Recht schreiben. Der Podcast über gutes Legal Design.

Dr. Jens Jeep
Wer hat nicht schon mehrfach nach dem Grund gefragt  bzw. sich sehr darüber geärgert, dass Frauen so oft in der Schlange vor den Toiletten warten müssen, während das bei Männern nur selten der Fall ist? Frauen müssen sich in der Theater- und Konzertpause oft zwischen der lauten Bar und dem stillen Örtchen entscheiden. Und nicht selten greifen sie dann mutig zur Notwehr und gehen einfach in die - meist leeren - Kabinen der Herrentoilette.

Liegt dies wirklich nur daran, dass Frauen so viel länger auf dem stillen Örtchen verbringen als das andere Geschlecht? Immerhin benötigen Sie - anders als Männer - eben eine eigene Kabine mit echter Toilette, während der männliche Begleiter im Stehen deutlich Zeit spart. Allein deshalb schon müsste es aber mehr Toiletten geben für Frauen als für Männer. Doch die Wahrheit sieht nicht nur in der Praxis anders aus, sondern sogar in der Theorie: Ein Blick auf die Damentoilette und in die passenden Gesetze macht das deutlich.

Der wahre Übeltäter versteckt sich nämlich in einer Rechtsverordnung, genauer: In § 12 der Musterversammlungsstättenverordnung.

Darüber spreche ich in dieser Episode mit Uta Gielke und Britta Oehlrich, welche absolute Expertinnen sind, denn sie sind Frauen. Und ich verrate Geheimnisse aus der Männertoilette. 

Unser gemeinsames Ziel: Das muss anders werden. 

Und die Petition dazu gibt es auch. Eine Pinkelpetition. Englisch PP. Bitte unterzeichnen. Hier ist der Link dazu:

https://www.openpetition.de/petition/online/gleichberechtigung-endlich-auch-in-der-pause-weg-mit-den-schlangen-vor-den-damentoiletten

Viel Spaß (trotz des Ärgers über den Grund für diese Episode).