Körper und Gesellschaft

Ira Schumann

„Es ist für meinen Körper das alles möglich, worauf ich immer gewartet habe“ - 2. Teil Interview mit Anne-Luise Lübbe von BH Lounge

24.01.2026 28 min

Zusammenfassung & Show Notes

Im 2. Teil des Interviews mit Anne-Luise Lübbe (BH Lounge) wird es persönlicher:
Anne-Luise erzählt wie sie dazu gekommen ist, entspannt auf die Themen Körper und Gewicht zu schauen und was ihr dabei geholfen hat.
Außerdem sprechen wir darüber, was ihr hilft an Tagen, an denen sie ihren Körper nicht so gerne mag. 

Im 2. Teil des Interviews mit Anne-Luise Lübbe (BH Lounge) wird es persönlicher:
Anne-Luise erzählt wie sie dazu gekommen ist, entspannt auf die Themen Körper und Gewicht zu schauen und was ihr dabei geholfen hat.
Außerdem sprechen wir darüber, was ihr hilft an Tagen, an denen sie ihren Körper nicht so gerne mag.

Link zu Terminbuchung für das Gespräch:
https://tidycal.com/1vwgwv3/gespraech

Website BH Lounge
https://bhlounge.de/

Instagram BH Lounge
https://www.instagram.com/bhlounge.brafitting/

Podcastwebsite Möpse, Mieder & Moneten
https://www.podcast.de/podcast/863513/moepse-mieder-moneten

Meine Website:
https://www.ira-schumann.de/

Transkript

Willkommen beim Podcast Körper und Gesellschaft, dem Podcast für das Thema Körperakzeptanz. Mein Name ist Ira Schumann. In dieser Folge hörst du den zweiten Teil des Interviews mit Anne Luise Lübbe von der BH Lounge und zur Im ersten Teil hatten wir darüber gesprochen, was die BH Lounge überhaupt ist, welche Rolle das Thema Körperakzeptanz dort im Alltag spielt und wie Anne Luise wertschätzend mit den Unsicherheiten ihrer Kund innen umgeht. Jetzt im zweiten Teil dieses Interviews wird es etwas persönlicher Anne Luise erzählt, wie sie dazu gekommen ist, überhaupt so entspannt auf die Themen Körper und Gewicht zu schauen und was ihr dabei geholfen hat. Außerdem sprechen wir darüber, was ihr hilft an Tagen, an denen sie sich nicht so gut in ihrem Körper fühlt oder einfach ihren Körper nicht so mag, nicht so positiv auf ihren Körper schauen kann oder nicht so entspannt auf ihren Körper schauen kann, weil diese Tage haben wir alle und spannend ist ja dann, wie gehen unterschiedliche Menschen damit um. Bevor es losgeht aber noch eine Einladung. Von. Ich möchte zu Gesprächen einladen Zum Ich will 2026 neue Angebote rund um das Thema Körperakzeptanz entwickeln und vor ein paar Wochen habe ich dann den Tipp bekommen, dafür doch mit Menschen zu sprechen, die entweder meinen Newsletter lesen oder meinen Podcast hören oder beides tun. Und genau deswegen möchte ich jetzt hier was Neues ausprobieren. Ich möchte mit euch Podcast Hörer innen ins Gespräch kommen und ich möchte euch dazu einladen. Ich würde gerne darüber sprechen, was dich gerade beschäftigt und herausfordert in Bezug auf das Thema Körper, also zum Beispiel Gewicht, Altern oder vielleicht ist es das Thema Menopause, vielleicht ist es was ganz anderes. Mich interessiert was sind da deine aktuellen Themen und Herausforderungen in Klammern so persönlich, wie du werden magst, Klammer zu. Mich interessiert auch, was du brauchst für mehr Körperakzeptanz und auch, was du dir inhaltlich von meinen Produkten und Podcast Folgen wünschst. Ich würde gerne wissen, was du schon ausprobiert hast, um deinen Körper anzunehmen oder zumindest etwas mehr anzunehmen und welche Produktformate dir am meisten zusagen. Also sind es eher eins zu eins Sachen oder vielleicht auch eher Gruppenprogramme oder irgendwas ganz anderes. Das sind so die Hauptfragen, die ich habe. Deshalb ich lade dich hiermit offiziell zu einem Gespräch ein, in dem wir über dich und deine Wünsche sprechen und ich möchte mich natürlich auch revanchieren und dafür deine Zeit bedanken. Deswegen schenke ich dir dann einen Gutscheincode, den du beim Kauf eines meiner Produkte anwenden kannst. Also wenn du magst, wenn du was kaufen möchtest. Gibt natürlich keine Verpflichtung, irgendwas zu kaufen. Noch zwei wichtige Dinge dazu, zu diesen Gesprächen. Ja, ich möchte auch mit dir sprechen, wenn wir uns schon kennen und auch dann, wenn du schon Kunden bei mir bist. Also wenn das der Fall ist, dann sind das keine Ausschlusskriterien. Und wenn wir uns gar nicht kennen. Würde ich auch gerne mit dir sprechen. Und wichtig ist mir auch noch zu sagen, dass das Gespräch wirklich eher wie ein Interview ist. Also ich stelle Fragen, es ist kein Verkaufsgespräch. Also die Idee ist, wir machen es. Uns nett für 30 Minuten. Ich stelle ein paar Fragen, höre deine Gedanken und es gibt dabei keinen Druck, keinen Stress und ich drängel nicht rum, dass du irgendwas bei mir kaufen musst. Das mache ich generell nicht in Gesprächen, mache ich auch nicht in meinen Erstgesprächen fürs Coaching. Aber mir ist noch mal wichtig, das. Zu sagen, weil es ja vielleicht eine Unsicherheit sein kann, die auftaucht, wenn du Ach ja, könnte ich mir vielleicht schon vorstellen. Den Link zum Terminbuchungskalender findest du in den Shownotes. Das ist immer das, was du Das sieht in allen Podcast Apps so ein bisschen anders aus, aber oft heißt das. Details oder so oder was du direkt. Unter der Folge sehen kannst, dem Bild sehen kannst. Dort gibt es einen Link zum Terminbuchungskalender und dann siehst du, welche Termine ich da anbiete. Das sind alles Termine im Februar. Ich freue mich auf ein Gespräch mit dir und danke dir schon mal im Voraus für deine Unterstützung. Und jetzt kommt der zweite Teil des Interviews. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Hören. Ich komme jetzt weg von BH Lounge und würde dir noch so ein bisschen, weil es ja auch immer, Also du bist ja irgendwie auch BH Lounge, Also wir bleiben. Also ich würde jetzt ein bisschen mehr so auf deinen Weg noch mal schauen, weil wir haben schon ein bisschen drüber geredet, welche Rolle Körperakzeptanz in deiner Arbeit spielt und ich würde gerne so ein bisschen noch schauen, welche Rolle hat Körperakzeptanz für dich gespielt oder Spielt es vielleicht auch noch in deinem Nicht Arbeitsleben? Also wie bist du vielleicht auch an den Punkt gekommen, an dem du jetzt bist? Also wir haben uns jetzt unterhalten und ich finde immer, also ich krieg dich ja sonst so eher auf Social Media mit und auch da finde ich, kommt es rüber. Du hast so einen sehr entspannten Blick auf Körper und ich finde, es kommt auch hier im Gespräch so rüber. Und ich finde es extrem erholsam, mit dir zu reden, wie du auf Körper schaust. Und ich frage mich, das ist ja tatsächlich gar nicht so normal in unserer Gesellschaft, so eine entspannte Perspektive auf Körper zu haben, weil genau die meisten von uns werden anders geprägt und es ist total schwer, auch davon so wegzukommen. Und ich habe mich gerade Ja, wie bist du denn dahin gekommen, so entspannt auf das Thema Körper zu schauen oder vielleicht auch Körper und Gewicht zu schauen, wie du es, wie du es heutzutage tust? Also für mich war wirklich so, ja, also ich habe eigentlich so eine lange Geschichte hinter mir, die wahrscheinlich viele Menschen haben mit Essstörungen, mit Mobbing in der Schule auch wegen Gewicht, obwohl ja ich einfach völlig irgendwie im Normbereich war. Und das hat sich einfach so weiter durchgezogen. Und natürlich auch so im Familienkreis kennt man das vielleicht auch, dass da immer mal wieder so Sprüche kamen und ich war echt nicht der selbstbewussteste Mensch und habe immer gedacht, ich will am liebsten alle möglichen Operationen haben oder ich will irgendwie, dass alles ganz anders ist und hab dann erst so mit dem Schäftigen tatsächlich mit den BHs und dadurch, dass ich dann mit den passenden Sachen auch andere Klamotten mal kaufen konnte, gemerkt, ja, es ist für meinen Körper das alles möglich, worauf ich immer gewartet habe. Mein Körper kann das alles erleben. So der kann schulterfreie Kleider tragen und ja auf tolle Partys gehen und all diese Sachen so kann Partner innen kennenlernen, kann irgendwie Eis essen gehen, ohne sich dafür zu schämen oder so. Also so all diese Dinge, wo viele Menschen denken, wo ich auch gedacht habe immer das darf ich nicht machen, das darf ich erst machen, wenn ich Kilogramm XY wiege. Das hatte ich dann auf einmal nicht mehr oder ich habe die Erfahrung gemacht, das kann ich auch haben, ohne das zu erreichen. So ich kann auch genauso sportlicher Mensch sein, so mein Körper kann stark und fit sein oder darf auch faul mal sein oder nicht fit. So das ist einfach nicht sehr davon abhängig. Und ich habe dann, als ich so diese Erfahrung gemacht habe, mich halt immer mehr auch so mit dieser Seite einfach beschäftigt von Blick auf Körper, weil das halt vorher schon auch immer sehr Gewicht zentriert bei mir war. Und ja, wenn man dann eben auch mal so Blogs gelesen hat, wo es einfach auch zum Beispiel um medizinische Sachen ging, die eben nicht gewichtsorientiert sind, sondern eher auf die individuelle Person schauen oder auf andere Dinge einfach. Das fand ich total spannend und erleichternd irgendwie einfach, dass es da so Fachmenschen gibt, die so mein Gefühl auch bestätigt haben, dass mich wohl und gut und in meinem Körper fühlen kann, ohne irgendwie eine Diät zu machen, dass ich mich eher in der Diät nicht gut fühle. Ich vermute tatsächlich, dass also ich finde es spannend, dass bei dir auch das Thema Blogs auftaucht. Das taucht bei mir nämlich auf meinem Weg auf. Also ich habe so 2010 angefangen irgendwie verschiedenste Blogs zu lesen. Das war ja auch so diese Hochphase, wo auf einmal also verschiedenste Menschen dann auftauchten, die immer wieder über solche Themen schrieben. Hast du noch eine Idee? Also ich habe es gibt so ein paar Namen, die ich mit so 2010 2011 verbinde, die ich viel gelesen habe. Weißt du noch so wen du gelesen hast damals oder wer vielleicht auch hilfreich war? Ja, also auf jeden Fall reizende Rundungen. Das kenne ich nicht. Das war so ein Modeblog von Katrin und das war halt sehr so out of the box nicht so. Also manchmal gab es gab es eben ja bei Plus Size Mode so diese Richtung so die sind alle irgendwie ganz cute und haben so ein Pin up Look und dann durften wir halt auch als dicke Mädchen irgendwie schicke Mode zeigen und Katrin hatte eben so einen eher so ein punkigen Style. Das hat mir immer ganz gut gefallen. Ja, so ein bisschen. Ich kenne das doch tatsächlich Ist das die Person, die später irgendwie nach Schottland gegangen ist oder sowas? Ich habe okay, dann habe ich dann habe ich das damals doch gelesen. Ich habe das total vergessen und habe auch lange lange nicht mehr nicht mehr was mitbekommen von der Person von Katrin. Aber stimmt, ich habe das damals ich habe den damals auch gelesen und ich erinnere mich, da gab es auch irgendwie so Piercing im Gesicht und die Haare waren irgendwie bunt und das stimmt. Ja, Fanke, ich. Und tatsächlich auch das Blog von Frau Crafteln, von Maike Rensch Bergner hier selbstgenähte Mode einfach gezeigt hat und auch sehr bunt gekleidet war und einfach Mode hatte, die ihr sehr gut passte. Das fand ich auch cool. Also einfach Menschen zu sehen, die so ähnlichen Körper haben wie ich, die gut angezogen sind, weil das auch so ein Klischee in meinem Kopf war. Dicke Menschen sind halt nicht gut angezogen oder haben sich zu verhöhnen oder so in diesem Lagenlook. Das fand ich richtig cool, da auch Personen zu sehen, die eben auch gerne so figurbetonte Sachen getragen haben oder eben bunte Sachen. Das hat mir sehr gut getan. Es ging mir tatsächlich sehr ähnlich und es geht mir auch heute noch so. Ich weiß nicht, ob du das auch hast, aber ich finde es auch, also damals waren es die Blogs, heute sind es eher so Instagram, dass ich das immer wieder hilfreich finde, Menschen mit einem ähnlichen Körper wie mit meinem Körper zu sehen, was die für Kleidung tragen. Also ich finde auch dick sein ist ja, also überhaupt dicke Menschen zu sehen, die irgendwie einfach ihr Leben leben und halt wie cool dabei aussehen, das ist schon hilfreich. Dann manchmal auch speziell Menschen zu sehen, weil ich finde, dick ist ja nicht dick. Also das kann ja auch, also dicke Körper sind ja auch noch mal sehr unterschiedlich so in sich halt. Und dann manchmal wirklich auch speziell Leute, also manchmal folge ich auch Leuten wirklich deswegen, weil die eine ähnliche Figur haben dann und ich mir denke, cool, dann kann ich auch mal irgendwie eine Idee bekommen, wie bestimmte Sachen bei mir aussehen könnten, wenn ich überlege, ob ich das kaufe. Und ich finde das immer so hilfreich, den eigenen Körper irgendwo repräsentiert zu sehen und so eine Idee zu bekommen von, ah, und das ist vielleicht auch für mich möglich. Und dann ist vielleicht auf bestimmte, also manchmal im Sinne von, ich habe immer gedacht, ich kann das gar nicht tragen und klar kann ich das tragen, also zum Beispiel bei enger Kleidung oder eben auch bei Sachen, die bauchfrei sind und manchmal aber auch im Sinne von auf die Art von Kleidung oder auf den Kleidungsstil bin ich gar nicht gekommen, aber cool, klar, könnte ich auch mal ausprobieren. Kennst du das auch? Ja, voll, auf jeden Fall. Also ich gucke das sogar manchmal auch, wenn ich so, ja, wenn sich so Styles einfach ändern in der Mode, dann gucke ich, wie kombinieren irgendwie andere dicke Personen, so diese Mom Jeans oder so, wo ich, da man jahrelang Röhrenjeans getragen hat, auf einmal probiert man was anderes aus. Guck halt, ja, was für Schuhe ziehen andere dicke Menschen dazu angucke. Wir haben gerade drüber gesprochen, was für dich hilfreich war auf dem Weg. Und ich habe ja auch schon gesagt, ich nehme dich so wahr, du hast einen sehr entspannten Blick auf das Thema Körper und trotzdem frage ich mich gerade, was hilft dir heute an Tagen oder was machst du vielleicht auch an Tagen, wo wenn du mal so, also angenommen, du hast so einen Tag, wo du dich mal nicht so gut in deinem Körper fühlst oder einfach unsicher bist oder so, Was ist das, was dir heute dabei hilft, dann dich irgendwie besser zu fühlen oder auch wieder sicherer zu fühlen. Dass ich mir klarmache, dass das alles kapitalistischer Scheiß ist, um das mal ganz deutlich zu sagen. Also das ist einfach so, wie es ist und das hilft mir, weil es wird einfach damit Geld verdient, dass ich mich nicht wohlfühle, weil dann kaufe ich irgendwelches Zeug, damit ich denke, ich werde schöner oder dünner oder was weiß ich was jünger. Und das regt mich dann so auf, dass damit einfach sau viel Geld verdient wird, damit, dass Leute sich unwohl fühlen und das ja auch so bleiben soll, dass sie sich unwohl fühlen, damit sie weiterhin Geld investieren. Stichwort Weight Watchers Goldkarte. Was ist die Weight Watchers Goldkarte? Das habe ich in so einer Doku mal gesehen, dass es das in den USA gab, wo auch dann halt klar gesagt wurde, ja klar, du machst nicht Weight Watchers, damit du halt einmal abnimmst und dünn bist, sondern du hast halt hier so das Premium Abo, das heißt, du kommst einfach immer wieder. Und ja, das regt mich halt immer wieder sehr auf, weil ich glaube, dass ein entspanntes Leben auch möglich ist, ohne dass ich mir irgendwie 1000 kaufe gegen meine Winke Winke Arme oder sonst was. Und das enthebt das auch so ein bisschen von der persönlichen Ebene für mich. Also das, ich habe halt diese Gedanken auch genauso wie wir alle, das habe ich auch ab und zu, dass ich denke, oh mein Gott, wie sehe ich aus, wie kann ich so überleben, was ist hier eigentlich los? Warum fällt mir das sonst nicht auf? Und es liegt einfach daran, dass wir in unserer Gesellschaft halt damit zugeballert werden jeden Tag mit diesen Botschaften und man kann ja nicht isoliert davon leben. Das ist einfach ganz normal, dass es was macht mit einem. Und deswegen, das hilft mir halt immer, mir das noch mal klar zu machen, dass das eben keine persönliche Verfehlung von mir ist. Das ist nichts Persönliches so auch wenn ich diesen Struggle habe. Genauso wenn ich halt nicht immer selbst zufrieden und selbstoptimiert bin, ist das auch OK. Ich glaube, das ist immer wieder sauschwer, das so von sich so wegzunehmen und die auf diese Ebene zu wechseln. Aber es ist, ich finde am Ende ist es der einzige Weg. Also für mich zumindest ist es der einzige Weg. Ja, also ich habe das einfach so angenommen. Das gehört dazu. Es wird diese Tage immer geben, weil wir leben in dieser Welt, wo das so ist und dadurch, dass ich denke, ja okay, heute ist so ein Tag, morgen ist wieder nicht so ein Tag, ist das schon einfacher für mich. Und natürlich so Revolutionsgedanken ist auch immer gut. Vielleicht machen wir dazu noch mal eine extra Folge zu den. Aber ja, ich melde mich hiermit schon mal an für die Revolution und bin dabei. Genau, ich habe gerade gedacht, bevor wir so zum Ende kommen, gibt es noch irgendwas zum Thema Körper, Körperakzeptanz, was dich gerade, also in diesen ganzen Debatten, die es so darum gibt, auch gesellschaftlichen Debatten, was dich gerade beschäftigt und ja, also gibt es sowas, was dich gerade noch beschäftigt irgendwie zu dem Thema und was vielleicht hier noch Raum finden könnte? Mich beschäftigt, welche Auswirkungen so der Rechtsruck oder die mehr nach rechts gerichtete Ausrichtung so im allgemeinen politischen Geschehen, was das so mit unserem Blick auf Körper macht, Das finde ich gleichsam spannend und erschreckend. Also das eben wieder mehr Fokus auf Gesundheit, gesund fitte Körper gelegt wird und was ja auch okay ist, aber eben auch damit gleichsam dann Personen, die eine Behinderung haben oder einfach chronisch krank sind oder nicht so fit sind, abgewertet werden. Das finde ich ganz schwierig. Und ja eben auch so klassische Schönheitsideale wieder so scheinbar modern sind. Also so dieses, dass Frauen sich extrem zurücknehmen. Es gibt Skinny Talk, so diesen Trend auf TikTok, das ja, wo man denkt, die er Jahre sind zurück. Das finde ich ganz beängstigend. Und ja, auch so in den allgemeinen Modemagazinen und so gibt es eben Kirby nicht mehr so und auch Diversität ist immer so semi, finde ich, so als ob das so ein Trend war. Und wenn ich mich aber so auf der Straße umschaue, dann denke ich, ne, da ist halt auch irgendwie die trans Person mit bunten Haaren oder die schwarz alte Frau oder die behinderte Person. Und ja, das finde ich halt ganz schwierig, dass das gerade in so eine Richtung geht und habe das erst auch gar nicht so miteinander in Bezug gesetzt, aber ich denke, dass das schon miteinander zusammenhängt. Ja, es gibt ja auch immer wieder diese Idee, die, also die taucht auf Social Media auf, aber auch irgendwie sonst in den Medien, dass der Aufstieg vom Faschismus halt wieder, also dass das eben auch eine Rückwirkung hat oder dass es einhergeht mit bestimmten Ideen auch über Körper eben, also was du auch gesagt hast, da sind ja auch so eugenische Ideen ja zum Beispiel auch drin, wenn wir so auf das Thema Krankheit und Behinderung schauen, da kommen ja gerade Sachen wirklich wieder, die wir so kennen aus den, also wir vielleicht nicht mehr persönlich kennen, aber von denen wir wissen, dass es sie gab halt in den Er und Ern gruselig und die ja nie wirklich weg waren, aber die eine Weile vielleicht ein bisschen ruhiger waren und die jetzt gerade wieder mit voller Macht zurückkehren, diese Ideen. Deswegen müssen wir bunt bleiben und laut bleiben. Stichwort Revolution nochmal. Sehr gut. Genau, dann sind wir, ich würde sagen, eigentlich ein gutes Stich oder eigentlich ein gutes, wie sagt man, Endwort will ich gerade sagen, Schlusswort. Schlusswort ist der richtige Begriff. Ich habe aber noch 2, 3 Sachen, die ich gerne noch, also die ich gerne noch entweder auf die ich noch aufmerksam machen möchte oder eine Sache, die ich dich fragen will. Und zwar das eine ist vielleicht aufmerksam machen. Ich fange mal an damit, dass du hast mir im Vorgespräch erzählt, ich kannte den nämlich gar nicht, du hast selber mal einen Podcast gehabt bzw. Den gibt es noch, es gibt nur keine neuen Folgen und er hat den ganz großartigen Artikel, nicht Artikel, den großartigen Titel und den wollte ich auch einmal Möpse, Mieder und Moneten. Ich finde, bester Podcast Titel. Der Titel ist so ein bisschen selbsterklärend und trotzdem magst du noch kurz sagen, also wo können Menschen den finden, wenn sie vielleicht mehr von dir auch hören wollen und worum ging es da so ungefähr? Also auch wenn ich eine Vermutung habe. Ja, den Podcast habe ich zusammen mit meiner Freundin und Kollegin Gundula vom Geschäft Liebhabereien gemacht. Genau, Gundula ist jetzt, hat das Geschäft an ihre Nachfolgerin Jessica übergeben. Und ja, das war für uns so ein guter Punkt, ein guter Schlusspunkt. Und wir hatten auch das Gefühl, viele Themen behandelt zu haben. Also auch wenn wir nicht mehr aufnehmen, das glaube ich ein ganz guter Wissensschatz. Also es geht eben um Möpse, also natürlich um Körper und Brüste, um Mieder, also alles, was den Körper begleitet und auch so Fachgeschichten zu BH, Passform und Moneten ist eben der Teil über Selbstständigkeit und unseren Alltag als kleine Läden, unsere besonderen Aufgaben als kleine Läden. Und das mochte ich immer ganz gerne, dass wir da so ganz ehrlich miteinander sprechen konnten. Ja, und ihr könnt das hören unter mmm podcast de, aber ihr findet den Podcast auch allen gängigen Plattformen, also bei Spotify ist er auch, aber eben auch im Podcatcher eurer Wahl findet ihr den auch unter Möpse, Mieder und Moneten. Ich würde sagen, ich packe den Link. Von der Website, die du gerade genannt hast, packe ich einfach mal auch in die Show Notes, dann können Menschen von dort aus noch mal weiter gucken und den Titel dann genau in der Podcast App ihrer Wahl suchen. Also ich habe noch nicht genau reingehört, ich habe nur einmal kurz geguckt, was ihr so gemacht habt, aber ich werde auch noch mal reinhören. Klingt auf jeden Fall total gut. Und wie gesagt, der Titel ist natürlich der große Knaller. Dann zweite Sache, ihr habt letztes Jahr, also ich habe vorhin, haben wir vorhin noch mal kurz gesprochen, ich habe das so als Weihnachtsaktion eingestuft, ich weiß gar nicht warum. Mir ist im Erinnerung, dass ihr letztes Jahr eben sowas gemacht hattet, so eine Soli Aktion und du hast aber gesagt, nee, das läuft eigentlich das ganze Jahr. Magst du mal sagen, was die Soli Aktion ist, die ihr rund ums Jahr macht? Nicht alle Personen können sich ja BHs leisten, die so 80, 90 kosten, was so der durchschnittliche gute BH halt kostet. Und deswegen haben wir das so gemacht, dass wir so eine Soli Aktion haben. Das heißt, wenn eine Person gerade aus welchem Grund auch immer nicht so viel Kohle hat, kann sie eben das und das wäre für mich machbar. Also zum Beispiel ich kann 30 zahlen oder ich kann 5 zahlen, das ist alles genauso okay und das kostet der BH dann und der Rest vom Verkaufsbetrag wird eben aus Gutscheinen bezahlt, die Menschen bei uns gekauft haben, die auch kund innen sind oder das auf Social Media gesehen haben und die gerade finanziell einfach mehr auf der Sonnenseite stehen und deswegen Gutscheine gespendet haben. Und ja, wir haben das eine Zeit lang irgendwie mit Nachweis gemacht, aber das hatte niemand Anspruch genommen. Das fanden wir auch dann irgendwie nicht so blöd, ne? Nicht so passend. Das heißt, das muss niemand beweisen, dass die Person halt hilfsbedürftig ist oder gerade nicht so viel Geld hat. Wir hoffen einfach darauf, dass es nicht ausgenutzt wird. Die Erfahrung ist auch eher, dass man Menschen dazu überzeugen muss, dass dieses Angebot für sie ist. Und wir kamen tatsächlich drauf, weil zwei Kundinnen von uns und mal etwas mehr Geld überwiesen haben und gesagt verwendet das für Leute, die nicht so viel Geld haben, Ihr findet schon wen. Das haben wir halt richtig mega, dass das direkt von Kundinnenseite kommt und ja, das machen wir schon eine ganze Weile und sind sehr froh, dass da so viele mitmachen. Sehr gut, das heißt Und noch mal klarstellen, damit jemand denkt, was ich gedacht habe. Es ist keine Weihnachtsaktion, das heißt, die Podcast Folge wird wahrscheinlich im Januar rauskommen. Wer dann irgendwie was spenden möchte, kann das gerne tun bzw. Wer Bedarf hat, kann sich auch rund ums Jahr da einfach an euch dann an euch einfach wenden. Letzte Ich habe vorhin schon erzählt, dass die Menschen, die den Podcast öfter hören, wissen das auch. Am Ende erzähle ich immer kurz, was mein Glitzer ist. Das kann was sein, was mir gefällt, was ich empfehlen möchte, kann aber auch, es muss gar nicht positiv sein. Könnte auch was sein, was mich beschäftigt, also was irgendwie noch mal so eine Prise Glitzer obendrauf ist. Und sonst sage ich das halt, was mein Glitzer ist. Und jetzt aber da du zu Gast bist, würde ich gerne wissen, was denn gerade dein Glitzer ist, was gibt es gerade, was du magst oder was dich beschäftigt oder was auch immer. Ja, mein Glitzer ist tatsächlich in Stadtteile zu fahren mit der Straßenbahn, die nicht so gehypt sind hier in Hannover und da einfach ein paar Fotos zu machen. Gerne auch an grauen Hannoveraner Regentagen, weil das ist so was, was halt überhaupt nichts mit Körper oder Geld oder irgendwas in dem Moment zu tun hat. Und das entspannt mich total. Ich mag das sehr so ungeliebte Stadtteile zu erkunden. Großartig tatsächlich. Ich nehme das mal so als Tipp mit, was man auch machen könnte. Aber danke dir für den Glitzer und vor allem danke, dass du da warst. Danke für das Gespräch. Wie gesagt, wer jetzt. Oh, da würde ich gerne noch mal genauer hingucken oder noch mal nachlesen. Ich pack mehrere Links in die Show Notes rein. Das heißt, wer auch mehr über deine Arbeit wissen möchte, kann dort mehr Infos finden. Ich packe auch, würde ich sagen, den Link noch zu eurem Instagram Profil rein. Ich finde, ihr macht auf Instagram auch ganz tolle Arbeit mit vielen Tipps oder einfach auch oft. Ihr zeigt ja auch oft, was gerade für Wäsche reingekommen ist. Also wer mal so ein bisschen gucken will, wie das Sortiment aussieht, kann auch auf Instagram mehr finden. Genau, also wer mehr Infos finden will, gerne in den Show Notes. Und damit würde ich sagen, sind wir am Ende. Danke, dass du da warst. Ja, vielen Dank für die Einladung. Es hat mir super viel Spaß gemacht mit dir und bin sehr gespannt, wie es mit deinem Podcast weitergeht und ob vielleicht auch noch andere Gäste Gästinnen sein werden. Auf jeden Fall. Genau. Morgen gibt es schon das nächste Interview und wie gesagt, die Folgen kommen dann im Januar raus mit den Gästen. Aber das war, also vielleicht Transparenz, das war jetzt das erste Interview, also Anne Luise Weiß, das. Das war das erste Interview, was ich mit dem Podcast gehört habe, aber es wird noch mehr geben und das war auf jeden Fall ein sehr schönes erstes Interview. Damit erstmal Danke und Tschüss. Tschüss.