Schmerzenssache – weil Rückenschmerzen kein Tabuthema sind

Jürgen Krauß

Gefühl, Lebenserwartung, Stimmungsaufheller (und Cannabis) [S4E12]

24.12.2025 22 min

Zusammenfassung & Show Notes

Jürgen fragt sich (unter anderem): Wenn du deine Schmerzen gegen 20 Jahre weniger Lebenserwartung tauschen könntest – würdest du es tun?


Gefühl, Lebenserwartung, Stimmungsaufheller (und Cannabis) [S4E12]

Die Fragen in dieser Episode:

  1. Kannst du beschreiben, wie sich dein Schmerz anfühlt?
  2. Wenn du deine Schmerzen gegen 20 Jahre weniger Lebenserwartung tauschen könntest – würdest du es tun?
  3. Welche kleinen Dinge heben deine Stimmung besonders an schlechten Tagen?

Alle Fragen findest du auch auf der Webseite – hier kannst du auch deine Antworten hinterlassen, mit Anderen diskutieren oder neue Fragen vorschlagen.


Was ich mir aus dieser Episode mitnehme?

Die präzise Beschreibung deiner Schmerzen kann entscheidend für deine Behandlung sein.

Und hier das Video zur Folge auf Youtube. Und der versprochene Link zum Newsletter bei Steady.

Wir hören uns in zwei Wochen!
--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ✂️ 

🎬 Check auch die Videos zu den Episoden von Staffel 4 auf dem Schmerzenssache-Instagram-Feed und in Jürgens Youtube-Channel.

🎸 Hier entlang zu Jürgens Schmerz-Playlist bei Spotify: https://open.spotify.com/playlist/2RzJxJ8hVT9rzoYPrNCuGz?si=b9c5e227ace249ca 

--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ✂️ 

⭐⭐⭐⭐⭐ – Bewertungen helfen mir und diesem Projekt, die Sichtbarkeit zu erhöhen und mehr Menschen in ähnlich herausfordernden Situationen zu erreichen. Nicht, weil ich glaube, dass ich ihnen helfen kann – aber zumindest möchte ich ihnen auf diesem Weg ein ganz, ganz herzliches „Ihr seid nicht allein“ über den Zaun werfen. 

--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ✂️
 
📜 Das Schmerzmanifest, das in diesem Podcast gelten soll:
  1. Schmerzen sind kein Tabuthema.
  2. Jede und jeder hat das Recht auf den eigenen Schmerz. Vergleichen ist verboten. Wir alle gehen mit Schmerz subjektiv um, das muss respektiert werden.
  3. Ich präsentiere keine Lösungen, nur Erfahrungen und Impulse.
  4. Schmerz definiert mich nicht als Persönlichkeit.

--- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ✂️
 
🛜 Abonnier die Schmerzenssache gerne bei Apple Podcasts oder Spotify. Du findest den Podcast auch bei Fyyd und allen gängigen Podcast-Plattformen. Ich freue mich außerdem über Feedback und euere Schmerzgeschichten per E-Mail an juergen@schmerz.fm – außerdem über die Webseite schmerz.fm.

Du kannst mir auch auf meinem Anrufbeantworter Feedback hinterlassen, deine Geschichte erzählen oder ein Thema vorschlagen – hier ist die Nummer: +49 9824 3010005 (Bitte bedenke aber: Ruf nur an, wenn du mit einer Veröffentlichung im Podcast einverstanden bist.)

Transkript

Hey meine lieben Kronis, schön, dass ihr wieder da seid. Es ist kurz vor Weihnachten 2025 Zeit, schnell noch eine neue Folge online zu kriegen. Ja, ich bin schon im Weihnachtsfieber. Ihr seht es vielleicht, wenn ihr das Ganze mit Video auf YouTube verfolgt. Im Podcast hört ihr das nur. Aber vielleicht ist das ja doch mal auch für die, die sonst immer akustisch nur dabei sind, mal einen Grund vorbeizuschauen auf YouTube. Das würde mir sehr helfen, den Kanal da ein bisschen zu wachsen, bekannter zu machen. Ich möchte da im nächsten Jahr vor allem noch viel, viel mehr tun, viel, viel mehr Gas geben. Das werde ich dann, ja, wahrscheinlich werde ich in der nächsten Episode da ein bisschen konkreter was dazu erzählen. Jetzt ist Zeit, einfach kurz vor Weihnachten noch schnell eine Episode zu produzieren. Aber nicht gehetzt, sondern mit der notwendigen Zeit, die das ganze Thema verdient und braucht. Ich habe ja, wer aufmerksam ist, hat vielleicht gesehen, dass ich nicht am Freitag die Episode veröffentlicht habe, wie es meinem Rhythmus entspricht. Aber ja, ich glaube, ihr kennt das. Es gibt Tage, da geht das einfach nicht. Und am Freitag war so ein Tag. Also ich hatte ja auch Familie im Haus, jetzt hier für Weihnachten. Und meine Frau hatte noch Geburtstag. Und das ist einfach was, was so viel Energie gezogen hat, dass ich es nicht konnte. Und ich werde mich dafür nicht rechtfertigen und entschuldigen. Ich möchte nur das einfach erklären, weil ja doch immer wieder die Frage, wie es mir geht, Und eine ist, die wir gerne am Anfang von diesem Podcast, von den Episoden, so ein bisschen mal kurz besprechen. Heute ist super. Tatsächlich so gut wie heute ging es mir schon eine ganze, ganze Weile nicht mehr. Sagen wir mal eine 3 auf der Schmerzskala, vielleicht an der Grenze zu 4. Das ist sehr stabil, sehr gut. Das will ich nicht jinxen. So darf es bleiben. So dürfen die Feiertage bleiben. So darf das Jahr zu Ende gehen. Und so darf auch dann ja meine Selbstständigkeit im Januar starten. Also da hätte ich überhaupt nichts dagegen, wenn wir in der Region blieben. Allein, ich habe Zweifel, ich bin nicht hundertprozentig überzeugt. Aber gut, ich will nichts beschreien, ich will nichts jinxen. Ich will eigentlich nur mit euch über drei Fragen sprechen rund um das Thema chronischer Schmerz. Ich möchte eine Karte ziehen und euch vorlesen. und dann möchte ich euch meine Antwort dazu erklären. So wie jedes Mal. Sollen wir loslegen? Ich habe hier eine Karte aus dem Bereich Körperliches. Kannst du beschreiben, wie sich dein Schmerz anfühlt? Ja, doch. Ich glaube, das kriege ich ganz gut hin. Ich konzentriere mich mal auf das Thema am Nacken. Das ist so die für mich relevantere Baustelle. Ich habe ja auch künstliche Bandscheiben im Lendenwirbelbereich. Das ist eigentlich, wenn ich regelmäßig zum Sport gehe, das kleinere Problem. Das gibt immer mal wieder Tage und oft auch so Blöcke von mehreren Tagen, wo das schon auch mal, ja nicht kritisch, aber wo das auch mal sehr unangenehm wird. Aber ich erkläre immer, je weiter der Schmerz von meinem Kopf weg ist und ich glaube auch da habe ich schon Ähnliches von anderen gehört. Das kann man vielleicht sich ganz gut erklären. Je weiter der Schmerz von meinem Kopf weg ist, desto leichter komme ich damit zurecht. Womit ich überhaupt nicht klarkomme, ist, wenn es in der Migräne abdriftet, harte Kopfschmerzen, da bin ich vollkommen unbrauchbar. Wahrscheinlich geht es vielen anderen auch so. Wenn der Schmerz im Nacken sitzt. Okay, es ist allerdings immer die Gefahr da, dass er in den Kopf zieht. Wenn der Schmerz im Brustwirbelsäulenbereich ist, nervig, aber damit kann ich leben, damit kann ich arbeiten, damit kann ich umgehen. Wenn der Schmerz im Lendenwirbelbereich ist, okay, dann ist es beim Sport unangenehm, dann sind Sitzen, Stehen, manche Dinge unangenehm bis manchmal auch unmöglich, aber damit komme ich irgendwie zurecht. Also das schlägt mir nicht auf die Psyche, wenn das so ist und schmerzen Beine, Füße, irgendwas so. Das ist halt dann mit schonen, mit Bewegungseinschränkungen verbunden. Aber das ist was, was mich nicht, da fühle ich mich nicht in dem Sinne eingeschränkt, weil ich normal denken und normal agieren und handeln und fühlen und arbeiten kann. Also alles, was weiter oben ist, ist irgendwie schwieriger. Zahnschmerzen sind auch was ganz widerliches, das ist ganz, ganz schlimm. Oder trockene Augen. Ich hatte eine ganze Zeit lang mit trockenen Augen zu kämpfen, das dann auch manchmal so richtig schmerzhaft wurde. Also alles, was im Kopf ist, super hart zu ertragen. So, und mein Schmerz sitzt jetzt üblicherweise im Nackenbereich. Auch da habe ich künstliche Bandscheiben. Und es ist aber gar nicht direkt an den Bandscheiben, so diese typischen Bandscheibenschmerzen mit einschlafenden Nerven in den Armen und so, die habe ich auch nicht mehr. Deswegen, also da hat die Operation und die Transplantation, ist das eine Transplantation, die Implantation, das ist eine Implantation, die hat das getan, was sie tun sollte, die hat funktioniert. Aber ich glaube, das Ganze ist so, das hat das System irgendwie instabilisiert. Das ist jetzt so ein bisschen meine Erklärung dazu. Und das führt dazu, dass meine Muskeln im Schulterbereich irgendwie, ja, mitunter krampfen. Also vielleicht ist es auch so, Faszien, wobei ich auch schon, es gibt Leute, die leugnen, dass Faszien überhaupt irgendwie zum Problem werden. Andere sagen, es ist alles ein Faszienproblem, keine Ahnung. Aber wenn man sich das vorstellt, dass um die Muskeln nochmal so eine Schicht ist, die vielleicht auch verkleben kann und so zu Knoten führen, so kann man sich das ganz gut vorstellen hier. Also wenn ich hier hindrücke, da ist ein Knubbel, ein Punkt, ein dicker, spürbarer, fast wie ein Knoten und ich merke, wenn ich draufdrücke, dass der Schmerz auch sich ausbreitet. Ich merke, wenn ich da länger massiere, dass es ein bisschen weicher wird und genau da sitzt mein Schmerz. Und er sitzt da von morgens bis abends. In der Regel ist er morgens aushaltbarer, das ist nicht immer so, aber in der Regel ist es schon so. Und wenn ich lange dann was Anstrengendes tue, wie arbeiten, wie stehen, wie spazieren, wie wandern vielleicht eher sitzen, ist das Schlimmste eigentlich. Also sitzen am Schreibtisch und arbeiten, somit das Schwierigste für mich. Dann merke ich, dass dieser Knoten, ich weiß nicht, ob er größer wird, aber er wird intensiver. Also der Schmerz nimmt zu. Das wird dann von einem dumpfen, eher lokal begrenzten Schmerz dann so etwas, das wirklich auch schmerzmäßig ausstrahlt. Nicht in die Nerven, nicht kribbelnd, sondern wirklich als Schmerz. Und wenn der dann über den Halsmuskel, über die Halsnerven hier hinten hoch in Richtung Kopf geht, so dann ist der Punkt, wo es bei mir droht, von einem normalen Tag zu einem schlechten Tag zu kippen, wenn der Schmerz mal im Kopf ist, dann bin ich durch, dann bin ich schlecht gelaunt, dann habe ich Kopfschmerzen, dann kann ich mich nicht mehr konzentrieren, dann bin ich irgendwie unbrauchbar und oft leider auch unleidlich. Und das ist so mein Schmerzproblem, mein Hauptschmerzproblem. Wie gesagt, all die anderen Themen in meinem Körper, mit denen komme ich zurecht, könnten wir jetzt auch noch lange drüber reden. Mit dem im Nacken habe ich zu kämpfen. Und warum machen wir jetzt diese Übung? Wahrscheinlich ist es euch, also für euer Leben macht es keinen Unterschied, wie sich mein Schmerz anfühlt. Aber da steckt natürlich ein wichtiges Thema drin. Wenn ihr es nicht schafft, anderen gegenüber, und da meine ich vor allem medizinischem Personal gegenüber, eure Schmerzen zu formulieren, dann kann es sein, dass ihr in eine schlechte oder unzureichende Therapie abrutscht. Also ganz oft ist dieses ja, die Ärzte machen ja nix. Ein Problem, dass vielleicht Ärzte was missverstehen oder was auf einem alten medizinischen Stand sind vielleicht oder einfach das nicht richtig hören wollen. Aber mindestens genauso oft, würde ich jetzt mal sagen, ist das Problem, dass man als Patientin oder Patient das nicht richtig formuliert kriegt. Und das ist tatsächlich was, das muss man üben. Das ist nicht so einfach. Das ist vor allem in einem Gesundheitssystem, wo man oft nur dann so, also gefühlt ist es so, du sitzt zwei Stunden im Wartezimmer, dann hast du 30 Sekunden bei deinem Arzt und dann musst du auf den Punkt bringen, worum es dir geht. Und wenn du das nicht schaffst, dann ist das Fenster geschlossen und dann musst du aufwendig dir ein neues... Dann ist es irgendwie vorbei. Also das ist schon fast wie ein Prüfungsstress. Und wenn man dann in dieser Abfrage... Also ich übertreibe jetzt vollkommen, das ist mir klar. Bei meinem Arzt ist das überhaupt nicht so. Also die nehmen sich tatsächlich da, meine Hausärztin sowie die anderen Ärzte in der Praxis, die nehmen sich sehr viel Zeit und das weiß ich sehr, sehr zu schätzen. Und die kennen mich auch schon gut. Also da, wenn ich was sage, hat das auch ein anderes Gewicht, als wenn da jemand da sitzt, wo sie nicht die ganze Krankengeschichte kennen. Das spielt auch noch eine Rolle. Aber ich kenne trotzdem natürlich diese Situationen, wo man einen Arzt, der so durchrauscht, im Vorbeigehen schnell klar machen muss, was im eigenen Körper abgeht. Und manchmal, das kenne ich sehr gut, geht man raus aus so einem Termin und hat das Gefühl, wie bei so einer Prüfung, wo man nicht gelernt hat oder das Falsche gelernt hat, Scheiße, ich habe das jetzt verkackt. Ich habe dem überhaupt nicht erklärt, was mein eigentliches Problem ist. Wir haben über irgendwelche Symptome geredet und er hat dann vielleicht Physiotherapie aufgeschrieben. Aber ich spüre, dass da ein tiefsitzenderes Problem ist und das haben wir überhaupt nicht angegangen. Und so eine Situation wollt ihr vermeiden. Deswegen ist es super wichtig, also das ist eine sehr, sehr wichtige Frage, die ich hier heute gezogen habe. Kann jeder mal für sich machen, diese Übung, den eigenen Schmerz beschreiben? Und mal versuchen, sich selber zuzuhören oder vielleicht aufzeichnen in der Sprachnotiz, sich mal selber anhören und mal checken, mit ein bisschen Abstand dazwischen, mal checken, was würde der Gegenüber denken, wenn er das so hört? So klinge ich übermäßig wehleidig? Klingt es schlüssig? Ist es was? Woran würde man denken im ersten Moment, wenn man sowas hört? Also das sind alles so Fragen, die man sich da stellen kann und dann kommt man vielleicht darauf, dass man seine Kommunikation mit den Ärztinnen und Ärzten irgendwie verbessern kann, verbessern muss. Von daher, dafür möchte ich eine Lanze brechen. Versucht euren Schmerz zu beschreiben. Nächste Frage. Philosophisches. Wenn du deine Schmerzen gegen 20 Jahre weniger Lebenserwartung tauschen könntest, würdest du es tun? Boah, das ist eine knallharte Frage. 20 Jahre ist eine enorm lange Zeit, wenn ich überlege. Was habe ich in den letzten 20 Jahren erlebt? In den letzten 20 Jahren habe ich. Mein Studium beendet und angefangen zu arbeiten. Und also ich fühle mich, als wären 20 Jahre, wenn ich 20 Jahre jetzt zurückdenke, als wäre das mein Erwachsenenleben. Ich war vorher auf dem Papier erwachsen. Ich habe spät nochmal mit dem Studium angefangen. Aber also gerade in den letzten 20 Jahren, das fühlt sich an, als würde so dieses Ganze, diese ganzen Unsicherheiten, diese ganze Wohin mit dem Leben, Wohin führt das alles? Was ist mit Familie? Also diese ganzen Lebensfragen, als wären die beantwortet und jetzt geht es dann darum, wirklich zu leben. Und das würde ich niemals eintauschen wollen. Wenn ich mir überlege, das könnte natürlich, ist das in den letzten 20 Jahren seines Lebens vielleicht anders. Aber ich würde mir eigentlich wünschen, dass die letzten 20 Jahre meines Lebens auch so sind. Dass ich mich so fühle, wie jetzt habe ich einen neuen Abschnitt in meinem Leben erreicht und den kann ich jetzt endlich genießen. Und den kann ich 20 Jahre lang genießen. Und da kann ich reisen und da kann ich mich mit meinen Enkeln beschäftigen, mit meiner Familie. Da kann ich noch Dinge tun, da kann ich hoffentlich noch Neues lernen. Das würde ich mir alles wünschen. Und wenn meine Gesundheit an sich stabil ist und diese Schmerzkrankheit bleibt, ich glaube, dann würde ich die 20 Jahre Lebenserwartung nehmen. Auch wenn ich hart mit mir ringe bei der Frage. Weil, sagen wir mal, ich bin jetzt Mitte 40, wenn es gut läuft, habe ich vielleicht noch 40 Jahre, die Hälfte davon ohne Schmerzen oder 40 Jahre mit Schmerzen. Die Aussicht auf 40 Jahre in der Situation, in der ich jetzt bin, ist auch nicht geil. Da brauchen wir uns überhaupt nichts vormachen. Ich komme damit irgendwie zurecht. Ich komme zeitweise damit sogar gut zurecht. Und zeitweise komme ich damit schlecht zurecht. Und das 40 Jahre lang, dieser Struggle, dieses Auf und Ab, dieses ständige in sich reinhören, dieses ständige Thematisieren, das macht mich schon müde, wenn ich nur daran denke. Das ist keine leichte Aussicht. Aber 40 Jahre versus 20 Jahre, ich erwarte noch so viel von meinem Leben, dass es dann vielleicht doch gar nicht so schwer ist, diese Frage zu beantworten. Also für mich eine klare Antwort. Nein, ich würde diesen Tausch nicht eingehen. Nächste Frage, das war kurz. Psychisches. Welche kleinen Dinge heben deine Stimmung an besonders schlechten Tagen? Also da gibt es einen Haufen, da gibt es einen Haufen Kram. In der Schmerztherapie lernt man schon, okay, da gibt es irgendwie Musik, da gibt es irgendwie sich einkuscheln, Wärme, Kälte. Also kann man ganz viel durchprobieren, was einen gut tut. Einiges davon ist für mich so ein bisschen Beschäftigungstherapie. Also allein was zu tun, tut gut, ob es jetzt wirklich dann was bringt oder nicht. Also ich lege mich zum Beispiel auf meine Shakti-Matte oder ich mache mir auch dann mal ein Wärmepflaster drauf oder ein Wärmekissen oder ich lege mich in die Badewanne. Das ist so ein bisschen dieses, ich kümmere mich in dem Moment um mich selbst und das allein schafft schon ein etwas besseres Gefühl. Das ändert aber für mich eigentlich nichts an meiner, also das löst für mich nichts. Das ändert nicht meine Einschätzung auf der Schmerzskala. Das ist tatsächlich ein bisschen Balsam für die Seele. Das ist was, was mich einfach selber so ein bisschen beschäftigt, beruhigt. Besänftigt manchmal auch. Und da habe ich noch mehr so kleine Rituale. Also da gehört mit dem Hund rausgehen dazu. Da gehört Sport dazu. Da gehört ein Spiel mit der Family dazu. Da gehört was mit Freunden irgendwie machen dazu. Wobei an schlechten Tagen ich da natürlich oft auch vor vielen dieser Dinge zurückschrecke, muss ich auch ehrlicherweise sagen, weil die auch nochmal oft anstrengend sind. Aber manchmal geht es. Ich habe jetzt noch etwas Neues, an dem ich gerade noch ein bisschen unentschlossen bin, wie gut das funktioniert. Ich habe schon ein positives Gefühl dabei. Ich will da auf jeden Fall noch weiter experimentieren und dranbleiben. Das ist sicher auch ein Thema, das wir hier vielleicht noch mal größer eruieren könnten. Ich habe nämlich in einer dieser modernen Online-Apotheken bestellt. Und zwar, ich weiß nicht, die jetzt Video haben, sehen es vielleicht. Es ist mittlerweile relativ einfach bei uns in Deutschland als Schmerz-Patient, als Migräne-Patient, als chronisch Kranker an Cannabis zu kommen. Und zwar über so einen Online-Shop, wo man einfach so ein bisschen einen Fragebogen ausfüllt. Dann geht der Fragebogen zu einem Arzt, der checkt, also ich hätte erwartet, dass es da irgendwie eine Videokonferenz, ein Videocall, eine Videosprechstunde gibt, aber gar nichts. Also das ist einfach nur, der checkt den Fragebogen, stellt eventuell Rückfragen. Bei mir gab es irgendwie zum Blutdruck eine Rückfrage und dann stellt er dir ein blaues Rezept aus. Also diese Selbstzahlerrezepte, ein Privatrezept ist, glaube ich, der richtige Begriff. Und das geht dann automatisch auch an so eine angeschlossene Online-Apotheke. Die haben meistens ein bisschen lustige Namen. Also ich bin mir nicht ganz sicher, ob das wirkliche Apotheken sind oder. Naja, da komme ich gleich noch zu. und die bearbeiten dann das Rezept und schicken dann einfach per Post, kommen ein paar Tage später, kommen dann solche Gläschen oder ich habe hier noch eine andere Variante, die auch in so kleinen Gläschen kommt, und da ist dann, ja, Cannabis drin. Ich mache das mal kurz auf. Ah, das ist noch versiegelt. Also das mache ich mir noch nicht auf. Das hebe ich mir noch auf. Vielleicht kann man hier kurz reingucken. Wenn nicht, ich habe auch diesen ganzen Bestellprozess. Also jetzt hatte ich es mal in die Kamera. Kann man da was sehen? Ja, ich glaube, man kann schon was erkennen. Also ich habe diesen ganzen Bestellprozess mal auf dem Handy mitgefilmt. Vielleicht schneide ich das einfach hier mit in das Video ein. Also für die Audio, nur Audio-Leute ist das was, da passiert nichts, da lasse ich es weg. Aber für die Video-Gucker, ja, noch ein Grund mehr auf YouTube vorbeizuschauen, da könnte ich mal das Video von dem Bestellprozess hier mit reinpacken. Das fand ich nämlich doch dann am Ende ganz spannend, wie easy und entspannt das Ganze geht. Also wie einfach man in wenigen Minuten auf dem Handy ein paar Dinge ausfüllen, ein paar Knöpfchen drücken, dann in einem Online-Shop wirklich mit Filtern und mit Empfehlungen und mit Bewertungen und so weiter, dann sich da eine bestimmte Sorte auszusuchen und sich das dann zuschicken zu lassen. Das ist super easy heutzutage und ich wohne in Bayern. Ich war wirklich überrascht, wie einfach das ist. um. Ja, kann man mal ausprobieren. Ich habe noch kein Abschließungsurteil. Also ich finde es spannend. Ich werde da ein bisschen dranbleiben. Das nehme ich jetzt auch mal in meine Wohlfühlrituale mit auf und werde euch auf dem Laufenden halten, wie sich das weiter für mich ausgeht. Okay, crazy, wie einfach und easy und simpel man jetzt an Cannabis kommt. Ich habe gedacht, in Bayern, wo gerade auch keine Cannabis-Clubs genehmigt werden und so, ist das viel, viel schwieriger. Und ich bin mir auch fast sicher, dass da im Hintergrund noch so zumindest rechtlicher Graubereich irgendwo touchiert wird, wenn nicht sogar vollends durchlaufen. Aber das soll mir jetzt an der Stelle mal egal sein. Für mich ist das jetzt gerade ein gutes Experiment und daran halte ich fest. Gut, das kann man jetzt, glaube ich, mal eintüten. Das waren drei Fragen, wie immer. Wir hören uns und sehen uns dann vielleicht in zwei Wochen. Wobei es durchaus sein kann, das behalte ich mir jetzt mal vor, dass wir eine Woche pausieren, weil jetzt mit Neujahr, Jahreswechsel, mit Gründung, selbstständig machen mit dem Ganzen, was da im Hintergrund bei mir gerade los ist. Ich habe es schon angedeutet, ich möchte noch die Schmerzensache-Webseite aufbauen, neu aufbauen. Ich möchte Steady noch irgendwie lostreten. Also das alles braucht ein bisschen Arbeit, ein bisschen Zeit. Vielleicht lasse ich mal eine Woche verstreichen, in der es keine Folge dann gibt. Aber ihr könnt gerne schon mal, ich packe den Link in die Show Notes, den Steady-Newsletter abonnieren. Da habt ihr auch noch gar nichts verpasst. Es ging noch kein Newsletter raus, aber tragt euch in die Liste schon mal ein. Da werde ich dann auf jeden Fall, sobald sich irgendwie wirklich was ändert, werdet ihr es da erfahren. Ich habe ein paar wilde Ideen für die Schmerzensache im nächsten Jahr und das würde ich hauptsächlich natürlich im Podcast erzählen, aber ich werde es auch über den Newsletter dann rausgeben. Da ist dann wahrscheinlich der Kanal, wo man es am schnellsten und am sichersten, am zuverlässigsten erfährt. Also tragt euch gerne in den Schmerzensachen Newsletter ein. Da würde ich mich sehr freuen. Da habe ich dann auch ein bisschen ein Gefühl für, wer so aktiv hier in der Community irgendwie teilnimmt und wie viele dann auch, also beim Podcast muss man ja oft so ein bisschen raten, wie viele von den Leuten, die was herunterladen, das dann auch anhören. Das kann man irgendwie nicht so richtig messen. Das ist beim Newsletter ähnlich. Da sehe ich aber zumindest dann eine Öffnungsrate und da habe ich so ein bisschen ein Gefühl dafür, wie viele Leute jetzt tatsächlich irgendwas mitbekommen. Und das würde mir helfen, das würde es mir einfacher machen und noch mehr hilft mir aber, wenn ihr. Die Schmerzensache weiterempfehlt, wenn ihr euren Freunden, Angehörigen, Arbeitskollegen, wem auch immer davon erzählt, wenn ihr eine Bewertung auf den Plattformen hinterlasst, das macht das Ganze hier sichtbarer, das macht das Ganze hier ein bisschen größer, das würde mir helfen, meine Reichweite ein bisschen zu verbessern und somit auch mehr Leute zu erreichen, das Ganze noch ein bisschen relevanter zu machen. Und ich freue mich natürlich auch auf, wenn ihr Grüße wieder an, du weißt schon, wer gemeint ist, wenn ihr mir die Fragen auch beantwortet aus eurer Perspektive, könnt ihr mir gerne per Post schicken, in Zukunft dann hoffentlich auf der Webseite, aber jetzt erstmal nur per E-Mail, da würde ich mich auch sehr drüber freuen. So, jetzt bleibt mir nur noch frohe Weihnachten, möglichst schmerzarme Festtage. Habt eine gute Zeit, kommt gut ins neue Jahr und bleibt mir gewogen. Wir hören und sehen uns hoffentlich in zwei Wochen wieder. Schmerzliche Grüße. Macht's gut. Ciao.