Körper und Gesellschaft

Ira Schumann

„Lass uns lieber über Ponys reden“ - Interview mit Anne-Luise Lübbe von BH Lounge

Teil 1

17.01.2026 40 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge ist Anne-Luise-Lübbe von der BH Lounge zu Gast.

Wir reden im ersten Teil des Interviews darüber:
  • was die BH Lounge überhaupt ist,
  • wie Körperakzeptanz dort gelebt wird, 
  • wie Anne-Luise wertschätzend mit den Unsicherheiten ihrer Kund*innen umgeht und
  • woran es liegt, dass viele Menschen, die BHs tragen, die falsche BH-Größe tragen.

Website BH Lounge
https://bhlounge.de/

Instagram BH Lounge
https://www.instagram.com/bhlounge.brafitting/

Blogartikel „10 JAHRE. GRÜNDEN AUS HARTZ IV“
https://blog.bhlounge.de/10-jahre/

Meine Website:
https://www.ira-schumann.de/

Transkript

Willkommen beim Podcast Körper und Gesellschaft, dem Podcast für das Thema Körperakzeptanz. Mein Name ist Ira Schumann. Hallo und herzlich willkommen im neuen Jahr. Ich wünsche dir ein frohes neues Jahr und hoffe, es geht dir so gut wie möglich in dieser Zeit, in der die Diätkultur einfach noch lauter und anstrengender ist als im restlichen Jahr. Und ich vermute, du weißt das aber. Trotzdem noch mal als Erinnerung und vielleicht so ein bisschen als Gegenstimme in dieser lauten Diätkultur noch mal die Erinnerung Es ist auch 2026 völlig okay, nicht abzunehmen, nicht fitter zu werden, nicht schöner zu werden, sondern einfach in dem Körper zu leben, den du hast. Und auch noch mal zur Dein Körper ist ein guter Körper, jeder Körper ist ein guter Körper und dein Körper ist gut, egal welches Gewicht er hat oder wie leistungsfähig er ist oder wie er aussieht. Und damit komme ich zum Podcast, zur aktuellen Folge. Diese Folge ist anders als die bisherigen Folgen. Also wenn du den Podcast bis jetzt schon gehört hast, dann weißt du der Bestand bisher aus Solofolgen zu verschiedenen Themen rund um das Thema Körperakzeptanz. Es wird auch weiterhin Solo Folgen geben, aber in Zukunft wird es auch ab und zu Interviews geben. Ich werde immer wieder mal Menschen einladen. In den Podcast, deren Arbeit ich sehr schätze und von denen ich gerne mehr hören möchte rund um das Thema Körperakzeptanz. Und eine dieser Personen, deren Arbeit ich wirklich sehr, sehr schätze, ist Anne-Luise Lübbe von der BH Lounge. Und jetzt gleich hörst du den ersten Teil des Interviews mit Anne-Luise. Und in diesem ersten Teil reden wir darüber, was ist die BH Lounge überhaupt? Welche Rolle spielt das Thema Körperakzeptanz dort im Alltag? Wie Anne-Luise wertschätzend mit den Unsicherheiten ihrer. Kund*innen umgeht und woran es eigentlich liegt, dass Viele Menschen, die BHs tragen, die falsche BH Größe tragen. Bevor es losgeht, noch zwei Vorbemerkungen, die. Die Folgen des Podcasts erscheinen ja eigentlich. Alle zwei Wochen, aber der zweite Teil dieses Interviews kommt schon am nächsten Samstag raus, weil ich den Abstand zwischen den zwei Teilen nicht so groß werden lassen wollte. Die zweite Meine Redeanteile in diesem Interview sind stellenweise sehr chaotisch oder leicht chaotisch. Ich sag mal leicht chaotisch. Chaotischer geht immer Ich fange Sätze an, ich springe zum nächsten Gedanken für den ersten nicht zu Ende und man kann gut sehen, wie mein Kopf funktioniert in bestimmten Momenten einfach nur so ein bisschen vielleicht zur Erklärung. Ich war vor dem Interview sehr aufgeregt. Das war mein erstes Interview für diesen. Podcast und in meinem Kopf war einfach noch mehr los als sonst. Stichwort Neurodivergenz. Aber ich glaube, das Interview lässt sich. Trotzdem entspannt hören, weil Anne-Luise einfach der sehr, sehr ruhige Gegenpol zu mir ist. In diesem Interview und ich mochte unser. Gespräch tatsächlich auch sehr, sehr gerne deswegen. Oder gar nicht deswegen einfach ohne irgendeine Überleitung. Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim. Hören und wie gesagt, nächste Woche gibt es noch einen zweiten Teil. Dazu sage ich ganz am Ende noch. Mal ein bisschen mehr viel Spaß. Hallo, heute ist Anne-Luise Lübbe hier im Podcast zu Gast und Anne-Luise ist die Gründerin und Inhaberin von BH Lounge und ich freue mich sehr, dass sie heute hier zu Gast ist. Wir haben im Vorgespräch festgestellt, dass wir uns jetzt schon länger, ich sage jetzt mal flüchtig kennen. Vielleicht sage ich auch nachher noch, warum wir uns flüchtig kennen, dass wir uns aber noch nie länger unterhalten haben und deswegen ist es mir ein besonders großes Vergnügen, dass wir uns heute endlich mal länger unterhalten können. Von daher schön, dass du da bist und schön, dass wir miteinander reden können. Ja, gleichfalls. Also vielen Dank für die Einladung. Ich höre deinen Podcast ja sehr gerne und bin deswegen sehr gerne zu Gast. Das freut mich sehr. Genau, ich habe gerade schon im Einstieg kurz BH Lounge gesagt und ich vermute, dass die meisten Menschen, die den Podcast hören, wissen, was das ist, aber wahrscheinlich auch nicht alle. Deswegen vielleicht erstmal direkt zum Einstieg. Was ist denn die BH Lounge? Was passiert da? Ja, also der Untertitel endlich passende BHs, darum geht es hier. Also im Grunde ist es ein grösseninklusives Wäschegeschäft, wo der Fokus auf der intensiven Beratung liegt. Also wir haben so um die 300 verschiedenen BH Größen. Wir haben auch geschlechtsbestärkende Unterwäsche sowie Beinler, zum Beispiel Bademode und Nachtwäsche und versuchen eben das für jede Person mit jedem Körper, was da ist und haben da den Fokus auf der Beratung. Ich bin gerade direkt hängen geblieben an den 300 verschiedenen BH Größen, weil ich gerade sofort so dachte, die meisten Menschen, die BHs tragen, also so wie ich zum Beispiel. Ich habe gerade überlegt im Kopf, was ich vermutet hätte, wie viele BH Größen es überhaupt gibt und ich wäre wahrscheinlich auf, ich weiß nicht vielleicht 40, 50 gekommen. Ist 300 tatsächlich die normale Menge von BH Größen? Die Wäschegeschäfte, Wäsche Läden, WäschegeschäfTe haben wir vorhin gesagt, die Wäschegeschäfte haben oder habt ihr ungewöhnlich viele Größen? Wenn du sagst Größen inklusiv klingt das. Fast so, ja also so was du eben genannt hast, so 40 50 ist vielleicht eher so das normale in Anführungszeichen, also was es so im Fachgeschäft gibt. Da geht es ja dann häufig, wenn es um große Cup Größen geht, irgendwie G oder H Körbchen und bei uns ist das halt die Mitte, also bei uns geht es bis P Körbchen glaube ich jetzt inzwischen ja bei den regulären Größen und es geht dann eben auch in den Unterbrust Größen noch mal nach beiden Seiten eben fächert sich das auf. Also es geht nicht nur von 70 bis 95 sondern von 60 bis 130. Ich habe in der Vorbereitung über den Namen BH Lounge noch mal so nachgedacht und habe gedacht, ist eigentlich ein ungewöhnlicher Name, also finde ich zumindest und habe gedacht, aber ich mag den total gerne, weil der einerseits finde ich schick klingt, also ich finde Lounge ist immer irgendwie so was Schickes und gleichzeitig aber irgendwie auch sehr gemütlich klingt und ich habe mich gefragt, wie bist du auf den Namen gekommen? Ja tatsächlich auch so wie du sagst, es sollte halt so ein bisschen gemütlich sein, so Wohnzimmer Atmosphäre, wo man nicht so das Gefühl hat, das ist hier so kühl und steril und da wird man begutachtet, sondern es geht halt eher wirklich darum erstmal hier ankommen, so bisschen sich wohlfühlen wie in so einer Lounge eben so bisschen zu entspannen und ja, ich hatte tatsächlich damals mehrere Namensideen und habe dann bevor ich tatsächlich gegründet habe, auf Twitter so eine Umfrage gemacht und BH Lounge hat gewonnen. Weißt du noch was andere Ideen waren? Also eine richtig gute Idee, richtig gute Idee von mir war brustbewusst gut, dass das nicht geworden ist. Nicht ganz so schick und nicht ganz so gemütlich wie BH Lounge, aber macht wahrscheinlich auch was her im Sinne von es erzeugt Aufmerksamkeit brustbewusst, brustbewusst, sehr gut. Ja ich überleg gerade so Twitter. Ja stimmt, Twitter gab es schon. Ich habe gerade gedacht, vielleicht, ich werde da jetzt im Gespräch gar nicht so weit drauf eingehen, aber vielleicht, wer sich dafür interessiert, für deine Entstehungsgeschichte von BH Lounge. Du hast, ich habe vor Jahren schon mal den Blogartikel gelesen und jetzt habe ich ihn gerade zur Vorbereitung noch mal gelesen. Es gibt, und der ist auch auf eurer Website eben verlinkt, es gibt einen schönen Artikel, ich weiß gar nicht, ob er immer schön ist, aber einen spannenden Artikel zur Gründungsgeschichte von Bhala und ich würde den einfach, wenn das für dich in Ordnung ist, in den Shownotes verlinken. Das ist dieser, ich glaube, das würde mich sehr freuen. Ja, total gerne. Seid ihr gerade zehn Jahre alt geworden oder der Laden ist zehn Jahre alt geworden und kleine Content, doch Contentwarnung für Menschen, die Erfahrung mit Jobcentern haben. Also es ist phasenweise anstrengend zu lesen und es gibt so ein Bild von, wie anstrengend auch diese Phasen oder diese Auseinandersetzung mit dem Jobcenter war, Aber der ist trotzdem, der ist total gut und ich finde es einfach total spannend, wie du, weil du schreibst auch wie du dazu gekommen bist. Vielleicht kannst du das kurz erzählen. Also vielleicht war so, was war so dein Einstieg in die Welt von BH Beratung oder eben Barfitting, wie du manchmal auch das, glaube ich nennst, weil das beschreibst du, da gibt es eine kurze Passage in dem Text, wie du das schreibst, so enthusiastisch in irgendwelchen Foren. Kannst du da kurz was erzählen? Ja, also mir ging es so, wie es euch allen geht. Es gab nie passende BHs für mich, also in der Stadt sowieso und wenn ich online bestellt hatte, wusste ich immer nicht, welche Größe ich nehmen sollte. Also bei irgendwelchen BH größen Rechnern kam immer irgendwas raus mit DE, sowas und manchmal auch F und das war halt schon schwierig zu bekommen hier so in den Läden und Beratung sowieso nicht. Also da wurde oft so ein bisschen traurig geguckt, so nach dem ach bitte gehen Sie wieder nach Hause. Und da war ich damals sehr, sehr, sehr dankbar, dass ich das entdeckt hatte, dass es in anderen Ländern einfach viel mehr Größen gibt, vor allem halt Großbritannien und Polen. Und ja, ich hatte dann damals einfach bei meinen ganzen Online Recherchen so ein Forum gefunden, wo polnische BH Beraterinnen gezeigt haben, wie das geht mit den Größen und ja, da habe ich mich ziemlich reingenerdet, während ich Mathematik noch studiert habe. Und das hat mir einfach immer großen Spaß gemacht. Und da Leute auch schon ehrenamtlich online zu beraten. Da gab es so einen geschützten Bereich, wo man auch Bilder einstellen konnte. Und nachdem ich da halt selber meinen passenden BH gefunden hatte, habe ich dann da eben auch andere Menschen, Menschen beraten. Ich finde das total charmant mit diesen Foren. Also es klingt so sehr so, ja, wirklich so wie Anfangszeit halt. Das klingt fast schon so wie Anfangszeit Internet, auch wenn es ein bisschen, wann war das ungefähr? 2010? 2010 ungefähr, genau. Ja, total spannend. Genau, In dem Blogartikel beschreibst du es ein bisschen genauer, deswegen empfehle ich den sehr und packe ihn, wie gesagt, auch in die Shownotes rein. Und genau, ich gehöre zu den Personen, die auch sehr froh sind, dass es dich und deine Arbeit gibt. Genau, das kann ich auch mal transparent machen. Ich bin Kundin bei dir jetzt auch schon. Also ich, wir haben im Vorgespräch überlegt, wie lange wir sind irgendwie bei um die zehn Jahre, glaube ich, rausgekommen. Ich habe es nicht mehr. Ganz krass, oder? Genau, ganz schön krass. Und ich habe auch tatsächlich noch mal nach unserem Vorgespräch überlegt, woher ich eigentlich wusste, dass es deinen Laden gibt. Ich habe damals Blogs gelesen und irgendwo musst du aufgetaucht sein. Ich habe keine Ahnung, wo. Also weil ich war damals auch noch nicht auf Twitter. Das kann es auch nicht gewesen sein. Also von daher, irgendwo habe ich von dir gelesen. Ich glaube, ich war zweimal bei euch in Präsenz. Also ich sage jetzt mal euch, aber eigentlich damals warst es du quasi. Also ich habe vorhin auf eurer Website gesehen, inzwischen seid ihr, glaube ich, zu fünft. Damals warst du noch, warst du die einzige Person, die für BH Lounge, glaube ich, gearbeitet hat. Ich glaube, ich habe danach, nachdem ich bei euch war, kein anderes Wäschegeschäft mehr betreten. Auf der Suche nach BH oder generell nicht mehr andere Wäschegeschäfte betreten. Genau. Also ich habe so gedacht, so diese ganzen Erfahrungen von, also wie du sagst, man kommt in Läden rein oder man weiß schon, man braucht eigentlich gar nicht reingehen. Es gibt die eigene Größe nicht, oder wenn es die eigene Größe oder gibt oder irgendwas in die Richtung, dann ist die Erfahrung nicht so toll. Das waren so meine Erfahrungen vorher. Oder auch Verkäufer, die Vorhänge aufreißen und einfach mal so gar nicht fragen, ob das in Ordnung ist. Und eben diese frustrierende Erfahrung, ich kriege hier nichts oder wenn ich was kriege, dann sitzt es nicht richtig und so. Und ich weiß noch, dass ich das bei dir damals im Laden sehr anders fand. Also ich war jetzt seit Jahren nicht da. Ich kenne euren aktuellen Laden gar nicht. Ich kenne nur den, den es halt so vor zehn Jahren ungefähr gab. Und klar, der sah anders aus. Das war so ein Hinterhof. Man musste irgendwie auch Treppen hochgehen und ich glaube, da war aber gemütlich pass. Ich glaube, da war ein Sofa drin immer noch da. Sehr gut. Genau, es passt ja auch zur Lounge, dass ich aber vor allem auch rausgegangen bin mit dem Gefühl von, ja, das ist hier anders. Also was hier passiert ist irgendwie anders. Das ist kein normales Wäschegeschäft halt. Und ich vermute, dass ich nicht die Einzige bin, der es so geht. Und was würdest du denn sagen, was eure Arbeit tatsächlich anders macht, als vielleicht andere Läden, wo man Unterwäsche kaufen kann, wo man BHs kaufen kann? Ich würde sagen, schon der Ort macht es anders. Also wir sind immer noch in dem gleichen Hinterhaus, nur jetzt eben ebenerdig, so dass auch eben Personen mit Rollator, Rollstuhl hier gut reinkommen können, man die Treppen eben nicht mehr hat und wir haben ein bisschen mehr Platz schon. Dadurch, dass wir nicht in so einer Haupteinkaufsmeile sind und keine Schaufenster haben, ist hier so ein geschützter Raum. Also oft ist das so, dass Menschen hier hinkommen und sehr aufgeregt sind und das legt sich dann mit der Zeit. Und ich denke, was auch dazu beiträgt, ist, dass wir eben immer wieder so gucken, wie ist es uns damals so gegangen und was hätten wir gebraucht. Also und je mehr Menschen du einfach in der Umkleidekabine halb nackt gesehen hast, desto weniger hast du auch solche Gedanken im Kopf und bist dann nicht mehr, ach, wieso hat die da eine Narbe oder wieso ist der Oberkörper so kurz oder irgendwie sowas, sondern du weißt einfach, ah ja, das ist ein Mensch und dieser Mensch ist so und für diesen Menschen möchte ich jetzt einfach was finden, was zu dem Körper des Menschen passt. Und ich glaube, das fühlen die Leute auch wenn die hier sind, dass es eben diese Schranken im Kopf nicht gibt. Also sowohl bei Körpern als auch bei Geschmack. Weil oft ist es ja so, zum Beispiel eine Person, die 80 Jahre alt ist, kommt hier rein und würde vielleicht so im herkömmlichen Fachhandel dann was in Weiß oder Beige bekommen. Und oft ist es aber gerade so, dass diese Personen sich total freuen, wenn sie einfach wie normale Menschen behandelt werden. Also ich lache jetzt ein bisschen, aber leider ist es ist es halt so etwas Geigenhumor, sage ich mal, weil das oft halt leider nicht so ist und die ganz viel gebracht werden irgendwie, was ich super schade finde. Denn ja, es gibt dann eben nicht so diese Einteilung, der Mensch braucht das oder der will bestimmt das, sondern geht darum, erst mal zuzuhören, was möchte die Person eigentlich, was stellt die sich so vor oder auch was in die Kabine zu bringen, woran die Person vielleicht noch gar nicht so gedacht hat, aber die kann dann eben auswählen, probiere ich das jetzt mal aus oder möchte ich das doch nicht? Oder jetzt vielleicht noch mal eine ganz andere Frage. Ich habe ja schon das Vorgespräch erwähnt und wir hatten auch schon kurz darüber gesprochen, welche Rolle Körperakzeptanz so im Alltag von BH Lounge spielt. Das hast du ja gerade auch schon so ein bisschen gesagt. Also man sieht einfach, also zumindest aus deiner Perspektive, du siehst sehr viele verschiedene Körper und hast da einfach inzwischen auch so ein bisschen einen Blick dafür oder eben auch, also guckst ohne Bewertung auch drauf. Ich glaube, das wollte ich gerade sagen. Genau, das ist so dieser Sauna und Schwimmbad Umkleide Effekt. Wenn man je mehr Menschen man da so nackt sieht, umso mehr, finde ich, normalisiert sich auch so das Körperbild oder auch so die Idee, wie können menschliche Körper aussehen? Und ich finde tatsächlich, es kann auch den Blick auf sich selbst verändern, wenn man einfach so sieht, ja, aber eigentlich diesem Idealbild, dem entspricht eigentlich niemand und irgendwie alle Körper sind, egal wie sie aussehen, am Ende völlig in Ordnung oder sind einfach da so existieren einfach und es gibt sie einfach. Das wollte ich vorhin sagen. Genau, aber wir hatten darüber geredet, irgendwie Körperakzeptanz spielt irgendwie offensichtlich eine Rolle im Sinne von auch nicht Bewertung von Körpern. Aber was würdest du noch sagen, welche Rolle Körperakzeptanz im Alltag von BH Lounge spielt? Also vielleicht auch in so alltäglichen Situationen wie Person kommt und probiert was an. Als erstes fällt mir so ein Grenzen wahren, das ist sehr wichtig. Das kennen ja vielleicht auch einige aus Wäschefachgeschäften, dass man ungefragt angefasst wurde und das machen wir halt nicht. Also wir messen auch nicht, weil messen ist nicht so genau, wie gucken wir. Und das stimmt. Grössenermittlung. Also da hat man halt irgendwann so einen Blick dafür, welche Größe und welche Form braucht eine Person. Deswegen fällt so dieser Part schon mal weg. Aber oft ist es so, eine Person braucht vielleicht Hilfe beim Schließen des BHs. Das fragen wir halt auch immer, ob eine Person das braucht, auch unabhängig davon, ob man das jetzt offensichtlich sieht oder nicht, weil das kann auch nicht offensichtlich sein. Zum Beispiel, wenn eine Person nicht so gutes Gefühl in den Fingern hat oder so, dann siehst du das halt einfach nicht. Und deswegen fragen wir sowas halt immer. Und auch ob das in Ordnung ist, wenn wir zum Beispiel Träger einstellen. Also da finden wir es eben auch alle ganz wichtig immer zu sagen, so ich würde jetzt gerne das und das machen, ist das in Ordnung oder möchten sie das selber machen, möchtest du das selber machen? Das ist halt immer so nicht so dieses Gefühl, hier wird irgendwie an mir rumgezerrt, hier wird was mit mir gemacht und ich bekomme was verpasst, sondern das ist so ein aktiver gemeinsamer Prozess, wo die Person in der Umkleidekabine die Oberhand behält und sagen kann, was möchte sie oder was möchte sie nicht. Und genauso ist es eben auch mit dem, ja mit dem Körpergefühl. Also es geht nicht nur darum, eben was zu finden, was einer Person passt, sondern auch, was fühlt sich gut an für die Person. Also da ist hier ganz besonderer Fokus darauf, weil das hängt eben beides zusammen. Also kann immer sein, dass irgendwas richtig super passt und ich denke, ja, das ist es und jemand, ne, das ist mir ganz unbequem, ne. Und da kann dann eben auch so ein Teil von körper positiver Beratung sein, dass Kompromisse gefunden werden, sodass Sachen vielleicht nicht so wie 1A nach Lehrbuch sitzen, aber trotzdem annehmbar sitzen und tragbar für die Person sind. Also so dieser ganze Fokus darauf, so die Individualität einer Person, das fällt mir so als erstes dazu ein. Ja, das ist auch tatsächlich so Die hauptsächlichen Erinnerungen, die ich habe an den Besuch. Ich glaube eben zwei Besuche, die ich bei euch hatte dieses und was eben ein starker Kontrast war zu dem, wie ich Besuche irgendwie oder wie ich Ladenbesuch vorher erlebt habe, also bei anderen, bei anderen Wäschegeschäften, also wirklich dieses Thema Grenzen. Ich weiß noch, ich glaube, das habe ich im Vorgespräch auch gesagt, dass ich damals so dachte, oh spannend, sie ist so zögerlich fast schon. Also zögerlich war so damals dieser Eindruck von so ein bisschen, also vorsichtig, zögerlich im Umgang mit mir. Und ich habe so gedacht, also finde ich im Nachhinein total gut und es war genau richtig. Ich war super aufgeregt, ich war ja noch neu. Und das war auch total gut. Also es war überhaupt gar nicht, ich habe es gar nicht als negativ empfunden, aber es fiel mir so auf. Und dann habe ich hinterher noch mal so gedacht, auch jetzt noch mal oder noch mal so im Rückblick gedacht, ja, das war aber auch mein Vergleich, war ja wirklich diese Geschäfte, wo genau, wo schnell mal angefasst wird, wo schnell mal der Vorhang aufgerissen wird und man wird dann so beguckt irgendwie auch. Ich habe mich auch an keiner Stelle bewertet gefühlt. Also ich fand das angenehm, dieses, also lieber ein bisschen vielleicht damals langsamer, vorsichtiger und auch es war immer klar irgendwie, es ist total egal, wie das für dich aussieht, was ich anhabe, sondern wir haben, also wir haben sehr viel darüber gesprochen, wie der BH sitzt. Also ich habe bei dir auch gelernt, wie BHs sitzen müssen. Da können wir gleich noch mal drauf gucken. Es gibt ja, du hast ja, ich glaube, es gibt so diesen Satz, den kenne ich von dir zumindest dieses, dass die meisten menschen halt die BHs tragen, die falsche Größe tragen. Können wir gleich noch mal noch mal hingucken, warum das so ist oder was vielleicht auch woran es liegen könnte. Aber ich weiß genau, ich habe aber Erinnerungen an andere Wäschegeschäfte, wo eben dann, wie gesagt, der Vorhang aufgerissen wird und ich mich auch so beguckt gefühlt habe im Sinne von, wo es auch schon irgendwie darum ging, ob der Verkäuferin das gefällt, was ich da anhabe, was ja eigentlich total absurd ist, weil am Ende genau, eigentlich ist ja wirklich die sitzt es gut, fühle ich mich drin wohl und sitzt es irgendwie auch halbwegs so richtig und mag ich das, was ich da sehe, aber es war auch da wieder eher so ein Blick von außen und ich habe das als großen Kontrast. Empfunden und als sehr, sehr positiv für. Die Hörer*innen, die den Laden noch nicht kennen und gerade vielleicht für Menschen, die so aus diesem üblichen Größenspektrum rausfallen in Standardwäscheläden, dann hier auch noch mal die große Empfehlung. Wir gucken gerade nachher, wir schauen nachher noch mal drauf, wo man euch findet, wo man vielleicht, wie man bei euch auch vielleicht einkaufen kann, wenn man nicht in derselben Stadt lebt. Aber ich kann schon mal empfehlen, euren Laden schon mal empfehlen, auch für alle. Aber eben, ich habe auch Freundinnen, die ins Standardspektrum, Größenspektrum fahren, auch bei euch einkaufen. Aber genau gerade für Menschen, die woanders. Nicht oder wenig finden, kann ich das sehr empfehlen. So muss ich eigentlich immer dazu sagen, dass es unbezahlte, unbeauftragte Werbung ist. Also falls ich das sagen muss, dann sage ich das hier mal. Ich bin tatsächlich großer Fan und es. Ist voll lieb von dir. Genau, wir haben nicht vorher vereinbart, dass ich Werbung mache. Nein, du hast erzählt, dass es tatsächlich doch öfter vorkommt, dass Menschen vor dir in der Umkleide stehen und sich für ihren Körper entschuldigen. Und das fand ich so ein bisschen herzzerreißend und gleichzeitig auch überhaupt nicht überraschend, weil das eben ja auch, also das lernen ja die meisten von uns, dass unser Körper nicht gut genug ist und. Dass man sich für den eigentlich entschuldigen müsste. Wie reagierst du darauf, wenn jemand sowas sagt? Ich sage immer, dass mir das gar nichts macht. Also oft ist es ja so, Menschen schämen sich oder haben das Gefühl, sich entschuldigen zu müssen, weil sie nicht aussehen wie auf Instagram und ja, niemand sieht so aus. Also ganz ehrlich. Aber das, weil wir eben oft diese Bilder sehen und auch tatsächlich von Menschen, die so in der Körperakzeptanz Bubble unterwegs sind, auch die benutzen ab und zu Filter oder drehen die Kamera so, dass es eben vorteilhafter oder normschöner aussieht. Das ist einfach so. Und in der Umkleidekabine schaut man ja auch ganz genau hin, Wie sieht der eigene Körper aus. Normalerweise schaut man vielleicht gar nicht so genau, sondern wirft sich morgens irgendwie die Klamotten über und schaut dann eher noch mal bevor man aus dem Haus geht, wie sitzt das alles? Und das fand ich halt früher auch immer so unangenehm selber, wenn ich in der Kabine war, da war so ungemütliches Licht und so und ich dachte ach ne, das finde ich eigentlich ganz unangenehm, so BHs kaufen. Und ja, deswegen sage ich den Leuten manchmal auch, dass es ganz in Ordnung ist, sich zu schämen, dass das was Natürliches ist und wenn das sich gerade so anfühlt, dann ist das so. Also ich sage immer, sie können sich ruhig schämen, aber brauchen sie nicht. Es stört mich aber auch nicht. Also ich versuche eben dadurch so eine entspannte Haltung einfach zu zeigen, die ich damit habe, weil ich weiß, dass die meisten Menschen sich schämen. Also ja, großes Thema ist natürlich immer Gewicht, Narben vielleicht auch oder durch Erkrankungen, Veränderungen am Körper, Alter auch ein Riesenthema. Ja und eigentlich hat das wirklich fast jede Person, die hierher kommt, egal wie sie aussieht und wie nah sie an ideal dran ist. Und ja, so dieser Fokus auf die Passform, aufs Wohlgefühl, aber auch was gefällt mir, welche Farben mag ich. Das hilft oft dann schon mal das so ein bisschen zu entspannen und ich hoffe immer, dass das Erlebnis dann hier dazu bisschen beitragen kann, etwas entspannter zu sein. Ich habe mich gerade gefragt, was da so typische Reaktionen sind. Also wenn wirklich so was passiert und du dann sagst eben du kannst dich ruhig schämen, aber quasi, also brauchst du nicht, aber natürlich du kannst dich schämen, aber ist alles OK grundsätzlich dann was passiert da so was gibt es, was gibt es so für typische Reaktionen bei Kund innen? Also meistens lachen wir dann zusammen, das ganz oft so, weil in der Situation dann auch bewusst wird, dass ich das schon alles kapiert habe, warum die Person sich so vorhinein entschuldigt und sie halt angenommen hat, dass ich sie schon bewerten werde, weil das ja einfach so normal ist und die Person dann eben auch merkt, ne, diese Bewertung passiert nicht. Das ist hier einfach irgendwie eine lockere Atmosphäre und man kann sich so ein bisschen entspannt in den Sessel sinken lassen. Ich überlege gerade, welche Räume ich sonst noch kenne, wo das, wo es so sicher sich anfühlt tatsächlich, wo Körper nicht bewertet werden. Ich glaube, also mir fallen gerade gar nicht irgendwie groß andere Räume ein. Also gerade jetzt in dieser Kombination mit man geht da irgendwie hin, man braucht da was und es ist irgendwie auch notwendig und dann wird man da beraten. Da gibt es eigentlich nichts Vergleichbares. Also der Standard ist tatsächlich, dass es sich, dass das dann, dass es eigentlich immer mit Bewertung einhergeht und dass es sich nicht unbedingt anfühlt. Ist auch oft so in Bekleidungsläden für Größen, so ab Größe 46 aufwärts habe ich auch oft erlebt, dass es dann halt immer wieder aufs Thema Diät kommt, dass immer wieder gesagt wird, ja eigentlich wollen wir ja alle abnehmen und so weiter, wir kennen es alle. Und ich denke mir so, das Thema interessiert mich einfach gar nicht, lass uns lieber über Ponys reden oder das interessiert mich mehr und so dieses ungefragte Annehmen immer, dass dich als dicke Person interessiert, ist auf jeden Fall so, das nervt mich immer total. Also ich fühle mich davon inzwischen auch nicht mehr so, dass ich denke, oh mein Gott, ich bin eine dicke Person, wie konnte das passieren? Sondern ich denke mir, ja ach man, es muss doch hässlich sein, wir können einfach die Zeit anders nutzen. Gerade gedacht, ich habe mir gerade den Satz aufgeschrieben, lass uns lieber über Ponys reden. Vielleicht wird das auch der Titel der Folge, wir gucken mal. Aber ich habe ja ganz genauso, also dass ich dann, ich merke auch, dass das immer wieder komische Situationen sind. Also einerseits, man wird irgendwie so vereinnahmt im Sinne von hey, wir denken doch hier alle so darüber und ich denke manchmal so, okay, das ist vielleicht auch ein Versuch eine Verbindung herzustellen. Und natürlich, also ja, die meisten dicken Menschen, die ich kenne oder in meinem Leben kennengelernt habe, also mit denen könnte man sich darüber auch verbinden, weil die das wirklich auch so sehen oder gleichzeitig denke ich oft so, also genau, mich irritiert und dann ist immer so die Frage, was sage ich jetzt, was sage ich nichts, also oder was sage ich auch und wie ausführlich mache ich es halt? Ich sage dann manchmal, ich bin nicht die richtige Gesprächspartnerin dafür, aber also ich finde, es gibt, es ist richtig unangenehme Situation, weil es immer irgendwie auch komisch ist. Also es erfordert so Entscheidungen, wie reagiere ich und in welche Richtung, Also oder ignoriere ich es vielleicht auch einfach, Ist ja auch eine Reaktion. Also ich finde das immer anstrengend tatsächlich. Und das ist ein Grund, warum ich zum Beispiel nicht in so bestimmte Klamottenläden reingehe oder fast nicht reingehe. Also ich verbinde das auch so mit so, weiß ich nicht, vor Jahren war ich in einem Laden und dann war die Verkäuferin immer auf diesem Trip, das soll kaschieren und ich suchte aber gar nichts. Das ist mein Lieblingswort. Ja, kaschieren. Müssen wir eigentlich mal gucken, wo es herkommt. Ist auch genau für mich auch so. Da geht bei mir eine große rote Warnlampe im Kopf an und ich weiß noch, dass die Verkäuferin und ich völlig so aneinander vorbeikommuniziert haben. Also ich wollte irgendwie was, ich weiß gar nicht, ob ich irgendwas Bestimmtes sucht, aber ich brauchte auf jeden Fall nichts zum Kaschieren. Und sie war aber so überzeugt davon und ließ sich, ich war irritiert und sie ließ sich aber so gar nicht irritieren. Und da habe ich so gedacht, das ist so anstrengend. Das ist wirklich dann so ein bisschen wie in so einer anderen Welt, Weltleben halt. Also wir teilen nicht mehr so dieselbe Idee von Wirklichkeit oder wir kommen nicht so richtig zueinander. Auch ich finde das herausfordernd. Ich habe gerade gedacht, gibt es das von wegen nicht die selbe Idee von Wirklichkeit, nicht so geteilte Ideen? Gibt es das auch bei dir andersrum, dass du auf Kund innen triffst, wo du merkst, oh, die haben einfach, Also ich vermute, es ist ja Standard, dass Kundinnen erstmal anders vielleicht auf das Thema Körper und Gewicht zum Beispiel schauen, als du es tust. Wie schaffst du es da immer wieder eine Verbindung herzustellen, ohne aber vielleicht jetzt eine Perspektive aufzudrängen? Und ich unterstelle dir jetzt einfach, dass dir das immer wieder gelingt, merke ich gerade. Ja, ich mache kurz so eine Denkfalte für alle, die mich jetzt nicht sehen, sondern nur hören. Ja, viele Sachen sind einfach so den natürlichen Abläufen dann drin mit der Zeit, sodass man gar nicht mehr so bewusst das macht. Also also ganz oft gibt es so die Situation, fällt mir dazu ein, dass jemand erklärt, dass gerade irgendwie das ein bisschen schwierig sei mit dem Gewicht und dass die Person zugenommen hätte oder die Person mal ganz viel abgenommen und dann zugenommen hätte. Und das ist halt eine Info, die brauche ich nicht, weil ich sehe die Person und dann Ja, wenn eine Person Gewichtsschwankungen hat, ist meistens so kurz danach einfach die Haut ein bisschen lockerer und das sehe ich dann einfach, dass die Person dann dadurch andere Bedürfnisse hat. Ich brauche halt die Info nicht. Und genauso, wenn eine Person zugenommen hat, das weiß ich ja nicht, weil ich weiß ja nicht, wie die vorher war. Ich kenne die ja meistens nicht vorher. Oder. Ja, das Und selbst wenn, dann ist es halt wichtig, wie die Person in diesem Moment aussieht, weil für den Moment braucht ihr was Passendes und nicht für irgendwann in der Zukunft oder in der Vergangenheit. Und mir ist gerade aufgegangen, dass ich ganz viel so über Sprache glaube ich mache, dass ich mir auch so eine Sprache angewöhnt habe, die davon abweicht von diesem üblichen beleidigenden, herabwürdigenden Worten, sondern die so ein bisschen neutraler ist und dass ich dann eben zum Beispiel, ja, wie ich eben auch gesagt habe, wenn eine Person Gewichtsschwankungen hatte, dass ich dann sage, die Haut ist einfach bisschen lockerer. Oder ich sage ganz oft Menschen auch, dass sie in der BH einfach so ein bisschen eindrückt, weil es eben eine Shapewear ist, also die soll ja was formen und was halten. Und es liegt halt auch daran, dass die Leute Menschen sind und keine Puppen oder bearbeitete Menschen. Zum Beispiel einfach nachgibt halt, wenn man, wenn man auf sie draufdrückt. Vielleicht zum Abschluss noch die Was habe ich vielleicht nicht gefragt, aber was sollten Menschen noch über die BH Lounge wissen? Also Menschen, die jetzt sagen, oh, kannte ich noch nicht, aber würde ich mir vielleicht gerne mal angucken oder vielleicht sogar mal hingehen oder dort einkaufen. Was sollten die über euch wissen? Was habe ich vielleicht auch oder sonst auch nicht gefragt, was noch wichtig wäre zu deiner Arbeit? Vielleicht noch für alle, die nicht zu uns kommen können, sei es jetzt, weil sie zu weit weg wohnen oder sei es auch durch Zeit Probleme zu unseren Öffnungszeiten zu kommen oder vielleicht auch aufgrund von körperlichen Gegebenheiten. Die können auch Online Fitting bei uns buchen. Also wir machen auch so Beratung per Videocall, wo wir auch selber zeigen an uns, wie die BHs eben sitzen sollten und wo wir eben genauestens gucken mit der jeweiligen Person, was möchte die. Und ja, das macht eigentlich auch immer viel Freude und ist im Grunde wie so eine kleine Umkleidekabine nur bei euch zu Hause. Ich weiß gar nicht, ob wir schon gesagt haben, wo dein Laden ist tatsächlich. In Hannover. Ach genau, in Hannover haben wir noch. Gar nicht gesagt, oder Wir sind noch. Mitte, aber am Rand. Genau, in meiner Erinnerung konnte man vom Hauptbahnhof aus relativ gut hinkommen. Also so für Menschen, die. Also ich habe glaube ich, bin ich damals zum ersten Mal zu euch gekommen, weil ich irgendwie auf der Durchfahrt war und dann bin ich irgendwie kurz in Hannover ausgestiegen und dann irgendwie zu euch damals zu dir noch gekommen. Also man kann irgendwie, kommt vom Hauptbahnhof gut hin. Man kann also auch für Durchreise durchaus mal einen Termin machen oder einfach mal vorbeikommen vielleicht. Genau, also am besten kann man einfach auf unserer Webseite unter bhlauung de Kontakt gucken. Da ist auch so, wie man am besten mit Öffis anreist oder wie weit es zu Fuß ist vom Bahnhof oder auch parken kann man hier auch. Das ist auch sehr fernreisefreundlich gelegen hier. Ich kann vielleicht aus Kund*innen Perspektive noch sagen, du hast gerade schon gesagt, ihr beratet auch online. Ich mache so tatsächlich immer, wenn ich irgendwie wieder Bedarf habe, ich schreibe euch einfach eine E Mail und sage, ich brauche. Also das heißt vielleicht einfach für diejenigen, die dann sagen, ich will auch nicht jedes Mal jetzt irgendwie so einen Zoom Termin machen. Das wäre halt nur quasi für Menschen, die euch noch gar nicht kennen und die vielleicht auch gar nicht wissen. Wir gucken noch mal gleich auf das Thema BH Größen, trage ich die richtige Größe, danach kann man das unkomplizierter machen und dann auch euch eine E Mail schicken und das funktioniert wunderbar. Also ich immer gute Sachen gekriegt und ihr wisst auch, was meine Größe ist, ohne dass ich mir das. Also zum Beispiel, ich kann mir das immer nicht merken, dann denke ich immer, ich brauche es aber auch nicht wissen, weil dass die da irgendwie nachgucken können und dann schreibe ich einfach meine E Mail hin. Das ist total entspannt. Also von daher, es ist sehr unkompliziert. Dann kommt ein paar Tage später kommt dann ein Paket bei einem an und dann kann man zu Hause noch mal in Ruhe probieren. Also das ist sehr, sehr unkompliziert und sehr auch für Menschen, die nicht so gerne vielleicht irgendwie im Kontakt mit anderen Menschen sind oder auch nicht gern telefonieren, dann können wir euch dann tatsächlich ohne viel Kontakt Dinge bestellen. Genau, das vielleicht auch noch als Info hinterher Und ich habe gerade gedacht, noch die Info mit dem Grös. Ich habe vorhin schon gesagt, ich verbinde mit dir diesen Satz, die meisten Menschen, die BHs tragen, tragen die falsche Größe. Und deswegen gibt es irgendwie auch so Beratung. Du hast vorhin auch schon gesagt, du guckst so, also du misst auch nicht aus, du hast so einen Blick dafür, was Menschen für Größe tragen. Was sollten denn Menschen, die vielleicht darüber noch nicht die BHs tragen, aber darüber noch nicht nachgedacht haben, über ihre Größe oder ob sie die richtige Größe tragen, Was sollten die vielleicht Wissen zu BH. Größen und zum Sitz von BHs? Ja, wie ich vorhin schon gesagt habe, ist halt ein BH einfach eine Form von Shapewear. Das heißt, es muss halt in den meisten Fällen recht fest sitzen, damit die Schultern entlastet werden, damit eine wie auch immer geartete Form gibt. Das ist ja immer je nachdem, was einem so gefällt. Und die Größen, die man so standardmäßig in den Geschäften bekommt, reichen halt für die meisten Leute nicht aus. Also oft ist es ja so, es geht eben nach den Körbchen A, B, C, D, E und so. D und E Körbchen sind schon die Großen. Wenn man mal irgendwie F und G oder vielleicht noch H bekommt, ist das schon echt enorm groß. Und das stimmt halt einfach nicht. Also die Durchschnittsgröße von den Menschen, die hierher kommen, ist 80 F. Die allermeisten Menschen brauchen halt einfach größere Körbchen, als sie jetzt tragen und einen festeren Umfang. Und ja, das kommt halt einfach daher, weil die Größentabellen noch veraltet sind. Die sind noch aus den 50ern, unsere BHs aber nicht mehr. Und deswegen kann es halt durchaus sein, dass man irgendwie statt einer D auf einmal eine 75 H oder J oder so braucht. Das ist tatsächlich gar nicht so selten. Das war der erste Teil des Interviews. Wie gesagt, der zweite Teil kommt am nächsten Samstag schon raus. Und darin wird es dann um Anne-Luises ganz eigenen Weg zur Körperakzeptanz gehen. Also wie ist sie dahin gekommen, so entspannt auf das Thema Körper und Körper und Gewicht zu schauen, wie sie es heutzutage tut. Ich wünsche dir bis dahin eine schöne Zeit und bis bald und tschüss.