Tess Holliday, Cat Pausé und ein Fett Camp: Interview mit Luise Gonca Demirden und Lydia Rose Kray (Teil 2)
28.02.2026 32 min
Zusammenfassung & Show Notes
Im 2. Teil des Interviews mit Luise Gonca Demirden und Lydia Rose Kray geht um den Weg der beiden zu ihrer eigenen fetten Befreiung.
Sie erzählen von ihren sehr unterschiedlichen Wegen dahin: Von Aha-Momenten und ersten Irritationen.
Im 2. Teil des Interviews mit Luise Gonca Demirden und Lydia Rose Kray geht um den Weg der beiden zu ihrer eigenen fetten Befreiung.
Sie erzählen von ihren sehr unterschiedlichen Wegen dahin: Von Aha-Momenten und ersten Irritationen.
Der Buchungskalender für das Gespräch:
https://tidycal.com/1vwgwv3/gespraech
YouTube Kanal für Video des Interviews:
https://youtube.com/@koerperundgesellschaft?si=qXiI5TmuqEOEXBQH
Kofi Seite für das Mega-zine
(Das Zine ist unter „Shop“ kaufbar):
https://ko-fi.com/stepsoffatliberation
Instagram Account Mega-zine steps of fat liberation
https://www.instagram.com/stepsof_fatliberation/
Instagram Account Luise Gonca Demirden
https://www.instagram.com/fatsoftandfree/
Instagram Account Lydia Rose Kray
https://www.instagram.com/lydiakrax/
Meine Website:
https://www.ira-schumann.de/
Sie erzählen von ihren sehr unterschiedlichen Wegen dahin: Von Aha-Momenten und ersten Irritationen.
Der Buchungskalender für das Gespräch:
https://tidycal.com/1vwgwv3/gespraech
YouTube Kanal für Video des Interviews:
https://youtube.com/@koerperundgesellschaft?si=qXiI5TmuqEOEXBQH
Kofi Seite für das Mega-zine
(Das Zine ist unter „Shop“ kaufbar):
https://ko-fi.com/stepsoffatliberation
Instagram Account Mega-zine steps of fat liberation
https://www.instagram.com/stepsof_fatliberation/
Instagram Account Luise Gonca Demirden
https://www.instagram.com/fatsoftandfree/
Instagram Account Lydia Rose Kray
https://www.instagram.com/lydiakrax/
Meine Website:
https://www.ira-schumann.de/
Transkript
Willkommen beim Podcast Körper und Gesellschaft, dem Podcast für das Thema
Körperakzeptanz. Mein Name ist Ira Schumann.
In dieser Folge hörst du den zweiten zweiten Teil des Interviews mit Luise
und Lydia. Zur Erinnerung, im ersten Teil haben wir vor allem über
das Magazin gesprochen, was die beiden herausgebracht haben,
und im zweiten Teil des Interviews wird es jetzt noch persönlicher. Also
ich finde, im ersten Teil war auch schon sehr viel sehr Persönliches drin, jetzt wird
es noch ein Stück persönlicher. Es wird um den Weg der
beiden zur Körperakzeptanz gehen, beziehungsweise zu ihrer
eigenen fetten Befreiung. Ich vermute, dass es eher Das sind eher die Begriffe, die die
beiden verwenden würden. Die beiden erzählen von ihren sehr unterschiedlichen
Wegen, von Aha-Momenten und von
ersten Irritationen. Das ist noch mal total
spannend. Das ganze Gespräch war total schön und auch dieser Teil,
finde ich, ist noch mal einfach toll zu hören.
Bevor es losgeht, noch zwei Orga-Sachen. Die
erste ist so ein bisschen länger. Genau, ich freue mich, wenn ihr
nicht skippt, sondern vielleicht noch mal reinhört. Die zweite ist noch mal ganz
kurz und dann geht's aber auch wirklich los. Orgasache Nummer 1:
Ich hatte vor ein paar Folgen schon mal erzählt, dass ich Podcast-Hörer:innen
ins Gespräch einlade. Also meine ganz ursprüngliche Motivation im Januar
war, als ich das geplant habe: Bevor ich neue Angebote
entwickle, möchte ich gerne hören, was Menschen sich wünschen. Und ich
habe inzwischen ein paar Gespräche geführt. Und festgestellt, dass
die auch sehr hilfreich sind für die weitere Gestaltung dieses Podcasts, weil ich
eben direkte Rückmeldungen bekomme, was Menschen hier hören wollen.
Ich möchte daher weiterhin mit dir darüber sprechen,
was dich gerade beschäftigt und herausfordert in Bezug auf das Thema Körper,
was du brauchst für mehr Körperakzeptanz, was du dir inhaltlich
von meinen Produkten, Angeboten, aber eben auch von diesen
Podcastfolgen hier wünschst. Und was du schon ausprobiert hast,
um deinen Körper anzunehmen oder etwas mehr anzunehmen.
Ich lade dich deswegen hiermit noch mal ganz offiziell zu einem
Gespräch ein, in dem wir über dich und deine Wünsche sprechen.
Und ja, das gilt auch, wenn wir uns schon kennen und zusammengearbeitet haben.
Und das habe ich letztes Mal nicht gesagt, weil ich gar nicht daran gedacht habe,
aber es kam als Frage: Ja, das gilt auch, also diese
Einladung gilt auch, wenn du den Podcast ganz neu entdeckt hast
und ihn magst, also wenn du mit den Inhalten hier was anfangen kannst, wenn du
mit meiner Art was anfangen kannst, auch dann bist du herzlich ins Gespräch
eingeladen. Also du musst jetzt nicht schon mehrere Monate diesen Podcast
hören, oder du musst auch noch nicht mit mir zusammengearbeitet haben, sondern auch wenn du
ganz neu bist, ich freue mich, wenn du dir einen Termin
buchst. Und du
bekommst auch was dafür. Also um mich für deine Zeit zu bedanken, schenke ich dir
einen Gutscheincode. Den du beim Kauf eines meiner Produkte anwenden
kannst, wenn du das magst. Natürlich ist das Gespräch also überhaupt
keine Verpflichtung, irgendwas in Zukunft von mir zu kaufen.
Den Link für den Buchungskalender, über den du eben den Termin
buchen kannst, findest du in den Shownotes. Und
dort kannst du das, was ich gerade hier erzählt habe, auch noch mal in Ruhe
nachlesen. Und ich schreibe dort auch ein paar mehr Infos
dazu, wie das Gespräch läuft. Oder laufen würde.
Dann ganz kurz zur zweiten Orgasache: Ich habe letzte Woche erwähnt,
dass es jetzt einen YouTube-Kanal gibt für diesen
Podcast. Dort findest du jetzt wirklich alle Podcastfolgen,
also auch, also alle vergangenen, aber auch alle zukünftigen, und
eben natürlich auch weiterhin das Video dieser Folge.
Den Link zum YouTube-Kanal findest du auch in den Shownotes.
Danke für die Geduld. Danke fürs Zuhören. Jetzt ganz
viel Spaß beim Hören. Ich habe mir bei den Interviews vorgenommen, dass
ich alle Gäste, Gäst*innen dann wirklich auch
mal so ein bisschen frage, wie der eigene Weg war. Also einfach auch deswegen,
weil ich weiß, dass auch Menschen diesen Podcast hören, die da
ja auch mitten noch auf dem Weg sind. Ich meine, gut, wir sind alle immer
auf dem Weg. Wir sind da alle nie fertig, aber die vielleicht da auch noch
ein paar Schritte weiter vorne sind und vielleicht gerne wissen wollen, okay, wie kann
man an einen Punkt kommen, wo man sich zum Beispiel nicht jeden Tag im Spiegel
anschaut und abwertet oder ständig damit beschäftigt ist,
über den eigenen Körper nachzudenken oder über Essen nachzudenken oder was auch immer. Also
diese ganzen Dinge, die so Energie ziehen einfach und die so das Gegenteil von
Freiheit sind, finde ich. Deswegen die Frage an euch
beide: Also wie seid ihr jeweils dazu gekommen,
so auf das Thema Körper oder auch Körper und Gewicht zu zuschauen, wie ihr es
heute tut. Was waren da vielleicht auch wichtige Punkte im Prozess? Gab es
vielleicht so Meilensteine? Was war vielleicht so ein Auslöser auch? Also
ich war ja schon, ich war schon immer dick und dann im
Erwachsenenalter fett halt. Das heißt,
das Thema hat mich immer begleitet, war immer konstant.
Hatte ich einen riesigen, riesigen ersten
Punkt auf der To-do-Liste und das war Abnehmen.
Der halt irgendwie nie abgehakt werden konnte. Ganz
schrecklich. Und das hat mich begleitet. Also ich
bin, ich habe das erste oder
das wirklich den Einstieg in so eine politische Betrachtung von
Gewicht und Körpern 2018,
glaube ich, ungefähr muss es gewesen sein, gemacht. Und zwar habe ich
da zu zufällig in einer Arztpraxis, ein bisschen absurd,
in der Arztpraxis, in dem Modemagazin, ja genau,
da hat es angefangen. Ob man es glaubt oder nicht, es sind eigentlich die beiden
absurdesten Orte, wo es anfangen könnte. Ein Interview gesehen von
Tess Holliday. Tess Holliday ist ein fettes,
super fettes Model. Und ich
habe das, ich habe damit gar nicht gerechnet, ich habe die einfach aufgeschlagen und war
so völlig wirklich
so beschämt und irgendwie auch total schockiert. Und ich wusste
nicht, finde ich das gut, finde ich das schlecht? Ich war völlig überfordert damit
auf jeden Fall. Dann habe ich das irgendwie so in
mich reingefressen. Also ich habe das wirklich so runtergelesen, als wäre es jeden
Moment wieder weg. Und dann habe ich so gedacht,
es hat mich den ganzen Tag beschäftigt. Und dann war ich irgendwie so, okay, ich
muss da jetzt mal gucken, wer diese Frau ist. Und habe dann halt Holliday
gegoogelt, bin auf ihren Instagram-Account gekommen, bin ihr gefolgt und dann ging es irgendwie
so Schlag auf Schlag, dass ich auf einmal in dieser Bubble war, also dass ich
auf einmal so, ah okay, dann hat die irgendwen repostet, dann bin ich da drauf
gegangen und dann in der gleichen Woche, also ich bin da wirklich so
abgetaucht, dass diese
Hyperfokus, der andere, online hier randeln kann, die
es nicht gibt. Dann bin ich da abgetaucht und
habe halt wirklich noch in der gleichen Woche irgendwie 4 Bücher
von Aktivist*innen bestellt und ich habe die in mich reingefressen und ich
habe nur geheult. Ich habe so viel geheult, wirklich,
weil ich einfach so das erste Mal gelesen habe. Ich bin halt voll in
diesem Ding aufgewachsen von: Ich
werde sterben an meinem Fett und ich bin selbst dran
schuld. Ja, das war mit eine von den Sachen, die
mich am krassesten daran geprägt hat, war wirklich diese
Todeserzählung. Es hat wirklich viel mit mir gemacht. Todes- und
Krankheitserzählungen. Also auch so, wenn ich depressiv bin,
dann denke ich immer sofort, ich habe Krebs oder ich werde
herzkrank oder so. Das ist so in
Anxiety eingeschrieben in meinen Körper.
Und das war das Erste, irgendwie so diese
Erleichterung, diese krasse Erleichterung und die krasse Trauer,
die aber dann direkt auf dem Fuß folgt. Und dann war
das gleichzeitig aber auch wirklich wie so ein
Gewicht, was von mir abgefallen ist, ohne dass ich einen
Gramm abnehmen musste. Und ab
da ist das sofort so krass in
den Mittelpunkt gerückt, weil das eben an die
Stelle von Abnehmen gerückt ist. Und Abnehmen war ein Riesending wirklich
in meinem Alltag und in meinem Leben bis dahin.
Und ich habe dann irgendwie so angefangen, so ein bisschen auf Insta
dazu zu schreiben. Es war ja, dann folgte ja bald
die Pandemie, also die erste heiße
Phase der Pandemie, wo wir eben alle noch viel zu Hause waren.
Und da gab es ja wieder so ganz viel irgendwie so Diätkram und irgendwie, oh,
ich habe so zugenommen und irgendwie dachte ich da
so, nee, ich mache das jetzt nicht mehr mit irgendwie und ich sage
jetzt was dazu. Und dann habe ich so einen kleinen Kleinen Post mit mir mit
Maske geschrieben, wo ich so war: Hey, übrigens ist voll okay, in der
Pandemie mal ein paar Kilo zuzunehmen und irgendwie ist auch nicht
cool, da so ein Riesending draus zu machen. Für viele verschiedene Leute aus
verschiedenen Gründen. Und das wurde so ein bisschen geteilt und
dann bin ich noch mehr vernetzt gewesen online. Und bei mir hat alles,
dadurch dass das so in diese Zeitspanne fiel, viel
online stattgefunden. Ich war vorher viel so in feministischen und queeren
Räumen unterwegs. Und ich war dann erst mal sehr online
vernetzt irgendwie und habe da irgendwie so ein paar Sachen dazu geschrieben
und es ist so ein bisschen mein Profil ist so ein bisschen gewachsen und so.
Und dann habe ich aber auch irgendwann gemerkt, hey, ich will aber auch irgendwie in
Real Life, also was heißt online ist auch Real
Life, aber ich meine irgendwie im Nicht-Online-Leben
mich verbinden und mich weiter damit befassen und
bin dann, habe mich dann mal umgeguckt für Workshops und so und
habe dann da Vorträge, ein paar Workshops besucht
und war dann irgendwann bei Lila bunt auf einem Workshop von
Mäks Roßmöller: Fettgewebe
begegnen. Falls ihr den nicht kennt, guckt den gerne nach. Ist ein toller
Workshop, der mir viel auch noch
mal beigebracht hat auf eine andere Art und Weise. Und dort waren wir eben
eine Gruppe von Fettis, die diesen Workshop besucht haben, und eine
von den Lila buntis, dort, ist
eben selbst auch fett und hat gesagt: Hey, wir wollen schon so ewig mal ein
Fettcamp machen bei Lila Bund und hat dann so uns
angesprochen, ob wir Lust hätten, mit in die Orga-Gruppe zu kommen. Und das haben dann
manche von uns auch getan. Und dann habe ich eben dieses Fettcamp mitorganisiert.
Das erste, soweit wir wissen, emanzipatorische in Deutschland
Fettcamp. Und das ist, wo Lydia und ich uns zuallererst
kennengelernt haben. Und das war aber auch, wo einfach dann mal 40 Fettis
wirklich an einem Ort waren und Alle unterschiedlich
politisiert auch. Also alle irgendwie, manche schon sehr
tief im Thema, manche gerade erst drin, manche hatten
gar keine Ahnung, aber fanden es irgendwie so ansprechend, wollten dann kommen und irgendwie mal
erfahren. Aber was ich direkt gemerkt habe, war,
wie viel Last und irgendwie
Alltagsstress von mir abgefallen ist in diesem Raum.
Also zu merken, wenn ich mit anderen fetten Leuten
dabei bin, zusammen bin, mache ich ganz viel nicht mehr, was ich mache, wenn ich
mit dünnen Leuten zusammen bin. Und auf einmal irgendwie
denke ich überhaupt nicht darüber nach, ob ich jetzt irgendwie hier bauchfrei rumlaufen kann oder
nicht. Und Leute haben halt ihre knappesten Outfits mitgebracht, weil sie
wussten, hier ist der Raum, wo ich das tragen kann. Und so, und es
war einfach, es war einfach ein Fest und es war irgendwie wie Urlaub
und toll. Und
danach, spätestens Spätestens danach war ich so: Das nie wieder! Will ich das nicht
mehr erleben haben! Zwischendurch ist dann noch
passiert, dass die Gesellschaft gegen
Diskriminierung das erste Mal Gelder bekommen hat, um wirklich
Fortbildungen zu dem Thema zu machen. Ich meine, das ist ja alles, was wir an
Wissen haben zu dem Thema in Deutschland. Bisher ist aktivistisches Wissen gewesen,
unbezahlt in den meisten Fällen.
Irgendwie gab es dafür nie die Gelder und es war eben das erste Mal.
Und ich habe mich dann da auf eine Stelle beworben und die bekommen. Und
seitdem ist Fat Activism mein Life.
Ja, aber seitdem ist es halt ein sehr großer Teil von meinem Leben, weil es
eben auch meine Erwerbsarbeit ist. Und ja,
es waren tolle, anstrengende, aber auch
tolle und sehr, sehr lehrreiche und
befreiende Jahre, also 7 Jahre oder was.
Die, na ja, es gibt irgendwie nicht so, wenn du, du hast ja gefragt
eigentlich, jetzt bin ich ins Labern gekommen, aber du hast eigentlich gefragt, was waren so
die Punkte, was kann ich Leuten irgendwie sagen, die sich auf den Weg machen
oder die das gerade entdeckt haben? Und ich weiß nicht, für mich gibt es da
nicht so eine Antwort. Bei mir war es irgendwie Internet, da mich mit
Leuten austauschen, irgendwie auf Social Media sein, mir Sachen
erlauben zu tun und so. Aber ich glaube, das, was am
allermeisten mir wirklich geholfen hat, irgendwie weiterzukommen in
meinem Denken und in Selbstakzeptanz, war einerseits
von fetten Leuten zu lesen, die wütend sind und die nicht irgendwie
sich entschuldigen oder erklären oder versuchen, besonders verdaulich
zu sein, sondern irgendwie die sagen: Ey, es reicht jetzt mal.
Und das ist übrigens meine Meinung. Und das andere war, mit fetten
Leuten zusammen zu sein. Also wirklich Leute zu
treffen und zu merken, wie viel
Freiheit in unseren Begegnungen liegen kann. Vielen Dank.
Lydia, magst du von dir noch was teilen? Also auch völlig okay, wenn nicht. Es
ist halt auch eine sehr persönliche Frage. Gab es bei dir auch so ein Erweckungserlebnis?
Hatte fast schon was von Erweckungserlebnis. Diese Modezeitschrift in der
Arztpraxis, wie du schon gesagt hast. Gab es bei dir auch so einen ähnlichen Punkt?
Ja und nein. Also lustigerweise
würde ich sagen, es ist irgendwie so paradox, weil
eigentlich mein Anfang von Auseinandersetzung
damit ein sehr großer Widerstand von
meiner Seite war, weil ich in einem Uni-Seminar war, das hieß Fett
in Film und Fernsehen, und das hat
eine dünne Professorin von mir, die ich aber sehr schätze als
Medienwissenschaftlerin, gegeben, und wir haben da halt sehr
viele Texte gelesen von Friedrich
Schorp und von Eva Kreisky, die sozusagen
eher akademische Texte über Fatness geschrieben
haben. Keine Happy Meals für die Unterschicht.
Da geht es ganz viel oder ging es ganz viel
einerseits darum, wie werden fette Leute medial dargestellt
und andererseits, was ist die Kritik daran? Und das war aber nicht so, also
es war schon ein kritisches Seminar, Aber es war halt sehr
akademisch und nicht als aktivistisches Ding gemeint. Und ich
habe mir lange überlegt, was ich da für das Seminar für eine
Hausarbeit schreiben will. Und dann
habe ich einen Text von Cat Pausé gelesen,
der Coming Out as Fat heißt. Und ich hatte eine
krasse Aversionsreaktion zu dem Text.
Ich war so: No fucking way!
Irgendwie habe ich was gegen diesen Text, aber ich weiß nicht, was es ist. Und
ich habe in der Auseinandersetzung damit eine
Woche lang zu Hause gesessen und geheult. Aber ich habe das halt
so sehr auch mit, also sozusagen die Medienwissenschaftlerin in mir war
so: Ich muss das jetzt verstehen und durchdenken und begreifen,
theoretisch. Und ich schreibe jetzt eine Arbeit darüber,
was mein Widerstand dagegen ist. Und das habe ich dann gemacht.
Diese Arbeit ist eine sehr kritische, würde ich sagen, eine
solidarisch-kritische Auseinandersetzung damit. Eigentlich war mein
Punkt darin zu sagen: Ich glaube nicht, dass
sozusagen ein Coming-out Sinn macht in dem Fatness-Kontext.
Wann war das? 2016 habe ich das geschrieben. Weil ich
glaube, dass Fatness noch so stigmatisiert ist, dass es überhaupt
keinen Sinn macht. Stigma durch ein Coming-out aufbrechen zu
können. Und die Arbeit
endet damit, wo sie eigentlich anfangen
müsste, nämlich zu sagen: Coming-out macht nur
in Community Sinn. Es macht nur Sinn, das zu machen, wenn es
Community gibt. Und wenn ich jetzt darauf zurückblicke, was ich
da geschrieben habe, denke ich halt, ich habe das deswegen so geschrieben,
weil ich keine Community hatte. Meine krasse Kritik
daran und mein Unwohlsein damit hat sich daraus begründet, dass es eine krasse
Vereinzelung in meinem eigenen Leben gab. Dass ich mich die ganze Zeit mit dünnen Leuten
umgeben habe. Dass ich versucht habe, dünnen Leuten sozusagen
zu gefallen da drin. Und jetzt
gucke ich darauf zurück und denke halt so: Ja, da wo der Text endet, nämlich
halt mit diesem Ausblick, beginnt er jetzt für mich.
Hat es auch viel mit Sexualität und mit Queerness zu tun. Und
damit irgendwie, also sozusagen, dann, es gibt diese Theorieebene
für mich, oder gab es, und dann gibt es halt die sehr,
sehr persönliche Ebene von: Was hat meine Fettneis in Beziehungen bedeutet?
Und was hat das sozusagen für meine Queerness bedeutet?
Weil für mich ein großer Befreiungsmoment meine erste queere Beziehung war.
Also wo ich zum ersten Mal irgendwie aufgetaucht bin mit meinem ganzen
Körper überhaupt als Person und als fette Person aufgetaucht bin und das
irgendwie einen Rahmen gefunden hat. Und dann habe ich gedacht: Ah ja,
das ist Queerness! Und dann habe ich aber feststellen müssen: Nee, nee, nee, nee, nee,
das war schon eine sehr besondere Person, über die ich da
gestolpert bin. Und ich denke zwar heute, dass Queerness und Fatness
total eng miteinander verknüpft sind und dass Fatness sehr, sehr queer ist,
aber ich musste auch eine bittere Lektion
darin lernen, dass halt nicht alle queeren
Leute das so sehen und so mit
fetten Körpern umgehen. Und dann bin ich
2010er-Jahre-Ende mit ner fetten Femme zusammengekommen.
Und ich habe diese Entscheidung, muss ich sagen, sehr bewusst getroffen.
Also meine erste queere Beziehung war mit ner nicht fetten Person. Und
ich habe dann so die Entscheidung getroffen: Ich will auch für mich selber mal
aufhören, dünne Leute zu daten, weil ich auch meine
eigenen Sehgewohnheiten sozusagen verändern will. Und
ich hatte so ein bisschen die Hoffnung, glaube ich, darüber, mit einer anderen fetten
Frau zusammen zu sein, meinen eigenen Körper auch noch mal anders zu
verstehen. Hatte es aber mit einer Person zu tun, die selber überhaupt
nicht politisiert war in Bezug auf Fatness und
krass viel Scham mit sich rumgetragen hat. Und mit dieser Person war ich 7 Jahre
lang zusammen. Zusammen, und das hat mich ziemlich zurückgeworfen, würde ich
behaupten. Also, ne, ich verstehe auch deren
Struggles und so weiter und so fort, ist nicht mein Punkt, aber
so, es hat gebraucht, dass ich— für mich war das ein ziemlicher Sprung ins
kalte Wasser, zum Fatcamp zu fahren, weil
ich große, große Angst davor hatte, was das für mich bedeuten würde, mit
so vielen fetten Leuten an einem Ort zu sein. Ich habe
so viele Anxieties gehabt, auch an diesem Wochenende. Ich habe das nicht als nur schön
empfunden, sondern ich war so: Okay, bin ich jetzt überhaupt
noch special?
Normalerweise bin ich immer die auffälligste Person im Raum. Ich bin es hier überhaupt nicht
mehr. Was passiert mit mir? Was ist hier los? Ich habe so
viele Sachen gar nicht irgendwie verstanden
und auch zum Beispiel nicht. Also es war für mich auch ganz schwer,
dass ich mit der Erwartung an mich selbst da reingekommen
bin. A) Ich will irgendwie gesehen werden. A) Ich will alle Leute
toll finden, die da sind. Ich fand überhaupt nicht alle Leute toll, die da
waren. Auch deswegen, weil ich natürlich auch selber mit einer
Menge Ängste da reingelatscht bin und viel mit mir selbst beschäftigt war
auch. Aber trotzdem war das Fatcamp und vor allem, was dann kam, nämlich halt irgendwie
bei Mäks Workshops zu machen und dann noch mal intimer so in eine
Auseinandersetzung mit Fett und Körperlichkeit und somatischer
Arbeit zu gehen. Das war für mich, was dann Also
so Community finden, aber nicht halt
einfach so, nicht sozusagen Community als anonymes Ding,
wo ich alle mögen muss, sondern dass ich mir
dann auch die Leute sozusagen ausgesucht habe, mit denen ich mich umgeben
will davon. Also nicht zu sagen, jetzt, das sind jetzt, ist
jetzt alles meine Community, nur weil die alle fett sind, sondern zu sagen,
okay, Diese 8 Leute sind Leute, mit denen ich mich
umgeben will. Und auch das war noch mal ein ziemlicher Kampf, muss ich
ehrlich sagen, dahin zu kommen, wenn das so neu für einen ist.
Also für mich war es total neu. Und dann ja
halt wirklich in Beziehung sein und
diese ganzen intimen kleinen Alltagssachen mit Leuten erleben, die
so krass wichtig sind und zum
Beispiel mit Luise und auch mit anderen Leuten, aber vor allem mit Luise die ganze
Zeit in Auseinandersetzung über— es gibt in dem Szene-Text zu Sauberkeit— über
so kleine Sachen zu sein wie: Was bedeutet das für mich als fette
Person irgendwie an Scham, wenn mir
irgendwie, wenn ich messy bin oder so. Das
ist ja alles so sehr Teil von unserem Alltag
und so viele Kleinigkeiten, die halt überhaupt nur
dann, wenn man darüber irgendwie konstant in Verbindung
ist, überhaupt reflektierbar sind und
irgendwie besprechbar werden. Ich finde es beides total schöne Geschichten, also
auch so spannend, wie sich das irgendwann überkreuzt. Aber dass es eben auch so ganz
eigene Geschichten sind. Und auch ich fand es total interessant, diese
Abwehr gegenüber diesem ersten Text von Cat
Pausé. Das stellt ja auch so viel in Frage, wenn man auf einmal sagt, Also
es ist ja wirklich ein Angebot, die Welt ganz anders zu sehen, wenn man dann
auf einmal auf so Perspektiven trifft. Und das ist ja so schädlich, finde ich,
diese fettfeindlichen Perspektiven sind. Und
trotzdem, wir kennen halt ja nichts anderes von klein auf und die bieten ja auch
einen gewissen Halt, weil zumindest kennen wir es halt. Total spannend.
Ich habe gerade gedacht, ich hätte eigentlich total Lust, mit euch noch viel, viel länger
zu reden. Also ich finde das so schön gerade, dieses Gespräch mit euch und ich
merke, ich komme gerade an meine eigenen Grenzen, so körperlich. Ich kann gerade nicht ich
merke gleich, mich nicht mehr so gut sitzen und ich merke, meine Konzentrationsfähigkeit lässt gerade
nach. Ich habe gleichzeitig, also genau, deswegen würde ich glaube ich sagen, ich würde zum
Ende kommen und gleichzeitig habe ich das Thema im Kopf, also aus unserem Vorgespräch hatten
wir kurz drüber gesprochen und ihr habt das ja auch noch mal als ein Kapitel
erwähnt für die nächste Ausgabe vom SIEHN, dieses Thema, wie habt ihr es
genannt? Tod und?
Fett sein. Fett und Tod. Also das,
ich finde, das ist ein total spannendes Thema. Ich habe gerade gedacht, wenn ihr Lust
habt, könnten wir auch nächstes Jahr noch mal einfach zusammen eine extra Folge dazu machen,
weil dieses Thema ja wirklich auch so an so ganz viele
Sachen anschließt. Und eben auch das, was du gesagt hast, Luisa, mal direkt
dieses, ja, das ist halt die große Erzählung, ne? Du bist dick, fett und du
kippst eigentlich quasi so, bist fast schon tot oder wirst nicht alt werden. Also
das ist ja wirklich diese Erzählung. Und was passiert dann aber? Tatsächlich eben
auch, ne, auch in uns, wenn wir dann wirklich eben z.B. krank sind, oder wenn
wir dann, oder eben auch wenn Menschen sterben, ne, die vielleicht auch dick waren, oder
also diese ganzen Sachen, die dann auch so losgehen. Also ich habe manchmal das
Gefühl, fange ich selber jetzt an, aber ich habe manchmal das Gefühl, muss immer so
ein lebendes Beispiel sein von, das gibt's ja auch viel auch so in diesen,
diesen Kreisen, von wegen super gesund sein, wenn man schon dick ist, muss man aber
super gesund sein und natürlich auch super fit sein und dann auch mindestens 90 werden,
weil sonst haben ja die anderen recht, Und ich finde, das ist so ein
großes Thema. Deswegen, wenn ihr Lust habt, würde ich euch total gerne nächstes Jahr dazu
noch mal einladen. Dann können wir uns auch mal in Ruhe darüber noch mal unterhalten.
Dann würde ich jetzt zum Abschluss euch einfach noch nach eurem Glitzer fragen. Also
gibt es was, wo ihr jeweils sagt, das gefällt mir gerade, das
mag ich, oder da hänge ich gerade immer wieder dran?
Wie gesagt, kann also gerne positiv, aber es muss überhaupt auch nicht positiv sein.
Also mir fällt direkt was ein, deswegen sag ich einfach mal, was bei mir gerade
jetzt, wo wir noch mal so Revue passieren lassen haben mit dir.
Viel Glitzer auslöst, ist genau solche Momente hier. Also zu sehen,
was so alles passiert gerade in Deutschland innerhalb von der
dick-fetten Community. Also mein Kolleg*in
bei der GGG, Oriel
Klatt, macht ja auch ganz viele Sachen so in Fettaktivismus
und hat jetzt so eine Fat & queer Gruppe initiiert in
Berlin. Und es gibt irgendwie unsere Veranstaltung regelmäßig von
der GGG online und FUPA Magic hat irgendwie
eine fette Party in Wien organisiert und
eben dieses Panel und Workshops. Und dann gibt es
so viele irgendwie fette Leute. Gerade habe ich das Gefühl,
die irgendwie trotz der sehr widrigen Umstände, in
denen wir ja auch gerade uns alle befinden, Räume schaffen
und da sind und halt auch diese Verbindungen, die
wir bauen zusammen alle, mitnehmen
in ihre Leben, in ihre Location, wo immer sie gerade
sind, und dort versuchen, neue Sachen aufzubauen
oder irgendwie Sachen zu verändern in den Strukturen, in denen sie schon
sind. Und das ist was, was mein Herz zum Glitzern
bringt gerade. Es ist halt immer wieder, denke ich daran,
dass ja zum Beispiel im Dezember das nächste Mal Fat & queer Treffen ist und
dass es das jetzt gibt und man da einfach hingehen kann. Ist
einfach amazing. Und genau, dass
es so schnell gehen kann. Ja, für alle, die jetzt da draußen denken, ich
will auch fette Friends. Es kann so schnell gehen und dann hast du die und
auf einmal hast du viele tolle fette Leute,
die geile Sachen machen, auch die nicht nur was mit Fettnis zu tun haben. Wenn
ich jetzt zum Beispiel an Kumi More denke, weißt du, mit dem
ganzen irgendwie kinky Gedicht
Nähten und Häkelstricksachen und so, da geht mir auch das Herz
auf. Und ich bin also, ich bin total in
Begeisterung für uns alle, was wir so als fette Community auf die Beine
stellen. Und das finde ich ganz toll, dabei sein zu dürfen quasi und das
zu sehen. In Dresden
gemacht. Und das ist irgendwie auch super special, dass Rosa
irgendwie Dann sozusagen, nachdem wir das Zine halt gemacht haben, so war: Okay, ich
will aber Leute in Dresden haben. Da gibt es jetzt Veranstaltungen und
Sachen und das sind halt alles irgendwie Dinge, die auch
das in fette Community halt so— uns ist allen klar,
dass es die Spaces nicht gibt, wenn wir sie nicht machen. Ich
kann in eine queere Bar gehen, aber kann ich in eine fette Bar gehen? Ich
glaube kaum. Also es gibt irgendwie
ein großes so, okay,
auch ein— ich weiß gar nicht, wie ich das nennen soll, aber so ein: Es
passiert nicht, wenn wir es nicht selber machen. Und das führt dazu, dass man irgendwie
auch mehr wertschätzt, wenn Leute das machen, weil
es halt nicht so eine Selbstverständlichkeit irgendwie und so ein kapitalistisches
Konsumding ist von: Ich konsumiere einfach, dass andere
Leute irgendwie fettes Business gemacht haben,
sondern ich weiß, was für ein Aufwand das
ist und wie besonders das ist, wenn Leute das
machen. Also ich finde, das ist halt so
was, ich hoffe, das bleibt noch eine Weile so. Ja, oder
wird vielleicht mehr sogar. Ich habe gerade gedacht, um das noch zu ergänzen, und bitte
sagt, wenn ich das nicht hier öffentlich sagen soll und rausschneiden soll, aber
es gibt ja, also wenn jemand sagt, ich hätte gern mehr dickfette Menschen in meinem
Leben oder überhaupt erst mal Kontakte. Es gibt ja diese
Telegram-Gruppe. Also ich kann sagen, für alle, die irgendwie in Leipzig oder nahe
Leipzig wohnen, wo ich ja wohne, da gibt es eine eigene Gruppe für die
fette Vernetzung. Aber es gibt eben auch eine überregionale. Ich weiß gerade gar nicht, wie
die heißt. Es gibt noch eine fatbulöser Zusammenhalt.
Ich weiß auch gar nicht, wer die Admin-Person ist. Aber jedenfalls,
es gibt auch selbst auf der Ebene gibt es Vernetzungsmöglichkeiten. Möglichkeiten, also
vielleicht für Menschen, die gerade so aufhorchen beim Hören und sagen:
Oh, spannend, wo könnte ich anfangen? Gerade vielleicht auch für Menschen, die nicht in Großstädten
leben, dann sind das vielleicht auch Möglichkeiten. Ich sage jetzt einfach mal, die Personen, die
interessiert sind, sollen mich anschreiben. Aber Lydia, hast du noch einen eigenen Glitzer,
bevor ich quasi zum Ende komme? Ja, ich meine, man sieht es ja hinter
uns, aber auch da, also in diesem Zimmer hier, wo wir gerade sitzen, in Luises
Wohnzimmer, hängt sehr viel Kunst von mir. Und ich mache das noch gar nicht, also
ich mache noch gar nicht so lange jetzt irgendwie so Kunst. Ich habe sehr, sehr
viel geschrieben. Ich bin gerade aber so ein bisschen weg
davon. Also ich schreibe gerne, aber eher
so pragmatischer, glaube ich, als ich das früher getan habe. Und
ich habe zum Beispiel über Fettiness auch noch mal sehr meine anderen Sinne
halt entdeckt, also über die Auseinandersetzung,
und merke irgendwie, dass ich mega Bock habe, irgendwie
mehr zu fetter Ikonographie und zu fetter Kunst uns
beizutragen. Und irgendwie, ich habe da gerade einfach wirklich große Freude dran. Für mich war,
man hat es vorhin sicherlich auch in meinem Reden
über meine Uni-Zeit so ein bisschen gehört, aber für mich war und ist
Schreiben auch immer eine tiefe und schwierige
Auseinandersetzung und oft sehr
heftig. Und visuelle Sachen machen Und einfach sehr viel, also ich
habe schon immer sehr viel und gerne mit meinen Händen gearbeitet, aber
so wie ich das jetzt gerade mache, so intensiv, irgendwie noch nie. Und
das macht mir gerade ganz, ganz große Freude, weil ich
eigentlich überhaupt nicht zeichnen kann. Und wirklich, also überhaupt
nicht. Ich meine es schon wirklich so. Ich habe keine Ahnung, wie man irgendwie
3D-Modelle lernt. Doch, ist schon so. Also wenn du mir jetzt sagen würdest, zeichne mal
einen Menschen, kann ich gut. Kunst machen. Aber für die, die es gerade nur
hören, Luise schüttelt gerade den Kopf, während Lydia
erzählt. Aber für mich ist es so, mein Bruder war Künstler
und der konnte wahnsinnig gut malen und zeichnen. Und
daran habe ich mich immer orientiert. Und für mich war sozusagen
diesen Schritt zu machen ein großes Wagnis,
irgendwie anzufangen, halt einfach zu
machen, worauf ich Bock habe. Und einfach zu malen
oder halt das zu versuchen. Und das ist einfach auch generell
mein Zugang zu Kreativität, ist sehr so: Lass uns einfach
mal gucken, was passiert. Wenn wir mal anfangen, wird schon
irgendwas passieren. Ich glaube sehr tief daran, dass
der menschliche Wille ein Brennglas ist und das, wohin wir unsere
Aufmerksamkeit richten, einen krassen Effekt
hat. Und wenn man sich vornimmt, ich will das irgendwie ausdrücken und ich will
da irgendwie jetzt was zu machen, dann— man sieht es
auch an dem Szenenwochenende— dann passiert schon irgendwas. Und auch wenn
man eigentlich nur vorhat zu chillen und zwischendurch ein paar Bilder
zu malen, dann irgendwas wird schon dabei
rauskommen. Und das macht mich sehr glücklich, dass das so
ist. Total schön. Ich finde, ihr seid total gut in diesem— bei
den Schlussworten. Von daher würde ich es jetzt auch genauso stehen lassen. Es war
mir ein riesiges Vergnügen, viel vielen Dank für eure Zeit, für eure
Energie und für das Sehen sowieso oder für das Mega-Sehen. Das ist wirklich großartig. Und
hier noch mal die Empfehlung, sich das zu bestellen, wer es noch nicht gemacht hat.
Und danke für eure Arbeit. Wir freuen uns auch über
dich, Ira. Ja, genau. Wir freuen uns auch über dich und deinen Podcast
hier. Das freut mich sehr. In diesem Sinne erst
mal tschüss. Das war's für die heutige
Folge. Die nächste Folge des Podcasts kommt am 14.
März, voraussichtlich mit dem nächsten Interview. Wer das ist, werde
ich dann erst verraten. Und ich wünsche dir bis dahin eine gute
Zeit, schöne erste Frühlingstage, wenn das Wetter so bleibt, wie es
jetzt ist. Bis bald und tschüss!