Die Onlinekurs-Manufaktur

Katharina Grad
Since 01/2024 78 Episoden

Wann ist ein eigener Onlinekurs (k)eine gute Idee?

Onlinekurs-Geschichten mit Antonia Reinhard

27.10.2026 39 min

Zusammenfassung & Show Notes

“Einen Onlinekurs zu haben, ist nicht für alle die richtige Lösung.” Das war Antonias erste Reaktion, als ich sie in den Podcast eingeladen habe. Und das höre ich selten so deutlich.

Dabei hätte Antonia allen Grund, Onlinekurse in den Himmel zu loben: 
Ihr Kurs für Yogalehrerinnen läuft seit fast sechs Jahren, hat über 1000 Frauen begleitet und ist aus ihrem Business nicht mehr wegzudenken. 
Gerade deshalb kann sie so klar sagen, was dazugehört. Und was eben nicht.

In dieser Folge erzählt sie, wie sich ihr Kurs über die Jahre verändert hat, wie ihr Alltag als Kursanbieterin tatsächlich aussieht und woran sie erkennt, ob jemand bereit für einen eigenen Kurs ist.

Wenn du gerade überlegst, ob ein Onlinekurs für dich der richtige Schritt ist, bekommst du hier einen ehrlichen Blick von jemandem, der den Weg schon lange geht. 



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Transkript

Katharina Grad: Einen Onlinekurs zu haben, ist nicht für alle die richtige Lösung. Das war Antonias erste Reaktion, als ich sie zu mir in den Podcast eingeladen habe. Das höre ich selten, dass das jemand so offen ausspricht, denn auch ich sehe Onlinekurse nicht als den heiligen Gral, als der sie oft angepriesen und verkauft werden. Genau deshalb freue ich mich besonders, dass Antonia Reinhard heute bei mir im Podcast zu Besuch ist und mit mir über ihren Onlinekurs und das Onlinekurs-Business spricht. Antonia ist seit über zehn Jahren Yogalehrerin und begleitet als Mentorin selbstständige Yoga-Lehrerinnen dabei, ihr Business aufzubauen und erfolgreich zu führen, ohne Esoterik, ohne toxisches Marketing und mit einem sehr klaren Blick dafür, was wirklich funktioniert und was nicht. Seit 2021 hat sie dazu ein Onlinekurs-Business, mit dem sie bisher über 1000 Kundinnen betreut hat. Heute nimmt sie uns mit hinter ihre Kulissen, wie das eigentlich ist, einen Onlinekurs zu haben und anzubieten, wie viel Aufwand da eigentlich wirklich dahinter steckt, wie es dazu kam, dass sie diesen Onlinekurs entwickelt hat und wann ein eigener Kurs überhaupt eine gute Idee ist. Herzlich willkommen in der Onlinekurs-Manufaktur, dem Ort, an dem deine Expertise zu einem professionellen Onlinekurs wird, mit dem du mehr Gewinn für deine Kundinnen und dich erzielen kannst. Ich bin Katharina Grad, Medienpädagogin und zertifizierte eLearning-Managerin. Hier im Podcast erfährst du, wie du durch ein durchdachtes Lerndesign und lernpsychologisches Wissen die Grundlage für ein erfolgreiches und profitables Onlinekurs-Business legst. Antonia, du hast mir schon vor unserem Gespräch gesagt, dass du eine sehr klare Haltung zu Onlinekursen hast und sie nicht als Lösung für alle siehst. Und das finde ich unglaublich spannend und auch sehr wichtig, dass das mal in so einer Deutlichkeit ausgesprochen wird. Bevor wir tiefer da in dieses Thema reingehen, kannst du unseren Hörerinnen zum Anfang kurz erklären, was du eigentlich für einen Onlinekurs anbietest, über den wir da heute auch mit sprechen? Antonia Reinhard: Ja, da kann ich sehr, sehr gerne drüber sprechen. Also, ich habe verschiedene Onlinekurse eigentlich, könnte man sagen, und auch über die Jahre gehabt. Mein Haupt-Onlinekurs ist der Yoga Business Basics Onlinekurs. Das sagt auch schon viel aus über meine Zielgruppe: Yoga-Lehrerinnen und alle aus der Wellness- und Gesundheitsbranche. Und es ist ein Kurs mit sechs Modulen. Da geht es auch um die rechtlichen Grundlagen: wie mache ich mich überhaupt selbstständig, Marketing-Grundlagen, Alltag einer Yogalehrerin, wie finde ich die ersten Kurse, wie baue ich das auf, die ersten Retreats etc. Und das ist ein Onlinekurs, wo wir einmal im Monat einen Call gemeinsam haben. Und genau, es gibt auch immer mal Zusatzworkshops mit Expertinnen. Ich kann da gerne später noch mehr dazu sagen. Dieser Kurs hat auch schon einige Iterationen durchlaufen, könnte man so sagen, dem Punkt, an dem wir jetzt angekommen sind. Und wer weiß, was in der Zukunft kommt. Aber ja, das ist mein Hauptkurs und ich habe auch einen anderen Onlinekurs und das ist der Yoga Business Club. Und das ist mein fortgeschrittener Kurs. Und den habe ich ein paar Jahre gemacht und habe dann irgendwann festgestellt: Nee, ist es nicht so ganz, weil da ging es wirklich dann darum, das war aber noch so aus der Pandemie heraus: wie digitalisiere ich eigentlich mein Yoga- und Gesundheitsbusiness? Und habe dann daraus weiterentwickelt die Yoga Business Mastermind und aber den aufgezeichneten Onlinekurs für die Leute einfach so als Grundlage gelassen. Die Yoga Business Mastermind hatte jetzt auch dieses Jahr ihre letzte Runde. Es gibt die nächste Iteration davon, nämlich den Yoga Leadership Circle, weil ich wieder gemerkt habe: Okay, Leute brauchen heutzutage eigentlich noch weniger Wissensinput. Brauchen sie wirklich vor allem am Anfang, wenn sie starten, aber durch KI und alles brauchen sie wirklich relativ wenig Wissen. Und was sie von mir brauchen, vor allem die Fortgeschrittenen, ist eine Begleitung und ein Raum, wo sie mir Fragen stellen können. Und ich glaube, da werden wir noch viel drauf kommen, was das halt auch für Onlinekurse bedeutet. 2026, 2027, was macht eigentlich noch Sinn? Katharina Grad: Ja, ja, total, total. Und das sage ich auch immer wieder. Und da bin ich ganz bei dir. Einfach nur für Wissen, für Informationen. Da macht heute kaum jemand mehr einen Onlinekurs. Und je weiter die Leute sind, desto spezifischer wird das. Und gerade, gerade auch diese anderen Aspekte, die ein Onlinekurs auch leisten kann, eben zu sagen, Erfahrungen weitergeben, gut begleiten, gut unterstützen. Das wird immer wichtiger, dass Kurse auch in Zeiten von KI noch relevant bleiben. Superspannend, auch da so einen Einblick zu bekommen was da auch so dieser Werdegang bei deinen Onlinekursen ist und wie viel Bewegung da eigentlich auch mit drin ist. Wie kam es dazu, dass du diesen Hauptkurs erstellt hast? Also, was war damals der Auslöser, da überhaupt mit Onlinekursen anzufangen? Antonia Reinhard: Ja, also ich habe mein Business ja 2019 gestartet und hatte damals 1:1-Mentorings, also 1:1- Beratung und habe dann irgendwann zu speziellen Themen die ersten Workshops gemacht und die waren immer total, also Online-Workshops muss man dazu sagen, waren immer total schnell ausgebucht. Dann habe ich das halt eine Weile laufen lassen und irgendwann dachte ich einfach, okay, ich packe das Ganze jetzt mal in einen Kurs, dann haben wir irgendwie meine drei Themen, die ich hier sowieso habe in meinen Workshops, habe ich da nochmal aufgegliedert und habe da diese Module draus entwickelt. Und so ist im Prinzip dieser erste Onlinekurs entstanden. Damals war das einfach in sozusagen drei Monate und dann Schritt für Schritt freigeschaltet. Wir sind da als Gruppe mit 20, 25 Leuten sind wir da durchgelaufen und dann hatte das ein Anfang und ein Ende. Genau. Und das ist sozusagen daraus entstanden, dass ich diesen wahnsinnigen Run auf meine Workshops hatte. Aber man muss ja wirklich sagen, die Community war vorher da. Ich hatte 1:1-Kundinnen, ich wusste, was die Probleme sind, ich hatte Workshops, das heißt, ich wusste, der Bedarf ist auch da. Ich hatte damals schon einen Podcast, ich hatte eine große Newsletterliste, also groß für 2020, würde ich sagen. Ich hatte auch direkt Leute, an die ich das verkaufen konnte und das hat auch mit den Launches wirklich von Tag 1 an gut funktioniert. Das sind einfach so die Dinge, die man halt auch braucht. Hätte ich das Wissen von heute damals gehabt, hätte ich wahrscheinlich richtig viele Leute in meinem Kurs gehabt und nicht nur 25 pro Launch, aber es war eben auch mein kompletter Start ins Online-Business. Katharina Grad: Du hast es vorhin schon mal angesprochen, der Kurs, der hat ja einige Stationen durchlaufen. Was wären jetzt so diese größten Stationen, die du sagst, so zwischen damals und heute? Antonia Reinhard: Also ja, das war erst mal das ich den eben angefangen habe als dieses Drei-Monats- Programm, das gab es dann ein paar Mal und dann bin ich irgendwann dazu übergegangen, dass ich den Zugriff dauerhaft gelassen habe. Dann habe ich sozusagen immer wieder Launches gemacht und hatte den Zugriff dauerhaft. Und dann hatten wir verschiedene Funnel, also Live-Launches, Warteliste und automatisiertes Webinar. Drei Zugänge zum Kurs. Und dann habe ich, wann war denn das? Herbst 20, es war jetzt ziemlich genau vor einem Jahr, habe ich wieder eine Begrenzung dran gesetzt und habe gesagt, Zugriff zwölf Monate. Und seit diesem Oktober gibt es jetzt sozusagen sehr günstig eine Kursverlängerung zu kaufen. Und das sind einfach immer aus der jeweiligen Erfahrung, die ich eben gerade mit dem Kurs mache, ist es halt heraus entstanden. Am Anfang hatte ich sozusagen immer einen Call zu dem jeweiligen Thema. Momentan sind die Monatscalls offen. Die Leute können mir vorher Fragen schicken, aber es ist im Prinzip Q&A-Call. Ich frage regelmäßig ab, was die noch so für Themen irgendwie brauchen, die ich abdecke. Aber ich habe, glaube ich, fast 30 Zusatzworkshops mit echt coolen Leuten. Also man findet halt, es ist schon fast eher zum Thema Überforderung so ein bisschen. Da muss man nämlich auch gucken beim Thema Onlinekurse, dass man nicht zu viel drin hat. Aber es ist jetzt mittlerweile anders als es am Anfang war, eben auch alles sofort freigeschaltet. Also ich kann reingehen, ich kann mit Modul 3 starten. Genau. Und begleitend habe ich eine Facebook-Gruppe, das gibt es tatsächlich dann auch seit der Kurs sozusagen in so einem regelmäßigen Format da ist weiß ich auch nicht, ob es das bis in alle Ewigkeiten geben wird. Das halte ich mir natürlich auch alles immer offen. Ich habe zwischendurch auch mal die Plattform gewechselt. Ich war am Anfang bei elopage, gibt es ja gar nicht mehr, und bin jetzt bei ThriveCart, aber who knows? Katharina Grad: Das heißt, der Onlinekurs, der ist einfach so ein Stück weit auch mit deinem Unternehmen mitgewachsen. Und das finde ich total schön zu sehen, dass du quasi ein und denselben Kurs auch auf unterschiedliche Weisen anbieten kannst, auf unterschiedliche Weisen einbinden kannst und der sich auch vom Marketing her in unterschiedlichen Szenarien einsetzen kannst, wenn ich dich richtig verstanden habe. Inhaltlich ist es ja mehr oder weniger dasselbe wie ganz von Anfang an, aber die Art, wie du ihn einsetzt, wie du ihn in deiner Produkttreppe einsetzt, wie du ihn in der Zusammenarbeit mit den Kundinnen einsetzt, der ist sehr, sehr vielfältig. Und das finde ich total interessant, einfach auch mal zu sehen, dass das da kein "Okay, jetzt habe ich den Kurs und jetzt bin ich da irgendwie dran gebunden, dass ich das immer so mache." Nee, es gibt ja auch Möglichkeiten, einfach langfristig das einfach anzupassen und mitwachsen zu lassen und einfach auch zu schauen, wie lässt sich das gut in meine grundsätzliche Angebotsstrategie, Marketingstrategie integrieren. Du hast es vorhin schon angesprochen. Antonia Reinhard: Total. Also, da kann ich dir nur zustimmen. Entschuldigung. Ich kann dir nur zustimmen, so was, wenn man merkt, das ist so ein richtiger Flagship-Kurs und das ist der Kern deiner Arbeit und da ist wirklich alles drin gesagt, warum sollte ich das aufgeben? Wenn ich merke, irgendwas läuft nicht mehr, dann liegt das nicht daran, dass der Kurs schlecht ist oder das Thema nicht mehr gebraucht wird, sondern dass sich vielleicht im Marketing was geändert hat. Und dann kann ich da rangehen und dann schauen, was ich besser machen kann. Aber wie gesagt, den Kurs gibt es jetzt, gibt es bald seit sechs Jahren und ist durch viele Wandlungen gegangen, aber es ist einfach so ein Kern meiner Arbeit und ich bin eben auch dafür bekannt. Also man verbindet das natürlich auf eine Art und Weise auch mit mir und das ist schon, glaube ich, auch sehr, sehr wichtig und es natürlich, am Anfang waren 25 Leute drin, momentan sind da fast 400 Leute drin. Das darf ja auch mit einem mitwachsen. Katharina Grad: Ja, und ich finde das so einen wichtigen Aspekt, den du da gerade ansprichst, zu sagen, wenn es, wenn es einfach nicht mehr so läuft, vielleicht muss ich was im Marketing ändern, weil oft erlebe ich das, dass das dann heißt, ja, Onlinekurse funktionieren nicht. Ja, der Kurs funktioniert nicht. Da ist einfach kein Bedarf für den Kurs. Aber oft ist es eben genauso auf der anderen Seite, dass einfach das Marketing, Marketing-Strategien sich vielleicht geändert haben, Marketing-Möglichkeiten sich geändert haben und der Kurs theoretisch noch gut laufen würde was du ja auch siehst an den Leuten, die da durchgehen, ob die nach wie vor zufrieden sind, ob das nach wie vor einfach noch deren Herausforderungen trifft und die am Ende erfolgreich rausgehen. Und dann einfach zu sagen, okay, ich schraube jetzt mal am Marketing, anstatt zu sagen, der Kurs ist einfach überholt, ist ein super wichtiger Aspekt, den ich jetzt einfach auch damit nochmal ein bisschen hervorheben möchte, weil ich das immer total schade finde, wenn dann tolle Kurse so in der Schublade landen, weil sie sich nicht mehr verkaufen, obwohl sie sich mal gut verkauft hatten. Und da das dann oft einfach erstmal, erstmal am Kurs hängt, anstatt wirklich am Marketing zu schauen. So frei nach dem Motto, früher hat das ja auch so funktioniert, also ist kein Interesse mehr am Kurs da. Aber vielleicht ist es da wirklich einfach es wert, nochmal das Marketing zu hinterfragen und da zu schauen, vielleicht gibt's da einfach auch eine andere Herangehensweise, eine andere Verpackung, die gerade einfach attraktiver für die Zielgruppe ist. Antonia Reinhard: Ja, auch natürlich wünsche ich mir manchmal, es wäre noch so wie 2021. Da habe ich gesagt, es gibt jetzt hier übrigens bald einen Kurs. Dann habe ich den Cart 14 Tage offen gelassen oder sieben Tage oder was und habe gesagt, bis morgen könnt ihr noch den Kurs buchen. Dann haben sich da, und am Ende waren das ja richtig viele Leute, die sich da, dann hatte ich da 40 Leute, die sich da in einer Woche reingebucht haben. Und dann habe ich gesagt, okay, Cart is closed, ist fertig. Da habe ich keine einzige Werbeanzeige geschaltet, da hatte ich kein Wissen über Sales-Mails in dem Sinne, wie ich das heute habe. Da habe ich halt Instagram immer was erzählt und habe immer gesagt, so und Laura ist jetzt dabei und Lisa ist jetzt dabei und gut ist, da habe ich auch nicht groß Testimonials geteilt. Und meinen den Aufwand, den wir heute betreiben, Werbeanzeigen, automatisierter Funnel, automatisierte Warteliste. Gut, in meiner Elternzeit hatte ich keine Live-Launches, heißt, ich hatte einige Monate pausiert mit Live-Launches dann haben wir alles über einen automatisierten Funnel laufen lassen lief auch alles super aber die Gedanken die man da halt jetzt immer wieder reinsteckt, sozusagen, der Aufwand ist deutlich höher geworden. Katharina Grad: Ja. Ja. Weil du gesagt hast, der Aufwand ist höher geworden. Gibt es trotzdem was, was du heute nicht mehr missen möchtest, seit du jetzt einen Onlinekurs hast? Also, was hat sich seit du jetzt selber einen Kurs anbietest für dich verändert? Was ist so der größte Unterschied zu der Zeit davor? Antonia Reinhard: Also, ich würde sagen, dass ich schon in meinem Business auch irgendwie ein Stück weit reingewachsen bin und mir da auch eine große Sicherheit erlangt habe, dass das nach allem, was ich getestet habe, nach hunderten Kundinnen, ich habe ja schon über 1000 Frauen begleitet auf dem Weg, dass das richtig und sinnvoll ist, dass wir an den Basics starten und dass sie diese sechs Module einmal durchgearbeitet haben müssen. Und das ist eben das Feedback, was mir auch immer wieder gespiegelt wird. Und so vielleicht auf so einer Metaebene einfach auch so ein Durchhalten, wie du eben auch gerade noch mal schön zusammengefasst hast, dass es eben, nur weil eine Sache zwischendurch einmal kurz nicht läuft, nicht heißt, dass der Inhalt oder die Qualität der Arbeit irgendwie schlecht sei. Und dass man ruhig immer wieder auch kritisch auf die Sachen draufschauen darf und schauen darf, ist das, was ich mache, hier eigentlich gerade noch sinnvoll? Braucht es von mir irgendetwas anderes im Marketing, in der Kommunikation? Dann auch mal ein paar Module im Kurs wieder neu aufnehmen. Hat sich da vielleicht irgendwie was getan, das irgendwie aktuell zu halten, auch mit der Rechtsprechung und so weiter? Gerade beim ganzen Thema Selbstständigkeit. Ja, das würde ich sagen. Große Lernkurve. Katharina Grad: Das glaube ich. Gibt es irgendwas, was dich so als Onlinekurs-Anbieterin überrascht hat, was du vorher nicht so erwartet hättest? Antonia Reinhard: Auch ganz klar auf jeden Fall der Aufwand. Also Onlinekurse werden ja immer so angepriesen als das passive Produkt, und ich muss wirklich sagen, da ist eine 1:1-Beratung über sechs Monate weniger Aufwand. Und da verdiene ich ja deutlich mehr als jetzt mit fünf Kursverkäufen. Das heißt nicht, dass ich meine Kurse missen möchte, aber ich wollte damit einfach nur sagen, dass man das nicht unterschätzen soll, was man da für einen konstanten Marketingaufwand mit hat oder generell konstanten Aufwand. Das heißt, das, was ich schon gesagt habe: Marketing, da immer am Zahn der Zeit bleiben, dann zwischen den Launches immer wieder irgendwie relevant bleiben, sich positionieren, Mehrwert und so weiter und so fort. Das, was immer im Hintergrund läuft, die wöchentlichen Newsletter und Podcast-Folgen. Alles, was ich mache, alles, was ich draußen von mir zeige, zahlt immer auch auf die zukünftigen Launches ein. Launch-Auswertung, Team, Werbeanzeigen, E-Mails jedes Mal neu schreiben, mir wieder neue irgendwelche Aktionen überlegen, irgendwelche Boni überlegen. Das ist jetzt mal das von außen. Dann habe ich natürlich aber auch sehr viele Kunden im Kurs, für die ich alle total dankbar bin und die ich total schätze und ja teilweise auch wirklich schon lange kenne und begleite. Die wollen aber auch begleitet werden. Das heißt, ich bin jeden Tag in der Facebook-Gruppe. Wenn es privatere Fragen gibt, beantworte ich auch sehr lange E-Mails. Dann haben wir den monatlichen Call, den ich vor- und nachbereite. Dann habe ich natürlich immer die E-Mails, die für den Kurs noch geschrieben werden. Nichts daran ist passiv. Und ich glaube, das sollte man sich ganz klar machen. Und ich sage das aus der absolut privilegierten Position heraus, dass mein Onlinekurs extrem gut läuft und schon immer gut gelaufen ist. Und ich finde es total toll und ich würde den niemals aufgeben. Aber man darf das einfach nicht unterschätzen, dass es nicht so easy alles ist, wie das nach außen vielleicht manchmal aussieht. Und dass es halt auch nicht das leicht verdiente Geld ist. Und vor allem dieser Aspekt, der konstante Community-Aufbau. Wir sind immer gleichzeitig in einer Verkaufs- und in einer Aufbauphase. Wir müssen immer 100 neue Leute erreichen, für die zwei nächsten Kursverkäufe. Und das darf man halt nicht unterschätzen in seiner Arbeit, dass ich nicht einen Kurs verkaufen kann und dann tauche ich erstmal für mehrere Wochen ab. Danach will ich einen Wiederkauf verkaufen, dann sind vielleicht gerade keine Leute da, die ihn kaufen wollen. Also diese permanente Präsenz, die damit zusammenhängt, dass sich das auch nie hundertprozentig vereinfacht oder verselbstständigt. Alle, die verkaufen, müssen mit einer gewissen Regelmäßigkeit präsent sein. Ja, also klar, ich finde das auch tatsächlich echt unredlich, was da zum Thema Onlinekurse im Marketing oft versprochen wird. Katharina Grad: Quasi einmal gemacht und dann null Aufwand mehr damit. Klar, es hängt natürlich auch von dem Kursmodell ab, was du wählst, wenn du einen betreuten Kurs hast, dass du mehr Betreuungsaufwand hast, wenn du einen Selbstlernkurs hast, wenn du ein Gruppenprogramm hast. Das ist nochmal was anderes, als wenn du eher ein asynchroneres Programm hast. Aber der Marketingaufwand, der fällt nicht weg. Und ich finde das super wichtig, wenn Leute sich einfach bewusst machen: Ein Kurs ist eine strategische Entscheidung. Und ein Kurs macht einfach auch nicht immer Sinn. Es gibt ganz viele Szenarien, wo ich sage: Nee, du bist noch nicht so weit für einen Kurs. Nee, schaut euch erst mal andere Sachen an. Einfach, weil das sonst schnell zu einer großen Belastung wird, ohne dass die Entlastung auf der anderen Seite dann einfach dann auch zu spüren wird beziehungsweise einfach auch dann der finanzielle Mehrumsatz, den sich viele von dem Kurs hoffen. Natürlich, wenn du jetzt sagst, du aktuell betreust 400 Leute im Kurs, das ist natürlich nichts, was du im 1:1 irgendwie noch stemmen kannst in der Hausnummer. Und also ist es möglich, mit einem Kurs zu skalieren. Es ist möglich, auch dann zu reduzieren. Aber dann meistens die Leute, die dann von den Stunden her reduzieren, die bauen dann im Hintergrund einfach auch ein Team auf, dass einfach diese Launches und diesen Marketingaufwand dann ein Stück weit mitträgt und da finde ich es immer wichtig, genau drauf zu schauen. Also, was ist das eigentlich, was du dir vom Kurs wünschst? Was ist das eigentlich, was dieser Kurs am Schluss leisten soll? Weil ich finde das so schade und ich höre das immer wieder, dass Leute sagen und ja und das wurde mir empfohlen und das habe ich dann genauso gemacht, aber dann total unglücklich sind, weil das einfach nicht so geworden ist, wie sie sich das vorgestellt haben. Deswegen, um nochmal auf den Beginn unseres Gesprächs zurückzukommen, fand ich das so stark, dass du auch gesagt hast, du differenzierst da sehr, sehr klar und sagst auch, ein Onlinekurs ist einfach nicht für alle die Lösung. Für wen macht ein Onlinekurs aus deiner Erfahrung, aus deiner Perspektive Sinn? Antonia Reinhard: Also, da würde ich auch einmal noch mal kurz vorwegnehmen, dass ich natürlich nicht die gleiche Arbeit mache wie meine Kundinnen. Ich habe natürlich über zehn Jahre auch sehr erfolgreich als, oder ja, noch länger eigentlich, als Yogalehrerin gearbeitet, circa zwölf Jahre, würde ich sagen. Aber heutzutage mache ich ja ausschließlich Beratung in der Branche. Ich habe das die ersten paar Jahre, die ersten drei Jahre meiner Selbstständigkeit, habe ich auch noch sehr viel unterrichtet. Dann hatte ich keine Kapazität mehr dafür. Das heißt, ich mache nicht die gleiche Arbeit wie meine Kundinnen, kann die aber sehr gut einschätzen. Und Yoga-Lehrerinnen werden sehr häufig oder generell in der Wellness- und Gesundheitsbranche gerade mit Werbeanzeigen wirklich bombardiert, wo dann drin steht: erstell deinen Onlinekurs mit Claude in zehn Minuten und dann hier 2000 Euro Umsatz im Monat netto easy peasy über Nacht Cash auf dein Konto. Und das muss verboten werden, weil an wen sollen die Leute diesen Kurs verkaufen? Meine Kundinnen, wenn die das nicht hinbekommen, ihre wöchentlichen Kurse im Studio oder in ihrem eigenen Raum voll zu bekommen, und dann haben die vielleicht 40 Leute auf der Newsletter-Liste, von denen dann mal sechs mit aufs Retreat fahren, dann ist das ein erfolgreiches laufendes Yoga-Business, aber das ist keine Grundlage dafür, einen Onlinekurs zu starten. Ich sag immer, wenn ihr Kurse vor Ort habt und Retreats und so weiter, dann macht euer Marketing, worauf ihr Lust habt. Macht Flyer, macht WhatsApp-Status, macht Newsletter und so weiter aber ein Onlinekurs braucht Online-Marketing, und das braucht eine viel größere Spezialisierung, insbesondere in unserer Branche. Da kann ich nicht sagen, ich mache ein Vinyasa-Yoga-Onlinekurs und das sind einfach ganz normale Yoga-Stunden und die sind online und die gehen dann 90 Minuten und da haben die Leute sicher Lust zu kommen. Nee, das kann ich auch auf YouTube machen oder das mache ich vielleicht bei Leuten, die ich schon gut kenne. Wenn ich sowas online machen möchte, dann muss es hyperspezialisiert sein. Ja, dann habe ich eine Chance. Da muss ich aber auch auf Instagram sehr klar positioniert sein. Da wiederum sehr viel Marketing machen, eine große Liste aufbauen, im Prinzip ein Bewusstsein für eine Problematik aufbauen für dass ich die Lösung habe. Und das ist in meiner Branche manchmal nicht ganz so einfach zu übersetzen, das was sie sozusagen vor Ort machen im Kurs in einen hyperspezialisierten Onlinekurs. Ich habe Kundinnen, die das äußerst erfolgreich machen aber der Community-Aufwand ist eben oft das, was sie dann am stärksten belastet und wo sie dann vielleicht auch wieder die Flinte ins Korn werfen und sagen, das ist nix für mich, der Kurs ist super, Feedback ist super, ich pack das Marketing dazu nicht. Katharina Grad: Genau aus dem Grund gibt es dieses Format in meinem Podcast, diese Onlinekurs-Geschichten, damit Leute einfach mal so einen Einblick kriegen, weil wie du sagst, von außen ist es so, ja, und da erstellst du den Kurs. mal locker-flockig an einem Wochenende und dann ab da kannst du dich quasi in die Hänge legen, der Kurs arbeitet für dich. Aber was das eigentlich für ein Aufwand ist, so einen Kurs erst mal zu erstellen. Krass. Das ist ein enormer Aufwand und gerade nochmal, wenn, wie in deinem Bereich, du vom Offline dann ins Online möchtest und da noch gar nicht so eine Basis hast, eine Community hast, auf der du aufbauen kannst. Und das ist tatsächlich auch immer das, was ich meinen Kundinnen empfehle: in dem Moment keinen Kurs zu machen, wenn sie noch nicht an der Schwelle sind, dass sie sagen, okay, ich bin ausgebucht, ich bin Oberkante, ich würde gerne einfach auch was ändern, um einfach Kunden auch anders zu betreuen. Vielleicht ein bisschen asynchroner zu betreuen, und möchte wirklich auch wirklich was online aufbauen und mich in dieses ganze Marketing-Thema reinfuchsen, und deswegen vielen Dank, dass du auch diese Perspektive geteilt hast, dass du auch da gerade deiner Branche so einen Einblick gibst, was auch deine Erfahrungen jetzt aus vielen, vielen hundert Kundinnen und Menschen ist, die du auch begleitet hast. Weil ich glaube, und das ist auch das, was die Erfahrung mir gezeigt hat, dass dieses Onlinekurs-Thema sehr, sehr viel mit Wünschen verbunden, sehr, sehr viel mit großen Träumen verbunden. Und für viele zerschellen die dann an der Wirklichkeit. Und das klingt jetzt so dramatisch, aber wenn du dir diese Einzelfälle anschaust, da hast du ja bestimmt auch einige mitgekriegt. Das ist heftig. Und ich finde das so schade, dass das einfach nicht öfter einfach auch offen angesprochen wird. Deswegen bin ich voll froh, dass du heute da bist und mit mir darüber sprichst. Antonia Reinhard: Ja, danke dir. Also auch, dass du mal den Raum öffnest, über diese Ebene von Onlinekursen zu sprechen. Wir verkaufen hier beide gerade überhaupt nichts. Wir sprechen einfach mal darüber aus unserer Erfahrung und ich finde es total wichtig, um da eben auch keine falsche Hoffnung zu schüren. Es ist mir super, super wichtig, nicht einfach Menschen irgendwas zu verkaufen, was am Ende halt nichts wert ist. Und da ist also Ehrlichkeit da wirklich mein oberstes Credo im Business. Und ja, vielleicht verkaufe ich dann halt irgendwie ein bisschen weniger, aber wenigstens sind die Leute nicht unglücklich oder in die Irre geführt, weil das eigentlich einfach nicht und damit kommen wir halt am Ende irgendwie auch nicht weiter. Und ich habe viele Kundinnen, die zu mir kommen und sagen: Ja, ich war jetzt hier gerade bei so und so in der Begleitung für 10.000, 15.000 Euro. Und es ist alles nichts geworden. Das war alles nur heiße Luft und irgendwelche zusammengeschnibbelten Aufzeichnungen und irgendwelche wirren E-Books. Und ich denke mir echt so, die Hoffnung, mit der da gespielt wird, eine junge Mutter ein unabhängiges Einkommen zu generieren oder eine Weltreise zu ermöglichen oder was auch immer, ist so perfide und das ist so falsch, was an diesem Markt da abgeht. Ich finde, man darf das einfach nicht machen. Den Leuten da wirklich das Blaue vom Himmel herunter zu versprechen, was ein Onlinekurs für einen tun kann ist eine strategische Entscheidung, für die ich mich entscheide und die eben ganz häufig auch die Mitarbeit von einem Team erfordert, weil ich das höchstwahrscheinlich allein überhaupt nicht hinbekomme. Ich habe auch ein ganz tolles Team im Hintergrund. Für mich ist glasklar, die Arbeit mit meinen Kundinnen ist meine Arbeit. Alle E-Mails, alle Calls, der ganze Austausch in der Facebook-Gruppe und so weiter und so fort. Aber Sachen, die ich nicht anfassen muss, die muss ich auch nicht machen. Also ich muss keinen Instagram-Beitrag erstellen, ich muss keinen technischen Funnel aufsetzen, ich muss keinen Blog-Artikel hochladen und ich muss auch keine Werbeanzeigen machen. Das kann jemand anderes gut für mich machen. Aber um an diesen Punkt zu kommen, braucht man natürlich auch ein gewisses Level an Umsatz. Also, das ist so ein Kreislauf, in den man halt auch reinkommen muss, damit diese Art von Business zustande kommen kann. Genau. Katharina Grad: Ja, und ich finde das so wichtig, einfach auch diese Möglichkeiten zu kennen. Also, ich meine, du hast es vorhin auch schon angesprochen. Ja, es ist möglich, mit Onlinekursen sich sowas aufzubauen. Ja, es gibt Onlinekurse, die auch gut sind, wo ich auch weiß, da sind die Leute mit Herzblut dahinter und haben sich wirklich Gedanken gemacht oder sich Unterstützung geholt, damit die Lernenden am Ende auch wirklich was mitnehmen und nicht einfach nur das Geld aus der Tasche gezogen bekommen. Also, sowas mag ich immer nicht Onlinekurs nennen, das nenne ich Informationsbergfrechheit. Aber, ähm, ich bin da ganz bei dir. Gleichzeitig, um das so ein bisschen von der anderen Seite auch noch zu beleuchten, ja, es ist möglich. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten mit Onlinekursen. Es muss ja auch nicht immer gleich das riesengroße Programm sein, wo ich sage, okay, da stelle ich jetzt alles drauf um. Es gibt ja auch Möglichkeiten, kleinere Kurse zu bauen und das einfach mal als Ergänzung zu nehmen oder einfach mal als Testballon, ob das überhaupt für mich funktioniert. Und deswegen, finde ich das so wertvoll, da einfach auch aufzuklären und zu sagen, schau mal, diese Möglichkeiten hast du und überleg dir das ganz genau. Einfach auch denk das durch und nicht, wie du sagst, aus diesem Spiel mit den Träumen und Wünschen raus. Da stelle ich halt jetzt mal den Onlinekurs, weil XY gesagt hat, ja, das, das funktioniert und dann hast du all das über Nacht gefühlt, ähm, da. Sondern da sich, das ist so das, was ich hoffe, dass einfach bei unseren Hörerinnen heute ankommt, bevor ihr einen Onlinekurs macht, bevor ihr diese Entscheidung trefft, sprecht das ganz genau durch, überlegt das ganz, ganz genau, ähm, schaut euch das ganz genau an, was das einfach auch bedeutet was das zum Marketing bedeutet, was das für euer Unternehmen bedeutet. Wie dieser Kurs dann in dieses Angebot integriert wird und ob das, was ihr euch von dem Kurs erhofft, mit der Art von Onlinekurs, die ihr vielleicht gerade im Kopf habt, kompatibel ist. Weil oft lassen sich Lösungen finden, diese zwei Sachen zusammenzubringen. Aber dazu ist es wichtig, einfach da tiefer zu schauen und auch wirklich hinzuschauen und nicht aus so einem ersten Impuls und so einem ersten Shiny-Object-Gefühl heraus einfach dann diesen Kurs zu starten. Antonia Reinhard: Ja, da sagst du tatsächlich was, weil gerade in meiner Branche gibt es sehr viele Möglichkeiten und Kundinnen von mir machen ja zum Beispiel sowas wie live Zoom-Onlinekurse. Die gehen dann über sechs Wochen oder vier Wochen oder zwölf Wochen, was weiß ich, mit einer kleinen Aufzeichnung. Oder es gibt Membership-Programme mit Aufzeichnungen oder kleinen Videos. Das sind auch Onlinekurse. Oder es gibt wirklich begleitete kleine Kurse zu irgendwelchen Themen, sagen wir mal Ayurveda oder irgendwelche besonderen schmerztherapeutischen Geschichten oder was auch immer. Also da kann man schon viel machen. Und es muss nicht immer dieser vor aufgezeichnete Kurs sein, der dann bis in alle Ewigkeiten genauso verkauft wird. Es gibt so viele Mischmodelle, aber das ist in deiner Arbeit ja sowieso alles noch viel besser ersichtlich, was man da machen kann mit live und aufgezeichnet und kurz und lang und so weiter. Also da halt auch ein bisschen kreativ werden und wirklich auch schauen, ich muss nicht mein komplettes Wissen mein ganzes Leben in einen Onlinekurs packen. Das möchte wahrscheinlich niemand haben und das ist auch überfordernd. Das ist ja auch wichtig bei deiner Arbeit, dieses didaktische. Was kann ich mir herauspicken, was für meine Arbeit würde vielleicht online funktionieren? Katharina Grad: Ja, auf jeden Fall. Und da einfach auch sich den Freiraum zu nehmen, einfach da so ein bisschen kreativ zu werden und zu sagen, habe ich vielleicht so noch nicht gesehen, könnte ich mir aber gut vorstellen. Ich spreche das vielleicht mit jemand durch und probier es trotzdem. Weil das ist das was ich immer wieder feststelle die meisten haben gar nicht auf dem Schirm, was du mit Onlinekursen alles machen kannst, sondern da sind dann meistens nur diese großen Signature-Programme im Kopf, wo du über sechs Monate lang einfach nur zig Videos anschaust, aber dass es da drumherum noch so viel mehr gibt, das dürfen gerne sehr viel mehr Leute einfach auch erfahren. Du arbeitest ja mit Yoga-Lehrerinnen, die ihr Business aufbauen wollen. Inwiefern hilft dir dein eigener Kurs dabei? Also, was macht er möglich, was ohne diesen Kurs nicht möglich war? Antonia Reinhard: Also, um das noch mal auf diese schöne Seite von Onlinekursen zu schauen, also erstmal macht es möglich, dass ich überhaupt die große Menge von Menschen parallel begleiten kann und es sind eben auch ganz viele in meinen Kursen, die berufstätig sind oder junge Eltern sind. Das heißt, die profitieren massiv davon, dass alles in so ganz kleinen Videos ist teilweise fünf Minuten Videos oder drunter genau so unterteilt, so Häppchen damit man wirklich auf das Thema draufklickt, sich die eine Information rausholt. Das ist mir total wichtig, dass ich keine 30 Minuten Videos gucken muss, um die Information zu finden. Was auch ganz, ganz wichtig ist der Aspekt, gerade wenn die Frauen rein starten in die Selbstständigkeit, ist, dass sie sich dort miteinander vernetzen können. Also, da sind Freundschaften entstanden, da sind Kooperationen entstanden, da ist ganz viel Austausch. Wenn wir einen Gruppencall machen, dann kommt die Frage zu mir, ich sage was dazu, ich gebe das in den Raum. Also, die unterstützen sich so toll und das gäbe es ja gar nicht, wenn ich mit jeder Einzelnen im 1:1 arbeiten würde. Also, auch das ist wirklich mega schön und wertvoll. Und das hätten wir niemals, ich hätte niemals so tolle Frauen kennengelernt, wenn ich nicht diese Kurse hätte. Und gleichzeitig freue ich mich halt auch, dass ich auch wieder anderen Menschen aus meiner Branche die Möglichkeit geben kann, ihre Arbeit zu teilen, indem ich sie zum Beispiel zu Zusatzworkshops oder ähnlichem einlade. Also, es ist irgendwie so ein ganz tolles Geben und Nehmen miteinander und so ganz angenehm. Katharina Grad: Ja, ganz toller Austausch in dem Onlinekurs. Das finde ich ein sehr, sehr schönes Beispiel dafür, dass ein Onlinekurs, ein guter Onlinekurs so viel mehr ist als einfach nur Wissen, einfach nur Informationen weiterzugeben, sowohl für die Teilnehmenden als auch für dich als Anbieterin, sondern dass da wirklich so eine unterstützende, begleitende Atmosphäre entstehen kann, wenn es gut gemacht ist, die dann auch alle so trägt und alles auch so beflügelt und wahrscheinlich auch alle so durch diese Phase, diese Gründungsphase gut durchträgt. Total schön, dass das mit deinem Kurs so möglich ist. Wenn jetzt jemand gerne mehr über dein Angebot und deinen Onlinekurs wissen möchte, für wen ist der Kurs geeignet und welche Voraussetzungen gibt es vielleicht, die ich mitbringen sollte, wenn ich sage, okay, was würde ich gerne machen? Antonia Reinhard: Ja, schön. Also, meine Arbeit ist zu finden unter antoniareinhard.de oder ansonsten Instagram und Podcast alles unter Yoga als Beruf und für den Yoga Business Basics Kurs ist es eigentlich nur wichtig, dass du schon ein Yoga Ausbildungszertifikat hast oder vielleicht auch noch in der Ausbildung bist. Genau. Es geht aber auch genauso, wenn du schon seit ein paar Jahren unterrichtest. Momentan machen sechs oder sieben Frauen parallel sogar Studios in dem Kurs, also auch wenn du schon deutlich weiter bist. Genau, begleite ich dich da super gerne. Genau, mein anderer Kurs mit dem Leadership Circle ist wirklich für diejenigen, die zum Beispiel eigene Ausbildungen haben oder Studios. Das heißt, die haben dann so Leadership-Probleme im Sinne von Team und Grenzen und so weiter. Kommunikation, also ganz anderes Thema. Ja, und weitere Voraussetzungen braucht es eigentlich nicht. Du kannst dich jederzeit auf die Warteliste eintragen oder komm einfach auf meinen Newsletter. Schau dir das einfach alles mal an. Lerne die Welt von Yoga als Beruf kennen. Ich würde mich sehr freuen. Danke, Katharina. Katharina Grad: Vielen lieben Dank dir, Antonia, dass du heute hier im Podcast zu Besuch warst, uns mitgenommen hast hinter die Kulissen von deinem Onlinekurs und mit mir über dieses spannende Thema gesprochen hast. Wann ist so ein Onlinekurs eigentlich eine gute Idee und wann nicht? Und wie kann ich das einfach auch für mich dann in meinem eigenen Unternehmen integrieren? In meinem Podcast ist es so, dass meine Gäste immer das Schlusswort haben und dafür habe ich noch eine Frage für dich mitgebracht. Was ist so die eine Sache, die du unseren Hörerinnen gerne für ihren eigenen Onlinekurs mit auf den Weg geben möchtest? Antonia Reinhard: Was ich ja einer Person mitgeben möchte, die wirklich Lust auf einen Onlinekurs hat, ist die Frage: Was bewegt dich wirklich in deinem Leben? Was, über was möchtest du stundenlang reden? Was ist wirklich dein Leidenschaftsthema? Worüber weißt du total viel? Worin vergräbst du dich wirklich und macht daraus einen Onlinekurs und nicht aus irgendeinem Thema, wo du denkst, das ist jetzt gerade ein Trend, da springe ich jetzt mal eben drauf aus, weil das eben kein Selbstläufer zwangsläufig ist und Menschen das auch sehr, sehr schnell merken, wenn wir uns ein Thema von außen gegriffen haben oder ob wir ein Thema von innen durchdrungen haben. Und das ist für mich eine ganz wichtige Unterscheidung. Und wenn wir das tief durchdrungen haben und da wirklich eine Leidenschaft für haben, dann ist das auf jeden Fall ein ganz wichtiger Baustein für Erfolg. Katharina Grad: Das war's wieder für heute. Schön, dass du mich hier in der Onlinekurs-Manufaktur besucht hast. Wenn dir diese Podcast-Folge weitergeholfen hat, dann würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du mir eine 5-Sterne-Bewertung darlässt und meinen Podcast weiterempfehlst. Wir hören uns dann einfach nächstes Mal wieder, wenn es wieder heißt: Herzlich willkommen in der Onlinekurs-Manufaktur.