#622 Talk (164) | Michael Menzel zu Batman und KI-Grafiken

Michael Menzel berichtet von der Entwicklung seines Batman-Brettspiels, Spieltests und der Gestaltung Gothams. Zudem spricht er über seinen Umgang mit KI und seine Arbeit als Illustrator und Spieleautor.

30.10.2026 16 min

Zusammenfassung & Show Notes

Michael Menzel spricht über die Veröffentlichung seines neuen Batman-Brettspiels bei Kosmos. Auf der Messe erlebte er, dass viele Besucher das Spiel ausprobierten und die Signierstunden gut besucht waren. Besonders freute ihn, direkt Rückmeldungen zu Batman sowie zu seinen früheren Spielen Andor und Robin Hood zu erhalten. Außerhalb von Messen bekomme er vor allem über das Andor-Forum Feedback.

Die Entwicklung des Batman-Spiels dauerte von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt ungefähr drei Jahre. Menzel erstellte zunächst einen Entwurf, der DC vorgestellt wurde; danach wurde das Projekt weiterentwickelt. Bei der Präsentation war er aufgeregt, weil viele Entscheidungen und viel Arbeit in das Spiel geflossen waren. Für ihn ist es besonders erfreulich, wenn Spieler am Tisch mitfiebern, Spaß haben und weiterspielen möchten.

Zur Erzeugung von Spannung setzt das Spiel laut Menzel darauf, dass die Spieler selbst Zusammenhänge und Hinweise deuten. Manche Hinweise können dazu führen, dass sie zu viel hineininterpretieren. Die DC-Welt hilft dabei, Figuren und ihre Motive schnell erkennbar zu machen: Die Bösewichte, darunter der Joker und Mr. Freeze, seien so dargestellt, wie es zu ihren bekannten Eigenschaften passe.

Bei der Gestaltung verwendet das Spiel hauptsächlich Grafiken von DC-Zeichnern. Den Spielplan von Gotham City illustrierte Menzel selbst, da er in dieser Form nicht vorlag und Hinweise darin versteckt werden mussten. Weil diese Hinweise von der konkreten Gestaltung abhängen, testete er das Spiel mit einer bereits weit fortgeschrittenen Version des Plans. Er sprach auch darüber, dass Illustrationen und Prototypen erneut geprüft werden müssen, damit Hinweise weder zu auffällig noch zu schwer erkennbar sind.

Menzel beschrieb seine Haltung zu KI als ambivalent. Er nutzt sie selbst nicht für seine kreative Arbeit, weil er den Prozess des Suchens und Überwindens kreativer Schwierigkeiten wichtig findet. Zugleich sieht er kein Problem darin, wenn Menschen KI für eigene Projekte oder zum Experimentieren verwenden. Er plädierte dafür, das Thema nicht pauschal als richtig oder falsch zu behandeln und Informationen zur Nutzung offenzulegen.

Zu künftigen Spielen wollte Menzel keine Einzelheiten nennen. Er sagte, er genieße es derzeit, professionell sowohl als Illustrator als auch mit Batman zu arbeiten.

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