Lass die Sau raus!

Hof-Sonnenweide
Since 08/2023 112 Episoden

#109 Sei kein Frosch 🐸 Augen auf bei der Partnerwahl!

Zu viel Auswahl ist auch keine Lösung :)

14.08.2026 40 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge lassen wir euch wieder bei uns am Lebenshof Sonnenweide durch die Hoftür schauen – und dort ist wie immer einiges los.
🐓 Luzi, der Ninja Warrior vom Lebenshof
Unser Hahn Lucifer hält uns weiterhin ordentlich auf Trab. Er lauert im Gebüsch, wartet auf unaufmerksame Menschen und attackiert bevorzugt dann, wenn wir gerade nicht auf ihn achten. Das klingt zunächst nach einem ziemlich lästigen Hahn – könnte aber tatsächlich auf eine erstaunliche Fähigkeit hindeuten: Erkennt Luzi, wann wir unsere Aufmerksamkeit von ihm abwenden?
💚 Unsere Challenge: 100 neue Patenschaften
Wir erklären, warum wir auch dieses Jahr wieder eine Patenschafts-Challenge starten, weshalb Patenschaften bei uns bewusst nicht automatisch verlängert werden und warum wir bei rund 150 Tieren viele Patinnen und Paten brauchen, damit Futter, Tierarztkosten und die laufenden Kosten am Hof gestemmt werden können. Zum Zeitpunkt der Aufnahme sind bereits 32 neue Patenschaften dazugekommen – und wir freuen uns riesig über jede einzelne!
🦙 Unser Wunderlama Amy
Eigentlich sah es zuletzt so aus, als würde sich unser körperlich schwer beeinträchtigtes Lama Emi langsam verabschieden. Doch Amy hatte offenbar andere Pläne. Sie kämpft sich wieder den Hügel hinauf und hat sich dort einen neuen Lieblingsplatz gesucht. Besonders berührend: Lara weicht ihr kaum noch von der Seite und verbringt viel Zeit bei ihr.
🐴 Eine Auszeit mit Igor
Nach einer schwierigen Zeit mit wiederkehrenden Hufproblemen und deutlich weniger gemeinsamen Spaziergängen hatte Elisabeth das Gefühl, dass Igor und sie sich ein wenig voneinander entfernt hatten. Also hieß es: raus aus dem Alltag und gemeinsam los. Eine zweitägige Wanderung mit Übernachtung später war Igor plötzlich wieder ganz der Alte – und auch die Verbindung zwischen den beiden fühlte sich wieder richtig an.
🐸 Tierische News: Wenn zu viel Auswahl die Entscheidung erschwert
Bei den Laubfröschen geht es um die große Frage der Partnerwahl. Eine Studie zeigt, dass weibliche Frösche bei einem Überangebot an Verehrern Schwierigkeiten bekommen können, den besten Partner auszuwählen. Was das mit Dating-Apps, Spaghetti-Sauce und Streamingdiensten zu tun hat? Erstaunlich viel.
🌳 Unser neues Morgenritual gegen den Weltschmerz
Hitze, Dürre, Brände und die allgemeine Weltlage können ganz schön aufs Gemüt schlagen. Deshalb haben wir ein neues Ritual ausprobiert: morgens – noch bevor das Handy eingeschaltet wird – ein paar Seiten aus einem guten Buch lesen und anschließend mit diesen Gedanken in den Wald laufen. Besonders die Bücher von David Steindl-Rast haben bei uns einiges verändert und sorgen für einen deutlich besseren Start in den Tag.

Also: Reinhören, mitlachen, mitfühlen – und vielleicht am nächsten Morgen einfach einmal ein gutes Buch statt des Handys zur Hand nehmen. ❤️

Auf Facebook, Instagram und unserer Homepage findest Du die Geschichten und Bilder zu unseren Erzählungen. Hier gehts lang:
https://www.facebook.com/hofsonnenweide
https://www.instagram.com/hofsonnenweide/?hl=de
https://www.hof-sonnenweide.at/

Frösche bei der Partnerwahl:
https://science.orf.at/stories/3236855/

Playlist:

Elisabeth
UB40 Red red wine
https://open.spotify.com/intl-de/track/1tOE1dIyIjsfLJWiQ4ZRJW?si=99c66a5529184640

Andi
Eva Cassidy, Imagine
https://open.spotify.com/intl-de/track/4jS6mCmznV5fjTNLf4h61o?si=912ec400a3824127


Credit des Titelsongs:
The Green Orbs  - Dancing on Green Grass

Soundeffekte:
Pixabay

Fotocredit Titelfoto: Jan Engelhardt

Transkript

Andi
00:00:00
Die Qual der Wahl haben weibliche Laubfrösche bei der Fortpflanzung. Ein Überschuss an Männchen kann dazu führen, dass sie Schwierigkeiten haben, den bestmöglichen Partner auszuwählen. Häufig treffen sie laut einer neuen Studie deshalb gar keine oder eine schlechte Entscheidung.
Elisabeth
00:00:16
Das ist ja menschlich, oder? Wohl!
Andi
00:00:18
Auch auf Dating-Apps können ein Überangebot dazu führen, gar keine Entscheidung zu treffen, meint die US-Biologin Hemingway.
Elisabeth
00:00:30
Lass die Sau raus.
Andi
00:00:31
In diesem Podcast geht es um tierisch interessante Persönlichkeiten.
Elisabeth
00:00:35
Aber auch um Menschen, die Schönheit der Natur und ein kleines Paradies namens Hof Sonnenweide.
Andi
00:00:40
Wir berichten über unsere Erlebnisse am Lebenshof, plaudern über Themen, die uns gerade bewegen und laden spannende Menschen zum Gespräch. Herzlich willkommen bei Lass die Sau raus, dem Podcast vom Lebenshof Sonnenweide mit Elisabeth und Andreas Nussbaumer. Wir lassen heute wieder die Sau raus und euch bei der Hoftür rein.
Elisabeth
00:01:02
Ja, allihallo.
Andi
00:01:04
Allihallo.
Elisabeth
00:01:05
Wieder mal ein strahlender Sonnentag. Wie so wenige in diesem Sommer.
Andi
00:01:12
Zum Glück einmal strahlende Sonne und kein Regen.
Elisabeth
00:01:14
Versprich, heiß zu werden, nicht zu regnen. Da freuen wir uns drauf.
Andi
00:01:19
Galgenhumor nennt man das, glaube ich.
Elisabeth
00:01:22
Naja, mittlerweile haben wir uns damit abgefunden. Es ist so, wie es ist. Wir können uns eh nicht ändern.
Andi
00:01:28
Man gewöhnt sich an alles.
Elisabeth
00:01:29
Genau. Ja, du hast heute einen lustigen Post geschrieben über Luzifer.
Andi
00:01:36
Über Luzi. Der Luzi war ja schon der Star unserer letzten Podcast-Episode. Da haben wir ausführlich darüber berichtet, über den Agro-Hahn.
Elisabeth
00:01:44
Genau. Also Luzi ist ein Hahn, der vor einigen Wochen zu uns kam, mit sehendem Auge, haben wir ihn genommen und wissen, dass er aggressiv ist. Wir haben sich gedacht, das kriegen wir hin.
Andi
00:01:54
Bis jetzt hat sich ja noch jedes Tier bei uns am Hof eingefunden und wurde sanft und nett und lieb.
Elisabeth
00:02:00
Ja, also beim Luzi.
Andi
00:02:02
Beißen wir uns die Zehnte aus.
Elisabeth
00:02:05
Er freut sich. Aber ihr hören könnt, wir nehmen es mit Humor. Mittlerweile findet man ja schon richtig ein bisschen sympathisch, oder?
Andi
00:02:15
Muss man wohl.
Elisabeth
00:02:15
Ja, also es ist so. Antti hat ein Gedicht, ein Essay dazu verfasst. Lest mal vor.
Andi
00:02:22
Ein Essay. Lucifer, der Ninja Warrior vom Lebenshof Sonnenweide. Leise rascheln die Blätter der Linde. Sanft plätschert das Wasser im Teich. Die Amseln zwitschern vergnügt. Das Paradies ist perfekt. Nichts kann diese Idylle trüben. Du genießt die Ruhe. Und den Frieden, doch dann TAKK! Wie ein Blitz schießt Lucifer aus dem Hinterhalt heran, natürlich genau in dem Moment, in dem du ihm den Rücken zudrehst. Der Ninja Warrior vom Lebenshof schlägt wieder zu. Unser Versuch, mit einem Hormonchip sein aggressives Verhalten zu reduzieren, ist jedenfalls eindeutig gescheitert. Sobald sich morgens die Stalltür öffnet, schleicht Lucifer an den anderen Hähnen vorbei, vor denen fürchte sie nämlich, und bezieht Stellung im Gebüsch beim Eingangstor oder unter der Linde, beim Gemüsegarten, dann heißt es warten. Warten auf unachtsame Menschen. Und wenn einer vorbeikommt, der nicht aufpasst, Attacke! Doch bei uns hat sich der Gute eindeutig verpokert. Denn auf dem Lebenshof Sonnenweide ist der Meistergrad im Shaolin Kung Fu obligatorisch. Meisterin Emily sagt, die stärkste Waffe ist nicht die Faust, sondern der Geist und geht einfach nicht mehr in den Gemüsegarten. Meisterin Elisabeth meint, ein wahrer Meister muss nicht beweisen, dass er ein Meister ist und wartet geduldig, bis Andi die Paprika holt. Und Meister Andi ist überzeugt, der Schüler sieht nur den Weg, der Meister sieht, wohin er führt und schleicht sich einfach durch den Hintereingang in den Gemüsegarten. Und Luzifer, der weiß, Geduld ist die größte Stärke des Kriegers. Fortsetzung folgt. Ja, der Luzi.
Elisabeth
00:04:14
Ja, wir sind froh, dass wir ihn haben.
Andi
00:04:19
Ja, er hält uns auf Trab. Und er schult unsere Aufmerksamkeit, oder? Es ist ja wirklich ein bisschen so wie, kannst du dich erinnern an diese Filme mit David Carradine, Shaolin Kung Fu?
Elisabeth
00:04:28
Ja.
Andi
00:04:28
Der hat ja immer so Übungen machen müssen, über Reispapier gehen, ohne dass es bricht. Oder über so einen feinen Balken, übers Wasser, so irgendwie.
Elisabeth
00:04:36
Ja, ähnlich. Nein, das ist lustig. Also wir haben im Notfall, wir haben ja überlegt, Wir haben eine große Voliere, wo man reingehen könnte. Und das Lustige ist, er sperrt sich ja manchmal selber rein. Also wir haben ihn da einmal reingesetzt, eigentlich nur einmal zwanghaft, weil er uns beim Frühstück wirklich zu nahe gerückt ist. Und dann haben wir ihn geschnappt und da reingesetzt. Und seitdem geht er vor selber, wenn er von den Hähnen geaugt wird, weil für die fürcht er sich, er fürchtet sich eigentlich vor allen Tieren, außer vor Menschen.
Andi
00:05:04
Richtig.
Elisabeth
00:05:06
Dann rennt er da rein und gerade, dass er nicht die Tür zuschlägt hinter sich. Das ist total lustig.
Andi
00:05:11
Naja, das Arge ist ja, wenn man ihn packt und da irgendwo, also wegsetzt oder dort reinsetzt in die Voliere und dann geht man weg, dann macht er wirklich, hast du schon mal gehört? Das ist so wie wenn ich so, okay, ich mag auch nur spielen. Wir könnten uns so Leiberl drucken lassen, so wie der Martin Rütter mit seiner Hunde-Geschicht. Der hat stehen, der will nur spielen oder so irgendwie. Dann können wir ein Foto vom Luzi, der will nur spielen.
Elisabeth
00:05:41
Eingriffshaltung.
Andi
00:05:44
Und er steht nämlich orgerweise auch manchmal gleich bei unserem Eingang, also da, wo die Besucher und Besucherinnen hereinkommen. Dort postiert er sich auch ganz gern unterm Busch und wartet auf Opfer.
Elisabeth
00:05:58
Aber sehr erstaunlich. Ich habe auf dem Post eine WhatsApp bekommen von einer Verhaltensforscherin, die mit Kakadus forscht. Und lesen wir mal vor, was sie geschrieben hat. Recht interessant.
Andi
00:06:09
Ich habe durch Luzifers Verhalten zum ersten Mal die Möglichkeit erwogen, dass Hühner auf den Aufmerksamkeitszustand von Menschen achten. Eine kognitive Fähigkeit, die man ihnen sonst schwer zutrauen würde. Aber Lucifer liebt scheinbar tatsächlich Hinterhalte und springt am liebsten dann, wenn er keine Augen auf sich hat. Ja, wirklich interessant, oder? So habe ich das gar nicht gesehen, dass der in der Lage ist, zu identifizieren, wenn man unaufmerksam ist. Und es ist eben nicht nur, wenn man in den Rücken zudreht, sondern ich habe einmal an der Wasserleitung hantiert, im Gemüsegarten. Also da habe ich ihm zwar nicht den Rücken zugedreht, Aber ich habe mich nicht auf ihn konzentriert. Und war er schon da und hat mich attackiert. Also es ist wirklich so, er kann erkennen, wenn man nicht seinen Fokus auf ihn hat.
Elisabeth
00:06:53
Vielleicht wird er noch berühmt und wir mit ihm.
Andi
00:06:55
Sollten wir mal in Erwägung ziehen, oder?
Elisabeth
00:06:57
Ja, ihn als Forschungsobjekt zu verkaufen. Ich glaube, das ist richtig falsch.
Andi
00:07:02
Ganz teuer.
Elisabeth
00:07:03
Wenn die Studenten kommen, alle so in Ritterrüstung. Also wenn es Lucifer, wenn es noch kein Bild zu ihm hat, ist es ein großer schwarzer Hahn mit einem knallroten Kamm. Also er schaut aus wie Lucifer.
Andi
00:07:19
Kannst du dich noch an die alten Clouseau-Filme erinnern? Da hat es diesen Kato gegeben.
Elisabeth
00:07:24
Ja, der Dina vom Clouseau.
Andi
00:07:26
Der Dina, der hat vom Clouseau den Auftrag gehabt.
Elisabeth
00:07:30
Das war der rosa-rote-Panther-Filme, die alten Filme.
Andi
00:07:34
Die müssen wir uns wieder mal anschauen. Und der Kato hat eben den Auftrag gehabt vom Clouseau, er möge ihn immer dann angreifen, wenn er nach Hause kommt oder, wenn er immer aus dem Hinterhalt. Auf jeden Fall. Sehr lustig.
Elisabeth
00:07:45
Um seine Aufmerksamkeit zu schulen. Genau. Macht der Luzi mit uns aus.
Andi
00:07:50
Und sie zerstören dabei die komplette Wohnungseinrichtung. Ich muss diesen Film wieder anschauen. Kato! Kata! Na gut, genug gekaspert.
Elisabeth
00:08:05
Kass Gott. Was gibt es sonst noch? Ja, genau. Aber mit der guten Laune machen wir gleich weiter. Wir haben wieder eine Challenge.
Andi
00:08:14
Yes.
Elisabeth
00:08:14
Und zwar die 100 Patenschaften.
Andi
00:08:18
Genau, 100 neue Patenschaften.
Elisabeth
00:08:20
Neue, genau. Betonung auf neue Patenschaften. Haben wir voriges Jahr schon gemacht. Und wer sich jetzt wundert, warum wir das schon wieder machen, naja.
Andi
00:08:27
Schieß los, Elisabeth.
Elisabeth
00:08:28
Ich? Nein, schieß du los.
Andi
00:08:31
Naja, erstens einmal haben wir sehr viele neue Tiere dazu bekommen. Das habt ihr in den letzten Podcast-Episoden ja schon gehört. Wir haben neue Schafe, neue Ziegen, neue Hühner. Den Luzi! Neue Puttingers.
Elisabeth
00:08:44
Gänse, Enten, ja. Also es ist wirklich ganz, ganz viel dazugekommen, genauso wie auch voriges Jahr. Und auch ein Grund ist, dass natürlich auch Paten immer wieder die Patenschaft auslaufen lassen. Die ist ja bei uns immer für ein Jahr. Und wir aktualisieren die nicht oder wir verlängern die nicht automatisch, sondern man kann sich aktiv entscheiden, ob man die Patenschaft verlängern möchte oder nicht.
Andi
00:09:11
Also im Psycho-Deutsch, es ist keine Opt-out-Variante, wo du aktiv uns sagen musst, ich mag jetzt nicht mehr. Das machen Zeitungsabos zum Beispiel, weil das dann automatisch weiterläuft.
Elisabeth
00:09:22
Oder das typische Fitnesscenter-Abo, was wahrscheinlich einige von euch können, wo man dann stiller, wie nennt sie das, stiller Teilhaber spielt und Zahler, ohne jemals dort gewesen zu sein.
Andi
00:09:32
Du kommst nämlich genau dann immer drei Tage spät drauf, dass das jetzt eigentlich kündigen hättest müssen vor drei Tagen.
Elisabeth
00:09:37
Das ist bei uns eben nicht. Wir haben uns entschlossen, die Patenschaften vor Beginn an so zu machen, wie wir das auch haben wollten. Man bekommt eine Erinnerung, wenn die Patenschaft ausläuft und kann dann aktiv verlängern oder eben auch nicht. Und natürlich verlängert nicht jeder die Patenschaft, deshalb brauchen wir auch immer wieder neue Paten. Und im Schnitt ist es so, ich habe mir das einmal ausgerechnet, wir haben 150 Tiere und wir brauchen auf jedes Tier 10 Patenschaften, damit wir das ganze Jahr gut über die Runden kommen mit allen Kosten. Da gehört natürlich das Futter dazu als einer der höchsten Posten, aber auch die ganzen Tierartkosten, die wirklich enorm sind bei so vielen Tieren, vor allem bei sehr vielen alten Tieren. Und nicht zu vergessen die ganzen Instandhaltungskosten, das heißt Zäune reparieren, jetzt zum Beispiel eine neue Pumpe bestellen, weil die Pumpe fürs Wasser kaputt geworden ist. Für den Winter braucht man jetzt isolierte Tränker für die Pferde, für die Rinder und für die Schafe. Beziehungsweise eine isolierte Heizung, damit uns das nicht ständig einfriert und wir nicht mit Kanister herumkoffern müssen. Ja, das sind halt einfach so Dinge, die laufend Kosten verursachen. Und deshalb haben wir jetzt wieder unsere Challenge mit den 109 Patenschaften.
Andi
00:10:57
Wie ist der Stand, Elisabeth?
Elisabeth
00:10:58
Der Stand Tag heute, Tag 9, ist so, dass wir bereits 32... Neue Patenschaften haben. Es sind wieder sehr, sehr viele Leute dabei, die schon auf ihre bestehende Patenschaft noch eine zusätzliche Patenschaft haben.
Andi
00:11:15
Die üblichen Verdächtigen.
Elisabeth
00:11:16
Die üblichen Verdächtigen, allen voran die Familie H. Ihr wisst, wen wir meinen.
Andi
00:11:22
Liebe Grüße.
Elisabeth
00:11:23
Ganz liebe Grüße, die sind gerade auf Urlaub oder vielleicht gerade wieder zurück. Die haben gleich die Patenschaft, also vier Patenschaften auf die Vanessa Ziege und Tom, Jerry.
Andi
00:11:35
Tom und Jerry. Tom, Finn und Olaf.
Elisabeth
00:11:38
Und Olaf abgeschlossen. Und es sind auch sehr viele komplett neue Paten und Patinnen dabei. Also wir freuen uns.
Andi
00:11:46
Vielen Dank.
Elisabeth
00:11:48
Es haben auch einige einfach so gespendet, die aus verschiedensten Gründen keine Patenschaft abschließen möchten. Ist natürlich auch okay, freuen wir uns auch. Auch bei denen bedanken wir uns ganz, ganz herzlich. Und es sind auch sehr, sehr viele dabei, die die Patenschaft, zählen jetzt nicht zu den 32,9, aber es sind sehr viele dabei, die die Patenschaft verlängert haben aus dem Vorjahr. Und auch an dir ein ganz, ganz, ganz, ganz herzliches Dankeschön.
Andi
00:12:10
Danke, danke, danke, danke.
Elisabeth
00:12:12
Danke. Ja, also das heißt, es fehlen uns jetzt noch 68 Patenschaften. Wir haben bis Ende Oktober mal angesetzt, freuen sich aber sehr, sehr, sehr, wenn...
Andi
00:12:23
Vor allem gehen wir euch nicht am Nerv damit an, bis Ende Oktober.
Elisabeth
00:12:28
Weil es kommt jeden Tag ein Post, wie der Stand der Dinge ist mit den Namen der neuen Paten und Patinnen. Damit ihr auch ein bisschen Wertschätzung, damit man diese Wertschätzung auch zurückgeben kann. Aber vielleicht auch ganz wichtig zu erwähnen, also mit der neuen Patenschaft könnt ihr natürlich auch zweimal im Monat zu Besuch kommen. Immer am zweiten und letzten Sonntag im Monat ist der Patenbesuchstag und da könnt ihr den ganzen Tag bei den Tieren verbringen.
Andi
00:12:53
Und eine schöne Zeit verbringen vor allem.
Elisabeth
00:12:55
Genau.
Andi
00:12:56
Schön. Naja, dann wer sich jetzt noch nicht entschlossen hat und noch eine zusätzliche Motivation braucht, machen wir ein bisschen Werbung, oder?
Elisabeth
00:13:03
Genau.
Andi
00:13:07
Herzlichen Glückwunsch zum Kauf des Wohnzimmerregals Paxnet. Für den einfachen und reibungslosen Aufbau studieren Sie bitte zunächst Maschinenbau, technische Mathematik und höhere Akrobatik. Beginnen Sie mit dem Brett 17A aus Paket 3 sowie der Latte 12C aus Paket 4. Legen Sie beide Teile nun exakt parallel zueinander auf dem Boden in einem Winkel von 117 Grad zum magnetischen Nordpol. Suchen Sie nun verzweifelt die Schraube 10 für gefüllte 2 Stunden, um anschließend den Nerv festzustellen, dass die Schraube 1.0 gemeint war. Diese schrauben Sie dann in die Bohrung Z von Latte 12c. Achten Sie darauf, keinesfalls die exakt passgleichen Bohrungen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K sowie L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, X oder Y zu verwenden, da dies zu irreversiblen Verschiebungen im Raumzeitkontinuum führen kann. Gratulation! Sie haben nun den leichtesten Teil bereits geschafft. Jetzt suchen Sie Paket 7, welches Sie am Parkplatz 1256 auf Ebene 16 im Einkaufszentrum vergessen haben. Zum Glück sind nicht alle Dinge so kompliziert wie der Aufbau eines Wohnzimmerregals. Ganz einfach kannst du uns zum Beispiel unterstützen, wenn du diesen Podcast mit 5 Sterne bewertest, ihn abonnierst oder eine nette Rezension schreibst. Vielleicht magst du aber auch eine Patenschaft für eines unserer Tiere abschließen. Für dich selbst oder als Geschenk für jemanden, den du sehr, sehr gern hast. Oder du buchst einen Gutschein für einen Hofrundgang. Ach, die Dinge können ja so einfach sein. Schau einfach vorbei auf www.hof-sonnenweide.at. Vielen Dank und bis bald. Werbung Ende. Du musst wieder dein Werbungs-Düdel-Dü machen. Schön, schön. Alleine das ist schon Werbung genug. Brauchen wir gar keine Werbung extra. Was gibt es noch.
Elisabeth
00:15:04
Elisabeth? Wir haben noch ein Update. Unser kleines Wunder oder großes Wunder, die Emi. Das kannst du laut sagen. Das Lama. Wir haben ihr letztes Mal erzählt, dass uns die Emi wahrscheinlich bald verlassen wird. Das ist unser Name, das seit Geburt oder kurz nach der Geburt einen Gehfehler hat, also mehrfach die Hüfte gebrochen bzw. Das Knie gebrochen und immer schon sehr katscht ist. Und ja, jetzt ist sie vor zwei Wochen, haben wir den letzten Podcast gemacht, das war gerade sehr aktuell, ist sie zweimal über Nacht, hat sie wirklich sprichwörtlich um einen Baum gewickelt und konnte nicht mehr aufstehen. Und wir haben sie gedacht, okay, das wird sie jetzt nur mehr um ein paar Tage handeln. Sie kann nicht mehr mehr gehen, sie kann nicht mehr mehr aufstehen.
Andi
00:15:48
Also nur um das zu verbildlichen, das ist so ein 45-Grad-Hang. Also bei uns ist der Pferdehügel. Und da ist sie einfach, wie sie entweder runter oder rauf ist, wir wissen es nicht, beim Runter wahrscheinlich ist sie einfach gestolpert und zwischen den Bäumen hängen geblieben und dort nicht mehr aufkommen.
Elisabeth
00:16:06
Wir haben sie dann als Maßnahme, Aber ihr könnt euch im letzten Podcast ganz ausführlich anhören. Wir haben sie einmal auf die flache Wiese gebracht. Ja, und dort hat sie dann so lang herumgearbeitet. Bis man dann gesagt hat, okay, du gehst halt einfach auf den Pferdeberg. Also ihr könnt euch das nicht vorstellen. Sie war dann zwei, drei Tage zufrieden auf der Pferdeviese, auf der Flachen. Dort haben wir ihr Futter gegeben. Also nicht auf der Pferdeviese, wurscht.
Andi
00:16:34
Auf der Teichwiese. Auf der Teichwiese, genau.
Elisabeth
00:16:38
Und da ist es flach und da hat sie ihr Futter bekommen, ihr Müsli, ihr Trinking, da war sie recht zufrieden.
Andi
00:16:43
Das war jetzt wenig Action.
Elisabeth
00:16:44
Ja, und dann stand sie wirklich da und hat das Kopferl aufs Tor gelegt, auf den Pferdehügel hinaufführt. Dem haben wir einen Tag widerstanden und wie es dann angefangen hat, so diese Lama-Geräusche zu machen, haben wir gesagt, okay,
Andi
00:17:01
Amy, rauf mit dir.
Elisabeth
00:17:04
Wir haben das Tor aufgemacht und sie ist wirklich über die Baumstämme drüber, ist sie nach oben gehüpft. Anders kann man das nicht sagen, im verworkelten Emi-Gang, du hast es einmal so genannt. Und da hat sie oben, da ist so eine Plattform, wo die Lamas immer gern liegen, den Tag verbringen. Die schon einmal bei uns waren, die an den Patenschaftsbesuchstagen wissen das, das ist so, da halten sie Kaffeekränzchen.
Andi
00:17:27
Das ist ein richtig schönes Aussichtsplättchen. Genau, durch die Bäume. Ja, zu den Rindern runter und zu den Pferden und Gänsen, am Radweg. Dort hat sie hingelegt. Und dort residiert sie seitdem.
Elisabeth
00:17:38
Seit, ja, jetzt fast schon eineinhalb Wochen und geht den Hügel auch rauf und runter. Sie tut es nach wie vor schwer beim Aufstehen.
Andi
00:17:46
Also eben nur zum Verständnis, das ist nicht dieser ganz steile Hügel.
Elisabeth
00:17:50
Sondern... Wo sie hängen blieben ist, sondern der ist jetzt etwas flacher, wo die Bäume auch weiter auseinander stehen, wo sie sich nicht verfangen kann, wo es eben auch eine Plattform gibt, wo sie gut leben kann. Ja, also die hat sich wieder ziemlich stabilisiert.
Andi
00:18:05
Kann man so sagen, ja.
Elisabeth
00:18:06
Wobei man sagen muss, wir haben die Tierärztin am Dienstag dieser Woche, habe ich ja schon gesagt, okay, weil sie da war zum Impfen für die Ziegen, die Ziegen wurden Tetanus geimpft. Und da war es am Vortag wieder so, am Vorabend, wo ich mir gedacht habe, sie kommt nicht auf. Da ist sie nämlich nicht nur, dass sie in einer stehenden Position nicht aufkam, sondern sie ist nur gelegen auf der Seite und konnte sich nicht in eine sitzende Position aufrichten. Und wir machen das immer zu dritt, also solche Dinge beraten wir zu dritt. Ich habe die Emily hinterher geschickt, habe gesagt, Emily, was haltest du? Das treibt dich schon sehr durch alle Gefühlslagen von Himmel hoch, jauchzen, wenn sie steht, bis zu Tod übertrübt, wenn sie dann gar nicht aufkommt. Ja, ich habe der Christine, der Tier ist, einen Bescheid gegeben, weil die am nächsten Morgen kommen wird, nimm bitte alles mit, weil möglicherweise müssen wir sie erst gehen lassen. Naja, eine Stunde später stand Emily am Pferdehügel ganz oben. Also ja, dann bist du wieder total happy. Aber ja, wir lernen damit umzugehen. Es ist so, wie es ist. Wir werden sie definitiv nicht zum Sterben zwingen. Das ist irgendwie so ein bisschen das Mantra. Solange sie sie wehrt dagegen, bleibt sie einfach da. Und wir versorgen sie mit allem, was notwendig ist. Und das Rührendste bitte ist ja die Lara. Das ist unser Alpaka-Lama. Die ist eigentlich die ganze Zeit bei ihr. Das ist wie eine Freundin. Das kann man gar nicht beschreiben. Die waren eigentlich vorher nicht die besten Freundinnen.
Andi
00:19:48
Überhaupt nicht.
Elisabeth
00:19:51
Aber jetzt ist es so, dass die Lara in der Früh schon wartet, dass man sie rauflassen zur Emi und steht neben ihr, frisst neben ihr, trinkt mit ihr, verbringt den ganzen Tag eben nicht auf der Wiese mit den anderen Lamos, sondern mit der Amy am Pferdehügel. Unglaublich ist das, wenn man da zuschaut. Ja, wir halten euch auf dem Laufenden.
Andi
00:20:17
Über unser Wunderlama. Ich habe, glaube ich, schon ein paar Mal beschlossen, ob wir nicht Hof Sonnenwelle zum Wallfahrtsort machen.
Elisabeth
00:20:27
Gute Idee. Was hat sich noch getan?
Andi
00:20:30
Heiß was.
Elisabeth
00:20:32
Nein, zwei Tage war es nicht so heiß. Es ist auch schon wieder drei Wochen her. Da war ich mit dem Igor wieder.
Andi
00:20:40
Endlich wieder. Mit dem Igor spezieren. Aber keine 62 Tage.
Elisabeth
00:20:47
Ich glaube, das tue ich dir nicht mehr an. Und für mich war es auch genug.
Andi
00:20:54
Erzähl.
Elisabeth
00:20:56
Ich war zwei Tage mit dem Igor unterwegs in deiner Übernachtung. Dort, wo wir eh schon öfters waren, das ist zwischen Mattersburg und Forchtenstein, gibt es da ein Grundstück, das gehört einer Reitschule. Und da habe ich die Besitzerin kennengelernt und die stellt mir dieses Grundstück immer zur Verfügung, wo normalerweise auch, was sie auch nutzt für sich selbst, für ihre Pferde.
Andi
00:21:19
Hengstweide hast du gesagt.
Elisabeth
00:21:20
Oder? Hengstweide, genau. Aber es sind heuer keine drauf und so habe ich gefragt, ob ich wieder das benutzen darf als Übernachtung und sie sich für Kreuz, ob der auch sichert, meinen Schlüssel gegeben und ja, dann sind der Igor und ich losgewandert. Man muss sagen, der Igor und ich war es so in der letzten Zeit so ein bisschen, wo ich das Gefühl gehabt habe, wir entfernen uns voneinander. Also es war halt zum einen, dass seit Mai schon wieder ständig Geschichte gehabt hat mit seinen Hufen, mit diesen immer wieder kehrenden Hufabszessen. Das ist einfach ein langwieriger Heilungsprozess, weil das ganze Material durch dieses laufende Verband drauf, Hufschuh drauf und so weiter, das schon so perös ist und wieder Entzündung drinnen, dass das ist echt schwierig, weil das heißt, er konnte mit ihm nicht spazieren gehen. Und dann war es eben so heiß, da kannst du ja auch nicht viel machen. Er hat jetzt einen Klebebeschlag oben. Das ist dauerhafter Schutz und mit dem funktioniert das ausgezeichnet. Aber man merkt, oder ich habe es eindeutig gemerkt, wenn ich nicht so oft mit ihm unterwegs bin wie sonst, ja, wir sind so ein bisschen, er entfremdet sich von mir. Also das Gefühl, wir sind immer mehr so ein Team wie bei der Reise oder davor. Und jetzt habe ich mir gedacht, okay, machen wir eine Roskur, eine gescheite Therapie. Wir sind wieder mal über 24 Stunden gemeinsam unterwegs und schauen mal, was passiert. Und es war genauso, wie ich mir das vorgestellt habe. Also den ersten halben Tag hat er sich gezogen wie ein Strudelteig, sagt man immer, zart. War er einfach erst hinter mir nachgeschlapft am Führstrick. Keine Rede davon, dass ich ihn dann freilassen kann, weil er dann sofort stehen bleibt und frisst. Weil man das Gefühl hat, man möchte ihn gern tragen, weil er einfach, ich will nicht, ich will nicht. Und dann so nach zwei, drei Stunden hat sie ihm den Schalter umgelegt und plötzlich war der Igor wieder da. Also es war dann total schön zu sehen. Ich habe dann in Andi und der Emilie ein Video geschickt, wie er durch den Wald stapft ohne Führstrick. Und da hat die Emilie gesagt, du siehst sofort wieder ganz anders. Der Kopf ist oben und nicht unten. Hat ein ganz anderes Gangbild. Also er ist wieder sehr aufmerksam, sehr munter, schaut herum, mümelt so am Gras, aber nicht dieses
Andi
00:23:44
Dieses Trance-artige. So dumpf wirkt er da.
Elisabeth
00:23:48
Also wenn er so hinten nachschlappt und nur Fressen im Kopf hat, also jedes Blatt, was irgendwo herumhängt, wird eingesaugt, wurscht, ob es schmeckt oder nicht. Und dann dieses muntere Gehen und das war total lässig. Und dann haben wir ihm dort übernachtet und am nächsten Tag war es dann so richtig, richtig, richtig schön. Da habe ich das Gefühl gehabt, jetzt sind wir wieder, jetzt gehören wir wieder zusammen. Da ist ja die ganze Strecke ohne Fürstrick gelaufen und hinter mir, vor mir, auf der Seite. Also genau so, wie es war. Wieder gekommen, hat mich angestupst, hat nach einem Leckerli verlangt, ist dann wieder vorausgetrabt. Ja, das war wirklich, wirklich schön. Das haben wir gebraucht beide. Diese Auszeit für uns zwei. Klingt, als würde ich von einem Liebhaber reden.
Andi
00:24:39
Ja, Elisabeth. Hallo.
Elisabeth
00:24:41
Ja, also es war unglaublich schön. Und das Liebste war, ich muss jetzt unbedingt an meinem Blogartikel drüber schreiben, am Abend, wie er sich neben das Zelt gelegt hat, da habe ich da dann die Fotos geschickt.
Andi
00:24:52
Das haben wir ja gar nicht gepostet, oder?
Elisabeth
00:24:54
Wir haben es nicht gepostet,
Andi
00:24:55
Nein. Müssen wir noch.
Elisabeth
00:24:56
Müssen wir noch, genau. Also wirklich wie ein Wachhund. Voll. Ist neben ein Zelt gelegt. Und das war auch so wie auf der Reise.
Andi
00:25:04
Ja.
Elisabeth
00:25:05
Da hat er ja alles immer, hat immer in der Nähe vom Zelt geschlafen und auch erst zum Fressen angefangen, wenn ich im Zelt war oder ganz in der Nähe war, wenn Ruhe eingekehrt ist, dann hat er angefangen zum Fressen und ist immer ums Zelt herum gewesen. Ich habe mir auch in der Nacht immer gehört, man schläft ja jetzt nicht tief und fest, dass er immer so in der Nähe ist, da hörst du die Schritte und dann schaust raus, dann siehst du ihn wieder. Herrlich war das. Ja, schön ist das, wenn man so eine Beziehung mit Tieren hat. Das ist wirklich was Schönes. So eine enge Machen wir vor den tierischen News, noch mal ein bisschen Werbung?
Andi
00:25:46
Müssen wir wohl. Wir müssen die Idylle wieder trüben. Mit der Realität, dass wir Kohle brauchen. Genau, zu einer nervigen Werbung. Werbung Der Weltraum. Unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2023. Dies sind die Abenteuer des Hof Sonnenweide, der mit Käpt'n Elisabeth und Kommander Andreas und über 150 Tieren seit mehr als zwölf Jahren unterwegs ist, um eine neue Lebensweise zu erforschen, voller Respekt für die Natur- und Tierwelt. Viele Lichtjahre von Turbokapitalismus und Ellbogenmentalität entfernt, dringt Hof Sonnenweide in Welten vor, die viele Menschen bisher noch nicht erlebt haben. Angetrieben durch neueste Technologien treifen sie auf Impuls- und Warp-Geschwindigkeit. Fünf-Sterne-Bewertungen lassen die Post abgehen und mit einer Patenschaft oder Spende beamen sie die Tiere auf Hof Sonnenweide in eine glückliche Zukunft. Oder um es in den Worten von Commander Spock zu sagen, live long and prosper. Werbung Ende.
Elisabeth
00:26:54
So, Andi. Und was gibt's denn jetzt für tierische News, was du da vorbereitet?
Andi
00:27:00
Zu großes Angebot erschwert die Partnerwahl. Hier sind die tierischen News live aus den weltberühmten Hülf Sonnenwider Studios in Weberstorf. Die Qual der Wahl haben weibliche Laubfrösche bei der Fortpflanzung. Ein Überschuss an Männchen kann dazu führen, dass sie Schwierigkeiten haben, den bestmöglichen Partner auszuwählen. Häufig treffen sie laut einer neuen Studie deshalb gar keine oder eine schlechte Entscheidung.
Elisabeth
00:27:34
Das ist ja menschlich, oder?
Andi
00:27:35
Wohl! In der Paarungszeit zwischen Ende April und Anfang Mai geht es für männliche Laubfrösche um alles. Damit potenzielle Partnerinnen auf sie aufmerksam werden, veranstalten die Männchen Balz-Konzerte. Dabei suchen sie Leichtgewässer auf und quaken lautstark, um die Weibchen mit ihren Rufen anzulocken. Doch was passiert, wenn mehrere Verehrer gleichzeitig um die Gunst einer Froschdame buhlen? Dieser Frage ist ein Team um die beiden Biologinnen Claire Hemingway und Jessie Tanner von der Universität Tennessee in einer neuen Studie nachgegangen. Die Ergebnisse erschienen diese Woche im Fachjournal iScience. Für ihre Experimente baute das Forschungsteam ein zwei Meter großes Gehege in einem schallisolierten und temperaturgeregelten Raum auf eine Art Partnerbörse für Frösche. Nacheinander setzten sie dann verschiedene Laubfroschweibchen in den abgegrenzten Bereich. Dann begann das Konzert. Aus mehreren Lautsprechern, die im Gehege verteilt waren, ertönten künstliche Paarungsrufe von männlichen Laubfroschen. Die Weibchen hüpften daraufhin in Richtung der Lautsprecher, entschieden sich also für einen der Lockrufe. Frühere Studien zeigten, dass sich weibliche Frösche eher zu Männchen hingezogen fühlten, die längere Balzlaute von sich gaben. Weibchen suchen sich Partner, die gute Gene haben und ihrem Nachwuchs so Fitnessvorteile verschaffen, ordnet Hemingway gegenüber ORF-Wissen ein. In diesem Fall gibt es tatsächlich empirische Beweise dafür, dass die Froschmännchen mit einem attraktiveren Balzruf Larven zeugen, die schneller wachsen und eine höhere Überlebensrate aufweisen. Auch das Team um Hemingway setzte daher bei ihrem Experiment auf längere und somit besonders attraktive Lockrufe. Hinzu kamen kürzere und damit weniger ansprechende Laute, die als Ablenkung gedacht waren. Das Ziel war es zu untersuchen, wie die weiblichen Frösche auf die unterschiedlichen Balzrufe reagieren würden. Das Ergebnis, konnten die Froschweibchen zwischen zwei Lauten, einem langen und einem kurzen aussuchen, wählten sie in 77% der Fälle den längeren. Das heißt... 23% der Fälle waren das. Weibchen, die gern Mitleid walten lassen. Begaben sie jedoch sieben kurze Lockrufe und nur einen langen zu hören, fiel ihnen die Entscheidung deutlich schwerer. Ihre Wahl fiel so nur mehr zu 25% auf den langen Balzruf. Manchmal waren die weiblichen Frösche sogar so überfordert, dass sie sich erst gar nicht entscheiden konnten. Und selbst wenn sich die Tiere schließlich zu einer Entscheidung durchrangen, dauerte dies wesentlich länger. Ein klarer Nachteil in freier Natur, wie Hemingway betont, je länger die Weibchen für ihre Entscheidung brauchen und an ein und demselben Ort verweilen, desto länger sind sie auch den dortigen Raubtieren ausgesetzt. Das Experiment mit den Laubfröschen zeigt, zu viel Auswahlmöglichkeit kann die Entscheidungsfindung erschweren. Dieses Phänomen wird in der Wissenschaft Choice Overload oder Auswahlparadox genannt. Kannst du dich erinnern, Malcolm Gladwell hat es, glaube ich, Spaghetti-Sauce-Dilemma genannt?
Elisabeth
00:30:37
Ja.
Andi
00:30:38
Der hat Menschen beobachtet, die vor so einem Regal stehen mit verschiedenen Spaghetti-Sauce-Variities.
Elisabeth
00:30:42
Da ging es um Marketingmaßnahmen und so weiter, genau.
Andi
00:30:46
Und wenn es mehr bzw. zu viele sind, dann können sich die Leute gar nicht entscheiden. Bzw. sie sind unzufrieden mit ihrer Entscheidung, weil es hätte eines geben können, das noch besser schmeckt. Auch auf Dating-Apps könne ein Überangebot dazu führen, gar keine Entscheidung zu treffen, meint die US-Biologin Hemingway. Ähnlich sei es bei Streaming-Diensten. Viele Menschen scrollen minutenlang durch das Angebot, nur um sich dann erst recht nicht entscheiden zu können. Kennen wir alle, nicht wahr?
Elisabeth
00:31:11
Absolut.
Andi
00:31:12
Die große Unzufriedenheit mit dem Leben. Ja. Wie geht es dir mit dem Weltschmerz, Elisabeth?
Elisabeth
00:31:19
Momentan wieder gut.
Andi
00:31:22
Stimmt. Wir haben ja eine neue Strategie für uns. Also du eigentlich hast ein neues Ritual für uns entdeckt.
Elisabeth
00:31:30
Weil es schon wirklich schlimm war. Es war in den letzten Wochen einfach bei uns fast jeden Tag ein Brand rundherum. Ich glaube, wir haben es im letzten Podcast auch erwähnt. Und ja, diese anhaltende Hitze und man kann es auch nicht anders nennen, die Dürre. Also es macht dann einfach zu schaffen, weil es uns halt unmittelbar betrifft. Und auch die Erkenntnis, auch wenn wir jetzt alles tun, um den Klimawandel zu verlangsamen, weggehen wird es nimmer mehr. Es wird nur verlangsamt, die Folgen, aber so wie es jetzt ausschaut, so wird es weitergehen. Ja, und das Ganze mit der politischen Lage und sonst ein paar Dingen führt nicht dazu, dass sich die gute Laune hebt. Hebt.
Andi
00:32:16
Genau.
Elisabeth
00:32:18
Ja, und eigentlich habe ich mir gedacht, So geht es nicht. Eigentlich hat es schon angefangen, dass du bei einem Retreat mit einem Nippon-Meta warst und dann diesen Artikel geschrieben hast.
Andi
00:32:32
Und Fetus Nails, genau.
Elisabeth
00:32:34
Also Fetus Nails, die Schnecken nicht, nachzulesen auf Facebook, Insta und in unserem Blog auf der Homepage. Mit dem habe ich mich nicht so ganz identifizieren können, aber mir ist anlässlich des 100. Geburtstags von David Steindl Rast, der ja auch für unseren Respektierweg uns eine persönliche Botschaft geschickt hat, die immer mehr und mehr zu schätzen weiß, je mehr ich von diesem Mann lese, haben wir uns ein paar Bücher bestellt und ich habe jetzt angefangen in der Früh, gleich nach dem Aufstehen, also gerade einmal Zähneputzen, Hirn noch nicht einschalten, Buch nehmen.
Andi
00:33:09
Auch Handy noch nicht einschalten.
Elisabeth
00:33:11
Ja, genau, das ist wichtig. Buch nehmen und sich hinsetzen und zu lesen. Das ist unglaublich. Innerhalb von zwei Tagen beginnt sie, oder hat sie bei mir begonnen, dieser Weltschmerz. Er ist da, aber er ist nicht mehr so präsent. Ja, und das habe ich in Andi erzählt. Genau, und dann gehe ich laufen. Das kommt noch dazu, das habe ich sowieso schon jeden Tag gemacht oder fast jeden Tag. Aber mit diesen Gedanken im Kopf, also nicht mit, was muss ich tun, wie plane ich den Tag, was ist alles zu machen, wie ist alles schrecklich, sondern mit den Gedanken, die ich aus dem Buch mitgenommen habe, rauszugehen und in den Wald laufen gehen. Das ist ein unglaublich schöner Start in den Tag und es hält sich fast bis am Abend. Das habe ich an Andi erzählt und wie sind deine Erfahrungen?
Andi
00:34:09
Magisch geradezu, weil du liest wirklich eine Seite in diesem Buch, also du fangst einfach an, also ich bin jetzt kein Morgenmuffel, aber ich bin noch nicht in meiner 100% Energie. Drücken Sie jetzt einmal so aus, nach dem Aufstehen.
Elisabeth
00:34:28
Man nennt das Morgenmuffel.
Andi
00:34:29
Nein, das würde bedeuten, ich bin grantig in der Früh, das bin ich manchmal auch. Aber grundsätzlich ist es nicht mein Ausgangszustand in der Früh. Aber ich bin noch nicht fit im Kopf und im Körper auch nicht. Und dann sitzt man halt so da und beginnt mit eben diesem noch leichten, wattierten Gefühl im Kopf zu lesen. Und innerhalb der ersten Zeilen und spätestens am Ende der ersten Seite ist der Kopf irgendwie durchgespült mit Liebe. Also wie der Mensch die Welt sieht und beschreibt, und es ist keine richtige Biografie, das Buch, das wir jetzt gerade lesen, von ihm, aber er erzählt sehr viel von seinem Leben. Und wie der beispielsweise einfach seine Kindheit und seine Jugend, die ja im Zweiten Weltkrieg stattgefunden hat, also er war Teil des Zweiten Weltkriegs, er wurde ja einberufen als Soldat in der Nazizeit und wie er diese Zeit schreibt und schildert, wie Menschen ermordet werden, Frauen vergewaltigt werden in dieser Zeit und er das alles mitkriegt. Und trotzdem durchzuspüren diese Zuversicht, die er in sich trägt und dieses Vertrauen ins Leben, das ist wirklich beeindruckend.
Elisabeth
00:35:44
Das ist also für dich das interessiertes Buch, Ich bin durch dich, so ich. Aber es ist egal, ich habe schon ein paar Bücher für ihn gelesen, unter anderem Credo, wo er das Glaubensbekenntnis komplett auseinander nimmt und erklärt mit einem Vorwort vom Dalai Lama. Es ist durchaus auch interreligiös es hat nichts zu tun mit dem katholischen Glauben schon auch, aber man muss jetzt kein kein bekennender Katholik sein, um diese Bücher zu lesen. Es funktioniert mit jedem Buch, das ein bisschen in die Richtung, man kann es ja einfach sagen, Spiritualität geht und Glaubensfragen und Vertrauen. Ich habe das schon mal gemacht, man vergisst solche Rituale wieder. Also irgendwie schleift es sich dann ein, dass das so unglaublich gut tut in der Früh versuchen, nicht zu viel zu denken, sondern die Gedanken von anderen Menschen zu lesen, von gescheiten anderen Menschen zu lesen.
Andi
00:36:39
Genau.
Elisabeth
00:36:41
Also ich habe das einmal gemacht mit dem Buch, da gibt es Dialoge zwischen Desmond Tutu und Dalai Lama. Das Gleiche. Und nicht viel, es reicht eine Viertel, halbe Stunde. Das muss jetzt keine Stunde sein, man muss ja nicht unendlich viel Zeit nehmen. Aber so eine Viertel, halbe Stunde, diese Gedanken, es reicht eh, die sind meistens so gehaltvoll, diese Bücher, dass man oft, oder ich zumindest oft, Sätze zwar dreimal lesen muss oder Absätze, um sie wirklich zu verstehen und dann denkst du eh nach und dann hast du halt manchmal so Erkenntnisse, die dich dann den ganzen Tag begleiten. Das können wir jetzt eigentlich beide wärmstens empfehlen, das zu machen. Wir haben uns jetzt alle möglichen Bücher bestellt, über Medimops, das ist eine Plattform, wo gebrauchte Bücher verkauft werden, weil wir das auf jeden Fall beibehalten möchten.
Andi
00:37:36
Das ist ein schönes Ritual. Also meditieren habe ich schon ein paar Mal probiert, das ist nichts für mich, das hilft nichts.
Elisabeth
00:37:42
Es funktioniert nicht, also nicht so gut. Also das ist wirklich jetzt was, wo man die Veränderung wirklich innerhalb von einem, also es war eigentlich am ersten Tag so, dass du sagst, wow, der Tag startet plötzlich wieder besser, wir setzen uns hin zur Morgenbesprechung und ich bin total enthusiastisch, gut aufgelegt, gut gelaunt, und ja Können wir sehr, sehr empfehlen, das als Morgenritual zu wählen. Und das ist also ein sanfter Start in den Tag.
Andi
00:38:15
Stimmt.
Elisabeth
00:38:16
Und diese zehn Minuten oder eine Viertelstunde früher aufstehen, die man dafür in Kauf nehmen muss, ich glaube, das zahlt sie aus.
Andi
00:38:23
Nicht doppelt, sondern dreifach, zehnfach, hundertfach.
Elisabeth
00:38:28
Schön.
Andi
00:38:30
Dann hätten wir noch die Playlist. Und ausnahmsweise hätte Elisabeth heute einen Wunsch dafür. Sieh an, sieh an. Ich bin mir gerade so eingeschossen.
Elisabeth
00:38:37
Weil eh so dieses Summerfeeling und so weiter. Red Red Wine von UP40. Das ist ein Lied, ich war ja mal auf einem Kreuzfahrtschiff und wir waren unter anderem auch in der Karibik. Und da waren halt überall diese Steelbands, die uns schon begrüßt haben am Hafen. Und dieses Reggae, das erinnert mich einfach dran. Red Red Wine ist eins von, ja, ist ein cooles Lied, cooles Sommerlied. Ich weiß es gerade, außer den Texten immer mehr, außer eben dieser Zeile Red, Red, Wine. Ich hoffe, das reicht.
Andi
00:39:10
Reicht ja.
Elisabeth
00:39:11
Reicht, das reicht. Obwohl ich im Sommer eher spritze, bevorzuge weißen Spritzer. Ja, das wünsche ich mir.
Andi
00:39:22
Ich packe drauf Imagine in einer schönen Version. Schauen wir mal, welche ich finde. Lasst euch überraschen.
Elisabeth
00:39:31
Ja, dann wünschen wir euch noch einen schönen Tag.
Andi
00:39:35
Lasst sie sauras und lest ein gescheites Buch in der Früh.
Elisabeth
00:39:38
Ja.

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