Wann ist ein eigener Onlinekurs (k)eine gute Idee?
Onlinekurs-Geschichten mit Antonia Reinhard
27.10.2026 39 min
Zusammenfassung & Show Notes
“Einen Onlinekurs zu haben, ist nicht für alle die richtige Lösung.” Das war Antonias erste Reaktion, als ich sie in den Podcast eingeladen habe. Und das höre ich selten so deutlich.
Dabei hätte Antonia allen Grund, Onlinekurse in den Himmel zu loben:
Ihr Kurs für Yogalehrerinnen läuft seit fast sechs Jahren, hat über 1000 Frauen begleitet und ist aus ihrem Business nicht mehr wegzudenken.
Gerade deshalb kann sie so klar sagen, was dazugehört. Und was eben nicht.
Ihr Kurs für Yogalehrerinnen läuft seit fast sechs Jahren, hat über 1000 Frauen begleitet und ist aus ihrem Business nicht mehr wegzudenken.
Gerade deshalb kann sie so klar sagen, was dazugehört. Und was eben nicht.
In dieser Folge erzählt sie, wie sich ihr Kurs über die Jahre verändert hat, wie ihr Alltag als Kursanbieterin tatsächlich aussieht und woran sie erkennt, ob jemand bereit für einen eigenen Kurs ist.
Wenn du gerade überlegst, ob ein Onlinekurs für dich der richtige Schritt ist, bekommst du hier einen ehrlichen Blick von jemandem, der den Weg schon lange geht.
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Transkript
Katharina Grad: Einen Onlinekurs zu haben, ist nicht für
alle die richtige Lösung.
Das war Antonias erste Reaktion, als ich
sie zu mir in den Podcast eingeladen habe.
Das höre ich selten, dass das jemand so
offen ausspricht, denn auch ich sehe
Onlinekurse nicht als den heiligen Gral,
als der sie oft angepriesen und verkauft
werden. Genau deshalb freue ich mich
besonders, dass Antonia Reinhard heute
bei mir im Podcast zu Besuch ist und mit
mir über ihren Onlinekurs und das
Onlinekurs-Business spricht.
Antonia ist seit über zehn Jahren
Yogalehrerin und begleitet als Mentorin
selbstständige Yoga-Lehrerinnen dabei, ihr
Business aufzubauen und erfolgreich zu
führen, ohne Esoterik, ohne toxisches
Marketing und mit einem sehr klaren Blick
dafür, was wirklich funktioniert und was
nicht.
Seit 2021 hat sie dazu ein
Onlinekurs-Business, mit dem sie bisher
über 1000 Kundinnen betreut hat.
Heute nimmt sie uns mit hinter ihre
Kulissen, wie das eigentlich ist, einen
Onlinekurs zu haben und anzubieten, wie
viel Aufwand da eigentlich wirklich
dahinter steckt, wie es dazu kam, dass sie
diesen Onlinekurs entwickelt hat und wann
ein eigener Kurs überhaupt eine gute Idee ist.
Herzlich willkommen in der
Onlinekurs-Manufaktur, dem Ort, an dem
deine Expertise zu einem professionellen
Onlinekurs wird, mit dem du mehr Gewinn
für deine Kundinnen und dich erzielen
kannst. Ich bin Katharina Grad,
Medienpädagogin und zertifizierte
eLearning-Managerin.
Hier im Podcast erfährst du, wie du durch
ein durchdachtes Lerndesign und
lernpsychologisches Wissen die Grundlage
für ein erfolgreiches und profitables
Onlinekurs-Business legst.
Antonia, du hast mir schon vor unserem
Gespräch gesagt, dass du eine sehr klare
Haltung zu Onlinekursen hast und sie
nicht als Lösung für alle siehst.
Und das finde ich unglaublich spannend und
auch sehr wichtig, dass das mal in so
einer Deutlichkeit ausgesprochen wird.
Bevor wir tiefer da in dieses Thema
reingehen, kannst du unseren Hörerinnen
zum Anfang kurz erklären, was du
eigentlich für einen Onlinekurs
anbietest, über den wir da heute auch mit
sprechen?
Antonia Reinhard: Ja, da kann ich sehr, sehr gerne drüber
sprechen. Also, ich habe verschiedene
Onlinekurse eigentlich, könnte man sagen,
und auch über die Jahre gehabt.
Mein Haupt-Onlinekurs ist der Yoga
Business Basics Onlinekurs.
Das sagt auch schon viel aus über meine
Zielgruppe: Yoga-Lehrerinnen und alle aus
der Wellness- und Gesundheitsbranche.
Und es ist ein Kurs mit sechs Modulen.
Da geht es auch um die rechtlichen
Grundlagen: wie mache ich mich überhaupt
selbstständig, Marketing-Grundlagen,
Alltag einer Yogalehrerin, wie finde ich
die ersten Kurse, wie baue ich das auf,
die ersten Retreats etc.
Und das ist ein Onlinekurs, wo wir einmal
im Monat einen Call gemeinsam haben.
Und genau, es gibt auch immer mal
Zusatzworkshops mit Expertinnen.
Ich kann da gerne später noch mehr dazu
sagen. Dieser Kurs hat auch schon einige
Iterationen durchlaufen, könnte man so
sagen, dem Punkt, an dem wir jetzt
angekommen sind. Und wer weiß, was in der
Zukunft kommt.
Aber ja, das ist mein Hauptkurs und ich
habe auch einen anderen Onlinekurs und
das ist der Yoga Business Club.
Und das ist mein fortgeschrittener Kurs.
Und den habe ich ein paar Jahre gemacht
und habe dann irgendwann festgestellt:
Nee, ist es nicht so ganz, weil da ging es
wirklich dann darum, das war aber noch so
aus der Pandemie heraus: wie digitalisiere
ich eigentlich mein Yoga- und
Gesundheitsbusiness?
Und habe dann daraus weiterentwickelt die
Yoga Business Mastermind und aber den
aufgezeichneten Onlinekurs für die Leute
einfach so als Grundlage gelassen.
Die Yoga Business Mastermind hatte jetzt
auch dieses Jahr ihre letzte Runde.
Es gibt die nächste Iteration davon,
nämlich den Yoga Leadership Circle, weil
ich wieder gemerkt habe: Okay, Leute
brauchen heutzutage eigentlich noch
weniger Wissensinput.
Brauchen sie wirklich vor allem am Anfang,
wenn sie starten, aber durch KI und alles
brauchen sie wirklich relativ
wenig Wissen. Und was sie von mir
brauchen, vor allem die Fortgeschrittenen,
ist eine Begleitung und ein Raum, wo sie
mir Fragen stellen können.
Und ich glaube, da werden wir noch viel
drauf kommen, was das halt auch für
Onlinekurse bedeutet.
2026, 2027, was macht eigentlich noch
Sinn?
Katharina Grad: Ja, ja, total, total.
Und das sage ich auch immer wieder.
Und da bin ich ganz bei dir.
Einfach nur für Wissen, für Informationen.
Da macht heute kaum jemand mehr einen
Onlinekurs. Und je weiter die Leute sind,
desto spezifischer wird das.
Und gerade, gerade auch diese anderen
Aspekte, die ein Onlinekurs auch leisten
kann, eben zu sagen, Erfahrungen
weitergeben, gut begleiten, gut
unterstützen. Das wird immer wichtiger,
dass Kurse auch in Zeiten von KI noch
relevant bleiben. Superspannend, auch da
so einen Einblick zu bekommen was da auch
so dieser Werdegang bei deinen
Onlinekursen ist und wie viel Bewegung da
eigentlich auch mit drin ist.
Wie kam es dazu, dass du diesen Hauptkurs
erstellt hast? Also, was war damals der
Auslöser, da überhaupt mit Onlinekursen
anzufangen?
Antonia Reinhard: Ja, also ich habe mein
Business ja 2019 gestartet und hatte
damals 1:1-Mentorings, also 1:1-
Beratung und habe dann irgendwann zu
speziellen Themen die ersten Workshops
gemacht und die waren immer total, also
Online-Workshops muss man dazu sagen,
waren immer total schnell ausgebucht.
Dann habe ich das halt eine Weile laufen
lassen und irgendwann dachte ich einfach,
okay, ich packe das Ganze jetzt mal in
einen Kurs, dann haben wir irgendwie meine
drei Themen, die ich hier
sowieso habe in meinen Workshops, habe ich
da nochmal aufgegliedert und habe da diese
Module draus entwickelt.
Und so ist im Prinzip dieser erste
Onlinekurs entstanden.
Damals war das einfach in sozusagen drei
Monate und dann Schritt für Schritt
freigeschaltet.
Wir sind da als Gruppe mit 20, 25 Leuten
sind wir da durchgelaufen und dann hatte
das ein Anfang und ein Ende.
Genau. Und das ist sozusagen daraus
entstanden, dass ich diesen wahnsinnigen
Run auf meine Workshops hatte.
Aber man muss ja wirklich sagen, die
Community war vorher da.
Ich hatte 1:1-Kundinnen,
ich wusste, was die Probleme sind, ich
hatte Workshops, das heißt, ich wusste,
der Bedarf ist auch da.
Ich hatte damals schon einen Podcast, ich
hatte eine große Newsletterliste, also
groß für 2020, würde ich sagen.
Ich hatte auch direkt Leute, an die ich
das verkaufen konnte und das hat auch mit
den Launches wirklich von Tag 1 an gut
funktioniert. Das sind einfach so die
Dinge, die man halt auch braucht.
Hätte ich das Wissen von heute
damals gehabt, hätte ich wahrscheinlich
richtig viele Leute in meinem Kurs gehabt
und nicht nur 25 pro Launch, aber es war
eben auch mein kompletter Start ins
Online-Business.
Katharina Grad: Du hast es vorhin schon mal angesprochen,
der Kurs, der hat ja einige Stationen
durchlaufen. Was wären jetzt so diese
größten Stationen, die du sagst, so
zwischen damals und heute?
Antonia Reinhard: Also ja, das war erst mal das ich den eben
angefangen habe als dieses Drei-Monats-
Programm, das gab es dann ein paar Mal und
dann bin ich irgendwann dazu übergegangen,
dass ich den Zugriff dauerhaft gelassen
habe. Dann habe ich sozusagen immer wieder
Launches gemacht
und hatte den Zugriff dauerhaft.
Und dann hatten wir verschiedene Funnel,
also Live-Launches, Warteliste und
automatisiertes Webinar.
Drei Zugänge zum Kurs.
Und dann habe ich, wann war denn das?
Herbst 20, es war jetzt ziemlich genau vor
einem Jahr, habe ich wieder eine
Begrenzung dran gesetzt und habe gesagt,
Zugriff zwölf Monate.
Und seit diesem Oktober gibt es jetzt
sozusagen sehr günstig eine
Kursverlängerung zu kaufen.
Und das sind einfach immer aus der
jeweiligen Erfahrung, die ich eben gerade
mit dem Kurs mache, ist es halt heraus
entstanden. Am Anfang hatte ich sozusagen
immer einen Call zu dem jeweiligen Thema.
Momentan sind die Monatscalls offen.
Die Leute können mir vorher Fragen
schicken, aber es ist im Prinzip Q&A-Call.
Ich frage regelmäßig ab, was die noch so
für Themen irgendwie brauchen, die ich
abdecke. Aber ich habe, glaube ich, fast
30 Zusatzworkshops mit echt coolen Leuten.
Also man findet halt, es ist schon fast
eher zum Thema Überforderung so ein
bisschen. Da muss man nämlich auch gucken
beim Thema Onlinekurse, dass man nicht zu
viel drin hat. Aber es ist jetzt
mittlerweile anders als es am Anfang war,
eben auch alles sofort freigeschaltet.
Also ich kann reingehen, ich kann mit
Modul 3 starten. Genau.
Und begleitend habe ich eine
Facebook-Gruppe, das gibt es tatsächlich
dann auch seit der Kurs sozusagen in so
einem regelmäßigen Format da ist weiß ich
auch nicht, ob es das bis in alle
Ewigkeiten geben wird.
Das halte ich mir natürlich auch alles
immer offen. Ich habe zwischendurch auch
mal die Plattform gewechselt.
Ich war am Anfang bei elopage, gibt es ja
gar nicht mehr, und bin jetzt bei
ThriveCart, aber who knows?
Katharina Grad: Das heißt, der Onlinekurs, der ist
einfach so ein Stück weit auch mit deinem
Unternehmen mitgewachsen.
Und das finde ich total schön zu sehen,
dass du quasi ein und denselben Kurs auch
auf unterschiedliche Weisen anbieten
kannst, auf unterschiedliche Weisen
einbinden kannst und der sich auch vom
Marketing her in unterschiedlichen
Szenarien einsetzen kannst, wenn ich dich
richtig verstanden habe.
Inhaltlich ist es ja mehr oder weniger
dasselbe wie ganz von Anfang an, aber die
Art, wie du ihn einsetzt, wie du ihn in
deiner Produkttreppe einsetzt, wie du ihn
in der Zusammenarbeit mit den Kundinnen
einsetzt, der ist sehr,
sehr vielfältig.
Und das finde ich total interessant,
einfach auch mal zu sehen, dass das da
kein "Okay, jetzt habe ich den Kurs und
jetzt bin ich da irgendwie dran gebunden,
dass ich das immer so mache."
Nee, es gibt ja auch Möglichkeiten,
einfach langfristig das einfach anzupassen
und mitwachsen zu lassen und einfach auch
zu schauen, wie lässt sich das gut in
meine grundsätzliche Angebotsstrategie,
Marketingstrategie integrieren.
Du hast es vorhin schon angesprochen.
Antonia Reinhard: Total. Also, da kann ich dir nur
zustimmen. Entschuldigung.
Ich kann dir nur zustimmen, so was, wenn
man merkt, das ist so ein richtiger
Flagship-Kurs und das ist der Kern deiner
Arbeit und da ist wirklich alles drin
gesagt, warum sollte ich das aufgeben?
Wenn ich merke, irgendwas läuft nicht
mehr, dann liegt das nicht daran, dass der
Kurs schlecht ist oder das Thema nicht
mehr gebraucht wird, sondern dass sich
vielleicht im Marketing was geändert hat.
Und dann kann ich da rangehen und dann
schauen, was ich besser machen kann.
Aber wie gesagt, den Kurs gibt es jetzt,
gibt es bald seit sechs Jahren und ist
durch viele Wandlungen gegangen, aber es
ist einfach so ein Kern meiner Arbeit und
ich bin eben auch dafür bekannt.
Also man verbindet das natürlich auf eine
Art und Weise auch mit mir und das ist
schon, glaube ich, auch sehr, sehr wichtig
und es natürlich, am Anfang waren 25 Leute
drin, momentan sind da fast 400 Leute
drin. Das darf ja auch mit einem
mitwachsen.
Katharina Grad: Ja, und ich finde das
so einen wichtigen Aspekt, den du da
gerade ansprichst, zu sagen, wenn es, wenn
es einfach nicht mehr so läuft, vielleicht
muss ich was im Marketing ändern, weil oft
erlebe ich das, dass das dann heißt, ja,
Onlinekurse funktionieren nicht.
Ja, der Kurs funktioniert nicht.
Da ist einfach kein Bedarf für den Kurs.
Aber oft ist es eben genauso auf der
anderen Seite, dass einfach das Marketing,
Marketing-Strategien sich vielleicht
geändert haben, Marketing-Möglichkeiten
sich geändert haben und der Kurs
theoretisch noch gut laufen würde was du
ja auch siehst an den Leuten, die da
durchgehen, ob die nach wie vor zufrieden
sind, ob das nach wie vor einfach noch
deren Herausforderungen trifft und die am
Ende erfolgreich rausgehen.
Und dann einfach zu sagen, okay, ich
schraube jetzt mal am Marketing, anstatt
zu sagen, der Kurs ist einfach überholt,
ist ein super wichtiger Aspekt, den ich
jetzt einfach auch damit nochmal ein
bisschen hervorheben möchte, weil ich das
immer total schade finde, wenn dann tolle
Kurse so in der Schublade landen, weil sie
sich nicht mehr verkaufen, obwohl sie sich
mal gut verkauft hatten.
Und da das dann oft einfach erstmal,
erstmal am Kurs hängt, anstatt wirklich am
Marketing zu schauen.
So frei nach dem Motto, früher hat das ja
auch so funktioniert, also ist kein
Interesse mehr am Kurs da.
Aber vielleicht ist es da wirklich einfach
es wert, nochmal das Marketing zu
hinterfragen und da zu schauen, vielleicht
gibt's da einfach auch eine andere
Herangehensweise, eine andere Verpackung,
die gerade einfach attraktiver für die
Zielgruppe ist.
Antonia Reinhard: Ja, auch natürlich wünsche ich mir
manchmal, es wäre noch so wie 2021.
Da habe ich gesagt, es gibt jetzt hier
übrigens bald einen Kurs.
Dann habe ich den Cart 14 Tage offen
gelassen oder sieben Tage oder was und
habe gesagt, bis morgen könnt ihr noch den
Kurs buchen. Dann haben sich da, und am
Ende waren das ja richtig viele Leute, die
sich da, dann hatte ich da 40 Leute, die
sich da in einer Woche reingebucht haben.
Und dann habe ich gesagt, okay, Cart is
closed, ist fertig.
Da habe ich keine einzige Werbeanzeige
geschaltet, da hatte ich kein Wissen
über Sales-Mails in dem Sinne, wie ich das
heute habe. Da habe ich halt Instagram
immer was erzählt und habe immer gesagt,
so und Laura ist jetzt dabei und Lisa ist
jetzt dabei und gut ist, da habe ich auch
nicht groß Testimonials geteilt.
Und meinen den Aufwand, den wir heute
betreiben, Werbeanzeigen, automatisierter
Funnel, automatisierte Warteliste.
Gut, in meiner Elternzeit hatte ich keine
Live-Launches, heißt, ich hatte einige
Monate pausiert mit Live-Launches dann
haben wir alles über einen automatisierten
Funnel laufen lassen lief auch alles super
aber die Gedanken die man da halt jetzt
immer wieder reinsteckt, sozusagen, der
Aufwand ist deutlich höher geworden.
Katharina Grad: Ja. Ja. Weil du gesagt hast, der Aufwand
ist höher geworden.
Gibt es trotzdem was, was du heute nicht
mehr missen möchtest, seit du jetzt einen
Onlinekurs hast? Also, was hat sich seit
du jetzt selber einen Kurs anbietest für
dich verändert? Was ist so der größte
Unterschied zu der Zeit davor?
Antonia Reinhard: Also, ich würde sagen, dass ich schon in
meinem Business auch irgendwie ein Stück
weit reingewachsen bin und mir da auch
eine große Sicherheit erlangt habe, dass
das nach allem, was ich getestet habe,
nach hunderten Kundinnen, ich habe ja
schon über 1000 Frauen begleitet auf dem
Weg, dass das richtig und sinnvoll ist,
dass wir an den Basics starten und dass
sie diese sechs Module einmal
durchgearbeitet haben müssen.
Und das ist eben das Feedback, was mir
auch immer wieder gespiegelt wird.
Und so vielleicht auf so einer Metaebene
einfach auch so ein Durchhalten, wie du
eben auch gerade noch mal schön
zusammengefasst hast, dass es eben,
nur weil eine Sache
zwischendurch einmal kurz nicht läuft,
nicht heißt, dass der Inhalt oder die
Qualität der Arbeit irgendwie schlecht
sei. Und dass man ruhig immer wieder auch
kritisch auf die Sachen draufschauen darf
und schauen darf, ist das, was ich mache,
hier eigentlich gerade noch sinnvoll?
Braucht es von mir irgendetwas anderes im
Marketing, in der Kommunikation?
Dann auch mal ein paar Module im Kurs
wieder neu aufnehmen.
Hat sich da vielleicht irgendwie was
getan, das irgendwie aktuell zu halten,
auch mit der Rechtsprechung und so weiter?
Gerade beim ganzen Thema
Selbstständigkeit.
Ja, das würde ich sagen.
Große Lernkurve.
Katharina Grad: Das glaube ich. Gibt es
irgendwas, was dich so als
Onlinekurs-Anbieterin überrascht hat, was
du vorher nicht so erwartet hättest?
Antonia Reinhard: Auch ganz klar auf jeden Fall der Aufwand.
Also Onlinekurse werden ja immer so
angepriesen als das passive Produkt, und
ich muss wirklich sagen, da ist
eine 1:1-Beratung über sechs Monate
weniger Aufwand. Und da verdiene ich ja
deutlich mehr als jetzt mit fünf
Kursverkäufen. Das heißt nicht, dass ich
meine Kurse missen möchte, aber ich wollte
damit einfach nur sagen, dass man das
nicht unterschätzen soll, was man da für
einen konstanten Marketingaufwand mit hat
oder generell konstanten Aufwand.
Das heißt, das, was ich schon gesagt habe:
Marketing, da immer am Zahn der Zeit
bleiben, dann zwischen den Launches immer
wieder irgendwie relevant bleiben, sich
positionieren, Mehrwert und so weiter und
so fort. Das, was immer im Hintergrund
läuft, die wöchentlichen Newsletter und
Podcast-Folgen. Alles, was ich mache,
alles, was ich draußen von mir zeige,
zahlt immer auch auf die zukünftigen
Launches ein. Launch-Auswertung, Team,
Werbeanzeigen, E-Mails jedes Mal neu
schreiben, mir wieder neue irgendwelche
Aktionen überlegen, irgendwelche Boni
überlegen. Das ist jetzt mal das von
außen. Dann habe ich natürlich aber auch
sehr viele Kunden im Kurs, für die ich
alle total dankbar bin und die ich total
schätze und ja teilweise auch wirklich
schon lange kenne und begleite.
Die wollen aber auch begleitet werden.
Das heißt, ich bin jeden Tag in der
Facebook-Gruppe. Wenn es privatere Fragen
gibt, beantworte ich auch sehr lange
E-Mails. Dann haben wir den monatlichen
Call, den ich vor- und nachbereite.
Dann habe ich natürlich immer die E-Mails,
die für den Kurs noch geschrieben werden.
Nichts daran ist passiv.
Und ich glaube, das sollte man sich ganz
klar machen. Und ich sage das aus der
absolut privilegierten Position heraus,
dass mein Onlinekurs extrem gut läuft und
schon immer gut gelaufen ist.
Und ich finde es total toll und ich würde
den niemals aufgeben.
Aber man darf das einfach nicht
unterschätzen, dass es nicht so easy alles
ist, wie das nach außen vielleicht
manchmal aussieht.
Und dass es halt auch nicht das leicht
verdiente Geld ist.
Und vor allem dieser Aspekt, der konstante
Community-Aufbau. Wir sind immer
gleichzeitig in einer Verkaufs- und in
einer Aufbauphase.
Wir müssen immer 100 neue Leute erreichen,
für die zwei nächsten Kursverkäufe.
Und das darf man halt nicht unterschätzen
in seiner Arbeit, dass ich nicht einen
Kurs verkaufen kann und dann tauche ich
erstmal für mehrere Wochen ab.
Danach will ich einen Wiederkauf
verkaufen, dann sind vielleicht gerade
keine Leute da, die ihn kaufen wollen.
Also diese permanente Präsenz, die damit
zusammenhängt, dass sich das auch nie
hundertprozentig vereinfacht oder
verselbstständigt.
Alle, die verkaufen, müssen mit einer
gewissen Regelmäßigkeit präsent sein.
Ja, also klar, ich finde das auch
tatsächlich echt unredlich, was da zum
Thema Onlinekurse im Marketing oft
versprochen wird.
Katharina Grad: Quasi einmal gemacht und dann null Aufwand
mehr damit. Klar, es hängt natürlich auch
von dem Kursmodell ab, was du wählst, wenn
du einen betreuten Kurs hast, dass du mehr
Betreuungsaufwand hast, wenn du einen
Selbstlernkurs hast, wenn du ein
Gruppenprogramm hast.
Das ist nochmal was anderes, als wenn du
eher ein asynchroneres Programm hast.
Aber der Marketingaufwand, der fällt nicht
weg. Und ich finde das super wichtig, wenn
Leute sich einfach bewusst machen: Ein
Kurs ist eine strategische Entscheidung.
Und ein Kurs macht einfach auch nicht
immer Sinn. Es gibt ganz viele Szenarien,
wo ich sage: Nee, du bist noch nicht so
weit für einen Kurs.
Nee, schaut euch erst mal andere Sachen an.
Einfach, weil das sonst schnell zu einer
großen Belastung wird, ohne dass die
Entlastung auf der anderen Seite dann
einfach dann auch zu spüren wird
beziehungsweise einfach auch dann der
finanzielle Mehrumsatz, den sich viele von
dem Kurs hoffen. Natürlich, wenn du jetzt
sagst, du aktuell betreust 400 Leute im
Kurs, das ist natürlich nichts, was du im
1:1 irgendwie noch stemmen kannst in der
Hausnummer. Und also ist es möglich, mit
einem Kurs zu skalieren.
Es ist möglich, auch dann zu reduzieren.
Aber dann meistens die Leute, die dann von
den Stunden her reduzieren, die bauen dann
im Hintergrund einfach auch ein Team auf,
dass einfach diese Launches und diesen
Marketingaufwand dann ein Stück weit
mitträgt und da finde ich es immer
wichtig, genau drauf zu schauen.
Also, was ist das eigentlich, was du
dir vom Kurs wünschst?
Was ist das eigentlich, was dieser
Kurs am Schluss leisten soll?
Weil ich finde das so schade und ich höre
das immer wieder, dass Leute sagen und ja
und das wurde mir empfohlen und das habe
ich dann genauso gemacht, aber dann total
unglücklich sind, weil das einfach nicht
so geworden ist, wie sie sich das
vorgestellt haben.
Deswegen, um nochmal auf den Beginn
unseres Gesprächs zurückzukommen, fand ich
das so stark, dass du auch gesagt hast, du
differenzierst da sehr, sehr klar und
sagst auch, ein Onlinekurs ist einfach
nicht für alle die Lösung.
Für wen macht ein Onlinekurs aus deiner
Erfahrung, aus deiner Perspektive Sinn?
Antonia Reinhard: Also, da würde ich auch einmal noch mal
kurz vorwegnehmen, dass ich natürlich
nicht die gleiche Arbeit mache wie meine
Kundinnen. Ich habe natürlich über zehn
Jahre auch sehr erfolgreich als, oder ja,
noch länger eigentlich, als Yogalehrerin
gearbeitet, circa zwölf
Jahre, würde ich sagen.
Aber heutzutage mache ich ja
ausschließlich Beratung in der Branche.
Ich habe das die ersten paar Jahre, die
ersten drei Jahre meiner
Selbstständigkeit, habe ich auch noch sehr
viel unterrichtet.
Dann hatte ich keine Kapazität mehr dafür.
Das heißt, ich mache nicht die gleiche
Arbeit wie meine Kundinnen, kann die aber
sehr gut einschätzen.
Und Yoga-Lehrerinnen werden sehr häufig
oder generell in der Wellness- und
Gesundheitsbranche gerade mit
Werbeanzeigen wirklich bombardiert, wo
dann drin steht: erstell deinen
Onlinekurs mit Claude in zehn Minuten und
dann hier 2000 Euro Umsatz im Monat netto
easy peasy über Nacht Cash auf dein Konto.
Und das muss verboten werden, weil an wen
sollen die Leute diesen Kurs verkaufen?
Meine Kundinnen, wenn die das nicht
hinbekommen, ihre wöchentlichen Kurse
im Studio oder in ihrem eigenen Raum voll
zu bekommen, und
dann haben die vielleicht 40 Leute auf der
Newsletter-Liste, von denen dann mal sechs
mit aufs Retreat fahren, dann ist das ein
erfolgreiches laufendes Yoga-Business,
aber das ist keine Grundlage dafür, einen
Onlinekurs zu starten.
Ich sag immer, wenn ihr Kurse vor Ort habt
und Retreats und so weiter, dann macht
euer Marketing, worauf ihr Lust habt.
Macht Flyer, macht WhatsApp-Status, macht
Newsletter und so weiter aber ein
Onlinekurs braucht Online-Marketing, und
das braucht eine viel
größere Spezialisierung, insbesondere in
unserer Branche. Da kann ich nicht sagen,
ich mache ein Vinyasa-Yoga-Onlinekurs und
das sind einfach ganz normale Yoga-Stunden
und die sind online und die gehen dann 90
Minuten und da haben die Leute sicher Lust
zu kommen. Nee, das kann ich auch auf
YouTube machen oder das mache ich
vielleicht bei Leuten, die ich schon gut
kenne. Wenn ich sowas online machen
möchte, dann muss es hyperspezialisiert
sein. Ja, dann habe ich eine Chance.
Da muss ich aber auch auf Instagram sehr
klar positioniert sein.
Da wiederum sehr viel
Marketing machen, eine große Liste
aufbauen, im Prinzip ein Bewusstsein für
eine Problematik aufbauen für dass ich die
Lösung habe. Und das ist in meiner Branche
manchmal nicht ganz so einfach zu
übersetzen, das was sie sozusagen vor Ort
machen im Kurs in einen
hyperspezialisierten Onlinekurs.
Ich habe Kundinnen, die das äußerst
erfolgreich machen aber der
Community-Aufwand ist eben oft das, was
sie dann am stärksten belastet und wo sie
dann vielleicht auch wieder die Flinte ins
Korn werfen und sagen, das ist nix für
mich, der Kurs ist super, Feedback ist
super, ich pack das Marketing dazu nicht.
Katharina Grad: Genau aus dem Grund gibt es dieses Format
in meinem Podcast, diese
Onlinekurs-Geschichten, damit Leute
einfach mal so einen Einblick kriegen,
weil wie du sagst, von außen ist es
so, ja, und da erstellst du den Kurs.
mal locker-flockig an einem Wochenende
und dann ab da kannst du dich quasi
in die Hänge legen, der Kurs arbeitet für
dich. Aber was das eigentlich für ein
Aufwand ist, so einen Kurs erst mal
zu erstellen. Krass.
Das ist ein enormer Aufwand und gerade
nochmal, wenn, wie in deinem Bereich, du
vom Offline dann ins Online möchtest und
da noch gar nicht so eine Basis hast,
eine Community hast, auf der du aufbauen
kannst.
Und das ist tatsächlich auch immer das,
was ich meinen Kundinnen empfehle: in dem
Moment keinen Kurs zu machen, wenn sie
noch nicht an der Schwelle sind, dass sie
sagen, okay, ich bin ausgebucht, ich bin
Oberkante, ich würde gerne einfach auch
was ändern, um einfach Kunden auch anders
zu betreuen. Vielleicht ein bisschen
asynchroner zu betreuen, und möchte
wirklich auch wirklich was online aufbauen
und mich in dieses ganze Marketing-Thema
reinfuchsen, und deswegen vielen Dank,
dass du auch diese Perspektive geteilt
hast, dass du auch da gerade deiner
Branche so einen Einblick gibst, was auch
deine Erfahrungen jetzt aus vielen, vielen
hundert Kundinnen und Menschen ist, die du
auch begleitet hast.
Weil ich glaube, und das ist auch das, was
die Erfahrung mir gezeigt hat, dass dieses
Onlinekurs-Thema
sehr, sehr viel mit Wünschen
verbunden, sehr, sehr viel mit großen
Träumen verbunden.
Und für viele zerschellen die dann an der
Wirklichkeit. Und das klingt jetzt so
dramatisch, aber wenn du dir diese
Einzelfälle anschaust, da hast du ja
bestimmt auch einige mitgekriegt.
Das ist heftig. Und ich finde das so
schade, dass das einfach nicht öfter
einfach auch offen angesprochen wird.
Deswegen bin ich voll froh, dass du heute
da bist und mit mir darüber sprichst.
Antonia Reinhard: Ja, danke dir. Also auch, dass du mal den
Raum öffnest, über diese
Ebene von Onlinekursen zu sprechen.
Wir verkaufen hier beide gerade überhaupt
nichts. Wir sprechen einfach mal darüber
aus unserer Erfahrung und ich finde es
total wichtig, um da eben auch keine
falsche Hoffnung zu schüren.
Es ist mir super, super wichtig, nicht
einfach Menschen irgendwas zu verkaufen,
was am Ende halt nichts wert ist.
Und da ist also Ehrlichkeit da wirklich
mein oberstes Credo im Business.
Und ja, vielleicht verkaufe ich dann halt
irgendwie ein bisschen weniger, aber
wenigstens sind die Leute nicht
unglücklich oder in die Irre geführt, weil
das eigentlich einfach nicht und damit
kommen wir halt am Ende irgendwie auch
nicht weiter. Und ich habe viele
Kundinnen, die zu mir kommen und sagen:
Ja, ich war jetzt hier gerade bei so und
so in der Begleitung für 10.000, 15.000
Euro.
Und es ist alles nichts geworden.
Das war alles nur heiße Luft und
irgendwelche zusammengeschnibbelten
Aufzeichnungen und irgendwelche wirren
E-Books. Und ich denke mir echt so, die
Hoffnung, mit der da gespielt wird, eine
junge Mutter ein unabhängiges Einkommen zu
generieren oder eine Weltreise zu
ermöglichen oder was auch immer, ist so
perfide und das ist so falsch, was an
diesem Markt da abgeht.
Ich finde, man darf das einfach nicht
machen. Den Leuten da wirklich das Blaue
vom Himmel herunter zu versprechen, was
ein Onlinekurs für einen tun kann ist
eine strategische Entscheidung, für die
ich mich entscheide und die eben ganz
häufig auch die Mitarbeit von einem Team
erfordert, weil ich das
höchstwahrscheinlich allein überhaupt
nicht hinbekomme. Ich habe auch ein ganz
tolles Team im Hintergrund.
Für mich ist glasklar, die Arbeit mit
meinen Kundinnen ist meine Arbeit.
Alle E-Mails, alle Calls, der ganze
Austausch in der Facebook-Gruppe und so
weiter und so fort.
Aber Sachen, die ich nicht anfassen muss,
die muss ich auch nicht machen.
Also ich muss keinen Instagram-Beitrag
erstellen, ich muss keinen technischen
Funnel aufsetzen, ich muss keinen
Blog-Artikel hochladen und ich muss auch
keine Werbeanzeigen machen.
Das kann jemand anderes gut für mich
machen. Aber um an diesen Punkt zu kommen,
braucht man natürlich auch ein gewisses
Level an Umsatz. Also, das ist so ein
Kreislauf, in den man halt auch reinkommen
muss, damit diese Art von Business
zustande kommen kann.
Genau.
Katharina Grad: Ja, und ich finde das so wichtig, einfach
auch diese Möglichkeiten zu kennen.
Also, ich meine, du hast es vorhin auch
schon angesprochen.
Ja, es ist möglich, mit Onlinekursen sich
sowas aufzubauen. Ja, es gibt
Onlinekurse, die auch gut sind, wo ich
auch weiß, da sind die Leute mit Herzblut
dahinter und haben sich wirklich Gedanken
gemacht oder sich Unterstützung geholt,
damit die Lernenden am Ende auch wirklich
was mitnehmen und nicht einfach nur das
Geld aus der Tasche gezogen bekommen.
Also, sowas mag ich immer nicht
Onlinekurs nennen, das nenne ich
Informationsbergfrechheit.
Aber, ähm, ich bin da ganz bei dir.
Gleichzeitig, um das so ein bisschen
von der anderen Seite auch noch zu
beleuchten, ja, es ist möglich.
Es gibt so viele verschiedene
Möglichkeiten mit Onlinekursen.
Es muss ja auch nicht immer gleich das
riesengroße Programm sein, wo ich sage,
okay, da stelle ich jetzt alles drauf um.
Es gibt ja auch Möglichkeiten, kleinere
Kurse zu bauen und das einfach mal als
Ergänzung zu nehmen oder einfach mal als
Testballon, ob das überhaupt für mich
funktioniert. Und deswegen, finde ich das
so wertvoll, da einfach auch aufzuklären
und zu sagen, schau mal, diese
Möglichkeiten hast du und überleg dir das
ganz genau. Einfach auch denk das durch
und nicht, wie du sagst, aus diesem Spiel
mit den Träumen und Wünschen raus.
Da stelle ich halt jetzt mal den
Onlinekurs, weil XY gesagt hat, ja, das,
das funktioniert und dann hast du all das
über Nacht gefühlt, ähm, da.
Sondern da sich, das ist so das, was ich
hoffe, dass einfach bei unseren Hörerinnen
heute ankommt, bevor ihr einen Onlinekurs
macht, bevor ihr diese Entscheidung
trefft, sprecht das ganz genau durch,
überlegt das ganz, ganz genau, ähm, schaut
euch das ganz genau an, was das einfach
auch bedeutet was das zum Marketing
bedeutet, was das für euer Unternehmen
bedeutet. Wie dieser Kurs dann in dieses
Angebot integriert wird und ob das, was
ihr euch von dem Kurs erhofft, mit der
Art von Onlinekurs, die ihr vielleicht
gerade im Kopf habt, kompatibel ist.
Weil oft lassen sich Lösungen finden,
diese zwei Sachen zusammenzubringen.
Aber dazu ist es wichtig, einfach da
tiefer zu schauen und auch wirklich
hinzuschauen und nicht aus so einem ersten
Impuls und so einem ersten
Shiny-Object-Gefühl heraus einfach dann
diesen Kurs zu starten.
Antonia Reinhard: Ja, da sagst du tatsächlich was, weil
gerade in meiner Branche gibt es sehr
viele Möglichkeiten und Kundinnen von mir
machen ja zum Beispiel sowas wie live
Zoom-Onlinekurse.
Die gehen dann über sechs Wochen oder vier
Wochen oder zwölf Wochen, was weiß ich,
mit einer kleinen Aufzeichnung.
Oder es gibt Membership-Programme mit
Aufzeichnungen oder kleinen Videos.
Das sind auch Onlinekurse.
Oder es gibt wirklich begleitete kleine
Kurse zu irgendwelchen Themen, sagen wir
mal Ayurveda oder irgendwelche besonderen
schmerztherapeutischen Geschichten oder
was auch immer. Also da kann man schon
viel machen. Und es muss nicht immer
dieser vor aufgezeichnete Kurs sein, der
dann bis in alle Ewigkeiten genauso
verkauft wird. Es gibt so viele
Mischmodelle, aber das ist in deiner
Arbeit ja sowieso alles noch viel besser
ersichtlich, was man da machen kann mit
live und aufgezeichnet und kurz und lang
und so weiter. Also da halt auch ein
bisschen kreativ werden und wirklich auch
schauen, ich muss nicht mein komplettes
Wissen mein ganzes Leben in einen
Onlinekurs packen.
Das möchte wahrscheinlich niemand haben
und das ist auch überfordernd.
Das ist ja auch wichtig bei deiner Arbeit,
dieses didaktische.
Was kann ich mir herauspicken, was für
meine Arbeit würde vielleicht online
funktionieren?
Katharina Grad: Ja, auf jeden Fall.
Und da einfach auch sich den Freiraum zu
nehmen, einfach da so ein bisschen kreativ
zu werden und zu sagen, habe ich
vielleicht so noch nicht gesehen, könnte
ich mir aber gut vorstellen.
Ich spreche das vielleicht mit jemand
durch und probier es trotzdem.
Weil das ist das was ich immer wieder
feststelle die meisten haben gar nicht auf
dem Schirm, was du mit Onlinekursen
alles machen kannst, sondern da sind dann
meistens nur diese großen
Signature-Programme im Kopf, wo du über
sechs Monate lang einfach nur zig Videos
anschaust, aber dass es da drumherum noch
so viel mehr gibt, das dürfen gerne sehr
viel mehr Leute einfach auch erfahren.
Du arbeitest ja mit Yoga-Lehrerinnen, die
ihr Business aufbauen wollen.
Inwiefern hilft dir dein eigener Kurs
dabei? Also, was macht er möglich, was
ohne diesen Kurs nicht möglich war?
Antonia Reinhard: Also, um das noch mal auf diese schöne
Seite von Onlinekursen zu schauen, also
erstmal macht es möglich, dass ich
überhaupt die große Menge von Menschen
parallel begleiten kann und es sind eben
auch ganz viele in meinen Kursen, die
berufstätig sind oder junge Eltern sind.
Das heißt, die profitieren massiv davon,
dass alles in so ganz kleinen Videos ist
teilweise fünf Minuten Videos oder drunter
genau so unterteilt, so Häppchen damit man
wirklich auf das Thema draufklickt, sich
die eine Information rausholt.
Das ist mir total wichtig, dass ich keine
30 Minuten Videos gucken muss, um die
Information zu finden.
Was auch ganz, ganz wichtig ist der
Aspekt, gerade wenn die Frauen rein
starten in die Selbstständigkeit, ist,
dass sie sich dort miteinander vernetzen
können. Also, da sind Freundschaften
entstanden, da sind Kooperationen
entstanden, da ist ganz viel Austausch.
Wenn wir einen Gruppencall machen, dann
kommt die Frage zu mir, ich sage was dazu,
ich gebe das in den Raum.
Also, die unterstützen sich so toll und
das gäbe es ja gar nicht, wenn ich mit
jeder Einzelnen im 1:1 arbeiten würde.
Also, auch das ist
wirklich mega schön und wertvoll.
Und das hätten wir niemals, ich hätte
niemals so tolle Frauen kennengelernt,
wenn ich nicht diese Kurse hätte.
Und gleichzeitig freue ich mich halt auch,
dass ich auch wieder anderen Menschen aus
meiner Branche die Möglichkeit geben kann,
ihre Arbeit zu teilen, indem ich sie zum
Beispiel zu Zusatzworkshops oder ähnlichem
einlade. Also, es ist irgendwie so ein
ganz tolles Geben und Nehmen miteinander
und so ganz angenehm.
Katharina Grad: Ja, ganz toller Austausch in dem
Onlinekurs. Das finde ich ein sehr, sehr
schönes Beispiel dafür, dass ein
Onlinekurs, ein guter Onlinekurs so viel
mehr ist als einfach nur Wissen, einfach
nur Informationen weiterzugeben, sowohl
für die Teilnehmenden als auch für dich
als Anbieterin, sondern dass da wirklich
so eine unterstützende, begleitende
Atmosphäre entstehen kann, wenn es gut
gemacht ist, die dann auch alle so
trägt und alles auch so beflügelt und
wahrscheinlich auch alle so durch diese
Phase, diese Gründungsphase gut
durchträgt. Total schön, dass das mit
deinem Kurs so möglich ist.
Wenn jetzt jemand gerne mehr über dein
Angebot und deinen Onlinekurs wissen
möchte, für wen ist der Kurs geeignet und
welche Voraussetzungen gibt es vielleicht,
die ich mitbringen sollte, wenn ich sage,
okay, was würde ich gerne machen?
Antonia Reinhard: Ja, schön. Also, meine Arbeit ist zu
finden unter antoniareinhard.de oder
ansonsten Instagram und Podcast alles
unter Yoga als Beruf und für den Yoga
Business Basics Kurs ist es eigentlich nur
wichtig, dass du schon ein Yoga
Ausbildungszertifikat hast oder vielleicht
auch noch in der Ausbildung bist.
Genau. Es geht aber auch genauso, wenn du
schon seit ein paar Jahren unterrichtest.
Momentan machen sechs oder sieben Frauen
parallel sogar Studios in dem Kurs, also
auch wenn du schon deutlich weiter
bist. Genau, begleite ich dich da super
gerne. Genau, mein anderer Kurs mit dem
Leadership Circle ist wirklich für diejenigen, die
zum Beispiel eigene Ausbildungen haben
oder Studios. Das heißt, die haben dann so
Leadership-Probleme im Sinne von Team und
Grenzen und so weiter.
Kommunikation, also ganz anderes Thema.
Ja, und weitere Voraussetzungen braucht es
eigentlich nicht. Du kannst dich jederzeit
auf die Warteliste eintragen oder komm
einfach auf meinen Newsletter.
Schau dir das einfach alles mal an.
Lerne die Welt von Yoga als Beruf kennen.
Ich würde mich sehr freuen.
Danke, Katharina.
Katharina Grad: Vielen lieben Dank dir,
Antonia, dass du heute hier im Podcast zu
Besuch warst, uns mitgenommen hast hinter
die Kulissen von deinem Onlinekurs und
mit mir über dieses spannende Thema
gesprochen hast. Wann ist so ein
Onlinekurs eigentlich eine gute Idee und
wann nicht? Und wie kann ich das einfach
auch für mich dann in meinem eigenen
Unternehmen integrieren?
In meinem Podcast ist es so, dass meine
Gäste immer das Schlusswort haben und
dafür habe ich noch eine Frage für dich
mitgebracht. Was ist so die eine Sache,
die du unseren Hörerinnen gerne für ihren
eigenen Onlinekurs mit auf den Weg geben
möchtest?
Antonia Reinhard: Was ich ja einer Person mitgeben
möchte, die wirklich Lust auf einen
Onlinekurs hat, ist die Frage: Was bewegt
dich wirklich in deinem Leben?
Was, über was möchtest du stundenlang
reden? Was ist wirklich dein
Leidenschaftsthema?
Worüber weißt du total viel?
Worin vergräbst du dich wirklich und macht
daraus einen Onlinekurs und nicht aus
irgendeinem Thema, wo du denkst, das ist
jetzt gerade ein Trend, da springe ich
jetzt mal eben drauf aus, weil das eben
kein Selbstläufer zwangsläufig ist und
Menschen das auch sehr, sehr schnell
merken, wenn wir uns ein Thema von außen
gegriffen haben oder ob wir ein Thema von
innen durchdrungen haben.
Und das ist für mich eine ganz wichtige
Unterscheidung. Und wenn wir das tief
durchdrungen haben und da wirklich eine
Leidenschaft für haben, dann ist das auf
jeden Fall ein ganz wichtiger Baustein für
Erfolg.
Katharina Grad: Das war's wieder für heute.
Schön, dass du mich hier in der
Onlinekurs-Manufaktur besucht hast.
Wenn dir diese Podcast-Folge
weitergeholfen hat, dann würde ich mich
sehr darüber freuen, wenn du mir eine
5-Sterne-Bewertung darlässt und meinen
Podcast weiterempfehlst.
Wir hören uns dann einfach nächstes Mal
wieder, wenn es wieder heißt: Herzlich
willkommen in der Onlinekurs-Manufaktur.