Intensivtalk – von Medizinern für Mediziner

Evangelisches Krankenhaus Mettmann
Since 05/2022 16 Episoden

#16 - Espresso - Hitzschlag

Erkennen, richtig kühlen, Schock verstehen

18.09.2026 13 min Dr. Oliver Hofer

Zusammenfassung & Show Notes

Intensivtalk Espresso: Hitzschlag
Nach den heißen Augusttagen sprechen wir in dieser kurzen Espresso-Folge über einen zeitkritischen akut- und intensivmedizinischen Notfall: den Hitzschlag.

Woran erkennen wir einen Hitzschlag? Warum sollten wir uns nicht allein an einer Körpertemperatur von 40 °C festhalten? Wie messen wir die Kerntemperatur sinnvoll – und wie bekommen wir den Patienten möglichst schnell und effektiv gekühlt?

Außerdem geht es darum, warum Antipyretika beim Hitzschlag nicht helfen und weshalb die Behandlung mit erfolgreicher Kühlung noch lange nicht beendet ist. Denn schwere Verläufe können mit einem komplexen Schockgeschehen, Rhabdomyolyse sowie Nieren-, Leber- und Gerinnungsstörungen einhergehen.

In dieser Folge unter anderem:
  • Hitzschlag versus Hitzeerschöpfung
  • Stellenwert der neurologischen Symptomatik
  • sinnvolle Messung der Körperkerntemperatur
  • aktive Kühlung und Cold-Water-Immersion
  • praktische Alternativen, wenn eine Immersion nicht möglich ist
  • warum Paracetamol keine Hitzschlagtherapie ist
  • Pathophysiologie von Schock und Multiorganversagen
  • worauf wir nach der initialen Kühlung auf Intensivstation achten sollten
Zentrale Quellen
Barletta JF, Palmieri TL, Toomey SA et al. Society of Critical Care Medicine Guideline for the Treatment of Heat Stroke. Critical Care Medicine. 2025;53:e490–e500.

Eifling KP, Gaudio FG, Dumke C et al. Wilderness Medical Society Clinical Practice Guidelines for the Prevention and Treatment of Heat Illness: 2024 Update. Wilderness & Environmental Medicine. 2024;35:112S–127S.

Roberts WO, Armstrong LE, Sawka MN et al. ACSM Expert Consensus Statement on Exertional Heat Illness: Recognition, Management, and Return to Activity. Current Sports Medicine Reports. 2023;22:134–149.

Intensivtalk richtet sich primär an medizinisches Fachpersonal. Die Inhalte dienen der fachlichen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beurteilung im konkreten Patientenfall.