#614 - Zeitlos (6) | Brettspiel-Magazine: Wie die Berichterstattung über Brettspiele entstand
Die Folge behandelt Brettspiel-Printmagazine im deutschsprachigen Raum, ihre Rolle vor dem Internet sowie Rezensionen, Spielideen und Preise.
02.10.2026 70 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Folge sprechen wir über Printmagazine rund um Brettspiele und ordnen ihre Entwicklung international sowie im deutschsprachigen Raum ein. Wir beginnen mit einem Nachklapp zur vorherigen Folge und ergänzen den vermissten Mankala-Mechanismus: ein sehr altes Brettspiel aus Afrika, bei dem Steine in Mulden im Uhrzeigersinn verteilt werden.
Anschließend konzentrieren wir uns auf die Geschichte der Spielemagazine. Wir nennen das US-Magazin *Strategy and Tactics* von 1967 als sehr frühes noch bestehendes Heft und besprechen, wie sich in den USA und Europa unterschiedliche Magazinlandschaften entwickelt haben. Dabei geht es auch um frühe Fanhefte, Hektografie, A5-Formate und die Rolle von Magazinen als Informations- und Vernetzungsmedium vor dem Internet.
Für Deutschland und Österreich zeichnen wir die Entwicklung vieler kleiner, oft hobbygetriebener Magazine nach. Wir sprechen unter anderem über *Joker*, *Wolfs Wirtschaftsbrief*, *Pöppel-Revue*, *Spielbox*, *Spiel doch*, *Ringbote*, *Fairplay*, *Spiel und Autor* sowie österreichische Titel wie *Die Spielwiese* und *Wynn*. Dabei geht es auch um inhaltliche Schwerpunkte, etwa Rezensionen, Rätsel, Spielberichte und die Veröffentlichung von Spielideen.
Ein weiterer Schwerpunkt sind Preise und ihre Verbindung zu Magazinen, etwa der *Goldene Pöppel*, der Deutsche Spielepreis und der Kartenspielpreis der *Fairplay*. Wir erläutern außerdem, wie sich Auflagen, Herstellung und Verbreitung verändert haben und warum viele dieser Magazine trotz großem Engagement nicht dauerhaft am Markt blieben.