Recording Of Arts Podcast

Recording Of Arts
Since 04/2024 54 Episoden

6 Minuten. 8.000 Leute. Und du hast nur einen Versuch!

Timon und Alex zerlegen, woran Bands live scheitern, bevor der erste Ton kommt – vom Tech Rider über das eigene In-Ear-Rack bis zu dem Change-Over, bei dem der Puls auf 160 geht.

18.09.2026 41 min

Zusammenfassung & Show Notes

Willkommen zu einer weiteren Folge des Recording of Arts Podcasts.
 
Ich bin Alex – Musikproduzent, Tontechniker und Bassist mit über 15 Jahren Erfahrung im Studio und Live. Mein Ziel: echten Rock- und Popmusikerinnen und -musikern helfen, das Beste aus ihren Songs herauszuholen.
 
Diesmal geht es raus aus dem Studio. Zu Gast ist Timon, Bassist bei Insane Perception und als Backliner bei der Band Mythemia unterwegs. Wir stecken mitten in der Festivalsaison, haben in den letzten Wochen einiges gesehen – und reden über das, was Bands auf größeren Bühnen einfach nicht mehr passieren darf. Das hier ist Teil 1 von zwei Folgen.
 
Wir sprechen heute über:
 
Was auf einen Tech Rider gehört – und was nicht. Aktuelle Angaben statt veralteter Listen, ein erreichbarer Ansprechpartner mit Telefonnummer, klar gekennzeichnete Kanäle. Und die Gegenbeispiele aus der Praxis: vierzig DI-Boxen, die extra organisiert und nie gebraucht wurden, ein Rider im Pommes-Design, eine nackte Frau statt technischer Angaben und die Band, die auf die Frage nach ihrem Rider antwortete, sie esse kein Fleisch.
 
Warum der Unterschied zwischen „wir hätten gerne" und „wir brauchen" über die Show entscheidet. Was nicht als Anforderung dasteht, wird beim Veranstalter aussortiert – und dann fehlt vor Ort die DI-Box. Dazu ein Rider, der zum Vorbild wurde: farblich beschriftete Kanäle, die den Kabellabels entsprechen, so wie es Alex bei Asenblut gesehen hat.
 
Wie ein eigenes Rack eine Band unabhängig macht. Warum eine Behringer Wing oder ein Soundcraft Ui16 für die meisten reicht, statt zwanzigtausend Euro für ein Pult auszugeben, wie jeder seinen In-Ear-Mix selbst am Handy fährt – und wo die Grenzen liegen: AES50 läuft über Cat-Kabel bis etwa 75 Meter sicher, bei hundert Metern wird es kritisch. Wer weiter muss, geht über Dante.
 
Funkstrecken, Backups und eigene Mikrofone. Frequenzen vor Ort scannen, Systeme baugleich kaufen statt zu mischen, und immer ein kabelgebundenes Mikrofon auf einem vorbereiteten Kanal liegen haben – denn irgendwann fällt der Funk aus. Dazu die Empfehlung, Bassdrum-, Snare- und Overhead-Mikrofone selbst mitzubringen und die Kabelpeitsche lieber zehn Meter zu lang zu kaufen.
 
Der Moment, in dem alles funktionieren muss. Achttausend Leute, der Techniker einer bekannten Band schaut über die Schulter, und für Change-Over und Linecheck bleiben keine sechs Minuten. Ein Kabelende ist beschädigt, das weiß Timon in dem Moment noch nicht – und beim Einstecken entscheidet ein grünes Licht darüber, ob die Show läuft.
 
Diese Folge ist für alle Bands, die vom Jugendhaus auf größere Bühnen wollen und dabei merken, dass gute Musik allein nicht mehr reicht. In Teil 2 geht es weiter mit dem, was auf Tour wirklich passiert.
 
📌 Kostenloses Strategiegespräch mit Alex:
 
Du willst wissen, ob dein Song bereit fürs Studio ist – oder was der nächste Schritt für dich als Künstler ist? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam, wo du stehst und was deine Musik auf das nächste Level bringt.
 
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