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105: Transformation mit Erfahrung: Wie Senior Experts in der Umsetzung unterstützen – Jens Schmidt, Stadtwerke Ratingen & Stefan Olfens, Senior Expert

24.09.2026 35 min

Zusammenfassung & Show Notes

Stadtwerke stehen vor einer Vielzahl von Transformationsaufgaben. Prozesse müssen effizienter werden, Kundenanforderungen verändern sich und gleichzeitig fehlen in vielen Unternehmen Zeit, Ressourcen oder spezifische Erfahrung, um notwendige Veränderungen aus eigener Kraft voranzutreiben. Genau hier können Senior Experts unterstützen: erfahrene Praktiker, die die Energiewirtschaft kennen und nicht bei Analyse und Konzept stehen bleiben.

Jens Schmidt, Geschäftsführer der Stadtwerke Ratingen, und Stefan Olfens, Senior Expert für Kundenservice-Transformation agile Organisationsentwicklung in der Energiewirtschaft, zeigen am Beispiel der Reorganisation des Kundenservice, wie solche Veränderungsprozesse funktionieren können. Im Fokus standen eine bessere Erreichbarkeit, höhere Kundenzufriedenheit und mehr Produktivität. Dafür wurden gemeinsam mit den Mitarbeitenden Schmerzpunkte und Kernursachen identifiziert, Prozesse hinterfragt und konkrete Maßnahmen entwickelt.

Die Folge zeigt, was Senior Experts von klassischer Beratung unterscheidet und warum operative Erfahrung gerade in Transformationsprojekten einen Unterschied machen kann.

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Transkript

Intro
00:00:00
Music.
Friedrich Stratmann
00:00:10
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Energiedosis dem Praxis Podcast für Energieversorger. Der Fachkräftemangel beschäftigt inzwischen nahezu jedes Stadtwerk. Gleichzeitig stehen viele Unternehmen vor großen Transformationsaufgaben von Digitalisierung über neue Prozesse, neue Geschäftsmodelle bis hin zur Wärmewende. Doch nicht immer braucht es dafür gleich eine langfristige Neueinstellung oder ein großes Beratungsprojekt, manchmal braucht es vor allem eins, Menschen mit viel Erfahrung, die schnell wirksam werden und gemeinsam mit den Teams Lösungen entwickeln, spreche hier von sogenannten Senior Experts. Ich freue mich sehr auf das Gespräch heute mit meinen beiden Gästen, die dieses Thema aus unterschiedlichen Perspektiven kennen. Zum einen Jens Schmidt, Geschäftsführer der Stadtwerke Ratingen. Und zum anderen Stefan Olfens, er ist Senior Expert mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Kundenservice, Transformation, Controlling, und agiler Organisationsentwicklung. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum Stadtwerke heute immer häufiger auf externe Expertise zurückgreifen, wodurch sich Senior Experts von klassischer Beratung unterscheiden, welche konkreten Erfahrungen die Stadtwerke Ratingen in der Zusammenarbeit gemacht haben und warum eine Plattform, die Senior Experts und Stadtwerke zusammenbringt für die Branche, einen echten Mehrwert bietet. Aber erst mal herzlich willkommen, Herr Schmidt, Stefan, herzlich willkommen im Energiedosis-Podcast. Schön, dass ihr beide heute hier seid.
Jens Schmidt
00:01:52
Ja, danke.
Stefan Olfens
00:01:53
Vielen Dank.
Friedrich Stratmann
00:01:53
Bevor wir direkt ins Thema einsteigen, möchte ich euch beide gerne noch ein bisschen persönlicher kennenlernen. Herr Schmidt, Sie sind seit vielen Jahren inzwischen als Geschäftsführer in der Energiewirtschaft tätig. Was motiviert Sie denn persönlich nach wie vor jeden Morgen ins Stadtwerk zu kommen?
Jens Schmidt
00:02:13
Ja, die einfache Antwort ist, es macht mir einfach Spaß. Ich komme hier sehr gerne hin, was ist das, was Spaß macht? Also zum zum einen liebe ich es, immer noch, das war immer schon eine meiner Motivationen, Dinge zu gestalten und nach vorne zu bringen. Und dazu sind es einfach auch die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, mit denen es sehr viel Spaß macht zusammenzuarbeiten. Also das ist das, was mich morgens zur Arbeit bringt.
Friedrich Stratmann
00:02:38
Eine gute und motivierende Kombination, der Gestaltungsspielraum und die Menschen, ja Stefan, wie sieht das bei dir aus? Du hast viele Jahre lang Führungsverantwortung in der Energiewirtschaft getragen und hättest deinen Erfahrungsschatz ja auch für dich behalten können. Warum hast du dich dafür entschieden, ihn heute als Senior Expert weiterzugeben?
Stefan Olfens
00:03:00
Ja, ehrlich gesagt, ich hätte mich auch einfach zurücklehnen können. Aber nach 20 Jahren Führungskraft, Führungsfunktion bei RWE Energy, und zuletzt bei E.ON, hatte ich das Gefühl, da steckt noch so viel drin. Da gibt es so viele Sachen, mit denen ich anderen weiterhelfen kann. Das motiviert mich jeden Tag zu arbeiten, jeden Tag mit den Teams an echten Problemen zu arbeiten, etwas zu bewegen, nicht wirklich an der dritten Strategiefolie zu feilen, sondern konkrete Probleme vor Ort zu lösen und genau das tun, wo ich den maximalen Einfluss ausüben kann und dem Stadtwerk bestmöglich helfen kann. Nicht zuletzt, es macht mir einfach Spaß mit Menschen zu arbeiten, ich brenne für die Themen, ich brenne für die Sache und das ist mein Antrieb.
Friedrich Stratmann
00:03:45
Ja dann lass uns gerne mal schauen wie ihr eure Motivation oder dieser Antrieb sich dann auch in der Zusammenarbeit in Ratingen konkret zeigt oder gezeigt hat. Da wollen wir gleich einmal tiefer einsteigen. Eure Zusammenarbeit ist ja nicht über unsere Senior Expert entstanden, sondern hat schon vorher begonnen. Ihr kennt euch schon länger, aber ich denke euer Praxisbeispiel macht sehr gut deutlich, was die Zusammenarbeit mit einem Senior Expert auszeichnet. Herr Schmidt, wie kam's denn dazu, dass Sie sich mit Stefan ein Senior Expert ins Haus geholt haben und keinen klassischen Berater? War das eher eine Bauchentscheidung oder eine bewusste Entscheidung? Können Sie uns da mal mit reinholen in ihren Entscheidungs- und Abwägeprozess?
Jens Schmidt
00:04:34
Ja, kann ich gerne tun. Ich kann jetzt schon sagen, das wird wahrscheinlich kein super mathematischer Weg sein, sondern auch ganz viel Bauch. Vielleicht noch kurz zur Erläuterung, also Stefan und ich waren in unserer Jugend früher zusammen beim RWE, saßen auch mal zusammen in einem Büro ein paar Jahre, da kennen wir uns tatsächlich schon viele Jahre, sind uns dann auch immer mal wieder über den Weg gelaufen, aber auch lange Jahre jetzt zwischendurch nicht mehr, muss man sagen. Und als wir bei uns das Thema Kundenservice hatten, eigentlich schon in dem Stadtwerk, in dem ich vorher unterwegs war, habe ich dann tatsächlich für mich überlegt, Mensch wie können wir uns diesem Thema Kundenservice besser nähern, Prozesse hinkriegen, und war nicht so richtig glücklich damit, den klassischen Weg von normalen Beratern, nenne ich sie jetzt mal, einzugeschreiten. Warum? Weil mir das viel zu wenig individuelle Lösungen bringt, ne? Typischerweise kommen dann bestimmte Folien, die man eigentlich heute schon vorhersagen kann und viel Arbeit auf die Organisation zu. Ich wollte aber auch die Organisation entlasten, indem man ihnen tatsächlich auch hilft, Probleme zu lösen. Ne, also nicht die Probleme, löst durch einen Berater, welchen auch immer, sondern auch ihnen hilft, die Probleme zu lösen und eben dieses Enablen, also die Organisation dazu zu bringen, selber ihre Themen anzugehen und, gut, wenn's jetzt klassisch Berater gefällt mir nicht so richtig, wusste nicht so richtig, ich habe gedacht, was könnte es denn da sonst noch sein? Habe mich einfach mal ein bisschen umgehört und so kann man dann einfach, dann mache ich wusste ja, was der Stefan kann und was er mal gemacht hat. Mensch, was ist denn mit dem Stefan Olfens und tatsächlich hat die alte Handynummer noch funktioniert, die von Annotuk in meinem Handy schlummerte und da habe ich einfach mal angerufen und tatsächlich passte es dann ziemlich gut erstmal so für den ersten Antritt.
Friedrich Stratmann
00:06:13
Jetzt kennen wir die Perspektive des Auftraggebers, Stefan, wechseln wir einmal auf deine Seite, als du nach Ratingen gekommen bist, wie bist du in den ersten Wochen konkret vorgegangen? Was war dein Auftrag und wie hast du dich dem Unternehmen genähert?
Stefan Olfens
00:06:31
Mein Vorgehen ist eigentlich immer das Gleiche. Die ersten Tage lerne ich das Thema kennen, spreche ich mit Mitarbeitern, mit Führungskräften, um die Herausforderungen zu verstehen, um das Zusammenwirken der einzelnen Abteilungen zu erleben, bezogen auf meine Herausforderung, damit ich ein gutes Bild von der Herausforderung habe. Das erste Projekt startete wirklich, das war die Reorganisation im Kundenservice mit den Zielen Verbesserung der Erreichbarkeit, Erhöhung der Kundenzufriedenheit, Fallabschluss, Etablierung, First und Second Level. Aber da würde ich gar nicht so tief drauf eingehen. Ich habe nämlich das zweite Projekt, das war eigentlich aus meiner Sicht viel besser, viel nachhaltiger. Da ging es um die Produktivität, den Kundenservice zu erhöhen, ganz konkret, die Anzahl an Rechnungskorrekturen zu reduzieren, die einzelnen Klärfälle zu reduzieren und das war ja ein Projekt wie ganz klassisch. Im ersten Schritt ging es darum, mehr Transparenz zu schaffen und gemeinsam mit den Kollegen, den Workshops, wie groß ist das Problem, wie viele Rechnungskorrekturen und Klärfälle liegen an. Dann war ein ganz wichtiger Punkt, dass die Rechnungskorrekturen und Klärfälle immer nur ein Ergebnis von anderen Problemen sind. In dem Zusammenhang haben wir die Kundenprozesse, Kundenzugang, Kundenbetreuung, Abrechnung, Umzug und Kundenabgang alle analysiert, haben überlegt, an welchen Prozesspunkten können in der N-Perspektive Rechnungskorrekturen und Klärfälle entstehen, haben darüber Schmerzpunkte, die identifiziert, die wir dann nachher weiter analysiert haben und, ja Problemen oder den Ursachen auf den Kern gegangen sind, um die Kernursachen identifiziert zu haben. Das war ein relativ großes Projekt. Im Ergebnis sind Maßnahmen rausgekommen. Von daher habe ich nicht nur das Projekt konzeptionell begleitet, sondern auch in der Umsetzung und das war einfach mega cool, mega spannend. Und ja macht noch mal deutlich in welcher Bandbreite Senior Experts eingesetzt werden können, nämlich am Ende auch in der Umsetzung. Aber bevor alles stand, war eins nochmal enorm wichtig, das Ziel festzulegen, gemeinsam mit den Projektleiter zu klären, was ist das Ziel, was ist das Ergebnis, was wir erreichen wollen, gemeinsam festzulegen, in welcher Zeit wollen wir's erreichen, mit welcher die Unterstützung an Tagen durch mich. Das galt im Vorfeld irgendwie zu erarbeiten, das war Bestandteil des Angebotsprozesses und das war für mich enorm wichtig, da es mein zweites Projekt bei den Stadtwerke Ratingen, was sich wie ein roter Faden eigentlich durchgezogen hat.
Jens Schmidt
00:09:05
Aber vielleicht greife ich gerade kurz auf, dieses Thema, weil ich musste gerade schon grinsen, als Stefan Schmerzpunkte sagte, das ist inzwischen geflügeltes Wort bei uns, ne, also welche Schmerzpunkte hat man da noch, um nicht Probleme zu nutzen wahrscheinlich. Das klang jetzt grad so bisschen nach der klassischen Ist-Analyse, die man natürlich macht, ne, wo hapert's oder ich mag aber gerne, also ich meine, am Ende bin ich zu dem Unternehmen verpflichtet. Wir haben natürlich auch so Retros gemacht und geguckt, wie läuft das Projekt. Und ich zitiere immer gerne eine Mitarbeiterin aus einer dieser Retros, die da sagte, Mensch, endlich mal einer, der mir auf der Grasnahme, das hat sie nicht gesagt, aber in meinen Detailproblemen zuhört, und gemeinsam mit mir eine Lösung entwickelt und nicht jetzt, ganz böse, das hat sie auch nicht gesagt, aber das meinte sie, glaube ich, so ein Management bla bla auf oberster Ebene ist alles gut und unten die wuseln sich ab, ne. Also das diese Ist-Analyse, die war eben doch sehr am Mitarbeiter und ich würde fast behaupten, an einer vollständigen Erhebungen aller Mitarbeiter, sodass jeder auch mal seine Schmerzpunkte, seine Problemchen schildern konnte und die wurden auch alle seriös ordentlich aufgenommen in der Liste und dann am Ende auch behandelt und sei es noch so klein, das Problem, ne und so dass sich die Mitarbeiter da auch sehr gut abgeholt gefühlt haben und das ist eben was mir jetzt auch wichtig war in so einem Projekt, weil letztlich sind das natürlich die Leute, die wir auch brauchen.
Friedrich Stratmann
00:10:25
Da ist ein interessantes Stichwort dabei gewesen. Herr Schmidt auf Grasnarbe zu gehen, das ist mir auch noch hängen geblieben von dir. Stefan, aus deinem oder eurem Beitrag bei der Info Veranstaltung zu Senior Experts. Plattformen bei uns im Netzwerk. Davon hast du gesprochen, auch die Sprache der Kolleginnen und Kollegen zu sprechen. Das fand ich ein schönes Bild. Was bedeutet das denn ganz konkret im Arbeitsalltag, hast du da vielleicht noch ein Beispiel, wo du das festmachen kannst, Stefan?
Stefan Olfens
00:10:59
Du sehr gerne. Im ersten Schritt dieses abstrakte und nicht auf Grasnarbe, das ist bei der Beschreibung des Vorgehens, das ist bei der Sicherstellung des Zielergebnisses, da braucht es entsprechenden Abtraktionsgrad. Bei der Umsetzung von Projekten, da ist es enorm wichtig, runter und zwar situativ auf die Grasnarbe zu gehen, mit den Mitarbeitern in den Dialog gehen und mit denen zu besprechen, was ist für eine erfolgreiche Umsetzung wichtig, und quasi aus der Perspektive der Mitarbeiter genau diese Frage beantworten, dass wir eine Lösung gemeinsam erarbeiten, die für die Organisation geeignet ist, die die Organisation am Ende des Tages auch mitgeht. Du hattest gerade beim Beispiel gefragt, ich habe von der Erhöhung der Produktivität im Kundenservice gesprochen, nachdem wir dann die Schmerzpunkte identifiziert hatten, bin ich mit dem Team in die gemeinsame Ursachenanalyse gegangen. Was sind die Ursachen für den jeweiligen Schmerzpunkt? Dazu haben wir Workshops gemacht und das war dann sehr, sehr tief auf Grasnarbe. Wir haben dann die Methoden angewandt, Ursachenanalysewerkzeuge, Fivetime zwei oder Fischgrät. Mit denen wir dann über ja weitergehende Warum-Fragen immer eine Ebene tiefer gegangen sind, um die Kernursache entsprechend zu identifizieren für das Problem. Dann waren wir schon ganz weit unten auf der Grasnarbe und der nächste Schritt war dann, gemeinsam mit dem Team, Maßnahmen zu identifizieren, die genau dazu in der Lage sind, die Kernursache zu eliminieren. Das Ergebnis aber aus meiner Sicht doppelt wertvoll. Und zwar auf die Grasnarbe zu gehen und mit den Mitarbeitern Ursachenanalysen durchzuführen über Methoden, ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass dadurch die Umsetzung befähigt wird, also durch das Runtergehen auf die Grasnarbe, gemeinsame Ursachenanalyse durchführen, habe ich das nahezu mit ganz vielen Mitarbeitenden in dem Projekt gemacht und dazu ist es mir gelungen, ja deren Sprache zu sprechen und die zu befähigen, das zukünftig selber zu machen. Und das Schöne ist irgendwie, warum, warum, warum? Das ist mir einen ganz anderen oder an ganz vielen anderen Stellen noch mal begegnet. Das scheint sich ein Stück weit etabliert zu haben. Das hat mich total gefreut.
Jens Schmidt
00:13:09
Vielleicht auch was da bei mir positiv angekommen ist, ist dass diese Workshops ganz oft bereichsübergreifend stattgefunden haben. Im Detail mag man schon mal mit dem einzelnen Bereich, oder Sachbearbeiter nur geredet haben, aber dadurch, dass die Probleme, eigentlich vor allem miteinander besprochen wurden, kam es zu einem viel größeren Verständnis innerhalb der Organisation. Ja also ich meine, wie das immer so ist, jeder denkt immer, man wäre der Einzige, der ein Problem hat und die anderen, die machen sich irgendwie alle einen lauen. In Wirklichkeit stimmt das ja so auch nicht und wenn man das dann auch mal gezeigt kriegt, was deren Probleme sind und da kam eben auch manchmal fruchtbare Diskussionen raus, ach hätte ich das mal eher gewusst, hätte ich dir auch schon eher helfen können, ne, also dieses lasst uns mal miteinander reden, ein bisschen zu instrumentalisieren.
Stefan Olfens
00:13:55
Und aber das Denken in Prozessen und das Denken in end-to-end Betrachtung ist ja ein gutes Instrument, um irgendwie komplexe Sachverhalte zu analysieren, um die Wirkketten deutlich zu machen, denn in der Regel ist das kein Ergebnis von dem Arbeiten einer Person, sondern aus dem Zusammenwirken von unterschiedlichen Abteilungen und ja, Zusammenwirken von Prozessen.
Friedrich Stratmann
00:14:21
Ja, das hört sich gut an, ne, wenn da abteilungsübergreifend oder ein vernetztes Denken stattfindet, ein Brückenschlag möglich ist, ein größeres Verständnis dann auch da ist füreinander. Jetzt habt ihr schon so bisschen skizziert, ne, wie die Zusammenarbeit aussieht mit einem Senior-Expert. Was sind denn aus eurer Sicht die entscheidenden Erfolgsfaktoren, damit so eine Zusammenarbeit auch wirklich funktioniert? Vielleicht starten wir mit dir, Stefan.
Stefan Olfens
00:14:53
Aus meiner Sicht ist enorm wichtig, dass der Bedarf aus dem Fachbereich kommt, nämlich aus dem Bereich, dessen der die Verantwortung für die Umsetzung trägt, der das Problem selber spürt. Das ist insofern enorm wichtig, denn mir ist nicht damit geholfen, wenn ich irgendwo hingeschickt werde, um ein Problem lösen zu sollen, wenn derjenige dem Hilfe angedient wird, irgendwie gar keine Unterstützung benötigt. Insofern ist das enorm wichtig, für die Akzeptanz der Unterstützung und damit auch für ja den Erfolg meiner Tätigkeit. Dann ist als zweites Thema enorm wichtig, dass von Beginn an das Setting klar ist, was ist das Ziel? Was ist das Ergebnis? Wie viel Unterstützung braucht's, was sind Mitwirkungspflichten auch von den Kolleginnen und Kollegen? Denn ich bin ein Freund, ich arbeite ganz viel im Team, ganz viel im Workshop, ganz viel Miteinander und erarbeite mit dem Team entsprechend die Lösung, das muss von Beginn an klar sein. Dritter Punkt, der mir ganz wichtig ist, das Vorgehen zur Erreichung des Ziels, ist bei mir ganz oft Bestandteil, wie der Angebotsphase, um dem Auftraggeber auch deutlich zu machen, über folgende Wege erreichen wir das Ziel. Wie ist mein geplantes Vorgehen, um möglichst vor Projektbeginn, Erwartungsabgleich zu machen, dass das auch der Auftraggeber entsprechend mitträgt. Weiterhin Erfolgsfaktoren ist, wie auf Grasnarbe zusammenzuarbeiten, wie Vertrauen mit den Kolleginnen und Kollegen, mit denen in Workshops zusammengearbeitet wird, muss entstehen und weiterer Erfolgsfaktor ist, nichts überzustülpen, sondern individuell auf den jeweiligen Bedarf des Kunden eine angepasste Lösung zu präsentieren und umzusetzen.
Friedrich Stratmann
00:16:36
Herr Schmidt, würden Sie da aus Sicht eines Geschäftsführers das genauso unterschreiben oder gibt es Punkte, die sie ergänzen möchten?
Jens Schmidt
00:16:45
Ich würde auch tatsächlich, ich meine, wir haben jetzt beide unserer langjährige Kenntnis hohes Maß an Vertrauen zueinander. Es hat aber sehr gut funktioniert, wie der Stefan dieses Vertrauen auch oder die Organisation dann auch dieses Vertrauen auf den Stefan ausgeweitet hat. Also da war auch nie das Gefühl von Petzen oder so was. Da war eine sehr große Offenheit und das ist auch richtig so und ich weiß bestimmt auch nicht alles, was da so gelaufen ist, was ja auch richtig ist. Ja und ansonsten, was der Stefan gesagt hat, stimmt so, ich würde noch einen Vorteil von Senior Experts hervorheben, der mir zugegebenermaßen auch erst im Laufe der Zeit aufgefallen ist, gerade wenn man Berater im Vergleich sieht oder auch als wir die Senior Experts Plattform bei Netzwerkpartnern nochmal besprochen haben. Andere Senior Experts gesehen haben. Das sind eben alles ehemalige gestandene Manager und die haben einen anderen Erfolgsdrang, ne. Also die wollen Dinge nach vorne bringen und nicht ihre nächsten Stunden verkaufen. Also vom Mindset her sind es eben Leute, die eine ordentliche Organisation, einen ordentlichen Prozess haben wollen und da hinterher gehen. Das ist die intrinsische Motivation und das ist natürlich genau das, was ich zumindest bei uns auch haben wollte. Ne und das mag auch vielleicht auf dem Reißbrett gar nicht der allerschönste Prozess sein, aber er funktioniert. Da ist mir dann pragmatisch und zielorientiert lieber, als theoretisch, und piek fein, aber läuft halt nicht. Also auf den Menschen abgestimmt, das sind schon Essenz, die jetzt bei uns zumindest ziemlich gut funktioniert haben.
Friedrich Stratmann
00:18:13
Ja dann schauen wir da gerne einmal tiefer rein, auf die Wirkung solcher Einsätze, denn am Ende geht es ja nicht darum, Projekte abzuschließen, sondern, was Sie sagen, Herr Schmidt, es geht darum, dass nachhaltig etwas in der Organisation verändert wird. Herr Schmidt, wie haben Sie die Wirkung bei den Stadtwerken Ratingen konkret wahrgenommen? Was hat sich da verändert in den Prozessen, vielleicht aber auch im Mindset der Mitarbeitenden?
Jens Schmidt
00:18:41
Also mein Hauptprä ist, wir reden mehr miteinander, noch nicht endverhandelt, sage ich mal, da geht noch was, ne und wir sind auch nicht fertig, wenn man jetzt sagen würde, wir hätten jetzt eins, zwei, drei Projekte abgeschlossen und das wäre alles grüner Haken, nicht. Wir sind noch in ganz vielen Transformationsprozessen drin. Aber es wird deutlich mehr als vorher miteinander ein Problem gelöst bereichsübergreifend. Da das so eine meiner Visionen ist, der zukünftigen Zusammenarbeit. Alle Probleme, die wir heute haben, so rum sind zu komplex, als dass sie einer alleine lösen könnte. Wir brauchen immer ganz viel Know-How, was man an einen Tisch bringen muss. Diese Arbeitsweisen haben wir lange Jahre nicht gewohnt und da sind wir jetzt ein Schritt weiter in diese Richtung und das ist schon mal ganz gut Und wir haben natürlich auch das also neben diesem eher abstrakten Ziel, wir haben eben auch ganz konkrete Projektergebnisse natürlich, also Verantwortlichkeiten auf Stift und Zettel geklärt und auch einvernehmlich geklärt, dass alle diese Rolle grundsätzlich annehmen. Ne, also auch solche Sachen gehören natürlich handfeste Ergebnisse dazu und nicht nur, wir reden mehr miteinander.
Friedrich Stratmann
00:19:43
Ja diese Akzeptanz, die Sie angesprochen haben oder dass die Ergebnisse auch angenommen werden, ist ja nicht so selbstverständlich, wenn da jetzt jemand von extern kommt, also diese Offenheit im Team war die von Anfang an da oder gab's da auch Skepsis gegenüber einem externen Experten?
Jens Schmidt
00:20:03
Also hier in Ratingen wenig, also Stefan korrigiere mich, nein, also ich würde sagen, gerade das ist eine Tugend unseres Unternehmens hier grundsätzlich sehr offen für Lösungsvorschläge, rheinländische Kultur, lass es mal probieren. Wenn's nicht funktioniert, probieren wir mal was anderes. Stefan hat's aber auch gut geschafft, alle Positionen wahrzunehmen. Also da gab's keine Schuldzuweisungen oder ich bin auf eurer Seite oder auf jener Seite, ne, sondern jeder hat so seine Problemchen und wir stellen uns erst mal hin und gucken uns die alle vorurteilsfrei und neutral an. Und das hat auch da zu der Akzeptanz geführt, dass man sagte, Mensch ich kann jetzt alles erzählen, was mich da so bedrückt. Das nehmen wir erst mal auf, ohne es zu werten oder zu sagen, Mensch hast du deinen Job nicht im Griff oder so was, das hat sicherlich zur Akzeptanz sehr beigetragen.
Friedrich Stratmann
00:20:50
Ja, Stefan, da würde mich deine Perspektive interessieren, was machst du bewusst anders als klassische Berater und wo merkst du, dass deine langjährige Erfahrung besonders hilfreich ist?
Stefan Olfens
00:21:02
Ich glaube, meine langjährige Erfahrung als Führungskraft im Energieversorgungsunternehmen, ich glaube, das macht den Unterschied aus. Ich habe Budgets verantwortet, Teams geführt, Restrukturierungen durchgezogen, auch unbequeme Entscheidungen getroffen. Ich weiß, was es heißt, am Ende des Tages dafür grade zu stehen. Klassischer Berater macht eine perfekte Analyse, ein sauberes Konzept, aber am Ende die Umsetzungsrealität mit allen politischen, kulturellen, personellen Zwischentönen und so weiter. Kennt ihr heute nur zweite Hand. Und das kenne ich persönlich und das ist so das was mich auszeichnet. Ich glaube, meine Erfahrung unterstützt mich gut, nicht nur die fachlich richtige Lösung gemeinsam zu erarbeiten, sondern auch die Veränderung durch die Organisation zu tragen. Die Veränderung durch die Organisation zu tragen, hat sich gezeigt bei Umsetzungsprojekten, wenn es darum geht, die Gesprächspartner mitzunehmen, wo es darum geht, gemeinsame Lösungen, tragfähige Lösungen zu finden und damit ja diese Umsetzung durch die Tür zu bringen, dass sicherlich auch an der ein oder anderen Stelle die Kompromisse zulassen und das ist sicherlich das was Senior Experts auszeichnet im Vergleich zu klassischen Beratern.
Friedrich Stratmann
00:22:25
Herr Schmidt, wenn Sie heute Bilanz ziehen, wo sehen Sie den größten Mehrwert eines Senior-Experts gegenüber klassischer Beratung auf der einen Seite und auch anschließend daran möchte ich vielleicht noch ergänzen, andersrum gefragt, wo sehen Sie aber auch die Grenzen des Modells, also gab's vielleicht auch etwas, bei dem Sie im Nachhinein sagen würden, dass hätten wir früher wissen sollen?
Jens Schmidt
00:22:51
Also über die Vorteile haben wir jetzt ja schon ganz viel geredet, wenn ich nochmal in der Quintessenz würde ich sagen, dann hat man eine, in der Fachwelt, tief verankerte Managementqualität eingekauft, ne? Und ich meine, diese Management und nicht Beraterqualität und das hilft eben Managern, Prozesse erfolgreich zu machen. Bei den Grenzen habe ich jetzt bei den Projekten eigentlich, die waren alle so zugeschnitten, dass sie gut passen, aber wir hatten als Vorläufer einen relativ großes Umorganisationsprojekt. Da hatten wir von einer anderen Beratungsfirma tatsächlich sechs, sieben Leute am Laufen. Und das ist natürlich sicherlich eine der Grenzen, wenn's richtig groß wird und man eben Teams braucht und so dann wird's wahrscheinlich etwas schwieriger mit den Senior-Experts, weil da könnte ich mir jetzt schwieriger vorstellen, Teams zusammenzustellen, die gut zusammenarbeiten. Kann auch sein, weiß ich nicht, habe ich noch nicht drüber nachgedacht für so Ein-Mann-Projekte, vielleicht zwei Mannprojekte, alles gut, aber wenns richtig groß wird, da sehe ich einen Engpass.
Friedrich Stratmann
00:23:59
Ja, also ich glaube, was jetzt auch an unterschiedlichen Stellen deutlich geworden ist, ne, also es geht um die Passgenauigkeit, dass es eben für das Projekt oder die Herausforderung, den Schmerzpunkt, der gerade da ist, passt. Ich denke, da ist es auch wichtig, Transparenz herzustellen und Wissen und Expertise sichtbar zu machen, die aufm Markt da ist auf Seiten der Experten, aber auch wo ist der konkrete Bedarf dann auf Seiten der Stadtwerke und häufig geht's auch um Geschwindigkeit eben, ne, dass Expertise auch schnell gefragt ist und da kommt die Plattform der Netzwerkpartner ins Spiel, die Senior Experts und Stadtwerke systematisch zusammenbringt, wo eben der Bedarf dann ist. Herr Schmidt, ich hat's eingangs ja schon gesagt, Ihre Zusammenarbeit mit Stefan ist ja unabhängig von der Senior-Experts-Plattform der Netzwerkpartner entstanden und gleichzeitig zeigt ihr Beispiel ja sehr gut, wie so ein Modell funktionieren kann. Warum ist eine Plattform, die strukturierten Zugang zu externer Expertise ermöglicht aus Ihrer Sicht dennoch sinnvoll und welche Umwege hätten Sie sich vielleicht früher sparen können, wenn Sie die Plattform damals schon gehabt hätten?
Jens Schmidt
00:25:12
Na ja, letztlich ich war beim Trainingbereich gearbeitet, ist eine Free Option, ne, immer nehmen. Heißt, ich habe zusätzliche Optionen, Informationen über Experten erhalten, die gegebenenfalls sinnvoll für mich sein könnten. Das ist ja jetzt erst mal prima, weil ich kenne auch nicht alle, ich kenne auch nicht zu jedem Thema einen und wenn man dann mal wieder ein Thema hat, kann man mal draufgucken und sagen, Mensch, ist da jemand für mich dabei und auch das, muss ich sagen, ist jetzt bei Stefan, aber ich denke mal, bei allen Senior Experts, etwas entspannter natürlich auch das Kennenlernen und ich jetzt hätte mal fast gesagt Schnupperarbeiten oder sowas. Einfach dass man für etwas unkomplizierter in den Prozess kommt und nicht gleich ein dreißigseitiges Angebot mit Datenschutz und AGBs vor sich liegen hat. So mit Tagessätzen, sondern dass man auch, also so kenne ich die Senior Experts, die wollen auch an sinnvollen Tätigkeiten arbeiten. Da sagt vielleicht auch schon mal eher jemand nein, ist nicht meins. Das ist gut und schlecht ne, also klar, gerne hätte man jemanden, der einem das Problem löst, aber am Ende ist es ja ehrlicher zu sagen, das ist nicht meins, und dass etwas niederschwelliger dann eben nach zweimal miteinander reden und einen Workshop oder so was dann mal wieder auseinanderzugehen ohne das was gewesen ist. Ich glaube, dass wir bei Beratern schwieriger im Sinne von, die würden's versuchen halt immer zu verkaufen, ne. Das ist bei Senior Experts deutlich angenehmer und na ja, diese Brücke zu schlagen, wie lerne ich denn solche Leute kennen, wenn ich sie nicht kenne? Da hilft mir dann eben heutzutage eine Plattform bei den Netzwerkpartnern. Und eigentlich haben die Netzwerkpartner so was ja eigentlich auch schon immer gemacht, ne. Also ich meine, davon leben die Netzwerkpartner, dass man sagt, hey, ich habe ein Problem, ich rufe einen Netzwerkpartner an, kennst du jemanden, der mir bei der Lösung helfen kann?
Friedrich Stratmann
00:27:00
Ja, Stefan, du hast im Vorgespräch erzählt, dass sich nach unserer Infoveranstaltung im Mai bereits mehrere Stadtwerke aus dem Netzwerk bei dir gemeldet haben. Worauf achtest du denn in den ersten Gesprächen? Was ist dir wichtig, damit das Matching wirklich funktioniert?
Stefan Olfens
00:27:18
Das spüre ich relativ schnell. Also ich hatte im Nachgang vier bis fünf Gespräche mit Stadtwerken, und vier Dinge sind für mich enorm wichtig. Der erste Punkt ist, ihr habt die richtige Person am Tisch, der tatsächlich die Verantwortung trägt, zweitens gelingt es über die Probleme zu sprechen, die Probleme konkret zu benennen, damit ich verstehe, was ist die eigentliche Herausforderung, denn ich werde ja geholt, um Probleme zu lösen und da ist mir ein offener Dialog enorm wichtig. Der dritte Punkt ist, passt die Chemie. Passt die Chemie zu dem Projektleiter? Passt die Chemie zu dem Team? Denn am Ende ist die passende Chemie entscheidender als der fachliche Steckbrief und der vierte Punkt, Jens, möchte ich an das anknüpfen, was du gerade gesagt hast. Das ist schon die Frage, traue ich mir persönlich als Stefan Olfens zu, mit dem Team gemeinsam Mehrwert zu generieren, denn nur für solche Projekte laufe ich und da kann ich schon sagen, ich habe schon Demut vor der Aufgabe, Demut vor dem Kunden. Und am Ende des Tages, nachdem ich alles erlebt, gehört und gespürt habe, stelle ich mir persönlich diese Frage, schaue in den Spiegel und sage dann, ich gehe einen weiteren Dialog, lege ein Angebot und gehe für das Projekt in Zusammenarbeit.
Friedrich Stratmann
00:28:40
Ja danke fürs Teilen deiner Perspektive Stefan. Herr Schmidt, Sie haben inzwischen selbst schon auf der Plattform nach weiteren Senior Experts gesucht, wenn ich das so im Vorgespräch richtig verstanden habe. Worauf achten Sie bei der Auswahl, welche Eigenschaften oder Qualifikationen geben Ihnen das Gefühl, das könnte gut zu uns passen?
Jens Schmidt
00:29:05
Das Erste ist natürlich die Fachlichkeit. Also wenn ich jemanden für Messstellenbetrieb suche dann brauche ich keinen Bilanzbuchhalter, ne also ist glaube ich klar Fachlichkeit ist das Erste, ansonsten interessiert mich dann wieder erstmal kurz die Vitail, also er kommt wirklich diese Management-Erwartung, die ich an die Person stelle laut Lebenslauf, was auch immer man da rauslesen kann und danach würde ich eben relativ niederschwellig das was ich gesagt habe auch da einfach mal zum Telefonhörer greifen, zu Teams greifen, wenn's regional einigermaßen okay ist und das fände ich tendenziell auch hilfreich, wenn's regional einigermaßen leicht ist, dann trifft man sich halt einfach mal auf einen Kaffee und hat ein gemeinsames Look and Feel und im Idealfall, so haben wir's zumindest jetzt bei einem Experten nochmal gemacht, was Stefan auch meinte, bringe ich direkt denjenigen mit, der bei uns operativ das Problem hat, damit auch der oder diejenige ein Look and Feel kriegen, weil wenn die persönliche Chemie so gar nicht stimmt zwischen denen, die zusammenarbeiten sollen, dann wird's mühsam, das wäre dann schon wichtig, dass das auch funktioniert. Und aus diesem also fachliche Kompetenz, persönliche Kompetenz und auch persönlicher Akzeptanz, das wären so meine ersten 3 Dinge, auf die ich achten würde.
Friedrich Stratmann
00:30:22
Ja, zum Ende des Gesprächs möchte ich mit euch beiden gerne noch den Blick etwas nach vorne richten, die Herausforderungen für Stadtwerke werden in den kommenden Jahren sicher nicht kleiner. Wenn wir mal fünf Jahre nach vorne schauen in welchen Bereichen werden Stadtwerke aus eurer Sicht besonders häufig auf Senior Experts zurückgreifen? Wo seht ihr die größten Einsatzfelder beziehungsweise Bedarfe. Vielleicht Herr Schmidt zuerst das Wort an Sie.
Jens Schmidt
00:30:52
Wenn ich heute die Probleme von den 5 Jahren wüsste, ne, dann wäre ich ganz weit vorne. Deswegen die abstrakte Antwort ist aber auch heute schon glaube ich eins unserer größten Probleme immer da wo die Prozesse eben über unsere Funktionen hinweg gehen und das passiert ja eben immer häufiger, wie ich gerade eben gesagt habe, dass eben ein Bereich alleine ist, praktisch nicht mehr lösen kann. Immer dann, wenn also eine quer durch unsere funktionale Organisation, Prozessthemen zu behandeln sind, dann hilft es wahrscheinlich jemanden dabei zu haben, der den Gesamtprozess überschaut und einen neutral da nochmal einen anderen Blick drauf wirft. Und davon werden wir in der Zukunft immer mehr haben. Also insofern dann den konkreten Bereich wüsste ich jetzt gar nicht zu benennen, weil ich eigentlich mir keinen Bereich vorstellen kann, wo die das Problem nicht so richtig haben werden.
Friedrich Stratmann
00:31:42
Wie ist da deine Einschätzung, Stefan?
Stefan Olfens
00:31:44
Also ich teile die Sicht absolut, also der Bedarf, der wird in der Zukunft zunehmen, allein schon irgendwie Generationswechsel, Fach-und Führungskräfte gehen in den Ruhestand, die Themen sind viel komplexer und die komplexeren Themen, die gibt es sowohl im Vertrieb als auch irgendwie regulationsgetrieben, der Gestalt, dass ganz viele Sachen crossfunktional zu erarbeiten sind, also quasi in Customer Journeys zu denken sind, die beginnen im Vertrieb, die gehen über die Marktkommunikation ins Netz, und ja das Stadtwerk wirkt auf den Kunden marktrollenübergreifend und genau diese crossfunktionale Analyse, da ist aus meiner Sicht zukünftig der Bedarf.
Friedrich Stratmann
00:32:25
Ja, die Glaskugel haben wir alle nicht, aber ich glaube, was deutlich wird, der Bedarf ist da und wird vermutlich auch steigen. Jetzt habe ich zum Abschluss noch eine kleine Satzergänzung für euch, würde ich gerne mal ausprobieren. Ihr seid quasi die ersten, mit denen ich das Spiel hier einmal durchspielen möchte und vielleicht schafft ihr es ja so diese Quintessenz all dessen, was wir jetzt gerade gesprochen haben, zum Ende des Satzes, wo ich euch die ersten Häppchen hinwerfe, das zusammenzufassen. Stefan, vielleicht als erstes für dich, bitte vervollständige spontan den Satz: Senior Experts sind für Stadtwerke... ein Erfahrungsschatz auf Abruf, der schnell greifbar ist.
Stefan Olfens
00:33:11
Ein Erfahrungsschatz auf Abruf, der schnell greifbar ist, professionell ist und der schon mal selbst in der Verantwortung stand.
Friedrich Stratmann
00:33:21
Ja, ich danke dir, Stefan, dasselbe Spiel für Sie, Herr Schmidt, Senior Experts sind für Stadtwerke...
Jens Schmidt
00:33:28
eine Chance. Warum nicht mal probieren?
Friedrich Stratmann
00:33:31
Ja, das ist doch ein gutes Schlusswort. Herr Schmidt, Stefan, vielen Dank für eure offenen Einblicke und eure Erfahrungen. Ich glaube unser Gespräch hat sehr deutlich gezeigt, dass Senior Experts weit mehr sind als externe Berater. Sie bringen nicht nur fachliche Expertise mit, sondern auch vor allem Erfahrungen aus der Praxis, Verständnis für die Besonderheiten von Stadtwerken, und die Fähigkeit Veränderung gemeinsam mit Menschen in der Organisation umzusetzen. Also deswegen, ja danke für eure Impulse heute und das Gespräch.
Jens Schmidt
00:34:07
Gerne, danke auch.
Stefan Olfens
00:34:08
Ja, sehr gerne, vielen Dank.
Friedrich Stratmann
00:34:10
Ja, vielen Dank auch euch fürs Zuhören und reinhören heute in diese Folge, wenn ihr euch näher über die Senior Experts Plattform der Netzwerkpartner informieren wollt oder selbst Unterstützung für ein Projekt, eine Interimslösung oder eine konkrete Herausforderung habt und dort eine externe Erfahrung sucht, findet ihr als Mitglied alle Informationen im Extranet der Netzwerkpartner beziehungsweise über unseren Ansprechpartner bei den Netzwerkpartnern Tonio Profanter. Wenn euch die Folge gefallen hat, freuen wir uns wie immer über eine Sternebewertung für unseren Podcast und natürlich auch, wenn ihr Energiedosis auch an Kolleginnen und Kollegen weiterempfiehlt. Das war's für heute. Bis zum nächsten Mal und bleibt energiegeladen.