Lass die Sau raus!

Hof-Sonnenweide
Since 08/2023 106 Episoden

#103 🚌 Da steht ein 🫏 Esel im Bus!

Kann ein grauer Esel Schwarzfahren?

25.04.2026 47 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge nehmen wir euch wieder mit mitten hinein in unser Leben am Lebenshof Sonnenweide – mit allem, was dazugehört: Lachen, Chaos, Entscheidungen… und auch Abschied.
Unser Esel Martin steigt einfach in einen Linienbus ein. Kein Zögern, keine Panik – einfach rein, durchgehen, vorne wieder raus. Für uns ein Moment, der zeigt, wie viel Vertrauen zwischen Mensch und Tier entstehen kann – und wie besonders manche von ihnen einfach sind.
Wir erzählen von unserem Kurzurlaub in Kroatien und Slowenien – vier Tage, die sich wie vier Wochen angefühlt haben. Naja, fast :) Gleichzeitig merken wir: Eine 7-Tage-Woche am Hof bringt uns an unsere Grenzen. Deshalb haben wir eine wichtige Entscheidung getroffen: Jeder von uns bekommt jetzt einen fixen freien Tag pro Woche. Ein kleiner Schritt, der für uns ein großer Unterschied ist.
Am Hof selbst war wieder einiges los: Große Impfaktion gegen die Blauzungenkrankheit – inklusive Adrenalinmomenten mit unseren Rindern und einem legendären „Kampf“ mit unseren Lamas, der wortwörtlich im Zaun geendet ist. Wir haben gelernt: Planung ist gut – aber Tiere haben meistens ihren eigenen Plan.
Auch gesundheitlich gab es Herausforderungen: Rokita muss wegen eines kaputten Zahns in die Klinik, und unsere beiden Entenerpel sorgen weiterhin für ordentlich Trouble – so sehr, dass wir uns sogar für eine hormonelle Behandlung entschieden haben, um die Situation für alle Tiere sicherer zu machen.
Und dann gibt es auch die leisen, schweren Momente dieser Folge.
Wir mussten Abschied nehmen von unserer alten Gans Sophie – eine eigenwillige, starke Persönlichkeit, die ihren eigenen Weg gegangen ist.
Und völlig unerwartet haben wir auch unseren Jerry verloren. Ohne Vorwarnung, ohne Erklärung. Ein junger, lebensfroher Ziegenbub, der einfach nicht mehr aufgewacht ist. Solche Momente reißen uns jedes Mal den Boden unter den Füßen weg – und zeigen gleichzeitig, wie intensiv dieses Leben hier ist. Wir können und wollen uns nicht distanzieren. Wir leben mit den Tieren – und fühlen mit ihnen.
Was uns hilft, sind genau die anderen Momente: Zwei kleine Schweine, die zum ersten Mal mutig die Welt draußen entdecken. Kleine Fortschritte, große Gefühle. Leben, das weitergeht.
Diese Folge ist eine Achterbahnfahrt – genau wie unser Alltag. Und genau deshalb nehmen wir euch mit. 💚

Coole Papageien:
https://science.orf.at/stories/3235215/

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Und hier die Wünsche für die Playlist:


Udo Jürgens, Vielen Dank für die Blumen
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Credit des Titelsongs:
The Green Orbs  - Dancing on Green Grass

Soundeffekte:
Pixabay

Fotocredit Titelfoto: Jan Engelhardt

Transkript

Elisabeth
00:00:00
Wir haben es erst vorn probiert. Der Chauffeur hat gemeint, er lasst den Bus noch runter, dass das eine Ebene ist mit dem Gehsteig. Martin hat geschaut vor und gesagt, nein, da steige ich nicht ein. Dann habe ich gesagt, ja, wurscht, steigen wir hinten ein. Darf man zwar normalerweise nicht, man steigt vorne in den Bus ein. Ja, wie soll es.
Andi
00:00:17
Dass wir uns die Fahrkarte kaufen, ist ja klar.
Elisabeth
00:00:18
Genau, aber für den Martin haben wir gesagt, machen wir eine Ausnahme, dann steigt er tatsächlich in den Bus ein.
Andi
00:00:23
Unglaublich. In diesem Podcast geht es um tierisch interessante Persönlichkeiten,
Elisabeth
00:00:34
Aber auch um Menschen, die Schönheit der Natur und ein kleines Paradies namens Hof Sonnenweide.
Andi
00:00:39
Wir berichten über unsere Erlebnisse am Lebenshof, plaudern über Themen, die uns gerade bewegen und laden spannende Menschen zum Gespräch. Herzlich willkommen bei Lass die Sau raus, dem Podcast vom Lebenshof Sonnenweide mit Elisabeth und Andreas Nussbaumer. Wir lassen heute wieder die Sau raus und euch bei der Hoftür rein. Energiegeladen und topfit.
Elisabeth
00:01:05
Ja, hallo. Warum? Energiegeladen und topfit.
Andi
00:01:09
Ja, warum denn eigentlich Elisabeth?
Elisabeth
00:01:12
Ja, wir waren im Urlaub.
Andi
00:01:13
Sachen gibt's.
Elisabeth
00:01:15
Ja, wir waren wieder vier Tage Sonne, Strand und Meer.
Andi
00:01:18
Fühlt sich an wie vier Wochen.
Elisabeth
00:01:21
Naja. Na, aber es war schon großartig wieder. Emily und Marcel haben wieder auf den Hof aufgepasst, wie schon im Jänner. Und wir waren wieder vier Tage erst in Kroatien und dann in Slowenien. Also eigentlich war ja das wirklich, wirklich viel, was wir erlebt haben.
Andi
00:01:42
Das ist ein Wahnsinn. Die halbe Welt haben wir bereist.
Elisabeth
00:01:45
Ja, zuerst in Rovin. Da waren wir dann eine Nacht und einen Tag. Und dann waren wir die restliche Zeit wieder in Portoroz. Portoroz.
Andi
00:01:54
Im Piram eigentlich.
Elisabeth
00:01:55
Genau, am Campingplatz, total fein, weil heute am Campingplatz noch keine Leute sind oder ganz, ganz wenige Leute und ja, es war aber schon schön sonnig, also Baden waren nicht drin, aber wir waren im Wasser.
Andi
00:02:10
Und wie, der Andi ist, also eigentlich ist fast eine Stunde weit drin, oder?
Elisabeth
00:02:15
Der Gesichtsausdruck.
Andi
00:02:16
Ja.
Elisabeth
00:02:19
Fünf Sekunden trifft es ungefähr. Also ich war auch drinnen. Also es war schon 14 Grad, oder?
Andi
00:02:25
Ja, ich glaube so 12, 14 Grad, ja. Also schon ein bisschen knackig. Aber ich war nackig.
Elisabeth
00:02:33
Das reimt sich.
Andi
00:02:35
Es war nicht am Strand von Porto Roche auf der Uferpromenade, ist es kleiner zuhörst. Nee, so weit gehen wir nicht. Es war an einem einsamen Strand in Kroatien, wo wirklich keine Menschenseele weit und breit war.
Elisabeth
00:02:48
Aber es war ganz lustig, weil wir zwei haben uns angestellt, wie die, ja, also die voll Lulus im Wasser drinnen und es hat kalt.
Andi
00:02:57
Aber es habe ich da eh schon erklärt, Elisabeth, es war in der Früh, wie wir reingegangen sind. Die anderen sind ja dann irgendwie am Nachmittag reingegangen, das waren dann schon die warmen Strömungen.
Elisabeth
00:03:04
Nein, es waren keine warmen Strömungen, es war kein warmer Tag, aber es waren dann drei einheimische, vermuten wir mal nach dem Kennzeichen, die waren auch baden. Und da war die Frau, also die Männer waren totale Lulus, aber die Frau ist reingegangen, als wäre das die Badewanne und ist definitiv eine halbe Stunde herumgeschwommen.
Andi
00:03:22
Ja, die hat einen Leophrinanzug angehabt, so einen körperfarbenen Hautfarben.
Elisabeth
00:03:26
Nein, die hat Bikini angehabt mit String. Also ihr habt es genau gesehen. Es war nämlich eine äußerst hübsche Frau und die hat die ganze Zeit die Männer verarscht und animiert, dass sie auch endlich reinkommen und währenddessen ist sie um sie tatsächlich herumgeschwommen. Also ich war voller Bewunderung. Der Andi hat eine Ausrede nach der anderen erfunden, warum es sein kann.
Andi
00:03:47
Neopren Hautfarben mit Bikini aufgemacht.
Elisabeth
00:03:50
Ja, genau. Und warme Strömungen, die noch dazu auftauchen am Nachmittag.
Andi
00:03:55
Noch dazu.
Elisabeth
00:03:57
Es war auf jeden Fall ein sehr, sehr schöner Urlaub und wir haben es genossen mit gutem Essen und Wein und Nichtstun und alles, was so dazu gehört.
Andi
00:04:07
Und wir haben einen neuen Entschluss, Beschluss gefasst.
Elisabeth
00:04:11
Wirklich? Ja.
Andi
00:04:13
Hallo? Schon wieder vergessen?
Elisabeth
00:04:15
Erzähl.
Andi
00:04:15
Ja, unsere freien Tage.
Elisabeth
00:04:17
Ah ja, genau. Das war ja schon vor dem Urlaub. Richtig. Das haben wir kurzfristig beschlossen. Ja, weil es ist ja einfach so, dass wir sieben Tage Woche haben. Es ist einfach so. Und wir jetzt schon langsam gemerkt haben, wir drehen ein bisschen am Rad.
Andi
00:04:33
Es hängt sich ein, der Lagerkoller ruft.
Elisabeth
00:04:35
Der Lagerkoller, wir käppeln uns an wie so ein altes Ehepaar. Du hast das, du hast jedes. Und jetzt haben wir beschlossen, bevor das jetzt wirklich ausartet in so ein handfestes Streit.
Andi
00:04:52
Bevor wir uns anwatschen.
Elisabeth
00:04:54
Genau. Müssen wir da was unternehmen? Und dann habe ich beschlossen, es gibt jetzt für jeden von uns einen freien Tag in der Woche.
Andi
00:05:03
Genau.
Elisabeth
00:05:04
Genau. Und zwar, wenn man von der Früh weg, was lachst du?
Andi
00:05:09
Weißt eh schon, wie du für eine Wasch bist.
Elisabeth
00:05:11
Stimmt ja nicht. Wir haben es schon eine Woche gemacht. Andi hatte Dienstag frei und ich habe am Donnerstag frei gekauft.
Andi
00:05:18
Vor dem Urlaub, genau.
Elisabeth
00:05:19
Vor dem Urlaub, genau. Und ich habe das sehr, sehr, sehr genossen.
Andi
00:05:22
Richtig.
Elisabeth
00:05:23
Ja, ich bin auf den Landsee raufgefahren. war dort eine Runde laufen, habe dann im Gokomobil, Zwei, drei Patenschaften gemacht. Dann bin ich, ja, fünf Stunden mit Igor unterwegs im Wald. Das heißt nicht, dass wir durchgehoffert sind, sondern in Igor-Tempo. Mal fress ich ihn da, mal fress ich ihn hier. Und ja, es war echt schön. Und was hast du gemacht?
Andi
00:05:45
Ich habe mich zuerst mit dem lieben Gerald Rudle getroffen. Wir haben gemeinsam gefrühstückt in einem lokalen Wiener Neustadt.
Elisabeth
00:05:52
Ja, und dann?
Andi
00:05:53
Und dann war ich in der Therme.
Elisabeth
00:05:55
Und dann?
Andi
00:05:56
Weiß ich nicht mehr. Was war dann? Die Erinnerung ist gelöscht. Dann bin ich nach Hause gekommen und wir haben gemeinsam gegessen.
Elisabeth
00:06:04
Genau, wir haben gemeinsam Abend gegessen. Schön war das.
Andi
00:06:08
Schön war das, ja. Und wir hoffen sehr, dass es kein einmaliges Erlebnis bleibt, weil nächste Woche ist es eh schon wieder konterkariert quasi. Was ist am Dienstag? Kommt der Glaubenpfleger an meinem quasi offiziellen freien Tag. Und am Donnerstag haben wir auch schon einen Termin. Aber der Wille zählt, wie jetzt irgendwas durch.
Elisabeth
00:06:26
Ja.
Andi
00:06:27
Bevor wir einen Watschbaum rütteln.
Elisabeth
00:06:28
Jetzt eingetragen, Dienstag Andi frei.
Andi
00:06:31
Donnerstag Elisabeth frei. Eintragen kann man alles.
Elisabeth
00:06:35
Jetzt hör auf, du bist so negativ. Jetzt hörst du wenigstens den Podcast einmal selber reden. Das, was ich ständig bei dir bekrittle. Ja, genau. Wir sind schon wieder bei dem alten Eben fahren muss. So geht es dann.
Andi
00:06:48
Nein, es wird sicher klappen. Ich bin sehr zuversichtlich. Jetzt hör auf. Ja, wirklich. Ehrlich. Ich habe ja in meinem vorigen Leben nicht nur Verkaufstrainings gehalten, sondern davor auch Zeitmanagement.
Elisabeth
00:07:05
Andi hat Zeitmanagement-Seminar machen lassen, das war immer schon zum Lachen.
Andi
00:07:08
Das ist den Bock zum Gärtner machen, aber wurscht. Und da habe ich unter anderem erzählt, dass man seinen Kalender nur zu 60% voll planen soll, weil 40% passiert eh quasi immer dann unvorhergesehen. Und wenn du dir 80 oder 90% planst, dann haut es dir einfach durcheinander. Also merkt euch das, ihr Lieben, da draußen. 60 Prozent maximal vor planender Zeit.
Elisabeth
00:07:31
Ja, okay. Was hat sich sonst getan?
Andi
00:07:35
Genug Geplapper, wir kommen zu den Geschichten vom Hof Sonnenweide.
Elisabeth
00:07:40
Merkt's, was ist es sogar schon vor der ersten Werbung?
Andi
00:07:45
Rosamunde Pilcher war dir immer schon zu wenig romantisch? Bei Mission Impossible viel zu wenig Action? Und bei Dr. Doolittle viel zu wenige Tiere? Dann kommt jetzt deine Serie mit romantischen Tieren in Action. Nein! Romantik, Tiere und Action.
Elisabeth
00:08:09
Oh yes!
Andi
00:08:10
Geschichten von Hof Sonnenweide. Authentisch, ehrlich und ungeschminkt. Jetzt nur in diesem Podcast. Vor unserem Urlaub hatten wir ein paar Aktionen, Projekte.
Elisabeth
00:08:29
Eigentlich betreffen die Aktionen und Projekte alle die Tierarztaktionen. Und zwar haben wir mal fast alle Tiere, 47 Tiere, gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen.
Andi
00:08:43
Also die Schafe in erster Linie, die Rinder und die Neuwelt-Kameliden, a.k. auch Lamas genannt.
Elisabeth
00:08:50
Und Alpakas gehören auch zu den Neuwelt-Kameliden.
Andi
00:08:52
Ja, we're right. Wir haben ja kein richtiges Alpaka.
Elisabeth
00:08:55
Ja, und das ist nicht so, dass sie die so besonders drüber freuen, wenn sie geimpft werden. Das heißt, das ist schon ziemlich Action. Bei den Rindern haben wir eine neue Methode ausprobiert. Wir haben große Paneele bestellt. Das sind so Abtrennungen, so Zaunabtrennungen. Sehr schwer, sehr massiv.
Andi
00:09:15
Ja, das hat 1,35 Kilo, so ein Ding.
Elisabeth
00:09:18
Damit sie nicht einfach umeinander schupfen und verschieben können.
Andi
00:09:21
Was sie trotzdem tun? Ja.
Elisabeth
00:09:24
Also so ein Tierchen hat schon Kraft. Da haben wir im Gehege ein Gehege gebaut, so ähnlich wie bei den Ziegen und bei den Schafen. Und da drinnen werden sie gefüttert. Das haben wir schon die letzten zwei Wochen vorbereitet. Damit sie brav reingehen. Genau, geht das Ganze gewohnt hin und dann haben wir rechts und links zugemacht.
Andi
00:09:42
So der Plan.
Elisabeth
00:09:43
So der Plan.
Andi
00:09:44
Hat eigentlich ganz gut funktioniert, oder?
Elisabeth
00:09:46
Hat gut funktioniert, ja. Bei den Rindern, mit denen haben wir begonnen. Also das ist ein Termin, auf den freuen wir uns dann nicht. Da kommt dann die Tierärztin mit den Impfwerkzeugen. Also alle Tiere bekommen zwei Spritzen, also gegen zwei Serotypen, nennen sie das irgendwie. Und ja, und einfach versuchen, sie reinzukriegen ins Tier. Aber es hat eben bei den Rindern ganz gut geklappt. Das hat der Andi übernommen. Leider haben wir keine Filmchen dabei machen können. Es war ziemlich Action. Man muss sagen, der Andi ist ein Held bei solchen Tieren. Oh, danke.
Andi
00:10:21
Ich habe mein Lob hier.
Elisabeth
00:10:23
Diese Impfpistolen schauen ja wirklich aus wie Pistolen. Dann ist er um die Rinder, vor allem um die Joki, unsere kleine schwarze Düsen. Das ist ja die lebhafteste. Die Einzige, die jetzt, wo wir gesagt haben, ja, also die zieht sich nicht zurück, wenn sie Angst hat, die greift auch an. Also unsere zwei Kleinen, die Fatima war ja auch relativ.
Andi
00:10:42
Ja, die hat mir auch ihre Hörnchen gezeigt.
Elisabeth
00:10:43
Also die hat, ja genau, sie ist vor dem Andi gestanden und hat gesagt, man komm her. Traust dir nie. Und der Andi ist herumgeküpft und hat versucht, ihr die Spritze zu verabreichen. Aber es ist geglückt.
Andi
00:10:54
Yes, also meine Lang-Lang-ist-her-Karriere als Karateker hat mir da sehr geholfen. Hat mich ein bisschen erinnert. Echt? Wie ist das? Ja, weil du beim Kämpfen ja auch so mit dem Gegner quasi mehr oder weniger herumtänzelst und versuchst, eine Schwachstelle zu finden. Ah! Ja, und das war auch mein Ziel, eine Schwachstelle bei der... Wie ist das in dem Film? Wie heißt der? Ich weiß. Spaceballs. Spaceballs? Spaceballs, wo er gegen dieses Riesensteinmonster kämpft und sie rufen ihm zu, such eine Schwachstelle. Und er schreit irgendwie zurück, es hat keine Schwachstelle, es ist ein Stein.
Elisabeth
00:11:30
Nicht Spaceballs, das ist Galaxy.
Andi
00:11:32
Galaxy Quest, genau so, richtig.
Elisabeth
00:11:35
Absolut empfehlen Sie mir.
Andi
00:11:36
Galaxy Quest, ja, ja. Und so ähnlich bin ich mir auch vorgekommen. Ich bin da herumgetänzelt und versuche irgendwo eine Stelle zu finden, wo ich hinpiksen kann, ohne dass mich das Tier zurückpikst. Aber es hat funktioniert.
Elisabeth
00:11:49
Es hat funktioniert. Dann war relativ easy die Schafe.
Andi
00:11:52
Ja, ich habe so kleine Wuggerl, die krabst man halt.
Elisabeth
00:11:55
Kleine Wuggerl, der Manfred hat auch so um die 100 Kilo.
Andi
00:11:58
Ja, aber im Vergleich zum großen Wuggerl Bonny oder Abdo oder so. Ich meine, ja, handelbar im wahrsten Sinne des Wortes.
Elisabeth
00:12:04
Also das war einfach. Kamerun-Schafe war auch.
Andi
00:12:08
Ja, die sind einfach nur schnell.
Elisabeth
00:12:10
Aber es war relativ einfach. Das haben wir ja schon öfter gemacht. Und dann?
Andi
00:12:14
Dann kam der Endgegner. Die Lamas.
Elisabeth
00:12:16
Die Lamas. was wir schon gewusst haben. Also die Tiere sind gemeint, die Lamas waren jetzt nicht unbedingt notwendig, die sind nicht so gefährdet, aber der Impfstoff war jetzt für uns schon aufgemacht. Das heißt, sie hat gemeint, fangen wir es einmal schnell ab und impfen sie.
Andi
00:12:31
Und das Worst-Case-Szenario, das ich bei den Lamas im Kopf hatte und damit kann ich leben, ist halt, dass sie halt spucken.
Elisabeth
00:12:38
Ja.
Andi
00:12:38
Ja, mein Gott. Da geht man halt duschen nachher und dann ist die Welt wieder in Ordnung. Ja, da hat sich der gute Andi verkalkuliert. Genau.
Elisabeth
00:12:46
Also der Plan war, wir waren zu viert, Emilie und ich kommen mit zwei leichteren Zaunpaneelen und grenzen die Lamas einmal in eine Ecke ein. Der Andi fängt sie ab, die Christine, die Tierärztin, geht hin, jub, jub, jub, jub, jub rein. Das hat bei der ersten, bei der Lara, super funktioniert, weil die ist die zutraulichste, die lässt sich ein Halftern ohne Probleme, kein Thema. Und dann kam Sissi aus Salzburg, die zweite.
Andi
00:13:14
Die hat mir gezeigt, wo der Bartl in den Must herholt.
Elisabeth
00:13:17
Das war auch wieder sowas, ich hätte so gern das Handy gehabt. Weil das war einfach filmreif. Der Andi hat die Sissi einmal um den Hals genommen. Und ja, dann ist die Sissi losgestartet. Also Sissi hat kein Lama-Verhalten demütig oder sonst irgendwas gezeigt, sondern sie ist mit Andi angefahren.
Andi
00:13:38
Ich habe sie um den Hals genommen und die Sissi hat mich mit auf eine kleine Reise genommen.
Elisabeth
00:13:43
Und zwar erst einmal in die Badewanne, die dort steht als Tränke für die Pferde. Und dann nicht nur das, sie hat nicht nachgegeben. Also beide haben nicht nachgegeben.
Andi
00:13:54
Auslassen ist keine Option.
Elisabeth
00:13:56
Ist sie mit ihm durch den Zaun, also das Ganze ist rückwärts. Sissi hat vorwärts gedrängt, Andi ist rückwärts gedrängt worden, hat sie aber nicht auslassen, hat sie nach wie vor am Hals gehabt. Hat sie einmal in die Badewanne gesessen und ist dann durch den Holzzaun gefallen. Und das Ganze, wir sind nur da gestanden, alle drei vollkommen sprachlos, also alle drei. Wir haben gerade vom Bildungszentrum Neutal ein paar Jugendliche da gehabt, die den Pferdeberg abmisten und alle haben mit offenem Mund den Andi betrachtet und die Sissi, Sissi dann auf Andi, dann hat er ausgelassen. Durch den Zaun, Wascheln aus, weil die Badewanne ist auch geflogen.
Andi
00:14:37
Die war zumindest voll gefüllt.
Elisabeth
00:14:40
Ja, und ich habe dann gesagt, nein, das war's. Also lassen wir die Lamas, klappt halt nicht. Aber Andi, um zu beweisen, dass ihm nichts passiert ist, steht auf, nein, das machen wir. Haben uns ein anderes Eck gesucht und tatsächlich haben wir es dann zu Ende gebracht. Hat gut funktioniert. Wir haben dann noch jemanden vom Butz zu Hilfe gebeten, den Betreuer. Der hat dann mit der Emily die Panele gehalten. Ich habe das Halfter von den Lamas noch geholt. Es funktioniert dann einfacher, wenn man es halftert, schnell an die Held. Ich halftere und dann Christine Jaukerl rein. Dann ist es wie am Fließband gelaufen.
Andi
00:15:16
Tja, und wir freuen uns schon auf den nächsten Impftermin, weil der ist nämlich in knapp drei Wochen. Dann haben wir das ganze Spiel nochmal.
Elisabeth
00:15:23
Ja, aber wir haben gelernt. Die Tiere wahrscheinlich auch. Das ist sicher lustig.
Andi
00:15:29
Das ist lustig. Fühlt schon mal die Badewanne an.
Elisabeth
00:15:34
Aber das ist eh vier Jungenliche am Hof, normalerweise alle immer mit Handy unterwegs, aber da, Kraut, hat keiner das Handy gezückt gehabt. Das war einfach so filmreif, dieser Blick wieder an, die durch den Zaun fliegt, mit einem Lama quasi am Schoß. Das ist echt ein Hammer. Ja, was haben wir noch? Genau, nächste Tierarztaktion.
Andi
00:15:55
Rokita.
Elisabeth
00:15:56
Die Rokita. Wir haben ja bei allen Äquiden die Zähne machen lassen, das haben wir schon im letzten Podcast berichtet. Und dann ist uns aufgefallen, die Rokita frisst nicht gescheit, da hat sie irgendwas, dass sie Schwierigkeiten hat beim Kauen. Und jetzt haben wir unsere Tierärztin, die aus Pferde spezialisiert ist, nochmal gerufen und die hat sie angeschaut, also nochmal zitiert, angeschaut, geröntgt mit einer Kamera, jeden einzelnen Zahn sich angesehen, also die ist super ausgerüstet und hat festgestellt, das hat man erst im Röntgen eigentlich feststellen können, dass ein Zahn wackelt und ein Zahn so einen leichten Riss hat und dass der rausgehört. Und das geht leider, leider nicht bei uns am Hof. Das heißt, die Rokita muss schon wieder in die Klinik, sie war ja vor zwei Jahren, war sie schon einmal, nein, vor einem Vor einem Jahr. Vor einem Jahr. War sie schon zwei Wochen, da hat es Verdacht auf Kolik und wir haben nicht gewusst, was da los ist.
Andi
00:16:52
Man wusste nicht so genau, ja.
Elisabeth
00:16:53
War zwei Wochen drinnen ohne Ergebnis und jetzt muss sie leider wieder, weil der Zahn rausoperiert gehört. Man könnte das Ganze noch verschieben, also wir füttern sie jetzt mit Heukopps zu, weil sie auch abgenommen hat, durch das eben, dass sie nicht gescheit kauen können. Das kann man schon machen, aber mit der Tierärztin gesprochen, es bleibt uns nicht der Sport. Früher oder später muss sie die Klinik und der Zahn muss einfach raus. Und der ist nicht so, dass er einem schon entgegen fliegt, dass er wackelt, also man muss ihn wirklich rausreißen. Deswegen wird das Ganze wirklich eine Operation. So viele Menschen halt auch. Ja.
Andi
00:17:26
Hurra.
Elisabeth
00:17:27
Nächsten Montag ist es soweit, führen wir uns in die Klinik. Wenn alles gut geht, ist es am Donnerstag wieder zu Hause. Dienstag führen wir uns in die Klinik, Donnerstag ist sie zu Hause. Wenn ihr euch gut erinnern könnt.
Andi
00:17:39
Das wäre der Freitag gewesen. Ja, aber es ist ja fast wie Urlaub. Wir fahren Richtung Neusiedler See.
Elisabeth
00:17:47
Genau, ja.
Andi
00:17:48
Neusiedler See, Luftflug. Bitte, hallo. Ja, also wer sich fragt, wohin all die Spendengelder und Patenschaftsgelder fließen, well.
Elisabeth
00:17:59
Also die Impfaktion wird einmal einen guten Tausender kosten.
Andi
00:18:02
Ja, mal zwei, also 2000 in dem Fall.
Elisabeth
00:18:05
Und die Eurokita 10, die Zahn-OP, kommt nochmal auf 2000 bis 2500 Euro. Ja, und?
Andi
00:18:12
Das war noch nicht alles.
Elisabeth
00:18:13
Das war noch nicht alles. Lustige Geschichte, wir haben ja zwei Enten, Donald und Dagobert. einst als Donald und Daisy zu uns gekommen, haben sie sich sehr schnell, nein, eigentlich nicht sehr schnell, es ist gut gegangen, sie lebten als Pärchen, vermeintlich ist es bei uns, dann hat sie herausgestellt, es ist Donald und Dagobert, also die Daisy ist kein Mädel, sondern ein Bursch.
Andi
00:18:37
Und sie waren nur pubertierende Jungs, aber jetzt sind sie erwachsen geworden. Sind sie triebgesteuerte, testosterongesteuerte,
Elisabeth
00:18:45
Ungute Entenerpel geworden, ungut nämlich deshalb, es könnte uns ja wurscht sein, Die gehen auf die schwachen Gänse los. Und zwar wirklich wie die Fidschi-Pfäile. Die sehen, die machen das auch. Also normal waren die Gänse und Enten immer gemeinsam am Teich. Und wir haben sie eh schon seit vorigen Jahren getrennt von den anderen, weil die die schwachen Gänse wirklich rausgepickt haben. Und wenn du dir zuschaust, also Gänse und Enten, Entensex ist nicht schön. Das gleicht einer Vergewaltigung. Die hocken zu zweit, da fahren sie zu einer armen Gans drauf. Und ja, das ist wieder passiert, also wir haben sie eh schon getrennt, haben wieder versucht zusammenzulassen und gedacht haben, ja, eigentlich sind ja die Gänse groß genug, um sich wehren zu können, aber wir haben zwei dabei, die sind ein bisschen schwächer und die sorgen sich gezielt raus. Und der einen haben sie jetzt am Bandscheibenvorfall verursacht. Und zwar innerhalb von Minuten.
Andi
00:19:43
Das waren Minuten, genau.
Elisabeth
00:19:44
Dass man die aus den Augen lässt und schon ist es passiert. Das heißt, die ist wieder getrennt und es ist halt schwierig. Wir haben das, ich weiß nicht, wie viele Meter Zaun da zwischen bei uns.
Andi
00:19:55
150 Meter Zaun.
Elisabeth
00:19:56
Die finden eine Schwachstelle. Also es ist so ein Maschendrahtzaun. Das ist wirklich komplett triebgesteuert. Bei denen setzt einfach das Hirn aus, sobald sie das Organ sehen.
Andi
00:20:07
Soll es ja auch bei Menschen geben, dass bei manchen Männern das Hirn aussetzt.
Elisabeth
00:20:12
Ja, gibt da vielleicht gerade jüngste Beispiele.
Andi
00:20:16
Jüngste paar Parallelen von Persönlichkeiten, wo man sich eigentlich denken sollte, sollten ein wenig gescheiter sein. Anyway, lassen wir unkommentiert.
Elisabeth
00:20:25
Auf jeden Fall haben wir halt nach Lösungen gesucht. Das mit dem Trennen ist schon eine Lösung, aber es ist echt schwierig beim Reinbringen in den Stall. Die haben schon einen eigenen Stallbereich, die zwei, damit sie ja auch nicht auf irgendein weibliches Wesen treffen. dann haben wir herum überlegt, was man machen könnte und mit unserer Tieressing gesprochen und es gibt bei Hunden ja einen Kastrationschip man kann das auch bei Hühnern anwenden damit sie keine Eier mehr legen und auch bei Erpel, damit sie chemisch kastriert sind und ist jetzt nicht ganz billig, kostet 100 Euro einen Kastrationschip für ein Jahr aber in dem Fall Wir probieren das jetzt einfach aus, weil das hat keine Zukunft. Wir müssen immer so aufpassen. Und du kannst deine Augen, wir können die nicht 24 Stunden überwachen, wo sie gerade sind und unterwegs sind und ob sie sich wieder irgendeinen Zugang geschaffen haben. Vor allem am Patentag, wenn auch Leute da sind, passiert es ja immer wieder, dass eine Tür irgendwie offen bleibt, was normalerweise kein Problem ist, weil kein Tier bei uns ausbüchst. Aber ja, solche Themen sind dann halt schon ein Problem. Ja, jetzt haben wir sie chemisch kastrieren lassen. Das ist am Mittwoch geschehen.
Andi
00:21:38
Dauert jetzt ein paar Wochen möglicherweise.
Elisabeth
00:21:39
Drei bis drei Wochen, bis es zum Wirken anfängt. Es gibt halt, es sind halt die Referenzwerte von Hunden, die jetzt, hat Evo ich gelacht, jetzt ist es der, also bei Enten kannst du es da jetzt sagen, möglicherweise wirkt es schneller, möglicherweise wirkt es dann länger als ein Jahr, wir wissen es noch nicht, aber wir haben es auf jeden Fall mal ausprobiert. Da fließt unser Geld hin, euer Geld hin.
Andi
00:22:00
Genau, da fließt auch unseres, macht es euch gar nicht so. Du, was würden wir denn sonst mit diesem vielen Geld tun?
Elisabeth
00:22:10
Genau. Ja, momentan ist es schon, wo du denkst, boah, also eins nach dem anderen, es ist schon sehr, sehr viel, was dazankommt an Tierarztkosten. Also momentan haben wir die Tierarztkosten Jänner, Februar, März, April in vier Monaten. So viel haben wir vorher gesehen das ganze Jahr nicht gehabt. Also das ist schon gewaltig.
Andi
00:22:33
Warum sagt man das jetzt?
Elisabeth
00:22:35
Ja, okay.
Andi
00:22:38
So, wir beenden jetzt den Podcast.
Elisabeth
00:22:40
Nein, wir machen ein bisschen Werbung. Ja, gut.
Andi
00:22:45
Werbung. Denn Herr Rossi sucht das Glück. Sucht man es, so fehlt ein Stück. Ja, es fehlt ein Stück vom Glück. Gestatten Rossi. Ja, Herr Rossi hat nen Wunsch. Eis vom Nordpol flambiert mit Punsch. Eine Schokoladenburg. Drei Stück Kuchen, sechs Kaffee, 20 Tötchen, dazu Tee. Was noch, was noch, was noch? Ja, Herr Rossi möchte noch mehr. Eine Patenschaft muss her. Auch fünf Sterne gibt er gerne Und auch nach einer Rezension Alles andere wäre ein Hof Was noch, was noch, was noch? Ja, Herr Rossi sucht das Glück Er will nur vom Glück ein Stück Die Tiere auf Hof Sonnenweide kriegen dort ein schönes Leben und für dieses schöne Leben möchte Herr Rossi auch was geben Patenschaften und auch Spenden um's für die Tiere zu verwenden Tiere, Tiere, viele Tiere Hof Sonnenweide Werbung Ende. So, zurück von der Werbung. Ich habe meine Valium jetzt genommen. Ich weiß nicht, was wir die Erstkosten haben. Ja, also wenn ihr irgendwo zu Hause zu viel Geld herumliegen habt oder am Konto und es stört euch dann, bitte feel free.
Elisabeth
00:24:24
Nein, ganz konkret. Was uns hilft, und wir sagen das immer so lapidar, und ihr kennt unsere Facebook-Beiträge und Insta-Beiträge und Status. Es wirkt bei uns halt immer, als wäre alles happy peppy. Wir wollen das auch. Wir wollen sehr, sehr viel mit positiven Bildern arbeiten. Aber im Hintergrund läuft halt einfach das, was wir im Podcast erzählen. Wir brauchen einfach Geld. Wir sind angewiesen drauf. Und was uns am meisten hilft, sind Daueraufträge. Das ist total fein. Das heißt, so fünf Euro im Monat, das hilft schon. Oder drei Euro im Monat.
Andi
00:24:59
Zum Preis einer Tasse Kaffee oder wenn du beim Starbucks bist, eine halbe Tasse.
Elisabeth
00:25:05
Ja, also wenn sie einen Dauerauftrag einrichtet und uns jedes Monat egal wie klein der Betrag ist.
Andi
00:25:14
Spendet, dann ist es kalkulierbar.
Elisabeth
00:25:16
Ja genau, weil es kommt dann monatlich rein und wir wissen, wo es reinkommt. Das hilft uns total. Ja, uns auch weiterempfehlt. Oder auch eine Patenschaft. Man kann ja eine Patenschaft ebenfalls abschließen mit einem monatlichen Beitrag, das dann 7 Euro bei einer kleinen Patenschaft 10 Euro bei einer mittleren Patenschaft und 15 Euro bei einer großen Patenschaft im Monat. Das tut fast niemandem weh. Und wenn es euch weh tut, dann verstehen wir das auch total. Dann empfehlt es uns einfach weiter, teilt es und liked unsere Beiträge. Auch das hilft.
Andi
00:25:48
Bitte, danke.
Elisabeth
00:25:50
Ja, leider haben wir auch ein paar traurige Nachrichten. Das eine ist die Sophie, unsere alte Wildente, die nicht fliegen konnte, die vor eineinhalb Jahren mit Nils zu uns gekommen ist. Ihr erinnert euch vielleicht, das war der Belinde Genserich, Minimum 25 Jahre alt und seine Gefährtin war die Sophie. Alter, unbekannt, aber wahrscheinlich auch Richtung 20 gehend. Also sie war schon eine ältere Dame, das hat man ja angesehen. Ja, der Nils ist nach ein paar Monaten bei uns dann auch gestorben und die Sophie war wirklich so ein ganzer eigene Gans, also meistens für sich alleine. Also die hat sich der Gänse-Schaden nicht angeschlossen. Man hat das Gefühl gehabt, sie will es nicht. Also sie hat ihre Tage meist unter einem Apfelbaum verbracht, auf der großen Teichwiese. Unsere zwei, Donald und Dagobert, haben sich auch einmal bedrängt und da ist sie dann kurzerhand aus dem Zaun rausgeschlüpft und ist am Radweg entlang gewandert, also wie wenn sie jetzt ihr Kofferchen gepackt hat.
Andi
00:26:52
Das war total lieb.
Elisabeth
00:26:53
Die ist am Radweg entlang gewatschelt, Richtung Weppersdorf. Wir haben sie dort eingefangen, mehrmals, sie war beim Bach unten. Wir hätten sie ja gerne lassen, allerdings sind beim Bach unten jede Menge Füchse. Füchse, genau, das wird sie nicht lange überleben. Wir haben dann versucht, wie gesagt, die zwei triebgesteuerten Enten von ihr fernzuhalten. Ist auch ganz gut gelungen. Ja, und jetzt ist sie gestorben. Also sie ist eingeschlafen. Eingeschlafen, genau.
Andi
00:27:25
Es hat sie schon abgezeichnet. Sie war die letzten Wochen dann schon im Stall drinnen, weil sie immer rausgehen wollte.
Elisabeth
00:27:29
Genau.
Andi
00:27:30
Das haben wir ihr natürlich gegönnt.
Elisabeth
00:27:32
Mit so E-Zaumern mit einer zweiten, ganz neuen Gefährtin. und sie wollte einfach nicht mehr mehr. Die Emilin hat mir immer gesagt, sie schaut blass aus. Dass das total komisch klingt bei einer Gans. Aber sie hat wirklich ein bisschen blass gewirkt. Sie kumpelt auch schon, wie sie zu uns gekommen ist. Der Flügel ist ja nicht nur gestutzt worden, sondern da ist ja ein Teil kopiert worden, damit sie nicht mehr mehr fliegen kann. Bevor die Sophie zu uns gekommen ist, haben wir nicht einmal gewusst, dass sowas geht.
Andi
00:28:00
Das ist eigentlich auch verbunden.
Elisabeth
00:28:03
Dann wird das letzte Glied vom Flügel abgezwickt und das wächst natürlich auch nicht mehr nach und kumpelt hat sie auch. Also die Sophie hat schon sehr, sehr viele Herzen berührt.
Andi
00:28:13
Eine starke alte Dame.
Elisabeth
00:28:16
Genau. Eine absolute Individualistin auch. Die ist gestorben.
Andi
00:28:22
Papa Sophie.
Elisabeth
00:28:23
Ja.
Andi
00:28:24
Ja, bei der war es absehbar. Also es gibt ja immer wieder so Kandidatinnen und Kandidaten, die schon älter zu uns kommen oder schon alt sind, wo man sich darauf vorbereitet, dass es passieren könnte. Ja. worauf wir nicht vorbereitet waren ich glaube
Elisabeth
00:29:04
Es geht noch nicht.
Andi
00:29:09
Ja,
Elisabeth
00:29:11
Worauf wir nicht vorbereitet waren, war der Jerry. Ihr erinnert euch vielleicht, unsere drei Ziegen aus Tirol sind 2024 zu uns gekommen, eine kleine Ziegenfamilie, die Lisa, die Mamaziege, die Oreo und der Jerry, die Jungen. Wir haben im Nachhinein erfahren, dass die aus sehr, sehr, sehr prekären Verhältnissen kamen. Also die Mama ist schon nicht gefüttert worden. Die zwei jungen Ziegen sind auch nicht gescheit gefüttert worden. Die haben halt bei der Mama getrunken. Also erhebliche Mängel schon in der Kindheit. Und das haben wir damals nicht gewusst. Also wir haben nur gewusst, Tierschutzrettungsaktion und wir haben sie aufgenommen und, Die Lisa und Oreos sind relativ knapp hintereinander, nachdem sie ein paar Wochen bei uns waren gestorben.
Andi
00:30:07
Also zuerst die Mama ist plötzlich in der Früh gelegen im Stall, also im Unterstand.
Elisabeth
00:30:13
Und war tot und da haben wir sich noch gedacht, okay, ja, es ist echt scheiße, aber möglicherweise schon älter, wir wussten es ja nicht. Aber ein paar Tage später die Oreos. und die war eben nicht einmal noch ein Jahr alt. Die haben wir dann obduzieren lassen, weil das für uns komplettes Rätsel war, was da passiert ist und die Obduktion war ohne Ergebnis. Die war eben bei der AGES, wir haben sie hingebracht, die haben alles durchgecheckt, also Todesursache war Herzstillstand, aber es gab...
Andi
00:30:49
Ich glaube, ich habe sie in irgendeinem Podcast schon erzählt, ich habe da mit der Pathologin erzählt, ich habe da mit der Pathologin telefoniert, sie hat gesagt, wir haben das im Team diskutiert, rauf und runter, haben alles untersucht und halt mit Pathologinnen Humor hat sie gemeint, wir haben die Ziege nicht tot gekriegt. Also Herz-Kreislauf-Stillstand, ja, ist die Todesursache, aber was dazu geführt hat, haben sie einfach nicht gefunden, nicht um die Burg und sie hat mir dann quasi erklärt, tröstend, das ist wie bei so einem jungen Fußballer, der mit 20 topfit am Fußballplatz auf einmal umfällt mit Herzstillstand und niemand weiß warum. Das war in dem Fall auch so. Sie können es nicht sagen, aber sowas passiert. Das ist das Leben.
Elisabeth
00:31:34
Ja, und der Jerry ist übrig geblieben. Jerry war unser Lausbub. Also wir haben ihn geliebt und wir haben ihn manchmal gehasst. Der war wirklich überall dran. Also der hat seinen Kopf durch Zäune gesteckt und kam dann nimmer mehr zurück. Also ist auf der Heuraufe herum getobt, in der Heuraufe, am Dach.
Andi
00:31:56
Am Tuk-Tuk, in der Scheibtruhe.
Elisabeth
00:31:58
Dann ist der Ferdinand zu uns gekommen, auch diese kleine Burenziege mit Arbeitsunfall. Das war dann der beste Freund. Die beiden Youngsters haben uns echt auf Trab gehalten. Und die waren so ein richtiges Dream Team. Ja, und gestern lag Jerry tot.
Andi
00:32:21
Ja, die gleiche Geschichte. Man weiß es einfach nicht.
Elisabeth
00:32:26
Wir haben uns jetzt entschlossen, ihn nicht untersuchen zu lassen, weil es ändert nichts mehr.
Andi
00:32:31
Er hat keine offensichtlichen, äußerlichen Verletzungen gehabt, sondern es war genauso wie bei der Schwester und bei der Mama. Er ist einfach in der Früh tot.
Elisabeth
00:32:38
Ja, am Vortag keinerlei Anzeichen, dass irgendwas nicht stimmt. Null. Und am nächsten Tag in der Früh, kommt der Andi, hat die Ziegen gefüttert und kommt daher und sagt, der Cera ist tot. Also das war wirklich ziemlich ein Schock. Und es ist komplett scheiße. Da kann man nichts anderes dazu sagen. Und wir haben ja dann gesagt, so lange kannst du den Lebenshof nicht haben und so oft bist du mit dem Tod konfrontiert, aber abhärten du hast nicht.
Andi
00:33:15
Ich habe Interesse, weil gestern wir dann ein bisschen zum Glück abgelenkt wurden, weil ein Reporter-Team da war. Und die haben halt gefragt, wie das auf dem Lebenshof ist. Und ich habe gesagt, das ist halt... Eine emotionale Achterbahnfahrt. Und dass es sicherlich andere Berufe gibt, wo man halt einfach mit dem so konfrontiert ist. Aber ich glaube, dass es in vielen anderen Berufen möglich ist, sie emotional zu distanzieren und sie abzugrenzen und das quasi zu professionalisieren, indem man sich halt distanziert von den Patientinnen und Patienten, wie er immer. betreuten Personen und das halt einfach dann nicht mit nach Hause mitnimmt.
Elisabeth
00:34:10
Aber wir sind da zu Hause.
Andi
00:34:13
Wir können uns nicht distanzieren. Wir wollen uns nicht distanzieren. Gut.
Elisabeth
00:34:28
Wie machen wir jetzt eine Pause und einen Schnitt?
Andi
00:34:32
Papa, Cherry. Goldie und Pünktchen.
Elisabeth
00:34:39
Goldie und Pünktchen. Ja, das ist. Wirklich total arg, weil was man abhärten, abstumpfen, tut man nie. Aber was schon sehr, sehr hilft, ist sie einfach umzudrehen und zu schauen auf das, was da ist. und ich gestern, das ist gestern am Mittwoch in der Früh passiert und es war dann trotzdem... Ein total schöner Tag. Du denkst natürlich eine ganze Zeit an die Schere und das läuft ständig im Hintergrund. Aber Goldie und Pünktchen, unsere zwei Schweinchen, die vor drei Wochen zu uns gekommen sind, waren zum ersten Mal außerhalb vom Stall. Also die zwei sind schon speziell. Goldie schnappt nämlich her. Also Pünktchen ist sehr zutraut, ich lasse sie streicheln, Goldi auch und manchmal beschließt sie dann so kurz her zu schnappen. Also es ist kein Beißen oder so irgendwas, aber sie zeigt die Zähnchen und die Emily hat sie am Finger auch erwischt. Also sie sind jetzt nicht so die absoluten Kuschelschweinchen. Wir waren jetzt bis jetzt noch im Stall, weil die zwar sehr klein, sehr dynamisch, sehr wendig sind und wir ein bisschen Angst haben, wenn sie von den anderen getriggert werden, von den anderen neuen Schweinen, die wir haben, dass sie dann möglicherweise durch den Zaun schlüpfen und dann irgendwo herumrennen. Deswegen gehen wir das eher vorsichtig und langsam an.
Andi
00:36:13
Sodass sie ja immer wissen, wo ihr Rückzug sorgt.
Elisabeth
00:36:14
Genau, dass sie wissen, wo kommen sie in den Stahl rein. Wir haben ja so eine Schweineklappe. Es ist wie eine Katzenklappe, hat der Andi gepastelt.
Andi
00:36:21
Ein bisschen größer.
Elisabeth
00:36:22
Ein bisschen größer, ein bisschen schwerer. Sodass die Schweinchen jederzeit in den Stahl rein und raus gehen können, wenn sie wollen. Und die haben sie gestern gelernt zu bedienen. Das geht relativ einfach. das geht mit Futter, Spur legen von drinnen nach draußen. Dann hat ihnen der Andi auch draußen so ein kleines Außengehege gebaut mit provisorischen Zaunelementen, dass sie mal die anderen Schweine so richtig auf Sicht sehen. Also sie wissen schon, dass andere da sind, weil im Stall begegnen sie sich auch, aber jetzt so richtig im Freien einmal auf Sicht.
Andi
00:36:53
Es war einfach herrlich, weil jeder von euch, der eine Katze hat oder einen Hund und Katzen und oder Hundekappe hat, hat schon mal erlebt, wie lange das mit unterdauert, bis die das checken, bis es da durchgeht.
Elisabeth
00:37:06
Das Rüsselchen durchkommt einmal.
Andi
00:37:08
Bei den beiden Schweine, also gerade bei der Goldie, hat das genau, ich weiß nicht, 60 Sekunden gedauert.
Elisabeth
00:37:14
Genau, hat sie das checkt gehabt.
Andi
00:37:15
Gecheckt, dass sie mit dem Rüsselchen das Türchen aufdrücken kann und sie war schon draußen.
Elisabeth
00:37:20
Ja, es fällt ihnen natürlich dann ein paar Mal aufs Köpfchen. Aber egal, wenn draußen Mais lockt oder mit Äpfelchen haben wir uns gelockt, ist das auch kein Problem. Und dann haben wir das Ganze gespielt, wieder andere Richtung, retour, dass sie wirklich lernen, dass die Klappe nichts Böses ist und auch abschätzen können, wenn die zurückschwingt, dass sie es nicht unbedingt am Rüssel haben, aber das ist überhaupt kein Thema gewesen, sie sind dann schon hin und her gerennt. Ja, unsere alten Schweine, wo wir uns die größeren so einigen gemacht haben, Alice und Ellen, das sind so die dominanten Schweine, hat das überhaupt nicht gejuckt. Die wahrscheinlich Verwandten, die Rosi und die Glorias sind gestanden mit aufgestellten Pelz. Also es schaut so lustig aus, weil sie haben dann so einen lustigen Seitengang, wenn sie sie wehren. Sie stellen sich auf die Seite, stellen die Haare auf, also in vielen Iro kriegen sie dann und drohen einander. Also es war natürlich ein Zaun dazwischen. Es hat auch nicht lange gedauert. Also die Drohgebärden waren so ein paar Minuten.
Andi
00:38:18
Halbherzig.
Elisabeth
00:38:19
Und dann sind sie gegangen. Ja, das werden wir jetzt noch ein paar Tage machen. Also wir müssen dadurch den Zaun getrennt lassen und dann können schon herumlaufen die beiden. Da freue ich mich schon total drauf. Es ist schön, das zu beobachten. Ja, und was gestern noch war, total schön.
Andi
00:38:39
Also wie vorhin schon gerade gesagt, es war ein Reporter-Team da, der Presse-Sprecher von den Verkehrsbetrieben Burgenland ist mit einem Team gekommen, für eine Geschichte, die sie machen. Und sie sind eigens mit dem Bus gekommen, mit einem neuen E-Bus.
Elisabeth
00:38:55
Die sind eben nicht nur gekommen, sondern die haben einen quasi eigenen Bus gehabt.
Andi
00:39:01
Ein Lineanbus, den sie zur Verfügung hatten, mit dem sie halt einfach zeigen wollen, wohin man überall kommt mit dem Bus in Burgenland. Ja, und wir haben sie quasi von der Haltestelle abgeholt.
Elisabeth
00:39:11
Genau, mit zwei Eseln haben sie sich gewünscht. Und es war halt irgendwie, wir haben sich gedacht, gut, wir gehen rauf mit Martin und Lucky, unseren professionellen Eseln, die ja auch in die Pflegeheime gehen. Und das ist ja unerschrocken, der Martin überhaupt. Und machen wir dort ein paar Fotos und dann gehen wir halt zurück zum Hof. und dann kam der Busted an, Der Guido und drei Mädels vom Social Media Team von Mein Burgenland sind ausgestiegen und ich habe so spaßhalber probiert, ob der Martin in den Bus einsteigt und habe nie gedacht, dass er das macht. Wir haben es erst vorhin probiert. Der Chauffeur hat gemeint, er lasst den Bus noch runter, dass das eine Ebene ist mit dem Gehsteig. Und Martin hat geschaut vor und hat gesagt, nein, da steige ich nicht ein. Dann habe ich gesagt, wurscht, steigen wir hinten ein. Darf man zwar normalerweise nicht, man steigt vorne in den Bus ein. Ja, wie so ist es.
Andi
00:40:03
Dass wir uns die Fahrkarte kaufen, ist ja klar.
Elisabeth
00:40:05
Genau. Aber für den Martin haben wir gesagt, machen wir eine Ausnahme, dann steigt er tatsächlich in den Bus ein.
Andi
00:40:09
Unglaublich.
Elisabeth
00:40:10
Der hat nicht viel gezögert, der hat sich das angeschaut. Ich habe ein Leckerli schon gehalten, aber zack, zack, und er war drinnen. Und ist er hinten gestanden, hat sich umgeschaut, wirklich vollkommen angstbefreit. Hat sich das angeschaut und ist dann mit mir durch die Sitzreihen nach vorne gegangen, ohne Leckerli. Also er ist auch führig marschiert und ist vorne wieder ausgestiegen. Hat sich länger aufgehalten, weil er die drei Mädels vom Social Media Team auch noch beschnuppert hat und geschaut, ob die möglicherweise was zum Fressen für ihn haben. Nachdem es nichts gab, ist er dann ohne Stress vorne wieder ausgestiegen. Es war einfach so cool. Der Andi und die waren komplett geflasht. Also die anderen auch. Aber wenn man Esel oder Pferd hat oder mit den Tieren Näheres zu tun hat, dann weiß man, was das bedeutet, dass das Tier einfach in einen Bus einsteigt.
Andi
00:40:57
Das ist ein unglaubliches Vertrauen dahinter. Das macht er ja komplett ungewohnt für so ein Tier. Das riecht komisch, das ist komisch, das schaut komisch aus, das ist eng.
Elisabeth
00:41:08
Ja, eh eng, durch die Sitzreihen. Also du wirst, wie Busse sind. Das ist einfach durchgegangen. Und das ist schon faszinierend. Also der Martin ist wirklich, das muss man schon sagen, so sehr ich in Igor meinen großen liebe, aber der Martin...
Andi
00:41:23
Das ist sehr besonders.
Elisabeth
00:41:24
Ganz besonders und ohne den wäre die Herde nicht die Herde. Das ist der Best Friend von allen. Das ist der, der die Herde geistig anführt. Also er ist kein Anführer, überhaupt nicht. Es ist dann haben wir gar nicht diese Hierarchie wie Pferde, dass es so den Leiteesel gibt. Aber wenn der Martin nicht da ist, ist alles ein bisschen unrunder. Also er fehlt. Er ist immer derjenige, der mit dem Igor, wenn er wieder ein Hofabsessor oder sonst irgendwas hat, in der Box steht, weil dann ist der Igor ruhig. Wenn der Martin dabei ist, ist alles okay. Er ist beim Spazierengehen immer der, der alles zusammenhält und der Ruhe in die ganze Herde reinbringt, wenn sich irgendjemand schreckt von Reh oder sonst irgendwas. Brauchst du den Martin anschauen und alles ist gut. Also das ist ein ganz, ganz besonderer Esel.
Andi
00:42:08
Cooler Martin.
Elisabeth
00:42:09
Cooler Martin. Schön, dass du bei uns bist. Ja, und das sind wieder die ganz besonders traumhaften Momente. Und die Videos dazu, weil der Andi hat noch schnell ein Foto gemacht. Wir waren zu baff, aber wir kriegen die Fotos und Videos zur Verfügung gestellt vom Social-Media-Team von Meinburgenland und werden euch damit beglücken und uns selber. Das sind wirklich coole Erinnerungen. So, Andi, was hast du für tierische News für uns vorbereitet?
Andi
00:42:51
Papageien verwenden und verstehen Namen. Gut, das war es mal grundsätzlich ja eigentlich eh. Papageien können Menschen und andere Tiere beim Namen nennen und verstehen offenbar auch, was es bedeutet. Das zeigt eine neue Studie mit Beteiligung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Fast die Hälfte von knapp 900 untersuchten Vögeln verwendete Namen regelmäßig, oft gezielt und im richtigen Kontext. Ob Tiere ein Konzept von Namen haben, das mit dem menschlichen vergleichbar ist, ist bisher unklar. Zwar gibt es bei einigen Arten wie Elefanten oder Delfinen Hinweise auf namensähnliche Rufe und Pfeifsignale, doch welche Informationen damit genau übermittelt werden, ist noch weitgehend unerforscht. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften hat nun einen neuen Zugang gewählt. Die Untersuchung von Papageien, die menschliche Sprache nachahmen können, bietet laut den Fachleuten einen direkteren Weg zur Erforschung dieser Frage. Das Ergebnis der Auswertung bei rund 47% der Vögel berichteten die Halterinnen und Halter, dass ihre Tiere regelmäßig Namen verwenden. Insgesamt wurden über 800 Äußerungen mit Eigennamen dokumentiert und analysiert. Dabei ging das Forschungsteam systematisch vor, wie der Forscher erläutert. Zuerst haben wir untersucht, ob sie überhaupt Namen lernen können, also die Geräusche. Dann, ob Sie diese im richtigen Kontext verwenden und schließlich, ob Sie einen Namen wirklich für ein bestimmtes Individuum benutzen. Die Analyse zeigte, viele Papageien können individuelle Namen von Menschen oder anderen Haustieren wie Hunden lernen und diese gezielt in bestimmten Situationen einsetzen, etwa zur Begrüßung, beim Verabschieden oder um Aufmerksamkeit zu bekommen. Das deutet darauf hin, dass die Tiere die Bedeutung der Wörter zumindest teilweise erfassen. Besonders bemerkenswert, 96 der untersuchten Vögel verwendeten mehr als eine Redewendung, in der der Name mit anderen menschlichen Wörtern kombiniert wurde, Etwa Hallo Polly und Schlafenszeit für Polly. Mindestens 26 Papageien nutzten sogar Spitznamen, bei denen in verschiedenen Redewendungen deutliche Namensabwandlungen festgestellt werden konnte. Wie etwa Quince oder The Quinceinator. Vier Vögel konnten außerdem Objekte wie den Sprachassistenten Alexa korrekt benennen. Die Papageien nutzten Namen im richtigen Zeitpunkt und Kontext. Also wenn sie einen bestimmten Menschen holen wollen, dann sagen sie den Namen der Person. Oder wenn ein bestimmter Hund zu laut ist, dann sagen sie den Namen des Hundes, dass er leiser sein muss. Ist das Org? Von allen erfassten Arten zeigten Graupapageien die stärkste Neigung zur korrekten Namensverwendung. Ganz vergleichbar mit dem menschlichen Namensgebrauch sei das Verhalten der Tiere dennoch nicht. Viele der Tiere verwenden bei Grüßen, wenn sie Aufmerksamkeit suchen oder etwas wollen, ihren eigenen Namen. Wie etwa der bekannten Redewendung, Polly will einen Cracker. Menschen tun das normalerweise nicht. Du sagst es auch, Elisabeth will Kaffee.
Elisabeth
00:45:54
Na, ich sage, wo ist mein Kaffee, Chi? Wo ist mein Kaffee, Chi? Elisabeth will ja den Kaffee, habe ich noch nie gesagt. Erst.
Andi
00:46:04
Erst.
Elisabeth
00:46:05
Wir brauchen wieder einen freien Tag.
Andi
00:46:06
Ja, exakt. Es kann aber sein, dass die Papageien ihren eigenen Namen sagen, weil die Menschen darauf reagieren und sie dafür möglicherweise Futter oder andere Belohnungen erhalten. Kleine Kinder machen das manchmal auch, dass sie ihren eigenen Namen sagen. Es kann also sein, dass sie unsere Sprache nicht wie erwachsene Menschen verstehen, sondern vielleicht eher so wie Kinder.
Elisabeth
00:46:26
Das sind sehr nette Nachrichten.
Andi
00:46:30
Ja, dann hätte ich gesagt, wir packen auf die Playlist in Gedenken an Jerry das Lied von Tom und Jerry. Vielen Dank für die Blumen. Lasst es dir so auch aus. Passt es einfach hier auf.
Elisabeth
00:46:48
Tschüss.
Andi
00:46:49
Tschüss.

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