Was ist denn eigentlich so ein Werkzeug?
Ist das eher so, haben wir da oder tut man da her?
Ja, normalerweise schon.
Für die Leute, die jetzt nicht sehen, was er tut. Ja, ein Schlägel in der Hand. Achtung, er haut drauf.
Ja, haut man drauf und wenn es leichter geht, dann mit beiden Händen.
Das Feinere schaben quasi oder drucken und das werden wir dann mit der Hand gemacht
Aber das ist im Prinzip.
Ja, wird viel geklopft eben ich habe das auch gemerkt mit der Zeit lang dass man doch als Junge hätte
Herschutz benutzen sollen liebe
Grüße an unsere.
Hörer und dann wenn es ein bisschen surbt Nachher merkt man,
dass man es jetzt benutzen muss.
Ich glaube, ein paar von den Leuten, die uns jetzt suchen, haben jetzt auch
einen Hörsturz, weil die haben das jetzt auch gut gehört.
Ja, eben.
Also man muss da auch schon schauen.
Aber das geht dann den ganzen Tag. Und das sind immer, obwohl man sich das nicht
denkt, das sind immer kurze, aber immer starke Schläge.
Eine vorletzte Frage zum Schnitzen ist, kann ich das Holz, wenn ich es habe,
einfach gleich bearbeiten oder muss ich dazwischen drinnen irgendwie warten dann wieder?
Ist es wegen der Feuchtigkeit oder auf was muss ich denn da schauen?
Es ist ja so, ein nasses Holz oder feuchtes Holz ist feiner zum Anhauen,
auch mit der Motorzeug zum Schneiden.
Da macht es keinen Stab, da macht es weniger Geräusch Und auch zum Klopfen,
viel besser, ein feuchtes Holz zum Klopfen, als wir
Ein trockenes. Aber zum Feinschnitzen muss es dann trocken sein.
Das heißt, die Vorarbeit ist bei... Machst du das aktiv feucht,
oder kaufst du das schon feucht das Holz zu... oder musst du das nachbefeuchten dann?
Ich kaufe es direkt in den Stamm.
Ich kaufe es entweder von einem Bauer oder von einer Forstwirtschaft oder von
einem Sägewerk, aber normalerweise nicht in Balken.
Direkt den ganzen Stamm.
Den ganzen Stamm. Ich habe lieber den ganzen Stamm. Okay.
Und musst du das dann, also Grobbearbeitung ist feuchter und dann tust du es
dann trocknen oder lass es dann stehen?
Ja, das muss ruhig trocknen, das darf man nicht schnell trocknen, weil es zu dick ist.
Da kann man nicht in einen,
Sag ich mal, Mit einem Föhn.
Nein, mit einem Föhn, oder Föhn okay, aber Holz wird normalerweise in einem
trockenen Raum mit Hitze oder so, wenn eine Skulptur reißt,
weil da drinnen noch zu viel Feuchtigkeit ist und wenn man von außen schnell
trocknet, dann reißt man.
Aber das dauert ja ewig, bis so ein Baum natürlich austrocknet, oder?
Ja, bis er austrocknet schon, aber es gibt eine gewisse Feuchtigkeit,
bis er austrocknet. Das können die haben 5-6 Jahre oder so etwas oder länger.
Aber wenn jetzt eine gewisse Schicht ist, die trocken ist
und was man das dann einwachsen kann oder so etwas,
da gibt es einen sicheren Punkt, wo das Holz nicht mehr reißt und wo die Feuchtigkeit
nicht mehr so stark ist, dass ich dann die Oberfläche beeinflussen kann.
Das gibt einen Punkt.
Musst du das Holz dann, wenn du dann fertig bist? Also ist Grobarbeit,
dann tust du fein nacharbeiten mit den,
Klopfer und ganz zum Schluss, du musst es dann noch schleifen oder wie sind
dann die letzten Schritte?
Wird das dann lackiert oder was wird denn das?
Ab und zu schon ein bisschen was schleifen, aber das ist etwas,
was ich nicht gerne mache.
Ich bin immer eher sauber mit den Schnittseisen anfertigen, weil damit nur Struktur
da ist, Textur, hast du das auf Deutsch? Schaut, das wurde Textur.
Und ich finde das wichtig, dass man das noch spürt und nicht,
dass das alles gleich glatt ist. Das ist dann...
Das ist eine Stilfrage wahrscheinlich.
Ja, ja, schon.
Wenn man jetzt die Figur da hinten anschaut, ist das zum Beispiel ganz glatt
oder das hier geht nur von da rum in die Struktur.
Es sind zum Beispiel die Tiefen drinnen. Das sind so, siehst du dann dort diese
Art von Wellen, was an den Tiefen macht.
Und das ist absichtlich gemacht, damit es mit Licht und Schatten wirkt.
Schleifen war einfach als...
Es ist nichts geschliffen, das ist alles mit der Hand.
Ja, da ist schon ein bisschen geschliffen worden, weil es die Frage war,
das ist jetzt so din bemalt.
Aber es ist durchsichtig, hast du schon gemerkt. Das Holz, die Maserung ist ja noch da von Holz.
Das ist eine Wasserfarbe, ganz tief bemalt, damit man die Holzstruktur noch
merkt. Und das machst du auch?
Also jetzt hast du das Kulturfertig? Also für die Leute, die uns nur hören,
im Hintergrund, die Figur ist, ich sage jetzt einmal Rot und farblich halt bemalt,
Naturfarben in Natur gehalten.
Das Bemalen machst du auch du? Also bist du dann maler auch noch?
Ab und zu schon. Früher habe ich alles selber gemacht und heute habe ich einen
ein Kollege, der ist Maler und der arbeitet auch mit
Aerographie, mit dem Spray und er ist da... Airbrush. Ja, mit Airbrush, ja.
Und das, was du in Dreizehnlinden gesehen hast, hast du so...
Das wirkt so wie Kupfer, oder? Wie Kupfer, wirkt das farblich ein bisschen, wie wir waren so...
Er macht das so
in
Fassaden und er arbeitet im Allgemeinen, also Fassaden, die Motive,
was es heute in Dreizehnlinden gibt, das hat der Roberto gemacht,
das ist mein Kollege, und meistens kommt der dann und hilft mir dann aus.
Letzte Frage zum Schnitzen, wenn du dann fertig bist, ob jetzt ein Ding oder
ein Geschliff, wird das dann zum Schluss nur mit irgendwas behandelt,
tut man dann noch eine Politur, oder was tut man denn, tut man dann noch was
drüber, oder ist es fertig?
Ja, zum größten Teil
habe ich am liebsten Bienenwachs. Bienenwachs? Bienenwachs, natürlich gibt es eine Formel.
Es gibt dazu ein Karnaubawachs, ein Palmenwachs.
Das ist ein bisschen härter als Bienenwachs.
Und das mache ich mein eigenes Rezept.
Geheimrezept?
Nein, nicht Geheimrezept. Solche Sachen.
Ich finde, wir sind ein Zeitalter von der Kooperation und nicht von den Geheimnissen.
Ich freue mich, wenn jetzt ein Junge, wenn jetzt Schnittseisen,
Schnittseisen sind in Brasilien ziemlich rar. Wir haben keine
Erzeuger, keine guten Erzeuger. Und ich freue mich, wenn jetzt einen jungen
Schnitzer oder jemand, der sich da interessiert, einen Weg zeigen kann,
dass der zum ordentlichen Werkzeug kommt.
Das ist ja ohne Werkzeug zu arbeiten, das ist ja traurig.
Also es gibt keine Geheimnisse, aber das heißt, du verwendest Bienenwachs oder
für das, was haben die für Funktionen? konservieren.
Schützen, Konservierung und natürlich auch einen gewissen Glanz und mit der
Mit Binnenwachs hat man ein bisschen Kontrolle, damit der Glanz nicht zu stark ist.
Das ist interessant. Aber zum Beispiel bei dieser Figur, da habe ich eine Art Matt-Wirrnis.
Wegen der Farbe habe ich einen anderen Wirrnis genommen. Aber lieber mache ich
es eigentlich mit Binnenwachs.
Wird das getaucht oder wird das besprüht oder bebinselt mit Binnenwachs?
Das mit Binnenwachs gepinselt und dann mit Temperatur, mit so einer höheren
Temperatur, so einer Art von Fehn,
muss das alles, der Wachs wird warm gemacht.
Der muss flüssig im Wasserbad warm und das wird aufgetragen.
Und mit einem starken Feen muss das in mehrere Schichten aufgetragen werden.
Ah, mehrere Schichten, nicht nur einmal, sondern...
Sofort wieder, dann nimmt das Holz, man macht es warm, dann nimmt es wieder
das Wachs auf und kann man wieder Neues dazugeben.
Wie wichtig ist der Faktor Geduld in deiner Arbeit?
Ja, Geduld.
Ich stelle mir das vor, ich werde wahnsinnig, mehrere Schichten immer wieder
und das muss schon sehr geduldig sein.
Ja, schon. Der Beruf in sich, wenn man die Geduld nicht hat,
entweder bringt die Arbeit vom Schnitzen die Geduld oder bringt es einem um.
Mich hätte es wahrscheinlich umgebracht aber ich bewundere es wie du das machst
hat es bei dir in deiner habe ich zum Schnitzen jetzt noch irgendwas nicht gefragt, was wichtig ist,
Dass man es versteht, dass man Schnitzen versteht. War da jetzt irgendwas,
haben wir jetzt noch irgendwas ausgelassen, was ganz zentral ist?
Von Schnitzen?
Ja.
In einem wichtigen Schritt oder irgendwas, was jetzt...
Ja, ich glaube, wir haben eigentlich von Gesamten gesprochen.
Was ich eigentlich interessant finde, ist, dass es so möglich haltbare Material zum Schnitzen gibt.
Ich war mal in Rom, in Basilica Sabina.
Und da sind die Tieren, das sind relativ geschnitzte Tieren,
das ist ein geschütztes Lokal, und
Im 8. Jahrhundert dort. Und das ist schon eine Sache, wenn man das betrachtet
und sagt, mein, damals haben sie das gemacht.
Und in dem Sinn, von dem aus bin ich von Schnitzen auf Bronze gekommen. wenn man sagt,
Jetzt wird etwas gefunden, ausgeruht, und da fragen sich dann nach 5000 Jahren
andere Tippen und schauen, wie haben sie das gemacht,
wie haben sie da gelebt, und so Sachen, die Sachen gehören dazu, ich sage,
zur Skulptur,
dass man ein bisschen nicht nur davon lebt,
nicht nur arbeitet oder sich die Elbungen überreißt oder oder was gut wie
ein Ego bildet, was man macht, aber dass man sagt,
jeder Künstler ist ein bisschen von seinem Zeitalter ein Zeuge.
Und das finde ich schön und wichtig, der Arbeit, dass man sich denkt,
ich soll etwas machen, was mein Opa nicht gemacht hat und der Vinicius soll
wieder etwas sagen, was zu seiner Zeit gehört.
Zeiterzeugnisse, Zeitzeugnisse.
Ja, Zeitzeugnisse, das finde ich schön.
Gibt es irgendein Werk, auf das du besonders stolz bist oder gibt es irgendein
Werk, wo du sagst, mit dem ist mir der Durchbruch gelungen, weil man darf ja dazusagen, du bist ja,
ich habe dich nicht zufällig da jetzt gefunden, du bist ja quasi in Brasilien
sehr, sehr bekannt, also du bist ja weit über die Grenzen von Dreizehnlinden hinaus
für deine Arbeit bekannt.
Gibt es irgendein Werk, auf das du besonders stolz bist?
Ja, das irgendwie bekannt sein ist, ist fast eine Notwendigkeit.
In so einem Beruf, wenn im Dorf 18 Schnitzer sind, Bäckereien sind nur vier,
aber Schnitzer sind achte.
Und wenn man nicht irgendwie ein bisschen bekannt wird, dann hört sich das automatisch auf.
Aber wie ist es dir gelungen? Gibt es da ein Werk, wo du sagst,
mit dem Auftrag, mit der Skulptur bin ich bekannt worden?
Ja, ich sage, da muss man ein bisschen weiterdenken. Nicht nur immer denken, ich habe das geschafft.
Da ist die Arbeit von meinem Großvater.
Also der Name schon.
Ja, ich sage das, was er geschaffen hat. Das Lebenwerk von Gottfried,
obwohl er mein Onkel ist.
Von Mosa Josef, der nachher sogar nicht das ganze Leben da gewesen ist,
von den anderen Schnitzer auch, das ist schon eine kollektive Sache.
Man hat nicht alles selber geschafft mit dem Leben.
Das muss man schon ansehen und dankbar sein und man muss das auch wieder für
die nächste Generation machen, wenn man was möchte.
Das ist schon. Aber ja,
Was man sagt vom Bekanntsein. Ich habe schon im Ausland ein paar interessante Figuren,
in Moskau, in Bolshoi, Balletttänzer, eine Tänzerin in Japan und Papst Johannes
Paulus hat eine Figur bekommen und der Benedikt da und der Franziskus,
ein paar solche Sachen, sind ein bisschen,
wie sagt, das machen wir ein bisschen Werbung oder Schau, aber heutzutage finde
ich die Sachen ein bisschen anders.
Ich habe ganz lange, habe mich immer nervig gefreut, wenn jetzt,
ja, das ist jetzt etwas, was ganz in einer wichtigen Stadt ist oder im Ausland
oder wieder ein neues Land, einmal in Kanada eine Ausstellung gehabt.
Das sind interessante Sachen.
Aber das ist hauptsächlich wichtig, dass man im Inland anerkennen wird,
dass die Leute ein Vertrauen haben.
Das ist eigentlich einerseits sogar blöd, dass man im Ausland ein bisschen anerkennt
wird, damit dann die Leute da glauben.
Aber heutzutage geht es mir ein bisschen anders.
Heute freue ich mich, zum Beispiel jetzt irgendwo auch in einem Dorfplatz,
in der Umgebung, umso näher so besser.
Etwas machen in einer Stadt, in einem Dorf, wo noch nichts da ist.
Wo noch keine Skulptur ist. In New York
Möchte jeder und da gibt es viele, in ganz Europa gibt es ja in jedem Dorfplatz,
in jedem Park gibt es eine Stadt, die stehen schon.
Und heute macht es mir viel Spaß, wenn ich etwas mache, wo was anfangen.
Und warum das?
Weil das ein Zeichen ist, da bewegt sich was.
Wenn man mal im Aufbau von einer Stadt, von einem Dorf oder was,
wie es da in Brasilien ist, die erste Generation hat da gar nicht die Möglichkeit an sowas zu denken.
Da heißt es Haus bauen, Straßen bauen und werden dann die Leute sogar beschränkt
und denken an sowas nicht.
Und wenn man sich das anschaut, wir möchten ein schönes Dorf gestalten.
Wir möchten unsere Großeltern von einer Geschichte anerkennen.
Das heißt, dass sich das historisch sich
Eingeprägt in der Kultur. Die Kultur vom Dorf oder der Stadt sich stärker macht.
Und das macht mir viel Spaß.
Das macht er jetzt.
Dass jemand, der nie zur Kunst Zugang hat, zum ersten Mal sagen kann,
das passt mir oder das passt mir nicht.
Oder ich möchte ein Foto machen, ich möchte es einmal einem Verwandten zeigen
oder so, das sind Sachen, was man heute...
Glaubst du, gibt es in 20, 30 Jahren, jetzt haben wir vorher schon über KI,
du hast das vorher schon kurz angesprochen, jetzt zum Abschluss,
wird es in 20, 30 Jahren immer noch genug Arbeit geben für Schnitzer,
für Kunst, für Bildhauer?
Oder wie groß siehst du das Risiko, dass das irgendwann mal alles von einem
Roboter, von einer KI, von irgendwas individuell gestaltet wird?
Ja, wir leben so einen Moment von den Zeichen,
von der interrogative Zeit, wohin führt das.
Zum Beispiel mein Sohn, der ist jetzt 22 Jahre alt.
Der braucht eine Karriere, nicht?
Ja, man muss schon denken, was wird das in 20 Jahren oder sowas.
Wir haben da große Veränderungen, nicht nur da in Europa und in der ganzen Welt.
Vor 30 Jahren habe ich viel für Dekoratives, für eine Wohnung,
noch Auftrag gemacht und auch sonst Sachen gemacht und verkauft.
Das ist heute nicht mehr so.
Der Fall. Die Leute schauen es, machen ein Selfie und verschicken das an eine
WhatsApp-Gruppe von der Familie.
Und früher war es normal, dass man sagt, ich möchte was für meine Wohnung.
Und die Wohnungen sind heutzutage nicht mehr so von der Person geprägt.
Die Wohnungen werden erstens kleiner und zweitens von jemand anderem dekoriert.
Und dann suchen die Leute das nicht mehr.
Dann muss man wieder andere Möglichkeiten finden, dass das vielleicht im öffentlichen
Park einen Absatz für die Arbeit findet.
Passen die Wohnungen nicht mehr zu den Bildhauern oder die Bildhauer nicht mehr zu den Wohnungen?
Es gibt von beidem. Nicht, dass
das im Allgemeinen ist, aber es sind Veränderungen, es sind andere Zeiten.
Und die KI und Modellieren in ZBrush oder sowas, das muss ein junger Künstler auch beherrschen.
Man muss schon die Augen offen haben und nicht nur sagen,
nur was früher gemacht worden ist, ist richtig.
Aber es gibt das Risiko. Wenn man jetzt modelliert das im Computer und da hat
man eben die Möglichkeit, auf eine Figur zu drücken oder tausend oder fünftausend.
Und dann sind es die 5.000, die nicht mehr interessant sind.
Das ist das Einzigartige. Ja, und das sind Sachen, was wir jetzt erleben,
aber was wir schauen werden.
Aber einerseits zum Beispiel diese Handwerker, wie wir da machen,
oder ich bin nicht nur ich aber in einem anderen Platz der Welt.
Man hat schon die Chance, in der Trend mitzulaufen, aber man bewahrt mein Know-how,
den es nachher nicht mehr gibt.
Wenn eine Generation wirklich sich abreißen, abreißen, nicht abreißen,
dann geht der Know-how verloren.
Kann das passieren?
Das passiert eigentlich. Der Opa hat das gemacht, der Opa hat geschmiedet, der Opa hat so Sachen.
Und der Papa hat nicht mehr geschmiedet und ich weiß nur, dass der Opa geschmiedet hat.
Und so kann es sein. Auf dieser ist es ab und zu auch wichtig,
wenn jetzt alle sagen, ich mache das virtuell, im digital, und zu sagen,
nein, es gibt nur die Möglichkeit,
Ich habe noch ein Know-how, das vom Hund zu machen.
Was würdest du jetzt abschließend einem jungen Menschen mitgeben oder einen
Ratschlag geben, der überlegt, das würde mich eigentlich interessieren?
Was würdest du dem sagen?
Ja, erstens heißt es so, ein bisschen beobachten,
bin ich der Kerl, es interessiert mich nur, weil es mir jetzt Spaß macht oder
weil ich einmal im zufälligen Tiktok ein Video gesehen habe und dann wieder weiter.
Aber wenn es Spaß macht, das muss nicht beruflich sein.
Man kann sich ausbilden in einem Handwerk, man kann sich künstlerisch entwickeln
und man muss nicht davon leben.
Und das zahlt immer dazu, das habe ich zu meinen Buben gesagt,
das müsst ihr nicht schnitzen, aber wenn ihr jetzt wisst, wie man mit dem Werkzeug umgeht,
dann wird das was bringen Bei anderen Sachen, sogar wenn es jetzt mal zum Vorhang
aufhängen ist, das ist in dem Punkt schon,
jeder soll sein kreatives Versuchen.
Andererseits gibt es eine andere Sache. Aber.
Ja, aber, man sagt nur, was wird halt am meisten gesagt? Ja,
jeder muss einen Weg finden zum Glücklichsein, glücklich sein.
Aber wenn man, der Weg geht ab und zu, nicht nur an der Suche von Glück und
von Glück, man braucht Leute, die machen das, was gemacht werden muss und die
damit glücklich werden.
Sonst werden wir nur mehr suchen. Man muss schon für so einen Beruf muss man
sich das Starke verleihen.
Man muss schon ein Leben
sich das Leben ein bisschen dazu widmen.
Es geht nicht so einfach, aber in jedem Beruf.
Das ist vielleicht eine Frage, dass man Menschen braucht, die sagen,
nein, ich bin bereit, was gemacht werden muss.
Und nicht nur sagen, ich muss schauen, ob es mir Spaß macht.
Und das macht einen Spaß, sobald man es gut macht.
Werner Thaler, ich sage danke für das Gespräch und habe einiges gelernt vielen.
Vielen Dank und willkommen zu jeder Zeit bei uns in Dreizehnlinden nicht nur ihr,
sondern ihr und nimm unseren Gruß mit nach Österreich und ich
Trage ihn in die Welt hin.
Und wünsche dir viel Erfolg beim Podcast und weiterhin Danke. Tschüss.
Tschüss. Für dich.
Für dich. Alles Gute.
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