„Es ist für meinen Körper das alles möglich, worauf ich immer gewartet habe“ - 2. Teil Interview mit Anne-Luise Lübbe von BH Lounge
24.01.2026 28 min
Zusammenfassung & Show Notes
Im 2. Teil des Interviews mit Anne-Luise Lübbe (BH Lounge) wird es persönlicher:
Anne-Luise erzählt wie sie dazu gekommen ist, entspannt auf die Themen Körper und Gewicht zu schauen und was ihr dabei geholfen hat.
Außerdem sprechen wir darüber, was ihr hilft an Tagen, an denen sie ihren Körper nicht so gerne mag.
Im 2. Teil des Interviews mit Anne-Luise Lübbe (BH Lounge) wird es persönlicher:
Anne-Luise erzählt wie sie dazu gekommen ist, entspannt auf die Themen Körper und Gewicht zu schauen und was ihr dabei geholfen hat.
Außerdem sprechen wir darüber, was ihr hilft an Tagen, an denen sie ihren Körper nicht so gerne mag.
Link zu Terminbuchung für das Gespräch:
https://tidycal.com/1vwgwv3/gespraech
Website BH Lounge
https://bhlounge.de/
Instagram BH Lounge
https://www.instagram.com/bhlounge.brafitting/
Podcastwebsite Möpse, Mieder & Moneten
https://www.podcast.de/podcast/863513/moepse-mieder-moneten
Meine Website:
https://www.ira-schumann.de/
Anne-Luise erzählt wie sie dazu gekommen ist, entspannt auf die Themen Körper und Gewicht zu schauen und was ihr dabei geholfen hat.
Außerdem sprechen wir darüber, was ihr hilft an Tagen, an denen sie ihren Körper nicht so gerne mag.
Link zu Terminbuchung für das Gespräch:
https://tidycal.com/1vwgwv3/gespraech
Website BH Lounge
https://bhlounge.de/
Instagram BH Lounge
https://www.instagram.com/bhlounge.brafitting/
Podcastwebsite Möpse, Mieder & Moneten
https://www.podcast.de/podcast/863513/moepse-mieder-moneten
Meine Website:
https://www.ira-schumann.de/
Transkript
Willkommen beim Podcast Körper und Gesellschaft, dem Podcast für das Thema
Körperakzeptanz. Mein Name ist Ira Schumann.
In dieser Folge hörst du den zweiten Teil des Interviews mit Anne Luise
Lübbe von der BH Lounge und zur Im ersten Teil hatten
wir darüber gesprochen, was die BH Lounge überhaupt ist, welche
Rolle das Thema Körperakzeptanz dort im Alltag spielt und wie
Anne Luise wertschätzend mit den Unsicherheiten ihrer Kund innen umgeht.
Jetzt im zweiten Teil dieses Interviews wird es etwas persönlicher
Anne Luise erzählt, wie sie dazu gekommen ist, überhaupt so entspannt auf die
Themen Körper und Gewicht zu schauen und was ihr dabei geholfen hat.
Außerdem sprechen wir darüber, was ihr hilft an Tagen, an denen sie sich nicht so
gut in ihrem Körper fühlt oder einfach ihren Körper nicht so mag, nicht so
positiv auf ihren Körper schauen kann oder nicht so entspannt auf ihren Körper schauen kann,
weil diese Tage haben wir alle und spannend ist ja dann,
wie gehen unterschiedliche Menschen damit um.
Bevor es losgeht aber noch eine Einladung. Von.
Ich möchte zu Gesprächen einladen
Zum Ich will 2026
neue Angebote rund um das Thema Körperakzeptanz entwickeln
und vor ein paar Wochen habe ich dann den Tipp bekommen, dafür doch mit Menschen
zu sprechen, die entweder meinen Newsletter lesen oder meinen
Podcast hören oder beides tun. Und
genau deswegen möchte ich jetzt hier was Neues ausprobieren. Ich möchte
mit euch Podcast Hörer innen ins Gespräch kommen und ich
möchte euch dazu einladen. Ich würde gerne
darüber sprechen, was dich gerade beschäftigt und
herausfordert in Bezug auf das Thema Körper, also zum Beispiel Gewicht,
Altern oder vielleicht ist es das Thema Menopause, vielleicht ist es
was ganz anderes. Mich interessiert was sind da deine aktuellen Themen und Herausforderungen
in Klammern so persönlich, wie du werden magst, Klammer zu.
Mich interessiert auch, was du brauchst für mehr Körperakzeptanz und auch,
was du dir inhaltlich von meinen Produkten und Podcast Folgen wünschst.
Ich würde gerne wissen, was du schon ausprobiert hast, um deinen Körper
anzunehmen oder zumindest etwas mehr anzunehmen und
welche Produktformate dir am meisten zusagen. Also sind es eher eins zu
eins Sachen oder vielleicht auch eher Gruppenprogramme oder irgendwas ganz
anderes. Das sind so die Hauptfragen, die ich
habe. Deshalb ich lade dich
hiermit offiziell zu einem Gespräch ein, in dem wir über dich und deine Wünsche
sprechen und ich möchte mich natürlich auch revanchieren
und dafür deine Zeit bedanken. Deswegen schenke ich dir dann einen
Gutscheincode, den du beim Kauf eines meiner Produkte anwenden kannst. Also
wenn du magst, wenn du was kaufen möchtest. Gibt
natürlich keine Verpflichtung, irgendwas zu kaufen. Noch zwei
wichtige Dinge dazu, zu diesen Gesprächen.
Ja, ich möchte auch mit dir sprechen, wenn wir uns schon kennen und auch dann,
wenn du schon Kunden bei mir bist. Also wenn das der Fall ist, dann sind
das keine Ausschlusskriterien. Und wenn wir uns gar nicht kennen. Würde ich auch gerne mit
dir sprechen. Und wichtig ist mir auch noch zu sagen, dass das Gespräch
wirklich eher wie ein Interview ist. Also ich stelle Fragen, es ist
kein Verkaufsgespräch. Also die Idee ist, wir machen es. Uns nett
für 30 Minuten. Ich stelle ein paar Fragen, höre deine Gedanken
und es gibt dabei keinen Druck, keinen Stress und ich
drängel nicht rum, dass du irgendwas bei mir kaufen musst. Das mache ich generell nicht
in Gesprächen, mache ich auch nicht in meinen Erstgesprächen fürs Coaching.
Aber mir ist noch mal wichtig, das. Zu sagen, weil es ja vielleicht eine Unsicherheit
sein kann, die auftaucht, wenn du Ach ja,
könnte ich mir vielleicht schon vorstellen. Den Link zum
Terminbuchungskalender findest du in den Shownotes. Das ist immer das, was
du Das sieht in allen Podcast Apps so ein bisschen anders aus, aber oft
heißt das. Details oder so oder was du direkt. Unter der Folge sehen kannst, dem
Bild sehen kannst. Dort gibt es einen Link zum
Terminbuchungskalender und dann siehst du, welche Termine ich da anbiete. Das
sind alles Termine im Februar. Ich freue mich auf ein
Gespräch mit dir und danke dir schon mal im Voraus für deine Unterstützung.
Und jetzt kommt der zweite Teil des Interviews. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim
Hören. Ich komme jetzt weg von BH Lounge
und würde dir noch so ein bisschen, weil es ja auch immer, Also du bist
ja irgendwie auch BH Lounge, Also wir bleiben. Also ich würde jetzt ein bisschen mehr
so auf deinen Weg noch mal schauen, weil wir haben schon
ein bisschen drüber geredet, welche Rolle Körperakzeptanz in deiner Arbeit spielt und ich würde
gerne so ein bisschen noch schauen, welche Rolle hat
Körperakzeptanz für dich gespielt oder Spielt es vielleicht auch noch in deinem Nicht
Arbeitsleben? Also wie bist du vielleicht auch an den Punkt gekommen, an dem du jetzt
bist? Also wir haben uns jetzt unterhalten und ich finde immer, also ich
krieg dich ja sonst so eher auf Social Media mit und auch da finde ich,
kommt es rüber. Du hast so einen sehr entspannten Blick auf Körper
und ich finde, es kommt auch hier im Gespräch so rüber. Und ich finde es
extrem erholsam, mit dir zu reden, wie du auf Körper schaust. Und
ich frage mich, das ist ja tatsächlich gar nicht so normal
in unserer Gesellschaft, so eine entspannte Perspektive auf Körper zu haben, weil
genau die meisten von uns werden anders geprägt und es ist total schwer,
auch davon so wegzukommen. Und ich habe mich gerade Ja, wie bist du
denn dahin gekommen, so entspannt auf das Thema Körper zu schauen oder
vielleicht auch Körper und Gewicht zu schauen, wie du es, wie du es heutzutage tust?
Also für mich war wirklich so, ja, also
ich habe eigentlich so eine lange Geschichte hinter mir,
die wahrscheinlich viele Menschen haben mit
Essstörungen, mit Mobbing in der Schule
auch wegen Gewicht, obwohl ja ich einfach
völlig irgendwie im Normbereich war.
Und das hat sich einfach so weiter
durchgezogen. Und natürlich auch so im
Familienkreis kennt man das vielleicht auch, dass da immer mal wieder
so Sprüche kamen und ich war echt nicht der selbstbewussteste
Mensch und habe immer gedacht, ich will am
liebsten alle möglichen Operationen haben oder ich
will irgendwie, dass alles ganz anders ist und
hab dann erst so mit dem Schäftigen tatsächlich mit
den BHs und dadurch, dass ich dann mit den
passenden Sachen auch andere Klamotten mal kaufen konnte,
gemerkt, ja, es ist für meinen Körper
das alles möglich, worauf ich immer gewartet habe.
Mein Körper kann das alles erleben. So der
kann schulterfreie Kleider tragen und
ja auf tolle Partys gehen und
all diese Sachen so kann Partner innen
kennenlernen, kann irgendwie Eis
essen gehen, ohne sich dafür zu schämen oder so.
Also so all diese Dinge, wo viele Menschen denken, wo ich auch
gedacht habe immer das darf ich nicht machen, das darf ich erst machen,
wenn ich Kilogramm XY wiege. Das
hatte ich dann auf einmal nicht mehr oder ich habe die Erfahrung gemacht, das kann
ich auch haben, ohne das zu
erreichen. So ich kann auch genauso
sportlicher Mensch sein, so mein Körper kann stark und fit sein
oder darf auch faul mal sein oder nicht fit.
So das ist einfach nicht sehr davon abhängig. Und
ich habe dann, als ich so diese Erfahrung gemacht habe, mich halt immer mehr
auch so mit dieser Seite einfach beschäftigt von Blick
auf Körper, weil das halt vorher schon auch immer sehr
Gewicht zentriert bei mir war. Und
ja, wenn man dann eben auch mal so Blogs gelesen
hat, wo es einfach auch zum Beispiel um medizinische
Sachen ging, die eben nicht
gewichtsorientiert sind, sondern eher
auf die individuelle Person schauen oder auf
andere Dinge einfach. Das fand ich total spannend und
erleichternd irgendwie einfach, dass es da so
Fachmenschen gibt, die so mein Gefühl
auch bestätigt haben, dass mich wohl und gut
und in meinem Körper fühlen kann, ohne
irgendwie eine Diät zu machen, dass ich mich eher in der Diät
nicht gut fühle.
Ich vermute tatsächlich, dass also ich finde es spannend, dass bei dir auch das Thema
Blogs auftaucht. Das taucht bei mir nämlich auf meinem Weg
auf. Also ich habe so 2010 angefangen irgendwie verschiedenste
Blogs zu lesen. Das war ja auch so diese Hochphase, wo auf einmal
also verschiedenste Menschen dann auftauchten, die immer wieder
über solche Themen schrieben. Hast du noch eine Idee? Also ich habe es gibt
so ein paar Namen, die ich mit so 2010 2011 verbinde, die
ich viel gelesen habe. Weißt du noch so wen du gelesen hast damals oder wer
vielleicht auch hilfreich war? Ja, also auf jeden Fall
reizende Rundungen. Das kenne ich nicht.
Das war so ein Modeblog von Katrin und das
war halt sehr so out of the box nicht so.
Also manchmal gab es gab es eben ja bei Plus Size Mode so
diese Richtung so die sind alle irgendwie ganz
cute und haben so ein Pin up Look und dann durften wir halt auch
als dicke Mädchen irgendwie schicke Mode zeigen und
Katrin hatte eben so einen eher so ein
punkigen Style. Das hat mir immer ganz gut gefallen. Ja, so
ein bisschen. Ich kenne das doch tatsächlich Ist das die Person, die später
irgendwie nach Schottland gegangen ist oder sowas? Ich habe
okay, dann habe ich dann habe ich das damals doch gelesen. Ich habe das total
vergessen und habe auch lange lange nicht mehr nicht mehr was mitbekommen
von der Person von Katrin. Aber stimmt, ich habe das damals ich habe den damals
auch gelesen und ich erinnere mich, da gab es auch irgendwie so Piercing im Gesicht
und die Haare waren irgendwie bunt und das stimmt. Ja, Fanke, ich.
Und tatsächlich auch das Blog von
Frau Crafteln, von Maike Rensch Bergner hier
selbstgenähte Mode einfach gezeigt hat und auch
sehr bunt gekleidet war und einfach Mode hatte, die
ihr sehr gut passte. Das fand ich auch cool. Also einfach
Menschen zu sehen, die so ähnlichen Körper haben wie ich,
die gut angezogen sind, weil das
auch so ein Klischee in meinem Kopf war. Dicke Menschen sind halt nicht
gut angezogen oder haben sich zu
verhöhnen oder so in diesem Lagenlook.
Das fand ich richtig cool, da auch Personen zu sehen, die
eben auch gerne so figurbetonte Sachen getragen haben
oder eben bunte Sachen. Das
hat mir sehr gut getan.
Es ging mir tatsächlich sehr ähnlich und es geht mir auch heute noch so. Ich
weiß nicht, ob du das auch hast, aber ich finde es auch, also damals waren
es die Blogs, heute sind es eher so Instagram, dass ich das
immer wieder hilfreich finde, Menschen mit einem ähnlichen Körper wie mit meinem Körper
zu sehen, was die für Kleidung tragen. Also ich finde auch dick
sein ist ja, also überhaupt dicke Menschen zu sehen, die irgendwie einfach ihr Leben leben
und halt wie cool dabei aussehen, das ist schon hilfreich. Dann
manchmal auch speziell Menschen zu sehen, weil ich finde, dick ist ja nicht dick. Also
das kann ja auch, also dicke Körper sind ja auch noch mal sehr unterschiedlich so
in sich halt. Und dann manchmal wirklich auch speziell Leute, also manchmal folge
ich auch Leuten wirklich deswegen, weil die eine ähnliche Figur
haben dann und ich mir denke, cool, dann kann ich auch mal irgendwie eine Idee
bekommen, wie bestimmte Sachen bei mir aussehen könnten, wenn ich überlege, ob ich
das kaufe. Und ich finde das immer so hilfreich,
den eigenen Körper irgendwo repräsentiert zu sehen und so eine Idee zu
bekommen von, ah, und das ist vielleicht auch für mich möglich. Und dann ist
vielleicht auf bestimmte, also manchmal im Sinne von, ich habe immer gedacht, ich
kann das gar nicht tragen und klar kann ich das tragen, also zum Beispiel bei
enger Kleidung oder eben auch bei Sachen, die bauchfrei sind und manchmal aber
auch im Sinne von auf die Art von Kleidung
oder auf den Kleidungsstil bin ich gar nicht gekommen, aber cool, klar, könnte ich auch
mal ausprobieren. Kennst du das auch? Ja,
voll, auf jeden Fall. Also ich
gucke das sogar manchmal auch, wenn ich so,
ja, wenn sich so Styles einfach ändern in der Mode, dann
gucke ich, wie kombinieren irgendwie andere dicke
Personen, so diese Mom Jeans oder so, wo ich, da
man jahrelang Röhrenjeans getragen hat, auf einmal
probiert man was anderes aus. Guck halt, ja, was für
Schuhe ziehen andere dicke Menschen dazu
angucke. Wir haben gerade drüber gesprochen,
was für dich hilfreich war auf dem Weg. Und ich habe ja auch schon gesagt,
ich nehme dich so wahr, du hast einen sehr entspannten Blick auf das Thema Körper
und trotzdem frage ich mich gerade, was hilft dir heute an
Tagen oder was machst du vielleicht auch an Tagen, wo wenn du mal so, also
angenommen, du hast so einen Tag, wo du dich mal nicht so gut in deinem
Körper fühlst oder einfach unsicher bist oder so, Was ist das,
was dir heute dabei hilft, dann dich irgendwie besser zu fühlen oder
auch wieder sicherer zu fühlen. Dass ich mir klarmache, dass
das alles kapitalistischer Scheiß ist, um das
mal ganz deutlich zu sagen. Also das ist einfach
so, wie es ist und das hilft mir, weil es wird
einfach damit Geld verdient, dass ich mich nicht wohlfühle, weil
dann kaufe ich irgendwelches Zeug, damit ich denke,
ich werde schöner oder dünner oder was weiß ich was jünger.
Und das regt mich dann so auf, dass
damit einfach sau viel Geld verdient wird, damit, dass Leute
sich unwohl fühlen und das ja auch so bleiben soll, dass sie sich
unwohl fühlen, damit sie weiterhin Geld investieren.
Stichwort Weight Watchers Goldkarte.
Was ist die Weight Watchers Goldkarte? Das
habe ich in so einer Doku mal gesehen, dass es das in den USA
gab, wo auch dann halt klar gesagt wurde, ja klar,
du machst nicht Weight Watchers, damit du halt einmal abnimmst und dünn
bist, sondern du hast halt hier so das
Premium Abo, das heißt, du kommst einfach immer wieder.
Und ja, das regt mich halt immer wieder sehr
auf, weil ich glaube, dass ein entspanntes Leben auch möglich ist,
ohne dass ich mir irgendwie 1000 kaufe gegen meine
Winke Winke Arme oder sonst was. Und das
enthebt das auch so ein bisschen von der persönlichen Ebene für
mich. Also das, ich habe halt diese Gedanken
auch genauso wie wir alle, das habe ich auch
ab und zu, dass ich denke, oh mein Gott, wie sehe ich aus,
wie kann ich so überleben, was ist hier eigentlich los? Warum fällt
mir das sonst nicht auf? Und es liegt einfach
daran, dass wir in unserer Gesellschaft halt damit zugeballert werden
jeden Tag mit diesen Botschaften und
man kann ja nicht isoliert davon leben. Das ist einfach ganz normal, dass
es was macht mit einem. Und deswegen,
das hilft mir halt immer, mir das noch mal klar zu machen, dass das
eben keine persönliche Verfehlung von mir ist. Das
ist nichts Persönliches
so auch wenn ich diesen Struggle habe. Genauso
wenn ich halt nicht immer selbst zufrieden und
selbstoptimiert bin, ist das auch OK. Ich glaube, das ist immer wieder
sauschwer, das so von sich so wegzunehmen und die auf diese
Ebene zu wechseln. Aber es ist, ich finde am Ende ist es der einzige Weg.
Also für mich zumindest ist es der einzige Weg. Ja, also ich
habe das einfach so angenommen. Das gehört dazu. Es wird
diese Tage immer geben, weil wir leben in dieser Welt, wo das so ist
und dadurch, dass ich denke, ja okay, heute ist so ein Tag,
morgen ist wieder nicht so ein Tag, ist das schon einfacher für mich.
Und natürlich so Revolutionsgedanken ist
auch immer gut.
Vielleicht machen wir dazu noch mal eine extra Folge zu den. Aber ja,
ich melde mich hiermit schon mal an für die Revolution und bin dabei. Genau,
ich habe gerade gedacht, bevor wir so zum Ende kommen, gibt es noch
irgendwas zum Thema Körper, Körperakzeptanz,
was dich gerade, also in diesen ganzen Debatten, die es so darum
gibt, auch gesellschaftlichen Debatten, was dich gerade beschäftigt
und ja, also gibt es sowas, was dich gerade noch beschäftigt irgendwie zu
dem Thema und was vielleicht hier noch Raum finden könnte? Mich beschäftigt,
welche Auswirkungen so der
Rechtsruck oder die mehr nach rechts
gerichtete Ausrichtung so im allgemeinen
politischen Geschehen, was das so mit unserem Blick auf Körper macht,
Das finde ich gleichsam spannend und erschreckend.
Also das eben wieder mehr
Fokus auf Gesundheit,
gesund fitte Körper gelegt wird und
was ja auch okay ist, aber eben auch damit gleichsam
dann Personen, die eine Behinderung
haben oder einfach chronisch
krank sind oder nicht so fit sind,
abgewertet werden. Das finde ich ganz schwierig.
Und ja eben auch so klassische
Schönheitsideale wieder so scheinbar
modern sind. Also so dieses, dass Frauen
sich extrem zurücknehmen. Es gibt
Skinny Talk, so diesen Trend auf TikTok, das
ja, wo man denkt, die er Jahre sind zurück. Das
finde ich ganz beängstigend. Und ja, auch so in
den allgemeinen Modemagazinen und so gibt es
eben Kirby nicht mehr so und auch
Diversität ist immer so semi, finde ich,
so als ob das so ein Trend war. Und wenn ich mich aber
so auf der Straße umschaue, dann denke ich, ne,
da ist halt auch irgendwie die trans Person mit bunten
Haaren oder die schwarz alte
Frau oder die behinderte Person.
Und ja, das finde ich halt ganz schwierig,
dass das gerade in so eine Richtung
geht und habe das erst auch gar nicht so miteinander
in Bezug gesetzt, aber ich denke, dass das schon
miteinander zusammenhängt. Ja, es gibt ja auch immer wieder diese
Idee, die, also die taucht auf Social Media auf, aber auch irgendwie sonst in den
Medien, dass der Aufstieg vom Faschismus halt wieder, also dass das
eben auch eine Rückwirkung hat oder dass es einhergeht mit bestimmten Ideen auch über
Körper eben, also was du auch gesagt hast, da sind ja auch so
eugenische Ideen ja zum Beispiel auch drin, wenn wir so auf das Thema
Krankheit und Behinderung schauen, da kommen ja gerade Sachen wirklich wieder, die wir
so kennen aus den, also wir vielleicht nicht mehr persönlich kennen, aber von denen wir
wissen, dass es sie gab halt in den Er und Ern
gruselig und die ja nie wirklich weg waren, aber die eine Weile vielleicht ein bisschen
ruhiger waren und die jetzt gerade wieder mit voller Macht zurückkehren, diese
Ideen. Deswegen müssen wir bunt
bleiben und laut bleiben.
Stichwort Revolution nochmal. Sehr gut. Genau, dann sind wir,
ich würde sagen, eigentlich ein gutes Stich oder eigentlich ein gutes, wie sagt man, Endwort
will ich gerade sagen, Schlusswort. Schlusswort ist der richtige Begriff. Ich habe aber noch
2, 3 Sachen, die ich gerne noch, also die ich gerne noch entweder auf
die ich noch aufmerksam machen möchte oder eine Sache, die ich dich fragen will. Und
zwar das eine ist vielleicht aufmerksam machen. Ich fange mal an damit, dass
du hast mir im Vorgespräch erzählt, ich kannte den nämlich gar nicht, du hast selber
mal einen Podcast gehabt bzw. Den gibt es noch, es gibt nur keine neuen
Folgen und er hat den ganz großartigen Artikel, nicht Artikel, den
großartigen Titel und den wollte ich auch einmal Möpse, Mieder und
Moneten. Ich finde, bester Podcast Titel.
Der Titel ist so ein bisschen selbsterklärend und trotzdem magst du noch kurz sagen,
also wo können Menschen den finden, wenn sie vielleicht mehr von dir auch hören wollen
und worum ging es da so ungefähr? Also auch wenn ich eine Vermutung
habe. Ja, den Podcast habe ich zusammen mit meiner
Freundin und Kollegin Gundula vom Geschäft
Liebhabereien gemacht. Genau, Gundula ist
jetzt, hat das Geschäft an ihre
Nachfolgerin Jessica übergeben. Und ja, das war für uns
so ein guter Punkt, ein guter Schlusspunkt. Und wir hatten auch das
Gefühl, viele Themen behandelt zu haben. Also auch wenn wir nicht mehr
aufnehmen, das glaube ich ein ganz guter Wissensschatz. Also es geht
eben um Möpse, also natürlich um Körper und
Brüste, um Mieder, also
alles, was den Körper begleitet und
auch so Fachgeschichten zu BH, Passform
und Moneten ist eben der Teil über Selbstständigkeit
und unseren Alltag als kleine Läden,
unsere besonderen Aufgaben als kleine Läden. Und
das mochte ich immer ganz gerne, dass wir da so ganz ehrlich
miteinander sprechen konnten. Ja,
und ihr könnt das hören unter mmm
podcast de, aber ihr findet den
Podcast auch allen gängigen
Plattformen, also bei Spotify ist er auch, aber
eben auch im Podcatcher eurer Wahl
findet ihr den auch unter Möpse, Mieder und Moneten.
Ich würde sagen, ich packe den Link. Von der Website, die du gerade genannt hast,
packe ich einfach mal auch in die Show Notes, dann können Menschen von dort aus
noch mal weiter gucken und den Titel dann genau in der Podcast App ihrer
Wahl suchen. Also ich habe noch nicht genau reingehört, ich habe nur einmal kurz
geguckt, was ihr so gemacht habt, aber ich werde auch noch mal reinhören. Klingt auf
jeden Fall total gut. Und wie gesagt, der Titel ist natürlich der große Knaller. Dann
zweite Sache, ihr habt letztes Jahr, also ich habe
vorhin, haben wir vorhin noch mal kurz gesprochen, ich habe das so als Weihnachtsaktion eingestuft,
ich weiß gar nicht warum. Mir ist im Erinnerung, dass ihr letztes Jahr eben sowas
gemacht hattet, so eine Soli Aktion und du hast aber gesagt, nee, das
läuft eigentlich das ganze Jahr. Magst du mal sagen, was die Soli
Aktion ist, die ihr rund ums Jahr macht? Nicht alle
Personen können sich ja BHs leisten, die so 80, 90
kosten, was so der durchschnittliche gute BH halt kostet.
Und deswegen haben wir das so gemacht, dass wir
so eine Soli Aktion haben. Das heißt, wenn eine Person gerade
aus welchem Grund auch immer nicht so viel Kohle hat, kann sie eben
das und das wäre für mich machbar. Also zum Beispiel
ich kann 30 zahlen oder ich kann 5
zahlen, das ist alles genauso okay und
das kostet der BH dann und der Rest
vom Verkaufsbetrag wird eben aus Gutscheinen bezahlt,
die Menschen bei uns gekauft haben, die auch kund innen sind
oder das auf Social Media gesehen haben und die
gerade finanziell einfach mehr auf der Sonnenseite stehen und
deswegen Gutscheine gespendet haben.
Und ja, wir haben das eine Zeit lang irgendwie mit
Nachweis gemacht, aber das hatte niemand Anspruch genommen. Das
fanden wir auch dann irgendwie nicht so blöd,
ne? Nicht so passend.
Das heißt, das muss niemand beweisen, dass
die Person halt hilfsbedürftig ist oder gerade nicht so viel Geld
hat. Wir hoffen einfach darauf, dass es
nicht ausgenutzt wird. Die Erfahrung ist auch eher, dass man
Menschen dazu überzeugen muss, dass dieses Angebot
für sie ist. Und wir kamen tatsächlich drauf, weil
zwei Kundinnen von uns und mal etwas mehr Geld
überwiesen haben und gesagt verwendet
das für Leute, die nicht so viel Geld haben, Ihr findet schon wen.
Das haben wir halt richtig mega, dass das direkt von
Kundinnenseite kommt und ja, das
machen wir schon eine ganze Weile und sind
sehr froh, dass da so viele mitmachen.
Sehr gut, das heißt Und noch mal klarstellen, damit jemand denkt, was ich gedacht habe.
Es ist keine Weihnachtsaktion, das heißt, die Podcast Folge wird wahrscheinlich im Januar rauskommen.
Wer dann irgendwie was spenden möchte, kann das gerne tun bzw. Wer Bedarf hat, kann
sich auch rund ums Jahr da einfach an euch dann an euch einfach wenden.
Letzte Ich habe vorhin schon erzählt, dass die
Menschen, die den Podcast öfter hören, wissen das auch. Am Ende erzähle ich
immer kurz, was mein Glitzer ist. Das kann was sein, was mir gefällt, was ich
empfehlen möchte, kann aber auch, es muss gar nicht positiv sein.
Könnte auch was sein, was mich beschäftigt, also was irgendwie noch mal so
eine Prise Glitzer obendrauf ist. Und sonst
sage ich das halt, was mein Glitzer ist. Und jetzt aber da du zu
Gast bist, würde ich gerne wissen, was denn gerade dein Glitzer ist,
was gibt es gerade, was du magst oder was dich beschäftigt oder
was auch immer. Ja, mein Glitzer ist tatsächlich in
Stadtteile zu fahren mit der Straßenbahn, die nicht so
gehypt sind hier in Hannover und da einfach ein paar Fotos zu
machen. Gerne auch an grauen Hannoveraner
Regentagen, weil das ist so was, was halt
überhaupt nichts mit Körper oder Geld oder irgendwas
in dem Moment zu tun hat. Und das entspannt mich total. Ich
mag das sehr so ungeliebte Stadtteile zu erkunden.
Großartig tatsächlich. Ich nehme das mal so als Tipp mit, was man auch machen
könnte. Aber danke dir für den Glitzer und vor allem danke, dass du da
warst. Danke für das Gespräch. Wie gesagt, wer
jetzt. Oh, da würde ich gerne noch mal genauer hingucken oder noch mal
nachlesen. Ich pack mehrere Links in die Show Notes rein. Das heißt, wer auch mehr
über deine Arbeit wissen möchte, kann dort mehr Infos finden. Ich packe
auch, würde ich sagen, den Link noch zu eurem Instagram Profil rein. Ich finde, ihr
macht auf Instagram auch ganz tolle Arbeit mit vielen Tipps oder einfach auch
oft. Ihr zeigt ja auch oft, was gerade für Wäsche reingekommen ist. Also wer mal
so ein bisschen gucken will, wie das Sortiment aussieht, kann auch auf Instagram mehr finden.
Genau, also wer mehr Infos finden will, gerne in den Show Notes.
Und damit würde ich sagen, sind wir am Ende. Danke, dass du da warst.
Ja, vielen Dank für die Einladung. Es hat mir super viel Spaß
gemacht mit dir und bin sehr gespannt,
wie es mit deinem Podcast weitergeht und ob
vielleicht auch noch andere Gäste Gästinnen
sein werden. Auf jeden Fall.
Genau. Morgen gibt es schon das nächste Interview und wie gesagt, die Folgen kommen dann
im Januar raus mit den Gästen. Aber das war,
also vielleicht Transparenz, das war jetzt das erste Interview, also Anne Luise Weiß, das. Das
war das erste Interview, was ich mit dem Podcast gehört habe, aber es wird noch
mehr geben und das war auf jeden Fall ein sehr schönes erstes Interview.
Damit erstmal Danke und Tschüss.
Tschüss.