88: Gemeinsam stärker: Wie Kooperation Stadtwerke zukunftsfähig macht – Reiner Timmreck, Stadtwerke Iserlohn und Benjamin Pehle, Die Netzwerkpartner
29.01.2026 38 min
Zusammenfassung & Show Notes
Regulatorischer Druck, neue Wettbewerber, steigende Erwartungen an Effizienz und Tempo. Kaum eine Branche steht so unter Veränderungsdruck wie die Energiewirtschaft. Viele Stadtwerke merken dabei schnell: Allein lassen sich diese Aufgaben kaum noch stemmen. Kooperationen werden zum strategischen Hebel.
Reiner Timmreck, Geschäftsführer der Stadtwerke Iserlohn und Benjamin Pehle, Geschäftsführer, Die Netzwerkpartner diskutieren in dieser Folge, warum Kooperationen mehr sind als ein Nice-to-have. Es geht um das Bündeln von Interessen, wirtschaftliche Resilienz und die Frage, wie kommunale Unternehmen gemeinsam stärker werden, ohne ihre regionale Identität zu verlieren.
Anhand konkreter Beispiele zeigen sie, wo Stadtwerke heute schon erfolgreich zusammenarbeiten, wie Kooperationen Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle ermöglichen und warum die Energiewende selten an Technologie scheitert, sondern an fehlender Zusammenarbeit. Dabei sprechen sie auch offen über die menschliche Seite von Kooperationen. Kontrolle abgeben, Kompromisse eingehen, Wissen teilen. Denn genau darin liegt oft der Schlüssel zum Erfolg.
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Transkript
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Energiedosis, dem Praxis-Podcast der Netzwerkpartner. Und bevor wir gleich ins Thema reinstarten, habe ich direkt mal eine Bitte an euch da draußen. Wenn euch die heutige Folge gefällt, dann lasst uns sehr gerne eine Sternebewertung da in der Streaming-App eurer Wahl. Das hilft uns total, den Podcast weiter bekannt zu machen und so spannende Gäste wie die heutigen einzuladen. Vielen Dank. Ja, starten wir rein ins Thema. Die Energiebranche diskutiert ja seit Jahren über Komplexität, Fachkräftemangel und Investitionsdruck und etwas seltener als die Problembeschreibung werden Lösungsansätze diskutiert. Einer davon kann gemeinsames Handeln sein, denn viele Herausforderungen lassen sich heute schlicht nicht mehr allein bewältigen, wenn unsere Strukturen oft noch aus einer Zeit stammen, in der es genügte, ein Stadtwerk in der Region zu sein. Ich stelle heute mal die These auf, die Energiewende scheitert selten an Technologie, sondern eher dort, wo Zusammenarbeit an Grenzen stößt. Und im heutigen Gespräch schauen wir darauf, wie Kooperation diese Lücke schließen kann und auch was es dafür braucht. Dafür habe ich eingeladen Rainer Timmreck und Benjamin Pehle. Wie immer machen wir eine kleine Verordnung unserer Gäste. Rainer, da würde ich direkt das Wort einmal an dich übergeben. Kannst du dich einmal kurz vorstellen für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer?
Ja, gerne. Mein Name ist Rainer Timmrek. Ich bin Geschäftsführer der Stadtwerke in Iserlohn. Wir sind ein Querverbundunternehmen, 100 Prozent kommunal mit den klassischen Geschäftsfeldern Strom, Gas, Wasser, Wärme und Netze. Darüber hinaus beschäftigen wir uns sehr intensiv mit Digitalisierungsthemen, der kommunalen Wärmeplanung und neuen energiewirtschaftlichen Geschäftsmodellen. Kooperationen spielen seit vielen Jahren eine zentrale Rolle bei dem Heimatversorger. Nicht als Ausnahme, sondern als Teil der strategischen Ausrichtung des Heimatversorgers.
Vielen Dank Rainer. Benjamin, dann einmal zu dir.
Ja, vielen Dank Rainer. Ja, mein Name ist Benjamin Pehle. Ich bin seit 2023 Geschäftsführer der Kooperationsplattform Die Netzwerkpartner. Und Mitglieder der Netzwerkpartner sind über 140 Energieversorger aus ganz Deutschland. Ja, und ich selbst bin seit über 20 Jahren in unterschiedlichen Aufgaben und Funktionen in der Energiebranche tätig.
Super, da habe ich die zwei richtigen Experten hier sitzen, um heute über das Thema Kooperation zu sprechen. Ja, Rainer, man sagt ja den Stadtwerken manchmal nach, sie kooperieren heute immer noch viel zu wenig. Was ist denn deine Antwort darauf, auch in deiner Rolle oder in deinen verschiedenen Rollen, die du ja auch wahrnimmst?
Ja, also den Punkt höre ich auch hier und da und in letzter Zeit auch häufiger als in der Vergangenheit, was ich als Aussage für viel zu pauschal halte. Kooperationen sind aus meiner Sicht längst Alltag auch bei den Stadtwerken, insbesondere in den kommunalen Unternehmen. In Iserlohm haben wir beispielsweise Kooperationen an unterschiedlichen Stellen, horizontal und vertikal. Also als Beispiel, wir haben gemeinsam mit den Stadtwerken Unna zum Beispiel den Betrieb der Leitwarte organisiert. Wir sind in Kooperationsnetzwerken auch mit anderen Stadtwerken unterwegs beim Ausbau der erneuerbaren Energien, zum Beispiel bei der Trianell Erneuerbare Energien Gesellschaft. Wir bauen sogenannte HEMS-Systeme, HEMS-Strukturen auf, auch in der Kooperation mit einigen Stadtwerken aus der Umgebung, aber auch aus ganz Deutschland. Wir bauen SAP-Templates gemeinsam mit unserem IT-Dienstleister der ITEMS auch über mehrere Stadtwerke und Energieversorger hinaus. Und nicht zuletzt sind wir bei den Netzwerkpartnern organisiert und organisieren uns mit 140 Unternehmen in ganz Deutschland. tauschen uns aus und haben viele Formate, in denen wir auch gemeinschaftliche, Produkte besprechen, Strategien besprechen auf der Netzebene und andere Themen auch anstoßen. Ein kleiner Nuklus war auch hier die 450 MHz der Funktechnologie, die wir auch bei den Netzwerkpartnern gemeinschaftlich besprochen haben. Wo sind die Kooperationsthemen? Ja, da, wo Themen komplexer werden, kapitalintensiver oder eben schneller behandelt werden muss. Und da reichen punktuelle Kooperationen, die sich mit kleinen Themen oder einzelnen Themen beschäftigen, oft nicht aus. Das heißt, es braucht hier eine strategische und dauerhafte Kooperation oder Zusammenarbeitsmodelle.
Benjamin, was ergänzt du da und wie ist dein Blick auf das Thema Kooperation momentan bei uns in der Branche?
Ja, ich kann dem Reiner da nur zustimmen. Also Kooperation ist tatsächlich etwas, was glaube ich in dieser Branche mittlerweile, vielfältig gelebt wird, was wir durchaus noch deutlich intensivieren können, an vielen Stellen und was wir auch intensivieren müssen. Weil wenn man mal drauf schaut, also in welchen Bereichen können wir kooperieren, dann muss man sagen, da gibt es ja vielfältige Bereiche und Ansatzpunkte. Überall da, wo es um Daten geht, überall da, wo es um Digitalisierung und KI-Einsatz geht, aber natürlich dann auch überall da, wo es um Cyber-Security-Themen geht. Wir haben gerade ja wieder ein paar Beispiele, wo wir merken, das Thema ist hochkomplex und da braucht es gemeinschaftliche Antworten, aber auch im Netzbereich. Viele Kooperationsthemen beim Smart-Beater-Rollout, im Bereich der Wärmewende, und überall da, und das ist am Ende ja eben auch ein Thema, was uns als Verein der Netzwerkpartner umtreibt, überall da, wo es um die Umsetzung von rechtlichen, regulatorischen Rahmenbedingungen geht und am Ende eben auch darum, gemeinsame Produkte zu entwickeln. Entwickeln, wie HEMS und andere Lösungen, die der Branche dabei helfen, zukunftsfähig zu sein.
Ja, also die Möglichkeiten sind vielfältig. Was wir versuchen in diesem Podcast ja auch immer abzubilden, ist so der Blick in die Praxis. Also wir sind, ich glaube, wir drei sind uns schon mal einig, dass das Thema Kooperation ein Erfolgsfaktor ist für unsere Branche heute. Ich würde gerne einmal so ein bisschen reintauchen in das 450-Megahertz-Projekt, in dem du, Rainer, ja auch sehr intensiv eingebunden warst und bist. Und ja, wenn ich einmal bei uns auf die Netzwerkpartner schaue, ist für uns ja auch ein tragendes Modell, dass wir mit vielen Dienstleistern zusammenarbeiten. Dort mit den Rahmenverträgen schließen und so eben viele Leistungen und Angebote auch über das Netzwerk nutzbar machen. Ist das eine Vorgehensweise, die ihr bei der 450 ebenso gewählt habt?
Ja, Hannah, 450-Megahertz-Technologie ist vielleicht ein tolles Beispiel und ein Bremsdass für die Bedeutung von Kooperationen in Deutschland. Mit der 450 Connect und der Versorgerallianz wurde bewusst eine gemeinsame Infrastruktur geschaffen, die ein einzelnes Stadtwerk, auch kein einzelner Energieversorger in Deutschland allein hätte aufbauen können. Ziel ist hier ein hoch verfügbares, krisenfestes Kommunikationsnetz für kritische Infrastruktur. Alleine wenn ich das sage, kann man sich vorstellen, 1.600, vielleicht 2.000 Masten in ganz Deutschland aufzubauen, ein neues Funknetz zu organisieren, welches hoch resilient ist und für die kritische Infrastruktur, für Kommunikation und Datenaustausch sorgen soll, fernab von Satellitentelefonie oder den herkömmlichen Telefonnetzen. Also eine riesengroße Aufgabe und dafür ist ein strategisches und gebündeltes, Vorgehen erforderlich. Also das heißt, wir haben eine große Beteiligung aufgebaut über viele Versorgungsunternehmen, welche die Interessen, Investitionen und Anforderungen vieler Energieversorger bündelt. Das heißt, wir haben hier eine Organisation aufgebaut, die eine Lösung entstehen lässt, die deutlich resilienter und wirtschaftlicher ist als das, was jeder Einzelne in seinem Netzgebiet herstellen hätte können. Und unsere Erfahrung zeigt, dass solche Organisationen nur funktionieren, wenn klare Governance-Strukturen aufgebaut sind, ein Finanzierungskonzept auch unter den Partnern abgestimmt ist und vor allen Dingen ein klares Zielbild vorhanden ist. Und wenn allen Beteiligten bewusst ist, dass man gemeinsam schneller oder besser vorankommt, als wenn man allein unterwegs ist.
Da nennst du ja schon direkt so aus deiner Sicht so die ersten Erfolgsfaktoren. Da möchte ich auch sehr gerne einen Blick mit euch drauf werfen. Machen wir das doch mal direkt, denn ja, auch wenn wir uns in dem Ziel einig sind oder in dem Lösungsansatz Kooperation einig sind, steckt der Teufel ja oft im Detail und das allein schon durch die verschiedenen Mitwirkenden können da direkt Konflikte entstehen oder beziehungsweise man muss sich da einmal gemeinsam einnorden. Jetzt würde mich aus eurer Erfahrung heraus interessieren, was braucht es denn eigentlich für so eine erfolgreiche Kooperation? Rainer, du hast schon mal die ersten Dinge gerade anklingen lassen. Benjamin, was würdest du denn sagen? Was sind deine Top-Entscheidungs- oder Erfolgskriterien, wo du sagst, das braucht es, sonst gelingt deine Kooperation auch nicht?
Ja, um das, was Rainer schon genannt hat, zu ergänzen, erfolgreiche Kooperationen, da gibt es natürlich unterschiedliche Faktoren, die da eine Relevanz haben. Aber für mich ganz klar, einmal das Thema Faktor Mensch, also vor allen Dingen im kommunalen Umfeld, bei kommunalen Stadtwerken und das weiß ich aus der eigenen Erfahrung, da kennt man sich ja häufig wirklich über Jahrzehnte. Und das heißt gerade zum Start von Kooperationen ist die, ich sag mal, die psychologische Ebene, die ist häufig wichtiger als am Ende der Vertragstext, den man da austauscht. Also das heißt gerade das Thema Zusammenarbeit, wie komme ich eigentlich mit meinem Gegenüber zurecht? Und macht das Sinn, ist das Vertrauen da, in eine Kooperation reinzugehen? Und das zweite Thema ist, ich glaube, gerade ganz am Anfang, es braucht wirklich ein, konkretes gemeinsames Ziel. Das heißt, es reicht eben nicht zu sagen, ach ja, wir wollen mal irgendwie Wärmewände zusammen gestalten oder wir wollen Produktentwicklung zusammen machen, sondern wir müssen uns in einer Kooperation wirklich einig sein Also was heißt das? Was wollen wir konkret machen? Wir müssen das klar spezifizieren. Also es geht darum, wir wollen gemeinsam die günstigste Lösung entwickeln oder wollen wir technologisch oder ökologisch die innovativste Lösung entwickeln, also da wirklich auch konkret besprechen, was soll eigentlich Ziel und Inhalt der Kooperation sein. Und das Dritte, und dann würde ich es da auch erstmal dabei belassen, ist eben, mir muss bewusst sein, ich muss Kompromisse eingehen in Kooperation. Also das heißt, ich kann eben nicht sagen, ja wunderbar, wir kooperieren, aber am Ende des Tages muss ich meine Struktur, meine Welt, meine IT-Systemlandschaft, die muss ich durchsetzen, sondern ich muss eben Kompromisse eingehen beim Standard und das heißt, ich muss konkret meine eigenen 100% Ansprüche dann eben auch reduzieren und muss in der Lage sein, einen gemeinsamen Standard zu definieren. Ich glaube, das sind so schon mal drei Faktoren jedenfalls, die für mich da, entscheidend sind, um die Chance zu haben, dass eine Kooperation am Ende des Tages auch erfolgreich wird.
Rainer, kannst du das matchen einmal mit eurem 450-Megahertz-Projekt, was Benjamin gerade gesagt hat? Also fallen dir da spontan Situationen oder Entwicklungen ein wo du sagst, ja, da hat sich das eigentlich auch so gezeigt?
Ja, Hannah, vielleicht nicht nur mit dem 450-Megahertz-Thema, sondern vielleicht ein bisschen größer gedacht, weil wir auch in Iserlohn noch weitere Kooperationen ja auch schon angebracht und vollzogen haben. Aus meiner Sicht gibt es in Ergänzung zu dem, was Benjamin gesagt hat, noch ein Thema, was ich voranstellen würde, nämlich zunächst mal die Beschäftigung mit gemeinsamen Interessen. Also vor dem Zielbild sollte man sich nochmal hingehockt haben und gucken, haben die Kooperationspartner, verfolgen die eigentlich die gleichen Interessen, dann kommt man zum Zielbild. Sonst gibt sich am Ende des Weges nochmal eine Gabelung, die verschiedene Dinge dann auch scheitern lässt. Also Kooperationen dürfen nicht aus Höflichkeit entstehen, sondern müssen ein klares Zielbild am Ende haben. Dann würde ich ergänzen, Benjamin, du hast eben gesagt, der Mensch spielt hier eine Rolle. Ich würde sagen, Plural, Menschen spielen hier eine Rolle, weil insbesondere bei den Kooperationen im Kommunalen. Diese Organisation steckt zum Beispiel hinter den Geschäftsführern von einem Stadtwerk auch noch ein kommunales Gremium. Und wenn ich mir vorstelle, dass unterschiedliche kommunale Gremien miteinander sich auf Interessen und am Ende auch auf Ziele verabreden sollen, ist es eine sehr komplexe Struktur. Auch da muss man sich nichts vormachen, dass das sehr aufwendig ist. Und eine Kooperation lebt von Vertrauen nicht nur auf der Geschäftsführungsebene, sondern auch am Ende über den Gesellschafter und die kommunalen Gremien. Dann braucht es aus meiner Sicht relativ früh auch eine klare Governance. Also wer entscheidet was, wie werden Risiken verteilt und vielleicht auch wie neue Partner hinzukommen in eine solche Organisation, weil das in der Regel auch kein Closed Job sein könnte, sondern auch wachsen kann. Und was ich auch für entscheidend halte, ist der richtige Zeitpunkt. Idealerweise erdenkt man Kooperationen vorausschauend und nicht in der Sekunde, wo der Druck schon so groß ist, dass man nicht mehr handeln kann oder keine Verhandlungspositionen mehr hat. Die Beobachtung heute ist, dass es nur ganz selten vorausschauend zu Kooperationen kommt, sondern erst.
Wenn das Dach schon im Schlamm steht, wird sich über Kooperationen unterhalten und diese Kooperationen kommen dann unter Druck und manchmal auch mit einem Kompromiss zustande, der nicht ganz so gut ist. Das sind Themen, die man im besten Falle vermeiden kann. Und was bleibt vielleicht am Ende auch noch übrig, so ein barrierefreier Zugang würde man wahrscheinlich modern heute sagen. Also das heißt, sich in Netzwerken organisieren, damit solche Kooperationen überhaupt zustande kommen. Beteiligungsmodelle, solche, wie wir in Iserlohn das Leben zum Beispiel mit den erneuerbaren Energien über die erneuerbaren Energien, senken natürlich auch die Hemmschwellen, sich in solche Kooperationen hineinzugeben. Also das wären so aus meiner Sicht die Themen, die erfolgreiche Kooperationen auf jeden Fall unterstützen können.
Ich möchte das auch nochmal ergänzen, Rainer, genau richtig. Es gibt ja den Spruch und da ist aus meiner Sicht viel Wahres dran. Fehler werden immer in guten Zeiten gemacht, nie in schlechten. Das heißt, gerade jetzt zu starten mit Kooperationen, jetzt wo es der Branche noch verhältnismäßig gut geht, wo wir merken, es verändert sich ganz, ganz viel. Jetzt ist Zeit, sich mit diesen Themen zu beschäftigen. Und da kommen wir vielleicht auch gleich nochmal zu, ist aus meiner Sicht auch das größte Risiko. Also wenn wir jetzt nicht über geeignete Kooperationsstrategien in den Häusern, nachdenken und das, was du gesagt hast, zu Recht, barrierearmer Zutritt, das erleben wir aus der Perspektive des Vereins, den Netzwerkpartner am Ende ja jeden Tag, weil genau das ist unser Ansatz. Also das heißt, bevor ich eben mir groß überlege, gehe ich gesellschaftsrechtlich mit einem anderen Unternehmen zusammen, ist unser Ansatz eben genau das, als offene Kooperationsplattform, sich die Themen rauszusuchen, wo man sagt, hier, da macht es Sinn, jetzt zu starten und genau solche Ansätze zu nutzen. Also von daher da klare Zustimmung.
Wie gelingt es euch denn in dieser Situation, in diesen guten Zeiten, was du gerade gesagt hast, Benjamin, dann aber die Unterstützer für die Vorhaben auch zu gewinnen? Weil wenn die Situation noch gut ist oder der Handlungsdruck eigentlich noch nicht so groß, ist es ja erfahrungsgemäß dann doch ein bisschen schwieriger, Menschen auf seine Seite zu bringen, wenn das Dach eben noch nicht brennt, wie Rainer es eben formuliert hat. Also habt ihr da noch so ein paar Erfahrungswerte oder Tipps. Wie das dann auch gelingen kann Menschen dann für sich zu gewinnen und zu sagen, wir sollten jetzt damit anfangen?
Hier würde ich sagen, sprechenden Menschen kann geholfen werden. Netzwerke und Veranstaltungen dienen zunächst mal dazu, Menschen zusammenzubringen. Und der Nukleus für Kooperation oder Zusammenarbeit sind ja oft ganz konkrete und handfeste Projekte oder Themen, hinter denen man sich zusammenfindet. Das heißt, in solchen Netzwerken werden eben Probleme gesprochen und auch Lösungsansätze diskutiert. Manchmal ist es regional, wie bei den Netzwerkpartnern über die Peergroups, die in den Regionen organisiert sind, aber vielleicht auch überregional, wo sich zu unterschiedlichen Themen auch zusammengefunden wird, wo sich einfach Partner finden, die gemeinsam an einer Lösung, von einem Thema arbeiten wollen. Da beginnt es manchmal ganz klein, aber sehr konkret mit einer Zusammenarbeit. Hier wird Vertrauen aufgebaut und dann finden die Partner auch in größeren Themen zusammen. Das ist vielleicht so die Erfahrung, die wir gemacht haben, wie Kooperationen entstehen. Am Ende, glaube ich, ist das Vertrauen, was über die Zusammenarbeit wächst, entscheidend über das, was man aus solchen Kooperationen machen kann, wenn man denn bei Zeiten mit diesen Zusammenarbeiten anfängt. Anders ist es natürlich, wenn man schon unter Druck steht, dann hat man für alle diese, für diesen Vertrauensaufbau vielleicht auch nicht mehr die Zeit, und dann ist es möglicherweise auch nochmal mit Überraschungen bedingt, das Thema. Wenn man dann hinterher in Kompromisse läuft, die man nicht gut durchdacht hat oder wo die Personen nicht so eine Vertrauensbasis miteinander aufgebaut haben.
Ja, ergänzend, also es ist genauso ist das Thema Kommunikation, aber am Ende eben auch einfach mal machen und einfach mal ausprobieren. Also sich nicht gleich das größte Thema raussuchen, sondern Themen, wo es auch schnelle Kooperationserfolge gibt. Und mein Eindruck ist, ich bin ja viel unterwegs auch in Deutschland bei Stadtwerken und Stadtwerke Geschäftsführung, dass das Thema als klarer Baustein der Zukunftsfähigkeit definitiv auch mittlerweile anerkannt ist. Und jetzt muss man wirklich in den Modus kommen und wie gesagt, da gibt es viele, viele, viele positive Beispiele. Dass es einfach darum geht, auch dann mal zu starten mit einem konkreten Thema.
Ja, danke euch beiden für eure Einschätzungen dazu. Was dazu auch passt, ist die Stadtwerke-Studie aus 2025 von EY und BDEW, die ja jährlich veröffentlicht wird. Da war das Thema Kooperation natürlich auch eines in der Analyse. Und das, was du gerade gesagt hast, Benjamin, aus deiner Beobachtung heraus, dass viele das Thema Kooperation für sich anerkannt haben, dass es ein Faktor ist, hat sich da eben auch nochmal gezeigt. 80 Prozent der Stadtwerke sehen Kooperation als zentralen Zukunftsfaktor, aber, jetzt kommt das große Aber, nur circa 40 Prozent realisieren das Thema Kooperation heute auch schon konsequent. Also da sehen wir auf jeden Fall, dass es noch Raum für Wachstum gibt. Die Gründe der Studie, die die Studie nennt, sind Angst vor Kontrollverlust, politische Bremsen, auch das Thema mit dem Blick nach innen, die interne Kultur oder auch Ego und unklare Governance werden hier hauptsächlich benannt als Gründe. Das ist jetzt glaube ich schon so ein Mix aus dem, was ihr auch jetzt bereits, definiert habt als eurer Erfolgsfaktoren und nochmal vielleicht ein, zwei neue Punkte dazu. Kommen euch da spontan noch Gedanken zu auf, was ihr aus eurem Erfahrungsschatz heraus noch mit einbringen könnt dazu?
Also aus meiner Sicht deckt sich das auch mit eigenen Erfahrungen. Ich glaube, ein wirklich gefährlicher Glaubenssatz und den gibt es, mnach meiner Erfahrung vor allen Dingen auch im kommunalen Umfeld, malso da ist der jedenfalls stärker ausgeprägt als min anderen Branchen, die ich kennengelernt habe, dass eben dieses Thema, also echte Kontrolle und Sicherheit, die habe ich als Stadtwerk nur dann, wenn ich es selber mache. Oder eben in abgeschwächter Form, also unsere Prozesse, unsere Systeme, die wir bei uns im Stadtwerk haben, das höre ich ganz häufig, die sind so speziell, da wird es wirklich schwierig werden, am Ende eine Standard- und eine White-Label-Lösung bei uns einzusetzen. Ich glaube, dass wir genau diesen Glaubenssatz durchbrechen müssen, weil wenn wir mal ehrlich sind, dann ist unser Geschäft in der Regel ja wirklich sehr, sehr ähnlich. Also wir haben dieselben Themen, die uns umtreiben, wir verkaufen die gleichen Produkte da draußen am Markt. Und von daher müssen wir dieses Thema Selbstständigkeit oder selbstständig zu sein, heißt nicht automatisch alles selber machen, dass wir das verinnerlichen. Ich glaube, dann sind wir schon mal einen Schritt weiter an der Stelle.
Ja, den Ball würde ich gerne nochmal aufnehmen. Also wenn man über Kooperationen oder Inhalte einer Kooperation denkt, dann würde ich unterschiedliche Motivationen oder unterschiedliche Themenfelder heraus extrahieren. In der Sekunde, wo es so um Skalierung und Kosteneffekte geht, da würde es natürlich helfen, sich in irgendwelchen Standards zu bewegen. Das heißt, bei uns im Unternehmen, wir müssen in Anführungszeichen steckerfertig sein für einen Standard. Das heißt, dass jemand auch mit uns auf den Systemen, in den Themen, wo wir uns bewegen, auch kooperieren möchte und dass diese Kooperation mit wenig Hürden auch herzustellen ist. Das heißt, zunächst mal muss ich im eigenen Unternehmen dafür sorgen, dass wir quasi eine Steckdose ausprägen, die ein anderer auch bedienen möchte, ohne großen Aufwand. Anders sieht es aus bei Themen, die nach vorne sich entwickeln, zum Beispiel das Thema HEMS, Paragraph 14a und viele andere Themen. Da, wo wir in der Struktur relativ komplex sind und die Aufgabenkomplexität uns als Unternehmen überfordert, heute schon überfordert, da müssen die Menschen zusammenpassen und auch der Blick nach vorne so sein, dass man mit demselben Zielbild unterwegs sein kann.
Das heißt, aus meiner Sicht, Kooperationen scheitern selten irgendwie an diesen fachlichen Themen oder an den wirtschaftlichen Themen, sondern eher dadurch, dass sie im Zielbild auseinanderlaufen, dass die Menschen nicht zueinander passen, dass die nachgelagerten Strukturen manchmal auch, damit bin ich bei Gremien, Interessen der Gesellschafter und so weiter, nicht zusammenpassen. Und dann kann man in den fachlichen Themen, auch in den betriebswirtschaftlichen Themen sehr schnell beieinander sein. Wenn die Rahmenbedingungen dafür nicht herzustellen sind, auf der Gesellschafterseite wird Kooperation schwierig. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, nicht gelingen. Und das muss man eben versuchen im Vorfeld auszuräumen, um die Interessen vorher gerade zu rücken. Und ja, man darf sich auch selber nicht so wichtig nehmen bei den Entscheidungsprozessen, wenn man mit einem Partner diskutiert.
Auch der Partner kann gute Ideen haben, auch da können gute Ideen die richtige Richtung weisen. Und auch hier kann man sich und muss man sich zurücknehmen, um im Gesamtsystem die beste Lösung, die beste Idee auch entwickeln zu können. Nur dann macht es Sinn. Damit bin ich bei dem Glaubenssatz von dir. Wir haben es schon immer alles selber gemacht. Ja, ich glaube, damit kommt man in Kooperation nicht wirklich weiter, Benjamin.
Das ist so, aber auch das ist ja am Ende ein Lernprozess und wir dürfen eben nicht vergessen, wir kommen am Ende ja schon so ein bisschen aus der Zeit, wo das Thema selber machen, das war sicher, da habe ich den Zugriff gehabt auf die Fähigkeiten, auf die Systeme, auf all eben das, was ich brauche, um mein Geschäft zu machen. Und wenn wir ehrlich sind, dann ist es heute eben unser größtes Risiko, weil es gibt viele Themen und viele davon, Rainer, hast du genannt, die kann ich heute gar nicht mehr alleine machen. Jedenfalls nicht so, dass ich am Ende wirklich professionell aufgestellt bin. Und da kommt dann eben auch das Thema oder spielt das Thema mit rein, der Resilienz. Also wie schaffe ich es, mein Unternehmen resilient aufzustellen? Und wenn man sich so ein Beispiel nimmt, habe ich eben schon mal genannt, aber das Thema Cyber Security, die Frage, wie kann ich eigentlich ein professionelles, ein sicheres Rechenzentrum aufstellen? Dann ist definitiv der Ansatz, ich habe meinen Server irgendwo unten im Keller stehen, wahrscheinlich weniger geeignet, um Resilienz zu schaffen. Wenn ich sage, komm, lass uns gucken, wie können wir gemeinsam solche Themen. Professionell in Kooperation für mehrere aufsetzen. Also von daher, ja, ohne Kooperation wird es am Ende des Tages schwierig.
Passt vielleicht gerade dazu. Erfolgsgeschichte aus der direkten Umgebung, die Stadtwerke Lüdenscheid, in NRW, die Stadtwerke Menden und die Stadtwerke in Iserlohn haben gemeinschaftlich eine Gesellschaft gegründet, die Telemark. Die Telemark macht für alle Häuser die Fernwerktechnik, die Breitbandinfrastruktur, aber nicht nur für die Unternehmen, sondern auch in den Markklinien, Telefonnetze etc. Und betreibt Rechenzentren für alle Unternehmen in diesem Konzernverbund, genau das, was du gerade sagst haben wir über die letzten zehn Jahre zwei Rechenzentrumsstandorte aufgebaut, die unsere Infrastruktur resilient austrägt, die zwei Backup-Systeme hat, für unsere beiden Häuser, aber auch als starkes Signal aus dieser kommunalen Familie in die Region, weil hier auch Wirtschaftsunternehmen, starke Partner aus der Region, auch in den Rechenzentrum ihren Platz finden.
Das stärkt ja damit auch nochmal so diese regionale Rolle, Daseinsversorger, Verantwortung, das, was ja auch immer das Thema ist, was kommunale Energieversorger ja auch umtreibt oder auch dieses Alleinstellungsmerkmal, für was ja am Ende auch steht. Dann ist es ja quasi Win-Win-Win für alle Beteiligten. Ja, ihr habt jetzt schon verschiedene Themen genannt, wo ihr sagt, das sind Themen, die müssen wir gemeinsam angehen in der Branche. Also das Thema HEMS, Paragraph 14a, Cyber Security hatten wir jetzt und die Telemark. Und gibt es noch weitere Themen, wo ihr sagt, so für die nächsten drei bis fünf Jahre, da führt eigentlich kein Weg mehr dran vorbei, sich jetzt gemeinschaftlich diesem Thema zu widmen?
Also aus meiner Sicht gibt es da eine ganze Menge Themen, die man gemeinsam machen muss, weil wir müssen ja am Ende uns immer vor Augen halten, der Kunde, der guckt auf uns als Unternehmen und sagt, am Ende des Tages erwarte ich, dass das Geschäft funktioniert, dass ich ein positives Kundenerlebnis habe und wie ihr das im Maschinenraum gemeinsam oder wie ihr das im Maschinenraum tut, da vertraue ich euch, dass ihr da die richtigen Entscheidungen trefft. Und deswegen, glaube ich, gibt es neben den Themen, die du gerade schon genannt hast, kann ich also von gemeinsames Marketing kann ich durchaus aufsetzen, wenn man mal so in andere Branchen guckt, Sparkassen und so weiter. Die haben viele Dinge schon harmonisiert in der Vergangenheit. Ich kann Materialbeschaffung zentralisieren, also das heißt, heute kauft jeder für sich ein, kann zukünftig überlegen, kann ich da nicht, auch stärker in Kooperation solche Themen tun. Zentrale IT-Dienstleistungen, also sowohl die energiewirtschaftlichen und die nicht energiewirtschaftlichen IT-Themen gemeinsam tun, Backoffice-Prozesse gemeinsam organisieren. Wärmewende-Projekte gemeinsam vorantreiben. Das heißt, auch da brauche ich eben spezielle Fähigkeiten. Die hat nicht jedes Stadtwerk. Also ist doch die Frage, kann ich diese Fähigkeiten nicht gemeinsam nutzen bis hin zu gemeinsamen Finanzierungsmodellen. Also jedes Stadtwerk mit den einzelnen Projekten ist möglicherweise zu klein, um die Finanzierung zu schultern. Wenn ich Finanzierung oder wenn ich Projekte poolen kann, dann habe ich bessere Voraussetzungen in Richtung der Banken und anderer Kapitalgeber. Also ich glaube, man muss da wirklich sehr breit dran gehen. Aber und da bin ich wieder bei dem Thema, sich nicht gleich am Anfang das komplexeste Thema raussuchen und damit starten, sondern eben das, wo ich, wie man so schön sagt, einen Quick Win habe, wo ich möglichst schnell auch erfolgreich in der Kooperation bin, weil das stärkt Vertrauen und ist die Basis, um dann weitere Themen anzugehen.
Ja, Benjamin. Hannah, ich würde sagen, die Liste, die kann man, glaube ich, mit ganz, ganz vielen Themen fortführen. Vielleicht das Entscheidende, das du gerade genannt hast, Benjamin, ist das Thema Finanzierung. Da wird es schwieriger, je kleiner die Gebinde sind, um an attraktive Konditionen zu kommen. Das heißt, auch hier macht Bündeln natürlich Sinn, um Strukturen zu schaffen, damit das möglich wird. Ansonsten hätte ich den Blick in die Branche, dass es viele komplexe Themen gibt, die Kooperationen geradezu herausfordern. Die Liste ist lang von daher, glaube ich, hast du die richtigen Themen, Hannah, schon genannt, mit denen wir uns gerade beschäftigen. Und das wächst ja auch mit den regulatorischen Anforderungen. Der Gesetzgeber ist, wir sind auch nicht müde, neue Spielregeln zu erfinden und der Branche auf den Platz zu legen. Auch da wird die Zukunft zeigen, dass noch einige Kooperationsthemen dazukommen werden.
Sicherlich, da werden uns die Möglichkeiten und Chancen nicht ausgehen. Bevor wir zum Abschluss kommen unseres Gesprächs, gibt es noch ein Themenfeld oder Aspekte, die wir jetzt hier in der letzten halben Stunde noch gar nicht beleuchtet haben, wo ihr aber sagt, da sollten wir auf jeden Fall nochmal drauf gucken, bevor wir hier quasi gleich auflegen?
Also ich glaube, wir haben wirklich viele Themen beleuchtet. Also was mir nochmal wichtig ist, wenn ich über Kooperationen nachdenke. Dann sollte es ein Modell sein am Ende des Tages, das komplementär ist und keine Kopie. Also was heißt das? Im besten Falle bringt ein geeigneter Kooperationspartner eben das mit ein, was es dann fehlt, um gemeinsam lieferfähig zu sein. So und ganz wichtig ist eben, es geht nicht darum zu sagen, ich übernehme das Geschäft eines anderen und verdränge ihn, sondern es geht wirklich darum, gemeinsam besser, gemeinsam stärker zu sein als alleine. Ich glaube, das muss am Ende eben der Geist einer Kooperation sein. Ich brauche eine positive Fehlerkultur, also auch da aus eigener Erfahrung. Es ist nicht so, dass in einer Kooperation, in Kooperationsinitiativen sofort alles reibungslos funktioniert, sondern da eben auch diese positive Fehlerkultur im Kopf zu haben, auszuprobieren, sich da gemeinsam in so einen Prozess reinzuwagen und dann eben gemeinsam zu wachsen. Ich glaube, das ist nochmal ein Punkt, der mir wichtig ist und das hat eher was da mit Mindset und mit dem Geist eines Kooperationsvorhabens zu tun.
Ja, ich habe auch nichts zu ergänzen. Ich würde einfach feststellen, Kooperationen, so wie wir das hier diskutieren, das sehe ich an vielen Stellen, sind auch kein Einzelfall, sondern gelebter Alltag. Das wird vielleicht nicht ganz so transparent nach außen getragen. Es sind auch nicht immer die großen Unternehmen, die jetzt fusionieren oder große Kooperationen miteinander machen, sondern vieles passiert unsichtbar hinter den Eingangstüren der Stadtwerke und Energieversorger, nämlich zu einzelnen Themen und auch manchmal zu Produkten oder zu gemeinsamen Markenauftritt oder Einkauf. Das gibt es heute alles schon und ist sehr vielfältig. Und der Blick, den man von außen wahrscheinlich oft hat, ist, da passiert nicht so arg viel. Ich glaube, hinter den Kulissen ist schon eine ganze Menge in Bewegung und die Netzwerke, die sich dahinter verbergen, sind mannigfaltig und ich glaube, da muss sich die Branche auch nicht schlecht fühlen, auch auf den einen oder anderen Hinweis, der aus Bonn kommt. Wir haben zu viele und kleine und was auch immer, würde ich sagen, den würde ich heute hier widerlegen wollen. Kooperationen passieren auch hinter den Kulissen und in entscheidenden Themen, insbesondere die auf Kostenthemen hinwirken, damit den Verbraucher auch nützen, also unseren Kunden. Die werden von den Energieversorgungsunternehmen schon ernst genommen, was ja auch unsere Aufgabe ist.
Danke ihr beiden. Ich glaube, das waren nochmal sehr wichtige Punkte, die die Zuhörerinnen und Zuhörer heute mitnehmen können aus diesem Gespräch. Und zum Abschluss möchte ich euch natürlich auch nochmal das Wort überlassen. Was wollt ihr unseren Zuhörerinnen und Zuhörern heute noch mit auf den Weg geben, wenn sie gleich hier abschalten aus dieser Folge? Benjamin, was sind deine Learnings-Botschaften? Mit was sollen wir hier heute rausgehen aus diesem Gespräch?
Ja, also mein Credo, und ich habe das an mehreren Stellen ja schon gesagt, ist wirklich einfach mal machen, aber immer eher klein anfangen, nicht gleich zu komplex. Das heißt eben auch nicht in Kooperationsvorhaben auf die 100-Prozent-Lösung warten, die dann irgendwie alle Eventualitäten abdeckt, sondern eben,wenn ich über das Thema Kooperation nachdenke, die richtigen Kooperationspartner, für mich identifiziert habe, dann eben mit einem Pilotprojekt zu starten, gemeinsam daraus zu lernen und dann die Kooperation nach und nach zu skalieren. Ich glaube, dann sind wir schon auf einem guten Weg. Und wie gesagt, viele der Dinge passieren heute. Wir erleben das jeden Tag. Das ist unser tägliches Geschäft. Das sind die Punkte, die ich so am Ende noch mitgeben möchte.
Aus meiner Sicht, die wichtigste Eigenschaft für Kooperationspartner sind Verlässlichkeit, fachlich und wirtschaftlich und aber auch menschlich. Mein Satz zur Kooperation wäre, Energiewende ist kein Wettbewerb für Einzelkämpfer, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Wir haben eine Aufgabe gegenüber den Verbrauchern und Verbrauchern zu lösen. Das geht gemeinschaftlich, glaube ich, besser denn Einzelnen. Und wenn ich einen Rat mitgeben dürfte in Richtung Kooperation, dann sollte dies kein Notnagel sein, sondern tatsächlich Teil der DNA oder der Strategie von Stadtwerken oder Unternehmen. Und wer früh beginnt, verschafft sich Handlungsspielräume. Wer das nicht tut, der verspielt sich vielleicht auch. Und ja, vielleicht ein Satz noch von dem Heimatversorger, den es nun in Iserlohn gibt. Wir betreiben die Eissporthalle in Iserlohn, da spielen die Iserlohn Roosters. Also Iserlohn ist auch immer eine Reise wert, auch gerne zum Eishockey. Also vielen Dank für diesen tollen Podcast.
Dankeschön, Rainer. Und ja, wir freuen uns über Einladungen zu den Iserlohn Roosters. Ich danke euch beiden ganz herzlich für das Gespräch, für eure Einblicke und das Teilen eures Praxis- und Erfahrungsschatzes. Es hat mir sehr viel Freude gemacht, euch heute zuzuhören und ja, ich hoffe euch da draußen genauso und ihr konntet das eine oder andere für euch mitnehmen, seid jetzt voll motiviert, das Thema Kooperation auch in eurem Unternehmen weiter voranzutreiben. Ich sage vielen Dank für heute und bis zum nächsten Mal.
Reiner Timmreck
00:01:29
Hannah Simon
00:01:56
Benjamin Pehle
00:02:01
Hannah Simon
00:02:25
Reiner Timmreck
00:02:42
Hannah Simon
00:04:49
Benjamin Pehle
00:04:56
Hannah Simon
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Reiner Timmreck
00:06:53
Hannah Simon
00:08:49
Benjamin Pehle
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Hannah Simon
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Reiner Timmreck
00:12:08
Benjamin Pehle
00:15:30
Hannah Simon
00:16:44
Reiner Timmreck
00:17:24
Benjamin Pehle
00:19:07
Hannah Simon
00:19:53
Benjamin Pehle
00:21:12
Reiner Timmreck
00:22:31
Benjamin Pehle
00:25:21
Reiner Timmreck
00:26:46
Hannah Simon
00:28:06
Benjamin Pehle
00:28:32
Reiner Timmreck
00:30:41
Hannah Simon
00:31:38
Benjamin Pehle
00:31:55
Reiner Timmreck
00:33:26
Hannah Simon
00:34:52
Benjamin Pehle
00:35:21
Reiner Timmreck
00:36:22
Hannah Simon
00:37:25