OMG 11 Die Havelländische Malerkolonie in Ferch am Schwielowsee
05.06.2026 16 min
Zusammenfassung & Show Notes
Die Havelländische Malerkolonie war in den 1920er Jahren rund um den Maler Karl Hagemeister entstanden der aus dem nahen Werder stammte und seit den 1870er Jahren das damals sehr abgelegene Fischerdorf Ferch besuchte, um hier zu arbeiten. Wenig später lud er dazu zunächst seinen Freund Carl Schuch aus Wien ein. Viele der folgenden Malerinnen und Maler der Kolonie gehörten zur Landschaftsklasse an der Berliner Akademie der Künste. Ihnen allen ging es darum, unabhängig von akademischen Vorgaben Landschaftsbilder zu malen: den Schwielowsee, Dörfer, Wälder und Felder sowie das Bauern- und das Fischer-Leben, bei Sonnenaufgang und -untergang, in der Dämmerung und bei Nebel. Viele siedelten sich in Ferch an. Um diese Zeit herum entstanden übrigens in ganz Deutschland rund 30 Malerkolonien, auch in Ahrenshoop an der Ostsee und auf der Insel Hiddensee, so gut wie immer in romantischer ländlicher Umgebung als Gegenpol zum städtischen Leben. Spuren der Havelländischen Malerkolonie sind in Ferch bis heute erhalten.