Einstellung, Glück, Selbstbild + INTERVIEW mit Nicole Schwarz über Tinnitus [S4E18]
13.04.2026 43 min
Zusammenfassung & Show Notes
Jürgen und Nicole fragen sich gegenseitig (unter anderem): Was ist Glück?
Ich brauche mal kurz deine Aufmerksamkeit: Ich bin Jürgen und ich mache die Schmerzenssache seit mehr als 7 Jahren. Sie war und ist ein absolutes Leidenschaftsprojekt. Da ich aber – wie du als Chronie vermutlich schon weißt – 2025 aus gesundheitlichen Gründen meinen Job aufgeben musste und mich nun als Selbstständiger durchschlage, muss ich Projekte wie dieses oft gegen bezahlte Kundenaufträge abwägen. Ich will die Schmerzenssache weiterhin und auch weiterhin kostenfrei anbieten; dazu aber muss sie zukünftig einen Teil zum Lebensunterhalt von mir und meiner Familie beitragen. Dafür brauche ich deinen Support – ob direkt finanziell via Steady, als Podcast- oder Newsletter-Abonnent, als Rezensent in den üblichen Podcastverzeichnissen ...
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Und jetzt weiter zur Episode:
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Einstellung, Glück, Selbstbild + INTERVIEW mit Nicole Schwarz über Tinnitus [S4E18]
Ich habe mir meine Schwägerin Nicole Schwarz eingeladen, um mit ihr über Tinnitus zu sprechen. Das fällt zwar nicht unter chronische Schmerzen, aber die Parallelen sind überraschend auffällig.
Die Fragen in dieser Episode:
- Dein Schmerz ist dein Mitbewohner – wie ist euer Verhältnis zueinander?
- Was ist für dich Glück?
- Hat sich dein Selbstbild in der Zeit mit chronischen Schmerzen verändert?
Alle Fragen findest du auch auf der Webseite – hier kannst du auch deine Antworten hinterlassen, mit Anderen diskutieren oder neue Fragen vorschlagen.
Was ich mir aus dieser Episode mitnehme?
Die Struggle, die Ängste, die Gedankenspiralen bei Menschen mit unsichtbaren Krankheiten sind überraschend ähnlich.
Und hier das Video zur Folge: Youtube.
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🎬 Check auch die Videos zu den Episoden von Staffel 4 auf dem Schmerzenssache-Instagram-Feed und in Jürgens Youtube-Channel.
🎸 Hier entlang zu Jürgens Schmerz-Playlist bei Spotify: https://open.spotify.com/playlist/2RzJxJ8hVT9rzoYPrNCuGz?si=b9c5e227ace249ca
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⭐⭐⭐⭐⭐ – Bewertungen helfen mir und diesem Projekt, die Sichtbarkeit zu erhöhen und mehr Menschen in ähnlich herausfordernden Situationen zu erreichen. Nicht, weil ich glaube, dass ich ihnen helfen kann – aber zumindest möchte ich ihnen auf diesem Weg ein ganz, ganz herzliches „Ihr seid nicht allein“ über den Zaun werfen.
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📜 Das Schmerzmanifest, das in diesem Podcast gelten soll:
- Schmerzen sind kein Tabuthema.
- Jede und jeder hat das Recht auf den eigenen Schmerz. Vergleichen ist verboten. Wir alle gehen mit Schmerz subjektiv um, das muss respektiert werden.
- Ich präsentiere keine Lösungen, nur Erfahrungen und Impulse.
- Schmerz definiert mich nicht als Persönlichkeit.
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Transkript
Hi, willkommen zurück bei der Schmerzenssache. Ich bin der Jürgen,
das ist mein Podcast. Ihr kennt mich wahrscheinlich, die Niki hier neben mir kennt ihr noch nicht.
Das ist meine Schwägerin und die habe ich heute mitgebracht,
weil ich mit ihr über Tinnitus sprechen will.
Du darfst gerne dann so über dein Leben, über dein, was auch immer relevant
ist, das darfst du gerne mit reinstreuen.
Ich will jetzt aber deinen Lebenslauf nicht einmal durchgehen.
Erzähl mir mal lieber, wie du zu deinem Tinnitus gekommen bist.
Ja, gerne. Also ich habe seit acht Jahren meinen Tinnitus, so alt wie mein zweiter Sohn ist.
Also ich habe drei Jungs und alle Schwangerschaften waren sehr kompliziert mit
ganz vielen Problemen drumherum.
Und eines der Probleme war eben, dass ich nach der zweiten Geburt,
das war ein Kaiserschnitt,
so eine Infektion mit einem multiresistenten Keim entwickelt habe im Krankenhaus
und das war nicht in den Griff zu kriegen mit allen möglichen Antibiosen und
deswegen hat sich das dann in meinem Körper verteilt und unter anderem den Teil des Gehirns befallen,
also auf der rechten Seite, der dann auch zuständig ist für alles,
was mit Höheren und Gleichgewicht und so zu tun hat.
Und das war so, dass ich da also ganz
lange dann erst mal mit Gleichgewichtsstörungen vor allem zu tun hatte.
Und da war das mit dem Hören erst mal so ein Nebenschauplatz,
weil ich einfach erst mal wieder richtig laufe. Auf andere Dinge konzentrieren, ja.
Und das Hören war dann einfach relativ bald klar, dass das gar nicht zurückkommen würde.
Also es war erst mal vollständige Stille, dann hat es sich so ein bisschen erholt,
sodass man zumindest damit arbeiten kann mit einem Hörgerät und so.
Aber es ist wirklich, also das Ohr ist annähernd taub.
Ich höre, ja, LKW fährt vorbei oder Jumbo, der startet. So auf dem Level kann ich hören.
Auch sehr verzerrt, also es ist auch wie so ein kaputter Lautsprecher im Auto oder so.
Und was aber ständig da ist, einfach auch dadurch, dass die Umgebungsgeräusche
nicht ankommen, ist dieser sehr ausgeprägte Tinnitus.
Da stellt man sich immer so ein bisschen so ein leises Piepsen vor.
So erzählt man es immer, so erklärt man es. Ja, so kann ich das auch.
So ein ganz leises Piepsen, was dann vor allem auch abends zum Problem wird,
wenn du im Bett liegst. Wenn es ruhig wird. Wenn es ruhig wird, ja.
Bei mir ist es halt immer ruhig, weil eben nicht Umgebung ankommt.
Und mein Tinnitus ist ein sehr starkes Rauschen, also so wie ein Radiosender,
also wenn du einen Sender suchst und du hörst dieses weiße Rauschen.
Manchmal ist es auch wie so ein Feld voller Grillen, was zirrt.
Was auch verrückt ist, ist, dass wenn ich mich zum Beispiel erschrecke,
dass es so richtig knallt da drin. Okay, krass.
Ja, und das ist tatsächlich für mich eigentlich sehr viel schlimmer als diese
Ertaubung oder auch diese, manchmal habe ich noch so ein bisschen Gleichgewichtsprobleme,
die dann einfach wiederkommen und dann hast du ein paar Tage was davon.
Aber dieser Tinnitus ist eigentlich schon, der ist immer da und der strengt auch einfach an.
Also es ist so ein ständiges und es ist auch so laut.
Das ist über alle Gespräche, über Restaurant, Mensa oder so.
Es ist immer lauter als das, was da stattfindet. Aber jetzt mal,
also linkes Ohr funktioniert ohne Beeinträchtigung und recht ist fast taub.
Aber du hast, du magst mal kurz drehen, du hast so ein ganz fancy Hörgerät.
Ich habe ein fancy Hörgerät. Finde ich total spektakulär.
Ich habe dich jetzt einfach auf die Seite gesetzt. Geht das so für dich jetzt
mit dem Hörgerät oder wäre es dir andersrum angenehmer?
Ne, es ist so, so eins zu eins Gespräche sind normalerweise auch gar kein Problem.
Wir haben jetzt auch leise. Wenn wir jetzt zusammen in einem Restaurant sitzen
würden, hätte ich keine Chance, dem Gespräch rechts von mir zu folgen.
Das war spannend, weil ich auch das Gefühl immer habe, wenn so je mehr Umgebungsgeräusche,
wir haben jetzt gerade Ostern, die ganze Family ist im Haus und wenn da so alle
am Tisch sitzen, ich finde das auch brutal anstrengend, die Lautstärke zu regulieren
und jemandem zuzugreifen. Wahrscheinlich alle Menschen.
Wahrscheinlich alle Menschen. Es ist nur, wenn das linke Ohr besetzt ist mit
dem Umgebungsgeräuschen. Genau, dir fehlt halt dann ganz schön Kapazität,
das irgendwie zu filtern. Und du sagst jetzt so Rauschen.
Also ich kenne das tatsächlich auch, bei mir ist das super sporadisch.
Ich hatte das aber als Kind auch schon. Wenn es super ruhig ist und dann kann
ich ein leichtes Rauschen wahrnehmen
und ich merke, wenn ich mich darauf konzentriere, dann wird es super laut.
Und solange ich es ignorieren kann, dann irgendwann nehme ich es nicht mehr wahr.
Wie verändert sich das bei dir auch, wenn du sagst, einmal Grillen, einmal Rauschen?
Ist das in der Lautstärke und Intensität auch unterschiedlich?
Ich kann dir nicht sagen, ob das subjektiv ist.
Es ist alles subjektiv, du kannst es ja nicht wissen. Ja, schwierig.
Aber ich glaube, es hat schon auch mit meinem Gesamtbefinden zu tun.
Also wenn noch was dazukommt, Stress oder eine Erkältung oder du hast sowieso irgendwie dann….
Ich finde, das ist immer so wie so ein aufgescheuertes Knie.
Und das stört einfach die ganze Zeit.
Und wenn noch was dazukommt und dann gehst du mit Salzwasser in Kontakt,
dann stört dich dieses aufgescheuerte Knie mehr als sonst.
Und das ist immer so ein Wunderpunkt tatsächlich.
Und es ist auch, weil du jetzt gerade sagst, Ostern und das Haus ist voll.
Ich muss schon auch zugeben, dass solche Sachen, da merke ich,
dass ich da sicherlich nicht mehr so widerstandsfähig bin wie früher,
wenn es stressig wird, wenn es laut ist. Die Lunte wird kürzer und die Pausen müssen länger werden.
Also da ist die Parallel zum chronischen Schmerz sehr deutlich,
finde ich, weil so geht es mir auch.
Also ich merke, ich kann das und ich will das und ich kann mich da bewusst darauf
einlassen, aber es kommt zu einem Preis.
Und den muss man sich halt bewusst, wenn man sich gut genug kennt,
kann man sich bewusst entscheiden, ja oder nein. Aber manchmal gibt es Situationen,
wo man dann einfach merkt, jetzt ist das letzte Stückchen Reserve gerade aufgebraucht.
Kannst du dich erinnern, wie das angefangen hat?
Wann war dir klar, dass das bleibt oder dass das jetzt da ist und dich nicht mehr verlässt?
Ich glaube, das war der Moment, als ich beim Ohrenarzt so nach Wochen,
also ich war dann, wie gesagt, in verschiedenen Kliniken, auch in Unikliniken
und so, und ich habe das lange Zeit erlebt.
Wenn du die Erfahrung gemacht hast, so gerade als jüngerer Mensch,
das Dinge gehen ja einfach wieder weg.
Ja, es wird ja wieder wie zuvor. Du wirst krank, du wirst wieder gesund.
Mit 18 bist du ja unsterblich, ja.
Aber die Erfahrung, dass ein Sinn ausfällt und dass das auch einfach nicht wiederkommt,
das war ziemlich erschreckend.
Und ich war da ganz lange ganz positiv. Ich habe da gescherzt,
wie ich da bei diesem Hörtest saß und bei der Kontrolle dann immer gesagt habe,
oh Gott, ich hoffe für Sie, dass das wieder wird und so. Und ich so,
ja klar, das wird ja schon alles wieder und so.
Und dann hatte ich so einen ganz erfahrenen Hals-Nasen-Ohren-Arzt und der hat
dann irgendwann gesagt, ja Frau Schwarz, wir befinden uns jetzt im Prozess einer Defektheilung.
Und dann wurde mir klar, dass das ein Defekt bleibt, dass ich jetzt defekt bleiben
werde, dass das nicht mehr wird wie vorher.
Und das war, glaube ich, so der entscheidende Moment, wo mir dann kam,
okay, verdammt, wenn das so bleibt,
Dann habe ich schon ein Problem. Und es war auch noch in der Phase,
wo ich sehr stark mit diesen Gleichgewichtsproblemen zu tun hatte und ich hatte
zusätzlich durch eine ganz, ganz intensive Medikation,
Halluzinationen und auch so, wie soll ich sagen, ich habe das damals versucht zu beschreiben.
Und es war ein Zustand, als ob du träumst und du weißt, dass du träumst und
dass das nicht deine Realität ist und du möchtest gerne aufwachen und du kommst da nicht raus.
Und alle anderen verhalten sich völlig normal und dir ist doch komplett klar,
dass das nicht die Realität ist, die du kanntest.
Und ich habe es allen versucht zu erklären und irgendwie war das,
das kann ja keiner nachvollziehen, die denken ja.
Dann war ich bei meinem Hausarzt, der meinte dann, ja das ist bestimmt so eine
postnatale Depression oder irgendwas.
Dann habe ich gesagt, nein, mit meinem Kind habe ich überhaupt kein Problem.
Ich versorge das, ich stille das, ich schwank durch mein Wohnzimmer und mache das alles trotzdem.
Aber irgendwas ist verrutscht. Und dann war ich bei einer Psychiaterin damals,
die sich eben auch viel mit so Medikamentenmissbrauch und so auskannte.
Und die hat mich gefragt, Frau Schott, sie fühlt sich das an.
Ist es mehr so, als ob sie die Welt durch eine Glasscheibe beobachten oder als
ob sie auf einer Wolke schweben und das Ganze beobachten? Und dann habe ich
gesagt, die Frau versteht mich. Die weiß, wovon sie redet.
Und dann habe ich gesagt, das ist eigentlich beides. Und dann hat sie gesagt,
machen Sie sich keine Sorgen.
Das war dann eine kortisonindizierte Psychose, weil ich so Unmengen Kortison
bekommen hatte gegen diese Entzündung.
Und es war tatsächlich nach sieben bis zehn Tagen.
Diese Realitätsferne war dann weg. Aber das Problem mit dem Gehör,
mit dem Tinnitus und so, das blieb.
Es wurde dann eben besser mit dem Gleichgewicht nach und nach.
Es war dann irgendwann nur noch so, dass bestimmte, ich sag mal,
ungewöhnliche Kopfhaltungen oder sowas dann ein Problem waren.
Und dann habe ich so ungefähr ein Jahr gebraucht, bis dann ein Endzustand dieser
Defektheilung erreicht war und man dann auch sagen konnte, welches Hilfsmittel
kann vielleicht für mich, es war dann erst so ein Cochlea-Implantat im Gespräch,
aber ich habe einen Innenohrschaden, der offenbar nicht gut versorgt werden
kann mit so Cochlea-Implantaten.
Das kommt wohl darauf an, welche Frequenzen du noch hören kannst und so.
Und so bin ich jetzt mit so einem klassischen Hörgerät versorgt,
um zumindest Umgebungsgeräusche über den Tinnitus rüber zu haben.
Aber es geht nicht ums Hören, es geht wirklich nur ums Maskieren dieses Tinnitus.
Okay, ich stelle mir vor, das ist vielleicht, ich weiß nicht,
ob das eine blöde Frage ist, aber ich habe mich ja schon sehr intensiv mit so
Schmerzen und wie man damit umgeht und so beschäftigt.
Und man kann das gut in so Phasen packen. Und eine Phase ist die Bargaming-Phase, also die Verhandeln.
Das ist so dieses, was würde ich geben, wenn das anders wäre.
Jetzt stelle ich mir vor, du kommst ja nicht von gesund auf,
jetzt habe ich Tinnitus,
sondern du kommst ja von, oh, jetzt bin ich tatsächlich, ich weiß nicht,
wie lebensgefährlich das zwischenzeitlich für dich war, aber von einer sehr
krassen Beeinträchtigung mit Schwindel, mit allem.
Und dann ist der Tinnitus das, was bleibt.
Da könnte man ja sagen, okay, das ist ja so, das kleinere Übel nehme ich.
Oder wie hast du das wahrgenommen?
Ich glaube, das trifft es eigentlich ganz gut, wie du das beschrieben hast.
Also ich hatte dadurch, dass ich so eingeschränkt war, dass ich wirklich nicht
alleine duschen, nicht allein Treppensteigen, nicht allein zur Toilette konnte und so.
Und ich war dann schon mal froh, zumindest dieses Baby irgendwie versorgen zu können.
Also dass ich das nicht fallen gelassen habe oder irgendwas,
dass ich dazu stabil genug war.
Ich glaube, das war auch so ein bisschen mein Anker in der Zeit,
weil ich hatte einen Fokus, ich hatte ein To-Do jeden Tag und dafür habe ich halt funktioniert.
Und ich war dann zumindest sehr froh, dass das mit dem Laufen wieder funktioniert
hat. Ich mache heute auch wieder Sport und so.
Auch Sport, der so mit viel Gleichgewichtsherausforderungen und so eigentlich zu tun hat.
Und wie gesagt, ich hatte bei allen drei Kindern recht viele Komplikationen.
Es war immer so, dass ich letzten Endes ein Stück weit Gesundheit gegen diese
Kinder auch eingetauscht habe.
Also da ist bei jedem Kind ein bisschen was zurückgeblieben.
Aber das ist okay. Also diese Verhandlungen sind zu meinem Vorteil ausgegangen.
Es ist auch okay, dieses Ohr getauscht zu haben. Aber du kannst so andocken.
Ich finde das immer ein sehr abstraktes Bild, wenn man das jemandem erklärt,
der damit nichts anfangen kann.
Da tue ich mich manchmal schwer, das zu erklären. Aber man führt zu diesem inneren
Dialog mit sich selbst oder mit Gott oder mit was auch immer man glaubt.
Und das ist ganz, ganz weird. Und ich stelle mir vor, wenn man wirklich aus
einem... Oder was heißt ich stelle mir vor? Ich hatte ja auch schon schlimme Phasen.
Und wenn man da dann sagt, okay, was würde ich geben? Meinen rechten Arm?
Ja, mein rechtes Bein? Ja, mein rechten Gehörsinn?
Ja, mein Gleichgewichtssinn? Oder wird es schon wahrscheinlich schwieriger,
weil das dein Leben, wie du es kennst, völlig unmöglich macht? Völlig.
Also das war auch eine ganz dunkle Phase.
Da war es auch wirklich so, dass ich gesagt habe, also wenn es so bleibt,
so kann ich nicht weiterleben.
Das war also wirklich ein Pflegefall zu sein und völlig mehr Last für meine Familie, weißt du.
Das hätte ich, glaube ich, also ich glaube, da wäre meine Grenze gewesen,
wenn es so geblieben wäre.
Das hätte ich nicht weitermachen können. Da war es wirklich, da war es dunkel.
Ja, und ich glaube, also ich kann das total verstehen und wir haben das ja von
außen aus der Ferne so mitbekommen.
Also wir fanden das schon auch sehr krass, vor allem wie du dich danach auch
wieder erholt hast und dass du dann nochmal, du hattest ja die erste Schwangerschaft,
war ja auch schwierig, also die Geburt.
Ich kann mich erinnern, wie krass das war. Also ein Frühchen in der 26.
Woche, glaube ich, war es.
Und das hat ja sehr, sehr lange gedauert, bis wir alle zuversichtlich waren,
dass das Kind durchkommt. Und dem geht es heute wunderbar.
Aber dass du dann nach zwei solchen Schwangerschaften sogar nochmal sagst,
ach ja, klar, wir machen noch ein Kind, habe ich überhaupt kein Problem mit.
Das ist, glaube ich, von außen auch schwer zu verstehen.
Ich meine, ich kann mir vorstellen, was da so in einem passiert.
Aber erzähl mal, wie lief das in deinem Inneren ab, dieser Prozess?
Also ehrlich gesagt war es schon beim zweiten Kind so, dass wir gedacht haben,
hey verdammt, da ist beim ersten so viel Mist passiert, das kann ja jetzt nur gut laufen.
Also das irgendwie, ich hatte so das Gefühl, ich hatte all das Pech,
was man so in den Zusammenhang haben kann. Ja, das hatten alle das Gefühl, ja.
Wobei das ja auch super ausgegangen ist. Du hast es ja gesagt, dem geht es ja gut.
Also das war zwar auch, da waren wir so ein Jahr, also ein halbes Jahr in der
Klinik, Intensivstation, danach ein halbes Jahr zu Hause mit Sauerstoffversorgung,
mit Monitorüberwachung.
Das war so ein richtiges Krankenjahr.
Und danach sind aber auch, ich glaube, mit der Einschulung war so ein bisschen
so ein inneres, okay, jetzt ist dieses Kind über den Berg. Genau.
Und alles, was jetzt noch ist, kann man handeln. Ja, das kann ich irgendwie
umgehen und es war nicht mehr das Gefühl, dass du wirklich jeden Tag mit der
Angst konfrontiert bist, dass dem was ganz Schreckliches jetzt passiert.
Und beim zweiten waren wir dann so zuversichtlich. Und dann hatte ich ja auch
schon in der zweiten Schwangerschaft, in der 23.
Woche, diese Blinddarmruptur, was ja einfach so Pech.
Das hat meine Frauenärztin auch irgendwann mal zu mir gesagt,
weil ich gesagt habe, sagen Sie mal, warum denn immer ich? Warum denn ich?
Und dann hat sie gesagt, dafür gibt es einen medizinischen Fachausdruck, der heißt Zufall.
Ja, so war es wahrscheinlich. Sicherlich war ich durch diese Blinddarm-Geschichte
und da war schon eine große OP in der Schwangerschaft, so am Kind vorbei,
dreieinhalb Stunden und so.
Da war ich einfach geschwächt und es war sicherlich ein Nährboden dann für diese
Komplikationen dann direkt nach der Geburt.
Das einfach auf einen geschwächten Körper reicht sogar, eine Restinfektion war auch mal ein Thema.
Und dann war aber beim dritten war wieder...
Ganz viel Optimismus, dass das ja gut werden wird. Und an sich war das ja auch.
Da gab es einen Moment irgendwie mal. Ich hatte dann nochmal eine Infektion,
auch wieder mit dem gleichen Keim.
Da wussten wir ja aber schon, da bin ich ins Krankenhaus reinmarschiert,
habe gesagt, so Leute, ich sage euch das Antibiotikum, ich sage euch,
wie lange. Ich sage, das wird jetzt gemacht und so.
Und dann war ich dann nochmal drei Tage stationär. Es war mitten in Corona,
aber es war die schönste.
Und ich hatte dann ganz viele Tage Ruhe im Krankenhaus mit diesem Baby. Das ist auch so.
Je nachdem, von welcher Seite du auf so einen Moment zuläufst,
ist das entweder die totale Entspannung oder die absolute Katastrophe.
Das ist faszinierend. Der Blick, mit dem du auf sowas schaust.
Ich habe da so einen ganz zentralen Moment, zwar nach der ersten Schwangerschaft,
da konnte ich das Baby natürlich nicht stillen, das war ja winzig klein und
da habe ich ganz viel Milch abgepumpt immer.
Und dann saß ich also viele Stunden am Tag in so einem Abpumpzimmer und dann
kam irgendwann mal eine ganz junge Frau rein und war vollkommen aufgelöst und
fix und fertig mit der Welt.
Und dann habe ich gedacht, oh Gott, also meine Tatsache, auf dieser Station
sind einfach ständig auch Kinder gestorben.
Und ich habe gedacht, oh Gott, der ist bestimmt jetzt das Kind gestorben.
Was tust du jetzt? Wie verhältst du dich jetzt? Was kannst du dir überhaupt anbieten?
Und dann habe ich sie angesprochen und habe gefragt, möchtest du,
dass ich jemanden hole? Möchtest du einen Arzt?
Und dann hat sie gesagt, nee, sie ist einfach nur so traurig,
weil sie hat ein Baby bekommen, reif geboren, alles okay.
Und das hat jetzt so eine Neugeborenen-Gelbsucht. und sie mussten jetzt halt
über das Wochenende bleiben und zur Bestrahlung.
Und weißt du, man möchte vielleicht kurz denken.
Okay, aber gar nicht, weil aus ihrer Perspektive, wenn du da reingehst und erwartest
dieses pumperlgesunde Baby und Schleifchen und Luftballons und alle sind glücklich
und du gehst mit dem nach Hause, dann zerstört das auch deine Welt in dem Moment.
Also wie du sagst, die Perspektive, mit der man da drauf geht.
Also das erlebe ich auch, mir begegnen auch immer Leute, die sagen,
ja, ich habe irgendwie ein Problem mit dem Rücken, aber ich will mit dir gar
nicht drüber reden, weil das ist ja lächerlich.
Und ich sage, nee, Quatsch, wenn dich das belastet, dann belastet ich das und
dann Schmerz wird ja auch komplett subjektiv. Subjektiv gemessen.
Also wenn du spürst, dass du leidest und dass der da ist, dann brauchst du den
nicht vergleichen und kleiner reden. Dann ist der da.
Wie beeinträchtigt fühlst du dich jetzt so im Alltag? Oder hast du jetzt ein
Setup mit diesem Hörgerät und mit Strategien?
Das macht ja ganz viel, macht ja auch mental, wie du mental damit umgehst.
Wie gestaltest du deinen Alltag damit? Also tatsächlich ist dieses Hörgerät
für mich ein ganz wichtiger Anker, weil es in dem Moment ist,
als ob du ein paar Lautstärken runterregelst, dieses Geräusch.
Ich stecke das morgens als erstes rein und nehme das abends mit als letztes
raus, bevor ich ins Bett gehe.
Dann ist diese kurze Phase, wenn ich im Bett liege, aber da bin ich meistens
so erschöpft, dass mir das relativ egal ist. Mit drei Jungs, ja.
Was ich sagen muss, ist, dass es trotzdem, er begrüßt dich ja jeden Morgen als
erstes. Dein Bewusstsein geht an und du hörst es sofort.
Und was du vorhin sagtest, dieses, wie sehr höre ich drauf oder gewöhne ich
mich dran oder so, das haben mir auch alle gesagt, du wirst dich da dran gewöhnen.
Das ist nicht so. Ich habe mich da nicht dran gewöhnt.
Ich entscheide mich da wirklich jeden Morgen dafür, dass es nicht meinen Tag dominiert.
Ich sage dem jeden Morgen guten Morgen und ab dann ist er mir egal.
Aber es ist nicht dran gewöhnen.
Ja, das ist eine spannende Sichtweise. Da muss ich mir kurz überlegen,
wie ich das einordnen würde.
Ich habe nämlich auch so eine innere Abwehrhaltung gegen meine körperlichen Befindlichkeiten.
Ich bin auch nicht eins. Ich kenne Leute, die sind dann wirklich irgendwie so,
die werden eins mit sich und entspannen.
Und für mich ist das auch, glaube ich, eine fortlaufende Auseinandersetzung.
Du hast hier eine Karte. Ja, wir können gerne. Da steht drauf,
dein Schmerz ist dein Mitbewohner. Bei mir ist mein Tinnitus mein Mitbewohner.
Es ist nicht so, dass ich nicht eins mit ihm bin. Ich glaube,
es ist eine Zweckgemeinschaft.
Er wohnt halt mit bei mir, aber er hat sehr viele nervige Eingaben.
Und wenn ich ihn rausschmeißen könnte, würde ich es tun.
Aber es geht halt nicht. Und das war am Anfang auch ein Riesenproblem,
dieses Gefühl, mit ihm eingesperrt zu sein in meinem Kopf.
Dass du nie wieder in deinem Leben Stille erleben würdest?
Also mir hat lange Zeit, hat mir das geholfen gegen den Schmerz,
dass ich immer noch so ein Medikament im Schrank hatte, das man nicht immer
nimmt, wo man aber weiß, wenn es schlimmer wird, kann ich mir damit einen Nachmittag Ruhe verschaffen.
Wenn das fehlt, ich glaube, das ist das, was du beschreibst gerade.
Ich finde aber das Bild mit dem Mitbewohner super spannend, weil man einem Mitbewohner
ja unter Umständen auch was Positives abgewinnen kann.
Siehst du irgendwas Positives an dem? Also an dem Tinnitus habe ich jetzt nicht
wahnsinnig viel Positives zu entdecken, aber an der einseitigen Kartoffelung schon.
Ich traue es mich ja kaum zu sagen. Doch, bitte, raus damit.
Aber es ist manchmal bei drei kleinen Kindern gar nicht so schlecht.
Und wenn ich mich auf das intakte Ohr drauflege, kann ich in jeder Umgebung schlafen.
Na, schau her, das ist doch immerhin. Und davon mache ich bisweilen auch Gebrauch.
Ich kann wirklich im Wohnzimmer, um mich rum kann die Bude abbrennen und ich kann da schlafen.
Ich habe manchmal schon gedacht, wenn dieses Gefeuersche nicht eine Begleiterscheinung
wäre, dann fände ich so ein ausschaltbares Gehör.
Das ist eine super Kraft. hast du auch.
Stellst du auch fest, dass du dadurch mental, psychisch stärker wirst oder flexibler
oder fühlst du dich dadurch irgendwie, als hättest du Kompetenzen erlangt,
die du sonst vielleicht nicht erlangt hättest, die du aber auch anders einsetzen kannst?
Ja und nein. Also was ich eindeutig sagen muss, was wir vorhin hatten,
diese kurze Leitung, das ist für mich manchmal schon ein Problem.
Also gerade mit drei Kindern, ich glaube, ich wäre bestimmt eine entspanntere
und ausgeglichenere Mama.
Weil ich meine, ich bin auch berufstätig, wir haben viel so Ehrenämter und Sachen.
Da ist schon auch ein gewisses Pensum da und manchmal kriegen meine Kinder dann
halt die gestresste Mama und die dann auch mit der kurzen Zündschnur. Das tut mir leid.
Ich erkläre ihnen das auch und sage, du, dass ich jetzt eben laut geworden bin,
weil ihr euch so gestritten habt oder so.
Das tut mir leid. Die Mama ist heute vielleicht ein bisschen dünnhäutiger als sonst. um,
Ich finde, es ist okay. Also ich entschuldige mich bei meinen Kindern genauso,
wie ich das bei einem Erwachsenen tun würde.
Ja, ich mache da meine Fehler.
Aber ich kann dich beruhigen. Alle anderen kommen auch in diese Situation.
Auch ohne Kinnitus. Auch ohne körperliche Einschränkungen, ja, 100 Prozent.
Also ich glaube, manchmal ärgere ich mich darüber, dass eben diese Zündschnur so kurz ist.
Was ich sagen muss, ich habe oft, wenn ich so Momente habe, die mich herausfordern,
also irgendwas, was mir Angst macht, keine Ahnung, einen Vortrag oder eine entscheidende
Situation oder du bist irgendwo unterwegs und jemand kommt dir irgendwie blöd oder so,
da habe ich ganz oft diese innere Grundhaltung, dass ich denke,
sag mal, mich haben schon so viele Sachen nicht rumgebracht.
Ja, und ich entscheide mich jeden Tag dafür, das hier irgendwie durchzuziehen und so.
Du kannst mir gar nichts. Und diese Situation hier kann mir gerade gar nichts und so.
Und da merke ich manchmal, wie sich das, da kannst du dich auch innerlich dran
aufrichten, an dem, was du überstanden hast.
Ich glaube schon, dass einen das mental stärker macht.
Das habe ich jetzt schon sehr abgedorschen, das habe ich hier schon so oft gesagt,
aber gegen den Schmerz kannst du nichts machen.
Aber ob du leidest, kannst du beeinflussen. Also du hast nicht immer den einen
Ausschalter dafür, leider.
Aber genau wie du sagst, wenn du einen einen blöden Spruch reindrückt und dich
ärgertest, dann bist du derjenige, der sich ärgert. Der andere merkt davon nichts.
Und dann musst du halt lernen, das an dir abperren zu lassen.
Und ich glaube, das ist dann wahrscheinlich so ein Ding mit Relation.
Wenn man so einen Ballast mit sich rumträgt, sind einfach andere Dinge in Relation
nicht ganz so wichtig. Das merke ich schon auch.
Hast du, was hast du noch für Karten? Ich habe ein paar, warte mal.
Oh, die finde ich schön. Was ist für dich Glück? Okay.
Ja, weil ich habe da viel gehadert am Anfang.
Also weil eben, wie gesagt, so diese Einschläge so naheinander.
Warum leben andere dieses Glück?
Warum haben die dieses Glück? Warum kriegen die dieses pumperlgesunde Baby mit nach Hause?
Ich will es nicht mal Neid nennen. Ich gönne denen das alle,
aber ich habe mich gefragt, warum ich?
Habe ich kein Glück? Hat das Universum ein Problem mit mir?
Und irgendwann habe ich gehört, dass Glück nicht die Abwesenheit von Problemen
ist, sondern dass du Möglichkeiten an der Hand hast, den Problemen zu begegnen,
dass du Lösungswege hast.
Ja, das ist eine schöne Sichtweise. Und es stimmt eigentlich,
weil wenn du in einer Lebenssituation dich befindest, wo du keinen Ausweg machst…,
Das ist wirklich, dann hast du echt ein Problem. Aber für die meisten unserer
Probleme haben wir ja irgendeine Lösung an der Hand.
Und das Leben funktioniert nicht so, dass da keine Einschläge kommen,
sondern die kommen auf jeden Fall.
Aber das ist eine Familie, die dich stützt oder du hast technische Hilfsmittel
oder Medikamente, die dir irgendwie weiterhelfen.
Das ist Glück, dass du einen Weg da raus hast. Zu Glück habe ich mal was ganz
Spannendes gelesen und da habe ich glaube ich neulich auch im Newsletter drüber geschrieben.
Glück ist natürlich erstmal super random und ob jemand Glück widerfährt oder
nicht, aber was du tun kannst, ist deine Angriffsfläche für Glück zu erhöhen.
Und das finde ich einen sehr schönen Gedanken, weil gerade Schmerzpatienten
habe ich schon viele gesehen, die sich einfach auch einigen zu Hause und die
dann sagen, genau wie du sagst, warum ich, warum ist das Leben so?
Und wenn du aber in deinem dunklen Zimmer sitzt, dann kriegst du sehr schnell
den Eindruck, dass du nie Glück hast, weil du aber auch gar nicht in Situationen
kommst, in denen du Glück haben kannst.
Wenn du dich aber öffnest und Erfahrungen suchst, dann wie jetzt nach einer
Problemschwangerschaft noch eine Schwangerschaft, dann hast du die Chance auf Glück.
Natürlich hast du ja auch die Chance auf das Ausbleiben von Glück.
Das Risiko geht dann mit einher.
Aber wenn du da aktiv rangehst, hast du das Gefühl, du bist im Fahrersitz.
Das finde ich immer ganz wichtig. Du bist nicht ausgeliefert,
sondern du hast vielleicht nicht die Kontrolle, aber du bist zumindest aktiv.
Und du kannst deine Angriffsfläche für Glück erhöhen. Das finde ich ein sehr
schönes Bild. Das hilft mir viel.
Glück. Ich überlege gerade, was ist Glück, weil die meisten würden sagen, ja, Gesundheit.
Ja, das ist schon viel wert. Aber es hat ja jeder irgendwie so seins.
Was ist gesund, was ist krank, was ist normal? Wollte ich jetzt fragen,
kannst du das unterscheiden? Sagst du, du bist ein gesunder Mensch?
Ich bin, glaube ich, schon ein gesunder Mensch. Aber wenn du mich in eine Röhre
schiebst, würdest du bestimmt ganz viele Sachen, die man pathologisieren kann,
für die man ein Rezept kriegen kann oder eine Therapie.
Aber ich funktioniere ganz gut ich kann meinen Alltag bewältigen ich bin mit
meiner Familie unterwegs, ich
kann meinen Sport machen ich begegne keinen Dingen oder wenigen Dingen,
die ich nicht kann was ich nicht kann, ist Raumklang wahrnehmen also ich kann
zum Beispiel nicht hören, wenn ich Auto fahre, aus welcher Richtung kommt der
Krankenwagen oder so irgendwas und klar, wenn du jetzt, Flüsterpost geht auch nur in eine Richtung.
Aber ich habe das Glück so gesund zu sein, dass ich die meisten Dinge,
die ich vorher gemacht habe, auch jetzt machen kann. Und ich mache sogar ein
paar Dinge mehr als vorher.
Du hattest hier auch irgendwo, warte mal, da habe ich eine Karte.
Da muss ich kurz einhalten. Hat das was mit Trotz zu tun auch?
Oder ist das einfach nur so, die Lebensphase? Ich glaube, es hat mir stark fühlen
zu tun. Also ich habe danach Kampfsport angefangen.
Ich spiele wieder Volleyball, auch wirklich so ein bisschen leistungsorientiert
wieder inzwischen und so.
Aber das mit dem Kampfsport, das hat mich, das war dieses Mechanics.
Ja, und das hat Das war so ein richtiger Katalysator.
Ist schon Trotz dabei. Ja, ist wichtig.
Genau, da hattest du eine Karte. Fühlst du dich behindert?
Es gibt ja auch so diesen Tag der unsichtbaren Behinderung, weil klar,
man sieht bei mir zum Beispiel jetzt nicht, dass ich das Hörgerät habe.
Da gibt es auch so Erkennungszeichen, glaube ich.
Ich bin ja jetzt auch nur Mono. Es gibt ja auch Leute, die da ganz andere Probleme haben.
Ich merke zum Beispiel, dass es Situationen gibt, wenn ich zum Beispiel im Supermarkt
an der Käsetheke stehe oder sowas und es ist sehr laut und die fragen mich irgendwas oder so.
Ich traue mich zweimal nachzufragen, beim dritten Mal traue ich mich nicht mehr.
Sagst du einfach ja oder nein? Genau, da sage ich einfach ja oder nein,
weil ich irgendwie glaube, jetzt halten sie mich dann für blöd oder irgendwie.
Ja, verstehe ich. Das gibt schon manchmal so Situationen, aber jetzt keine richtig schlimmen.
Trotz allem ist es sicherlich eine Form einer Behinderung und du hast ein Hilfsmittel.
Und ich hatte auch am Anfang so ein bisschen Probleme mit diesem Selbstbild.
Also ich finde, Brillen sind durchaus akzeptiert als Hilfsmittel.
Aber ein Hörgerät hat schon irgendwie so ein bisschen ein Stigma.
Du bist irgendwie alt oder das kennst du von älteren Leuten.
Da hatte ich am Anfang ein bisschen Probleme mit. Ich hatte auch mein erstes,
warte mal, ich glaube, du hattest hier auch noch, welche Reaktionen aus deinem
Umfeld haben dich positiv überrascht?
Mein erstes Hörgerät vor acht Jahren.
War ein ganz, ganz dezentes, ein unsichtbares. Das war so eine durchsichtige
Klammer und alles, weil ich mich da schon irgendwie dafür geschämt habe und
eigentlich möglichst wollte, dass keiner merkt, dass was anders ist als vorher.
Und dieses Mal habe ich mich für eins aus Titan, es ist Silber, es hat Glitzerstein.
Ich trage es eigentlich jetzt wie ein Ohrschmuck. Aber muss ich jetzt auch sagen,
50 Prozent der Leute kommen da überhaupt nicht auf die Idee,
dass das ein Hörgerät ist, würde ich sagen.
Ich glaube auch, es ist eher so ein Schmuck. Aber ich habe es mir bewusst so
gestaltet, dass ich es ein bisschen gern haben kann. Dass es sich nicht so sehr
nach Hilfsmitteln anfühlt, sondern dass ich es auch gern haben kann.
Okay, das ist jetzt aber auch interessant, weil du jetzt gerade die Situation
an der Wursttheke beschreibst, wo man sich vorstellen kann, naja gut,
wenn ich jetzt ein sichtbar großes Hörgerät hätte, dann müsste ich mich nicht erklären.
Weil dann würden die Leute ja verstehen oder dann würden die von sich aus vielleicht
sogar proaktiv da laut sprechen, langsam sprechen, wie auch immer.
Manchmal benehmen sie sich dann auch ein wenig komisch, wenn sie sowas mitkriegen.
Ich verstehe, warum man das nicht wollen kann, aber vielleicht erklärst du mal,
warum du das nicht als Vorteil siehst.
Ich glaube, das ist das Problem am gesamten Komplex der nicht sichtbaren Behinderungen,
dass es halt damit einhergeht, dass du dich erklären musst.
Und du möchtest dich vielleicht gar nicht jedem Menschen erklären und jedem
da irgendwie deine Lebensgeschichte und eigentlich geht dir das ja auch erstmal nichts an.
Und solange es nur, wie soll ich sagen, mir kann es dann halt passieren,
dass ich den Emmentaler statt dem
Gauder kriege, weil ich irgendwie an der falschen Stelle ja gesagt habe.
Deswegen ist der Risikobereich wahrscheinlich überschaubar. Wenn es jetzt um
etwas wirklich Relevantes gehen würde, kämst du wahrscheinlich nicht umhin, dich auch zu erklären.
Aber da ist es vielleicht eher dieses, sich nicht jedem offenbaren zu wollen
oder erklären zu müssen. Auch da finde ich es durchaus legitim,
wenn man da im Fahrsitz bleiben will und das selber entscheiden kann.
Ich kann auch nicht gut mit Mitleid umgehen. Ist das bei dir ein Thema? Wie siehst du das?
Ehrlich gesagt, habe ich bisher sehr selten Mitleid erlebt. Echt? Okay, das wundert mich.
Habe ich mir gar noch nie so viele Gedanken drüber gemacht.
Weil ich glaube, dass das, was ich habe, für die meisten Menschen mich nicht verändert hat.
Also ich sitze nicht in einem Rollstuhl oder irgendwas. Da ist eindeutig sichtbar,
dass dein Leben sich ganz stark verändert hat.
Ich kann ja auch normal arbeiten, ich kann normal an Dingen teilnehmen,
mit Freundinnen ins Restaurant sitzen und alles. Deswegen glaube ich,
Habe ich Mitleid verdient oder nötig?
Ich weiß es nicht, weil ich fand
es auch ganz spannend, dass gestern Abend irgendwie das Gespräch draufkam.
Ich wusste gar nicht, dass du Tinnitus hast und so.
Weil ich glaube, für die meisten ist mein Problem ein Hörproblem.
Und das kompensiere ich ja mit dem anderen. Das kriegt man ja nicht mit.
Dass dieser Tinnitus mich eigentlich, der quält mich am meisten.
Und das ist, glaube ich, für den meisten gar nicht klar. Ich bin immer sehr
gespannt, wie die Reaktionen dann sind, wenn es online geht.
Wenn dein Ehemann dich fragt, warst du ein Ginnitus? Hast du mir das nie erzählt?
Nein, der weiß das. Da bin ich mir sehr sicher.
Okay, finde ich jetzt spannend, weil deine Krankengeschichte ja schon eine sehr
intensive ist. Aber das waren wahrscheinlich auch die krassen Sachen.
Waren ja was, wo man durcharbeitet und dann haben die sich auch wieder irgendwie
erledigt, mehr oder weniger.
Also manche haben ein wenig länger gedauert, okay, aber da hätte ich mir schon
vorgestellt, dass da Leute auch dir mit relativ viel Mitleid begegnet sind.
Aber vielleicht ist Mitleid auch eine innere Sache, bei dem der es empfängt.
Was du jetzt als Mitleid wahrnimmst und was du als Rücksichtnahme oder als,
manchmal sind es Leute auch, die Neid zum Ausdruck bringen, weil sie sagen,
du bist so stark, das könnte ich gar nicht, oder Anerkennung.
Aber wie man das selber verarbeitet, ist vielleicht das, wo du entscheidest,
ob es Mitleid ist oder nicht.
Ja, das könnte sein, Wenn es in unterschiedlichen Formen kommt.
Also was ich sicherlich erlebe, ist Rücksichtnahme. Also gerade von meinem Mann,
dass wenn er merkt, dass, oder ich kommuniziere das inzwischen auch,
dass ich merke, du jetzt ist der Punkt, ich merke, dass ich kurz vorm,
ja, dass es mir zu viel wird, dass ich die Orientierung irgendwie verliere,
dass die Kinder zu laut sind, dass die...
Zu viele Tabs offen, die Daten kommen zu schnell rein, dass ich mich dann auch
mal rausnehmen kann und so.
Aber ich glaube, das würde in jeder funktionierenden Partnerschaft,
wenn einer überlastet ist und irgendwie sagt, die Kinder sind mir gerade oder
ich habe im Job zu viel oder so.
Da bin vielleicht ich eher diejenige, die diese Karte ab und zu mal spielen muss.
Ja, ich meine, das ist ein Liegen. Wenn man jetzt wirklich Behinderung wird,
ja gerne in so Zahlen auch bemessen. Wenn man sich jetzt vorstellt,
bei mir sind es 30, ist der Grad.
Natürlich versucht meine Frau, mir davon ein bisschen was abzunehmen.
Also wenn die davon irgendwie fünf bis zehn mir abnehmen könnte,
das würde die jederzeit tun.
Und Rücksichtnahme finde ich auch total wichtig.
Und das ist das, was ich gerne und dankend annehme, wie gesagt, mit Mitleid.
Wenn ich das Gefühl habe, jemand bemitleidet mich, dann komme ich mir so ein
bisschen kleingemacht vor.
Und dann damit kann ich nicht besonders gut umgehen. Aber das finde ich jetzt
spannend, dass du da anders, ich glaube aber, es liegt an mir in dem Fall.
Jetzt, wenn ich so mit dir rede, ist es, glaube ich, eine innere Einstellung,
wie man das abspeichert oder wie man das wahrnimmt. Das finde ich ganz spannend.
Hast du noch eine Frage da? Normal machen wir drei, aber jetzt sind wir hier so schön in der Sonne.
Ich hoffe, die Nachbarschaft ist nicht so laut hier. Sie fahren Autos,
aber ich glaube, es geht.
Also sie gehen alle tatsächlich in eine relativ ähnliche Richtung.
Ich fand es mit dem Selbstbild noch interessant. Hat sich dein Selbstbild während
deiner Zeit mit chronischen Schmerzen, also bei mir mit dem Tinnitus verändert?
Ich hatte, glaube ich, vor allem immer so das Gefühl, dass ich eigentlich,
also alles, was ich erreichen wollte, mit ausreichend Engagement auch erreichen konnte.
Und jetzt hast du auf einmal was, was du nicht in der Hand hast und was dich ein Stück weit auch,
Nicht dominieren, aber er kann schon darüber entscheiden, wie stark er mich in dem Tag einschränkt.
Und er beeinflusst alles, was du tust und denkst und machst und wahrscheinlich
jede Entscheidung, die du triffst.
Ja, irgendwie schon. Und das Selbstbild war so ein bisschen von einer,
da gab es eine ganz zentrale Situation.
Da war ich in der Uniklinik und wirklich bis unter den Hals voll mit Medikamenten
und sollte zu einer Untersuchung in ein anderes Gebäude gebracht werden.
Und ich konnte das nicht aus eigener
Kraft und musste dann mit so einem Krankentransporter hingebracht werden.
Und dann wiederum war ich aber in dieser Empfangshalle und sollte mich dann
allein irgendwo melden.
Und ich hatte da in dem Moment vollständig die Orientierung verloren.
Also ich war, mir war so schwindelig, mir ging es so schlecht,
ich war so eingeschränkt durch diese Halluzinationen, durch dieses.
Dass ich, ich bin dann zu irgendjemandem hingegangen und habe gesagt,
es tut mir wirklich leid, aber ich komme alleine nicht zurecht, ich brauche ihre Hilfe.
Und das war ganz krass für mein Selbstbild, dass du nicht mehr in der Lage bist,
dich da doch relativ normalen sozialen Situationen zu stellen und die allein zu bewältigen.
Und das einzugestehen, dass ich ein hilfloser Mensch bin.
Das war ein ganz krasser Moment. Wenn auch nur vorübergehend,
aber ja. Es war tatsächlich Gott sei Dank nur vorübergehend,
aber das war so einer der Momente, wo ich gedacht habe, wenn das so bleibt,
immer auf Hilfe angewiesen zu sein.
Und dann war auch dieser Fahrer von diesem Krankentransport,
das war so ein privates Taxi-Unternehmen, die da irgendwie...
Und dann hat er mir direkt irgendwie versucht aufzuschwatzen,
dass ich ihn anrufe und dass er sich um mich kümmert und dass er mir irgendwie,
dass er immer zur Verfügung steht und was weiß ich.
Und da hatte ich echt das Gefühl, sag mal, weißt du, wie schnell das eigentlich
geht, dass auch so hilflose Sachen irgendwie ausgedrückt werden,
hat sich da dann irgendwie extra Geld von mir versprochen. Und es war wirklich,
ja, er schreibt mir das auf und seine Handynummer und so weiter und so.
Und das war so unglaublich aufdringlich.
Und ich habe dann irgendwie mit dem auch so, also am Anfang saß man im Auto
und ich habe dann mit dem gesprochen und so, ja, was hast du denn?
Und so, ja, ich habe dies und das und jenes, war dem natürlich überhaupt nicht klar in dem Moment.
Aber da habe ich zu ihm gesagt, weißt du, ich war ja eine ganz normale Frau,
als ich hier reingekommen bin.
Und irgendwie jetzt sitze ich hier bei dir in diesem Krankentransport und so.
Und dann, wie gesagt, kam dann diese Nummer mit dem, mir dann irgendwie Kontakte
aufschreiben und was dann mir alles gegen Geld und so.
Und das war echt für das Selbstbild eine ganz krasse Erfahrung,
wie es ist, hilflos zu sein und auch so ausgeliefert zu sein.
Und auch Menschen, die auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind und dass dein
Schaden deren Vorteil bedeutet und so. Und das wollte ich nie wieder erleben.
Hilflos und abhängig. Und ich glaube, deswegen habe ich dann auch den Gampfball angefangen.
Ich wollte, glaube ich, für so viele Lebenssituationen wie möglich gewappnet sein.
Und ja, also ich glaube, heute habe ich es weitestgehend im Griff.
Aber da habe ich, glaube ich, jetzt noch eine letzte relevante Frage dazu,
weil das ist ja so ein kleiner Vorgeschmack vielleicht, auf was einem irgendwann mal im Alter so blüht.
Wie schaust du aufs Älterwerden oder wie blickst du in die Zukunft? Ganz spannendes Thema.
Also ich habe tatsächlich mir
schon sehr viele Gedanken gemacht über das Älterwerden und das Ertauben.
Und das ist ein Punkt, vor dem ich große Angst habe, wenn diese Altersschwerhörigkeit
dazukommt und mir also mein eines verlässliches Ohr dann auch noch abhanden kommt.
Weil Altersschwerhörigkeit lässt sich normalerweise gerade mit Hörgeräten ganz
gut kompensieren, weil diese Hörskala rutscht einfach weiter runter.
Bei mir ist es halt so, dass ganze Frequenzen fehlen, dadurch auch keine ganzen
Worte mehr ankommen, sondern es fehlt dir dann innerhalb des Wortes bestimmte Laute und so.
Deswegen habe ich ein bisschen Angst, wie alltagsfähig werde ich dann sein?
Wie viel kann man dann anders kompensieren als da und so?
Und das Abhängigwerden, ich hoffe, dass ich da reinwachse.
Dass es langsam geht. Da war halt das Problem, dass es so von null auf gleich und so.
Du in völliger Abhängigkeit dich begibst als junger Mensch und so.
Ich glaube, wenn der Prozess schleichend ist, kann man sich damit stärker arrangieren.
Mit vielen Dingen im Leben, ja, man, keine Ahnung, wird langsam grau.
Es fängt vielleicht langsam an, irgendwo zu hängen oder so. Also ich weiß nicht,
ob auch das Schleichende abhängig werden und so, ob man damit sich arrangieren
kann. Meine Oma konnte es nicht.
Die konnte es nicht. Die hat große Probleme damit gehabt mit dem Abhängigsein.
Ja, sieht man unterschiedlich.
Ich glaube nicht, dass es mehr Probleme damit geht als andere.
Nee, das glaube ich jetzt gar nicht. Aber ich glaube, dass das schon was mit
dir im Hier und Jetzt macht, wie du dir deine Zukunft ausmalst.
Und ich glaube, wenn du beeinträchtigt bist, natürlich extrapolierst du das
irgendwie in die Zukunft und denkst dir, okay, wenn das schlimmer wird.
Und mich hat jetzt interessiert, weil in deinem Fall hätte ich jetzt,
könnte man sagen, ja, okay, du kriegst das technisch ja irgendwie ausgeglichen,
ein Stück weit. Vielleicht hast du so großes Vertrauen in die Technik,
auch in der Zukunft, dass du sagst, ich bin da ganz entspannt.
Du hast da ganz verrückte Sachen kommen und irgendwie ganz fancy Zeug,
wo ich dann direkt mit telefoniere oder was vielleicht wirklich doch irgendwie.
Diese Cochlea-Implantate sind ja auch sehr viel näher an deinem Hirn-Nerven-System und so weiter.
Genau, Audioverarbeitung mit KI, das ist so schnell und so weit entwickelt mittlerweile
schon, dass man da irgendwie dann vielleicht ganz individuell angepasst.
Also hätte ich mir vorstellen können, aber ich verstehe schon,
dass du da auch sagst, okay, wenn da jetzt dann noch was anderes hinzukommt,
eine andere Beeinträchtigung auf den gleichen Sinn, ja, da klicke ich nicht ganz so entspannt hin.
Also dieses Sinnverlieren ist schon was und die Erfahrung macht es am,
dass was nicht zurückkommt.
Ich glaube, ich bin manchmal vielleicht ein kleiner Hypochonder inzwischen. Das bleibt nicht aus.
Das stärker mal, keine Ahnung, hast du Entzündungen am Auge.
Wahrscheinlich renne ich schneller mal zum Augenarzt, weil ich Angst habe,
dass jetzt auch noch das Sehen.
Oder neulich hatte ich eine Entzündung hinter dem anderen Ohr,
so eine Mandelentzündung.
Und dann war das hier so hochgestiegen. Da war ich schnell beim Notdienst.
Da wird man nervös. Und die sind dann aber auch schneller mit,
oh okay, Sie haben nur noch die eine Seite, da geben wir gleich.
Ich hatte das mal, als ich, ich hatte hier eine Gürtelrose und ich hatte aber
da irgendwie so ein Schmerzpflaster drauf und deswegen hat mein Hausarzt das
nicht sofort, sonst hätte ich das sofort diagnostiziert, aber ich habe ihm gesagt,
ich habe Schmerzen in der Schulter und der kennt mich ja auch.
Also wenn Sie mit der Medikation Schmerzen haben, wie Sie die beschreiben,
der hat mich am selben Tag noch ins MRT.
Also es ist schön zu sehen, dass das Gesundheitssystem da nicht Standard macht,
sondern da auch irgendwie Leute drauf gucken und sagen, okay,
in Ihrem Fall müssen wir da vielleicht echt das ein bisschen ernster nehmen als in anderen Fällen.
Niki, cool. Das war total schön.
Wir sollten das öfter machen. Wir haben so viel gemeinsam.
Dann hoffe ich, dass das jetzt alles funktioniert hat. Hier blinkert es,
wahrscheinlich geht die gleiche
aus. Ich sage schnell noch schmerzliche Grüße, vielen Dank. Danke dir.