Since 06/2026 7 Episoden
Hallo und herzlich willkommen bei der Grenze des Sagbaren.
Jeden Tag können wir in großen Medien und auf Social Media-Plattformen Menschen dabei zusehen und zuhören, wie sie darüber jammern, dass sie eigentlich nichts mehr sagen dürfen. Und selbstverständlich sprechen sie das, was angeblich nicht gesagt werden kann, munter und ohne Angst vor ernsthaften Konsequenzen immer wieder aus. Nicht wenige derer, die von sich behaupten nichts mehr sagen dürfen, haben eigene Podcasts, Kolumnen oder Fernsehsendungen oder sind regelmäßig in solchen zu Gast. Und fast immer verbirgt sich hinter den angeblich tabuisierten Aussagen Rassismus, Antisemitismus, Frauen- oder Queerfeindlichkeit. Und das angebliche Sprechverbot ist tatsächlich Widerspruch und zivilgesellschaftlicher Protest gegen derartige Menschenfeindlichkeit.
Gleichzeitig werden Menschen, die versuchen, dem immer offener auftretenden rechten Zeitgeist entgegenzutreten eingeschüchtert und bedroht. Zivilgesellschaftliche Initiativen und politische Bildungsträger, aber auch Künstler*Innen, Schriftsteller*Innen und sogar Buchhandlungen geraten, ganz im Sinne rechter Demokratiefeinde, unter Generalverdacht, verlieren ihre Finanzierung, werden öffentlich an den Pranger gestellt und müssen um Räume für ihre Arbeit oder für Auftritte fürchten.
In diesem Podcast möchte ich mich kritisch mit dieser gesellschaftlichen Entwicklung beschäftigen, in der Unsägliches immer sagbarer wird, während ein konsequentes Eintreten für Demokratie und Menschenrechte sowie gegen Faschismus in all seinen Erscheinungsformen immer mehr unter Generalverdacht gerät.


Grenze des Sagbaren wird produziert von Playout Media UG.
Redaktion: Silvio Duwe


Die Grenze des Sagbaren finanziell unterstützen: ko-fi.com/grenzedessagbaren
In dieser Folge des Podcasts über die Grenzen des Sagbaren geht es um Theater – genauer gesagt, um politisches Theater. Dafür habe ich mich mit Fabian Rosonsky getroffen – in seinem Heimatdorf in Sachsen-Anhalt, an der Elbe. Fabian ist Regisseur beim Theaterkollektiv Polyformers und thematisiert dort die Reichsbürgerszene des so genannten „Königreich Deutschland“ rund um Peter Fitzek ebenso wie die völkisch-esoterische Anastasia-Bewegung und rechte Influencer*Innen, die über Social Media Jugendliche für ihre Ideologie und Geschäfte rekrutieren wollen.
 
Ich habe mit ihm darüber gesprochen, was gutes politisches Theater ausmacht, warum er keine echten Nazis auf die Bühne holt und wie die Bild-Zeitung mit dem Reichsbürger Peter Fitzek kooperierte und ihn sogar in eine Theateraufführung einschleuste.
Außerdem sprechen wir über die Kulturpolitik von CDU und AfD und darüber, wie wichtig Solidarität in diesen Zeiten ist.

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