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#617 Talk (163) | Uwe Rosenberg stellt Schule und Spiel vor

Uwe Rosenberg stellt das Netzwerk „Schule und Spiel“ vor. Im Gespräch geht es um Spiele im Unterricht, Brettspielklassen, ein mögliches Schulfach Gesellschaftsspiele und einen Mathe-Spielekatalog für Grundschulen.

16.10.2026 48 min

Uwe Rosenberg beschreibt „Schule und Spiel“ als Netzwerk, das Lehrkräfte, Eltern und weitere Menschen im Bildungskontext zusammenbringt. Ausgangspunkt ist die Idee, dass Spiele grundlegende Fähigkeiten fördern können, die Kindern beim Lernen helfen. Rosenberg betont, dass das Netzwerk unterschiedliche Initiativen unterstützt und Erfahrungen, Ideen und Kontakte vermittelt; er selbst versteht sich vor allem als Netzwerker.

Ein Beispiel sind sogenannte Metaspiele: Kinder erhalten im Rahmen eines Spiels Belohnungen für Tätigkeiten, die sie üben oder erledigen sollen. So können etwa Hausaufgaben oder wiederholende Übungen Teil einer Spielhandlung werden. Andere Lehrkräfte bauen Brettspielklassen auf oder setzen Spiele gezielt ein, um den Unterricht zu strukturieren. 

Rosenberg warnt davor, Spiele und Belohnungen unreflektiert einzusetzen: Entscheidend sei, passende Ideen auszuprobieren und darauf zu achten, wie sie bei den Kindern ankommen.

Im Gespräch geht es auch um ein geplantes Schulfach Gesellschaftsspiele. Eine Lehrkraft führte das Spielen schrittweise ein: Die Kinder spielten zunächst über längere Zeit dasselbe Spiel und in derselben Gruppe, damit sie Sicherheit gewinnen konnten. Rosenberg sieht langsames Heranführen als wichtig an, damit Kinder nicht überfordert oder ausgeschlossen werden. 

Außerdem spricht er über freies Spiel im Kindergarten und über Lernangebote mit Bewegung, bei denen Kinder sich beim Lösen von Aufgaben bewegen.

Lehrkräfte berichten dem Netzwerk von positiven Erfahrungen mit Spielen im Unterricht und im sozialen Miteinander. Rosenberg erzählt von einer Schule, in der eine spielaffine Lehrkraft mit einer schwierigen Jahrgangssituation arbeitete; inzwischen soll dort breiter mit Brettspielen unterrichtet werden. Spiele können laut ihm auch helfen, Unruhe im Unterricht aufzufangen und Lehrkräften den Umgang mit der Klasse zu erleichtern. Eltern würden über die Unterrichtsmethoden informiert; bei Fragen sei Austausch wichtig.

Das Netzwerk organisiert sich vor allem über eine aktive WhatsApp-Gruppe sowie eine größere Facebook-Gruppe. Ein regelmäßig erscheinendes Printheft sammelt Berichte und Erfahrungen. Rosenberg arbeitet außerdem an einem Katalog mit Mathe-Spielen für die Grundschule. Zur Finanzierung können sich Beteiligte austauschen; ein Verein regelt finanzielle Angelegenheiten, und Unterstützung durch Spenden oder Spielmaterial ist möglich.

Zum Abschluss beschreibt Rosenberg das Projekt als arbeitsintensiv, aber erfreulich. Es solle freiwillig bleiben und den Beteiligten Freude machen. Interessierte können Kontakt aufnehmen und sich in das Netzwerk einbringen.

Uwe@schule-und-spiel.de

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