Die Stimme der SBB – Mensch oder Maschine?
10.06.2026 33 min
Zusammenfassung & Show Notes
Die Stimme der SBB begleitet uns täglich am Bahnhof und im Zug. In dieser Folge geht es um vertraute Stimmen, um Erwartungen und Emotionen. Florina Zülli von der Universität Zürich und Rudolf Blankschön von der SBB sprechen mit Host Mara Zenhäusern darüber, warum der Wechsel der offiziellen SBB‑Stimme 2024 bewegt hat, welche Stimmen die SBB sonst noch prägen und welche Rolle der Mensch und die Künstliche Intelligenz bei Durchsagen heute und morgen spielen.
Transkript
In 0,4 Sekunden entscheidet man,
ob man eine Stimme
sympathisch findet oder nicht.
Also eine Durchsage
mit «Grüezi mitenand» reicht schon
und die Leute haben …
-Da hat man schon verloren.
-Oder gewonnen.
<i>Die SBB begrüsst Sie in ihrem Podcast</i>
<i>und wünscht Ihnen eine angenehme Reise.</i>
Genau sie begleitet uns am Morgen
am Bahnhof auf dem Perron, im Zug.
Die offizielle Stimme
der SBB und auch dieses Podcasts.
Ob ein Zug zu spät kommt oder pünktlich,
auf sie ist immer Verlass.
Um sie und weitere Stimmen bei der SBB
dreht sich diese Podcast-Folge.
Welche Stimmen
die SBB als Unternehmen ausmachen,
welchen wir besonders vertrauen
und wie sie auf uns wirken
und welche Rolle die KI
in Zukunft haben könnte,
das klären wir heute.
Ich bin Mara Zenhäusern
und bei mir im Studio ist Florina Zülli.
Sie ist Postdoc-Wissenschaftlerin
an der Uni Zürich
und befasst sich mit den Themen
Gesellschaft, Sprache und KI.
-Herzlich willkommen!
-Hallo Mara.
Und neben ihr sitzt Ruedi Blankschön.
Er ist der «Mister Marke», der Leiter
Markenführung und Erlebnisse der SBB.
-Hoi Ruedi.
-Ciao Mara.
Herzlich willkommen, ihr beiden.
Ruedi, ich hatte einen Jugendtraum,
man muss ja gross denken und träumen,
wenn man jung ist.
Ich wollte immer die SBB Stimme werden,
die man in den Zügen und Bahnhöfen hört.
Was hätte ich mitbringen müssen,
um das zu schaffen?
Nur dafür, dass du hier bist, hast
du schon viel mitgebracht, denke ich.
Aber vor allem Menschlichkeit, Erlebnisse
und eine Stimme, die Komfort ausdrückt.
Was heisst das genau, Komfort?
Kann man das mit der Forschung belegen,
welche Stimmen uns komfortabel sind?
Es ist eine vorherrschende Vorstellung,
dass Stimmen, und welche man gerne hat,
sehr individuell sind.
Tatsächlich ist es viel weniger
individuell, als man denken würde.
Ich glaube, man kann es vergleichen
mit visueller Schönheit,
wo auch viele Leute sagen:
«Das ist doch sehr individuell,
wen ich schön finde und was nicht.»
Wenn man in die Forschung schaut,
sieht man relativ schnell,
dass es universelle Präferenzen gibt,
zum Beispiel:
Man findet symmetrische Gesichter
schöner als asymmetrische.
Und tatsächlich gibt es auch bei Stimmen
ganz klar Stimmen,
die über Kultur, Gender
und einfach alle Sparten hinweg
sympathischer sind oder auch
attraktiver klingen als andere.
Was sind da so die Merkmale?
Welche Stimmen
finden wir attraktiv oder sympathisch?
Eine Stimme setzt sich aus vielen
verschiedenen Elementen zusammen.
Eines der wichtigsten ist die Lautstärke.
Wenn ich den gleichen Satz lauter sage,
wirkt er sehr viel eindringlicher,
also wenn ich
«Hey, kannst du das noch machen?»
lauter oder leiser sage,
ist das etwas anderes.
Dann ist
die Sprechgeschwindigkeit sehr wichtig.
Wenn ich schneller rede, fühlst du
dich vielleicht auch etwas gestresster.
Wenn ich aber langsamer rede,
bist du auch entspannter.
Und die Prosodie, also:
Wie stark inflektiere ich?
Das heisst,
wie lebendig ist meine Stimme?
Also sehr monoton ist sehr viel
weniger sympathisch,
als wenn man etwas Leben hineingibt
und ein bisschen
hoch und runter geht mit der Intonation.
Aber das wichtigste Element
ist der sogenannte <i>Pitch</i>,
die fundamentale <i>Frequency</i>,
also die Grundtonhöhe, einfach gesagt.
Heisst das, je höher
oder je tiefer, desto attraktiver?
Das ist sehr unterschiedlich.
Einerseits kommt es auf die Kultur an.
In China haben Frauen zum Beispiel
generell eine viel höhere Grundfrequenz.
Darum ist dort auch die Attraktivstimme
sehr viel höher angesiedelt als bei uns.
Und es kommt natürlich auch
sehr auf das Geschlecht an.
Bei Frauen wirken höhere Stimmen
meistens attraktiver als tiefere
und bei Männern
ist es gerade das Gegenteil:
Tiefere Stimmen wirken attraktiver,
weil sie mehr Testosteron haben,
weil eine tiefere Stimme
auf einen grösseren Körper hinweist.
Also auch viele evolutionär-biologische
Aspekte, die mitspielen.
Aber tiefere Stimmen drücken auch
mehr Autorität aus, mehr Souveränität.
Ganz interessant ist zum Beispiel,
dass Frauen nach den 1960ern,
als man sozusagen
vom <i>Housewife Style</i> weggekommen ist
und sie vermehrt
in den Arbeitsmarkt eingestiegen sind,
anfingen tiefer zu sprechen.
Die Stimmen sind generell
etwa 20 Hertz heruntergekommen.
Einfach, weil die Frauen gemerkt haben,
sie werden unbewusst oder bewusst
ernster genommen und als kompetenter
wahrgenommen im beruflichen Alltag.
[spricht tief] Das heisst,
ich muss noch etwa zwei Oktaven runter.
[unverständlich]
Aber es ist ja nicht selbstverständlich,
dass die Stimme zur Marke gehört.
Warum ist das
ein wichtiges Element für die Marke SBB?
Wenn ich an eine Marke denke,
denke ich an ein Logo, eine Schrift.
Warum gehört die Stimme überhaupt dazu?
Letztendlich reden wir
von einer 360-Grad-Marke
und der Mensch mit der Stimme
ist sehr zentral.
Wir, die SBB, sind 35 500 Mitarbeitende.
Mit einer einheitlichen Stimme
zu sprechen,
kann eine Marke sehr gut positionieren.
Darum ist das sehr zentral.
Wir sprechen alle Sinne an.
Wir sprechen hier von einem Sinn,
aber am Ende macht alles alles aus.
Florina, was denkst du persönlich
über die offizielle SBB Stimme?
Ich finde sie sehr ansprechend,
auch sympathisch.
Aber das ist auch das,
was man aus der Forschung kennt,
dass Frauenstimmen in solchen Bereichen
bevorzugt eingesetzt werden,
weil Frauenstimmen einfach,
es tut mir leid, Ruedi, aber …
Ich kann da beipflichten.
Ja, es ist wirklich so,
im Schnitt sympathischer,
vertrauenserweckender
und wärmer wahrgenommen werden.
Also ist das kein Zufall,
dass die offizielle SBB Stimme
eine Frau ist und kein Mann?
Ich nehme es schwer an, dass da
viel Marktforschung eingeflossen ist
und man so
zu dieser Quintessenz gekommen ist.
Wir hatten natürlich eine Jury,
die das ausgewählt hat,
und die Frauen haben sich durchgesetzt.
Ja, das ist wirklich so.
Es gibt auch Call-Center-Settings,
wo man ja keine Person vor sich sieht.
Man hat keine Ahnung,
mit wem man spricht.
Man hat nur die Stimme als einzigen
Indikator, als einzige Möglichkeit,
sich Informationen
über die Person zu holen.
Da hat sich auch gezeigt, dass
Personen, die mit Frauen interagierten,
zufriedener waren,
obwohl sie den Anrufenden
die gleichen Aussagen und Infos gaben
wie die männlichen Servicemitarbeiter.
Jetzt haben die Frauen
viele <i>Credits</i> bekommen.
Jetzt müssen wir vielleicht
ein bisschen gegensteuern.
Die aktuelle Stimme gibt es erst
seit dem Fahrplanwechsel 2023,
in den Bahnhöfen schon seit 2020,
aber seitdem ist sie in den Zügen
zu hören und allgemein überall.
Das ist nicht überall gut angekommen.
Das wurde sogar sehr kritisiert.
In den Medien hagelte es Kritik:
«Das klingt roboterhaft, nasal»
und was weiss ich alles.
Was sagt die SBB zu dieser Kritik?
Letztendlich führt jede Veränderung
zuerst einmal zu Kritik.
Wir wollten viel flexibler werden.
Es gab technische Veränderungen
und für uns war es wichtig,
dass wir einen guten Übergang haben
von der bestehenden zur neuen Stimme.
Für uns war klar:
Wir wollen das auch digitalisieren.
Und dann gibt es halt einen <i>Trade-off</i>,
den man machen muss,
zwischen digital und menschlich,
weil ein Markenwert ist menschlich,
einer ist Komfort, einer ist Erlebnis.
Da haben wir uns gefragt:
«Wie kriegen wir das hin?»
Es gibt natürlich immer Kritik
zu den Dialekten; wie gesprochen wird.
Das ist völlig normal, aber ich glaube,
es hat sich alles ein bisschen beruhigt
und wir sind da ziemlich gut unterwegs.
Ich möchte die SBB da in Schutz nehmen:
Es ist wirklich so, dass solche Wechsel
oder generell Veränderungen
von den Menschen primär
als unangenehm wahrgenommen werden.
Ich bringe immer gerne das Beispiel
von popkulturellen Referenzen.
Für alle, die die Simpsons schauen:
Das gab einen riesigen Aufschrei
bei den Fans,
als man die Sprecherin
von Marge Simpson ersetzte,
weil die vertraute Stimme, die man
so stark mit dieser Figur assoziiert,
dieser Wechsel ist einfach ungewohnt
und nicht mehr das, was man kennt.
Das führt häufig zu Ablehnung.
Das heisst aber nicht <i>per se</i>,
dass die Stimme schlecht ist
und sich das mit der Zeit nicht beruhigt.
Ich finde, die SBB hat das auch
sehr gut gemacht mit der sukzessiven,
also Schritt-für-Schritt-Einführung
der neuen Stimme.
Damit nicht Knall auf Fall am
nächsten Morgen auf dem Arbeitsweg,
am Perron auf einmal
eine völlig fremde Stimme herauskommt,
sondern ihr habt ja …
-Wir haben es pilotiert.
Genau.
Dann haben wir sie zuerst am Bahnhof
eingeführt und sukzessive in den Zügen.
Es gibt ja nicht nur digitale Stimmen,
es gibt auch noch menschliche Stimmen.
Da ist es wie bei Paracelsus:
Die Dosis macht das Gift.
Wir haben letztendlich aber beides.
Aber der grösste Teil
ist schon auf der digitalen Ebene,
damit wir da viel Flexibilität haben.
Das ist wirklich gut, dass ihr
das Schritt für Schritt gemacht habt.
So konnte man sich
ein bisschen daran gewöhnen.
Ich glaube, sehr wichtig ist
die Wirkung einer Stimme im Allgemeinen.
Eine Stimme ist so einzigartig,
dass man in der Phonetik
sogar von einem <i>Vocal Print</i>,
also akustischen Fingerabdruck, spricht.
Unsere Stimme ist sehr stark «wir»
oder die SBB Stimme steht
sehr stark für die SBB als Ganzes.
Das nehme ich gerne auf, denn,
du hast schon am Anfang gesagt, Mara:
Kann man das
mit einem Logo gleichsetzen?
Wir reden hier von einem Audio-Logo
in der Markensprache.
Das ist wie eine Positionierung
und wenn die ständig anders ist,
dann ist auch das Bild komplett anders.
Darum ist es wichtig,
dass man sich das gut überlegt,
dass es wirklich funktioniert
und auch zur Marke <i>per se</i> passt.
Ja, dass man es sich gut überlegt,
bei Stimmen geht es unglaublich schnell:
In 0,4 Sekunden entscheidet man,
ob man eine Stimme
sympathisch findet oder nicht.
Also eine Durchsage
mit «Grüezi mitenand» reicht schon
und die Leute haben …
-Da hat man schon verloren.
-Oder gewonnen.
-Je nachdem.
Aus den anderen Sprachregionen
gab es wohl weniger Rückmeldungen?
Es gibt ja auch eine französische
und eine italienische Stimme
und zum Beispiel die französische Stimme
ist die gleiche wie vorher.
Französisch: Wir haben
eine öffentliche Ausschreibung gemacht,
bei der sich bewerben konnte,
wer wollte, auch die Bestehenden.
Dann gab es eine Jury
und am Ende haben wir ausgewählt.
Deutsch, Englisch und Italienisch
ist neu, Französisch ist gleichgeblieben.
Jetzt wollen wir natürlich
auch noch wissen, wie die neue Stimme,
wie das funktioniert.
Das funktioniert
nach einem Baukastenprinzip auf KIB.
Ich sage extra die Abkürzung.
Das heisst Kundeninformation Bahnhof
und ist eine Text-to-Speech-Maschine,
also TTS-Maschine.
Das wird jetzt im Interview
auch das Thema sein
mit Karin Steiner, Expertin
für Text-to-Speech im System KIB.
Durchsagen sind
vordefinierte Lückentexte in Textform,
die dann mit Fahrplan-
und Echtzeitdaten befüllt werden
und in Textform an die
Text-to-Speech-Maschine geschickt werden.
<i>Wie kann man sich
so einen Standard-Lückentext vorstellen?</i>
Wenn wir eine Einfahrmeldung nehmen:
«Gleis X: Einfahrt des Zuges Y nach ABC,
Abfahrt um 10.18 Uhr.»
Das ist so ein Lückentext, bei dem KIB
dann die Gleisbezeichnung einfüllt,
die Zugkategorie wie Intercity
oder Interregio, die Linienbezeichnung,
die Via und Ziele,
also nach Bern–Zürich–St. Gallen
und die Abfahrtszeit.
Das Gleiche gibt es natürlich auch
für Verspätungen, Ausfallmeldungen usw.
<i>Das ist die neueste Generation
von Stimmen, Text-to-Speech,</i>
<i>also dass die Stimme
eben alles Mögliche sagen kann,</i>
<i>was man in die Maschine programmiert.</i>
<i>Das war aber nicht immer so.</i>
<i>Früher war es zum Beispiel noch so,</i>
<i>dass man an den Bahnhöfen
Live-Durchsagen gemacht hat.</i>
<i>Du hast auch noch
solche Live-Durchsagen gemacht, wo?</i>
Genau,
im Operativen Betriebszentrum Basel.
Dort habe ich in der Ansage,
wie es damals hiess,
gearbeitet
und auch Live-Durchsagen gemacht.
<i>Da habe ich immer das Bild von jemandem,
der in seinem Kabäuschen sitz</i>t
<i>mit einem Zettel
und einem Mikrofon davor.</i>
<i>So ist es aber nicht, oder?</i>
Nein, wir sassen im Kommandoraum,
eben im Zentralstellwerk Basel,
an einem Arbeitsplatz
mit ganz vielen Monitoren vor uns
und Holzkisten mit laminierten Kärtchen
mit Texten zu jedem Zug,
der einfuhr, anhielt, abfuhr usw.
Und diese Texte haben wir vorgelesen.
<i>Da hielt man also besser
Ordnung in diesem Register.</i>
Selbstverständlich.
Die Kärtchen waren in einer
vordefinierten Reihenfolge eingeordnet
und bei Dienstschluss
musste man das wieder aufräumen,
wenn man einmal ein Chaos hatte,
weil der Betrieb nicht so rund lief.
<i>Auch ein bisschen fehleranfällig?</i>
Ja, natürlich.
Wenn es eine Gleisänderung gab,
musste man sich das quasi denken
und durfte nicht einfach blind ablesen.
<i>Nach diesen Live-Durchsagen
gab es wahrscheinlich noch mehr Schritte</i>
<i>bis zur heutigen
vollautomatisierten Version, oder?</i>
Richtig, es gab danach schon
ein Kundeninformationssystem.
Das bestand
auch aus einzelnen Audio-Fragmenten.
Die vorhandenen Sätze
wurden im Tonstudio
mit professionellen Sprecherinnen
aufgenommen
und das System am Bahnhof hat diese dann
zu Sätzen zusammengesetzt.
<i>Heute ist das nicht mehr nötig
mit Text-to-Speech.</i>
<i>Was ist der grösste Unterschied zwischen
der Technik mit den ganzen Sätzen</i>
<i>und heute, wo die Maschine
im Prinzip jedes Wort lesen kann?</i>
Hinter der TTS-Stimme steckt zwar auch
eine Frau, ein Mensch, ursprünglich,
aber der Hersteller
der Text-to-Speech-Maschine
hat aus der menschlichen Stimme
eine künstliche Stimme erstellt,
die grundsätzlich alles lesen kann.
<i>Und dafür brauchte man
viele Stimmproben von diesem Menschen?</i>
Mit ihr ging man
rund zehn Tage ins Tonstudio
und sie musste ganz viel Text vorlesen,
sprechen; nicht nur mit Bahnbezug
und nicht nur Bahnhofnamen,
sondern ganz viel Weiteres.
Aus all diesen Tonaufnahmen kreierte
die Firma Aristech
die künstliche Stimme,
die uns jetzt zur Verfügung steht.
<i>Und dieser kann man
irgendeinen Text vorgeben</i>
<i>und das klingt dann
nach der offiziellen SBB Stimme.</i>
<i>Aber du musst das manchmal
trotzdem noch bearbeiten?</i>
Wir bekommen manchmal Rückmeldungen
von Kund:innen, von Kolleg:innen,
manchmal hört man selber etwas,
dass sie irgendein Wort,
Bahnhofsbezeichnungen vor allem,
schlecht, falsch oder unschön ausspricht.
Das sind so Sachen, die ich
feinjustieren und versuchen kann,
ihr die richtige Aussprache
beizubringen.
<i>Was fasziniert dich an deinem Beruf?</i>
Einfach die Daten im Hintergrund
zu pflegen, zu analysieren,
Fehlern und Problemen
auf die Spur zu kommen.
Ich stehe nicht so gern
im Vordergrund und im Rampenlicht.
<i>Du vermisst
die Live-Durchsagen am Mikrofon nicht?</i>
Nein, ehrlich gesagt nicht.
Ruedi, du warst beim Wechsel
zu dieser Text-to-Speech-Maschine
nahe dran und involviert.
Was war deine Funktion bei dem Ganzen?
Ich war jemand aus dem Team,
das die Stimmen bewertet hat.
Du musst dir das so vorstellen:
Einen Tag lang habe ich einfach
Stimmen angehört
nach unterschiedlichen Kriterien,
und zwar Deutsch, Französisch,
Italienisch und Englisch.
Dort wirklich Differenzen herauszuspüren
ist ziemlich schwierig,
weil mit der Zeit verleidet es einem,
und trotzdem hast du deine Kriterien,
bewertest und gibst das ab.
Das ist eine Bewertung der Stimme
in den unterschiedlichen Sprachen
und das war relevant.
Ich war auch nicht der Einzige,
ich war Teil eines Teams
und am Ende hat man die Stimme gewählt,
die am besten war,
und, sei es stimmlich, qualitativ oder
technisch und auch preislich natürlich,
einen Unterschied gemacht hat,
und zwar alles entlang der Markenwerte.
Das waren also die Kriterien,
unter anderem.
Wie viele Leute waren da in der Jury?
Wie viele Leute haben
die aktuelle Stimme ausgewählt?
Das kann ich dir
beim besten Willen nicht mehr sagen.
Sicher viele.
Du warst jedenfalls nicht der Einzige.
Es waren genug, sodass man
ein möglichst gutes Sample hatte,
weil am Ende
sollte es etwas repräsentieren,
das für alle spricht.
Das heisst, es waren
nicht nur Deutschschweizer:innen,
es waren auch Leute vom Sprachdienst,
insbesondere Französisch-,
Italienisch-, Englischsprechende,
weil wir Deutschschweizer:innen
merken das nicht gleich
wie jemand,
der aus der Kultur selbst kommt,
du hast das vorhin angetönt.
Interkulturelle Kommunikation
ist sehr wichtig,
wenn man kommunizieren will.
Da haben wir sehr darauf geachtet.
Florina, du hast gesagt: Je menschlicher
eine Stimme klingt, desto besser.
Karin Steiner
hat im Interview auch gesagt,
dass sie die Maschine
manchmal trainieren muss,
weil sie Fehler
bei der Aussprache macht.
Sind wir Schweizer:innen
besonders heikel, was Ortschaften angeht,
oder hat das einen anderen Grund,
dass uns das irritiert,
wenn ein Ort falsch ausgesprochen wird?
Ich glaube,
es hat einerseits schon damit zu tun,
dass uns Schweizer:innen
unsere Ortschaften und Dialekte
ein Stück weit am Herzen liegen,
weil das Heimat und Identität für uns ist.
Und wenn dann ausgerechnet
der eigene Heimatort
immer falsch ausgesprochen wird,
kann das schon
als sehr störend empfunden werden.
Vielmehr ist es aber auch:
In der Robotikforschung
gibt es einen Effekt,
der <i>Uncanny Valley</i> heisst,
also «das unheimliche Tal».
Für alle, die den Podcast nur hören:
Ihr müsst euch eine schräge Linie,
die nach oben geht, vorstellen.
Und da ist es wirklich so,
dass je menschlicher, desto besser.
Also zum Beispiel bei Objekten,
wenn du eine Barbie hast und einen Stein
und gibst sie einem Kind,
wird es die Barbie viel lieber haben.
Einfach, weil sie menschenähnlicher ist.
Und die Linie geht immer weiter hoch,
aber dann gibt es den Moment,
wo es kippt.
Und dort geht sie senkrecht nach unten
und das kreiert das unheimliche Tal.
Der Moment des Kippens, wenn die
Sympathie zur Aversion wird, tritt ein,
wenn wir das Gefühl haben,
das ist menschlich,
zum Beispiel die Durchsage:
Das ist eine Person, die das sagt.
Wir gehen völlig in der Illusion auf,
dass das eine menschliche Stimme ist.
Und dann passiert genau so ein Fehler.
Wenn es dann zum Beispiel heisst:
«Nächste Haltestation Unterageri.»
Wir merken gleich:
Es hätte Unterägeri heissen sollen.
Das ist der Moment, wo wir merken,
dass das gar kein Mensch war.
Da spielen dann viele auch
psychologische Faktoren hinein,
warum wir das nicht mögen.
Aber unter dem Strich kann man sagen,
wir mögen es nicht, wenn wir merken:
Das war jetzt eine KI oder Maschine
und ich dachte, das sei ein Mensch.
Darum die Leitlinie in der Robotik, aber
vielleicht auch für die SBB interessant:
lieber eine sehr sympathische, aber klar
als KI oder künstlich erkennbare Stimme
oder eine ganz menschliche Stimme,
aber nicht gut ist,
wenn man in das Tal hineingeht.
-Absolut.
-Ja, das ist dann wirklich …
Die aktuelle Stimme hat vor allem
bei den französischen Ortschaften Mühe,
also hat man beim Casting nicht darauf
geachtet, dass sie Französisch kann?
Da ich nicht beim Casting dabei war,
kann ich dir dazu nichts sagen.
Fakt ist: Wir sprechen es sicher nach,
damit das funktioniert,
denn das sind genau die Elemente,
die man am Ende korrigieren muss.
Und ja, mehr Mensch dank KI,
das ist die Thematik dahinter.
Also gibt es auch für die SBB
Grenzen beim Einsatz von KI?
Man wird nicht
zur reinen KI-Stimme übergehen?
Heute ist es so: Die Realität
ist auch nicht die reine KI-Stimme.
Es gibt immer Ereignisse,
die du nicht planen kannst.
Darum ist der Mensch
da immer noch sehr zentral.
Das Authentische, das Menschliche
wirst du mit grosser Wahrscheinlichkeit
nicht mit reiner KI ersetzen können.
-<i>Davon gehe ich heute aus.</i>
-Genau.
Drei Menschen, die jeden Tag
in den Zügen Live-Durchsagen machen,
sind unsere Kundenbegleiter:innen.
Von ihnen hören wir jetzt
eine Durchsage.
Meine Damen und Herren,
guten Morgen miteinander im Zug.
Jetzt, wo wir alle Ostschweizer
Passagiere aufgegabelt haben,
möchte ich euch noch ganz recht herzlich
persönlich begrüssen
zur heutigen Fahrt im Intercity
vom zufriedenen, schönen Mostindien
via die geschäftige Stadt an der Limmat
und die gemütliche Stadt an der Aare
und schliesslich an die
schön gelegenen Orte zwischen den Seen
und wünsche euch allen
eine zufriedene Reise.
Fahrt euern Blutdruck
auf Stellung «entspannt» herunter.
Von uns allen einen schönen,
zufriedenen und sonnigen Tag
und geniesst die Fahrt mit uns.
Um alles andere kümmern sich das flotte
Mädchen und wir Jungs vom Personal.
Merci vielmals!
Liebe Reisende,
eine kleine touristische Information
nach Durchfahrt des Kerenzerbergtunnels:
Auf der linken Seite erblicken Sie
den wunderschönen Walensee
mit den Churfirsten gleich dahinter.
Geschätzte Fahrgäste, in wenigen Minuten
treffen wir in Basel SBB auf Gleis 9 ein.
Dies ist dann auch
der Endbahnhof dieses Zuges.
Wir bitten alle Reisenden auszusteigen
und verabschieden uns von Ihnen.
Das SBB Zugteam wünscht allen Reisenden
noch einen wunderbar schönen Abend.
Besten Dank,
dass Sie mit der SBB gereist sind,
und es würde uns auch sehr freuen,
Sie ein anderes Mal wieder recht herzlich
bei uns willkommen zu heissen.
So, werte Fahrgäste, wir wünschen
Ihnen allen noch einen schönen Abend
und einen schönen Aufenthalt in Zürich.
Auf Wiedersehen miteinander, ade.
Das waren Tinu Tschanz,
Carolina Waldvogel und Marco Lardi,
die diese Durchsagen gemacht haben.
Wie haben sie auf euch gewirkt?
Ich habe alle
wahnsinnig sympathisch gefunden.
Ich finde, man hat bei allen
das Lächeln in der Stimme gehört
und das hört man ja sehr gut,
ob jemand lächelt währenddessen
und das ist natürlich ansteckend.
Man merkt, dass sie Freude am Job haben.
Sie machen das gerne
und sie wollen etwas <i>on top</i> dazugeben,
um einen guten Tag zu wünschen,
und genau das macht den Unterschied.
Das ist authentisch
und das hat mir auch sehr gut gefallen.
Das ist eben auch die
von dir angesprochene Menschlichkeit,
die mit hineinspielt, und man hört
ja auch den Charakter der Personen.
Das macht es extrem menschlich,
authentisch und dadurch auch glaubwürdig,
dass sie einem jetzt wirklich
einen schönen Tag wünschen.
Man weiss, sie müssen das nicht sagen,
sondern das machen sie selber
von sich aus einfach oben drauf
und dadurch wirkt es so echt.
<i>Sie haben
ihren persönlichen Stil gefunden.</i>
Und das hat Platz.
<i>Sie haben mir auch gesagt,
warum sie das machen.</i>
<i>Das wollte ich im Interview
noch von Ihnen wissen.</i>
<i>Sie sagen es uns gleich noch selbst.</i>
<i>Mein Name ist Marco Lardi.</i>
<i>Ich bin Zugchef International in Zürich
und seit bald 33 Jahren bei der SBB.</i>
<i>Bei der Arbeit ist schön, dass ich
jeden Tag neue Leute um mich herum habe,</i>
<i>die Abwechslung,
Fremdsprachen und das Reisen generell:</i>
<i>Durch die schöne Schweiz reisen.</i>
<i>Was will man mehr?</i>
-<i>Du bist bekannt</i>
<i>für deine speziellen Durchsagen</i>.
<i>Du machst</i>
<i>ein bisschen mehr als die Norm</i>.
<i>Warum machst du das?</i>
-<i>Bei mir liegt es wahrscheinlich daran,</i>
<i>dass ich international fahre,</i>
<i>und im internationalen Verkehr</i>
<i>hast du keine automatische Durchsage</i>.
<i>Da machst du alles von Hand</i>.
<i>Vor allem Deutschland</i>
<i>wegen der Störungen</i>.
<i>Da lernst du schnell eine Durchsage.
[lacht]</i>
-<i>Machst du das auch gern?</i>
-<i>Ja,
ich bin mit vier Frauen aufgewachsen.</i>
<i>Vielleicht rede ich deshalb
etwas mehr als der Durchschnittsmann</i>.
-<i>Was macht für dich
eine gute Durchsage aus?</i>
-<i>Verständlich muss sie sein</i>.
-<i>Wie wichtig ist Authentizität
deiner Meinung nach?</i>
-<i>Wichtig, denn das merkt der Mensch.</i>
<i>Wenn ich ihn anlüge, merkt er das.
Du musst ehrlich sein.</i>
-<i>Carolina Waldvogel,
Chefkundenbegleiterin SBB.</i>
<i>Meine Durchsagen
zeichnen sich dadurch aus,</i>
<i>dass ich etwas Schönes
für den Tag einbringe.</i>
<i>Heute zum Beispiel begrüsse ich
die Reisenden schon nach der Abfahrt,</i>
<i>damit sie merken, dass sie
bei mir herzlich willkommen sind</i>.
<i>Ich sage meinen Namen.</i>
<i>Ich wünsche ihnen eine gute Reise und
danke, dass sie überhaupt mit uns reisen.</i>
<i>Und dann merken sie:
«Aha ja, wir gehören hier hin.»</i>
-<i>Ist das auch der Grund,
warum du das machst,</i>
<i>warum du so viel von dir hineingibst?</i>
-<i>Ja, auf jeden Fall.</i>
<i>Das kommt super zurück.</i>
<i>Es kommen sogar auch viele Schreiben.</i>
<i>Die Leute kommen manchmal
vor den Zug oder auch im Zug,</i>
<i>um sich persönlich bei mir zu bedanken</i>,
<i>und das ist wunderschön, wenn der Kunde
auch merkt, dass ich es herzlich meine.</i>
-<i>Mein Name ist Martin/Tinu Tschanz.</i>
<i>Ich bin
Chefkundenbegleiter im Depot Bern.</i>
-<i>Was motiviert dich, etwas speziellere
Durchsagen zu machen als der Standard?</i>
-<i>Das haben wir vor X Jahren angefangen.</i>
<i>Wir hatten so spezielle Züge
am Morgen von Zürich nach Bern,</i>
<i>auf die wir alle geflucht haben.</i>
<i>Mal etwas probieren.</i>
<i>Zuerst habe ich damit angefangen,
in Bern eine Verabschiedung zu machen.</i>
<i>Das ist gut angekommen bei den Leuten</i>
<i>und dann habe ich angefangen
Begrüssungen zu machen ab Zürich.</i>
<i>So ist es immer weitergegangen,
bis ich meinen Stil gefunden habe.</i>
-<i>Das heisst, du bekommst
viele direkte Rückmeldungen?</i>
<i>-Sehr viel.</i>
<i>-Was sagen sie dann?</i>
-<i>Sie grinsen, haben Freude, sagen:</i>
<i>«Das war schön</i>
<i>und hat mir den Tag gerettet.»</i>
<i>Du merkst richtig:
Jetzt sind sie zufrieden.</i>
-<i>Sie bringen alle
sehr viel Persönlichkeit hinein.</i>
<i>Welche Rolle spielt
vielleicht auch der Dialekt bei ihnen?</i>
Dialekte sind
ein zweischneidiges Schwert, denke ich,
denn es gibt natürlich …
Bei uns an der Universität Zürich (UZH)
wurde auch viel Dialektforschung gemacht
und es gibt, wie auch bei der Stimme,
Dialekte, die besser ankommen als andere.
Die Person der ersten Durchsage,
war, glaube ich, ein Berner?
<i>Ja, genau.</i>
Berner Dialekt ist natürlich
sehr, sehr beliebt.
Das hat nur zu einem Teil damit zu tun,
wie die Stimme wirklich klingt
oder was den Dialekt ausmacht,
zum Beispiel die langen Vokale,
die Weichheit dadurch.
Aber es hat vielmehr auch damit zu tun:
Wenn wir eine Stimme hören,
stellen wir uns automatisch
die sprechende Person vor.
Ich merke das immer gut,
wenn ich am Telefon bin mit jemandem,
den ich nicht kenne, und die Person
ruft an und sagt, was auch immer,
wahrscheinlich
will sie mir etwas verkaufen.
Auf jeden Fall höre ich
viele Merkmale oder Eigenschaften
über die Person aus der Stimme heraus.
Das fängt bei biologischen Merkmalen an.
Ich höre:
Ist das ein Mann oder eine Frau?
Ist sie alt oder jung?
Dann regionale Sachen:
Kommt sie aus Bern oder aus Basel?
Und dann geht es weiter und weiter.
Dann kommen Faktoren dazu wie:
Finde ich sie sympathisch?
Finde ich sie attraktiv?
Es gibt auch viele interessante Studien,
bei denen die Leute eine Person
anhand der Stimme beschreiben sollten.
Es ist unglaublich,
wie gut das zum Teil übereinstimmt.
Sie haben Stimmen gehört
und Fotos auf dem Tisch gehabt
und mussten das matchen.
Und das ergab eine Übereinstimmung
von über 85 Prozent,
was doch relativ viel ist.
Ich glaube, darum hat das
auch viel mit dem Dialekt zu tun:
Wie stellt man sich einen Berner vor?
Also wenn du spontan drei Adjektive
zu einem Berner sagen sollst:
Ein:e Berner:in ist …
Ruhig.
-Ruhig, gemütlich, ja.
-Gemütlich.
Wohlüberlegt natürlich,
muss ich als Berner fast sagen.
Drei Sachen:
Für mich ist er ruhig, authentisch und
lässt sich nicht aus der Ruhe bringen.
Ja, genau, du stehst nicht
alleine da mit dieser Meinung.
Das ist genau das, was die meisten
Schweizer:innen sich darunter vorstellen.
Und zwar weil die Persona,
also das imaginäre Bild,
das wir von einem:einer Berner:in haben,
so positiv konnotiert ist,
also womit wir
positive Sachen in Verbindung bringen,
finden wir eben auch
den Dialekt sympathisch.
Das beeinflusst sich gegenseitig.
Darum ist zum Beispiel
der Zürcher Dialekt je nachdem ...
Mara, wie beschreibst du
ein:e Zürcher:in in drei Adjektiven?
Gestresst vielleicht.
Schnell.
Städtisch.
Städtisch, urban, ja genau.
Darum ist der Zürcher
Dialekt je nach Durchsage,
es kommt auch auf den Inhalt an.
Wenn man eine Störung hat, sich aufregt
und vielleicht beruhigt werden muss,
wäre vielleicht eine Stimme
mit Berner Dialekt besser geeignet,
die Emotion beim Pendler /
bei der Pendlerin auszulösen,
sagt: «Giele, Mäidschi, es tut uns leid,
aber es geht nochmal zehn Minuten.
Gehen Sie doch einen Kaffee trinken.»
Das war jetzt schlecht, aber <i>anyways</i>.
Und ein Zürcher sagt:
«Wir haben jetzt Verspätung.
Wir probieren es, aber …»
Ich glaube, das würde auch
ein Zürcher Kundebegleiter nicht machen.
Hoffentlich, Ruedi?
Mir gefällt das natürlich.
Ich fand die drei Beispiele hervorragend,
denn das zeigt ja auch:
Es gibt einen föderalistischen Gedanken
dahinter.
Wir haben die Regionalitäten
und das darf Platz haben.
Wenn man so eine Ansage macht,
ist das absolut okay.
Das zeigt auch: Wir machen Verbindungen
innerhalb der Schweiz mit Menschen,
und das findet so
natürlich umso mehr statt.
Ich finde auch bei diesen Beispielen
überlagert die Persönlichkeit
dieser Leute den Dialekt.
Für mich spielt es keine Rolle,
was sie für einen Dialekt haben,
weil sie so viel von sich einbringen,
dass es sympathisch wirkt.
Und wir sind uns einig: Sie sind
gute Markenbotschafter, oder Ruedi?
Das ist genau das Allerwichtigste dabei,
weil wir sind 35 500
und wir machen die Marke aus,
jede:r Mitarbeiter:in täglich im Job,
aber auch im privaten Umfeld.
Und dort sieht man es ja auch:
Man weiss, man arbeitet bei der SBB,
und man bekommt auch
alle möglichen Fragen gestellt.
Die Stimmen der SBB sind also
ein zentrales Element des Unternehmens
und vor allem die Menschen dahinter,
haben wir heute gelernt.
Sie machen die SBB aus.
Wenn du jetzt für die SBB
zusammenfassen müsstest:
Worauf kommt es
bei dieser offiziellen Stimme an?
Was muss sie mitbringen oder was hätte
ich mitbringen müssen, um sie zu werden?
Ich denke, egal,
welche Stimme aktuell die Durchsage macht
oder welche Personen alle
zur SBB Stimme dazugehören,
sie alle verkörpern die gleichen Werte:
Authentizität, Menschlichkeit,
Wärme, Zuverlässigkeit.
Ich denke, das ist die Person,
die undefinierte Persona,
die man damit in Verbindung bringt.
Deshalb: Du hättest das sicher
super gemacht, davon bin ich überzeugt.
Aber darum ist es auch nicht
problematisch, wenn die Stimmen wechseln
und vielleicht auch in Zukunft
wechseln werden,
vielleicht noch etwas mehr
synthetisiert werden.
Solange diese Kernwerte
immer erhalten bleiben,
stimmen die Stimme
und die sprechende Person der SBB,
die man sich vorstellt, überein.
Und ich denke,
darauf kommt es am Ende des Tages an.
Zuverlässigkeit und Menschlichkeit
als wichtige Elemente,
die Stimme als zentrales Element der SBB,
vor allem eben die Menschen dahinter.
Sie machen das Unternehmen aus.
Danke vielmals euch beiden
für das spannende Gespräch,
Ruedi Blankschön und Florina Zülli.
-Danke vielmal.
-Danke dir, danke euch.
Und merci vielmals
auch euch ausserhalb des Studios,
die ihr
den heutigen Stimmen gelauscht habt.
Wenn euch die Folge gefallen hat, liket
und teilt den Podcast in euerm Umfeld.
Wir freuen uns auch über Feedback
an podcast@sbb.ch.
Die Abschiedsworte überlassen wir
heute Kundenbegleiter Tinu Tschanz.
<i>Ich wünsche allen aussteigenden
Passagieren einen weltsguten, zufriedenen</i>
<i>und erfolgreichen, aber vor allem
gemütlichen Nami bei uns im Bernbiet.</i>
<i>Habt weiterhin Sorge zu euch
und bleibt gesund.</i>
<i>Adieu mitenand.</i>
<i>Dieser Podcast endet hier.</i>
<i>Wir bitten Sie auszusteigen
und verabschieden uns von Ihnen.</i>