MoinSeHn

Sascha Lang, Jürgen Trinkus
Since 09/2022 46 Episoden

MoinSeHn Ausgabe August 2026

Das Audiomagazin des BSVSH

15.08.2026 62 min Sascha Lang, Jürgen Trinkus und Maura Rafelt

Zusammenfassung & Show Notes

MoinSeHn Ausgabe August 2026
 
Das Audiomagazin des BSVSH
 
Nach einer kleinen Sommerpause ist „MoinSeHn“, das Audiomagazin des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein, mit vielen Neuigkeiten zurück.
 Jürgen Trinkus eröffnet die August-Ausgabe mit Gedanken über unsere Zeit, die immer schneller zu vergehen scheint, während notwendige Veränderungen häufig Geduld verlangen.
 Er zeigt, wie viel Ausdauer, Kraft und oft unsichtbare Arbeit erforderlich sind, um innerhalb eines Vereins wirklich etwas zu bewegen.
 Ein sichtbares Ergebnis dieser Arbeit ist der bevorstehende Umzug der BSVSH-Geschäftsstelle von der Memelstraße 4 in die Memelstraße 6 in Lübeck.
 Geschäftsführer Martin Galeano erklärt, warum die neuen Räume barrierefreier, moderner und für Beratungen, Schulungen sowie ehrenamtliche Veranstaltungen deutlich besser geeignet sind.
 Der Umzug ist für den 9. November 2026 geplant und bildet zugleich den ersten Schritt auf dem Weg zu einem möglichen „Haus der Inklusion am Tremser Teich“.
 Langfristig könnten in dem Gebäude auch barrierefreie Wohnungen entstehen und Wohnen, Arbeiten, Beratung und Begegnung miteinander verbunden werden.
 Neues gibt es ebenfalls aus dem Haus am Tremser Teich, dessen Leitung Silvia Fengler am 1. April 2026 übernommen hat.
 Mit Maura Rafelt bekommt „MoinSeHn“ zudem eine neue weibliche Stimme, die künftig regelmäßig Beiträge präsentiert.
 Sie erklärt, warum Spenden für die Projekte des BSVSH unverzichtbar sind und wie der Verein jetzt auch online unterstützt werden kann.
 Besonders lohnt sich eine Spende am Wir-Wunder-Tag am 15. September, weil die Sparkassen in Schleswig-Holstein Einzelspenden bis 100 Euro verdoppeln.
 Jürgen Trinkus nimmt uns anschließend mit zum DBSV-Verbandstag nach Berlin, auf dem ein neues Präsidium gewählt und wichtige politische Zukunftsfragen diskutiert wurden.
 Im Mittelpunkt standen unter anderem Künstliche Intelligenz, die Zukunft der Hörbuch-CD, Mitgliedergewinnung und die Weiterentwicklung der Selbsthilfe bis 2030.
 Die Ausgabe stellt außerdem ein neues System mit kontrastreichen, tastbaren und wiederverwendbaren Wahlkarten für barrierefreie geheime Abstimmungen vor.
 Aus der Regionalgruppe Südost hören wir vom neu gewählten Leitungsteam sowie von den sportlichen Erfolgen blinder und sehbehinderter Keglerinnen und Kegler.
 Ein Besuch im Kommunalen Kino Lübeck zeigt, wie Audiodeskription und die App AD-Uri auch Kurzfilme für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich machen.
 Beim Sandskulpturen-Workshop in Travemünde entstehen beeindruckende Kunstwerke nicht über den Blick, sondern durch Berührung, Vorstellungskraft und Fingerspitzengefühl.
 Ein weiterer Beitrag macht deutlich, welche Gefahr achtlos abgestellte E-Roller darstellen, und fordert Kommunen auf, Fußwege konsequent freizuhalten.
 Der Hörbuchtipp über Heikedine Körting, die „Königin der Hörspiele“, verbindet Lübeck, Gut Hasselburg und den Kieler Sprecher Axel Milberg miteinander.
 Zum Abschluss gibt es Veranstaltungstipps für ganz Schleswig-Holstein und die Einladung zur BSVSH-Mitgliederversammlung am 19. September 2026 in Rendsburg.
Weitergehts auf unserer Webseite unter:
Kontakt zu uns:


Nach einer kleinen Sommerpause ist „MoinSeHn“, das Audiomagazin des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein, mit vielen Neuigkeiten zurück.
 Jürgen Trinkus eröffnet die August-Ausgabe mit Gedanken über unsere Zeit, die immer schneller zu vergehen scheint, während notwendige Veränderungen häufig Geduld verlangen.
 Er zeigt, wie viel Ausdauer, Kraft und oft unsichtbare Arbeit erforderlich sind, um innerhalb eines Vereins wirklich etwas zu bewegen.
 Ein sichtbares Ergebnis dieser Arbeit ist der bevorstehende Umzug der BSVSH-Geschäftsstelle von der Memelstraße 4 in die Memelstraße 6 in Lübeck.
 Geschäftsführer Martin Galeano erklärt, warum die neuen Räume barrierefreier, moderner und für Beratungen, Schulungen sowie ehrenamtliche Veranstaltungen deutlich besser geeignet sind.
 Der Umzug ist für den 9. November 2026 geplant und bildet zugleich den ersten Schritt auf dem Weg zu einem möglichen „Haus der Inklusion am Tremser Teich“.
 Langfristig könnten in dem Gebäude auch barrierefreie Wohnungen entstehen und Wohnen, Arbeiten, Beratung und Begegnung miteinander verbunden werden.
 Neues gibt es ebenfalls aus dem Haus am Tremser Teich, dessen Leitung Silvia Fengler am 1. April 2026 übernommen hat.
 Mit Maura Rafelt bekommt „MoinSeHn“ zudem eine neue weibliche Stimme, die künftig regelmäßig Beiträge präsentiert.
 Sie erklärt, warum Spenden für die Projekte des BSVSH unverzichtbar sind und wie der Verein jetzt auch online unterstützt werden kann.
 Besonders lohnt sich eine Spende am Wir-Wunder-Tag am 15. September, weil die Sparkassen in Schleswig-Holstein Einzelspenden bis 100 Euro verdoppeln.
 Jürgen Trinkus nimmt uns anschließend mit zum DBSV-Verbandstag nach Berlin, auf dem ein neues Präsidium gewählt und wichtige politische Zukunftsfragen diskutiert wurden.
 Im Mittelpunkt standen unter anderem Künstliche Intelligenz, die Zukunft der Hörbuch-CD, Mitgliedergewinnung und die Weiterentwicklung der Selbsthilfe bis 2030.
 Die Ausgabe stellt außerdem ein neues System mit kontrastreichen, tastbaren und wiederverwendbaren Wahlkarten für barrierefreie geheime Abstimmungen vor.
 Aus der Regionalgruppe Südost hören wir vom neu gewählten Leitungsteam sowie von den sportlichen Erfolgen blinder und sehbehinderter Keglerinnen und Kegler.
 Ein Besuch im Kommunalen Kino Lübeck zeigt, wie Audiodeskription und die App AD-Uri auch Kurzfilme für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich machen.
 Beim Sandskulpturen-Workshop in Travemünde entstehen beeindruckende Kunstwerke nicht über den Blick, sondern durch Berührung, Vorstellungskraft und Fingerspitzengefühl.
 Ein weiterer Beitrag macht deutlich, welche Gefahr achtlos abgestellte E-Roller darstellen, und fordert Kommunen auf, Fußwege konsequent freizuhalten.
 Der Hörbuchtipp über Heikedine Körting, die „Königin der Hörspiele“, verbindet Lübeck, Gut Hasselburg und den Kieler Sprecher Axel Milberg miteinander.
 Zum Abschluss gibt es Veranstaltungstipps für ganz Schleswig-Holstein und die Einladung zur BSVSH-Mitgliederversammlung am 19. September 2026 in Rendsburg.
Weitergehts auf unserer Webseite unter:
Kontakt zu uns:
 
#MoinSeHn #BSVSH #Buch21 #Blindheit #Sehbehinderung #Barrierefreiheit #Selbsthilfe #Inklusion #SchleswigHolstein #HausDerInklusion #Audiodeskription #BarrierefreiesKino #DBSV #Ehrenamt #Teilhabe #ERoller #Sandskulpturen #Hörbuchtipp #WirWunder #GemeinsamStark
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Transkript

Moin Sehn. Moin Sehn. Moin Sehn. Moin Sehn. Moin Sehn. Das Audiomagazin des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein, BSVSH. Es ist August 2026, Ausgabe von Moinsen, dem Podcast des Blinden und Zivilenvereins Schleswig-Holstein und dem Buch 21, dem Audiomagazin, was Sie ja Ende August oder Anfang September auf eurer CD oder eventuell auch in der App finden in der dbsv-info. Mein Name ist Sascha Lang, ich bin euer Moderator für diese Ausgabe. Wir hatten eine kleine Sommerpause, die wir natürlich genutzt haben, um uns nochmal neu zu überdenken, um zu gucken, welche Themen spannend sind und um unsere neue Kollegin sozusagen vom Sprechen zu überzeugen. Ihr habt sie gehört in einer der letzten Ausgaben, unsere neue Marketing-Mitarbeiterin Maura Rafelt. Sie hat uns schon ein Interview gegeben und jetzt haben sie sozusagen. Ja, ich nenne es mal ein bisschen ironisch, verhaftet. Und zwar ihre Stimme kommt in unser Magazin. Darauf freuen wir uns ganz besonders, Jürgen Trinkus und meine Wenigkeit, dass wir wieder weibliche Moderationsunterstützung haben. In dieser Ausgabe hören wir das Editorial von Jürgen Trinkus. Wir sprechen mit Martin Galeano über den Umzug der Geschäftsstelle und die neue Leitung vom Hausamt Tremser-Teich. Jürgen Trinkus nimmt euch mit ins Kino nach Lübeck zum Verbandstag des DBSV nach Berlin, aber auch zur Regionalgruppe Lübeck und zu Sandskulpturen. Maura erzählt uns, warum es wichtig ist zu spenden. Sie wird uns erklären, warum wir als Blinden und Siebener von Schleswig-Holstein E-Rollers absolut nicht mögen, wenn sie auf Gehwegen stehen. Und sie wird uns einige wichtige Termine und Veranstaltungen liefern. Last but not least noch wichtig, unser Hörbuch-Tipp, der diesmal zwei Gründe hat, warum er einen Bezug zu Schleswig-Holstein hat. Ich wünsche eine wunderbare Unterhaltung in dieser Ausgabe. Mein Name ist Herr Schlang, viel Spaß und... Gute Informationen und nicht vergessen, bereits jetzt notieren, 19. September 2026, Mitgliederversammlung vom BSVSH. Moin Sehen. Nach der kleinen Sommerpause ist es nun wieder Zeit für Moin Sehen, Ihr Hörmagazin aus und für Schleswig-Holstein. Sie haben sich Zeit genommen, uns zuzuhören. Danke dafür. Zeit ist mein Thema. Du liebe Zeit, da ist er wieder der Trinkkost mit seinen philosophischen Betrachtungen. Ja, Zeit haben wir alle laut Kalender, keiner mehr als der andere. Was wir damit machen, was wir in ihr schaffen, ist dennoch sehr verschieden. Wie sie vergeht, wie sie davonrennt, wie sie uns gibt, aber auch nimmt, wie sie uns gestohlen wird oder geschenkt, das erlebt jeder Mensch anders. Was ich allenthalben wahrnehme, ist eine tiefe Unzufriedenheit mit denen, in deren Hände die Verantwortung gelegt ist. In Politik und Gesellschaft. Die machen ja nichts, die sind unfähig, die tun ja nichts. Zumindest nicht für uns, das hört man sehr oft. Die müssen weg, egal wer dann kommt, Hauptsache die Parasiten da oben kommen erst mal weg. Das ist eine sehr beängstigende Frage. Gefühlsentwicklung oder Meinungsmache? Von der Zeitwahrnehmung wollte ich sprechen. Doch, ich bin noch beim Thema. Es geht um ein allgegenwärtiges Missverhältnis, was ich wahrnehme. Unser Leben beschleunigt sich enorm. Wir stehen ständig unter Strom, unter Reizstrom. Scheinbar ist es so, je mehr uns die Digitalisierung hilft, Dinge schneller zu erledigen, desto mehr unerledigte Dinge stapeln sich auf dem Tisch. Auch die Krisen scheinen ständig zuzunehmen und sich zu beschleunigen. Und im Kontrast dazu scheinen die Problemlösungen immer komplizierter zu werden, zäher und ins Schneckentempo zu verfallen. In den vier Jahren an der Spitze des BSVSH musste ich eine wichtige Erfahrung machen. Die Dinge, die wir zu bewegen haben, können bewegt werden, aber das dauert. Viel länger als gedacht, als gehofft. Und es kostet viel Anstrengung, Kraft und viel Kleinarbeit, die Unbeteiligte gar nicht sehen können. Sie sehen die Langsamkeit der Veränderung. Seit 2019 steht in Lübeck das Gebäude Memelstraße 6 weitgehend leer. Bis dahin war es die Werkstatt des Blindenhandwerks. Die war in ein neues Domizil der Vorwerker Diakonie Nordost umgezogen. Wir kamen nach der Vorstandswahl 2022 gleich auf den Gedanken, dass dies eine große Chance ist für den BSVSH. Ein Haus der Inklusion am Tremser Teich, ein Haus, wo unsere Geschäftsstelle mit Beratungsräumen ein modernes Zuhause findet und wo moderne kleine Wohnungen entstehen. Wohnen, Arbeiten, Leben für blinde und sehbehinderte Menschen unter einem Dach. Ein Haus der Inklusion am Tremser Teich, kurz HITT, HIT. Das wäre der HIT neben dem HAT. Das hat, was wir schon haben, das Haus am Tremser Teich, also unsere stationäre Pflegeeinrichtung. In der Mitgliederversammlung 2023 stellt der Architekt Jestrimski das Konzept für dieses Haus vor. Lange schien sich dann nichts zu tun. Der Anlauf ist mühsam und vollzieht sich eher im Verborgenen. Was geht baulich? Was wollen wir eigentlich? Das wissen wir jetzt. Wie wir alles finanzieren, daran arbeiten wir noch. Ein Teil wird jetzt schon greifbare Wirklichkeit. Unsere Geschäftsstelle zieht um. Ihr beengtes Zuhause in der Memelstraße 4 wird eingetauscht gegen ein lichtes, einladendes, großzügiges, barrierefreies Domizil in der Memelstraße 6. In dieser Ausgabe wird davon noch zu hören sein. Was den BSVSH zu einem mittelständischen Unternehmen macht, ist unsere stationäre Pflegeeinrichtung, das HAT, Haus am Tremser Teich. Den Verein modern aufzustellen durch organisatorische Ausgliederung des HAT, ist ein sehr vernünftiger, naheliegender Gedanke. Daher ist er älter als diese eine zu Ende gehende vierjährige Amtszeit eines Vorstands. Wir wissen, dass wir es schaffen werden, eine bessere Organisationsform für unseren Zweckbetrieb zu entwickeln. Aber wir wissen auch, dass das noch eine Weile brauchen wird. Schon mit den Jahresabschlüssen dauerte es eine gefühlte Ewigkeit. Da mag es für Unbeteiligte nach Stillstand aussehen. Ich versichere, das ist eine große Täuschung. Bei Behörden denkt man das doch auch noch immer, dass da Leute sitzen, die sich am Schreibtisch festhalten, auf dem Bleistift kauen und mit der Freundin telefonieren, wenn sie nicht gerade in die Kantine oder rauchen gehen. Auch unser Verein wird von manchen wie eine Behörde verstanden. Ich rufe da mal an, dann müssen die schon springen und mir helfen. Haben ja sonst nichts zu tun. Ich habe schon mal gehört, als es um eine Anfrage wegen Blindenhilfsmitteln ging. Können Sie das nicht mal Ihrer Technikabteilung übergeben? Oder mit Unverständnis. Haben Sie denn keine Sozialabteilung, die sich da mal kümmern kann? Nein, haben wir nicht. Kriegen wir auch nicht so bald. Wir sind keine Wünscheerfüller. Der BSVSH versteht sich als Ermöglicher. Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden auch Wünsche erfüllt, sofern es für die Ermöglicher gibt. Gäbe es mehr davon, würde mehr gehen und vielleicht auch einiges schneller. So läuft das. Und wenn nichts läuft, heißt es dann vielleicht mit Recht, die tun ja nichts, die müssen weg. Damit man das von uns nicht sagt, dafür sind wir unterwegs. Und alles, was Sie in den nächsten Minuten zu hören bekommen, zeugt davon, dass sich Mühe lohnt. Das hofft Ihr Jürgen Trinkus und wünscht bei allem viel Vergnügen. Moinsen, das Audio-Magazin vom Blinden- und Zierbinden-Verein, Podcast vom August und Ausgabe von Buch 21 vom September. Die Sommerpause ist vorbei und ich sage herzlich willkommen, Martin Galeano, unser Geschäftsführer. Moin, moin. Moin, moin, lieber Sascha und liebe Böhrende. Vielen Dank für die Einladung. Ja, wir haben gerade festgestellt, so Ende August füllst du deine zweijährige, Amtszeit als Geschäftsführer beim BSVSH. Ja, gib uns mal ein kurzes Stimmungsbild von deinen Gefühlen her. Wie waren die zwei Jahre? Wie hast du sie erlebt? Das erste Jahr war ja eher so ein Reinkommen, Entdecken, Gucken. Und es ist ja schon einiges passiert in der Zeit. Definitiv. Ich bin ja normalerweise ein Mann der etwas blumigeren Worte und vielen Worte. Das hast du vielleicht ja auch schon kennengelernt. Ich würde aber tatsächlich die zwei Jahre zusammenfassen mit toll. Also es war wirklich eine tolle Zeit insgesamt. Natürlich gibt es auch immer mal bessere Tage und auch mal Tage, die nicht so schön sind. Das gehört aber einfach auch zum Leben und auch zum Berufsleben natürlich dazu. Ich muss aber wirklich sagen, ich komme jetzt ja auch aus der Sommerpause quasi. Anfang letzter Woche habe ich wieder angefangen zu arbeiten. Ich habe mich total auf meine Kolleginnen und Kollegen gefreut und auch auf den Job, weil es viel Gutes und Schönes von den Entwicklungen schon gab und auch noch viel gibt und zu tun gibt. Und ich freue mich, da zu sein. Viel Gutes. Das heißt auch, die Geschäftsstelle wird in etwas nettere, schönere Räume ziehen, habe ich gehört. Und darüber wollen wir heute natürlich auch sprechen und unseren Hörern davon erzählen. Es geht jetzt nicht ganz weit, aber es geht, glaube ich, von der 4 auf die 6, richtig. Passt. Genau, ich musste einmal kurz gerade gedanklich hängen. Du meinst von der Hausnummer Mehmelstraße 4 in die Mehmelstraße 6? Absolut richtig. Genau. Und wenn es in Anführungsstrichen vielleicht um netter, schöner nur ginge, dann würde ich sagen, naja, das muss man sich natürlich gut überlegen. Jeder Umzug kostet natürlich auch Geld und auch Kraft. Tatsächlich wollen wir definitiv umziehen. Wir werden auch umziehen. Das Datum dafür ist der 9. November diesen Jahres 2026. Und aus meiner Sicht ist das wirklich, so, dass die neue Geschäftsstelle hoffentlich auch ein Leuchtturm für den BSVSH sein kann, um einfach auch noch besser die Zukunftsfähigkeit des Vereins sicherzustellen. Was meine ich damit? Die heutige Geschäftsstelle wird ja auch unter anderem von unserem Vorstand oder auch Besuchenden gerne mal liebevoll so als Hexenhaus bezeichnet. Also sprich, da ist überhaupt nichts barrierefrei. Das ist eine Doppelhaushälfte aus den 70ern, die tatsächlich auch baulich, eigentlich, wenn wir nicht umziehen würden, müsste man da tatsächlich auch eine Menge Sachen demnächst mal machen, was aber natürlich auch Geld kostet. Das wollen wir gar nicht mehr ausgeben, weil wir eben in die neue Geschäftsstelle, dort könnten wir eine barrierefreie Geschäftsstelle schaffen. Es gibt eben einen ebenerdigen Zugang. Es gibt einen Fahrstuhl. Es gibt alles auf einer Etage. Es wird ein rollstuhlgerechtes WC geben. Natürlich, der Fußboden wird dann für Menschen mit Sehbeeinträchtigung, wird dann eben kontrastreich sein, dass man eben da sich auch gut langhangeln kann. Handläufe, da wo notwendig, natürlich auch Preieschrift. Und zum Beispiel auch für den Bereich Hilfsmittel haben wir dann auch deutlich mehr Platz und Möglichkeiten, können uns besser zurückziehen, was man da auch beraten kann. Wir können etwas größere Schulungen sozusagen auch mal anbieten, wenn das notwendig ist oder eben auch für ehrenamtliche Veranstaltungen. Und ich würde sagen, das sind die eigentlichen, also harten Fakten, sage ich mal, also wirklich wichtige, schöne Gründe. Und gleichzeitig muss man eben auch sagen, wenn man umzieht, das ist die kostenbewussteste Lösung, die wir auch bauen können. Warum? Weil die Flächen uns gehören. Die Memelstraße 6 ist ja Eigentum des BSVSH. Das heißt, wir werden dort nie Miete zahlen für die nächsten Jahre und Jahrzehnte und uns gibt es ja auch schon jetzt über 100 Jahre. Also ich sage auch mal, auch für die nächsten 100 Jahre. Das heißt, wir haben nur in Anführungsstrichen Betriebs- und Nebenkosten zu zahlen, also Heizung, Wasser, Strom und so weiter. Das müssten wir woanders sowieso bezahlen. Und das Gebäude ist aus dem Baujahr 89, 90. Das heißt, das ist auch energetisch alles soweit in Ordnung. Da sind also keine großen versteckten, verdeckten Kosten, die da auch noch mal auf einen zukommen könnten. Dann sind es schon Büroräume gewesen. Das heißt, man muss keine Baugenehmigung für teuer Geld beantragen, die auch noch Zeit kosten würde, sondern man kann eben mit Handwerksarbeiten, Elektriker, Maler, Fußbodenverleger, Tempner. Also es sind schon insgesamt auch trotzdem über 20 Gewerke. Aber da kann man eben mit so wenig Geld wie notwendig. Trotzdem sprechen wir da über signifikantes Geld, auch für den BSVSH. Das haben wir eben auch sehr... Inhaltlich tief im Vorstand besprochen und der Vorstand trägt das eben auch voll mit und deswegen freue ich mich auch so, dieses verbindliche Datum sozusagen rausgeben zu können und die Handwerker sind eben jetzt auch schon am Rödeln, wie man so schön sagt. Ja, neue Geschäftsräume oder andere Geschäftsräume ist natürlich auch besser für die Zusammenarbeit, auch für die Effektivität. Es ist ja auch wichtig, dass man gute Arbeitsmöglichkeiten hat. Das ist das frühere HBH-Gebäude, was jetzt schon ein paar Jahre lang, ja, lediglich vielleicht für mal die ein oder andere Vorstandssitzung genutzt wurde. Also dieses Gebäude kriegt jetzt mal wieder Leben. Liegen da auch schon im Hinterstübchen vielleicht Pläne, um noch mehr aus dem Gebäude zu machen? Oder ist jetzt mal der erste Schritt Geschäftsstelle dahin und dann schauen wir weiter? Beides ist richtig. Der erste Schritt ist jetzt der Umzug mit der Geschäftsstelle, weil wir da eben keine Baugenehmigung mehr brauchen, sondern schon eine haben. Und tatsächlich gibt es dann, dann verbleiben aber noch zwei Etagen, sage ich mal, mit 800 und ich glaube ungefähr 600 Quadratmetern Fläche, also große Flecken. Und die sollen natürlich nicht auf alle Ewigkeit brach fliegen, weil das immer schade ist, wenn man eine eigene Immobilie hat und irgendwas brachlicht oder nicht genutzt wird. Da ist der aktuelle Stand, dass man dort. Barrierefreie Wohnungen soweit möglich dann eben auch reinbaut. Dafür bräuchte man wiederum aber tatsächlich eben eine Baugenehmigung, weil das eben eine komplette Umänderung ist der Flecken. Vorher war es eben eine Werkstatt für blinde Handwerker und das wird sicherlich noch ein paar Jahre dauern, weil man dafür eben auch Finanzierungsfragen klären muss und da sprechen wir wirklich von einer Menge Geld. Damit ich die Finanzierung klären kann, brauche ich wiederum die Jahresabschlüsse, und da sind wir ja zwar mit Vollgas dabei, das wird aber sicherlich noch ein bisschen dauern, bis wir da quasi das aufgeholt haben, was man einfach so ein bisschen verpasst hatte, bevor ich angefangen habe. Was passiert denn mit der Mimmelstraße 4? Also die Memelstraße 4, kurz gesagt, ich würde sie für den Moment dann wahrscheinlich auch versuchen unterzuvermieten, weil auch das wäre dann ja wieder sonst eine bratliegende Stelle, sage ich mal, wenn wir dann auch irgendwann fertig umgezogen sind und alles leer ist. Es ist aber jetzt nicht die attraktivste Fläche zum Vermieten. Also da sprechen wir nicht über viel Geld, aber haben oder nicht haben. Du kennst mich ja nun auch schon ein bisschen. Ich mache das ja immer so ein bisschen wie die Piraten. Ich nehme, was wir kriegen können hier. Auch an Geldern, an Einnahmen für den Verein. Und dann müsste man tatsächlich gucken, sollten wir Wohnungen bauen dürfen, dann ist auch immer eine Frage, wie viele Parkplätze man braucht. Also Stellplätze ist der exakte Terminus dafür. Das bedeutet, Es kann sein, dass wir mehr Stellplätze brauchen, als das Grundstück der Memelstraße 6 eigentlich sozusagen hergibt. Und dann hätte ich noch die Memelstraße 4 im Hintergrund, würde die dann sozusagen wieder entmieten und im schlimmsten Fall sozusagen irgendwie abräumen. Oder natürlich kann man auch irgendwann überlegen, das Gebäude zu verkaufen. Man sagt, wir haben keine weitere Verwendung mehr dazu oder niemand möchte es irgendwie auch anmieten. Aber es ist eben quasi, bis das mit den Wohnungen letztendlich auch alles entschieden ist, ist das so ein bisschen so ein Ass im Ärmel, würde ich mal sagen. Weil bei Stellplätzen ist es immer so, es gibt eine Richtlinie und dann ist der Rest so ein bisschen auch Verhandlungssache mit den Behörden. Aber das weiß man immer nie im Voraus. Also das muss man dann wirklich ganz konkret mit den Behörden, wenn es soweit ist, irgendwie besprechen. Wenn die sich sehr konstruktiv, sage ich mal, auch verhalten und das so nachsehen. Also man könnte zum Beispiel argumentieren, wenn in einer Einzimmerwohnung. Ein blinder Mensch einzieht sozusagen, also die auch für blinde Menschen prädestiniert sind, dann könnte man auch argumentieren, gut, diese Person selber wird jetzt eben kein Auto fahren, deswegen brauchen wir vielleicht auch weniger Stellplätze. Aber das ist wirklich, das müsste man verhandeln. Und damit wir eine gute Verhandlungsposition haben, behalte ich das quasi in der Hinterhand und versuche es von so einer Interimslösung, eine Zwischenlösung zu schaffen mit Vermietung, wenn es dann soweit ist. Sehr schön. Lass uns noch ganz kurz, wir haben jetzt ja schon über die Gebäude, wir werden sicherlich nochmal darauf zu sprechen kommen, wenn ihr eingezogen seid. Vielleicht gibt es eine kleine akustische Rundführung von unserem Geschäfts-, von unserem Vorsitzenden wahrscheinlich. Da werden wir dann mal reinhören, wie denn die Mitarbeiter mit diesen neuen schönen Büros sich wohlfühlen. Lass uns aber nochmal ganz kurz auf das Hatt zu sprechen kommen. Da gab es auch vor einiger Zeit eine Veränderung. Ich weiß nicht, wie lange es schon her ist, aber wir haben das noch nicht in unserer Ausgabe thematisiert. Der Hatt hat eine neue Leitung. Kannst uns da kurz ein bisschen was dazu erzählen? Ja, gerne. Also es gibt eine neue Einrichtungsleitung im Haus am Fremser-Teicher, also in unserer vollstationären Pflegeeinrichtung oder kurz dem Pflegeheim. Dieser Wechsel ist zum 1.4. dieses Jahres erfolgt. Dort ist und arbeitet jetzt die Silvia Fengler, was mich sehr, sehr freut, weil es eine sehr erfahrene Einrichtungsleitung ist. Und die kommt aus dem Großraum Niedersachsen quasi und hatte uns seit Oktober letzten Jahres als Interimseinrichtungsleitung begleitet, und eben auch beraten und hat dann immer mehr festgestellt, dass sie einfach das Team vor Ort und auch das Pflegeheim und. Auch unsere Zusammenarbeit, also ihre und meine, wirklich sehr, sehr schätzt und das kann ich wirklich auch von meiner Seite nur bestätigen. Also ich schätze die Zusammenarbeit mit ihr wirklich sehr. Es ist sehr vertrauensvoll, sehr auf Augenhöhe, Hand in Hand. Und sie hat eben in diesem ganzen Kielgebereich einfach aufgrund ihrer Expertise wirklich super viel Erfahrung. Und genau, die ist da, die Sylvia Fengler und wird eben auch auf der Mitgliederversammlung am 19. September. Kommt sie eben auch mal mit, zumindest für die, die da sind, und die sich eben auch nochmal eben vorstellt und auch direkt was über es hat erzählt, dass es sozusagen jetzt nicht nur stille Post von Martin Galeano sein muss. Und genau, so ist der Stand da drüben. Wir freuen uns darauf und selbstverständlich wird der Moinsen-Moderator auch sein Mikrofon rausstrecken und Silvia Fengler einfangen, auf gut Deutsch. Das wird noch passieren, wann genau. Lasst euch überraschen in dieser Ausgabe. Martin, vielen Dank für deine Zeit. Die, die dich wiedersehen wollen, persönlich begrüßen wollen, dürfen das am 19. September auf der Mitgliederversammlung. Die wird ja dieses Mal in Rendsburg wieder stattfinden. Also wer da den Vorstand, die Mitglieder, die Geschäftsleitung, die Geschäftsführung treffen will, auf die Mitgliederversammlung kommen. Und dann kann man sicherlich mal auch in den Pausen einen kleinen Schnack halten, wie wir im Norden sagen. Für heute für den Schnack mit dir. Vielen Dank für deine Zeit. Und ja, ich drücke mal ganz fest die Daumen für den Umzug. Und ich freue mich schon auf meinen Besuch in der Mimmelstraße 6. Danke Sascha. Darauf freuen wir uns auch dich da begrüßen zu dürfen. Das war also das Interview mit Martin Galeana und jetzt, may I introduce you, wie der Engländer sagen würde, darf ich euch vorstellen, unsere neue Stimme im Moinsen Magazin im Buch 21. Maura Rafels, sie arbeitet in der Geschäftsstelle und kümmert sich da um Fundraising und um Marketing, macht einen großartigen Job und wir konnten sie gewinnen für unsere Ausgabe als neue Stimme und freuen uns darauf. Hier kommt ihre Premiere. Sie spricht darüber, wie wichtig es ist zu spenden und gibt uns auch einen guten Tipp, wo wir als Verein uns jetzt ganz stark engagieren können, damit wir vielleicht ein bisschen Spenden kriegen. Hört gut zu. Als gemeinnütziger Verein sind wir für unsere Projekte und Angebote natürlich auch auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns über jede Unterstützung. Und jetzt ist Spenden an den BSVSH auch endlich online möglich. Nämlich einmal direkt über unsere Website oder über die Wir Wundert Spenden Plattform, einfach auf unsere Webseite unter Mitmachen, Spenden, das Formular ausfüllen und absenden. Ihre Spende kann jetzt auch noch mehr bewirken, wenn Sie eh vorhaben zu spenden. Freuen wir uns, wenn Sie das am Wir-Wundertag am 15.09. tun. An diesem Tag ist nämlich die große Verdopplungsaktion, bei dem die Sparkassen in Schleswig-Holstein jede Einzelspende bis 100 Euro verdoppeln. Vielen Dank für Ihre Unterstützung. Jetzt übergebe ich wieder an Jürgen Trinkus. Er hat vier wunderbare Beiträge, die wir zusammen senden hier. Es geht um den Verbandstag in Berlin, es geht um die Regionalgruppe Lübeck, es geht um Kino in Lübeck und es geht um die Sandskulturen. Also ja, Verbandsarbeit und Kultur stehen hier im Mittelpunkt dieser Ausgabe. Mit ein paar Audio-Impressionen möchte ich Sie mitnehmen zu einigen Orten und Geschehnissen im Juni und Juli. Drei Schleswig-Holsteiner in Berlin. Ausgerechnet am heißesten Wochenende des Monats fand der DBSV Verbandstag statt. Der Verbandstag in Berlin ist jetzt zu Ende. Er wird sozusagen ausgeläutet. Ich stehe gemeinsam mit Regine Planer-Regis und Opina Dolle, die beide auch Delegierte zum Verbandstag waren, schon auf dem Abfahrtsbahnhof. Die Berichterstattung werdet ihr in den Sichtweisen finden, aber die schleswig-holsteinischen Eindrücke, die gibt es nur hier. Fina, wenn du vom Verbandstag erzählen solltest, was wäre dir wichtig? Also ich hätte, glaube ich, tatsächlich Probleme, all meine Eindrücke kurz zusammenzufassen. Viele der Themen und Personen, die hier gesprochen haben, die hier zum Präsidium gehören, kenne ich, weil ich die Sichtweisen und auch sämtliche andere DBSV-Veröffentlichungen verfolge. Aber die Person tatsächlich so live zu erleben, also ein Hans-Werner Lange, wie er durch diese Sitzung führt, Wie er gerade gestern den öffentlichen Teil moderiert hat und die vielen anderen Präsidiumsmitglieder, aber auch, Experten aus der Geschäftsstelle, Christiane Müller, Andreas Bethke, diese tatsächlich dann mal live zu erleben, auch in ihren Statements gegenüber den politischen Gästen, das war schon wirklich sehr beeindruckend. Also ich würde tatsächlich den Leuten, denen ich vom Verbandstag erzähle, empfehlen, wirklich mal die Resolutionen, die jetzt im Nachgang veröffentlicht werden, die wir verabschiedet haben, zu lesen. Und wer die Gelegenheit hat, zwei Stunden sich den Livestream im Nachgang nochmal anzuhören von dem öffentlichen Teil, wo wir wirklich sehr viele Politiker und Behindertenvertreter, vor Ort hatten, Da würde ich einfach sagen, mach, dass es lohnt sich, weil dort sind genau die Themen, die uns wirklich betreffen, die im Moment die politische Landschaft so für uns zum Teil unerträglich machen, dass man das einfach mal live erlebt und nicht irgendwie nur trocken in den Zeitungen oder in den Veröffentlichungen liest. Also es war sehr eindrücklich. Und ihr habt für vier Jahre jetzt ein neues Kursium gewählt. Und was war sonst noch wichtig? Genau. Also ich wollte eigentlich auch, so wie Pina, schon auf den öffentlichen Teil eingehen. Der hat mich auch sehr beeindruckt, als jeder, der jetzt so ein bisschen in die politische Landschaft guckt, der weiß, dass uns einiges bevorstehen wird. Und alle Sprecherinnen und Sprecher, die da waren, haben das auch zum Thema gemacht. Und es waren auch sehr viele Prominente da. Bärbel Bas, die Ministerin und so weiter. Verena Bentele und Jürgen Dusel und noch viele andere. Vielleicht muss ich noch mal sagen, wir stehen hier am U-Bahnhof im Schatten bei 35 Grad. Heiße Zeit, ja. Wir haben es wirklich sehr heiß gehabt, aber die Tagung als solche war wunderbar klimatisiert. Mein Zimmer leider nicht, ist aber nicht schlimm. Es war schön. Ich habe auch ganz viele Leute getroffen, die ich von ganz früher her kenne. Das war richtig toll. Und ich kann nur bestätigen, wir wurden gut durch die Sitzung geführt. Und was ich ganz toll fand, die haben das wahnsinnig gut alles vorbereitet. Auch die Abstimmung, die etwas kompliziert war, denn wir hatten neun Bewerbungen für sieben Beisitzer, aber alle wurden mit ziemlich vielen Stimmen gewählt. Einer hat zurückgezogen und ein anderer Kandidat aus Württemberg. Ist dann nicht mehr mit seiner Stimmzahl reingekommen, hat trotzdem viele Stimmen bekommen. Also es war eigentlich durch die Bank eine sehr gelungene Veranstaltung. Ich klinge mich mal ein. Also ein wichtiger Punkt war die Präsidiumswahl, die hatten wir heute. Und mit Hans-Werner Lange und auch Thomas Krämer sind erster Präsident und Stellvertreter wieder gewählt worden. Ansonsten, was noch wichtig war, wir waren in Arbeitsgruppen zu verschiedenen Themen. Ein ganz großes Thema war KI in unterschiedlichen Bereichen. Wir haben uns auch beschäftigt und werden da auch im Verein dann natürlich auch zu sprechen, in den nächsten Jahren die Verabschiedung von der CD. Wenn es die dann nicht mehr für Hörbücher gibt, welche Möglichkeiten oder Alternativen man hat. Und was ich ganz wichtig auch nochmal fand, es gibt ja dieses DBSV 2030, also das heißt, wo werden wir mit der Selbsthilfe sein 2030. Und ein entscheidender Punkt ist ja Mitgliedergewinnung. Natürlich ist es auch wichtig, Mitglieder zu gewinnen, die sich auch ehrenamtlich engagieren. Aber es ist erstmal wichtig, dass Ratsuchende oder Betroffene, die gern Mitglied werden wollen, das sehr unkompliziert können. Und man hat eben festgestellt, dass es doch sehr viele gibt, die die DBSV-Seite aufsuchen. Und es gibt jetzt die Möglichkeit, mit Eingabe seiner Postleitzahl sozusagen von der DBSV-Seite seinen Wunsch nach Mitgliedschaft zu machen. Unmittelbar an den zuständigen Landesverein mit einem Klick zu senden. Das haben wir live erlebt. Das war sehr eindrücklich. Es gab einen Freund von Rainer Delgado aus Brandenburg, der sozusagen per Zoom zugeschaltet war, schon alles eingetragen hatte und wir waren live dabei, als der Absenden-Button zu drücken war. Und dann wurde sein Antrag nach Brandenburg weitergeleitet. Der Kollege aus Brandenburg konnte ihn dann sozusagen live, also vor uns und über Zoom ihn begrüßen und ihn dann auch noch für eine Veranstaltung im Oktober einladen. Ich fand, das haben die wirklich sehr, sehr gut vorbereitet. Es war insgesamt alles sehr anstrengend. Viele Blinde, viele Begleitungen. Wir waren über 100 Leute. Ich weiß nicht genau wie viel, aber von den Abstimmungen her allein Delegierten Stimmen waren 107. Selbst wenn da ein paar doppelte Stimmen haben, kann man sich trotzdem vorstellen, wie viele Menschen wir so unterwegs waren. Ja, und ich habe wirklich neue Leute kennengelernt und mit Leuten aus der Geschäftsstelle gesprochen. Ich fand das wirklich sehr, sehr toll. Dankeschön. Gute Fahrt. Wir haben unsere Vorstandswahl noch vor uns. Der DBSV hat sich bereits aufgestellt für die nächsten vier Jahre. Für eine zweite Amtsperiode wurde Hans-Werner Lange als Präsident des DBSV wiedergewählt. Und ich war einer der ersten Gratulanten. Lieber Hans-Werner Lange, soeben bist du zum Präsidenten des DBSV wiedergewählt worden. Für die nächsten vier Jahre bist du also auch ein Partner von Schleswig-Holstein. Einen herzlichen Glückwunsch erst einmal. Und was bedeutet das für Schleswig-Holstein? Na ja, ihr wisst, ich stehe an eurer Seite, wie wir alle im Präsidium. Und ihr dürft sicher sein, ich bin jederzeit bei euch. Wenn nicht nur mir Not ist, sondern auch wenn mal schöne Dinge zu feiern sind oder wir gemeinsam uns über die Zukunft Gedanken machen. Nein, ich stehe da fest an eurer Seite. Und ich finde, ihr seid auf einem super Weg in Schleswig-Holstein. Es ist wirklich schön zu sehen, was bei euch sozusagen an Veränderungen funktioniert hat. Toll, macht weiter so. Und du mach auch weiter so. Danke. Sieben Präsidiumsmitglieder waren außerdem zu wählen. Da dauert schon die Ergebnisverkündung so ihre Zeit. Mit 120 Stimmen gewählt wurde Frau Andrea Kardemann aus Marburg. Frau Kardemann, nehmen Sie die Wahl an? Ja, ich nehme die Wahl an und habe gerade eine Wette verloren, weil ich gedacht habe, Thomas Garnisch läge vor mir und dann war das Vertrauen. Mit 111 Stimmen gewählt wurde Vreni Bock. Frau Bock, nehmen Sie die Wahl an? Ja, auf jeden Fall. Vielen, vielen Dank für die, Zusammenarbeit. Herzlichen Glückwunsch von Boston. Mit 110 Stimmen gewählt wurde Prof. Dr. Thomas Kahlisch. Herr Kalisch, nehmen Sie die Wahl an? Von Frauen geschlagen ist keine Schande. Ich nehme die Wahl gerne an. Herzlichen Glückwunsch, Herr Professor Kalisch. Mit 109 Stimmen gewählt wurde Bernd Peters aus... Herr Peters, nehmen Sie die Wahl an? Aber ja, gerne. Das ist okay. Mit 102 Stimmen gewählt wurde Ute Lutzenberger aus Nürnberg. Frau Lutzenberger, nehmen Sie die Wahl an? Herzlich gerne, vielen Dank. Herzlichen Dank, Frau Lutzenberger. Mit 94 Stimmen gewählt, Jette Förster aus Hannover. Frau Förster, nehmen Sie die Wahl an? Ja. Herzlichen Glückwunsch, Frau Förster. Geheime Stimmabgabe, barrierefrei. Das ist eine Herausforderung. Beim Verbandstag kamen dafür ganz neue Stimmkarten zum Einsatz. Und Norbert Deute, der auch beim Verbandstag war, hat sich gleich gekümmert. Also erstmal sind es Kunststoffkarten. Die Kunststoffkarten sind rechteckig. Die haben auf der Rückseite einen Barcode und auf der Vorderseite sind sie schwarz. Und auf dieser schwarzen Fläche erscheint eine Ziffer. Ich habe jetzt gerade die Karte mit der 1 drauf. Die 1 ist weiß abgebildet, also der Kontrast ist sehr gut. Und dann ist auch nochmal in Punktschrift bzw. In Punktrelief die 1 zu erfüllen. Und unter der 1 ist dann nochmal die breite Schrift für die 1 abgedruckt. Also hier werden jetzt keine Ecken abgerissen. Das heißt, die Karten sind ja nicht wertlos. Die sind hygienisch abwaschbar. Die kann man wieder einsammeln und noch wieder verwenden. Und wie wird jetzt gewählt dann? Also, wir werden das folgendermaßen machen. Jeder Teilnehmer an der Mitgliedsversammlung bekommt einen Umschlag mit Wahlunterlagen drin. Und für den Vorsitzenden, für den Stellvertretenden bleibt es so wie gehabt, dass wir einen Umschlag haben mit einer Wahlkarte drin. Und wie damit umgegangen wird, das wird der Wahlleiter dann auf der Mitgliedsversammlung nochmal uns mitteilen. Für die Beisitzer mit Stimmrecht werden wir ja im Block wählen und hier wird es dann eine Liste geben. Angenommen wir hätten fünf Kandidaten für die Beisitzer mit Stimmrecht, drei aber nur gewählt werden, wird also jeder Teilnehmer einen Umschlag erhalten mit den Ziffern 1 bis 5. Dazu wird eine Liste beigelegt, wo draufsteht zum Beispiel 1 gleich Herr Mayer, 2 gleich Frau Müller, 3 gleich Frau Schuster, 4 gleich Frau, Hoffmann und 5 gleich Frau Schneider. Wenn wir jetzt wählen und wir ja nur drei Stimmen abgeben, packt jeder nur die drei Kunststoffkarten in den Umschlag, für die er auch die Person wählen möchte. Also angenommen, ich möchte Frau Müller wählen, dann nehme ich die Eins, Frau Steyr, die Drei, Frau Hoffmann meine irgendwie die Fünf, dann nehme ich nur die Drei. Die Zwei und die Vier gehen dann wieder zurück in den Umschlag, wo die Wahlkarten drin waren. Dann wird der Umschlag verschlossen und wird dann in die Wahlurne gesteckt. Und dann wird eben ausgezählt. Und die, die die meisten Stimmen haben, sind dann auch die Beisitzer mit Stimmrecht für den Vorstand. Das wird alles vom Wahlleiter dann ja durchgeführt. So ist es. Ja, Frau Schliewe hat ja schon viele Wahlen mitgemacht, viele geheime und viele abgeschnittene Ecken im Kuvert gesammelt. Wie finden Sie denn das? Also mir gefallen die neuen Karten richtig gut. Zumal, dass man sie wiederverwenden kann und wir nicht von diesen. Sag ich mal, Papierkärtchen dann eine Ecke abreißen müssen, durchreißen müssen oder gar keine Ecke abreißen müssen. Das ist alles viel zu umständlich. Und ich hoffe mal, dass unseren Mitgliedern zur Mitgliederversammlung, wo wir es das erste Mal testen, in diesem Jahr auch gut gefällt. Es ist kein Geheimnis. Norbert Stolte wohnt in Lübeck und nicht irgendwo, sondern im Breilweg, ganz nahe bei unserer Geschäftsstelle und mit Blick auf unser Haus am Tremser Teich. Trotzdem war er nicht dabei, als sich am 20. Juni die Regionalgruppe Südost zu ihrer Jahresversammlung traf. Warum warst du nicht da, Norbert? Ich bin ja seit vielen, vielen Jahren aktiver Kegler und an diesem Wochenende fand in Elmshorn die offene Landesmeisterschaft statt. Und dort bin ich mit meiner Mannschaft Blau-Weiß-Weiß-Kloster, vor Ort gewesen und wir haben um die Einzel- und Mannschaftsmedaillen gekämpft. Und wir waren auch sehr, sehr erfolgreich. Wir haben viele Medaillen gewonnen, unter anderem auch den Mannschaftspokal und auch im Einzelnen gab es Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Du bist nicht nur einer von vielen Keglern, wobei es ja auch mehr sein könnten, sondern du hast ja in der Kegelszene auch noch eine gewisse Funktion. Was bist du? Was machst du? Ja, man muss das einmal unterscheiden. Also die Offenlandesmeisterschaften in Enshorn, das läuft über den deutschen Behindertensport. Und ich bin seit 1994 Bundeskegelwart beim Deutschen Blind- und Sehbehindertenverband und organisiere jährlich einmal die Meisterschaft entweder in Bohle, Schere oder Asphalt. Und in diesem Jahr waren wir in Wolfsburg Anfang Mai und haben dort auf Bohle und Klassik gekegelt. Und was sehr uns erfreut hat, war, dass unser Präsident Hans-Werner Lange mit mir zusammen dann am Samstag die Siegerehrung vorgenommen hat. Das war bei dem 53. Bundespokalturnier das erste Mal, dass der Präsident des DBSV die Siegerehrung mit vornah. Sonst hatten wir immer Vertreter auf Landesebene oder eben auch. Mitarbeiter aus der Geschäftsstelle vom DBSV. So habe ich für den Vorstand teilgenommen und das wichtigste Ergebnis habe ich für die Moinseen-Gemeinde mitgebracht. Soeben hat die Regionalgruppe Südost ein neues Leitungsteam gewählt und die Stimmen der Gewählten können unsere Hörer jetzt auch vernehmen. Bitte sagt mal kurz, wer ihr seid. Ich bin Andreas Lund, 45 Jahre alt und wohne in Lübeck. Ich bin Katrin Ebrecht, 50 und komme aus Lauenburg. Ich bin Susanne Zahn, ich bin 59 und bin schon fast zehn Jahre jetzt im Verein. Ja, Karl Küppers, 71 Jahre alt und wohne hier in Lübeck und freue mich drauf, dass wir vier das machen. Viel Erfolg dem neuen Leitungsteam. Eine Woche vor der Regionalgruppenversammlung war ich auch schon in Lübeck. Ich stehe in Lübeck auf dem Bahnhof und meine Begegnung ist keine zufällige, aber eine sehr erwähnenswerte. Ich treffe Hela Michalski, vielen Mitgliedern noch bekannt aus ihrer Zeit, wo sie in Poldenbüttel lebte und die Mrs. Audiodeskription von Schleswig-Holstein war. Das hat sich inzwischen ein bisschen weiterentwickelt und verändert. Was macht Hela Michalski heute? Ja, heute bin ich in Hamburg und auch die Deskription ist nach wie vor mein Hauptthema schlechthin. Und was hat dich jetzt nach Lübeck geführt? Jetzt hier in Lübeck haben wir das Cookie, also das kommunale Kino, besichtigt. Wir kriegten eine Führung, wo uns erzählt worden ist, wie es da drin aussieht und was es da für Möglichkeiten gibt. Wir konnten in den Vorführraum rein, uns wurde erzählt, wie der Kinosaal aussieht und zusätzlich haben wir dann noch ein paar Kurzfilme mit Audiodeskription gesehen. Das ist mit einer ganz neuen App, die heißt Adori, also Ad und Uri. Das haben wir direkt noch vor Ort aufs Handy runtergeladen und. Es war ganz faszinierend, dass es selbst über meine Hörgeräte konnte ich wunderbar, die AD verfolgen. Ist die App kompliziert? Überhaupt nicht. Ich brauche nur auf Start zu drücken und dann läuft es. Und ich muss es nicht in dem Moment draufdrücken, wenn der Film läuft, sondern einfach schon vorweg ganz entspannt darauf warten, dass die Audiodeskription zu hören ist. Dieses Ereignis heute im Kommunalen Kino hat ja eine Vorgeschichte, die auch nicht ganz ohne dich auskommt. Welche Rolle hast du dabei gespielt? Organisiert hat das Agnes Nuber und Agnes Nuber kenne ich von Klappe auf. Da war ich im letzten Jahr Jurymitglied. Was ist das? Also Klappe auf ist ein Kurzfilmfestival und bei diesem Kurzfilmfestival kommen wirklich nur Hörfilme zum Einsatz, die dann da gezeigt werden. Und deswegen konnte ich eben auch dieses Jury... Mitglied werden, weil ich ja den Film genauso gut wie die Sehenden bewerten konnte. Man sagt gern, das ist unbeschreiblich. Wenn etwas professionell beschrieben wird, wird unbeschreiblich Schönes nacherlebbar. So war es am 13. Juni im Kommunalen Kino Lübeck in der Mengstraße. Taubenblau sind die Wände gestrichen und... An der Wand hängen interessante Lampen. Die sind nämlich aus 35-Millimeter-Rollen. Genau. Ach. So Filmspulen. Und in der Mitte ist eine Glühbirne. Und es gibt eben auch einen Schatten drumherum. Weil diese Filmrolle hat ja so Schläge. Und dann entwickelt sich da so ein ganz schönes Schattenspiel. Ach, das müssen wir uns sein. Und die Kumpel sind da draußen. Die sind auch kumpelverspiegelt, nennt sich das. Also man wird nicht dadurch geblendet. Ja, das ist gut. Das blendet nicht. Dann hängen noch quadratische Schwarz-Weiß-Fotografien. Genau. Und das Motivotive sind Lübecker. Lübecker Motiven aus der Kirche. Das ist keine einzige Kirche. Warum? Auch gut. Nee, weil auf jedem Bild von Lübeck ist immer eine Kirche zu sehen geworden. Das ist immer keine Kirche zu sehen. Ach so. Und im Raum selber ist auch die Kasse und der Tresen und Getränke verkauft. Hier im Raum? Genau. Das finde ich ja spannend. Also es hat so eine Wohnzimmeratmos. Nicht nur aus Lübeck und Timmendorfer Strand, sondern auch aus Kiel und Flensburg waren neugierig ins kommunale Kino Lübeck gekommen. Wichtig waren für diesen Tag Gäste aus Hamburg. Agnes Nuber von der Kurzfilmagentur Hamburg leitet das Projekt Kino, das sich hören lässt. Sie hat uns nicht nur den Kinosaal beschrieben, was eben zu hören war. Sie hatte ein spannendes Stück Technik mitgebracht und im Kommunalkino Lübeck schon installiert. Ad-Uri heißt das und wurde speziell für Kurzfilme entwickelt, weil die oft ohne Ton beginnen, sodass sich die Greta-App, die wir sonst in Kinos benutzen, nicht mit dem Film synchronisieren kann. Agnes erklärte das an diesem Nachmittag in Lübeck so. Und die funktioniert anders als Greta? Da ist die Audiodeskription auf dem Film. Die AG läuft synchron. Das Einzige ist, dass man den, das ist immer auf Kanal 8 des Films und das muss rausgeführt werden in einen Sender, den Adobe Sender. Und der sendet dann an die privaten Handys. Deshalb braucht jeder ein Handy, die App und Kopfhörer. Die Kurzfilme, die wir an diesem Nachmittag erleben konnten, machten nicht viele Worte. Dem Vergnügen der sehenden Zuschauer hätten wir Blinden ohne Beschreibung nur traurig beiwohnen können. Vielleicht kann man das nacherleben in einem Ausschnitt, den ich eingefangen habe. Er stammt aus dem Kurzfilm Michou. Der handelt von einem Schoßhündchen, das in einer arktischen Landschaft zurückblieb, weil seine Besitzerin mit einer Touristengruppe per Hubschrauber, entschwunden war. Sie hatte gemeint, Michou säße in der Tragetasche, was ein schlimmer Irrtum war. Vier Schneehasen nahmen sich des verlassenen Hündchens an. Drei der Schneehasen schieben die Korbtasche mit dem Hündchen durch den Schnee. Der vierte sammelt den Hüll auf. Sie nähern sich einer verschneiten Holzhütte. Drinnen setzt einer der Hasen den Hund auf einen Stuhl und legt ihm eine Decke um. Ein zweiter gießt ein Beet mit Möhren. Ein Hase schiebt dem Hund eine Schale mit Möhren hin. Der Hund schnuppert daran und verzieht das Gesicht. Der Hund schiebt die Schale weg. Die vier Hasen schlafen in einem Bett. Am Fußende sitzt der Hund in der Korbtasche. Einer der Hasen wacht auf. Er sieht, wie der Hund traurig über das Foto seiner Besitzerin streicht. Der Hase weckt den Hasen neben ihm. Der zweite Hase öffnet verschlafen die Augen und weckt den dritten. Die vier Hasen gehen zu dem Hündchen und streichen ihn über dem Kopf. Einer bemerkt die Hundemarke. Darauf steht Michou und eine Telefonnummer. Am Tag spazieren die vier Hasen mit Michou an der Leine zu einer Telefonzelle. Sie bilden einen wackeligen Turm, um an den Telefonhörer zu kommen. Der oberste Hase eingehen. Der unterste Hase klopft aus seine Schenkel. Aufgeregt springt Michou an ihn hoch. Der Hasenturm schwankt und fällt um. Der Telefonhörer baumelt herab. Michou schnappt danach. Das Kabel des Telefonhörers reißt ab. Prüfend lauscht einer der Hasen in den Hörer und schlitt den Kopf. Auf dem Heimweg vom Kino traf ich ja nochmal Hela Michalski und habe noch dieses von ihr einfangen können. Es gibt ja jetzt schon sehr viel Audiodeskription im Fernsehen. Warum, würdest du sagen, soll man auch nach wie vor ins Kino gehen und auch zu so einem Festival dann? Also ein Kinoerlebnis ist einfach nicht vergleichbar mit zu Hause im Puschenkino. Das Kino ist einfach eine Gemeinschaftssache. Man kann sich über den Film unterhalten, so wie wir das heute gemacht haben mit den Kurzfilmen. Wir haben begeistert sogar applaudiert, als die Vorführung zu Ende war, weil uns das so viel Spaß gemacht hat. So ein Gemeinschaftserlebnis, das ist noch was ganz anderes, als wenn man zu Hause das alles guckt. Ich finde auch die Reaktion an der anderen Leute wahrzunehmen und wenn man das durch die Autodeskription selber auch so mitgekriegt hat wie die und man kann jetzt gemeinsam lachen oder stöhnen, das ist, unwiederbringlich, das ist einfach schön. Ja, das ist genau wie Theater. Dieses Erlebnis im Theater zu sitzen ist ja was völlig anderes, als wenn man zu Hause auch so ein Theaterstück im Fernsehen guckt. Also Leute, sagt dem inneren Schweinehund, er kann zu Hause auf der Couch bleiben, aber ihr geht heute aus ins Kino oder Theater. In dem Sinne, Hila, schöne Heimfahrt dann noch wieder nach Hamburg. Wir fahren wieder nach Kiel, aber wir bleiben in Verbindung. Du bist ja auch nach wie vor Fördermitglied im WSVSH und bleibst uns verbunden, auch wenn du jetzt in Hamburg bist. Ja, und in Hamburg bin ich auch wieder Hörfilmbeauftragte. Ja, die waren auch glücklich, so einen guten Fang gemacht zu haben. Danke. Lass den inneren Schweinehund also zu Hause. Geht ins Kino oder Theater oder zu den Sandskulpturen. Karl Küppers rief und unternehmungsdustige Vereinsmitglieder folgten. Im Juli wurde durch Karls einzigartiges Engagement etwas Einzigartiges möglich. RTL Nord und NDR Fernsehen berichteten davon. Die Lübecker Nachrichten und HL Live und der Stadtsender der Hansestadt Lübeck. Der Sendemitschnitt wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Hören wir da doch mal rein. Es ist Donnerstag, der 23. Juli und Sie hören Radio Lübeck mit mir, Ben Sönnigsten. Und in Travemünde, da gibt es aktuell eine ganz besondere Ausstellung zu sehen und zwar mit Sandskulpturen. Die wurden aber nicht von irgendwem gemacht, sondern von sehbehinderten Menschen. Was es damit genau auf sich hat, das erfahren Sie in rund 10 Minuten. Davor spiele ich noch drei jetzt am Stück und wir starten direkt rein mit Alle Farben und Baby Goodbye. Mehr Hits und mehr von hier. Mit Schaufel, Kelle und ganz viel Fingerspitzengefühl entstehen in der Sandskulpturen-Ausstellung Travemünde beeindruckende Kunstwerke aus Sand. Das Besondere, diesmal stehen nicht Profikünstler im Mittelpunkt, sondern blinde und sehbehinderte Menschen. Radio Lübeck ist hier mit Ben Zernächsten und wir waren beim Workshop dabei. Und der künstlerische Leiter der Ausstellung, Martin de Soute, hat uns mal erklärt, worum es eigentlich genau geht. Wir sind angefangen, visualbehinderte einzuladen am Ende der Saison. Die können die Skulpturen natürlich nicht sehen. Das ganze Jahr sagen wir nicht die Skulpturen anfassen. Aber auf den letzten Tag dürfen die dann alle die Skulpturen anfassen, sodass die sich auch ein Bild machen können, wie das alles aussieht. Und dann irgendwann haben wir mal gesagt, hey, lassen wir versuchen einen Workshop, zu tun. Nina Pölz ist eine der Teilnehmerinnen des Workshops. Für sie änderte sich das Leben im Alter von 17 Jahren grundlegend, denn nach einem Gehirntumor... Verlor sie einen Großteil ihres Sehvermögens. Heute hat sie noch etwa 2% Sehkraft. Also anfangs habe ich gedacht, mein Leben ist zu Ende. Ich schaffe ja gar nichts mehr. Aber dann hatte ich ja mein Mobilitätstraining. Dann war das für mich immer einfacher, wieder irgendwo rauszugehen oder so. Finde ich interessant und schön, mal wieder wie ein kleines Kind in Matsche rumzuwühlen sozusagen. Auch Bianca sammelt beim Arbeiten mit dem Material neue Erfahrungen. Statt mit den Augen entsteht die Form über die Hände. Ich habe jetzt eben hier mal in die Sandkiste gegriffen. Da ist so feuchter Sand drin. Und dann habe ich halt so eine Handvoll genommen. Und habe eine Kugel daraus geformt und habe dann festgestellt. Okay, wenn ich die einfach nur so rund mache, ich sage mal so, wie man ein Brötchen formt, wenn man selber Brötchen backt, dann zerfällt es. Also durchaus die Erkenntnis so, okay, du musst den Sand klopfen. Also immer so hin und her und dann wird daraus eine Kugel. Für Karl Küppers kommt beim Arbeiten mit Sand auch ein Stück seiner Vergangenheit zurück. Der 71-Jährige aus Lübeck war früher nämlich Dachdecker. Wenn man sein Leben lang als Dachdecker gearbeitet hat, dann ist es einfach etwas, was auch eben Freude macht, dass ich da hier sein kann mit den Kollegen und Kolleginnen und auch mal wieder selber. Das in die Hand zu nehmen, mitzustampfen, das ist schon eine tolle Sache. Der Workshop ist auch für den Leiter Martin de Souta eine neue Erfahrung. Als Künstler erlebt er, wie unterschiedlich Menschen Formen wahrnehmen und auch gestalten können. Was ich selber herausgefunden habe, ist, die können mehr, was man so denkt. Die entwickeln natürlich andere Sinsen, die Hände oder das Gehör. Jordan Smith ist seit seiner Geburt komplett blind. Für ihn entstehen Formen, nicht über Bilder, sondern vor allem über das Ertasten. Es geht vielmehr für mich darum, was ich anfassen kann und wie das in meinem Kopf so etwas wird, weil ich kann natürlich keine Bilder da ranziehen. Zu sehen sind die Werke noch bis zum 1. November 2026 in der Sandskulpturnausstellung Travemünde. Dort sollen künftig dann auch Schilder über den besonderen Workshop informieren und zeigen, es lohnt sich, Neues auszuprobieren. Mehr von hier, nur bei Radio Lübeck. Danke an Jürgen Trinkus für seine tollen Beiträge. Vielen Dank für diese wundervollen O-Töne und auch natürlich an die Eindrücke, die wir da bekommen haben. Wir werden jetzt nochmal mit Maurer Raffeld uns auf die Reise der E-Roller begeben. Diese E-Roller, die uns ja nerven, weil sie wahllos überall hingestellt werden. Wir bleiben mit unseren weißen Stöcken drin hängen. Wir fallen drüber, weil Menschen einfach unachtsam sind und sie einfach hinstellen. Und keiner will dafür Verantwortung übernehmen. Weder die Verleiher der E-Roller noch die Gemeinden. Und wir finden das uncool. Dazu den Beitrag hier von Maura Raffelt. Die E-Roller unachtsam auf Fußwegen abgestellt sind und bleiben ein großes Ärgernis. Wir beim BSVSH fordern, Roller weg vom Fußweg und die Kommunen auf die Spielräume, die sie haben, besser zu nutzen. Das tun wir nicht nur auf unserer Webseite, sondern auch im Fernsehen. Am 15.07. gab es einen Beitrag im NDR. Wir waren mit Herrn Trinkhus, unserem Vorstandsvorsitzenden, in der Innenstadt unterwegs und durften dort darauf aufmerksam machen, wie schwierig und gefährlich es für Blinde und Sehbehinderte ist, wenn Elektroroller mitten im Weg abgestellt werden und nichts dagegen unternommen wird. Alle Informationen dazu haben wir auf unserer Webseite zusammengefasst. Dort gibt es auch die Links und Hinweise zu den Beiträgen im NDR, die sowohl im Fernsehen als auch im Radio und auf Sozialmedien geteilt wurden. Außerdem sind die Haftungsregelungen für E-Roller verschärft worden. Dank der Einführung einer Halterhaftung sowie der Gefährdungshaftung für Fahrende, ist es in Zukunft leichter, Schadensersatz geltend zu machen, wenn jemand über falsch abgestellte oder herumliegende E-Roller stürzt. Weitere Infos dazu ebenfalls auf unserer Webseite. Wie jede Ausgabe wollen wir natürlich auch unser Hörbuch-Tipp von der Blindenhörbücherei aus Hamburg nicht auslassen. Und diesmal hat er wieder einen Bezug zu Schleswig-Holstein, sogar einen doppelten Bezug. Heidekin Körpting heißt die gute Frau, um die es geht, Königin der Hörspiele. Warum hat sie einen Bezug zu Schleswig-Holstein? Sie produziert auf gut Hasselburg und kommt gebürtig aus Lübeck. Das ist der eine Bezug und der andere Bezug ist der Sprecher des Hörbuchs, Axel Milberg. Er ist gebürtiger Kieler und spielte schon ganz oft den Kommissar Borowski im Tatort. Ja, also, hat alles mit Schleswig-Holstein zu tun? Das Buch schlagen wir Ihnen jetzt vor. C.R. Rodenwald Heike Diene-Karting Die Königin der Hörspiele. Millionen von kleinen und großen Kindern lauschen täglich ihren Hörspielen oder schlafen zu ihnen ein. Seit mehr als 40 Jahren produziert sie Erfolgsserien wie Die Drei Fragezeichen, TKKG, Fünf Freunde oder Honey und Nanny. Insgesamt hat sie mehr als 3000 Hörspiele für das Label Europa inszeniert. Doch der Erfolg war ihr keineswegs in die Wiege gelegt. Sie musste gegen schwere Krankheiten, katastrophale Schulnoten und Mobbing ankämpfen. Oft stand sie am Scheideweg und hätte ihren Job als Hörspielregisseurin mehrmals beinahe an den Nagel gehängt. Doch sie gab nie auf und setzte sich am Ende immer durch. Mit Fröhlichkeit, Leidenschaft und unbändiger Energie. Gelesen von Axel Millberg. 578 Minuten. Buchnummer 73228. Zum Schluss einer Ausgabe ist es immer wichtig, dass man weiß, was man in der nächsten Zeit so tun kann, damit man sich nicht langweilt oder sich alleine fühlt. Deshalb kommen hier die Termine und Veranstaltungstipps, zusammengestellt von Maura Raffet. Ich bin einige Termine und spannende Veranstaltungen an. Am 29. August, am Samstag, findet das Sommerfest in unserer Alten- und Pflegeeinrichtung Haus am Tremser Teich in Lübeck statt von 14 bis 18 Uhr. Ebenfalls am Samstag, den 29.08. um 14 Uhr, gibt es die Regionalgruppenversammlung in Kiel in der Begegnungsstätte in der Melanchthonstraße 31. Die Begegnungsstätte und die Fassade dort soll neu gestaltet werden. Zu diesem Zweck veranstalten wir Workshops, um uns Motive gemeinsam mit der Nachbarschaft zu überlegen. Und diese Workshops finden am 3. Und 8. September jeweils um 17 Uhr ebenfalls in der Begegnungsstätte in der Milanistanstraße 31 in Kiel statt. Am 5. September 2026 um halb zwei, findet die Regionalgruppenversammlung von Flensburg und Schleswig statt, dieses Mal in der Blaupause in Flensburg. Um Anmeldung wird bis zum 29.08. gebieten. Am 6. September, den Tag darauf, findet, von 10 bis 16 Uhr im Muck in Lübeck, also der Musik- und Kongresshalle in Lübeck, die Ehrenamtsmesse in Lübeck statt, wo wir auch mit dem BSVSH mit einem Stand vertreten sein werden. Ebenfalls dabei sind wir beim dritten Ostholsteiner Tag der Inklusion in Bad Schwartau am 18.09. Von 13 bis 18 Uhr. Der findet in der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule statt. Und eine weitere Veranstaltung ist der Infotag Rund ums Auge in Kiel, den wir gemeinsam mit der Firma Helptech in der Pumpe am 24. September 2026 von 10 bis 16 Uhr veranstalten. Das war's für diese Ausgabe von Moinsen, dem Podcast und Buch21, dem Audiomagazin vom BSVSH, dem Blinden und Zivilenverein Schleswig-Holstein. Danke an Jürgen Trinkus, Maura Raffeld, Martin Galeano und alle Gäste, die in diesem Podcast zu Wort gekommen sind. Danke an euch, liebe Zuhörer, fürs Zuhören. Genießt den Rest des Sommers noch in irgendeiner Form. Nutzt die schöne Zeit, nutzt die Zeit für euch, um auch achtsam zu sein mit euch. Ich bedanke mich fürs Zuhören, wünsche eine schöne Zeit und spätestens live treffen wir uns wieder am 19. September auf der Mitgliederversammlung. Bis dahin, tut das Beste draus. Danke, bis dann, euer Moderator Sascha Lang. 408 508 0 Telefax 0451 408 508 55 E-Mail info at bsvsh.org, Homepage www.bsvsh.org Die redaktionelle Verantwortung hat Dr. Jürgen Trinkus, der Landesvorsitzende des BSVSH, redaktionelle Mitarbeit Regine Planer-Regis für das Lektorat und Sascha Lang als Audio-Redakteur. Für Anregungen und Themenvorschläge freuen wir uns auf Ihre Zuschriften per E-Mail an folgender Adresse.