Gekauft – geliehen – gestohlen: Das Fahrrad in der Stadt
Wie Leihräder die Änderung urbaner Lebensgefühle widerspiegeln
15.09.2026 41 min Andreas Filipovic, Walter Szevera
Zusammenfassung & Show Notes
Fahrräder und besonders Leihradkonzepte widerspiegeln die unterschiedlichen gesellschaftlichen Auffassungen von Verkehr, urbanen Lebensweisen und Einstellung zu privaten und öffentlichem Eigentum.
Der Ort: Leihradstation Opernring 1, 1010 Wien
Der Gast: Anne Ebert ist Historikerin und leitende Kustodin der Sammlung Verkehr im Technischen Museum Wien
Der Inhalt:
Das Fahrrad entwickelt sich im Ende 19.Jahrhundert vom bürgerlichen Luxusgut hin zum proletarischen Verkehrsmittel par excellence. Industrialisierung und Standardisierung ermöglicht breiteren Massen den Ankauf von Fahrrädern und machen sie zu einem dominanten urbanen Verkehrsmittel. Die nach dem Zweiten Weltkrieg forcierte Förderung des automobilen Verkehrs verwandelt das Fahrrad wieder zum Sport- und Freizeitgerät. Mit den ab den 1960er aufkommenden Protesten gegen Umweltverschmutzung und städteplanerischer Fehlentwicklung rückt das Fahrrad wieder in den Fokus kommunaler Überlegungen. Seit den 1960ern durchlebt das Konzept der Leihräder unterschiedliche Phasen in europäischen Städten. Dabei spiegeln sich gesellschaftspolitischen Vorstellungen wider, wobei sich der Bogen von anarchistischen und selbstbestimmten Ansätzen bis marktwirtschaftlich dominierten Konzepten spannt.
Tipps und Tricks:
Zum Sehen:
Tipps und Tricks:
Zum Sehen:
Vittoria de Sica: Fahrraddiebe. Italien 1951. https://www.youtube.com/watch?v=QPMK5YeUckA
ORF Doku: Gestern gekauft, heute gestohlen – die Fahrraddiebe. Österreich 2026. https://on.orf.at/video/14318990/dok-1-gestern-gekauft-heute-gestohlen-die-fahrraddiebe