Energiedosis

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11: Customer Journey beim e-Carsharing – Andree Stimmer, Energie Calw

19.10.2021 39 min

Zusammenfassung & Show Notes

Entlang der Customer Journey erklärt uns Andree Stimmer am Beispiel des e-Carsharing der Stadtwerke Calw, welchen Einfluss Datenanalyse und Kundenbedürfnisse auf Marketingmaßnahmen und den Erfolg von Kampagnen haben.

Die 2019 gegründete Tochtergesellschaft deer hat es sich zur Aufgabe gemacht die Mobilität der Zukunft mit ganzheitlichen, nachhaltigen und modernen Mobilitätskonzepten zu fördern. Neben der Konzeption und Beratung von gewerblichem Fuhrparkmanagement, individuellen Mobilitätslösungen und öffentlicher Ladeinfrastruktur widmet sich die deer besonders auch dem e-Carsharing-Betrieb im ländlichen Raum. Anhand dieses Angebots nimmt uns unser Gast im Gespräch mit auf die Customer Experience und zeigt, wie mit Kundendatenanalysen, Social-Media-Kennzahlen und Persona zielgruppenrelevante Inhalte und Kampagnen produziert und gesteuert werden können.

Andree Stimmer gibt uns tiefe Einblicke in das aktuelle Kampagnenmanagement mit den wichtigsten Daten, Zahlen und Ergebnissen. Er verdeutlicht den Vorteil digitaler Medien, erklärt, wie wichtig Marktforschung ist und wie entscheidend es ist, die gewonnenen Daten und Erkenntnisse auch zu nutzen. 

Das e-Mobilitäts-Portal der Energie Calw: www.deer-mobility.de

dienetzwerkpartner.com

Transkript

Andree Stimmer
00:00:03
Der Vorteil von den digitalen Kanälen ist natürlich auch, der Kunde ist direkt da, wo er sich auch registriert. Wenn ich jetzt ein Offline-Werbemittel wie eine Anzeige habe, dann muss er ja sein Handy in die Hand nehmen und bei den digitalen Kanälen hat er es schon in der Hand oder sitzt am Rechner.
Intro
00:00:22
Willkommen bei Energiedosis, dem Praxis-Podcast für Energieversorger. Hier verraten euch spannende Macherinnen und Macher, wie sie die Energiewelt von heute und morgen ganz konkret gestalten. Unsere Gäste teilen ganz offen und ehrlich ihre Praxiserfahrung, berichten über Erfolge, aber auch Herausforderungen und wie sie diese in Chancen umwandeln. Schön, dass du heute mit dabei bist.
Hannah Simon
00:00:50
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Energiedosis. Ich bin Hannah Simon und mein heutiger Gast ist Andree Stimmer. Andree verantwortet das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit bei der ENCW Gruppe. Dahinter steckt unter anderem die Energie Calw und die hat vor einiger Zeit ein Tochterunternehmen gegründet, nämlich die deer. Die deer möchte das Drehbuch für die Mobilität der Zukunft schreiben und tritt dabei als Rundum-Dienstleister auf. Also von der Konzeption über die Beratung bis hin zur Umsetzung und dem Betrieb von Mobilitätslösungen ist die deer für ihre Kundinnen und Kunden da. Und ein essentieller Bestandteil dieses Angebots ist auch das E-Car-Sharing der deer. Das Besondere daran, es ist ein E-Car-Sharing für den ländlichen Raum. Also ein vielleicht in der heutigen Zeit teilweise noch etwas ungewöhnliches Konzept, aber dennoch total erfolgreich in Calw und Umgebung. Und wie es Andree mit seinen Kolleginnen und Kollegen geschafft hat, das E-Car-Sharing mittels einer detaillierten Kundenanalyse, einer Customer Journey und gezielten Onlinemarketingmaßnahmen so zum Erfolg zu führen, darüber wollen wir heute sprechen. Andree, ich freue mich total, dass du heute mit dabei bist. Herzlich willkommen.
Andree Stimmer
00:02:09
Ja, vielen Dank, Hannah. Ich freue mich auch. Auch danke an euch, dass ich dabei sein darf. Super spannend, weil ich, du hast ja erwähnt, wir sitzen in Calw. Ich wohne in Stuttgart, fahre immer so etwas über eine halbe Stunde und höre da immer sehr viel Podcasts unterwegs. Natürlich auch die Energiedosis von euch und vertreibe mir da so die Zeit und nutze das auch, um mich auf dem Laufenden zu halten. Und jetzt mal spannend auf der, was heißt anderen Seite, aber einfach mal mittendrin zu sein.
Hannah Simon
00:02:40
Vom Hörer zum Gast. So sollte das sein bei Energiedosis. Bei der Findung unseres heutigen Folgentitels mussten wir beide schon irgendwie schmunzeln, weil das sehr englisch geprägt ist unser heutiger Folgentitel und das eigentlich ja so gar nicht Stadtwerke oder Energieversorger-like ist. Deswegen freuen wir uns aber umso mehr, dass heute unsere Hörerinnen und Hörer eingeschaltet haben. In deinen früheren beruflichen Stationen waren wahrscheinlich englische Begriffe und Buzzwords nicht selten an der Tagesordnung. Bevor wir so richtig inhaltlich einsteigen, würde ich dich auf jeden Fall einmal gern bitten, dass du uns noch ein bisschen erzählst, wo du herkommst und was dich nach Calw am Ende geführt hat.
Andree Stimmer
00:03:30
Also wenn wir ganz vorne anfangen, ich komme aus Iserlohn. Ich habe auch mit Freude den Podcast, also die Energiedosis, gehört mit den Kollegen aus Iserlohn, alleine aus regionaler Verbundenheit. Habe dann, habe da die Ausbildung begonnen als, früher hieß das noch Werbekaufmann, so klassisch. Heißt heute ein bisschen anders, hat sich glaube ich auch von den Inhalten geändert. Das merkt man ja auch alles. Und bin dann nach Düsseldorf gegangen. Habe lange in Düsseldorf gelebt, da auch verschiedene Agenturen durchlaufen. Also ich bin so ein klassisches Agenturkind, sage ich mal. Und habe natürlich da auch die ganze Digitalisierung voll mitgekriegt und die Kanäle und einfach die vielfältigen Möglichkeiten. Und bin jetzt seit dreieinhalb Jahren ungefähr in Stuttgart und seit fast zwei Jahren bei der Energie Calw. Habe das Marketing übernommen und, klar, ist natürlich ein spannendes Thema, das wir mit der deer machen. Wir befassen uns da schon länger mit, so seit 2012, 2013 unter dem ENCW-Dach. Das Thema ist aber so groß geworden, dass wir dann gesagt haben, wir gründen 2019, also 01. Januar 2019 ist das Gründungsdatum, die deer um da auch umfassend, so wie du es auch beschrieben hast, das Thema Elektromobilität voranzutreiben. Wir hatten dabei auch schon einige Kommunen hier unter Vertrag, wo wir Standorte haben und bauen das Ganze auf. Und es steht und fällt natürlich auch mit den Kunden, die das Angebot nutzen und deswegen ist bei uns in erster Linie angesagt, dass wir gucken, wo können wir diese Kunden erreichen und mit welchen Botschaften?
Hannah Simon
00:05:25
Du hast jetzt gerade auch so ein bisschen angedeutet, was hinter der deer steckt. In meiner Recherche vorab habe ich gesehen, dass das Modell oder die Tätigkeitsfelder der deer auf drei Säulen fußen. Einmal Mobility Solutions, einmal das E-Car-Sharing, über das wir heute auch vor allen Dingen sprechen werden, und einmal E-Mobil. Vielleicht kannst du den Zuhörerinnen und Zuhörern noch ein bisschen erläutern, was so dahinter steckt, also was die deer alles anbietet in diesen drei Tätigkeitsfeldern.
Andree Stimmer
00:05:59
Ja ,sicher. Also du hast ja schon gesagt, deer Mobility Solutions, die ganzen Mobilitätskonzepte, Lösungen, die wir anbieten,auch für Unternehmen. Da geht es natürlich dann in Richtung Fuhrpark, aber da kommen auch so Themen wie Teilen dazu. Weil uns ist auch wichtig, dass wir einfach die Anzahl der Fahrzeuge reduzieren. Und das können wir auch auf Unternehmensseite. Also, ich habe ja schon gesagt, es geht um Fuhrparkthemen. Das heißt, auch den Fuhrpark elektrifizieren. Aber auch um die ganzen Konzepte dahinter. Und wir haben da Projekte laufen, wo die Firma die Fahrzeuge zur Verfügung stellt, die Mitarbeiter die aber auch privat nutzen können, was sie dann natürlich auch selber bezahlen. Das gibt die App ja dann her. Ich kann dann ganz einfach sagen, es ist eine Privat- oder eine Geschäftsbuchung, um da die Auslastung der Fahrzeuge zu erhöhen. Der Klassiker sind die Nicht-Geschäftszeiten. Also das ist bei jedem Unternehmen anders, aber sagen wir jetzt mal von abends bis morgens und das Wochenende. Und da haben die Mitarbeiter dann die Möglichkeit das für ihre privaten Fahrten zu nutzen. Und ein Klassiker ist der Arbeitsweg, was ja auch eine Privatfahrt ist. Das sind all die Themen, mit denen wir uns befassen. Und dann kommen die ganzen anderen Themen auch noch dazu, wenn wir jetzt bei den Unternehmen sind, was Ladeinfrastruktur angeht. Die Fahrzeuge, die Software, die dahinter steht, das können wir dann im Komplettpaket bilden. Klar ist ja auch, wenn wir im kommunalen Bereich sind, wo auch das E-Car-Sharing angesiedelt ist oder was so die Zielgruppe ist, die Kommunen hier im ländlichen Raum, dann haben wir klar das Thema Teilen auch. Aber die können auch sagen, als Kommune, ich mache eine Ankermiete. Das heißt zu bestimmten Zeiten, das kann dann 8-12 Uhr sein, das kann 8-16 Uhr sein, wo die Verwaltung tätig ist, können die eins oder mehrere Fahrzeuge, also es kann zum Teil oder alle Fahrzeuge sein, für sich blocken, für die Mitarbeiter, für ihre geschäftlichen Fahrten in dem Fall. Und der Rest der Zeit steht es dann den den Bürgern in der Kommune zur Verfügung. Also solche Modelle gibt es auch im kommunalen Bereich. Und dann gehört bei den Mobility Solutions auch noch der Bereich Förderung dazu. Das ist natürlich ein ganz heißes Thema. Was Fahrzeugförderung, Ladeinfrastruktur wird ja gerade sehr stark vorangetrieben, auch vom Bundesministerium. Da müssen wir immer auf dem Laufenden sein und auch unsere Kunden beraten, was sie da gerade bekommen können bei der Realisierung der Projekte. Das ist so der Bereich. Dann E-Car-Sharing. Wir haben gestartet im kommunalen und im ländlichen Raum, weil wir selber daher kommen und auch gesehen haben, dass da der Bedarf am größten ist. Weil in den Großstädten, ob es jetzt hier bei uns in Stuttgart ist oder in Hamburg oder in Düsseldorf, da gibt es so die klassischen Anbieter, die wahrscheinlich jeder kennt. Share Now, Miles wird jetzt immer größer, die eher das Free-Floating-Konzept fahren. Ich habe ein Gebiet und da kann ich mich bewegen und die Autos frei abstellen. Und wir haben schon die Notwendigkeit gesehen, dass wir im ländlichen Raum ein Angebot machen, weil der Bedarf da auch viel größer ist, alleine schon weil der ÖPNV nicht so stark ausgebaut ist, und wenn man ehrlich ist, teilweise gar nicht existent. Wir haben aber von Anfang an gesagt, wir wollen niemanden verdrängen. Wir wollen ein Teil der Lösung sein und das ganzheitlich sehen. Deswegen haben wir auch oft die Stationen an den Bahnhöfen zum Beispiel. In der Nachbarstadt, in Walderstadt, haben wir auch eine am Bahnhof. Weil das ist die schöne Ergänzung, weil ich aus Stuttgart mit der S-Bahn da ankomme und dann mit unserem Auto weiterfahren kann oder andersherum. Und unser Konzept basiert darauf, dass wir sagen, okay, wir installieren eine Ladestation in der Kommune, die dann gleichzeitig auch als E-Car-Sharing-Station fungiert. Das heißt, ein Platz ist reserviert für das E-Car-Sharing und, klassischerweise die Ladesäule hat ja zwei Ladepunkte, der zweite Parkplatz ist dann für Ladekunden frei. Der Vorteil ist, dass da der Kunde oder die Kundin immer einen Parkplatz vorfindet. Und im Sinne der Gemeinschaft und Solidarität das Auto dann auch wieder angeschlossen wird und für den nächsten Kunden dann schon mal vorgeladen wird. Wir nennen das halbstationäres Konzept. Also wir haben zwar ein Gebiet, aber in dem Gebiet kann ich von Ladestation A zu Ladestation B fahren und die Buchung beenden. Und die kann beliebig sein. Also es ist kein stationäres Konzept, wo ich immer wieder dahin zurückkommen muss, wo ich die Fahrt begonnen habe. Wir haben jetzt zum Beispiel eine Kooperation mit der Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg, die über Parkplätze, Parkgaragen, Parkhäuser in ganz Baden-Württemberg verfügen, und auch in den Großstädten. Und mit denen zusammen haben wir Standorte in Stuttgart, Karlsruhe und Heidelberg realisiert. Das heißt, die haben schon Ladeinfrastruktur in den Parkhäusern, die wir mitnutzen und die dann Stationen sind. Das gibt den Kunden die Möglichkeit, entweder vom Land in die Großstadt zu fahren oder sich zwischen den Städten zu bewegen. Und diesen Schritt sind wir auch bewusst gegangen. Wir hatten gerade das Thema ländlicher Raum, aber wir wollen den Leuten auch ermöglichen, vom ländlichen Raum in die Stadt zu fahren oder auch andersrum. Mal in die Natur zu fahren, bei uns in den Schwarzwald zu fahren. Und der dritte Bereich ist dann alles, was Ladeinfrastruktur angeht. Öffentlich, privat, Wallbox. Da sind wir auch wieder beim Thema Förderung und das sind so die drei Säulen. Und dann passiert natürlich noch viel dazwischen und drumherum und das macht es super spannend.
Hannah Simon
00:12:17
Das glaube ich. Und eure zarte Pflanze deer ist seit 2019 ja schon deutlich gewachsen. Du hast es auch zwischenzeitlich schon gesagt. Ich habe über dreitausend Kunden, habe die jetzt mittlerweile schon gewonnen oder an Bord, die sich für das E-Car-Sharing registriert haben. Jetzt fragt sich wahrscheinlich jeder Marketer, der zuhört: Wie habt ihr das geschafft? Denn ihr seid kein Mobilitäts-Start-Up aus einem Riesenkonzern heraus, wo ihr wahrscheinlich Unmengen an Budget und Human-Ressourcen habt, um so eine Marke zu etablieren und umzusetzen. Ihr habt das mit euren eigenen Bordmitteln und Kreativität und einem strategischen Ansatz geschafft. Und da musst du uns jetzt unbedingt einmal mit holen. Wir haben es eingangs schon angerissen, Customer Journey. Vielleicht können wir da ganz am Anfang dieser Reise einmal einsteigen. Wie seid ihr vorgegangen? Wie habt ihr es geschafft, diese potenziellen Kunden für euch ausfindig zu machen und später auch gezielt anzusprechen und zu gewinnen?
Andree Stimmer
00:13:23
Also klar, wir hatten ja schon einen Kundenstamm auch bevor ich hier angetreten bin oder wir auch im Marketing uns überlegt haben, wie machen wir das. Und da haben natürlich auch die Stationen davor geholfen, dass wir gesagt haben, okay, wir gucken uns jetzt einfach mal an, was ist denn so der klassische Kunde? Und für uns waren die Dinge wichtig, dass wir, also wir wussten es ja nicht. Am Ende ist eine Person herausgekommen, weil es sich so verdichtet hat. Es kann ja auch mal sein, dass es mehrere sind, aber das hilft ja schon zum einen weiter. Und was sind so daneben die Inhalte und die Kanäle, die wir bespielen wollen? Und was auch ein wichtiger Faktor war, ist in welcher Phase, wenn wir jetzt bei der Journey sind, die sich ja in verschiedene Phasen aufteilt, da kommen wir später auch noch mal zu. Was für Motive hat da der oder die KundIn? Was umtreibt die da? Um dann auch zu sagen, wie können wir die gezielt ansprechen? Das geht dann wieder zusammen mit den anderen Themen Inhalt und über welchen Kanal erreichen wir die Leute? Und da hilft natürlich in erster Linie, dass man einfach seine Daten nimmt und die analysiert. Und da haben wir durch die Nutzer, die sich registrieren bei uns und durch die Aktivitäten, die sie da machen, sprich ihre Fahrten, umfangreiche Daten. Aber auch wo sie dann herkommen auch. Das ist schon mal das Eine. Also der erste Punkt ist dann wirklich, wir müssen die Daten analysieren von unseren Kunden. Aber auch zum Beispiel die sind nicht riesengroß bei uns, aber es ist auch immer interessant, unsere Follower auf den sozialen Netzwerken. Dass man sich die einfach mal anguckt und wir haben dann schon gemerkt, es gibt da Parallelen auch zwischen den Datentöpfen, dass man da sieht, da ergibt sich jetzt nicht ein komplett anderes Bild. Klar hat man da auch Schnittmengen, weil die Follower sind ja auch teilweise Kunde, teilweise nicht. Und das war so eine Analyse, da muss ich jetzt auch zwischendurch mal schöne Grüße an meine Kollegin richten, die sich dem Thema angenommen hat. Wir haben es immer auch besprochen und gesagt, wie machen wir weiter? Sie befindet sich jetzt gerade im Mutterschutz, weil sie im Juli Mutter geworden ist. Und die hat da so die Basis gelegt mit der ganzen Datenanalyse. Aber auch geguckt, was können wir daraus machen? Weil das eine sind ja die Daten, das andere, was mache ich dann damit?
Hannah Simon
00:16:01
Das heißt, die Daten habt ihr, weil du jetzt von Social Media Kanälen gesprochen hast, da habt ihr ganz klassisch die Statistik-Bereiche aus Instagram und Facebook genutzt, wo das ja auch schon ganz schön aufbereitet wird, oder?
Andree Stimmer
00:16:15
Exakt. Also in dem Bereich das, was uns zur Verfügung steht. Und da kriegt man ja auch schon mal teilweise die Sachen raus. Ob es das Alter ist oder wo die Leute herkommen. Und wir fanden das schon wichtig, das auch mal übereinander zu legen mit den Daten von unseren Kunden, ob das anders ist und so kleinteilig findet man natürlich auch die Sachen heraus, das haben wir dann hinterher organisch genutzt, sage ich mal. Zu welchen Zeiten macht es denn Sinn, zu posten? Wo funktioniert es besser, an welchen Tagen? Das ist dann auch noch so nebenbei herausgekommen. Oder zu welchen Uhrzeiten, in welcher Häufigkeit? Und dann geht es auch wieder ins inhaltliche Thema. Welche Inhalte funktionieren besser als andere? Und wie ich schon gesagt habe, am Ende war ein essentieller Part, dass wir einfach eine oder mehrere Persona, also wir haben eine Persona, weil es so eindeutig war, die wir dann für die Kommunikation nutzen können.
Hannah Simon
00:17:19
Genau. Vielleicht erläutern wir das einmal ganz kurz für die da draußen, die vielleicht so eine Persona noch nicht kennen. Es ist eine bildhafte Zeichnung eines Kunden mit Name, demografischen Daten, Bedürfnissen, Vorlieben. Man stellt sich da so ganz praxisnah einen Menschen vor, der Kunde der deer sein könnte.
Andree Stimmer
00:17:43
Ist der Enno. Ich weiß gar nicht, warum er so heißt. Exakt so, wie du es gesagt hast. Also man kann da sagen, das ist wie so ein Beispiel-Kunde, der alle Attribute in sich vereinigt, die auch in dem Kundenstamm vorhanden sind, um zielgerichtet vorzugehen. Und das können soziodemografische Sachen sein, das können aber auch Interessen sein, Hobbys,oder was heißt können, das sind idealerweise diese Attribute. Also so viel, wie man herausfinden kann oder so viel, wie man dieser Person oder diesen Personen, es können ja auch mehrere sein, zuschreiben kann. Da kommen wir nachher noch zu. Durch dieses starke Kundenwachstum müssten wir es jetzt, oder wollen das auch relativ zeitnah wieder machen, weil es kann sich ja verändert haben. Aber wir sehen ja, das was wir jetzt gerade machen, dass es ganz gut funktioniert. Und wir waren bei Kanälen auf dieser Reise und wir haben dann auch gesagt, wir gucken mal, dass wir Kanäle zuordnen zu den einzelnen Phasen. Aber das ließ sich dann auch nicht so trennscharf machen. Also man kann dann nicht sagen, Social Media ist jetzt der Kanal in der Awareness-Phase, also in der ersten Phase, wo wir die Leute da reinholen wollen. Das haben wir zwar da genutzt, aber Social Media ist ja auch, in den anderen Phasen spielt das ja auch eine Rolle. Also das konnte man nicht so trennscharf machen, aber eher was so die Inhalte angeht. Und am Ende kam auch heraus, was bedienen wir für Kanäle gerade und welche denken wir, die wir zukünftig bedienen wollen? Und für uns war auch klar, dass wir mehr digitale Kanäle bedienen wollen, weil es einfach auch ein digitales Produkt ist, weil es ja alles über die App läuft. Klar, ich steige am Ende in ein Auto und fahre von A nach B. Das ist, noch muss man vielleicht sagen, wenig digital, sondern vielleicht, wenn wir dann irgendwann mal in den selbstfahrenden Autos sitzen, dann ist das auch wieder was anderes. Aber das Ganze, was davor oder danach passiert, ist ja digital. Und der Vorteil von den digitalen Kanälen ist natürlich, der Kunde ist direkt da, wo er sich auch registriert. Wenn ich jetzt ein offline Werbemittel wie eine Anzeige habe, dann muss er ja sein Handy in die Hand nehmen und bei den digitalen Kanälen hat er das ja schon in der Hand oder sitzt am Rechner oder wie auch immer. Das war uns dann klar und dann haben wir gesagt, wir starten jetzt mal mit Social Media und dann auch bezahlt, weil wir gemerkt haben, das haben wir dann parallel gemacht, weil das können wir ja natürlich da auch herausfinden. Wir haben uns wirklich intensiv mit dem Redaktionsplan auseinandergesetzt und bei uns sind es jetzt gerade, oder waren es so in der Vergangenheit, Facebook und Instagram, die wir mit der deer bedienen, dass wir da auch organisch unterwegs sind. Und Inhalte regelmäßig, also wir haben es dann aufgehört, weil wir gemerkt haben, es hat nicht so den Effekt. Aufwand und Ertrag steht da nicht so in einem guten Verhältnis. Da haben wir wirklich zweimal die Woche Inhalte gepostet und haben uns auch überlegt, was könnte der Inhalt sein? Also das kann von Ausflugstipps sein, die die Leute mit unseren Autos erreichen können, bis wo haben wir neue Standorte und so weiter und so fort. Das machen wir weiterhin. Also wir sind organisch unterwegs und da merkt man jetzt auch so den Unterschied zwischen Instagram und Facebook. Instagram ist viel mehr Interaktion als zum Beispiel bei Facebook. Das kann aber auch an der Altersstruktur liegen. Das merken wir alle, dass Facebook sich verändert und eher so Instagram nicht nur auf der Überholspur ist, sondern schon überholt hat und weiter ausbaut. Also da waren wir unterwegs, aber uns war klar, wir müssen jetzt Geld investieren, um da auch was zu erreichen. Dann haben wir gesagt, wir müssen uns einen Partner suchen und eine Kampagne entwickeln lassen, die unsere Vorteile herausstellen auf der einen Seite. Also so klassische Produktvorteile, und auf der anderen Seite so die Bedürfnisse auch adressiert, die die Kunden oder Kundinnen haben. Um die Kunden dann auch auf diese Reise zu schicken. Und der Plan war jetzt so im klassischen Sinne, dass wir die erstmal in diese erste Phase, also in diese Bekanntheitsphase, dass sie uns überhaupt kennen, reinbekommen. Und es hat sich auch, wir kommen dann später auch noch zu der ein oder anderen Zahl, gezeigt, dass wir die auch schon weiter treiben können. Also es waren schon auch ein beträchtlicher Teil, der die consideration, also die kommt es jetzt in Frage oder nicht das Angebot, übersprungen hat und dass sie sich dann auch schon registriert haben. Also wirklich dann schon in dieser Kaufphase, also in dieser dritten Phase direkt, ich sag es mal so salopp, durchgerauscht sind. Was natürlich schön ist, aber es war von Anfang an gar nicht das Ziel. Also man freut sich natürlich, wenn das dann im großen Teil so passiert, aber wir wollten einfach auch nicht so vermessen sein und sagen, das funktioniert jetzt so gut, wir wollen die jetzt da durchtreiben. Für uns natürlich erfreulich, aber uns war wichtig, dass wir die Leute auf diese Reise schicken und auf dieser Reise werden wir noch ganz viel zu tun haben. Wir befassen uns jetzt gerade, das ist relativ aktuell, wir werden jetzt auch in den Bereich SEA gehen, was auch wieder total spannend ist, weil wir ja gucken müssen, nach was suchen die Leute. Wenn die nach uns suchen sollten sie uns idealerweise sowieso finden, weil sie mal von uns was gesehen haben, gehört haben oder ein Auto gesehen haben von uns. Aber was sind so die Begriffe, nach was suchen die Leute? Weil, jetzt mal ganz rudimentär gesagt, sie wollen von A nach B und wir sind eine Lösung davon. Und da sollten wir natürlich auftauchen. Aber da ist natürlich auch wieder die Frage, wie viel Budget muss ich da überhaupt reinstecken, damit ich sichtbar bin. Und das ist auch dann der nächste Schritt, den wir da gehen und was wir, ja im Endeffekt ist es auch ausprobieren. Also wir erhoffen uns natürlich auch was davon, sonst würden wir kein Geld rein investieren. Aber wir wissen auch nicht, was passiert. Dass wir einfach mehr Besucher auf unsere Seite ziehen, darum geht es am Ende, weil da registrieren die sich. Es ist natürlich von vielen Faktoren abhängig. Wo wohnen die Leute? Kommt das für die infrage? Wie auch immer. Aber dass wir da einfach schon bei denen aufm Schirm sind. Wenn die mal irgendwo hinwollen und es kann ja auch sein, dass es in dem Fall, wo sie irgendwas von uns sehen oder uns finden, sagen, okay, jetzt für den Fall ist es noch nichts, aber vielleicht bei der nächsten Urlaubsreise setzen sie sich ins Auto und fahren. Wir haben auch eine Station am Stuttgarter Flughafen, also sind vier Plätze, die wir da haben, direkt im Parkhaus am Flughafen. Und sagen dann, okay, das ist jetzt der Fall, wo ich es mal verwenden kann und fahre jetzt zum Flughafen. Und nachher, wenn ich wiederkomme, steige ich wieder in das Auto und fahre wieder nach Hause. Das kann man natürlich am Anfang nicht wissen und das versuchen wir jetzt herauszufinden, wie das für uns funktioniert und was wir damit erreichen können, damit wir einfach bei den Leuten auf dem Schirm sind und eine Option sind, das nächste Mal vielleicht mit uns zu fahren. Wir haben dann auf so eine Kombination aus Bedürfnis, da gehören dann so Dinge zu wie ich möchte mal nach draußen, so Aktivität im freien, Landflucht. Da sind wir eher bei uns hier in der Region Schwarzwald, da können wir natürlich einiges bieten. Aber wir haben auch auf der anderen Seite die Großstadt mit ihrem Angebot mit Einkaufen, mit kulturellem Angebot. Also das meine ich dann mit Bedürfnissen und das haben wir dann immer kombiniert mit unseren Vorteilen. Dass ich keinen Parkplatz suchen muss, dass ich keine Parkgebühr bezahle. Weil selbst in Stuttgart, ich fahre rein und muss dann jetzt auch keinen Parkplatz suchen, weil die Plätze sind ja da und stehen dann für den oder diejenigen zur Verfügung. Und damit diese Kombination gewählt, um uns da entsprechend darzustellen und das Angebot auch entsprechend interessant zu machen. Also wir haben so zehn Motive jetzt, die wir auf Facebook und Instagram ausgespielt haben. Kann man auch gerne mal reingucken. Da hat sich jetzt, wenn wir an den Anfang nochmal kommen, die Persona ausgezahlt, weil es von der Ausspielung der Kampagne auf Facebook und Instagram hilfreich war, zielgerichtet vorzugehen. Und nicht zu sagen, unser Markt ist Baden-Württemberg, aber wir sind natürlich stark an die Stationen gebunden, weil wir aus unserem Konzept heraus oder unser System, so wie wir es fahren. Und da haben wir zum einen natürlich gesagt, wir spielen es aus an den Stationen, die wir haben und Umkreis 20, 30 Kilometer. Da haben wir natürlich auch Überschneidungen, aber das erledigt dann der Algorithmus. Weil es macht nicht Sinn, wenn die nächste Station, also haben wir zumindest gesagt, wenn die nächste Station 100 Kilometer weg ist. Dann ist das Potenzial nicht so groß, dass eine Person sagt, das kommt für mich jetzt überhaupt in Frage. Das haben wir zum einen gemacht, also so geografisch. Aber auch die Persona an sich, weil wir dann, ich weiß es waren wenn ich mich jetzt richtig erinnere schon so zwei, drei Millionen die jetzt potentiell anzusprechen sind, klar wir können dann auch ausschließen Leute unter achtzehn, weil die einfach keinen Führerschein haben. Das sind so natürliche Dinge, die man dann ausschließen kann.
Hannah Simon
00:27:55
Die aber abseits vom Online, von der Online-Werbung ja nicht möglich sind, so richtig in der Zielgruppeneingrenzung auch zu nutzen. Also wenn man jetzt an das klassische out-of-home denkt.Das ist dann schon ein essentieller Vorteil, dass ihr da online jetzt schon so stark in die Zielgruppen direkt reingehen konntet oder die so zugeschnitten auch angehen konntet. Also finde ich interessant.
Andree Stimmer
00:28:16
Ja genau, also nicht nur was Alter oder andere Parameter, also so soziodemografische Sachen angeht, sondern auch generell einfach. Und dann konnten wir es schon runterbrechen, so auf 400.000 Leute, die wir ansprechen. das ist ja auch das Gute. Das wird ja auch errechnet vom Algorithmus, beziehungsweise bei Facebook. Mit Facebook meine ich immer Facebook, Instagram, ist der gleiche Konzern. Da wird es angezeigt und dann können wir es ausspielen. Und da hat man schon relativ schnell gemerkt, dass es gut funktioniert. Weil wir hatten natürlich immer so die Registrierungszahlen im Blick, als die Kampagne lief und haben gefühlt jede Minute da reingeguckt, weil wir das so spannend fanden. Und was auch, ja was heißt erstaunlich war, aber ich hätte schon gedacht, dass halt von den Followerzahlen es sich entwickelt, also mehr positiv entwickelt, als es tatsächlich war. Da ist relativ wenig passiert. Wenn wir jetzt nur mal auf diesen organischen Bereich kommen, natürlich passiert das, weil die sich registrieren und dann auch sagen, das ist ein Kanal für mich, um auf dem Laufenden zu bleiben. Und da können sie auch auf dem Laufenden bleiben. Weil wir informieren sie über neue Stationen oder neue Fahrzeuge, oder wie auch immer. Aber das hat eigentlich gar nicht dazu geführt. Aber wir können ja froh sein. Das Wachstum bei den Kunden, also bei den registrierten Kunden, war viel, viel größer, dazu im Vergleich. Und es hat uns auch wirklich überrascht. Da, glaube ich auch, war diese Basisarbeit mit den Daten, wenn wir jetzt nochmal zum Anfang springen oder das nochmal so Revue passieren lassen mit der Persona, die wir dann haben. Das hat sich dann einfach ausgezahlt, dass wir da so zielgerichtet vorgegangen sind. Und es ist ja auch der Vorteil, bei dem Geld, was man dann ausgibt, weil im Endeffekt ist es ja so, ich lege eine Summe fest, die ich im Monat oder am Tag ausgebe. Und der Algorithmus fängt dann an, die Sachen auszuspielen. Und er merkt, welches Motiv funktioniert vielleicht besser als das andere und spielt dann das bessere mehr aus. Dann braucht man ja gar nichts mehr machen. Und das ist natürlich budgetseitig auch extrem vorteilhaft, weil man das Maximum, also vielleicht will ich jetzt nicht sagen Maximum, weil das weiß ich ja nicht, vielleicht wir noch irgendwas anders oder besser machen können, aber weil man dann das Geld möglichst gut einsetzt. Wenn ich sage, ich spreche, wir hatten ja gerade die Zahlen, nicht die 400.000 an, die wir aufgrund der Persona herausgefiltert haben, sondern die zwei, drei Millionen, die bei uns in der Nähe der Station leben und über 18 sind und die ganzen Parameter. Dann kann ich das Geld, was ich da einsetze, nicht so gut nutzen, weil es einfach viel mehr Leute sind. Und das ist extrem vorteilhaft, dass ich jetzt nicht sage, ich gebe das Geld aus und weiß eigentlich gar nicht, was passiert und kann so zielgerichtet vorgehen.
Hannah Simon
00:31:29
Hast du ein paar Zahlen, die du uns auch verraten kannst so aus der Kampagne heraus? Du hast jetzt schon gesagt die Zielgruppe konntet ihr eingrenzen auf 400.000 Menschen. Hast du vielleicht zum Beispiel auch eine Zahl, wie viel ihr am Ende tatsächlich erreicht habt?
Andree Stimmer
00:31:43
Sicher. Also alles verraten möchte ich nicht, aber damit es mal plastisch wird. Es war ein Zeitraum von drei Monaten. Wir haben 50 Euro am Tag ausgegeben, also im Monat kann man sich jetzt leicht errechnen. Das sind 1500 Euro im Monat. Und wir haben dann erreicht, auch so über die Motive im Durchschnitt, dass wir, das war für uns auch ein wichtiger Parameter, dass wir so pro Link-Klick, also die Leute, die dann wirklich draufgeklickt haben und bei uns auf der Seite gelandet sind, so 77 Cent hatten wir im Schnitt über die Motive gerechnet. Was schon okay ist, aber es geht ja auch darum im Laufe der Kampagne, und wenn wir jetzt nochmal anfangen, das auch zu analysieren, einfach diesen Preis auch runterzukriegen. So zu optimieren, dass wir auf 70 Cent, auf 60 Cent, ich weiß nicht, wo man hinkommen kann. Aber darum geht es natürlich auch jetzt im Laufe der Zeit, dass wir diese Kosten runterkriegen. Und dann kann ich sagen, wie viele von den Leuten, die bei uns auf der Seite sich das angeschaut haben, wie viele davon haben sich registriert? Und da lagen wir so circa bei zehn Prozent. Da hätten wir nicht von zu träumen gewagt, dass die Rate so hoch ist. Und was so im Vergleich auch zu anderen Sachen, man unterhält sich ja auch oder hat schon einige Sachen gemacht, schon sehr, sehr hoch ist. Ich hatte ja schon gesagt, da haben wir die schon durch die Reise durchgetrieben, kann man fast sagen. Und klar ist natürlich auch, die müssen jetzt auch fahren. Aber wir haben schon mal für diesen Kundenstamm gesorgt, für diesen größeren Kundenstamm, der dann auch unterwegs sein kann. Und im Laufe der Kampagne haben wir unsere Kunden im E-Car-Sharing verdoppelt, also über die drei Monate gesehen. Und was für uns auch wieder total erstaunlich war, wir haben, also ich hab es mal so genannt, einen vialen Effekt erzeugt. Wir hören jetzt gerade gar nicht auf und heute Morgen habe ich nochmal reingeguckt, weil wir auch im Team da natürlich oft drüber sprechen. Der Kundenzuwachs hört nicht auf. Also wir haben seit ein paar Wochen, wir haben da so die Ferien noch ein bisschen mitgenommen, in Baden-Württemberg waren die ja ein bisschen später zu Ende. Aber haben nach den Ferien jetzt erstmal gar nicht weitergemacht. Und das ist auch ein Grund, warum wir nicht weitergemacht haben, weil dieses Kundenwachstum gar nicht nachlässt, obwohl die Kampagne gar nicht mehr läuft. Jetzt kann man sagen, ja super, brauchen nix mehr machen, kein Geld ausgeben. Wir wollen da schon weiter aktiv sein und diese Sichtbarkeit auch behalten. Aber da hätten wir auch nie mit gerechnet, dass es so passiert, und es scheint da irgendwie, klar, das sind mehr Kunden, die sprechen drüber. Man muss natürlich auch zugeben, die Stationen in den Großstädten, die ich erwähnt habe, die haben wir auch erst seit ein paar Wochen, also so mitten in der Kampagne. Ich glaube, dass die auch extrem geholfen haben, weil man einfach auf diesem kleinen Raum in der Großstadt auch viel mehr Leute erreicht und die sehen unsere Autos und die fahren jetzt einfach woanders herum. Ich glaube, dass das auch sehr stark geholfen hat.
Hannah Simon
00:35:10
Andree, ich gucke auf die Uhr und sehe, die Zeit ist absolut verflogen. Dann würde ich aber sagen, wir schauen auf jeden Fall nochmal, als treuer Podcast-Hörer kennst du ja schon die Frage zum Abschluss, ob es Dinge gibt, zentrale Erkenntnisse, lessons learned, wie mein Kollege Heiner immer so schön sagt, die du jetzt aus der Online-Kampagne, aus dieser Customer Journey, die ihr erstellt und durchlaufen habt mit euren Kunden, die du mitgenommen hast, die du unseren Zuhörerinnen und Zuhörern zum Abschluss nochmal mitgeben kannst?
Andree Stimmer
00:35:46
Also ich glaube, ich habe schon das ein oder andere einfließen lassen. Der erste Punkt ist, Daten nutzen. Also sich die Daten anschauen, das ist teilweise auch nicht angenehm. Vielleicht kommen da auch erschreckende Sachen heraus oder Dinge, die man nicht wissen will, aber extrem wertvoll. Man sollte sich natürlich vorher überlegen, was mache ich dann damit? Sich da schon ein Bild machen. Teilweise weiß man das aber gar nicht vorher, weil man nicht weiß was in den Daten drinsteckt. Wir haben jetzt über E-Car-Sharing gesprochen. Wenn wir im Energiebereich sind, gilt aber das Gleiche, weil der der Datenschatz, so muss man ihn ja einfach nennen, der ist natürlich auch umfangreich. Das geht ja nicht nur über die Daten des Kunden an sich, so Adresse und so weiter, sondern auch was Verbräuche angeht und so. Wir wissen ja schon relativ viel. Und der zweite Punkt ist, dass man diese digitalen Kanäle auch so als Marktmarktforschungswerkzeug nutzen kann. Gerade was das Marketing angeht. Was funktionieren für Botschaften? Einfach generell. Da haben wir jetzt auch schon einiges rausgezogen. Also ich kann nur mit auf den Weg geben, es einfach auch mal zu tun und auch ernsthaft zu tun. Nicht zu sagen, okay ich probiere das jetzt mal zwei, drei Tage aus mit 50 Euro. Ich glaube, das müssen einfach längere Zeiträume sein, klar, ist immer Budget abhängig. Aber ich denke die Zahlen, die ich jetzt genannt habe, die sind auch nicht exorbitant. Die können auch aus einem anderen Kanal kommen, dass man da was vershiftet. Aber man lernt auch extrem viel. Was die Kommunikation angeht, was funktioniert und so weiter. Und daran schließt sich auch der dritte Punkt: diese Erkenntnisse dann für die gesamte Kommunikation nutzen. Also querbeet, ob es Botschaften sind, die auf der Website auftauchen, vielleicht in der Anzeige. Das haben wir auch schon gemacht, weil wir es gelernt haben. Und das sind so die drei Sachen, die ich jedem und jeder ans Herz legen kann.
Hannah Simon
00:38:00
Super. Ich danke dir Andree, für das spannende Gespräch. Jetzt seid ihr da draußen noch gefragt. Hinterlasst uns euer Feedback und eure Gedanken bei uns im Extranet unter www.dienetzwerkpartner.com, oder besucht uns auf unseren Auftritten auf LinkedIn und Xing. Wir freuen uns, euch da zu sehen. Sagen für heute vielen Dank und hoffentlich bis zum nächsten Mal. Macht's gut.