Unser neuer Podcast bringt Innovation auf den Punkt: Präzision, Power und echter Fortschritt für Ihre Produktion. Erleben Sie, wie moderne Dreh- und Fräsmaschinen neue Maßstäbe setzen und Effizienz neu definieren.
Kurz, inspirierend und voller Aha-Momente – jetzt reinhören!
Kurz, inspirierend und voller Aha-Momente – jetzt reinhören!
In dieser Episode sprechen wir über den Auftritt von EMCO auf der Intertool Messe 2026. Im Mittelpunkt stehen Gespräche am Stand, aktuelle Trends in der Zerspanung, Innovationen im Bereich der Werkzeugmaschinen sowie Eindrücke direkt vom Messegeschehen.
Eine erste Folge, die bewusst als Test gedacht ist – unkompliziert, authentisch und aus Neugier entstanden. Wir freuen uns sehr über euer Feedback, denn es hilft uns, das Format weiterzuentwickeln und zukünftige Episoden noch besser zu gestalten!
Schreibt uns doch ein E-Mail an podcasts@emco-world.com!
Transkript
Marine Gericke: Willkommen zu allerersten Episoden unseres Podcasts EMCO Talk & Technik. Ich bin Marine Gericke, Marketingassistentin bei EMCO und ich freue mich sehr, euch hier durch diesen Podcast zu begleiten. Kleiner Hinweis vorab, das ist hier unsere erste Folge, also bitte ein bisschen wohlwollen, falls noch nicht alles perfekt läuft. Wir geben unsere Bestens versprochen. Und jetzt viel Spaß beim Zuhören!
So, EMCO, EMCO, EMCO… Hum, wer sind wir eigentlich? Also für alle, die uns noch nicht richtig kennen, wir sind EMCO, ein Unternehmen im Maschinenbau, spezialisiert auf Fräs und Drehmaschinen. Präzision, Qualität und ein bisschen Innovationsobsession gehören bei uns einfach dazu. In diesem ersten Episode nehmen wir euch mit hinter die Kulisse der Intertool Messe, die letzte Woche stattgefunden hat in Wels, in Österreich.
Gemeinsam mit unserem CSO schauen wir uns heute an, welche Trends und Technologien durch die Bühne übernommen haben und was das Ganze eigentlich für die Industrie bedeutet. Ihr bekommt heute Einblicke in genau die Themen, die uns jeden Tag antreiben. Und in die spannende Frage, wie unsere Maschinen nicht nur den aktuellen Stand der Dinge ein bisschen besser machen, sondern wirklich aktiv die Zukunft der Fertigung mitgestalten.
So, lange Rede, kurzer Sinn. Schön, dass ihr alle dabei seid. Ich freue mich, wirklich darauf, diese Reise gemeinsam mit euch zu starten. Und jetzt darf ich ganz besonderes unsere CSO Herr Weinkogl hier im Studio begrüßen. Guten Tag, Herr Weinkogl!
Jörg Weinkogl: Guten Tag Frau Gericke.
Marine Gericke: Es freut mich sehr, Sie als erster Interviewpartner bei unserem neuen Podcast begrüßen zu dürfen. Wie geht es Ihnen?
Jörg Weinkogl: Ja, vielen Dank, Frau Gericke, für die Möglichkeit, heute hier als erster Studiogast zu sein. Mich präsentieren zu dürfen. Wie geht es mir? Ich bin etwas müde nach einer anstrengenden Messewoche aber ich bin voller Energie geladen nach dem tollen Feedback und nach der tollen Zeit, die wir in den letzten Wochen gemeinsam verbringen durften.
Marine Gericke: Ja verstehe ich. Mir geht es nicht anders. Als Marketingassistentin, wir durften auch viel organisieren und die Messe war voller.. ja, wie kann ich da sagen, Einblicke und Gespräche, und das war schon sehr intensiv aber positiv.
Jörg Weinkogl: Es war Ihre erste Messe für die EMCO. Wie war es für Sie?
Marine Gericke: Für mich war es sehr interessant. Ich habe auch sehr viel dazu gelernt, verschiedene Firmen auch entdeckt und einfach zu sehen wie EMCO dasteht mit so einem großen Stand. Wir waren auch schon sehr präsent und das hat schon Spaß gemacht.
Jörg Weinkogl: Sie haben es gerade erwähnt Frau Gericke, wir haben ja uns bewusst entschlossen, dass wir auf diese Messe gehen mit einem großen Portfolio an Maschinen. Das heißt, wir wollten ja unsere gesamte Kompetenz zeigen dort. Das heißt, von Drehen über Fräsmaschinen kombinierte Produkte im Bereich der Digitalisierung, Automatisierung, neue Produkte zeigen, war höchst spannend. Und ich glaube, für uns beide eine ganz interessante Woche voller toller Eindrücke die wir mitnehmen durften und wirklich toller Gespräche auch mit Kunden, Mitbewerber, Lieferanten, war absolut aufregende Zeit.
Marine Gericke: Das stimmt. Stimmt. Ja, das ist, das war wirklich eine gute Erfahrung. Genau. Und ja, jetzt heute mit dem Podcast. Also bevor wir in den heutigen Themen starten weil Sie fragen sich bestimmt, wow, jetzt ein Podcast bei EMCO. Warum auf einmal? Kurz erklären, wie diese Idee für uns entstanden ist: Wir sind ständig im Austausch mit Kunden, mit Partnern und wir suchen eigentlich immer neue Wege, Dinge etwas persönlicher und direkter zu erzählen. Irgendwann kann man den Gedanken, warum nicht einen Podcast? Das bedeutet einfach weniger Präsentation, weniger PowerPoint, mehr echte Gespräche und etwas natürlich, was man auch nebenbei hören kann. Und ganz ehrlich, Podcasts sind wirklich perfekt dafür. Man kann das auch im Auto, beim Kochen, beim Wäsche waschen und ja, angeblich sogar unter der Dusche. Wir nennen das: Weiterbildung im Wasserfestmodus. 😊 Ja, und wie gesagt, je mehr wir darüber gesprochen haben, desto klarer wurde es. Die Idee kommt richtig gut an. Wir fanden es spannend, mal hinter die Kulisse von EMCO, unserer Branche und den Menschen dahinter zu schauen. Und so ist EMCO Talk & Technik entstanden. Herr Weinkogl, jetzt mal direkt gefragt, was erhoffen sie sich vor dem Format also für unsere Zuhörer aber auch für uns als Unternehmen?
Jörg Weinkogl: Ich glaube, Sie haben zwar wichtige Punkte schon angesprochen. Wichtig ist mal natürlich, neben der ganzen Technik auch mal die Menschen im Hintergrund zu zeigen, zu hören, dem ganzen Technoiden Dass bei uns natürlich im täglichen Geschäft im Vordergrund steht, auch ein bisschen Eindrücke zu geben. Wer sind die Menschen dahinter? Um was geht es dahinter? Ganz ein wichtiger Punkt. Wir haben als Unternehmen jetzt nicht nur die Verantwortung, dass wir Prozesse optimieren und den Kunden dementsprechend natürlich Benefits bieten, sondern wir sind ja auch Arbeitgeber und haben natürlich eine gewisse Verantwortung für Menschen, die bei uns tätig sind.
Marine Gericke: Ja, das stimmt und es ist auch eine Art Modernität, würde ich auch sagen, also weil, wie gesagt, das gab es vorher noch nie und mit Website und Social Medien, ich finde so, heutzutage sollte man da auch ein bisschen sich anpassen und mit Podcast, das ist, denke ich eine gute Lösung erstmal.
Jörg Weinkogl: Also ich denke, wir müssen ja auch uns immer ständig weiterentwickeln und neu erfinden. Die einen oder anderen, die uns ja verfolgen auf Social Media, haben ja festgestellt, dass wir auch Partnerschaften eingegangen sind im Bereich von YouTube mit Influencern etc. Das haben wir bewusst gewählt, weil wir natürlich auch einen anderen Zugang zu anderen Kerngruppen schaffen wollen. Und der Podcast ist so die nächste Steigerungsstufe, wo wir sagen, Wir wollen etwas anderes, neue Kundenkreise erschließen, neue Zuhörer gewinnen und natürlich auch von dem Co begeistern.
Marine Gericke: Das stimmt, ja. Wir sind mal gespannt! Dann können wir direkt loslegen mit den Fragen. Also, erste Frage, Herr Weinkogl, was war für Sie das Highlight der Intertool 2026?
Jörg Weinkogl: Also wir haben schon darüber gesprochen. Grundsätzlich das Highlight der Intertool war natürlich, dass wir den Kunden zeigen durften, dass wir im Bereich der Maschinen uns sehr stark weiterentwickelt haben. Die EMCO kommt ja aus einem Bereich, wo sie sehr bekannt ist aus den Schulungsmaschinen und Drehmaschinenbereich. Mittlerweile umfasst das Portfolio wirklich von der einfachen Drehmaschine bis zum hochkomplexen Drehfräszentrum. So ziemlich alles, was es am Markt momentan gibt, technologisch. Was den wenigsten Kunden auch bewusst ist, dass die EMCO mittlerweile durch eine kluge Partnerschaft mit der Automation Express im Bereich der Automatisierung ganz stark aufgeholt hat. Das heißt auch hier, wir können jede Maschine die wir aktuell im Portfolio haben, auch automatisieren. Und natürlich, was wir immer mehr merken, ist die gesamtheitliche Lösung, die der Kunde anstrebt oder sich wünscht Also diesen sogenannten One-Stop-Shop, also alles aus einer Hand zu bekommen. Das ist etwas, was wir als EMCO, Schritt für Schritt weiterverfolgen und wir auf einem guten Weg sind, dass wir wirklich dieser One-Stop-Shop in Zukunft für unsere Kunden und potenziellen neuen Kunden werden können. Das war einfach das spannende Thema, was wir in letzten Jahren erreicht haben, gemeinsam als Team, jetzt auch schon den Kunden und potenziellen neuen Kunden zeigen zu können. Das war für mich definitiv das Highlight, zu zeigen die weite Entwicklung des Unternehmens vom Maschinenhersteller zum Lösungsanbieter.
Marine Gericke: Ja, und bei der Intertool war auch die neue Maschine, die EM1100.. Wo ist diese Maschine eigentlich produziert worden?
Jörg Weinkogl: Ja, das ist eine sehr gute Frage Frau Gericke. Bei der EM1100 muss man wissen, was ist das für eine Maschine. Also die EM1100 ist eine dreiachsige Fräsmaschine. Natürlich als europäischer Hersteller geht man in die Richtung Lösung und Technologie. Man versucht immer komplexere Maschinen an den Markt zu bringen, weil die Bedürfnisse sich verändern. Man darf aber nicht ganz aus Acht lassen, dass es einen großen Bedarf an Werkzeugmaschinen gibt im unteren Komplexitätsbereich. Und da haben wir als EMCO festgestellt, in den letzten Jahren haben wir uns ein bisschen von den Kunden wegentwickelt, die den Bedarf an diesen Maschinen haben. Und mit der UT50, die wir letztes Jahr auf der EMO präsentiert haben, haben die erste neue Einstiegsmaschine im Bereich. Des Drehens den Markt gebracht, die bei uns in Hallein gebaut wird und haben einfach gesagt Okay, wir brauchen auch ein Gegenstück im Fräsbereich. Und wir haben nach langen Überlegungen festgestellt, dass es diese Art der Maschinen in Europa kaum noch gibt, also von europäischen Herstellern in Europa produziert. Und durch eine sehr gute Partnerschaft im asiatischen Bereich, sprich im chinesischen Bereich, sind wir jetzt auch in der Lage, dass wir da wieder Maschinen-Segment anbieten können zu EMCO-Qualität mit EMCO-Lieferanten, aber zu einem deutlich interessanteren Preis wie bisher. Und das ist die Maschine, die wir zeigen. Also für die Frage, wo kommt die Maschine her? Die Maschine kommt aus China.
Marine Gericke: Okay. Und während der Messe wurde das schon angesprochen mit potenziellen Kunden? Was waren die Reaktionen oder Rückmeldungen dazu? War das ein bisschen so ängstlich oder ganz im Gegenteil interessant?
Jörg Weinkogl: Also es ist tatsächlich so, Frau Gericke, dass intern das, glaube ich, mehr diskutiert worden ist, ob der Akzeptanz am Markt da ist für China-Produkte oder nicht. Wir durften feststellen, dass... die Qualität, die Verarbeitung der Maschine, die wir gezeigt haben, für sich gesprochen hat. Das heißt, der Kunde, der dort war, der sich für das Produkt interessiert hat, der das Produkt gesehen hat, der es live erfahren durfte der die Zersparenleistung gesehen hat, der war am Ende des Tages sehr positiv überrascht und angesprochen auf das Thema, dass die Maschine nicht mehr aus Europa kommt, war das klare Feedback, ja, es ist leider so, das ist der Lauf der Dinge. Dieses Maschinensegment wird nun mal aus Asien in Zukunft abgedeckt werden.
Marine Gericke: Es war für mich auch so, für mich das absolute Highlight war, eben unsere Maschinen live in Aktion zu sehen. Und das war einfach für mich sehr beeindruckend und auch was mir gefällt, also auf jeden Fall beeindruckt hat, das ist zu sehen wie viel Aufmerksamkeit sie bei den Besuchern auch erzeugt hat.
Jörg Weinkogl: Stimmt ja. Und das ist wieder etwas, was ja ursprünglich auch mal der Hintergedanke war, der Bedarf an solcher Technologie ist nach wie vor gegeben. Auch wenn wir uns als EMCO weiterentwickeln in komplexere Maschinen, Fünfachsmaschinen automatisierte Lösungen, gibt es nach wie vor auch einen Bedarf im Einstiegssegment, was mit der Maschine perfekt abgedeckt wird.
Marine Gericke: Und wie würden Sie die Bedeutung der Intertool-Messe für unsere Branche beschreiben?
Jörg Weinkogl: Global gesehen absolut unwichtig, aber regional und für den Österreicher extrem wichtig. Also meine erste Messe, die ich selbst verfolgen durfte, das ist jetzt mittlerweile knapp 24 Jahre zurück, war eben auch die Intertool-Messe in Wien zu damaligem Zeitpunkt wie gesagt noch in Wien, jetzt ist sie ja mittlerweile in Wels. Die Messe hat sich etwas verändert, das Publikum Zielpublikum hat sich geändert, das darf man nicht vergessen.
Marine Gericke: Okay ja ich finde es persönlich immer wieder spannend, wie viele neue Kontakte man auf so eine Messe knüpfen kann und wie wertvoll es ist, direkt mit Besuchern ins Gespräch zu kommen.. Man merkt einfach mal schnell, ein gutes Gespräch entsetzt manchmal zehn E-Mails und das zeigt auch ganz klar, wie wichtig es ist, als führende Anbieter sichtbar zu bleiben und die Trends der Branche aktiv mitzugestalten. Was hat uns als Unternehmen von anderen Ausstellern auf der Messe abgehoben?
Jörg Weinkogl: Also ich glaube, der große Unterschied von der EMCO zu anderen Ausstellern in unserer Branche ist einfach dieser regionale Bezug. Also wenn du jetzt natürlich die Werkzeugmaschinenbranche und da speziell im Zersparenbereich siehst, da gibt es ja in Österreich kaum noch wirklich namens... Soll ich sagen, namhafte Hersteller. Also die EMCO ist da sicherlich noch eine Perle im Bereich der Zersparnis-Technik in Österreich und das hebt uns schon mal grundsätzlich ab und natürlich die Breite die wir haben mit den installierten Maschinen auch am Feld und so weiter Also die EMCO ist definitiv Gott sei Dank und da sind wir sehr stolz drauf. Der Platz hier in Österreich in der Werkzeugmaschinenbaubranche und das hebt uns mal schon alleine von der Positionierung ganz anders ab vom vielen Mitbewerben.
Marine Gericke: Was man nicht so vergessen soll, ist auch die Standgröße natürlich. Das war natürlich nicht wenig. Und für mich persönlich, ich fand auch unsere Team.. also wir haben nicht einfach unsere Maschine hingestellt, sondern wirklich als Team funktioniert. Jeder hat mit angepackt Technik, Vertrieb, Marketing, alle zusammen. Man hat richtig bemerkt, wie gut das Zusammenspiel funktioniert hat. Es war fast so, als hätten wir den Stand gemeinsam aufgebaut. Okay, das haben wir auch gemacht, aber am Ende, genau, das war unser Erfolgsfaktor. 😊 Also nicht nur die Maschinen, sondern die Leute dahinter.
Jörg Weinkogl: Das war das Schöne auch für mich persönlich. Dieses Gefühl jetzt zu sehen dass das Teamwork funktioniert, dass unterschiedliche Leute von unterschiedlichen Abteilungen sich perfekt ergänzt und unterstützt haben, das zu sehen war definitiv jetzt für mich persönlich, jetzt abseits vom Geschäftlichen eigentlich das...Der schönste Moment der Messe, wenn wir gesehen haben, dass man gemeinsam lacht, auch in stressigen Situationen und wenn Dinge nicht so hundertprozentig funktioniert haben, dass wir sich gegenseitig unterstützt haben. Das macht mich ein bisschen stolz dass ich Teil von diesem Team sein darf und das mitformen durfte bisher. Das war für mich persönlich das Highlight dieser Messe.
Marine Gericke: Das stimmt, ja. Stimmt. Kann ich nur zustimmen. Gab es besondere Herausforderungen bei der Vorbereitung der Messe?
Jörg Weinkogl: Ich glaube Frau Gericke da können Sie sogar ein bisschen mehr sagen wie ich, weil Sie sind ja der Hauptorganisator gewesen der Messe. Also ich glaube, Sie kennen da alle Dinge im Detail, aber grundsätzlich, Sie kennen mich ja, ich mache Ihr Leben ja auch nicht mehr einfach mit schnellen Ideen mit Last-Minute-Entscheidungen. Also ich glaube, da gibt es viele Herausforderungen die vom Jörg Weinkogl kommen an Sie mit Dingen, die schnell umgesetzt werden möchten, mit neuen Ideen. Ich glaube, das ist einmal eine Herausforderung für Sie gewesen. Und natürlich die Logistik was immer wieder passiert. Sie kennen es selber, es wird etwas vergessen, wird nicht mitgeschickt. Solche Dinge sind sicherlich. Immer wieder Herausforderungen, aber jetzt nicht unbedingt speziell nur für die Intertor-Leser.
Marine Gericke: Ja, ich bin auch Ihrer Meinung. Ich glaube, wie gesagt, das war meine erste Messe aber ich glaube, auf jede Messe gibt es Herausforderungen, weil sonst wäre es sehr langweilig. In der Größe zumindest von unserer Standgröße zu organisieren, das ist definitiv kein Selbstläufer. Meine Kollegin, Frau Marschall und ich, wir haben uns vor allem um die Gesamtorganisation gekümmert, für den Standbau, haben echte Profis dazu geholt und die größte Challenge war eigentlich ganz einfach, aber für mich auch entscheidend: alles muss rechtzeitig, wie Sie gesagt haben, rechtzeitig und in einwandfreiem Zustand auf die Messe ankommen und das war ... Schon ein kleiner Balanceakt, muss man sagen. Aber ja, am Ende war wirklich eine starke Teamleistung und dank einer guten Planung und viel Abstimmung hat alles super gut funktioniert, und stand pünktlich und reibungslos da.
Jörg Weinkogl: Viele sehen ja bei so einer Messe immer nur diese vier Tage dort vor Ort. Aber wie viele Wochen da vorbereiten? Davor nötig sind, aus den Bereichen Anwendungstechnik Logistik Marketing, Vertriebsinnendienst. Wie gesagt, das ist extrem viel und intensive Arbeit im Vorfeld für vier Tage, wo wir dann dort wirklich uns den Kunden präsentieren dürfen und wie gesagt, muss ich sagen, war diesmal wirklich schön zuzusehen wie dieses junge, dynamische Team mit wenig Erfahrung oftmals in gewissen Bereichen, das sich so super ergänzt hat.
Marine Gericke: Ja, danke. Ja, wie hat sich die Messe auf unsere Zukunftsperspektiven und das Unternehmen insgesamt ausgewirkt?
Jörg Weinkogl: Also ich traue mir zu behaupten, dass wir einen sehr positiven Messeauftritt hatten, dass wir sehr positiv wahrgenommen wurden. Das haben wir auch, wie gesagt, aus Feedback bekommen. Wir haben sehr tolle Gespräche geführt, auch mit Kunden, wo wir bis jetzt vielleicht nicht ganz so im Fokus gestanden sind, aufgrund von unserer Strategie bisher. Was hat sich geändert seit der Messe oder in den letzten Monaten und Jahren? Also wie gesagt, es hat sich der Anspruch an uns selbst geändert. Natürlich, wir wollen nicht ganz vergessen, wo wir herkommen. Wir wollen unsere Bestandskunden und bestehenden Kunden auf keinen Fall verlieren Wir müssen mit denen gemeinsam uns weiterentwickeln. Und was wir natürlich gelernt haben, ist, wir sind noch lange nicht dort, wo wir hinwollen. Also wir haben noch sehr sehr sehr einen weiten Weg zu gehen. Aber grundsätzlich zeigt es uns, dass wir die richtigen Dinge angegangen sind, dass wir bei den richtigen Dingen den Fokus gelegt haben. Und natürlich haben wir sehr viel mitgenommen an konstruktiver Kritik auch von unseren Lieferanten, Mitbewerbern, aber auch natürlich von den Kunden, die gesagt haben, okay, da und dort. Da müsst ihr euch noch verbessern, da habt ihr noch was. Wie gesagt, das nehme ich mal sicherlich mit. Also tolle Gespräche, konstruktive Kritik und wie gesagt, diesen Team Spirit, den ich gerne da, wie gesagt, weiter forcieren würde.
Marine Gericke: Genau und das zeigt auch eigentlich ziemlich gut, wie stark wir auf die Bedürfnisse der Branche eingehen. Ich würde sagen, in Frankreich ist das ein bisschen wie beim Kochen ein perfektes Soufflé. Wir haben die besten Zutaten, die tollen Maschinen, Innovationen aber entscheidend ist am Ende das Timing und das Zusammenspiel.
Jörg Weinkogl: Vielleicht auch nochmal ergänzend dazu, also ich glaube auch ein Unternehmen wie die EMCO ist, wir haben jetzt knapp 700 Mitarbeiter, wir haben diese drei Produktionsstandorte. Nichtsdestotrotz die Welt ist ja sehr komplex geworden, wo du verschiedene Spielfelder bedienen musst und das wäre naiv zu glauben, dass die EMCO das alles alleine kann. Das ist definitiv nicht so, weil es ist einfach, es dreht sich nicht nur um... Nicht von Drehmaschinen, es geht sehr viel im Bereich der Digitalisierung, Steuerungstechnik Anwendungstechnik, Spannmittel, Werkzeugtechnologien ändern sich laufend ständig weiter und das schaffst du eben auch nur mit Partnerschaften und da muss ich auch nochmal sagen, wir haben wirklich tolle Partner mittlerweile, die uns da unterstützen, wo wir uns gemeinsam weiterentwickeln und das ist auch so etwas, was ich von der Messe mitnehme, wir können extrem viel auch von unseren Partnern lernen Ja, auch das hat sehr gut gepasst und war wirklich schön zu sehen.
Marine Gericke: Das stimmt. Und welche neuen Technologien oder vielleicht Trends eventuell haben Sie auf der Messe entdeckt, die für unser Unternehmen interessant sein könnten?
Jörg Weinkogl: Also definitiv natürlich das Thema Automatisierung wird immer wichtiger, wobei natürlich die Stückzahlen immer geringer werden, auch in der Automatisierung. Das heißt, Losgröße 1 ist so das große Stichwort. Also eine automatisierte Maschine aber nicht. Mit immer wiederkehrend gleichen Bauteilen, sicher große Herausforderung Dann natürlich das Thema... Der Digitalisierung, also gerade Arbeitsvorbereitung, wie kannst du Maschinen effizienter machen, wie kannst du sie mehr für die Fertigung nutzen, wie kannst du Stillstandszeiten reduzieren. Ganz ein wichtiger Punkt, wo es auch mittlerweile sehr, sehr viele verschiedene Ansätze gibt, beginnend bei dem digitalen Zwilling natürlich oder wie bei uns das Produkt Check It Before. Ein wichtiges Produkt ist, dass es es schon über zehn Jahre gibt übrigens bei Denko. In dem Bereich definitiv da sieht man die großen Weiterentwicklungen. Und das wird man auch bei der EMCO in den nächsten Monaten und Jahren sehen. Wir werden uns kontinuierlich weiterentwickeln. Wir werden natürlich als Maschinenhersteller den Fokus ganz klar auf der Werkzeugmaschine haben. Aber ich denke, wir werden mit den ein oder anderen neuen Themen auch wieder auf der AMB im September punkten und überraschen können, wo wir uns dann noch einmal weiter fokussieren in dem Bereich der Automatisierung und Digitalisierung.
Marine Gericke: Ja, das klingt genau nach dem richtigen Input für die nächste Runde Innovation bei uns. Wie wichtig ist es, als Unternehmer auf internationalen Messen präsent zu sein?
Jörg Weinkogl: Auch das ist eine gute Frage Frau Gericke. Wir hatten ja zur gleichen Zeit wie die Intertool war ja die sehr, sehr wichtige Messe in China. Also das ist ja neben der EMO bzw. IMTS im amerikanischen Raum die größte Messe die CCMT die gerade in Shanghai stattgefunden hat, zum gleichen Zeitpunkt wie die Intertool. Und auch dort merkt man natürlich eine gewisse globale Verschiebung im Bereich der Werkzeugmaschinen. Nichtsdestotrotz ist es also diese ganze Thematik dass man global aufgestellt ist, ist extrem wichtig. Auch unsere Märkte verschieben sich laufend. Märkte und Bedarfe verschieben sich, Branchenfokus verschieben sich. Ich will jetzt nicht das Thema Defense da sehr hervorheben, aber es ist ein bestes Beispiel, das jeder, denke ich, in den Nachrichten liest. Selbst der VW versucht, sich da irgendwo in den Defense-Bereich hineinzubewegen. Wie gesagt, auch da wollen wir uns stärken Also nicht nur jetzt Märkte im Sinne von Kontinent und welches Land sondern märkte auch im Sinne von welche Branchen sind für die interessant
Marine Gericke: Absolut. Und allgemein betrachtet so Messen sind ja perfekt eben Kontakte zu knüpften und direkte Feedback zu bekommen. Aber nach ein paar Stunden merkt man schon, man hat gefühlt mehr Gespräche geführt als Schritte gezählt, weil das definitiv genug für den Tag. Was war die wichtigste Lektion, die wir aus dieser Messe mitnehmen können?
Jörg Weinkogl: Die wichtigste Lektion Ja, Sie haben einen schon angesprochen, Kräfte gut einteilen, eine Messe ist lange, also das ist auch definitiv etwas. Nein, wir müssen einfach offen bleiben, wir dürfen nicht stehen bleiben, wir müssen uns weiterentwickeln, wir müssen auch wirklich nahe bei den Kunden sein, um zu verstehen, wie sich die Bedürfnisse verändern. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Teil der Entwicklung sein, es darf auf keinen Fall so sein, dass der Kunde außen vorsteht, also der Kunde gibt uns die Entwicklung vor, er sagt uns was er möchte. Und natürlich, man muss als Unternehmen heute extrem agil sein. Also diese Agilität in allen Bereichen, das wird der große Schritt zum Erfolg sein. Mir gefällt der Spruch ganz gut, in Zukunft werden nicht die Großen die kleinen Fische fressen sondern die Schnellen die Langsamen. Und die EMCO ist eben ein Unternehmen von der Größe her, von der Komplexität her, die definitiv die Chance in der Geschwindigkeit hat, in der Innovationskraft. Und das ist das, was ich mitnehme, dass ich jetzt besser verstehe auch nach so einer Messe wieder, wo die Stärken unseres Unternehmens gerade sind.
Marine Gericke: Und vielleicht ein kleiner Insider noch, beim nächsten Mal sollten wir bei der Intertool uns eventuell überlegen, nicht direkt neben der Bühne zu stehen, sonst wird unser Stand unfreiwillig zur Live-Lautspecher-show.
Jörg Weinkogl: Ja, da haben Sie auch recht. haben wir auch festgestellt, dass wir immer wieder unsere Maschinen auch mal ein bisschen abschalten mussten. Wir hatten ja tolle Demo-Teile auf den Maschinen, aber wollten ja auch wirklich die Live-Zersparnung präsentieren. Aber natürlich ist es immer, wenn gegenüberliegend gleich die Hauptbühne ist und dort sehr viele Redner auch sind, kommen wir da ein bisschen in Konflikt. Aber es sind die Themen auch, die dort gesprochen wurden. Das sind ja im Prinzip die gleichen Themen, die wir auch angegangen sind. Das ist immer wieder das Thema, wie kann ich meine Produktion agiler abhalten, wie kann ich es digitalisierter machen, wie kann ich den Fachkräftemangel entgegenwirken und wie kann ich natürlich auch in einem Hochpreisland wie Österreich normal als wettbewerbsfähig bleiben. Und ich glaube, das sind ja die großen Themen, die... Unsere Kunden interessieren, aber im Umkehrschluss ja eigentlich für die EMCO mit diesem Produktionsstandort unter anderem in Österreich auch sehr wichtig ist.
Marine Gericke: Genau, das ist sicher. Das stimmt. Und zum Abschluss noch, was dürfen wir als Unternehmen von Ihnen in Zukunft erwarten, insbesondere im Blick auf Innovation und Weiterentwicklung?
Jörg Weinkogl: Ja auch das ist eine gute Frage. Also was Sie von mir persönlich erwarten dürfen, ist vollen Einsatz, mit großem Datendrang an die Sache herangehen, die EMCO weiterzuentwickeln, in die richtige Richtung zu treiben. Und von den Produkten und von der Entwicklung her definitiv wie gesagt, schon erwähnt auf der AMB. Wir werden wieder überraschen Wir werden im Bereich der Digitalisierung etwas sehr Spannendes Neues zeigen. Wir werden aber natürlich auch mit der Automatisierung nicht aufhören Auch dort wie gesagt, die Themen, die wir sagen, Losgröße 1. Als großer Fokus in Kombination mit einer neuen Maschine, die wir zeigen werden, im Drehbereich und auch im Fräsmaschine-Bereich werden wir sicherlich auch die eine oder andere tolle Neuigkeit zeigen dürfen. Also lassen Sie sich überraschen. Tut sich weiterhin viel bei uns. Und wir freuen uns auf alle Fälle, dass wir jetzt mit so einem jungen, dynamischen Team da weitermachen können. Das ist wirklich sehr schön, so zu sehen.
Marine Gericke: Ja, das klingt wirklich sehr vielversprechend auf jeden Fall. Da dürfen wir uns in Zukunft wohl auf einiges an Innovation und Technik freuen. Und das ist natürlich auch richtig stark zu hören, dass EMCO kontinuierlich dann arbeitet, die Grenze der Technologie zu verschieben und unsere Kunden echt in... Mehrwert zu bieten. Vielen Dank, Herr Weinkogl.
Jörg Weinkogl: Frau Gericke vielen Dank.
Schreibt uns doch ein E-Mail an podcasts@emco-world.com!
Transkript
Marine Gericke: Willkommen zu allerersten Episoden unseres Podcasts EMCO Talk & Technik. Ich bin Marine Gericke, Marketingassistentin bei EMCO und ich freue mich sehr, euch hier durch diesen Podcast zu begleiten. Kleiner Hinweis vorab, das ist hier unsere erste Folge, also bitte ein bisschen wohlwollen, falls noch nicht alles perfekt läuft. Wir geben unsere Bestens versprochen. Und jetzt viel Spaß beim Zuhören!
So, EMCO, EMCO, EMCO… Hum, wer sind wir eigentlich? Also für alle, die uns noch nicht richtig kennen, wir sind EMCO, ein Unternehmen im Maschinenbau, spezialisiert auf Fräs und Drehmaschinen. Präzision, Qualität und ein bisschen Innovationsobsession gehören bei uns einfach dazu. In diesem ersten Episode nehmen wir euch mit hinter die Kulisse der Intertool Messe, die letzte Woche stattgefunden hat in Wels, in Österreich.
Gemeinsam mit unserem CSO schauen wir uns heute an, welche Trends und Technologien durch die Bühne übernommen haben und was das Ganze eigentlich für die Industrie bedeutet. Ihr bekommt heute Einblicke in genau die Themen, die uns jeden Tag antreiben. Und in die spannende Frage, wie unsere Maschinen nicht nur den aktuellen Stand der Dinge ein bisschen besser machen, sondern wirklich aktiv die Zukunft der Fertigung mitgestalten.
So, lange Rede, kurzer Sinn. Schön, dass ihr alle dabei seid. Ich freue mich, wirklich darauf, diese Reise gemeinsam mit euch zu starten. Und jetzt darf ich ganz besonderes unsere CSO Herr Weinkogl hier im Studio begrüßen. Guten Tag, Herr Weinkogl!
Jörg Weinkogl: Guten Tag Frau Gericke.
Marine Gericke: Es freut mich sehr, Sie als erster Interviewpartner bei unserem neuen Podcast begrüßen zu dürfen. Wie geht es Ihnen?
Jörg Weinkogl: Ja, vielen Dank, Frau Gericke, für die Möglichkeit, heute hier als erster Studiogast zu sein. Mich präsentieren zu dürfen. Wie geht es mir? Ich bin etwas müde nach einer anstrengenden Messewoche aber ich bin voller Energie geladen nach dem tollen Feedback und nach der tollen Zeit, die wir in den letzten Wochen gemeinsam verbringen durften.
Marine Gericke: Ja verstehe ich. Mir geht es nicht anders. Als Marketingassistentin, wir durften auch viel organisieren und die Messe war voller.. ja, wie kann ich da sagen, Einblicke und Gespräche, und das war schon sehr intensiv aber positiv.
Jörg Weinkogl: Es war Ihre erste Messe für die EMCO. Wie war es für Sie?
Marine Gericke: Für mich war es sehr interessant. Ich habe auch sehr viel dazu gelernt, verschiedene Firmen auch entdeckt und einfach zu sehen wie EMCO dasteht mit so einem großen Stand. Wir waren auch schon sehr präsent und das hat schon Spaß gemacht.
Jörg Weinkogl: Sie haben es gerade erwähnt Frau Gericke, wir haben ja uns bewusst entschlossen, dass wir auf diese Messe gehen mit einem großen Portfolio an Maschinen. Das heißt, wir wollten ja unsere gesamte Kompetenz zeigen dort. Das heißt, von Drehen über Fräsmaschinen kombinierte Produkte im Bereich der Digitalisierung, Automatisierung, neue Produkte zeigen, war höchst spannend. Und ich glaube, für uns beide eine ganz interessante Woche voller toller Eindrücke die wir mitnehmen durften und wirklich toller Gespräche auch mit Kunden, Mitbewerber, Lieferanten, war absolut aufregende Zeit.
Marine Gericke: Das stimmt. Stimmt. Ja, das ist, das war wirklich eine gute Erfahrung. Genau. Und ja, jetzt heute mit dem Podcast. Also bevor wir in den heutigen Themen starten weil Sie fragen sich bestimmt, wow, jetzt ein Podcast bei EMCO. Warum auf einmal? Kurz erklären, wie diese Idee für uns entstanden ist: Wir sind ständig im Austausch mit Kunden, mit Partnern und wir suchen eigentlich immer neue Wege, Dinge etwas persönlicher und direkter zu erzählen. Irgendwann kann man den Gedanken, warum nicht einen Podcast? Das bedeutet einfach weniger Präsentation, weniger PowerPoint, mehr echte Gespräche und etwas natürlich, was man auch nebenbei hören kann. Und ganz ehrlich, Podcasts sind wirklich perfekt dafür. Man kann das auch im Auto, beim Kochen, beim Wäsche waschen und ja, angeblich sogar unter der Dusche. Wir nennen das: Weiterbildung im Wasserfestmodus. 😊 Ja, und wie gesagt, je mehr wir darüber gesprochen haben, desto klarer wurde es. Die Idee kommt richtig gut an. Wir fanden es spannend, mal hinter die Kulisse von EMCO, unserer Branche und den Menschen dahinter zu schauen. Und so ist EMCO Talk & Technik entstanden. Herr Weinkogl, jetzt mal direkt gefragt, was erhoffen sie sich vor dem Format also für unsere Zuhörer aber auch für uns als Unternehmen?
Jörg Weinkogl: Ich glaube, Sie haben zwar wichtige Punkte schon angesprochen. Wichtig ist mal natürlich, neben der ganzen Technik auch mal die Menschen im Hintergrund zu zeigen, zu hören, dem ganzen Technoiden Dass bei uns natürlich im täglichen Geschäft im Vordergrund steht, auch ein bisschen Eindrücke zu geben. Wer sind die Menschen dahinter? Um was geht es dahinter? Ganz ein wichtiger Punkt. Wir haben als Unternehmen jetzt nicht nur die Verantwortung, dass wir Prozesse optimieren und den Kunden dementsprechend natürlich Benefits bieten, sondern wir sind ja auch Arbeitgeber und haben natürlich eine gewisse Verantwortung für Menschen, die bei uns tätig sind.
Marine Gericke: Ja, das stimmt und es ist auch eine Art Modernität, würde ich auch sagen, also weil, wie gesagt, das gab es vorher noch nie und mit Website und Social Medien, ich finde so, heutzutage sollte man da auch ein bisschen sich anpassen und mit Podcast, das ist, denke ich eine gute Lösung erstmal.
Jörg Weinkogl: Also ich denke, wir müssen ja auch uns immer ständig weiterentwickeln und neu erfinden. Die einen oder anderen, die uns ja verfolgen auf Social Media, haben ja festgestellt, dass wir auch Partnerschaften eingegangen sind im Bereich von YouTube mit Influencern etc. Das haben wir bewusst gewählt, weil wir natürlich auch einen anderen Zugang zu anderen Kerngruppen schaffen wollen. Und der Podcast ist so die nächste Steigerungsstufe, wo wir sagen, Wir wollen etwas anderes, neue Kundenkreise erschließen, neue Zuhörer gewinnen und natürlich auch von dem Co begeistern.
Marine Gericke: Das stimmt, ja. Wir sind mal gespannt! Dann können wir direkt loslegen mit den Fragen. Also, erste Frage, Herr Weinkogl, was war für Sie das Highlight der Intertool 2026?
Jörg Weinkogl: Also wir haben schon darüber gesprochen. Grundsätzlich das Highlight der Intertool war natürlich, dass wir den Kunden zeigen durften, dass wir im Bereich der Maschinen uns sehr stark weiterentwickelt haben. Die EMCO kommt ja aus einem Bereich, wo sie sehr bekannt ist aus den Schulungsmaschinen und Drehmaschinenbereich. Mittlerweile umfasst das Portfolio wirklich von der einfachen Drehmaschine bis zum hochkomplexen Drehfräszentrum. So ziemlich alles, was es am Markt momentan gibt, technologisch. Was den wenigsten Kunden auch bewusst ist, dass die EMCO mittlerweile durch eine kluge Partnerschaft mit der Automation Express im Bereich der Automatisierung ganz stark aufgeholt hat. Das heißt auch hier, wir können jede Maschine die wir aktuell im Portfolio haben, auch automatisieren. Und natürlich, was wir immer mehr merken, ist die gesamtheitliche Lösung, die der Kunde anstrebt oder sich wünscht Also diesen sogenannten One-Stop-Shop, also alles aus einer Hand zu bekommen. Das ist etwas, was wir als EMCO, Schritt für Schritt weiterverfolgen und wir auf einem guten Weg sind, dass wir wirklich dieser One-Stop-Shop in Zukunft für unsere Kunden und potenziellen neuen Kunden werden können. Das war einfach das spannende Thema, was wir in letzten Jahren erreicht haben, gemeinsam als Team, jetzt auch schon den Kunden und potenziellen neuen Kunden zeigen zu können. Das war für mich definitiv das Highlight, zu zeigen die weite Entwicklung des Unternehmens vom Maschinenhersteller zum Lösungsanbieter.
Marine Gericke: Ja, und bei der Intertool war auch die neue Maschine, die EM1100.. Wo ist diese Maschine eigentlich produziert worden?
Jörg Weinkogl: Ja, das ist eine sehr gute Frage Frau Gericke. Bei der EM1100 muss man wissen, was ist das für eine Maschine. Also die EM1100 ist eine dreiachsige Fräsmaschine. Natürlich als europäischer Hersteller geht man in die Richtung Lösung und Technologie. Man versucht immer komplexere Maschinen an den Markt zu bringen, weil die Bedürfnisse sich verändern. Man darf aber nicht ganz aus Acht lassen, dass es einen großen Bedarf an Werkzeugmaschinen gibt im unteren Komplexitätsbereich. Und da haben wir als EMCO festgestellt, in den letzten Jahren haben wir uns ein bisschen von den Kunden wegentwickelt, die den Bedarf an diesen Maschinen haben. Und mit der UT50, die wir letztes Jahr auf der EMO präsentiert haben, haben die erste neue Einstiegsmaschine im Bereich. Des Drehens den Markt gebracht, die bei uns in Hallein gebaut wird und haben einfach gesagt Okay, wir brauchen auch ein Gegenstück im Fräsbereich. Und wir haben nach langen Überlegungen festgestellt, dass es diese Art der Maschinen in Europa kaum noch gibt, also von europäischen Herstellern in Europa produziert. Und durch eine sehr gute Partnerschaft im asiatischen Bereich, sprich im chinesischen Bereich, sind wir jetzt auch in der Lage, dass wir da wieder Maschinen-Segment anbieten können zu EMCO-Qualität mit EMCO-Lieferanten, aber zu einem deutlich interessanteren Preis wie bisher. Und das ist die Maschine, die wir zeigen. Also für die Frage, wo kommt die Maschine her? Die Maschine kommt aus China.
Marine Gericke: Okay. Und während der Messe wurde das schon angesprochen mit potenziellen Kunden? Was waren die Reaktionen oder Rückmeldungen dazu? War das ein bisschen so ängstlich oder ganz im Gegenteil interessant?
Jörg Weinkogl: Also es ist tatsächlich so, Frau Gericke, dass intern das, glaube ich, mehr diskutiert worden ist, ob der Akzeptanz am Markt da ist für China-Produkte oder nicht. Wir durften feststellen, dass... die Qualität, die Verarbeitung der Maschine, die wir gezeigt haben, für sich gesprochen hat. Das heißt, der Kunde, der dort war, der sich für das Produkt interessiert hat, der das Produkt gesehen hat, der es live erfahren durfte der die Zersparenleistung gesehen hat, der war am Ende des Tages sehr positiv überrascht und angesprochen auf das Thema, dass die Maschine nicht mehr aus Europa kommt, war das klare Feedback, ja, es ist leider so, das ist der Lauf der Dinge. Dieses Maschinensegment wird nun mal aus Asien in Zukunft abgedeckt werden.
Marine Gericke: Es war für mich auch so, für mich das absolute Highlight war, eben unsere Maschinen live in Aktion zu sehen. Und das war einfach für mich sehr beeindruckend und auch was mir gefällt, also auf jeden Fall beeindruckt hat, das ist zu sehen wie viel Aufmerksamkeit sie bei den Besuchern auch erzeugt hat.
Jörg Weinkogl: Stimmt ja. Und das ist wieder etwas, was ja ursprünglich auch mal der Hintergedanke war, der Bedarf an solcher Technologie ist nach wie vor gegeben. Auch wenn wir uns als EMCO weiterentwickeln in komplexere Maschinen, Fünfachsmaschinen automatisierte Lösungen, gibt es nach wie vor auch einen Bedarf im Einstiegssegment, was mit der Maschine perfekt abgedeckt wird.
Marine Gericke: Und wie würden Sie die Bedeutung der Intertool-Messe für unsere Branche beschreiben?
Jörg Weinkogl: Global gesehen absolut unwichtig, aber regional und für den Österreicher extrem wichtig. Also meine erste Messe, die ich selbst verfolgen durfte, das ist jetzt mittlerweile knapp 24 Jahre zurück, war eben auch die Intertool-Messe in Wien zu damaligem Zeitpunkt wie gesagt noch in Wien, jetzt ist sie ja mittlerweile in Wels. Die Messe hat sich etwas verändert, das Publikum Zielpublikum hat sich geändert, das darf man nicht vergessen.
Marine Gericke: Okay ja ich finde es persönlich immer wieder spannend, wie viele neue Kontakte man auf so eine Messe knüpfen kann und wie wertvoll es ist, direkt mit Besuchern ins Gespräch zu kommen.. Man merkt einfach mal schnell, ein gutes Gespräch entsetzt manchmal zehn E-Mails und das zeigt auch ganz klar, wie wichtig es ist, als führende Anbieter sichtbar zu bleiben und die Trends der Branche aktiv mitzugestalten. Was hat uns als Unternehmen von anderen Ausstellern auf der Messe abgehoben?
Jörg Weinkogl: Also ich glaube, der große Unterschied von der EMCO zu anderen Ausstellern in unserer Branche ist einfach dieser regionale Bezug. Also wenn du jetzt natürlich die Werkzeugmaschinenbranche und da speziell im Zersparenbereich siehst, da gibt es ja in Österreich kaum noch wirklich namens... Soll ich sagen, namhafte Hersteller. Also die EMCO ist da sicherlich noch eine Perle im Bereich der Zersparnis-Technik in Österreich und das hebt uns schon mal grundsätzlich ab und natürlich die Breite die wir haben mit den installierten Maschinen auch am Feld und so weiter Also die EMCO ist definitiv Gott sei Dank und da sind wir sehr stolz drauf. Der Platz hier in Österreich in der Werkzeugmaschinenbaubranche und das hebt uns mal schon alleine von der Positionierung ganz anders ab vom vielen Mitbewerben.
Marine Gericke: Was man nicht so vergessen soll, ist auch die Standgröße natürlich. Das war natürlich nicht wenig. Und für mich persönlich, ich fand auch unsere Team.. also wir haben nicht einfach unsere Maschine hingestellt, sondern wirklich als Team funktioniert. Jeder hat mit angepackt Technik, Vertrieb, Marketing, alle zusammen. Man hat richtig bemerkt, wie gut das Zusammenspiel funktioniert hat. Es war fast so, als hätten wir den Stand gemeinsam aufgebaut. Okay, das haben wir auch gemacht, aber am Ende, genau, das war unser Erfolgsfaktor. 😊 Also nicht nur die Maschinen, sondern die Leute dahinter.
Jörg Weinkogl: Das war das Schöne auch für mich persönlich. Dieses Gefühl jetzt zu sehen dass das Teamwork funktioniert, dass unterschiedliche Leute von unterschiedlichen Abteilungen sich perfekt ergänzt und unterstützt haben, das zu sehen war definitiv jetzt für mich persönlich, jetzt abseits vom Geschäftlichen eigentlich das...Der schönste Moment der Messe, wenn wir gesehen haben, dass man gemeinsam lacht, auch in stressigen Situationen und wenn Dinge nicht so hundertprozentig funktioniert haben, dass wir sich gegenseitig unterstützt haben. Das macht mich ein bisschen stolz dass ich Teil von diesem Team sein darf und das mitformen durfte bisher. Das war für mich persönlich das Highlight dieser Messe.
Marine Gericke: Das stimmt, ja. Stimmt. Kann ich nur zustimmen. Gab es besondere Herausforderungen bei der Vorbereitung der Messe?
Jörg Weinkogl: Ich glaube Frau Gericke da können Sie sogar ein bisschen mehr sagen wie ich, weil Sie sind ja der Hauptorganisator gewesen der Messe. Also ich glaube, Sie kennen da alle Dinge im Detail, aber grundsätzlich, Sie kennen mich ja, ich mache Ihr Leben ja auch nicht mehr einfach mit schnellen Ideen mit Last-Minute-Entscheidungen. Also ich glaube, da gibt es viele Herausforderungen die vom Jörg Weinkogl kommen an Sie mit Dingen, die schnell umgesetzt werden möchten, mit neuen Ideen. Ich glaube, das ist einmal eine Herausforderung für Sie gewesen. Und natürlich die Logistik was immer wieder passiert. Sie kennen es selber, es wird etwas vergessen, wird nicht mitgeschickt. Solche Dinge sind sicherlich. Immer wieder Herausforderungen, aber jetzt nicht unbedingt speziell nur für die Intertor-Leser.
Marine Gericke: Ja, ich bin auch Ihrer Meinung. Ich glaube, wie gesagt, das war meine erste Messe aber ich glaube, auf jede Messe gibt es Herausforderungen, weil sonst wäre es sehr langweilig. In der Größe zumindest von unserer Standgröße zu organisieren, das ist definitiv kein Selbstläufer. Meine Kollegin, Frau Marschall und ich, wir haben uns vor allem um die Gesamtorganisation gekümmert, für den Standbau, haben echte Profis dazu geholt und die größte Challenge war eigentlich ganz einfach, aber für mich auch entscheidend: alles muss rechtzeitig, wie Sie gesagt haben, rechtzeitig und in einwandfreiem Zustand auf die Messe ankommen und das war ... Schon ein kleiner Balanceakt, muss man sagen. Aber ja, am Ende war wirklich eine starke Teamleistung und dank einer guten Planung und viel Abstimmung hat alles super gut funktioniert, und stand pünktlich und reibungslos da.
Jörg Weinkogl: Viele sehen ja bei so einer Messe immer nur diese vier Tage dort vor Ort. Aber wie viele Wochen da vorbereiten? Davor nötig sind, aus den Bereichen Anwendungstechnik Logistik Marketing, Vertriebsinnendienst. Wie gesagt, das ist extrem viel und intensive Arbeit im Vorfeld für vier Tage, wo wir dann dort wirklich uns den Kunden präsentieren dürfen und wie gesagt, muss ich sagen, war diesmal wirklich schön zuzusehen wie dieses junge, dynamische Team mit wenig Erfahrung oftmals in gewissen Bereichen, das sich so super ergänzt hat.
Marine Gericke: Ja, danke. Ja, wie hat sich die Messe auf unsere Zukunftsperspektiven und das Unternehmen insgesamt ausgewirkt?
Jörg Weinkogl: Also ich traue mir zu behaupten, dass wir einen sehr positiven Messeauftritt hatten, dass wir sehr positiv wahrgenommen wurden. Das haben wir auch, wie gesagt, aus Feedback bekommen. Wir haben sehr tolle Gespräche geführt, auch mit Kunden, wo wir bis jetzt vielleicht nicht ganz so im Fokus gestanden sind, aufgrund von unserer Strategie bisher. Was hat sich geändert seit der Messe oder in den letzten Monaten und Jahren? Also wie gesagt, es hat sich der Anspruch an uns selbst geändert. Natürlich, wir wollen nicht ganz vergessen, wo wir herkommen. Wir wollen unsere Bestandskunden und bestehenden Kunden auf keinen Fall verlieren Wir müssen mit denen gemeinsam uns weiterentwickeln. Und was wir natürlich gelernt haben, ist, wir sind noch lange nicht dort, wo wir hinwollen. Also wir haben noch sehr sehr sehr einen weiten Weg zu gehen. Aber grundsätzlich zeigt es uns, dass wir die richtigen Dinge angegangen sind, dass wir bei den richtigen Dingen den Fokus gelegt haben. Und natürlich haben wir sehr viel mitgenommen an konstruktiver Kritik auch von unseren Lieferanten, Mitbewerbern, aber auch natürlich von den Kunden, die gesagt haben, okay, da und dort. Da müsst ihr euch noch verbessern, da habt ihr noch was. Wie gesagt, das nehme ich mal sicherlich mit. Also tolle Gespräche, konstruktive Kritik und wie gesagt, diesen Team Spirit, den ich gerne da, wie gesagt, weiter forcieren würde.
Marine Gericke: Genau und das zeigt auch eigentlich ziemlich gut, wie stark wir auf die Bedürfnisse der Branche eingehen. Ich würde sagen, in Frankreich ist das ein bisschen wie beim Kochen ein perfektes Soufflé. Wir haben die besten Zutaten, die tollen Maschinen, Innovationen aber entscheidend ist am Ende das Timing und das Zusammenspiel.
Jörg Weinkogl: Vielleicht auch nochmal ergänzend dazu, also ich glaube auch ein Unternehmen wie die EMCO ist, wir haben jetzt knapp 700 Mitarbeiter, wir haben diese drei Produktionsstandorte. Nichtsdestotrotz die Welt ist ja sehr komplex geworden, wo du verschiedene Spielfelder bedienen musst und das wäre naiv zu glauben, dass die EMCO das alles alleine kann. Das ist definitiv nicht so, weil es ist einfach, es dreht sich nicht nur um... Nicht von Drehmaschinen, es geht sehr viel im Bereich der Digitalisierung, Steuerungstechnik Anwendungstechnik, Spannmittel, Werkzeugtechnologien ändern sich laufend ständig weiter und das schaffst du eben auch nur mit Partnerschaften und da muss ich auch nochmal sagen, wir haben wirklich tolle Partner mittlerweile, die uns da unterstützen, wo wir uns gemeinsam weiterentwickeln und das ist auch so etwas, was ich von der Messe mitnehme, wir können extrem viel auch von unseren Partnern lernen Ja, auch das hat sehr gut gepasst und war wirklich schön zu sehen.
Marine Gericke: Das stimmt. Und welche neuen Technologien oder vielleicht Trends eventuell haben Sie auf der Messe entdeckt, die für unser Unternehmen interessant sein könnten?
Jörg Weinkogl: Also definitiv natürlich das Thema Automatisierung wird immer wichtiger, wobei natürlich die Stückzahlen immer geringer werden, auch in der Automatisierung. Das heißt, Losgröße 1 ist so das große Stichwort. Also eine automatisierte Maschine aber nicht. Mit immer wiederkehrend gleichen Bauteilen, sicher große Herausforderung Dann natürlich das Thema... Der Digitalisierung, also gerade Arbeitsvorbereitung, wie kannst du Maschinen effizienter machen, wie kannst du sie mehr für die Fertigung nutzen, wie kannst du Stillstandszeiten reduzieren. Ganz ein wichtiger Punkt, wo es auch mittlerweile sehr, sehr viele verschiedene Ansätze gibt, beginnend bei dem digitalen Zwilling natürlich oder wie bei uns das Produkt Check It Before. Ein wichtiges Produkt ist, dass es es schon über zehn Jahre gibt übrigens bei Denko. In dem Bereich definitiv da sieht man die großen Weiterentwicklungen. Und das wird man auch bei der EMCO in den nächsten Monaten und Jahren sehen. Wir werden uns kontinuierlich weiterentwickeln. Wir werden natürlich als Maschinenhersteller den Fokus ganz klar auf der Werkzeugmaschine haben. Aber ich denke, wir werden mit den ein oder anderen neuen Themen auch wieder auf der AMB im September punkten und überraschen können, wo wir uns dann noch einmal weiter fokussieren in dem Bereich der Automatisierung und Digitalisierung.
Marine Gericke: Ja, das klingt genau nach dem richtigen Input für die nächste Runde Innovation bei uns. Wie wichtig ist es, als Unternehmer auf internationalen Messen präsent zu sein?
Jörg Weinkogl: Auch das ist eine gute Frage Frau Gericke. Wir hatten ja zur gleichen Zeit wie die Intertool war ja die sehr, sehr wichtige Messe in China. Also das ist ja neben der EMO bzw. IMTS im amerikanischen Raum die größte Messe die CCMT die gerade in Shanghai stattgefunden hat, zum gleichen Zeitpunkt wie die Intertool. Und auch dort merkt man natürlich eine gewisse globale Verschiebung im Bereich der Werkzeugmaschinen. Nichtsdestotrotz ist es also diese ganze Thematik dass man global aufgestellt ist, ist extrem wichtig. Auch unsere Märkte verschieben sich laufend. Märkte und Bedarfe verschieben sich, Branchenfokus verschieben sich. Ich will jetzt nicht das Thema Defense da sehr hervorheben, aber es ist ein bestes Beispiel, das jeder, denke ich, in den Nachrichten liest. Selbst der VW versucht, sich da irgendwo in den Defense-Bereich hineinzubewegen. Wie gesagt, auch da wollen wir uns stärken Also nicht nur jetzt Märkte im Sinne von Kontinent und welches Land sondern märkte auch im Sinne von welche Branchen sind für die interessant
Marine Gericke: Absolut. Und allgemein betrachtet so Messen sind ja perfekt eben Kontakte zu knüpften und direkte Feedback zu bekommen. Aber nach ein paar Stunden merkt man schon, man hat gefühlt mehr Gespräche geführt als Schritte gezählt, weil das definitiv genug für den Tag. Was war die wichtigste Lektion, die wir aus dieser Messe mitnehmen können?
Jörg Weinkogl: Die wichtigste Lektion Ja, Sie haben einen schon angesprochen, Kräfte gut einteilen, eine Messe ist lange, also das ist auch definitiv etwas. Nein, wir müssen einfach offen bleiben, wir dürfen nicht stehen bleiben, wir müssen uns weiterentwickeln, wir müssen auch wirklich nahe bei den Kunden sein, um zu verstehen, wie sich die Bedürfnisse verändern. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Punkt. Teil der Entwicklung sein, es darf auf keinen Fall so sein, dass der Kunde außen vorsteht, also der Kunde gibt uns die Entwicklung vor, er sagt uns was er möchte. Und natürlich, man muss als Unternehmen heute extrem agil sein. Also diese Agilität in allen Bereichen, das wird der große Schritt zum Erfolg sein. Mir gefällt der Spruch ganz gut, in Zukunft werden nicht die Großen die kleinen Fische fressen sondern die Schnellen die Langsamen. Und die EMCO ist eben ein Unternehmen von der Größe her, von der Komplexität her, die definitiv die Chance in der Geschwindigkeit hat, in der Innovationskraft. Und das ist das, was ich mitnehme, dass ich jetzt besser verstehe auch nach so einer Messe wieder, wo die Stärken unseres Unternehmens gerade sind.
Marine Gericke: Und vielleicht ein kleiner Insider noch, beim nächsten Mal sollten wir bei der Intertool uns eventuell überlegen, nicht direkt neben der Bühne zu stehen, sonst wird unser Stand unfreiwillig zur Live-Lautspecher-show.
Jörg Weinkogl: Ja, da haben Sie auch recht. haben wir auch festgestellt, dass wir immer wieder unsere Maschinen auch mal ein bisschen abschalten mussten. Wir hatten ja tolle Demo-Teile auf den Maschinen, aber wollten ja auch wirklich die Live-Zersparnung präsentieren. Aber natürlich ist es immer, wenn gegenüberliegend gleich die Hauptbühne ist und dort sehr viele Redner auch sind, kommen wir da ein bisschen in Konflikt. Aber es sind die Themen auch, die dort gesprochen wurden. Das sind ja im Prinzip die gleichen Themen, die wir auch angegangen sind. Das ist immer wieder das Thema, wie kann ich meine Produktion agiler abhalten, wie kann ich es digitalisierter machen, wie kann ich den Fachkräftemangel entgegenwirken und wie kann ich natürlich auch in einem Hochpreisland wie Österreich normal als wettbewerbsfähig bleiben. Und ich glaube, das sind ja die großen Themen, die... Unsere Kunden interessieren, aber im Umkehrschluss ja eigentlich für die EMCO mit diesem Produktionsstandort unter anderem in Österreich auch sehr wichtig ist.
Marine Gericke: Genau, das ist sicher. Das stimmt. Und zum Abschluss noch, was dürfen wir als Unternehmen von Ihnen in Zukunft erwarten, insbesondere im Blick auf Innovation und Weiterentwicklung?
Jörg Weinkogl: Ja auch das ist eine gute Frage. Also was Sie von mir persönlich erwarten dürfen, ist vollen Einsatz, mit großem Datendrang an die Sache herangehen, die EMCO weiterzuentwickeln, in die richtige Richtung zu treiben. Und von den Produkten und von der Entwicklung her definitiv wie gesagt, schon erwähnt auf der AMB. Wir werden wieder überraschen Wir werden im Bereich der Digitalisierung etwas sehr Spannendes Neues zeigen. Wir werden aber natürlich auch mit der Automatisierung nicht aufhören Auch dort wie gesagt, die Themen, die wir sagen, Losgröße 1. Als großer Fokus in Kombination mit einer neuen Maschine, die wir zeigen werden, im Drehbereich und auch im Fräsmaschine-Bereich werden wir sicherlich auch die eine oder andere tolle Neuigkeit zeigen dürfen. Also lassen Sie sich überraschen. Tut sich weiterhin viel bei uns. Und wir freuen uns auf alle Fälle, dass wir jetzt mit so einem jungen, dynamischen Team da weitermachen können. Das ist wirklich sehr schön, so zu sehen.
Marine Gericke: Ja, das klingt wirklich sehr vielversprechend auf jeden Fall. Da dürfen wir uns in Zukunft wohl auf einiges an Innovation und Technik freuen. Und das ist natürlich auch richtig stark zu hören, dass EMCO kontinuierlich dann arbeitet, die Grenze der Technologie zu verschieben und unsere Kunden echt in... Mehrwert zu bieten. Vielen Dank, Herr Weinkogl.
Jörg Weinkogl: Frau Gericke vielen Dank.