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106: Fernwärme transformieren: Zwischen Dekarbonisierung und Wirtschaftlichkeit – Sebastian Janczik, Bützower Wärme

08.10.2026 41 min

Zusammenfassung & Show Notes

Die Wärmewende verlangt von Stadtwerken hohe Investitionen in Netze und Erzeugungsanlagen. Gleichzeitig müssen diese Investitionen langfristig wirtschaftlich funktionieren. Genau darin liegt eine der zentralen Herausforderungen der Fernwärme. Wie das in der Praxis gelingen kann, zeigt die Bützower Wärme in Mecklenburg-Vorpommern.

Geschäftsführer Sebastian Janczik treibt dort die Transformation der Wärmeversorgung voran. Im Hauptnetz des Unternehmens stammt inzwischen rund 50 % der Wärme aus erneuerbaren Quellen. Gleichzeitig hat die Bützower Wärme vor Kurzem ein weiteres Fernwärmenetz übernommen, das nun weiterentwickelt und modernisiert wird. Die Erfahrungen zeigen, wie eng Dekarbonisierung, Investitionsentscheidungen und wirtschaftlicher Betrieb miteinander verbunden sind.

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Foto: angelikaheim

Transkript

Intro
00:00:00
Music.
Friedrich Stratmann
00:00:10
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Energiedosis dem Praxis Podcast für Energieversorger. Die Wärmewende nimmt Fahrt auf und für Energieversorger wird dabei eine Frage immer wichtiger. Wie können wir Wärmenetze dekarbonisieren und gleichzeitig wirtschaftlich betreiben? Die kommunale Wärmeplanung gibt zwar vielerorts neue Orientierung für die Transformation der Wärmeversorgung. Gleichzeitig müssen aber auch Investitionen in Erzeugung und Netze getätigt werden und auf der Kundenseite gibt es zunehmend Alternativen wie Wärmepumpen oder Contracting. Heute schauen wir konkret in die Praxis nach Mecklenburg-Vorpommern. Mein Gast heute ist Sebastian Janczik, Geschäftsführer der Bützower Wärme. Die Bützower Wärme hat den Anteil erneuerbarer Wärme im Hauptnetz, inzwischen auf rund 50 % gesteigert, parallel dazu entwickelt das Unternehmen sein Geschäft auch weiter und hat zuletzt auch das Fernwärmenetz der insolventen Stadtwerke Lage übernommen. Ich freue mich darauf mit Sebastian tiefer einzusteigen wie er und sein Team diese Transformation ganz konkret angehen, wie sie ihre Wärmenetze wirtschaftlich machen und ihre Kunden und Gesellschafter auf diesem Weg mitnehmen. Sebastian, herzlich willkommen im Energiedosis-Podcast. Schön, dass du heute da bist.
Sebastian Janczik
00:01:28
Ja, schönen guten Tag. Hallo.
Friedrich Stratmann
00:01:30
Bevor wir direkt in die großen Fragen der Wärmewende einsteigen, würde ich gern mit dir persönlich anfangen. Wie bist du eigentlich zur Bützower Wärme gekommen und was hat dich persönlich an dem Thema Wärme und insbesondere am Thema Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung gereizt?
Sebastian Janczik
00:01:47
Also zur Bützower Wärme GmbH bin ich an sich als Quereinsteiger gekommen, also nach dem Studium, nach der Promotion habe ich als Berater gearbeitet für ja, Politik, für Wirtschaft, für Industrie, aber auch für andere Energieversorger. Und mich hat in dem Zusammenhang eigentlich immer gereizt, mal die andere Seite zu sehen und dann kam letztendlich die Stellenausschreibung als Geschäftsführer der Bützower Wärme des aktuellen Geschäftsführers, der fast 40 Jahre im Unternehmen war, das Unternehmen aufgebaut hat, gegründet hat, ja eigentlich zur richtigen Zeit, ne, weil ich zu dem Zeitpunkt tatsächlich auch von Hamburg wieder zurück nach Mecklenburg-Vorpommern, nach Rostock zurückkommen wollte. Ich bin gebürtiger Rostocker zusammen mit meiner Frau, und von daher war das die perfekte Gelegenheit wieder dann zurück nach Rostock, in die Nähe von Rostock zu kommen. Gereizt hat mich an dem Thema also einerseits natürlich bin von Haus aus oder, ja studierter Ingenieur, habe promoviert, Energiesystemtechnik, habe mich tatsächlich schon die letzten Jahre davor mit erneuerbaren Energien, Energieerzeugung, Stromversorgung, Wärmeversorgung beschäftigt. Und fand das Thema erneuerbaren Energien, das war halt zu dem Zeitpunkt schon relativ sexy, ne? Relativ interessant, relativ in Vogue, von daher hat mich das Thema immer beschäftigt und ja heutzutage sehe ich die Transformation eher teilweise auch natürlich als Klimaschutz, ne, als Umweltschutz, aber primär letztendlich auch eine Möglichkeit, um wettbewerbsfähig letztendlich auch die Strom- und Wärmebereitstellung zu transformieren, umzubauen, ne. Von daher nicht nur die Technik, sondern auch das Ökonomische dahinter.
Friedrich Stratmann
00:03:03
Ja, da bin ich gespannt auf deine Perspektive, die du heute einbringst. Ja, wenn wir mal ins eigentliche Thema starten, viele Stadtwerke empfinden die Wärmewende momentan ja eher als Belastung, ihr investiert dagegen weiterhin Fernwärme und übernehmt sogar zusätzliche Wärmenetze wie zuletzt in Lage. Warum glaubst du weiterhin an dieses Geschäftsmodell und was macht Fernwärme aus deiner Sicht heute attraktiv?
Sebastian Janczik
00:03:30
Also vielleicht zum historischen Hintergrund der Bützower Wärme. Man muss sagen, wir sind kein klassisches Stadtwerk, ne. Das heißt, wir sind ein Stadtwerkeähnliches Unternehmen. Wir haben zwar an die 60 % kommunale Beteiligung zusätzlich noch zwei separate Energieversorger mit an Bord, die auch jeweils zu 20 % dann als Gesellschafter beteiligt sind. Und das Unternehmen gibt's eigentlich schon seit ja Mitte Ende der siebziger Jahre, und das Hauptprodukt der Bützower Wärme war, so wie es der Name eigentlich schon sagt, eigentlich immer Wärme und Fernwärme, ne. Das heißt, wir haben eigentlich 40 Jahre mittlerweile über 50 Jahre Wärmenetze betreut, Wärmenetze errichtet, so dass unser Kerngeschäft im Grunde genommen historisch seit den 70er Jahren gewachsen ist, dass daraus davon profitieren wir natürlich auch, ne, das heißt, wir haben lange bestehende Wärmenetze in Bützow, um Bützow herum. Wir betrachten unser Versorgungsgebiet auf die drei Kleinstädte Bützow, Lage und Schwan. Da kommen wir vielleicht im Nachgang nochmal ein bisschen zu, aber wie gesagt, im Grunde genommen ist unser Produkt und der Geschäftsmodell historisch gewachsen, aber parallel dazu, glaube ich auch einfach, dass der Wärmemarkt einen wahnsinnig großer gewinnbringender Markt sein kann, ne? Das heißt jeder Haushalt, jede Gewerbeeinrichtung, Industrie, Handel, Dienstleistungen, alle brauchen im Grunde genommen Wärme, irgendwann vielleicht auch mehr Kälte. Und ich sehe da als Geschäftsführer der eines Werbenetzbetreibers und Anlagenbetreibers da eigentlich relativ hohe Potenziale.
Friedrich Stratmann
00:04:42
Man hat sich so dein Blick auf Fernwärmen in den letzten Jahren verändert. Jetzt habt ihr eine besondere Historie, wie du gesagt hast. Irgendetwas, wo du sagst, ja, das in all diesen Jahren, in denen ihr da schon aktiv seid, ist das eine Veränderung, die du heute drauf schaust, im Vergleich zu früher?
Sebastian Janczik
00:04:59
Ja also ich sehe das so, seit zehn Jahren bin ich, also neun Jahren bin ich mittlerweile Geschäftsführer bei der Bützower Wärme. Aus meiner Sicht ist der Anlagenbetrieb oder der Betrieb der Wärmenetze deutlich komplexer geworden ne? Das heißt bin jetzt im Unternehmen seit 2017, das heißt wir haben Corona mitgemacht, wir haben die Russland-Ukraine-Krise mitgemacht, wir haben die USA Irankrise, die wir jetzt die jetzt grad akut ist, die machen wir mit und wir sehen einfach, dass der Betrieb von Wärmeerzeugung und Stromerzeugungsanlagen, was Rohstoffeinkäufe angeht, was Servicewartungen angeht, der allgemeine Betrieb dieser Anlagen deutlich komplexer geworden ist, einerseits natürlich durch die wahnsinnig volatilen Energiemärkte, ne, insbesondere auf der fossilen Seite. Das ist das eine, aber was auch administrativ und regulatorisch da im Hintergrund passiert ist, ne, das ist halt auch wahnsinnig komplex geworden. Es gibt ganz, ganz viele Verordnungen einzuhalten, auch wenn sie aus meiner Sicht noch nicht final alle ausformuliert sind, ne. Also die Wärmebranche und die Wärmenetzbetreiber warten im Grunde genommen jetzt auch auf die Novellierung der seit einigen Jahren. Das heißt, da ist noch einige Handlungsbedarf, insbesondere politisch zu tun, aber insgesamt als Anlagenbetreiber und Wärmenetzbetreiber ist die Wärmversorgung doch deutlich komplexer geworden und dementsprechend natürlich deutlich aufwendiger und vor allen Dingen auch verwaltungstechnisch deutlich aufwendiger, ne. Das heißt, wir stellen eigentlich nicht nur, obwohl wir natürlich auch neue Wärmenetze hinzugewinnen, nicht nur technisches Personal ein, sondern dementsprechend auch Personal im Kundenservice, Verwaltung und so weiter und so fort, so dass die Aufwendung dort tatsächlich im Vergleich zu zehn Jahren zum Beispiel deutlich gewachsen sind.
Friedrich Stratmann
00:06:24
Ja, lass uns gerne mal drauf schauen, was die Fernwärme heute auch wirtschaftlich macht oder wie das gelingen kann, ja, diesen ist dann bei all diesen Auffällen, die du gerade beschreibst, mit der Komplexität des technologischen Aspekts dahinter geht's ja letztendlich darum, das Ganze auch wirtschaftlich zu gestalten. Wir haben in unserer Jubiläumsfolge 100 zur Fernwärme die These diskutiert, dass Wärmenetze teilweise geplant und gebaut werden, bevor ausreichend klar ist, ob sie wirtschaftlich vertrieblich und organisatorisch überhaupt tragfähig sind. Jetzt würde mich deine Sicht aus der Praxis interessieren, wann ist ein Wärmenetz eigentlich ein gutes Geschäft für dich?
Sebastian Janczik
00:07:05
Das ist eine sehr gute Frage. Also in der Regel reicht leider der politische Willen, Wärmenetz so entfernt, wenn man jetzt zu bauen und zu betreiben nicht aus, ne? Also aus natürlich spricht da jetzt der Geschäftsführer aus mir, ein gutes Geschäft ist im Grunde genommen, wenn man Geld verdient ne? So, das heißt, wenn das Wärmenetz und die Anlagen dann dementsprechend rentabel zu betreiben sind und wenn man das dann etwas weiter ja ausdefiniert, macht ein gutes Geschäft letztendlich das aus, wenn man letztendlich einfach wettbewerbsfähige Preise bieten kann, ne? Das heißt, du musst oder man muss, als wäre man jetzt Betreiber, als Anlagenbetreiber im Grunde genommen wettbewerbsfähige Wärme und Fernwärmepreise bieten, damit das Produkt, das Hauptprodukt, das gute Produkt, was ja die Fernwärme eigentlich ist, ja, damit sie gut angenommen wird. Nun erst dann kann daraus ein gutes Geschäft entstehen und dann kann man Geld verdienen und dann kann man natürlich Stück für Stück seine strategischen Ziele dementsprechend auch weitergehend erreichen.
Friedrich Stratmann
00:07:50
Und wenn du heute ein Wärmenetz bewertest, welche Kennzahlen schaust du dir zuerst an oder wo richtest du deinen Blick drauf, um eben zu bewerten, ja, das ist jetzt wirtschaftlich oder nicht?
Sebastian Janczik
00:08:06
Also letztendlich steht und fällt natürlich alles mit den technischen Assets, ne? Das heißt, in welchem Zustand sind die Wärmenetze, die Anlagen, mit denen die Wärme und vielleicht auch der Strom erzeugt wird und tatsächlich, worauf wir primär auch immer schauen, um entsprechende Wärmenetze zu bewerten, sind auch die Wärmegestehungskosten. Das heißt, was kostet mich eine Kilowattstunde Wärmee, ohne jetzt ohne Marge, ohne Vertrieb und so weiter und so fort. Das heißt, was kostet die Wärme, wenn sie beim Kunden ankommt, mit allem drum und dran, ne? So und das ist für uns ein ausreichendes oder ein sehr, sehr schönes Bewertungsinstrument, um einfach abzuschätzen, macht es Sinn, hier in welcher Form auch immer dann tätig zu werden. Da haben wir eine gewisse Benchmark, ne? Die haben wir uns gesetzt, wir wollen möglichst drunter bleiben, wollen nicht über eine gewisse XX-Wärmegestehungskosten und das ist letztendlich unser Bewertungskriterium, wie wir die Wärmenetze dann bewerten.
Friedrich Stratmann
00:08:52
Wie sieht denn eure Kundenstruktur aus? Einfach mal so grob zur Einordnung, ein Gefühl dafür zu bekommen, ja.
Sebastian Janczik
00:09:01
Also wir betreiben mittlerweile knapp zehn Wärmenetze, ne? Das Kundenportfolio ist da tatsächlich relativ unterschiedlich. Wir betreiben Wärmenetze oder zwei, drei Wärmenetze direkt in Bützow. Dort ist das Kundenportfolio relativ ausgeglichen, ne, relativ hohe nominelle Anzahl an privaten Haushalten und wenn man das bezüglich der Anschlussleistung dann wieder bewerten will, sind's primär aber auch gewerbliche Einrichtungen, öffentliche Einrichtungen und damit meine ich dann auch letztendlich ja große Wärmesenken von Wohnungsgesellschaften, Wohnungsgenossenschaften und so weiter und so fort, ne. Das heißt, wenn man die Anschlussleistung der stadtinternen Netze betrachtet, sind das primär Gewerbe, öffentliche Einrichtungen, Dienstleistungen und Handel und wenn man jetzt die Zahl der Anschlüsse betrachtet, sind's tatsächlich fast 50 % Gewerbedienstleistungen und 50 % privater Haushalte, ne. Das heißt, wir haben tatsächlich auch im Kern Innenstadtnetz eine sehr, sehr hohen Anteil privater Haushalte. Allerdings betreiben wir auch Wärmenetze in kleineren Gemeinden und dort ist es dann so, dass wir dort teilweise 100 % private Haushalte angeschlossen haben. Das heißt, relativ diverses ja Kundenportfolio.
Friedrich Stratmann
00:10:04
Ja, es ist spannend, da würde mich interessieren, weil du das eben grade auch angesprochen hast, ne? Ist ja Fernwärme ist ein gutes Produkt. Allerdings der Preis immer so ein kritischer Faktor, wie kriege ich einen wettbewerbsfähigen Preis hin? Wir merken das auch bei uns im Netzwerk, dass die Herausforderungen gerade da ist, Fernwärme auch stärker als Vertriebsprodukt zu denken, ne, nicht nur die Technik dahinter, wie verkauft ihr die Fernwärme oder wie überzeugt ihr Kunden davon, sich ein Wärmenetz anzuschließen? Was sind da so eure Botschaften, vielleicht auch an die unterschiedlichen Zielgruppen gerichtet.
Sebastian Janczik
00:10:41
Klar, Preis ist das eine, ne? Wir wollen wettbewerbsfähige Preise bieten für unser Produkt, ansonsten können wir das Produkt tatsächlich nicht verkaufen, aber wir zeigen aber auch Präsenz, ne? Das heißt, das ist ein Fund auch der kommunalen Wärmeversorger der Stadtwerke oder Wärmenetzbetreiber, die müssen letztendlich vor Ort sein, ne? Die müssen Gesicht zeigen, sowohl analog, sowohl digital. Wir müssen mit einem starken Kundenservice haben, wir müssen schnell Kundenanfragen bearbeiten, sowohl von Neukunden als auch von Bestandskunden. Das ist das eine. Das heißt, wir müssen wahnsinnig stark präsent sein, weil da haben wir das Gefühl oder machen die Beobachtung, dass den Kunden das sehr, sehr wichtig ist, einen Ansprechpartner mit Gesicht eben vor Ort zu haben. Das ist das eine, dann kommen eben die Preise und das Dritte ist im Grunde genommen die Kunden möchten eine Perspektive haben, ne, insbesondere in diesen geopolitisch sehr, sehr unsicheren Zeiten. Ist der Markt halt sowohl Anbieter sowohl Kunden eigentlich der ganze Markt von Anbieter bis zum Konsumenten, der ist eigentlich sehr sehr verunsichert und da möchten die Kunden insbesondere die Kunden eben auch Perspektive haben und diese Perspektive versuchen wir eben durch unsere starke Präsenz auf der einen Seite, aber dann verbunden auch mit unseren Transformationsplänen zu geben, ne, weil ich als Geschäftsführer glaube und der festen Überzeugung bin, durch eben durch die Transformation, durch die Reduzierung der fossilen Anteile an der Strom- und Wärmeerzeugung und durch den höheren Anteil der Erneuerbaren schaffen wir einfach eine Preisstabilität, ne? Wir machen uns ein Stück weit unabhängig von den geopolitischen sehr sehr anfälligen, fossilen Märkten, können dadurch teilweise günstigere Wärme und Strom dementsprechend verkaufen und absetzen, aber auch dementsprechend preisstabiler ne und das möchten unsere Kunden oder da legen unsere Kunden zumindest sehr, sehr, sehr, sehr großen Wert drauf.
Friedrich Stratmann
00:12:09
Was sind dann für euch so die beliebtesten Kanäle, um Präsenz zu zeigen, also viel dann im persönlichen Austausch Door to Door oder dass ihr irgendwie auf euch aufm Marktplatz stellt oder die digitalen Kanäle, also was ist da so euer Mix?
Sebastian Janczik
00:12:24
Sowohl als auch, also ne, wir versuchen das auf Instagram, Facebook, die digitalen Kanäle, die letztendlich YouTube, die zur Verfügung stehen, Homepage über Unternehmensvideos, dass wir da weitergehen, präsent zeigen, aber viel, viel wichtiger ist auch bei Stadtfesten präsent zu sein, ne? Auf dem, genau so wie du's richtig gesagt hast, auf dem Marktplatz präsent zu sein, einfach Flagge zu zeigen, Gesicht zu zeigen, präsent durch Servicetechniker, ne, durch die durch mit den Servicefahrzeugen dann durch die Stadt fahren. Also wir versuchen das beidseitig zu machen. Einerseits auf der analogen Ebene über Stadtfeste, über Sponsoring, über ja Verankerung letztendlich in den Sportvereinen und so weiter, aber auf der anderen Seite natürlich auf der digitalen Ebene, Facebook, Instagram, YouTube, dass wir dahingehend auch uns einfach noch weitergehend professionalisieren, ne? Damit wir noch einen größere Reichweite dementsprechend erreichen.
Friedrich Stratmann
00:13:12
Jetzt haben wir viel über die Chancen und Potenziale gesprochen, wenn wir auf die andere Seite schauen, wo liegen heute die größten wirtschaftlichen Risiken für Wärmenetze aus deiner Sicht?
Sebastian Janczik
00:13:25
Das kommt drauf an, wie die Wärme erzeugt wird, ne, ich hatte es ja vorhin schon angedeutet, wir befinden uns gerade in geopolitisch sehr, sehr instabilen Zeiten, ne. Ich kriege tatsächlich immer so einen kleinen erhöhten Blutdruck, wenn ich mir die Energiepreise angucke, ne, wenn ich mir anschaue, was kostet das Gas nächstes Jahr, übernächstes Jahr? Tatsächlich sind die Preise da wahnsinnig volatil. Jetzt Ende oder Anfang September haben wir gerade wieder den USA Iran-Konflikt, der wieder die Preise hochtreibt, letztendlich je fossiler ein Wärmenetz ist, desto anfälliger ist es natürlich für die Energiepreise, ne. Das sehen wir teilweise halt natürlich vergleichsweise auch an der Tankstelle. Das sehen wir beim Heizöl, sehen wir auch beim Erdgas. Das beeinflusst letztlich die Preise, ne. Und ich oder wir versuchen letztendlich auch unseren Kunden gegenüber so preisstabil wie möglich gegenüber aufzutreten, keine großen Schwankungen bezüglich der Arbeitspreise, Grundpreise. Ja, letztendlich den Kunden weiterzugeben und wie gesagt, je fossiler ein Wärmenetz ist, desto, aus meiner Sicht, ist die größte Unsicherheit letztendlich die geopolitischen Risiken. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch so, dass wir in energiepolitisch sehr volatilen Zeiten leben. Das heißt, zur unsicheren Geopolitik haben wir ja die letzten 3, 4, 5 Jahre vielleicht auch erlebt, dass die energiepolitischen Rahmenbedingungen teilweise sehr volatil, das heißt, sehr unterschiedlich sind, je nach Koalition, die gerade in Berlin regiert und da würden wir uns natürlich als Energieversorger auch ein bisschen mehr politische Stabilität beziehungsweise Kontinuität wünschen, ne. So das sind im Grunde genommen so die zwei, drei größten Risiken aus meiner Sicht. Letztendlich betrachte ich als ja alles Risiken, was letztendlich hohe Preise forciert, ne. Das können natürlich energiepolitische, energiewirtschaftliche, geopolitische Risiken sein, technische Risiken stecken natürlich auch als Anlagenbetreiber immer dahinter, aber das können wir letztendlich selbst beeinflussen, ne. Geopolitik und Bundespolitik als kleine Versorger, also da haben wir letztendlich wenig Einflussmöglichkeiten, ne.
Friedrich Stratmann
00:15:08
Lass uns jetzt einmal auf die Dekarbonisierung schauen. Das ist ja ein Hebel, den ihr in der Hand habt oder wo ihr auch bewusst steuert in der Vergangenheit, auch einiges in Bewegung gesetzt. Ich hat's eingangs gesagt, euer Hauptnetz hat heute den erneuerbaren Anteil von Rund 50 %, wenn ich das richtig gelesen habe, vor 40 Jahren wurde die Wärme noch fast vollständig mit Steinkohle erzeugt. Welche Schritte habt ihr seitdem gemacht, um auf 50 % erneuerbare Wärme zu kommen?
Sebastian Janczik
00:15:39
Tatsächlich haben meine Vorgänger da schon relativ gute Arbeit gemacht die letzten Jahre, also wie gesagt, das hast du richtig erwähnt, Heizkraftwerke oder die Heizwerke, die wir in Bützow betreiben wurden tatsächlich Ende oder Mitte, Ende der 70er Jahre mit ausschließlich Steinkohle betrieben. Nach und nach wurden Anfang der Neunziger, ne, nach der Wende wurden dann die Anlagen transformiert. Es wurden erst Erdgas-BHKW, Gaskessel errichtet, Steinkohleanlagen, teilweise zumindest zurückgebaut und wir haben in Bützow das Glück, dass wir eine relativ starke Landwirtschaft haben, ne. Das heißt Bützow, Lage und Schwan sind drei Kleinstädte in der Nähe von Rostock, haben einen relativ ländlichen Charakter und wir arbeiten relativ gut und stark mit Bauern zusammen, mit Landwirten zusammen, mit Biogasanlagenbetreibern, sodass wir diesen Anteil der 50 % erneuerbaren Energien primär eigentlich durch Biogasanlagen erreicht haben, ne. Das heißt, wir implementieren diese Biogasanlagen entweder vor Ort oder etwas länger oder etwas weiter weg aus Bützow, versuchen das dementsprechend zu verdichten. Und seit den 2010er Jahren ist es tatsächlich so, dass im Hauptnetz Königsbrunner Straße in Bützow rund 50 % des Wärmebedarfes, des Wärmenetzes eigentlich aus Biogas oder Biogasabwärme entsteht, ne. Und dort setzen wir jetzt tatsächlich auch auf. Das heißt, die Anlagen, die ersten Anlagen, die Anfang der ja 2010er Jahre, oder vielleicht auch ein bisschen früher in Betrieb gegangen sind, ne, die fahren jetzt langsam aus dem EEG raus, das heißt, es wird hier, wir versuchen dementsprechend die Anlagen am Netz zu halten, das heißt die Anlagen, die gut funktionieren, die technische einwandfrei und weiterhin betrieben werden können. Dort gehen wir in EEG-Ausschreibung zusammen mit unseren Partnern, sodass die Anlagen weiter betrieben werden. Wir versuchen Holz weitergehend zu integrieren, ne? Das heißt, auch ländlicher Raum. Wir haben relativ hohe Holzvorkommen in sehr, sehr nahem Umfeld unserer Wärmenetze. Das heißt, dort forcieren wir weitergehend den Einsatz von Holz. Wir schauen uns an ob wir Freiflächen generieren können für Solarthermie-Anlagen, für PV-Anlagen, um letztendlich dann über Solarthermie-Anlagen, die Wärme selbst zu erzeugen oder halt über PV-Anlagen in Kombination mit Wärmepumpe dann auch wieder Strom beziehungsweise Wärme zu erzeugen und das sind im Grunde genommen so die strategischen Varianten, die wir so in die engere Auswahl gezogen haben, mit der wir unseren Anteil eigentlich bis zum Ende der zwanziger Jahre eigentlich aufm hohen zweistelligen Bereich bewegen möchten, ne? Und das machen wir natürlich auch in Kombination mit Wärmespeicher. Das heißt, wir denken ja nicht nur an Pufferspeicher, ne, von 150, 200, 300 Kubikmeter, sondern wir denken da an Wärmespeicher mit mehreren tausend Kubikmeter, die wir gerade errichten, so dass man einerseits die Erzeugerseite, aber auch die Speicherseite dementsprechend ertüchtigt.
Friedrich Stratmann
00:18:12
Ja, das klingt nach einem spannenden Programm oder das ihr da auch noch einiges vorhabt, wenn du jetzt noch mal einen Schritt zurückgehst und an andere Versorger oder Netzbetreiber denkst, die noch am Anfang stehen, also die zwar wissen, ja, wir müssen die Wärmenetze dekarbonisieren, aber wo fangen wir denn überhaupt an? Also was sollte ein Versorger aus deiner Sicht als Erstes tun wenn er über die Dekarbonisierung seines Wärmenetzes nachdenkt?
Sebastian Janczik
00:18:37
Also ich würde tatsächlich zuerst gar nicht mir die Erzeugerseite angucken, sondern eher die Verbrauchsseite. Ne, das heißt, ich würde mir erstmal detailliert meinen Wärmenetz angucken oder anschauen und eine perspektivische oder strategische Netzplanung durchführen. Das heißt, wie groß ist mein Netz? Wie groß ist das Verdichtungspotential, wie groß ist das Ausbaupotential, wo können gegebenenfalls noch netznahe oder weitere netznahe Netze entstehen und erst wenn das dann dementsprechend untersucht wurde, auch bezüglich Vorlauf und insbesondere Rücklauftemperatur, ne? Weil das ist auch ein sehr, sehr großes Thema, was wir erlebt haben oder auch lernen mussten. Der Einsatz von Wärmepuppen hängt primär auch von den Vorlauf- und Rücklauftemperaturen der Wärmenetzer ab, ne? Das heißt, nicht jede Wärmepumpe ist in jedem Wärmenetz einzubinden und von daher sollte man seine Hausaufgaben erstmal auf der Netzseite machen, das heißt, eine vollständige oder möglichst vollständige Netzplanung durchführen mit allen technischen Parametern, die einem zur Verfügung stehen oder auch die beeinflussbar sind. Und dann sollte aus unserer Sicht halt der nächste Schritt sein ausgehend vielleicht auch schon von der kommunalen Wärmeplanung, dass man sich anschaut, was gibt es denn für Potentiale in der Umgebung, ne? Da haben natürlich größere Städte eine etwas, ja größere Herausforderung als wir, kleinere Städte im ländlichen Raum, wo es natürlich ganz andere Potenziale gibt die man nutzen kann, ne? Irgendwie ich weiß zum Beispiel Hamburg Energie, gucken sich an, wie welche Werbepotentiale sind in der Elbe, über Wärmepumpen, man kann sich Abwasser dementsprechend anschauen, das heißt kommunale Wärmeplanung, so wie wir es erlebt haben, ist ein ganz gutes Grundgerüst, auf das man aufbauen kann, aber da gilt es dann natürlich als Versorger nachzujustieren und zu schauen, welche Potenziale sind für mich tatsächlich technisch nutzbar.So und dann kann man sich so Schritt für Schritt erst nach der Netzplanung, dann nach der Potenzialabschätzung, dann dementsprechend hin zur strategischen Auswahl der Potenziale. Wir machen quasi, um dann wirklich Machbarkeitsstudien für einzelne ja Wärme- und Stromerzeugungsanlagen vielleicht durchzuführen.
Friedrich Stratmann
00:20:25
Aus deiner Erfahrung heraus, was sind so Faktoren, die bei der Dekarbonisierung von Wärmenetzen häufig überschätzt werden oder tendenziell unterschätzt? Kannst du das vielleicht auch einem Beispiel aus eurer Praxis festmachen?
Sebastian Janczik
00:20:40
Überschätzt, bin ich mir tatsächlich gar nicht so sicher. Was wir unterschätzt haben, ist auf jeden Fall die Präsenz und die Kundenkommunikation. Ne, das heißt, insbesondere wenn Netzausbauaktivitäten, Transformationsaktivitäten durchgeführt werden oder wenn auch neue Netze gebaut werden, muss man schon sehr sehr wirklich sehr sehr viel Acht auf die Kommunikation, auf die Präsenz geben, das ist das eine und insbesondere wenn's darum geht, neue Netze zu errichten beziehungsweise neue Netze zu bauen und auch die dem Kunden oder den potenziellen Kunden vorzustellen, ist dass auch immer ein heißes Thema und immer die ersten Preisdiskussionen ne so und das heißt da muss man wirklich überlegen, was erzählt man den Kunden, wie geht man gegenüber den Kunden in die Kommunikation, mit welchen Preissystemen, weil wir haben letztendlich schon ja beide Varianten erlebt, ne, dass einerseits die Preise zu hoch waren, das Wärmenetz kam dann nicht, dann muss man auch dazu sagen, das war gerade die Russland-Ukraine-Konfliktzeit in der Hoch Zeit, wo wirklich die Gaspreise ein Vielfaches von dem immer noch waren, wie sie jetzt sind. Obwohl wir jetzt auch ein relativ hohes Preisniveau haben und auf der anderen Seite darf man den Kunden natürlich auch nicht zu viel Hoffnung machen, ne? Man darf da nicht mit Dumpingpreisen, mit irgendwelchen Versprechungen ins Rennen gehen, die man nachher nicht halten kann. Dann macht man sich als Wärmenetz oder als Energieversorger relativ stark unglaubwürdig, so, dass ich das eigentlich als größte Herausforderung sehe, die Kunden mit einer detaillierten Preisdiskussion zu catchen. Ne, also das ist aus meiner Sicht fast die größte Herausforderung.
Friedrich Stratmann
00:22:04
Jetzt wenn wir auf euren weiteren Fahrplan schauen, du hast eben auch schon das mal angerissen und skizziert. Was sind so konkret die nächsten Meilensteine für euch auf diesem Dekarbonisierungspfad und auf welche Technologien oder erneuerbaren Wärmequellen setzt ihr?
Sebastian Janczik
00:22:23
Also wir versuchen zum einen da wo es geht Stromspeicher tatsächlich zu errichten. Es ist jetzt vielleicht kein typisches Wärmenetzthema, ne? Aber wir versuchen es uns als Wärmenetzbetreiber auch immer auf verschiedene Standbeinen zu stellen im Grunde genommen, um da vielleicht auch das Wärmegeschäft ein bisschen zu unterstützen, weil wir eben kein klassisches Stadtwerk sind. Wir versuchen noch andere Projekte, andere Businesskonzepte aufzustellen. Wir versuchen mehr Speichertechnologien zu errichten, das heißt mehr deutlich mehr Warmwasserspeicher. Und nicht nur Richtung Pufferspeicher, so wie ich's vorhin erwähnt hatte, sondern richtig wirklich Richtung Mittelfristspeicher, die dann mehrere tausend Kubikmeter an Wasservolumen speichern können. Und wir versuchen dementsprechend auch die Wärme immer selbst zu erzeugen. Das heißt, entweder über Biogasanlagen, über Holzhackschnitzelkessel oder eben auch über Wärmepumpen, aber wenn wir halt über Wärmepumpen sprechen, versuchen wir, das dann dementsprechend so zu regeln, dass wir unseren Strom selbst erzeugen, ne. Das heißt, wir wollen dann über Freiflächen PV-Anlagen, Dachflächen dementsprechend den Strom selbst erzeugen und diesen Strom dann weniger netzseitig sondern primär aus den Anlagen nutzen, um letztendlich die Wärme zu erzeugen, weil wir die Erfahrung gemacht haben, ein Wärmeprobenbetrieb, insbesondere in Großpumpenwärmebetrieb mit Netzstrom ist eben nicht immer die günstigste Variante, ne? So und vor dem Hintergrund, das für mich als Geschäftsführer die Preise eigentlich über alles stehen, macht das aus unserer Sicht zum jetzigen Zeitpunkt, aus politischen, regulatorischen Gründen eigentlich kaum Sinn, wirklich Netzstrom für Wärmepumpenbetrieb zu nutzen, so dass wir eigentlich versuchen, unseren Strom beziehungsweise unsere Wärme vollständig eigenständig zu erzeugen. Nur dann machen wir uns auch resilient, sorgen für Versorgungssicherheit und machen uns eben auch unabhängig von den geopolitischen Unsicherheiten, die wir gerade alle so erleben.
Friedrich Stratmann
00:24:01
Jetzt wenn du so über eure Pläne sprichst, schwingt bei mir auch das Thema Finanzierung mit, ne, also das kostet ja am Ende auch Geld, was ihr vorhabt, dekarbonisierung bedeutet zunächst einmal erhebliche Investitionen. Du siehst Transformationsinvestitionen trotzdem eher als Chance, hast du mir im Vorgespräch auch verraten, warum?
Sebastian Janczik
00:24:26
Letztendlich, klar, kostet das alles eine Menge Geld, aber wir sichern durch die Transformation und durch die Investition in die erneuerbaren Energien eben resilienter und preisstabile Wärme, ne? Das heißt, wir vermitteln auch unseren Banken, auch ich mal im Aufsichtsrat, unseren Gesellschaftern letztendlich auch die Perspektive die wir auch unseren Kunden übermitteln wollen, dass wir damit eben mittelfristig bis langfristig für Preisstabilität sorgen und insbesondere auch für resiliente Wärme, ne? Das haben wir zum Beispiel auch schon insbesondere in Bützow etwas verzögert gesehen, als der Russland-Ukraine-Konflikt dementsprechend aufgetreten sind als die ganzen Energiepreise, Erdgaspreise, Heizölpreise und so weiter ein Vielfaches nach oben gestellt sind, so dass wir durch den Anteil von den 50 % erneuerbaren Energien noch auch ja unsere Preise deutlich erhöhen mussten, aber eben nicht so, wie es andere Versorger in dem Moment machen mussten, so, ne? Und das war für mich auch so ein kleiner Härtetest, ja, dass sich die Investition in der Neubahn einfach rechnen, ne. Weil wie gesagt, ich wiederhole mich immer, ich weiß das, aber wir machen uns halt einfach unabhängig von den geopolitischen Unsicherheiten und geopolitischen Märkten, ne und das muss irgendwann auch das Ziel sein.
Friedrich Stratmann
00:25:31
Was macht denn aus deiner Sicht einen finanzierungsfähiges Wärmenetzprojekt aus? Also wir hatten da zuletzt auch einen Gastbeitrag in der ZFK den meinen Kollegen dort formuliert hatten und ja, so was ich für mich mitgenommen habe, ist eben, ja, das Projekt Klarheit, dann das Kapital, also sprich es macht Sinn, das Ganze auch frühzeitig mitzudenken, ne, wann ist ein Wärmennetzprojekt auch bankfähig? Ne, also wie ist da so deine Sicht aus der Praxis oder aus Geschäftsführersicht drauf, wann ein Wärmenetzprojekt finanzierungsfähig ist?
Sebastian Janczik
00:26:11
Wann ist ein Wärmenetzprojekt finanzierungsfähig, ja, eigentlich, wenn der Business Case passt, ne? Das heißt, also wir in der Regel, wenn wir Wärmenetze neu oder überlegen neu zu errichten, es ist in der Regel so, dass wir das nicht aus einem politischen Willen heraus tun, sondern wir wollen einfach den Markt weiter erschließen so, ne? Und da ist es dann in der Regel so, dass wir als allererstes quasi immer eine Kundenumfrage in dem entsprechenden Gebiet machen quasi, wie ist der Bedarf? Ne, wer möchte prinzipiell ganz unverbindlich, wer möchte an die Fanwärmer? Wer kann sich vorstellen, Kunde eines Werbenetzes zu werden. Da hat man erstmal eine gewisse Hausnummer an potenziellen Kunden. Dann wird das potenzielle Wärmenetz überplant, das heißt, wir ermitteln ungefähr nur um diese Kunden anzuschließen, welche Investitionen netzseitig, noch nicht erzeugerseitig, das heißt, erstmal nur Wärmeetzseitig, welche Investitionen kommen dann dementsprechend zusammen und dann ja untersuchen wir verschiedene Szenarien, ne. Wie hoch ist die Anschlussquote, ist für die Anschlussquote nach unten nach oben setzen, so dass wir verschiedene Szenarien dementsprechend entwickeln und der zweite Schritt ist dann in der Regel, dass wir uns die Potentiale, so wie es vorhin auch skizziert hatte, anschauen im direkten Umfeld, wie kann man die Wärmeerzeugung durchführen, welche Potenziale sind vor Ort da, dann rechnet man das in Wärmegestehungskosten um, beziehungsweise in potentielle Wärmeverkaufspreise um. Und mit dieser Vorgehensweise haben wir auch gegenüber den Banken eigentlich eine ganz gute Erfahrung gemacht, ne. Das heißt, zusammen natürlich mit der Förderung, was ja dann im Vorfeld bezüglich der Preisdiskussion oder der Preisberechnung immer eine relativ wichtige Komponente ist, sind wir in der Regel oder haben wir in der Regel ein bankfähiges oder finanzierungsfähiges Projekt vorlegen, ne, so, das heißt, man muss halt für seine Hausaufgaben machen, man muss so wie ein konventioneller Businessplan dementsprechend die Aktivitäten aufziehen und dann haben wir in der Regel auch eigentlich ganz gute Erfahrungen mit unseren Geldgebern. beziehungsweise auch Banken, Aufsichtsräten, Gesellschaftern gemacht und potenziellen anderen Partner.
Friedrich Stratmann
00:27:56
Wie sieht denn euer Finanzierungsmix aus bei der Bützower Wärme, bedeutet auf welche Finanzierungsinstrumente oder Hebel setzt ihr konkret? Kannst du uns da Einblicke geben?
Sebastian Janczik
00:28:08
Hm also letztendlich wir sind ja kommunales, städtisches Unternehmen, mehrheitlich zumindest. Wir denken immer in Wirtschaftsplänen. Das ist das eine, so wie jedes andere Stadtwerk auch. Es werden regelmäßig Wirtschaftspläne für die kommenden Jahre dementsprechend erstellt. Dort werden entsprechende Investitionen erfasst, Förderungen, BEW, BEG, alle anderen Förderungen spielen natürlich dabei eine riesengroße Rolle. Ohne die ist es auch oft tatsächlich aber auch schwierig die Projekte umzusetzen. Es kommt noch dazu und dann ist es so, dass wir versuchen tatsächlich schon in relativ hohen Anteil bezogen auf die Größe des Unternehmens an Eigenkapital einzusetzen und der Rest wird dann demenentsprechend einfach finanziert, ne. Und dort haben wir auch im Rahmen der Wirtschaftsplan-Aktivitäten eigentlich so zwei, drei Banken, die die letzten 10, 15 Jahre schon relativ bewährt mit uns zusammengearbeitet haben und da muss ich gestehen, ist die Kommunikation eigentlich relativ vertrauensvoll und schlank. So das heißt, wir sind ein gesundes Unternehmen, haben eine relativ hohe Eigenkapitalquote, sind kein großes Stadtwerk, haben eine Eigenkapitalquote von um die 50% als Energieversorger schon gar nicht so schlecht und das ist natürlich ein Fund gegenüber den Banken, da auch dann an der einen oder anderen Stelle vielleicht selbstbewusst aufzutreten. Was wir tatsächlich bezüglich der Kundenbindung jetzt so nach und nach weiter forcieren wollen, ist auch die Kundenanteil an den Finanzierungen, ne. Das heißt, wir untersuchen jetzt primär auch so Crowdfunding Projekte oder inwiefern der Kunde oder unsere Kunden sich an verschiedenen Projekten beziehungsweise Finanzierungen auch beteiligen können, ne? Das heißt, da wollen wir wahrscheinlich dann, ich hoffe zum Anfang des kommenden Jahres auch entsprechende Projekte, also Pilotprojekte dementsprechend ausrollen, sodass sich unsere Kunden auch immer vor dem Aspekt der Kundenbindung, der Präsenz natürlich, auch wohlwissend, dass dort natürlich ganz andere Hausnummern bezüglich der Finanzierung, als vielleicht zu klassischen Banken zusammenkommen. Aber da wollen wir dementsprechend auch tätig werden, so dass wir auch auf der Finanzierungsebene versuchen unsere Kunden weiterhin zu binden.
Friedrich Stratmann
00:29:58
Ja, das klingt nach einem guten Mix oder verschiedene Hebel die ihr da zieht, um da die entsprechenden finanziellen Ressourcen auch möglich zu machen. Lass uns jetzt einmal ganz konkret noch auf Lage schauen. Ihr habt das Fernwärmenetz der Stadtwerke Lage übernommen. Mir geht es jetzt gar nicht so sehr um die Insolvenzgeschichte dahinter, sondern um die Perspektive eines Betreibers, als er das Netz bewertet hat. Worauf habt ihr da als erstes geschaut?
Sebastian Janczik
00:30:27
Also, als allererstes waren natürlich die technischen Komponenten besonders wichtig. Das heißt, wir haben uns tatsächlich auch die Anlagen angeschaut. Wir haben uns das, was zu sehen war, die Wärmenetze angeschaut, Dokumentationen gesichtet, haben wir geschaut, in welchen technischen Zustand die Erzeugeranlagen sind, die Verteilanlagen sind. Das war das eine. Wir haben uns angeschaut, wann sind die Anlagen in Trieb gegangen, welche Buchwerte stehen in den Büchern? Was ist das Netzwerk? Was sind die Anlagen wert? Und dann haben wir uns natürlich auch die Preise angeschaut, ne? Das, was ich vorhin gesagt hatte, die Preise sind oder waren, sehr, sehr wichtig, sind eigentlich dem Kunden gegenüber essenziell und wir haben dann als Bewertungskriterium im Umkehrschluss letztendlich dann auch die Preise versucht im Vorfeld, damit natürlich einigen Unsicherheiten versucht zu berechnen, inwiefern wir dann die Preise gegenüber den Kunden aufrufen können. Das heißt, wir haben auch nach der Netzübernahme die Preise gesenkt tatsächlich, fast um 50 %, zumindest im Arbeitspreis und das war letztendlich auch unser Bewertungskriterium dem gegenüber.
Friedrich Stratmann
00:31:25
Das klingt ja nach einem nach einem ordentlichen Hebel, oder dass da ja auch dann sich das ausgezahlt hat. Wo lagen denn am Ende die größten Herausforderungen bei der Übernahme?
Sebastian Janczik
00:31:36
Also die größten Herausforderungen, die Übernahme fremder Netze ist immer mit Unsicherheiten, mit Datenlücken verbunden und da wirklich alle Daten, ob das nur Anlagendaten sind, ob das eine Leitungsdokumentation sind, andere technische Daten. Das ist tatsächlich immer noch die größte Herausforderung, alle Daten so aufzuarbeiten, dass sie uns weiterhelfen, ne. Das heißt, gut, jetzt sind wir in der glücklichen Situation. Die Anlagen betreiben wir jetzt fast ein Jahr. Das heißt, wir haben jetzt Erfahrung gesammelt, Stimmen unserer Prognosen, unsere Abschätzungen und teilweise die Daten, die wir zur Verfügung hatten, stimmen die immer noch oder haben die überhaupt eine gewisse Detailtreue gehabt, aber Datenaufnahme, das Verarbeiten von den ganzen Daten, das war fast die größte Herausforderung.
Friedrich Stratmann
00:32:17
Oder wer in die Zukunft schauen, in die nahe Zukunft, was habt ihr als nächstes vor mit dem Wärmenetz in Lage? Welche Maßnahmen stehen da kurzfristig an?
Sebastian Janczik
00:32:28
Also was wir derzeit machen oder eigentlich schon seit der Übernahme auch wieder weitergehend forcieren ist aber unsere Präsenz. Ne das heißt unser Kundenservice ist präsent, unsere Techniker sind präsent, wir haben uns alle Kundenstationen, ob sie jetzt in unserem Eigentum oder im Eigentum des Kunden sind, haben wir uns trotzdem angeschaut, das heißt unser Servicetechniker sind in jeden Haushalt gefahren, haben sich vorgestellt, haben uns sich die Anlage angeschaut, haben ihre ja Visitenkarten dagelassen, so dass wir ja wie gesagt dem Kunden, den neuen Kunden gegenüber dann für neue Präsenz gesorgt hatten, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass der vorherige Netzbetreiber in der Präsenz vielleicht nicht so sich gezeigt hat, wie's eigentlich hätte sein sollen. Das heißt, wir versuchen immer noch weitergehend Präsenz und Vertrauen präsent zu zeigen und Vertrauen aufzubauen und im nächsten Schritt alle Netzberechnungen wurden jetzt durchgeführt, das heißt Hydraulikberechnung, Netzberechnung, Verdichtungspotentiale wurden jetzt erfasst, Ausbaupotentiale wurden erfasst. Das heißt, wir haben uns jedes separate Netz detailliert angeschaut bezüglich der Hydraulik, Ausbaupotentiale und so weiter, sodass wir versuchen, die nächsten Monate und Jahre das Netz zu verdichten und auszubauen und natürlich auch zu transformieren, ne? Da wird's sicherlich, in Summe sind's drei Netze in Lager, dass wir das Erste jetzt wahrscheinlich schon im kommenden Jahr transformieren wollen, auch auf bewährte Technologie, wie wir das teilweise in Bützow das ein oder andere Mal durchgeführt haben und das sind so die Projekte, die wir das kommende Jahr sicherlich dann auch angehen werden, auch immer alles unter dem Aspekt Preisstabilität, Preissicherheit, genau. Weil aus meiner Sicht ist das einfach essenziell in diesen doch sehr unsicheren Zeiten.
Friedrich Stratmann
00:33:55
Ja, dann lass uns zum Abschluss einmal das Ganze so noch mal verdichten und zusammenfassen, was jetzt so deine größten Learnings sind aus deinen Erfahrungen, aus Transformationsprojekten. Ja, ihr habt eine spezielle Konstellation, sage ich mal, ne, ihr seid kein klassisches Stadtwerk, ne. Es sind andere Gegebenheiten als jetzt einer großen Stadt, ne, aber trotzdem gibt's ja vielleicht die ein oder anderen Punkte, die sich auch übertragen, lassen. Welche Fehler würdest du anderen Energieversorgern ausdrücklich empfehlen zu vermeiden oder wo habt ihr vielleicht auch selber aufm Zahnfleisch gelernt?
Sebastian Janczik
00:34:32
Das hatte ich das eine oder andere Mal auch schon gesagt. Kundenkommunikation ist alles und Stadtwerkepräsenz ist noch viel viel mehr ne? Das heißt, egal ob das Transformationsmaßnahmen sind, ob das Errichtung und Bau von neuen Netzen sind, Umbaumaßnahmen in Bestandsnetzen, Energieversorger, die vor Ort tätig sind, die müssen einfach Präsenz zeigen. Ne, also da muss der Geschäftsführer vielleicht auch mal eine Einwohnerveranstaltung leiten, da müssen Kundenservice Kollegen und Kolleginnen mehr präsent zeigen, E-Mails schnell beantworten, Telefonanrufe schnell beantworten, das ist auch ein Thema, was wir gemacht haben, je schneller wir Kundenanfragen, auch wenn das eine einfache Frage ist, antworten oder auch vielleicht auf komplexe Fragen antworten oder erstmal eine Eingangsbestätigung geben, ne. Wir haben relativ viel zu tun diese Woche, wir kommen nächste Woche auf Sie zu. Das ist aber sehr, sehr wichtig ne, der Kunde möchte abgeholt werden. Der möchte einfach wissen, dass jemand da ist. Der möchte wissen, dass jemand da ist, der sich um den Kunden kümmert und das ihm zugehört wird und dass ist halt eine Sache, die wir insbesondere bei den Netzübernahmen in Lage gelernt haben. Die Kunden möchten, dass jemand da ist. Das ist das eine und eben insbesondere bei neuen Netzen lieber zweimal drüber nachdenken, wie, in welcher Form und in welchem Umfang man die neuen Preise dann diskutiert, ne? Weil das ist auch ein Thema, was was wir ja tatsächlich erlebt haben, Preise, so wie es eigentlich fast in jedem Segment des persönlichen Lebens sind, sind immer ein sensibles Thema und bei der Fernwärme ist es oder beim Heizen ist es insbesondere halt ein großes Thema, weil das oft eine Entscheidung ist für mehrere Jahre, beziehungsweise für mehrere Jahrzehnte. Das heißt, die Kunden möchten abgeholt werden, die möchten Vertrauen aufgebaut haben und die möchten eben dementsprechend auch einen gewissen Anteil an Planungssicherheit haben, ne. So und das ist das, was wir eigentlich mitgenommen haben, was aus meiner Sicht sehr, sehr wichtig ist. Technisch ist alles lösbar. Technische Projekte sind immer einfach, um zu nicht einfach umzusetzen, aber zumindest technisch ist sehr, sehr viel möglich. Wir haben schon technisch, so wie jedes andere Stadtwerk und jeder andere Versorger schon wahnsinnig viele technische Projekte umgesetzt. Die sind alle machbar, aber das alle so zu kommunizieren, dass es in die zielgerichtete Richtung geht. Das ist manchmal tatsächlich die Herausforderung.
Friedrich Stratmann
00:36:36
Ja du hast die Kundenseite angesprochen, genauso wichtig ist es ja auch die Gesellschafter und Aufsichtsräte auf diesem Weg mitzunehmen, gerade ne, wenn's um Investitionen geht, die heute kommen, die Effekte aber erst deutlich später eintreten, also welche Argumente funktionieren aus deiner Erfahrung heraus in diesen Gesprächen mit dieser Stakeholder-Gruppe. Was kannst du da vielleicht anderen Geschäftsführungen mitgeben?
Sebastian Janczik
00:37:01
Also da ist es natürlich auch so, je professioneller Projekte vorbereitet werden, je professioneller Projekte erklärt und dargestellt werden mit einer entsprechenden Perspektive, dann natürlich der Einnahmen beziehungsweise Renditeperspektive für die Aufsichtsräte für die Gesellschafter auch ganz klipp und klar Risiken ansprechen, man darf nicht das Blau vom Himmel als Geschäftsführer versprechen, in jedem Projekt sind gewisse Risiken auf jeden Fall da. Die muss man dann transparent auch aufzeigen. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, auf Gesellschafter als auch Aufsichtsratsebene ist die Perspektive bieten. Da vielleicht nicht hinsichtlich der Preise hinsichtlich der Gewinnerwartung, der Renditeentwertung dort einfach, transparent die Perspektive aufzeigen, Probleme aufzeigen und ich bin Geschäftsführer der eher die Projekte offenlegt, ne? Also es bringt nix im Nachgang, vielleicht das ein oder andere Risiko ein bisschen wegzudiskutieren. Da habe ich persönlich schlechte Erfahrungen mit gemacht. Das ist das führt aus meiner Sicht zu nichts. Je professioneller ein Projekt vorbereitet ist und je professioneller das Projekt kommuniziert und vorgestellt wird, desto höher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass dementsprechendes Projekt umgesetzt werden kann.
Friedrich Stratmann
00:38:10
Ja, danke dir schon mal für deine Learnings und Tipps bis hierher. Letzte Frage, vielleicht wenn du das alles noch mal verdichtest, komprimierst und ja einem anderen Geschäftsführer gegenüber sitzt und ihm drei konkrete Tipps für die Dekarbonisierung seiner Wärmenetze mitgeben dürftest, welche drei Tipps oder Botschaften wären das?
Sebastian Janczik
00:38:37
Kommunikation ist alles. Das ist vielleicht ein großer Tipp, großzügig Zeit einkalkulieren, ne? Das heißt, das eine oder andere Projekt dauert im Nachgang tatsächlich viel, viel länger, als es im Vorfeld anvisiert war und die Erfahrung, die wir insbesondere als kleiner Versorger gemacht haben, Projekte können mitunter sehr sehr kompliziert und halt kleinteilig werden, ne. Das heißt, eine kompetente, vielleicht auch externe Projektsteuerung ist auf jeden Fall teilweise sehr, sehr ratsam. Das sind vielleicht so die drei Punkte, die aus meiner Sicht besonders wichtig sind.
Friedrich Stratmann
00:39:07
Sebastian, ja, damit sind wir am Ende angekommen. Ich danke dir ganz herzlich für deine Zeit und vor allem für die sehr konkreten Einblicke in eure Arbeit bei der Bützower Wärme. Danke, dass du heute zu Gast warst.
Sebastian Janczik
00:39:20
Ja, vielen, vielen Dank. Ich bedanke mich auch. Es hat Spaß gemacht.
Friedrich Stratmann
00:39:22
Ja, ich hoffe für euch auch, liebe Hörerinnen und Hörer, es war eine kurzweilige Folge. Danke wieder fürs Zuhören und zum Schluss noch ein Hinweis in eigener Sache. Wir suchen aktuell noch Energieversorger aus dem Netzwerkpartnerkreis, die an unserer Fernwärmevertriebsinitiative teilnehmen. Dabei geht's, wie es der Name vermuten lässt, vor allem um die vertriebliche Seite der Fernwärme, wir arbeiten da gemeinsam mit euch an drei Themenfeldern, an der strategischen Ausrichtung des Fernwärmevertriebs, an konkreten Vertriebsprozessen und Maßnahmen sowie an der Organisation dahinter. Das Ganze findet statt an drei Workshop-Tagen. Die ersten beiden finden in Präsenz in Essen statt. Der letzte Termin ist dann online und los geht's am 18. und 19. November. Wenn ihr als Stadtwerk also diesen gemeinsamen Arbeits- und Austauschprozess mitgestalten wollt und euren Fernwärmevertrieb fit für die nächste Phase der Wärmewende aufstellen wollt, meldet euch gerne bei meinen Kollegen. Jan-Hendrik Rühmke und Leon Eck, die Kontaktdaten und den Link zur Extranetseite mit weiteren Infos findet ihr in den Show-Notes. Und damit verabschiede ich mich für heute, bis zum nächsten Mal und bleib energiegeladen.