F4 Schwaigern

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Johannes "John" Götz - Treue | Charakterstark - Lernen vom Besten (Teil 3 von 4)

Die Predigt behandelt Treue am Beispiel von Paulus. Sie fordert dazu auf, Gottes Auftrag mit Disziplin und Ausdauer zu leben, das alte Leben loszulassen und Jesus nicht zu verleugnen. Christus bleibt treu; Gottes Treue ist das Fundament des Glaubens.

01.07.2026 27 min

Video zur Episode

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Zusammenfassung & Show Notes

Treue | Charakterstark - Lernen vom Besten
 

In dieser Predigt wird die Serie „Charakterstark. Lernen vom Besten“ fortgesetzt. Nach den Themen Liebe und Demut geht es diesmal um Treue. Zu Beginn wird Treue allgemein beschrieben, etwa in Beziehungen, zu Freunden, zu einem Verein oder zu den eigenen Werten.
Als biblisches Vorbild wird Paulus vorgestellt. Er wird als jemand beschrieben, der schon als Jude seinen Glauben konsequent lebte und nach seiner Bekehrung Jesus ebenso entschlossen nachfolgte. Die Predigt greift dazu 2. Timotheus 2 auf, wo Paulus im Gefängnis seinen Mitarbeiter Timotheus ermutigt, am Auftrag Gottes festzuhalten.
Paulus wird mit Bildern aus Soldaten-, Sportler- und Bauernalltag verglichen. Diese stehen dafür, auf manches zu verzichten, diszipliniert zu bleiben und langfristig auf ein Ziel hinzuarbeiten. So soll auch der Glaube auf Jesus ausgerichtet sein.
Anhand mehrerer Verse aus 2. Timotheus 2 werden vier Aspekte entfaltet: Mit Jesus sterben bedeutet, das alte Leben loszulassen; ausharren heißt, trotz Gegenwind am Glauben festzuhalten; Jesus zu verleugnen wird als ernste Warnung beschrieben; und zugleich bleibt Christus treu, auch wenn Menschen untreu sind.
Zur Veranschaulichung wird die Geschichte vom goldenen Kalb aus 2. Mose 34 erzählt. Trotz des Bundesbruchs des Volkes offenbart sich Gott Mose als barmherzig, gnädig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue. Die Predigt schließt mit dem Gedanken, dass Gottes Treue das sichere Fundament des Glaubens ist und dass der Heilige Geist Menschen dabei hilft, selbst treu zu werden.

Das und mehr erzählt uns Johannes „John“ Götz

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Transkript

Schön, dass du dich nicht vom warmen Wetter hast abhalten lassen, hierher zu kommen heute Morgen. Es lohnt sich. Es gibt nachher nämlich gutes Essen und davor noch ein gutes Wort. Charakterstark. Lernen vom Besten, das ist unsere Predigtreihe, die wir gerade haben. Ich habe eine kleine Zusammenfassung. Nein, also ich habe sie, aber du bist ganz hinten in der Präsentation. Bitte einmal nach vorne. Dankeschön. Oder auch nicht. Machen wir es so. Also, das habt ihr schon mal gesehen, um was es geht. Vor zwei Wochen, wer da war, da ging es um Liebe. Um Jesus, der uns liebt und dass wir, wenn wir zu Jesus gehören, auch ihn und unsere Mitmenschen lieben sollen. Dass wir von ihm und von seiner Liebe lernen. Letzte Woche, da hat er Mark geprägt, da ging es um Demut, wo es um die Fußwaschung ging, die hier auch auf unserem Jahresbanner da ist, die wir jede Woche sehen. Und wo es darum ging, lass du dir dienen. Lass es zu, dass Jesus dir dient. Und dann bist auch du befreit, um anderen zu dienen. Und heute, da geht es weiter mit einer neuen Eigenschaft, der Treue. Als ich der Judika diese Woche erzählt habe, über was ich predigen werde, da hat sie gesagt, was eine ganze Predigt über Treue. Was willst du denn da sagen? Entweder du bist treu oder du bist nicht. Ich denke, sie hat nicht ganz Unrecht mit dem, wie sie das gesagt hat. Und trotzdem gibt es ja vielleicht auch noch ein bisschen was zu sagen. Ebenhin gibt es ja auch bei uns, wenn man einfach in die Welt schaut, Treue als ein Begriff. Treue in Partnerschaften zum Beispiel oder in Beziehungen allgemein mit Freunden. Treue im Fußball vielleicht zum Verein. Oder dass man sich selber treu bleibt. Dass ich meinen Werten, meinen Überzeugungen entsprechend handele. Vielen Dank. Wir machen das Ganze heute ein bisschen anders wie die letzten Male. Wir schauen erst ein Vorbild an, jemand der treu ist, weil er Jesus nachfolgt, und schauen dann auf Jesus, der selber treu war, nämlich den Paulus. Wenn der Paulus was macht, dann macht er es richtig. Schon als er Jude noch war, da hat er das alles ganz ernst genommen. Da hat er die Tora auswendig gelernt, er hat es studiert. Er war Pharisäer, die, die das Gesetz ganz genau nehmen Bis zum nächsten Mal. Und darum verfolgt er die Christen gnadenlos. Und dann, später, als er sich bekehrt hat, als er Jesus kennengelernt hat, da macht er genauso keine Kompromisse, sondern ist genauso Feuer und Flamme für Jesus unterwegs. Er ist Jesus treu. Und dann, irgendwann ist er alt geworden. Er sitzt mal wieder im Gefängnis und er schreibt einen letzten Brief an seinen Mitarbeiter Timotheus. Man weiß nicht genau, ob das von Israel ausgeschrieben wurde, ob er schon in Rom war oder vielleicht auch ganz woanders. Auf jeden Fall, er sitzt im Gefängnis und er schreibt den zweiten Brief an Timotheus. Timotheus, das ist ein Mitarbeiter von Paulus, der in Ephesus war, wo Paulus auch längere Zeit gearbeitet hat. Und da gibt es eine Gemeinde, die hat verschiedene Schwierigkeiten. Und der Timotheus, der ist da jetzt anstelle von Paulus und bekommt diesen Brief als Ermutigung. Als Ermutigung, dass er an diesem Auftrag, den er von Gott bekommen hat, festhält. Und sinngemäß sagt er Paulus, Timotheus, Jesus nachzufolgen. Oder wie in unserem Jahresthema, wenn man so sagen würde, lernen vom Besten. Dass ich Gottes Willen tue, das ist nicht immer einfach. Da musst du was aufgeben dafür. Kann sogar sein, dass du leiden musst, so wie ich jetzt gerade im Gefängnis sitze. Aber bleib da dran. Klar gibt es Gegenwind. Klar gibt es Opfer, die du bringen musst. Aber das gehört mit dazu. Bleib du bei deinem Auftrag. Bleib deinem Glauben. Bleib deinem Herrn. Bleib Jesus treu. Treu, wie die Gideon das machen will für unser Land, treu wie ein Soldat. Ein Soldat, der auf vieles verzichtet, der Abstriche macht, bei Hobbys vielleicht, bei seinem Urlaub, der wenn es hart auf hart kommt, alles hinten anstellt, dass er seinem Auftrag gerecht wird. Der eine größere Sache hat, der er dient. Oder treu wie ein Sportler. Ein Sportler, der sein ganzes Leben um den Sport rum aufgebaut hat, der einen Trainingsplan hat, der sich ganz bestimmt ernährt, der eine eiserne Disziplin hat, dass er das auch einhält. Wenn man sich jetzt die Jungs anschaut, die gerade WM spielen, die machen das auch nicht erst seit gestern. Sondern die sind ein ganzes Leben lang, jeden Tag treu da dran geblieben, dass sie trainieren, dass sie besser werden. Oder, jetzt kommen wir vielleicht wieder nach Schweigern zurück, Treu wie die Bauern, die im Frühjahr säen und jeden Tag darauf hinarbeiten, dass sie im Herbst ernten können. Die jeden Tag an ihrem Ziel arbeiten, das sie noch nicht sehen, aber wo sie hinkommen wollen. Und Paulus sagt, Timotheus, so wie diese alle Menschen treu sind, so sollen auch wir treu sein. Und ich sage dir, wie es geht. Ich lese vor aus 2. Timotheus, Kapitel 2, Abvers 8. Richte deine Gedanken ganz auf Jesus Christus aus, auf ihn, der von den Toten auferstanden ist, den versprochenen Retter aus der Nachkommenschaft Davids. Von ihm handelt das Evangelium, das mir anvertraut ist. Und weil ich diese Botschaft verkünde, habe ich viel Schweres durchzumachen und bin sogar wie ein Verbrecher gefesselt. Aber das Wort Gottes kann man nicht in Fesseln legen. Deshalb nehme ich alles auf mich. Ich ertrage es für die, die Gott erwählt hat, weil er möchte, dass sie durch Jesus Christus gerettet werden und an der ewigen Herrlichkeit teilhaben. Die Argumentation ist ein bisschen ähnlich, wie das, was Marc letzte Woche gesagt hat. Da ging es darum, dass Jesus demütig sein kann, weil er weiß, wer er ist. Weil er alles hat. Weil er nichts braucht. Jesus weiß, dass er Gott ist. Jesus weiß, dass der Vater ihn liebt. Und er weiß, dass es jetzt sein Auftrag ist, dass er den Jüngern die Füße wäscht. Dass er am Kreuz stirbt. Und darum kann er das machen. Und dann hat Marc gesagt, genauso wenn wir wissen, wer wir sind. Wer wir in Jesus sind. Dass Jesus uns so sehr liebt, dass wir in ihm alles haben, dass wir nichts mehr brauchen, dann werden wir frei, auch anderen zu dienen, selber demütig zu sein. Und dieses Muster, das finden wir genauso hier. Der Paulus, der weiß, dass Jesus für uns gestorben ist. Er weiß, dass er auch wieder auferstanden ist, dass er seinen Tod besiegt hat, dass er der versprochene Retter für diese Welt ist. Und Paulus weiß, dass diese ganze Sache, an der er arbeitet, größer ist als er selber. Es gibt nicht nur einen Missionar, den Paulus, sondern Gott hat noch viele andere. Es ist nicht von ihm allein abhängig. Auch wenn er jetzt im Gefängnis sitzt, Gottes Wort kann man nicht fesseln. Gottes Wort, das kehrt nicht leer zurück, nein, das tut, wozu Gott es gesandt hat. Und weil Paulus das weiß, dass er an einer großen Sache mitarbeitet, wo auch schon klar ist, dass sie erfolgreich verlaufen wird, dass sie an ihr Ziel kommt, darum sagt er, da nehme ich gern alles auf mich. Dann nehme ich gern alles auf mich, was irgendwie auf mich zukommen mag, weil ich will, dass Menschen gerettet werden. Weil ich will, dass sie Anteil haben an dieser Herrlichkeit von Jesus, die ich selber kennengelernt habe. Der Paulus hat sein Ziel ganz klar vor Augen. So wie Jesus das auch hatte. Mehr als jeder Sportler oder Soldat oder Bauer das haben könnte, hat Jesus sich auf sein Ziel fokussiert. Er ist seinem Auftrag treu geblieben, treu bis zum Tod. Und jetzt haben wir dieses Jahresthema Lernen vom Besten. Das heißt, wir wollen uns Jesus als Vorbild nehmen. Wir wollen uns an ihm orientieren. Und das macht auch der Paulus hier. Er rät dem Timotheus, richte deine Gedanken auf Jesus Christus aus. Halt dir das vor Augen, wer Jesus ist, was er getan hat. Zum Beispiel, ich verweise gerne auf die letzten zwei Wochen, weil die Predigten waren gut. Wenn du nicht da warst, kann man sie noch nachhören. Danke Gideon für den Podcast. Du hast die Liebe. Lass du dich lieben von Jesus, und lass dir dienen von Jesus, dass du weißt, wer er ist und was er getan hat. Bau dein Leben auf dieses Fundament, auf dieses Fundament von Jesus und dann schau auf ihn. Richte deine Gedanken auf ihn aus, denn das Wort ist gewiss. Wenn wir mit ihm gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben. Wenn wir ausharren, werden wir auch mit ihm herrschen. Wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen. Wenn wir untreu sind, er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen. Es ist ein kleines Gedicht, was Paulus hier schreibt. Ob er das selber erfunden hat oder übernommen, weiß ich nicht. Vier Gedanken dazu, zu diesen vier Versen. Das erste, da geht es ums Sterben. Wenn wir mit Jesus gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben. Das ist die Voraussetzung, das erste, was Paulus hier nennt. Wer ist ein Christ? Mag jemand eine Definition geben? Was macht ein Christen aus? Christus, genau, er hat einen Herrn. Er hat einen Christus, den Herrn, dem er nachfolgt, dem sein Leben gehört. Ein Christ ist, wer sein Leben an Jesus abgegeben hat. Dass er nachfolgt, dass ich sage, ich vertraue auf Jesus, ich glaube an Jesus, ich gehöre zu ihm. Und wenn ich zu ihm gehöre, dann beinhaltet es auch, dass ich von ihm lerne, dass ich mich verändern lasse immer mehr zu dem, wie er ist. Und jetzt ist Jesus gestorben. Gestorben für uns, dass wir ein neues Leben haben können. Dieses Leben, das können wir haben, das ist ein Geschenk. Aber die Voraussetzung ist, dass ich mein altes Leben loslasse. Dass ich, so wie es Paulus hier sagt, dass ich mit Jesus sterbe. Jesus selber hat es auch mal erklärt im Gespräch mit einem jüdischen Lehrer, dem Nikodemus, Johannes 3, wer es nachlesen möchte, ob ich die Wahrheit sage. Da sagt Jesus, wer in Gottes neue Welt will, wer zu Gott gehören will, der muss von Neuem geboren werden. Der muss ein neuer Mensch werden. Das Alte muss abgelegt werden. Und da fängt was ganz Neues an. Christ sein, das heißt nicht, ich mache mein Leben ein bisschen schöner oder besser oder ich strebe mich halt an, ich lerne was dazu und dann habe ich was geschafft. Nein, Christ sein heißt, ich lasse das Alte hinter mir. Ich werde von Gott verändert. Ich nehme meine Pläne, meine Vorstellungen, wie mein Leben zu laufen hat, mein Ego, mein Stolz, meine Entscheidungen, nehme ich alles und lege es Jesus hin. Und ich frage nach seinem Willen. Und so wie Jesus gestorben ist, dass ich neues Leben haben kann, so muss ich sterben und das, was zu mir gehört hat seither, an ihn abgeben. Denn wenn wir mit ihm gestorben sind, werden wir auch mit ihm leben. Und dann geht es ums Ausharren. Wenn wir ausharren, werden wir auch mit ihm herrschen. Jetzt sind wir also mit Jesus gestorben. Wir haben dieses neue Leben. Wir haben ein neues Ziel. Wir haben neue Maßstäbe, neue Prinzipien. Wir haben einen neuen Fokus, nämlich die Herrlichkeit. Die Herrlichkeit, die ewig dauert, die für immer ist, die bei Gott ist. Und bis wir da sind, heißt es ausharren. An dieser Hoffnung, an Jesus festzuhalten. Nicht wieder zurück in alte Muster fallen, sondern das neue Leben einüben, das Jesus uns zeigt. Dass ich zu Jesus stehe. Dass ich im Zweifelsfall auch Leid erdulde. So wie der Paulus. Der Paulus, der im Gefängnis sitzt und sagen kann, ob ich verfolgt werde, ob ich gefesselt bin. Vielleicht werde ich sogar hingerichtet. Ich nehme das alles in Kauf, weil ich ein größeres Ziel habe. Weil ich einen Herrn habe, dem ich gerne folge. Und weil ich die Vision habe, weil ich mich danach sehne, dass alle Menschen diesen Jesus kennenlernen. Und du, Timotheus, du kannst das auch. Und ihr Schweigerner, ihr könnt das auch. So treu zu Jesus stehen, wie das Paulus gemacht hat, weil er erklärt es uns ja, wie es geht. Richte deine Gedanken auf Jesus Christus aus. Halte das vor Augen, wer Jesus ist und was er getan hat. Dass er dich bedingungslos liebt, ist die Grundlage. Dass Jesus für dich gestorben ist und auferstanden ist. dass er der versprochene Retter ist von Gott, der dein Leben neu macht und dass du durch ihn an der ewigen Herrlichkeit teilhaben wirst. Das bestimmt dein Leben. Das ist deine Identität, dein Wert, das Fundament, auf das du bauen kannst. Und darum kannst du alles auf dich nehmen, was dir auf deinem Weg mit Jesus begegnet. Nimm alles auf dich, wo du ausharren musst. Das ist auch die Hausaufgabe für heute. Wir haben ja jede Woche eine kleine Hausaufgabe in dieser Predigtreihe. Halt dir das vor Augen, wer Jesus ist. Halt dir ihn vor Augen. Riecht deine Gedanken auf ihn aus. Das heißt, lies in der Bibel. Denk darüber nach. Mach dir das bewusst, was er für dich getan hat. Mach dir das bewusst, wenn du in deinem Alltag, vielleicht auf der Arbeit, vielleicht mit Freunden, vielleicht zu Hause, vor der Frage stehst, mache ich jetzt mit? Oder stehe ich dagegen auf? Gehe ich den leichten Weg und schwimme in der Masse? Oder gehe ich das Risiko ein, mache meinen Mund auf und weiß nicht, was dann passiert? Leugne ich Jesus oder bekenne ich mich zu ihm? Hinterfrag dich selber, bin ich denn bereit dazu? Darf es unbequem sein, wenn ich Jesus nachfolge? Und wenn es dir geht wie mir, dass du merkst, eigentlich mag ich das nicht, dann bete dafür. Bete dafür, dass Gott dich bereit macht. Der Heilige Geist, der lebt in dir, wenn du zu Jesus gehörst. Und Paulus sagt genauso auch im Philippabrief, der Heilige Geist schenkt Wollen und Vollbringen. Also er hilft dir. Er macht es möglich. Mit seiner Hilfe kannst du Jesus treu sein. Und das lohnt sich, aber das zeige ich euch nach einer kleinen Hydration Break. Bitte trinkt genug heute. Nicht, dass einer noch umkippt. Lohnt sich, treu zu sein, denn wenn wir ausharren, werden wir auch mit ihm herrschen. Wie das genau aussieht, weiß ich nicht. Gibt es unterschiedliche Meinungen dazu. Auf jeden Fall wird es gut. Das kann ich euch versprechen. Und damit kommen wir zum Dritten, vom Verleugnen. Wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen. Ich erinnere nochmal an meine Frau, die gesagt hat, entweder du bist treu oder du bist nicht. So einfach ist es. Wer mit Jesus unterwegs ist, der hat ein neues Leben und das nicht zu dieser Welt passt. Damit wirst du anecken. Da wirst du Gegenwind bekommen. Und die Frage ist, wie gehst du damit um? Passt du dich an? Sagst du lieber nichts? Einfach in der Masse mitschwimmen und hoffen, dass niemand fragt, was ich am Wochenende gemacht habe, was ich denn zu in der Sache denk, wer im Letzten doch nicht zu Jesus steht, der verleugnet. Und Jesus selber hat es gesagt, Matthäus 10, 33, wer mich vor den Menschen verleugnen wird, den werde auch ich verleugnen von meinem himmlischen Vater. Also wie sieht es aus mit deiner Treue? Wie sieht es aus mit deiner Treue, wenn du auf der Arbeit bist, wenn unter Kollegen geschwätzt wird, gewitzelt oder geschimpft? Wie sieht es aus mit deiner Treue, wenn das unbequem ist, wenn es dich was kostet, zu Jesus zu stehen? Wie sieht es aus mit einer Treue, wenn niemand zuschaut? Dem Kleinen treu ist, dem will ich viel anvertrauen, sagt Jesus. Wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen. Das bedeutet auch im Umkehrschluss, Gott respektiert deine Entscheidung. Gott respektiert die Entscheidung von jedem Mensch. Du darfst ihn verleugnen. Du darfst dich gegen ihn stellen, du darfst dich lossagen. Aber sei dir bewusst, Gott nimmt dich ernst dabei. Gott nimmt alles ernst, was wir Menschen machen. An sich denke ich erstmal was Wertschätzendes, dass Gott mich ernst nimmt. Aber wenn man darüber nachdenkt, finde ich es ganz schön erschreckend. Dass all die Leute in deinem Umfeld, die Jesus nicht kennen, die nichts mit Jesus zu tun haben wollen, die es darüber lustig machen, die da ihre Witze reißen, die Gott nicht ernst nehmen. Dass Gott diese Menschen ernst nimmt. Dass Gott diese Menschen beim Wort nimmt und dass er sagt, ja, du darfst mich verleugnen, aber ich verleugne dich dann auch. Dann gehörst du nicht zu mir. Wenn wir verleugnen, wird auch er uns verleugnen. Damit alles verloren? Ist jetzt, wenn ich einmal einen Fehler mache, alles vorbei, habe ich es dann verkackt? Habe ich meine Rettung verspielt, wenn ich es nicht schaffe, immer treu zu Jesus zu stehen? Nein, das sei ferne, würde Paulus sagen oder Simon mag es, wie gesagt, im Leben nicht. Auf gar keinen Fall, weil es gibt einen vierten Vers, in dem es nicht um meine, sondern um seine Treue geht. Wenn wir untreu sind, er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen. Gottes Liebe zu dir ist bedingungslos, unabhängig von dem, was du machst. Sein Ja zu dir ist bedingungslos. Das hat der Petrus erlebt. Der war ja genau in so einer Situation, wo er es nicht geschafft hat, dass er zu Jesus gestanden ist, wo er gesagt hat, nein, ich kenne Jesus nicht. Ich will ihn auch gar nicht kennen. Er hat sogar geschworen. Er hat dreimal gesagt, nein, ich kenne Jesus nicht. Petrus war untreu. Und Jesus bleibt treu. Und er sagt, davor wie danach, du bist Petrus. Und auf diesem Fels will ich meine Gemeinde bauen. Das bleibt. Daran ändert sich nichts, nur weil der Petrus versagt hat. Und so ist auch bei uns. So ist bei dir. dass Gottes Berufung, Gottes Plan, Gottes Gedanken über dich bedingungslos sind. Das heißt, die sind unabhängig von dir. Die sind unabhängig von dem, was du gemacht hast oder vielleicht machst. Er liebt dich. Punkt. Er bleibt dir treu. Punkt. Dieses Wort ist gewiss, so hat es der Paulus überschrieben. Das ist ein sicheres Fundament für dein Leben, auf das du bauen kannst. Weil wenn wir untreu sind, er bleibt treu. Er kann sich selbst nicht verleugnen. Treue gehört zu Gottes Wesen. Er kann sozusagen gar nicht anders, dass er uns Menschen treu bleibt. Es geht nicht und es wird auch in allen Geschichten im Alten Testament deutlich. In der ganzen Bibel, aber im Alten Testament finde ich es besonders beeindruckend, wenn man da liest vom Volk Israel, die immer das Gegenteil von dem machen, was Gott sagt. Und Gott geht seinen Weg trotzdem weiter. Und er bringt sie wieder zurück. Über manche Umwege, aber er bringt sie zurück. Eine Geschichte, da wollen wir noch kurz reinschauen. Und zwar aus dem zweiten Buch Mose. Am Anfang wurde die den Bund schließen. Ich habe ein Bild erstellen lassen, dass man sich so ein bisschen vorstellen kann. Das Volk Israel, das zeltet in der Wüste. Die haben da ihr Lager aufgeschlagen, vor dem Berg Sinai. Und auf dem Berg, durch die Wolke, da ist Gott. Und Mose steigt immer wieder hoch auf den Berg, redet mit Gott, steigt wieder runter, sagt dem Volk, was Gott gesagt hat, geht wieder hoch, sagt Gott, was das Volk gesagt hat und so weiter, er vermittelt da. Und dann schließt Gott einen Bund. Das heißt, Gott sagt, ihr Israeliten, ihr seid mein Volk. Ihr gehört zu mir, ich stehe zu euch, aber im Umkehrschluss müsst ihr euch an das halten, was ich sage. Und das Volk antwortet, ja, Gott, machen wir. Da sind wir dabei, das finden wir gut, wir wollen dir alleine dienen, wir wollen tun, was du Du sagst, und Mose steckt wieder auf den Berg, um neue Anweisungen zu bekommen. Und er bekommt die zehn Gebote auf zwei Steintafeln. Und während er oben ist, macht das Volk unten ein goldenes Kalb. Ein Götzenbild, das sie anbeten. Mose sagt, das ist jetzt unser Gott, weil Mose, der ist schon so lange weg, da wissen wir nicht genau, was passiert ist. Und Mose kommt runter, sieht es, er ärgert sich über das Volk, er zerbricht die Steintafeln und dann muss er wieder hoch zu Gott. Ich weiß nicht genau, wie es ihm ging da dabei, aber ich stelle es mir ein komisches Gefühl vor, dass er weiß, er muss jetzt Gott sagen, was das Volk gerade gemacht hat. Da stelle ich mir unangehmer vor, als Bahnchefin zu sein und zu sagen müssen, dass es Stuttgart 31 gibt auf einmal. Mose steigt hoch auf den Berg und er muss Gott beibringen, was hier gerade passiert ist. Und er fragt, bleibst du jetzt treu? Gott, bleibst du treu? Wir waren unfrei, wir haben deinen Bund gebrochen. Du verstößt uns doch jetzt sicher, oder? Die hatten ja damals noch keine Bibel. Die konnten das nicht einfach nachlesen. Die haben Gott nicht so gut gekannt, wie wir das heute tun. Die wussten noch nichts davon, dass Jesus auf die Erde kommt, um uns Menschen zu retten. Das Einzige, was der Mose weiß, ist, ich habe es mit einem krass mächtigen Gott zu tun. Der hat Wunder getan in Ägypten, der hat das Meer geteilt vor uns, der ganze Berg brennt, der hat einen Bund bei uns geschlossen und wir haben diesen Bund gebrochen. Und wenn Gott das will, dann sind wir morgen alle tot. Bleibt Gott treu? Beredet mit Gott. Und er fragt ihn das. Bleibst du treu? Gehst du mit uns trotzdem mit durch die Wüste? Bleibst du bei uns, wenn wir diesen Weg jetzt gehen müssen? Meinst du es wirklich gut mit uns? Das wäre doch eine Frage, die dich beschäftigt manchmal. Ich weiß nicht, was in deinem Leben abgeht, aber es gibt ja auch so Momente, wo wir an Gottes Treue zweifeln. Wo wir ins Fragen kommen. Bist du wirklich treu? Bist du wirklich da? Meinst du es wirklich gut mit mir? Der Mose, der sagt dann, Gott, gib mir ein Zeichen. Gib mir ein Zeichen, ein Beweis dafür, dass ich mich verlassen kann, dass du es gut mit uns meinst, dass du treu bleibst und deine Meinung nicht wieder änderst. Wenn du wirklich treu bist, dann lass mich deine Herrlichkeit sehen. Und Gott sagt, sorry, Mose, das geht nicht, das hältst du nicht aus, aber ich laufe an dir vorbei, ich halte meine Hand schützend über dich und du darfst mich hinterher sehen. Und während ich vorbeilaufe, werde ich meinen Namen vor dir ausrufen, dass du weißt, wer ich bin. Die Namen waren damals noch sehr viel wichtiger als heute. Die haben genau gesagt, was das für eine Person ist. Was sie auszeichnet, wer das ist. Und so passiert es dann auch. Mose ist oben auf dem Berg und Gott läuft vorbei. Wir lesen das 2. Mose 34 Und der Herr ging vor seinem Angesicht, also dem von Mose, vorüber und rief Jahwe, Jahwe. Gott, barmherzig und gnädig. Langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue. Ist jetzt 3000 Jahre her, ein bisschen mehr, und gilt bis heute. Ich weiß nicht, wie viele goldene Kälber du in deinem Leben schon gebaut hast. Ich weiß auch nicht, wie oft du in der Situation warst wie der Petrus, dass du Jesus verleugnet hast. Ich weiß es nicht, wie es um deine Treue steht. Treue in den Beziehungen mit anderen Menschen, Treue zu Gott. Ich weiß es nicht. Aber ich glaube, es ist auch nicht so wichtig, weil wichtig ist, dass du weißt, wie Gott ist. Nämlich barmherzig und gnädig. Langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue. Egal, was du gemacht hast. Egal, wie es um deine Treue steht. Er steht mit offenen Armen da. Und er wartet auf dich. Er ist nicht enttäuscht von dir. Er macht dir keine Vorwürfe. Er will keine Wiedergutmachung. Du darfst einfach kommen. Wenn wir untreu sind. Er bleibt treu. Denn er kann sich selbst nicht verläutern. Ich bete. Danke, Jesus, für diesen Text, den Paulus geschrieben hat, wo er Timotheus ermutigen will, dass er treu zu dir steht und an dem festhält, was du gesagt hast. Und danke, dass wir, wenn wir in die Bibel schauen, dass wir von der ersten bis zur letzten Seite auch ermutigt werden, dass wir uns auf deine Treue verlassen. Danke, dass du treu zu uns stehst, dass wir uns da sicher sein dürfen, dass wir ein Fundament haben, auf das wir bauen können. Und du weißt, wie es um unsere Treue steht, wie sehr oder wie sehr auch nicht wir diese Eigenschaft von dir in unserem eigenen Leben widerspiegeln, dass das sichtbar wird. Danke, dass du durch deinen Heiligen Geist es in uns bewirken kannst. Dass wir auch treu werden, dass wir auf dich schauen und verändert werden. Aber danke, dass du treu bist, auch wenn wir untreu sind, dass es nichts daran ändert. Darum bist du unser Gott, doch loben wir dich. Amen.