Körper und Gesellschaft

Ira Schumann

Warum wir uns auf Fotos oft nicht mögen (mit Samantha Freinbichler-Kallabis)

19.10.2026 45 min

Zusammenfassung & Show Notes

Im Gespräch mit der Fotografin Samantha Freinbichler-Kallabis reden wir darüber, warum wir es so schwer sein kann, Fotos von sich selbst ok zu finden - und was im Umgang mit den eigenen Fotos helfen kann. 

Im Gespräch mit der Fotografin Samantha Freinbichler-Kallabis reden wir darüber, warum wir es so schwer sein kann, Fotos von sich selbst ok zu finden - und was im Umgang mit den eigenen Fotos helfen kann.

Kostenfreier Workshop zu Gewichtsdiskriminierung
https://tidycal.com/1vwgwv3/workshop-gewichtsdiskriminierung

Samanthas Arbeit findest du hier:

Website von Samantha:
https://frei-kamera.de/

Samanthas Instagram Account
https://www.instagram.com/freikamera/

Transkript

Hi, hier ist Ira. Wenn Du diesen Podcast hörst, dann wünschst Du dir wahrscheinlich mehr Impulse zum Thema Körperakzeptanz. Die kannst Du bekommen in meinem Newsletter. Dort versorge ich dich regelmäßig mit Inspiration rund das Thema Körper. Zum Beispiel zu diesen Themen, Grenzen setzen, Tipps für die Regulierung deines Nervensystems, weil Diskriminierung eben stressig ist. Es gibt auch Ideen dazu, wie Du liebevoller, wie Du freundlicher mit dir, mit deinem Körper umgehen kannst. Manchmal gibt's Tipps zum Thema Aktivismus, die Gesellschaft eben fettfreundlicher zu gestalten. Und manchmal schreib ich dir auch einen Newsletter, wo ich dir einfach erzähle, dass ich grad eine Serie geschaut habe, die eine sehr positive Darstellung von dick fetten Menschen hatte. Es geht immer wieder darum, dass diese Impulse dich daran erinnern, dass dein Körper gut genug ist, genauso wie er jetzt grade aussieht und wie er sich anfühlt. Wenn Du diese Impulse zum Thema Körperakzeptanz möchtest, dann kannst Du dich kostenlos anmelden und erhältst dann etwa zweimal im Monat eine E-Mail von mir. Du kannst einfach auf meine Website gehen, Ira minus Schumann Punkt d e und dort den Newsletter abonnieren. Den Link findest Du auch noch mal in den Shownotes. Bis bald in deinem Posteingang und jetzt viel Spaß beim Hören. Willkommen beim Podcast Körper und Gesellschaft, dem Podcast für das Thema Körperakzeptanz. Mein Name ist Ira Schumann. Hi, heute geht es hier eine Herausforderung beim Thema Körperakzeptanz, die immer mal wieder am Rande aufgetaucht ist in vorherigen Folgen, nämlich Fotos von sich anschauen können und einen Umgang damit finden, wenn man den eigenen Körper oder auch das eigene Gesicht, der eigene Gesichtsausdruck auf dem Foto nicht mag. Zu dem Thema unterhalte ich mich mit 1 Fotografin, nämlich mit Samantha Freinbichler-Kallabis und sie bringt einfach Perspektiven mit, die ich interessant und hilfreich finde und deswegen hab ich sie den Podcast eingeladen. Bevor es aber losgeht, hier noch 'n kurzer Werbeblog. Zur Erinnerung für diejenigen, die die kurze Folge von letzte Woche gehört haben, am siebenundzwanzigsten Oktober findet abends ein kostenloser Workshop zum Thema Gewichtsdiskriminierung statt. Wenn Du teilnehmen möchtest, dann meld dich doch bitte bis Mittwochabend an. Das hilft mir besser zu planen. Mach ich noch mehr Werbung nach dem nach dem Mittwoch oder mach ich nicht mehr Werbung? Das heißt, solltest Du das hier erst diese Folge erst am Freitag zum Beispiel hören und denken, oh, ich will unbedingt teilnehmen, dann bitte check doch mal, ob die Anmeldemöglichkeit noch offen ist und wenn sie nicht mehr offen ist, dann schreib mir einfach eine kurze E-Mail. Also auch danach wäre es noch möglich, sich anzumelden, aber für meine Planbarkeit ist es hilfreich, wenn Du jetzt schon weißt, Du willst teilnehmen, wenn Du dich bis Mittwochabend anmeldest. Okay, das dazu. Dann sag ich einfach noch, ich freu mich, wenn ich dich da sehe. Ich freu mich, wenn wir uns dann da mal kennenlernen. Und wenn der Workshop nichts für dich ist, entweder weil Du keine Zeit hast grade oder aber auch einfach, weil Du schon mehr dazu weißt und Du grade nicht noch 'n einführenden Workshop zum Thema Gewichtsdiskriminierung brauchst und auch dieses Thema ne im Arbeitsalltag, wenn das grad nicht dein Thema ist, dann freu ich mich einfach sehr, wenn Du die Infos zum Workshop weiterleitest an interessierte Menschen aus deinem Umfeld. Danke schon mal dafür. Mehr Infos zum Workshop findest Du im Link in den Shownotes und damit komm ich zur aktuellen Folge. Ich wünsch dir ganz viel Spaß beim Hören und bis bald. Willkommen im Podcast, Samantha Freinbichler-Kallabis. Meine 1. Frage an Gäste ist immer, wer bist Du? Was machst Du? Mein Name hast Du ja schon so wunderschön ausgesprochen. Ich bin Fotografin und Videografin aus dem Allgäu, bin aber auch deutschlandweit international unterwegs. Und ich hab mich auf kunstvolle Fotografie für Menschen spezialisiert, die einfach sagen, ich hab die Schnauze voll vom Schubladen und 0 auf 15 Einheitsbrei. Einerseits habe ich mich dabei auf dokumentarische Fotografie spezialisiert, das heißt, komplett umgestellt, ohne zu inszenieren, ohne Vorgaben zu machen. Man kennt's eher aus der Hochzeitsfotografie. Ich mach das aber zum Beispiel auch bei Familien zu Hause im ganz normalen Alltag mit Krümel aufm Boden und was so dazugehört. Auf der anderen Seite gehe ich aber grade auch 'n bisschen mehr in Richtung Porträtfotografie. Da ist es dann schon angeleitet, aber immer mit dem Menschen im Fokus auf Augenhöhe wertungsfrei und mein Credo lautet auch, lass uns sichtbar machen, wer Du schon wächst bist. Schön. Genau, weil Du gerade gesagt hast, so diese diese Fotografien oder diese Fotos in Alltagssituationen. Ich hab deine Website jetzt direkt vor unserem Gespräch nicht noch mal angeschaut, aber ich hatte sie angeschaut vor unserem Vorgespräch und ich erinnere mich, da sind total schöne Fotos drauf. Also genau, von so Alltagssituationen aus Familien, wenn ich mich richtig erinnere. Also von daher, große Empfehlung, auf die Website von Simpenther zu schauen. Genau, wir haben schon verabredet, es kommt in die Shownotes und Du kannst auch nachher noch mal noch mal einmal aussprechen, wo man dich finden kann, aber ich also ich hab ich hab so mitgenommen schöne Fotos und es lohnt sich auf jeden Fall, die mal anzugucken. Bevor ich die 1. Frage inhaltliche Frage stelle, erklär ich einfach son bisschen den Hörer*innen, wie es dazu gekommen ist, dass Du heute hier sitzt und worüber wir eigentlich sprechen wollen und dann starte ich mit den Fragen. Thema heute ist, und das ist wahrscheinlich jetzt nicht überraschend, weil Du grade schon gesagt hast, was dein Beruf ist, was Du machst. Es soll heut Fotos gehen, fotografiert werden und Hintergrund, wie es dazu kam, dass Du heut hier sitzt, ist, dass wir vor ein paar Wochen, ich glaub Ende Mai, in einem Workshop zusammen waren, wo es was ganz anderes ging. Also ging's gar nicht Fotos und Du hast irgendwann gegen Ende des des Workshops hast Du was gesagt über einen Effekt in Bezug auf Fotos und da hab ich so gedacht, oh spannend, das wäre auch wahrscheinlich was für die Hörer*innen meines Podcasts. Und dann haben wir miteinander kurz geschrieben und dann ausgemacht, dass Du tatsächlich hier vorbeikommst. Und vielleicht einfach noch mal so zum Einstieg Thema Fotos, ich vermute, die meisten Hörer*innen kennen das. Ich Du und ich, wir kennen das, glaube ich, beide auch, dieses Effekt von, man sieht sich auf 'nem Foto und denkt erst mal so, ne? Irgendwie oder hat vielleicht 'n leichtes Erschrecken oder oder hat sofort eine negative Bewertung im Kopf. Und ich hab halt den Eindruck, Fotos sich auf Fotos sehen können oder sich auch auf Fotos vielleicht auch ertragen können manchmal. Und damit umzugehen, dass man vielleicht ganz anders aussieht, als man dachte. Das ist auch son typisches Thema, was aufkommt im im Prozess der Körperakzeptanz, also auch immer wieder aufkommt. Also bei mir ist es auch so, dass es immer wieder mal Thema ist. Und deswegen hab ich gedacht, das passt doch total gut hier in diesen Podcast rein, wenn Du dann zu Gast bist und einfach mal son paar Dinge aus Fotograf*innen in Sicht erzählst, die vielleicht den Menschen helfen, in Zukunft 'n bisschen freundlicher mit sich umzugehen, wenn sie Fotos von sich sehen oder wenn sie fotografiert werden, auch weil das ist ja auch schon, ne? Das Stadium davor ist ja auch schon für viele sehr, sehr herausfordernd oder anstrengend oder angstbesetzt. Soweit die Vorrede und ich würd meine 1. Frage wäre, Du hast im Workshop damals eben was erwähnt, das nennt sich der Mear Exposure Effekt. Mhm. Und deswegen sofort die Frage an dich erst mal, was ist das und welchen Effekt hat das darauf, wie ich mich auf Bildern sehe, wie ich mich wahrnehme? Also das ist 1 von vielen, vielen Gründen, warum wir uns auf Fotos nicht mögen oder nicht mögen könnten, sagen wir's mal so. Mearexposure Effekt bedeutet einfach nur, wenn ich etwas besonders oft sehe oder höre, das sind nicht nur Fotos, das ist zum Beispiel auch Musik. Je öfter ich etwas sehe, desto eher bin ich dazu geneigt, das positiv zu bewerten. Manche kennen es vielleicht auch aus dem Musikbereich, wenn man Musik hört, die vielleicht 'n bisschen komplexer ist, so geht's mir auch. Dann muss ich 'n Lied öfter hören, bevor ich's mag, weil das am Anfang einfach noch sehr, sehr schwierig ist, das zu ertragen. Und genauso ist es mit Fotos auch. Wenn wir uns quasi nie auf Fotos bewusst selber anschauen, nur so ab und zu mal, dann denken wir uns öfter, ach, oh scheiße, wie sehe ich denn aus? So geht's mir übrigens auch. Wenn man sich aber ganz oft Fotos von sich selber anguckt und sich einfach an diesen Anblick gewöhnt, dann ist man eher dazu geneigt, das nicht mehr so negativ zu bewerten. Mhm. Okay, da steckt eigentlich schon 'n Tipp drin, nämlich auch statt Fotos zu vermeiden, vielleicht sogar öfter Fotos von sich zu machen, selbst zu machen oder auch machen zu lassen und einfach son son bisschen auf diesen Gewöhnungseffekt hoffen. Ja. Ich hatte so in der Vorbereitung gedacht, ob das ob dieser Effekt vielleicht auch eine Rolle dabei spielt, dass also wenn's so darum geht, welche welche Bilder wir sehen in den Medien und auch Social Media. Also das ist ja auch, es gibt ja diese Idee von und die würde ich auch unterstützen, dass es zum Beispiel durchaus eine Rolle spielt, welche Bilder ich konsumiere, was wem ich zum Beispiel auf Social Media folge und ich hab zum Beispiel, ich merke auf meinem Instagram Account, wenn ich in meinen Storys zum Beispiel Videos oder oder Fotos teile, dann mache ich das eigentlich fast nur von dicken Menschen, weil ich immer so das Gefühl habe, ne, das ist ja son bisschen hier so mein Raum. Ich kann zeigen, was ich will und ich hab den Eindruck, da ist schon in der Welt da draußen kann man schon so ständig... Man sieht ständig dünne Menschen und dann kann ich das vielleicht irgendwie anders machen und auch mit der Idee von, ja, das das hat auch eine, ne, kann auch eine Gewohnheit erzeugen oder es kann was verändern, wenn man eben auf einmal immer wieder ganz andere Körper sieht in 'nem bestimmten Raum. Und ich hab mich so gefragt, ob das wohl auch damit vielleicht zusammenhängt mit diesem Meare Exposure Effekt oder ob das nur für so eigene Bilder von einem selbst gilt? Hast hab ich tatsächlich auch in meine Notizen reingeschrieben. Social Media ist da ein riesen Riesenthema und ein Riesenproblem, weil zu früheren Zeiten, da sind wir einfach nicht so krass bombardiert worden mit Fotos und Videos von anderen Menschen und von, ich sag jetzt mal, den enorm schönen Menschen. Wir haben einfach mehr Menschen im Alltag gesehen, die Menschen. Wir haben einfach mehr Menschen im Alltag gesehen, die, ich sag jetzt mal, normal aussehen, ja? Und jetzt sehen wir halt überall diese super durchgestylten Instagram Models in ihrer perfekten Welt und immer perfekt gestylt. Die Wohnung ist perfekt, die sind super schlank, immer am Sport machen, total glücklich. Natürlich macht das was mit uns, weil wir immer nur diese Bilder sehen und denken, scheiße, ich muss auch so sein. Es ist aber absolut unrealistisch und dann fühlen wir uns immer noch schlechter und das ist so eine Endlosspirale. Deswegen hab ich jetzt auch angefangen, ganz bewusst, ich folge son paar Fitnesscoaches und Coachernern, die sind zum Teil sehr sportlich und dünn, die machen aber einen total wertschätzenden Content und bewerten halt auch dickere Körper nicht so negativ. Ich folge aber auch Menschen, die einfach 'n bisschen größer gebaut sind, ja, die nicht so superdürr sind und das macht auch was mit mir, weil ich dann einfach öfter mal Menschen sehe, die haben euch Speckröllchen. Die haben auch Cellulitis, die diese zeigen. Hey, die haben auch Dehnungsstreifen, so wie ich das, ne, das das Damit kann man das Gehirn son bisschen auch umprogrammieren, weil man einfach mehr davon sieht und sich daran gewöhnt und dann auch irgendwann feststellt, das ist eigentlich normal und nicht das, was man sonst so sieht. Und was halt auch 'n Riesenfaktor ist, ist diese ganze Photoshop Geschichte und seit Neuestem halt auch KI, weil man dadurch einfach viel mehr noch die Bilder und Videos manipuliert und noch mehr ein bestimmtes Ideal suggeriert, das so einfach nicht real ist und nicht erreichbar ist und eigentlich auch vollkommener Blödsinn. Ja. Ja, definitiv. Ich es gab mal eine Weile immer wieder, ich weiß nicht, ob Du dich dran erinnerst, ich hab's länger nicht mehr gesehen, eine Weile immer mal wieder so Videos, wo gezeigt wurde, wie dann son Bild so ge photoshopt wird. Ja. Also man hat dann zum Beispiel das Zeitschriften Cover gesehen und hat dann eigentlich, dann hat jemand quasi 'n Video gemacht, wo diese ganzen Effekte wieder weggenommen wurden und dann hat man gesehen, okay, eigentlich würde das Foto so aussehen. Und ja, also ich halte das auch tatsächlich für einen schwierigen Effekt und was natürlich dazukommt, auch noch als Faktor, hab ich grade gedacht, ist das Thema plastische Chirurgie. Also das... Also auch Fotos werden bearbeitet, aber auch Körper werden werden doch auch in bestimmten Kreisen zumindest sehr, sehr stark bearbeitet in Anführungszeichen und dass das natürlich auch noch mal Sehgewohnheiten verändert und eben auch dieses Gefühl von, wie sehen Gesichter oder Körper eigentlich im Alltag aus oder wie sehen durchschnittliche Körper und Gesichter eigentlich aus? Okay, also das heißt, ich nehm mit, es lohnt sich, immer wieder Fotos von sich selbst zu machen oder machen zu lassen und die auch anzuschauen. Und es lohnt sich durchaus auch noch mal über die eigenen Sehgewohnheiten nachzudenken in Bezug auf welche Medien man konsumiert, wem man auf Social Media eben folgt. Ja. Das ist schon mal so das eine und ich glaub, es ist hier im Podcast auch schon mal aufgetaucht, ne. Ich merke auch, also das ist für mich auch echt der große, der das also Instagram, ne, da ist ja auch vieles schwierig, der Konzern dahinter, aber ich find so dieses Leuten folgen und sich so den... Also sich sone eigene Blase kuratieren können und ich mein das positiv mit Blase, kuratieren können, wo man eben einfach einmal bestimmte Körper ständig sieht und andere Körper weniger sieht oder fast gar nicht mehr sieht. Ich find das total hilfreich tatsächlich für meine eigene Wahrnehmung von von Körper und körperlicher Normalität in Anführungszeichen. Ja, es ist total. Also gerade das sich selber fotografieren lassen. Ich würd immer empfehlen, sich fotografieren zu lassen. Nicht nur, weil ich Fotografin bin, sondern es ist einfacher und die Bilder werden meistens einfach noch mal 'n bisschen schöner. Aber auch das bewusste Anschauen von den Fotos, das habe ich nämlich auch mal ausprobiert. Da hat mich ein Kollege, der Florian Pötze, hat mich bei der Arbeit begleitet. Er hat mich dokumentarisch fotografiert, während ich eine Familie dokumentarisch fotografiert hab. Und wir haben uns die Fotos danach angeguckt und die waren fachlich wirklich gut. Ich mag seine Arbeit. Aber ich hab dann auch gemerkt, aus der Fotografinnen Linse waren die Fotos gut. Aus der persönlichen Linse dachte ich mir, ach Du scheiße, ja. Also da da war die Wahrnehmung einfach eine komplett andere, total verzerrt und dann hab ich wirklich mich ganz bewusst mit diesen Bildern auseinandergesetzt und ich hab mir die immer wieder angeguckt und wirklich auch versucht, die nicht zu bewerten, sie einfach anzugucken und zu sagen, okay, das bin halt ich. Und hab die Bilder dann zwischendurch auch gepostet und dachte mir, oh Gott, was denken Du hast die Leute? Und es ist natürlich keiner so aufgefallen, weil ich mich ganz verzerrt wahrnehme, aber ich hab wirklich gemerkt, so nach und nach, ich fand die Fotos immer weniger schlimm. Ich liebe mich jetzt auf den Fotos nicht, Gottes Willen. Manche Bilder denke ich mir immer noch, boah, wie schaut's denn Du da aus? Aber ich find sie ertragbar. Ich kann sie anschauen. Ich kann sie mir einfach angucken, ohne da jetzt sofort so supernegativ zu werden. Es es funktioniert wirklich. Ist nicht das Wundermittel, Ja. Aber ich würd's echt empfehlen, einfach mal ausprobieren. Ja. Ich hab grade noch, als Du das erzählt hast, gedacht, das ist jetzt irgendwie eine sehr spezielle Nische, aber ich weiß nicht, ob Du das auch als als selbstständige Person kennst, aber ne, Du hast eine Website, ich hab eine Website und da sind ja auch vielmals Fotos drauf, Also bei mir, ne, bei dir sind noch Fotos von anderen Menschen drauf, die Du selber geschossen hast, aber mir sind eben Fotos von mir vor allem drauf. Und Du siehst, viel Arbeit, das ist auch eine sehr spezielle Situation, immer wieder bestimmte Ich hab son kleines Set von Fotos aus 'nem aus 'nem Business Fotoshooting, dass ich halt immer wieder Diese Fotos verwende ich halt immer wieder. Das heißt auch, ich hab die immer wieder vor Augen und das hab ich grad auch gedacht, das ist auch ungewöhnlich, so oft auf son Foto zu schauen und ich merke tatsächlich, dass ich inzwischen diesen Fotos überhaupt nicht mehr auf meinen Gesichtsausdruck so richtig schaue, sondern eher so dieses, ich guck nach Farben und passt das jetzt hier gerade an die Stelle und hab aufgehört, da so auf bestimmte Elemente zu achten. Und ich merke, wenn ich auch Webseiten von anderen Menschen anschaue, 8. Ich da ja auch nicht so im Detail drauf. Ja. Also ich guck dir andere Menschen überhaupt nicht so kritisch an, wie ich mich selber auf Fotos eben manchmal so anschaue. Steig mal noch bei 'nem Satz ein, den Du vorhin gesagt hast, weil da passt eine andere Aussage von dir ausm Vorgespräch dazu. Du hast vorhin gesagt, ja, das ist ja auch was, was ja auch gar nicht immer so war, dass wir so viele andere Menschen überhaupt gesehen haben, ne? Medien, Social Media et cetera. Also das war mal vor gar nicht langer Zeit normaler, deutlich weniger bestimmte Körper oder bestimmte so auch grad so norm schöne Körper immer so vor der Nase zu haben. Und im Vorgespräch hast Du einen Satz in eine ähnliche Richtung gesagt, im Sinne von, das war nicht immer so oder vielleicht sind wir auch gar nicht dafür gemacht. Nämlich da hast Du gesagt, ja, wir sind nicht dafür gemacht, uns ständig im Spiegel und auf Fotos zu sehen. Und das fand ich son schönen Satz, weil ich gedacht habe, ja klar, total logisch, dass... Das ist ja auch 'n sehr neues Phänomen, überhaupt ständig so unser eigenes Bild zu sehen. Kannst Du dazu bisschen noch 'n bisschen mehr erzählen zu diesem diesem Phänomen? Es ist eigentlich ganz simpel, denn so evolutionär betrachtet den modernen Menschen, den gibt's ja quasi viel 10 Sekunden, wenn man das jetzt mal so auf der ganzen Weltgeschichte sich anschaut auf dieser Zeitlinie. Und eigentlich sind wir noch Höhlenmenschen. Wir haben uns nicht so viel weiterentwickelt. Wir sind Höhlenmenschen mit Handys und Spiegeln, wie man so will. Und unser Gehirn ist ja gar nicht dazu gemacht, dass wir uns selber so klar und deutlich sehen und dass wir uns permanent selber sehen, weil in 'nem Spiegel und in 'ner Kamera mehr sone krass gute Auflösung wie sonst nirgends, also grade im Spiegel. Und die modernen Spiegel sind ja auch noch mal ganz anders als so die allerersten Spiegel, die die Menschen hatten. Und so sind wir eigentlich gar nicht gemacht. Wir sind dazu gemacht, dass wir uns vielleicht mal in 'ner Pfütze sehen. Wenn wir dann son bisschen moderner werden, vielleicht in irgendwelchen geschlagenen Metalloberflächen. Das ist aber alles immer son bisschen verzerrt, das ist nie ganz klar, da ist vielleicht eine Trügung dran, da ist 'n bisschen Bewegung im Wasser. Dass wir uns so genau anschauen können, dass wir wirklich, da gibt's auch einen tollen Influencer, der sagt das immer so schön, wenn ihr eure Poren sehen könnt, dann seid ihr zu nah am Spiegel. Dass wir uns so nah anschauen können, das dafür sind wir eigentlich gar nicht gemacht. Und natürlich bewerten wir uns dadurch auch ganz anders, als hätten wir einfach den Zugang dazu nicht. Weil wie Du's auch schon gesagt hast, wenn wir andere Menschen anschauen, die bewerten ja ganz anders. Also so geht's mir auch in der Fotografie. Wenn ich Menschen fotografier, die 'n ähnlichen Körper machen wie ich, dann denk ich mir nicht, oh, ach scheiße, was hatten die Versteckröllchen? Sondern hey, das ist 'n total schöner Mensch, ja? Ich ich bewerte das nicht negativ. Ich denk einfach, schöner Mensch, schöne Ausstrahlung, keine Ahnung, schönes Handwerk, was die Person da grade betreibt. Aber wenn ich mich selber anschaue und ich sehe eigentlich genauso aus, dann bewerte ich mich ja viel, viel negativer. Ich ich häng noch total an dem Satz, wenn Du wenn Du, wie war das? Wenn Du deine Poren siehst, dann bist Du zu nah dran. Es ist zu nah am Spiegel. Ja. Total total gut und dann hab ich grade so gedacht, ja, in so meinem Alltag. Also ich bin, ne, klassisch, ich hab im, also ich hab son in meiner Wohnung gibt es so 2 größere Spiegel. Das ist eine 1 ist im Flur, das ist eher aber eher son Vorbeilaufspiegel und mal so kurz noch mal, ist der größte Spiegel, kurz noch mal reingucken, bevor ich losgehe. Aber das ist kein Spiegel, vor dem ich jetzt irgendwie länger Zeit verbringe. Dann gibt's den Badspiegel, den Badschrank mit Spiegel. Und das ist halt so so klassisch. Ich hab grade gedacht, ja, ich glaub, vor dem zum Beispiel bin ich oft viel zu nah davor, weil das ist, ne, da putz ich meine Zähne davor, dann... Also da allein beim Zähneputzen gucke ich ja rein oder überhaupt mal morgens einmal quasi so ins Gesicht schauen. Und ich hab gedacht, ja klar, bin ich an dem immer total nah dran. Und was ich immer interessant finde, ist dann so dieses Morgenliche von, ne, das Gesicht sieht verschlafen aus, die Haut sieht irgendwie zerknittert aus son bisschen und wird natürlich über die Jahre immer immer mehr zerknittert. Und dass ich da auch immer schon so drüber nachdenke... Also ich hatte jetzt auch grade 'n Gespräch zum fürn Podcast zum Thema Altern und immer so denke, das ist so absurd, dass ich überhaupt mein Gesicht so anschaue und da so also bestimmte Sachen, die einfach dazugehören, ne, zum zum Körper, zum zum Älterwerden, dass es überhaupt sone gesellschaftliche Bewertung gibt. Und ich finde, wenn Du das jetzt so sagst, ist ja auch die 1. Ebene schon absurd, dass ich überhaupt so vor 'nem Spiegel stehe und wirklich und eben mich überhaupt so nah sehen kann. Also ich fand dieses Bild Ja. Von, ja, früher, da hat man sich mal in 'nem in 'ner Pfütze in 'ner Wasserfläche gesehen oder vielleicht mal auf Metall später, aber das ist ja 'n ganz anderes Bild von sich selbst dann ja auch als in sonem Spiegel, der ja wirklich Bei mir ist der dann 3 Zentimeter von meiner Nasenspitze entfernt, wenn ich davor stehe. Also so morgens direkt der 1. Blick und dann beim Zähneputzen bin ich auch nicht so viel weiter entfernt. Also von daher auch, ja, total gut. Und vielleicht auch noch mal... Ich find's auch auch gerade cool, so diesen Gedanken von vielleicht einfach mal beobachten, wie man selber mit Spiegeln umgeht, auch im im Alltag, mit den eigenen... Zum Beispiel mit den Spiegeln so in der eigenen eigenen Wohnung zum Beispiel. Ich würd das Thema son bisschen wechseln, wenn das für dich okay ist oder son bisschen Klar. Eine andere Frage zugehen. Und zwar, wir hatten das jetzt schon mehrmals, das dieses Phänomen von, ne, man wird fotografiert oder macht da vielleicht 'n Foto von sich selbst, guckt dann so drauf und denkt so, irgendwie mag ich jetzt gar nicht so oder vielleicht vielleicht gibt's sogar son Erschrecken oder eben das Gefühl von, ne, irgend son abwertenden Gedanken von, oh, ne, ich find mich da hässlich oder so. Und was was checkt hinter diesem Phänomen? Also Du hattest im Vor im Vorgespräch gesagt, ja, das ist ja auch Hat viel auch mit dieser Perspektive zu tun eben zum Beispiel, weil's eben anders ist beim fotografiert werden, als wenn man sich im Alltag so zum Beispiel im Spiegel anschaut, ne? Kannst Du das auch 'n bisschen noch mal erklären? Weil ich fand diesen Gedanken total interessant, dass hinter diesen diesen ersten Reaktionen einfach auch wieder 'n bestimmtes Phänomen steckt, über das aber viele Menschen einfach nicht Bescheid wissen. Also, es läuft tatsächlich am Ende auch wieder auf diesen Me Exposure Effekt raus. Man muss einmal bedenken, der Spiegel ist anders, als wie wenn ich 'n Selfie mache, als wie wenn ich fotografiert werde von 'nem Fotografen, 'ner Fotografin oder Freunde, wie auch immer. Aber das sind 3 verschiedene, ich sag jetzt mal Medien. Denn im Spiegel hab ich meistens ungefähr 'n gleichen Abstand, ich hab das gleiche Licht, ich hab die gleiche Verzerrung, sag ich mal, Brennweite, denn unser Auge hat ja auch eine Brennweite. Komme ich gleich noch mal drauf zurück. Das ist aber immer gleich und im Spiegel, da lach ich mich auch eher nicht an, da guck ich eher neutral oder 'n bisschen entsetzt vielleicht oder morgens noch nicht besonders gut gelaunt. Aber das ist immer so immer das Gleiche. Das das kennen wir dann irgendwann schon und sagen, ja, May, bin halt ich. Dann haben wir die Selfies. Bei den Selfies wird's dann schon wieder 'n bisschen schwierig, weil die Handys meistens 'n Filter drüber legen, ob wir das wollen oder nicht. Im zur Alter von KI wird es sogar noch mehr. Dann sind Selfies von Haus aus spiegelverkehrt. Das heißt, wir sehen uns eigentlich falsch rum. Das kann dann auch wieder son bisschen zu Verwirrung führen, weil unser Gesicht ist ja nicht symmetrisch. So und wir sehen uns dann genau falsch rum. Auf Fotos sehen wir uns dann aber wieder andersrum und die ne, sind wir auch nicht gewohnt. Und Selfies sind auch meistens, Du fotografierst dich hier irgendwie von oben. Das ist dann auch noch mal son bisschen verzerrt, weil das relativ weitwinklig ist, damit Du alle Menschen drauf bekommst. Ist dann auch nicht immer schmeichelhaft, wenn man in der Mitte einfach sehr viel breiter dargestellt wird, als man ist. Ist jetzt nicht so schön. Und dann werden wir von jemand anderem fotografiert, vielleicht sogar von jemandem, der das Ganze professionell macht. Der diejenige benutzt dann wieder andere Brennweiten. Das heißt, wir haben wieder eine andere Form von Verzerrung, denn je weitwinkliger ich fotografiere, desto mehr hab ich sone tonnenförmige Verzerrung im Bild. Und wenn ich eine sehr, sehr lange Brennweite nehme, also sehr nah ran zoomen kann, ohne mich zu bewegen, dann hab ich eine, dann wird's 'n bisschen schmaler, als es vielleicht auch in der Realität aussieht. Und irgendwo dazwischen dann war auch eine Brennweite, die entspricht ungefähr dem, wie wir's in der Realität auch wahrnehmen. Aber dann hab ich natürlich auch noch die Frage, wie nah ist die Kamera dran? Welches Licht habe ich? In welchem Moment werde ich fotografiert? Und wenn ich dann in dem Moment fotografiert werd, wo ich zum Beispiel richtig herzlich und echt lache, weil ich's grade auch nicht mitbekommen, wann sehe ich mich denn so? Und son herzliches Lachen, ich find ich find das wunderschön. Aber viele Menschen finden sich darauf nicht wunderschön, weil das Gesicht halt wieder son bisschen verzerrt ist, weil man die Zähne sieht, weil man halt nicht so perfekt damenhaft in die Kamera lächelt, wie's viele Bräute tatsächlich vor der Hochzeit versuchen zu üben, sondern es ist halt richtig krasse Emotionen im Gesicht und das sehen wir ja sonst nie. Das sehen wir nur auf diesen paar Fotos. Und das sind wir alles wieder nicht gewohnt. Das heißt, wir werden immer wieder neuen Bildern von uns selber ausgesetzt, die wir nicht kennen. Ja. Ja, ich hab grade so so so 2 Assoziationen dazu. Also ich find das total einleuchtend. Grad der 1. Gedanke war, dass ich grad dachte, ja, eigentlich haben wir doch gar kein so richtiges Bild von uns selbst, weil selbst der Spiegel ist ja auch nicht, auch der verzerrt ja Dinge. Ja. Ich hab grad eine Erinnerung, wie ich 18, 19 bin und mit meinem damaligen Partner. Wir stehen beide zufällig vor 'nem Spiegel irgendwie. Und ich weiß, wir haben so reingeguckt und er sah für mich total anders aus in diesem Spiegel. Also ich hab ihn quasi im Spiegel gesehen, weil er hinter mir so stand. Und er sah ganz anders aus, als wenn ich mich jetzt umgedreht hätte und ihn ins Gesicht geschaut hätte. Und ich glaub, ich sah für ihn auch anders aus. Und das hieß so, Das hab ich damals noch so abgespeichert, weil ich dachte, ah interessant, dass dass das so schief ist Ja. Oder dass es so anders aussieht, als es halt quasi ist, wenn ich ihn halt einfach nur nur selber sehe direkt. Und als ich jetzt grad so denke, nachdem, was Du erzählt hast, ja, also eigentlich sehen wir uns ja nie richtig in Anführungszeichen oder auch nie so, wie andere uns sehen, weil der Spiegel, da ist eine Verzerrung scheinbar drin und übers fotografiert werden, ne, da sind auch verschiedene Faktoren, die uns auch noch mal zumindest anders aussehen lassen, als wir uns selbst so sehen können oder oder auch, ja, wo wir in verschiedenen Situationen auch anders aussehen oder eben dieses Thema auch, was Du gesagt hast, mit dem Brennweite und so was und Spiegelungen. Und dass ich grad dachte, ja, eigentlich haben wir wahrscheinlich alle gar kein Bild so richtig, wie wir für andere aussehen. Es dass es vielleicht auch okay ist. Ist ja auch so, wenn ich jetzt 10 Menschen nehme und die mich alle angucken, dann nehmen die mich ja auch alle anders wahr. Also selbst, wenn sie die exakt dieselben Augen im Schädel hätten, die würden mich alle komplett anders wahrnehmen, weil wir ja alle auch noch ja unser Weltbild mitnehmen, unsere Erfahrungen, unsere Emotionen, jeder achtet auf andere Dinge. Als Fotografin 8. Ich zum Beispiel besonders auf interessante charismatische Charakterzüge. Jemand anders achtet vielleicht auf die coolen Klamotten, ne? Das... Also es ist immer verzerrt. Wir haben wir haben eigentlich nie ein wirklich objektives Bild. Es ist immer irgendwie subjektiv verzerrt, ob jetzt durch Technik oder dadurch, wie wir das wahrnehmen. Mhm. Und was Du auch grade schön gesagt hast, es ist auch völlig in Ordnung, wenn wir uns selber auf Bildern mal nicht mögen. Ist völlig okay. Ja. Wir müssen uns nicht mögen. Wir müssen uns nicht mal akzeptieren können. Es ist okay, wenn dann wenn wir 'n Foto von uns haben, wo wir uns sagen, nee, darauf gefäll ich mir nicht. Ist okay. Ich glaub, wir dürfen uns da einfach son bisschen den Druck rausnehmen. Ja, auf beiden Ebenen, ne, würde ich immer sagen. Also ich finde generell, es würde uns oder vielen von uns oder allen von uns und das ist jetzt sehr pauschal formuliert, aber ich glaub, vielen von uns guttun, überhaupt Aussehen wenig als weniger wichtig zu bewerten, also auch generell vielleicht weniger darüber nachzudenken, wie wir überhaupt aussehen. Es würde uns gesellschaftlich guttun, wenn das weniger wichtig wäre. Und dazu passt, finde ich, fast das auch schön, dieser Gedanke von, hey, vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig, wie ich auf 'nem Foto aussehe, zumal ja inzwischen auch die meisten Fotos also nicht gar nicht mehr ausgedruckt werden und gar nicht mehr so das Licht der Welt erblicken, sondern irgendwo in irgendwelchen Handyspeichern sind und manchmal dann sogar verloren gehen, wenn das Handy kaputt geht und was auch immer, ne? So. Das heißt, eigentlich ist das wahrscheinlich wirklich egal und wo allem wie oft gucke ich dann ältere Fotos wirklich auch an, ja? So, also grade so Schnappschussgeschichten. Also so wie gesagt, ich guck meine Business Fotosachen, da guck ich son son Set von so 5, 6 Fotos. Das hab ich immer wieder vor Augen, weil's eben... Weil ich damit arbeiten muss, aber sonst... Wie oft guckt man sich eigentlich Fotos auch überhaupt an, ne? Oder wie schnell ist das auch wieder in Vergessenheit geraten? Eben nicht viel zu selten. Also ich muss auch sagen, ne, der Schuster hat immer die schlechtesten Schuhe. Ich hab auch viel zu wenig Bilder ausgedruckt, aber so was wie zum Beispiel unsere Hochzeitsfotos, die hab ich dann doch nach 8 Jahren mal in 'n Album gepackt. Und die gucken wir uns schon zwischendurch an und da gibt's auch Fotos, auf denen ich mir nicht gefallen. Also generell von früher, wo ich mir zwischendurch denk, oh Gott. Aber was ich dann worauf ich versuche, mich zu fokussieren und es hilft vielleicht auch manchen, die hier zuhören. Ich fokussier mich nicht so sehr darauf, wie ich aussehe, sondern wie ich mich in dem Moment gefühlt hab. Wie hab ich mich denn bei meiner eigenen Hochzeit gefühlt? Oder jetzt auch die Fotos, die mein Kollege von mir bei der Arbeit gemacht hat. Ich versuch mich nicht drauf zu konzentrieren, dass da Speckröllchen rausquellen, sondern darauf, wie ich mich dabei gefühlt hab. Nämlich total gut, weil das das ist das, was ich liebe, was ich jeden Tag machen möchte, bis ich irgendwann tot umfalle. Und mein Körper, auch wenn er vielleicht nicht perfekt aussieht, aber der gibt mir die Möglichkeit, das zu tun, mich so zu bewegen, zu fotografieren und da wirklich frei zu sein in meiner Kunst. Und ich versuch immer wieder, meinen Blick darauf zu lenken. Das funktioniert nicht jeden Tag, aber es kann auch son bisschen helfen, mit Fotos oder generell auch mit seinem Selbstbild besser umzugehen, einfacher umzugehen. Mhm. Ja. Ja, das finde ich auch hilfreich und ich hab auch das Gefühl, das ist im Podcast schon mal aufgetaucht, dieses ne, den Fokus son Stück weit verschieben und das ist ja was, was wir durchaus machen können mit unserem Gehirn. Wenn Du gerade so... Wir gehen schon gerade so in Richtung auch noch mal son bisschen Tipps und deswegen hab ich grad gedacht, würd ich dich auch gern noch mal so fragen. Du bist ja auch immer wieder in der Situation, dass Du auf Menschen triffst, die Du gleich fotografierst. Und wie gesagt, nicht nur das eine ist ja dieses sich auf Fotos anschauen, das ist für auch eine Menge Menschen durchaus herausfordernd, aber eben überhaupt, es gibt auch eine Menge Menschen, für die schon fotografiert werden, sehr, sehr schwierig ist. Mhm. Also es gibt ja wirklich auch dieses Phänomen, dass es Menschen gibt, die die ganz wirklich ganz wenig Bilder überhaupt von sich haben, egal ob ausgedruckt oder nicht, weil sie's einfach schon ganz schlimm finden, überhaupt fotografiert zu werden. Mich würde einfach interessieren in deiner Rolle als Fotografin, was sagst Du denn Menschen, wenn die direkt vielleicht vor 'nem Fotoshooting oder auch wenn sie das bei dir buchen und vorher mit dir sprechen, auch grad, wenn Menschen so Unsicherheiten äußern. Mhm. Was sagst Du denen, was hast Du da vielleicht auch noch so Tipps, die Du so klassischerweise gibst? Also generell, was ich empfehlen kann, wenn man sagt, ich möcht gern Fotos von mir haben, aber ich trau mich nicht oder ich hab schlechte Erfahrungen gemacht oder es gibt Tausende von Gründen, warum man das vielleicht eigentlich nicht tun will, aber dann doch, sucht euch den richtigen Menschen aus, der euch fotografiert. Das ist das aller allerwichtigste. Und da sind dann so Sachen wie, was kostet der Spaß? Erst mal zweitrangig, sondern sucht euch wirklich 'n Menschen aus, wo ihr sagt, hey, da fühle ich mich wohl und da fühle ich mich sicher. Ja? Zu mir kommen die Leute, weil sie sagen, hey, die ist sympathisch, die ist ganz cool, die ist 'n bisschen anders, die sagt auch mal scheiße. Die fühlen sich bei mir einfach wohl und deswegen buchen die bei mir, weil's einfach von der Sympathie her passt. Wenn Du den Menschen hinter der Kamera nicht magst, weil's einfach nicht harmoniert, dann werden die Fotos nix und Du fühlst dich dabei auch noch kacke und das sieht man auch auf den Fotos. Also das ist wirklich das Allerallerwichtigste. Und dass man sich dann auch jemanden sucht, wo's vom Stil her einfach passt, denn ich mach zum Beispiel sehr gerne Schwarz Weiß Fotos. Wenn jetzt jemand sagt, ich find Schwarz Weiß blöd, dann wirst Du mit den Fotos nicht glücklich, auch wenn die vielleicht noch so gut sind. Genauso was die Art der Fotografie angeht, möchte ich lieber jemanden, wo ich wirklich ich sein darf, ganz natürlich, ganz authentisch meinetwegen in Jogginghose oder will ich wirklich jemanden, wo ich richtig aufgebreselt werd mit schickem Kleid, mit Make-up, mit Frisur, mit riesengroßen Lichtsetting, ja, so das Topmodel schlechthin vom Feeling her, dass man sich da einfach überlegt, was was will ich und was brauche ich? Das ist eigentlich so das Allerwichtigste. Und was ich meinen Kundinnen dann immer rate, ist erst mal, was die Klamotten angeht, Make-up. Haare macht das so, wie ihr euch wohlfühlt. Also ich hab Leute, die schminken sich einfach gerne und die schminken sich dann auch dafür. Ich hab jetzt neulich eine Frau fotografiert und hab halt auch zu ihr gesagt, Du, kein Stress, zieh an, worauf Du Bock hast, worin Du dich wohlfühlst und dann hatte ich die halt eine Jogginghose an. Ja, geil, warum nicht? Also wichtig ist, dass man sich darin wohlfühlt. Dann das hab ich auch tatsächlich außerhalb der Fotografie an mir selber gemerkt, wenn ich Kleidung trage, die einfach bequem sitzt, wo nix einschneidet, wo ich mich nicht in die zu enge Jeans zwängen, sondern die Nummer größer nehme, weil sie einfach dann besser und bequemer sitzt, dann fühl ich mich wohler. Und auch Fotos sieht man es sofort, ob sich jemand wohlfühlt oder nicht und das hat ganz viel auch mit Klamotten und Styling zu tun, abgesehen von der Sympathie. Ja, ja, definitiv. Und ja, dann kommt's natürlich drauf an, was für Ängste Sorgen haben die Menschen? Manchmal sind das wirklich Körperthemen wie, ich mag nicht, dass man 1 Auge kleiner ist als das andere. Dann weiß ich, okay, dann versuche ich das perspektivisch vielleicht son Mü zu kaschieren, wenn's geht. Wenn nicht, dann ist es so. Gerade in der Hochzeitstherapie habe ich's öfter, wenn 'n Kleid nicht richtig sitzt oder so. Da muss ich dann halt immer mehr überlegen, okay, fange ich jetzt an, das zu Fotoshoppen oder muss ich dann halt sagen, sorry, da hat der Schneider, die Schneiderin keinen guten Job gemacht, können wir das vielleicht vorweg noch irgendwie retten? Manchmal ist es auch, ich hab so viel zugenommen, ich fühl mich so unwohl. Dann kann man auch gucken, dass man das son bisschen kaschiert. Ich bin aber mittlerweile eigentlich eher an dem Punkt, ich versuch's nicht jetzt wirklich bewusst irgendwie durch die Gegenstände zu verdecken oder so was oder perspektivisch komplett rauszunehmen, dass man diesen Makel, der eigentlich keiner ist, dass man den nicht sieht, sondern mein Ansatz ist, die Menschen so zu fotografieren, wie ich sie sehe. Mit allem, was da ist, auch mit allem, was sie an sich selber vielleicht nicht mögen, aber einfach, ja, ich sag mal, durch so einen liebevollen Blick. Das hatt ich jetzt zum Beispiel mit 1 Buchbinderin, die darf ich auch zitieren, die Eva. Die hab ich fotografiert und die hat gemeint, ja, sie mag ihre Hände nicht. Sie findet sie halt so dicke Wurstfinger und hatte da son bisschen Sorge, weil im Buch, denn der Handwerk fotografiert man natürlich viel die Hände, weil die machen die Arbeit. Und ich zitiere das jetzt einfach mal, was sie mir geschrieben hat. Ich hab durch die Fotos von mir beim Arbeiten gelernt, meine Hände und Finger zu mögen. Ich fand vor, ich hab Wurstfinger, aber die können so viel und die haben was von Barockgemälden. Und ich glaub tatsächlich, wenn man eine Fotografin oder einen Fotografen findet, der den Ansatz hört, mit dem man sich wohlfühlt, wo's von der Sympathie her passt und wo man dann einfach durch einen wertschätzenden Blick fotografiert wird, dann sind die Fotos auch einfach anders und dann schafft man's vielleicht auch, diese Wertschätzung son bisschen, ja, zu fühlen, zu sehen, ich weiß, was ich mein? Mhm. Ja, total. Ja, und ich hab grade gedacht noch so, dich zu ergänzen oder ich würd dich gern ergänzen mit dieser sich auch jemanden suchen, ne? Also jemanden suchen, Du hast gerade Sympathie gesagt, also mit dem eine Person, mit der man sich wohlfühlt. Und ich glaube, ich würd's für mich sogar noch ergänzen und sagen, ja, vielleicht auch eine Person, wo es Gefühle, wo man das Gefühl hat, die Wertebasis stimmt auch. Ja. Aber ich hab grade selber dran gedacht, wie hab ich denn den Fotograf gefunden, der mein Businesshooting gemacht vor, ich glaub, 2 Jahre ist das jetzt her. Und zwar, ich hab tatsächlich echt lange überlegt, zu wem ich gehe und ich merke, ich hatte immer so das Gefühl von eigentlich einfach jemanden online anschreiben, also hier in Leipzig gibt's genug Personen, die die Fotos machen, aber einfach jemanden anschreiben und ich kenn die Person nicht. Das finde ich irgendwie unangenehm, weil es ist halt auch 'n sehr, finde ich, intimes Setting, ne? Fotografiert Ja. Zu werden. Und hatte ich hatte einen Fotografen schon im Kopf, der hier in Leipzig auch relativ bekannt ist, weil er auch son politisches Fotoprojekt gemacht hat. Ich weiß gar nicht, ob das immer noch läuft, aber es liebt zumindest mehrere Jahre. Ich hatte den auch schon im Blick, aber ich kannte den auch nicht persönlich und hab irgendwann festgestellt, dass das 'n sehr enger Freund von 'ner Freundin ist. Irgendwann im Gespräch festgestellt, weil sie davon erzählt hat, dass sie bei ihm zum Shooting war. Und dann hab ich gedacht, okay, cool, das ist 'n gutes Zeichen, weil wenn sie ihn mag, dann ist der wahrscheinlich auch total nett, so, weil ich mag sie und dann vermut ich mal, auch auch ihr Umfeld ist nett. Und sie hat auch mal so positiv von ihm erzählt und das war dann das Ausschlaggebende, dass ich mich bei ihm gemeldet hab und ich mochte auch die, ne, die Fotosession ganz gerne, ich mach... Mag die Fotos gerne und ich fand es einfach auch noch mal nett zu wissen... Also nicht nur, der ist sympathisch, sondern wirklich auch, wir teilen eine Ebene. Also gerade bei meinem Arbeitsthema, ne, Inklusion und Diversität, also das ist mein Oberthema, darunter ist Körperakzeptanz, ist mir das immer besonders wichtig und ich hab auch grade im Kopf, dass das bei dir auch auf der Website, glaub ich, auftaucht. Ich glaub, Inklusion und Diversität taucht sogar richtig als Begriff auch auf, oder? Mittlerweile hab ich's sogar in meiner E-Mail-Signatur... Also wenn man auf meine Webseite geht, hoffe ich, dass man mittlerweile eigentlich sehr klar sieht, wie ich so eingestellt bin, wie ich auch politisch eingestellt bin. Und ich zieh dadurch auch die Menschen an, die genauso unterwegs sind. Und das ist absolut, das ist total wichtig, denn also ich find zum einen, dass Du merkst es dann auch wieder zwischenmenschlich an der Sympathie. Das muss nicht mal offen ausgesprochen werden ausgesprochen werden, aber wenn's son bisschen hakt, weil da irgendwie die Ansichten total auseinander gehen. Mhm. Das merkst Du dann doch. Genau und also mein Ansatz beim Fotografieren ist auch, dass ich mich mit den Menschen unterhalte. Kommt immer 'n bisschen drauf an. Bei Porträtsessions unterhalte ich mich natürlich mehr, bei Hochzeiten ziehe ich mich eher in den Hintergrund, aber wenn man sich unterhält, dann braucht man natürlich irgendwie auch eine Basis, auf der man sich unterhalten kann. Und wenn wir jetzt mal so ganz extreme Beispiele nehmen, wie ich als lebensgrundversüfte Fotografin und dann hast Du jemanden, der schon sehr rechtsextrem ist, Das passt nicht. Das wird nichts, das eskaliert und dann breche ich das auch lieber ab. Also das ist definitiv 'n Thema, das sollte man auch mit berücksichtigen und ich find's auch völlig legitim, wenn der Fotograf die Fotografin das von sich aus nicht anbietet, nach 'nem Vorgespräch zu fragen. Das muss nicht persönlich sein, das kann auch nur telefonisch sein, aber einfach mal gucken, wie ist 'n der Mensch so? Passt das vielleicht? Oder auch auf Social Media mal son bisschen zu stalken, mal 'n paar Wochen in die Storys zu gucken, was macht 'n der Mensch so? Ja? Ah okay, die hat Katzen, cool, das ist mir schon mal sympathisch. Oder Gottes willen, 'n Katzenmensch, bloß nicht. Das klingt jetzt vielleicht total banal, aber das sind ja so Kleinigkeiten, da kann man schon son bisschen sondieren. Wo fühle ich mich denn wohl? Absolut und ich kann das zum Beispiel für Coaches auch unterschreiben. Also es gibt... Ich seh immer mal wieder Webseiten von Kolleg*innen, also Coachingkolleg*innen, die kein kostenfreies Vorgespräch anbieten und von denen ich auch sonst auf der Website, die auch keine Videos von sich oder so haben und... Also wo wirklich nur die Fotos da sind und ich hab auch nicht mal eine Idee, wie die Stimme klingen. Ich merke immer tatsächlich, dass ich solche Leute nicht für Coachings anfrage, sondern ich selber finde das gut, wenn's 'n Vorgespräch gibt oder wenn ich... Also eigentlich, genau, wenn's nicht nur irgendwo auf Social Media Sachen gibt, auch das ist schon hilfreich für den ersten Eindruck, sondern ich find wirklich 'n kostenfreies Vorgespräch hilfreich. Gerade bei so was wie Coaching, wo die Beziehungsebene einfach so wichtig ist und ich finde, für fotografiertwerden ist das durchaus auch wichtig. Und biete ihr selber zum Beispiel auch 'n kostenfreies Erstgespräch an, eben genau auch aus diesem Grund, weil ja, weil man eben dann vielleicht sonst bei jemandem landet, wo's vielleicht gar nicht passt oder so, ne? Und dann dafür ist es dann eben doch viel Zeit und Energie und Geld irgendwie, die Menschen da bei einem ausgeben. Ja, spannend. Ich hab grade gedacht, bevor ich dich nach kleinem Glitzer frage, frag ich dich aber zuerst noch, wo können Menschen dich finden? Du hast schon son bisschen gesagt am Anfang, wo Du zu finden bist. Falls Hörerinnen das nicht mehr im Kopf haben und sagen, oh, vielleicht würd ich mich ja doch auch gerne mal fotografieren lassen, bitte sag noch mal, wo Du in Deutschland sitzt und ob Du auch quasi beauftragbar bist für Menschen, die weiter entfernt sind von dir? Also ich befinde mich im wunderschönen Allgäu. Für die Leute, die's vielleicht sogar kennen, etwas südlich von campen und ich bin generell überall unterwegs. Also ob's jetzt Schweiz ist oder Norden von Deutschland war ich auch schon öfter. Also ich war auch schon Richtung Rheinland, ich war schon in Brandenburg, Österreich. Also ich komm überall hin, ich flieg auch nach Dubai, wenn das jemand möchte. Hab ich... Wenn wenn das Budget das mitmacht, dann bin ich auch global unterwegs, ist gar kein Thema. Ich find's aber auch ganz schön, manche Menschen kommen tatsächlich auch extra ans Allgäu und verknüpfen das zum Beispiel mit dem Urlaub, also das wär auch eine Möglichkeit. Okay, Fotoshooting auf der Durchfahrt. Genau, dann sag da bitte noch mal, wo Menschen dich finden können oder vielleicht auch vielleicht einmal mal dein Instagram Händel oder noch mal so deine Website. Online findet ihr mich unter frei minus Kamera Punkt d e. Genauso wie man spricht, auch Social Media findet ihr mich überall auch unter Frei Kamera. Die blauen Haare sind dann eigentlich schon sehr, sehr eindeutig, dass ihr die richtige Fotografin gefunden habt. Okay. Damit, bevor ich zum Glitzer komme, hast Du noch was, worüber Du nachgedacht hast in Bezug auf Fotos, mit Fotos umgehen Körper, was Du noch loswerden willst? Was tatsächlich auch manchmal helfen kann. Das hab ich mir son bisschen aus dem Umgang mit negativen Glaubenssätzen in Fotografie übersetzt. Wenn man jetzt zum Beispiel sagt, ich hab Dehnungsstreifen und die kotzen mich total an, kann ich auch 'n Lied von singen. Dass man sich ganz bewusst diese Dehnungsstreifen oder was auch immer das ist, hernimmt und die in Anführungszeichen positiv umformuliert, so wie man das aus den Glaubenssätzen kennt. Was genau ich damit meine, ist einfach 'n Handy schnappen, eine Kamera schnappen, egal was. Jeder hat mittlerweile irgend eine Form von Kamera und ganz bewusst diese Marke in Anführungszeichen zu fotografieren und vielleicht auch son bisschen künstlerisch umzusetzen, bisschen mit Licht zu hantieren, mit der Perspektive mal ganz nah rangehen und einfach mal bewusst wirklich das festhalten und sich damit beschäftigen. Das kann tatsächlich auch helfen, damit 'n bisschen liebevoll rumzugehen. Mhm. Das erinnert mich grad total daran, dass im, ich glaub, Anfang Mai war das, nee, das stimmt gar nicht, das war Anfang Juni, da war eine Person im Podcast zu Gast, Lisa Maria Walter. Und Lisa Maria hat eben oder Lisa hat eben auch erzählt, wie sie sich selbst fotografiert hat quasi an 'nem bestimmten Foto. Oder bin ich... Ich glaub, das ging gar nicht erst mal im Foto. So erst mal ging's, glaub ich, im Spiegel anschauen und einfach den Körper noch mal mit 'nem bestimmten Blick anschauen und überhaupt erst mal so wahrnehmen, was ist da? Son bisschen so, wie Du grad über dieses Thema Dehnungsstreifen gesprochen hast, einfach noch mal so vielleicht auch mit 'nem leicht verfremdeten Blick auch drauf zu schauen oder überhaupt mal länger hinzugucken und das nicht nur so so wahrzunehmen, wie man's eben sonst im Alltag oft oft wahrnimmt. Also man sieht's bewertet sofort und packt's dann wieder so innerlich weg, ne? So und hat das Bild immer so bestätigt. Und ich hab grade gedacht, ja, also das ist offensichtlich ist da was dran, weil es jetzt halt hier auch schon mehrmals auftaucht. Ist noch mal 'n schöner Tipp. Vielen Dank. Damit Ja. Ich finde, mit dem schönen Tipp können wir doch direkt in den Glitzer übergehen. Genau, Glitzer ist vielleicht auch für die Hörerinnen, die es noch nicht kennen. Glitzer ist eine Kategorie, das kommt ursprünglich aus meinem Newsletter. Ich hab am Ende immer was drinstehen von Dinge, die ich grad mag, die ich gut finde und ich hab das irgendwann auch in den Podcast übernommen. Und wenn ich im Gespräch mit jemandem bin, dann frag ich immer, was ist denn gerade dein Glitzer? Also was magst Du gerade? Was macht was macht dir Freude? Und das kann was Kleiner sein, das kann was Großes sein. Du wählst aus, von daher, was ist gerade dein Glitzer? Den kennst Du tatsächlich schon, den haben wir nämlich damals in dem Workshop auch angesprochen und das ist immer noch mein Glitzer. Das ist nämlich das Brotbacken oder generell Teig, Brot, Teig. Ja, ich ich hab da einfach einen totalen Narren dran gefressen. Es begeistert mich, es macht mir Spaß. Ich hab uns heute 'n Pizzateig gemacht und ich find's einfach so schön, wenn der Teig genau die Konsistenz hat, die er haben soll und so Butter Reis sich kneten lässt und dann auch noch aufgeht. Das ist macht mir einfach im Moment extrem viel Freude. Schön und ich find Brot Brot geht ja auch immer als Thema. Also ich find frisches Brot, das geht auch nicht über frisches Brot dann und ob dann noch irgendwie mit 'ner schönen Brot oder überhaupt 'nem schönen Aufstrich dann irgendwie auch. Also so, ja, kann ich gut mitgeben. Vielen, vielen Dank fürs Teilen. Damit danke ich dir, dass Du da warst. Es war mir ein Vergnügen, über dieses vielleicht für den Podcast auf den ersten Blick 'n bisschen ungewöhnliches Thema zu sprechen, aber ich finde, das passt total rein und danke für deine Gedanken, auch für deine Perspektive als Fotografin. Das fand ich total schön. Danke, dass Du da warst. Dankeschön, dass ich da sein durfte. Das war die Folge. Wenn dir gefallen hat, was Du gehört hast, dann freu ich mich, wenn Du den Podcast unterstützt, damit noch mehr Menschen ihn finden können. Das kannst Du einerseits tun, indem Du in deiner Podcast App eine positive Bewertung abgibst oder indem Du auf Plattformen wie Spotify, Youtube oder Instagram einen Kommentar hinterlässt. Auf jeden Fall danke für deine Unterstützung und bis zur nächsten Folge. Tschüs.