Körper und Gesellschaft

Ira Schumann

Neurodivergenz trifft Körperakzeptanz: Interview mit Andrea Dannhauser (Teil 1)

11.05.2026 55 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge erfährst du, wie Neurodivergenz Körperakzeptanz beeinflussen kann. Gemeinsam mit Andrea Dannhauser spreche ich über gesellschaftliche Erwartungen, Scham, Etiketten in Kleidung, Sonnencreme und vieles mehr. 

In dieser Folge erfährst du, wie Neurodivergenz Körperakzeptanz beeinflussen kann. Gemeinsam mit Andrea Dannhauser spreche ich über gesellschaftliche Erwartungen, Scham, Etiketten in Kleidung, Sonnencreme und vieles mehr.

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Gemeinsame Folge in Andreas Podcast: „Wie vermitteln wir Kindern ein positives Körperbild?“
https://zeit-zu-wachsen.letscast.fm/episode/episode-85-wie-vermitteln-wir-kindern-ein-positives-koerperbild

Empfehlung von Ira zum Thema Neurodivergenz (spannende Perspektive und gute kostenfreie Materialien)
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Transkript

Willkommen beim Podcast Körper und Gesellschaft, dem Podcast für das Thema Körperakzeptanz. Mein Name ist Ira Schumann. Das Thema dieser Folge wirkt vermutlich auf den ersten Blick ungewöhnlich. Es geht nämlich um Neurodivergenz und darum, was das mit Körperakzeptanz zu tun zu tun haben kann. Bevor ich dazu mehr erzähle, kommt hier noch der Hinweis auf ein Angebot von mir. Wenn du die letzten Folgen gehört hast, dann weißt du schon, dass ich öfter von meinem neuen Coaching Angebot erzählt habe. Hier noch mal die Erinnerung, dass es bis Ende Mai eine Einführungsaktion gibt. Zu jeder Buchung gibt es meinen 6 Wochen Kurs, mich mit meinem Körper anfreunden als Bonus gratis dazu. Und ich hatte in der letzten Folge dazu eingeladen, dir ein minütiges kostenfreies Gespräch mit mir zu buchen für deine Fragen rund um Coaching. Hinterher habe ich aber gedacht, dass das, was ich da erzählt habe, vielleicht eher davon abhält, sich dieses Erstgespräch oder Kennenlerngespräch zu buchen. Also weil vielleicht das Bild entstanden ist, dass du ganz viele Fragen oder überhaupt Fragen mitbringen musst, aber das musst du gar nicht, denn ich habe so eine Art Leitfaden für das Gespräch. Also ich habe Fragen, die ich immer stelle und und Infos, die ich typischerweise in so einem Gespräch gebe. Das heißt, wenn du denkst, das würde mich schon interessieren, aber ich habe jetzt nicht sofort ganz viele Fragen, dann ist es nicht so, dass wir schweigend voreinander sitzen würden, wenn du dieses Gespräch buchst, sondern es gibt eben diesen Ablauf und meistens entstehen dann im Reden auch Fragen. Um deutlicher zu machen, was genau in so einem Kennenlerngespräch, in einem Erstgespräch passieren kann oder was so typischerweise der Ablauf ist, habe ich das einfach mal auf der Buchungsseite für dieses Erstgespräch ausführlicher beschrieben. Den Link zum Buchungskalender, wo du dann eben auch diese Beschreibung findest, findest du in den Shownotes und dort findest du auch die Links zum Coaching Angebot und zu diesem 6 Wochen Kurs, den ich als Bonus dazu gebe bis Ende Mai. Jetzt aber zur aktuellen Folge. Gleich hörst du den ersten Teil des Interviews mit Andrea Dannhauser und wie schon angekündigt, wir haben über Neurodivergenz gesprochen, also was das eigentlich ist, wie man da draufschauen kann und wie sich das auf Körperakzeptanz auswirken könnte. Das Gespräch ist ziemlich persönlich geworden, was einfach daran liegt, dass Andrea und ich beide Neurodivergent sind und einfach viel von unseren eigenen Erfahrungen erzählen. Ich wünsche dir sehr viel Spaß beim Hören und am Ende der Folge gibt es dann noch etwas Glitzer obendrauf. Bis dahin. Andrea, willkommen im Podcast. Andrea Dannhauser. Wir beide kennen uns aus einem, ich sag immer so Business Programm, also aus einem Programm, wo es um Aufbau und Ausbau der Selbstständigkeit ging. Also das ist der Zusammenhang, wo wir uns ursprünglich herkennen. Wir kennen uns seit zwei, drei Jahren. Für diejenigen, die dich aber nicht kennen, kannst du bitte einmal kurz sagen, wer bist du, was machst du? Hi, also ich bin die Andrea Dannhauser. Ich komme aus der Nähe von München, bin ursprünglich Erzieherin und habe während Corona, wie so viele andere Menschen auch, viele Weiterbildungen gemacht. Bin selber Neurodivergent und deswegen hat sich das für mich schnell als Thema herausgearbeitet und arbeite jetzt als Fach und Familienberaterin zum Thema Neurodivergenz und anderen Erziehungsthemen und auch als Referentin und Trainerin für pädagogische Fachkräfte. Und ich überlege gerade, vielleicht sage ich einmal, dass ich bei dir schon mal zu Gast war und packe das auch in die Show Notes rein. Das ist nämlich schon unser zweites Podcast Gespräch. Jetzt einmal umgedreht, fällt mir gerade ein. Genau, kommt in die Show Notes rein und wir haben abgesprochen. Ich erzähle einmal so ein bisschen den Hintergrund, warum ich dich überhaupt eingeladen habe, was dieses Thema für mich mit Körperakzeptanz zu tun hat. Und dann legen wir los, weil wir so gern quatschen. Jetzt komm, weil wir so gern quatschen, hast du mich eingeladen und wir sind auch wirklich schlecht darin, so zwischendurch das irgendwie hinzukriegen, uns einfach mal so zu sprechen. Ich habe immer noch eine Sprachnachricht von dir von vor, glaube ich, 6 Wochen, die ich noch nicht mal abgehört habe, wo ich immer denke, stimmt, da war noch was, wo ich dich irgendwas. Die war bestimmt zeitkritisch. Ich schwöre, die war zeitkritisch. Das ist jetzt echt schwierig. Oh mein Gott, den restlichen Podcast, Podcast Aufnahme schlecht. Nein, aber jedenfalls wollte nur sagen, Andrea, ich höre deine Sprachnachricht auch noch demnächst ab. Ihr hört diesen Podcast jetzt aber schon fertig, der bleibt jetzt nicht irgendwo liegen. Und ihr sagt in sechs Wochen, ihr habt den Podcast noch nicht angehört mit der. Das geht nämlich nicht. Jetzt muss ich erst mal kurz wieder sammeln Also die Idee ist, ich leite einmal quasi hin, erkläre so ein bisschen, warum ich dich eingeladen habe und dann würdest du so ein bisschen was zu den Grundbegriffen sagen und dann gehen wir auch zusammen eher so in eine Art von Gespräch, weniger Interview, auch eher Gespräch, OK. Vielleicht für die Hörer innen zur Erklärung, warum dieses Thema jetzt hier heute, weil Neurodivergenz wirkt vielleicht auf den ersten Blick seltsam in einem Podcast, wo es ums Thema Körper geht. Auf den ersten Blick hat es vermeintlich ja vielleicht miteinander gar nicht so viel zu tun. Und ich hatte halt schon seit ein, zwei Jahren, also eigentlich seitdem es den Podcast gibt, die Idee, dass dieses Thema hier mal Raum finden soll und hatte da eben auch sofort an dich, Andrea, gedacht, weil ich habe vor ein, zwei Jahren einen Instagram Post gesehen, wo jemand, ich glaube da war eine dicke Frau in einem Badeanzug drauf, ich weiß nicht, wer das war, ich würde diesen Post auch nie wiederfinden. Und da ging es in diesem Text zu dem Post, ging es irgendwie darum, dass das Unwohlsein im eigenen Körper vielleicht gar nicht so viel mit dem Badeanzug zu tun haben könnte, sondern vielleicht auch damit, dass zum Beispiel nasse Badekleidung sich einfach auf der Haut nicht gut anfühlen könnte. Also es ging um diese Ebene von so, oh, es könnte auch an anderen Themen liegen, dass du dich gerade nicht wohlfühlst und vielleicht liegt es nicht an deinem Gewicht. Und ich habe so, bin da so dran hängen geblieben innerlich an diesem Instagram Post, weil ich das auch genau, also ich bin selber auch Neurodivergent, das habe ich glaube ich hier im Podcast auch schon ein paar Mal gesagt und ich kannte mit dieser Idee total was anfangen, weil mir das eben auch immer mal wieder so geht, dass ich in Momenten, wo ich das Gefühl habe, so irgendwie passt was nicht, ich fühle mich nicht so richtig wohl, dass ich dann halt auch immer wieder da lande, dass ich denke, ah ja, es hat irgendwie was mit so sensorischen Sachen zu tun, also irgendwie die Kleidung, es hat was mit Kleidung oder ich hatte gestern gerade Sonnencreme auf der Haut, das gerade jetzt in der Jahreszeit für mich ein Riesenthema ist, sonst das Gefühl möchte irgendwas in Brand setzen, weil ich mich so unwohl fühle irgendwann nach ein paar Stunden. Also solche Sachen. Deswegen hat dieser Instagram Post bei mir glaube ich total, bin ich da so dran hängen geblieben und hab gedacht, okay, spannend. Wahrscheinlich geht es nicht nur mir so, sondern wahrscheinlich geht es auch anderen Leuten so. Und es wäre wahrscheinlich cool, mal drauf zu gucken im Podcast, wie Neurodivergenz vielleicht mit dem Thema Körperakzeptanz zusammenhängen könnte, wo es das vielleicht manchmal auch ein bisschen schwerer macht. Vielleicht macht es auch einfacher, keine Ahnung, also Fragezeichen. Aber dass wir einfach mal darüber reden. Vielleicht ist es ja auch spannend für ein paar Zuhörer. Also das ist einfach der Hintergrund, warum ich dich eingeladen habe, neben dem, dass ich dich natürlich sowieso schätze mit deiner Arbeit. Ich habe gerade den Begriff Neurodivergenz schon mehrmals gesagt, der ist im Podcast ab und zu mal gefallen, aber ich habe ihn noch nie erklärt. Deswegen wäre meine erste Bitte an Kannst du einfach kurz erklären, wie verwendest du den Begriff Neurodivergenz? Den Begriff Neurodivergenz verwende ich in der Form, dass in meiner Bubble, die mittlerweile immer weiter wächst, also wo sich Leute für ADHS, Autismus, LRS etc. Interessieren, sprechen wir von Neurodivergenz, weil es einfach bedeutet, das ist quasi, das sind Gehirnentwicklungen, Gehirnstrukturen, die nicht, ich sage jetzt nicht der Norm entsprechen, sondern der Großteil der Menschen hat eine andersartige Gehirnstruktur, eine andere Art der Wahrnehmung als wir Neurodivergenten. Und das heißt, wir haben eine Divergenz, also wir weichen ab von diesem Großteil. Es ist eine Andersartigkeit. Und ich mag den Begriff so gerne, weil also gerade meine Themen, die ADHS und das Autismus Spektrum, die haben beide in der Klassifizierung hintendran das hässliche Wort Störung, was mich extrem stört. Die Störung stört mich, weil ich mich nicht als gestört empfinde, weil ich Menschen, die ADHS haben oder auf dem Autismus Spektrum sind, nicht als gestört empfinden, im Gegenteil. Und Neurodivergenz betont einfach, das ist ein Anders und nicht ein Schlechter. Und das finde ich ganz, ganz wichtig. Also eigentlich beschreibt es nur eine Andersartigkeit der neurobiologischen Entwicklung letztlich. Genau, ja. Und ich hatte, bevor wir angefangen haben, bevor wir angefangen haben aufzunehmen, habe ich mit dir abgesprochen, dass ich so ein bisschen ergänze, was gerade meine Perspektive sind oder Begriffe, Konzepte, die ich gerade hilfreich finde im Nachdenken über Neurodivergenz. Gerne. Vielleicht sollte ich noch mal sagen. Genau, du hast schon gesagt, du bist Neurodivergent. Ich habe es im Podcast schon immer wieder gesagt. Ich habe es noch mal im Vorgespräch gesagt, dass ich, ich würde mich am besten wiederfinden an dieser Schnittstelle zwischen ADHS, Autismus, aber ich bin nicht diagnostiziert und habe auch noch nicht probiert, mich diagnostizieren zu lassen und bin da auch aus vielen Gründen kritisch bis unsicher. Und manchmal denke ich, vielleicht werden Medikamente aber doch gut. Genau, Klammer zu. Also das ist einfach so meine Positionierung in dem Ganzen. Und was ich gerade, ich bin halt selber auch noch sehr im Nachdenken und auch immer noch neue Ideen entwickeln. Also für mich selbst, Ich bin jetzt 46 und ich glaube, ich habe mit 40 überhaupt erst angefangen, darüber nachzudenken, ob Neurodivergenz Thema sein könnte, obwohl es rückblickend so viel Anzeichen gab und so, Aber das geht ja ganz vielen so. Also es ist ja auch der Klassiker, spätdiagnostizierte Frauen. Genau, und für mich kam das dann erst so langsam und Ich glaube, seit 2022 benutze ich den Begriff dann so für mich und bin immer noch so am Nachdenken. Und da kommen eben dann auch manchmal so Sachen ins Spiel, dass ich denke, ah, ich entdecke was und denke, oh, okay, spannend, damit kann ich was anfangen. Und was ich jetzt gerade letztens vor zwei, drei Monaten bin ich über jemanden gestolpert. Ich habe Andrea schon gesagt, ich weiß nicht, wie der Handle, der Instagram Handle der Person ist, aber ich kann auch gerne was von der Person dann auch noch in die Show Notes packen. Ich glaube, die Person heißt, glaube ich, Sonny Jane Wise und die Person nutzt Begriffe, die ich hilfreich finde. Ein Begriff ist Neuronormativität. Und worum es in der Arbeit geht, ist eben genau wegzukommen auch von diesen, ah, die Biologie ist irgendwie anders. Also vielleicht auch wegzukommen von so einer bisschen so medizinischen Denke, die ja auch bei diesem Thema sehr dominiert und die für mich auch tatsächlich Teil des Ganzen ist, warum das immer alles als Störung beschrieben wird. Ja, genau. Also das ist, wir hatten in der letzten Folge ging es um Behinderung und da gibt es ja auch diese medizinische Perspektive, wo immer alles sofort eine Störung ist oder krankhaft ist und immer alles so defizitär. Absolut, genau. Und ich finde, ich finde so, also ich finde generell bei Thema Neurodivergenz ist man schnell beim Thema Behinderung oder auch beim Thema Ebel ist, was das Thema der letzten Folge war. Und eine ähnliche Perspektive gibt es eben auch bei diesen ganzen Neurodivergenzgeschichten. Und ich finde diese Person, ich glaube Sonny Jane Wise, wie gesagt, heißt die Person, dass es da halt diese Idee gibt von Lass uns davon mal wegkommen und lass uns das eher als neurodivergent, als eine soziopolitische Identität begreifen im Sinne von alle Menschen, die irgendwie von bestimmten Normalitätsvorstellungen abweichen, sind neurodivergent. Und die Person nutzt eben auch diesen Begriff der Neuronormativität. Also diese Idee von es gibt einfach ein System von Ideen, was darauf hinausläuft, dass es eine Erwartung gibt, dass Menschen so und so funktionieren in unserer Gesellschaft. Also und da sind halt, das sind eben, ist eine kapitalistische Ideologie, die dahinter liegt, kolonialistisch. Also es gibt eine bestimmte Idee, ist ja auch noch nicht so lange. Also wenn man jetzt die Menschheitsgeschichte mal sieht, dann ist das so ein Blip eigentlich in der Zeit. Total. Wo das erwartet wird sich so zu. Absolut. Und diese Erwartungen haben ja. Und das ist vielleicht auch noch mal ein Rückbezug auf die letzte, auf das letzte Interview mit Rebecca Maskos. Da ging es viel darum, dass Behinderung viel mit Arbeitsfähigkeit zu tun hat oder wer wird als arbeitsfähig gesehen? Was kannst du leisten? Genau. Und ich finde beim Thema Neurodivergenz ist das ja genau auch drin, diese Erwartungen an das Funktionieren. Da geht es oft um Arbeitsfähigkeit und wer kann in unserer Gesellschaft gut funktionieren? Und ich finde diesen Begriff Neuronormativität und dahinter steckt ja die Idee zu Hey, lass uns lieber weniger auf Gehirnstrukturen schauen, sondern lass uns lieber auf diese Normalitätsvorstellungen schauen. Damit kann ich total viel anfangen. Ich finde in diesen Diskussionen um Neurodivergenz geht es eben noch sehr oft um Diagnosen und ich finde, es hat auch seine Berechtigung. Und gerade das Thema Medikamente. Wir leben einfach in einer Gesellschaft, wo du diese Medikamente nicht ohne Diagnose bekommst. Ja. Und auch dann fühlst du dich wie der Junkie, der am Bahnhof irgendwo oder vielleicht höchstens noch sein Methadon irgendwo abholen darf in der Apotheke, ehrlich gesagt. Aber ich finde es jedenfalls hilfreich gerade und wollte es einfach als Ideen, vielleicht Menschen, die für Hörer innen, die selber über Neurodivergenz gerade nachdenken, wollt ihr es gerne mal reinbringen, dass es da einfach auch verschiedenste Sichtweisen gibt und man ja auch so ein bisschen auswählen kann, welche Begriffe funktionieren für mich. Ich habe vorhin schon gesagt, sensorische Themen. Ich habe das, also dass ich so sensorische Themen habe und ich bin mir gar nicht sicher, ob das ein Begriff ist, der überhaupt gängig ist. Deswegen würde ich dich bitten, also das ist quasi meine Übersetzung, die für mich funktioniert von diesem englischsprachigen Begriff. Achtung, Konzentration, Sensory issues. Danke, dass du sagst. Genau, ich hätte mich jetzt sehr konzentrieren müssen. Genau, die sensory issue, also das ist quasi das, so verwende ich. Ich sage sensorische Themen, wenn man es googelt, ist man sofort in sowas Defizitärem drin. Auffälligkeiten und so, das passt für mich überhaupt nicht, weil für mich sind es erstmal Themen, aber ich frage mich, ist das überhaupt gängig? Wie würdest du das sprachlich beschreiben und vor allem, was verbirgt sich dahinter? Also ich versuche es immer großräumig zu umschreiben mit dem Begriff Wahrnehmungsthematiken tatsächlich, was ja im Endeffekt ist gehüpft wie gesprungen, glaube ich, einfach um halt zu sagen. Und auch da betone ich immer wieder, gerade wenn ich Schulungen mache oder so, dass es Besonderheiten sind im Sinne von, das erleben wir vielleicht seltener als bei dem Gros der Kinder, die wir jetzt in der Gruppe haben, aber es ist immer ein Teil der Kinder, die da Besonderheiten haben bei der Wahrnehmung, die Dinge anders empfinden, die über oder unter sensibel sind, was Sensorik angeht. Also bei verschiedenen Themen, die zum Beispiel nur ganz scharfes Essen oder ganz stark salziges Essen essen würden oder andere, da darf nicht mal ein Hauch von Salz dran sein, sonst empfinden die das als zu dolle. Also dass das halt einfach meist eine andere Wahrnehmung ist als bei Otto Normalverbraucher in quasi Ottilie Normalverbraucher. Aber ich beschreibe das auch oder umschreibe das eigentlich auch mit Wahrnehmungsthematiken, weil ich eben versuche, wenn es irgendwo geht, den Begriff Problematik zum Beispiel auszulassen, dann würde ich sagen, lass uns doch einfach zu dem Teil kommen, der eher gesprächiger ist, eher so Richtung Austausch. Und die Idee war eben wirklich mal zu schauen, welchen Zusammenhang könnte es eben geben zwischen Neurodivergenz, zwischen Körperakzeptanz. Kann es sein irgendwie, dass Neurodivergenz manchmal vielleicht auch Körperakzeptanz schwieriger macht? Vielleicht macht es, ich habe, vielleicht macht es manchmal auch leichter. Ich weiß es nicht. Also ich habe manchmal auch die Vermutungen, dass es Sachen gibt, die auch hilfreich sein könnten. Aber ja, was ist der Zusammenhang überhaupt zwischen diesen zwei Themen? Und wir haben eben besprochen, dass wir einfach von unseren Erfahrungen ausgehend das mal erzählen oder uns dazu austauschen, dass wir es gar nicht so abstrakt machen im Sinne von das könnte sein das, sondern wir von unseren Sachen erzählen. Dann wäre die Ich kann anfangen oder du könntest anfangen, wie du willst, Ich kann auch gerne anfangen. Schau doch mal, was für dich so, welche Zusammenhänge du so siehst. Also was ich auf jeden Fall sehe, ist also klar die sensorische Thematik, die sensorischen Themen, also die Wahrnehmung, das macht was aus, wenn jeder Knubbel in einer Hose dich wahnsinnig macht. Also ich habe eine Jeans, die ich eigentlich liebe, aber da war ganz lange ein total komisches Etikett an einer Stelle, wo das nicht hingehört hat, irgendwo am Oberschenkel. Bei blöden Bewegungen kam das dann immer so durch und das hat mich wahnsinnig gemacht. Mehr sagen, ich versuche, das ist auch so ableistisches Vokabular, was mir immer wieder rausrutscht. Sorry, hat sich nichts. Oder das Etikett der Jeans. Genau, das hat sich nicht gut angefühlt und es hat mich wirklich extrem überreizt und ich habe es aber auch immer abends dann vergessen wieder rauszuschneiden und mir ist es erst dann wieder eingefallen, wenn ich irgendwo unterwegs war und halt natürlich keine Schere zur Hand war oder so. Also ich glaube, das macht was aus, dieses Kleidung nicht fühlen. Oder du hattest vorher so ein Beispiel gebracht mit dem nassen Badeanzug von dem Post. Das kann ich mir auch absolut vorstellen. Was bei mir persönlich aber glaube ich, das Größte ist, ist einfach dieses Gefühl von anzuecken, von nicht in ein Bild zu passen, nicht zu sein wie die anderen quasi, also ich war ein dickes Kind, zwischenzeitlich war ich dann mal recht schlank, habe mich aber nie schlank gefühlt, das auch gleich reingeschoben. Ich glaube, in meinen dünnsten Zeiten, wo es echt schon fast wenig war an Gewicht, muss ich sagen, fand ich mich immer noch extrem moppelig. Jetzt sehe ich auf Fotos, nein, machst du absolut nicht, war kein Gramm an dir dran. Aber das merke ich schon, dass ich also A, nicht gern im Mittelpunkt stehe, was das angeht, was Äußerlichkeiten angeht, da fühle ich mich extrem unsicher. Und dass ich natürlich auch merke, in unserer Gesellschaft ist ja null Akzeptanz für Menschen mit mehr Körperfülle. Und das geht ganz wie einher mit Vorurteilen, mit, ja, weiß ich nicht. Also wobei ich schon der Meinung bin, dass es bestimmt ganz viele Menschen gibt, die dicke Menschen wunderschön finden, sehr, sehr viele sogar, oder für die das überhaupt nicht ein Thema ist. Aber es ist halt auch viel in meinem Kopf noch dieses, das ist nicht so, wie das sein soll, das ist zu viel, das ist nicht richtig, jetzt bin ich auch noch älter, jetzt bin ich auch noch faltig, die Haare werden dünner, keine Ahnung. Also dieses ganze optische Ding gar nicht, nur die Körperform entspricht quasi nicht der Erwartung, den Anforderungen der Welt. Und mein Bogen zur Neurodivergenz spannt sich halt dahin, dass du, wenn du Neurodivergent bist, diesen vermeintlichen Erwartungen, die die Gesellschaft hat, halt auch meistens nicht entsprichst oder wenn, dann nur unter ganz hohen Kosten für dich selber. Es gibt Leute, die haben Top Noten, die kommen überall super an, aber zu einem Preis, zu einem ganz hohen Preis. Und ich glaube, so meine kleine Andrea, so innen drin, die wird sich einfach mal wünschen, eines von diesen hübschen Mädchen mit den tollen Kleidern oder den tollen Klamotten gewesen zu sein, mit den Schleifchen, bei der die Haare nie verrutschelt waren und strubbelig waren und die nicht immer irgendwo einen Fleck hatte und die halt auch nicht immer einen Ticken zu dick war für die Meinung anderer. Ich würde da quasi immer noch gern dazugehören anscheinend, weil ich immer das Gefühl habe, sobald ich Angriffsfläche biete. Und wenn du dick bist, dann bietest du für so viele Menschen Angriffsfläche, die irgendwelche Charaktereigenschaften auf dich projizieren, die überhaupt nicht zutreffen. Ich würde gern so wenig Angriffsfläche wie möglich bieten, weil ich schon so oft angegriffen worden bin. Und ich glaube, dass das ganz vielen neurodivergenten Menschen so geht, dass die sehr lange in ihrem Leben drum kämpfen, Anerkennung zu kriegen, ja nicht negativ gesehen zu werden, einfach weil sie schon so oft diese Erfahrung gemacht haben, ausgegrenzt zu werden oder halt mit negativen Eigenschaften betitelt zu werden aufgrund ihrer Neurodivergenz und vielleicht auch ihres Aussehens. Also das kam bei mir einfach mit hinzu. Das kann ich bei mir jetzt auch gar nicht trennen, weil es halt sehr persönlich ist. Ich kenne aber viele, denen es ähnlich geht tatsächlich. Also über diese Idee von Angriffsfläche bieten habe ich noch gar nicht nachgedacht. Wo sich für mich auf jeden Fall trifft in den Zuschreibungen ist diese Zuschreibung von Faulsein. Also ich habe eben auch Undisziplin. Absolut. Also für mich war, ich habe wirklich eine meiner Schlüsselsituationen in meinem Leben rund ums Thema Neurodivergenz ist, dass ich bin 22 und in einer Prüfung im Studium und die Prüfung war nicht schlecht, aber sie war auch nicht so super gut. Und der Dozent sagt hinter mir, also bei diesem Auswertungsding, wo man dann die Note erklärt kriegt, sagt der eine zu Frau Schumann, sie sind begabt, aber faul. Und das traf jetzt auf mich. Also das Und da kreuzt es sich. Als dicker Mensch gilt du ja eh schon immer als faul und undiszipliniert. Genau. Und dann bin ich auch schon, also auch schon seit Schulzeit mit diesem Bild rumgelaufen von irgendwie Arbeit kriege ich auch nicht hin oder so Schulaufgaben, also immer alles, immer alles auf den letzten Drücker. Und also diese Zuschreibung von faul sein, die kannte ich schon und hatte das, glaube ich, schon auch verinnerlicht. Das war festigt. Und das hat sich natürlich total gut getroffen. Wenn du von allen Seiten aufgrund deines Körpers und aufgrund deiner Art, wie dein Gehirn funktioniert, immer zugeschrieben bekommst, dann muss das wohl so sein. Dann bist du wohlwollend faul. Und ich kann ja mal sagen, mein Aha Erlebnis und warum ich überhaupt angefangen habe, über das Thema Neurodivergenz nachzudenken, war, dass 2020 mein Partner und ich super viel hier zusammengearbeitet haben. Mein Partner irgendwann mir zurückmeldete, du arbeitest ganz schön viel. Und er kannte mich eben auch mit so, ich bin immer auf halben Stellen oder auf 30 Stunden Stellen, wobei das auch alles schon viel Arbeit ist. Und ich glaube, er war überrascht, wie intensiv meine Arbeitstage so sind. Und ich habe erst darüber angefangen, über diese, es hat diese Rückmeldung von außen gebraucht, dass ich überhaupt mal angefangen habe nachzudenken, stimmt diese Zuschreibung, ich bin faul überhaupt. Und von da dann hat so ein längerer Prozess angefangen, wo ich dann eben irgendwann gelandet bin von, oh ja, ich bin offensichtlich neurodivergent. Und ich finde es so krass, dass, also ich finde, das ist eine krasse Überkreuzung, dieses Faulsein oder das irgendwie die Person könnte ja, wenn sie wollte. Also es gilt sowohl für, wenn ich mich anstrenge, wenn du sagst, das trifft mich immer noch voll. Also dieses, das resoniert bei mir total, weil ich weiß, das ist das, was ich irgendwo hier im Kopf hab. Ja, und das ist auch, also und ich glaube, deine zweite Parallele sind auch starke Schamgefühle. Also ich habe das gar nicht so stark rund um den Körper, aber, also oder lange lange schon nicht mehr, aber ich habe das ganz lange schon auch immer noch sehr stark rund um das Thema Arbeit. Ich bei allem, bei beiden total. Und ich weiß, ich arbeite furchtbar viel. Ich arbeite oft, also Thema Selbstständigkeit, wir sind Transparenz, wir sitzen hier gerade am 1. Mai um 10 Uhr 38 an einem Feiertag und nehmen diesen Podcast ab. Das heißt, ich glaube aber auch Transparenz, es fühlt sich nicht an wie Arbeit, absolut nicht. Aber ich glaube, wir arbeiten, ich habe das Gefühl, so Leute, die so selbstständig sind und ihre eigenen Arbeitsstrukturen basteln, arbeiten oft viel, viel, weil es ist auch so schwer, das so gut einzugrenzen. Und dieses Work Life Balance ist ein Riesenthema noch mal stärker für mich, noch mal stärker in der Selbstständigkeit, weil ich halt nie weggehe aus einem Büro und dann fertig bin. Und das heißt, ich weiß eigentlich, ich arbeite viel, ich tracke meine Stunden, ich weiß auch, was ich gemacht habe, ich dokumentiere Sachen auch, ich feiere Sachen. Und trotzdem, ich habe immer das Gefühl, nicht genug zu machen und ich habe immer das Gefühl von, ich funktioniere nicht so und es kommt ganz schnell auch zum Beispiel bei diesem Podcast, was ich für Schamgefühle habe, wenn ich es nicht schaffe, eine Folge rauszubringen, obwohl ich eine rausbringen wollte. Und das ist für mich, das ist für mich auch mein größtes Thema mit ich versuche ja so zu leben, dass ich freundlich zu mir selbst bin. Und das betrifft ganz viel das Thema Körperakzeptanz. Für mich betrifft es ganz viel das Thema Neurodivergenz, immer wieder mir zu sagen, hey, wenn du heute gerade nicht so viel leisten kannst, das ist völlig in Ordnung und mir das immer wieder so zuzugestehen. Und beim Thema Körper kann ich wirklich sehr einfach inzwischen oft freundlich sein, wobei die Sachen sind ja auch überkreuz. Also vielleicht ist es auch gar nicht so einfach. Also dieses, wenn ich zum Beispiel zu müde bin, um gut arbeiten zu können oder um das machen zu können, was ich mir vorgenommen hatte, dann ist das oft wirklich ein Prozess. Das dauert eine Weile, bis ich dann auch sagen kann, vielleicht ist es heute einfach nicht. Vielleicht geht Arbeit heute gar nicht oder es gehen nur bestimmte Sachen. Aber das ist unheimlich schambesetzt. Und das ist für mich. Und ich weiß, dass, also wie gesagt, ich habe das mit dem Thema Körper nicht mehr ganz, mit dem Thema Aussehen und Gewichten ich schon lange nicht mehr so stark, aber ich glaube auch beide Themen sind mit dem Thema Scham belegt. Sehr voll. Also das ist überhaupt ein großes Thema, sich schämen dafür quasi nicht so zu sein, wie das vielleicht andere erwarten, ohne dass die das ja sagen. Also meistens ist unser direktes Umfeld ja hoffentlich völlig okay damit, wie wir sind, sollten sie jedenfalls sein, sonst, sorry, müsst ihr da euch vielleicht auch mal an die eigene Nase packen. Aber dieses wirklich immer das Gefühl, also ich kenne das bei mir auch, dass wenn ich zu Hause oft auf der Couch sitze und überlege, dann ist es auch Arbeiten, wenn ich gerade an einem Post arbeite, dann mache ich das oft im Kopf oder ich kriege oft Ideen beim Ferngucken oder beim Spazierengehen, beim Fahrrad fahren, beim Duschen krieg ich total gute Ideen, keine Ahnung. Und wenn mein Mann aber dann quasi, der dann schon seit drei Stunden im Homeoffice im Keller sitzt und er kommt da mal kurz rauf und holt sich einen Keller, einen Keller, einen Kaffee und guckt dann irgendwie ins Wohnzimmer, wo ich auf der Couch sitze, vermeintlich nichts tue, oder vielleicht sogar ferngucke, aber eigentlich nebenbei durchaus was mache oder halt vielleicht vorher ganz intensiv was gemacht habe und mich jetzt einfach runterfahren muss, dann habe ich jedes Mal so einen kurzen Stich. Jetzt denkt er wieder, du arbeitest nichts und der arbeitet so viel und jetzt denkt er bestimmt, boah krass, oder die Wäsche steht daneben und ich liege auf der Couch und guck fern, weil ich einfach den ganzen Vormittag gearbeitet habe und gerade nicht mehr kann. Und der sagt überhaupt nichts. Aber mein Gedanke ist, der denkt jetzt garantiert, wie faul du bist, weil du müsstest eigentlich Wäsche zusammenlegen, die steht direkt neben dir. Stattdessen legst du auf der Couch, trinkst Kaffee und guckst irgendwie Big Bangs. Ey, macht ja auch Sinn, dass beides, also sowohl dieses körperliche als auch das Thema Neurodivergenz sich ähnlich schambesetzt anfühlt, weil bei beiden ist es ja wirklich dieses Kurs von so schön gesagt, dieses Anecken, also dieses Wissen, ich entspreche den Anforderungen nicht. Das ist beim Thema dick sein so. Ich weiß ganz genau, die Norm ist eine andere und ich genüge der nicht und ich schaffe es auch nicht abzunehmen vielleicht, Obwohl ich schon 50 mal probiert habe. Und dann beim Thema Arbeiten, alle anderen kriegen es ja vermeintlich auch hin, von 9 bis 17 im Büro zu sitzen, warum kriege ich das nicht hin? Und ja, also da kann ich jetzt mittlerweile besser, dass ich einfach, also ich habe für mich total verstanden, ich könnte auch gar nicht mehr angestellt arbeiten, also da müsste ich in eine extreme finanzielle Notlage kommen, dass ich das noch mal machen würde. Und ich weiß, dass es mir dann extrem schlecht gehen würde, auch gesundheitlich, weil ich es nicht kann. Also weil das komplette Raubbau wäre, so wie ich jetzt arbeite, das ist für mich das höchste der Gefühle und das liebe ich auch. Ich arbeite unheimlich gerne, aber eben nicht in einem Angestelltenverhältnis, wo ich selber nicht kontrollieren kann, weil ich ganz bestimmte Rahmenbedingungen brauche. Julia Absolut. Und eben was für mich, also ich habe schon lange schon gewusst, bevor ich angefangen habe, über Neurodivergenz nachzudenken, wusste ich schon, ich kann nicht 40 Stunden die Woche arbeiten, ich kann nicht Vollzeit arbeiten. Und ich glaube, was der Witz ist, dass ich glaube ich meine Arbeitsmenge gar nicht viel weniger ist. Aber ich glaube, was ich damit verbunden habe, ich wollte gerade sagen, glaube ich auch, aber es ist was anderes, wenn du 30 Stunden abliefern musst und da ist jemand eine Kontrollinstanz und jemand, der sagen Also entschuldigen Sie bitte, aber Ihr Vertrag läuft über 35 Stunden. Sie haben nur 34,5 gemacht. Genau, das ist das. Also dieses Zeit zu bestimmten Erwartungen zu entsprechen von Das ist deine Arbeitszeit, die musst du auch wirklich leisten pro Woche. Und ich glaube, was für mich absoluter Horror war, war also in Büros zu arbeiten und das ist auch was, was ich gerne in meinem Leben nie wieder machen möchte. Vier oder fünf Mal die Woche in ein Büro gehen, wo ich dann wirklich Also ich hatte wirklich Großraumbüro, wo gleichzeitig alle telefonieren. Ich kriege ich kriege Schweiß aus meinem beim Zuhören. Also ich habe eine Zeit lang in einer Werbeagentur gearbeitet, war raus aus dem pädagogischen Bereich und da hatte ich aber ein Einzelbüro und später musste ich dann wechseln in eins, wo wir zu viert saßen. Und es war gelinde gesagt schwierig. JULIA ROTHERBL Aber mir ging es auch in Einzelbüros nicht gut. Also ich hatte wirklich einen Job, das war wirklich mit Zeiterfassung, wo man so ein und auschecken musste, wo klar war, man muss die Arbeitszeit im Büro verbringen. Und ich hätte 80 Prozent meiner Tätigkeit natürlich von woanders Haus machen können, wenn es die Möglichkeit gegeben hätte, Aber das ging nicht. Ich hatte ein Einzelbüro und für mich ist zum Beispiel Ich habe genau das wie du dieses Ich habe sehr intensive Arbeitsphase und danach brauche ich aber auch irgendwie zwei, drei Stunden auf der Couch oder keine Ahnung, irgendwas, was nicht also nicht klassisch Arbeitssituation ist von Schreibtisch oder so oder im Gespräch sein, sondern ich muss dann wieder so runterfahren, bevor ich dann wieder hochfahren kann. Und es hat einfach einen sehr eigenen Rhythmus. Und ich kann das eben in Büro Sachen funktioniert das nicht in Bürokontexten, weil dann gibt es halt einen Zeitblock, wo ich irgendwie rumhänge. Ich weiß, ich kann gerade gar nicht produktiv sein, aber irgendwie, was mache ich denn dann zwei, drei Stunden? Das sind so Kontexte, die für mich gar nicht funktionieren. Und da hatte ich immer viel so das Gefühl von alle anderen können da funktionieren, aber ich nicht. Und inzwischen mir hilft es total dafür, eine Sprache zu haben, Begriffe zu haben und zu Ah, okay, es liegt nicht an mir, ich mache nichts falsch und das wird langsam besser mit der Scham. Aber es ist tatsächlich immer noch ein Thema. Also was mir total hilft, ist so ein Gespräch wie das jetzt gerade, dass ich auch merke, das bin nicht nur ich mit meinem ADHS und Autismus Brain quasi, sondern das sind eigentlich die meisten neurodivergenten Menschen. Und die, die ich kenne, die in so Angestelltenverhältnissen sind und Vollzeit arbeiten, denen geht es ehrlich gesagt überhaupt nicht gut. Und die brechen halt danach dann völlig zusammen und können halt dann überhaupt nichts mehr für sich eigentlich tun. Die sind dann fertig danach. Also das ist schön zu wissen, dass man nicht alleine ist damit, sondern dass das ganz normal ist für unsere Art von Gehirn. Fertig. JULIA ROTHERBL Absolut. Ich glaube auch da ist eine Parallele beim Thema Neurodivergenz. Ich finde es extrem entlastend, immer wieder von anderen zu hören, dass die Dinge ähnlich erleben. Das hat für mich die letzten Jahre so viel bedeutet. Und beim Thema Körper, also beim Thema Körper und Gewicht, bei mir jetzt in meinem Fall, ist das auch total bedeutsam gewesen. Ich bin diesen Weg schon gegangen von oh, ich will nicht mehr versuchen abzunehmen. Aber ein paar Jahre später kamen dann halt so Blogs, wo Leute sehr selbstbewusst dick waren und dann halt gesagt haben und übrigens, das ist ja ein politisches Thema und Diskriminierung und sowas reingebracht haben. Und das war für mich total wichtig, überhaupt von anderen dicken Menschen zu lesen oder inzwischen eben auch auf Instagram zu sehen und dann eben immer wieder dieses Gefühl zu haben, ich bin nicht alleine. Und die beschreiben ganz ähnliche Themen. Also es liegt nicht an mir und es auch Da bist nicht du als Person oder du mit deiner Körperform als einziger Mensch, sondern es geht ganz, ganz vielen Menschen so. Und eigentlich hat es ja auch nie was. Also ich glaube, es hat auch in dem Fall per se auch überhaupt nichts mit dick sein zu tun. Es hat immer mit anders sein zu tun in irgendeiner Form, in anders als das Gros der Leute. Und das ist halt, glaube ich, das, wo man echt aufpassen muss und dann hellhörig werden muss und sagen Moment, das ist einfach Diskriminierung schlechthin. Und es hat immer damit zu tun, ich bin nicht so wie du, also bin ich anscheinend nicht gut genug für dich. Also dass man ausgegrenzt wird aufgrund irgendeiner Andersartigkeit, sei es die Körperform, sei es die Art, wie man wahrnimmt oder eine Form von Behinderung eben. Ja, und dahinter stecken halt oft sehr ähnliche Logiken. Es werden die ausgegrenzt, die eben in so ein kapitalistisches System zum Beispiel nicht reinpassen oder eben auch den Begriff Kolonialismus nochmal reinzubringen, die da auch bestimmten Vorstellungen nicht entsprechen von wie so ein weißer, gesunder Körper aussieht. Ich habe gerade gedacht, ich würde ein bisschen die Ebene wechseln. Da haben wir schon verschiedene Zusammenhänge festgestellt. Ich habe noch mal, ich glaube, ich würde gerne mal auf diese Ebene gehen von ja, sich wirklich im Körper nicht wohlfühlen, was das mit Neurodivergenz zu tun haben kann. Das andere ist ja so dieses, wie ich vielleicht so ein bisschen drauf gucke, wie ich mich, wie ich mich fühle damit. Also ich weiß gar nicht, ob das so trennbar ist, aber ich habe gerade gedacht, du hast vorhin auch schon Sachen angefangen mit der Jeans und so gedacht, vielleicht ergänze ich das einfach mal. Vielleicht sind ja auch Hörerinnen da, die dann sagen, ah, das kenne ich auch und das, guck mal, liegt gar nicht an meinem Gewicht, sondern liegt an anderen Themen. Ja, ich habe das auch, das ist ja so ein Klassiker, dass so Label in Kleidung, in Etiketten. Ich habe das manchmal, aber nicht immer. Und aber was ich schon auch habe, ist genau, dass so Stoff, also nasse Badekleidung ist für mich auch ein Horror. Ich habe lange lange nicht verstanden, dass bestimmte Sachen bei mir mit dem Thema Neurodivergenz zusammenhängen könnten, weil ich habe Neurodermitis, das heißt, ich habe eh schon Haut ist immer schwierig gewesen und das heißt, für mich haben sich immer schon ganz viele Sachen auf der Haut unangenehm angefühlt. Aber ich habe es immer darauf zurückgeführt, dass meine Haut war eben auch gerade in meiner Kindheit, also ständig, ich hatte ständig Schmerzen, die war ständig entzündet und dann ist ja eh Kleidung, Kleidung dann drauf tragen auf Haut, die so die weh tut, ist eh nicht so toll. Und ich hatte immer schon gewusst, dass bestimmte Sachen, dass ich die nicht mag vom Hautgefühl her, aber ich habe es immer auf die Neurodermitis geschoben. Das kann natürlich auch sein, dass sich da überkreuzt. Aber inzwischen würde ich sagen, aber eine Menge Sachen haben auch mit Neurodivergenz was zu tun, ebenso mit diesen sensorischen Geschichten. Und zwar so was wie zum Beispiel, ich finde Gartenarbeit ganz schrecklich und eine Sache ist, ich finde das wegen der Erde oder wegen dem Schwitzen oder beides zusammen. Beides. Danke, dass du es direkt so sagst. Genau, ich habe überlegt, wie erkläre ich das, weil ich komme manchmal Freak vor, weil ich immer denke, alle Menschen mit Gartenarbeit so super genau schwitzen, Schweiß auf der Haut, auch hier wieder Überschneidung. Ich weiß, Schweiß auf der Haut ist auch für Neurodermitis nicht so super, entzündet sich die Haut gerne mal, aber ich weiß auch, dass ich es sowieso nicht schön finde. Ich mag das nicht. Und dann so Erde, Erde auf der Haut. Für mich hat es, und ich habe das Gefühl beim Gärtnern, da krabbelt immer ein Tier über mich drüber und ich hasse das total. Das ist auch, das fühlt sich ähnlich an wie die Sonnencreme. Da möchte ich mir auch einmal die Haut so von oben bis unten so ab. Es gab mal vor Jahren so ein Musikvideo von Robbie Williams, wo er so als Muskel, also Skelett mit Muskeln quasi ohne Haut war. Da habe ich so gedacht, ich kenne total dieses Gefühl von wäre schön, wenn die erste Schicht jetzt weg wäre. Klingt vielleicht ein bisschen komisch, wenn man das jetzt hört. Aber genau, jedenfalls, ich habe so, ne, aber jetzt, ich weiß auch, ich habe das Video gerade genau vor Augen und ich finde das sehr passend. Da will man sich tatsächlich das ausziehen, die Haut am liebsten. Genau. Und Gärtnern war so mein erstes Thema, wo ich immer vor, hätte ich auch vor 15 Jahren schon sagen können, so, oh, das ist, ist ganz unangenehm, aber wie gesagt, ich dachte immer, es wäre Neurothermitis. Und inzwischen ist ja auch spannend, wenn man einmal so Begriffe dafür hat und vielleicht so bestimmte Ideen hat von, ah, das könnte auch eine Erklärung sein, wie viel man dann auf einmal anfängt auch zu sehen oder wie viel auf einmal Sinn ergibt. Und bei mir ist es zum Beispiel so, dass eben genau, also ich merke, ich kann ganz viel Stoffe nicht mehr tragen, seitdem ich da auch angefangen habe, noch mal stärker drauf zu achten. Also das ist ein grundsätzliches Problem. Kleidung ist Thema, da geht es also um mangelnde Zugang, mangelnde Teilhabe für dicke Menschen, dick fette Menschen. Und was es an Kleidung gibt, ist oft aus ganz schrecklichen Materialien, oft so Polyestergeschichten. Ich wollte gerade sagen, so Polyestergedöns dann. Und sowas ist zum Beispiel, ich merke inzwischen, ich kann sowas immer schlechter tragen. Also ich habe dann, ich fühle mich dann die ganze Zeit unwohl in meiner Haut und ich habe wirklich so Erinnerungen, wie ich irgendwo. Und gerade wenn es darum geht, so ein bisschen schicker angezogen zu sein irgendwo für berufliche Sachen, dann sind es eben oft Kleidungsstücke, die so Polyester, Polyester Sachen sind. Und ich habe so viele Erinnerungen von, ich bin in irgendwelchen Terminen, ich bin irgendwo und fühle mich den ganzen Tag unwohl in irgendeinem komischen Hemd oder Bluse oder auch in einem Kleid und meine Haut fühlt sich den ganzen Tag nicht gut an. Und inzwischen würde ich sagen, ja, das hatte einfach was damit zu sensorischen, wie sagst du gesagt, Wahrnehmungsthematiken zu tun. Und inzwischen weiß ich es. Und auch hier mein Privileg ist, ich arbeite halt wirklich seit sechs Jahren nicht mehr in Büros, also das heißt, ich habe Aufträge in Präsenz, aber ich habe den Alltag, kann ich am Schreibtisch zu Hause verbringen, das heißt, ich kann mich auch mehr so anziehen, wie ich möchte. Und das ist total hilfreich, weil ich einfach merke, mir geht es einfach tausendmal besser in meinem Körper, wenn ich, wenn die Kleidung so ist, dass sie eben da nicht an bestimmte Themen dran stößt. Also ich kann Baumwolle geht gut, ich kann selbst manchmal Leine nicht tragen, weil das kratzig ist manchmal. Also da muss ich tatsächlich immer sehr gucken. Also von da habe ich Kleidung auch als Thema. Genau, nasse Badekleidung, definitiv ein Thema. Ich kriege dann auch hier wieder Überschneidung, ich kriege dann direkt Ausschlag, aber es fühlt sich auch unangenehm an. Und was ich schon gesagt habe, sowas wie so Sonnencreme, ich kann auch Make up oft, also da gibt es auch so ein Gefühl von, also ich trage super seit Make up, aber so ein Gefühl von, die Haut ist zu, die spannt dann irgendwie und da kriege ich auch wieder das Gefühl von so, ich würde das so runterziehen Also ich glaube bei Make up ist es auch tatsächlich so, dass du es wahrscheinlich irgendwann in so einer Schicht runter, wie so eine Peel off am Abend runterziehen kannst. Vielleicht gar nicht so weit hergekommen. Vielleicht könnte jemand Sonnencreme empfinden, die ich auch so runterziehen könnte am Ende des Tages. Das wäre auch, also wenn ich einen Wunsch anlege, wobei ich schwöre, also wenn dem so ist und du kannst die abziehen, dann ist das nicht besonders gesunde Sonnencreme wahrscheinlich. Also wenn du das Zeug auf deine Haut schmierst. Aber ja, weiß ich voll. Also gerade Sonnencreme, Sonnencreme in Kombination mit Sand, dieses Paniertgefühl. Also wenn du. Und ich muss mich, also ich muss mich wirklich auch für 10 Minuten draußen eincremen. Ich habe extrem sonnenempfindliche Haut. Also ich bin immer mit Lichtschutzfaktor 50 oder so unterwegs. Aber das ist wirklich, also wenn wir in Italien oder so sind und dann cremst du dich ein und dann gehst du ans Meer und das ist noch nicht ganz getrocknet oder du schwitzt einfach und es klebt überall. Oh Gott, da könnte ich komplett durch die Gegend rennen. Also da habe ich auch das Gefühl, ich muss mich jetzt abduschen, ich muss das wegkriegen Und da gibt es für mich nichts. Also irgendwann ist dann auch, dass ich Ich muss jetzt nach Hause, können wir jetzt bitte nach Hause? Können wir, können wir, können wir, können wir, können wir. Weil ich unbedingt in die Dusche muss und dann kommst du aus dieser Kackdusche raus und dann ist halt, wie es in Italien im Ferienurlaub halt so ist, im Urlaub, in den Ferienhäusern, dann hast du halt Sand im Bett. Das ist dann für mich auch, also ja, permanent Überreizung, obwohl ich es eigentlich liebe da zu sein und Meer total schön finde und ich Wasser sehr, sehr gerne mag. Aber ich merke, dass mich das unheimlich überreizt und dass ich halt nicht so lang kann. Also ich könnte mich jetzt nicht 10 Stunden am Tag an den Strand legen wie andere Leute. Ich würde komplett. Ne, könnte ich nicht. Nee, kann ich das nicht. Auch mir nicht gut gehen kann ich auch nicht. Ich finde es auch furchtbar langweilig, aber ich kann es auch nicht. Also ich glaube auch die Kombi, Doch, ich kann 10 Stunden lang lesen, das ist kein Problem. Also ich konnte früher schon auch, Ich kann überall 10 Stunden sitzen und lesen, solange ich Kopfhörer dabei habe, dass es mir nicht zu laut ist rundherum, Das kriege ich hin. Aber dann bräuchte ich ein Sofa am Strand mit so Schirmchen. Also da geht die normale Strandliege, aber das ist vielleicht auch wieder ein Gewichtzimmer. Ich finde diese Strandmöbel sind oft für mich zum Beispiel super unbequem und ich habe Angst, dass die zusammenbrechen oder so, ganz ehrlich. Oder dass ich mich einklemme. Da bin ich auch so eine Kandidatin, die das gerne macht. Oh ja, ich gehe noch mal so zurück zu diesen sensorischen Sachen. Also genau, ich kenne Kleidung, ich kenne so Sachen auf der Haut. Das ist für mich, das hat viel damit zu tun, ob ich mich gerade wohl in meinem Körper fühle oder nicht. Und das hat eben überhaupt nichts mit Gewicht zu tun. Was ich auch, was ich dir vorhin schon erzählt habe, bevor wir die Aufnahme gestartet haben, ist so das Thema Essen. Also ich habe wenig Themen. Ich habe zum Glück, ich hatte das große große Glück, keine Essstörung zu entwickeln über Diäten machen, weil das ja einfach was ist, was immer wieder so was schnell passiert und was ja auch inzwischen das Wissen auch da ist, dass Diäten auch oft in Essstörungen enden. Ich hatte das große übrigens sehr häufig bei Neurodivergenten. Absolut. Also da gibt es schon auch Zusammenhänge. Genau, ich hatte das Glück, dass das nicht zu entwickeln und habe beim Thema Essen, also ich glaube, ich weiß nicht, ob es möglich ist, ein super unkompliziertes Verhältnis zu Essen zu haben, aber ich glaube, ich habe dafür, dass ich dick bin, habe ich schon ein relativ unkompliziertes Verhältnis dazu und habe auch ein super gutes Körpergefühl an der Stelle im Sinne von, dass ich ganz gut weiß, was ich da brauche, spüre mich da auch ganz gut. Das heißt, an sich ist es an vielen Stellen unproblematisch, aber ich merke, was die letzten Jahre immer mehr Thema wird, wird dieses auch diese sensorischen Sachen rund um Essen und das Thema Eier zum Beispiel, das finde ich jetzt gar nicht an sich so schlimm, weil in der idealen Welt würde ich mich eh vegan ernähren. Deswegen denke ich immer, ach, das passt ganz gut und vielleicht hängt das irgendwie auch zusammen. Aber ich merke so Rührei ist so ein Thema, was das geht oft inzwischen nicht mehr. Das muss eine sehr spezielle Konsistenz haben, dass ich noch essen kann. Also ich ekel mich auch öfter vor Essen inzwischen. Das passiert mir immer mehr und es hat schon auch die Folge. Also ich weiß, ich habe eine Erinnerung von letztes Jahr. Ich war in Island und Hot Dogs ist was, was ich in Deutschland total eklig finde. Aber in Island oder in Dänemark esse ich auch, mochte ich früher ganz gerne. Aber jetzt also allein der Geruch von diesen von diesen warmen Wienern, da wird mir ganz übel. Genau und ich kann das auch wirklich nur in bestimmten Kontext essen, dann esse ich da auch total gerne. Dann hatte ich am Abschluss zum Schluss hatte ich noch mal einen bestimmten Hotdog in Island und ich fand den ich habe mich, ich mochte den einfach nicht. Ich wusste nach dem ersten Biss, dass ich dir nicht schmeckt und ich irgendwie trotzdem nicht aufgehört. Und dann habe ich mich den ganzen Tag geekelt und habe mich dadurch auch so unwohl gefühlt. Ich finde es ja auch so dieses du hast was in dir und du findest es eigentlich. Und dann habe ich gemerkt, dass das die diese Überschneidung von ich fühle mich gerade nicht wohl in meinem Körper mit oder war irgendwie ein Essen so das von der Textur her nicht okay oder das wirkt ja genau, das hat Ekel ausgelöst. Das merke ich auch immer mehr. Das wird auch stärker oder wir haben uns auch vorhin darüber unterhalten, wird es wirklich stärker oder achte ich mehr drauf oder weiß kann es anders einordnen. Inzwischen unter Büro kann ich es anders beobachten auch. Aber jedenfalls das fällt mir auch so auf. Und ich frage mich dann immer, wie ist das für Leute, die ein komplizierteres Verhältnis zum Thema Essen haben und die vielleicht eh schon viel diese Idee haben, das darf ich essen, das nicht. Und wenn dann noch so Sachen dazukommen, wie sich das dann halt auswirkt, frage ich mich halt oft. Ich habe die Vermutung, das macht es eher noch mal schwieriger. Also auf jeden Fall. Und es gibt halt auch, also Ästhematiken gibt es, wie gesagt, in der neurodivergenten Welt ganz viel und gerade bei Menschen auf dem Autismus Spektrum zum Teil extrem. Also so, dass ganz, ganz wenige Lebensmittel überhaupt gehen und nur in einem bestimmten Setting und nur von bestimmten Tellern, nur bestimmten Besteck und auch nur an bestimmten Orten eben. Also da ist Essen echt schwierig und ich weiß einfach aus meiner Erfahrung raus für viele auch so eine richtige Tortur. Also da ist Essen tatsächlich kein, wie viele sagen, so ein Genuss und was Schönes, sondern so eine Belastung, ach ja, das muss ich machen, weil ohne Nahrung sterbe ich, also muss ich was zu mir nehmen, Aber es fällt mir ganz, ganz schwer. Das ist auch wieder so eine Wahrnehmungsgeschichte tatsächlich, dass da so viel auf diesen, diesen sensiblen, auf dieses sensible Gehirn einströmt, dass das echt schwierig werden kann. Also nicht, weil Essstörungen sind sehr, sehr häufig, also in beide Richtungen, sei es jetzt irgendwie sowas wie Bulimie oder Anorexie, Binge Eating, ganz großes Ding bei ADHS tatsächlich. Und ich habe, also ich merke es bei mir auch, dass ich da ganz arg Probleme habe und auch also Glück hatte, dass ich nicht in eine Magersucht reingerutscht bin in meinen Teenagerzeiten und jetzt aber auch so oft so unkontrolliert esse, keine Ahnung, wo ich einfach sage, also das kann jetzt nicht sein, weil ich gerade Lust hatte, weil mein Körper gesagt hat, er braucht das, das war einfach viel zu viel und hinterher ist dir total übel und du möchtest das eigentlich gar nicht. Für mich gibt es also beim Thema ADHS und Essen auch noch mal den Zusammenhang zwischen Dopamin und Essen. Also ich hab, wie gesagt, im Alltag habe ich das nicht so in meinem Arbeitsalltag, aber spannend für mich sind oft Sonntage. Sonntage sind meine unstrukturierten Tage, wenn du nichts zu tun hast und mein Gehirn ist, und das ist wahrscheinlich bei deinem ähnlich, also mein Gehirn, da ist immer viel los und ich brauche auch relativ viel Input. Also dieses einfach auf die Couch legen und in die Luft schauen ist für mich absoluter Horror und gleichzeitig, ich muss toll auf den Fernseher gucken, also nur in die Luft geht. Genau, also dieses einfach mal nichts machen ist echt, das ist echt schwierig, weil dann geht es in meinem Gehirn, dann wird das Tempo zehnmal schneller und dann wird es auch, es wird immer lauter. Genau. Und dann passiert da noch mehr und das ist überhaupt nicht entspannend. Und das wäre vielleicht auch noch mal eine andere Folge so entspannend für Menschen, für neurodivergente Menschen, weil da passen viele Entspannungstipps auch nicht. Und jedenfalls Sonntag ist für mich also oft so unstrukturierte Zeit und da ist auch, passt wieder mit der Schnittstelle von ADHS und Autismus, dieses, ich habe einerseits, ich brauche ganz viel Freiraum, aber ich liebe auch meine Arbeitsstruktur im Alltag total, die ich habe, also so an so Schreibtischsteigen und wenn die dann wegfällt, dann merke ich oft so, mein Gehirn kriegt eigentlich dann zu wenig Reize, habe ich oft das Gefühl. Und dann ist Essen halt auf der Suche nach und dann gibt es so bestimmte Snacks, also so Sachen, die knusprig sind, sind dann immer super. Also merke ich auch wirklich, ich habe so ein Langeweile Essen und ich denke immer für mich, ich versuche dann auch da das Thema Scham. Also ich denke dann immer so, ich weiß inzwischen, woher das kommt, mein Gehirn holt sich da was, das ist völlig in Ordnung. Und das ist halt absolut genau, ja, das finde ich, finde ich ganz hilfreich, das irgendwie einzuordnen. Und dann wollte ich sagen, was ich auch noch kenne, das ist aber nicht bei mir, sondern ich kenne das von anderen Menschen aus meinem neueren Umfeld, dieses Thema, so den ganzen Tag vergessen zu essen und dann aber mit einem Mal abends dann halt fast schon so, also nicht klassisch, vielleicht nicht ganz krasses Binge Eating, aber was schon so die Richtung geht von wirklich im Endeffekt schon, weil du dann so das Gefühl auch hast, ich bin so ausgehungert, ich muss das jetzt nachholen oder so irgendwie und dann eben auch hinterher diese Übelkeit, sich schlecht fühlen und oft dann auch, ja und dann am nächsten Tag geht er wieder von vorne los. Das ist also wirklich ein Thema, sich dieses gar nicht spüren zwischendurch am Tag, dass da vielleicht ein Bedarf ist nach Nahrung oder so. Ja genau. Also ich habe da eh ein ganz komisches Verhältnis und ich habe auch gefühlt immer Hunger. Also aber bei mir gibt es halt so quasi zwei Aggregatzustände, so hungrig und jetzt ist mir schlecht und dazwischen ist halt leider, also es gibt kein so, oh, ich glaube, jetzt bist du satt, jetzt solltest du aufhören. Also das wünsche ich mir, aber ich komme halt auch aus so einer Aufessen müssen Generation, zumindest in der Betreuung damals. Also das merke ich schon, dass ich, dass mir abtrainiert wurde, auf Sattgefühl zu hören, sondern zu bestimmten Zeiten zu essen, bestimmte Mengen zu essen, weil es halt noch auf dem Teller war und so. Also das macht ganz, ganz viel aus auf jeden Fall. Und ich kenne auch viele, die dann vergessen zu essen, passiert mir auch manchmal und ich check's dann wirklich erst, wenn ich, wenn mein Magen richtig knurrt und ich mir hä, ich habe doch vorher gefragt, ach so, ne, ich hab vergessen zu frühstücken, verdammt, es war so stressig heute Morgen. Und das mache ich sonst eigentlich immer. Also ich bin niemand, der ohne Frühstück aus dem Haus geht oder so, aber oft verpeile ich es einfach. Ja, und hier merkst du dann erst eine Stunde hinterher. Thema Hyperfokus eben auch dann. Ich habe witzigerweise, und ich habe vorhin so ein bisschen gelacht, als ich in der Küche stand, so 20 Minuten vor dem Interview, dass ich dachte, oh, ich habe noch gar nicht gefrühstückt, weil ich habe diesmal was gemacht, weil gerade so arbeitsmäßig so viel. Dann habe ich also die Vorbereitung in den Morgen reingeschoben und ich kann dann eben auch zehnmal besser mich konzentrieren, wenn ich weiß, oh, das Interview ist gleich auf. Und dann habe ich also schon am Rechner gesessen direkt, also gar nicht gefrühstückt, direkt am Rechner gesessen. Und dann habe ich, wenn ich so konzentriert bin, merke ich das eben auch nicht. Also wenn ich so richtig richtig drin bin, dann spüre ich mein Hunger auch nicht, dann kriege ich das nicht mit. Und dann habe ich so gedacht, aber irgendwann wäre vielleicht doch gut, noch irgendwas kurz zu essen, bevor ich jetzt irgendwie anderthalb Stunden in einem Gespräch bin. Weil also bei mir macht Hunger auch ganz viel mit meinem Körpergefühl, wenn ich es dann doch irgendwann spüre. Also mir sind neben diesen Neurodivergenz Themen, und das hängt natürlich auch irgendwie Schlafen und Essen hängt ja irgendwie auch mit diesen Themen zusammen, aber ich merke neben diesen sensorischen Themen sind es bei mir eben auch ganz viel, wenn ich mich unwohl im Körper fühle, ist es ganz viel. Ich habe zu wenig geschlafen. Das ist, glaube ich, mein Hauptthema. Also wenn ich müde bin, dann fühle ich mich auch, das interessiert mich. Jetzt kannst du genug schlafen? Weil, also ich habe festgestellt, dass es völlig piepegal ist, ob ich, also wenn ich acht Stunden schlafe, dann bin ich genauso müde, als wenn ich sieben oder sechseinhalb schlaf. Es darf nicht unter sechs Stunden kommen. Also da merke ich, da bin ich wie ein Zombie, laufe ich durch meinen Alltag. Aber also wenn ich jetzt acht oder neun Stunden schlafe. Ich bin immer müde. Also ich sage immer müde ist mein zweiter Vorname, weil ich grundsätzlich immer müde bin. Und es gibt halt so Abstufungen von lähmende Müdigkeit zu geht schon, da funktioniere ich noch. Also an sich, ja, an sich tatsächlich gibt es mich in unterschiedlichen Wachzuständen. Also im Sinne von, ich merke das sehr, sehr schnell, wenn ich nicht genug geschlafen habe. Ich habe aber auch, also wenn Leute mich fragen, wie es mir geht, dann sage ich oft müde. Also es zieht sich schon als Grundzustand schon sehr durch. Das stimmt. Und trotzdem merke ich in meinem Alltagsleben einen sehr starken Unterschied. Also sechs Stunden ist für mich schon oft zu wenig. Mal geht das, wenn es zum Beispiel zwei Nächte, drei Nächte hintereinander mit sechs Stunden, dann geht es mir schon nicht gut. Also ich merke auch wirklich dann, ideal sind bei mir sieben, genau, sieben, siebeneinhalb, siebeneinhalbig ist meine so sieben, halb acht. Also da merke ich schon einen Unterschied, was dann natürlich dann kommen noch so Faktoren dazu. Bin ich kurz, also wo bin ich im Zyklus? Spielt eine große Rolle bei mir. Ja. Und Perimenopause hat bei mir echt leider meinen Schlaf total gestört oder stört weiterhin meinen Schlaf total. Also das ist ein Riesenthema, weswegen diese Müdigkeitsgeschichten auch stärker geworden sind. Also ich hatte Phasen, wo ich wirklich einfach in dieser letzten Woche vor der Menstruation einfach gar nicht mehr, also wirklich nicht mehr funktioniert habe, weil ich ständig, also ich wache einfach mitten in der Nacht auf und bin dann länger wach. Das kannte ich von früher kaum. Du bist wie angeknipst, das habe ich jetzt gerade nicht mehr, wer weiß, woran es liegt, Aber ich war so 3 Uhr morgens, zack, genau, wirklich wie als hätte einer auf eine Glocke geschlagen, Du bist wach und denkst und jetzt? Und dann kannst du gerade nicht mehr einschlafen für eine Stunde, zwei, drei. Ja genau. Das ist auch wirklich dann nicht 10 Minuten, 20 Minuten wach sein, sondern dann bin ich anderthalb, zwei Stunden wach und dann irgendwann kommt die Müdigkeit wieder. Das heißt aber auch, ich muss timen, wann ich gut ins Bett gehe, damit ich diese Phase mit einplanen kann, weil so, also und ich habe jetzt, ich kann ja auch mal so um 6 Uhr abends wäre dann wahrscheinlich ganz gut. Ja, zumindest Nicht später. Als 22 Uhr oder sowas wirklich. Also ich kann ja mal sagen, ich habe für den Podcast schon auch das Thema Perimenopause, Menopause auf dem Schirm und wird dazu irgendwann gerne mal mehr machen. Aber ich kann ja mal jetzt schon mal sagen für die Hörerinnen, ja mach das bitte unbedingt. Darf ich da auch kommen? Ja, bitte gerne. Genau, lass uns noch mal eine extra Folge gerne dazu machen, weil ich habe ich habe zum Beispiel, ich nehme jetzt seit Jahresanfang Progesteron in der zweiten Zyklusphase. Es ist nicht, es ist nicht total besser geworden, aber das ist es macht es ist, es pegelt Sachen ein und es ist nicht mehr so krass halt. Und seitdem merke ich wirklich auch, ich kann auch ja auch in der in dieser Zyklus, diesen Zyklus Teil auch wieder funktionieren. Also ich bin da auch grundsätzlich müder und so, aber ich kann überhaupt auch ich kann arbeiten. Ich hatte sonst wirklich eine Woche im Monat, wo ich oft nicht gut, also wo ich fast gar nicht arbeiten konnte oder und mich dann die ganze Woche schlecht gefühlt habe so oder ich habe mich nicht die ganze Woche schlecht gefühlt, aber ich habe immer eine ganze Weile gebraucht, um dahin zu kommen zu sagen, das ist okay, dass es gerade so ist. Es war immer ein Teil dieser Woche, bis ich das akzeptieren konnte und sagen konnte, das ist jetzt so. Also auch da wieder das Thema, du kannst auch nichts dafür, du musst dich jetzt ja genau, du musst dich jetzt um deinen Körper kümmern. Aber auch das ist halt so dieses stell dich nicht so an. Da müssen wir auch mal ganz klar sagen, also wenn Männer das so hätten, wie wir das haben, dann wäre es auch glaube ich so, dass du eine Woche Monat frei hättest tatsächlich. Wahrscheinlich wärst du die komplette Perimenopause dann auch freigestellt. Jahrelang bezahlt. Jahrelang sabbatical. Ja genau. Aber es ist halt nicht so. Aber dann wäre es wahrscheinlich schon so, weil bei uns wird halt gesagt, jetzt komm hier reiß dich zusammen, nur weil du deine Tage hast oder nur weil du jetzt irgendwie in Wechseljahren bist, kannst du jetzt hier nicht so durchhängen. Muss trotzdem liefern. Ja und das und das Gesellschaftliche und das Persönliche, die hängen ja immer so krass zusammen. Also das eine ist ja wirklich diese gesellschaftlichen Anforderungen, also auch dieses was mache ich in so einer Woche? Sag ich alle Termine ab, was was verschiebe ich, verschiebe ich Sachen? Wie mache ich das? Das ist ja schon das eine. Das andere ist aber, also das ist glaube ich was, wo mein verinnerlichter Egoismus extrem stark zum Tragen kommt. Dieses ich habe einfach eine sehr klare Erwartung an mich, dass ich also eigentlich wirklich jeden Tag im Monat gleich arbeiten kann. Und gerade mit Neurodivergenz ist das ja überhaupt, Also ich habe sehr starke Schwankungen und das ist auch, und inzwischen weiß ich zum Beispiel auch, hey, wenn ich über eine bestimmte Grenze an Arbeitsintensität rüberkomme, dann wird der nächste Tag halt so, dass ich da, das ist halt dann so eher so ein Couchtag. Also inzwischen weiß ich auch bisschen, wie ich diese Schwankung besser ausgleichen kann oder ich weiß überhaupt, wie ich damit umgehen kann. Aber das heißt, es ist ja eh schon außerhalb von, ich weiß gar nicht, ob es ein außerhalb von Zyklus gibt, aber ich glaube, das ist auch tatsächlich neurodivergente Menschen betrifft, die nicht menstruieren, die keine Gebärmutter haben, aber jeweils dieses eh schon sehr schwanken. So das ist eh schon da. Und dann ist es durch diese perimenopause Geschichte bei mir noch mal, also generell durchs Thema Hormone noch mal krasser geworden. Was mir da ganz viel Stress macht, ist mein innerer Anspruch, diese hohen Erwartungen an mich selbst, auch meine Erwartungen an, wie ich funktionieren können sollte, wie ich arbeiten können sollte. Und natürlich ist das verbunden mit gesellschaftlichen Sachen und dann gibt es auch noch familiäre Prägung, aber die ja dann diese gesellschaftlichen Sachen an einen vermittelt. Aber das ist natürlich, es ist ja nicht im luftleeren Raum, dass ich mich schlecht fühle. Das stimmt. Nee, wie sind wir drauf gekommen? Ach, wir sind drauf gekommen. Also das Schlafen ist für mich der Hauptfaktor für wie fühle ich mich in meinem Körper? Essen, Hunger, Hunger. Essen ist auch noch, wenn du müde bist und so, dann fühle ich mich oft nicht. Wenn ich müde bin, fühle ich mich oft einfach in meinem Körper nicht wohl. Und ich finde es halt deswegen auch immer, wenn ich mich in meinem Körper nicht wohlfühle, ist es für mich total hilfreiches Werkzeug, wirklich so ein bisschen zu gucken, in mich reinzuheuchen, woran liegt es gerade? Ist es einfach die Müdigkeit? Und dann weiß ich einfach, ich kann das, ich kann das wahrnehmen, aber ich brauche heute jetzt, ich muss nicht weiter drüber nachdenken. Und dann ist das Rezept hart zu gucken, dass ich nächste Nacht mehr Schlaf bekomme oder habe ich gerade Hunger? Also ich kriege manchmal ganz selten, aber es ist manchmal, wenn ich Hunger habe, so eine Weltuntergangsstimmung, dann fühle ich mich auch nicht gut in meinem Körper und dann ist das ein Zeichen von sollte vielleicht mal was essen. Meistens regelt sich dann darüber. Oder eben, was inzwischen mein drittes großes ist, ist dieses oh, fühle ich mich irgendwie nicht wohl, weil irgendwelche Reize irgendwo sind. Ja, also habe ich heute Morgen erst gemerkt, da war ich irgendwie um halb acht schon total überreizt. Ich weiß nicht, bin um halb sechs aufgestanden, das ist meine normale Zeit, so viertel nach fünf, halb sechs und es war noch überhaupt nichts Weltbewegendes, aber ich weiß, es war mir alles zu laut. Die Kinder waren mir wesentlich zu laut und ich habe dann echt mit Noise Cancelling, Kopfhörern und Tablet gefrühstückt und dann ist mir eingefallen, ich bin heute saumäßig allergisch. Also ich reagiere total krass auf irgendwelche Pollen, die heute fliegen. Meine Nase lief, meine Augen haben gejuckt kunstlich. Irgendwo habe ich mich überhaupt unwohl gefühlt und habe mir wahrscheinlich hat es auch damit zu tun, aber das hatte ich, also manchmal fühle ich das gar nicht oder bringe das nicht zusammen, weil ich es auch, also ich muss sagen, ich bin immer noch damit beschäftigt, glaube ich, wieder zu lernen, mehr auf mich zu hören und es klappt immer oder mich mehr zu spüren, das klappt auch immer besser. Aber ich habe in meiner Kindheit unheimlich gut funktioniert. Also mich hätte niemand als übermäßig sensibel oder so beschrieben. Ich habe mich aber einfach, glaube ich, nur massiv zusammengerissen, ganz, ganz doll. Ich hab halt funktioniert. Ich habe Dinge gegessen, die ich nicht lecker oder irgendwie sogar eklig fand, ohne zu mosern. Und ich hab Sachen angezogen, die man mir gegeben hat, weil das war einfach so. Und ich habe gewusst, das ist einfach so, das ist in allen Familien so, da wird nicht gemosert, du machst es jetzt. Und da kriegt man halt schon ganz dolle Aberzogen. Also jetzt gar nicht von meinen Eltern unbedingt tatsächlich, muss echt sagen, mehr so aus dem Umfeld, also so Betreuung, Schule, andere Leute so im Umfeld, also das hat ganz viel mit mir gemacht und ich muss jetzt immer noch lernen, ich bin fast 40, ich werde nächstes Jahr 50, also besser in mich zu spüren und dann einfach auch zuzulassen, ja, das ist mir zu viel und das darf mir auch zu viel sein und niemand hat zu entscheiden, ob das jetzt zu viel oder zu wenig oder genau richtig für mich ist, weil niemand in meinem Körper steckt, außer mir. Aber ich muss diesen Körper erst wieder ausfüllen von innen so richtig und das spüren dürfen. Das ist ein schönes Bild mit dem Ausfüllen von innen gerade gedacht. Mit dem Bild würde ich, glaube ich, den Teil auch erstmal beenden. Danke erst mal für den Austausch. Das war der erste Teil des Interviews mit Andrea. Alle erwähnten Links findest du in den Shownotes. Und der zweite Teil des Gesprächs kommt dann voraussichtlich am nächsten Samstag raus, Das ist der 16. Mai. Und wie vorhin schon angekündigt, kommt hier noch mein Glitzer, also was, was ich gerade gerne mag, was mir Freude bringt. Und ich mache das ganz kurz, Frühling kombiniert mit Ostsee, denn ich war letzte Woche an der Ostsee, was an sich schon großartig war und dann war auch noch extra großartig, dass dort alles blühte und das war einfach fantastisch. Also 10 von 10 Sternen, gerne wieder große Empfehlung für Ostsee Anfang Mai. Und damit verabschiede ich mich für diese Folge Bis in ein paar Tagen und tschüss.