Sandra Andrés: "Sternschnuppen über Usedom"
Buchbesprechung
09.10.2026 61 min
Zusammenfassung & Show Notes
Sternschnuppen über Usedom – große Liebe, falsche Entscheidungen und ein schwuler Adolf
Ein Leben lang auf die große Liebe warten – und dann trotzdem ständig das eigene Glück sabotieren?
In dieser Folge nehmen wir Sandras historischen Liebesroman „Sternschnuppen über Usedom“ unter die Lupe. Und sagen wir mal so: Unsere liebe Margareta hat es uns beim Lesen nicht immer leicht gemacht. Zwischen großer Liebe, Pflichtgefühl und den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit trifft sie Entscheidungen, bei denen wir am liebsten ins Buch geklettert wären, um sie kräftig durchzuschütteln.
Und dann ist da noch ihre Enkelin Katja, die Jahrzehnte später vor einer ganz ähnlichen Entscheidung steht: Weiter der Vergangenheit nachtrauern oder endlich den Mut haben, einen neuen Weg einzuschlagen?
Sandra verrät, wie die echten Liebesbriefe ihrer Großeltern in ihre Geschichte eingeflossen sind, warum ein schwuler Adolf unbedingt mit ins Buch musste und welche Rolle das Thema Verschickungskinder spielt. Außerdem diskutieren wir über die große Frage: Ist Margareta schwach – oder einfach eine Frau, die in der falschen Zeit lebt?
Eine Folge über Liebe, Sehnsucht, Familiengeschichte und starke Frauen, die vielleicht gar nicht immer stark sein konnten.
Liebe ist, wie sie ist – und manchmal steht ihr ein ganzes Jahrhundert im Weg.
Ein Leben lang auf die große Liebe warten – und dann trotzdem ständig das eigene Glück sabotieren?
In dieser Folge nehmen wir Sandras historischen Liebesroman „Sternschnuppen über Usedom“ unter die Lupe. Und sagen wir mal so: Unsere liebe Margareta hat es uns beim Lesen nicht immer leicht gemacht. Zwischen großer Liebe, Pflichtgefühl und den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit trifft sie Entscheidungen, bei denen wir am liebsten ins Buch geklettert wären, um sie kräftig durchzuschütteln.
Und dann ist da noch ihre Enkelin Katja, die Jahrzehnte später vor einer ganz ähnlichen Entscheidung steht: Weiter der Vergangenheit nachtrauern oder endlich den Mut haben, einen neuen Weg einzuschlagen?
Sandra verrät, wie die echten Liebesbriefe ihrer Großeltern in ihre Geschichte eingeflossen sind, warum ein schwuler Adolf unbedingt mit ins Buch musste und welche Rolle das Thema Verschickungskinder spielt. Außerdem diskutieren wir über die große Frage: Ist Margareta schwach – oder einfach eine Frau, die in der falschen Zeit lebt?
Eine Folge über Liebe, Sehnsucht, Familiengeschichte und starke Frauen, die vielleicht gar nicht immer stark sein konnten.
Liebe ist, wie sie ist – und manchmal steht ihr ein ganzes Jahrhundert im Weg.
Sternschnuppen über Usedom – große Liebe, falsche Entscheidungen und ein schwuler Adolf
Ein Leben lang auf die große Liebe warten – und dann trotzdem ständig das eigene Glück sabotieren?
Ein Leben lang auf die große Liebe warten – und dann trotzdem ständig das eigene Glück sabotieren?
In dieser Folge nehmen wir Sandras historischen Liebesroman „Sternschnuppen über Usedom“ unter die Lupe. Und sagen wir mal so: Unsere liebe Margareta hat es uns beim Lesen nicht immer leicht gemacht. Zwischen großer Liebe, Pflichtgefühl und den gesellschaftlichen Zwängen ihrer Zeit trifft sie Entscheidungen, bei denen wir am liebsten ins Buch geklettert wären, um sie kräftig durchzuschütteln.
Und dann ist da noch ihre Enkelin Katja, die Jahrzehnte später vor einer ganz ähnlichen Entscheidung steht: Weiter der Vergangenheit nachtrauern oder endlich den Mut haben, einen neuen Weg einzuschlagen?
Sandra verrät, wie die echten Liebesbriefe ihrer Großeltern in ihre Geschichte eingeflossen sind, warum ein schwuler Adolf unbedingt mit ins Buch musste und welche Rolle das Thema Verschickungskinder spielt. Außerdem diskutieren wir über die große Frage: Ist Margareta schwach – oder einfach eine Frau, die in der falschen Zeit lebt?
Eine Folge über Liebe, Sehnsucht, Familiengeschichte und starke Frauen, die vielleicht gar nicht immer stark sein konnten.
Liebe ist, wie sie ist – und manchmal steht ihr ein ganzes Jahrhundert im Weg.
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Transkription:
Michaela Metzner (00:00:03) - Hallo und herzlich willkommen bei Herzgespinste Den Podcast über Liebe wie sie ist. Wir sind drei Autorinnen, die nicht nur über Liebe und Beziehungen schreiben, sondern auch darüber quatschen. Ich bin Michaela Metzner alias Mia M. Hope.
Sandra Andres (00:00:19) - Ich bin Sandra Andres.
Michaela Metzner (00:00:20) - Und Christiane Spooren. Heute besprechen wir ein ganz bezauberndes Buch Sternschnuppen über Usedom von Unserer Lieben Sandra Andres, erschienen im Hinsdorf Verlag. Meine liebe Sandra, ich würde sagen, die Bühne gehört dir. Was möchtest du uns denn zu deinem Buch sagen? Welchen Inhalt hat es?
Sandra Andres (00:00:43) - Ich beginne gleich mit dem Satz, den meine Mama zu dem Buch gesagt hat. Das ist das Traurigste, was du je geschrieben hast.
Michaela Metzner (00:00:53) - Das ist die beste Beschreibung.
Sandra Andres (00:00:55) - Es ist. Ja. Ja, Ja oder? Jetzt haben wir alle Hörer verloren. Was wollt ihr wirklich weiter? Nein. Also, sie ist ja immer meine Testleserin, meine Alpha Leserin. Und genau. Sie war dann ganz, ganz hin und weg. Ja, es ist ein Buch. Das war jetzt mein erster, sage ich mal, eigentlich historischer oder zumindest historisch angehauchter Liebesroman, der auf.
Sandra Andres (00:01:22) - Ja, das kennt man ja von mir auf mehreren Zeitebenen spielt. Und zwar einerseits mit Katja in der Gegenwart Katja, die gerade frisch geschieden ist und auch gerade irgendwie die Schnauze voll von alles und jedem hat. Und dann verliert sie auch noch ihre Großmutter Margareta. Und dann flüchtet sie sich zu dem Hotel, das ihr Exmann ihr hinterlassen hat, um das dann wieder so ein bisschen auf Flotte zu kriegen. Oder auch einfach sich zurückzuziehen von allem. Und ja, bevor katjas Großmutter also dort im Hotel trifft sie dann auf den jungen Yannick. Und der rüttelt sie da wieder ein bisschen wach. Und bevor Katjas Großmutter Margaretha stirbt, hat sie eine Box mit Briefen und Tagebüchern hinterlassen. Und so erfahren wir dann über Zeitsprünge, über Flashbacks, ein bisschen über das Leben von Margarete, das ja sehr turbulent war. Und das beginnt tatsächlich im Jahr 1942, wo Verschickungskind Albert zu Margaretha Familie kommt und dort ja ein Weilchen bleibt und dann als Jugendliche auch noch mal zurückkommt, um sich zu bedanken. Aber Albert ist letztlich im Westen und Margarete bleibt auf Usedom.
Sandra Andres (00:02:42) - Und so ist das ja, erfährt man dann so ein bisschen über. Auch über die Briefe und über die Tagebücher. Was so zwischen den beiden sich entwickelt hat und wie so ihre Liebesgeschichte über die Jahrzehnte hinweg abgelaufen ist.
Michaela Metzner (00:02:55) - Du hast gerade gleich Katja erwähnt. Ich kenne nun ja auch alle deine Bücher. Daher weiß ich, dass Katja eine tragende, tragende, eine wichtige Rolle gespielt hat in Wellen der Liebe.
Sandra Andres (00:03:09) - Die Nebenrolle aber eine wichtige. Ja.
Michaela Metzner (00:03:12) - Ich finde schon, dass es eine wichtige Rolle war, denn sie war die Frau von Nils. Ist es. Kann man das Ganze als Fortsetzung sehen? Oder würdest du sagen Nö.
Multiple Speakers (00:03:22) - Ja, es ist.
Sandra Andres (00:03:23) - Also mein Mann hat gesagt, ich schaffe mir mein eigenes Universum. Und das ist so ein bisschen, denke ich. Na also. Es ist alles verknüpft, aber. Also sie sind verknüpft, die Bücher. Aber man kann. So wie bei den Adventures. Im Prinzip hat er gesagt, man kann halt alles irgendwie auch eigen und einzeln lesen, jedes Buch für sich.
Sandra Andres (00:03:43) - Und das ist jetzt nicht irgendwie zusammenhängend. Aber klar, wenn man Liebe gelesen hat, dann kennt man eben Katja schon. Und da habe ich auch einige Zuschriften bekommen. Ah ja, schön, dass ich die Bilder gesehen habe oder so davon. Das schön zu erfahren, wie es mit ihr weitergegangen ist. Weil eben in der Liebe weiß man ja nur, was aus Nils und Svenja wird und eben was aus Nils seiner Ehe wird. Aber eben nicht Kollateralschaden, Katja.
Michaela Metzner (00:04:12) - Umso schöner fand ich es auch, sie wiederzusehen, muss ich sagen. Wie? Christiane, wie findest du das, wenn wir am besten gleich mit den Lieblingscharakteren einsteigen? Weil wir sind jetzt gerade bei Nils und Katja und so, ne, wollte ich gerade sagen, weil wir jetzt schon über die Charaktere sprechen. Ja, für mich ist tatsächlich die Geschichte von Margareta und Albert viel spannender gewesen als die von Katja und Yannik. Da habe ich immer so ein bisschen drüber gelesen, wenn die kamen gedacht ja, ja, okay, okay, okay. So.
Michaela Metzner (00:04:45) - Wann kommt das nächste Kapitel? Weil mich das einfach total gefesselt hat. Die Entwicklung von Margarete zu verfolgen. Die war für mich einfach der spannendste Charakter in dem Buch, weil man so mit ihr mitgefühlt hat. Und gleichzeitig gab es Entscheidungen, die man dann doch wiederum nicht verstanden hat. Aber gleichzeitig hat man trotzdem mitgefühlt. Man hat so den Kopf geschüttelt und gleichzeitig gesagt Ach Mensch, Mäuschen. Ich bin in meinen Augen. Genau das verstehe ich. Ich habe tatsächlich auch lange gegrübelt, was ich jetzt hier sagen möchte heute, welche Lieblingsfigur ich habe. Und Margareta ist natürlich naheliegend, dass weil diese Aufopferung, dieses Pflichtgefühl, was sie erfüllt, das kenne ich nur zu gut, auch. Und wie du sagst, für mich war es auch so, dieses Thema des Mitleids, was mich die ganze Zeit durch das Buch getragen hat. Aber es gibt da eben auch noch ihren Bruder, den Adolf. Und der hat es mir auch besonders angetan neben Margareta, weil er eben auch so eine tragische Figur ist. Auch so ein Mensch, der ganz viel Wut in sich trägt, der so viel Härte beweisen muss, um sich und seine Homosexualität zu verbergen.
Michaela Metzner (00:06:10) - Ich ich habe es jetzt einfach gespoilert.
Sandra Andres (00:06:12) - Ne, ist ja auch voll in Ordnung.
Michaela Metzner (00:06:14) - Weil ich finde, er hat es einfach überhaupt nicht leicht, gerade eben in dieser Zeit. Und am Ende muss er halt erkennen, dass er, trotzdem er es gut gemeint hat, immer gut gemeint hat und immer versucht hat, den richtigen Weg zu gehen. Muss er eben erkennen, dass er doch Fehler gemacht hat und dass er vielleicht auch Margaretha zu etwas gezwungen hat, was ihr am Ende ihr Glück verwehrt hat. Also ich finde den Adolf wirklich super, super tragisch und beide Geschwister haben mir insofern echt das Herz zerrissen, muss ich sagen.
Sandra Andres (00:06:50) - Ja, ich hänge auch irrsinnig am Adolf. Und ja, auch in seinem Namen. Den habe ich mir auch ein bisschen erkämpft.
Michaela Metzner (00:06:58) - Die Geschichte. Die Geschichte finde ich spannend heraus.
Sandra Andres (00:07:01) - Ich glaube, ich habe sie schon mal irgendwo erzählt. Na ja, Adolf darf halt niemand mehr heißen. Nirgendwo. Nicht in Deutschland, nicht in der Literatur. Überhaupt nicht. Aber ich habe das dann auch mit der Lektorin besprochen und gesagt Na ja, also ich meine, der ist ja geboren, irgendwo 1928.
Sandra Andres (00:07:17) - Der Adolf Hitler hieß halt jeder zweite Adolf. Also wie heute. Irgendwie weiß ich nicht Kevin oder Leon oder so, deshalb. Das war völlig normal. Mein Opa hieß auch Adolf. Das ist halt komplett normal. Und es war halt total Standard. Und das ganze Buch ist ein bisschen eine Hommage an meine Familie, auch wenn es jetzt nicht meine Familiengeschichte ist, logischerweise. Ich bin ja nicht aus Deutschland.
Multiple Speakers (00:07:40) - Aber es ist.
Sandra Andres (00:07:43) - Ein bisschen ja auch. Meine Großmutter hieß Margareta und mein Opa hieß Adolf. Und ich wollte halt auch diese zwei Namen auch wirklich nehmen. Und das war so auch ein bisschen der Joke daran, dass es einfach einen schwulen Adolf geben muss. Das war, das war mir wichtig und deshalb habe ich den durchgesetzt. Aber du hast es ja schön gesagt, Das ist so! Der Adolf ist auf den ersten Blick ein Antagonist. Er ist auf den ersten Blick. Hast du den, den? Das Gefühl, er will der Margarete nichts Gutes. Er ist immer schlechter Laune. Er ist eben voll aggro.
Sandra Andres (00:08:16) - Er ist irgendwie nie da. Er macht sein Ding. Und er hasst die Welt und überhaupt alles. Er ist immer so der Rebell irgendwo. Aber gleichzeitig merkt man halt relativ schnell, er kann einfach nicht aus seiner Haut. Er ist einfach nur enttäuscht. Also er ist halt eine Figur im Schatten. Er ist. Er ist halt super. Super. Die einzige Erfahrung, die er in seinem Leben gemacht hat, ist, dass er seine Liebe nie ausleben kann. Und deswegen, sagt er, rät er Margarete halt immer sehr pragmatisch. Also ja, also lasst es bleiben. Es führt zu nichts, weil das halt seine Erfahrung ist, das die Liebe? Unrealistisch, Dass die Liebe ein Traum ist und eine Wunschvorstellung ist für ihn nicht möglich. Und deshalb sieht er das auch für andere Menschen nicht. Genau. Und ich mochte ihn deshalb auch sehr, sehr gern.
Michaela Metzner (00:09:04) - Cool. Also besonders bewegend finde ich eben auch diese, ja, diese Anlehnung an deine Familiengeschichte. Ich erinnere mich auch, dass du gesagt hast, die Idee mit den Briefen stammt aus deiner Familie.
Sandra Andres (00:09:18) - Genau. Also es ist tatsächlich. Also, meine Großeltern, also Margarethe und Adolph, haben einander Briefe geschrieben, sie ganz, ganz jung waren. Aber das war schon so in den 50er, ungefähr um die Zeit, wo ich auch die Briefe angesetzt habe aus den Sternschnuppen. Und die gibt es noch. Also ich habe mit meiner Tante haben wir uns diese Briefe vom Dachboden geholt und durchgewühlt. Das war unglaublich lustig, also fürchterlich lustig. Ich habe jetzt aus diesen Briefen nichts übernommen inhaltlich, was ja auch kompletter Quatsch wäre, weil ja eben die zwei komplett andere Dinge kommuniziert, haben, über ganz andere Sachen geschrieben. Aber ich habe eine Sache übernommen und das war immer diese Anschrift. Hier ein lieben Gruß von deinem Albert, der immer an dich denkt. Und auch die Abschieds, die Abschieds Satz. Also das war genau das, was in den Briefen meiner Großeltern auch stand. Ein herzliches Sei gegrüßt von deiner Margarete, die immer an dich denkt. Ich fand das so toll, dass ich dachte Ja, also das muss unbedingt auch mit rein.
Michaela Metzner (00:10:18) - Verstehe ich. Total süß. Ja. Eigentlich sind wir dann jetzt schon dabei, was so real an diesem Buch ist, weil wir eben sehr viel aus der Geschichte deiner eigenen Familie gezogen hast. Aber ich möchte eigentlich lieber zuerst noch auf die auf die Szenen eingehen, die uns berührt haben, weil sonst. Sonst kommen wir glaube ich, zu schnell zu einem, Zu einem Punkt, wo wir das Wichtigste vergessen hätten, nämlich. Nämlich die schönen Szenen. Wer möchte von euch anfangen? Was? Welche Szenen waren. Waren euch besonders im Herzen oder im Kopf? Also ich habe zwei. Zwei Szenen, Also es gibt sehr viele Szenen. Ich musste lange überlegen, aber ich habe zwei. Die erste habe ich schon direkt bei der. Bei der. Wie heißt das? Bei der Party zum Erscheinen des Buches gehört. Releaseparty. Das war das Wort. Es ist nicht so schwer, aber es ist mir entfallen. Ja. Bei der Releaseparty habe ich schon die erste Szene gehört. Die war nämlich, als Margarethe einen tragischen Brief schreiben musste.
Michaela Metzner (00:11:35) - Ja, so ein bisschen der Wendepunkt der gesamten Geschichte ist. Und das fand ich einfach so bewegend geschrieben schon bei der Releaseparty, obwohl ich da das Buch noch nicht gelesen habe, hat mich diese Szene irgendwie gecatcht. Diese Briefszene. Und das war jetzt wieder so und das war auch die Szene, wo ich noch intensiver dachte Nein, tu das nicht.
Sandra Andres (00:11:55) - Ja, man weiß, sie tut eigentlich das Richtige. Aber du willst halt trotzdem, dass sie nicht das Richtige tut. Nein, sie tut das moralisch Richtige, nicht das Richtige für sie.
Michaela Metzner (00:12:06) - Ja, ja. Also das. Ja. Das ist auf jeden Fall eine meiner Top Szenen. Und die zweite ist diese ganz unschuldige Sternschnuppenszene zwischen den beiden Kindern Margareta und Albert, wo sie noch ganz klein sind und auf dieser Wiese liegen und in den Himmel gucken. Das fand ich einfach so, ja so kindlich unschuldig. Und trotzdem hat man diese Stimmung zwischen den beiden auch da schon gespürt. Aber eben auf so eine unschuldigen Ebene, wo ich echt dachte Wow, das dass das nicht kitschig wirkt, dass man trotzdem das Gefühl hat, so könnten das Kinder tatsächlich empfinden, die gar nicht wissen, was sie da, was sie da fühlen, was das überhaupt ist.
Michaela Metzner (00:12:55) - Das da dachte ich mir. Also das muss man erstmal so auch darstellen. Man kann ja nicht mehr zurück in die Augen eines Kindes und nachfühlen, wie sich das so anfühlt in dem Alter. Ein leichtes Aufkommen von Verliebtheit zu spüren. Aber ich habe es dir 100 % abgenommen, diese Szene.
Sandra Andres (00:13:13) - Ja, das freut mich, weil es war tatsächlich auch ein Diskussionspunkt im Lektorat. Könnten Kinder sich verlieben? Und ich habe das ja wirklich recht eingehend recherchiert, weil ich überzeugt war Ja, also ich war super verliebt in der Vorschulklasse. Mit fünfeinhalb Jahren war ich mega verliebt in den Florian. Ich wollte unbedingt immer Händchen halten mit dem Florian. Also da war ich absolut überzeugt. Und meine Lektorin war dann Oh, die sind aber noch ein bisschen jung und ich habe das aber dann auch wirklich recherchiert und gesagt Nein, nein, das ist schon ein Ding. Also es ist nicht nur ich, dass ich das irgendwie so oder empfunden oder erfunden habe, sondern das kann schon passieren. Das war halt dann, ich habe das auch wirklich dann geguckt, ja, wie manifestiert sich das bei Kindern, wie zeigt sich das? Wie genau, wie was? Was fühlt man da? Aber es ist schon eine Art von von verliebt sein, wenn natürlich auch nicht das gleiche mit 1617 Jahren.
Sandra Andres (00:14:08) - Aber es ist jetzt auch anders. Eben, das war mir halt wichtig. Also wenn du jetzt irgendwie ein Freund hast, mit dem du gern spielst, das ist nicht das Gleiche. Ja.
Michaela Metzner (00:14:18) - Ja, und gerade das fand ich halt so schön, dass du ja eben nicht das so darstellst, dass die beiden rumlaufen. Und komm, lass uns Händchen halten und Bussi hier und da und das ja eben nicht. Es ist eben nicht dieses Verspielte, sondern das ist etwas, wo die beiden selber gar nicht wissen, was. Was ist das denn? Was fühle ich denn da? Das ist aber kenne ich ja so gar nicht. Und man wirklich denkt ja, das ist wirklich ein Gefühl, das sie bis dahin nicht erlebt haben und eben nicht nur so eine spielerische. Wollen wir Liebe? Ja, das hat mir gut gefallen. Es ist krass, dass du tatsächlich die romantischen Szenen ins Herz geschlossen hast. Wobei ja die die Briefszene nicht nur romantisch ist, sondern eigentlich auch.
Sandra Andres (00:15:07) - Auch tragisch.
Michaela Metzner (00:15:08) - Ein.
Multiple Speakers (00:15:08) - Herz Herzbrecher ja, auch tragisch, aber eben dennoch romantisch, weil sie tut das ja für ihre Liebe.
Multiple Speakers (00:15:15) - Ja.
Sandra Andres (00:15:16) - Sie tut es in dem Moment. Ich glaube, dass Christiane meint, dass der Moment, wo sie sich entschließt, dass sie beim Vater bleibt, weil ihr Vater schwer krank ist bzw kurz vorm Sterben. Und sie wollte eigentlich dann mit Albert in den Westen fliehen, aber er hat eigentlich alles vorbereitet und das heißt aber in den Westen fliehen, eben die Familie komplett zurückzulassen, also wirklich auch nie wieder zu sehen. Und das schafft sie in dem Moment nicht, wo ihr Vater im Sterben liegt. Und dann sagt sie zu Albert Es tut mir leid. Ich muss das jetzt beenden. Ich. Ich kann nicht kommen. Ich weiß nicht, wann ich kommen kann. Ob ich kommen kann, weil. Kann sein. Erlebt noch zwei Wochen oder zwei Jahre. Und ich kann das jetzt einfach in dieser Situation meine Familie nicht zurücklassen. Ja.
Michaela Metzner (00:15:56) - Ja, ja. Das Tragischste daran fand ich ja noch fast, dass er ja geblieben wäre bei ihr. Er hätte ja darauf.
Sandra Andres (00:16:02) - Aber das weiß sie ja nicht, Das weiß sie ja erst später.
Michaela Metzner (00:16:05) - Nein, nein, Warum mir das so? Warum mir das so im Gedächtnis geblieben ist, dass er ja einfach das gemacht hätte und sie dann sich hat einreden lassen, dass es für ihn keine gute Zukunft ist? Ja. Also ich habe interessanterweise die, die die. Die krassen Szenen noch deutlicher im Kopf. Also es sind drei. Ich muss das noch toppen. Es macht nichts, aber das tut Sandra vielleicht auch gut. Wenn du so viele Lieblingsszenen haben. Ich fand die die Szene ganz schmerzhaft, als die Familie im Bunker saß und die Flugzeuge über sie hinweg gedonnert sind und diese Angst zwischen den Kindern war.
Sandra Andres (00:17:06) - Da ist ja Margarete. So, da ist ja Margarete. So zehn ungefähr, glaube ich. Zehn, elf.
Michaela Metzner (00:17:13) - Und sie greift nach der Hand von.
Sandra Andres (00:17:15) - Albert.
Michaela Metzner (00:17:17) - Albert. Und gleichzeitig versucht sie sich auch irgendwie an der Figur ihres Papas So fest, so gut muss ich Mut zu machen. Und das hat mir extremst wehgetan, weil halt dieses Nee, weiß ich nicht, Du hast da ein Kind vor dir, das hat todesängste.
Michaela Metzner (00:17:37) - da konnte ich mich richtig gut reinversetzen. Also diese Szene hat mich echt gekillt. Und dann gab es noch zwei Szenen, die im Vergleich dazu aber super, super mutig sind. die kommen ganz viel später. Das ist einmal die diese Szene, als Katja sich in die kalten Fluten stürzt.
Sandra Andres (00:18:08) - Sie schwimmen geht, oder?
Michaela Metzner (00:18:10) - Genau. Sie geht schwimmen, weil sie komplett verwirrt ist. Jannik hat ihr da so einen Satz an den Kopf geschmissen. Von wegen die neue Katja. Sie wusste, glaube ich, mit diesem Satz nicht sonderlich viel anzufangen. Aber er hat da ihre Neugier gekitzelt und ihren Überlebensmut, ihren, ja diesen diesen Willen, neues Leben zu beginnen, wieder neu zu beginnen, nach ihrer Scheidung. Und ich glaube, das hat mich deswegen so gecatcht, weil auch das was ist, was ich von mir kenne. Wenn du zuerst mal vor den Trümmern deiner Ehe stehst und nicht weißt, ob du jetzt weitermachen kannst. Und dann kommt jemand und weckt den Lebenswillen in dir und du erkennst da ist er wirklich noch ein Funke da.
Michaela Metzner (00:19:01) - Und dass sie dann tatsächlich. Diesen diesen Funken ergreift und weiß, sie muss was aus ihrem Leben machen. Und sie spürt das regelrecht. Und sie rennt dann aus den Fluten heraus mit einem komplett nassen Badeanzug und klopft dann Ja, nichts. Und das war so dieses Gänsehaut. Ich hatte Gänsehaut, weil sie da einfach über ihre, über ihre, über ihren Schatten springt. Und egal was jetzt die Leute denken, dass da eine Frau im nassen Badeanzug zu einer Hoteltür rennt. Sie musste ihm das jetzt sagen, musste ihn fragen Was meinst du damit? Und das ist so ein so ein Moment gewesen, wo sich der Charakter Katja, meine ich, komplett verändert hat. Und dann hat aber Sandra das noch getoppt, weil direkt im Anschluss kam die Szene, in der Margareta ihren Ehemann beerdigt. Und das war ja auch eine Transformation. Also sie hat da die fand ich irgendwie super lustig. Ja. Ich war da. Ich habe mich da auch.
Sandra Andres (00:20:09) - Weggeschmissen beim Schreiben.
Michaela Metzner (00:20:12) - Das ist auch gefühlt diese. Diese komplette Erleichterung. Total.
Michaela Metzner (00:20:21) - es beginnt auch irgendwie, dass der Sarg von Otto langsam im Boden versinkt. Irgendwie. So und da dachte ich auch so endlich, endlich. Und das sind eben diese zwei Wendepunkte für diese zwei Frauen. Fand ich toll. Fand ich super. Super geglückt, dass beide Frauen direkt zwei Kapitel hintereinander hatten, in denen sie sich jetzt verändern dürfen. Jetzt beginnt ein neues Kapitel für beide sozusagen.
Sandra Andres (00:20:50) - Das weiß ich gar nicht. Es ist mir nicht aufgefallen, dass die beiden ich wüsste es jetzt ja auch jetzt nicht, dass die beiden hart.
Michaela Metzner (00:20:57) - Oder.
Sandra Andres (00:20:57) - Nacheinander sind. Also es war nicht strategisch geplant. Nein, absolut. Ich schreibe ja immer intuitiv. Also es ist halt gerade so, ich weiß nicht, also nicht mit dem Hintergrund jetzt. Das war tatsächlich. Dann weiß ich nicht. Aber ja, ich finde es gut. Es ist natürlich so, es ist natürlich der Wendepunkt im Endeffekt, ne. Und ja, also ich fand, ich fand die Beerdigung auch nicht witzig, weil halt irgendwo man denkt halt irgendwie ja simuliert doch wenigstens sie.
Michaela Metzner (00:21:30) - Muss sich.
Sandra Andres (00:21:30) - Halt echt zurückhalten, dass sie nicht sagt Gott sei Dank ist er weg, dieses Arschloch. Also das ist schon, dass ich fand das auch. Ich war auch sehr amüsiert beim Schreiben. Es war sehr. Es war sehr befreiend, das zu schreiben, weil sie ja fürchterlich leidet unter ihrer Ehe. Das ist wirklich die total toxische Ehe. Und sie leidet ja wirklich ganz schlimm unter dem Motto Und deshalb ist es eben, wie du sagst, wirklich diese Befreiung. Und ja, also die Katja ist mir auch immer am liebsten, wenn sie diese. Sie hat zwei, drei Momente, wo sie irgendwie einfach auf alles scheißt, wo ihr wurscht ist, dass sie Hotelchefin ist oder irgendwie das und das und keine Ahnung, wo sie einfach total über ihren Schatten springt. Das ist der eine Moment, wo du sagst das mit dem Badeanzug, wo sie da aus dem kalten Wasser und dann ins Hotelzimmer läuft. Es ist aber für mich zum Beispiel auch der Moment, wo sie dann erstmals bei Yannick nachgibt und sagt So, und jetzt scheiß drauf, jetzt trinken wir diesen 3.000 € Wein und.
Michaela Metzner (00:22:24) - Jetzt.
Sandra Andres (00:22:25) - Schnappe ich mir diesen Jungspund. Also das hat auch mega Spaß gemacht. Also immer so diese Momente, wenn Katja so ein bisschen aus sich rauskommt, sie ist ja relativ kühl, ist vielleicht das falsche Wort, aber sie ist relativ reserviert, eigentlich sehr verantwortungsvoll und sehr pflichtbewusst usw. Also sie ist ja jetzt keine große, leidenschaftliche Person, wie ja eh, ja Margareta, sondern sie ist ja doch eher reserviert. Und immer wenn sie das so aus sich rauskommt. Das waren für mich immer die Momente, wo ich am meisten Spaß hatte. Wobei ich natürlich. Ich meine, wer diesen Podcast schon länger hört, weiß natürlich, ich bin ein Sadist Und ich. Eine meiner absoluten Lieblingsszenen ist halt schon die, wo Margarete am Ende des Buches Albert aufsucht, wo sie dann eben frei ist vom Otto, wo die Mauern gefallen sind, wo dann der Weg geebnet ist und sie dann Albert sucht. Das war für mich schon ein Highlight zu schreiben. Also darauf habe ich wirklich die ganze Zeit hinGefiebert.
Michaela Metzner (00:23:18) - Das war schon.
Sandra Andres (00:23:19) - So eine Szene, wo ich auch die eine dieser Szenen, die man von Anfang an ganz genau weiß, was passiert. Auch wenn ich noch überhaupt keinen Plan habe, was alles im Buch passiert. Aber diese eine Szene, die hast du, die weißt du, das wird genau so ablaufen.
Michaela Metzner (00:23:36) - Fand ich auch sehr stark. Die hat mir auch sehr gefallen, was für eine Energie sie entwickelt hat, was für einen Antrieb sie entwickelt hat, um ihr Ziel zu erreichen. Und das ist ja, das hast du in dem Buch auch super beschrieben. Es ist ja nicht so wie heute, dass man bei Google Maps eingibt. Gebt mir den Weg zu Albert, sondern dass es ja für sie zu der Zeit hochkompliziert überhaupt. Ich glaube, in Hamburg war er. Oder nach Hamburg zu kommen, dort herauszufinden, wo der wohnt, dann herauszufinden, dass er da nicht mehr ist. Dann herauszufinden, wo ist er denn dann? Dann sich da irgendwie mit den Bahnen, was auch immer hin zu schleppen. Geredet hat es glaube ich auch noch.
Michaela Metzner (00:24:16) - Also das war ja alles damals viel, viel komplizierter als das heute ist, wo man ein Handy nutzt und dann ist man da halt einfach oder man holt sich ein Uber und dann ist man damit da. Das fand ich auch super herausgearbeitet, Aber dann die Wendung, die ich jetzt nicht spoilern möchte. Die hat mich dann wieder umgehauen. Da habe ich dann wieder gedacht, okay, wenn wir jetzt gleich über wie realistisch sind, muss ich unbedingt sagen Ja. Da dachte ich echt Nein, danke.
Sandra Andres (00:24:47) - Ich Ich sage doch Ja, ich. Aber ich liebe die Wendung. Also, die habe ich auch. Das war auch der dritte Diskussionspunkt im Lektorat, diese Wendung. Und da habe ich auch echt drauf gepocht. Wobei meine Lektorin das ein bisschen lieber ein bisschen anders gehabt hätte. Ich habe gesagt Nein, ich habe es wirklich nachgedacht. Ich habe mit meiner Mama gesprochen, weil die versteht ja auch wirklich meine Bücher immer total und gesagt Was hältst du davon? Und wir haben gesagt Nein, das, genau das muss genau so passieren.
Sandra Andres (00:25:12) - Das hilft alles nichts. Aber noch zum Thema Na, das mit diesem sich durchschlagen da in der Stadt, das habe ich tatsächlich meiner Lektorin zu verdanken. Das hatte ich gar nicht so, ich habe da irgendwie so, ja, sie fragt ein bisschen und bla. Und meine Lektorin hat da geschrieben Also die hat jetzt, die ist jetzt fast 60 oder so, hat ihr ganzes Leben lang auf der Insel gewohnt, ist nie aus dem Osten raus, ist zum Ersten Mal aus der Mauer gefallen, ist zum Ersten Mal raus. Also da müssen wir ein bisschen nachbessern. Also die wird jetzt nicht einfach in die Straßenbahn steigen und tralala, die wird gar nicht wissen, wo kriegt sie ein Ticket her. Also das waren irgendwie die 90er oder so eben wie du sagst, kein Handy, kein Google Maps, kein gar nichts. Also da müssen wir noch mal ein bisschen ran. Das habe ich dann tatsächlich ihretwegen auch noch geschrieben. Der hat sehr gut reagiert, weil für mich war das halt einfach so, ja, sie fühlt sich dadurch so, aber natürlich nicht.
Sandra Andres (00:26:01) - Also das ist schon richtig. Das ist im Kontext von der Zeit und auch von ihrer Vergangenheit. Es muss das natürlich alles ein bisschen schwieriger sein.
Michaela Metzner (00:26:12) - Aber. Ja, das Ende war echt heftig. Also.
Sandra Andres (00:26:23) - Ja, ich. Ich mag. Ich mag halt einfach diese Plottwist. Ich habe sie in den nächsten zwei Büchern, die ich geschrieben habe ich auch. Also ich kann nicht ohne diesen Plot Twist.
Michaela Metzner (00:26:34) - Sandra macht kaputt. Ja, ist so! Ich weiß noch, dass ich. Ich wollte die Jahreszeit nennen, aber das müsst. Müsst ihr mir. Müsst ihr mir jetzt helfen? Als wir bei unserem Schreibcamp waren, im Mai. Ich. Ich war im Mai. War das nicht. Nicht Juni und Juli. Als wir im Schreibcamp waren. Hat Christiane das Buch im Zug zu Ende gelesen. Ich hatte es auch dabei, aber ich war noch lange nicht so weit. Und ich weiß noch, dass Christiane mehr oder weniger einen Schreikrampf gekriegt hat, als sie nach Hause kam und gesagt hat Sandra, was hast du getan? Warum hast du dieses Buch? Ich habe ein bisschen in die Sprachnachricht reingeschrieben, das hat mich echt bewegt und ich hatte Angst weiterzulesen.
Michaela Metzner (00:27:29) - Ich habe das Buch dann echt ein paar Wochen liegen lassen. Das ist wahr. Ich habe da so. Ich hatte sogar geheult über das, über den Plot Twist, der hat mich echt total gekillt. Der Plottwist. Und ich dachte einfach so, nach diesen ganzen Anstrengungen, über die ich gerade schon geredet habe, nach all den Jahren, nach diesem Warten, dachte ich Nein, das ist so unfair. Ich fand das so und.
Sandra Andres (00:27:53) - Das ist doch.
Michaela Metzner (00:27:53) - Unfair. Ich hasse. Das ist hochgradig unfair. Ich habe gedacht Nein, nein, nein, nein, ich akzeptiere das nicht. Du bist das Buch und schreiben. Ich habe einen Draht.
Sandra Andres (00:28:07) - Zu der Autorin. Ich soll das noch mal umschreiben.
Michaela Metzner (00:28:13) - Hättest du ja sogar noch Geld dafür gegeben, dass sie das Buch umschreibt. Nein, hätte ich nicht. Es ist ja genau so, wie es ist. Ist es super. Wohl wahr. Das macht. Und das ist das Leben.
Sandra Andres (00:28:26) - Genau das ist der Punkt. Genau das ist der Punkt. Es ist halt ganz oft einfach mal nicht fair.
Sandra Andres (00:28:32) - Auch wenn wir irgendwie. Und darum geht es im Prinzip in diesem Buch auch, wenn wir um Dinge kämpfen und was weiß ich. Aber sind zwei, drei Entscheidungen, die du verkackst und vielleicht aus den allerbesten Gründen, aber irgendwo, wo du falsch abbIegst Und das ist der Zug abgefahren. Dann hängst du halt mit einem toxischen Auto fest. Es. Ja. Und sie ist. Das hat sie ja nicht getan, weil sie jetzt irgendwie den Otto zu toll fahren, sondern weil halt, weil sie dachte ist eh alles wurscht. Wenn ich den Albert nicht kriege, dann ist jeder gut genug oder schlecht genug oder einfach wurscht. Ist einfach egal. Wenn ich ich glaube ja, der Adolf sagt ja auch, es ist egal oder sagt sie dann ist egal. Wenn sie sie schließt, dann glaube ich daraus, es ist egal, wen ich heirate. Sie sagt das ja so, dann ist es auch egal, wen ich heirate. Aber das ist so ein bisschen natürlich die Kernaussage von dem Buch. Also dieses Ja. Also wir treffen alle nicht immer die richtigen Entscheidungen.
Sandra Andres (00:29:25) - Es sind halt so zwei drei Weggabelungen. Wenn du falsch AbbIegst. Dann ist es halt manchmal einfach zu spät.
Michaela Metzner (00:29:35) - Aber du sagst da was. Ich. Ich glaube nicht, dass sie das eben einfach nur so entschieden hat. Da ist jeder recht. Das war einfach auch die Zeit. Und da sind wir genau in dem bei der Sache, dass das Buch einfach sehr real realitätsnah ist, sehr real geschrieben. Denn es war einfach so in dieser Zeit da. Du guckst da nicht, ob du irgendwie Gefühle hast für einen Mann. Du heiratest, weil du zu alt bist, weil du vielleicht sonst keinen abbekommen habe und du hast und du musst versorgt sein. Mhm. Und der Autor hat sich einfach angeboten. Der stand mit seinem Blumenstrauß und hat dir einen Heiratsantrag gemacht. Ja. Um Gottes willen, das lehnst du doch nicht ab. Mhm.
Sandra Andres (00:30:18) - Ja, Es.
Michaela Metzner (00:30:18) - War damals einfach nicht wichtig.
Sandra Andres (00:30:20) - Ja oder nicht notwendig. Ein paar hatten sicher das Glück, auch schon in den Fünfzigern jetzt irgendwie eine Liebesehe zu haben, aber.
Sandra Andres (00:30:29) - Also ja, ich denke, ein großer Teil der Menschen damals war sehr viel noch in Vernunft, ehe nicht unbedingt arrangierte Ehen, aber trotzdem Vernunft sehen, wo man sagt ja eben, bevor ich halt was weiß ich dastehe und niemanden habe, oder? Ja, der ist doch ganz nett, der ist doch, hat Geld oder hat was weiß ich, kann mir was, kann mir ein Häuschen bieten oder whatever, ne. Und ja, ich denke, das war sehr, sehr, sehr viele Ehen seinerzeit waren halt sehr vernunftgetrieben. Das ist definitiv so!
Michaela Metzner (00:31:03) - Aber nicht nur die Ehen, sondern einfach auch diese Rollen. Es. Es war wichtig, dass du eben den guten Sohn, die gute Tochter, die gute Ehefrau.
Sandra Andres (00:31:14) - Die Gesellschaftserwartung.
Michaela Metzner (00:31:16) - Die Gesellschaft. Ja, genau.
Sandra Andres (00:31:17) - Das ist ja auch bei Adolf der Kern. Also es ist ja auch bei ihm. Das ist ja auch, dass die treibende Kraft hinter seiner Motivation. Dass er dann zu Margaretha sagt Ja, heirate halt den Otto oder? WHO cares? Weil, weil für ihn ja auch klar ist Ja, man muss halt diese Gesellschaftsordnung, irgendjemand, mit dem kriegst du halt Kinder und fertig, dann ist das erledigt.
Michaela Metzner (00:31:48) - Ja, mir fiel das total schwer. Also diese Entscheidung, den Otto zu nehmen. Oh Gott, da tue ich mich so schwer mit, weil mir kam das einfach. Ich meine, ich bin auch eine andere Generation und sowieso stehe ich auch für für andere Dinge. Deswegen musste ich mich lange selbst drosseln mit meinen Reaktionen darauf. Aber mir kam das alles viel zu schnell vor. Ich dachte mir Redet doch wenigstens mal mit dem Albert. Macht doch nicht jetzt einfach direkt. Geh doch nicht direkt jetzt heiraten. Doch nicht jetzt red doch erstmal mit dem. Also habe ich gedacht Nee, du kannst sie doch nicht einfach heiraten. Nee, also das tat mir so unendlich weh in der Brust, weil ich einfach gedacht habe Warum machst du das denn jetzt? Du hättest den auch noch mal hinhalten können, oder noch mal? Weiß ich nicht. Also mir fehlt da einfach immer diese Kommunikation zwischen Albert und mir, die das ja, die Entscheidungen, die sie getroffen hat, waren alle ohne ihn.
Sandra Andres (00:32:52) - Genau das ist der Punkt.
Sandra Andres (00:32:54) - Deshalb sind sie ja auch schief gegangen.
Michaela Metzner (00:32:58) - Ja. Aber das war auch so eine ganz natürliche Sache, weil sie das so eingetrichtert bekommen hat. Und viele Frauen haben das damals eingetrichtert bekommen, wie das Leben zu sein hat und dass sie sich aufopfern muss. Das ist ja genau das, was wir erstmal aus unseren Köpfen rausbekommen müssen. Dass frau sich nicht mehr aufopfern muss für Mann, Familie, für Kinder, dass sie sich nicht komplett verlieren müssen. Weil es damals aber so war, hat sie das alles entschieden zum Wohle Alberts. Unfassbar. Und hat sich komplett hinten angestellt, komplett für sich, alles kaputt gemacht und hat nichts für sich beansprucht. Und das ist ja eben genau der Punkt.
Sandra Andres (00:33:47) - Ist natürlich, er ist natürlich auch ein bisschen charakterfrage. Da hätte ich jetzt gerne eure Meinung, weil da waren meine Lektorin und ich uns gar nicht einig. Ich fand ja, dass die Margarete so. Ja so ziemlich meine schwächste Frauenfigur ist. Jetzt nicht in Richtung Wie soll ich, wie soll ich sagen richtig, ohne dass ich sie runter irgendwo unter den Scheffel stellen will.
Sandra Andres (00:34:17) - Ich ich habe sie geschrieben, weil ich finde, sie ist toll. Sie hat eine grandiose Geschichte. Aber. Sie ist keine Kämpferin. Es ist genau das es. Es ist in ihrer Natur, sich selbst und ihr eigenes Glück immer hinten anzustellen. Könnt ihr mir gern gleich noch sagen, wie ihr das wird? Ob ihr das auch so seht? Weil Na also, das war so ein bisschen der Kernpunkt mit dem Ende, wo ich gesagt habe, nein, sie würde das und das nicht tun, weil das einfach nicht in ihrer Natur ist. Aber ja, also grundsätzlich auch noch zu dem, was du sagst. Also dieses, dieses Beschützende und dieses Ich stelle mich als Frau hintan. Das ist, glaube ich, trotz allem, obwohl diese Geschichte ja viel zu vielen Teilen in den 50er, 60er Jahren spielt, nach wie vor ein Thema, heute auch brandaktuell wie eh und je. Dass wir Frauen uns einfach oft immer noch vor den Zug schmeißen, sozusagen. Oder halt das Ruder übernehmen und und da. Und ich kümmere mich um alles und jeden und hin und her.
Sandra Andres (00:35:19) - Das ist schon einfach. Nach wie vor glaube ich sehr stark in uns verankert. Da hast du schon recht. Michaela Du hast jetzt auch gesagt Nee, du hast nicht gesagt, wir mussten das lernen. Du hast in der Gegenwart gesprochen und ich glaube, ich bin da bei dir. Also ich glaube, das ist etwas, was wir immer noch lernen dürfen. Auch so, dass wir halt, dass wir uns, dass wir auch mal ein bisschen mehr egoistisch sind.
Michaela Metzner (00:35:41) - Ja, vielleicht liegt es wirklich an Christines Generation und ich bin so dankbar und happy dafür, dass da die Wege jetzt anders laufen. Aber ich bin ja nun doch mal, weiß ich nicht, 20 Jahre älter,
Multiple Speakers (00:35:57) - Das ist Quatsch.
Sandra Andres (00:35:59) - Michaela macht sich immer so viel älter.
Michaela Metzner (00:36:06) - Weiß ich nicht. Ja.
Sandra Andres (00:36:09) - Eigentlich bist du eine Oma.
Michaela Metzner (00:36:12) - Ich bin ja eure Oma. Von dem her kenne ich das eben noch sehr, sehr gut. Ich. Ich sah. Ich sah es bei mir. Ich sah es bei meiner Mama. Ich sah es bei meiner Oma.
Michaela Metzner (00:36:23) - Vor allem bei meiner Oma. Die wiederum Generation Margareta ist.
Sandra Andres (00:36:27) - Ja, bei mir auch.
Michaela Metzner (00:36:29) - Und deswegen. Ich für mich kann sagen, empfinde Margareta nicht als schwach. Also sie ist ein Opfer. Definitiv da. Da brauchen wir nichts schönreden. Sie ist ein Opfer und sie opfert sich für alle und jeden. Genau das, was wir gerade gesagt haben. Ich persönlich empfinde sie dennoch nicht als schwach, weil du musst das alles, was sie verkraftet hat, auch erstmal emotional verkraften und dennoch immer.
Sandra Andres (00:36:58) - Wieder.
Michaela Metzner (00:36:58) - Aufstehen. Ich stehe auf und ich kämpfe für meine Liebe und ich gehe jetzt eben Albert suchen. Wie gesagt, auch, dass sie hätte können in in ihn auf ihrer Insel bleiben, mit ihren Kindern, mit denen sie sich ja auch nicht mehr gut verstanden hat und hätte Albert Albert sein lassen können. Das wäre schwach gewesen, Aber sie hat ihn ja dann trotzdem gesucht.
Sandra Andres (00:37:18) - Ist schon richtig. Ja.
Michaela Metzner (00:37:19) - Und deswegen empfinde ich sie nicht als schwach. Vielleicht ja der schwächste Charakter in sandras Büchern, weil Sandra Normal immer Heldinnen schreibt oder Rebellen.
Sandra Andres (00:37:33) - Also diese beiden haben es mir angetan.
Michaela Metzner (00:37:37) - Frauen, die einfach für sich einstehen und stark sind. Und ja, das ist Margareta in dem Sinne vielleicht nicht. Oder zumindest in abgeschwächter Form, so muss man sagen. Weil wie gesagt, am Ende steht sie ja doch für sich ein. Mhm.
Sandra Andres (00:37:51) - Ja, das stimmt schon. Ich meine, sie ist. Sie hatte dann zum Beispiel auch die. Sie baut sich ja auch dieses Briefnetzwerk auf, dass sie eben immer mit Albert im Kontakt bleiben kann. Also sie sucht sich schon immer irgendwie ihren Weg. Es ist halt nicht so in your face wie andere Protagonistinnen von mir, die halt sehr ja so zum Haudrauf ihren Weg gehen. Und genau deshalb habe ich es, glaube ich, auch so ein bisschen empfunden, weil sie das immer eher so ein bisschen durchs Hintertürchen macht, aber ja auch muss mit dem Otto an der Backe.
Michaela Metzner (00:38:26) - Also ich fand die Margaretha total schwach. Ich habe mir sehr oft in dem Buch gedacht Ach, sei doch mal mutig, mach doch nicht. Mach doch nicht immer so was.
Michaela Metzner (00:38:38) - Du weißt doch, dass das nicht gut für dich ist. Ich fand sie super schwach. Ich fand sie auch null mutig. Aber das ist jetzt echt ein krasser Generationenkonflikt, glaube ich. Weil ich halt ganz anders bin und ich auch ganz anders erwachsen geworden bin, würde ich fast sagen, in einer ganz anderen Mentalität. Und ich einfach es nicht verstanden habe. Die Entscheidungen, die sie getroffen hat und mich auch da rein versucht habe zu fühlen. Aber es ist einfach zu weit weg von meiner eigenen Realität war und deswegen hat sie es mir auch so angetan als Figur. Und genauso auch das Ende. Das ist so witzig, Michaela, dass du das sagst. Dass sie da aufgestanden ist und den gesucht hat. Aber was hat sie denn am Schluss gemacht? Sie hatte nur noch in dieses Zimmer gehen müssen. Aber nein, hat sie nicht. Und da dachte ich so Warum denn nicht? Lass dich doch jetzt nicht da. Nein.
Sandra Andres (00:39:29) - Das war. Das war genau die Diskussion mit meiner Lektorin. Dass sie hätte gern.
Sandra Andres (00:39:32) - Sie hätte. Sie hätte sie gerne in dem Zimmer gesehen. Und ich habe gesagt, Nein, das wird nicht passieren. Weil das ist eben genau dieser Punkt. Das ist genau dieser Punkt. Das ist nicht. Das ist sie nicht. Die Rebellin spaziert rein, aber Margareta nicht.
Michaela Metzner (00:39:54) - Also schwierig für mich. Schwierig. Wirklich? Also, ich verstehe den Punkt, aber es tat mir in der Seele weh und war so weit weg von meiner Realität, dass ich dachte. Oh, was bist du für Superschön? Jetzt hast du dich bis dahin durchgekämpft, ne? Ja. also ich fand auch, dass das ein schwacher Charakter von allen Dingen, die du geschrieben hast. Ja, aber es macht sie nicht unsympathisch, sondern man spürt halt ihren inneren Kampf mit sich und mit der Welt und mit allem irgendwie. Es ist ja eigentlich ihr ganzes Leben ja richtig Kampf Modus und ich fand das einfach so tragisch. Also als ich mit dem Buch fertig war, habe ich sehr lange auf dieser Frage rumgeknabbert. Kann man sich nur sein eigenes Leben so derart versauen? Also dass man Fehler macht? Das kennen wir alle.
Michaela Metzner (00:40:44) - Dass wir Fehlentscheidungen treffen, ja. Aber wie kannst du dir denn dein ganzes Leben so kolossal versauen? Das ist einfach so! Nein. Immer wieder hatte sie Chancen. Immer wieder gab es Möglichkeiten. Und er hat einfach nicht losgelassen von ihr, der Albert. Er hätte alles für sie getan. Alles. Alles. Alles. Alles. Und trotzdem versaut sie sich ihr ganzes Leben immer wieder. Und da dachte ich so Oh, oh.
Sandra Andres (00:41:09) - Oh Ach ja, da zitiere ich auch wieder meine Mama, die das perfekt in Worte gefasst, hat sie gesagt Ich liebe die Margareta, aber sie hat ihr Leben verpasst. Ja, das ist so definitiv.
Michaela Metzner (00:41:21) - Und ergo wir kommen wieder zum Anfang zurück. Es ist das traurigste Buch, das du geschrieben hast. Ja.
Sandra Andres (00:41:27) - Ist es nach wie vor?
Michaela Metzner (00:41:28) - Ja. Ja, auch für Albert. Also auch Albert. Da tat mir so leid. Er hat sein ganzes Leben darauf gewartet. Er hat einfach das ganze Leben auf Sie gewartet. Bis zum Schluss hat er auf Sie gewartet. Na und? Er hat ja im Endeffekt in Anführungszeichen auch sein Leben verpasst, weil er halt immer wieder darauf gewartet hat.
Michaela Metzner (00:41:51) - Ich glaube, er war nicht unglücklich. Ich glaube.
Sandra Andres (00:41:53) - Er hat was aus dem gemacht. Genau.
Michaela Metzner (00:41:56) - Genau. Also nicht so wie Sie. Sie war natürlich tragisch unglücklich. Er war nicht tragisch unglücklich, aber trotzdem hatte er sein Leben auch verpasst. Wegen ihrer Fehlentscheidungen.
Sandra Andres (00:42:09) - Das ist richtig. Ja, aber dafür hast du ja dann die schönen, entspannenden Katja Yannik Kapitel zwischendurch.
Michaela Metzner (00:42:19) - Wir können auch über die beiden sprechen. Weil Yannik war auch. Also Yannik war auch einer meiner Charaktere. Der war einfach so das, wonach wir so streben. Also der hat das verkörpert, wonach ich zumindest strebe. Dieses sorglose Glücklich sein, hier und jetzt sein. Ja. Ich frage mich gerade, ob ich mich im Umkehrschluss in ihn verliebt hätte an katjas Stelle. Weil aus meiner Sicht finde ich ihn wirklich attraktiv. Aber aus ihrer Sicht ist es ja wirklich der der komplette Kontrast zu ihr. Und deswegen musste ja dann dieser Konflikt kommen. Entscheidet sie sich für oder gegen ihn? Für. Für das Leben im Jetzt, im Hier, im Moment? Und ich denke schon, dass sie da einfach auch aus diesen Briefen von Margaretha am Ende eine Entscheidung treffen konnte, weil sie einfach sah.
Michaela Metzner (00:43:26) - Margaretha hat es verpasst.
Sandra Andres (00:43:28) - Genau. Absolut.
Michaela Metzner (00:43:30) - Wollte es einfach besser machen. Und ich glaube, ohne die Briefe hätte sie sich am Ende nicht für ihn entschieden.
Sandra Andres (00:43:36) - Nein, das glaube ich auch. Und vor allem findet sie ja Vergebung in den Briefen gegenüber ihrem Exmann. Sie schafft es dann auch, dass sie Niels irgendwo versteht und dass sie sagt Ja, okay, wenn es halt die große Liebe ist, dann gibst du dafür alles auf. Und das ist? Da ist wurscht, was da. Also. Ja. Als sie dann rausfindet, eben, dass ihre Großmutter die Affäre hatte, dann ist ihre eigene. Also die Affäre von ihrem Exmann sieht sie dann in einem anderen Licht. Also irgendwie, ja. Wenn das halt die große Liebe ist, dann Ja. Na, dann tust du halt was. Irgendwas. Du kannst dafür. Und da war also. Sie versteht es dann ein bisschen mehr. Also, diese Briefe verändern schon ihr Leben. Auf jeden Fall.
Michaela Metzner (00:44:17) - Ja, vor allem, weil. Nils hat das ja auch nicht beschönigt.
Michaela Metzner (00:44:19) - Es war immer klar, dass Svenja seine große Liebe war. Mhm. Das Leben ist schon tragisch, ne?
Sandra Andres (00:44:31) - Ja. Ja. Nicht nicht. Nicht immer.
Michaela Metzner (00:44:33) - Wobei da ja auch. Also zwischen Svenja und Nils gab es ja auch eine Fehlentscheidung. Klar.
Sandra Andres (00:44:40) - Ich meine, ohne Fehlentscheidungen gibt es halt keine Bücher. Wenn die alle das Richtige tun, worüber.
Michaela Metzner (00:44:49) - Schreiben wir.
Sandra Andres (00:44:50) - Denn da?
Michaela Metzner (00:44:55) - Sehr warm. Ja. Ich muss noch mal, aber zurückkommen zu einem ganz anderen Thema. weil Ja, wir reden über ein Buch. Aber dass du es. Dass du dich getraut hast, über dieses DDR Regime und den Krieg zu schreiben, das empfinde ich schon als mutig. Es gibt ja. 1000 Bücher über über Krieg und und die DDR. Zeit. Aber ich habe es jetzt einfach so nicht von dir erwartet und auch in diese Romanform gepackt. Das fand ich sehr, sehr gut geglückt. Und das Ganze untermauert eben dann eben auch noch diese Tragik. Diese beiden Liebesstränge, sage ich jetzt mal.
Sandra Andres (00:45:46) - Ja, es gibt im ganzen Kontext irgendwo man.
Sandra Andres (00:45:49) - Es soll halt ein bisschen dafür sorgen, dass du verstehst, warum sie so handelt. Weil es eben die Bedingungen der Zeit natürlich auch ganz anders waren.
Michaela Metzner (00:45:58) - Ganz genau.
Sandra Andres (00:46:00) - Ja, ja, also.
Michaela Metzner (00:46:02) - Ich glaube, das macht es auch für mich so schwer. Das. Ich musste mich immer daran erinnern, dass Liebe damals einfach nicht so ist, wie sie das jetzt ist und wie ich das kenne. Mein Impuls war immer zu sagen Ja, dann geh doch weg von dem Otto, wieso bleibst du denn bei dem? Lässt dich da quälen. Über Jahrzehnte bekommst du auch noch zusätzliche Kinder mit dem. Aber das war in der Zeit also eine. Eine Scheidung war derzeit einfach ausgeschlossen und sie konnte nur irgendwo hin. Wie denn? Sie hatte ja auch keine Mittel und sie wollte bei ihrer Familie sein und das Ansehen nicht verlieren usw. Das sind alles Dinge, wo man heutzutage denkt Ja ich meine gut. Wobei wir haben auch schon oft darüber geredet, wie viele Menschen heutzutage in einer kaputten Ehe bleiben, wegen des.
Sandra Andres (00:46:54) - Ja oder wegen der Kinder.
Michaela Metzner (00:46:55) - Ja.
Sandra Andres (00:46:56) - Ich denke für sie war tatsächlich der Hauptgrund die Kinder, weil ja eben in der DDR, wenn sie zum Albert geflüchtet wäre, wenn sie den Ort verlassen hätte, dann hätte sie eben ihre Kinder zurückgelassen. Auch in einem. An einem Ort, wo sie sie nie wieder sieht. Und ich denke, diesen diesen Schritt war sie nicht bereit zu gehen. Man kann sich natürlich fragen, warum hat sie überhaupt Kinder mit ihm bekommen? Aber warum hat sie ihn überhaupt geheiratet und und und. Also ja, es ist natürlich eine Kettenreaktion, aber wenn. Als dann die Kinder da waren, gab es eigentlich diese Option nicht mehr. Also ich lasse meine Kinder beim Auto und bei diesen Psychopathen. Das konnte sie halt. Ja, aber der historische Kontext hat sich tatsächlich eher so ein bisschen ergeben. Also es war eher so die Grundidee. War dieses Verschickungskind, das hatte ich in einem Buch über Usedom gelesen, die Geschichte der Insel Usedom. Hier steht, das hatte ich seinerzeit gelesen und dann habe ich das Thema mit den Kindern gelesen.
Sandra Andres (00:47:56) - Und dass das eben auf Usedom so eine Sache war, weil Usedom relativ kriegsfrei war bis zu diesem Angriff 1943 in KKS Hagen und deshalb wurden da ja viele Kinder hingeschickt. Und das fand ich ganz interessant. Also da wusste ich dann okay, diese Geschichte will ich schreiben von diesem Verschickungskind, das war eigentlich die Ausgangsposition. Das war mein erster Ansatz.
Michaela Metzner (00:48:19) - Das war auch so, dass das dann nach diesem Angriff die Kinder wieder weggeholt worden, weil es nicht mehr ist.
Sandra Andres (00:48:24) - Das weiß ich jetzt konkret so bei Usedom nicht. Also es ist halt. Generell weiß man, dass die Kinder aus Angriffs Zone Angriffs Zonen immer wieder abgezogen wurden oder zu anderen Familien kamen oder so, das ist bekannt. Ob das jetzt konkret nach diesem Karlshagen Angriff so war, das weiß ich nicht. Das habe ich im Prinzip. Also es ist nicht alles jetzt auf Fakten basiert, was ich geschrieben habe. Es ist einiges, was ich halt auch so ein bisschen einfach gesagt habe. Es wäre halt logisch. Aber so ganz genau. Aufzeichnungen konkret gibt es darüber jetzt nicht.
Sandra Andres (00:48:55) - Es ist ja relativ wenig dokumentiert. Auch ich habe sehr viele Zeitzeugenberichte gelesen, auch, aber ja, da gibt es auch nicht so wahnsinnig viel. Und deshalb muss man da auch immer wieder ein bisschen so zwischen den Zeilen was dazu erfinden, wo man denkt, das ergibt Sinn.
Michaela Metzner (00:49:13) - Das passt jetzt gerade zur Spannung der Geschichte.
Sandra Andres (00:49:16) - Genau.
Michaela Metzner (00:49:19) - Ja, das fand ich auch. Ging mir auch ans Herz. Die Geschichte mit diesen Verschickungskindern.
Sandra Andres (00:49:27) - Ja, das ist wirklich, glaube ich, ein Thema. Also, es ist egal, wem ich das erzählt habe. Alle, alle, wirklich jeder Einzelne bin ich irgendwie in dem erzählt habe gesagt ja, meine Oma war auch ja meine Großtante, also jeder hatte irgendwen in der Familie. Also für mich war das, ich hatte das zum Ersten Mal in meinem Leben gelesen. Ich dachte, das war so komplett nischiges Ding. Noch nie gehört. Aber dann habe ich es irgendwie Leuten erzählt und jeder kannte jemanden in der Familie. Jemand. Jeder hatte jemand in der Familie, der ein Kind war.
Sandra Andres (00:49:57) - Da dachte ich okay, das ist schon ein Thema.
Michaela Metzner (00:49:59) - Na ja. Verrückt. Ich kannte das so auch nicht. Gruselig. Ja. Es ist auf jeden Fall ein total spannendes Buch. Sternschnuppen über Usedom, weil das einfach auch auf vielen Ebenen interessant ist, historisch betrachtet die Liebesgeschichten. Es ist aber auch wirklich zum Teil echt witzig und humorvoll geschrieben. Also da sind immer wieder Passagen dabei, die wirklich auflockern und lustig sind. Sonst wäre es mir glaube ich auch fast einen Ticken zu deep geworden. Aber durch diese Szenen, die dann immer dazwischen kommen und das locker leichte Yannik. Macht es halt. Trotzdem holt es einen immer wieder so ein bisschen raus aus dem Mitleid oder aus dem Tief, wo man sich denkt Oh, da ist der Janik wieder okay. Alles gut. Finde ich richtig gut. Und ja, große Leseempfehlungen gibt es überall, wo es Bücher gibt. Und ja, kann ich jedem ans Herz legen. Auch zusammen im Bundle mit den Wellen der Liebe, der Geschichte von Nils und Svenja sind beides wirklich richtig Tolle Herzerwärmende Bücher.
Multiple Speakers (00:51:22) - Danke schön. Dazu passen direkt noch Herzmomente. Herzerwärmende.
Michaela Metzner (00:51:31) - Erwärmende. Ach.
Sandra Andres (00:51:39) - Ja, bei mir war's. Wir waren ja jetzt. Ich war erst über zwei Wochen im Urlaub. Zuerst waren wir so ein bisschen hier Festival Konzert und dann waren wir zwei Wochen mit der Emilia unterwegs, mit unserem Wohnwagen. Da sind wir rauf bis nach Seeland, in die Niederlande und waren dort dann ja so zehn Tage, zwei, drei Tage hin und zurück und dann zehn Tage dort vor Ort. Das war sehr, sehr schön, sehr erholsam. Ich liebe diese Gegend auch einfach total. Wir lieben das Essen. Wir sind immer super, super gern dort und. Aber was ich wirklich auch gemerkt habe, ist, dass ich das letzte Buch, das ich ja jetzt gestern gerade beendet habe, die Lilo ist ja im Wohnwagen. Also dieses Buch spielt im Wohnwagen. Lilo lebt im Wohnwagen dauerhaft seit acht Jahren. Und das war schon noch mal richtig, richtig cool. Jetzt, diese zehn Tage. Es war das erste Mal, dass wir so lange mit Emilia unterwegs waren.
Sandra Andres (00:52:37) - Durchgehend wirklich zwei über zwei Wochen im Wohnwagen. Und das ist noch mal ganz anders, was man da alles erlebt und merkt, was dann irgendwie. Ich habe wirklich gemerkt, wie ich so in diesen totalen Schreibflow gekommen bin. Das weiß kein Schreib Retreat oder kein Schreiburlaub. Aber ja, wenn dann mein Mann irgendwie gechillt hat oder einkaufen gefahren ist oder irgendwie keine Ahnung gelesen hat oder so. Dann habe ich in die Tasten gehauen und habe. Festgeschrieben. Und da war wirklich so zwei, drei Tage dabei, so um die Mitte des Urlaubs, wo ich so total obsessiv mit dem Buch war und so nur noch. Ihr kennt das sicher, wenn man dann einfach rund um die uhr nichts anderes macht. Und man will eigentlich in jeder Freien.
Michaela Metzner (00:53:16) - Dann kommt ein Mann und fragt Was ist das?
Multiple Speakers (00:53:19) - Wo bin ich genau?
Michaela Metzner (00:53:23) - Lass mich in Ruhe!
Multiple Speakers (00:53:24) - Aber wann hat wirklich jeder jede freie Sekunde nutzen will? Oh ja, Das ist noch eine Szene. Ich hoffe, die Szene. Oh, da ist noch was. So dass ich diese extreme.
Sandra Andres (00:53:31) - Freude am Schreiben. Das war richtig, richtig toll. Und ja, deshalb bin ich da jetzt auch echt echt flott durchgekommen. Dann ist es so gelaufen. Dann hatte ich auch gleich einen Klappentext und Cover und weiß ich nicht. Na dann. Wenn man dann so drin ist, dann ist halt, dann läuft irgendwie eh gleich alles. Und ja, das war, das war so richtig, richtig schön. Wieder mal, das hatte ich, glaube ich seitdem. Schreibcamp ist bei uns fast nicht.
Michaela Metzner (00:53:55) - Schön. Deswegen haben wir auch direkt im Anschluss das nächste Schreiben.
Multiple Speakers (00:53:59) - Das ist so.
Sandra Andres (00:54:00) - Nämlich in.
Multiple Speakers (00:54:01) - Seeland. Das ist dann der gemeinsame Herbst. Absolut.
Michaela Metzner (00:54:08) - Und das heißt.
Multiple Speakers (00:54:09) - Auch, es ist auch.
Michaela Metzner (00:54:09) - Richtig geflutscht. Egal, wie lang man jetzt hinfährt, wir wollen da alle hin. Ja, ja, mein Herzgespinst Moment war tatsächlich die Premierenlesung bei Graf in Braunschweig. Das kann ich nicht anders sagen. Es wäre auch komisch, wenn wenn es wahrscheinlich nicht so wäre, weil es einfach so ein unfassbar wichtiges Event ist in meiner Autorenkarriere in Anführungszeichen.
Michaela Metzner (00:54:41) - Wenn man dann vor 150 Leuten sitzt. Und für mich war das bisher die größte Lesung, an der ich teilnehmen durfte. Die Aufregung war natürlich riesig. Aber wir sind wirklich so warmherzig empfangen worden von den Braunschweigern. Die waren alles so, die hingen so gebannt an unseren Lippen, dass die Lesung wirklich geflutscht ist. So richtig mit viel Freude, mit viel Herz und auch einigen Lachern. Weil wir die Leute wirklich mitnehmen konnten. Also es hat auch zwischen Mario, meinem Autoren und mir, hat es echt sehr, sehr gut funktioniert. Da hatte ich am Anfang ein bisschen Angst vor, dass man, weil wenn, wenn man alleine eine Lesung macht, dann hast du das Konzept entwickelt. Du hast alles gut im Kopf, aber wenn du zu zweit bist, weißt du dann dennoch nicht, Hat der Kollegin Aussetzer, oder? Ich glaube, er hatte eher Angst davor. Schiss davor, dass ich einen Aussetzer habe und hat dann gemeint Ganz ruhig, du schaffst das. Und ich denke so Ja, ich bin total ruhig.
Multiple Speakers (00:55:47) - Ich.
Michaela Metzner (00:55:47) - Ich habe eher so das Gefühl, dass er, dass er wie gesagt, so unfassbar Angst davor hatte, dass ich einen Aussetzer habe, dass das mich wiederum runtergeholt hat. Also wir haben uns.
Multiple Speakers (00:56:00) - Gut ergänzt.
Michaela Metzner (00:56:01) - Möchte ich.
Multiple Speakers (00:56:01) - Sagen.
Michaela Metzner (00:56:04) - Und am Ende war es wirklich der beste Abend meines Lebens bislang, wenn ich das so sagen darf.
Multiple Speakers (00:56:10) - Schön.
Michaela Metzner (00:56:11) - Schön. Ja, das freut uns total. Ihr habt ja mitbekommen, wie ich da am Anfang davor echt Bammel hatte. Jetzt kenne ich keine Angst mehr. Es ist ja alles hier.
Multiple Speakers (00:56:27) - Also, das wussten.
Michaela Metzner (00:56:29) - Wir natürlich.
Multiple Speakers (00:56:29) - Schon. Wenn ihr die Michaela. Wenn ihr mich bei Michaela buchen wollt. Sie macht alles.
Michaela Metzner (00:56:35) - Anders aber auch das Buch, was ihr dort gelesen habt. Ja, Darkness. So finster. Der See ist auf jeden Fall ein Buch, das man gut gelesen haben muss. Und ja, ganz was anderes als die Sternschnuppen über Usedom. Aber nicht weniger. Lesen und Lesen lohnenswert.
Multiple Speakers (00:56:56) - Nun ja, wir Autorinnen sind super wortgewandt.
Michaela Metzner (00:57:06) - Ich hatte so.
Michaela Metzner (00:57:06) - Ich weiß nicht. Glaubt ihr manchmal an so Zeichen?
Multiple Speakers (00:57:09) - Natürlich.
Michaela Metzner (00:57:11) - Wenn man so esoterisch denkt. Ich bin ja immer in meiner Schreiberei. So auch bei Aufs und ABS. Manchmal bin ich so total motiviert und dann gibt es wieder Downs, wo ich denke Ach, das bringt ja alles sowieso alles gar nichts. Und ich hatte letzte Woche über eine Freundin mitbekommen von einer Autorin, die ein Buchprojekt macht. Da geht es um Sternenkinder und die sammelt ja Beiträge von Familien oder Betroffenen, sage ich mal, die so ein bisschen ihre Geschichte teilen wollen und auf das Thema aufmerksam zu machen. Und ich bin ja Autorin. Also habe ich mich bei dir gemeldet und der eine Geschichte gegeben und die hat dich total gefesselt und berührt. Und da habe ich gemerkt, das ist irgendwie so das, was ich mit meinem Schreiben machen will. Ich will irgendwie über Dinge schreiben, über die nicht genug gesprochen und geschrieben wird und damit anderen Menschen helfen. Das ist irgendwie so meine Mission auf dieser Welt und kurz danach nicht mehr. Nicht mal so lange.
Michaela Metzner (00:58:15) - Danach habe ich dann eine Podcast Aufnahme gehört von einer Literaturagentin, die da so im Interview war. Und normalerweise höre ich nicht so viel Podcasts, weil es so viele davon gibt, aber bei der bin ich irgendwie hängengeblieben. Und dann war das die Agentin, die bei meiner ganzen Recherche rund um Literaturagenturen immer schon meine Lieblingsagentin war. Ich weiß auch nicht warum, aber ich habe mich irgendwie in diese Frau vernarrt. Ja, ich sage jetzt nicht, wer es ist, aber es ist auf jeden Fall eine Agentin, die mir total ans Herz geht. Und dann hat sie auch noch so tolle Sachen gesagt in diesem Podcast Ich dachte ja, ich will mit dir arbeiten. So. Und dann habe ich das. Ich habe dann den Podcast ausgemacht und einfach so das so vor mir gesehen und gedacht, ich werde irgendwann mit dieser Frau zusammen arbeiten, koste es was es wolle. Ob das in fünf Jahren ist, ob das in zwei Jahren ist? Irgendwann wird das passieren. Und dann mache ich weltbewegende, immer verändernde Bücher.
Multiple Speakers (00:59:08) - Jawohl.
Sandra Andres (00:59:09) - Sehr schön.
Multiple Speakers (00:59:10) - Wow. Du bist meine Heldin. Das ist echt cool.
Michaela Metzner (00:59:15) - Und irgendwann werde ich in einem großen Podcast zu ganz vielen Leuten sagen. Damals habe ich es.
Multiple Speakers (00:59:20) - Schon gesagt.
Michaela Metzner (00:59:21) - Dass ich das irgendwann sagen werde. Das wusste ich schon. Das wird so kommen. Ich werde es. Ich werde das irgendwann erreichen. Das habe ich schon im.
Multiple Speakers (00:59:30) - Podcast 2026 zum Beispiel.
Michaela Metzner (00:59:36) - Ich suche euch die Aufnahme raus, werde ich dann sagen.
Multiple Speakers (00:59:39) - Und ich weiß, dass du das schaffst.
Michaela Metzner (00:59:41) - Das weiß ich. Ja, es fühlt sich einfach gut an, wenn man mal wieder so Sicherheit fühlt und dir vom Universum ein Zeichen bekommen. Du bleibst immer schön auf dem Weg, auf dem du dich gerade bewegst. Ja. Nicht abweichen. Genau. Ich finde es auch mutig, dass du die Entscheidung getroffen hast, über so ein Thema zu schreiben. Weil das ist. Ja. Es ist vielleicht noch mal was anderes, wenn man es selbst erlebt hat. Aber wenn du als Autorin über so ein schmerzliches Thema schreibst und dich einfühlen muss, dann ist das, denke ich schon noch mal eine größere Herausforderung, als über etwas zu schreiben, was du nicht was du erlebt hast.
Michaela Metzner (01:00:26) - So, also es ist doppelt. Ich will damit sagen, ich habe ja nicht gesagt, dass ich nicht erlebt habe. Ich habe nur anders darüber geschrieben. Ja, ja, das ist ein schmerzhaftes Thema, aber es muss auch mal benannt werden. Und ich finde das super, dass es ein Buch dazu gibt, was die Betroffenen dann lesen können, wenn sie in so einer Situation sind, um zu spüren wie immer. Ist ja auch immer meine Message. Du bist halt nicht allein mit diesen Themen und du musst ja auch nicht alleine durch. Wärst du nur an Margaretha Seite gewesen, Christian Ja, ich hätte sie gehört. Ja, ich hätte gesagt, du gehst jetzt zu diesem Albert und sprichst mit dem. Hör nicht auf deinen Bruder. Was hat der schon zu melden? Ja, aber das war ja auch so ein kurzer Moment. Gab es ja auch zwischen Margaretha und der Sophia von Anna. Danke. Genau. Sophia hieß sie. Bei den beiden habe ich auch gedacht. Mädels, wenn ihr einfach mal reden würdet.
Michaela Metzner (01:01:26) - Ja, Miteinander.
Sandra Andres (01:01:28) - Ja. Ja, absolut.
Michaela Metzner (01:01:32) - Ja.
Sandra Andres (01:01:33) - Also, da war zu viel Verbitterung auch da. Und die Margaretha war halt. Wie halt immer. Sie sucht nicht den Kampf. Sie sucht nicht die Konfrontation. Sie war halt immer so, Ja. Ist nicht meine Baustelle. Ist nicht mein Place. Dass ich irgendwas sage, ist nicht meine Ehefrau. Ich schütze meinen. Ich schütze meinen Bruder in seinem.
Michaela Metzner (01:01:53) - Ja. Ich wollte gerade sagen, sie war halt trotzdem die Schwester des Bruders. Also, es war vielleicht auch nicht richtig, aber hätten Sie einfach mal geredet? Absolut. Sie hätten sich so viel erleichtern und ersparen können. Ja. Ja, ja, Ja, das ist so! Liebe ist, wenn man darüber. Ja, absolut. Genau. Ach, schön. Schönes Buch. Schöne Bücher. Richtig gut. Jetzt haben wir schon wirklich eine Stunde über dein tolles Buch gesprochen.
Multiple Speakers (01:02:28) - Ja, ich freue mich.
Michaela Metzner (01:02:29) - In unserer letzten Podcastfolge für ein so tolles Buch. Genau. Wir werden es auf jeden Fall in die Shownotes stellen.
Michaela Metzner (01:02:36) - Kauft es euch. Sternschnuppen über Usedom. Ich finde es ein Buch für jede Jahreszeit auf. Jetzt passt das wunderbar. Und. ja, es wird euch hundertProzentig berühren. Das kann ich versprechen. Genau. Und beim nächsten Mal wenden wir uns wieder einem Thema widmen und zu dritt über das Thema plauschen Und hoffen, dass ihr dabei seid. Ihr könnt uns auch gerne Themenwünsche schicken und Herzgespenster kommen oder auch auf den sozialen Medien als Kommentar oder PN. Ihr findet uns bei Instagram. Und das Buch schreibt. Michaela Hetzner, Autorin.
Multiple Speakers (01:03:16) - Und Sandra Andres, Autorin.
Michaela Metzner (01:03:21) - Ja, und dann freuen wir uns auf eure Nachricht und darauf, dass ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid. Bei Herzgespinst, dem Podcast über Liebe.
Multiple Speakers (01:03:29) - Ciao, Ciao.
Michaela Metzner (01:03:30) - Bis dahin.
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Michaela Metzner
00:00:03
Hallo und herzlich willkommen bei Herzgespinst! Den Podcast über Liebe wie sie ist. Wir sind drei Autorinnen, die nicht nur über Liebe und Beziehungen schreiben, sondern auch darüber quatschen. Ich bin Michaela Metzner alias Miasma.
Sandra Andres
00:00:19
Ich bin Sandra Andres.
Michaela Metzner
00:00:20
Und Christianes Kuchen. Heute besprechen wir ein ganz bezauberndes Buch Sternschnuppen über Usedom von Unserer Lieben Sandra Andres, erschienen im Hinsdorf Verlag. Meine liebe Sandra, ich würde sagen, die Bühne gehört dir. Was möchtest du uns denn zu deinem Buch sagen? Welchen Inhalt hat es?
Sandra Andres
00:00:43
Ich beginne gleich mit dem Satz, den meine Mama zu dem Buch gesagt hat. Das ist das Traurigste, was du je geschrieben hast.
Michaela Metzner
00:00:53
Das ist die beste Beschreibung.
Sandra Andres
00:00:55
Es ist. Ja. Ja, Ja oder? Jetzt haben wir alle Hörer verloren. Was wollt ihr wirklich weiter? Nein. Also, sie ist ja immer meine Testleserin, meine Alpha Leserin. Und genau. Sie war dann ganz, ganz hin und weg. Ja, es ist ein Buch. Das war jetzt mein erster, sage ich mal, eigentlich historischer oder zumindest historisch angehauchter Liebesroman, der auf.
Sandra Andres
00:01:22
Ja, das kennt man ja von mir auf mehreren Zeitebenen spielt. Und zwar einerseits mit Katja in der Gegenwart Katja, die gerade frisch geschieden ist und auch gerade irgendwie die Schnauze voll von alles und jedem hat. Und dann verliert sie auch noch ihre Großmutter Margareta. Und dann flüchtet sie sich zu dem Hotel, das ihr Exmann ihr hinterlassen hat, um das dann wieder so ein bisschen auf Flotte zu kriegen. Oder auch einfach sich zurückzuziehen von allem. Und ja, bevor katjas Großmutter also dort im Hotel trifft sie dann auf den jungen Yannick. Und der rüttelt sie da wieder ein bisschen wach. Und bevor Katjas Großmutter Margaretha stirbt, hat sie eine Box mit Briefen und Tagebüchern hinterlassen. Und so erfahren wir dann über Zeitsprünge, über Flashbacks, ein bisschen über das Leben von Margarete, das ja sehr turbulent war. Und das beginnt tatsächlich im Jahr 1942, wo Verschickungskind Albert zu Margaretha Familie kommt und dort ja ein Weilchen bleibt und dann als Jugendliche auch noch mal zurückkommt, um sich zu bedanken. Aber Albert ist letztlich im Westen und Margarete bleibt auf Usedom.
Sandra Andres
00:02:42
Und so ist das ja, erfährt man dann so ein bisschen über. Auch über die Briefe und über die Tagebücher. Was so zwischen den beiden sich entwickelt hat und wie so ihre Liebesgeschichte über die Jahrzehnte hinweg abgelaufen ist.
Michaela Metzner
00:02:55
Du hast gerade gleich Katja erwähnt. Ich kenne nun ja auch alle deine Bücher. Daher weiß ich, dass Katja eine tragende, tragende, eine wichtige Rolle gespielt hat in Wellen der Liebe.
Sandra Andres
00:03:09
Die Nebenrolle aber eine wichtige. Ja.
Michaela Metzner
00:03:12
Ich finde schon, dass es eine wichtige Rolle war, denn sie war die Frau von Nils. Ist es. Kann man das Ganze als Fortsetzung sehen? Oder würdest du sagen Nö.
Multiple Speakers
00:03:22
Ja, es ist.
Sandra Andres
00:03:23
Also mein Mann hat gesagt, ich schaffe mir mein eigenes Universum. Und das ist so ein bisschen, denke ich. Na also. Es ist alles verknüpft, aber. Also sie sind verknüpft, die Bücher. Aber man kann. So wie bei den Adventures. Im Prinzip hat er gesagt, man kann halt alles irgendwie auch eigen und einzeln lesen, jedes Buch für sich.
Sandra Andres
00:03:43
Und das ist jetzt nicht irgendwie zusammenhängend. Aber klar, wenn man Liebe gelesen hat, dann kennt man eben Katja schon. Und da habe ich auch einige Zuschriften bekommen. Ah ja, schön, dass ich die Bilder gesehen habe oder so davon. Das schön zu erfahren, wie es mit ihr weitergegangen ist. Weil eben in der Liebe weiß man ja nur, was aus Nils und Svenja wird und eben was aus Nils seiner Ehe wird. Aber eben nicht Kollateralschaden, Katja.
Michaela Metzner
00:04:12
Umso schöner fand ich es auch, sie wiederzusehen, muss ich sagen. Wie? Christiane, wie findest du das, wenn wir am besten gleich mit den Lieblingscharakteren einsteigen? Weil wir sind jetzt gerade bei Nils und Katja und so, ne, wollte ich gerade sagen, weil wir jetzt schon über die Charaktere sprechen. Ja, für mich ist tatsächlich die Geschichte von Margareta und Albert viel spannender gewesen als die von Katja und Yannik. Da habe ich immer so ein bisschen drüber gelesen, wenn die kamen gedacht ja, ja, okay, okay, okay. So.
Michaela Metzner
00:04:45
Wann kommt das nächste Kapitel? Weil mich das einfach total gefesselt hat. Die Entwicklung von Margarete zu verfolgen. Die war für mich einfach der spannendste Charakter in dem Buch, weil man so mit ihr mitgefühlt hat. Und gleichzeitig gab es Entscheidungen, die man dann doch wiederum nicht verstanden hat. Aber gleichzeitig hat man trotzdem mitgefühlt. Man hat so den Kopf geschüttelt und gleichzeitig gesagt Ach Mensch, Mäuschen. Ich bin in meinen Augen. Genau das verstehe ich. Ich habe tatsächlich auch lange gegrübelt, was ich jetzt hier sagen möchte heute, welche Lieblingsfigur ich habe. Und Margareta ist natürlich naheliegend, dass weil diese Aufopferung, dieses Pflichtgefühl, was sie erfüllt, das kenne ich nur zu gut, auch. Und wie du sagst, für mich war es auch so, dieses Thema des Mitleids, was mich die ganze Zeit durch das Buch getragen hat. Aber es gibt da eben auch noch ihren Bruder, den Adolf. Und der hat es mir auch besonders angetan neben Margareta, weil er eben auch so eine tragische Figur ist. Auch so ein Mensch, der ganz viel Wut in sich trägt, der so viel Härte beweisen muss, um sich und seine Homosexualität zu verbergen.
Michaela Metzner
00:06:10
Ich ich habe es jetzt einfach gespoilert.
Sandra Andres
00:06:12
Ne, ist ja auch voll in Ordnung.
Michaela Metzner
00:06:14
Weil ich finde, er hat es einfach überhaupt nicht leicht, gerade eben in dieser Zeit. Und am Ende muss er halt erkennen, dass er, trotzdem er es gut gemeint hat, immer gut gemeint hat und immer versucht hat, den richtigen Weg zu gehen. Muss er eben erkennen, dass er doch Fehler gemacht hat und dass er vielleicht auch Margaretha zu etwas gezwungen hat, was ihr am Ende ihr Glück verwehrt hat. Also ich finde den Adolf wirklich super, super tragisch und beide Geschwister haben mir insofern echt das Herz zerrissen, muss ich sagen.
Sandra Andres
00:06:50
Ja, ich hänge auch irrsinnig am Adolf. Und ja, auch in seinem Namen. Den habe ich mir auch ein bisschen erkämpft.
Michaela Metzner
00:06:58
Die Geschichte. Die Geschichte finde ich spannend heraus.
Sandra Andres
00:07:01
Ich glaube, ich habe sie schon mal irgendwo erzählt. Na ja, Adolf darf halt niemand mehr heißen. Nirgendwo. Nicht in Deutschland, nicht in der Literatur. Überhaupt nicht. Aber ich habe das dann auch mit der Lektorin besprochen und gesagt Na ja, also ich meine, der ist ja geboren, irgendwo 1928.
Sandra Andres
00:07:17
Der Adolf Hitler hieß halt jeder zweite Adolf. Also wie heute. Irgendwie weiß ich nicht Kevin oder Leon oder so, deshalb. Das war völlig normal. Mein Opa hieß auch Adolf. Das ist halt komplett normal. Und es war halt total Standard. Und das ganze Buch ist ein bisschen eine Hommage an meine Familie, auch wenn es jetzt nicht meine Familiengeschichte ist, logischerweise. Ich bin ja nicht aus Deutschland.
Multiple Speakers
00:07:40
Aber es ist.
Sandra Andres
00:07:43
Ein bisschen ja auch. Meine Großmutter hieß Margareta und mein Opa hieß Adolf. Und ich wollte halt auch diese zwei Namen auch wirklich nehmen. Und das war so auch ein bisschen der Joke daran, dass es einfach einen schwulen Adolf geben muss. Das war, das war mir wichtig und deshalb habe ich den durchgesetzt. Aber du hast es ja schön gesagt, Das ist so! Der Adolf ist auf den ersten Blick ein Antagonist. Er ist auf den ersten Blick. Hast du den, den? Das Gefühl, er will der Margarete nichts Gutes. Er ist immer schlechter Laune. Er ist eben voll aggro.
Sandra Andres
00:08:16
Er ist irgendwie nie da. Er macht sein Ding. Und er hasst die Welt und überhaupt alles. Er ist immer so der Rebell irgendwo. Aber gleichzeitig merkt man halt relativ schnell, er kann einfach nicht aus seiner Haut. Er ist einfach nur enttäuscht. Also er ist halt eine Figur im Schatten. Er ist. Er ist halt super. Super. Die einzige Erfahrung, die er in seinem Leben gemacht hat, ist, dass er seine Liebe nie ausleben kann. Und deswegen, sagt er, rät er Margarete halt immer sehr pragmatisch. Also ja, also lasst es bleiben. Es führt zu nichts, weil das halt seine Erfahrung ist, das die Liebe? Unrealistisch, Dass die Liebe ein Traum ist und eine Wunschvorstellung ist für ihn nicht möglich. Und deshalb sieht er das auch für andere Menschen nicht. Genau. Und ich mochte ihn deshalb auch sehr, sehr gern.
Michaela Metzner
00:09:04
Cool. Also besonders bewegend finde ich eben auch diese, ja, diese Anlehnung an deine Familiengeschichte. Ich erinnere mich auch, dass du gesagt hast, die Idee mit den Briefen stammt aus deiner Familie.
Sandra Andres
00:09:18
Genau. Also es ist tatsächlich. Also, meine Großeltern, also Margarethe und Adolph, haben einander Briefe geschrieben, sie ganz, ganz jung waren. Aber das war schon so in den 50er, ungefähr um die Zeit, wo ich auch die Briefe angesetzt habe aus den Sternschnuppen. Und die gibt es noch. Also ich habe mit meiner Tante haben wir uns diese Briefe vom Dachboden geholt und durchgewühlt. Das war unglaublich lustig, also fürchterlich lustig. Ich habe jetzt aus diesen Briefen nichts übernommen inhaltlich, was ja auch kompletter Quatsch wäre, weil ja eben die zwei komplett andere Dinge kommuniziert, haben, über ganz andere Sachen geschrieben. Aber ich habe eine Sache übernommen und das war immer diese Anschrift. Hier ein lieben Gruß von deinem Albert, der immer an dich denkt. Und auch die Abschieds, die Abschieds Satz. Also das war genau das, was in den Briefen meiner Großeltern auch stand. Ein herzliches Sei gegrüßt von deiner Margarete, die immer an dich denkt. Ich fand das so toll, dass ich dachte Ja, also das muss unbedingt auch mit rein.
Michaela Metzner
00:10:18
Verstehe ich. Total süß. Ja. Eigentlich sind wir dann jetzt schon dabei, was so real an diesem Buch ist, weil wir eben sehr viel aus der Geschichte deiner eigenen Familie gezogen hast. Aber ich möchte eigentlich lieber zuerst noch auf die auf die Szenen eingehen, die uns berührt haben, weil sonst. Sonst kommen wir glaube ich, zu schnell zu einem, Zu einem Punkt, wo wir das Wichtigste vergessen hätten, nämlich. Nämlich die schönen Szenen. Wer möchte von euch anfangen? Was? Welche Szenen waren. Waren euch besonders im Herzen oder im Kopf? Also ich habe zwei. Zwei Szenen, Also es gibt sehr viele Szenen. Ich musste lange überlegen, aber ich habe zwei. Die erste habe ich schon direkt bei der. Bei der. Wie heißt das? Bei der Party zum Erscheinen des Buches gehört. Releaseparty. Das war das Wort. Es ist nicht so schwer, aber es ist mir entfallen. Ja. Bei der Releaseparty habe ich schon die erste Szene gehört. Die war nämlich, als Margarethe einen tragischen Brief schreiben musste.
Michaela Metzner
00:11:35
Ja, so ein bisschen der Wendepunkt der gesamten Geschichte ist. Und das fand ich einfach so bewegend geschrieben schon bei der Releaseparty, obwohl ich da das Buch noch nicht gelesen habe, hat mich diese Szene irgendwie gecatcht. Diese Briefszene. Und das war jetzt wieder so und das war auch die Szene, wo ich noch intensiver dachte Nein, tu das nicht.
Sandra Andres
00:11:55
Ja, man weiß, sie tut eigentlich das Richtige. Aber du willst halt trotzdem, dass sie nicht das Richtige tut. Nein, sie tut das moralisch Richtige, nicht das Richtige für sie.
Michaela Metzner
00:12:06
Ja, ja. Also das. Ja. Das ist auf jeden Fall eine meiner Top Szenen. Und die zweite ist diese ganz unschuldige Sternschnuppenszene zwischen den beiden Kindern Margareta und Albert, wo sie noch ganz klein sind und auf dieser Wiese liegen und in den Himmel gucken. Das fand ich einfach so, ja so kindlich unschuldig. Und trotzdem hat man diese Stimmung zwischen den beiden auch da schon gespürt. Aber eben auf so eine unschuldigen Ebene, wo ich echt dachte Wow, das dass das nicht kitschig wirkt, dass man trotzdem das Gefühl hat, so könnten das Kinder tatsächlich empfinden, die gar nicht wissen, was sie da, was sie da fühlen, was das überhaupt ist.
Michaela Metzner
00:12:55
Das da dachte ich mir. Also das muss man erstmal so auch darstellen. Man kann ja nicht mehr zurück in die Augen eines Kindes und nachfühlen, wie sich das so anfühlt in dem Alter. Ein leichtes Aufkommen von Verliebtheit zu spüren. Aber ich habe es dir 100 % abgenommen, diese Szene.
Sandra Andres
00:13:13
Ja, das freut mich, weil es war tatsächlich auch ein Diskussionspunkt im Lektorat. Könnten Kinder sich verlieben? Und ich habe das ja wirklich recht eingehend recherchiert, weil ich überzeugt war Ja, also ich war super verliebt in der Vorschulklasse. Mit fünfeinhalb Jahren war ich mega verliebt in den Florian. Ich wollte unbedingt immer Händchen halten mit dem Florian. Also da war ich absolut überzeugt. Und meine Lektorin war dann Oh, die sind aber noch ein bisschen jung und ich habe das aber dann auch wirklich recherchiert und gesagt Nein, nein, das ist schon ein Ding. Also es ist nicht nur ich, dass ich das irgendwie so oder empfunden oder erfunden habe, sondern das kann schon passieren. Das war halt dann, ich habe das auch wirklich dann geguckt, ja, wie manifestiert sich das bei Kindern, wie zeigt sich das? Wie genau, wie was? Was fühlt man da? Aber es ist schon eine Art von von verliebt sein, wenn natürlich auch nicht das gleiche mit 1617 Jahren.
Sandra Andres
00:14:08
Aber es ist jetzt auch anders. Eben, das war mir halt wichtig. Also wenn du jetzt irgendwie ein Freund hast, mit dem du gern spielst, das ist nicht das Gleiche. Ja.
Michaela Metzner
00:14:18
Ja, und gerade das fand ich halt so schön, dass du ja eben nicht das so darstellst, dass die beiden rumlaufen. Und komm, lass uns Händchen halten und Bussi hier und da und das ja eben nicht. Es ist eben nicht dieses Verspielte, sondern das ist etwas, wo die beiden selber gar nicht wissen, was. Was ist das denn? Was fühle ich denn da? Das ist aber kenne ich ja so gar nicht. Und man wirklich denkt ja, das ist wirklich ein Gefühl, das sie bis dahin nicht erlebt haben und eben nicht nur so eine spielerische. Wollen wir Liebe? Ja, das hat mir gut gefallen. Es ist krass, dass du tatsächlich die romantischen Szenen ins Herz geschlossen hast. Wobei ja die die Briefszene nicht nur romantisch ist, sondern eigentlich auch.
Sandra Andres
00:15:07
Auch tragisch.
Michaela Metzner
00:15:08
Ein.
Multiple Speakers
00:15:08
Herz Herzbrecher ja, auch tragisch, aber eben dennoch romantisch, weil sie tut das ja für ihre Liebe.
Multiple Speakers
00:15:15
Ja.
Sandra Andres
00:15:16
Sie tut es in dem Moment. Ich glaube, dass Christiane meint, dass der Moment, wo sie sich entschließt, dass sie beim Vater bleibt, weil ihr Vater schwer krank ist bzw kurz vorm Sterben. Und sie wollte eigentlich dann mit Albert in den Westen fliehen, aber er hat eigentlich alles vorbereitet und das heißt aber in den Westen fliehen, eben die Familie komplett zurückzulassen, also wirklich auch nie wieder zu sehen. Und das schafft sie in dem Moment nicht, wo ihr Vater im Sterben liegt. Und dann sagt sie zu Albert Es tut mir leid. Ich muss das jetzt beenden. Ich. Ich kann nicht kommen. Ich weiß nicht, wann ich kommen kann. Ob ich kommen kann, weil. Kann sein. Erlebt noch zwei Wochen oder zwei Jahre. Und ich kann das jetzt einfach in dieser Situation meine Familie nicht zurücklassen. Ja.
Michaela Metzner
00:15:56
Ja, ja. Das Tragischste daran fand ich ja noch fast, dass er ja geblieben wäre bei ihr. Er hätte ja darauf.
Sandra Andres
00:16:02
Aber das weiß sie ja nicht, Das weiß sie ja erst später.
Michaela Metzner
00:16:05
Nein, nein, Warum mir das so? Warum mir das so im Gedächtnis geblieben ist, dass er ja einfach das gemacht hätte und sie dann sich hat einreden lassen, dass es für ihn keine gute Zukunft ist? Ja. Also ich habe interessanterweise die, die die. Die krassen Szenen noch deutlicher im Kopf. Also es sind drei. Ich muss das noch toppen. Es macht nichts, aber das tut Sandra vielleicht auch gut. Wenn du so viele Lieblingsszenen haben. Ich fand die die Szene ganz schmerzhaft, als die Familie im Bunker saß und die Flugzeuge über sie hinweg gedonnert sind und diese Angst zwischen den Kindern war.
Sandra Andres
00:17:06
Da ist ja Margarete. So, da ist ja Margarete. So zehn ungefähr, glaube ich. Zehn, elf.
Michaela Metzner
00:17:13
Und sie greift nach der Hand von.
Sandra Andres
00:17:15
Albert.
Michaela Metzner
00:17:17
Albert. Und gleichzeitig versucht sie sich auch irgendwie an der Figur ihres Papas So fest, so gut muss ich Mut zu machen. Und das hat mir extremst wehgetan, weil halt dieses Nee, weiß ich nicht, Du hast da ein Kind vor dir, das hat todesängste.
Michaela Metzner
00:17:37
da konnte ich mich richtig gut reinversetzen. Also diese Szene hat mich echt gekillt. Und dann gab es noch zwei Szenen, die im Vergleich dazu aber super, super mutig sind. die kommen ganz viel später. Das ist einmal die diese Szene, als Katja sich in die kalten Fluten stürzt.
Sandra Andres
00:18:08
Sie schwimmen geht, oder?
Michaela Metzner
00:18:10
Genau. Sie geht schwimmen, weil sie komplett verwirrt ist. Jannik hat ihr da so einen Satz an den Kopf geschmissen. Von wegen die neue Katja. Sie wusste, glaube ich, mit diesem Satz nicht sonderlich viel anzufangen. Aber er hat da ihre Neugier gekitzelt und ihren Überlebensmut, ihren, ja diesen diesen Willen, neues Leben zu beginnen, wieder neu zu beginnen, nach ihrer Scheidung. Und ich glaube, das hat mich deswegen so gecatcht, weil auch das was ist, was ich von mir kenne. Wenn du zuerst mal vor den Trümmern deiner Ehe stehst und nicht weißt, ob du jetzt weitermachen kannst. Und dann kommt jemand und weckt den Lebenswillen in dir und du erkennst da ist er wirklich noch ein Funke da.
Michaela Metzner
00:19:01
Und dass sie dann tatsächlich. Diesen diesen Funken ergreift und weiß, sie muss was aus ihrem Leben machen. Und sie spürt das regelrecht. Und sie rennt dann aus den Fluten heraus mit einem komplett nassen Badeanzug und klopft dann Ja, nichts. Und das war so dieses Gänsehaut. Ich hatte Gänsehaut, weil sie da einfach über ihre, über ihre, über ihren Schatten springt. Und egal was jetzt die Leute denken, dass da eine Frau im nassen Badeanzug zu einer Hoteltür rennt. Sie musste ihm das jetzt sagen, musste ihn fragen Was meinst du damit? Und das ist so ein so ein Moment gewesen, wo sich der Charakter Katja, meine ich, komplett verändert hat. Und dann hat aber Sandra das noch getoppt, weil direkt im Anschluss kam die Szene, in der Margareta ihren Ehemann beerdigt. Und das war ja auch eine Transformation. Also sie hat da die fand ich irgendwie super lustig. Ja. Ich war da. Ich habe mich da auch.
Sandra Andres
00:20:09
Weggeschmissen beim Schreiben.
Michaela Metzner
00:20:12
Das ist auch gefühlt diese. Diese komplette Erleichterung. Total.
Michaela Metzner
00:20:21
es beginnt auch irgendwie, dass der Sarg von Otto langsam im Boden versinkt. Irgendwie. So und da dachte ich auch so endlich, endlich. Und das sind eben diese zwei Wendepunkte für diese zwei Frauen. Fand ich toll. Fand ich super. Super geglückt, dass beide Frauen direkt zwei Kapitel hintereinander hatten, in denen sie sich jetzt verändern dürfen. Jetzt beginnt ein neues Kapitel für beide sozusagen.
Sandra Andres
00:20:50
Das weiß ich gar nicht. Es ist mir nicht aufgefallen, dass die beiden ich wüsste es jetzt ja auch jetzt nicht, dass die beiden hart.
Michaela Metzner
00:20:57
Oder.
Sandra Andres
00:20:57
Nacheinander sind. Also es war nicht strategisch geplant. Nein, absolut. Ich schreibe ja immer intuitiv. Also es ist halt gerade so, ich weiß nicht, also nicht mit dem Hintergrund jetzt. Das war tatsächlich. Dann weiß ich nicht. Aber ja, ich finde es gut. Es ist natürlich so, es ist natürlich der Wendepunkt im Endeffekt, ne. Und ja, also ich fand, ich fand die Beerdigung auch nicht witzig, weil halt irgendwo man denkt halt irgendwie ja simuliert doch wenigstens sie.
Michaela Metzner
00:21:30
Muss sich.
Sandra Andres
00:21:30
Halt echt zurückhalten, dass sie nicht sagt Gott sei Dank ist er weg, dieses Arschloch. Also das ist schon, dass ich fand das auch. Ich war auch sehr amüsiert beim Schreiben. Es war sehr. Es war sehr befreiend, das zu schreiben, weil sie ja fürchterlich leidet unter ihrer Ehe. Das ist wirklich die total toxische Ehe. Und sie leidet ja wirklich ganz schlimm unter dem Motto Und deshalb ist es eben, wie du sagst, wirklich diese Befreiung. Und ja, also die Katja ist mir auch immer am liebsten, wenn sie diese. Sie hat zwei, drei Momente, wo sie irgendwie einfach auf alles scheißt, wo ihr wurscht ist, dass sie Hotelchefin ist oder irgendwie das und das und keine Ahnung, wo sie einfach total über ihren Schatten springt. Das ist der eine Moment, wo du sagst das mit dem Badeanzug, wo sie da aus dem kalten Wasser und dann ins Hotelzimmer läuft. Es ist aber für mich zum Beispiel auch der Moment, wo sie dann erstmals bei Yannick nachgibt und sagt So, und jetzt scheiß drauf, jetzt trinken wir diesen 3.000 € Wein und.
Michaela Metzner
00:22:24
Jetzt.
Sandra Andres
00:22:25
Schnappe ich mir diesen Jungspund. Also das hat auch mega Spaß gemacht. Also immer so diese Momente, wenn Katja so ein bisschen aus sich rauskommt, sie ist ja relativ kühl, ist vielleicht das falsche Wort, aber sie ist relativ reserviert, eigentlich sehr verantwortungsvoll und sehr pflichtbewusst usw. Also sie ist ja jetzt keine große, leidenschaftliche Person, wie ja eh, ja Margareta, sondern sie ist ja doch eher reserviert. Und immer wenn sie das so aus sich rauskommt. Das waren für mich immer die Momente, wo ich am meisten Spaß hatte. Wobei ich natürlich. Ich meine, wer diesen Podcast schon länger hört, weiß natürlich, ich bin ein Sadist Und ich. Eine meiner absoluten Lieblingsszenen ist halt schon die, wo Margarete am Ende des Buches Albert aufsucht, wo sie dann eben frei ist vom Otto, wo die Mauern gefallen sind, wo dann der Weg geebnet ist und sie dann Albert sucht. Das war für mich schon ein Highlight zu schreiben. Also darauf habe ich wirklich die ganze Zeit hinGefiebert.
Michaela Metzner
00:23:18
Das war schon.
Sandra Andres
00:23:19
So eine Szene, wo ich auch die eine dieser Szenen, die man von Anfang an ganz genau weiß, was passiert. Auch wenn ich noch überhaupt keinen Plan habe, was alles im Buch passiert. Aber diese eine Szene, die hast du, die weißt du, das wird genau so ablaufen.
Michaela Metzner
00:23:36
Fand ich auch sehr stark. Die hat mir auch sehr gefallen, was für eine Energie sie entwickelt hat, was für einen Antrieb sie entwickelt hat, um ihr Ziel zu erreichen. Und das ist ja, das hast du in dem Buch auch super beschrieben. Es ist ja nicht so wie heute, dass man bei Google Maps eingibt. Gebt mir den Weg zu Albert, sondern dass es ja für sie zu der Zeit hochkompliziert überhaupt. Ich glaube, in Hamburg war er. Oder nach Hamburg zu kommen, dort herauszufinden, wo der wohnt, dann herauszufinden, dass er da nicht mehr ist. Dann herauszufinden, wo ist er denn dann? Dann sich da irgendwie mit den Bahnen, was auch immer hin zu schleppen. Geredet hat es glaube ich auch noch.
Michaela Metzner
00:24:16
Also das war ja alles damals viel, viel komplizierter als das heute ist, wo man ein Handy nutzt und dann ist man da halt einfach oder man holt sich ein Uber und dann ist man damit da. Das fand ich auch super herausgearbeitet, Aber dann die Wendung, die ich jetzt nicht spoilern möchte. Die hat mich dann wieder umgehauen. Da habe ich dann wieder gedacht, okay, wenn wir jetzt gleich über wie realistisch sind, muss ich unbedingt sagen Ja. Da dachte ich echt Nein, danke.
Sandra Andres
00:24:47
Ich Ich sage doch Ja, ich. Aber ich liebe die Wendung. Also, die habe ich auch. Das war auch der dritte Diskussionspunkt im Lektorat, diese Wendung. Und da habe ich auch echt drauf gepocht. Wobei meine Lektorin das ein bisschen lieber ein bisschen anders gehabt hätte. Ich habe gesagt Nein, ich habe es wirklich nachgedacht. Ich habe mit meiner Mama gesprochen, weil die versteht ja auch wirklich meine Bücher immer total und gesagt Was hältst du davon? Und wir haben gesagt Nein, das, genau das muss genau so passieren.
Sandra Andres
00:25:12
Das hilft alles nichts. Aber noch zum Thema Na, das mit diesem sich durchschlagen da in der Stadt, das habe ich tatsächlich meiner Lektorin zu verdanken. Das hatte ich gar nicht so, ich habe da irgendwie so, ja, sie fragt ein bisschen und bla. Und meine Lektorin hat da geschrieben Also die hat jetzt, die ist jetzt fast 60 oder so, hat ihr ganzes Leben lang auf der Insel gewohnt, ist nie aus dem Osten raus, ist zum Ersten Mal aus der Mauer gefallen, ist zum Ersten Mal raus. Also da müssen wir ein bisschen nachbessern. Also die wird jetzt nicht einfach in die Straßenbahn steigen und tralala, die wird gar nicht wissen, wo kriegt sie ein Ticket her. Also das waren irgendwie die 90er oder so eben wie du sagst, kein Handy, kein Google Maps, kein gar nichts. Also da müssen wir noch mal ein bisschen ran. Das habe ich dann tatsächlich ihretwegen auch noch geschrieben. Der hat sehr gut reagiert, weil für mich war das halt einfach so, ja, sie fühlt sich dadurch so, aber natürlich nicht.
Sandra Andres
00:26:01
Also das ist schon richtig. Das ist im Kontext von der Zeit und auch von ihrer Vergangenheit. Es muss das natürlich alles ein bisschen schwieriger sein.
Michaela Metzner
00:26:12
Aber. Ja, das Ende war echt heftig. Also.
Sandra Andres
00:26:23
Ja, ich. Ich mag. Ich mag halt einfach diese Plottwist. Ich habe sie in den nächsten zwei Büchern, die ich geschrieben habe ich auch. Also ich kann nicht ohne diesen Plot Twist.
Michaela Metzner
00:26:34
Sandra macht kaputt. Ja, ist so! Ich weiß noch, dass ich. Ich wollte die Jahreszeit nennen, aber das müsst. Müsst ihr mir. Müsst ihr mir jetzt helfen? Als wir bei unserem Schreibcamp waren, im Mai. Ich. Ich war im Mai. War das nicht. Nicht Juni und Juli. Als wir im Schreibcamp waren. Hat Christiane das Buch im Zug zu Ende gelesen. Ich hatte es auch dabei, aber ich war noch lange nicht so weit. Und ich weiß noch, dass Christiane mehr oder weniger einen Schreikrampf gekriegt hat, als sie nach Hause kam und gesagt hat Sandra, was hast du getan? Warum hast du dieses Buch? Ich habe ein bisschen in die Sprachnachricht reingeschrieben, das hat mich echt bewegt und ich hatte Angst weiterzulesen.
Michaela Metzner
00:27:29
Ich habe das Buch dann echt ein paar Wochen liegen lassen. Das ist wahr. Ich habe da so. Ich hatte sogar geheult über das, über den Plot Twist, der hat mich echt total gekillt. Der Plottwist. Und ich dachte einfach so, nach diesen ganzen Anstrengungen, über die ich gerade schon geredet habe, nach all den Jahren, nach diesem Warten, dachte ich Nein, das ist so unfair. Ich fand das so und.
Sandra Andres
00:27:53
Das ist doch.
Michaela Metzner
00:27:53
Unfair. Ich hasse. Das ist hochgradig unfair. Ich habe gedacht Nein, nein, nein, nein, ich akzeptiere das nicht. Du bist das Buch und schreiben. Ich habe einen Draht.
Sandra Andres
00:28:07
Zu der Autorin. Ich soll das noch mal umschreiben.
Michaela Metzner
00:28:13
Hättest du ja sogar noch Geld dafür gegeben, dass sie das Buch umschreibt. Nein, hätte ich nicht. Es ist ja genau so, wie es ist. Ist es super. Wohl wahr. Das macht. Und das ist das Leben.
Sandra Andres
00:28:26
Genau das ist der Punkt. Genau das ist der Punkt. Es ist halt ganz oft einfach mal nicht fair.
Sandra Andres
00:28:32
Auch wenn wir irgendwie. Und darum geht es im Prinzip in diesem Buch auch, wenn wir um Dinge kämpfen und was weiß ich. Aber sind zwei, drei Entscheidungen, die du verkackst und vielleicht aus den allerbesten Gründen, aber irgendwo, wo du falsch abbIegst Und das ist der Zug abgefahren. Dann hängst du halt mit einem toxischen Auto fest. Es. Ja. Und sie ist. Das hat sie ja nicht getan, weil sie jetzt irgendwie den Otto zu toll fahren, sondern weil halt, weil sie dachte ist eh alles wurscht. Wenn ich den Albert nicht kriege, dann ist jeder gut genug oder schlecht genug oder einfach wurscht. Ist einfach egal. Wenn ich ich glaube ja, der Adolf sagt ja auch, es ist egal oder sagt sie dann ist egal. Wenn sie sie schließt, dann glaube ich daraus, es ist egal, wen ich heirate. Sie sagt das ja so, dann ist es auch egal, wen ich heirate. Aber das ist so ein bisschen natürlich die Kernaussage von dem Buch. Also dieses Ja. Also wir treffen alle nicht immer die richtigen Entscheidungen.
Sandra Andres
00:29:25
Es sind halt so zwei drei Weggabelungen. Wenn du falsch AbbIegst. Dann ist es halt manchmal einfach zu spät.
Michaela Metzner
00:29:35
Aber du sagst da was. Ich. Ich glaube nicht, dass sie das eben einfach nur so entschieden hat. Da ist jeder recht. Das war einfach auch die Zeit. Und da sind wir genau in dem bei der Sache, dass das Buch einfach sehr real realitätsnah ist, sehr real geschrieben. Denn es war einfach so in dieser Zeit da. Du guckst da nicht, ob du irgendwie Gefühle hast für einen Mann. Du heiratest, weil du zu alt bist, weil du vielleicht sonst keinen abbekommen habe und du hast und du musst versorgt sein. Mhm. Und der Autor hat sich einfach angeboten. Der stand mit seinem Blumenstrauß und hat dir einen Heiratsantrag gemacht. Ja. Um Gottes willen, das lehnst du doch nicht ab. Mhm.
Sandra Andres
00:30:18
Ja, Es.
Michaela Metzner
00:30:18
War damals einfach nicht wichtig.
Sandra Andres
00:30:20
Ja oder nicht notwendig. Ein paar hatten sicher das Glück, auch schon in den Fünfzigern jetzt irgendwie eine Liebesehe zu haben, aber.
Sandra Andres
00:30:29
Also ja, ich denke, ein großer Teil der Menschen damals war sehr viel noch in Vernunft, ehe nicht unbedingt arrangierte Ehen, aber trotzdem Vernunft sehen, wo man sagt ja eben, bevor ich halt was weiß ich dastehe und niemanden habe, oder? Ja, der ist doch ganz nett, der ist doch, hat Geld oder hat was weiß ich, kann mir was, kann mir ein Häuschen bieten oder whatever, ne. Und ja, ich denke, das war sehr, sehr, sehr viele Ehen seinerzeit waren halt sehr vernunftgetrieben. Das ist definitiv so!
Michaela Metzner
00:31:03
Aber nicht nur die Ehen, sondern einfach auch diese Rollen. Es. Es war wichtig, dass du eben den guten Sohn, die gute Tochter, die gute Ehefrau.
Sandra Andres
00:31:14
Die Gesellschaftserwartung.
Michaela Metzner
00:31:16
Die Gesellschaft. Ja, genau.
Sandra Andres
00:31:17
Das ist ja auch bei Adolf der Kern. Also es ist ja auch bei ihm. Das ist ja auch, dass die treibende Kraft hinter seiner Motivation. Dass er dann zu Margaretha sagt Ja, heirate halt den Otto oder? WHO cares? Weil, weil für ihn ja auch klar ist Ja, man muss halt diese Gesellschaftsordnung, irgendjemand, mit dem kriegst du halt Kinder und fertig, dann ist das erledigt.
Michaela Metzner
00:31:48
Ja, mir fiel das total schwer. Also diese Entscheidung, den Otto zu nehmen. Oh Gott, da tue ich mich so schwer mit, weil mir kam das einfach. Ich meine, ich bin auch eine andere Generation und sowieso stehe ich auch für für andere Dinge. Deswegen musste ich mich lange selbst drosseln mit meinen Reaktionen darauf. Aber mir kam das alles viel zu schnell vor. Ich dachte mir Redet doch wenigstens mal mit dem Albert. Macht doch nicht jetzt einfach direkt. Geh doch nicht direkt jetzt heiraten. Doch nicht jetzt red doch erstmal mit dem. Also habe ich gedacht Nee, du kannst sie doch nicht einfach heiraten. Nee, also das tat mir so unendlich weh in der Brust, weil ich einfach gedacht habe Warum machst du das denn jetzt? Du hättest den auch noch mal hinhalten können, oder noch mal? Weiß ich nicht. Also mir fehlt da einfach immer diese Kommunikation zwischen Albert und mir, die das ja, die Entscheidungen, die sie getroffen hat, waren alle ohne ihn.
Sandra Andres
00:32:52
Genau das ist der Punkt.
Sandra Andres
00:32:54
Deshalb sind sie ja auch schief gegangen.
Michaela Metzner
00:32:58
Ja. Aber das war auch so eine ganz natürliche Sache, weil sie das so eingetrichtert bekommen hat. Und viele Frauen haben das damals eingetrichtert bekommen, wie das Leben zu sein hat und dass sie sich aufopfern muss. Das ist ja genau das, was wir erstmal aus unseren Köpfen rausbekommen müssen. Dass frau sich nicht mehr aufopfern muss für Mann, Familie, für Kinder, dass sie sich nicht komplett verlieren müssen. Weil es damals aber so war, hat sie das alles entschieden zum Wohle Alberts. Unfassbar. Und hat sich komplett hinten angestellt, komplett für sich, alles kaputt gemacht und hat nichts für sich beansprucht. Und das ist ja eben genau der Punkt.
Sandra Andres
00:33:47
Ist natürlich, er ist natürlich auch ein bisschen charakterfrage. Da hätte ich jetzt gerne eure Meinung, weil da waren meine Lektorin und ich uns gar nicht einig. Ich fand ja, dass die Margarete so. Ja so ziemlich meine schwächste Frauenfigur ist. Jetzt nicht in Richtung Wie soll ich, wie soll ich sagen richtig, ohne dass ich sie runter irgendwo unter den Scheffel stellen will.
Sandra Andres
00:34:17
Ich ich habe sie geschrieben, weil ich finde, sie ist toll. Sie hat eine grandiose Geschichte. Aber. Sie ist keine Kämpferin. Es ist genau das es. Es ist in ihrer Natur, sich selbst und ihr eigenes Glück immer hinten anzustellen. Könnt ihr mir gern gleich noch sagen, wie ihr das wird? Ob ihr das auch so seht? Weil Na also, das war so ein bisschen der Kernpunkt mit dem Ende, wo ich gesagt habe, nein, sie würde das und das nicht tun, weil das einfach nicht in ihrer Natur ist. Aber ja, also grundsätzlich auch noch zu dem, was du sagst. Also dieses, dieses Beschützende und dieses Ich stelle mich als Frau hintan. Das ist, glaube ich, trotz allem, obwohl diese Geschichte ja viel zu vielen Teilen in den 50er, 60er Jahren spielt, nach wie vor ein Thema, heute auch brandaktuell wie eh und je. Dass wir Frauen uns einfach oft immer noch vor den Zug schmeißen, sozusagen. Oder halt das Ruder übernehmen und und da. Und ich kümmere mich um alles und jeden und hin und her.
Sandra Andres
00:35:19
Das ist schon einfach. Nach wie vor glaube ich sehr stark in uns verankert. Da hast du schon recht. Michaela Du hast jetzt auch gesagt Nee, du hast nicht gesagt, wir mussten das lernen. Du hast in der Gegenwart gesprochen und ich glaube, ich bin da bei dir. Also ich glaube, das ist etwas, was wir immer noch lernen dürfen. Auch so, dass wir halt, dass wir uns, dass wir auch mal ein bisschen mehr egoistisch sind.
Michaela Metzner
00:35:41
Ja, vielleicht liegt es wirklich an Christines Generation und ich bin so dankbar und happy dafür, dass da die Wege jetzt anders laufen. Aber ich bin ja nun doch mal, weiß ich nicht, 20 Jahre älter,
Multiple Speakers
00:35:57
Das ist Quatsch.
Sandra Andres
00:35:59
Michaela macht sich immer so viel älter.
Michaela Metzner
00:36:06
Weiß ich nicht. Ja.
Sandra Andres
00:36:09
Eigentlich bist du eine Oma.
Michaela Metzner
00:36:12
Ich bin ja eure Oma. Von dem her kenne ich das eben noch sehr, sehr gut. Ich. Ich sah. Ich sah es bei mir. Ich sah es bei meiner Mama. Ich sah es bei meiner Oma.
Michaela Metzner
00:36:23
Vor allem bei meiner Oma. Die wiederum Generation Margareta ist.
Sandra Andres
00:36:27
Ja, bei mir auch.
Michaela Metzner
00:36:29
Und deswegen. Ich für mich kann sagen, empfinde Margareta nicht als schwach. Also sie ist ein Opfer. Definitiv da. Da brauchen wir nichts schönreden. Sie ist ein Opfer und sie opfert sich für alle und jeden. Genau das, was wir gerade gesagt haben. Ich persönlich empfinde sie dennoch nicht als schwach, weil du musst das alles, was sie verkraftet hat, auch erstmal emotional verkraften und dennoch immer.
Sandra Andres
00:36:58
Wieder.
Michaela Metzner
00:36:58
Aufstehen. Ich stehe auf und ich kämpfe für meine Liebe und ich gehe jetzt eben Albert suchen. Wie gesagt, auch, dass sie hätte können in in ihn auf ihrer Insel bleiben, mit ihren Kindern, mit denen sie sich ja auch nicht mehr gut verstanden hat und hätte Albert Albert sein lassen können. Das wäre schwach gewesen, Aber sie hat ihn ja dann trotzdem gesucht.
Sandra Andres
00:37:18
Ist schon richtig. Ja.
Michaela Metzner
00:37:19
Und deswegen empfinde ich sie nicht als schwach. Vielleicht ja der schwächste Charakter in sandras Büchern, weil Sandra Normal immer Heldinnen schreibt oder Rebellen.
Sandra Andres
00:37:33
Also diese beiden haben es mir angetan.
Michaela Metzner
00:37:37
Frauen, die einfach für sich einstehen und stark sind. Und ja, das ist Margareta in dem Sinne vielleicht nicht. Oder zumindest in abgeschwächter Form, so muss man sagen. Weil wie gesagt, am Ende steht sie ja doch für sich ein. Mhm.
Sandra Andres
00:37:51
Ja, das stimmt schon. Ich meine, sie ist. Sie hatte dann zum Beispiel auch die. Sie baut sich ja auch dieses Briefnetzwerk auf, dass sie eben immer mit Albert im Kontakt bleiben kann. Also sie sucht sich schon immer irgendwie ihren Weg. Es ist halt nicht so in your face wie andere Protagonistinnen von mir, die halt sehr ja so zum Haudrauf ihren Weg gehen. Und genau deshalb habe ich es, glaube ich, auch so ein bisschen empfunden, weil sie das immer eher so ein bisschen durchs Hintertürchen macht, aber ja auch muss mit dem Otto an der Backe.
Michaela Metzner
00:38:26
Also ich fand die Margaretha total schwach. Ich habe mir sehr oft in dem Buch gedacht Ach, sei doch mal mutig, mach doch nicht. Mach doch nicht immer so was.
Michaela Metzner
00:38:38
Du weißt doch, dass das nicht gut für dich ist. Ich fand sie super schwach. Ich fand sie auch null mutig. Aber das ist jetzt echt ein krasser Generationenkonflikt, glaube ich. Weil ich halt ganz anders bin und ich auch ganz anders erwachsen geworden bin, würde ich fast sagen, in einer ganz anderen Mentalität. Und ich einfach es nicht verstanden habe. Die Entscheidungen, die sie getroffen hat und mich auch da rein versucht habe zu fühlen. Aber es ist einfach zu weit weg von meiner eigenen Realität war und deswegen hat sie es mir auch so angetan als Figur. Und genauso auch das Ende. Das ist so witzig, Michaela, dass du das sagst. Dass sie da aufgestanden ist und den gesucht hat. Aber was hat sie denn am Schluss gemacht? Sie hatte nur noch in dieses Zimmer gehen müssen. Aber nein, hat sie nicht. Und da dachte ich so Warum denn nicht? Lass dich doch jetzt nicht da. Nein.
Sandra Andres
00:39:29
Das war. Das war genau die Diskussion mit meiner Lektorin. Dass sie hätte gern.
Sandra Andres
00:39:32
Sie hätte. Sie hätte sie gerne in dem Zimmer gesehen. Und ich habe gesagt, Nein, das wird nicht passieren. Weil das ist eben genau dieser Punkt. Das ist genau dieser Punkt. Das ist nicht. Das ist sie nicht. Die Rebellin spaziert rein, aber Margareta nicht.
Michaela Metzner
00:39:54
Also schwierig für mich. Schwierig. Wirklich? Also, ich verstehe den Punkt, aber es tat mir in der Seele weh und war so weit weg von meiner Realität, dass ich dachte. Oh, was bist du für Superschön? Jetzt hast du dich bis dahin durchgekämpft, ne? Ja. also ich fand auch, dass das ein schwacher Charakter von allen Dingen, die du geschrieben hast. Ja, aber es macht sie nicht unsympathisch, sondern man spürt halt ihren inneren Kampf mit sich und mit der Welt und mit allem irgendwie. Es ist ja eigentlich ihr ganzes Leben ja richtig Kampf Modus und ich fand das einfach so tragisch. Also als ich mit dem Buch fertig war, habe ich sehr lange auf dieser Frage rumgeknabbert. Kann man sich nur sein eigenes Leben so derart versauen? Also dass man Fehler macht? Das kennen wir alle.
Michaela Metzner
00:40:44
Dass wir Fehlentscheidungen treffen, ja. Aber wie kannst du dir denn dein ganzes Leben so kolossal versauen? Das ist einfach so! Nein. Immer wieder hatte sie Chancen. Immer wieder gab es Möglichkeiten. Und er hat einfach nicht losgelassen von ihr, der Albert. Er hätte alles für sie getan. Alles. Alles. Alles. Alles. Und trotzdem versaut sie sich ihr ganzes Leben immer wieder. Und da dachte ich so Oh, oh.
Sandra Andres
00:41:09
Oh Ach ja, da zitiere ich auch wieder meine Mama, die das perfekt in Worte gefasst, hat sie gesagt Ich liebe die Margareta, aber sie hat ihr Leben verpasst. Ja, das ist so definitiv.
Michaela Metzner
00:41:21
Und ergo wir kommen wieder zum Anfang zurück. Es ist das traurigste Buch, das du geschrieben hast. Ja.
Sandra Andres
00:41:27
Ist es nach wie vor?
Michaela Metzner
00:41:28
Ja. Ja, auch für Albert. Also auch Albert. Da tat mir so leid. Er hat sein ganzes Leben darauf gewartet. Er hat einfach das ganze Leben auf Sie gewartet. Bis zum Schluss hat er auf Sie gewartet. Na und? Er hat ja im Endeffekt in Anführungszeichen auch sein Leben verpasst, weil er halt immer wieder darauf gewartet hat.
Michaela Metzner
00:41:51
Ich glaube, er war nicht unglücklich. Ich glaube.
Sandra Andres
00:41:53
Er hat was aus dem gemacht. Genau.
Michaela Metzner
00:41:56
Genau. Also nicht so wie Sie. Sie war natürlich tragisch unglücklich. Er war nicht tragisch unglücklich, aber trotzdem hatte er sein Leben auch verpasst. Wegen ihrer Fehlentscheidungen.
Sandra Andres
00:42:09
Das ist richtig. Ja, aber dafür hast du ja dann die schönen, entspannenden Katja Yannik Kapitel zwischendurch.
Michaela Metzner
00:42:19
Wir können auch über die beiden sprechen. Weil Yannik war auch. Also Yannik war auch einer meiner Charaktere. Der war einfach so das, wonach wir so streben. Also der hat das verkörpert, wonach ich zumindest strebe. Dieses sorglose Glücklich sein, hier und jetzt sein. Ja. Ich frage mich gerade, ob ich mich im Umkehrschluss in ihn verliebt hätte an katjas Stelle. Weil aus meiner Sicht finde ich ihn wirklich attraktiv. Aber aus ihrer Sicht ist es ja wirklich der der komplette Kontrast zu ihr. Und deswegen musste ja dann dieser Konflikt kommen. Entscheidet sie sich für oder gegen ihn? Für. Für das Leben im Jetzt, im Hier, im Moment? Und ich denke schon, dass sie da einfach auch aus diesen Briefen von Margaretha am Ende eine Entscheidung treffen konnte, weil sie einfach sah.
Michaela Metzner
00:43:26
Margaretha hat es verpasst.
Sandra Andres
00:43:28
Genau. Absolut.
Michaela Metzner
00:43:30
Wollte es einfach besser machen. Und ich glaube, ohne die Briefe hätte sie sich am Ende nicht für ihn entschieden.
Sandra Andres
00:43:36
Nein, das glaube ich auch. Und vor allem findet sie ja Vergebung in den Briefen gegenüber ihrem Exmann. Sie schafft es dann auch, dass sie Niels irgendwo versteht und dass sie sagt Ja, okay, wenn es halt die große Liebe ist, dann gibst du dafür alles auf. Und das ist? Da ist wurscht, was da. Also. Ja. Als sie dann rausfindet, eben, dass ihre Großmutter die Affäre hatte, dann ist ihre eigene. Also die Affäre von ihrem Exmann sieht sie dann in einem anderen Licht. Also irgendwie, ja. Wenn das halt die große Liebe ist, dann Ja. Na, dann tust du halt was. Irgendwas. Du kannst dafür. Und da war also. Sie versteht es dann ein bisschen mehr. Also, diese Briefe verändern schon ihr Leben. Auf jeden Fall.
Michaela Metzner
00:44:17
Ja, vor allem, weil. Nils hat das ja auch nicht beschönigt.
Michaela Metzner
00:44:19
Es war immer klar, dass Svenja seine große Liebe war. Mhm. Das Leben ist schon tragisch, ne?
Sandra Andres
00:44:31
Ja. Ja. Nicht nicht. Nicht immer.
Michaela Metzner
00:44:33
Wobei da ja auch. Also zwischen Svenja und Nils gab es ja auch eine Fehlentscheidung. Klar.
Sandra Andres
00:44:40
Ich meine, ohne Fehlentscheidungen gibt es halt keine Bücher. Wenn die alle das Richtige tun, worüber.
Michaela Metzner
00:44:49
Schreiben wir.
Sandra Andres
00:44:50
Denn da?
Michaela Metzner
00:44:55
Sehr warm. Ja. Ich muss noch mal, aber zurückkommen zu einem ganz anderen Thema. weil Ja, wir reden über ein Buch. Aber dass du es. Dass du dich getraut hast, über dieses DDR Regime und den Krieg zu schreiben, das empfinde ich schon als mutig. Es gibt ja. 1000 Bücher über über Krieg und und die DDR. Zeit. Aber ich habe es jetzt einfach so nicht von dir erwartet und auch in diese Romanform gepackt. Das fand ich sehr, sehr gut geglückt. Und das Ganze untermauert eben dann eben auch noch diese Tragik. Diese beiden Liebesstränge, sage ich jetzt mal.
Sandra Andres
00:45:46
Ja, es gibt im ganzen Kontext irgendwo man.
Sandra Andres
00:45:49
Es soll halt ein bisschen dafür sorgen, dass du verstehst, warum sie so handelt. Weil es eben die Bedingungen der Zeit natürlich auch ganz anders waren.
Michaela Metzner
00:45:58
Ganz genau.
Sandra Andres
00:46:00
Ja, ja, also.
Michaela Metzner
00:46:02
Ich glaube, das macht es auch für mich so schwer. Das. Ich musste mich immer daran erinnern, dass Liebe damals einfach nicht so ist, wie sie das jetzt ist und wie ich das kenne. Mein Impuls war immer zu sagen Ja, dann geh doch weg von dem Otto, wieso bleibst du denn bei dem? Lässt dich da quälen. Über Jahrzehnte bekommst du auch noch zusätzliche Kinder mit dem. Aber das war in der Zeit also eine. Eine Scheidung war derzeit einfach ausgeschlossen und sie konnte nur irgendwo hin. Wie denn? Sie hatte ja auch keine Mittel und sie wollte bei ihrer Familie sein und das Ansehen nicht verlieren usw. Das sind alles Dinge, wo man heutzutage denkt Ja ich meine gut. Wobei wir haben auch schon oft darüber geredet, wie viele Menschen heutzutage in einer kaputten Ehe bleiben, wegen des.
Sandra Andres
00:46:54
Ja oder wegen der Kinder.
Michaela Metzner
00:46:55
Ja.
Sandra Andres
00:46:56
Ich denke für sie war tatsächlich der Hauptgrund die Kinder, weil ja eben in der DDR, wenn sie zum Albert geflüchtet wäre, wenn sie den Ort verlassen hätte, dann hätte sie eben ihre Kinder zurückgelassen. Auch in einem. An einem Ort, wo sie sie nie wieder sieht. Und ich denke, diesen diesen Schritt war sie nicht bereit zu gehen. Man kann sich natürlich fragen, warum hat sie überhaupt Kinder mit ihm bekommen? Aber warum hat sie ihn überhaupt geheiratet und und und. Also ja, es ist natürlich eine Kettenreaktion, aber wenn. Als dann die Kinder da waren, gab es eigentlich diese Option nicht mehr. Also ich lasse meine Kinder beim Auto und bei diesen Psychopathen. Das konnte sie halt. Ja, aber der historische Kontext hat sich tatsächlich eher so ein bisschen ergeben. Also es war eher so die Grundidee. War dieses Verschickungskind, das hatte ich in einem Buch über Usedom gelesen, die Geschichte der Insel Usedom. Hier steht, das hatte ich seinerzeit gelesen und dann habe ich das Thema mit den Kindern gelesen.
Sandra Andres
00:47:56
Und dass das eben auf Usedom so eine Sache war, weil Usedom relativ kriegsfrei war bis zu diesem Angriff 1943 in KKS Hagen und deshalb wurden da ja viele Kinder hingeschickt. Und das fand ich ganz interessant. Also da wusste ich dann okay, diese Geschichte will ich schreiben von diesem Verschickungskind, das war eigentlich die Ausgangsposition. Das war mein erster Ansatz.
Michaela Metzner
00:48:19
Das war auch so, dass das dann nach diesem Angriff die Kinder wieder weggeholt worden, weil es nicht mehr ist.
Sandra Andres
00:48:24
Das weiß ich jetzt konkret so bei Usedom nicht. Also es ist halt. Generell weiß man, dass die Kinder aus Angriffs Zone Angriffs Zonen immer wieder abgezogen wurden oder zu anderen Familien kamen oder so, das ist bekannt. Ob das jetzt konkret nach diesem Karlshagen Angriff so war, das weiß ich nicht. Das habe ich im Prinzip. Also es ist nicht alles jetzt auf Fakten basiert, was ich geschrieben habe. Es ist einiges, was ich halt auch so ein bisschen einfach gesagt habe. Es wäre halt logisch. Aber so ganz genau. Aufzeichnungen konkret gibt es darüber jetzt nicht.
Sandra Andres
00:48:55
Es ist ja relativ wenig dokumentiert. Auch ich habe sehr viele Zeitzeugenberichte gelesen, auch, aber ja, da gibt es auch nicht so wahnsinnig viel. Und deshalb muss man da auch immer wieder ein bisschen so zwischen den Zeilen was dazu erfinden, wo man denkt, das ergibt Sinn.
Michaela Metzner
00:49:13
Das passt jetzt gerade zur Spannung der Geschichte.
Sandra Andres
00:49:16
Genau.
Michaela Metzner
00:49:19
Ja, das fand ich auch. Ging mir auch ans Herz. Die Geschichte mit diesen Verschickungskindern.
Sandra Andres
00:49:27
Ja, das ist wirklich, glaube ich, ein Thema. Also, es ist egal, wem ich das erzählt habe. Alle, alle, wirklich jeder Einzelne bin ich irgendwie in dem erzählt habe gesagt ja, meine Oma war auch ja meine Großtante, also jeder hatte irgendwen in der Familie. Also für mich war das, ich hatte das zum Ersten Mal in meinem Leben gelesen. Ich dachte, das war so komplett nischiges Ding. Noch nie gehört. Aber dann habe ich es irgendwie Leuten erzählt und jeder kannte jemanden in der Familie. Jemand. Jeder hatte jemand in der Familie, der ein Kind war.
Sandra Andres
00:49:57
Da dachte ich okay, das ist schon ein Thema.
Michaela Metzner
00:49:59
Na ja. Verrückt. Ich kannte das so auch nicht. Gruselig. Ja. Es ist auf jeden Fall ein total spannendes Buch. Sternschnuppen über Usedom, weil das einfach auch auf vielen Ebenen interessant ist, historisch betrachtet die Liebesgeschichten. Es ist aber auch wirklich zum Teil echt witzig und humorvoll geschrieben. Also da sind immer wieder Passagen dabei, die wirklich auflockern und lustig sind. Sonst wäre es mir glaube ich auch fast einen Ticken zu deep geworden. Aber durch diese Szenen, die dann immer dazwischen kommen und das locker leichte Yannik. Macht es halt. Trotzdem holt es einen immer wieder so ein bisschen raus aus dem Mitleid oder aus dem Tief, wo man sich denkt Oh, da ist der Janik wieder okay. Alles gut. Finde ich richtig gut. Und ja, große Leseempfehlungen gibt es überall, wo es Bücher gibt. Und ja, kann ich jedem ans Herz legen. Auch zusammen im Bundle mit den Wellen der Liebe, der Geschichte von Nils und Svenja sind beides wirklich richtig Tolle Herzerwärmende Bücher.
Multiple Speakers
00:51:22
Danke schön. Dazu passen direkt noch Herzmomente. Herzerwärmende.
Michaela Metzner
00:51:31
Erwärmende. Ach.
Sandra Andres
00:51:39
Ja, bei mir war's. Wir waren ja jetzt. Ich war erst über zwei Wochen im Urlaub. Zuerst waren wir so ein bisschen hier Festival Konzert und dann waren wir zwei Wochen mit der Emilia unterwegs, mit unserem Wohnwagen. Da sind wir rauf bis nach Seeland, in die Niederlande und waren dort dann ja so zehn Tage, zwei, drei Tage hin und zurück und dann zehn Tage dort vor Ort. Das war sehr, sehr schön, sehr erholsam. Ich liebe diese Gegend auch einfach total. Wir lieben das Essen. Wir sind immer super, super gern dort und. Aber was ich wirklich auch gemerkt habe, ist, dass ich das letzte Buch, das ich ja jetzt gestern gerade beendet habe, die Lilo ist ja im Wohnwagen. Also dieses Buch spielt im Wohnwagen. Lilo lebt im Wohnwagen dauerhaft seit acht Jahren. Und das war schon noch mal richtig, richtig cool. Jetzt, diese zehn Tage. Es war das erste Mal, dass wir so lange mit Emilia unterwegs waren.
Sandra Andres
00:52:37
Durchgehend wirklich zwei über zwei Wochen im Wohnwagen. Und das ist noch mal ganz anders, was man da alles erlebt und merkt, was dann irgendwie. Ich habe wirklich gemerkt, wie ich so in diesen totalen Schreibflow gekommen bin. Das weiß kein Schreib Retreat oder kein Schreiburlaub. Aber ja, wenn dann mein Mann irgendwie gechillt hat oder einkaufen gefahren ist oder irgendwie keine Ahnung gelesen hat oder so. Dann habe ich in die Tasten gehauen und habe. Festgeschrieben. Und da war wirklich so zwei, drei Tage dabei, so um die Mitte des Urlaubs, wo ich so total obsessiv mit dem Buch war und so nur noch. Ihr kennt das sicher, wenn man dann einfach rund um die uhr nichts anderes macht. Und man will eigentlich in jeder Freien.
Michaela Metzner
00:53:16
Dann kommt ein Mann und fragt Was ist das?
Multiple Speakers
00:53:19
Wo bin ich genau?
Michaela Metzner
00:53:23
Lass mich in Ruhe!
Multiple Speakers
00:53:24
Aber wann hat wirklich jeder jede freie Sekunde nutzen will? Oh ja, Das ist noch eine Szene. Ich hoffe, die Szene. Oh, da ist noch was. So dass ich diese extreme.
Sandra Andres
00:53:31
Freude am Schreiben. Das war richtig, richtig toll. Und ja, deshalb bin ich da jetzt auch echt echt flott durchgekommen. Dann ist es so gelaufen. Dann hatte ich auch gleich einen Klappentext und Cover und weiß ich nicht. Na dann. Wenn man dann so drin ist, dann ist halt, dann läuft irgendwie eh gleich alles. Und ja, das war, das war so richtig, richtig schön. Wieder mal, das hatte ich, glaube ich seitdem. Schreibcamp ist bei uns fast nicht.
Michaela Metzner
00:53:55
Schön. Deswegen haben wir auch direkt im Anschluss das nächste Schreiben.
Multiple Speakers
00:53:59
Das ist so.
Sandra Andres
00:54:00
Nämlich in.
Multiple Speakers
00:54:01
Seeland. Das ist dann der gemeinsame Herbst. Absolut.
Michaela Metzner
00:54:08
Und das heißt.
Multiple Speakers
00:54:09
Auch, es ist auch.
Michaela Metzner
00:54:09
Richtig geflutscht. Egal, wie lang man jetzt hinfährt, wir wollen da alle hin. Ja, ja, mein Herzgespinst Moment war tatsächlich die Premierenlesung bei Graf in Braunschweig. Das kann ich nicht anders sagen. Es wäre auch komisch, wenn wenn es wahrscheinlich nicht so wäre, weil es einfach so ein unfassbar wichtiges Event ist in meiner Autorenkarriere in Anführungszeichen.
Michaela Metzner
00:54:41
Wenn man dann vor 150 Leuten sitzt. Und für mich war das bisher die größte Lesung, an der ich teilnehmen durfte. Die Aufregung war natürlich riesig. Aber wir sind wirklich so warmherzig empfangen worden von den Braunschweigern. Die waren alles so, die hingen so gebannt an unseren Lippen, dass die Lesung wirklich geflutscht ist. So richtig mit viel Freude, mit viel Herz und auch einigen Lachern. Weil wir die Leute wirklich mitnehmen konnten. Also es hat auch zwischen Mario, meinem Autoren und mir, hat es echt sehr, sehr gut funktioniert. Da hatte ich am Anfang ein bisschen Angst vor, dass man, weil wenn, wenn man alleine eine Lesung macht, dann hast du das Konzept entwickelt. Du hast alles gut im Kopf, aber wenn du zu zweit bist, weißt du dann dennoch nicht, Hat der Kollegin Aussetzer, oder? Ich glaube, er hatte eher Angst davor. Schiss davor, dass ich einen Aussetzer habe und hat dann gemeint Ganz ruhig, du schaffst das. Und ich denke so Ja, ich bin total ruhig.
Multiple Speakers
00:55:47
Ich.
Michaela Metzner
00:55:47
Ich habe eher so das Gefühl, dass er, dass er wie gesagt, so unfassbar Angst davor hatte, dass ich einen Aussetzer habe, dass das mich wiederum runtergeholt hat. Also wir haben uns.
Multiple Speakers
00:56:00
Gut ergänzt.
Michaela Metzner
00:56:01
Möchte ich.
Multiple Speakers
00:56:01
Sagen.
Michaela Metzner
00:56:04
Und am Ende war es wirklich der beste Abend meines Lebens bislang, wenn ich das so sagen darf.
Multiple Speakers
00:56:10
Schön.
Michaela Metzner
00:56:11
Schön. Ja, das freut uns total. Ihr habt ja mitbekommen, wie ich da am Anfang davor echt Bammel hatte. Jetzt kenne ich keine Angst mehr. Es ist ja alles hier.
Multiple Speakers
00:56:27
Also, das wussten.
Michaela Metzner
00:56:29
Wir natürlich.
Multiple Speakers
00:56:29
Schon. Wenn ihr die Michaela. Wenn ihr mich bei Michaela buchen wollt. Sie macht alles.
Michaela Metzner
00:56:35
Anders aber auch das Buch, was ihr dort gelesen habt. Ja, Darkness. So finster. Der See ist auf jeden Fall ein Buch, das man gut gelesen haben muss. Und ja, ganz was anderes als die Sternschnuppen über Usedom. Aber nicht weniger. Lesen und Lesen lohnenswert.
Multiple Speakers
00:56:56
Nun ja, wir Autorinnen sind super wortgewandt.
Michaela Metzner
00:57:06
Ich hatte so.
Michaela Metzner
00:57:06
Ich weiß nicht. Glaubt ihr manchmal an so Zeichen?
Multiple Speakers
00:57:09
Natürlich.
Michaela Metzner
00:57:11
Wenn man so esoterisch denkt. Ich bin ja immer in meiner Schreiberei. So auch bei Aufs und ABS. Manchmal bin ich so total motiviert und dann gibt es wieder Downs, wo ich denke Ach, das bringt ja alles sowieso alles gar nichts. Und ich hatte letzte Woche über eine Freundin mitbekommen von einer Autorin, die ein Buchprojekt macht. Da geht es um Sternenkinder und die sammelt ja Beiträge von Familien oder Betroffenen, sage ich mal, die so ein bisschen ihre Geschichte teilen wollen und auf das Thema aufmerksam zu machen. Und ich bin ja Autorin. Also habe ich mich bei dir gemeldet und der eine Geschichte gegeben und die hat dich total gefesselt und berührt. Und da habe ich gemerkt, das ist irgendwie so das, was ich mit meinem Schreiben machen will. Ich will irgendwie über Dinge schreiben, über die nicht genug gesprochen und geschrieben wird und damit anderen Menschen helfen. Das ist irgendwie so meine Mission auf dieser Welt und kurz danach nicht mehr. Nicht mal so lange.
Michaela Metzner
00:58:15
Danach habe ich dann eine Podcast Aufnahme gehört von einer Literaturagentin, die da so im Interview war. Und normalerweise höre ich nicht so viel Podcasts, weil es so viele davon gibt, aber bei der bin ich irgendwie hängengeblieben. Und dann war das die Agentin, die bei meiner ganzen Recherche rund um Literaturagenturen immer schon meine Lieblingsagentin war. Ich weiß auch nicht warum, aber ich habe mich irgendwie in diese Frau vernarrt. Ja, ich sage jetzt nicht, wer es ist, aber es ist auf jeden Fall eine Agentin, die mir total ans Herz geht. Und dann hat sie auch noch so tolle Sachen gesagt in diesem Podcast Ich dachte ja, ich will mit dir arbeiten. So. Und dann habe ich das. Ich habe dann den Podcast ausgemacht und einfach so das so vor mir gesehen und gedacht, ich werde irgendwann mit dieser Frau zusammen arbeiten, koste es was es wolle. Ob das in fünf Jahren ist, ob das in zwei Jahren ist? Irgendwann wird das passieren. Und dann mache ich weltbewegende, immer verändernde Bücher.
Multiple Speakers
00:59:08
Jawohl.
Sandra Andres
00:59:09
Sehr schön.
Multiple Speakers
00:59:10
Wow. Du bist meine Heldin. Das ist echt cool.
Michaela Metzner
00:59:15
Und irgendwann werde ich in einem großen Podcast zu ganz vielen Leuten sagen. Damals habe ich es.
Multiple Speakers
00:59:20
Schon gesagt.
Michaela Metzner
00:59:21
Dass ich das irgendwann sagen werde. Das wusste ich schon. Das wird so kommen. Ich werde es. Ich werde das irgendwann erreichen. Das habe ich schon im.
Multiple Speakers
00:59:30
Podcast 2026 zum Beispiel.
Michaela Metzner
00:59:36
Ich suche euch die Aufnahme raus, werde ich dann sagen.
Multiple Speakers
00:59:39
Und ich weiß, dass du das schaffst.
Michaela Metzner
00:59:41
Das weiß ich. Ja, es fühlt sich einfach gut an, wenn man mal wieder so Sicherheit fühlt und dir vom Universum ein Zeichen bekommen. Du bleibst immer schön auf dem Weg, auf dem du dich gerade bewegst. Ja. Nicht abweichen. Genau. Ich finde es auch mutig, dass du die Entscheidung getroffen hast, über so ein Thema zu schreiben. Weil das ist. Ja. Es ist vielleicht noch mal was anderes, wenn man es selbst erlebt hat. Aber wenn du als Autorin über so ein schmerzliches Thema schreibst und dich einfühlen muss, dann ist das, denke ich schon noch mal eine größere Herausforderung, als über etwas zu schreiben, was du nicht was du erlebt hast.
Michaela Metzner
01:00:26
So, also es ist doppelt. Ich will damit sagen, ich habe ja nicht gesagt, dass ich nicht erlebt habe. Ich habe nur anders darüber geschrieben. Ja, ja, das ist ein schmerzhaftes Thema, aber es muss auch mal benannt werden. Und ich finde das super, dass es ein Buch dazu gibt, was die Betroffenen dann lesen können, wenn sie in so einer Situation sind, um zu spüren wie immer. Ist ja auch immer meine Message. Du bist halt nicht allein mit diesen Themen und du musst ja auch nicht alleine durch. Wärst du nur an Margaretha Seite gewesen, Christian Ja, ich hätte sie gehört. Ja, ich hätte gesagt, du gehst jetzt zu diesem Albert und sprichst mit dem. Hör nicht auf deinen Bruder. Was hat der schon zu melden? Ja, aber das war ja auch so ein kurzer Moment. Gab es ja auch zwischen Margaretha und der Sophia von Anna. Danke. Genau. Sophia hieß sie. Bei den beiden habe ich auch gedacht. Mädels, wenn ihr einfach mal reden würdet.
Michaela Metzner
01:01:26
Ja, Miteinander.
Sandra Andres
01:01:28
Ja. Ja, absolut.
Michaela Metzner
01:01:32
Ja.
Sandra Andres
01:01:33
Also, da war zu viel Verbitterung auch da. Und die Margaretha war halt. Wie halt immer. Sie sucht nicht den Kampf. Sie sucht nicht die Konfrontation. Sie war halt immer so, Ja. Ist nicht meine Baustelle. Ist nicht mein Place. Dass ich irgendwas sage, ist nicht meine Ehefrau. Ich schütze meinen. Ich schütze meinen Bruder in seinem.
Michaela Metzner
01:01:53
Ja. Ich wollte gerade sagen, sie war halt trotzdem die Schwester des Bruders. Also, es war vielleicht auch nicht richtig, aber hätten Sie einfach mal geredet? Absolut. Sie hätten sich so viel erleichtern und ersparen können. Ja. Ja, ja, Ja, das ist so! Liebe ist, wenn man darüber. Ja, absolut. Genau. Ach, schön. Schönes Buch. Schöne Bücher. Richtig gut. Jetzt haben wir schon wirklich eine Stunde über dein tolles Buch gesprochen.
Multiple Speakers
01:02:28
Ja, ich freue mich.
Michaela Metzner
01:02:29
In unserer letzten Podcastfolge für ein so tolles Buch. Genau. Wir werden es auf jeden Fall in die Shownotes stellen.
Michaela Metzner
01:02:36
Kauft es euch. Sternschnuppen über Usedom. Ich finde es ein Buch für jede Jahreszeit auf. Jetzt passt das wunderbar. Und. ja, es wird euch hundertProzentig berühren. Das kann ich versprechen. Genau. Und beim nächsten Mal wenden wir uns wieder einem Thema widmen und zu dritt über das Thema plauschen Und hoffen, dass ihr dabei seid. Ihr könnt uns auch gerne Themenwünsche schicken und Herzgespenster kommen oder auch auf den sozialen Medien als Kommentar oder PN.
Michaela Metzner
01:03:21
Ja, und dann freuen wir uns auf eure Nachricht und darauf, dass ihr beim nächsten Mal wieder dabei seid. Bei Herzgespinste, dem Podcast über Liebe, wie sie ist.
Multiple Speakers
01:03:29
Ciao, Ciao.
Michaela Metzner
01:03:30
Bis dahin.