Lass die Sau raus!

Hof-Sonnenweide
Since 08/2023 113 Episoden

#110 Stolz auf heimische pflanzliche Hausmannskost mit Nadina Ruedl von der Pflanzerei

Echte Hausmannskost neu gedacht

19.09.2026 68 min

Zusammenfassung & Show Notes

In dieser Folge haben wir Nadina Ruedl zu Gast – Gründerin der Pflanzerei und die Frau hinter Gustl, dem mittlerweile ziemlich berühmten pflanzlichen Leberkäse.
Wir sprechen darüber, wie aus einer überzeugten Liebhaberin von Leberkäsesemmel, Schweinsbraten und österreichischer Küche eine Unternehmerin wurde, die sich für pflanzliche Ernährung begeistert. Nadina erzählt uns, wie sie ursprünglich eigentlich ihren veganen Partner davon überzeugen wollte, wieder Fleisch zu essen – und dabei irgendwann selbst ihre Ernährung hinterfragt hat.
Wir reden über ihren ungewöhnlichen Weg in die Lebensmittelbranche, über fünf Jahre Entwicklungsarbeit am Gustl und darüber, warum Nadina ganz bewusst nicht einfach eine neue vegane Marke aufbauen wollte. Stattdessen arbeitet sie mit traditionellen Metzgern, Produzenten und Handwerkern zusammen. Ihr Ziel: Veränderung nicht von außen zu fordern, sondern das bestehende System von innen heraus weiterzuentwickeln.
Dabei geht es um die Frage, wie österreichische Esskultur und pflanzliche Ernährung zusammenpassen können. Muss Tradition verschwinden, wenn sich unsere Ernährung verändert? Oder kann man sie mitnehmen und weiterentwickeln? Für Nadina ist klar: Auch pflanzliche Produkte dürfen Teil unserer österreichischen Esskultur und unserer Tischgemeinschaft sein.
Wir sprechen außerdem über die Herausforderungen der Produktentwicklung, regionale Zutaten, die Schwierigkeiten der Lebensmittelproduktion, den Preis- und Verpackungsdruck, Gastronomie und Handel – und darüber, warum Nadina bewusst auf kleine, regionale Strukturen und ungewöhnliche Partnerschaften setzt.
Ein Gespräch über Essen, Tradition, Veränderung, Unternehmertum und die Frage, ob man ein System vielleicht am besten verändert, indem man mit den Menschen arbeitet, die bereits darin stecken.
Und ja: Ein bisserl Leberkäse darf dabei natürlich auch sein. 😉

Link zur Pflanzerei:
https://www.die-pflanzerei.com/

Playlist:

Nadina:
Paolo Nutini, New Shoes
https://open.spotify.com/intl-de/track/4I6ElLnGD4lnO0DVjxZsvb?si=a3c8f777eb154021

Reinhard Fendrich, I am from Austria (Live Version)
https://open.spotify.com/intl-de/track/4dVOCVzyeXSfunFTD7z0Ba?si=5dc8a0ac18d14c41

Andi
Meat Loaf, I would do anything for you..
https://open.spotify.com/intl-de/track/4UrgDocbHywDZv2f3mBhCq?si=9baaa683fc6f4e16


Credit des Titelsongs:
The Green Orbs  - Dancing on Green Grass

Soundeffekte:
Pixabay

Fotocredit Titelfoto: Jan Engelhardt

Transkript

Ich kann nicht hergehen, Heizung, Tradition ist, der Leberkiss ist nur tierisch und der Schweinsbraten ist nur das und das. Das geht nicht. Es gibt immer mehr Menschen, die essen weniger Fleisch. Und es gibt da immer mehr Menschen, die weniger Fleisch dann essen und die halt Lust auf diese Sachen trotzdem haben. Und denen macht man die Tradition ja nicht oder denen will man die Tradition weiterhin bieten. Und ich glaube, das ist ja dieser Teil der Tischgemeinschaft, der man sein will. Der Josef hat einen wunderschönen Satz gesagt, wer nicht mit der Zeit geht, geht. Im Winter, wo wir als Tourismusregion, wo sie von aller Welt zu uns Skifahren kommen, auf der Hütte sitzen, da Schnitzel essen und wir es nicht schaffen, ein österreichisches Schnitzel dort zu haben, das als Pflanzen ist. Wenn Leute herkommen, die unser Essen so gut finden, warum schaffen wir es nicht an diesen Stellen auch stolz auf das pflanzliche Fleisch zum Seiden, das wir in Österreich produzieren können? Das ist die Antwort und da ist meine Position und ich habe nicht das Gefühl, dass wir da ausreichend stolz sind. Und da fehlt einfach was.
Andi
00:01:00
In diesem Podcast geht es um tierisch interessante Persönlichkeiten,
Elisabeth
00:01:04
Aber auch um Menschen, die Schönheit der Natur und ein kleines Paradies namens Hof Sonnenweide.
Andi
00:01:09
Wir berichten über unsere Erlebnisse am Lebenshof, plaudern über Themen, die uns gerade bewegen und laden spannende Menschen zum Gespräch. Herzlich willkommen bei Lass die Sau raus, dem Podcast vom Lebenshof Sonnenweide mit Elisabeth und Andreas Nussbammer. Wir lassen heute wieder die Sau raus und euch bei der Hoftür rein. Und wer mal kräftig die Sau rauslassen, aber trotzdem aufs Leberkisse mal nett verzichten will, der wird heute ganz gut bedient. Wir haben nämlich zu Gast die Nadina Ruedl. Grüß dich. Servus, grüß dich.
Nadina
00:01:43
Danke für die Einladung. Die super nette Begrüßung.
Elisabeth
00:01:48
Ja, die meisten, oder viele kennen die als die Gründerin der Pflanzerei. Und über den Gustl, den ersten wirklich gut essbaren veganen Leberkästen, gab ja auch schon vor dir einen,
Andi
00:02:02
Aber ja. War eher so Kategorie Radiergummi.
Nadina
00:02:06
Einfach pflanzlich.
Elisabeth
00:02:08
Ich habe mich trotzdem drüber gefreut, weil ich genauso bin wie du, was ich gehört habe von dir. Ich habe Leberkästsämmel geliebt. Also generell österreichisches Essen, Schweinsbraten, was dazugehört. Ja, also so bist du bekannt, den meisten von uns. Und du bist aber auch Speakerin, machst Workshops, unterrichtest.
Nadina
00:02:26
Deswegen will ich dich bitten, dass du dir.
Elisabeth
00:02:28
Die Vorregerung selber vorstellst und so ganz kurz umreißt.
Nadina
00:02:33
Ich glaube, es ist wirklich witzig, wenn das, wie ein anderer sagt, denke ich mir immer, wie viele Stunden habe ich eigentlich am Tag? Weil es sieht so voluminös aus, aber es ist immer das gleiche Thema. Ich glaube, wenn du so ein Thema hast, über das du gern rätst, das ist einerseits natürlich der pflanzliche Lebensstil, aber das ist auch, und du hast irgendwie zuerst gesagt, das war eine Leberkiste, der nicht nach Radiergummi oder Gummi geschmeckt hat und auch nicht so präsentiert worden ist, es ist, weil es mir wahnsinnig viel Spaß macht, mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten, die nicht so sind wie ich. Und der Lebecase ist deswegen so gut, weil es glaube ich der erste war, dass er mit einem Metzger zusammen gemacht hat. Und weil, genau das muss man eigentlich so sagen, ich habe gerade eine Keynote gehalten vor ein paar Tagen und die heißt so Unlikely Partnerships und das war vor unterschiedlichen Vertretern des Gesundheitsbereichs. Und die hatten sich auch manchmal ein bisschen schwarz zusammenzuarbeiten. Und es war witzig, sie haben mich das Keynote eingeladen, damit ich die Perspektive der Zusammenarbeit zwischen meinen Metzger und mir präsentiere. Und wie wir es halt dann am Ende des Tages geschafft haben oder wo wir uns getroffen haben in unserem Blick auf die Welt und gemeinsam einen Leberkäse gemacht haben. Und darum sage ich, egal was du jetzt sagst, egal ob ich, was ich schreibe oder was ich rede oder was ich jetzt auch mit der Pflanzerei mache, es dreht sich immer um diese Leidenschaft, um dieses österreichische Essen, um dieses Verbinden, um diese Tradition, um halt einfach einen Schritt weiter zu denken, wann sich vieles verändern wird und die Tradition mitgehen muss. Ich kann nicht Hergehenheizung Tradition ist, der Leberkiss ist nur tierisch und der Schweinsbraten ist nur das und das geht nicht. Es gibt immer mehr Menschen, die essen weniger Fleisch und es gibt da immer mehr Menschen, die weniger Fleisch dann essen und die halt Lust auf diese Sachen trotzdem haben. Und denen macht man die Tradition ja nicht oder denen will man die Tradition weiterhin bieten und ich glaube, das ist ja dieser Teil der Tischgemeinschaft, der man sein will. Und das ist so der Grundgedanke, egal was ich mache. Also ich rede und schreibe immer über das Gleiche, wenn du ganz ehrlich bist.
Andi
00:04:21
Das ist aber eine schöne Vision zu sagen, Ich will, dass die Tradition bleibt, ohne dass sie verstoppt, sondern sie mitführen in die Zukunft, dass beides sein darf.
Nadina
00:04:32
Es war witzig, mein erster Metzger, mit dem ich zusammengearbeitet habe, der hat einen Satz einmal super treffend gesagt, gut, in einem Interview gerade für irgendwas, da war es bei zwei Minuten, zwei Millionen, glaube ich, du hast sogar gesagt, wo die Voraussetzung, ganz kurz, damit meine Metzger, mit denen ich arbeite, die werden immer mittransportiert. Die Vision ist, dass das nicht jemand ist, der für mich produziert, der man nicht sieht, sondern dieser Metzger ist auch Teil der Pflanzerei. Das heißt, gemeinsam nach außen transportieren. Und der Josef hat einen wunderschönen Satz gesagt, wer nicht mit der Zeit geht, geht. Und das habe ich total verstanden. Ich meine, ich kenne einen Satz, aber von einem Metzger, der jetzt mit der gesamten Familie in fünfter Generation zum ersten Mal ein tierisches Lebensmittel macht und dann noch so ein Urklassiker. Ich habe das für mich revolutionär gesehen. Ein französisches Lebensmittel. Ja, zum ersten Mal ein veganes macht. Da schaue ich aus, da habe ich mich schon verreden. Aufschreien, ein veganes Mittel. Ja, du hast recht. Zum ersten Mal ein Gustl mit mir gemeinsam macht. das war dieser Satz, ich meine, mir hat das so viel bedeutet, weil ich weiß, was das für ihm heißt. Und das ist ja sowas mit, was werden denn die anderen im Dorf sagen? Da ist ja ganz viel sozialer Druck auch da. Wenn du als traditioneller Metzger so eine Entscheidung triffst und dann mit jemandem, der so wie ich halt vegan ist und die ganzen Vorurteile und Erfahrungen, die man gemacht hat, auf die Person dann projiziert, dabei bin ich gar nicht so. Aber natürlich kriege ich es total ab. In jedem Moment, wo ein Problem kommt, bin ich natürlich das Problem, wo alles projiziert wird. Also es ist jetzt ja nicht einfach, aber ich sage mal, die Zusammenarbeit und auch, Hightech freue ich mich immer wieder, wenn er in Wien ist und man erzählt, dass er gerade vom Sport kommt oder sonst irgendwas. Man hat dann auch eine Basis miteinander, sondern weil man will ja als Mensch zusammenarbeiten oder als Mensch zusammenkommen.
Elisabeth
00:06:13
War das von Beginn an so die Idee, du hast die Idee, du hast das Rezept und arbeitest dann mit Unternehmen, also mit Produzenten und Handwerkern zusammen? War das so geplant für dich?
Nadina
00:06:25
Die Grundidee war immer Systemumstellung. Also ich habe egal, jetzt jahrelang, für Donaussäure gearbeitet, was ja um eine regionale nachhaltige Eiweißversorgung geht, dann bei Landschaft Leben, wo du eben hergezeugt hast, wie Lebensmittel produziert und auch verarbeitet und wer da dahintersteckt. Und die Idee war Systemumstellung. Das heißt, dass du, wenn du jetzt hergehst, es war irgendwie diese Zahl, damals bei Landschaft Leben, zwölf Bauernhöfe, die in Österreich schließen pro Tag. Und wie die Zahl gehört, habe ich mir gedacht, warum? Und auf der anderen Seite gibt es eine Zahl, die heißt, wie viel Prozent, 50 Prozent der Leute essen weniger Fleisch. Und da irgendwo hängt das wahrscheinlich mit zusammen, wenn ich mir anschaue, was wir für eine tierlastige Landwirtschaft haben. Und dann habe ich mir gedacht, wann du dieses Handwerk erhalten willst. Und für mich ist Handwerk mein Metzger gewesen in der Fleischbranche, der bei mir in Adnet war und wo die ganze Dorfgemeinschaft hingegangen ist und man hat sich das Leberkirchse immer geholt. Das war für mich das, Wo ich mir gedacht habe, das ist das System. Da trifft man sich, da sieht man es auch. Weil das in der Schlachterei sehe ich es nicht. Sondern ich sehe es da, wo ich mir mein Leben sehe. Ich kann es mal holen. Und dann habe ich mir gedacht, wenn du etwas verändern willst, dann arbeite mit den Partnern, die da sind. Und ändert das System von innen aus. Also es war nie zur Diskussion, es wäre total einfach gewesen, einen veganen Produzenten zu finden, der so denkt wie ich. Es wäre wahrscheinlich auch irgendwo einfach gewesen, einen Investor zu finden und eine Produktion hinzustellen. und veganen Leberkäse, du brauchst fünf Maschinen, es ist machbar, kriegt man alles hin. Wären einfachere Wege gewesen. Nur wir wirst das System ändern, wenn du einfach ein Mitbewerb wirst. Ein System änderst du dann, wenn ganz viele Metzger anfangen, die Produkte bei ihnen zu produzieren und auch bei ihnen anzubieten. Auch die ganzen Verträge, die ich mit dem Metzger habe nach einer Zeit, dürfen die ganz normal selber machen. Also natürlich am Anfang sind sie an mich gebunden, dass der Gustl produziert wird. Nur nach einer Zeit bin ich froh und freue mich, wenn sie mehr machen, weil sie Lust drauf gekriegt haben. Das war der Grundgedanke. Also Systemumstellung mit den bestehenden Handwerkspartnern, deswegen auch Rode Ruhm, Zwiebel, Kaffee, Erdäpfel, was in die Produkte drinnen ist. Dass du einerseits die Wertschöpfung zeigen kannst, weil da heißt es ja immer, vegane Produkte sind so anonym und keiner weiß, was drinnen ist. Stimmt ja nicht. Rode Ruhm kennen wir, Erdäpfel kennen wir, Zwiebel kennen wir, Kaffee, also alles. Und Erbsen, gut, vielleicht kennt man die Gölbe-Schälerbse nicht, aber man kennt die grüne Erbsen, die kennen wir alle. Also da ist nichts anonym. Man kennt die Metzger, man kennt irgendwann einmal die, man kennt einfach, wenn man die Leute zubelost, entwickelt man ein Bild von dem. Und ich glaube, um das ist gegangen.
Elisabeth
00:08:56
Es würde mich schon trotzdem interessieren, du kommst ja überhaupt nicht von Lebensmitteln, weder kochen oder sonst irgendwas steht irgendwo in deinem Lebenslauf. Wie hast du die Rezeptur entwickelt? Bist du in deiner Küche gestanden, hast gepanscht und probiert?
Nadina
00:09:09
Das ist so witzig, wenn ich meine Freunde und sie sagen, wenn ich von meinem Alltag erzähle, sagen sie, jeder sagt, meine Artina, ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass du überhaupt in der Lebensmittelbranche gelandet bist, weil ich mich wirklich nicht als gute Köchin ziehe, überhaupt nicht. Also ich bin froh, dass ich meine Produkte jetzt alle habe, aber an meine Freien kommen, gibt es Leberkäse, der sehr einfach zu meinen Käse greinert. Meine Sachen kann ich, aber ich bin jetzt nicht, wie du sagst, ich komme gar nicht aus dem Bereich und habe eigentlich nicht die Leidenschaft gehabt dafür, fürs Kochen. Also, Ich habe damals bei Landschaft Leben gearbeitet und habe das Glück gehabt, dass ich natürlich die einen oder anderen Landwirte kennengelernt habe, auch das ganze System Lebensmittelproduktion ein bisschen einschauen habe, habe ich kennengelernt und habe wahrscheinlich, ohne dass ich es gemerkt habe, sehr viel Begeisterung für genau das, das entwickelt irgendwo. Und die Rezeptur habe ich entwickelt, ich meine, man kauft sich das eine oder andere Buch, wie veganer Leberkäse funktioniert, habe ich auch da, das ist ein komplettes Desaster gewesen, Die Küche war dreckig und der Leberkäs war ein Gatsch und der ist nicht aufgegangen. Also der erste Versuch war in der Küche, wie gesagt, mit einer Freundin, die sehr gut kochen kann. Und dann bin ich eigentlich relativ schnell und in Österreich gibt es Gewürzmittelhersteller, wo ich, und das muss man auch sagen, wirklich sehr viel Glück gehabt habe, weil normalerweise arbeiten die mit dir nicht. Also die Gewürzmittelhersteller sind Konzerne. Und ich weiß noch, der Vertriebsleiter, der schon in Pension gegangen ist, ist ein Tenniskollege von meinem Papa. Und ich habe dem Papa erzählt, dass ich Leberkiss machen will und nachdem er irgendwann einmal aufgehört hat, sich über das Thema aufzuregen, dass ich da das urösterreichische Kulturgut entweihen möchte. Hat er mir echt den Kontakt gelegt und ich habe ein paar Wochen später einen Anruf von einem Vertriebsmitarbeiter von dieser Firma gekriegt, von diesem Gewürzmittelhersteller. Dem habe ich erzählt, wie ich mir das Ganze vorstelle, das heißt dieser Gemüseanteil, diese Transparenz, ohne Soja in dem Fall, ohne Weizen, also wirklich was Allergenfreies. Und die haben dann selber gesagt, haben wir noch nie gemacht, weil sie arbeiten auch nicht mit Gemüse an sich, sondern sie arbeiten halt mit unterschiedlichen, einfachen, also genau diese ganzen Listen an Zusatzstoffen, dann kommt der Wasser und Pulver. Und ich habe damals einen entscheidenden Unterschied gemacht, nämlich mir ist egal, was das Ding kostet, ich will Gemüse als Bestandteil, ich will wenig Wasser, ich will wenig Öl und wenn es geht, will ich gar keinen Zusatzstoff. Also das war so die wirkliche Voraussetzung und von dem sind wir losgestartet. Also heute weiß ich. Dass Lebensmittelproduktion, wenn du skalieren willst, so nicht funktioniert. Also mein Mitbewerb geht hin und sagt, das Produkt darf einen Euro kosten und du kannst rein, was es ist und da müssen wir hin. Und ich habe einfach gesagt, koste es in Anführungszeichen, was es wolle. Ich will das Gemüse und ich will es auch nur aus Österreich und ich will es eigentlich nur von einem Bauern und das muss dann auch noch zusätzlich über die Gastronomie gehen, die das schön und kochen. Also ich habe das riesig natürlich für mich gesehen. Und so sind wir an die Sache rangegangen. Und man muss ja ehrlich sagen, der Gustl hat fünf Jahre dauert. Also die letzte Version ist irgendwo letztes Jahr entstanden, also das war ein riesen, riesen, riesen, riesen Weg. Also einfach, weil die Gewürzmittelhersteller natürlich auch nicht so auf Traditionsprodukte fokussiert sind. Auch Patty kennen die, natürlich Chicken Nuggets kennen die. Irgendwelche Würstchen, aber wenn du jetzt sagst, du, ich will einen österreichischen Leberkäse und ich will genau das und ich muss auch sagen, österreichisches Glutamatland war eins beim Leberkäse. Ich habe das auch nicht gewusst und dann hast du diese Geschmacksexplosion im Mund, aber die hast du nur bei das ganze Glutamat, wie bei einer asiatischen Suppen im Mund zum Geschmack kommt und ich habe aber gesagt, das machen wir auch nicht, kommt auch wieder weg. Jetzt haben natürlich die ganzen Gewürze, die du am Markt hast, waren alle nicht machbar. Und Gewürze sind teuer. Das heißt, währenddessen, sag ich mal, normaler Leberkiss, wenn du jetzt noch eine Kübel hinstößt, ist der Gewürzanteil vielleicht einen halben Zentimeter. Bei uns war das 15 Zentimeter. Also damit du dorthin kommst. Und wir waren lange auch nicht durften, weil es dann einfach so lange macht, dass dann schmeckt es nach Zwiefeln, dann schmeckt es nach Kaffee. Dann muss den Zwiebel rösten, dann habe ich auch herausgefunden, dass es 110 rote Ruhmsorten gibt, wo jede andere Fort beim Leberkäse ergibt. Also du experimentierst, das war eine fünfjährige, meistens Tortur, wo drei Metzger involviert waren, die alle an ihre Grenzen gestoßen sind, muss ich auch irgendwo mal sagen. Und wir wirklich viel, viel, viel, viel machen haben müssen. Aber mittlerweile sind wir beim Landmann. Also die haben die Servierten mit Spinat und Erdäpfeln. Und wir sind beim Leberkäs-Päppi seit zwei Wochen.
Elisabeth
00:13:33
Ah, cool.
Nadina
00:13:33
Also für mich immer so, als Salzburgerin, obwohl ja Oberösterreich ist, gibt es trotzdem diese Institution. Und wenn man es dort einmal bis, dann passt einfach die Qualität. Aber wie gesagt, ich habe mir das nicht so schwer vorgestellt.
Andi
00:13:46
Naja, du hast es aber auch besonders schwer gemacht. Ja, weil ich das nicht gewusst habe. Checkbox, wo kann ich mir das besonders schwer machen? Du hast wirklich alles angereizt. Ja, ja. Werbung. Grüße, Herr Hofstetter. Meine Verirung, Knifro, was darf es denn sein? Haben Sie einen guten Leberkäs? Aber freilich, Knifro, einen veganen Leberkäs. Der Gustl von der Pflanzerei. Schauen Sie dort vorbei, die haben einen Shop. Hop, hop. Wollt ihr mich pflanzen, Herr Hofstetter? Der ist ja vegan. Auf meinen alten Tag soll ich noch was Veganes essen. Das ist ja nur für die jungen Leute. Aber gegne Frau, du bist, was du isst. Da wird Frau Hofrat noch ein richtig junges Bubbaum, nicht wahr? Also was sich der Hofstetter wieder erlaubt. Auf Hof Sonnenweide gibt es zwar keinen Gustl, aber dafür auch keine Ungustl. An den Patenschaftstagen kannst du unsere Tiere jeden zweiten und letzten Sonntag im Monat besuchen. Garantiert ungustelfrei. Und den Gustl, den kriegst du in der Platzerei.
Nadina
00:14:56
Ich mache heute noch die ganze Produktentwicklung nicht. Wir haben jetzt gerade einen Steckerl-Fisch gemacht, müsst ihr euch vorstellen. Das sind 21 Arbeitsschritte, bis du am Ende diesen Steckerl-Fisch kriegst. Also ich meine, da braucht man nicht diskutieren, ob das 5 Euro oder 6 Euro ist. Da bist du bei 24, 27, 35 Euro irgendwo einmal. Weil wenn du es genau 100 Stück davon machst, musst du trotzdem mal vorn kaufen, musst du die Masse produzieren auf geringen Mengen. Du bist ganz in einer anderen Welt, aber wenn du halt am Ende des Tages dann, ein Steckerl-Kali hast, Die ganzen Fische heißen bei uns Kali, weil das erste war Kali Karpfen. Wenn du das halt dann siehst und du die Leute halt auch siehst, die das halt auch kaufen, dann weißt du ja dafür, was du das gemacht hast.
Elisabeth
00:15:36
Ich bin gestern auf der Homepage stehen.
Nadina
00:15:38
Das ist lieber, oder? Da war ich im Usus und das Usus hat Steckerlfisch und hat aber nur einen tierischen. Und darum habe ich mir gedacht, das muss man ändern. Ja, wir haben es geliebt.
Elisabeth
00:15:48
Wir sind nicht vegan auf die Welt gekommen.
Nadina
00:15:49
Ja, wir haben es geliebt.
Elisabeth
00:15:51
Vor allem gerade in Oberösterreich, also in dem Seengebiet. Trauen Sie.
Andi
00:15:57
Eine Steckerlfisch. Eine Steckerlfisch. Und du riechst dich schon kilometerweit.
Elisabeth
00:16:03
Also wir freuen uns.
Andi
00:16:06
Aber um das Stichwort jetzt gleich aufzugreifen, also wir sind nicht vegan auf die Welt gekommen. Wie war das bei dir? Wie hat sich das entwickelt? Wie kam es zu pflanzlicher Ernährung?
Nadina
00:16:15
Wie kam es zu pflanzlicher Ernährung? Es ist witzig, weil die Geschichte ist eigentlich, ich weiß nicht, ob sie wirklich... Und es ist witzig, eine Freundin von mir, wir haben, ich muss ein bisschen vorsichtig sein, weil ich habe jahrelang, wie gesagt, im gemeinnützigen Bereich bei Landschaft leben, wo es wirklich um Ernährung geht, bei Donau-Soja, wo es um Eiweißversorgung geht, um Soja geht. Das heißt, ich habe einen Umfeld gehabt, wo sehr viel über Essen geredet worden ist, wo sehr viel Transparenz gemacht worden ist und ich habe meine Ernährung nicht umgestellt. Für mich war das vollkommen in Ordnung, wenn ich trotzdem mein lieber Kiss vom Metzger ist und wenn ich trotzdem mein Schweinsbrot bin. Für mich war das total in Ordnung, zeitlich, damit es das einordnet, ungefähr vor sechseinhalb Jahren. Und ich habe dann jemanden kennengelernt, der vegan war. Also ein Mann. Man muss das immer sagen, wir waren dann das erste Date in Schönbrunn und ich sehe jemanden, das Bild vor mir, wir stehen da vor der Gloriette im Hintergrund. Es ist voll der schöne Tag, er ist total nett, total charismatisch. Und ich frage ihn dann, was sein Lieblingseis ist. Und er sagt zu mir, das grüne Cornetto. Und ich denke mir, ich habe überhaupt noch nie gesehen, dass es ein grünes Cornetto gibt. und dann sagt er zu mir, das ist das Vegane. Und ich habe mir in dem Moment gedacht, oh mein Gott, oh mein Gott, Nadine, lauf! Und ich habe nie mehr in Erinnerung gehabt, wie schlimm das für mich war, weil meine Freundinnen haben mich dann danach erinnert, was ich alles gesagt habe, warum das überhaupt nicht geht und dass ich mir das nicht vorstellen kann. Also das heißt, das war echt für mich so eine Überwindung, dass ich mir das überhaupt irgendwie vorstellen habe können, mit jemandem zusammen, von einem ersten Kennenlerner bist du, das hieß ja weiter Weg, aber wenn der sich vegan ernährt, du nicht, du vielleicht auch genauso diese Vorurteile hast, weil sonst denkst du ja nicht, oh mein Gott, Genau, fangst du eigentlich normalerweise nicht an. Aber ich habe nur für mich dann die, wie gesagt, Entscheidung getroffen. Ich werde ihm schon davon überzeugen, dass er wieder Fleisch isst. Das war der Plan. Der Plan war, dass er aufhört. Witzig war er nicht. Er hat mir nicht belehrt und er hat überhaupt nichts getan. Ich bin Jahre später einmal gefragt, warum bist du mit mir überhaupt zusammengegangen? Dann hat er zu mir gesagt, Nadina, ich habe immer schon gewusst, du bist gescheit genug, du kommst da drauf. Er hat keinen Druck gemacht, sondern es war einfach so, er hat mich mitgenommen. Wir haben, wenn man bei ihm war und er Wäsche gewaschen hat, waren die ganzen Waschmittel vegan. Es war ein Waschball da. Die ganze Kosmetik war tierversuchsfrei auf einmal. Und ich habe mich mit den ganzen Themen und das wahrscheinlich halt einfach selber auch beschäftigen wollen. Ich habe mir einfach gedacht, okay, schau dir mal die Kosmetikproduktion an. Schau dir, was Tierversuche hat. Schau dir, ob das für dich braucht. Schau dir bei der Kleidung an, ob die Tiere da wirklich gut, ob das die Vorstellung ist, die du hast. Und natürlich auch das ganze Schlachthaus. Du schaust dir jeden Podcast an, du schaust dir jedes Video an, du liest jedes Buch, weil ich meine, der war zu dem Zeitpunkt schon acht Jahre vegan, da habe ich nicht mit so allgemeinen Floskeln daherkommen können, sondern du hast wirklich inhaltlich reden müssen. Und irgendwann, und das ist das Spannende passiert, bei dieser ganzen Beschäftigung mit dem Thema, habe ich selber gemerkt, was es mit mir macht. Und auf einmal stehe ich da selber von meinem Kosten und denke mir, ganz schön viel Böds, ganz schön viel Leder, habe mir das angeschaut, puh, das wäre jetzt ein Echtleder und das ist auch kein Kunstböds. Also war mir eigentlich gar nicht bewusst, was ich da dran habe. Und irgendwann habe ich zum Ausmisten angefangen und meine Freunde des Kreises beschenkt worden. Bei der Kosmetik war das Gleiche. Ich bin auf einmal im Bad gestanden und habe mir gedacht, muss jetzt der Duft wirklich auf Kosten von diesem Tierversuchen sein? Ist das das, was ich mir vorstelle? Will ich das auf der Haut haben? Will ich es im Waschmittel drin haben, dass ich da Tierinnerein? Will ich das wirklich? Und auf einmal war das auch kein Problem. Das heißt, es ist mir eigentlich relativ einfach gefallen, diese Sachen zu ändern. Was super schwierig war, war dann eher so dieser Essensbereich und gerade dieser unreflektierte Essensbereich um zwei in der Nacht, wenn du bei der Würstelsprule stehst. Und du null Lust auf so eine Falafel hast, ohne Schmähnett, und du eigentlich nur die Käsekreiner oder halt für mich halt zwischen Dürren und Angler einen Leberkäs haben willst, eher das war das Problem. Und deswegen ist dann halt auch die Pflanzerei aus dem entstanden. Aber ich sage einmal, worden bin ich es eigentlich schlussendlich, weil ich mich mit dem beschäftigen habe wollen, weil ich ihm überzeugen wollte, dass er aufhört. Hat es wunderbar funktioniert in die Gegenteil in die Richtung. Ich habe mich selber überzeugt. Ich glaube, es gibt sicher viele Menschen, die sich auf faktische Ebene überzeugen lassen. Aber ich habe es in dem Fall ja als Liebe gemacht, mich da zu beschäftigen. Und dann bist du auf einer ganz anderen Emotions-Ebene. Und natürlich wirkt das dann alles anders. Ich muss da fairerweise sagen. Also ich habe eigentlich keine Chance gehabt, wenn du ehrlich bist. Also ja.
Elisabeth
00:20:42
Du hast es eher gerade angesprochen. das erste war der Guskel, mittlerweile hast du ja ganz, ganz viele Produkte. Was mich sehr, sehr interessiert, du hast regional und so weiter und das meiste interessiert mich, wie hast du die Metzger gefunden? Wie lange hat es gedauert? Wie viel hast du angesprochen? Und wie war das dann?
Andi
00:21:04
Wie viel Watschen hat man sich angeholt?
Nadina
00:21:07
Eine Leidensgeschichte. Also Watschen habe ich mir, also ich muss jetzt dazu sagen, ich habe das ein bisschen anders angegangen, was ich kann, ist Betriebswirtschaft und Kommunikation. Das waren so meine Stärken. Und ich habe, wie ich die Idee gehabt habe, und das war damals bei Landschaft Leben noch, dass ich veganes Fleisch machen will, aber mit den gleichen Wertmaßstäben, wie es tierische sind. Das heißt, ich will die Leute wirklich mitnehmen, wie wird es produziert, wie wird es verarbeitet. Zum Beispiel, wenn du bei uns zwei Minuten, zwei Millionen anschaust, da wird hergezeigt, wie es geht. Bei mir hat sie immer gesagt, bist du wahnsinnig, du kannst doch kein Zeug, wie du das machst, das ganze Geheimnis. Dann habe ich gesagt, das soll ich möglichst viel machen, weil dann haben wir gescheite Produkte am Markt. Was soll ich das tun machen? Das ist nicht meine Vision. Warum? Aber was ich damit sagen will, dieser Einstieg war, ich habe einmal alles niedergeschrieben, wie ich mir diese Produkte vorstelle, die ich machen will. Und das war ein 17-seitiges Konzept, das ich beim Bundesministerium eingereicht habe, den Klimaschutz damals. Und dann bin ich mit diesem Konzept zu den zehn nachhaltigsten Business-Ideen gewählt worden und habe 10.000 Euro gekriegt. Das war so ein Programm, das hat auch halb ein Jahr dauert. Von diesen 10.000 Euro habe ich mir dann einen Prototypen machen lassen, damals von einem kleinen Produzenten, aber auch von natürlich die Gewürzmittelhersteller. Und mit dem bin ich dann zu Vegan Mania, der größten Mess Europas, mitunter was vegane Produkte. Und dort habe ich dann drei Tage lang einen Gustl verkauft. Und wir waren alle drei Tage ausverkauft. Das heißt, faktisch kannst du einmal sagen, Proof of Concept, Hackerl drunter. Da bin ich nicht nur ich, der es will, sondern wer anderer. Das war im August. Im Oktober habe ich die Nadine als Einzelunternehmerin gegründet, noch immer ohne Produkt. Ich bin dann 20 Grad später zu zwei Minuten zwei Millionen gegangen, noch immer ohne Produkt, was meine Eltern und meine Familie natürlich sehr verunsichert hat. Weil wie kannst du da hingehen? Noch immer ein Leberkäse, der eigentlich keinen Produzenten hat und hat den dort halt auch der Jury zum Verkosten gegeben. Und die waren alle hin und weg und ich habe 100.000 Euro, da war ich 20 Tage für diesen Leberkäse, der ein Prototyp war, angeboten gekriegt. Habe ich nicht angenommen. Aber in der Zwischenzeit, müsst ihr euch vorstellen, habe ich natürlich... Die Kontaktaufnahme gestartet mit diesen Metzgern und habe damals... Also ich habe diesen Proof-of-Concept gehabt. Nachfrage ist da und das Produkt. Also das war klar. Und es zahlt jemand einen Betrag dafür. Das musst du mal hingehen, weil du kannst keinen... Ich habe gewusst, du kannst keinen Metzger erreichen, wenn ich hergehe und sage, ich bin irgendeine Idee. Seien meine Bestes, sind jetzt keine Investoren oder sonst irgendwas, was dir eine Zukunftsvision pitcht. Sondern da musst du sagen, hey, das und das wollen die zahlen und das und das ist... Genau, und dann habe ich eine E-Mail ausgeschickt, eine E-Mail an alle Metzger, die in Österreich für mich in meine Vorstellung gefallen sind. Was heißt das? Ich habe alle Großen ausgeschlossen, weil ich keine Industrie wollte und ich habe alle Kleinen ausgeschlossen, weil ein, zwei Personenunternehmen kennen das nicht. So eine kleine Metzgerei kann ich nicht trennen, mit denen kann ich nicht arbeiten. Genau, das waren 112 Metzger und schätzt einmal, wie viele das geantwortet haben auf diese Nachricht.
Elisabeth
00:24:06
Keiner?
Nadina
00:24:07
Ja, genau. Also die Reaktion war null. Ich habe dann bei manchen nur noch telefoniert. Und wenn ich jetzt sage, sie waren skeptisch ablehnend, dann übertreibe ich wirklich sehr stark. Also wirklich, wirklich, also skeptisch ist es ja nicht, also wirklich ablehnend der Idee gegenüber. Also ich habe null Chance gehabt. Überhaupt keine Chance, dass ich reingekomme. Gar nicht. Ich habe aber gewusst, die Ausstrahlung von dieser Zwei-Minuten-Geschichte ist im Februar und irgendwo brauche ich wahrscheinlich einen Produzenten.
Andi
00:24:36
Vor allem, man kann dir ja keine mangelnde Überzeugungsfähigkeit attestieren. So ist es ja nicht.
Nadina
00:24:40
Ja, aber der Weg war trotzdem klassisch. Zuerst einmal E-Mail, dann nachtelefonieren. Und parallel bin ich über die FleischerInnen gegangen. Habe natürlich geschaut, dass ich irgendwo mit der Wirtschaftskammer nur keine Chance, wenn du ehrlich bist. Und dann habe ich aber das Glück gehabt, bei dieser veganen Messe war eine Redakteurin von Fleisch & Co. Das Fleisch & Co. ist die Fleischerzeitung Österreichs. Und das kriegen die Fleischer heimgeschickt. Und was ich gerne tue, ist schreiben. Und ich habe sie dann gebeten und angerufen, und du, darfst du dir bei dir eine Kolumne schreiben, eine monatliche? Und das habe ich dann da. Das heißt, ich habe in dieser Fleischzeitung monatlich geschrieben, wie es für mich als jemand ist, der sich pflanzlich ernährt, ohne so österreichisches Essen. Und habe dann eine geschrieben, wie meine Weihnachten ablaufen, wo meine Oma zu ihrem Metzger geht und da kriegt die Familie Kolbstbrust und ich kriege einen Tofu und meine Oma hat jedes Mal so ein schlechtes Gewissen, weil der Metzger halt nichts hat in der Qualität. Das habe ich geschrieben. Dann habe ich geschrieben, wie das Grillen bei uns daheim abläuft, jedes Mal wieder mit meinem Onkel, der diese Fragen stellt, warum muss eine Wurst so ausschauen und so heißen, wie es ja wohlsteht. Immer diese Frage und habe sie aber auch beantwortet. Das heißt, ich bin in irgendeine Welt reingegangen und habe einfach einmal mich präsentiert mit meinen ganzen, keine Ahnung, selber Erfahrungen. Wie war es für mich? Mein erstes veganes Wirstelsessen, wo ich nicht gewusst habe, dass man das Plastik runter muss. Und dann ist man auf der Pfanne alles.
Andi
00:25:53
Hatten wir auch. Oh Gott, oder?
Nadina
00:25:56
Ich meine, du musst nicht wissen, dass da Plastik drauf ist. Ich habe mir gedacht, das ist die Haut. Ja, aber das sind so die Best-of-Stories gewesen, oder? Und die habe ich alle gebracht. Und das ist eine lange Zeit. und nach einer Zeit hat sich der Josef gemeldet. Das heißt, ich bin einfach in deren Welt gegangen, durch das war einfach, natürlich hat man die Fleischerinnung und haben die sicher alle irgendwo, weil man doch pressemäßig, oder weil ich es geschafft habe, dass ich in die Presseforschung gekommen bin. Also ich habe seit März ganz, wo das Konzept habe, kommuniziert, was natürlich für mein Umfeld, für mein vertrautes Umfeld damals ganz schlimm war, weil wie kannst du dir die Tochter selbstständig machen, wenn sie eigentlich noch immer keinen Produzenten und kein Produkt hat und die ganzen Leute reden sich aber schon darauf an, was sie da tut. Und die wissen aber, da ist noch nichts. Und darum war es irgendwie so die große Erleichterung, wie der Josef dann angehoffen hat. Der Josef ist in der fünften Generation Metzger in Niederösterreich gewesen. Das war so eine Familienentscheidung, hat er gesagt. Der Familienverband hat entschieden, dass sie mit mir arbeiten. Aber auch nachdem wir uns, wie gesagt, nachdem wir viel Zeit miteinander verbracht haben, kennen wir das miteinander, weil das war für sich auch eine schwierige Situation. Nur er hat am Montag selber geschlachtet, am Montag war ich nie da. Wir haben unseren Alltag so gerichtet, dass wir gemeinsame Produktionszeiten, wie wir es gemacht haben, wie wir den Einkauf geregelt hatten, das heißt, es hat einen kompletten Ablauf gehabt und wir haben uns halt, wir haben uns lassen, wir haben nicht diskutiert. Das habe ich ihm und wahrscheinlich auch an mir sehr geschätzt, ich wollte ihn nicht zu einem Veganer machen, er wollte mich nicht zu einem, Fleischesser machen, wobei da bin ich ein bisschen vorsichtig jetzt mit dem Satz, aber wir haben unsere Positionen stehen lassen. Es war nicht die Diskussion, bist du ein schlechter Mensch, bin ich ein guter Mensch, sondern man hat es lassen, aber man hat sich auf diese österreichische Esskultur fokussiert und hat gesagt, wenn dieser Leberkäse, dann soll es ein richtig guter sein und dann soll es das Gemüse sein und dann soll es das Beste sein, was du am Markt kriegst und da haben wir uns getroffen. Das heißt, er hat seine Tradition behalten und ich habe aber meine Tradition erweitert. Das heißt, der Blickwinkel war das, wo wir uns getroffen haben.
Elisabeth
00:27:52
Ihr habt geschaut, was euch verbindet und nicht das.
Nadina
00:27:55
Genau, was uns genau. Aber bis zu dem Zeitpunkt hat es, also wie gesagt, hat es weiß kein Gemälde Wiesen und es hätte genauso passieren können. Also ohne diese Kolumne, ohne in diese Welt einzugehen, ohne auch sehr viele private Sachen zu teilen und es ist nicht einfach, muss ich sagen, diese Texte auch zu schreiben, weil ich schreibe jetzt in der Wienerin eine Kolumne für Frauen, die gründen wollen, also das ist total schön, weil das sind lauter Komfortzonen-Themen, aber das waren ja lauter Themen, wo ich auf der einen Seite ja trotzdem ein Mensch bin, der gerade einmal pflanzlich ernähren angefangen hat und dann versuchst du alle, du musst dich mit dir selber auch beschäftigen, ist der Satz jetzt vollkommen in Ordnung, den ich formuliere, ist das jetzt irgendein Vorwurf, ist das jetzt irgendwas, wo sich ein anderes auslässt, kann, hast dich du selber so reflektiert, dass du jetzt in dem Metzger in das Gespräch einige kannst. Das ist ja alles nicht einfach, weil du wirst ja dort nicht begrüßt als, die haben ja nicht mit dir arbeiten wollen, sondern ich will ja mit ihnen arbeiten. Das heißt, auch das Thema, dass ich halt dann nach langer Zeit und diese Diskussion habe ich mit jedem einzelnen Metzger gehabt, halt auch, ich isse keinen tierischen Leberkäse. Und dann ist natürlich meine betriebswirtschaftliche Kompetenz und unternehmerische Kompetenz natürlich schwer in Frage gestellt worden, weil wenn ich doch so Unternehmerin bin, muss ich doch im Markt kennen. Ich habe gesagt, ich lebe pflanzlich, ich isse, aber ich konnte ihn ja im Mund nehmen. Dann sage ich, ich will ihn nicht im Mund nehmen. Aber wie weiß ich dann, dass das schmeckt, das ist ja unprofessionell. Dann habe ich gesagt, ich habe ja eh die. Würdest du die nicht als Experte sein für genau das? Ja, aber das sieht er jetzt nicht partnerschaftlich und ich sein Leberkäse nicht isse, aber er muss mein essen. Da haben wir gesagt, an diesem Punkt, natürlich hast du dann wieder deine Reibungen, nur ich habe es jetzt seit sechs Jahre weiß ich nicht oder seit sechseinhalb Jahren weiß ich, bin ich weit weg vom Fleischleber gehst, ich hab's auch nicht da, also für keinen Metzger und keine Diskussion und ich bin, ich versteh den Aspekt, Aber ich finde halt auch, wenn das übergeordnete Ziel für mich ist, dass ich trotzdem diese pflanzliche Lebensweise als Züssi auch nicht hergehen kann, nur weil es das Business verlangt. Tierisches kann ich, weiß ich nicht, würde ich mich selber jetzt, würde ich mich selber verkaufen, oder? Also macht es für mich keinen Sinn. Aber da hat man uns, das war, hätte ich heute auch noch, glaube ich, keine bessere Antwort, außer aus der Diskussion ausserzulich, und sagen, du, ich arbeite mit dem Besten zusammen, du kannst das beurteilen. Ich kann es jetzt nach wie vor nicht beurteilen. Ich weiß jetzt nicht, ob der beste tierische Leberkäse so viel anders wie meiner schmeckt, wenn ein Glutamat drin hat, wird er sicher intensiver sein, das macht mir die Erfahrung. Was wir halt gemacht haben, ist halt sehr, sehr viel Verkostungen. Also wie nachdem ich aus der jahrelangen Unis gearbeitet habe, war das das Allerschönste, wenn du dann deine ganzen Stichproben oder Samples und deine qualitative Sozialforschung wieder mal machen hast. Also ich habe das dann halt auch gern gemacht. Und dann hast du dann mal 100 Leute da gehabt. Und dann brauche ich nicht probieren.
Elisabeth
00:30:33
Habt du Spring Verkostungen gemacht mit Tierchen, Eberkäse und Pflanzungen.
Nadina
00:30:35
Ja, und Vegetarischen in dem Fall. Alles quer für dich. Halt auch mit unterschiedlichen Marken, mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen am Ende des Tages. Jetzt haben wir ja fünf Varianten. Also ja, das ist komplett standardisiert angelaufen. Aber halt der Brauch, da war jetzt meine Meinung. Ich habe immer gesagt, der Köder muss in Fisch und nicht am Angler schmecken. Und ich bin der Angler, also was soll ich jetzt sagen? Ich meine, natürlich mache ich die Produkte, auf die ich Lust habe. Aber das weiß ich jetzt nicht, dass ich von jedem Produkt ein tierisches Essen muss, damit ich weiß, wo ich... Also ich muss erstöne, ich muss produzieren keiner. und dann muss aber die Masse entscheiden, ob das Produkt hält oder nicht. Und das tun sie auch. War nichts Schöneres, wie das Fleisch zu dir sagen kann, das ist ein Blödsinn, was du machst. Also das muss man damals schon sagen, es war ja schon genug tun, wenn man wieder mal was nicht so glücklich ist. Ich habe ja gewusst, dass du dir das schönst, viel besser, kann man das Veganer noch nicht essen. Mittlerweile, vor zwei Tagen, wie gesagt, habe ich ein Keynote gehabt, da hat es nachher eine Gussel gegeben. Du, da waren kaum, ich würde mal sagen, ich war die einzig veganen Lebende, die besorgt. Und trotzdem, super und wahnsinn und glücklich, zwei Sorten, ja, die sind auch super und klasse, die Produkte. Also der Gustl ist gut und ich würde behaupten, meiner Meinung nach und auch die Blindverkostung, die ich mache, der Beste am Markt. Unabhängig davon, dass es inhaltsstoffmäßig der Beste am Markt ist. Das ist reiner Preispunkt, wo du sagst, du kannst halt, wenn du so arbeitest, nicht um 4,99 Euro oder ich kaufe ihm den Preis, wo der Spar verkauft wird, kaufe ich nicht ein. Also es ist nicht einmal realistisch. Ich kann nicht einmal sagen, wenn ich in Spar seinen Leberkäse kaufe, ich weiß nicht, ob man das nicht zensieren muss, rein theoretisch, ein Pieps, Pieps, seinen Leberkäse kaufe, dann bin ich noch immer billiger wie bei meinem. Also das ist überhaupt kein Rechenbeispiel. Also wir sind wirklich anders kalkuliert.
Elisabeth
00:32:16
Nein, das Preistema hätte ich auch angesprochen, weil das ist natürlich, wenn man sich die Homepage anschaut, es ist einfach viel, viel höherpreisiger als alle anderen Produkte. Und das interessiert sicher ganz viele Leute. Warum das so ist? Warum ist das so?
Nadina
00:32:33
Also wir haben einerseits eine frische Produktion, was schon mal ein Riesennachteil ist, wenn ich das gleich so sagen kann, weil frische Produktion heißt, wir produzieren nicht von einem Produkt 10.000 Stück und die Lingerflager machen wir nicht. Das ist nicht, unsere Kunden müssen im Onlineshop bis Sonntag, Mitternacht bestellen. Dann gebe ich die Bestellungen ab. Ab vier in der Früh fangen wir an, jedes Produkt, jede Masse zu produzieren. Und wann liefern sie dann ungefähr zwischen zwei und Mitternacht, wird es mir frisch angeliefert. Das muss man mal gleich dazu sagen. Das heißt, unsere Kuttergrößen sind, also der Mixer, zwischen acht Kilo und 50 Kilo. Genau. Da fängt da normalerweise gar keiner an, diese Produktion. Das ist einmal der erste Schritt. Das heißt, wir haben Kleinstmengen. Das wird im nächsten Schritt dann per Hand gemacht. Da stehen Menschen, die das machen. Der nächste Schritt, wo ich sage, wie soll es denn ein Fisch formen und pressen und eine Haut aufbinseln und dann stecken eine da. Wie soll ich denn das eine Maschine machen? Also geht gar nicht. Das ist der Faktor, genau wie beim Leberkäse. Der Zwiebel wird nur geröstet. Wer da steht, der nimmt den Zwiebel, der röstet den. Den kaufen wir auch nicht geröstet. Das sind lauter kleine Schritte, die am Ende des Tages einen anderen Preis ergeben. Plus, wir schauen natürlich auch bei den Zutaten, ich, schreibe immer Österreich nach Verfügbarkeit, weil alles geht nicht immer, das ist auch eine Tatsache, weil dann wären wir nun mal ganz woanders, aber zumindest alles um Österreich und Österreich grenzend, muss ich mittlerweile sagen, weil es, wie gesagt, geht nicht. Und genau, einerseits frische Produktion, handgemacht und andererseits halt auch frische, was ich jetzt sage, frische, die kleinen Mengen und die Zutaten. die Zutaten. Das ist voll, das ist der Gemüseanteil und hat auf der anderen Seite wirklich diese wirklich kleinen Mengen. Es ist eine reine, wenn ich jetzt hergehe, dann sagst du, du willst den Guss lehnen. Ich bin ein bisschen skeptisch, weil ich sage die kleinen Mengen, weil wir haben schon Grässe. Beim Kickerliner, mit dem Schnitzel und mit dem Leberkäse. Und ich glaube, wenn ich jetzt um 10.000 Stück einkaufe, damit wir da konkrete Zahlen haben, dann zahle ich zwei Cent weniger. Was willst du denn? Zwei Cent? Also das ist keine Diskussion. Also selbst wenn ich jetzt hergehe und sage, wir skalieren, dann muss ich trotzdem sagen, sag mal Produzenten, dann stören Menschen mehr hin. Verstehst du, was ich meine? Da kommt keine Maschine hin, nur weil jetzt ein Auftrag da ist, der größte ist. Nein, und der Mensch ist wieder das Gleiche. Also ich verdoppelte eigentlich nur, also ich kriege die Fixkosten nicht dadurch gekappt um die Hälfte. Das ist einfach nicht der Fall. Plus, das wird natürlich alles aktuell teurer. Also die Preise, die du siehst, sind zum Großteil die, die ich eingegeben habe von 2002. Ah, 2022. Entschuldigung. Das heißt, das Einzige, was ich gemacht habe, ist einfach, dass ich hergegangen bin und die Preiserhöhungen, die 8% waren mittlerweile schon und jetzt wieder 3% sind, dass die alle inschlugen. Das ist das, was ich machen kann, weil einfach natürlich eine größere Menge da ist. Weil wir natürlich mehr Produkte haben und manche Grundbasen halt Gott sei Dank ein bisschen ähnlich sind. Das heißt, wenn ich eine Grundbasis mache, mache ich da von drei Kilo, vom nächsten mache ich fünf Kilo und ich nehme, aber auch Gott sei Dank ohne die Gewürze oder da gehört von mir aus noch ein Weizen dazu, da gehört Lubine dazu, da gehört noch Zwiebel dazu. Das heißt, wir versuchen natürlich die Massen irgendwie eine Grundmasse hinzubringen, wo du nicht jedes Mal rein anfängst, aber es sind trotzdem 17. Also man hat trotzdem 17 Mal bei Null und das musst du halt einfach sehen und, das ist halt die gravierende Tatsache. Aber sonst du kommst halt nicht auf einen Steckerlfisch oder einen Grund, warum es keiner hat. Du kommst nicht auf, so wie es jetzt ist, einen Karpfen, der händisch geformt ist. Du kommst auch nicht auf eine Gansel, wo du händisch diese Gans formst, dann ein Buchen. Die Buche kommt bei uns aus Oberösterreich von einer kleinen Manufaktur, gepresst. Dann nicht so ein billiges Holzstaberl, wie du das im Baumarkt kriegst, sondern was teures. Und dann pinseln wir nur die Haut auf. Also das sind halt lauter Arbeitsschritte, wo du halt einfach auch sagst, ja, und wie gesagt, ich habe es jetzt ja erst gesagt, der Kalli Karpfen hat 21 Arbeitsschritte, das. Zweitintensivste ist dann die Gitti Gans oder die Ripperl, wo du jeden Stecken einlegst, zu machst, dann wir vorbraten, dann der Kunde, dann marinieren. Das ist halt alles ein Riesen, also es ist nie auf billig, also ich rufe nie an und sage, ich habe jetzt die grandiose Idee, wir machen ein billiges Produkt, sondern ich habe die grandiose Idee, ich möchte Ganzkörpertiere, das wäre eine grandiose Idee. Und dann gehen wir das Projekt an. So funktioniert es.
Andi
00:36:51
Aber du bist irgendwie nicht angetreten, um schnell reich zu werden. Da wird nicht verdacht. Was treibt dich an? Was ist dein Antrieb?
Nadina
00:37:01
Ich glaube, ich bin unglaublich gern einerseits Unternehmerin. Ich weiß nicht, ist es witziger bei mir, ich komme trotzdem aus einer sehr traditionellen, also, meine Familie, ich komme aus einer Arbeiterfamilie, also da war jetzt das Thema, Selbstständigkeit nie da und auch die Tatsache, wie ich Weihnachten verkündet habe, dass ich meinen Job kündige, was er mal als erste Weihnachten meiner Eltern versaut hat. Das Jahr drauf, er hat dann aber gesagt, ich mache mich selbstständig mit einem veganen das Food-Startup, das war ganz schlimm. Das war der nächste Schlag. Aber für meinen Dad war dann das Allerschlimmste, dass es meinen Leberkäs betrifft, den ich da schände, wenn ich das so hart formulieren darf. Ich glaube, hätte ich gesagt, ich mache ein Patty, wäre es gar kein Problem gewesen. Aber er war dann auch so, dass er gesagt hat, du kannst wie gesagt nicht das österreichische Kulturkulte, was werden da alle anderen sagen. Also das heißt, die Bereitschaft, dass ich diesen Schritt überhaupt in diese Unsicherheit mache, war mal eher von Anfang an jetzt schwierig, würde ich sagen. Auch heute, wenn ich der Mama teilweise, ich telefoniere, meine Mama ist in Salzburg, ich komme ja auf dem Dialekt, hätte ich das wie in, und wir telefonieren sehr oft, und heute, wenn ich viel von meinem Alltag erzähle, sagt es, Nadine, warum kannst du nicht einfach zurückgehen, du hast doch mal so gut verdient, und du hast das so einfach gehabt, und du hast Urlaube gehabt. Und es ist halt einfach ganz ein anderes, ganz anderes Leben, aber mir würde halt immer geraten werden, dass das Sichere natürlich die Anstellung ist. Und ich bin halt immer so der Meinung, das Sichere ist halt für mich die Selbstständigkeit. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich gestalte ja meinen Alltag, ich triff Entscheidungen, welche Produkte ich weiterverfolge, welche nicht, welche Kunden ich will, wo ich weiter hingehe, jetzt das Thema, ich mache jetzt Keynotes, ich mache Vorträge, mein Workshops habe ich vorher schon gemacht, also Coachings, Coachings, nein Coachings darf ich nicht sagen, Trainings, weil ich habe keine Coachausbildung, ich bin klassische Beraterin, ja, ja, das habe ich gern, nein, aber ich mache es eher als operativ, also es wird eher bei den Trainings bleiben, aber ich versuche einfach dann, aus dem was ich kann halt, Ja, mehr zu machen, aber halt auch diese Flexibilität, was zu machen.
Andi
00:38:53
Podcast machst du auch übrigens.
Nadina
00:38:54
Podcast mache ich auch, ja, mit der Wienerin gemeinsam. Aber das sind lauter Sachen, die halt alles schöne Sachen sind, oder? Und ja, ich meine, wenn du jetzt hergehst und sagst, zu ehrlich, muss es sein. Ich will beim Podcast ein Interview geben zum Thema, du machst Millionen Umsätze und zahlst dir selber kein Gehalt aus. Das ist halt so, dieses Leben am Anfang, wenn du ein eigenes Unternehmen anfängst. Ich meine, wenn du schnell reich werden willst. Ich weiß nicht, ich bin jetzt klassisch gebootstrapped, in einem Startup heißt es, ich bin aus einem Einkaufen, also ich finanziere mich aus meinem wirklichen Geld, das ich einnehme, was nicht typisch ist. Vor Jahren war das also irgendwie, die das nicht geschaffen, machen Bootstrapping. Ich hätte es aber geschafft und ich hätte meine Investoren gehabt und ich hätte mich sicher in einem mehr gemachtes Nest sitzen können. Aber ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass ich mit Investoren gesprochen habe, die dann sagen, ja, und dann machen wir ein ungustlos Fleisch. Da habe ich mir gedacht, na, sicher nicht. Aber wenn die 26 Prozent haben, dann mache ich ein ungustlos Fleisch. Und dann arbeite ich für das Falsche. Und dann habe ich gedacht, nein, Nadina, du bleibst bei dem. Was deine Vorstellung ist, was deine Vision ist. Und wenn ich mich in Anführungszeichen ausbeute, dann beute ich mich genau für das ein, wo ich dahinter stehe. Und wo ich am Ende des Tages auch Veränderungen sehe. Und ich sehe einfach, wenn ich mir jetzt mein Produktsortiment anschaue, die österreichisches Essen fokussiert. Dass jeder, der irgendwo vielleicht, du sagst jetzt Schweinsbraten, haben wir leider noch nicht geschafft, aber jetzt haben wir ein Gefühl, die Kolben ist okay. Aber für die Kalbsbrust wird es Weihnachten, da kommt ein Gansl, ein Karpfen, das ist das, was die Österreicherin und der Österreicher will. Und das landet bei uns am Esstisch, seien wir uns ehrlich. Und wenn du deine Enkel, deine Familie irgendwann zu Ost hast, dann möchtest du das auch für dich in Pflanzlisch. Und dann probierst du es vielleicht auch. Und dann wird es vielleicht das nächste Jahr ein zweites Gansl oder ein drittes dazu geben. Ich glaube einfach, dass da die Veränderung stattfindet und du kannst nicht hergehen und sagen. Das war der Unterschied, weil die Pflanzerei war am Anfang einmal ganz kurz als Verein angedacht, weil ich mir dachte, es reicht, wenn ich Produzenten finde, wenn ich mit, also eher wie das Landschaft Leben war, noch halt Richtung vegan. Und dann habe ich gemerkt, nein, du brauchst den Proof of Concept, dass das funktioniert. Ich kann nicht davon reden, dass ein Metzger das machen wird, wenn ich nicht alle angerufen habe. Und somit bin ich dann sehr schnell in die, halt auch selber in die Produktentwicklung, selber in die Produktion und halt auch in dieses Aktive funktioniert das auch, was ich so gegangen, Und so bin ich da halt irgendwie reingerutscht, aber ich glaube, also ich komme mir mein Leben, ich weiß es nicht, ich glaube, ich streue ja nicht aus, dass ich unsfrieden bin oder schon. Streue, ich habe, glaube ich, man hat jetzt nicht den Eindruck, dass ich da sitze und hohe für den Elend und mir denke, wie komme ich aus dem aus? Sie stellen mir die Frage irgendwie gar nicht. Ich muss ja ehrlich sagen, ich tue mir da ganz schwer. Ich weiß es gar nicht, ich komme mir mein Leben anders nicht, ich weiß es nicht. Könnt ihr euch ein Leben anders vorstellen, oder? Oder weiß ich nicht.
Andi
00:41:37
Gar nicht. Und deswegen, weil du gesagt hast, Anstellung ist sicher, also wenn man heute nur die Medien ein bisschen konsumiert, dann liest man, hört man, sieht man jeden Tag irgendwo eine Firma, die zusperren muss und daran erkennt man, eine Anstellung ist auch nicht sicher.
Nadina
00:41:53
Aber das war es vor Jahren. Aber ich habe halt so für mich das Gefühl, und ich glaube, da möchte ich gerne als Unternehmerin einen Beitrag leisten, ich habe dieses Glück gehabt, dass ich mich für das so begeistern kann. Ich habe das Glück gehabt, einerseits Donuts, einerseits muss ich weiter zurück, ich habe auch eine Ahnung, für Uni ist ja unterrichtet, in Marketing, in Kommunikation. Also das heißt, ich habe irgendwie so diese Theorie jahrelang gehabt, bis man die Praxis gefördert hat. Dann habe ich das Glück gehabt, dass ich zu NGOs gekommen bin. Wieder mit diesem, Leute, die für etwas brennen, Leute, die aus Überzeugung Dinge tun. Und dann habe ich das Glück gehabt, dass ich mein Thema gefunden habe. Ich meine, das musst du einmal schaffen, dass du auf deinem Lebensweg irgendwie dorthin kommst, wo du sagst, hey, und geil, ich will diesen Leberkäse. Ich will das wiederhaben. Ich meine, jetzt hänge ich es auf dem Leberkäse auf, Aber dass du siehst, hey, ich bin in einem Verein und merke gerade, es ist beim Schwein, wir nehmen die Leute mit, weil wir die Scheunenteure öffnen, wir zeigen, wie es gefüttert werden, wir zeigen, wie es geschlacht wird, wir zeigen dann, wie Schnitzel funktioniert. Aber ich werde jetzt vegan und kriege gar nichts mehr davon. Ich habe einfach gewusst, das ist eine Riesenlücke. Und ich habe gewusst, ich habe die Kompetenz, einerseits in der Kommunikation, aber ich habe die Kompetenz dann, in der Umsetzung, das zu machen und habe mir dann zutraut, ohne Ahnung von der Lebensmittelproduktion, ohne Ahnung von einem Netzwerk in diese Welt und hat mir zutraut, das mache ich jetzt. Und ich glaube, dieses Brenner, wenn du da ein bisschen einen Beitrag leisten kannst, dass andere sich... Dahin entwickeln. Weil ich meine, wenn ich als Angestellter, viele werden vielleicht einfach arbeiten, um zu arbeiten, weil sie vielleicht das noch nicht gefunden haben, oder? Und wie so das Glück bei euch ja auch, oder? Dieses Glück, wenn du hast, das zu finden, wo du aufstehst und du denkst, hey, geil, ich will genau das. Und heute wieder, keine Ahnung, von einer Schuljahr-Anfrage, die wollen, dass ich mit ihnen den Weg des Schnitzels, das ist so ein Workshop-Konzept für achtjährige Kinder, das ich mache. Und dann darfst du das wieder machen und du freust dich drauf. Ich meine, da stelle ich nicht zuerst die Frage, ist das jetzt der und der Betrag, den ich verdiene? Ja, es muss sich ausgehen, natürlich muss es sich ausgehen, du kannst nicht als Liebhaberei lauter Dinge machen, aber am Ende, am Anfang des Tages stelle ich mir nicht die Frage, sondern taugt mir das, was ich mache? Und ich glaube, das musst du einmal finden, oder? Wir haben ein Glück alle miteinander, ihr genauso wie ich, weil ihr sitzt auch sehr zufrieden da, oder? Oder überzeugt von dem, was ihr tut. Und du musst einmal finden, für was du aufstehst und brennst, oder? Das ist nicht selbstverständlich. Ich höre so oft, ja, ich möchte mich auch selbstständig machen, aber ich weiß nicht mit was. Und dann denke ich mir immer, du bist total arm. Du bist wirklich arm. Weil ich bin auch so da gesessen vor sechs, sieben Jahren. Und dann war die Initialzündung. Weißt du, was ich meine?
Elisabeth
00:44:23
Also unsere Erfahrung ist eher, dass man das durchaus auch wechseln kann, für was man brennt. Und das können mehrere Dinge im Leben sein, so wie es bei dir. Also die Pflanzerei ist das eine, aber dieses Speaking und so weiter ist das andere. Das ist einfach ein Weg, der sich entwickeln darf. Aber man muss es einmal tun.
Nadina
00:44:39
Aber das Thema ist immer, wenn du mir jetzt hier gestern sagst, ich würde jetzt über Eiskunstlauf reden, da wäre jetzt gar nichts.
Andi
00:44:44
Wer weiß, Martina, du willst wen kennenlernst, der Weltmeister im Weißkunstlauf ist,
Nadina
00:44:52
Second Career. Ja, wir wären verraschend worden. Aber du hast schon recht, sicher ist der Weg, aber es ist trotzdem irgendwas, wo du sagst, was du das Bedürfnis hast, gesellschaftlich. Der eine entscheidet sich vielleicht für Kinder und den Weg, der andere entscheidet sich halt für ein Unternehmerleben, wo es halt vielleicht um was anderes geht. Ich glaube, es darf alles sein, aber das zu finden. Also für mich war das größte Glück.
Andi
00:45:20
Was mir noch ein bisschen unter den Nägeln brennt, du hast es eh schon gesagt, du hast ein heikles Thema, wie viele Bauernhöfe, Landwirte in Österreich pro Tag dicht machen. Bringt man mit pflanzlicher Ernährung die Landwirtschaft um oder das traditionelle Handwerk, in dem Fall die Metzger, das hängt ja alles ein bisschen zusammen. Wie steht sich das für die da? Kann das eine mit dem anderen existieren? Können wir voneinander profitieren? Können wir Traditionen leben und trotzdem die pflanzliche Ernährung irgendwie voranbringen?
Nadina
00:45:48
Ich sehe zwei Punkte da. Das eine ist, ich habe das Gefühl, wir arbeiten da gegen uns selber. Das ist auch mehr so. Und ich weiß noch, wie ich angefangen habe, wie gesagt, mit der Pflanzerei. Und dann habe ich bei der Landwirtschaftskammer, beim Bauanbund angerufen. Ich sage jetzt nicht, dass sie haben aufgelegt. Es wurde aufgelegt und ich wurde dann ins Pflanzenschutzministerium irgendwo nach Österreich verwiesen, wo mir keiner helfen hat können. Also einerseits, uns muss schon klar sein, dass wenn wir etwas verändern wollen, wir es von oben runter verändern müssen. Wir müssen es in die ganzen Strukturen einbringen und dann erst in den Kopf von den Leuten. Das wird einmal ein Bauer, wenn er nicht weiß, wie er Erbsen anbaut, wird nicht Erbsen anbauen keiner. Und ich kann es ihm nicht sagen, auch wenn er mich fünfmal anruft. Da muss er dann leider Gottes bei einer Landwirtschaftskammer die Information kriegen. Oder es muss ein Verein geben, der sich genau mit dem auseinandersetzt. Also wir brauchen Rahmenbedingungen im System, um das zu verändern. Und auf der anderen Seite, schaut es einmal, im Winter, wo, wir als Tourismusregion, wo es von aller Welt zu uns Skifahren kommen, auf der Hütte sitzen, da Schnitzel essen und wir es nicht schaffen, ein österreichisches Schnitzel dort zu haben, das als Pflanzen ist. Wenn Leute herkommen, die unser Essen so gut finden, warum schaffen wir es nicht an diesen Stellen, auch stolz auf das pflanzliche Fleisch zu sein, das wir in Österreich produzieren können? Wir können nicht billig produzieren. Der Gustl ist ein realer Preis für einen Leberkäse, der hochwertig produziert wird aus guten Zutaten. Und ein gutes Produkt ist. Das ist der Beweis, dass es das gibt. Aber wenn ich dann hergehe und ich komme dort nirgends in diese Stöhne rein, weil sie nehmen nur billigstes Produkt. Beim Schweinschnitzel schreiben sie auch viel. Das Schwein wurde mit Regenwaldsoja gefurdert, was in Wirklichkeit war. Das werden sie nicht draufschreiben, aber sie schreiben österreichisches Schwein. Das schreiben sie drauf und dann ist das Teller groß und das ist klasse und das ist ihr Erlebnis. Und dann haben sie so eine Industrie pflanzliche Schnitzel von irgendwoher um 50 gesehen, die meinen, wen interessiert denn sowas? Auf der anderen Seite gab es uns tellergroße Schnitzeln, Hand gemacht, richtig gut. Da kann ich eine Kultur übertragen. Das funktioniert. Aber nicht mit einem kleinen Industrie-Schnitzel um 50 Cent und da verlange ich noch 17 Euro dafür. Das heißt, ich muss einmal den Wertmaß auch wirklich beim Pflanzlichen dort anlegen, wo das Tierische ist. Und dann muss ich diese Kultur wirklich auch pflanzlich leben. Weil dann wird es Produzenten geben, die hergehen und sagen, dann baue ich halt die Erbse auch noch an und dann baue ich halt noch zusätzliche Hülsenfrucht an aktuell. Und das ist jetzt nochmal der dritte Punkt, ist halt auch, wir haben, gerade bei Dona-Soja, wir sind Vorreiter beim Soja-Anbau, als Beispiel. Wir haben in Österreich Spitzenerträge, 50% vom gesamten Soja geht sogar wirklich zum Endkunden im Tofu-Immels-Geschäft, zur Sojamilch, was auch immer. Und was passiert. Unser Landwirtschaftskammer basht Soja, wo wir Vorreiter sind. Wir sind in der EU damals, wie es die Eiweißstrategie in Europa gemacht hat, in der EU, sind zu uns gekommen und haben sich angeschaut, wie wir es in Österreich machen. Weil wir es schaffen, dass wir geschlossene Kreisläufe, das heißt, der Bauer baut es an, fudert es die Viecher, verarbeitet es. Das ist ein wunderbarer Kreislauf. Und dann bashen wir selber, was wir können. Und da verstehe ich uns nicht. Das verstehe ich nicht. Also wir müssen systemisch schon mal wirklich schauen, dass mir die Landwirte die Umstellung ermöglichen oder halt überhaupt zu verstehen, was sie brauchen. Da reden wir noch gar nicht von Umstellung. Stolz sei auf die Esskultur, die ich pflanzlich erweitere. Und der dritte Punkt ist halt einfach nicht das Bäschen. Das funktioniert nicht. Es ist nicht das, wir diskutieren, ihr kennt ja diese Diskussionen, Soja, Milch und der Veganer ist für den Regenwald. Bitte schaut euch an, wo das arme österreichische Schwein das Soja herkriegt. Und wie viel Ackerflächen, wie viel Soja, wie viel Ackerflächen fürs Tier drauf geht. Das ist doch lächerlich, wenn da wir hergehen und sagen, diese 12 Gramm Soja in der Milch ist das Problem. Also da kriege ich die Krise. Und dann wird das aber noch kommuniziert und dann geht wirklich, das merkt man, Emotionalität bei denen, die man da wirklich die Krise kriegt.
Andi
00:49:43
Ich komme gar nicht nach, mit dem Runterpegeln.
Nadina
00:49:45
Und man sieht einen Social Media Post, wo echt verglichen wird, Kuhmilch mit irgendeiner Mandelmilch aus Kalifornien. Das ist die Kuhmilch so super. Nehmt halt Soja, nehmt halt Hafer, nehmt halt Wurscht was. Ist ja egal, wir haben das in Österreich. Und wir können stolz drauf sein. Und die Leute essen auch weiterhin weniger Fleisch. Das wird der Fall sein. Ja, so merkt es. Aber das ist die Antwort und da ist meine Position. Und ich habe nicht das Gefühl, dass wir da ausreichend stolz sind. Und da fehlt einfach was. Weil ich bin stolz auf meine, keine Ahnung, Kurmüch, ich bin stolz auf meine, Schnitzel, aber ich bin nicht stolz auf, schau dir an, die großen Gastronome in Österreich, Gott sei Dank dürfen wir mit dem Kaffee Landmann zusammenarbeiten, aber unser Mitbewerb, der für Schnitzel steht, für österreichische Schnitzel, hat kein österreichisches pflanzliches Schnitzel, sondern geht sogar außerhalb von der EU. Und da denke ich mir, für was steht man da, für was macht man das? Warum können die nicht mit uns arbeiten? Ich sehe vorst, ob ich bin. Es gibt ja zwei, drei andere Produzenten auch noch, die so wahnsinnig sind, dass sie das antunen in der Qualität. Warum kann man nicht stolz sein und in Fussabdruck mehr da reinkriegen? Der Preispunkt ist mir schon klar. Aber nur, wenn die größere Mengen haben, ändert sich natürlich auch der Preis in Anführungszeichen. Dann kann man halt nicht 100% Teller groß machen. Dann macht man es halt oval. Es gibt doch Kompromisse. Also das sehe ich ja nicht so. Also da gibt es ja Lösungen. Aber ich habe einfach systemisch nicht das Gefühl, dass da genug getan wird. Und ich habe halt auch nicht das Gefühl, dass wir selber stolz auf das sind. Und das ist... Meiner Meinung nach der Grund.
Elisabeth
00:51:12
Da hast du noch einiges vor.
Nadina
00:51:14
Wir. Ich bin da nicht allein. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich, aber man ist ein bisschen verloren. Aber heute ist die Vegan Mania und man trifft wieder ganz viele pflanzlich lebende Menschen, auch vegetarische und sehr viele Menschen, die offen sind für diesen Lebensmittel. Und dann weiß man auch wieder, für was man ist. Dass der Ort richtig ist, dass die Diskussion richtig ist und dass das machbar ist. Und wir sind Vorreiter auch trotzdem innerhalb von der EU. Das weiß man nicht mit unserem dreiprozentigen Vegan-Anteil. Wir haben viele Menschen, die ähnliche Ansichten haben. Also das muss man auch sagen, man ist nicht alleine. Schon gar nicht im siebten Bezirk in Wien, wo auf jeder Speisekarte 50% vegan ist. Da brauche ich nicht diskutieren.
Andi
00:51:52
Werbung. Du, Bauer, hast du schon gehört? Jetzt gibt es eine vegane Rieperl. Ja, natürlich, Schweinderl. Von der Pflanzerei, die sind richtig gut. Und da ist garantiert kein Schweinderl drin? Ja, natürlich nicht, Schweinderl. Aber wenn jetzt alle nur mehr vegane Ripper essen und da keine Schweinderl drin sind, wo gibt's denn da überhaupt noch Schweinderl? Am Lebenshof Sonnenweide im Mittelburgenland kannst glückliche Schweinderl mit einer Patenschaft jeden zweiten und letzten Sonntag im Monat besuchen. Findest alles auf www.hof-sonnenweide.at Ha, glückliche Schweinderl, das klingt schön. Geh Bauer, fährst du jetzt bitte mit mir hin? Ja natürlich, Schweinderl. Werbung Ende Ja, und umso wichtiger ist es, die Brücke zu schlagen zu Menschen, die sich nicht oder noch nicht vegan ernähren und eben diese Gräben endlich zuzuschütten und zu schauen, dass man nicht gegeneinander arbeitet. Und die Veganer und die Fleischesser, es ist doch scheißegal. Und wenn er sein Fleisch isst und halt einen Tag in der Woche oder zwei Tage in der Woche oder drei Tage in der Woche dann darauf verzichtet und bewusst für etwas Gutschmeckendes, Veganes, schrägstrich Pflanzliches entscheidet, dann sind wir auch schon am richtigen Weg. Aber diese Stigmatisierung, der ist Fleischesser, der ist ein Veganer, einfach diese Etiketten rauszukriegen, es ist doch völlig wurscht, wir sind alle Menschen und sollten schauen, dass wir den Planeten so erhalten, wie er ist oder eigentlich verbessern ein bisschen.
Nadina
00:53:21
Verbessern vielleicht sogar noch, was eine Nachhaltigkeitsdefinition vorhin ist, aber ich glaube halt, dass da viel zum tun ist, dass man da halt wirklich gemeinsam und du kannst nur einen Beitrag leisten mit dem, was du hast und ich glaube, man muss halt da wirklich nach außen kommunizieren, man muss, ich gebe trotzdem noch, ich bin bei sämtliche AMA-Veranstaltungen, nicht nur beim Pflanzenforum, sondern auch beim Tag des Fleisches. Man muss halt dort da sein. Ich kann jetzt nicht hergehen und sagen, es soll sich was ändern, aber ich rede nicht mit ihr. Das geht nicht. Ich kann auch nicht hergehen, vor ein paar Jahren so eine Art Dokumentation gemacht, wo ich mit einem Schweinebauer das Leben getauscht habe, in Anführungszeichen. Und heute, wenn wir uns sehen, ist es auch noch immer so, dass wir uns freuen. Und dann melden wir sie zum Geburtstag, dann melden wir sie zu Weihnachten, man kann eine Basis schaffen. Da hätte auch jeder geglaubt, das geht nicht, aber wir machen das. Natürlich geht es. Es muss beidseitiger Interesse da sein und dann geht es. Und das Witzige ist, wenn du dir meine Metzger anschaust, der zweite Metzger hat es da, weil die Enkelin schon wieder pflanzlich, zumindest vegetarisch und halt schon vegan ernährt. Die sind ja eher immer mehr in einem Umfeld, wo sie genau wissen, da teuren sie die Sachen auf. Also wir müssen ja nicht, wir müssen es ja nicht so, wie du sagst, gegeneinander sehen. Aber ich glaube, dass da vom System her halt einfach mehr... Es gibt jetzt Vereine, die halt schon bewusst auf dieses... Pflanzliche Eiweißgängern, als Multicrop, also nicht nur Soja, sondern halt auch wirklich alle anderen Bereiche, weil es braucht halt, Personen, die für das Ganze stängern und heute ja nicht, heute kann ich nicht für militante Veganerin wird sicher Leute überzeugen, funktioniert auch vielleicht für manche nach außen. Ich glaube, dass man sehr viel abschreckt damit, weil ich sie irgendwie nicht als militante Person, auch wenn ich zuerst so emotional reagiert habe, aber da habe ich ein bisschen Angst an meinem Schnitzel, beziehungsweise, dass man es einfach nicht schafft, unser Schnitzel nebenein, oder dass man nicht gemeinsam irgendwie diese Kultur weiterdenkt, aber das wirst du ja nach unten pegeln, hoffe ich mal. Aber ich glaube, man muss die Sache am Herzen liegen und du kannst nur Leute, mitnehmen, wenn du für was brennst und das mit bester Absicht halt auch machst, oder? Aber ich lebe auch in einem Fall, meine Eltern sind auch Fleischesser, meine Schwester, meine Freunde, also du bist ja in einer Welt, musst du gar nicht, musst du irgendwann auch nicht dogmatisch sein kannst.
Andi
00:55:32
Trotzdem, also jetzt das beste Beispiel im Zuge dieser Heukrise, das war der Grund, warum ich den Termin versemmelt habe, dringend der Heu gesucht und es hat sich von sich aus selber ein Landwirt, Metzger und Landwirt gemeldet, Schweinebauer, Rinderbauer, der uns angeboten hat, der würde uns sogar ein Hei schenken. Und der hat genau gewusst, was wir tun. Also es war nicht so, dass er ein Blaue gewesen wäre, der gewusst ist, ein Lebenshof, ein Gnadenhof und der hat gesagt, ja, ich finde das super, ich möchte euch unterstützen dabei. Also die Gräben gibt es auf menschlicher Ebene, gibt es es dann oft nicht. Und der Hintergrund war, dass Erwin kennt, den wir kennen. Und so einfach diese Verbindung da ist. Und wichtig ist, die Verbindungen zu schaffen. Das ist ganz wichtig.
Nadina
00:56:10
Das glaube ich auch. Und das heißt halt meistens aufeinander zuzgehen und nicht zuzmachen.
Elisabeth
00:56:14
Das ist aber schon auch bei mir, wo ich oft sehe, ein Appell an alle vegan lebenden Menschen, dass das da oft genau in diese Richtung geht, die bösen Viehbauern. Das ist es nicht. Also man kann etwas verurteilen, was jemand tut, aber nicht den Menschen dahinter. Und oft, also ich habe Reise gemacht mit meinem Esel, 700 Kilometer durch Österreich und habe ganz oft bei konventionellen Kurbauern übernachtet, Milchbauern, Und je mehr du rätst, desto mehr kommst du raus, du wirst eigentlich das Gleiche, das Tierleid reduzieren. Aber die äußeren Umstände hindern die oft daran. Und da habe ich mir auch schon gedacht, mein Gott, würden wir doch zusammenarbeiten und die Landwirtschaftskammer oder sonstige Behörden ins Boot holen, wir könnten so, so, so viel mehr erreichen. Also es sind beide Seiten, die ich da gerne in Haft nehmen würde, zusammenzuarbeiten und das zu sehen, was uns verbindet.
Nadina
00:57:11
Weil nur auf den Konsumenten immer abzuschieben und sagen, du hast die Verantwortung mit dem Griff zum Essen, das stimmt ja nicht. Wenn es gewisse Sachen nicht gibt, weil es nicht erlaubt sind, weil es besser kommuniziert werden müssen, dann würde sich das auch ändern. Aber solange ich das Thema einfach habe, dass ich es abschiebe und sage, der wird schon entscheiden und jetzt dann noch zusätzlich mit dieser ganzen Veränderung der Kennzeichnung, was nur viel schwieriger wird jetzt, jetzt wird man es überhaupt nicht mehr auskennen, als Konsument, also die Argumentation, dass man da Konsumententäuschung verhindern will, ist es ja genau das Gegenteil, was jetzt gerade passiert. Es gibt ja nicht einmal eine Studie dazu, die belegt, was da die Entscheidungsgrundlage war, eine Lobbyentscheidung. Das macht sich für den Konsumenten noch schwieriger jetzt. Also es wird nicht einfacher, die nächsten Jahre, da glaube ich, eine richtige Entscheidung zu treffen. Deswegen ist es so wichtig, dass die Unternehmen nicht nur an einem Produkt kommunizieren, sondern die Big Picture dahinter. Was ist das? Weil ist der nicht für einen Leberkäs? Ja, Aber ich stehe ja für eine pflanzliche Ernährung, die nicht dogmatisch ist, die keinen Zeigefinger hat, die österreichisches Essen nicht antragen will, die Tradition nicht antragen will, sondern ich will sie erhalten, ich will sie weiterdenken, ich will sie gemeinschaftlich. Also es geht. Und das muss die Geschichte sein. Und in dieser Vision treffe ich mich mit ganz vielen Produzenten. Und da ist dann auch vielleicht der eine oder andere Fleischproduzent dabei, die auch will. Also ich glaube, das ist es am Ende des Tages. Aber wenn du natürlich nur dein Produkt verkaufen willst, ist es halt ein bisschen, glaube ich, auch kurz gedacht für eine Veränderung. Und du wirst Probleme kriegen mit dieser Kennzeichnungsverordnung, jetzt wenn du nicht schon eine gewisse Marktposition hast. Also es wird noch schwieriger für jeden anderen.
Elisabeth
00:58:42
Der aufhören will. Was diese Kennzeichnungsverordnung ist?
Nadina
00:58:47
Das ist ein Begriff. Zum Beispiel Leberkäs wird es zukünftig nicht mehr geben, weil er nämlich nicht erlaubt ist. Also es gibt ja diesen Lebensmittel.
Elisabeth
00:58:52
Ah, das? Okay, meinst du das?
Nadina
00:58:54
Ja, es gibt diesen Kodex, wo drinsteht, wie Produkte ihr heißen dürfen, wie sie zusammengesetzt werden. Da ist ja schon viel reglementiert. Aber jetzt ist die nächste Regel, also ob es jetzt 100% umgesetzt wird, so wie es ich verstehe, passiert es. Und da geht es halt darum, dass du wirklich Begriffe nicht mehr verwenden darfst. Ripperl zum Beispiel, du darfst dann Leberkäse nicht mehr verwenden, aber du musst doch halt jetzt überlegen, wie das heißt oder wie du das beschreiben kannst. Und ich meine, deswegen auch diese Kluge, da muss ich echt sagen manchmal, weil ich das muss sagen, das war klug von mir am Anfang, dass man einfach eine gemeinsame Sprache, und das war eigentlich mehr, weil, was ich gemerkt habe bei meinen Metzger, war relativ schnell, dieses Wort vegan, das triggert. Also vegan triggert. Es gibt, also vegan, das ist Dogma. Das ist so viel Ideologie dahinter, das funktioniert in der Kommunikation nicht. Und wir haben von Anfang an, war das der Gustl. Und wenn ich ihn angehoffen habe, um 8 Uhr am Abend, weil ich in eine Bestellung gekommen bin, dann sagt er, du, der Gustl ist im Ofen. Dann sage ich, dann verpackst du meinen Gustl und dann bringst du ihn. Wir haben eine gemeinsame Sprache gehabt und dieses Gustl hat verbunden. Der Gustl ist der Österreicher. Gustl ist einer von uns. Genau wie der reiner Kreiner, Käsekreiner, Hittigons. Das sind Worte, die kannst du, die nimmst du. Wurscht, ob vegan oder nicht vegan. Und das war im Endeffekt ein großer Vorteil jetzt, dass wir sagen, wir haben unsere Vornamen. Die sind da für Produktkategorien. Kalikarpfen ist einmal Kalikarpfen. Die Frage ist, wie es das löst mit dieser Zweitbezeichnung. Also ich habe da noch wirklich, ich weiß, das ist ja wirklich ein wirtschaftlicher Schaden, der jetzt auf uns zukommt, weil was da an Arbeit einfach dahintersteckt. Jetzt 53 Produkte brauche ich nicht sagen, was das heißt. Und ich habe auch noch überhaupt keine Ahnung. Und das Ding ist, das kann da auch kein Experte sagen. Also ich habe ein Netzwerk an Leuten, die gut sind, die überhaupt nicht wissen, was wir jetzt machen sollen. Also du hängst da ein bisschen in der Luft. Du weißt nur, so wie du das machst, ist falsch. Es wird auch gestraft und du zahlst. Die Frage ist, was ist die Lösung? Okay. Also ich habe eine Antwort auf deine Frage, weil ich weiß noch, dass Begriffe verboten sind, weil sie eben der Täuschung, weil wir ja alle täuschen. Also ein Vegan reicht nicht aus als Bezeichnung, ein 100% pflanzlich reicht nicht aus. Ich weiß nicht, das Label reicht nicht aus. Ich weiß jetzt nicht, wo es ausreicht.
Elisabeth
01:01:00
Das, was mich noch interessieren wird jetzt, vielleicht wieder zu den Fakten zurück. Der Gustl und Co. Gustl und die Gang. Und die Gang ist jetzt ein Einzelkonsumenten über die Homepage. Du hast eh schon gesagt, Gastronomie bist drinnen, Lebensmittel, Einzelhandel. Kannst du ein bisschen Zahlen, Prozentzahlen sagen, was wohin geht. Ganz sicher.
Nadina
01:01:29
Also das war immer ganz wichtig, weil mir ist eine Sache am Anfang gesagt worden, was nicht geht, das ist, dass du deine Fixkosten über einen Onlineshop tragst. Das ist mir am Anfang erklärt worden, ist nicht möglich. Kein Onlineshop finanziert sich selber und schon gar nicht so ein kleiner wie meiner ist und schon gar nicht mit meiner Kompetenz, was dieses Thema betrifft. Also ich muss sagen, für uns ist die größte Nachfrage eigentlich über einen Onlineshop. Warum das? Weil wir einfach nach Deutschland liefern, nach Österreich liefern und 40% Richtung Deutschland gängen. Also das ist einfach eine Tatsache. Obwohl wir gar keine Werbung dort schalten. Also das ist einfach, wir sind bei drei, vier Verkaufsstöhen, bei diesen veganen Fleischereien. Und natürlich bei Veranstaltungen, zweimal beim Oktoberfest, ich darf das Wort nicht sagen, also bei diesem Fest, wo viele Menschen sich treffen in Bayern und alkoholische Getränke trinken. Genau, und durch das, glaube ich, sind wir einfach breiter kommuniziert worden. Das heißt, wo du das Gesamtsortiment kriegst, ist bei uns im Onlineshop. Von Anfang an eigentlich. Das heißt, wenn du jetzt auch beim Biller Pflanzilla beispielsweise bist, sind 17 Produkte von uns, aber nicht das Gesamtsortiment. Da zum Beispiel haben wir jetzt einen Gefrierschrank. Wir sind bei Feinkostpartner, wie es mir ran ist, wir sind aber bei Gurkerl, wir sind bei Alfü, also wir sind eher in der Feinkostnische. Wir waren auch beim Brokob. Das heißt, jeder Delikatessen, ein bisschen in die Delikatessen richtet, da sind wir die richtigen Ansprechpartner. Warum das so ist, also wir haben zuerst davon geredet, dass die Produkte händisch gemacht werden, sie werden aber händisch verpackt. Das heißt, wir haben einen riesen Kostenfaktor. Ihr müsst euch vorstellen, dieser Leberkäse ist fertig, dann muss der geschnieden werden, dann muss der in ein Sackl gegeben werden, da muss dieses Sackl händisch angewischt werden, da muss dieses Sackl einzeln in diese. Verpackungsmaschine, da muss das nach unten, da muss das Etikett auf, allein dieser Zöhn dauert schon, und dann muss noch wieder ein Schinzel, also das ist der MHD drauf. Das heißt, dieser gesamte Schritt hat einfach einen riesen Kostenfaktor bei der Verpackung. Es ist einfach eine Tatsache, das keiner sieht, aber das gemacht werden muss. Das heißt, das macht er mitunter einen Preis teurer. Und darum macht es für uns halt auch Richtung Feinkostpartner, das heißt, wo man kartonweise halt wirklich hergekommen kann, sie tun sich selber aus, wir tun sie in einen Karton oder man geht Richtung Gastronomie, wo wir kartonweise das Ganze liefern können, ist für uns natürlich viel, viel einfacher. Deswegen ist der Bereich für uns halt immer interessanter geworden, nämlich die Gastronomie. Genau. Anfänglich war es auch so, dass wir sehr stark bei Events waren, selber auch. Das habe ich aufhören müssen, weil ich es einfach nicht... Ich komme nicht aus der Gastronomie, ich kann es nicht. Es wird, heute habe ich wieder drauf gedacht, schon mal überlegen, ich bin schon beim Überlegen, wann ich es irgendwie hinkriege, dass wir unser Pop-Up-Konzept umsetzen, dass wir selber einmal wirklich einen ersten physischen Store haben. Das wäre schon etwas, was ich sehe, aber aktuell, wenn ich mir anschaue, wie die Gastronomie gebeutelt wird, ist das ein Vorhaben, wo ich mich noch nicht ganz drüber traue. Aber es ist zumindest irgendwas, wo ich ab und zu in der Nacht aufwache und mir denke, Martina, das wäre nett. Also es wird irgendwann kommen, bin ich mir 100% sicher. Aber das heißt, wir haben die Direktvermarkter, wir haben die Gastronomie und wir haben den Handel Richtung Feinkostpartner. Was wir nicht haben, sind Supermärkte, einfach aus dem Grund, weil ich. Den Preisdruck nicht standhalten kann. Der Preisdruck würde am Endeffekt heißen, dass meine Produzenten nicht funktionieren und ich weiß nicht, ob ich die Industrie brauche. Ich glaube, das ist eine Verwässerung der Marken, wo man lieber small is beautiful und solange das geht, möchte ich das so machen. Aber wie gesagt, alles, was halt minus diesem riesen Verpackungsaufwandsbereich ist, ist natürlich auch vorteilhaft für uns. Ich habe da überlegt, dass ich mit Kooperativen halt zusammenarbeiten möchte, weil die Teilen, das ist nicht untereinander unter. Das wäre spannend gewesen noch. Ich glaube, den Schritt habe ich nicht gemacht. Dürfte irgendwie wahrscheinlich bei mir bedingungen auf einer Listen stehen. Leider zwei Minuten. Das wäre auch noch spannend gewesen, weil wie gesagt, die teilen sich auch selber auf. Wäre auch sehr viel einfacher. Aber wie gesagt, sehr, sehr breit. Sehr, sehr breit aufgestellt, ja. Ja, aber eigentlich, wie gesagt, der wichtigste Bereich ist diese Unabhängigkeit, wenn alles wegbricht, dass wir einfach selber liefern können und halt auch selber halt in Wien kannst du es bei uns abholen. Das muss man dazu sagen. Genau, das ist das Wichtigste. Genau. Es ist aber nicht von euch, dass dieser Kommerz meine kurze Erwerbung einschaut. Ich hätte gar nichts erzählt, nämlich davon. Aber vielen Dank. Also ja, über einen Onlineshop der Platzerei kann man unser Gesamtsortiment in unterschiedliche Größen kaufen.
Andi
01:05:37
Der Standardsatz, wir packen den Link in die Schulnotes. Danke.
Nadina
01:05:43
Danke.
Andi
01:05:45
Gibt es noch irgendwas, was wir dir jetzt nicht gefragt haben, was unbedingt noch rein muss, was dir wichtig ist zu kommunizieren?
Nadina
01:05:50
Ich glaube, ich rede so schnell und die Antwort so lange. Ich hätte wahrscheinlich manche Sachen nicht sagen sollen. Ich werde wahrscheinlich jetzt, wenn ich mir das auch den anderen einen Rüffel kriege. Meine Mama sagt immer, 70 Prozent von dem, was du sagst, reichert manchmal auch aus. Aber ich sage immer, du kannst nichts ändern, wenn du die nur zurücknimmst. Also ich weiß nicht, ich finde, es war für mich ein sehr schönes Gespräch mit euch und ja, ich finde, ihr macht so einen großartigen Job und ich freue mich vorher, ich sehe es als Auszeichnung eigentlich, dass ihr mich gefragt habt. Also ich kenne euren Podcast auch und ich weiß, was ihr für Leute einlädt. Also glaube ich, das ist für mich jetzt irgendwie eine kleine Bestätigung, dass das, was ich mache, dann schon auch in den richtigen Ohren oder die richtigen Menschen erreicht und ja, geh jetzt zu Vegan Mania und freu mich. Wofür kommt es auch mit? Oder ihr schaut es auch aus?
Andi
01:06:39
Wir schaffen es nicht zeitlich. Wir dürfen jetzt gleich wieder zu unseren Tierchen nach Hause flitzen. Schauen wir mal. Du kennst unseren Podcast. Hast du ein Lied für die Playlist, das du gerne raufpacken möchtest? Bist musikaffin.
Nadina
01:06:52
Ich höre jetzt gerade, was höre ich denn jetzt gerade? Paolo Nuttini.
Andi
01:06:57
Oh, Paolo Nuttini.
Nadina
01:06:59
Ja, aber darfst du die Musik aufbocken?
Andi
01:07:02
Es geht nur auf die Playlist. Das heißt, man kann es auf Spotify dann anklicken und hören.
Nadina
01:07:06
Ich glaube, put your shoes on.
Andi
01:07:07
Put your shoes on.
Nadina
01:07:08
Ja, wenn man es aussuchen darf.
Andi
01:07:11
Ich bin jetzt ganz unkreativ. Passend zum Thema Pflanzerei, Fleisch, from Meatloaf, irgendwas. Ich glaube, da kennt man eh nur ein, oder? Das ist, I would do anything for you. Sonst kann ich von dem nichts.
Nadina
01:07:24
Eigentlich hätte ich sagen müssen, Austropop jetzt. Das musst du recht. Kannst du auch noch sagen. Dann hätte ich gehört, I am from Austria eigentlich. Echt? Das haben wir noch nicht drauf. Dann hätte ich gerne was Klassisches, weil ich meine Pästose oder pflanzliche Leverkäsbester Hibas mit euch jetzt.
Andi
01:07:40
Zukünftig wird der Gustl mit I'm from Austria verbunden sein.
Nadina
01:07:44
Ich habe ein Business-Tor. Schön war es, ja.
Andi
01:07:50
Cool, vielen herzlichen Dank, liebe Nadina.
Nadina
01:07:52
Danke allen.

Feedback geben

Dir gefällt der Podcast und Du möchtest das mal loswerden? Du hast Tipps für neue Themen oder magst über den Inhalt bestimmter Folgen diskutieren? Dann schreibe uns eine Nachricht. Vielen Dank für Dein Feedback!

Mit einem Klick auf "Nachricht absenden" erklärst Du Dich damit einverstanden, dass wir Deine Daten zum Zwecke der Beantwortung Deiner Anfrage verarbeiten dürfen. Die Verarbeitung und der Versand Deiner Anfrage an uns erfolgt über den Server unseres Podcast-Hosters LetsCast.fm. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt. Hier kannst Du die Datenschutzerklärung & Widerrufshinweise einsehen.

★★★★★

Gefällt Dir die Show?
Bewerte sie jetzt auf Apple Podcasts