„Befreiung geht nicht ohne Community“ - Interview mit Luise Gonca Demirden und Lydia Rose Kray (Teil 1)
21.02.2026 61 min
Zusammenfassung & Show Notes
In dieser Folge sind die Herausgeber*innen des Zines „Tracing back the steps of our fat liberation“ zu Gast: Luise Gonca Demirden und Lydia Rose Kray.
In diesem ersten ersten Teil des Interviews reden wir über:
Den Entstehungsprozess des Mega-zines und wer daran noch mitgearbeitet hat.
Was hinter Begriffen wie „fette Ikonographie“ und der „fat gaze“ steckt.
Die großartigen Fotos im Zine und was es gebraucht hat, um Bilder vom eigenen nackten Körper zu veröffentlichen.
Alle Links 🔗
YouTube Kanal für Video des Interviews:
https://youtube.com/@koerperundgesellschaft?si=qXiI5TmuqEOEXBQH
Kofi Seite für das Mega-zine
(Das Zine ist unter „Shop“ kaufbar):
https://ko-fi.com/stepsoffatliberation
Instagram Account Mega-zine steps of fat liberation
https://www.instagram.com/stepsof_fatliberation/
Instagram Account Luise Gonca Demirden
https://www.instagram.com/fatsoftandfree/
Instagram Account Lydia Rose Kray
https://www.instagram.com/lydiakrax/
Meine Website:
https://www.ira-schumann.de/
In diesem ersten ersten Teil des Interviews reden wir über:
Den Entstehungsprozess des Mega-zines und wer daran noch mitgearbeitet hat.
Was hinter Begriffen wie „fette Ikonographie“ und der „fat gaze“ steckt.
Die großartigen Fotos im Zine und was es gebraucht hat, um Bilder vom eigenen nackten Körper zu veröffentlichen.
Alle Links 🔗
YouTube Kanal für Video des Interviews:
https://youtube.com/@koerperundgesellschaft?si=qXiI5TmuqEOEXBQH
Kofi Seite für das Mega-zine
(Das Zine ist unter „Shop“ kaufbar):
https://ko-fi.com/stepsoffatliberation
Instagram Account Mega-zine steps of fat liberation
https://www.instagram.com/stepsof_fatliberation/
Instagram Account Luise Gonca Demirden
https://www.instagram.com/fatsoftandfree/
Instagram Account Lydia Rose Kray
https://www.instagram.com/lydiakrax/
Meine Website:
https://www.ira-schumann.de/
Transkript
Willkommen beim Podcast Körper und Gesellschaft, dem Podcast für das Thema
Körperakzeptanz. Mein Name ist Ira Schumann.
Heute gibt es hier das zweite Interview im Podcast, nämlich mit
den beiden Herausgeber:innen des Zines Tracing Back the
Steps of Our Fat Liberation, und die beiden heißen Luise
Gonca Demirden und Lydia Rose Kray. Wenn
du jetzt denkst, was ist denn ein Zine, dann
kurze Erklärung an dieser Stelle: Ein Zine ist sowas wie eine
Zeitschrift, so eine kleine Zeitschrift, oder wie sowas wie so ein Büchlein.
Meistens haben Zines nur wenige Seiten, es sind Zeichnungen
drin, und es werden auch meistens nur wenige Exemplare
hergestellt. Hergestellt.
Im Fall des Zines, über das wir in dieser Folge sprechen, ist es aber eher
ein schick gemachtes Buch geworden, weswegen es eben auch nicht Zine,
sondern Mega-Zine heißt, also Mega und Zine zusammengefügt.
In dem ersten Teil des Interviews reden wir darüber,
wie der Entstehungsprozess dieses Mega-Zines eigentlich lief und wer
daran noch mitgearbeitet hat, was hinter Begriffen wie
fette Ikonographie oder eben dem Fat Gaze steckt.
Also zum Letzteren gibt es auch ein Kapitel im Zine. Und
wir sprechen auch darüber, über diese großartigen Fotos, die es im Zine
gibt, im Mega-Zine, und was es auch gebraucht hat, um Bilder
vom eigenen nackten Körper veröffentlichen zu können. Es
gibt einen zweiten Teil des Interviews, da werden wir so ein bisschen
persönlicher noch, wobei auch der erste Teil schon ziemlich persönlich ist.
Und dieser zweite Teil kommt in einer Woche raus, also am
28. Februar. Bevor es losgeht, noch
eine Orga-Sache: Zu diesem Interview gibt es auch ein
Video. Das erwähnen wir auch immer mal wieder im Gespräch.
Wenn alles klappt, dann kannst du das auf dem brandneuen YouTube-Kanal
finden, den es jetzt zu diesem Podcast gibt. Den Link dazu
packe ich in die Shownotes. Für diejenigen von euch,
die gerne YouTube nutzen, um Podcast zu hören,
Der Plan ist, dass es demnächst alle Folgen auf YouTube gibt, also die alten Folgen
und auch dann die aktuellen Folgen. Ich sag hier
Bescheid, wenn es dann soweit ist. Jetzt aber, ich
wünsche viel Spaß beim Hören. Hallo,
heute sind zwei Menschen hier im Podcast zu Gast, nämlich Luise
Gonca Demirden und Lydia Rose
Kray. Schön, dass ihr da seid. Herzlich willkommen.
Hallo. Hallo. Wir werden gleich darüber sprechen, dass ihr zusammen mit
anderen ein sogenanntes Mega-zine rausgebracht habt.
Wir werden auch gleich eben schauen, was ist das, was ist da drin, was können
Menschen da drin finden. Aber erstmal die Frage an euch für Menschen, die
euch nicht kennen, die noch nicht von euch gehört haben: Was könnten die über euch
wissen?
Ja, hi, ich bin Luise Gonca Demirden, denn,
man kennt mich— vielleicht kennt man mich von
Instagram, Social Media, da bin ich jetzt Fat, soft and free
unterwegs und mach so ein bisschen,
naja, Bildungsarbeit zum Thema
Fettfeindlichkeit und,
Communityarbeit im weitesten Sinne. Genau, ansonsten arbeite ich auch in
dem Bereich, erwerbsberuflich
oder wie man das sagt, bei der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung
bin ich Bildungsreferentin zu dem Thema und
ich Schreib manchmal für die missy,
zweimal bisher, aber ich tu mal so, ich sag jetzt mal manchmal, weil es
sich besser anhört. Es ist nicht, nicht falsch.
Von daher, ja. Genau. Und bin auch sonst schon in
paar Podcasts gewesen und so ein paar Formaten und habe dazu gesprochen.
Und ich bin Lydia Kray. Ich bin auch Mitherausgeberin
und Initiatorin, würde ich sagen, von dem Magazin. Ich bin
ansonsten Medienwissenschaftlerin und Künstlerin.
Und mach erwerbstätigerweise was ganz
anderes, denn ich— ja, so im
Gesundheitswesen. Ich habe auch schon einige Artikel
und Sachen zu so Fettfeindlichkeit und Queerness und Fatness,
veröffentlicht in der Ranka, im Realitätenband,
Queer-Realitätenband von ETC Büchern.
Und, das ist mein zweites Buch jetzt
gewesen. Ich habe vorher schon mal einen kollaborativen Band rausgebracht mit anderen
queeren Künstler:innen. Ja, spannend. Also ein paar
Sachen kannte ich von euch, aber einiges merke ich gerade, kenne ich auch noch nicht.
Ich habe gerade überlegt, wir können ja nachher noch mal zusammen überlegen, was in die
Shownotes soll. Also natürlich auf jeden Fall ein Link zum, zum
Sehen, und dann könnten wir gucken, ob ihr noch Links drin haben wollt zu
Sachen, die ihr sonst auch gemacht habt. Können wir noch mal drüber reden, vielleicht auch
die zwei Missy-Artikel, aber können wir noch mal zusammen draufschauen. Genau, und Transparenz,
gerade ist noch jemand anderes dabei, nämlich Hugo. Hugo war aber gerade jetzt, also ist
gerade nicht zu sehen. Hugo war aber auch— Hugo hat sich gerade ein Spielzeug
geschnappt und es verbrannt. Aber auch Hugo ist ja sogar als
Autor, Abby, wirklich mega viel.
Ja, ja, vorne drin, wenn du noch mal nachgucken willst. Es handelt sich um einen
Hund. Stimmt, genau, es ist ein Hund. Wenn ihr ihn jetzt
gerade nicht sehen könnt, liebe Zuhörer:innen. Ich halte mal tatsächlich, also
vielleicht kommt, taucht Hugo ja noch mal auf während der Aufnahme, aber ich halte mal
das in die Kamera, wo Hugo hier im Zine zu sehen ist. Genau, das ist
sein ganzer Name: Hugo Pamuk Nacar Raffaelo Demirden. Und er war
Unser Inhouse-Sweet-Angel. Sehr gut. Hugo, ganz schön
viele Namen. Sehr gut. Genau, wer es gerade nur hört, ich
habe das gerade in die Kamera gehalten. Also jetzt von dem, von dem Podcast gibt
es also auch eine Videoaufnahme, die dann hoffentlich irgendwie auf YouTube landet. Ich muss mal
gucken, wie ich das hinkriege. Aber das heißt, wer sich das angucken möchte, kann da
gerne reingucken. Und wenn Hugo noch mal auftaucht, kann man ihn da sicherlich auch sehen.
Okay, dann lass uns doch mal über das Zine reden. Das finde ich ein total
spannendes Projekt. Und ihr habt das ja auch dokumentiert über mehrere
Monate auf Social Media. Ich würde sagen, den
Account packen wir auf jeden Fall in die Shownotes rein. Da kann man sich auch
noch mal diese, diese Posts anschauen. Genau, das, das Scene heißt, beziehungsweise nennt es
Mega-Scene, heißt, Tracing Back the Steps of Our
Fat Liberation. Ich habe überlegt, wie ich es übersetzen würde. Ich sag mal meinen Versuch,
und dann könnt ihr ja mal sagen, wie ihr es übersetzen würdet. Ich würde es
übersetzen mit: Auf den Spuren unserer Befreiung als dick_fette Menschen oder als fette
Menschen. Trifft's das oder sagt ihr es anders? Ich find's sehr
schön. Ich hätte gesagt, auf den Spuren unserer fetten
Befreiung vielleicht. Das ist absolut— Auf den Spuren finde ich sehr
schön. Ich habe noch keine so schöne Übersetzung mir selbst
überlegt oder gehört. Du? Is gut. Okay, dann nehmen wir das
so ungefähr. Also ist einfach nur, dass nicht alle Hörer*innen sprechen gut Englisch oder haben
sofort irgendwie zu diesen Begriffen eine Beziehung. Und jetzt würde mich natürlich
interessieren, ihr habt so ein bisschen, schreibt ihr auch in dem
Scene wie es dazu kam. Also ihr habt irgendwie— da haben sich
mehrere Menschen scheinbar bei einem, bei einem Workshop getroffen. Könnt ihr so ein bisschen
erzählen, wo kam die Idee her, wie haben sich die Menschen gefunden und
wie lief auch dieser Prozess dann vielleicht ab? Nur weil du das gerade
auch gesagt hast mit dem— nicht alle sprechen Englisch, also dass das
Zine auf Englisch ist, oder das Mega-zine
hat was damit zu tun, dass die Gruppe eine internationale Gruppe
war. Und das, Felipe,
der auch, Felipe Roman Osorio, der auch der
Herausgeber von zwei anderen Projekten von mir
war, und Freund von mir ist, der ist halt
Verleger und, Designer und lebt und
arbeitet in Barcelona. Und Felipe hatte
mich gefragt, ob ich Lust hätte, weil er so ein Stipendium
im Goethe-Institut beantragt hat irgendwie und so
1000 Batsh— Euro bekommen hat, ob ich Lust hätte, irgendwie ein Projekt
mit ihm zu machen. Und da wir halt uns schon lange kennen und auch schon
lange zusammenarbeiten, Felipe zwar selber dünn ist, aber
schon in Chile, wo Felipe herkommt, viel so mit
Fat-Aktivistinnen und fetten Anarchistinnen zusammengearbeitet hatte
und auch viel so Queer Fat Art, sag ich, immer mal
wieder in seine Projekte reingeholt hat. Und dann war ich so, okay, vielleicht
hast du Lust, irgendwie was zu dem Thema mit mir zu machen. Und ich hatte
da gerade auf dem Fat Camp, das Luise organisiert— mitorganisiert
2023 halt ein paar Leute kennengelernt und in
diesem Kontext halt schon mal gesagt, dass ich gerne
nen, ne Publikation machen würde. Und
dann habe ich gedacht, na gut, jetzt haben wir eine Plattform und nen Space
dafür und irgendwie ein bisschen Kohle und Felipe ist die perfekte Person
dafür. Warum nicht das machen? Und habe dann einfach vor
allem Leute inklusive Luise, aber das war eh klar,
weil wir da schon ein paar waren, halt gefragt, Habt
ihr Bock, euch für ein Wochenende zu treffen
und einfach kreativ miteinander zu arbeiten?
Und ich habe vor allem Leute angefragt,
die ich— mit denen ich mir vorstellen konnte, einfach
und schön zu arbeiten. Also denen
ich vertraut habe, die ich irgendwie mochte und von denen ich wusste, dass sie kreativ
arbeiten und, also, und die fett sind. Und dann
habe ich halt ein paar Leute zusammen mit Felipe angefragt.
Ja, spannend. Wir haben uns einen Ort gesucht und so, und das alles sehr low
budget versucht zu organisieren, und uns war klar, okay, wir brauchen
einen Ort, und wir müssen gewährleisten, dass da irgendwie
Leute recht barrierefrei anreisen können und
dass irgendwie alle einen Schlafplatz haben, der schön ist, und
es irgendwie einen Space gibt, also einen Raum gibt, wo wir
uns austoben können, und ich— wohne in Potsdam und ich kannte halt das
Projekthaus in Griebnitzsee, weil ich da öfter mal töpfere.
Und dann habe ich die halt gefragt, und die haben große
Räumlichkeiten und auch Werkstätten. Und dann haben die Jungs gesagt, ja,
könnt ihr machen. Und die haben da halt auch
Übernachtungsplätze. Ja, und
das hat sich dann so ergeben und das ist tatsächlich sehr nah zu wo ich
wohne. Und dann, Genau,
haben wir das so organisiert und dafür nicht so viel Kohle ausgegeben und dann
Wochenende miteinander verbracht. Und wie ging es nach dem Wochenende weiter?
Oder vielleicht einfach, vielleicht könnt ihr als Überblick mal sagen, wie, wie lang muss ich
mir diesen ganzen Prozess vorstellen? Von dieses erste Wochenende
bis das Sien kommt dann wirklich auch raus? Wisst ihr
das noch? vom ersten
Wochenende bis Sien kommt raus war ungefähr dreiviertel Jahr, glaube ich.
Ja, ungefähr dreiviertel Jahr, also es war schon sehr, sehr schnell alles.
An dem Wochenende ist halt viel
schon entstanden auch wirklich, also viel mehr, als wir, glaube ich, alle gedacht haben,
dass entstehen könnte an so einem Wochenende. Und gleichzeitig war— wurde
vieles aber auch erst nur angestoßen. Also wir haben
nach dem Wochenende quasi— hatten wir eine Gruppe, eine Signalgruppe, oder haben wir auch
immer noch eine Signalgruppe und sind da in Kontakt geblieben. Und
dann haben Leute noch ihre Texte fertig geschrieben, ihre Bilder fertig
gemacht, ihre Zeichnungen fertig gemalt und so. Und,
wir haben dann so eine Google-Drive-Konto gehabt und da haben
dann alle ihren Kram hochgeladen. Und,
Lydia und ich haben dann schon
ziemlich im Anschluss, noch im gleichen Sommer, eigentlich angefangen
zu sortieren und zu überlegen, wie der
Aufbau sein könnte von dem Zinegen. Und es haben sich dann halt so
verschiedene Thematiken einfach rausgestellt durch was für Texte wir hatten, was für
Zeichnungen und andere irgendwie Beiträge wir hatten,
kam dann irgendwie schon— hat sich schnell rauskristallisiert, irgendwie was für
Themen bespielt werden. Und zwar auch eine der
irgendwie fast magischen Sachen, die passiert sind, dass wir irgendwie
alle nur die Ansage hatten, wir wollen nicht mit
diesem Sie nicht dünnen Leuten was erklären, was wir sonst immer machen,
ne. Sonst immer erklären wir irgendwie, was ist Fettfeindlichkeit und wie schlimm
ist das alles und warum solltet ihr euch dafür interessieren und so. Und dieses
Mal wollten wir was für fette Leute machen. Also was für uns
über uns quasi, und das war die einzige
Vorgabe, und es war super krass zu sehen, wie viel
ähnliche Themen wir aufgegriffen haben alle und wie krass das
irgendwie zusammengepasst hat am Ende. Und dann gab es natürlich noch so
Leerstellen, die noch auch geschrieben werden müssten, also Lydia hat dann
die Einleitung zum Beispiel geschrieben zu allen 3 Kapiteln noch,
wir beide haben noch Texte geschrieben bis zum
letzten Tag eigentlich wirklich. Also wir haben noch in
Barcelona, wir haben dann irgendwann— Wann waren wir nochmal in Barcelona? Also im Frühjahr waren
wir dann in Barcelona und wollten, wollten mit Felipe zusammen das
setzen. Also so der letzte Punkt, bevor es dann wirklich zum
Print geht, also zum Druck geht. Und noch
dort haben wir, während Felipe andere Sachen gesetzt hat, haben wir noch
Texte geschrieben und übersetzt und so weiter. Also es war schon
sehr so ein Hauruckaktion irgendwie, aber es war sehr
schön. Also ich hatte super viel Spaß, wir haben super viel
uns irgendwie krass beschäftigt, noch mal anders mit
irgendwie den Thematiken, und es hat richtig Spaß gemacht, das zu
gestalten, auch zusammen dann. Wir haben halt aber auch viel—
also es war schon von Anfang an klar, oder Felipe und ich hatten so besprochen,
es soll irgendwie 3 Teile geben und vielleicht soll es auch
3 Scenes geben. Es hat lange gebraucht, bis wir
sozusagen da gelandet sind, zu sagen, wir machen das alles in einer Struktur.
Und deswegen heißt das Ding jetzt auch Mega-Zine, weil es ja eigentlich Buch geworden ist,
das irgendwie über 150 Seiten hat. Und
diese Dreiteiligkeit war halt sozusagen schon klar, und es gab
halt die Überlegung, dass wir sozusagen so Ästhetiken von
Scenes und so Selfmade-Sachen gerne mit reinnehmen, auf jeden Fall mit
reinnehmen wollen, obwohl das ja über das Format hinausgeht.
Aber wir wollten dieses Do-it-yourself und auch den Anarchismus im Grunde
gerne mit drin haben in der Ästhetik. Aber das ein bisschen
mehr vergolden im Prinzip. Und diese
Dreiteiligkeit, die halt in dem Zineen, also in dem Magazin mittlerweile halt ist:
Art, Sex and Shame. Dann also
Kunst, Sex und Scham, dann
Wasser und Fett und dann Fett und Community. Das sind
die drei Kapitel. Und das hat sich, wie gesagt, aus— wie Luise gerade erklärt hat—
aus den Inhalten ergeben, weil das einfach die Sachen waren, die immer wieder
aufgetaucht sind, weil das, was— also das,
was sozusagen, finde ich, das— dieses
Projekt so sehr auszeichnet, ist, dass es
nicht nur um Trauma und Diskriminierung oder
um Scham geht und auch nicht nur um Befreiung, sondern es
geht halt um: Wie komme ich von da nach da? Es geht um
die Thematisierung von Scham, weil Scham so
ein wichtiges Element von Fettfeindlichkeit ist und ja von
vielen Diskriminierungsformen, aber spezifisch haben wir
das halt in Bezug auf Fettfeindlichkeit ausgelotet und die
Frage halt für uns alle, glaube ich, war, wie sind wir überhaupt hier
hingekommen? Also wie sind wir als fette Leute, als 5 fette Leute, die jetzt
hier sitzen, die Leute geworden, die jetzt zusammen
hier sitzen? Weil das etwas nicht ganz—
also es ist ja nichts Normales, dass man Gruppen von fetten Leuten
zusammensieht. Gar nicht, genau. Hört man nicht, weil fette Leute so oft
vermeiden, zusammengesehen zu werden oder sich überhaupt zu assoziieren mit
anderen fetten Leuten. Ja, oder wenn sie zusammenkommen, dann ist es oft, finde ich,
schwer, so was wie Community herzustellen, weil das ja oft die Perspektiven
auf, auf, auf dick sein, fett sein, auf was man, wie man vielleicht auch sich
verhalten sollte, wie man sein sollte als dicker Mensch, weil die ja auch oft sehr
unterschiedlich sind in solchen Gruppen. Also ich finde es immer wieder herzzerreißend, wenn ich auf
andere dicke Menschen treffe und merke, also total
nachvollziehbar— nachvollziehbarerweise, aber die sind auch so voll drin in diesem „Ich muss abnehmen und
ich bin nicht gut." Und dann denke ich immer so, Ich kann das total verstehen,
aber es ist so schwer, da dann eine Verbindung dann herzukriegen, weil ich das Gefühl
habe, so, oh, ich weiß gar nicht, selbst irgendwann, wir reden
unterschiedliche Sprachen dann fast schon, ne, so, und es ist so schwer, das dann auch
zu erklären, dass man ganz anders darüber denken
kann, und, und genau deswegen, und deswegen finde ich, also 5, 5 fette Menschen, die,
die da ähnlich denken oder ähnliche Wege vielleicht auch hinter sich haben, ist tatsächlich, finde
ich, sehr speziell, und also ich erlebe solche Räume eigentlich kaum. Und ich muss
sagen, es ist halt auch sowas total Also es war auch für
uns, glaube ich, alle was total Besonderes, weil es einfach— es gibt
einfach wenig Räume für uns, also, und wenig Räume, die dann halt
auch politisiert sind zu dem Thema, wo sich fette
Leute, dicke fette Leute treffen und begegnen können.
Und gleichzeitig ist Vereinzelung so ein
Riesenthema in, in den Leben von dicken fetten Leuten. Wie du auch selbst gesagt
hast, es ist halt auch, wenn man mit anderen dicken fetten Leuten zusammenkommt irgendwo, ist
es nicht selbstverständlich, Dass wir das Gleiche
wollen, dass wir den gleichen Blick haben auf Fatness, dass wir das
als politisch betrachten und so weiter und so weiter. Dass überhaupt
die Diskriminierung als solches erkannt oder benannt wird, ist nicht
selbstverständlich. Und das lässt dicke fette Leute oft mit
dieser Diskriminierungserfahrung und aber auch mit
ihrem Wissensschatzding, die ja auch alle in sich
tragen, ne, total allein. Und das macht es halt sehr schwierig, sich zu
befreien von bestimmten Sachen. Befreiung Geht nicht
ohne Community, davon bin ich überzeugt, und dafür braucht es
eben Verbindung. Und das ist ja auch ein Teil von dem Zine, ist ja auch
ein Versuch, diese Verbindung
quasi zu vervielfältigen für andere Leute, dicke fette Leute, die
das lesen und sich vielleicht wiedererkennen und merken, hey, da sind noch
andere Leute auch, die so denken wie ich und die das auch so wahrnehmen
und die sich auch Gedanken dazu machen. Also ich
habe das auch— ihr habt das ja vorhin auch gesagt, ne, ihr habt das nicht
für dünne Menschen geschrieben, um irgendwie Dinge zu erklären, sondern eben auch
damit dickfette Menschen sich da durchaus auch wiederfinden können. Also mir hat es genau diesen
Effekt auch gemacht. Ich halte es vielleicht mal in die Kamera, auch mit dem Cover,
dass man Menschen, die— also für die, die es gerade nur hören, ich halte gerade
das Cover rein. Kann man den ganzen Titel sehen? Ja, man kann den Titel sehen.
Und es ist wirklich Buch. Also ich war wirklich erstaunt, als es hier ankam, weil
es wirklich— ich habe so ein kleines Heftchen erwartet, also ein Zine
halt, und es ist tatsächlich Buchgröße oder Buch— wie sagt
man— Dicke? Breite? Ihr wisst, was ich meine. Seitenzahl von Buch. Genau.
Buchbett, ne, genau, also es hat die Dicke, die Fette eines
Buches, genau, und es hat aber eben gleichzeitig, hat es halt dieses Lockere. Vielleicht,
ich versuche mal so ein paar Seiten durchzublättern, ohne jetzt vielleicht, also genau, was ihr
auch gesagt habt, mein räumliches Denken haut
mich gerade so raus, Moment. Ja, genau, hier sind eben auch so, also erstmal die
Seiten sind nicht alle eine Farbe, dann gibt's eben auch so Zeichnungen drin, das finde
ich total charmant. Ich finde das ganze Projekt total charmant, ich habe mich sehr, sehr
gesehen gefühlt, also die Texte, aber auch, und dann ist zwischendrin dieser, dieser Bildteil,
der einfach, also fantastische Bilder Und das ist, ich finde, das
ist sehr verspielt und es hat was sehr Freies einfach, ne?
Und gleichzeitig ist es unglaublich persönlich und sehr verletzlich an vielen
Stellen. Aber es ist auch, also es ist aber eben auch nicht nur schwer, also
so, sondern es ist wirklich alles. Und ich finde das fantastisch. Lydia, du wolltest gerade
was sagen und ich habe dich gerade— Ach nix, sorry. Ich habe nur gesagt, auch
viel Handschriftliches. Wir haben ja auch viele kleine Notizen mit
reingenommen und irgendwie Sachen, die so einfach spontan
on the way, also entstanden sind, kleine Gedanken
und Snippets, die einfach so im Prozess
waren, die sehr bewusst halt auch eine— finde
ich zumindest, habe ich das mir so gewünscht— eine Offenheit irgendwie schaffen
und irgendwie zeigen, okay, so, wir sind Menschen, die
das gemacht haben. Das sind jetzt nicht irgendwie, ne, die Leute, vor denen
man Angst hat, die ein Buch geschrieben haben, TM,
sondern das sind Leute, die schreiben mal kurz krakelig eine Notiz
irgendwohin Und ich finde, das ist auch was sehr Spezifisches
an— zumindest erlebe ich das so— am Fet*er Community, dass ich sie als
relativ nahbar erlebe und als sehr— also so, wenn
ich das, ne, ich bin— alle Leute, die an dem Wochenende da waren, sind
auch queer und das macht, hat glaube ich einen großen Unterschied
gemacht, weil das auch noch ein verbindendes Element
war und ich glaube, Ich kenne das aus zumindest Berlin
queere Community sehr, dass da ne, dass es sehr
hochschwellig ist oft und das ist für mich in Fat
Community nicht so stark so und ich finde, das merkt man auch
diesem Buch an, dass es halt ganz viel frisch von der Leber weg
ist. Also so einfach erzählt, was geht hier gerade
ab. Und ich finde, das macht es aber eben auch so, also das macht es
auch so zugänglich halt, ne, und ich glaube, ich, ich habe eine Idee, glaube ich,
was du mit hochschwellig meinen könntest. Gibt's ja auch gerne, ist ja generell ein Phänomen
in linken Kreisen auch immer wieder, auch so, ne. Wenn Menschen jetzt an dem Punkt
neugierig sind und sagen, oh, ich würde das gerne mal, mal suchen, ich würde es
mir gerne kaufen, wo finden, wo finden Menschen das Sieben? Einerseits bei
Black Mosquito, online kann man es
bestellen in dem Shop, sonst aber auch, wir haben so einen
Ko-fi-Shop, das ist K-O-F-I, am besten geht ihr da in
die Shownotes, da findet ihr unseren Instagram-Kanal
und auf unserem Instagram-Kanal findet ihr einen Link zu Ko-fi,
aber vielleicht Vielleicht stellen wir auch den Kofi-Link einfach in die Shownotes schon rein, dann
könnt ihr da auch direkt klicken und dann, mit
Versand kostet's dann 20 €. Am Ende ist noch mal so
ein Text, ne, also what is support, was ist Unterstützung, wo
ich den Eindruck hatte, ihr wart in vielen Räumen, die, die sehr anstrengend
waren, die sehr viel Kraft gekostet haben, mit vielen Menschen, die auch vielleicht gar nicht
verstanden haben, also vielen dünnen Menschen, die nicht verstanden haben, worum es, worum es ging.
Wie lange lief dieser Prozess, lief das alles
parallel? Ja, und also das lief alles parallel. Wir haben halt
parallel irgendwie Texte übersetzt. Wir hatten ja auch irgendwie nicht ne— irgendwie ein
Budget für jemanden, der übersetzt. Das heißt, wir haben übersetzt
auf Englisch. Lydia hat sehr viel übersetzt. Ich habe dann später auch noch
einiges übersetzt, aber halt genau, es war— Gott sei Dank
gibt es Übersetzungsmaschinen mittlerweile online. Es
hat sehr geholfen. Dann kann man wenigstens grob schon mal das
machen. Aber parallel ging es halt darum, Gelder zu finden und
irgendwie Veranstaltungen Veranstaltung zu machen, um Gelder zu akquirieren. Also ein
Großteil des Printgeldes, also des Druckgeldes, was wir
brauchten, den allergrößten Teil haben Lydia und ich
über, also über Honorare erwirtschaftet. Wir haben also Workshops
gegeben und Lesungen und so weiter und haben die Honorare, die wir bekommen haben,
genommen und halt in das Ding gesteckt,
weil wir irgendwann einfach, naja, wir haben uns mit einer
tollen Druckerei getroffen hier in Berlin, die
irgendwie Lydia gefunden hatte und die so eine ebenso so realistische Druckerei
hier ist und wir direkt das Gefühl hatten, hier ist es gut aufgehoben, auch das
Material, weil ich meine, da sind eben auch Nacktfotos drin und so weiter und wir
wollten irgendwie auch wissen, dass damit vernünftig umgegangen
wird, irgendwie mit dem Material und gleichzeitig wollten wir natürlich auch
gerne eine Druckerei unterstützen, die auch eben links—
sich linksorientiert und auch irgendwie jetzt nicht ein große— ja, da irgendwie eine
große Firma dranhängt oder so. Aber das hieß natürlich auch, dass der Druck teurer ist
und wir wollten auch auf bestimmte Sachen einfach nicht verzichten, weil
Naja, fette Leute so oft verzichten müssen, ne. Also wir müssen so oft irgendwie uns
mit den Brotkrumen gut tun, ob das jetzt irgendwie unsere
Themen sind oder irgendwie unsere Sichtbarkeit oder was auch immer.
Es ist irgendwie immer so die— das letzte bisschen, wenn überhaupt
was abfällt. Und wir wollten halt, dass diese tolle Arbeiten, die uns da ja
auch anvertraut wurden irgendwie von den, von den tollen fetten Leuten, die daran
mitgearbeitet haben, ja, in Gold gegossen werden können. Und das hieß aber auch,
dass wir mal eben 5.000 € brauchten, und das
ist halt einfach eine ganze Stange Geld, die man
dann irgendwie zusammenknusern muss. Und ja, das war hin und wieder frustrierend. Lydia kann da
auf jeden Fall auch bestimmt noch was zu sagen. Naja,
einfach— ich glaube, ich— also ja, ich finde es aber wichtig,
irgendwie zu sagen, es ist halt krass,
dass wir sozusagen Anträge im Zinene von, wir
stellen einen Antrag für eine Förderung, das hat
alles nicht funktioniert. Sobald sozusagen das Thema klar war. Ich
glaube, es war halt eine krasse Erfahrung, sozusagen das alles mit
unserer eigenen Arbeit erwirtschaften zu müssen und dann immer
noch gesagt zu— also sozusagen oft den Eindruck zu bekommen, wir
schenken euch dieses Geld jetzt, obwohl wir halt
krass viel Bildungsarbeit dafür gemacht haben. Aber ich will gar nicht so sehr
in den Frust darüber reingehen, weil das— ja,
Luis guckt so. Aber ja, weil
es auch halt viel Spaß gemacht hat, finde ich. Dann lass uns
doch tatsächlich mal vom Frust weggehen auf so ein paar inhaltliche Sachen. Ich
finde alles inhaltlich toll, was ich, was ich bis jetzt gelesen habe und eben auch
gesehen habe. Also es ist ja auch nicht nur zum Lesen, es ist auch zum
Angucken. Und ich habe gerade gedacht, ich habe Fragen zu so
zwei Artikeln von euch, aber ihr habt vorhin auch was Spannendes gesagt und da würde
ich gerne noch mal hinschauen. Ihr habt gesagt, also diese fünf fetten Menschen, die da
eben dann da zusammengekommen sind, da gab es auch so Überschneidungen, Ähnlichkeiten
auch in diesen Wegen, in diesen Prozessen. Und ich frage euch nachher noch
nach eurem speziellen Weg. Aber mich würde interessieren an der Stelle, was
sind denn so aus dem, aus dem, aus eurer Erinnerung raus so Gemeinsamkeiten von diesen
Wegen? Was gab es so? Was waren vielleicht so Momente, Meilensteine, die es bei
vielen Menschen gab? Ich denke, dass es,
dass das eine Einstellungssache ist, in der Art und Weise.
Es gibt objektive Ähnlichkeiten und Dinge, die wir gemeinsam hatten. Wir
sind alle queer. Und wir sind alle dickfett, so, also wir
waren jetzt— da waren
auch sozusagen nicht, Luise, du hast das irgendwann mal am Anfang zu mir gesagt, dass
du dich freust, dass ich halt nur fette Leute eingeladen habe.
Also so im Zinene von, ich habe
schon bewusst auch Leute eingeladen,
die jetzt nicht small fat sind. Aber es ist auch
ein Ding von dieses ganze, ich
weiß nicht, also So, es ist ein bisschen schwierig, weil so, es wie gesagt
kommt auch darauf an, wie man sieht, ne. Wir sind uns irgendwie super
ähnlich in manchen Sachen, aber
dadurch, dass irgendwie Fred zum Beispiel läuft mit
Gehstock und ist, eine behinderte Person und hat halt— und sozusagen für mich war
es voll das wichtige Ding, nicht, oh, ich
habe eine behinderte Person eingeladen zu
machen, sondern Fred konkret zu fragen: Was sind denn deine— also ich will dich super
gerne dabei haben, was sind denn deine Bedürfnisse? Was brauchst du, um irgendwie gut
da sein zu können? Oder,
Fupa Magic als einzige schwarze Person in der Gruppe irgendwie konkret zu
fragen: Bist du damit fein? Was sind für dich irgendwie Sachen, die
du brauchst? Und das aber halt nicht in so einem Zinene von: Ich mache
eine möglichst diverse Gruppe, sondern ich habe irgendwie Mir war das total wichtig,
einfach die Leute einzuladen, die ich einladen wollte,
und halt nicht
so nen, eben, Ding zu machen von: Und jetzt
haben alle ihre Spezialbedürfnisse, die ganz besonders sind, und
alle müssen ihre Extrawurst kriegen oder was auch immer. Sondern wenn
halt irgendwie was aufgekommen ist, Unzufriedenheiten, Dinge, die irgendwie blöd
gelaufen sind, oder die— weil es auch, ne, auch Frust gab an dem Wochenende. Wir
haben auch voll viel gemacht. Und wir haben die ganze Zeit
auch gekocht miteinander und irgendwie Essen für alle gemacht. Und ich glaube, sozusagen eine
Sache, die ich auch oder die wir beide oder alle irgendwie
gesehen haben, ist auch Konflikt darf sein und es darf
sein, dass wir das sozusagen eben nicht wir alle das Gleiche wollen
und das Gleiche brauchen. So, und das ist in
Ordnung. Und erst da drüber, dass das da sein darf, kann es
überhaupt irgendwie Harmonie geben in dieser Gruppe. Darf ich da
kurz einhaken? Ja. Und, und das bringt uns teilweise sogar
auch näher. Also quasi, was Lydia vorher gemacht hat, was
super wertvoll war, glaube ich, für— als wir dann da waren
alle, war, dass Lydia krass viel Beziehungsarbeit gemacht hat mit jeder
einzelnen Person von uns, indem Lydia halt quasi Leute eingeladen hat,
aber dann auch halt viele irgendwie Telefonate noch geführt hat mit Leuten,
mit Leuten gesprochen hat darüber, was brauchst du, aber auch Was sind die Erwartungen, ne?
Wenn man jetzt irgendwie eingeladen wird für sowas, dann ist natürlich auch irgendwie— ich soll
jetzt an dem Wochenende irgendwas kreieren und irgendwie hängen
da so hohe Erwartungen dran,
ja, was Leute, inklusive mir, by the
way, irgendwie denken, was jetzt von ihnen gefordert ist. Und das
auch wieder irgendwie runterzuregeln und damit Leuten irgendwie in Beziehungsarbeit
zu gehen und zu sagen, hey, es gibt basically keine
Erwartungen. Wir kommen zusammen, wir gucken, was bei rumkommt, wir
müssen am Ende maximal irgendwas für dieses Goethe- Institut abgeben, das können
wir auch irgendwie zusammenschustern und dann schicken wir da irgendwie 10 Seiten hin, dann
ist es auch fein. aber wir wollen vor allem
irgendwie zusammen in Prozess gehen, zu gucken, was sind denn die Geschichten, die
wir erzählen wollen. Aber das wirklich so vorzubereiten, dass
Leute das glauben und dann dementsprechend auch entspannt da
sein können, ist überhaupt nicht einfach. Und das ist super viel
Beziehungs— und einfach Community-Arbeit, die vorher schon
von Lydia da eingeflossen ist und die super wertvoll war, weil das
war, worauf wir alle dann stehen konnten. Also das Gefühl, wir sind
alle hier gewollt, es ist egal, was wir leisten, wir müssen
hier nichts leisten, wir sind vor allem da, um irgendwie und
gegenseitig in Kontakt zu gehen, aus der Vereinzelung raus eben in
irgendwie ein Kontakt miteinander. Das hat das ganze Wochenende halt geprägt
und wie das gelaufen ist, das geprägt. Und in— wenn
man so eine Vertrauensbasis schon geschaffen hat, wie Lydia das eben geschafft hat,
wir haben uns ja alle nicht unbedingt untereinander gekannt, Manche
von uns haben uns gekannt, manche gar nicht, manche nur lose, aber dadurch, dass wir
alle so ein Vertrauensverhältnis schon zu Lydia hatten, war
es eben möglich, auch dass Konflikt eben eine Möglichkeit ist, sich näher zu
kommen, weil man eben versteht: Hey, hier ist irgendwie eine
Grenze für dich. Warum ist die da? Wie können wir jetzt
damit weiter umgehen? Das macht ja auch Nähe. Man lernt Leute noch mal
anders kennen in solchen Situationen
und ich, also, ich glaube, das war ganz ganz wertvoll, dass diese, diese
Communityarbeit da vorher reingeflossen ist. Und ich glaube, das
ist was, was viel zu wenig, wo viel zu wenig drüber geredet wird und viel
zu wenig irgendwie Anerkennung erfährt. Und wofür ich, also
was für mich ein krasser Aha-Moment war, mit
Lydia zusammenzuarbeiten, wie wichtig diese quasi
Gespräche sind und
dieses wirklich Beziehungsaufbau-Miteinander-Machen. Ja, ich habe gerade gedacht, das ist ja auch so— ich habe
gerade— das ist sehr assoziativ gerade, aber es gibt ja so einen Ansatz, Art of
Hosting heißt das, glaube ich. Also überhaupt diese Idee von
so Gastgeber, Gastgeber*innen sein und dass irgendjemand sich auch diesen Hut aufsetzt. Und ich meine,
wir reden immer viel von sicheren Räumen, aber ich finde auch, dass das oft zu
kurz kommt, was es eigentlich dafür dann eben braucht. Dann auch, ne, und dass das
wirklich was Besonderes ist, wenn, wenn sowas dann auch entsteht. Über zwei Texte würde ich
euch gerne fragen, also Texte, die jeweils eine von euch geschrieben
hat. Das eine ist Luisa, ich fange mal mit dir an. Ja, also ich finde
generell das ganze Scene toll und die Bilderstrecke ist auch extrem beeindruckend. Also ich finde,
die hat so was ganz, ganz Freies, Leichtes. Ich kriege auch so Sehnsucht nach
Sommer. Das ist einfach— also ich kann ja spoilern, da seid ihr
irgendwie alle im See. Also ihr seid irgendwie baden, man sieht eure Körper,
ihr seid da in unterschiedlichsten Zusammensetzungen von Menschen auf diesen
Bildern und die Bilder sind super schön. Und du hast dann—
also das ist diese, diese Bilderstrecke ist gerahmt von zwei Texten, also einerseits
von diesem Text Fat Gays, dazu würde ich gleich noch Lydia was fragen, Das andere
ist aber der Text, dieses Showing myself. Ja,
und ich, ich habe gar keine, gar nicht so eine richtig knackige Frage dazu, aber
ich erzähle dir mal so, was bei mir im Kopf passiert ist, als ich das
gelesen habe. Also ich habe mich bei vielen Sachen wiedergefunden und auch da noch mal,
du beschreibst in dem Text einfach auch so diesen, diesen Kontrast
zwischen der Situation des Fotografiertwerdens. Also da hast du dich,
wenn ich mich richtig erinnere, sehr frei gefühlt. Es hat sich gut angefühlt. Und dann
beschreibst du aber auch, wie du dann auf diese Fotos schaust und was du dann
so wahrnimmst. Nimmst. Und das ist dann eher so, ne, wieder dieses, ja, so wie
viele von uns, glaube ich, gewohnt sind, auf Fotos zu schauen und dann sofort so
auch auf unsere Körper so wie so reinzuzoomen halt, ne, und dann sofort so
Dinge zu sehen, zu bewerten, uns abzuwerten, unseren Körper abzuwerten. Und
ich habe gedacht, ich kenne das auch total gut. Also ich bin, bin oft bei
Fotos hinterher überrascht, weil die gar nicht, also das, wo ich da so reinzoome, gar
nicht zu dem passt, wie ich mich gefühlt habe in der Situation, wo das Foto
gemacht wurde. Und das irritiert mich immer wieder sehr, weil ich so dachte, so hä,
aber ich habe mich da ganz anders wahrgenommen. Oder generell, ich sehe mich auch
anders, auch im Spiegel zum Beispiel auch oft, als ich auf
Fotos aussehe. Und diesen Kontrast fand ich total spannend, wie du
den beschrieben hast, und würde einfach gerne noch mal so von dir
wissen, auch, ja, wie, wie bist du damit umgegangen, auch dass du dann am Ende
wirklich da gelandet bist zu sagen, hey, ich gucke jetzt hier erstmal zwar drauf und
fall vielleicht auch in so klassische Bewertung rein, aber am Ende erscheinen
diese Fotos und werden veröffentlicht, ne. Also, weil hätte ja auch eine klassische Reaktion
sein können zu sagen, ich will nicht, dass die rauskommen. Wie war der Prozess, dass
du dann— dass die am Ende da wirklich auch drin sind? Ich finde, die sind
super schön, die Fotos, aber dass sie da auch wirklich drin
sind am Ende. Ja, also es war, ja, es war ein
Prozess. Ich, es gab glaube ich so eine Zweiteilung für mich. Also die
Fotos im See selbst, also die mit den Seerosen und so weiter,
die sind mir ehrlich gesagt gar nicht schwer
gefallen. Die, fand ich von Anfang an sehr,
sehr schön, sehr sinnlich irgendwie, sehr leicht,
genau, und irgendwie auch mich selbst auch quasi so,
wo man ja so meine, meine Bauchröllchen alle sieht und so. Ich finde, die sehen
so schön aus, wie die da liegen, dass ich damit gar nicht so ein
Problem hatte. Die anderen Fotos sind ja
die, die nennen wir Nymphenfotos, weil die sind ja
die, die sind eher, die sind noch mal nicht an dem Wochenende entstanden, sondern als
Lydia und ich zusammen spazieren waren in einem Wald bei,
in der Nähe von, wo Lydia halt aufgewachsen ist. Und
das war so eine Spontanaktion, ja. Ich habe diesen Felsen
gesehen und gedacht, da könnte man super gut irgendwie Nymphe drauf sein und da hätte
man noch gute Fotos machen können. Habe ich so Lydia gesagt und dann war Lydia
so, ja, mach doch. Und dann habe ich das— hab mich halt ausgezogen
und hab das gemacht dort. Und ich
habe mich super toll gefühlt, aber dann, als ich die Fotos gesehen habe, haben sie
mir gar nicht gefallen. Und ich habe sowieso so eine Regel für mich
selbst, dass ich die meisten Fotos, Fotos, die von mir gemacht werden, gucke ich
mir nicht sofort an, weil ich das Gefühl habe, ich will da— ich will
bei dem Gefühl noch bleiben. Ich habe diesen Effekt, den du da erzählst,
auch so oft gehabt und ich— manchmal schwebt man ja so eigentlich
danach. Man hat sich schön gefühlt, man hat sich gesehen gefühlt und gut gefühlt und
man ist eigentlich total happy damit. Und dann kommt das Foto und macht
es direkt komplett kaputt. Und ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich ein bisschen warte,
mit mir die Fotos angucken, bin ich— ist der Kontrast
nicht mehr so hart. Zwischen dem, was ich gefühlt habe, und dem, was
ich dann sehe. Sondern ich kann dann, wenn ich ein bisschen mehr aus dem Gefühl
wieder raus bin, das auch ein bisschen— ist die Landung
nicht so heftig, und dann kann ich die Fotos
oft besser annehmen. Und die habe ich mir auch nicht sofort angeguckt, und trotzdem
sind mir, sind mir schwergefallen nachher, als ich sie gesehen habe. Alle Leute
sagen, dass sie die total toll finden. Ist auch sowas, was sehr oft immer
passiert, ne? Und ich finde sie ganz— der Klassiker,
ja. Auch schwierig, da irgendwie was schön zu finden. Also ich—
aber dass ich sie veröffentlichen will, war eigentlich für
mich sofort klar, weil genau deshalb eigentlich, weil
ich das Gefühl habe, was Lydia da geschrieben hat, fett gays, du wirst ja
gleich noch— werd ja gleich noch drüber reden, ist ja
ein ganz toller, ganz toller, wirklich für mich
auch irgendwie Basistext, ja, wenn wir über
so fette Ikonographie sprechen. Wenn wir darüber sprechen, dann—
oder darüber gesprochen haben, habe ich auch darüber nachgedacht, was ist denn fette Ikonographie? Darüber
haben wir viel gesprochen auch. Gibt es fette Ikonographie?
Fette Ikonographie ist halt super negativ besetzt.
Wie kann ne positive fette Ikonographie aussehen, an der
wir uns orientieren können? Wir machen die gerade
irgendwie als fett Community. Und mein Problem damit ist, dass
die, zumindest die so so weitgehend bekannt
ist, auch sehr, wieder sehr eng ist. Also es ist wieder
sehr an einem dünnen
Ideal eigentlich orientiert. Es tauchen vor allem small fat people auf,
es tauchen vor allem— Entschuldigung, ich wollte sagen, sehr heterosexuell irgendwie auch, ne. Also es
ist alles auf viele Arten sehr eng, alles sind gefühlt
fast alle weiß auch, ja. Genau, und es sind aber auch
sehr viele irgendwie bestimmte
Posen, bestimmte irgendwie Blicke, bestimmte Themen und so weiter,
die bespielt werden, und bestimmte Winkel
auch, die bespielt werden. Und, das sind eben in diesen Fotos
sind das eben nicht die Winkel, die ich normalerweise
für mich wählen würde, geworden. Und ich glaube, es ist voll
wichtig, dass wir mehr fette Ikonographie haben, die
fette Körper wirklich
zeigt, und sie zeigt in einem— in der Anerkennung, dass sie fett sind und dass
das Dinge bedeutet, dass das bedeutet, dass halt mein Bauch hängt und
dass das bedeutet, dass meine Brüste irgendwie anders liegen als bei
dünnen Leuten, wenn ich liege, und, das bedeutet irgendwie,
dass ich dicke Arme habe und dass da irgendwie der
Speck an der Seite rauskommt und
dass wir Doppelkinn haben und Und all das eben bedeutet es, fett zu
sein, und das gehört alles zu fetten Körpern dazu, und
ich will nicht das verstecken. Ich will nicht Teil von der
Ikonographie sein, die dann wieder innerhalb unserer
Community so viel Druck aufbaut.
Und gleichzeitig will ich auch, dass Leute das angucken müssen.
Also, hört sich ein bisschen hart an, aber ich will, dass Leute— Ich will mich
selbst nicht mehr da verstecken, ich will mich selbst nicht
mehr nur irgendwie im besten Licht, in der besten— im besten
Winkel und so weiter darstellen. Und ich will auch
nicht mehr selbst dafür verantwortlich sein, das zu verstecken
und es mein Körper verdaulich zu machen für andere. Und das schreibe ich ja auch
ein bisschen im Text. Ich will, dass wir alle
zusammen meinen Körper tragen in
dieser Hässlichkeit, die er eben auch hat,
ja. Und damit meine— wirklich jetzt gar nicht wertend
Hässlichkeit, sondern das, was Gesellschaft, mit Hässlichkeit meint und
damit eben alle nicht normschön Körper
im Grunde genommen. Und ich glaube, wir kommen da nicht
raus, ja, aus der Nummer, ohne dass wir das
gemeinsam angucken und das gemeinsam liebgewinnen
und das gemeinsam irgendwie tragen und gemeinsam wertschätzen und
gemeinsam sagen, was Hässlichkeit eigentlich ist, nämlich
ein Zeichen für Unterdrückung. Ja, das, die Wendung fand ich in dem Text auch total
schön, oder Wendung, oder diesen, diesen Bogen, den nicht mal Bogenschlangen. Also genau wie du
es gesagt hast, du sagst das eben auch, ich veröffentliche die auch gerade, ne, weil
damit wir es dann eben auch zusammentragen. Und das fand ich so schön,
diese Idee von, also eben gar nicht so dieses, diesen Weg zu gehen von, oh,
ich kann die nicht so gut angucken, oder wenn ich angucke, passieren bestimmte Sachen,
also veröffentliche ich sie nicht, sondern ich veröffentliche sie gerade, ne, damit
wir das irgendwie zusammen auch auch trage. Und ich lege das irgendwie auch auf mehr
Schultern, hatte ich so ein Bild beim Lesen und habe gedacht, ach, wie cool.
Also auch was für eine coole Gegenstrategie eben zu dem, was, was
wir sonst oft machen mit Bildern, die erstmal jetzt nicht
nur so, so Wohlbefinden auslösen, oder— Ich habe gerade noch gedacht, als du erzählt
hast, ich hatte die ganze Zeit diesen, diesen Begriff unvorteilhaft im
Kopf, oder eben, also das ist, ne, und ich habe gestern, hatte ich auch ein
Interview für den Podcast geführt, und da hatten wir kurz über diesen über dieses Wort
kaschieren gesprochen, obwohl das ein schreckliches Wort ist. Und ich finde, es gibt
halt genauso wie es bei Kleidung, ne, gibt es diese Idee von— also da gibt
es ja auch sehr enge Vorstellungen, was dickfette Menschen tragen können. Und da
gibt es eben diese Idee von kaschieren, die, wo es manchmal auch nicht
möglich ist, zum Beispiel mit Verkäufer:innen über diese Idee
hinauszukommen oder sich dazu verständigen, eben das, das gerade, wenn einem das gar nicht wichtig
ist, und man vielleicht sogar im Gegenteil, wenn man Dinge vielleicht sogar betonen will, die
man so— ihr wisst, was ich meine. Und ich habe gerade gedacht, bei Fotos ist
es gibt es echt diese Parallele, auch dass wir so
alle darauf trainiert sind, immer möglichst vorteilhaft aussehen zu wollen. Und das
ist das— und ich finde eure Fotos, also ich finde die wunderschön, aber das stimmt,
es sind nicht die klassischen Posen, wo man dann eben auch, was weiß ich, von
oben und wo man bestimmte Dinge vielleicht dann auch wieder kaschiert oder eben
nicht, nicht zeigt oder weniger zeigt. Und dass das so
schwer ist, aus diesen Sachen über diese Dinge drüber hinauszudenken,
das ist echt faszinierend halt, ne, dass es kaum möglich ist. Aber Finde ich
noch mal gut so als Rahmung auch oder als Brille
für, fürs Anschauen dieser, dieser Fotos. Und dass es ja wirklich darum geht,
auch Sehgewohnheiten zu ändern. Und damit komme ich zu dir, Lydia, zu den Sehgewohnheiten ändern.
Ich fand, ich fand den Begriff Fat Gaze total schön. Also
der ist einfach ja so, so schön knackig. Würdest du einfach— also
ich glaube, die meisten Menschen kennen den Begriff Male Gaze
zum Beispiel. Kannst du vielleicht einfach noch mal so kurz beschreiben? Es kam gerade bei
Luise schon so ein bisschen raus, was, was der Fettgaze ist.
Also ich würde vielleicht damit anfangen, was ich jetzt die ganze Zeit noch gedacht habe,
während Luise geredet hat, ist— es gab einfach auch eine
Absprache zwischen uns als Gruppe, dass wir
das gemeinsam tragen. Also ich hasse mich auf Fotos
meistens und ich mag keins der Fotos von mir.
aber das ist nicht der Punkt. Der Punkt
ist, dass auch von den anderen da Fotos drin sind, die
sie schwer zu tragen finden. Und dass es ein solidarischer
Akt ist zu sagen, wir machen das trotzdem.
Und zwar, indem wir uns
gegenseitig sozusagen sagen, dass wir uns wertschätzen und schön finden in den
Bildern, was auch immer. Oder sagen, dass wir unsere Hässlichkeiten
akzeptieren können. Ich glaube, ich bin— also ich habe
auch gar nicht so ein Yay-Verhältnis zu: Wir müssen uns alle die ganze Zeit schön
finden. Luise hat mir das irgendwann vor ein
paar Monaten mal offiziell erlaubt, sozusagen fette Leute auch mal nicht
schön zu finden. Also das sich zu erlauben und auch sie
manchmal nicht schön zu finden, so. Also, so, weil es
diese Momente gibt in unseren Sehgewohnheiten, in der
Struktur, wie wir fette Leute sehen, die einfach
so stark geprägt sind von krass
diskriminierenden Darstellungen von fetten Leuten, dass niemand, glaube ich, von sich selbst erwarten
kann, das einfach mit einem Schlag
alles rauszuschmeißen. Die ganzen negativ— Implikationen,
die irgendwie— das hat, wie fette Leute laufen, wie
fette Leute— also alles Mögliche, ganz
viele Bewegungsabläufe, die irgendwie sozusagen
als Makel interpretiert werden in, in einem Mainstream von Segelgrundhalten.
So, dass es das gibt, das erstmal zu akzeptieren, finde ich, ist schon mal
ein super wichtiger Punkt. Und was Luise gerade gesagt hat, halt
Hässlichkeit, als ein Zeichen von Unterdrückung zu verstehen. Das ist
was, das sich für mich erst in unseren Gesprächen darüber
so entwickelt hat, das zu begreifen, auch
emotional zu begreifen. Dann steht dahinter natürlich auch zum Beispiel,
dass seit wir angefangen haben, ne, zu daten,
irgendwie noch mal so
dieses— die Frage, wie sozusagen sitze ich als fette
Person, wenn ich mit jemandem zusammen bin, also mit irgendjemand anders zusammen bin, aber auch
wenn ich auf dem Date bin, sozusagen, wie versuche ich mich vorteilhaft
zu zeigen und so weiter. Also sind alles so Gedanken, die da im Hintergrund
waren. Und der Fat Gays-Begriff kam eigentlich daher, dass wir— Pupa Magic hatte
uns eingeladen, nach Wien zu kommen zu einem Panel,
das— oder ein ganzes Wochenende,
das Menschda organisiert hatte mit ganz vielen sehr coolen Leuten. Der Punkt
war jedenfalls, wir saßen dann im Endeffekt irgendwie
in dem Friseursalon von, Ina Holup
rum und haben irgendwie miteinander
über Fettnis und Pornografie gequatscht. Verschiedene Gruppen, die sich jetzt so zu verschiedenen Sachen
ausgetauscht haben, und wir haben halt über das Thema geredet,
und, Puppenmagic ist dann irgendwann halt mit dieser Idee des
Fat Gays— hat einfach nur diesen Begriff einmal gedroppt, und ich war so— wir hatten
da dann keine Zeit für, aber ich war so, wir müssen an diesem Konzept mal
noch irgendwie arbeiten, weil ich das super spannend finde und
ja auch Medienwissenschaften studiert habe.
Insofern war ich sofort sofort sehr so, hmm,
interessant, lass uns ein Essay dazu schreiben. Aber weil ich nicht mehr
an der Uni arbeite und irgendwie— ich wollte dann eher einen aktivistischen Text eigentlich
darüber schreiben, und das ist dieser Text auch
geworden, aber halt informiert von auch einer medienwissenschaftlichen
Denke, weil es halt,
finde ich, darum geht,
nicht eben gegen— das hat Luise vorhin auch schon
gesagt— nicht gegen fette Körper zu
schauen, also sozusagen, sondern das
zu sehen, was wirklich fette Körper sind und nicht die ganze Zeit darüber nachzudenken,
wie würde, würde dieser Körper in dünn aussehen, wie
würde der Körper aussehen, wenn er, wenn jetzt nicht irgendwie
der Bauch über die
Beine fallen würde, so, sondern erstmal das zuzulassen, dass ein
fetter Körper eben nicht ein dünner Körper ist, und dass ich auch nicht versuchen
will, den dünnen Körper da drin zu sehen. Und
ich glaube, das ist so der Kern eigentlich dieser
Idee, ist, dass das ein Prozess ist, nen fetten
Blick zu entwickeln, und dass dieser Prozess
einer ist, der mit ganz vielen anderen Praxen
und Community verknüpft ist, ist und aber auch der— und das finde, fand ich, oder
finde ich immer noch eine ganz wichtige
Erkenntnis— ein sehr synästhetischer Blick ist, also der mit allen
anderen Zinenen verknüpft ist. Also dass
der Sehsinn gerade, was fette Körper
betrifft, eigentlich paradoxerweise, möchte ich
fast sagen, sich hinten anstellen muss. Also weil wenn wir einen fetten Körper sehen oder
wenn ich einen fetten Körper sehe, sofort irgendwie da
auch eine Haptik und ne, und ne hoch und ganz viele
andere Zinenlichkeiten mit verknüpft sind. Und ich finde, das ist auch was,
das man— das zumindest ich lernen
kann, daran fette Körper zu beobachten, meine
sozusagen Zineneswahrnehmung mehr miteinander zu verbinden. Das ist jetzt irgendwie ein großes Ding, das zu
sagen, und ich könnte da jetzt theoretisch und praktisch ganz, ganz lange
drüber reden, aber ich finde erstmal sozusagen ist
diese Idee total spannend für mich, dass oft Leute zum Beispiel zu
mir gesagt haben, du fühlst dich ganz
anders an, als du aussiehst. Und
ich finde, das ist interessant, weil so Leute dann irgendwie positiv
überrascht sind davon, wie sich mein Körper
anfühlt, zum Beispiel. Und so, und halt damit mir
eigentlich auch sagen, es gibt eine Inkongruenz
zwischen der wahrgenommenen Hässlichkeit, zum Beispiel deiner Fettnuss, und dazwischen, wie, wie
mir das aufstößt. Aber dann fasse ich dich an und ist alles ganz weich und
so soft und ach, irgendwie ist das so angenehm und blablabla.
So, und ich finde das interessant deswegen,
weil das uns auf zwei Kernsachen von, von
Fettfeindlichkeit eigentlich hinweist, ja auch, die
halt sind, ne, man unterstellt erstmal Hässlichkeit und dann ist da aber auch so ein,
oh, aber es ist so weich und es ist irgendwie auch so
feminin und so und lauter solchen Sachen. Aber egal, Ja,
das— mir ging es erst mal darum
zu sagen, es gäbe, es gibt einen möglichen Prozess,
wie wir fette Körper anders
sehen lernen können, der diese Ideen aufweicht. Ja, ich habe gerade so zwei
Dinge gedacht. Das eine ist, ich glaube, ich würde, ich würde es für mich sogar
ergänzen. Also es gibt und da gibt nicht nur diese Unterstellung von Hässlichkeit.
Ich finde, es gibt auch eine Unterstellung von, von eklig sein. Ja, also
ich finde das, und ich glaube, das ist auch Teil dieses, dieses Erstaunens von,
oh, dein Körper fühlt sich ganz anders an, als ich jetzt vielleicht
gedacht hätte, ne? Weil glaube ich, Menschen zum Teil erwarten, dass sie sich ekeln
würden oder dass es sich irgendwie ekelhaft anfühlt. Also ich finde, das Thema Ekel ist—
wird irgendwie immer wieder in Verbindung mit, mit fett sein, dick sein gedacht. Also das
wäre für mich dann noch mit drin. Und das andere habe ich gerade gedacht, ich
finde, das ist so, das klingt so einfach, ja,
dieses, dieses, Also dickfette Körper als, als erst mal so, so zu
sehen, wie sie sind, als dicke, fette Körper. Und gleichzeitig habe ich gedacht, ja, es
ist überhaupt nicht einfach. Also ich finde, da ist wirklich was ganz Radikales drin und
ich finde das total schön, diese Idee vom, vom Fat Gaze,
weil unsere Körper ja immer so als Übergangskörper oder als so, ja, also
genau so gesehen werden im Zinene von, stimmt eigentlich, ist immer klar, wenn man so
ein— oder für die Mehrheit der Menschen ist klar, wenn man so einen Körper hat,
so einen dickfetten Körper, dann ist man immer auf dem Weg zurück eigentlich.
Vermeintlich auf dem Weg zurück, ne. In so— es gibt so eine Fantasie von, da
gibt's einen dünnen Körper, zu dem man so zurückkehrt, auch wenn es ja sogar viele
dickfette Menschen gibt, für die es diesen dünnen Körper gar nie gab oder so, ne.
Also mich gab es nie in dünn, zum Beispiel. Ich weiß nicht, wie ich aussehen
würde, wenn ich, wenn ich dünn wäre. Aber das ist tatsächlich so diese Fantasie, dass
wir da immer wieder hin zurückkehren und deswegen, ja, dass wir so
als Übergang gesehen werden oder als irgendwie misslungenes Projekt oder
so und gar nicht als— stimmt— als dickfetter Körper so an sich. Das finde
ich total gut auf den Punkt gebracht. Und es ist so, so, der ist wirklich
sehr radikal, ne, also weil das ja auch diese Fantasien dann sofort außen
vor lässt von, man, dieser Körper, also natürlich verändern sich alle Körper
auch einfach über Altern, über Krankheit, aber eben nicht unbedingt in Richtung dünn
sein. Ich glaube auch, dass es halt, also das ist auch so eins von den
Themen, was sich so ein bisschen durchs
Zinen zieht, wenn man aufmerksam liest, merkt man,
dass an einigen Stellen, schreiben Leute
dort, ich, Lydia, aber auch die anderen, von irgendwie anderen
sind, die wichtig waren und sind für sie. Also
ob das jetzt irgendwie beim Sex ist, halt nicht
irgendwie performen zu müssen, nicht den Sehsinn so zentral zu
stellen, sondern mehr ins Fühlen zu gehen,
oder das zu sich Zurückkommen im Körper, indem man halt
fühlt, dass man in diesem Körper gerade ist und dass man in diesem Körper gerade
sich gut fühlen will und so. Das sind ja immer Praxen, glaube
ich, die viele fette Leute eigentlich haben, die sie irgendwie kritisch
mit ihrer Fettnuss auseinandersetzen oder mit
Fettfeindlichkeit auseinandersetzen, aber die selten irgendwie
so besprochen werden, als dass
Sehsinn halt wirklich ein, eine schwierige— wirklich so ein bisschen,
ist ein bisschen der Endgegner für sich daraus zu befreien, weil
das eben auch nicht geht allein. Es
geht gesamtgesellschaftlich nur. Das sehen wir daran, wie sich so, wer ist dick
und wer ist nicht dick, quasi verschiebt, immer mal
über die Jahre, ne. das geht gesamtgesellschaftlich, aber
das geht nicht allein. Aber was geht und was fette Leute, glaube ich, machen, ohne
sich oft darüber bewusst zu sein, ist eben
mit anderen Zinenen sich ihrem Fett zu nähern. Und nicht nur ihrem
Fett, sondern auch Fett von anderen fetten Leuten. Also ich glaube, Das
Beste, was ich jemals für mich gemacht habe, für meine Befreiung, war,
mich mit anderen fetten Leuten zu verbinden.
Also wirklich fette Freund*innenschaften zu haben, mit fetten Leuten
in Beziehung zu sein, in Liebesbeziehungen, in
Beziehungen, in denen wir Sex haben, weil es amazing, was andere
fette Leute an einem schön finden. Also wirklich, das ist nicht—
also wenn ich so daran denke, was, das noch
mal irgendwie für mein für mein Selbstbild,
Selbstbewusstsein, aber auch für meine Zinenlichkeit getan hat. Mit
Lydia irgendwie zusammen zu sein und mit
Lydia Sex haben zu dürfen, ja, ist extrem viel,
weil es sind Teile von meinem Körper, Teil unseres Sexlebens, die ich
nie gedacht hätte, die es wären. Und ich glaube, andersrum auch. Und
wir haben darüber auch viel geredet, dass halt irgendwie
sich dem hingeben zu dürfen, Und irgendwie dahingucken zu
dürfen und wirklich beieinander sein zu dürfen mit den Körpern, die
wir haben, ist überhaupt gar keine Selbstverständlichkeit, aber macht so viele Türen
auf, seinem eigenen Körper auch anders
zu begegnen, und das ist einfach fantastisch. Also das ist wirklich,
glaube ich, auch eine der ganz großen roten Linien
im Zinenes, dass Community alles ist. Wenn wir Befreiung wollen,
dann geht es nicht ohne einander. Ich würde sagen, das, das nehme ich jetzt einfach
als Schlusswort zum Zinegen. Das ist so perfekt gerade.
Ich will nur einmal kurz das Bild gezeigt haben. Ja, genau. Da drunter sitzen.
Hier, Lydia hat das ja noch mal gemalt als Gemälde. Ach, das ist wirklich, das
ist kein Zufall, dass das noch mal
so was— so, so— nee. Genau, und das hat sie
mir quasi gemalt für über mein Sofa. Auch die Farben sind ja
genau— ja. Und die ganze Zeit
unter dem Zeugnis von all diesen Prozessen. Großartig. Also ich möchte noch mal sagen, für
die, die den, den, den Podcast gerade nur hören, es lohnt sich wirklich, die Videoversion
anzuschauen, weil das Bild ist wirklich auch noch mal fantastisch. Von daher das noch mal
als Anreiz, dann auf YouTube zu gehen und sich das Video anzuschauen. Wir
machen einen Cut unter dem Seen und sagen noch mal, die ganzen Links, wie
man das kriegen kann, sind in den Shownotes. Und es ist tatsächlich fantastisch.
Also es lohnt sich auf jeden Fall. Und in dem Scene kann man auch noch
mal sehen, wer die anderen Beteiligten waren. Wir haben jetzt gar nicht groß— ihr habt
ein paar Namen genannt, wir haben auch— Hovo wurde auch schon genannt, aber es sind
ja noch ein paar Menschen, glaube ich, mehr, die gerade noch nicht auftauchen. Das heißt,
auch das lässt sich im Scene noch mal finden, auch mit so kleinen Zeichnungen.
Genau. Ja, aber wenn ich noch einen, einen einzelnen
Satz dazu sagen darf. Als wir das Inhaltsverzeichnis, als es
dann fertig war, angeguckt haben, saßen wir beide da und waren so, was
hätten wir darum gegeben, wenn wir das selber vor 3 Jahren
in der Hand gehabt hätten. Also so, es war glaube ich uns
selber noch mal so ein inneres Blumenpflücken irgendwie zu
merken, okay, wir haben da was geschaffen, was
für uns selber unglaublich wertvoll gewesen wäre, wenn
wir unsere eigenen sozusagen jüngeren Selbste gewesen wären. Und wir würden es gerne noch
mal machen und das ist auch schon in Planung, dass wir es noch mal machen.
Stimmt, das wollte ich auch noch fragen. Ja, genau, genau, dass wir es noch mal
machen machen. Das ist auch schon in Planung. Wir wissen
nicht— wir haben nächstes Jahr angedacht dafür, aber es hängt noch so
ein paar Sachen, ob das klappt oder ob es danach das Jahr wird. Aber wir
werden es noch mal machen, auf jeden Fall, und es wird nächstes Mal auch deutschsprachig
werden. Das ist vielleicht cool zu wissen für alle,
die nicht mit Englischsprachigen nicht so klarkommen. Wir— es war, wie gesagt,
eben einfach eine internationale Gruppe, und eben das
Goethe-Institut wollte es dann englischsprachig haben und Und da, so ist es dann da gelandet.
Aber uns ist klar, dass es so wenig
deutschsprachige Sachen gibt für dicke, fette Leute und deswegen wird das nächste auf jeden
Fall deutschsprachig werden. Ich hatte mich beim Lesen auch
gefragt, also angenommen, es tauchen Menschen auf, die sagen, och, ich hätte Lust, das
zu übersetzen. Also wärt ihr dafür offen, theoretisch? Ja, also
wir haben manche Sachen, haben wir auch ja schon auf Deutsch quasi vorliegen
und mussten die übersetzen. Manche Sachen sind
direkt auf Englisch englisch quasi geschrieben worden. ich denke, wir wären
dafür offen. Das Problem ist halt der Druck. Genau, es muss dann ja
noch gedruckt werden und dafür
braucht man Geld. Aber theoretisch, wenn Leute Ideen haben,
wie sie das hinkriegen, bitte meldet euch sehr gerne. Ich hätte
jetzt sofort so ein Bild von, ob es vielleicht, genau, also hiermit der Aufruf,
wer, wer Lust und Zeit hat und Energie hat, soll sich gerne melden, weil ich
finde, das ist wirklich, die Texte sind so wertvoll und das wäre natürlich total cool,
die auf Deutsch zu haben. Und ich habe gerade gedacht, Vielleicht kann man es ja
auch so denken, dass es die deutsche Variante dann erstmal als ein
PDF halt gibt, ne, was dann begleitend quasi—
Ach, keine schlechte Idee. Sehr gute Idee. Können wir nochmal drüber reden. Genau. Ja, also
tatsächlich das Thema Zugänglichkeit und die Texte sind fantastisch halt.
Aber genau, jedenfalls hiermit der Aufruf, Menschen mögen sich melden und ihr seid ja auch
erreichbar über, ne, über Instagram-Account beziehungsweise die E-Mail-Adresse steht ja auch nochmal im
Seen drin. Und die steht auch noch unter, glaube ich, in eurem Instagram-Account steht sie
auch drin. Ja, genau, man kann uns gerne schreiben, wir freuen uns.
Genau. Und zweite Frage wäre, wenn ihr gerade sagt, noch, noch weitere Bände dazu
oder weitere Scenes, was ist denn, wenn Menschen das hören und sagen, ich hätte eigentlich
total Lust auf diesen Prozess oder auch mitzumachen und mitzuschreiben?
Können Menschen sich melden? Ist die Gruppe schon relativ fix, die
das wieder machen soll, will?
Wie ist das? Also genau, ich glaube, wir haben noch nicht so abschließend
darüber geredet, wie wir es machen, ob wir Wochenende machen, wie
wir es machen. Aber so
oder so werden wir das nächste Mal— also ich glaube, das
Wochenende, wir, wir haben einfach nicht die Kohle oder
die Kapazitäten, wir sind halt zu zweit, irgendwie, das besonders
groß zu machen. Also wir können jetzt nicht irgendwie die doppelte Anzahl von Menschen
holen, aber wir haben auch schon darüber geredet, dass wir auch
voll gerne irgendwie Sachen, die uns Leute zuschicken
und gerne im Scene haben wollen, durchgucken und dann gucken, also ein bisschen kuratieren.
Wir können nicht versprechen, dass alles drin landet, landet,
aber wir sind voll offen dafür, dass Leute was einschicken
und wir dann gucken, wie wir das unterbringen, was wir unterbringen, wo und so weiter.
Das haben wir, haben wir auch schon drüber gesprochen, weil uns oftmals Leute fragen,
hey, könnte ich da auch was einreichen? Es wird halt wieder
3 Kapitel geben. Das erste Kapitel wird bleiben, Asex and Shame,
das zweite wird auch wieder eine Fotostrecke werden und dazu wird es auf jeden
Fall einen Aufruf geben, weil diesmal werden es nicht wird es nicht irgendwie Seefotos
sein, sondern ganz anders. Wir wollen gerne fette Leute
bei sich zu Hause mit ihren Begleiter:innen, also zum Beispiel
Haustieren oder Kuscheltieren oder was auch immer eure quasi
so Alltagsbegleiter:innen sind, fotografieren. Und das dritte wird ein heftiges
Thema dieses Mal, aber ein sehr wichtiges, wie wir finden,
und das wird fett sein und tot. Also
die Kapitel stehen schon fest und es ist also wirklich
schon— die Planung hat schon begonnen, aber es ist ist noch nicht ganz klar, was
werden wir an Geld haben und so weiter, und davon hängt es ein bisschen
ab, was wir dann möglich machen können. Also eher so, okay,
wenn du irgendwie einen krassen Gedanken zu einem Text zu Fett und Tod hast,
oder wenn du Bock hast, dass irgendwie Fotos
von dir und deinem Haustier im Scene sein sollen, oder
wenn du irgendwie zu— wenn du krass inspiriert bist
von dem Art Sex und also Kunst Sex und Scham
Kapitel und irgendwie dazu voll den nicen Gedanken hast, dann also so, ne, zu
sagen, das muss ich irgendwie in die Struktur
einfügen, aber— Oder wenn du Bock hast,
Sticker zu illustrieren oder sonst irgendwas zu illustrieren
als extra für Scene oder was im Scene auftaucht,
ja, also wenn du was malst, irgendwie geile Collagen
machst oder Bock hast zu illustrieren und fette Körper
zu zeigen, dann bitte, bitte melde dich. Wir haben letztes Mal echt
eine Illustr— ganz tolle Illustratorin, mit Rosa Brockelt haben
wir gearbeitet, Aber wir hatten am Ende wirklich—
die Sticker sind am Ende AI gewesen, weil wir sie nicht—
weil wir nicht— sorry an alle Illustrator:innen
da draußen und Künstler:innen, weil wir einfach niemanden mehr finden konnten, der so schnell für
uns noch was machen kann. Deswegen, wir sind voll
happy, wenn wir mehr Leute haben, die geile Sachen auch ja
schon teilweise schon zu Hause ready in der Schublade liegen
haben und nur jemand brauchen, der Bock hat, das auch zu veröffentlichen. Wir
haben Bock, das zu veröffentlichen. Mädchen, schreib uns. Das
war der erste Teil des Interviews. Wie gesagt, der zweite
Teil kommt dann am nächsten Samstag raus, und darin wird es
um Luises und Lydias eigenen Weg zur Körperakzeptanz
gehen. Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit. Bis bald und tschüss! [MUSIC]