MoinSeHn - Ausgabe Dezember 2025
Das Audiomagazin vom BSVSH
23.12.2025 42 min Sascha Lang, Jürgen Trinkus & Regine Planer-Regis
Zusammenfassung & Show Notes
MoinSeHn – Ausgabe Dezember 2025
Das Audiomagazin vom BSVSH
In dieser Ausgabe von MoinSeHn, dem Audiomagazin des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein, spricht Moderator Sascha Lang ausführlich mit dem BSVSH-Vorsitzenden Dr. Jürgen Trinkus über ein bewegtes Jahr 2025 und den Ausblick auf 2026. Im Mittelpunkt steht die aktuelle Entwicklung rund um das Blindengeld in Schleswig-Holstein, mögliche Erhöhungen, die Diskussion um eine Dynamisierung sowie die langfristige Forderung nach einer modernen Sinnesgeldgesetzgebung für blinde, sehbehinderte und gehörlose Menschen. Darüber hinaus geht es um die strategische Vorbereitung des Vereins auf die Landtagswahl 2027 und die Bedeutung kontinuierlicher politischer Gespräche. Ein weiteres zentrales Thema ist die positive Entwicklung des BSVSH durch die Professionalisierung der Geschäftsstelle, das erste vollständige Jahr mit Geschäftsführer sowie den Ausbau der Regionalgruppen im Land. Vorgestellt wird außerdem der „Tag der Möglichkeiten 2026“, der am 6. Juni in Rendsburg stattfinden soll. Persönliche Einblicke in Engagement, Motivation und Herausforderungen runden das Gespräch ab und machen deutlich: Inklusion braucht Ausdauer, Vernetzung und Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Die BSVSH Geschäftsstelle ist nun bis zum 05.01.2026 geschlossen.
#MoinSeHn
#BSVSH
#Blindengeld
#Inklusion
#Teilhabe
#Selbstvertretung
#Barrierefreiheit
#Ehrenamt
#Sinnesbehinderung
#TagDerMöglichkeiten
#BSVSH
#Blindengeld
#Inklusion
#Teilhabe
#Selbstvertretung
#Barrierefreiheit
#Ehrenamt
#Sinnesbehinderung
#TagDerMöglichkeiten
MoinSeHn – Ausgabe Dezember 2025
Das Audiomagazin vom BSVSH
In dieser Ausgabe von MoinSeHn, dem Audiomagazin des Blinden- und Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein, spricht Moderator Sascha Lang ausführlich mit dem BSVSH-Vorsitzenden Dr. Jürgen Trinkus über ein bewegtes Jahr 2025 und den Ausblick auf 2026. Im Mittelpunkt steht die aktuelle Entwicklung rund um das Blindengeld in Schleswig-Holstein, mögliche Erhöhungen, die Diskussion um eine Dynamisierung sowie die langfristige Forderung nach einer modernen Sinnesgeldgesetzgebung für blinde, sehbehinderte und gehörlose Menschen. Darüber hinaus geht es um die strategische Vorbereitung des Vereins auf die Landtagswahl 2027 und die Bedeutung kontinuierlicher politischer Gespräche. Ein weiteres zentrales Thema ist die positive Entwicklung des BSVSH durch die Professionalisierung der Geschäftsstelle, das erste vollständige Jahr mit Geschäftsführer sowie den Ausbau der Regionalgruppen im Land. Vorgestellt wird außerdem der „Tag der Möglichkeiten 2026“, der am 6. Juni in Rendsburg stattfinden soll. Persönliche Einblicke in Engagement, Motivation und Herausforderungen runden das Gespräch ab und machen deutlich: Inklusion braucht Ausdauer, Vernetzung und Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Die BSVSH Geschäftsstelle ist nun bis zum 05.01.2026 geschlossen.
#MoinSeHn
#BSVSH
#Blindengeld
#Inklusion
#Teilhabe
#Selbstvertretung
#Barrierefreiheit
#Ehrenamt
#Sinnesbehinderung
#TagDerMöglichkeiten
#BSVSH
#Blindengeld
#Inklusion
#Teilhabe
#Selbstvertretung
#Barrierefreiheit
#Ehrenamt
#Sinnesbehinderung
#TagDerMöglichkeiten
Transkript
Moinsen, Moinsen, Moinsen, Moinsen, Moinsen, das Audiomagazin des Blinden- und
Sehbehindertenvereins Schleswig-Holstein, BSVSH.
Moinsen, das ist das Audiomagazin vom Blinden- und Sehbehindertenverein Schleswig-Holstein,
Buch 21 für Januar, Februar 2026 und Podcast Moinsen für den Dezember 25. Herzlich Willkommen!
Mein Name ist Sascha Lange. Ich bin euer Moderator für diese Ausgabe.
Eine Ausgabe, die an sich nur drei Beiträge enthält.
Beitrag Nummer 1, ein langes, intensives Interview mit Dr. Jürgen Trinkus,
dem Vorsitzenden des Blinden- und Zivilenvereins.
Beitrag Nummer 2, die Schließungszeiten der Geschäftsstelle.
Und Beitrag Nummer 3, ein Hörbuch. Und bei diesem Hörbuch hat Dr.
Jürgen Trinkus, der für uns immer die Hörbücher von der norddeutschen Blindenhörbücherei
auswählt, ja, seine Prinzipien über Bord geworfen. Als Schleswig-Holsteiner
in Kiel wohnend kann man ja mal etwas über Bord werfen.
Wir schauen mal, was das war. Ich wünsche gute Unterhaltung meiner Mr.
Schlang. Schön, dass ihr mit
dabei seid. Moins in das Audiomagazin vom Blinden- und Seelbindenverein.
Ausgabe Januar, Februar für das Audiomagazin Buch 21 und Podcast Dezember 2025.
Wir haben diesen Monat kein Editorial, sondern ich habe mir den Vorsitzenden Dr.
Jürgen Trinkus geschnappt und gesagt, lass uns mal sprechen.
Herzlich willkommen, lieber Jürgen.
Moin lieber Sascha. Ja, da machen wir heute kein Editorial. Das ist heute ja
auch eine besondere Ausgabe dann sozusagen zwischen den Jahren.
Genau, wir verpacken das. Die Ausgabe wird ja im Dezember, Mitte Dezember erscheinen.
Das wissen wir ja. Deshalb ist auch der Redaktionsschluss extrem früh.
Und wir werden auch in dieser Ausgabe, kann ich jetzt schon mal verraten,
noch vielleicht einen Hörbuch-Tipp haben. Und ansonsten wird es das Interview
sein, was dann ein bisschen länger wird.
Lieber Jürgen, wir blicken auf ein Jahr 2025 zurück, wo wir zu Beginn,
juhu, juppei, juppidu, 25 Euro mehr Blindengeld erhalten haben,
und wo wir zum Ende des Jahres auf einmal konfrontiert wurden mit einer indirekten
Bewegung, die ich aber persönlich, weil ich auch nicht im Tagesthema drin bin, so einordnen kann.
Also im Blindengeldthema gibt es Bewegung,
welche denn? Ja, erstmal Schleswig-Holstein gilt schon seit dem 19.
Jahrhundert und vielleicht noch früher als ein äußerst kompliziertes Land.
Da hat wohl der britische Kanzler Palmerston mal den Ausdruck geprägt,
dass es nur drei Leute gibt, die das verstehen. Der eine ist ein deutscher Professor,
der daran verrückt geworden ist.
Ein Pastor, der darüber gestorben ist. Und ich, sagt Palmerston,
habe alles wieder vergessen.
Also Schleswig-Holstein ist auch in der Blindengeldfrage etwas sehr bizarr und
sehr kompliziert und sehr komplex.
Man hat uns ja jahrzehntelang klein gespart.
Das lässt sich auch nachweisen, dass das Budget für Blindengeld ständig gekürzt wurde. und.
Die Zahlung an den Einzelnen dann seit jetzt 2013 eingefroren ist und alle anderen
Bereiche der Gesellschaft haben sich bewegt,
sind teurer geworden, kostenintensiver.
Es wurden auch Leistungen aufgestockt, Blindengeld nicht.
Und wir sind dadurch auch in der Bundesrepublik Deutschland ein Land mit diesem
Alleinstellungsmerkmal und hängen weit hintendran.
Nun hat die Koalition ja 2022 versprochen, das Blintengeld zu erhöhen und hatte
dabei auch offenbar mehr im Auge, als dann dieses Jahr in Kraft getreten ist,
also voriges Jahr beschlossen wurde,
diese 25 Euro und haben aber auch gesagt, das war es dann für diese Legislaturperiode.
Wir sind in diesem Jahr fleißig gewesen, wir die Runde gedreht,
wir haben alle Parteien besucht, hatten mit denen, die dort die Sozialpolitik
verantworten, auch Gespräche.
Wir kennen jetzt ungefähr die Geisteslage in den Parteien, wir kennen sie auch
im Ministerium und sind zu dem Ergebnis gekommen, das ist eine Haltungsfrage, wie die da rangehen.
Sondern das Thema, denn die Summe, um die es geht, das Budget,
mit dem man jetzt einen Bundesdurchschnitt erreichen könnte in der Zahlung,
das wären etwa 13 Millionen pro Jahr.
Das ist ein Posten, der kommt bei vielen anderen Geschichten so ganz nebenbei vor.
Ja, und nun hatte der SSW, das ist ja eine Partei hier in Schleswig-Holstein,
mit einem Alleinstellungsmerkmal, das gibt es in keinem anderen Bundesland,
so eine Minderheitenpartei,
Südschleswigscher Wählerbund, Kommen wir wieder auf die Komplexität und Kompliziertheit
von Flüssig-Wollstein zurück.
Das ist die Minderheitsvertretung der Dänen und der Friesen,
aber eben auch sonst von Minderheiten.
Die hat auch ein Herz für Minderheiten mit Gehörlose und seh-eingeschränkte blindemenschen.
Von Anfang an auch gehabt. Und die haben jetzt einen Gesetzesentwurf in Umlauf gebracht,
der wenigstens, wenn schon nichts sonst gemacht werden kann,
die Dynamisierung anregen sollte oder festschreiben sollte, besser gesagt.
Nämlich eine Dynamisierung, dass wenn wenigstens diese kleine Summe erst mal
über die anderen Dinge, die wachsen sollten, getrennt zu reden sein,
diese kleine Summe mit dem Rentenwert immer wenigstens steigen lässt.
Dieser Gesetzentwurf war plötzlich Verhandlungsthema im Plenum.
Und dann hat die Regierung uns überrascht mit der Verkündung.
Dass sie nochmal schauen wollen.
Die Zahl der Blindengeldempfänger scheint ja zu sinken. Wir sagen,
die sinkt nachweislich und zwar bundesweit seit Jahrzehnten.
Und man könnte ja die frei werdenden Mittel vielleicht nehmen,
um eine moderate Anpassung dieses Jahr noch zu machen, also für 2026.
Wie hoch die sein würde, hat die Regierung in dieser Sitzung noch nicht verkündet,
weil angeblich die Zahlen für 2024 noch nicht vorliegen, die Zahl der tatsächlichen
Blindengeldempfänger, die ja die Planungsgrundlage ist.
Davon hängt das dann ab, wie mit dem vorhandenen Geld an die 2.900 wahrscheinlich,
manche sprechen schon von weniger, Blindengeldempfänger dann sozusagen aufgeteilt
werden kann in Form einer kleinen Erhöhung.
Wir wissen also nicht, wie hoch die sein wird.
Es ist allerdings versprochen, dass sie diesmal nicht erst ab April gelten soll,
sondern wie üblich dann rückwirkend dann eben ab Januar. Aber ob das jetzt 10
Euro, 25, 40 Euro sind, wir wissen es nicht.
Das wäre eigentlich zu dem kleinen Exkurs.
Es wird jedenfalls nicht das letzte Wort sein. Der Dynamisierungsantrag,
der ist jetzt in die klassische Laufbahn der Gesetzesentwürfe geschossen worden.
Da wird also bei der nächsten Sozialausschusssitzung dann ein Verfahren beschlossen,
eine Anhörung wird es geben.
Wahrscheinlich erst eine schriftliche, dann wieder eine mündliche.
Sowas kann erfahrungsgemäß Jahre dauern. und wir sind einfach nur zu der Überzeugung
gekommen, wir müssen jede Gelegenheit nutzen,
um im Gespräch zu sein und im Gespräch zu bleiben und unser langfristiges Ziel
dabei dann eben weiter verfolgen und da sind wir dann eben schon bei der Vorschau
auf nächstes Jahr in diesem Punkt.
Es wird zum Jahresende hin schon der Wahlkampf begonnen haben,
Denn 2027 haben wir Landtagswahlen und unsere Strategie ist die,
dass wir schon diese ganze Zeit permanent mit den Parteien im Gespräch sein
müssen, um mit ihnen rauszuarbeiten.
Was ist eigentlich eure Position für den Nachteilsausgleich von,
jetzt sage ich, nicht blinden Lebenern, sondern von sinnesbehinderten Menschen?
Weil es wird ganz sicher auch sein, dass in der nächsten Legislaturperiode die
berechtigten Ansprüche der Gehörlosen mit verhandelt werden.
Und wir tun gut daran, uns von Anfang an da auch mit denen dann zusammenzutun.
Deswegen ist unser Stichwort dann eine moderne Sinnesgeldgesetzgebung.
Und die wollen wir jetzt ins Denken der Parteien, jetzt unabhängig davon,
wer es an der Macht oder wer nicht, hineinpflanzen.
Eine große Aufgabe. Der Blinden- und Siebettetverein hat sich 2025 enorm weiterentwickelt.
Wir haben das erste Jahr komplett gut mit einem Geschäftsführer vollbracht.
Ich meine, der nächste Monat, die Ende der Tage ist geklärt.
Also Martin Galeano hat das Amt übernommen. Aus deiner Sicht als Vorsitzender,
wie wichtig war dieser Schritt, dass wir einen guten Geschäftsführer gefunden
haben, ein Mensch, der Mensch ist, der aber auch weiß, wo der Hammer hängt,
weiß, wie Wirtschaft funktioniert,
aber auch trotzdem das soziale Herz am richtigen Fleck hat, so würde ich ihn
mal aus meiner Perspektive beschreiben.
Ja, das war für mich persönlich, wenn du so bist, überlebenswichtig und auch für den Verein.
Wir sind ja, das hast du ja hautnah miterlebt, zwei Jahre lang doch ein wenig
führerlos, was die Geschäftstätigkeit angeht, herumgetaumelt.
Wir haben mit ehrenamtlichen Mitteln und mit einem Gegenwind aus der Zentrale
von bestimmten Personen leben müssen, wo wir uns auch aufgerieben haben dran.
Aber diese zwei Jahre waren vielleicht nötig als Vorstufe für die.
Ich habe es ja auch bei der Mitgliederversammlung letztes Jahr gesagt,
die Vorstandswahlperiode dauert vier Jahre.
Wir haben 2022 angefangen. Die endet also mit der Mitgliederversammlung 26.
Es ist zwei Halbzeiten und ich habe damals gesagt, die zweite Halbzeit können
und müssen wir besser spielen.
Und das haben wir tatsächlich auch geschafft. Und das ist eben gut.
Man kann es einer Person, Martin Galliano, festmachen, weil er ist ein Integrator,
ein Kommunikator, ein Mensch, der Leute abholt, mitnimmt, einbezieht.
Wir haben es also geschafft, gemeinsam, möchte ich aber sagen,
doch ein starkes Team zu sein.
Zu werden oder zumindest in diese Richtung zu gehen. Also von der hauptamtlichen
Aufstellung her kann man das sagen.
Es ist ein gefestigtes, leistungsbereites, leistungsstarkes Team,
was aber eben noch aufgebessert werden muss, erweitert werden muss.
Mir fehlen so richtig die Worte dafür.
Wir haben einen klassischen Bereich, der zu einem Selbsthilfeverband gehört,
Er hat bisher nicht mit einer eigenen Position besetzt.
Das ist also Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, Projektmanagement.
Wenn du so bist, wenn du mitgezählt hast, wären das eigentlich drei Bereiche.
Aber wir wären froh, wenn wir erstmal eine Person... Einfaltigkeit.
Ja, wir wären erstmal froh, wenn eine Person das besetzt. Und das ist jetzt
ausgeschrieben, endlich.
Und wir werden das auch besetzen im ersten Quartal, bin ich ziemlich sicher.
Und das wird uns auch nochmal in der Schlagkraft weiterhelfen,
weil es ist ja letztendlich auch eine Frage der finanziellen Spielräume.
Wenn wir uns jetzt sehr weitgehend auf die wirtschaftliche Kraft von unserer
Pflegeeinrichtung und unserer Immobilien verlassen wollen,
ist der Spielraum sehr, sehr, sehr klein für ehrenamtliche Arbeit.
Also da muss es einfach mehr geben.
Wir haben ja auch noch die Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen,
eine Förderung für gesundheitliche Selbsthilfe.
Aber sehr viel mehr haben wir nicht. Und da wird einfach jemand powern müssen,
der nicht nur dann die Kosten seiner eigenen Stelle reinwirtschaften muss,
sondern eben tatsächlich den Verein da noch weiter festigt und mehr Spielräume gibt.
Aber wir haben eben diese Teamstärkung auch im ehrenamtlichen Bereich erlebt.
Das ist jetzt vor allem durch die Entwicklung der Regionalgruppen sichtbar.
Aber du hattest ja nach der Geschäftsstelle und nach dem Geschäftsführer gefragt.
Also das war ein entscheidender Schritt zur Konsolidierung des Vereins und dafür,
dass eben auch der Vorstand besser schlafen kann, nicht unbedingt länger schlafen muss.
Also es gibt nach wie vor ungeheuer viel zu tun. Aber wir merken halt auch,
dass es zwar alles immer länger dauert, als man erhofft hat,
aber doch der Weg richtig ist, den wir gehen.
Also davon bin ich jetzt gerade so zwischen den Jahren sehr fest überzeugt.
Du hast es angesprochen, die Regionalgruppen, die waren ja schon in den ersten
zwei Jahren, gab es schon die eine oder andere, die sich gefunden hat.
Aber ich hatte das Gefühl, dass dieses Jahr nochmal einige aus der Taufe gehoben
wurden, sich wieder zusammengefunden haben, eine neue Dynamisierung entstanden ist,
was natürlich auch durch das Engagement vom Vorstand, von der Geschäftsführung,
von dem gesamten Team als Resultat zu werten ist.
Und natürlich auch wichtigerweise vor Ort, wo die Menschen wieder mitgenommen
werden können, wo wieder Wert darauf gelegt wird, dass wir sie in unserem Boot haben.
Wie hast du diese Entwicklung für dich als Vorsitzender?
Das war ja für dich immer ein sehr wichtiges Anliegen, nah bei den Mitgliedern
zu sein. Wie empfindest du die und wie schätzt du die ein?
Das ist letztendlich das A und O, wenn wir langfristig als Verein bestehen sollen,
dass wir eben, ja, mitgliederstark sind.
Aber mitgliederstark können wir nur sein, wenn wir eben auch in der Fläche des
Landes präsent sind und wenn wir halt dort auch unsere Hausaufgaben machen können.
Und wenn wir dort, das ist ja immer gern auch so Schlagworte,
die man sich merken kann und dann für sich selbst vielleicht verwenden kann, wenn wir sichtbar sind.
Sowohl zentral, aber eben auch
in den einzelnen Regionen sichtbar und daraufhin dann auch ansprechbar.
Und dann ist die Hoffnung, dass dann eben auch Leute zu uns finden,
die sich auch engagieren bei uns, denn das ist nach wie vor doch die Achillesferse.
Wir sind auch in den bestehenden Regionalgruppen zum Teil einfach unterbesetzt.
Es gibt Gruppen, die können zum Beispiel so diese Aspekte der Selbstvertretung,
indem sie da in der Kommunalpolitik mitmischen,
gar nicht wahrnehmen, weil sie niemanden haben, der sich da hinsetzt und den
Gremien sitzt und Papiere liest und mit Parteien redet oder sonst wie.
Also da ist ja auch noch wirklich viel Luft nach oben, aber wir sind jetzt in
den vielen Regionen schon ansprechbar, sichtbar, aktiv und es finden...
Treffen statt. Für mich war einer der Höhepunkte dieses Jahr das Zusammentreffen
der Regionalgruppenleitungsteams in Neumünster am 1. November.
Es war auch so eine tolle Atmosphäre und als die auseinandergingen,
hatten die so viele Netzwerkkontakte schon unter sich geknüpft.
Die rufen sich jetzt gegenseitig an und die laden sich gegenseitig ein,
auch zu Veranstaltungen. Es bilden sich so kleine regionale Netzwerke raus,
also zum Beispiel im Raum Rendsburg.
Schleswig, Eckernförde, da wird man einfach, egal ob es dann mal drei Gruppen
sein werden am Ende oder zwei oder eine,
da bilden sich so Verbünde heraus, dass man Dinge auch gemeinsam angeht und
sich gegenseitig mitnimmt und so.
Das ist sowas, wo ich am meisten freue, dass so eine Eigendynamik in die ganze
Entwicklung reinkommt.
Weiße Flecken gibt es aber noch. Es gibt noch ein paar Regionen,
wo es einfach schwierig ist, Gruppen zusammenzuklicken. Ich komme aus Bad Segeberg.
Ich wüsste mal gerne, wo blind und sehbehindert leben, damit man sich leicht animieren kann.
Also wenn ihr Leute aus Bad Segeberg kennt, würde ich jetzt einfach mich gerne
mal an die Geschäftsstelle vermitteln, damit wir uns mal vielleicht zusammenfinden
und irgendwas da kreieren können.
Das ist alles nicht so einfach und auch in einem Flächenland,
wie du sagst, dann ist trotzdem, wenn man den Kreis Segeberg jetzt nehmen würde,
das ist trotzdem ziemlich groß.
Deshalb gibt es noch ein paar weiße Flecken, an denen sicherlich jetzt gearbeitet
wird und wo ich auch glaube, dass die öffentlichkeitsarbeitende Person,
die dann kommt, einen guten Teil dazu beiträgt.
Denn wenn wir mehr in den Medien, in den Social-Medien auch,
wo wir jetzt noch nicht so vertreten sind als Verein,
präsent sind, wir brauchen mehrere Kanäle, Podcasts und Buch 21 ist das eine,
aber wir brauchen mehrere Kanäle, um präsent zu sein, weil auch die Menschen
sich weiterentwickelt haben und andere Kanäle nutzen.
Ich glaube, das ist eine ganz große Herausforderung, nicht nur für den BSVSH,
sondern, glaube ich, für alle Blindenverbände in Deutschland,
aber auch für alle Vereine, glaube ich.
Ja, ja, auf jeden Fall. Also ich habe ja Schleswig-Holstein von der Pike oft
gelernt durch meinen Beruf, als ich im Jahr 2000 herkam.
Ich habe natürlich auch eine Landkarte im Kopf und kann ich auch jederzeit für
mich gedanklich abrufen, was ist jetzt los?
Da gebe ich das Stichwort Steinburg, da gebe ich das Stichwort Dithmarschen
oder eben auch das Stichwort Dithmarschen.
Region Neumünster-Segeberg-Norderstedt. Also das ist ganz klar.
Immer wenn sich in einer dieser Regionen was regt in unserer Hinsicht,
müssen wir da dran anknüpfen und da wie was draus machen.
Also das steht alles auf der Tagesordnung und ich bin froh, wir haben also jetzt
Nordriefland. Und es war auch eine sehr schöne Veranstaltung, dort zu sein.
Da sind also immer noch bei Wind und Wetter 20 Leute da zusammengekommen,
unter schwierigsten Bedingungen.
Und man hat auch gemerkt, die wollen gemeinsam auch was bewegen.
Ähnlich war das jetzt in Schleswig, aber da müssen wir noch weiter dran baggern.
Eckernförde haben wir noch.
Aber jetzt, wenn diese Ausgabe des Magazins erschienen ist, werden wir in Dithmarschen
gewesen sein. Die Reisbeauftragte hat dort eine Veranstaltung angesetzt, wo es um.
Ein Infotag zu Seeschädigungen geht.
Da haben wir uns als Verein da gleich voll mit eingehängt, haben auch unseren
Mitgliedern Bescheid gesagt, dort könnt ihr uns begegnen als Verein.
Wir werden dort mit Andreas Lassen, Uschi Kleinert, Regina Tomstander,
Rüdiger Zander und ich präsent sein und auch das entsprechend mit Vorträgen
und Diskussionen und Gesprächsangeboten beleben.
Und dann werden wir mal schauen, ob es dann dort auch Leute gibt,
die sagen, ja, ich finde es schade, dass der Verein in meiner Region so schwach ist.
Ich würde mich da einbringen und dann kommen wir aber weiter,
wenn wir erstmal eine Ansprechperson hätten und dann vielleicht eine Gruppe aufbauen können.
Und so hat aber jede Region ihre eigenen Ausgangspunkte und Rad Segeberg ist da auch sehr speziell.
Aber es gibt dort auch Leute, die aktiv sind und die werden wir auch ansprechen.
Das geht nur alles nicht auf einmal, aber ich denke mal schon,
2026 werden wir weitere Lücken schließen.
Lücken schließen. Wir haben letztes Jahr eine Lücke aufgemacht oder besser gesagt geschlossen,
indem wir uns getroffen haben in Rendsburg damals für einen Tag oder Tag der
Möglichkeiten oder Markt der Möglichkeiten 2025 waren wir nochmal in Rendsburg,
diesmal in einem Shoppingcenter.
Jürgen,
Sichtbarkeit, Präsenz sein, das Thema Blindsebehindert an den Mann bringen.
Im Hotel waren damals ganz, ganz viele Leute, 2024, 2025, Shoppingcenter auch.
Wie ist so dein Feedback und ist das ein Konzept, was eventuell für 2026 auch
geplant ist? Auf jeden Fall wird es einen dritten Tag der Möglichkeiten geben.
Also wir haben es ganz bewusst auch Tag der Möglichkeiten genannt.
Das sagt ganz deutlich, veranstalten etwas an einem Tag und das ist mit den
Möglichkeiten ja dann ein ganz offenes Terrain.
Da kann man alle vielfältigen Dinge drinnen unterbringen. Ja,
es wird diesen dritten Tag geben.
Wir werden also in Schleswig-Holstein nach wie vor ein zentrales Event haben.
Da sind wir auch den Rendsburgern sehr dankbar, dass sie ihre Potenziale da
mit einbringen und dass sie diese Idee sich zu eigen gemacht haben.
Es steht auch schon fest, dass es nächstes Jahr am 6.
Juni, das ist der Sehbehindertentag, ein Samstag, wieder einen Tag der Möglichkeiten geben wird.
Und zwar diesmal haben sich unser Team der Geschäftsstelle und der Regionalkoferenzburg
das Gelände der Deuler ausgeguckt. Das ist also, wo die Landwirtschaftsausstellungen stattfinden.
Das ist jetzt auch logistisch nochmal eine Herausforderung. Aber wir sind so
kühn, das möchte ich mal schon verraten.
Dann muss es auch gelingen, etwas wie einen Shuttle-Dienst zu organisieren.
Und es wird ein sehr spannendes Programm geben, rund um Küche und Haushalt vor allem.
Da hat vor allem auch Johannes Schröder und Monika Peters, die haben da schon
sehr viel in Bewegung gesetzt und auch schon einige sehr attraktive Absprachen getroffen.
Ich denke, das wird nochmal eine Qualitätssteigerung geben und wir haben von
jedem der vorangehenden Tage auch natürlich immer Lehrgeld gezahlt und etwas lernen müssen,
aber wir haben auch gelernt, denke ich, und das wird eine ganz tolle Sache, glaube ich, 2026.
Blindengeld 2026, Tag der Möglichkeiten
2026, weitere Lücken in der Regionalgruppenabteilung schließen 2026.
Das sieht schon nach ganz viel aus. Neuwahlen 2026? Genau, das kommt auch noch.
Herr Jürgen Trinkus, dürfen wir von Ihnen wissen, gibt es noch eine nächste
Periode oder wollen Sie das noch aufschieben, ob Sie den Vertrag verlängern?
Nee, ich kann jetzt einfach nicht mitten im Lauf abspringen.
Das ist mir einfach nicht möglich, weil ich dachte ja schon,
es dauert alles viel länger.
Ich habe was im Kopf, wie der Verein dastehen soll, wenn es sozusagen die Mission
erfüllt ist, dass er also mitten in der Gesellschaft ein geachteter,
merkbarer Ansprechpartner ist,
dessen Wort auch Gewicht hat im Land und der für Mitglieder und Ratsuchende und eben auch.
Projektpartner interessant und attraktiv ist, da sind wir jetzt noch nicht.
Also ich muss da weiter dran arbeiten einfach und ich fühle mich im Moment gesundheitlich
auch noch dazu in der Lage,
wenn dann die nächste Wahlperiode zu Ende ist, 2031.
Da werde ich dann 76 sein wohl.
Und dann muss man mal schauen. Bis dahin muss auch dieser ganze Zuwachs an Team,
an Engagement auch dazu führen,
dass es auch sowas wie einen Generationswechsel gibt in der Führung,
auch in der ehrenamtlichen Führung.
Wir sind die meisten im Vorstand, sind schon so in meiner Alterskategorie.
Ich stehe schon dafür, dass eine Gesellschaft, die immer älter wird und deren
Lebenskräfte auch im hohen Alter immer weiter noch wachsen,
oder ja, das Verhältnis wirklich heute, wer heute 70 ist wie ich,
das ist so das 55 von vor 20 Jahren.
Also wenn man diese Kräfte noch hat und dann sich einfach auf die Couch setzt,
ist auch für einen selber nicht gesund.
Ich zitiere sehr dafür, dass auch die Alten tatsächlich dieses Land weiter mitgestalten.
Trotzdem muss natürlich der Generationswechsel jetzt angegangen werden.
Also ich schlussfolgernde Antwort, du trittst nochmal zur Wahl.
Naja, ich trete definitiv nochmal an, wenn mich nicht der Schlag trifft bis dahin.
Also von meinen persönlichen Ausgangspunkten wurde meine Frau darüber nicht
ganz so begeistert, aber hat sich da jetzt auch schon reingefunden,
weil sie auch sieht, Und dass das, wie es sich jetzt entwickelt,
auch mir persönlich gut tut und nicht mehr...
Ich gedankenabwesend und nervös irgendwo da sitze und schlecht schlafe oder so.
Das ist echt besser geworden, dank des ganzen Teams auch und der guten Entwicklung.
Also insofern, nein, das kann ich schon sagen. Soll sich jetzt aber keiner zurücklehnen.
Wir brauchen einfach Leute, noch die kandidieren.
Wir werden uns doch ein bisschen umschichten müssen im Vorstand.
Naja, vielleicht werde ich auch nicht wiedergewählt. Ich trete jedenfalls an.
Und ich hoffe, dass eben auch so ein bisschen kleiner Generationswechsel.
Sich abspielt. Das muss ja nicht sein, dass gleich nur 20-Jährige sind,
aber wenn die 50-Jährigen jetzt stärker zur Geltung kämen, das wäre schon schön.
Sehr schön. Das haben wir dir schon mal aus den Rippen gelockt sozusagen.
Das ist eine gute Nachricht, dass du deine Aufgabe noch nicht als Bandit siehst.
Und ich glaube, dass der Verein jetzt intern mal ruhiger geworden ist und das gut ist.
Es sind noch ein paar Sachen aufzuarbeiten, wie die Finanzberichte von 2024
und 2025. Die müssen noch aufbearbeitet werden.
Aber ich denke mal, dass man 2023 und 2024. Also da kann ich auch dazu sagen,
dass jetzt 23 vorliegt und dass es dazu dann erstmal im internen Kreis am 17.
Dezember auch die Abnahme, die Absprache geben wird.
Und das betont ja unser Geschäftsführer auch immer wieder und das sagt auch
der gesunde Menschenverstand.
Wenn erstmal das Ausgangschaos gebändigt ist, Gestalt des Abschlusses 23,
wo es also durch den vielfältigen und schlecht geführten, weil nicht mit einem
eigenen Geschäftsführer geführten,
Wechsel von Steuerberatern zu einem Buchungschaos auch geführt hat.
Wenn man das gebändigt hat, dann wird das Nachfolgende immer einfacher und klarer.
Und ich denke mal, das hätte ich mir natürlich schon vor zwei Jahren gewünscht,
aber ich denke, nächstes Jahr werden wir das dann haben,
dass wir eine übersichtliche Buchhaltung haben, in der man zurückblicken kann
und damit auch nach vorn verlässliche Zahlen geben kann.
Ich möchte aber auch allen sagen, die jetzt sagen, ihr müsstet eigentlich dicht
machen, wenn ihr keine Jahresabschlüsse vorlegen könnt.
Wir haben unsere Finanzsituation trotzdem unter Kontrolle, auch wenn wir die
jetzt steuertechnisch nicht richtig abgebildet haben.
Wir haben ja den Überblick über unsere Konten und da können wir sagen,
da sind wir von der Insolvenz immer ein gutes Stück weg gewesen.
Und auch weiterhin, die Finanzsituation des Vereins war in der ganzen Zeit nie möglich.
Auf der Kippe. Natürlich war sie angespannt und hat auch manchmal einem Angst gemacht.
Aber das muss man voneinander ein bisschen trennen. Und diese Ordnung in die
Finanzen, die werden wir definitiv jetzt Schritt für Schritt reinbringen.
Herr Galliano ist ja angetreten, hat auch gleich damit einen Partner mit an
Bord geholt, die GEM-Gruppe, die also nicht nur Steuerberatung,
sondern auch Rechtsbegleitung, Datenschutz und alles Mögliche für gemeinnützige
Organisationen anbietet.
Und zwar sehr viele gemeinnützige Organisationen und da sind wir gut aufgehoben
und ja, insofern, auch das ist gut.
19. September 2026 ist die nächste Mitgliederversammlung.
Wir von der Redaktion werden fleißig Buch 21 produzieren.
Wir haben es wieder für 10 Ausgaben 2026 angemeldet. Mal kurz, mal lang.
Gerne natürlich auch immer interessante Beiträge aus den Regionalgruppen von
euch, liebe Zuhörer und Zuhörerinnen. Und natürlich auch der Podcast wird weitergemacht.
Wir wissen ja, im Dezember gibt es ja das Buch 21 für Januar, Februar.
Aber wir wissen auch, Jürgen, jetzt frage ich mal so ganz dezent nach,
die Jahresdank-CD. Ja, es ist in Arbeit, es ist in Arbeit.
Okay, sehr gut. Also, liebe Zuhörer, freut euch auch darauf,
die gibt es dann verschickt per Post, wenn ich das richtig weiß.
Ja, die schicken wir auch per Post an diejenigen, die keine,
keine elektronischen Zugänge zu unseren Informationen haben,
also nicht per Mail versorgt werden.
Und es kann natürlich jetzt sein, dass sie auch jemanden kriegt,
der trotzdem den Podcast hat.
Dann müssen wir das so hinnehmen. Aber diese CD war ja auch ein bisschen die
Maßnahme, auch die Mitglieder zu erreichen, die jetzt mit den elektronischen
Medien nicht so mitgenommen werden können.
Und natürlich auch für Förderer und Freunde ist die CD auch gedacht.
Sobald sie fertig ist, ist sie natürlich auch als Podcast verfügbar.
Wie gesagt, wir sind 2026 noch zusammen und ich bleibe auch als Moderator treu
und freue mich auf die vielen Ausgaben, auf die vielen interessanten Themen.
Wenn wir jetzt nichts vergessen haben, Jürgen, dann haben wir was vergessen.
Ich würde das jetzt mal umkehren, den Spieß.
Du bist immer der, der die Akteure befragt und interviewt.
Ich denke, unsere Hörer möchten auch mal wissen, wie geht es dir? Wo bist du unterwegs?
Und in dem Zusammenhang natürlich auch, wir sind sehr froh, dass wir dich für
Schleswig-Holstein auch haben, dass du hier auch wohnst, dass du dich diesem
Verein so verbunden fühlst und für uns den Podcast machst, aber das macht ja
nicht dein ganzes Leben aus.
Also würdest du unseren Hörern auch mal sagen, was du ja von dir aus vielleicht
nicht machen würdest, wie es dir geht, wo du unterwegs bist, wo deine Reise hingeht?
Also, ich bin derzeit immer noch in Luxemburg tätig.
Also, was viele vielleicht nicht wissen, ich pendle zwischen Luxemburg und Deutschland,
weil ich in Luxemburg seit über 25 Jahren verbeamtet bin.
Dort arbeite ich 70 Prozent von meiner Zeit, 50 Prozent in Präsenz und 20 Prozent im Homeoffice.
Und das Homeoffice ist in Bad Siggeberg. Das liegt daran, weil meine Kinder hier leben.
Und ich bin da im Familienministerium tätig, arbeite da unter anderem als Kommunikationsagent.
Das heißt, als ich angetreten bin vor zwei Jahren beim Familienministerium,
ich bin von der Telekom gewechselt, die war in Luxemburg noch staatlich und
ist immer noch staatlich, also parastaatlich,
war mein Anliegen, die Kommunikation unter den Menschen mit Behinderung,
aber auch den Akteuren aus dem Sektor besser zu vernetzen und daran arbeiten wir.
Wir hatten eine Plattform, wo wir mit höher geschädigten Menschen zusammengekommen
sind, um zu gucken, was sind eure Bedürfnisse.
Wir haben uns zusammen getroffen mit Menschen, die eine Lernbeeinträchtigung
haben, kognitive Beeinträchtigung haben, um zu gucken, wie können wir Workshops,
Informationen so gestalten, dass diese Menschen die auch erreichen als Ministerium.
Wir arbeiten derzeit am Aktionsplan Inklusion, der von 2026 anlaufen soll.
Ich bin Hauptverantwortlichen Koordinator des Alles-Normal-Events in der Lux Expo.
Das ist eine große Ausstellungshalle. Also ein kleiner, großer Bruder vom Tag
der Möglichkeiten. Das geht über zwei Tage und mit über 70 Ausstellern.
Und das Thema Freizeit und Ferien sind dieses Jahr unser Thema.
Ja, und dann arbeite ich gerade noch an der Entwicklung auch in Luxemburg beim
Familienministerium zur Umsetzung eines nationalen Sprecherrates für Bewohner in Einrichtungen.
Wir wollen einen nationalen Bewohnerrat kreieren, der dann auch in die verschiedenen
Prozesse mit eingebunden wird.
Dann habe ich noch meine Selbstständigkeit, da produziere ich derzeit so zwischen
8 und 12 Podcasts pro Monat,
den IGL, Inklusion ganz einfach Leben in deutscher Sprache, wo wir jetzt mittlerweile
bei der 296, 97. Episode sind, also bald bei 300.
In Luxemburg geht das Ganze auf luxemburgisch etwas langsamer weiter.
Da bin ich auch knapp vor 100 mit den Episoden.
Und dann produziere ich noch für den Digitalkompass-Podcast als Moderator,
engagiert so wie beim BSVSH, einen Podcast über digitale Barrieren,
überwinden und abbauen.
Da soll jetzt das Folgeprojekt kommen. Ich hoffe, dass wir das hinkriegen.
Auch sehr interessant, weil es da auch um höhere geschädigte und sehbehinderte Menschen geht.
Ja, und den BSVSH begleite ich natürlich auch in der Form, wie ich das kann.
Und ich halte diverse Vorträge, moderiere Veranstaltungen, habe vor kurzem noch
in Luxemburg einen Vortrag über Beteiligung und Sport gehalten,
wie wichtig Sport ist für Menschen mit Behinderung und wie wichtig das für die Inklusion ist.
Ansonsten kümmere ich mich um meine Kinder. Ich habe zwei Kinder,
19 und 16 Jahre alt und begleite sie bei ihrem Weg, der nicht immer einfach ist.
Aber das ist so meine Aufgabe und bin natürlich auch zu Hause in Luxemburg für
meine Eltern zuständig. Meine Mutter ist mittlerweile 72, hat leider Lungenkrebs.
Auch da muss man als Sohn dann ein bisschen mithalten und gucken,
dass man beisteht, sofern man das alles kann.
Also all diese Dinge laufen in meinem Leben. Mal das eine mehr, das andere weniger.
Mal gut, mal weniger gut. Also ich klinge manchmal auch so, als würde das mir
alles von der Hand fließen und alles ganz easy sein.
Aber manchmal ist es das gar nicht. Aber trotzdem weiß ich zu schätzen,
was ich habe, was ich kann, was ich darf und bin da sehr dankbar darüber.
Diese Dankbarkeit ist, glaube ich, so eine innere Kraft. Das teile ich mit dir voll und ganz.
Und ich denke auch, bei dir ist es so, du kannst dankbar sein,
dass du gesund und kräftig bist und weißt ja auch, diese Art zu leben...
Ist dein Dasein auch. Und die würdest du auch nicht einfach mit einer Vollbremsung
nicht auf die Couch setzen können und dann nichts mehr tun. Das wäre dann auch
das Ende wahrscheinlich.
Absolut, absolut. Der Mensch bin ich gar nicht. Und ich möchte,
ich bin Macher, ich will gerne Sachen bewegen.
Ich setze mich für Dinge ein. Ich wehre mich gegen Ungerechtigkeiten.
Ich brauche für mich persönlich nicht viel Inklusion, weil ich liebe sie.
Aber ich weiß, dass es Menschen gibt, die diese Energie, die wir beide jetzt
zum Beispiel haben, nicht haben. Und dafür sind wir da, um für diese Menschen
eine inklusivere, schönere, gerechtere Welt zu kreieren.
Auch wenn das manchmal ganz viele Nerven kostet und wenn es uns manchmal auch
ziemlich gegen den Wind geht und gegen alle unsere Werte.
Aber ich glaube, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber wir dürfen auch ganz
klar die Message rausgeben. Wir können das nicht alleine.
Wir brauchen wirklich noch Menschen, die sich wirklich engagieren und nicht
glauben, dass alles, was gerade auf dem Tablett liegt, vom Himmel gefallen ist.
Da waren schon vor uns ganz viele Menschen ganz viel aktiv.
Ich rede vom Blindengeld, ich rede von anderen Gegebenheiten,
die wir haben und wir sehen gerade auch politisch eine ganz,
ganz anstrengende Situation.
Wir haben gerade vor kurzem das Bundesgleichstellungsgesetz gesehen,
was einfach katastrophal ist für die Menschen mit Behinderung,
wenn das so umgesetzt wird.
Also wir müssen leider uns einsetzen, die Stimme erhöhen, erheben und das können
wir nicht alleine, nicht die, die jetzt da sind, nicht die 50-,
60-, 70-Jährigen alleine.
Wir brauchen die 20-, 30-, 40-Jährigen und auch vielleicht die unter 20 Jahren
auch, weil sonst wird das ziemlich zappenduster, was Inklusion in Deutschland anbelangt.
Und da möchte ich einfach wirklich den Appell so kurz vor Weihnachten lassieren,
wenn wir alle ein bisschen anpacken, dann braucht keiner alleine viel anzupacken.
Da bin ich ganz bei dir. Jürgen, dir eine wundervolle Zeit mit deiner Frau.
Wunderschöne Weihnachtszeit und dich hören wir ja wieder in der Jahresdank-CD.
Vielen Dank für das Interview und ich freue mich auf 2026.
Ich auch. Macht's gut. Wie jedes Mal am Ende des Jahres braucht auch unsere
Geschäftsstelle eine Atempause und deshalb wird sie auch für eine Zeit lang geschlossen sein.
Der letzte Arbeitstag ist am 19. Dezember.
15 Uhr wird abgeschlossen und aufgeschlossen wird wieder um 9 Uhr am 5.
Januar 2026. Einen Tag nach Louis Breils Geburtstag. Also geschlossen vom 22.
Dezember bis 2. Januar. Da könnt ihr unsere Geschäftsstelle nicht erreichen.
Nur damit ihr bescheuert wisst, dann sind sie im Urlaub. Und den gönnen wir
unserer gesamten Geschäftsstelle, die wir hiermit ganz lieb grüßen und Ihnen
Danke sagen für Ihre großartige Arbeit im Jahr 2025.
Okay, ich habe es angedeutet. Dr. Jürgen Trinkus sucht meistens die Hörbuch-Tipps
der norddeutschen Blinden-Hörbücherei heraus.
Und dieses Mal hat er seine selbst aufgestellten Prinzipien über Bord geworfen.
Als Kieler darf man mal was über Bord werfen. In der Stadt, wo die Meere sind
oder Hafen und so, da darf man gerne mal was über Bord werfen.
Und doch ist es wirklich so?
Gegen die Prinzipien? Was ist denn das Prinzip an sich gewesen?
Na, das Prinzip lautet, dass wir in diesem Magazin Bücher vorstellen von der
NBH, die Bezug zu Schleswig-Holstein haben.
Harry Rowold ist in Hamburg geboren und auch gestorben und den Verlag,
den er von seinem Vater nicht übernehmen wollte, Der Rowold Verlag hatte seinen
Sitz in Schleswig-Holstein-Rheinbeck.
Auch sehr interessant, wusste ich nicht.
Und in diesem Fall zitierte Jürgen Trinkus gerne den bekannten Moderator Jan
Malte Dresen, der mal gesagt hat, dass Hamburg aus Schleswig-Holsteiner Sicht die Vorstadt ist.
So, und dann sind wir wieder ganz schnell zum Bezug, weil passt ja dann alles wieder.
Deshalb viel Spaß mit der Biografie von Harry Rowold aus der norddeutschen Hörbüscherei.
Unser Hörbuch-Tipp von diesem Monat.
»Harry Rowold, ein freies Leben. Er wird werden, was er ist«,
stand in seinem Abschlusszeugnis.
Und es stimmte, Harry Rowold wurde all das, was er schon immer war und sein wollte.
Ein irrekomischer Sprachartist und ein virtuoser Meister der Abschweifung,
ein genialer Übersetzer von Unübersetzbarem und Vorleser mit den tausend Stimmen,
zudem als Krönung Penner Harry in der Lindenstraße.
Kurz vor seinem Tod sagte er, ich hatte ein glückliches Leben.
Tatsächlich aber verlief dieses Leben ganz anders als vorgesehen,
weil er nicht werden wollte, was er werden sollte.
Nachfolger des Vaters als Verleger, versuchte er jahrelang verzweifelt,
dem Rowold Verlag zu entkommen.
Gelesen von Christian Rudolf, 623 Minuten, Buchnummer 71819 9.
Wir sind am Ende dieser Ausgabe angekommen. Herzlichen Dank.
Sascha Lang ist mein Name.
Ich war euer Moderator für diese Ausgabe und natürlich auch für die letzten zwölf Monate.
Vielen, vielen Dank, dass ihr zugehört habt. Vielen, vielen Dank für eure Feedbacks, euer Mitmachen.
Mir bleibt nochmal Danke sagen an Jürgen Trinkus für sein Engagement und auch
an Regine, die immer wieder auch Sachen liefert.
Und Kati, die zwar in der letzten Episode nicht so zu Wort kam,
weil wir nicht so viel Schriftliches zum Besprechen hatten.
Weil Kati ist unsere Moderatorin, die sozusagen die schriftlichen Texte spricht.
Sie kam diese Zeit lang nicht so oft zum Einsatz, weil wir nichts hatten.
Aber trotzdem vielen Dank auch an Kati für die Zusammenarbeit dieses Jahr.
Ja, das Jahr 25 geht zu Ende. Ich denke mal, dass es an der Zeit ist,
ein bisschen zur Ruhe zu kommen, für euch alle, für uns alle.
Draußen sind bewegte Zeiten. Nehmt euch die Zeit, nehmt euch die Zeit für euch,
um bei euch zu bleiben, um für euch den Frieden zu finden.
Denn nur wenn wir inneren Frieden haben, können wir äußeren Frieden auch mitgestalten.
Deshalb, das ist manchmal sehr einfach gesagt und manchmal sehr schwer umgesetzt.
Aber ich wünsche mir für jeden draußen, dass er gesundheitlich in einer guten
Verfassung ist, dass er friedvolle Menschen um sich hat, dass er Harmonie hat
und dass er nicht so viele Streitigkeiten hat und dass er es schafft,
die Menschen, die einem nicht gut tun, aus seinem Leben zu verbannen.
Das geht mit 18, das machen meine Kinder mit 18 oder mit 16 oder mit 19 auch noch.
Das geht aber auch mit 75, mit 80.
Menschen, die einem nicht guttun, haben in unserem Leben nichts zu suchen.
Die haben uns nicht verdient.
Mit dieser Aussage lasse ich euch jetzt einfach in eine wundervolle Zeit.
Danke fürs Zuhören, danke fürs Dabeisein.
Mein Name ist Sascha Lang. Ciao, bye, bye, bis nächstes Jahr. Und zwar in der...
Februar-Ausgabe vom Podcast oder vielleicht hören wir uns auch noch beim Jahresempfang-CD.
Vielleicht aber auch nur noch. Bis dann. Tschüss.
Moin Sehn.
408 508 55 E-Mail info at bsvsh.org Homepage www.bsvsh.org Die redaktionelle Verantwortung hat Dr.
Jürgen Trinkus, der Landesvorsitzende des BSVSH, redaktionelle Mitarbeit Regine
Planer Regis für das Lektorat und Sascha Lang als Audio-Redakteur.
Für Anregungen und Themenvorschläge freuen wir uns auf Ihre Zuschriften per
E-Mail an folgender Adresse.